Das Fahrrad-Blog

Keine Panne mehr dank Hightech-Reifen

Von 12. November 2012 um 08:14 Uhr


Nie wieder einen Platten? Schön wär’s! Versuche für den optimalen Pannenschutz gibt es immer wieder. Aber kann ein Mountainbike-Reifen mit Lochmuster die Lösung sein? Der US-Reifenspezialist Britek hat einen Spezialreifen entwickelt, der nicht nur ohne Luft und Schlauch auskommt, sondern laut Hersteller das Fahren zudem noch effizienter machen soll.

Entwickelt hat Britek die Technologie für Autoreifen und vermarktet sie unter dem Namen  Energy Return Wheel (ERW). Nun möchte er eine Art Sorglosreifen für Mountainbiker vermarkten.

Dem Internetportal phys.org erklärte Firmengründer und Erfinder Brian Russell das Prinzip so: Die Konstruktion besteht aus einem Ring aus Gummi, der mittels elastischer Streben mit der Felge verbunden ist. Bei Druck wird der Gummiring verformt und speichert  mechanische Energie kurzzeitig. Bei Entlastung gibt der Gummiring sie wieder an das Rad ab.

Das Rad werde so in ein “360-Grad-Katapult” verwandelt. Das mache die Fortbewegung effizienter als bei herkömmlichen Reifen. Außerdem sei die Beschleunigung höher, die Bremswege seien kürzer und die Vibrationen geringer. Für Autos sind die Spezialreifen schon länger am Markt.

Zurzeit sucht Britek nach Partnern, die den Hightech-Fahrradreifen vertreiben. Alltagsradler werden als Käufer aber vermutlich ausscheiden. Der Pannenschutz bei herkömmlichen Mänteln ist mittlerweile gut genug, so dass ein Umsteigen auf ein so kompliziertes System kaum jemandem vermittelbar ist.

Zudem muss erst mal die Alltagstauglichkeit der Pneus getestet werden. Die Frage ist, ob sich Schlamm und Sand in den Reifen sammeln und wie leicht man beides entfernen kann. Ob die Hightech-Reifen für durchschnittliche Fahrer erschwinglich sind, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Kategorien: Fahrradtechnik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Was glaubt die Authorin denn, was in normalen pneumatischen Reifen passiert? Natürlich wird dort auch potentielle Energie gespeichert (durch die Verformung und die dabei vergrösserte Auflagefläche) und später wieder freigegeben. Dass war ja grad der Vorteil der Pneus (im gegensatz zu Vollgummi oder ähnlichem).

    Dass dieser neue Federmechanismus dabei weniger Energie in Wärme umsetzt, glaub ich erst, wenn ich Vergleichsmessungen gesehen habe.
    Die Fähigkeit, durch Anpassung der Reifenhärte die Traktion entsprechend des Untergrundes anzupassen (Schlammschlacht oder Asphaltrennen) ist mit dem Produkt jedenfalls weg.

    • 17. November 2012 um 22:06 Uhr
    • Martin Ginkel
  2. 2.

    Sieht erst mal interessant aus. Und kein Ärger mehr mit platten Reifen, Schläuchen, Luftpumpen, (die immer dann nicht da sind, wenn es not tut(, klingt gut.
    Allerdings sieht es im Video so aus, als ob der Reifen sich nicht die Bohne verformt, wäre nicht so praktisch. Und das im Artikel schon angesprochene Dreck-im-Reifen-Problem…na mal schauen, ob man davon noch was hört.

    • 10. Januar 2013 um 10:42 Uhr
    • Burba
  3. 3.

    die Reifen sind möglicherweise für trockenes Gelände geeignet. Bei Matsch und Schnee fligt einem die Sch.. sicherlich um die Ohren. Gut ist sicherlich, dass sich jemand Gedanken macht. /Mal sehn,ob ich wieder herausgestrichen werde, weil ich keine Werbung dafür unterstütze.

    • 11. Januar 2013 um 01:54 Uhr
    • mirido58
  4. 4.

    Die Grammatik-Fehler sind nicht von mir

    • 11. Januar 2013 um 04:22 Uhr
    • mirido58
  5. Kommentar zum Thema

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