‹ Alle Einträge

Die Plappereien des Ehepaars Tauss

 

Nachdem es in den letzten Wochen etwas ruhig geworden war um den Ex-SPDler und Neu-Pirat Jörg Tauss, durfte die Netzgemeinde heute einem seltsamen, öffentlichen Schauspiel beiwohnen:

Heute morgen, es ist der Tag, an dem der Bundestag Tauss‘ Immunität aufheben wird, heute morgen also griff Jörg Tauss zu seinem Twitterfon. Das macht er oft, im Schnitt etwa alle zwei Stunden. Derartige Zwitscher-Botschaften haben ja oft etwas Kryptisches. Aber diesmal musste man wirklich mehrfach nachlesen, um nicht der Meinung zu sein, da werde ein öffentlicher Rosenkrieg ausgetragen.

„Meine #SPD-Ehefrau verunglimpft mich heute nach eigener Aussage in der Stuttgarter Zeitung als Piratenopa!! #Eheberatung :)“, stand da.

Der Smiley am Ende weist darauf hin, dass die Geschichte ironisch gemeint ist. „Piratenopa“ und „Eheberatung“, das klingt witzig, fluffig, schnodderig! So ist er oft, der Herr Tauss.

Worum geht’s also ? Irmgard Tauss, Genossin und Gewerkschafterin, hatte sich vor Taussens Twitterei ihrem Heimatblatt, der Stuttgarter Zeitung, anvertraut. Den schwäbischen Redakteuren teilte sie mit, dass sie „nur wenig Verständnis für das Verhalten“ ihres Mannes habe.

„Wie blöd kann ein Mensch eigentlich sein, zu glauben, er könne einen Kinderpornoring ausheben? Das ist völlig irre“, fragte sie sich, laut Stuttgarter, nach der ersten Durchsuchung seiner Büroräume durch die Staatsanwaltschaft.

Tauss hatte beteuert, er habe Porno-Material während seiner Recherchen als Parlamentarier genutzt. Ihrem Mann sei es damals „völlig unbegreiflich“ gewesen, „dass ihm das keiner abnimmt“, sagte Frau Tauss. Die beiden sind seit 33 Jahren verheiratet.

Dennoch, jetzt wird’s romantisch, werde sie weiter zu ihm stehen. Irmgard hält auch weiter zu Jörg. Sie habe sich und ihren Mann geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass sie ihm vertrauen könne, vertraute sie der Zeitung an. Sie betonte, Kinderpornografie sei „widerlich und ekelhaft“.

Demnächst wird wohl vor Gericht geklärt werden müssen, ob ihr Mann damit mehr als „dienstliche“ Anliegen verfolgte.

3 Kommentare


  1. Wäre es nicht einfacher gewesen, einen Link zur Stuttgarter Zeitung Online zu platzieren als Nebensächliches halbgar zu präsentieren?
    Es gibt Frauen, die werden cholerisch, wenn der Rasen nicht pünktlich gemäht wurden, andere wiederum verlassen ihren Mann, weil der einem Minirock nachgeschaut hatte. Wieder andere verzeihen einen Seitensprung, aber bei Pädophilie hört selbst bei der tolerantesten Lebensgefährtin der Spass auf. Ein Tipp meinerseits wäre, sich abseits der Springer- Presse ebenfalls zu informieren…

  2.   Luke23

    @Johannes Döh. Spricht du aus eigener Erfahrumg?

    Hmm. Man muss sich nur mal denn Fall Deutroux anschauen um zu verstehen, dass da sehr mächtige Menschen dahinter stehen. Ich mein, damals sind mehr als 30 Zeugen um´s leben gekommen.

    Ich gebe der Frau recht. “Wie blöd kann ein Mensch eigentlich sein, zu glauben, er könne einen Kinderpornoring ausheben? Das ist völlig irre”

    Ich glaube das ist egal ob Frauen-, Kinder- oder Drogenhandel, diese Leute sind so mächtig, dass selbst eine Staatsanwaltschaft sich in die Hose macht.

    Und ich glaube das da Staatsmänner selbst mitspielen. Ich mein wie soll man 50Tonnen Rauschgift in einem zug, unbemerkt von Argetinien nach Deutschland schaffen. oder warum sind eigentlich lastwagen die von Osteuropa kommen manchmal von Staatsseite verplomt und dürfen nicht durchsucht werden.

    Da sollte mal jeder drüber nachdenken.

    MFG

    MFG

  3.   JW

    „Demnächst wird wohl vor Gericht geklärt werden müssen, ob ihr Mann damit mehr als “dienstliche” Anliegen verfolgte.“

    Das ist überhaupt nicht Inhalt des Tatvorwurfs und grenzt an Verleumdung! Es geht lediglich um den Besitz von Kinderpornographie, und diese Tatbestand kann er auch erfüllt haben, wenn er dienstliche Anliegen verfolgte.

    Ist das mal wieder Hetze at it’s best oder ist der Artikel wirklich ernst gemeint?

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren