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Utz Claassen spornt Desertec an

Von 15. Dezember 2009 um 15:20 Uhr

Da hab ich gestaunt: Utz Claassen wird neuer Chef von Solar Millenium. Das Unternehmen aus Erlangen hat sich auf den Bau von solarthermischen Kraftwerken spezialisiert. Was macht der ehemalige Chef des süddeutschen Atomkonzerns Enbw plötzlich in der erneuerbaren Energien-Branche?

Je länger man drüber nachdenkt, desto logischer: Die Anlagen von Solar Millenium sind Großkraftwerke, allein die Anlagen, die Solar Millenium in den USA plant, haben eine Kapazität von 250 Megawatt, soviel wie ein kleines Kohlekraftwerk. Die Technik ist ähnlich, Dampfturbinen, Transformatoren, da kennt sich Claassen aus. Der Manager, der vor zwei Jahren Enbw verließ, wird sich bei seinem neuen Arbeitgeber vor allem auch um das Desertec- Projekt kümmern, zu dessen Initiatoren Solar Millenium gehört. Ein solche Projekt, das ja nicht nur auf Zustimmung stößt (SPD-Mann Hermann Scheer ist ein lautstarker Kritiker), reizt den konfliktfreudigen Claassen.

Einen komischen Beigeschmack hinterlässt die Personalie allerdings sicherlich bei Klima-und Umweltschutzorganisationen. Greenpeace etwa hatte Desertec mit auf den Weg gebracht – und nun kämpft ihr ehemaliger Gegner für ihre Interessen.

Kategorien: Erneuerbare Energien
Leser-Kommentare
  1. 9.

    Unglaublich!
    Dieser Herr hat in keinem Wirtschaftsunternehmen was zu suchen.
    (…)
    Ich frage mich immer wieder wie Aufsichtsräte zusammen solche Entscheidungen treffen können und so einen Dauerfernseh-Talkgast als Vortstandsvorsitzenden berufen.Einfach unfassbar.
    Dieser Herr kann nichts vorweisen außer Einsparungen im Mitarbeiterbereich. Tolle Leistung. Das kann einem auch jeder Hauptschüler mit einer Mathedurchschnittsnote von 3 auch vorrechnen.
    In der jüngeren Vergangenheit sind ja auch noch 2 Bücher erschienen wo man nur mit dem Kopf schütteln kann. Am besten das Letzte. Schön auf die Managergesellschaft einschlagen aber selbst kein bisschen besser sein.
    P.S. Fährt der Bentley eigentlich mit Solarenergie……!?! ;-)

    Guten Tag
    Dieser Beitrag enthielt persönlich beleidigende Bemerkungen, die gelöscht wurden. Bitte argumentieren Sie sachlich. Herzliche Grüße Marlies Uken

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    • 16. Dezember 2009 um 19:05 Uhr
    • bond
  2. 10.

    Das Projekt Desertec braucht dringend jemanden, der es beerdigt. Es ist überflüssiger Qutsch: die Zukunft sollte dezentral und “handlich” sein – die Grundlastlüge wurde von EnBW und Konsorten doch selbst entlarvt: AKW und Kohlekraftwerke stehen wegen zu iedriger Wasserstände still und Deutschland exportiert Strom…

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    • 16. Dezember 2009 um 20:11 Uhr
    • MCBuhl
  3. 11.

    Das DIW tritt wie die Lobbyorganisation der erneuerbaren Energien Branche auf. Das DIW kämpft dafür, dass Solarstrom aus Photovoltaik richtig teuer bleibt. Das DIW kämpft offensichtlich weniger für Klimaschutz, sondern eher für die Profite der Unternehmen in dessen Sinne sie ihre Arbeit macht. Und das sind nicht die Unternehmen, welche hinter Desertec stehen. Das DIW ist gegenüber Desertec skeptisch.

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    • 17. Dezember 2009 um 02:12 Uhr
    • GenauHingeschaut
  4. Kommentar zum Thema

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