China-Blog

Felix Lee über Roten Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene

Die EU steht kurz vor der Kapitulation

Von 19. Juni 2013 um 11:22 Uhr

Wenn es nach Frank Asbeck geht, dann bekommt sein Unternehmen Solarworld in diesen Tagen gleich zwei Mal Hilfe. Anfang der Woche erhielt Solarworld neues Kapital von einem Investor aus Katar. Den zweiten Schub soll die Politik in Brüssel besorgen. Kommt alles wie geplant, werde sein Unternehmen nicht ein halbe Milliarde Verlust machen wie im vergangenen Jahr, sondern wieder gute Gewinne, glaubt Asbeck.

Tatsächlich haben der Unternehmer und die von ihm gegründete europaweite Initiative Pro Sun den EU-Handelskommissar Karel de Gucht dazu gebracht, Strafzölle auf Solarmodule aus China zu erheben. Seit Anfang Juni gilt ein vorläufiger Strafzoll in Höhe von durchschnittlich 11,8 Prozent. Gibt es bis zum August keine Einigung, soll die Rate auf mehr als 45 Prozent ansteigen. Doch Asbeck sollte sich nicht zu früh freuen. Seit Anfang der Woche verhandeln Vertreter des EU-Handelskommissars und das chinesische Handelsministerium unter Hochdruck um eine Einigung. Und nach allem was man hört, stehen die Europäer vor der Kapitulation.

China hat inzwischen schweres Geschütz aufgefahren und droht mit Antidumping-Verfahren unter anderem gegen Wein, einzelne Chemieprodukte und sogar Autoeinfuhren aus Europa. Zwar haben die Drohungen kaum Einfluss auf die chinesisch-europäischen Handelsbeziehungen. Auf Wein aus Europa gibt es bereits hohe Luxussteuern, und ein Großteil der europäischen Chemieprodukte und Autos werden ohnehin schon in China produziert, sodass europäische Unternehmen nicht mit wirklich hohen Einbußen rechnen müssten.

Dennoch ist Chinas Druckpotenzial groß. Die Chinesen haben allein in Deutschland nicht nur die mächtigen Industrieverbände auf ihrer Seite und die meisten Wirtschaftslobbyisten, von denen die meisten im Handel mit China gute Geschäfte machen. Auch die meisten Regierungen der EU-Mitgliedsländer sind gegen Strafzölle auf chinesische Solarimporte und machen Druck auf EU-Handelskommissar de Gucht.

De Gucht wird am Freitag in Peking eintreffen und höchstpersönlich mit Chinas Handelsminister Gao Hucheng zusammentreffen. Offiziell stehen die Solar-Strafzölle nicht auf der Agenda, sondern eine Reihe von weiteren Handelsstreitigkeiten. Der Zollstreit dürfte aber dennoch das Hauptthema werden – zumal auf chinesischer Seite bereits kolportiert wird, dass die Verhandlungen “äußerst positiv” verliefen, während die Beamten in Brüssel versuchen zu beschwichtigen. Dort betont man, die Gespräche befänden sich noch in “einem frühen Stadium”. Am Ende wird wohl ein Deal stehen: China wird bei der Subventionierung seiner Solarindustrie marginale Eingeständnisse machen, damit de Gucht keinen Gesichtsverlust erleidet. Die Strafzölle dürften aber fallen gelassen werden. Schlechte Nachrichten also für Asbeck.

Doch selbst wenn sich der Unternehmer mit seiner Maximalforderung durchsetzen sollte – die Solarbranche weltweit leidet unter Preisverfall und Überkapazitäten. Längst sind auch eine Reihe anderer Schwellen- und Entwicklungsländer in die Solarproduktion eingestiegen und schaffen es ohne großen Aufwand, die Glasplatten en masse herzustellen. Solar ist für ein hochindustrialisiertes Land wie Deutschland schon lange keine Hightech-Industrie mehr.

So bitter es für Asbeck und seine Mitarbeiter klingt – für Solarworld besteht nur noch wenig Hoffnung.

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Chinas legt radikalen Umweltplan vor

Von 18. Juni 2013 um 09:41 Uhr
Skyline von Hongkong, im Smog © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Skyline von Hongkong, im Smog © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Chinas Führung reagiert endlich auf die schweren Smogprobleme des Landes. Es will bis zum Jahr 2017 den Schadstoffausstoß in der Schwerindustrie um mindestens ein Drittel senken. Das hat die Regierung in einem Zehn-Punkte-Programm Ende vergangener Woche angekündigt. Vor allem die Eisen-, Stahl-, Erdöl- und Zementindustrie müssen mit sehr viel strengeren Vorgaben rechnen. Wenn Unternehmen sich um Lizenzen bewerben, etwa für die Rohstoffförderung, sollen die neuen Umweltauflagen sogar ab sofort gelten.

Der radikale Eingriff ins Wirtschaftsleben ist ein weiterer Schritt der Regierung, die schwere Smogproblematik des Landes in den Griff zu bekommen. Er passt in die aktuelle Stimmung in der Politik.

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Chinas ehrgeizige Pläne im All

Von 12. Juni 2013 um 09:21 Uhr

Der Start war präzise. Auf die Sekunde genau startete am Dienstagnachmittag die Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Jiuquan. Sie rast nun mit dem Raumschiff Shenzhou 10 in den Himmel über das Grasland der Inneren Mongolei. 15 Tage wird die Besatzung mit drei Mitgliedern unterwegs sein. Die Rakete soll am Raummodul “Tiangong-1″ andocken, das seit drei Jahren die Erde umkreist. Es ist der bislang längste Flug von Chinesen im All.

Die Mission ist Teil von Chinas ehrgeizigem Raumfahrtprogramm. Bereits 2020 will die Volksrepublik eine dauerhafte Raumstation im Weltraum betreiben. Ihre Größe soll nur ein Fünftel der Internationale Raumstation ISS ausmachen. Die Arbeit auf der ISS aber wird bis dahin eingestellt sein. China wird dann das einzige Land mit einem ständigen Außenposten im All sein. China plant zudem regelmäßige Flüge zum Mond. Auch soll das Satellitennetz ausgebaut werden, um das Navigationssystem Beidou zu verbessern.

Ursprünglich wollte sich China auch an der ISS beteiligen. Das Raumfahrtprogramm wird von den USA, Russland, der Europäer sowie Japan und Kanada betrieben. Die Amerikaner legten jedoch ein Votum gegen die Chinesen ein. Deshalb trieb die Volksrepublik ihr eigenes Raumfahrtprogramm voran.

Lange Zeit wurde das im Ausland belächelt. Nach mehreren Fehlstarts von Trägerraketen gelang der Volksrepublik 2003 ihr erster bemannter Raumflug. Der Taikonaut Yang Liwei traute sich damals gerade einmal für 21 Stunden ins All. 2005 startete der zweite bemannte Raumflug. Drei Jahre später wagten die Taikonauten erstmals einen Spaziergang im Weltraum. Im vergangenen Jahr gelang den Chinesen ein weiterer Durchbruch: Eine bemannte Shenzhou befand sich damals 14 Tage im All. Den Taikonauten gelangen komplizierte Andockmanöver.

Damals war zum ersten Mal eine Frau an Bord. Dieses Mal reist mit Wang Yaping mit. Der Flug sei die Erfüllung des “chinesischen Traums” von einem starken und wohlhabenden China, sagte die 33-Jährige vor dem Start. Bei dem Flug soll sie via Videoübertragung erstmals auch chinesische Mittel- und Grundschüler unterrichten. Vorgesehen sind Lehreinheiten in Schwerelosigkeit, Oberflächenspannung von Flüssigkeiten sowie der Unterschied von Gewicht und Masse.

“Die Chinesen sind nicht so weit hinter den Amerikanern, wie manche Leute denken”, sagte der australische Raumfahrtexperte Morris Jones nach der gelungenen Weltraummission vor einem Jahr. Angesichts der rasanten Fortschritte gebe es für die Chinesen allen Grund, stolz zu sein. Die USA und Russland haben mit ihren Weltraumprogrammen eigentlich einen zeitlichen Vorsprung von 40 Jahren. Während die beiden einstigen Weltmächte bereits in den 1950er Jahren ihre Programme starteten, begann China mit der bemannten Raumfahrt erst 1990. Der zeitliche Vorteil schmelze nun dahin, so Jones.

China betreibt sein Weltraumprogramm in erster Linie aus Prestigegründen. Die inzwischen zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt will beweisen, dass sie nicht nur Konsumartikel günstig herstellen kann und zur Werkbank der Welt aufgestiegen ist, sondern auch technisch mit den USA mithalten kann.

Und doch sind auch die militärischen und wirtschaftlichen Interessen unverkennbar. Das chinesische Raketenprogramm ist dem Militär untergeordnet. Auch wenn Chinas Führung offiziellen Verlautbarungen zufolge weiterhin darauf pocht, seine Ambitionen im Weltall dienten der Weiterentwicklung von Wetter- und Nachrichtensatelliten, zeigen sich längst auf allen Ebenen auch die militärischen Ambitionen. Mit den technisch immer besseren Satelliten etwa, die die Chinesen inzwischen betreiben, können sie gezielt in aller Welt zu Spionagezwecken Daten sammeln und ganze Kommunikationssysteme stören.

Die Amerikaner hingegen streichen parallel zu Chinas Ausbauplänen das Geld für ihrer staatlichen Raumfahrtprojekte, und zwar drastisch. US-Präsident Barack Obama hat bereits 2010 einen Stopp des Mondflugprogramms angekündigt und hofft seitdem auf mehr Kooperationen mit der Industrie und privaten Raumfahrtfirmen. Bislang ohne Erfolg. Amerikas Raumfahrt befindet sich seitdem im Niedergang.

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Die Rache der Chinesen

Von 5. Juni 2013 um 16:32 Uhr

Die Reaktion kam schnell. Nur wenige Stunden nachdem die EU-Kommission am Dienstag den vorläufigen Strafzoll auf chinesische Solarprodukte verhängt hatte, holte Chinas Handelsministerium zum Gegenschlag aus. Man werde prüfen, ob europäische Winzer in China Weine zu Dumping-Preisen anbieten, sagte ein Sprecher. Möglicherweise machten die EU-Winzer ihre Geschäfte mithilfe unzulässiger Subventionen.

Das chinesische Handelsministerium vermied es bei dieser Ankündigung, explizit auf die Strafzölle der EU im Solarstreit einzugehen. Dafür meldete sie sich in einer separaten Stellungnahme zum Solarstreit zu Wort: “Wir hoffen, dass die Europäische Union auch künftig aufrecht und flexibel bleibt und über Verhandlungen zu Lösungen findet.” Den EU-Beschluss vom Dienstag lehne China entschieden ab.

Damit erreicht der Handelsstreit zwischen der Volksrepublik und der EU einen neuen Höhepunkt. Weiter…

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Das System ist Schuld

Von 4. Juni 2013 um 11:50 Uhr

Es sind so viele Dinge, die beim Unglück von Jilin wütend machen. Auf Chinas Kurznachrichtendienst Sina-Weibo bricht sich die Empörung Bahn: darüber, dass zum Zeitpunkt des Unglücks alle Fabriktore verschlossen waren, weshalb sich gerade einmal 100 der Arbeiter ins Freie retten konnten. 100 von 300. Darüber, dass 120 von ihnen im Inneren der Geflügelfabrik des Unternehmens Jilin Baoyuanfeng Poultry erstickten, weil man sie nicht herausließ. 80 Arbeiter wurden verletzt.

Chinas Blogger zitieren Mitarbeiter der Firma, die die Fabrik betrieb: Die Schlachterei sei völlig überfüllt gewesen, die Fluchtwege mit sperrigen Gegenständen blockiert. Rettungskräfte kommen zu Wort, sie sagen, der Aufbau der Fabrik sei so kompliziert gewesen, dass Hilfe oft zu spät kam. Die Gänge seien viel zu schmal gewesen für die vielen Menschen, die ins Freie drängten. Weiter…

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Europas Finanzplätze buhlen um den Yuan

Von 29. Mai 2013 um 13:00 Uhr

Auf Staatsbesuchen wird es selten konkret. Die Deutschland-Reise von Chinas Regierungschef Li Keqiang war keine Ausnahme. Ein interessantes Detail in der deutsch-chinesischen Stellungnahme findet sich dennoch:

“Beide Seiten sind sich als wichtige Volkswirtschaften über die Notwendigkeit der Beibehaltung intensiver Konsultationen im Fiskal- und Finanzbereich einig und haben beschlossen, den Dialog der Finanzministerien zu Finanzfragen weiter zu vertiefen.”

Das klingt schwammig. In Wahrheit aber geht es um nichts Geringeres als die Internationalisierung der chinesischen Währung, dem Yuan, und damit seinem Aufstieg zur Welt- und Reservewährung. Wie aus diplomatischen Kreisen  zu erfahren ist, will Deutschlands Bankenmetropole Frankfurt/Main bei dieser Entwicklung mitspielen. Der Finanzplatz bemüht sich um die Rolle als Offshore-Zentrum des Yuan auf dem europäischen Kontinent.

Trotz Chinas wirtschaftlicher Stärke ist die Währung des Landes außerhalb der chinesischen Landesgrenzen bis heute nicht frei handelbar. Das soll sich nun ändern. Experten gehen davon aus, dass der Yuan bereits bis 2017 frei konvertierbar sein wird.

Chinas Führung betreibt die Internationalisierung in kleinen Schritten. Derzeit treibt sie die sogenannte Offshore-Verbreitung voran. Dabei handelt es sich um speziell ausgesuchte Handelsplätze, auf denen dort ansässige Finanzfirmen Produkte rund um die chinesische Währung anbieten und handeln können. Sie können nicht nur Konten in Yuan führen, sondern untereinander auch Überweisungen tätigen. Auch die Verschuldung in Yuan ist möglich. Es werden also chinesische Anleihen ausgegeben.

Zudem lässt sich an den Offshore-Zentren der Yuan auch sehr viel einfacher in “harte” Währungen wie Euro oder Pfund umtauschen. Auch das ist ein Novum: Dadurch nämlich entsteht ein eigener Wechselkurs, dem Fachleute bereits das Kürzel “CNH” geben – in Abgrenzung zum bisherigen “CNY”, dessen Wechselkurs die Zentralbank in Peking festlegt. An den Offshore-Handelsplätzen verschwimmen die Grenzen zwischen dem staatlich bestimmten und noch nicht konvertierbaren Yuan und den Weltwährungen. Wie beim Euro, Yen und dem US-Dollar wird der Wechselkurs von den Marktkräften bestimmt.

An den Finanzplätzen in Hongkong, Singapur und Taiwan wird bereits frei mit dem Yuan gehandelt. Auch mit den Bric-Partnern Brasilien, Russland, Südafrika und Indien hat Chinas Führung Vereinbarungen unterzeichnet, die den Yuan-Handel in diesen Ländern ermöglichen. London ist im vergangenen Jahr das erste Offshore-Zentrum für den Yuan geworden. Die USA halten sich zurück, fürchten sie doch im Yuan eine ernst zu nehmende Konkurrenz zum Dollar. Was bislang bei diesem sehr lukrativen Handel fehlt: ein Standort in Kontinentaleuropa.

Und da gibt es nun eine ganze Reihe von Anwärtern: Neben Frankfurt bemühen sich Zürich, Paris und Luxemburg um den Yuan-Handel. Weitere kleinere Finanzstandorte in Ost- und Mitteleuropa führen ebenfalls intensive Gespräche mit der chinesischen Führung.

Die hält sich noch bedeckt. Li Keqiangs Besuch vergangene Woche in der Schweiz lässt die Eidgenossen zu Recht hoffen, dass Zürich zu den Favoriten gehört. Ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China ist bereits vereinbart. Paris wiederum wirbt mit seiner großen Anzahl an Chinesen in der Stadt und Luxemburg mit seiner reichhaltigen Erfahrung als Finanzplatz. Für Frankfurt spricht, dass Deutschland inzwischen Chinas größter und wichtigster Handelspartner in Europa ist. Beim Besuch in Berlin hat Li Keqiang mit der Bundesregierung vereinbart, eine Handelskammer und eine Institution zur Investitionsförderung in Deutschland einzurichten – auch das ist ein Zeichen, dass Frankfurt große Chancen hat.

Das Buhlen um den Yuan ist in vollem Gange.

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Merkels gefährlicher Alleingang

Von 27. Mai 2013 um 10:55 Uhr
Angela Merkel und Chinas Premier Li Keqiang bei einem Treffen am vergangenen Sonntag © Odd Andersen/AFP/Getty Images

Angela Merkel und Chinas Premier Li Keqiang bei einem Treffen am vergangenen Sonntag © Odd Andersen/AFP/Getty Images

Es ist keine Überraschung, dass Li Keqiang auf seiner ersten Auslandsreise als chinesischer Regierungschef in der EU nur Deutschland die Ehre erteilt. Berlin ist Chinas wichtigster Handelspartner in der Europäischen Union – und soll noch wichtiger werden. Beide Länder wollen an diesem Montag Handelsverträge in Höhe von fünf Milliarden Euro unterzeichnen. Auch politisch hält Li einiges von der Bundesregierung, vor allem von der deutschen Kanzlerin. Kurzum: Das Verhältnis zwischen Berlin und Peking ist ungetrübt, selbst wenn sich Europa und China gerade im Streit um Strafzölle auf Solarprodukte befinden. Weiter…

Kategorien: Roter Kapitalismus

China will Freihandel mit Deutschland

Von 24. Mai 2013 um 10:26 Uhr

China und die EU stecken seit Wochen in heftigen Konflikten. Sie streiten unter anderem über den Handel mit Solarmodulen, Telekommunikationsanlagen und Porzellan. Strafzölle sollen bald eingeführt werden. Jetzt kommt Chinas neuer Premier Li Keqiang zum Antrittsbesuch nach Berlin und will über ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Staaten verhandeln. Die deutsche Industrie begrüßt den Vorstoß. Hatten die Deutschen nicht bis gerade eben Angst vor der “unfairen” chinesischen Billigkonkurrenz? Wie passt das zusammen? Weiter…

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Chinesen gründen aus Frust eigenes Ikea

Von 21. Mai 2013 um 17:42 Uhr

Sie sehen aus wie “Billy”, “Pax’” oder “Hemnes” und lassen sich ähnlich einfach zusammensetzen. Tatsächlich kommen sie auch aus denselben Fabriken. Und doch sind die ausgestellten Möbel nicht vom berühmten schwedischen Möbelkonzern Ikea – sondern von “Joyme”, der neuen chinesischen Konkurrenz. Im Süden Pekings hat Joyme vor wenigen Wochen die zweite Filiale in China eröffnet, die erste ging bereits zu Jahresbeginn in der Provinz Heilongjiang an den Start. Weiter…

Kategorien: Roter Kapitalismus

Chinesischer Blogger stürzt Spitzenfunktionär

Von 15. Mai 2013 um 10:30 Uhr

Da behaupte noch einer, Blogs hätten nur wenig Einfluss. Zumindest in der autoritär regierten Volksrepublik China haben sie längst die Funktion einer vierten Gewalt übernommen. Erstmals in der Geschichte hat ein Blogger nun einen Vizeminister gestürzt. Liu Tienan, Vizechef der mächtigen Planungskommission, musste am Dienstag wegen “schwerer Disziplinarverstöße” seinen Stuhl räumen. Er ist der bislang ranghöchste Parteifunktionär, der durch kritische Berichte im Internet zu Fall gebracht wird. Weiter…

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