Das Fahrrad-Blog

Kopenhagen rüstet Mieträder mit Tablets aus

Von 28. Dezember 2012 um 08:51 Uhr


Mitte November werden in Kopenhagen traditionsgemäß die City Bikes eingemottet. Aber dieses Mal kehren die alten Räder nicht zurück. Kopenhagen will anscheinend seine Vorreiterrolle als Radfahrerhauptstadt weiter ausbauen und plant, 2013 ein neues moderneres Fahrradverleih-System einzuführen.

Die Räder des spanischen Herstellers Urbikes wirken nicht nur komfortabler als ihre Vorgänger, sie sind auch mit einem robusten Tablet-Computer ausgestattet. Mit Hilfe von GPS und Internetverbindung dient er als Routenplaner, bietet Touren zu Sehenswürdigkeiten an, liefert Fahrpläne und Tickets der öffentlichen Verkehrsmittel und steuert das Ausleihen und Abschließen des Rades.

Auf diese Weise hat Kopenhagen das Leihradkonzept nahtlos mit dem Angebot öffentlicher Verkehrsmittel verbunden. Denn schon in der Routenplanung am heimischen PC werden die Leihräder genauso wie Bahnen und Busse berücksichtigt. Zum Konzept gehört auch eine Smartphone-App, mit deren Hilfe zum Beispiel Pendler ein Rad schon von unterwegs an der Wunschstation reservieren können. Mit dem neuen System zeigt Kopenhagen mal wieder, dass es in Sachen Fahrrad Vorbild ist.

Kategorien: Politik, Räder
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Na hoffentlich ist das System nicht allzu anfällig. Schon mal versucht einen nassen Touchscreen zu bedienen? Auf meinem Smartphone reichen 5 Regentropfen und es spielt verrückt ;)

    • 28. Dezember 2012 um 11:25 Uhr
    • mahrko
  2. 2.

    Tolle Idee.

    Würde ich sofort auch als Tourist mal testen. In London war mir das letztes Jahr noch zu kompliziert.
    Wenn ich so die öffentlichen Einrichtungen ( Telefonzellen, Bushäuschen) hier bei uns anschaue, frage ich mich wie lange bei uns so ein Tablet wohl funktionsfähig bleiben würde. Gibt es eigentlich irgendwo Informationen über die durchschnittliche Lebensdauer eines call-a-bikes?

    • 28. Dezember 2012 um 12:10 Uhr
    • Markus
  3. 3.

    [...] Kopenhagen rüstet Mieträder mit Tablets aus « Velophil. [...]

  4. 4.

    Es ist schon erstaunlich das dieses System ausgerechnet aus Spanien kommt. In kaum einem Land in Europa ist das Fahrrad als tägliches Transportmittel weniger verbreitet bzw. akzeptiert.

    • 29. Dezember 2012 um 12:26 Uhr
    • Oliver
  5. 5.

    Vorbild?
    Die Lebensdauer dieser “vorbildlichen” Tablet-PCs am Rad wird spannend und wird zeigen ob das Konzept eines Tablets am Rad überhaupt sinnvoll ist. Alternativ könnte man die Information den Radmietern ja auch vollständig via apps zur Verfügung stellen und die Hardware damit aus der öffentlichen Gefahrenzone heraushalten.

  6. Kommentar zum Thema

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