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Peak Oil: Virgin-Chef Branson ist alarmiert

Von 8. Februar 2010 um 12:46 Uhr

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat zwar viele Staaten noch immer im Griff. Aber inzwischen mehren sich die Stimmen, die einen steigenden Ölpreis prognostizieren. Der Gründer der britischen Virgin Airlines, Milliardär Richard Branson, wird diese Woche gar mit einer spektakulären Prognose seine Aufwartung in London machen, meldet der Guardian: Er erwarte eine handfeste Ölkrise innerhalb der nächsten fünf Jahre, so Branson. Und sie werde sogar noch schlimmere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben als die Finanzmarktkrise.

Dass der Ölpreis in die Höhe schnellen könnte, erwarten auch Experten der Internationalen Energie-Agentur in Paris. Ende vergangenen Jahres sorgten dort allerdings Vorwürfe eines Insiders  für Unruhe: Die IEA solle auf Drängen der USA gezielt die Gefahr von knappem Öl heruntergespielt haben, um für Ruhe an den internationalen Börsen zu sorgen. Es könnte also noch weitaus schlimmer kommen.

Noch allerdings rauscht der Ölpreis weiter nach unten. Am vergangenen Freitag kostete das Barrel gerade mal 70 US-Dollar. Allerdings rät schon jetzt die amerikanische Großbank Goldman Sachs, sich mit Ölkontrakten einzudecken. Die könnten sich als lukratives Geschäft entpuppen, weil sich das Angebot an Öl bald wegen der anziehenden Nachfrage wieder verknappen werde, ist Goldman Sachs überzeugt.

Steigende Preise gefallen natürlich den Ölkonzernen. Aber gibt es tatsächlich noch genug Vorräte oder ist an “Peak Oil”, der Theorie, dass die Produktionsspitze bald erreicht ist, etwas dran? Die großen Ölkonzerne bestreiten das. Erst in Davos gab sich der Chef der saudi-arabischen Ölgesellschaft Aramco noch bewusst gelassen: Es sei noch immer genug Rohöl da, die “Peak Oil” Debatte habe sich zum Glück erledigt, zitiert ihn die Financial Times Deutschland.

Kategorien: Öl
Leser-Kommentare
  1. 9.

    Wenn man mit der heißen Luft in diesem Kommentarforum heizen könnte, bräuchten wir kein Heizöl mehr.

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  2. 10.

    Jeder sollte mit Öl nur in den Größenordnungen spekulieren dürfen, die er/sie/es auch tatsächlich lagern kann. Kein Tanklager – keine Spekulation.

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    • 8. Februar 2010 um 17:23 Uhr
    • carsten
  3. 11.

    @ wolfgangheiss

    Und mit der heißen Luft der Artikel erst. Puhh es könnte glatt ne Sauna draus werden. Wenn wir dann noch die Lobpreisungen von Clerk und zeitgeist86 dazu nehmen holen wir die Sonne persönlich auf die Erde.

    Haha. Da geh ich mal ganz visionär den Kopf in den Sand stecken und frage @Clerkund und @zeitgeist86: Wie bereitet sich Herr Branson auf das Ende des Öls vor?

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    • 8. Februar 2010 um 17:37 Uhr
    • Frank Meier
  4. 12.

    welches alternative wirtschaftssystem würden sie den vorschlagen?
    plan wirtschaft? weil die anderen damit so erfolgreich waren.

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    • 8. Februar 2010 um 17:40 Uhr
    • besserwisser
  5. 13.

    @Frank Meier
    Ganz einfach, er schickt dann sie zum Feuerholz und Futter sammeln und bezahlt sie dafür.

    Ach, wie soll die Produktionsspitze denn schon erreicht worden sein oder in 5 Jahren erreicht werden, wenn die USA jetzt schon auf Haiti Ölfelder sichert, vor Brasilien und Vietnam riesige Ölvorkommen gefunden wurden und der Iran nur eine Ölausbeute von 40% wegen veralteter Technik besitzt? Da ist noch genug Öl überall zu holen für uns!

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  6. 14.

    Nur zum Verständnis Peak Oil bedeutet nicht, dass es kein Öl mehr gibt, sondern nur, das die Nachfrage nicht mehr bedient werden kann. Dies führt nach den üblichen Markttheorien zu explodierenden Preisen.

    Es ist technisch nicht so ohne weiteres möglich aus existierenden Quellen einfach mehr rauszupumpen, dies geht nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn hier das Maximum erreicht ist bleibt als einzige Möglichkeit neue Felder anzuzapfen. Dies wird auch getan und es wird mit steigender Nachfrage und Preisen auch vermehrt getan werden, aber auch hier gibt es Grenzen.

    Hinzu kommt, dass nicht nur neue Felder angezapft werden müssen, um die steigende Nachfrage zu decken, sondern um die ständig sinkende Förderleistung der alten Ölfelder zu kompensieren.

    Eine Grenze wird erreicht, wenn die Anzahl der neu gefunden Ölvorräte kleiner ist als die nachlassende Förderleistung der alten Ölfelder. Auf Grund zunehmender technischer Schwierigkeiten bei der Erschließung der neuen Ölfelder, wird der Oil Peak wohl schon vorher erreicht.

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    • 8. Februar 2010 um 19:41 Uhr
    • Jens Happel
  7. 15.

    @12 Soziale Marktwirtschaft vielleicht?! Die paart einen freien Markt mit strenger Regulierung und sorgt für sozialen Ausgleich und hat starke Wettbewerbshüter gegen Monopole.

    Eigentlich muss nur die Regulierung international strenger werden. Und ein System, das Währungszockereien verhindert. Gabs auch schon mal und nannte sich Bretton Woods System.

    @Artikel: Interessante Ansichten, interessant auch, dass die IEA diesmal dahintersteht.
    Ich sehe das eher langfristig: Öl wird teurer, weil es endlich ist. Für endliche Güter erhöht sich irgendwann der Preis. Öl wird irgendwann knapp, weil es endlich ist.
    Zeit, von diesem Saft wegzukommen. Schon um die eigene Wirtschaft zu schützen, wenn der Preis irgendwann explodiert.

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  8. 16.

    Der grösste Mangel der menschlichen Rasse ist ihre Unfähigkeit die Implikationen der Exponentialfunktion zu begreifen (Dr.Albert Bartlett).

    Basis des Kapitalismus ist sein Kreditgeldsystem, d.h. Geld wird nur über einen Kredit erzeugt und bei Kreditrückzahlung vernichtet. Das meiste Geld liegt elektronisch durch Krediterteilung erzeugt auf Bankkonten. Da das Geld für Zinsen u. Zinseszinsen bei Krediterteilung ( = Geldschöpfung) nicht in der aktuellen Geldmenge enthalten ist, muß es später durch Neukredite geschaffen werden. Die Geldmenge, sprich die Schulden müssen also zwangsweise exponentiell wachsen. Bis ins Unendliche. Sonst funktionert das System nicht. Damit die Illusion der Schuldenrückzahlbarkeit aufrecht erhalten werden kann, wird versucht, das exponentielle Schuldenwachstum zu decklen (Masstricht fuer Staaten, Basel II…). Nachteil, das System wird durch diese Deckelungen schwer gestoert. Bankrotte, Krisen sind die Folge.

    Nach dem voraus Geschriebenen lassen sich folgende Phasen des Kapitalismus unterscheiden:

    Phase 1 (im Westen vor 2008): Expansion, exponentielles BIP Wachstum, noch schnelleres, systemimmanentes exponentielles Geldmengen(= Schulden)wachstum. Alles blüht und gedeiht.

    Phase 2(2008-2015): Kulmination. Geldmenge(=Schulden) darf wegen Rückzahlbarkeitsbedingung nicht mehr weiter wachsen. Führt zu Rezession, deflationären Erscheinungen, Bankrotten, hoher Sockelarbeitslosigkeit.

    Phase 3(2015-): Deflationsphase.Die in Phase 1 ausgeplünderten Öl- und Gasreserven verknappen. Energie, Lebensmittel werden extrem teuer. Konsum bricht ein. Rezession wandelt sich in Depression. Der Umbau des Energiesystems kommt wegen mangelnder Kredite (siehe 2) nicht wie geplant voran. Deflation ist nicht mehr aufzuhalten.

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    • 9. Februar 2010 um 08:24 Uhr
    • amused8
  9. Kommentar zum Thema

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