{"id":16047,"date":"2014-01-09T10:00:32","date_gmt":"2014-01-09T09:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/?p=16047"},"modified":"2014-01-09T12:49:16","modified_gmt":"2014-01-09T11:49:16","slug":"anfaenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/2014\/01\/09\/anfaenge\/","title":{"rendered":"Anf\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_16079\" aria-describedby=\"caption-attachment-16079\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/2014\/01\/09\/anfaenge\/rtx7ntr-580x326\/\" rel=\"attachment wp-att-16079\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16079\" alt=\"\u00a9 Mahmoud Raouf Mahmoud\/Reuters\" src=\"https:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/files\/2014\/01\/RTX7NTR-580x326.jpg\" width=\"580\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/files\/2014\/01\/RTX7NTR-580x326.jpg 580w, https:\/\/blog.zeit.de\/zeit-der-leser\/files\/2014\/01\/RTX7NTR-580x326-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-16079\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Mahmoud Raouf Mahmoud\/Reuters<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><em>Vor einigen Wochen baten wir Sie, uns u\u0308ber Anfa\u0308nge in Ihrem Leben zu berichten. Wir erhielten daraufhin viele, viele Briefe und Mails mit wunderscho\u0308nen, mit traurigen, mit anru\u0308hrenden Geschichten. Eine Auswahl der Antworten lesen Sie hier, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/03\/leserbeitraege-anfaenge-dossier\">im Community-Ressort von ZEIT ONLINE<\/a> und im Dossier der aktuellen Ausgabe der ZEIT\u00a0(S. 11\u201313) \u2013 zusammen mit einem Essay von Caterina Lobenstein zu diesem Thema.<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Geburt<\/strong><\/p>\n<p>Semmelweis-Frauenklinik, Wien 1994. Ich bin Hebammenschu\u0308lerin im ersten Ausbildungsjahr, und zu meinen Aufgaben geho\u0308rt es, Frauen wa\u0308hrend der Wehen zu betreuen, Instrumente vorzubereiten und \u2013 nicht zu fru\u0308h und nicht zu spa\u0308t \u2013 die Hebamme zu rufen. \u00bbDer Muttermund ist vollsta\u0308ndig, der Scha\u0308del auf plus zwei\u00ab, informiert mich die Hebamme u\u0308ber eine wa\u0308hrend meiner Mittagspause eingetroffene werdende Mutter und la\u0308sst uns allein. Die Frau sieht mich kaum an. Sie hat schon starken Pressdrang, es ist ihr erstes Kind.<\/p>\n<p>Nicht nur sie ist unsicher, ich bin es auch. Die Hebamme kommt zuru\u0308ck. Ich bin erleichtert. Doch als die Frau auf dem Geba\u0308rhocker sitzt und schiebt und presst, sagt die Hebamme plo\u0308tzlich zu mir: \u00bbSie machen die Geburt.\u00ab Ich? Mein Herz klopft wild. Schnell ein steriles Tuch vorbereitet, warmes Wasser in die Schu\u0308ssel geleert, die Handschuhe angezogen \u2013 dann bilden meine Ha\u0308nde zum allerersten Mal einen Dammschutz. Ich greife, ich halte, staune u\u0308ber die Kraft, mit der dieses Ko\u0308pfchen sich seinen Weg bahnt. Immer noch rechne ich damit, im entscheidenden Augenblick weggeschubst zu werden. Die A\u0308rztin im Hintergrund blickt skeptisch.<\/p>\n<p>Noch eine, zwei, drei Wehen, dann kommt das Kind. Es kommt mit Schwung, ganz glitschig und&#8230; meine Ha\u0308nde nehmen den neuen Menschen in Empfang. Meine ungelenken Schu\u0308lerinnenha\u0308nde.<br \/>\nIch lege das Neugeborene auf eine trockene Windel. Hilflos und ein wenig verzweifelt beginnt es jetzt zu weinen. Es ist ein Junge. Seine Mama nimmt ihn hoch und dru\u0308ckt ihn an sich. Heiliger Moment. Ich ka\u0308mpfe mit den Tra\u0308nen und schaue zu Boden, damit keiner mich sieht. Dankbarkeit erfu\u0308llt mein Herz.<\/p>\n<p><em>Lisa Rakos,\u00a0Wolfsgraben, O\u0308sterreich<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Leserbrief<\/strong><em><strong><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Meine Gymnasialzeit in den fu\u0308nfziger Jahren verstrich im Schweizer Neutralita\u0308tsnest ohne jegliche politische Willensbildung, die ersten Studienjahre verbrachte ich ebenso unpolitisch. Ein Semester in Mainz o\u0308ffnete mir die Augen. Mir ging zum Beispiel auf, dass einzig in der Schweiz (und vielleicht noch in Staaten wie der DDR) Milita\u0308rdienstverweigerer kriminalisiert wurden.<\/p>\n<p>Unter dem Eindruck einer politisch a\u0308u\u00dferst wachen deutschen Studentenschaft schrieb ich meinen ersten Leserbrief. Auf dem zwischenzeitlich vergilbten Zeitungspapier stehen Sa\u0308tze wie der, dass sich die \u00bbMitverantwortlichkeit\u00ab der Schweiz am Gang der Welt nicht erscho\u0308pfen ko\u0308nne in rein merkantilen Beziehungen und dass der \u00bbBeitritt zur Uno ein notwendiger erster Schritt wa\u0308re\u00ab&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Leserbrief war der Startschuss fu\u0308r mein spa\u0308teres politisches Engagement.<\/p>\n<p><em>Romedi Arquint\u00a0(Sozialdemokratische Partei der Schweiz), Chapella, Schweiz<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Beichte<\/strong><\/p>\n<p>In der Christuskirche zu Rostock, wo ich nach meiner Priesterweihe von 1997 bis 2001 als Kaplan ta\u0308tig war, fand samstagnachmittags eine Beichtstunde statt. Meine erste Beichte \u2013 ich hatte ein a\u0308hnlich mulmiges Gefu\u0308hl wie viele Jahre vorher als Erstkommunionkind auf der anderen Seite des Gitters. Als die Tu\u0308r aufging und jemand zu erza\u0308hlen begann, legte sich meine Aufregung etwas.<\/p>\n<p>Dann aber ho\u0308rte ich, wie von einem Ganzko\u0308rpermassagestudio (!) in Rostock berichtet wurde \u2013 und spontan rief ich aus: \u00bbWo soll das denn sein???\u00ab Eisiges Schweigen&#8230; Ich wusste, welch ein Fauxpas mir unterlaufen war, und mu\u0308hte mich, das Beichtgespra\u0308ch wu\u0308rdig zu Ende fu\u0308hren. Die Antwort blieb man mir an jenem Spa\u0308tsommertag aber schuldig. Und in den vier Jahren dort habe ich das betreffende Studio auch nicht gefunden&#8230;<\/p>\n<p><em>Pfarrer Felix Evers,\u00a0Ratzeburg, Schleswig-Holstein<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Kopfsprung<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbWei\u00dft du noch, als du das erste Mal vom Fu\u0308nfmeterbrett gesprungen bist?\u00ab, fragt mich mein Neffe Alexander bei einem Familienfest. \u00bbOh ja\u00ab, antworte ich. Damals, es ist fast 20 Jahre her, begleitete ich ihn und einen Freund ins Freibad, und plo\u0308tzlich schlugen mir die beiden vor, doch auch einmal einen Sprung zu wagen. Irgendwie gefiel mir die Vorstellung, meinem Neffen mit einem Sprung vom \u00bbFu\u0308nfer\u00ab zu imponieren.<\/p>\n<p>So machten wir uns auf den Weg zum Sprungturm. Schon beim Aufstieg war mir sehr mulmig zumute. Alleine wa\u0308re ich sicher umgekehrt. Aber so standen die Jungs am Beckenrand, bemerkten mein Zo\u0308gern und feuerten mich an: \u00bbDas erste Mal ist immer das schwerste! Du schaffst das!\u00ab Schon im na\u0308chsten Sommer fand es mein Neffe nicht mehr so \u00bbcool\u00ab, mit der Tante Schwimmen zu gehen, und so blieb es bei diesem ersten Sprung.<\/p>\n<p><em>Ellen Lang-Petroll, Riedstadt, Hessen<\/em><\/p>\n<p><strong>Das erste Mal<\/strong><\/p>\n<p>Es ist gut 45 Jahre her. Ich war 17 und immer noch Jungfrau. Meine Freundin und ich waren uns einig, dass dies unmo\u0308glich so bleiben ko\u0308nne. Zuna\u0308chst einmal galt es, den richtigen Mann dafu\u0308r zu finden: Er sollte genug Erfahrung mitbringen, um die Entjungferung gekonnt zu vollziehen. Au\u00dferdem sollte er in \u00bbfesten Ha\u0308nden\u00ab sein \u2013 und der Akt ein einmaliges Ereignis.<\/p>\n<p>Wir entschieden uns fu\u0308r Peter, liiert, Mitte 30, gut aussehend \u2013 und ein Freund der Eltern meiner Freundin. Das erste Gespra\u0308ch fu\u0308hrten wir zu dritt, um ihn fu\u0308r unser Vorhaben zu gewinnen. Er bat um eine Woche Bedenkzeit, bevor er zustimmte. Wir formulierten als Ziel eine \u00bbza\u0308rtliche Entjungferung ohne Schmerzen\u00ab und \u00bbdas Erleben meiner Orgasmusfa\u0308higkeit\u00ab und vereinbarten, Stillschweigen u\u0308ber die Sache zu wahren. Wir besiegelten unser Abkommen mit einem Handschlag.<\/p>\n<p>Meine Freundin und ich wa\u0308hlten einen Termin, entwickelten ein Alibi fu\u0308r meine Eltern, besichtigten (und fotografierten) das Bett in seiner Wohnung (das Foto hab ich heute noch).<br \/>\nDer Tag der Entjungferung war ein Samstag. Wir waren fu\u0308r acht Uhr bei meiner Freundin verabredet, von wo aus Peter mich abholte und in seine Wohnung brachte. Wir waren uns schnell einig, dass wir nicht lange warten, sondern direkt ins Bett gehen wollten. Peter machte seine Sache sehr gut: Beim ersten Mal pikste es zwar doch ein bisschen, aber ich konnte erahnen, dass diese Art der Beta\u0308tigung mir einmal viel Freude bereiten wu\u0308rde. Nach einer gemeinsamen Dusche versuchten wir es noch einmal, und die gesetzten Ziele wurden vollumfa\u0308nglich erfu\u0308llt. Am na\u0308chsten Morgen trafen wir uns mit meiner Freundin zum Fru\u0308hstu\u0308ck und feierten das Ereignis.<\/p>\n<p>Kurz danach zog ich in eine entfernte Stadt und verlor den Kontakt zu meiner Freundin. Bis ich Jahre spa\u0308ter einen Brief von ihr erhielt, in dem sie mir von ihrer Heirat mit Peter berichtete.<\/p>\n<p><em>Edeltraud B., Bangkok<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Vater<\/strong><\/p>\n<p>Als ich meinem leiblichen Vater zum ersten Mal begegnete, war ich 37 Jahre alt. Im Normalfall lernt man seine Eltern bei der Geburt kennen, doch als Adoptierter verschiebt sich dieses Ereignis mitunter um Jahrzehnte \u2013 oder findet gar nicht statt. So erfuhr ich einige Jahre vorher bei der Suche nach meiner leiblichen Mutter \u2013 via Telefon vom Einwohnermeldeamt \u2013, dass sie bereits mit 41 Jahren verstorben sei. Ich war damals 26 Jahre alt. Die Nachricht erschu\u0308tterte mich so sehr, dass ich die Suche nach meinen Wurzeln wieder einstellte; zumal ich kurz zuvor auch meine Adoptivmutter verloren hatte.<\/p>\n<p>Bei allem Guten, das mir meine Adoptiveltern fu\u0308rs Leben mitgaben, auf bestimmte Fragen hatten sie keine Antwort fu\u0308r mich gehabt. Und doch dra\u0308ngten sich diese Fragen auf: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wer ist das, den ich jeden Tag im Spiegel sehe? Warum habe ich schwarze Haare, Schuhgro\u0308\u00dfe 47 und absolut kein Talent fu\u0308r Zahlen? So wagte ich es schlie\u00dflich, meinem leiblichen Vater einen Brief zu schreiben. Danach ging alles ganz schnell. Es kam ein Brief zuru\u0308ck, in dem er mir ein Treffen in einem kleinen Biergarten zwei Wochen spa\u0308ter vorschlug. Dem Brief war ein Foto von ihm beigelegt. In meinem Kopf herrschte Ausnahmezustand.<\/p>\n<p>Als ich am vereinbarten Tag auf dem Parkplatz des Biergartens aus meinem Auto stieg, waren es zwischen mir und meinem leiblichen Vater nur noch wenige Schritte zu gehen. Ich ging diese Schritte nicht als erwachsener Mann. Ich ging sie als Kind. Er sa\u00df an einem Tisch, und bereits in einer Entfernung, in der man eigentlich nur Umrisse von Personen sehen kann, wusste ich, dass er es war. Noch bevor ich ihn begru\u0308\u00dfen konnte, sagte er mir, dass er mich schon von Weitem erkannt hatte. An meinem Gang. Obwohl er mich in seinem Leben niemals zuvor gesehen hatte. Trotz aller Anspannung herrschte eine vertraute Atmospha\u0308re zwischen uns.<\/p>\n<p>Ich ho\u0308rte an diesem Tag viele Dinge: die Namen, Charakterzu\u0308ge, Berufe, Talente, Krankheiten und Todesursachen meiner leiblichen Verwandtschaft. Ich erfuhr, wer meine Gro\u00dfeltern waren, und mein leiblicher Vater sah an diesem Tag zum ersten Mal ein Foto seines Enkelsohnes. Es war der Auftakt einer bis heute bestehenden intensiven und interessanten Beziehung.<\/p>\n<p>Und endlich wei\u00df ich, wer ich bin.<\/p>\n<p><em>Oliver Michael Gutmann,\u00a0Stuttgart<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Auftritt<\/strong><\/p>\n<p>Im Fru\u0308hjahr 1989 sa\u00df ich nichts ahnend in meiner Studentenwohnung, als das Telefon klingelte: \u00bbUm 15.30 Uhr soll im Michel die Kro\u0308nungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart aufgenommen werden, die Sopranistin ist krank, und wir brauchen dringend Ersatz.\u00ab Der Michel, die bekannteste Kirche Hamburgs \u2013 einmal dort zu singen ist der Traum eines jeden Sa\u0308ngers, der sich mit Kirchenmusik bescha\u0308ftigt. Zufa\u0308llig hatte ich die Noten im Schrank, wenngleich noch nie gesungen, aber mit meinen 23 Jahren war ich selbstbewusst und unverfroren genug, den Auftrag anzunehmen.<\/p>\n<p>So fand ich mich anderthalb Stunden spa\u0308ter auf der Empore des Michels ein. Es ging erstaunlich gut, die Einwu\u0308rfe im Kyrie, Gloria und Credo klappten reibungslos, und sogar die Sopran-Arie gelang mir ohne Aussetzer, aber plo\u0308tzlich stie\u00df ich auf zwei klein gedruckte Noten, die den U\u0308bergang vom Agnus Dei zum Dona nobis pacem bildeten, und wusste u\u0308berhaupt nichts damit anzufangen.<\/p>\n<p>Verwirrt fragte ich: \u00bbWas soll ich denn jetzt machen?\u00ab Woraufhin der Dirigent explodierte: \u00bbSie ko\u0308nnen doch nicht in die Aufnahme reden!\u00ab Nun war es mit meiner Selbstsicherheit vorbei. Sooft wir die Stelle auch wiederholten, es wurde immer schlimmer, der U\u0308bergang wollte einfach nicht u\u0308berzeugend gelingen. Tief bescha\u0308mt ging ich nach Hause.<\/p>\n<p>Aber wie durch ein Wunder \u2013 und obwohl sich nur die ersten drei Sa\u0308tze der Kro\u0308nungsmesse zur Vero\u0308ffentlichung eigneten \u2013 verzieh man mir meinen Fauxpas. Seitdem habe ich mehrere hundert Male im Michel gesungen. Die Menschen dort, Kirchenmusiker, Cho\u0308re, Pastoren, Ku\u0308ster und Mitarbeiter, kenne ich teils seit vielen Jahren. Meine Kinder sind im Herrensaal herumgekrabbelt und gestillt worden und haben im Tragetuch geschlafen, wa\u0308hrend ich sang. Ein Leben ohne den Michel kann ich mir heute kaum noch vorstellen.<\/p>\n<p><em>Julia Barthe, Hamburg<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Frieden<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Es war der 8. Mai 1945. Wir Geschwister standen auf dem bescha\u0308digten Balkon unserer Wohnung. Drau\u00dfen war es vollkommen still, so still wie nie zuvor. Kein Flugzeug, kein Auto, kein Mensch auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Frieden, was war das denn? Wir kannten Alarm, Kommandos, Dienst, Feuerlo\u0308scher, Fu\u0308hrerrede, Marschmusik, Schlangestehen; Frieden kannten wir nicht.<\/p>\n<p>Wir nahmen unsere Instrumente und spielten die Haydn-Variationen u\u0308ber das Deutschlandlied, diese kostbare, missbrauchte, herzzerrei\u00dfende Melodie. Tra\u0308nen tropften auf meine Geige, ich weinte nicht, sie liefen einfach aus den Augen. Dann standen wir nur da. Es war der Moment einer nie erlebten Magie, und sie hatte mit dieser Stille zu tun. Wie auch immer Frieden sein wu\u0308rde, es wu\u0308rde gut sein.<\/p>\n<p><em>Rosemarie Bottla\u0308nder,\u00a0Odenthal, Nordrhein-Westfalen<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Liebeskummer<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px\">Als mein Vater 1929 Verwalter eines Gutes in Mecklenburg wurde, war ich gerade sechs Jahre alt, und weil ich noch nicht Platt sprechen konnte, verbrachte ich viel Zeit allein auf der Dorfstra\u00dfe. Dann fand ich einen Spielgefa\u0308hrten, er hie\u00df Hans Gerstenkorn und war der Sohn des Schweinemeisters.<\/span><\/p>\n<p>Wir sto\u0308berten durch den Gutspark, kletterten auf die gro\u00dfe Douglasie und fanden gelegentlich ein Nest mit Eiern. (Statt sie sich im Stall wegnehmen zu lassen, versteckten die Hu\u0308hner sie oft unter den Bu\u0308schen, in der Hoffnung, sie dort ausbru\u0308ten zu ko\u0308nnen.)<\/p>\n<p>Ich schielte damals ein wenig und trug eine Korrekturbrille. Bei unseren ausgelassenen Spielen verlor ich sie irgendwo im Park. Meine Mutter hatte seit einigen Tagen einen Ausflug in den Zirkus mit uns geplant. Doch als ich den Verlust der teuren Brille beichtete, hie\u00df es, ich mu\u0308sse erst die Brille wiederfinden, sonst du\u0308rfe ich nicht mit.<\/p>\n<p>Ich bat Hans Gerstenkorn, mit mir zu suchen. Er machte mir deutlich, dass er dazu gar keine Lust habe, und verdru\u0308ckte sich, obgleich ich ihn beschwor, er sei doch auch schuld, wir ha\u0308tten ja zusammen gespielt, als die Brille verloren ging! Es half auch wenig, dass ich auf unsere nun schon den ganzen Sommer bestehende Freundschaft hinwies. Wa\u0308hrend die Geschwister mit meiner Mutter im Zirkus waren, sa\u00df ich zu Hause im Kinderzimmer und heulte.<\/p>\n<p>Mein Herz hatte eine erste kleine Schramme bekommen.<\/p>\n<p><em>Mechtild Becker, Pritzwalk<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Depression<br \/>\n<\/strong><br \/>\nMonatelang Herzrasen, Schlaflosigkeit, Gewichtsabnahme, Durchfa\u0308lle, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel. Ein endloser A\u0308rztemarathon ohne greifbare Ergebnisse. Im Mai 2010 dann Notaufnahme im Krankenhaus und die Diagnose: Depression.<br \/>\nMich trifft der Schlag. Depression? \u2013 Ich??? Ich soll an Depression erkrankt sein? Ich, die ich immer heiter war? Ich, \u00bbdie fro\u0308hliche Susanne\u00ab? (Ein Kinderbuch, das ich als Kind verschlungen habe&#8230;) Gleichzeitig spu\u0308re ich, dass ich dem Kern meiner Probleme na\u0308her komme. Somatisch ist alles abgeklopft, meine Psyche braucht Hilfe. Geahnt hatte ich so was schon, aber nun erstmals ausgesprochen \u2013 noch dazu von einer Expertin \u2013, ist es etwas anderes. Ich bin der Psychiaterin im Krankenhaus dankbar, die Unsicherheit hat ein Ende.<\/p>\n<p>Doch dann kommt die Scham: \u00bbDie ist psychisch krank. Die hat einen Knacks, die kriegt\u2019s nicht hin&#8230;\u00ab Panik macht sich breit: Brauche ich jetzt Medikamente? Wenn ja, wie wirken die? Wenn nein, was brauche ich dann? Was hei\u00dft Therapie? Und immer wieder: Warum ich? Als ich das Buch Brief an mein Leben lese, in dem Miriam Meckel u\u0308ber ihr Burn-out berichtet, gerate ich in einen regelrechten Strudel.<\/p>\n<p>Sieben Monate Krankschreibung, zu Hause sein, Medikamente, wo\u0308chentliche Therapie und viele, viele Fragen, auf die ich erst im Laufe der Zeit Antworten bekomme.<\/p>\n<p>Es dauert eine Weile, bis ich es erstmals selbst aussprechen kann, dass ich wohl an Depression erkrankt bin. Noch la\u0308nger, bis ich es sagen kann, ohne in Panik zu geraten. Ich bin u\u0308berwa\u0308ltigt.<br \/>\nIch bin heute 37 Jahre alt, Mutter eines fu\u0308nfja\u0308hrigen Sohnes, ich arbeite in Teilzeit bei einem internationalen Unternehmen. Inzwischen (seit gut drei Jahren nun) kann ich die Depression annehmen und lebe gut mit ihr.<\/p>\n<p>Ich habe die Krankheit im Griff \u2013 und nicht mehr sie mich.<\/p>\n<p><em>Susanne Volkwein,\u00a0Darmstadt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Wochen baten wir Sie, uns u\u0308ber Anfa\u0308nge in Ihrem Leben zu berichten. Wir erhielten daraufhin viele, viele Briefe und Mails mit wunderscho\u0308nen, mit traurigen, mit anru\u0308hrenden Geschichten. 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