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Augenstern: Mein Wort-Schatz

 

Für uns Kinder war, solange wir klein waren, wenig Zeit und Raum, da meine Eltern in einem sehr kleinen Haus eine Tierarztpraxis aufbauten. Ein echter Familienbetrieb, in dem meine Großmutter den Haushalt, meine Mutter die Praxisassistenz und mein Vater im Keller des Hauses die Arbeit in der Kleintierpraxis erledigte. Für mich kleinstes Familienmitglied war damals mein Großvater zuständig, ein großer hagerer, schon etwas klappriger Herr mit einer großen Portion Mutterwitz. Er hat mich bedingungslos und leidenschaftlich geliebt und für mich immer »Puppchen, du bist mein Augenstern« gesungen, denn ich war ganz und gar sein Liebling – dieses Gefühl hat mich lange gestärkt und begleitet. Heute habe ich beruflich viel mit vierjährigen Kindern zu tun und darf bei dieser schönen Arbeit viele kleine Augensterne kennenlernen. Und immer, wenn ich merke, dass die Eltern ihre Kinder genauso wahrnehmen und hüten, freue ich mich für beide Seiten.

Petra König, Dorfmark, Niedersachsen

 

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