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Löwenzähne

 

(nach Johann Wolfgang von Goethe »Im Vorübergehn«)

Ich träum im Garten
So vor mich hin,
Und nichts zu tun,
Danach steht mir der Sinn.

Im Rasen seh ich
Was Gelbes stehn,
Löwenzähne!
Das ist nicht schön.

Euch stech ich
Mit allen Wurzeln aus!
Weg – in die grüne Tonne,
Wohl hinter dem Haus.

Doch was erspäh ich
Am Morgen darauf?
Löwenzähne!
Und das zuhauf

Gelb, grün und fett,
Als ob ich nie gestochen hätt!

Das ist doch nicht zu fassen.
Darum kurz räsoniert –
Man könnt es ja auch lassen?

Nun träum ich im Garten
So vor mich hin,
Wohl wissend,
Fleiß hat keinen Sinn.

Sibylle Korber, Odenthal, Nordrhein-Westfalen

 

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