Bill Maher über Neocon-Thinktanks

Von Jörg Lau 7. Februar 2007 um 11:45 Uhr

Der göttliche Bill Maher sagt alles, was man sagen muss, über die Neocon-Thinktanks und ihre falschen Voraussagen über den Irak-Krieg. Und wie sich die ganze Chose nun im Bezug auf Iran zu wiederholen droht. Click hier.
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Kategorien: Iran, Neocons
Leser-Kommentare
  1. 1.

    “Maher:…just pull out!”

    Eingedenk des satirischen Charakters des Maher-Kommentars: Die Folgen des zum Schluss erteilten Ratschlags wären sehr wahrscheinlich alles andere als göttlich.

    - Eine noch höhere Killquote unter IrakerInnen

    - Ein immenser, nicht zuletzt psychologischer Erfolg für die Dschihadisten, der zu mehr anspornt. (Würden Irak-Rückkehrer ein bürgerliches Leben führen? – Die meisten Afghanistan-Rückkehrer nach 1990 und 2001 taten dies jedenfalls ganz offenbar nicht.)

    - Ein sunnitisch-arabischer Landesteil als Ruheraum für Dschihadisten; momentan ist er ein Betätigungsfeld.

    Kurz: Auch ein miserabler status quo kann ein Argument sein. Das gilt sowohl für einen Irak unter der Knute Saddam Husseins als auch für einen Irak mit amerikanischen Truppen. (Und nein, ich war definitiv kein Befürworter der OIF.)

    JL “Und wie sich die ganze Chose nun im Bezug auf Iran zu wiederholen droht.”

    Für einen großangelegten Einmarsch in Iran existieren keine militärischen Kapazitäten. Da könnte der eine oder andere Neocon-Thinktankler seinem Voluntarismus noch so sehr freien Lauf lassen oder Bush eine dritte Amtszeit absolvieren, was nicht geht, geht nicht. Auch besaß Saddam anno 2003 keine Atomanlagen.

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    • 7. Februar 2007 um 16:21 Uhr
    • —N. Neumann
  2. 2.

    Was denn Herr Lau, der Iran will gar keine Atombombe ?

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    • 7. Februar 2007 um 16:37 Uhr
    • —Tuotrams
  3. 3.

    Ich finde, Maher liegt mit seiner Kritik an den Neocons und der Problematik von Think Tanks im Allgeminen richtig. Es sind häufig eher Agenturen für politische Kommunikation als Forschungseinrichtungen.

    Er hat damit aber noch nicht erklärt, warum ein Militäreinsatz nicht ein geeignetes Mittel zur Beendigung des iranischen Atomprogramms sein kann und warum die Argumente, einen solchen Einsatz als eines von vielen Mitteln zu prüfen und nicht pauschal auszuschließen, unzutreffend sind.

    In der Logik nennt man Mahers Darstellung ein “Ad-hominem-Argument”: William Kristol ist für einen Militäreinsatz. William Kristol hat sich in der Vergangenheit geirrt, also ist ein Militäreinsatz falsch.

    Das ist nicht logisch.

    Aber ein guter Satiriker muß ja auch nicht logisch sein.

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    • 7. Februar 2007 um 17:28 Uhr
    • —Wachtmeister
  4. 4.

    120.000 Mann sind genug um das Regime zu beseitigen und die Atomanlagen zu zerstören. Das meiste davon kann man sowieso aus der Luft machen.

    Antworten

    • 7. Februar 2007 um 20:28 Uhr
    • —J.S.
  5. 5.

    @J.S.:

    Ich vermute, Ihr Beitrag ist ironisch gemeint? Falls ja: NIEMAND schlägt ernsthaft einen Militäreinsatz wie im Irak vor. Alles, was jemals ernsthaft diskutiert wurde, war die Frage der Bekämpfung des Atomprogramms aus der Luft.

    Und in diesem Punkt sind drei Fragen zu beantworten:
    a) Wie reagiert die iranische Führung auf die Möglichkeit eines Militäreinsatz, und wie reagiert sie auf die Ankündigung das es keinen geben wird?

    b) Kann man die Ziele aus der Luft vernichten?

    c) Was macht die iranische Führung, wenn man dies versucht?

    Man kann diese Fragen rational diskutieren, ohne andere Optionen zu vernachlässigen. Ich finde es persönlich irrational, Optionen abzulehnen, ohne sie diskutiert zu haben.

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    • 7. Februar 2007 um 20:51 Uhr
    • —Wachtmeister
  6. 6.

    @Wachtmeister
    “Alles, was jemals ernsthaft diskutiert wurde, war die Frage der Bekämpfung des Atomprogramms aus der Luft.”

    Von so einer Einschränkung wüsste ich nichts. Und falls der Iran einen Casus Belli liefert, dürfte eine derartige Einschränkung, falls es sie je gegeben haben sollte, sowieso hinfällig sein.
    Es geht längst nicht nur um das Atomprogram, sondern ganz explizit auch um Terrorismus. Einen Angriff auf das Atomprogram alleine ohne Casus Belli halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Wie sollte man das Völkerrechtlich begründen?

    Antworten

    • 7. Februar 2007 um 21:29 Uhr
    • —J.S.
  7. 7.

    Das hatte ich auch über Deutschland festgestellt.

    “So why worry so much about the opium crop in Afghanistan when Americans don’t really have a heroin problem? We’re sacrificing the war on terror in the vain hope of one day helping Courtney Love kick her smack habit?”

    http://www.huffingtonpost.com/bill-maher/drug-war-allowed-to-get-i_b_29389.html

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    • 8. Februar 2007 um 01:06 Uhr
    • —J.S.
  8. 8.

    @J.S.
    Mit der völkerrechtlichen Argumentation haben Sie m.E. Recht. Einen entsprechenden Grund könnte höchstens Israel vorweisen, dem die iranische Führung mehrfach mit Vernichtung gedroht hat.

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    • 8. Februar 2007 um 13:42 Uhr
    • —Wachtmeister
  9. Leserbrief zum Thema

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