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Südkorea interessiert sich für Windparkpionier Bard

 

Der norddeutsche Offshore-Pionier Bard könnte von der südkoreanischen Daewoo-Werft übernommen werden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute morgen meldet, bestätigte Daewoo sein Kaufinteresse.

Mal schauen, ob sich Daewoo im Wettrennen mit General Electric und anderen Kaufinteressenten durchsetzt. Bis Anfang kommenden Jahres will Bard einen Käufer gefunden haben. Das Unternehmen mit Sitz in Bremen und Emden braucht dringend neues Kapital, denn vor etwa einem Jahr zog sich der russische Milliardär Arngold Bekker aus der Firma zurück.

Die Nachricht zeigt, wie attraktiv deutsche Umwelttechnologie-Firmen inzwischen für ausländische Investoren sind. Und sie zeigt auch ein Dilemma. Denn Offshore-Windkraft ist noch immer extrem teuer, der Bau und die Wartung der Windanlagen auf hoher See verschlingt locker Milliarden. Es ist eine brisante Situation, setzt doch die Bundesregierung in ihrer Energiestrategie stark auf Offshore, zugleich aber hat die Branche noch immer mit extremen Finanzierungsproblemen zu kämpfen.

2 Kommentare

  1.   energyturnaround

    Offshore Windkraft ist ein totes Pferd gerade für Deutschland.
    Spätestens 2013 ist Photovoltaik auf Freifläche pro kWh günstiger und muss nicht über 800 km in der Süden transportiert werden. Allein die Leitungsverluste sind schon bei bestimmt 10%, außerdem muss auch das ganze Geld für den Ausbau der Höchstspannungsnetze und auch der Anschluss des Windparks auf hoher See eingerechnet werden. Wenn man das einrechnet kostet die Offshore-kWh sicherlich nochmal 20-30% mehr als ohnehin schon, und die Vergütung ist bis 2017 konstant und erfährt erst dann eine Degression, die kleiner ist als die PV. Bis dahin ist nach dem neuesten EEG die PV kWh um (15% nächstes Jahr und min. 9% die nächsten 5 Jahre) mindestens 47 % billiger geworden auf unter 10 cent/kWh für Freifläche. Dann bekommt Offshore immer noch 15 cent/kWh.

    Und wenn man die Leitungsverluste auf den Weg in den Süden Deutschlands berücksichtigt (in Norden gibt es ja schon genügend Windstrom) und die nötigen damit zusammenhängenden Investitionen sieht, dann kommt man eher auf 18 cent effektiv pro kWh. Bis 2017.
    PV hat 2012 auch 18 cent/kWh, aber bis 2017 eine jährliche degression von mindestens 9%.