Islamismus in Deutschland
Termin: 14. Februar 2007 von 15.00 – 18.00 Uhr in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, Hiroshimastrasse, Tiergarten
Wort und Begriff “Islamismus” sind schon lange in der Diskussion. Häufig ist nicht klar, was damit gemeint ist. Gelegentlich werden “Islam” und “Islamismus” gleichgesetzt. Wir fragen bei Experten nach und wollen Muslime fragen, wie sie mit dem Thema Islamismus umgehen.
15.oo Uhr
Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Thomas Meyer, FES
15.15 Uhr
“Islamismus in Deutschland”, Prof. Dr. Mathias Rohe, Universität Erlangen
anschließend Diskussion
16. 30 Uhr
“Islamismus – eine Herausforderung für den Islam in Deutschland?”
Aiman Mazyek, Zentralrat der Muslime in Deutschland, Köln
Oguz Ücüncü, Islamische Gemeinschaft Milli Görüs, Kerpen
Bekir Alboga, Türkische Anstalt für Religionen (DITIB), Köln
Ali Ertan Toprak, Alevitische Gemeinde Deutschlands, Köln
Moderation Jörg Lau, Die Zeit
Vielleicht ist ja jemand in der Stadt…
Ein Türke hat mir einmal erzählt das die Türken in der Türkei durchschnittlich viel westlicher seien als die Türken in Deutschland. Das hat mir das sofort eingeleuchtet.
Ein interessanter Punkt wäre z.B. mal zu diskutieren ob der Prozentsatz von Islamisten hierzulande besonders hoch ist, weil viele Islamisten in ihren Heimatländern verfolgt werden und deswegen vermehrt zu uns kommen.
Das fängt vielleicht mit so einfachen Dingen an, wie der Frage wo man die Tochter mit Kopftuch in die Schule schicken darf. In der Türkei ist das z.B. verboten.
Militante Islamisten welche die Geburtskirche in Bethlehem besetzt hielten, wurden in der EU aufgenommen. Mein Verdacht wäre, das wir uns die Islamisten regelrecht ins Haus holen und der hohe Prozentsatz dann die ganz normalen, demokratisch gesinnten, Muslime in Verruf bringt. J.S.
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Das hat mir aus eigener Anschauung sofort eingeleuchtet.
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Türkische Zeitungen schäumen auch regelmäßig vor Empörung, wenn in Deutschland ein Ehrenmörder zu milde bestraft wird.
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Ein ehemaliger Chef von mir aus einem “Problemviertel” schämte sich offen für seine Mitmenschen, die Türkentum in Form von Machogehabe, absichtlich falschem Deutsch und einer Verherrlichung des Versagens kultivierten. Der Kollege hatte es sich nicht einfach gemacht und die ihm von Progressiven angebotene Ausrede für Versagen angenommen (“Ausgrenzung” etc.), sondern hatte Abitur gemacht, bewußt nur Hochdeutsch gesprochen und sich angestrengt. Ausgegrenzt hat dieser Kollege sich übrigens eher von den Mitmenschen in seinem Herkunftsviertel gefühlt.
Ein Mitstudent aus der Türkei, der für eine gewisse Zeit mein Nachbar war, schämte sich ebenfalls für die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland. Er meinte, es sei der rückständigste Teil der Landbevölkerung, der nach Deutschland gezogen sei.
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