Friedman: Der 11. September hat uns dumm gemacht
Ein notwendiger Zwischenruf von Thomas Friedman in der NYT. Betrifft auch unsere Debatte über die “Ströme von Gift”.
9/11 has made us stupid. I honor, and weep for, all those murdered on that day. But our reaction to 9/11 — mine included — has knocked America completely out of balance, and it is time to get things right again.
It is not that I thought we had new enemies that day and now I don’t. Yes, in the wake of 9/11, we need new precautions, new barriers. But we also need our old habits and sense of openness.
Dies gilt auch für Deutschland, glaube ich. Jedenfalls für mich.
Kategorien: Islamismus und Terror, Wer sind wir?
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@Joachim S.
Tschuldigung. Sind Sie also für eine verstärkte Besatzung des Irak? Oder ist Ihre Position noch differenzierter? Dann würde sie mich wirklich interessieren. Bisher sehe ich nur die drei Alternativen: Verstärkte robuste Besatzung, weiter wie bisher, Abzug und Chaos.
Sehen Sie eine weitere Alternative unter größtmöglicher Beachtung der Menschenrechte?
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@Erol
Ich behaupte nicht, dass Terroristen nicht auch Freiheitskämpfer sein können.
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Rafael, die aktuelle Lage im Irak kann ich von meiner Couch in Deutschland aus nicht wiklich beurteilen. Deshalb enthalte ich mich sinnloser Kommentare hierzu.
Klar ist lediglich, dass ein sofortiger Abzug der westlichen Streitkräfte im Moment unmöglich scheint.
Erforderlich ist aus meiner Sicht folgendes:
- Stärkung der irakischen Zivilgesellschaft, was Unterstützung zur Bildung einer stabilen Regierung miteinschließt.
- Befähigung dieser Regierung, selbst die Sicherheit ihrer Bürger mittels Polizei und Militär zu garantieren
- Bis dahin Bekämpfung, auch militärische, aller Bestrebungen, den Irak zu destabilisieren
- Einbindung aller Nachbarstaaten in diese Strategie, ich betone: aller.
- Befähigung der irakischen Justiz, die Verbrechen der Vergangenheit aufzuarbeiten.
- Einbindung aller ethnischen und religiösen Gruppen in die gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse.
- Schaffung von Arbeitsplätzen besonders für die einfache Bevölkerung.
Das wird bereits versucht, ist aber zweifellos ein langwieriger Prozess mit ungewissem Ausgang und aus meiner Sicht ohne Alternative. Vor einer Dreiteilung halte ich nichts. Ein Kurdenstaat beispielsweise würde fast zwangsläufig zu einer Intervention der Türkei, eventuell auch des Irans, führen; ein schiitischer Teilstaat käme fast zwangsläufig unter starken iranischen Einfluss, was eine entsprechende Reaktion aus Saudi-Arabien nach sich zöge: mangels eigener militärischer Stärke finanzielle Unterstützung für al-Qaida § Co.
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@Rafael
Terroristen können keine Freiheitskämpfer sein. Schon “Terrorist” und “Kämpfer” schließen sich aus. “Gegenterror” gibt es übrigens auch nicht. “Gegenterror” ist allenfalls die Ausrede für primitive koranische Blutrache oder Nazi Methoden.
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@ J.S.
o sancta simplicitas!
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J.S.
Hätten Sie den berühmten “Lawrence of Arabia” als “(Freiheits-)Kämpfer” oder “Terrorist” bezeichnet?
Er und seine arabische Guerillatrupe verlegte sich während des 1. WK vorwiegend auf das Sprengen türkischer Eisenbahnzüge, während die über Brücken fuhren. Auf Zivilreisende wurde dabei keine Rücksicht genommen.
Nebenbei bemerkt: seine Autobiografie “Die sieben Säulen der Weisheit” ist auch heute noch lesenswert und in Großbritannien wie in Jordanien gilt er als Held (in der Türkei als Terrorist).
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@Joachim S.
Transportierten diese türkischen Bahnlinien militärischen Nachschub? Wenn ja dann sind Sie ein legitimes Ziel, im Gegensatz zu einem Nahverkehrsbus in Tel Aviv.
Das steht aber alles in den Genfer Abkommen, man muss es nur lesen.
Ausserdem schreiben wir das Jahr 2007 und nicht mehr 1917.
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Blog zeit.. Bang-up
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