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Warum Falschparken kein Kavaliersdelikt ist

 

An Falschparker, die mit ihrem Auto in zweiter Reihe auf der Fahrbahn stehen oder den Rad- und Fußwege blockieren, haben sich Städter schon fast gewöhnt. Dennoch bleibt das Blockieren von Wegen lästig und ärgerlich. Manchmal ist es sogar gefährlich, etwa dann, wenn das Hindernis Fußgänger und Radfahrer dazu zwingt, auf den Radweg oder die Fahrbahn auszuweichen.

Wie absurd und unverschämt das Zustellen von Wegen ist, verdeutlicht das folgende Video. Es wurde vom wöchentlich erscheinenden Anzeigenblatt The Coast aus der kanadischen Ostküstenstadt Halifax gedreht.

Der Rollenwechsel macht den Unterschied: Dieses Mal ist es nicht das Auto, das die Bewegungsfreiheit der Stadtbewohner einschränkt. Dieses Mal ist es das Fahrrad.

Eine schöne Idee, die zeigt, dass Falschparken kein Kavaliersdelikt ist – und schon gar nicht gesellschaftsfähig.

4 Kommentare

  1.   HH1960

    Das ist wahrlich kein Kavaliersdelikt!

    Es ist ein zutiefst egoistisches, asoziales Verhalten. Und als das sollte es thematisiert, gesellschaftlich stigmatisiert und natürlich viel härter bestraft werden.

    Notwehr mittels Handy und Onlineanzeige sollte zur Massenbewegung werden. Solange bis es auch der dümmste Falschparker verstanden hat.

  2.   kleinelch

    Na, das Problem ist ja fast bewältigt. Auf Schutzstreifen darf jetzt schon gehalten werden.
    Bei Radstreifen ist das Verfahren zum legalen Parken etwas aufwändiger. Anlieger oder Geschäftsinhaber, die gern mehr Parkplätze hätten, müssen gegen die Benutzungspflicht klagen. Innerorts verspricht dies guten Erfolg.

    “Auch Radfahrstreifen unterliegen den Anforderungen
    der StVO für die Anordnung einer Benutzungspflicht.
    Wird die Benutzungspflicht eines Radfahrstreifens aufgehoben,
    entsteht durch das Fehlen des Verkehrszeichens
    (Z 237 StVO) zunächst ein Seitenstreifen, der innerorts
    z.B. auch zum Parken von Kfz genutzt werden
    kann.” (Leitfaden Radverkehr, Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV), S. 7).

    Das die Dinger keinen Kantstein haben, ist eh praktisch. Schont die Autoreifen.

  3.   kleinelch

    Falschparken kostet so 10-20 € Verwarngeld.
    Die Arbeit für die Behörde ist etwa die gleiche wie beim Bußgeld. Beim Bußgeld nimmt die Behörde für ihren Verwaltungsaufwand meist 23,50 €.

    Beim Verwarngeld darf keine Bearbeitungsgebühr in Rechnung gestellt werden.
    Würde mich auch nicht mehr wundern, wenn das Verwarngeld für das Falschparken (das meistens als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr geahndet werden müsste) die behördlichen Kosten nicht deckt und die Behörden also aus finanziellen Gründen von der Verfolgung lieber absehen (müssen).

  4.   Tunichtgut

    Radwege? Fußwege?
    Ich dachte immer das wären Mehrzweckwege (temporärer Parkplatz, temporäre Mülldeponie, Verladeplatz für Umzüge, Sammelbereich für Laub, etc.)!
    -> “Things on bike lanes” dokumentiert eindrucksvoll den Funktionsumfang dieser Bereiche.