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Merkel und ihre Partei

 

Bei der Lektüre der Samstagszeitung fällt der Blick auf eine Wahlwerbeanzeige der CDU. Die Kanzlerin in lichtgrün, die Hände in Wort-zum-Sonntag-Haltung. Der Text: „Wer Angela Merkel stärken will, muss CDU wählen.“

Wie jetzt? Das hätten wir nun aber nicht gedacht. Angela Merkel wollen… CDU wählen… Ja, wen denn sonst?

Zugleich kommen Selbstzweifel auf: Haben wir in den Analysen den vergangenen Wochen eine Konstellation übersehen, eine mögliche Wahltaktik ignoriert, wonach auch eine Stimme für SPD, Grüne, Linkspartei die Kanzlerin stärken würde, weil…

Wer FDP wählte, würde Merkel zumindest nicht schaden, was eine mögliche künftige Koalition betrifft. Denn beide haben sich bereits zueinander bekannt.

Insofern erinnert der christdemokratische Last-Minute-Slogan in seiner Schlichtheit an die Schieflage von Steinmeiers „Arbeit für morgen“. Vergessen blieb dabei, was er den Arbeitslosen von heute bietet. Parallelen kamen auf zu dem Spruch, den Kneipenwirte an den Biertresen hängen, um den Anschein von Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten: „Morgen Freibier!“.

Morgen ist nun erst einmal Wahl.

 

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