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Ökostrom überholt Atomstrom

Von 2. Juli 2010 um 11:23 Uhr

Na, das ist doch mal eine Erfolgsmeldung: Nach Schätzungen der Bundesregierung wird der Boom beim Ökostrom weiter anhalten. Und zwar noch stärker als gedacht. Im “Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien”, deren Entwurf unter anderem der Frankfurter Rundschau vorliegt, rechnet die Bundesregierung damit, dass schon in zehn Jahren der Ökostrom-Anteil bei 38,6 Prozent liegt. Das wäre mehr als eine Verdoppelung in nur einem Jahrzehnt. Der aktuelle Anteil von Atomstrom liegt bei etwa 23 Prozent – und sinkt seit Jahren. Weil die Bundesregierung den Neubau von Kernkraftwerken ausgeschlossen hat, ist mit einer Steigerung nicht zu rechnen.

Die Zahlen geben Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vor allem Rückenwind. Der stand ja in den vergangenen Monaten immer wieder heftig in der Kritik, weil er Atomstrom ausdrücklich als “Brückentechnologie” bezeichnet: Wenn also Strom aus Sonne, Wind und Biomasse ausreichend vorhanden ist, können die Atomkraftwerke ihren Dienst einstellen. Laut aktueller Prognose wird dies nun weitaus früher als gedacht der Fall sein. Schon rund um das Jahr 2020 könnte der Ökostrom-Anteil bei rund 40 Prozent liegen. “Die Zahlen bestätigen uns in den Annahmen, was die Entwicklung der Erneuerbaren Energien angeht”, zitiert die Süddeutsche Röttgen.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Und so verschlechtert sich der Standort Deutschland laufend Stück um Stück. Noch ist Ökostrom zu teuer und vertreibt energieintensive Industrien. Man kann fragen, wer denn Aluminiumhütten braucht. Man sollte aber dann nicht sich wundern, dass man in einem stagnierenden Land lebt.

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    • 2. Juli 2010 um 13:06 Uhr
    • joG
  2. 2.

    Man braucht halt nur z.B. zig Millionen neuer Waschmaschinen die Smart-Grid fähig sind.

    Das wird ein gewaltiges Geschäft.

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    • 2. Juli 2010 um 13:16 Uhr
    • J.S.
  3. 3.

    Schon wieder werden Hochrechnungen als Fakten verkauft.
    Die Erfolgsmeldung bezieht sich auf eine unsichere Zukunft.
    in 10 Jahren kann noch viel passieren. Seriöse Information
    sieht anders aus!

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  4. 4.

    @joG
    Ich dachte die die letzten deutschen Aluminiumhütten seien schon unter Rot-Grün geschlossen worden.

    Die sind dann nach Arabien umgezogen da steht reichlich billige Energie zur Verfügung. Für die Umwelt macht es allerdings keinen Unterschied denn ob das CO2 hier oder am Golf entsteht, spielt keine Rolle. Für die Arbeitsplätze hingen macht es einen Unterschied aber das ist ja egal.

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    • 2. Juli 2010 um 13:24 Uhr
    • J.S.
  5. 5.

    Das ganze neigt sich dem Ende zu. Die ersten Windkraftanlagen in der Nordsee sind bereits wegen Getriebeschaden ausgefallen.

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    • 2. Juli 2010 um 13:28 Uhr
    • J.S.
  6. 6.

    Passend dazu dieser Artikel im Handelsblatt

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/teurer-oeko-strom-musterklage-gegen-rwe-industriekunden-begehren-auf;2611677

    Mein Lieblingsabsatz:
    “Tatsächlich zeigt der Fall die Problematik der Ökostrom-Förderung in Deutschland. Eine Solaranlage funktioniert wie eine Gelddruckmaschine, da der Staat dafür sorgt, dass der Alternativ-Strom zum Vielfachen des Marktpreises für Strom abgenommen werden muss. Die Kosten für diese Subvention tauchen nun mit Zeitverzögerung in den Rechnungen ganz normaler Stromkunden auf. “

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    • 2. Juli 2010 um 13:35 Uhr
    • LepkeB
  7. 7.

    Die Meckerer, bitte mal das Lexikon aufschlagen und “Strukturwandel” nachgucken. Deutschland ist jetzt schon der weltgrößte Hersteller von Solarzellen. Erneuerbare Energien sind ein Geschäft in dem bald Billionen Euro umgesetzt werden, und wir haben eine Chance da ganz vorne dabei zu sein. Sogar die Krankenkassen werden sich freuen, da von Solarzellen noch kein Kind Leukämie gekriegt hat.

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    • 2. Juli 2010 um 13:41 Uhr
    • Mo
  8. 8.

    Scheinbar muß es bei uns erst so schlimm werden wie in Spanien bis unsere Politiker ihrer Eidesformel, zum Wohl des Volkes, nachkommen.
    Dort wurden auf Grund einer Studie 70% aller Solarförderungen
    gestrichen und es bestehen Überlegungen die restlichen 30%, die auf langfristige Zusagen zurückgehen, ebenfalls rückwirkend zu kappen! Jeder Solararbeitsplatz wird mit über 170`000,-€ subventioniert und vernichtet
    2,2 Arbeitsplätze in der Realwirtschaft; es wird im Ergebnis kein CO2 eingespart und es
    können auch keine konventionellen Kraftwerke ersetzt werden; durch die willkürliche Stromerzeugung sind ständig konventionelle Schattenkraftwerke stand by vorzuhalten;
    die Kosten für die Installation betragen das 30-40-Fach konventioneller Stromversorgung!
    Auch eine in die ferne Zukunft verlegte eventuelle Speicherung dieser Energieform würde durch die dabei auftretenden Umwandlungsverluste die Kosten noch einmal um den Faktor 2 in die Höhe treiben!

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    • 2. Juli 2010 um 13:43 Uhr
    • Reinhard
  9. Kommentar zum Thema

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