Wir können's besser: Das Blog für eine Wirtschaft, die Ressourcen und Klima schont

Co2-Bilanz entscheidet über den Auftrag

Von 1. Februar 2010 um 15:00 Uhr

Carbon Disclosure Project - huhuhu, das klingt nach Verschwörung und einem geheimen FBI-Programm, oder? Weit gefehlt: Die Initiative aus Großbritannien führt die weltweit umfassendste Datenbank über Klimainformationen von Unternehmen. Sie fordert im Auftrag von mehr als 400 Investoren weltweit börsennotierte Unternehmen auf, ihre CO2-relevanten Unternehmensdaten zu berichten – und macht sie anschließend transparent.

Heute hat das CDP eine wirklich interessante Studie vorgestellt. Diesmal geht es nicht nur um Unternehmen wie Boing, Google, Fujitsu und Unilever,  sondern um deren Zuliefer. Das Ergebnis: Immer mehr Konzerne wollen zukünftig Zuliefer-Unternehmen abblitzen lassen, die sich nicht um ihre CO2-Bilanz kümmern.

So langsam scheint das Co2-Thema also in die Unternehmenskultur durchzusickern und auch tatsächlich Folgen zu haben (und nicht nur in Form schöner Hochglanzbroschüren): Schon heute würden sechs Prozent der befragten 44 Konzerne die Geschäftsbeziehungen zu ihren Zulieferern beenden, wenn dort Klimafragen keine Rolle spielen. Das sagen zumindest Firmen wie Google, Dell und PepsiCo. Zukünftig würden sogar 56 Prozent der Firmen strengere Kriterien anlegen wollen.

Auch wenn die Zulieferer bereits Besserung geloben und mehr Klimaschutz-Anstrengungen beteuern: Auf sie kommt noch viel Arbeit zu, wenn es um´s konkrete Datensammeln geht. Nur acht Prozent der 710 befragten Zulieferer weisen bislang überhaupt eine umfassende CO2-Bilanz aus. Umfassend, das bedeutet: Nicht nur der eigene Kohlendioxidausstoß der Produktion wird dokumentiert, sondern auch indirekte Emissionen, etwa aus dem Transportsektor (schließlich entsteht ja auch CO2, wenn der Computerchip oder Stahlträger aus den USA nach Europa fliegt).

Dass am Co2-Tonnen Zählen zukünftig wohl kein Weg vorbei führen wird, zeigen auch die jüngsten Entscheidungen an der Wall Street. Erst gerade eben hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC bekanntgegeben, dass sie von den dort gelisteten Unternehmen die Publikation von Daten erwartet, die Folgen für´s Klima haben könnten, bloggt das Wall Street Journal.

Und solche Entwicklungen trotz des Scheiterns von Kopenhagen!

Kategorien: Finanzen, Klima
Leser-Kommentare
  1. 1.

    [...] Klimaschutz: CO2-Bilanz entscheidet über Auftrag Unternehmen, die ihre Klimabilanz ignorieren, erhalten von Großkonzernen zuweilen keine Aufträge mehr. Das zeigt eine neue Studie aus Großbritannien, bloggt Marlies Uken. weiterlesen [...]

  2. 2.

    Na eine schöne Initiative. Aber Google mit den Serverfarmen, Dell mit PC´s und Pepsi sind wohl nicht die energieärmsten Firmen. Schon gar nicht, was die ersten beiden an nachfolgenden Verbräuchen verursachen.
    Soll jetzt keine Eigenwerbung sein, aber wenn ich Coaching über das Telefon und Skype anbiete, ist dies eigentlich CO2 ärmer, als wenn ich mit dem Auto überall hinfahre. Und, nehmen die Menschen es an. Eher nicht. Komisch oder. Ich fänd es gut, wenn man das mit zur Kaufentscheidung machen würde. Jedoch auch da gibt es überraschende Fakten.
    Beispielsweise sind Äpfel aus Neuseeland, die hierher gebracht werden energieärmer in Erzeugung und Transport, als z.B. Äpfel aus dem alten Land. Und jetzt?

    • 2. Februar 2010 um 17:31 Uhr
    • Fritzig
  3. 3.

    [...] Zeit Online finden Sie die Breadcrumbs zum Beispiel in Artikeln, Themenseiten und Blogs. Kategorien: Features Kommentieren Empfehlen Social [...]

  4. 4.

    “Schon heute würden sechs Prozent der befragten 44 Konzerne die Geschäftsbeziehungen zu ihren Zulieferern beenden [...]”

    Rechnen wir doch mal nach: 3 von 44 Konzernen: 7%; 2 von 44 Konzerne: 5%. Wie kommen Sie auf sechs prozent? Und wieso ist eine Statistik von 2 1/2 Unternehmen aussagekräftig?

    • 2. Februar 2010 um 22:21 Uhr
    • Dominik Geisler
  5. 5.

    Lieber Herr Geisler
    die sechs Prozent habe ich der Originalstudie entnommen, die drei Firmen Google, Dell und PepsiCo wurden nur als Beispiele genannt…
    Besten Gruß
    Marlies Uken

  6. 6.

    Es geht um einen Kreislauf, der für zukünftige NWO-Insidergeschäfte genutzt werden soll. Unliebsame Konkurrenten werden ausgeschaltet, die “Klima-Schutz-Briefe” werden so garantiert gekauft und gehandelt und können so den Ausstellern maximalen Profit bringen. Daraus werden dann wieder die Derivate gestrickt an denen nochmals unglaublich astronomisch verdient wird, bis dann diese Blase auch wieder zerplatzt, grösser noch, als die jetzige…und das Klima? Ach ja, das gibt es ja auch noch, wieso wissen Sie das nicht? Wir nähern uns doch wieder einer Eiszeit…

  7. 7.

    Ich freue mich schon auf all’ die schönen neuen Abgaben.
    Und noch mehr darauf, wenn die Konzerne anfangen, massenhaft Leute zu entlassen. Mit der Begründung, daß die Menschen ihnen leider leider die CO2 – Bilanz verhageln.
    Sorry, Folks, aber für das Klima müssen wir schließlich alle Opfer bringen, wir können schließlich nichts dafür daß wir “Giftmüll” ausatmen.

    • 3. Februar 2010 um 13:34 Uhr
    • Grumbleduke
  8. 8.

    “huhuhu, das klingt nach Verschwörung und einem geheimen FBI-Programm, oder?” ich denke, das ist gar nicht so abwegig. Frau Unken applaudiert hier schöießlich regelmäßig und unbekümmert den Klimaabzockern und feiert jede Studie mit dem “richtigen” Ergebnis von … Ja, vom wem eigentlich? Vielleicht “Unternehmen wie Boing,” sorry – kenne ich nicht, ist der Laden irgendwie wichtig?

    Und was unterscheidet eigentlich CO2 von Co2? In einem Text könnte man sich ja mal auf eine Schreibweise einigen. Nachher ist gar nicht das böse Kohlendioxid gemeint. Irgendwie erinnert mich dieser ganze Unsinn an den Tanz ums goldene Kalb. Dieser Planet hat wesentlich größere Probleme als CO2. Hier wird also für viel Geld das Klima gerettet, während nicht mal weit weg von hier Menschen hungern oder in sinnlosen Kriegen massakriert werden. Aber, anstatt sich wirklichen Problemen zu stellen, wird die Chimäre Klimawandel aus dem Hut gezaubert, Beweise dafür? Fehlanzeige – Voodoo Wissenschaft eben -

    • 3. Februar 2010 um 14:58 Uhr
    • Erwin
  9. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)