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Schwant: Mein Wort-Schatz

 

An einem wundervollen August-Tag saß ich mit meinem Mann auf einer Bank am Würzburger Schenkenturm, und wir blickten in das abendliche Maintal. Mein Mann sagte auf einmal: »Mir schwant da was, ich glaube, es braut sich ein ordentliches Gewitter zusammen. Komm, lass uns gehen.«
Nun kann man ja im Duden lesen, dass der Ausdruck »schwanen« durch eine Scherzübersetzung entstand, bei der lateinisch olere = riechen mit lateinisch olor = Schwan verknüpft wurde. Dazu kann ich nur sagen, dass es nicht Mainschwäne sondern eher Gewitterwolken waren, die meinen Mann zu dem Ausspruch veranlassten.
Mich selbst erinnert diese Redewendung an meine Kindheit: Meine Oma verwendete den Ausdruck nur allzu gern, wenn sie Unangenehmes befürchtete.

Beate Ziegler, Würzburg

 

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