Jochen Bittner

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Jochen Bittner ist der Europa- und Nato-Korrespondent der ZEIT in Brüssel.

Bevor er zur Politikredaktion der ZEIT stieß, studierte er Jura und Philosophie an der Universität Kiel.
Bis 2001 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl für Staatsrecht und Rechtsphilosophie und promovierte mit einer Arbeit über den Begriff des Rechtssystems. Nebenbei freie Mitarbeit für die Kieler Nachrichten, die FAZ und die Welt.

Während eines Aufenthalts in Belfast verfasste er das Buch Ein unperfekter Frieden – Die IRA auf dem Weg vom Mythos zur Mafia (mit Christian Ludwig Knoll, 2. Auflage 2001).

Bis Oktober 2007 kümmerte er sich in der Hamburger ZEIT-Redaktion vor allem um die Themengebiete Terrorismus, Geheimdienste und Sicherheitspolitik.

Im Sommer 2006 erschien sein Buch Beruf Terrorist.

Jetzt, von Brüssel aus, will er einen alten Kontinent neu entdecken. Ein Europa, das gerade deswegen so unterhaltsam erscheint, weil es seine Rolle in der Welt erst noch finden muss.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Sehr geehrter Dr. Bittner

    Vielen Dank für Ihre Anwesenheit am Donnerstag, 10sten Juni im Luxemburg. Ihre Meinung ist sehr interessant.
    Wie Sie sagten, im Europa, Romantik Regierung funktioniert nicht mehr. Die Regierung muss streng sein.
    Sie haben recht. Persönlich, glaube ich dass die Krise da ist, weil Europa während zu langer Zeit über seine Mitteln lebte. Diese Krise war keine Überraschung! Sie zeigt deutlich was die Probleme genau sind und wer nicht die Europaregeln respektiert. (Natürlich ist Deutschland nicht betroffen; das Sparprogramm ist eine Gewohnheit die zur deutschen Kultur gehört.)
    Jetzt sind die Fragen: wie stark hält Europa zusammen um seine Schulden zu begleichen?
    Die Lösung soll die Finanz respektieren, aber auch die Wirtschaft und vor allem seine Bürger.
    Die meisten bedenken dass sie die wahren Opfer sind, die die Rechnung zahlen müssen! Die Lösung ist bitter.
    Heute in Europa, wird die Situation undurchsichtig. Der Einsatz und die Ziele scheinen nicht klar identifiziert. Außer wenn es absichtlich ist oder wahrscheinlich gibt es etwas andere?

    • 13. Juni 2010 um 23:18 Uhr
    • RANOHAVIMANANA Noro
  2. 2.

    Sehr geehrter Herr Dr. Bittner,

    ich habe soeben Ihren Kommentar “Retter des Abendlands” gelesen. Ich verstehe sehr gut, dass Sie vor der Gewaltbereitschaft des Islams Angst haben und die Chamberlain-Politik betreiben wollen. Nach eingehender Analyse der Geschichte des Islams und seinen Zielen bin ich zum Schluss gekommen, dass diese “Appeasment Politik” nicht möglich ist. Für eine erste Orientierung empfehle ich als Quelle einschlägige Webseiten, wie die vom Zentralrat der Muslime in Deutschland http://www.islam.com. Gerade auch Frauen empfehle ich als Einstiegslektüre noch das Buch “Frauen und die Scharia. Die Menschrenrechte im Islam” von Schirrmacher und Spuler-Stegemann.

    Gemäß Artikel 20 IV GG hat jeder Deutsche unter der Voraussetzung, dass keine andere Abhilfe möglich ist, das Recht zum Widerstand gegen jeden der es unternimmt, diese Ordnung (fdGO) zu beseitigen. Aufgrund der Tatsache, dass die etablierten Politiker und die veröffentlichte Meinung in den vergangenen Jahren völlig bei der Beurteilung des Islams versagt haben, bin ich der Meinung, dass wir eine neue Gegenbewegung gegen totalitäre Ideologien benötigen. Deshalb sind die fälschlicherweise als “Rechtspopulisten” diffamierten Menschen, so wichtig. Ich werde sie als sozial-liberaler Geist, dem die fdGO des Grundgesetzes sehr viel bedeutet, unterstützen.

    • 2. Oktober 2010 um 10:18 Uhr
    • Peter Steinmeier
  3. 3.

    Hallo Herr Bittner,
    Ich bin immer wieder entsetzt, wie Sie in Ihren Artikeln versuchen Rechtsaußen-Positionen als demokratisch darzustellen. Die Einseitigkeit Ihrer Haltung scheint durch jede einzelne Zeile. Wenn Deutschland und jeder einzelne Deutsche aus dem Terror des Nationalsozialismus und zwei zu verantwortenden Weltkriegen gelernt haben sollte, dann dass Antirassismus, Antifaschismus, Fremdenfreundlichkeit, Antimilitarismus und jede Ablehnung staatlicher Willkür und Überwachung zu den unbedingten Grundvoraussetzungen für einen demokratischen Staat sind, der diesen Namen auch verdient.
    Wie wäre es denn wenn Sie sich bitte einen anderen Beruf suchen würden, der einen Nutzen für dieses Land darstellen würde – Bäcker z.B. – aber bitte hören Sie auf zu schreiben.
    Danke im Voraus!

    • 26. Januar 2012 um 10:35 Uhr
    • zVen
  4. 4.

    Herr Bittner,

    Lassen Sie die dummen Kommentare zu Russland, Sie haben von diesem Land keine Ahnung !

    • 12. Februar 2012 um 15:34 Uhr
    • Putin
  5. 5.

    Herr Dr. Bittner,

    ich habe mir Zeit gelassen und Ihren Artikel “Lizenz zum Töten” in “Die Zeit” 2012 Nr.7 mehrmals gelesen.
    Die deutschen Medien sind sehr zurückhaltend formuliert nicht gerade “rußlandfreundlich”, eher im Gegenteil einseitig und tendenziell. Ihr Artikel allerdings übersteigt das Normalmaß.

    Ich bin politikinteressierter Naturwissenschaftler, kein Journalist. Deshalb werde ich auch ganz einfach einige Grundaussagen Ihres Artikels nehmen und Ihnen meine Meinung dazu mitteilen.

    1. UN-Resolution gegen Syrien
    Nicht nur Russland auch China hat ein Veto eingelegt – dazu kein Wort von Ihnen, und China hat keinen Hafen am Mittelmeer, keine Waffenexporte und soweit mir bekannt ist auch keine milliardenschweren Energiegeschäfte mit Syrien
    Frage: Vielleicht gibt es auch andere Argumente für ein Veto? (dazu vielleicht auch Punkt 2, wollen wir so etwas?)
    Außerdem hat wohl Russland auch eine Resolution zu Syrien vorgeschlagen, allerdings nicht einseitig die Regierungsseite, sondern auch die sogenannten “Rebellen” betreffend. Wie konnten diese so schwer bewaffnet werden? Wer hat denn da Waffen geliefert? Russland sicher nicht.

    2. “Geschäftsfreund” Gaddafi und die damalige UN-Sicherheitsratsresolution betreffend
    Gaddafi war wohl mehr ein Geschäftsfreund des Westens (Empfang in Rom und Paris und die Kontakte mit der deutschen Regierung als Beispiel) – es ging ja vor allem um das Öl.
    Und der Westen, vor allem Frankreich und Großbritannien, aber auch die NATO haben weit, weit über das UN-Mandat hinaus massiv gebombt.
    Aus meiner Sicht ist die Lage in Libyen auch noch unübersichtlich – wir werden sehen.

    3. Aussage der amerikanischen Außenministerin Clinton (zynische Weltsicht)
    Amerika ist völlig ungeeignet für solch eine Wertung (nur die letzten Aktivitäten: Irak-Krieg, Kriegsverbrechen in Afghanistan, Drohneneinsatz über fremden Staaten, Zusammenarbeit mit diktatorischen Regierungen im Nahen Osten-Saudi-Arabien und permanentes Veto gegen Verurteilung Israels trotz nachgewiesener Verbrechen).

    4. Vizeaußenminister von Katar: “Lizenz zum Töten”
    Sollte man nicht auch ins Auge fassen, dass es eine Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten in der arabischen Welt gibt? Welche Rolle spielt also Saudi-Arabien und die sunnitische Welt?

    5. Moskaus Halbstarkengehabe, ….,
    5.1. Ja, Russland hat schlechte Erfahrungen gemacht, im letzten Jahrhundert und heute mit der NATO. Diese hat ihren Bereich jetzt bis an die russische Grenze erweitert und jetzt soll auch noch ein Raketenabwehrsystem an der russische Grenze errichtet werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Die vorgeschlagene Zusammenarbeit sieht von Seiten der NATO ja so aus, dass es nicht um eine wirkliche Zusammenarbeit, sondern um eine Zulassung von Beobachtern geht (das ist der Grundtenor, eine genauere Analyse wäre zu umfänglich). Außerdem kann man mit dem erforderlichen Radarsystem den russischen Luftraum tausende Kilometer ins Land überwachen.
    Die NATO hat die baltischen Staaten in die NATO aufgenommen und die USA betreiben eine Mitgliedschaft von weiteren Teilen der ehemaligen Sowjetunion (Ukraine, Georgien). Die USA haben noch heute Atomwaffen in Europa und der Türkei stationiert.
    Kann man da Russlands Ablehnung zu diesem Raketenabwehrsystem nicht verstehen?

    5.2. Kosovo 1999 – Verbrechen wurden von allen Seiten verübt und heute: Kosovo wird nicht einmal von allen NATO-Staaten anerkannt. Eine “Schutztruppe” der EU wird wohl Jahrzehnte noch notwendig sein, um im “demokratischen” Kosovo das Leben der dort verbliebenen Serben zu schützen, denn die ethnische Säuberung wird vom Kosovo weiter betrieben. Russland hatte damals nachzuvollziehende Gründe dem NATO-Einsatz, der übrigens wie später in Libyen mit erheblichen “Kollateralschäden” verbunden war, nicht zuzustimmen.

    5.3 Georgien 2008
    Der Kriegstreiber war Saakaschwili, der bis zum Zerfall der Sowjetunion lange Zeit in den USA gelebt hatte, und mit deren Unterstützung Präsident wurde. Selbst die europäische Untersuchungskommission kam zu dem Ergebnis, dass Saakaschwili in verbrecherischer Weise den Krieg gegen sein eigenes Volk begann. Georgien, von den USA und Israel aufgerüstet und mit mehreren Hundert US-Militärberatern ausgestattet (und von diesen vielleicht auch ermuntert) fühlte sich stark genug, die südossetinische Hauptstadt ungestraft zu bombardieren. Und Russland hat dem kriegswütigen, autoritären, die Opposition unterdrückenden, in die NATO strebenden (von den USA vehement dabei unterstützt) Saakaschwili seine Grenzen gezeigt. Dies übrigens sehr massiv, sehr kurz und auf wenig Opfer bedacht.

    6. Kanzler mit Sympathie… für Putin, ist hässliche Episode
    Diese Aussage ist grotesk. Schröder hat vielleicht bei seiner Russland-Politik auch eine Bismarcksche Warnung im Auge gehabt (sinngemäß: Deutschland sollte sich nie mit Russland anlegen, sondern gutnachbarschaftliche Beziehungen pflegen). Darauf hat mich übrigens ein Russe Anfang der 60er Jahre hingewiesen als in der DDR Bismarck noch ein Unwort war).
    Und letztendlich ist jetzt ganz Europa über die Erdgasleitung durch die Ostsee froh, obwohl damals ein Zeder und Mordio durch ganz Europa ging.

    Und zum Schluss eine prinzipielle Meinung:
    - Ich verurteile die Auseinandersetzung in Syrien
    - Ich kann doch aber von Ihnen als Redakteur der “Zeit” eine objektivere Einschätzung der russischen Politik erwarten
    - Ihnen ging es, wenn man den Artikel richtig interpretiert, nur um eine Verunglimpfung der russischen Politik nicht aber um eine Analyse der Probleme in Syrien.
    - Von Ihrer Zeitschrift erwartet man mehr Objektivität.

    • 23. Februar 2012 um 09:04 Uhr
    • Schmieder
  6. 6.

    ff

    • 23. Februar 2012 um 12:44 Uhr
    • Schmieder
  7. 7.

    ö

    • 24. Februar 2012 um 08:28 Uhr
    • Rudolf Schwarze
  8. 8.

    Sehr geehrter Herr Dr. Bittner,
    in der NYT vom 28.Aug.2013 stieß ich auf Ihren Beitrag “Between Paranoia and Naiveté”, dort heißt es im letzten Satz von Absatz vier:
    “Somewhere between German paranoia and American naiveté ….”
    Mein Eindruck über die USA seit 9/11 ist eher “American paranoia” und seit Snowden “German naiveté”, insbesondere bei der derzeitigen schwarz/gelben Koalition! Siehe “#neuland” und “in Deutschland geschieht alles nach Gesetz und Recht”. Im Grundgesetz gibt es nach wir vor “Allierte Vorbehaltsrechte” und diese gelten so lange es mit den Siegermächten keinen Friedensvertrag gibt.
    Mit beten Grüßen,
    Günter Weiland.

    • 1. September 2013 um 17:16 Uhr
    • Günter Weiland
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