Ein Blog über Religion und Politik

Wie sich die amerikanische Aussenpolitik verändern wird – Gespräch mit Tom Daschle

Von 4. April 2008 um 15:40 Uhr

Ich hatte vorgestern Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem demokratischen Senator von South Dakota, Tom Daschle, dem ehemaligen Mehrheitsführer im amerikanischen Oberhaus, der bei der American Academy in Berlin zu Gast war.

Daschle hat zwar 2004 sein Senatsmandat verloren, ist aber immer noch eine der einflußreichen Stimmen in der demokratischen Partei. Er ist einer der Superdelegates, die womöglich am Ende über die Nominierung des demokratischen Bewerbers um die Präsidentschaft entscheiden.

Und er spielt eine wichtige Rolle in der Obama-Kampagne. Er gehört als gut vernetzter Parteiveteran zu den engsten Beratern des Kandidaten.
Daschle personifiziert ausserdem in seiner neuen beruflichen Rolle den rapiden Mentalitätswandel in den USA in Umwelt- und Klimafragen. Als Berater der Firma Alston & Bird setzt er sich für Verbreitung erneuerbarer Energien und für eine neue Klimagesetzgebung ein.

Daschle spricht heute, wenn es um Solar- und Bioenergie geht, wie ein Grüner. Das rot-grüne Gesetz über die erneuerbaren Energien erwähnt er immer wieder als Vorbild auch für die USA. Das ist schon einer erstaunliche Wandlung - denn der Senat war unter seiner Leitung (2001-2003) keineswegs auf Kyoto-Linie.
Ich fragte Daschle, wie er die große Rede Obamas zu den Rassenbeziehungen in Amerika bewertet. Hat Obama damit die Krise überwunden, in die er durch die amerika-feindlichen Äusserungen seines Pastors Jeremia Wright geraten war?

Daschle: „Obama hat diese Rede persönlich geschrieben, und es ist eine profunde Rede. Wenn er gewinnen sollte, wird man auf diese ungewöhnliche Rede zurückblicken und ein Element seines Sieges darin sehen. Das Starke an dieser Rede ist die Empathie mit beiden Seiten des Rassenkonflikts, die Obama an den Tag legt. Es ist nicht schwer für ihn, die Frustration der Schwarzen zu artikulieren, aber wie er mit gleicher Einfühlsamkeit auf die Enttäuschung der weißen Mittelschicht eingeht, das ist schon großartig.“

daschle.jpg
Senator Tom Daschle (D)
Warum unterstützt Daschle, der seinerzeit den Clintons nahestand und wesentlich daran beteilgt war, Bill Clinton vor einem Impeachment wegen der Lewinsky-Affäre zu beschützen, nun den Kandidaten Obama? Er habe Obama seinerzeit bereits aufgefordert, für den Senat zu kandidieren, weil er das ausserordentlich politische Talent dieses Mannes gesehen habe, sagt Daschle.

Nachdem seine eigene Kandidatur gescheitert war, sind einige Mitarbeiter aus Daschles Kampagne zu Obama gewechselt. „Es gab also schon enge Kontakte. Und dann hat sich einfach eine persönliche Bindung zwischen uns ergeben. Obama ist eine einzigartige politische Figur. Er kann Massen begeistern und Wähler inspirieren. Er ist ganz einfach der beste Kandidat, den wir heute haben.“

Wird Obama seine Unerfahrenheit nicht am Ende zum Verhängnis werden? Tom Daschle meint, durchaus mit einem selbstkritischen Ton: „Die Leute sehen den Wert von politischer Erfahrung heute skeptischer. Denn die erfahrene politische Elite, und da schließe ich mich selbstverständlich ein, hat schließlich die derzeitige Lage Amerikas zu verantworten. Die Menschen sind kriegsmüde, und sie haben die politische Zerrissenheit des Landes satt, die in den Bush-Jahren entstanden ist. Darum glaube ich, dass sein Mangel an Erfahrung sich durchaus geradezu als Vorteil für Obama herausstellen könnte. John McCain wird sicher versuchen, in der letzten Phase des Wahlkampfes das Thema Erfahrung auszuspielen. Aber das wird kein großer Trumpf sein.“

Was würde ein Präsident Obama für den Rest der Welt bedeuten? „Es richten sich weltweit derart hohe Erwartungen auf ihn, daß Obama schon aufpassen muss, diese nicht weiter aufzublähen. Aber allein der Abgang von George Bush wird eine ungeheure Erleichterung mit sich bringen – in Amerika und in der Welt. Die Menschen werden mit neuem Zutrauen in die Zukunft schauen. Obama ist - schon druch seine Biografie - eine Antithese zu George Bush. Die Weltgemeinschaft wird ihm schon dafür mit Offenheit begegnen. Es wird einen substantiellen Wandel in der Weise geben, wie die amerikanische Aussenpolitik gemacht wird. Dialog und Multilateralismus werden keine Schimpfwörter mehr sein. Es ist eine Schande, wie Amerika in den letzten Jahre dabei versagt hat, in der Klimapolitik und bei den Menschenrechten – denken Sie an Guantanamo und den Interationalen Strafgerichtshof - seinem Anspruch auf eine Führungsrolle in der Welt gerecht zu werden.“

daschle1.jpg
Tom Daschle und der Kandidat Foto: Obama Kampagne

Wird eine offene und zum Dialog bereite amerikanische Regierung für die transatlantischen Partner nicht in Wahrheit unbequemer werden als die Bush-Regierung, weil damit eine neue Arbeitsteilung in den Weltkonflikten einhergehen muß? „Ja, so ist es. Es ist wichtig, daß die Welt versteht, wie frustriert das amerikanische Volk darüber ist, daß es überall auf der Welt in Konflikten die Hauptrolle spielen muß. Wir können das einfach nicht auf Dauer durchhalten. Schon darum muß mit dem Unilateralismus Schluß gemacht werden und eine neue multilaterale Verantwortung an seine Stelle treten – gemäß unserer gemeinsamen Interessen. Amerika wird unter Obama mehr Anforderungen an unsere Freunde in Europa stellen.“
Bringt ein schneller Rückzug aus dem Irak, wie ihn Obama vorschlägt, nicht die Gefahr mit sich, noch mehr Chaos und Blutvergießen zu inspirieren? „Dazu kann ich nur sagen: Wenn die Europäer sich solche Sorgen um den Irak machen, warum sind sie dann dort nicht präsent? Ich bin überzeugt: Wir müssen anfangen, höhere Erwartungen and die irakische Regieurng zu stellen und sie allmählich in die Verantwortung für ihr eigenes Land zu entlassen.“

Wird Obama seine Ankündigung umsetzen können, er werde als Präsident den Weg für Verhandlungen mit dem Iran freimachen? „Es ist wichtig zu betonen, daß Obama die Bedeutung amerikanischer Stärke versteht. Wir dürfen keine Schwäche zeigen, wir müssen kraftvoll auftreten in solchen Konflikten. Allerdings muß man sehen, daß der Griff zur Gewalt manchmal auch den Gegner stärken kann, wie es ja im Fall des Irans - gegen die Absicht von Präsident Bush - geschehen ist. Wir haben durch unser Verhalten in den letzten Jahren dem Iran eine unvorhergesehene Position der Stärke in der Region verschafft. Wenn Obama es mit konstruktivem Engagement und einem neuen Dialogangebot versuchen wird, sollte das nicht als Politik der Schwäche verstanden werden.“

daschle2.jpg

Hillary Clinton, Ted Kennedy und Tom Daschle 2002. Foto: Clinton Kampagne

"Im übrigen", leitet Daschle über auf sein neues Arbeitsfeld, "zeigt uns auch der Konflikt mit dem Iran, dass wir eine Energiepolitik brauchen, die unsere Abhängigkeit von fossiler Energie verringert. Wir müssen mehr auf erneuerbare Energien und Effektivität setzen. Eine solche Politik ist nicht nur um der Umwelt willen nötig, sie macht uns auch sicherer. Leider sind wir Amerikaner bequem geworden und haben uns an billigen Brennstoff gewöhnt. Unser ganzer Lebensstil hängt daran, mitsamt der SUV's und Hummer-Fahrzeuge. Amnerika muss in Energie- und Umweltfragen die Führung übernehmen. Sonst können wir auch nicht von den Chinesen verlangen, dass sie ihre Emissionen reduzieren. Sie sagen ganz zu Recht: Wenn die Amerikaner nichts tun, warum sollten wir dann voran gehen, wir sind neu in dem Rennen um Wohlstand."

Wo wir gerade bei China sind, ein Wort zu Tibet? "Wir dürfen nicht nachlassen, für die Menschenrechte überall auf der Welt einzutreten. Ein Boykott wird dabei nicht viel helfen. Aber wir müssen den Chinesen nachdrücklich immer wieder klar machen, dass eine friedliche Lösung für alle die beste ist."

Kategorien: Außenpolitik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    wie vernuenftig sich das anhoert !

    • 4. April 2008 um 17:15 Uhr
    • mathilde
  2. 2.

    Hillary Clinton´s Kandidatur ist die qualifizierteste, die es je gegeben hat, aber wenn sie es nicht schafft, ist Obama wohl geeigneter als McCain, der an einigen Stellen noch zu sehr an Bush erinnert (Philip Roth: „Bush hat alles verpestet“).

    Obama ist ein grosser Kommunikator und Integrator, aber seine Kandidatur wirft für mich vier kritische Fragen auf:

    – Will er die USA tatsächlich sozial gerechter gestalten (seine Reformvorstellungen zur Krankenversicherung sind nicht sehr konsequent)?

    – Die Iranfrage. Erleben wir einen zweiten Fall Nordkorea, und müssen damit leben, dass der Iran Atomwaffen besitzt?

    – Daschle sagt:
    “Wir müssen anfangen, höhere Erwartungen and die irakische Regieurng zu stellen und sie allmählich in die Verantwortung für ihr eigenes Land zu entlassen.“

    Das ist schon klar, aber wenn man sich schon vorab zu einem baldigen Abzug der Truppen verpflichtet, setzt man sich selbst unter unnötigen Druck, und das könnte katastrophale Folgen für die Menschen im Irak haben.

    – Sanfte Übergänge sind besser als ständige swings von links nach rechts.
    Der künftige Präsident wird weniger Handlungsspielraum haben als seine Vorgänger, und wenn Obama die hohen Erwartungen nicht erfüllt, könnten sich die Amerikaner in einigen Jahren wieder den Neocons zuwenden.

    • 4. April 2008 um 21:59 Uhr
    • iceman
  3. 3.

    @iceman

    Absolut unwahrscheinlich, die Wahl von Obama. Der Kerl kommt bei frustrierten Republikaner einfach nicht an, er erzeugt sogar Angst.

    Die Wirtschaftskrise wird auch eher den Republikanern nutzen, in so einer Phase will der Ami keine Experimente.

    • 4. April 2008 um 22:39 Uhr
    • PBUH
  4. 4.

    mit dem bescheuerten einmarsch in den irak haben sich GWB bzw die USA wirklich eine schwere buerde auferlegt – keine ahnung wie sie da bestmoeglich wieder rausfinden koennen.

    • 4. April 2008 um 23:30 Uhr
    • mathilde
  5. 5.

    Der Einmarsch in den Irak war nicht bescheuert sondern nötig!

    • 4. April 2008 um 23:59 Uhr
    • J.S.
  6. 6.

    @5

    klar, wegen der weapons of mass destructions, die saddam zuhauf im irak gebunkert hatte und mit denen er innerhalb von 45 minuten wenauchimmer angreifen konnte, vor allem aber, weil saddam osama ausgebildet und finanziert hat.

    oder – halt – stimmt ja alles gar nicht, die biowaffen hatte ja rummydummy höchstpersönlich dahingeschafft und ausgebildet wurde osama von amerikanischen geheimdiensten.

    du hast aber trotzdem recht: saddam hat auf dubYa’s papa schiessen wollen. und das sollte doch nun wirklich den tod von mindestens 4000 amerikanern, das arabische kroppzeugs und die komplette destablisierung des nahen ostens mal gar nicht mitgerechnet, wirklich wert sein oder?

    j.s. you’ll never learn. oder wirst du etwa immer noch für diesen sch*** bezahlt?

    • 5. April 2008 um 00:17 Uhr
    • hinterwald
  7. 7.

    Und was für eine Änderunmg der US-Aussenpolitik soll es den geben?
    Rückzug aus dem Irak? Schon mal überlegt was dann passiert?

    • 5. April 2008 um 00:36 Uhr
    • J.S.
  8. 8.

    @J.S.

    Obama: U.S. Troops in Afghanistan Must Do More Than Kill Civilians

    —————————–

    Genau solche Aussagen müssen der Grund sein, warum Obama bei deutschen Journalisten so beliebt ist.

    Fragt sich nur wie die weisse Abeiterklasse in den USA zu solchen Sprüchen steht.

    @Blogbetreiber JL

    Können sie sich hier nen Reim drauf machen, warum werden die europäischen Jihad-Kids jetzt alle nach Afghanistan beordert und nicht mehr in den Irak ?

    • 5. April 2008 um 12:03 Uhr
    • PBUH
  9. 9.

    Herr Hinterwald,

    Ihre Polemik können Sie sich schenken. Dass die USA aufgrund falscher Informationen des BND (!) – damals unter dem Putinfreund Schröder ein äußerst linker Haufen – einen Krieg begonnen hat, ist jedem bekannt. Feige ist nur, dass wir Deutschen unsere historische Verantwortung mal wieder ablehnen. Statt eigene Truppen zu schicken, müssen jetzt Amerikaner für das Versagen deutscher Geheimdienste sterben. Während die linke Gutmenschencamarilla in Deutschland über die USA lacht und spottet… soviel zur Gerechtigkeit.

    Zur Destabilisierung: Das ist nachweislich unsinn. Ein radikaler Diktator, der die Region destabilisieren konnte, wurde ausgeschaltet. Das ist ein wichtiger erster Schritt zur Demokratisierung der Region. Dass wegen ihnen aber auch die Menschen im Nahen Osten weiterhin von radikalen Stalinisten wie Saddam oder religiösen Fanatikern wie Adolfdinedjad unterdrückt werden dürften, das weist auf ein bedauerliches Weltbild hin.

    • 5. April 2008 um 12:52 Uhr
    • Herr Pink
  10. 10.

    @ PBUH: Weil Afghanistan der eigentlich Schauplatz dieses Kampfes war und ist. Irak hat mit dem Kaida-Terrorismus herzlich wenig zu tun gehabt, bis man dort einmarschiert ist. Afghanistan und Pakistan sind die Kampfplätze und Aufmarschplätze der Dschihadisten, und Obama hat dies von Anfang an gesagt. Mit ihm wird es „weniger Irak, mehr Afghanistan und Pakistan“ auf der Agenda geben, und das ist richtig.
    Die weisse Mittelschicht ist auch nicht so blöd, sich noch einmal von den Republikanern belügen zu lassen.

  11. 11.

    Endlich – der erste arabische hardcore Anti-Islam-Blog ist da.

    http://blog.unmasking-islam.net/

    Photos

    http://album.unmasking-islam.net/

    • 5. April 2008 um 15:47 Uhr
    • SomeOne
  12. 12.

    @Jörg Lau
    Der Schauplatz des Kampfes gegen den Terror ist praktisch die ganze Welt.
    Es war und ist immer noch von einem War on Terror die Rede und nicht nur gegen Al-Qaida.
    Ich weiß nicht woher diese künstliche Verkürzung kommt? „War on Terror“ heisst „War on Terror“ und nicht „War in Bin Ladens Wohnzimmer“ .
    Und das der Irak Terroristen unterstützt hat, ist nachprüfbarer ein Fakt! Es gibt sogar photographische Beweise.
    Also liegt der Fehler bei dem der glaubt Saddam hätte mit Terror nichts zu tun gehabt.

    • 5. April 2008 um 19:15 Uhr
    • J.S.
  13. 13.

    Und nun mal eine Frage!
    Wie soll man denn den Nah-Ost Konflikt in den Griff bekommen wenn einer wie Saddam ständig Geld für Selbstmordattentäter da hinein pumpt?
    Und der Nah-Ost Konflikt ist das Hauptargumentationsschiene der Islamisten bei der Rekrutierung gewesen. Jetzt ist es zwar der Irak,aber dort kommen die Islamisten langsam in Legitimationsprobleme bei Muslimen.
    Obama wird genau die selbe Strategie wie Bush fahren, nur wird er es vielleicht geschickter verkaufen. Um genau zu sein, wird jeder US-Präsident genau diese Strategie fahren weil es eben die einzig mögliche ist. Es gibt da keine Wahl.

    • 5. April 2008 um 19:29 Uhr
    • J.S.
  14. 14.

    @JS
    „Und das der Irak Terroristen unterstützt hat, ist nachprüfbarer ein Fakt! Es gibt sogar photographische Beweise.
    Also liegt der Fehler bei dem der glaubt Saddam hätte mit Terror nichts zu tun gehabt“

    Das ist für Sie und Pink ein Fakt. Die gefälschten photografischen Beweise können Sie sich, wie die anderen Beweise für diesen unnötigen Krieg schenken. Der Krieg hat die ganze Region destabilisiert und die Mullahs und Al-Qaida noch mehr gestärkt. Ob Obama oder Clinton, keine wird sich beim maroden amerikanischen Gesundheitssystem leisten können, diesen bescheurten Krieg weiter zu finanzieren. Das wollen die Wähler auch gar nicht. Amerika ist wieder Kriegsmüde und diesen Kriegstreiber Bush satt.

    • 5. April 2008 um 21:05 Uhr
    • docaffi
  15. 15.

    „Der Krieg hat die ganze Region destabilisiert “
    Das ich nicht lache! Wann war die Region denn schon mal stabil?

    • 5. April 2008 um 21:28 Uhr
    • J.S.
  16. 16.

    @JS
    „Das ich nicht lache! Wann war die Region denn schon mal stabil?“
    Bevor jede US-Regierung versucht hat, wegen eigenen Interessen über all mit zu mischen.

    • 5. April 2008 um 21:34 Uhr
    • docaffi
  17. 17.

    @docaffi
    Jaja, Sie schieben halt alles auf die USA. Das Gerede vom Satan USA usw. ist sattsam bekannt.
    Tatsache ist aber das es dort schon Mord und Totschlag gab bevor Amerika überhaupt entdeckt wurde.

    • 5. April 2008 um 22:51 Uhr
    • J.S.
  18. 18.

    Saddam musste weg, weil man die Iraker nicht ewig unter Sanktionen stellen konnte.
    Er musste weg, weil er den islamistischen Terror angefacht hat.
    Er musste weg weil der Iran bald stark genug gewesen wäre, den durch Kuwait-Krieg und Sanktionen Irak anzugreifen und sich die Schiitengebiete inklusive Öl zu holen. Und das sogar mit der Ausrede die Leute vor Saddams Willkür zu retten!!!
    Und Saddam musste weg, um ein Exempel zu statuieren damit die anderen Terrorunterstützer (Lybien, Syrien) kapieren das der Spass vorbei ist.
    Darüber hinaus musste Saddam weg, weil man versuchen musste ein islamisches Land zu demokratisieren. Zum einen um zu zeigen das der Westen lieber mit Demokraten als den Despoten der islamischen Welt kooperieren würde. Und auch um den Menschen der Region zu zeigen das Demokratie gut für sie ist. Wenn das gelungen wäre, dann wäre der Zusammenprall der Zivilisationen schnell und zuverlässig beendet gewesen.
    Der Versuch Irak ist schon dermaßen schlecht gelaufen, das für lange Zeit keiner mehr auf Regime Change in islamischen Staaten setzen wird. Und das ganz egal wer Präsident wird.

    • 5. April 2008 um 22:52 Uhr
    • J.S.
  19. 19.

    Da fehlte das „geschwächt“.
    „Er musste weg weil der Iran bald stark genug gewesen wäre, den durch Kuwait-Krieg und Sanktionen geschwächten Irak anzugreifen und sich die Schiitengebiete inklusive Öl zu holen.“

    • 5. April 2008 um 22:54 Uhr
    • J.S.
  20. 20.

    @JS
    „Er musste weg weil der Iran bald stark genug gewesen wäre, den durch Kuwait-Krieg und Sanktionen Irak anzugreifen und sich die Schiitengebiete inklusive Öl zu holen. Und das sogar mit der Ausrede die Leute vor Saddams Willkür zu retten!!!
    Und Saddam musste weg, um ein Exempel zu statuieren damit die anderen Terrorunterstützer (Lybien, Syrien) kapieren das der Spass vorbei ist.
    Darüber hinaus musste Saddam weg, weil man versuchen musste ein islamisches Land zu demokratisieren. Zum einen um zu zeigen das der Westen lieber mit Demokraten als den Despoten der islamischen Welt kooperieren würde. Und auch um den Menschen der Region zu zeigen das Demokratie gut für sie ist. Wenn das gelungen wäre, dann wäre der Zusammenprall der Zivilisationen schnell und zuverlässig beendet gewesen.“

    Alles scheinheilige Argumente. Die ganze Welt lacht mittlerweile darüber, nur Sie mit Ihrer altbekannten Naivität glauben noch daran. Die Bushregierung hat sich mit diesem Krieg außenpolitisch disqualifiziert und an Glaubwürdigkeit verloren.
    Ich dachte Saddam musste weg, weil er Massenvernichtungswaffen besessen hat. Übrigens warum möchte man Demokratie exportieren, während der größte Diktator und Menschenrechtsverachter in eigener Nachbarschaft in Ruhe gelassen wird. Warum kümmert man sich nicht um Südamerika und Afrika. Saddam musste weg, weil das irakische Öl gefährdet war. Saddam musste weg, weil Bush erhofft hatte, von beiden Seiten Iran besser angreifen zu können. Die Rechnung ist blöderweise nicht aufgefangen. Saddam musste weg, weil die Bushregierung außenpolitisch einfach blöd und unreif war.

    • 5. April 2008 um 23:16 Uhr
    • docaffi
  21. 21.

    @docaffi
    „Saddam musste weg, weil das irakische Öl gefährdet war“
    Lächerlich! Was hätte Saddam mit dem Öl den machen sollen, es aussaufen?
    „Saddam musste weg, weil Bush erhofft hatte, von beiden Seiten Iran besser angreifen zu können.“
    Da hätte ihm Saddam sicher nicht im Weg gestanden. Ganz im Gegenteil! Gegen den Iran hätte Saddam sogar mitgeholfen.
    Und bei der langen iranischen Küste und der enormen Erfahrung die die Amerikaner mit Landeoperationen haben, sind die auf das Stückchen Irak wohl nicht mal angewiesen.
    Haben Sie sonst noch Argumente ausser diesem für Muslime typischen Antiamerikanismus?

    • 5. April 2008 um 23:43 Uhr
    • J.S.
  22. 22.

    @docaffi
    „Die Bushregierung hat sich mit diesem Krieg außenpolitisch disqualifiziert und an Glaubwürdigkeit verloren.“
    Ja vielleicht, aber das ist ziemlich sekundär. In ein paar Monaten heißt der neue US-Präsident vielleicht Obama.
    Was bleiben wird ist, das für lange Zeit kein Mensch mehr an eine islamische Demokratie glauben wird.
    Und genau das hat die Mullahs im Iran bereits gerettet. Verstehen Sie wer sich da disqualifiziert hat?

    • 5. April 2008 um 23:56 Uhr
    • J.S.
  23. 23.

    @JS

    „Haben Sie sonst noch Argumente ausser diesem für Muslime typischen Antiamerikanismus?“

    Einige nennen mich hier CIA-Agent und Sie nennen mich immerwieder einen Antiamerkanisten. Das ehrt mich natürlich,
    das die beiden extremen Lager mich so betrachten und bestärkt meine liberalen Ansichten.

    • 6. April 2008 um 00:31 Uhr
    • docaffi
  24. 24.

    @Blogbetreiber JL

    Erstmal danke für die Antwort.

    Irak unter Saddam war kein Tummelplatz für Al Kaida, das ist richtig. Aber danach hat der Irak doch eine Menge Jihadis angezogen.

    Warum hat sich das geändert? Die Frage finde ich sehr interessant.

    Hat man sich möglicherweise die Zähne an den Amis ausgebissen und versucht jetzt erstmal in Afghanistan D-Land und andere wankelmütige Nationen nach Hause zu schicken ?

    In Sachen Afghanistan ist Obama offenbar ein bisschen indifferent, er hat ja in der Tat behauptet er würde die Taliban auch in Pakistan jagen lassen, ohne Abstimmung mit pakistanischen Regierung. Glauben sie das ?

    Die weisse Arbeiterklasse und Mittelschicht mag vor allem kein Truppen-Bashing, das war schon oft ein Schwachpunkt der Demokraten.

    Dazu kommt, McCain repräsentiert das gute alte Amerika – Obama hat bei diesen Leuten keine Chance, auch wegen der Hautfarbe.

    • 6. April 2008 um 01:56 Uhr
    • PBUH
  25. 25.

    @docaffi

    Bush hat mit dem Knüppel auf den Busch geklopft und die Geschichte tatsächlich verändert.

    Mit der Wende im Irak ist Al-Kaida keineswegs gestärkt. In Afghanistan haben die Amis mit nur 30.000 Mann Al-Kaida und der Talibanbewegung stark zugesetzt. Wie wird das wohl mit 45.000 Mann aussehen?

    Der Iran wirkt tatsächlich gestärkt, vielleicht sollten die Amis ihn einfach und aus dem Nichts angreifen. Die Mittel dazu sind ja schon vor Ort.

    Wie stark würde Iran wohl nach so einem Abgriff aussehen ?

    Im Krieg kann sich das Blatt halt öfter mal wenden, man sollte sich hier niemals von Emotionen leiten lassen.

    Das mit den Emotionen ist dann auch nicht unbedingt eine Stärke der Jihadis.

    • 6. April 2008 um 02:36 Uhr
    • PBUH
  26. 26.

    Offenbar sind die Sauerlandbomber aufgeflogen, weil die Familie des Konvertitos mit dem VS zusammen gearbeitet hat.

    Spiegel.de: „Wie Ciftci unterhielten auch die jetzt in Afghanistan ausgeschriebenen Eric B. alias „Abdul Rafar“ und Houssain al-M. direkte Kontakte zur sogenannten Sauerland-Zelle der IJU (mehr…). Eric B.s Familie sorgte sich schon im vorigen Jahr um dessen mögliche Pläne. Er betrachte sich nicht mehr als Deutscher, nur noch als Muslim, und sei „sehr aggressiv“.“

    Erfreulicherweise schreibt der Spiegel nicht mehr von Schläfern, denn sowas gibt es nicht. Bei den Islamos schläft keiner, sondern es sind sattsam bekannte Hassgestalten, die sich in Moslemkreisen frei bewegen und tagtäglich ihre Hasspropaganda unter dem Schutz der Betzirkel und Schwertpopen (Imame) verbreiten. Endlich ist diese Erkenntnis nun bei den Exekutivorganen und der Journalistik angekommen.

    Dennoch reden der Spiegel http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545562,00.html
    und andere Quellen von Zellen. Auch diese Darstellung ist m.E. falsch. Es sind lockere Zusammenschlüsse von Schwertbrüdern mit einer nicht zu unterschätzenden Fluktuation. Betrachtet man dies auf einer Zeitlinie, werden zu einem beliebigen Zeitpunkt Entschlüsse zu Anschlägen oder zur Ausbildung bei einem Urlaub in Afghanistan oder Pakistan getroffen. Hier ist nichts starr, was der Begriff Zelle ja eigentlich impliziert, sondern vom peripheren Moderatmoslem, über die Schwertpopen bis hin zu den Extremos sind fließende und fluktuierende Übergänge. Bei den Sauerlandbombern haben wir offenbar nur Glück gehabt, weil die (deutsche, nicht Mohammed-küssende) Familie des Konvertitos mit den Exekutivorganen zusammen gearbeitet hat.

    Jeder darf nun selbst urteilen, wieviele Moslems sich an der Gefahrenabwehr beteiligt haben. Wer sagt, dass es niemand von den Schwertgenossen war, dürfte sicherlich nicht falsch liegen.

  27. 27.

    Erfolgsmodell Islam: http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten4.html

    Wahrscheinlich aber ist es ja nur Mubarak entschuld. Und natürlich der Westen, Mossad und die USA. Überhaupt, dass bei nur 4 % landwirtschaftlich nutzbarer Fläche eine Bevölkerung, die im Sinne der Schwertideologie wachsen und wachsen und wachsen muss, es irgendwann zu solchen Problemen kommt, ist auch kein Problem der Blutbuchideologie. Da hilft auch nicht der stärkste Wirtschaftszweig, der Tourismus.

    Das hatten selbst die Chinesen schon vor einem Jahrzehnt kapiert. Aber vielleicht gibt es ja auch einfach nur keine Sure, die bei Gefahren durch unkontrolliertes Bevölkerungswachstum eine Handlungsanweisung gibt. Scheint irgendweie unkomplett zu sein, die Gebrauchsanweisung aus vor 1500 Jahren.

    Islam ist Fortschritt.

  28. 28.

    @ Supertopchecker-Bergpalme

    Du glaubst, dass für den VS und BND keine arabischen Muttersprachler arbeiten – oder wenn doch, dass diese sämtlich zum Christentum konvertiert oder atheistisch geworden sind?

    • 6. April 2008 um 10:28 Uhr
    • N. Neumann
  29. 29.

    Natürlich hat man die Bevölkerung bezüglich der Kriegsgründe vorn und hinten belogen. Das „erste Opfer eines Krieges ist die Wahrheit“ dürfte auch hier zutreffen und ich bin der Meinung die wirklichen Entscheidungsfindungen werden in ein paar Jahren die Historiker aufarbeiten.
    Als „Normalbürger“ kann man da doch eigentlich nur raten.
    – Öl (finde ich unwahrscheinlich, Saddam hätte es auch nur verkaufen können und das auch gerne getan)
    – Angriff auf den Irak (dazu hätte man Saddam doch wahrlich nicht beseitigen müssen)
    – Demokratisierung (schon wahrscheinlicher, die Dschihadisten hassen Amerika doch auch (vielleicht sogar vor allem) weil Amerika ihr Alleinstellungsmerkmal gefährdet, Amerika HAT eine Mission! Im Gegensatz zu den Europäern)
    – Gefühlter Handlungszwang? (vielleicht auch, frei nach dem Motto „irgendwas müssen wir tun und da trifft es bestimmt nicht den Falschen“)

    Aber unabhängig davon: War der Irakkrieg so ein Fehlschlag? Ich bin mir da nicht so sicher.
    Vielleicht hat die Tatsache das es in den letzten Jahren zu keinem Anschlag in Amerika mehr gekommen ist damit zu tun das sich die Djihadis im Irak aufreiben?

    Läuft die Demokratisierung so schlecht?
    Warum hat selbst Al-Sadr einen Waffenstillstand angeboten? (Über die Verlässlichkeit dieses Herrn in Vertragsbeziehungen kann man geteilter Meinung sein, aber einen Waffenstillstand würde er wahrscheinlich nicht anbieten wenn alles gut laufen würde).

    Die Kurden haben de-facto ihren eigenen Staat. Das war bisher die größte staatenlose Volksgruppe der Erde.

    Ich war eine Zeitlang auch der Meinung das sich die Amerikaner in jeder Beziehung grandios in die Nesseln gesetzt haben, aber in letzter Zeit sieht es so aus als könnte sich das Blatt wenden.
    Wir sollten übrigens vorsichtig sein wem wir Glück und/oder Pech wünschen. Mir persönlich sind die Amerikaner als Weltmacht lieber als die Chinesen, die Russen oder der Iran.

    • 6. April 2008 um 10:44 Uhr
    • Mattes
  30. 30.

    „Irak unter Saddam war kein Tummelplatz für Al Kaida“
    Woher wissen Sie das? Sind die Al-Kaidas 2003 plötzlich wie Pilze aus dem Boden geschossen?
    Tatsache ist, das Saddam Hussein Anfang 2001 eine Selbstmordattentäter Truppe bei einer Parade in Bagdad präsentiert hat.
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1096493.stm
    Vorletztes Bild!
    Datum beachten! Da war George W. Bush noch nicht mal Präsident!
    Natürlich haben die Selbstmordattentäter sich vor 2003 nicht in die Luft gesprengt, denn das sind Freunde von Saddam gewesen.

    • 6. April 2008 um 10:50 Uhr
    • J.S.
  31. 31.

    Was war denn gelogen?
    Hier gibt es Bilder von Saddams WMDs. z.B. 122mm SARIN FILLED ROCKETS
    http://www.un.org/Depts/unscom/prespack-2.htm
    Und hier Selbstmordattentäter die vor Saddam paradieren:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1096493.stm
    Beides stammt aus der Zeit vor G.W.Bush!

    • 6. April 2008 um 11:04 Uhr
    • J.S.
  32. 32.

    Was ist denn das?
    Schiitenführer Sadr hat mit dem iranischen Führer Ayathollah Khamenei gesprochen:“Ich sagte ihm, dass ich nicht der Repräsentant Irans im Irak sein werde. Ich sagte ihm, Iran sollte seine Fehler im Irak korrigieren und sich dort nicht einmischen, weder politisch noch militärisch.“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545603,00.html

    • 6. April 2008 um 11:16 Uhr
    • J.S.
  33. 33.

    „Die Milizen Sadrs hatten sich zuletzt heftige Kämpfe mit irakischen Regierungstruppen geliefert, dabei kamen Dutzende Menschen ums Leben.
    […]
    Persönlich habe er nun vor, sich in den nächsten fünf Jahren dem Studium zu widmen. Zu studieren und gleichzeitig politisch zu führen, sei allerdings nicht einfach, so Sadr. „Gebt mir die Chance, mein Wissen und meinen Glauben zu vertiefen.“

    Was er wohl studieren will? Killen, Foltern, Kopf-Abschlagen, Hand-Abhacken, Entführung, Kinderheirat, spirituellen Krieg?

    An Neumann: Ich befürchte, wir sind nicht auf Du.

    Islam ist friedliches Studieren.

  34. 34.

    @Jörg Lau
    „Unterirdischer Stützpunkt von al-Qaida im Irak entdeckt!“
    Haben Sie die Möglichkeit heraus zu finden wann dieser unterirdische Stützpunkt gebaut wurde?
    Das Al-Qaida den erst nach 2003 unter der Nase der US-Armee gegraben haben ist möglich, aber ziemlich unwahrscheinlich.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,545585,00.html

    • 6. April 2008 um 13:19 Uhr
    • J.S.
  35. 35.

    @J.S.

    Saddam war ein skrupelloser Diktator, aber er war eben kein Mann der die Ideologie der Islamisten geteilt hat.

    Ganz anders der Iran, hier gibt es ne staatliche Selbstmordattentäter-Ideologie und ein $500.000.000 Budget (jedes Jahr) um weltweit Terror zu fördern.

    • 6. April 2008 um 14:39 Uhr
    • PBUH
  36. 36.

    @J.S.

    wenn Bush terroristen suchen möchte,
    dann braucht er nur zu seinem bruder nach florida gehen und da mal nachfragen, wieviele exil-cubanische terroristen in florida rumlaufen, die wie viele anschläge mit tote zivilisten zu verantworten haben, obwohl Bush bräuchte nicht mal seinen bruder fragen wen er da alles vor ermittlungen deckt und vor der justiz schützt, da es jedem provinz jurnalisten bekannt ist, wer da die sonne florida genießt und zb. zivile flugzeuge mit zivilisten (1998 sogar ein gesamtes cubanisches sport team) hat runtergebombt und andere schandtaten.

    • 6. April 2008 um 15:17 Uhr
    • Milko
  37. 37.

    @PBUH
    Welche Ideologie Saddam wirklich geteilit hat, weiß im Grund niemand.
    Fakt ist das er eine Menge islamistisches getan hat. „Allah U Akhbar“ auf die Fahne des Iraks geschrieben. Moscheen bauen lassen. Islamistische Terrorgruppen unterstützt.
    So säkular wie immer getan wird, war der nicht, wofür auch seine Dauerfehde mit den Schiiten spricht.
    Das der Iran noch extremer ist, will ich nicht bestreiten.

    • 6. April 2008 um 15:20 Uhr
    • J.S.
  38. 38.

    Betr: “…weniger Irak, mehr …”

    Irak = C3H5(ONO2)3.

    Da sollte man nicht dran schütteln, Herr Lau!

    • 6. April 2008 um 15:31 Uhr
    • iceman
  39. 39.

    @Milko
    Nennen Sie doch mal Namen, Anschlagsziele bzw. Daten.

    • 6. April 2008 um 15:42 Uhr
    • J.S.
  40. 40.

    @J.S.

    Mag alles sein, Saddam hat aber IMHO erst auf Islamistenfreund und Arabnationalist gemacht nachdem alle Türen zum Westen zugeschlagen waren (als Folge des Kuwait-Krieges)

    @Milko

    Informieren sie sich besser, das Flugzeug ist 1976 wurde „runtergebombt“ nicht 1998.

    • 6. April 2008 um 16:21 Uhr
    • PBUH
  41. 41.

    @J.S

    zum beispiel Posada Carriles

    http://www.wsws.org/de/2005/mai2005/posa-m25.shtml

    welchen man solange gedeckt hat bis ihn der übermut packte und meinte sich öffentlich zu äußern und zeigen zu müssen. Der zwar derzeit (weil das bis zum himmel gestunken hat den nicht festzunehmen) in einem luxus gefängniss seinen aufenthalt verbringen darf mit allerlei kommunikations mittel nach drausen um seine politische agenda und gruppierung weiter zu führen. (?!?!) der hat internet, fax, telefon, handy,.. (?!?!) und eine sekräterin für seine fan post… (?!?!)

    es gibt aber noch sehr viel mehr männer, dutzende leute, gruppierungen und die sind auch alle bekannt und ihre taten auch, zig dutzende haben haftbefehle in mehreren südamerikanischen staaten. sie werden aber alle gedeckt durch staatliche behörden, zb. cia und vorallem wenn es exil cubaner sind von Jeff bush, Georg Bush und dem justizminesterium, usw. Einige die durch us amerikanisch gerichte verklagte wurden weil sie sogar exil cubaner in florida eleminiert haben und ihren terror in den usa ausgeübt haben, da sie für eine aussöhnung und kurswechsel gegenüber cuba plädiert haben wurden von jeff bush!! und seiner justizministerin !! begnadigt und nach sehr kurzem gefängniss aufenthalt frei gelassen. !!
    florida ist ein richtiges terroristen loch und die fühlen sich dort sowas von sicher, das sie mit ihren taten angeben, es auch jedem journalisten erzählen und sich auch überhaupt gar nicht zu verstecken brauchen.

    wenn bush terroristen jagen möchte, dann sollte er erstmal in den usa und bei seinem eigenen bruder aufräumen, anstatt ganze länder in den abgrund zu stürzen und in bürgerkriege zu treiben mit hundertausende von toten und das mit weit her gehohlten konstruierten vermutungen und glatte lügen.

    • 6. April 2008 um 17:18 Uhr
    • Milko
  42. 42.

    @JS
    „Tatsache ist, das Saddam Hussein Anfang 2001 eine Selbstmordattentäter Truppe bei einer Parade in Bagdad präsentiert hat.
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1096493.stm
    Vorletztes Bild!“

    Sie Schlaumeier diese pot. Selbsmordattentäter gehörten zur seinen Nationalgarde und haben doch nichts mit Al-Qaida zu tun gehabt. Wenn Jede Selbsmordattentäter auf diese Welt zu Al-Qaida gehört dann gehören Ihre JUNDULLAH-Krieger, die nachgewiesenermaßen von CIA unterstützt werden erst recht dazu:

    http://blogs.abcnews.com/theblotter/2007/04/abc_news_exclus.html

    • 6. April 2008 um 17:39 Uhr
    • docaffi
  43. 43.

    @JS
    Dass Saddam etwas mit Al-Qaida zu tun hatte, war eine der Kriegslügen der Bush Regierung. Sogar die amerikanische Regierung gibt mittlerweile zu, dass alles eine Lüge und Propaganda war. Aber wieder einmal sind Sie natürlich nicht auf dem neuesten Stand und leben noch anscheinend im Jahr 2002:

    http://www.welt.de/politik/article1797717/Saddam_Hussein_hatte_doch_nichts_mit_al-Qaida.html

    • 6. April 2008 um 17:47 Uhr
    • docaffi
  44. 44.

    @PBUH
    „Mit der Wende im Irak ist Al-Kaida keineswegs gestärkt. In Afghanistan haben die Amis mit nur 30.000 Mann Al-Kaida und der Talibanbewegung stark zugesetzt. Wie wird das wohl mit 45.000 Mann aussehen?

    Der Iran wirkt tatsächlich gestärkt, vielleicht sollten die Amis ihn einfach und aus dem Nichts angreifen. Die Mittel dazu sind ja schon vor Ort.“

    Woher sollen denn das Geld und die Unterstützung für einen weiteren Krieg kommen. Die Amerikaner haben jetzt schon den Krieg satt. Die nächste (der nächste) amerikanische Präsidentin/Präsident wird früher oder später die Truppen aus dem Irak retten. Die Moral der Truppen ist am Ende und es gibt kaum Unterstützung seitens der Bevölkerung. Das Gesundheitssystem und die Infrastruktur sind schlecht. Die Lebensqualität ist längst nicht mehr mit Europa vergleichbar.

    Das wissen natürlich die Mullahs und haben dementsprechend die Muskeln spielen lassen.

    • 6. April 2008 um 17:54 Uhr
    • docaffi
  45. 45.

    @JS

    Hier der entscheidende Satz, falls Sie keine Lust haben alles zu lesen:

    „Das US-Verteidigungsministerium hat in einer ausführlichen internen Untersuchung keinerlei Belege für Verbindungen zwischen dem früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk al-Qaida gefunden“

    http://www.welt.de/politik/article1797717/Saddam_Hussein_hatte_doch_nichts_mit_al-Qaida.html

    • 6. April 2008 um 17:56 Uhr
    • docaffi
  46. 46.

    @Milko
    Sie haben ja so recht! Es ist wirklich ein Skandal das Bush nicht höchstpersönlich den 80 Jährigen Posada Carriles aus dem Altersheim gezerrt und nach Guantanamo geschleppt hat!
    Fürs Grobe hätte Bush ja noch Sie mitnehmen können! Da hätten Sie es dem Alten mal so richtig zeigen können.
    Ach so, nach US-Recht ist Carriles genauso unschuldig wie die Typen in Guantanamo, aber da er kein Moslem ist…

    • 6. April 2008 um 18:16 Uhr
    • J.S.
  47. 47.

    „diese pot. Selbsmordattentäter gehörten zur seinen Nationalgarde und haben doch nichts mit Al-Qaida zu tun gehabt.“
    Macht für mich keinen Unterschied! Islamitischer Selbstmordattentäter ist islamitischer Selbsmordattentäter. Und da im Irak heuptsächlich Zivilisten durch Selbstmordattentäter getötet werden ist auch klar das es sich um Terroristen handelt.
    Hat irgendwer behauptet das nur die Selbstmordattentäter von Al-Qaida gejagt werden?

    • 6. April 2008 um 18:21 Uhr
    • J.S.
  48. 48.

    @Milko
    Carriles gehört übrigens eindeutig auch nicht zu Al.Qaida! Vielleicht klären Sie das mal mit docaffi?

    • 6. April 2008 um 18:38 Uhr
    • J.S.
  49. 49.

    „Woher sollen denn das Geld und die Unterstützung für einen weiteren Krieg kommen“
    Und welchen Sinn sollte so ein Krieg haben? Demokratisierung im Iran?
    Das wird bei islamischen Ländern so bald keiner mehr versuchen.

    • 6. April 2008 um 18:43 Uhr
    • J.S.
  50. 50.

    Internationale militante Islamisten vermeiden vor allem deshalb zunehmend den Irak, weil deren Sache dort als verloren gilt. „Al-Qaida im Zweistromland“ ist praktisch erledigt. In Afghanistan hat man jedoch noch Hoffnung.

    • 6. April 2008 um 19:16 Uhr
    • Wachtmeister
  51. 51.

    @docaffi:

    ==“Das US-Verteidigungsministerium hat in einer ausführlichen internen Untersuchung keinerlei Belege für Verbindungen zwischen dem früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk al-Qaida gefunden”==

    Genau. Andere als Schlaumeier bezeichnen, aber essentielle logische Grundlagen nicht kennen: „Absence of proof is not proof of absence.“ Und dass sich das Verteidigungsministerium schon mal bei den Linksaußen Clinton und Obama andienen will und darum unbequeme Wahrheiten, etwa dass Bush doch Recht hatte, lieber ignoriert, das sollte man auch in Deutschland endlich mal verstehen.

    ==Woher sollen denn das Geld und die Unterstützung für einen weiteren Krieg kommen. Die Amerikaner haben jetzt schon den Krieg satt.==

    Die Amerikaner sind gewillt viel in Kauf zu nehmen um Freiheit, Demokratie, Frieden und Menschenrechte zu verteidigen. Von uns Deutschen kann man das leider nicht behaupten.

    • 6. April 2008 um 19:22 Uhr
    • Herr Pink
  52. 52.

    @Wachtmeister
    Der Australische Premierminister dazu: „Howard, der für die australische Beteiligung am Irakkrieg verantwortlich war, erklärte, wenn er zur Al-Kaida im Irak gehörte, würde er für einen Sieg Obamas beten.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Barack_Obama

    • 6. April 2008 um 19:23 Uhr
    • J.S.
  53. 53.

    @docaffi, J.S.

    Von den Kosten haben die Amis sich selten abschrecken lassen. Freiheit kostet eben Blut und Geld.

    Islamische Länder sind wie sie sind und werden sich nicht so schnell ändern, umso wichtiger ist daher ne Politik der Stärke.

    Und natürlich würde ein Angriff auf den Iran anders aussehen als das was wir im Irak gesehen haben.

    • 6. April 2008 um 19:35 Uhr
    • PBUH
  54. 54.

    @Herr Pink
    „Und dass sich das Verteidigungsministerium schon mal bei den Linksaußen Clinton und Obama andienen will und darum unbequeme Wahrheiten, etwa dass Bush doch Recht hatte, lieber ignoriert, das sollte man auch in Deutschland endlich mal verstehen.“

    Genau Herr Pink, sehr logisch Ihrer Gedankengang. Der Verteidigungsministerium möchte sich bei Clinton und Obama andienen und deswegen behauptet, dass Saddam mit Al-Qaida nichts zu tun hatte. Haben Sie nicht das Gefühl, dass Sie sich mit solchen Behauptungen lächerlich machen. Seien Sie doch nicht so „Pink“ im Kopf. Ich habe für Sie einen seriösen Artikel eingestellt. Nehmen Sie doch seriöse Stellung dazu und veräppeln uns bitte nicht weiter.

    „Die Amerikaner sind gewillt viel in Kauf zu nehmen um Freiheit, Demokratie, Frieden und Menschenrechte zu verteidigen. Von uns Deutschen kann man das leider nicht behaupten.“

    Es wird langsam Zeit, dass auch die Betonköpfe verstehen, dass man mit Lügen, Bomben, Folter und Gewalt nicht demokratisieren kann. Solche Kriege schaden nur dem eigenen Ansehen und man verliert an Glaubwürdigkeit, wie jetzt im Falle der amerikanischen Außenpolitik.

    • 6. April 2008 um 20:33 Uhr
    • docaffi
  55. 55.

    @JS

    „Macht für mich keinen Unterschied! Islamitischer Selbstmordattentäter ist islamitischer Selbsmordattentäter. Und da im Irak heuptsächlich Zivilisten durch Selbstmordattentäter getötet werden ist auch klar das es sich um Terroristen handelt.“

    Sie wollen also behaupten, dass die Selbstmordattentäter, die die ganze Zeit im Irak Anschläge verübt haben, hauptsächlich die gleichen sind, die unter Saddam gedient haben. Haben Sie nicht irgendwann auch behauptet, dass die meisten Selbstmordattentäter vom Iran gesteuert werden. Was denn nun? Wollen Sie nicht auch bald behaupten, dass Saddam und die Mullahs zusammen gearbeitet haben. Wollen Sie uns auch veräppeln JS??
    Ich sag doch: JS = PINK

    • 6. April 2008 um 20:38 Uhr
    • docaffi
  56. 56.

    @docaffi

    „Es wird langsam Zeit, dass auch die Betonköpfe verstehen, dass man mit Lügen, Bomben, Folter und Gewalt nicht demokratisieren kann. Solche Kriege schaden nur dem eigenen Ansehen und man verliert an Glaubwürdigkeit, wie jetzt im Falle der amerikanischen Außenpolitik.“

    nicht nur das.
    Man verliert total und steuert niergenswo hin außer richtung erniedrigter niederlage an der man sehr lange zu knabbern haben wird, weil sie große selbstzweifel auslöst, welche wiederum viele nachwirkungen mit sich bringen.

    • 6. April 2008 um 20:40 Uhr
    • Milko
  57. 57.

    @PBUH
    „Von den Kosten haben die Amis sich selten abschrecken lassen. Freiheit kostet eben Blut und Geld.“

    Nicht, wenn 40 Millionen Bürger nicht krankenversichert oder unterversichert sind und nicht, wenn Sie auf highways Fußballgröße Löcher umfahren müssen, damit das Auto keinen Schaden nimmt.

    • 6. April 2008 um 20:43 Uhr
    • docaffi
  58. 58.

    Tom Daschle über die US-Energiepolitik…

    Was der ehemalige demokratische Fraktionsvorsitzende Tom Daschle über die US-Energiepolitik der Zukunft denkt….

  59. 59.

    @docaffi
    „Wollen Sie nicht auch bald behaupten, dass Saddam und die Mullahs zusammen gearbeitet haben. “
    Das haben die nachweisslich! Fast die komplette irakische Luftwaffe durfte sich im Iran vor der US-Luftwaffe in Sicherheit bringen.
    Und was spricht dagegen das Saddams Terroristen vom Iran „übernommen“ wurden? Bei den Palästinensern ist das doch auch so gelaufen!
    Da unten arbeitet jeder mit jedem zusammen solange es gegen den gemeinsamen Feind Westen geht.

    • 6. April 2008 um 21:15 Uhr
    • J.S.
  60. 60.

    @JS
    „Das haben die nachweisslich! Fast die komplette irakische Luftwaffe durfte sich im Iran vor der US-Luftwaffe in Sicherheit bringen.“

    Das waren nur paar alte MIGs. Und hat Saddam die wieder zurückbekommen??

    • 6. April 2008 um 21:28 Uhr
    • docaffi
  61. 61.

    @JS
    „Da unten arbeitet jeder mit jedem zusammen solange es gegen den gemeinsamen Feind Westen geht.“

    Genau:
    Saddam mit Mullahs, Al-Qaida mit Saddam, CIA mit Jndullah, CIA mit Saddam, CIA mit Mujahidin, Iran mit Hamas, Frankreich mit Saddam, Deutsche Polizei mit Gadaffi usw…..

    • 6. April 2008 um 21:36 Uhr
    • docaffi
  62. 62.

    @docaffi

    Was haben sie immer mit ihren Krankenversicherten, das war doch in den USA nie anders und immerhin 86% der Amis sind krankenversichert.

    Auch in D-Land gibt es übrigens Personen ohne Krankenversicherung.

    • 6. April 2008 um 21:52 Uhr
    • PBUH
  63. 63.

    @docaffi
    „Das waren nur paar alte MIGs.“
    Auch neuere und Mirage F1. Jedenfalls so gut wie alles was er hatte und es sind Kampfflugzeuge, die man garantiert nicht seinem Feind schenkt.
    „Saddam mit Mullahs, Al-Qaida mit Saddam“
    Und Mullahs mit Al-Qaida!
    Jetzt haben Sie es verstanden.

    • 6. April 2008 um 21:57 Uhr
    • J.S.
  64. 64.

    @JS
    Hat Saddam die Flugzeuge zurückbekommen oder nicht??, dann erst kann von Zusammenarbeit sprechen.

    „CIA mit Jndullah, CIA mit Saddam, CIA mit Mujahidin“

    Sie haben es aber leider nicht verstanden!!!

    • 6. April 2008 um 22:05 Uhr
    • docaffi
  65. 65.

    @docaffi
    Die UN hat die Rückgabe der Flugzeuge später verboten! Und die CIA macht ihren Job im Kampf gegen die Islamisten.

    • 6. April 2008 um 23:15 Uhr
    • J.S.
  66. 66.

    @Js
    „Und die CIA macht ihren Job im Kampf gegen die Islamisten.“

    Gegen aber auch mit Islamisten, oder??

    „Die UN hat die Rückgabe der Flugzeuge später verboten!“

    Genau, die UN hat die Flugzeuge den Mullahs geschenkt, weil sie so nett waren, und sie dürften auch die Flugzeuge behalten, und die Amis waren auch einverstanden, ha ha

    • 6. April 2008 um 23:49 Uhr
    • docaffi
  67. 67.

    @PBUH
    „Was haben sie immer mit ihren Krankenversicherten, das war doch in den USA nie anders und immerhin 86% der Amis sind krankenversichert.

    Auch in D-Land gibt es übrigens Personen ohne Krankenversicherung.“

    Dann beten Sie, dass Sie mal in USA als Normalversicherter nicht krank werden. Das Gesundheitssystem ist dort so schlecht wie noch nie. Es ist ein zentrales Wahlkampfthema. Was glauben Sie, warum Ulla Schmidt jedes Mal das amerikanische Gesundheitssystem als Beispiel für misslungene Gesundheitspolitik nennt? Übrigens in Amerika sind 86% der gemeldeten Bürger kranken versichert. Aber wie viel Prozent sind denn überhaupt gemeldet???

    • 6. April 2008 um 23:59 Uhr
    • docaffi
  68. 68.

    @docaffi
    Die USA sind ein Einwanderungsland! Unser Gesundheitssystem lässt doch auch schon deutlich nach.

    • 7. April 2008 um 00:23 Uhr
    • J.S.
  69. 69.

    Was ist das nur wieder für eine Diskussion hier ?!
    KEINER interessiert sich für die Ideologie oder den Wahn, hinter den dank europäischer Toleranz die meisten Araber und Iraner usw. hinterherlaufen. – Nazis werden grundsätzlich nur im braunen Hemd oder mit Pöbel-Glatze heftig verabscheut.
    — Hier waren bzw. sind sich S.H. mit Gegnern wie al-Sadr und vielen anderen in ihrem US- und ISRAEL-HAss gleich; im allgemeinen brauchen solche oder Al-Qaida-Volkbefreier oder Hamas oder Fatah keine Konferenzen, weil sie im Glauben an die sogenannte „jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung“, gemixt mit koranischem Djihadauftrag, wie ferngesteuert auf das gleiche Ziel zulaufen, allerdings manchmal mit dem Pech, daß die einen Islam-Machos und Hitlerverehrer die anderen als jüdische Agenten wahrnehmen (wollen), was seine praktischen aber auch schwächenden Seiten hat… -Hoffentlich hat das die CIA endlich kapiert.

    Im übrigen wendet man sich auch hier hochmoralisch gegen Amerika, als wenn nicht das Irak- und andere Desaster die USA auch ohne Krieg „schuld“ gewesen wären, v.a. je näher man selbst an der „antiwestimperialistischen“ Ideologie ist, egal ob von links oder braun/grün.
    – Eben die Anbahnung eines solchen Desasters, bei entspr. Menschenrechtspropaganda aus EU (erst NGOs!) bei Massenhunger-Flucht-Elend . . . p l u s Saddams machtpolitisch- propagandistischer Triumph war doch längst in Vorbereitung, bei
    – – Umstellung des Irak Außenhandels auf EUro
    – – Vertragsvorbereitung mit der Chiraq-Energie-Gang über einen 100-Mrd-Öl-Kontrakt
    – – die französischen Flugzeuge waren demensprechend zurückgezogen worden;
    – – die Transferierung von 100n- Mrd. Petrodollar von US- auf europäische Konten (ich müßte nachsehen ob beides schon vor oder erst nach dem 11.9. geschah)
    – – die Korrumpierung von 100en UNO-Beamten zur Unterlaufung des Embargos, bzw. Bereicherung SAddam HuSSeins
    – – die entspr. „Korrumpierung“ 1000er Firmen unter französischen, russischen (und deutschen ?) Augen !! und
    – – die direkte Bereicherung S.Husseins um X Milliarden, die ihn direkt nach Aufheben des Embargos in den Stand versetzt hätten, den alten ABC-Waffen+Fernraketen+Judenmörder-Saladin-Kurs fortzufahren :

    Vor allem zus. mit seinen Traditions-Kollegen aus Frankreich, Deutschland und Russland, der ACHSE DES FRIEDENs, die den grünen und braunen aber auch stalinistischen Vorläufern der arabischen Despoten und Zivilisationshasser auch vor 110- 85 und 73 Jahren das ideologische und propaganistische Rüstzeug mitgaben : Die arabische Übersetzung deutscher Antisemitenschriften und der franz.-russischen sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“, welche schon die deutschen Internationalisten und Freunde des Islams zusammen mit den Pogromisten der PLO-und Hamas-Vorläufer und mit der internat. Moslembruderschaft, die Mutter fast aller islamischen Terroristen, zu so bedeutenden Erfolgen führte . . .die nur nach Tobruk/1945 kurzzeitig unterbrochen wurden.

    Mit dem brennenden Judenviertel Kairos 12/1945 ging es dann bald wieder aufwärts, die ersten Deutschen konvertierten zum Islam, Raketenfachleute entwickelten ihre antizionistischen Befreiungskörper, Britannien wurde erst später in Jordanien abgedrängt, ISRAEL brauchte sich nach anfänglich russischer Unterstützung nichts sagen zu lassen und gab Frankreich eine Chance, die Moslembruderschaft kam nach Europa, die USA hielten sich hier vorläufig weiter zurück – so oder so ist klar, daß die Franzosen auch nicht nur abseits oder nur auf iSRAELIscher Seite stehen konnte; der KGB samt internationaler pan-national-„sozialistischer“ Presse und Waffenlieferungen übernahm voll die Rolle der NS-Spezialisten, die USA mußten GB und F vom Suezkanal zurückpfeifen . . .
    WAS diskutiert ihr ? Weder ökonomisch noch ideologisch berührt hier einer Wesentliches !
    Übrigens : Hat von Ihnen auch niemand die v o r dem 9.11. ausgestrahlte deutsche(ZDF?ARD) und BBC-Koproduktion gesehen „wie S.Hussein erfolgreich seine A-Bombe baute und erfolgreich zündete“(Originaltitel vielleicht Saddams / die irakische Bombe) ?! ((oder wer war die irakische Freundin/Frau (?) S.Hs. die lt. Kölner EXPRESS „wiederholt“ bin Laden hat von Bagdad immer „mit viel Geld hat weggehen“ gesehen ?))
    Merkwürdig, ich habe diese Sendung in (2000? und) 2001 z w e imal gesehen, habe aber seit den mahnenden Worten unseres Kanzlers und des führenden franz. Antiamerikaners Villepen niemanden finden können, der gleiches sah. Ob diese Sendung auch von Bushs CIA in mein Programm hineinmaipuliert wurde – oder wer log hier bis heute !?! BITTE MELDEN !

    • 7. April 2008 um 02:57 Uhr
    • Rotermund
  70. 70.

    @Rotermund
    Im Großen und Ganzen haben Sie Recht! Das Saddam eine Atombombe bauen wollte ist kein Geheimnis. Die Israelis haben genau deswegen den Osirak Reaktor bombardiert.
    Das Saddam erfolgreich eine A-Bombe baute und erfolgreich zündete stimmt sicher nicht.
    Ich könnte mir aber gut vorstellen das so eine übertriebene Geschichte von Exil-Irakern wie „Curveball“ stammte.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Curveball_(informant)
    Es ist nämlich durchaus nicht so, das sich die CIA da irgendwas ausgedacht hat, sondern so das die Irakern geglaubt haben.
    http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/middle_east/1189182.stm

    • 7. April 2008 um 11:47 Uhr
    • J.S.
  71. 71.

    Es ist weder als Vergleich zu verstehen, noch als besondere Bewertung amerikanischer Motive, sonder vielmehr als Gedankenanstoss, wenn ich behaupte, dass es zwar offizielle und inoffizielle Gründe gab im Irak zu intervenieren, die tatsächliche treibende Kraft aber (wieder mal) eine ganz andere war).
    Wer profitiert ? Die Frage wurde oft gestellt und viel zu oft mit Rüstungs- und Öl-Lobby beantwortet. Fügt man zwei weitere Gruppen hinzu, die Nahrungsmittel-Industrie und Pharmakonzerne (oft identisch), so erhält man allmählich ein schlüssiges Bild.
    Die militärische Administration im Irak hat der neuen, demokratischen Regierung einen Deckel neuer Gesetze verpasst, die in dieses Gesamtbild passen. Im Zweistromland wurde ein Großteil der Getreidesorten, die die Welt ernähren, erstmals kultiviert. Dieses „Saatguterbe“ gehört künftig nicht mehr der Menschheit, vor allem nicht der dort ansässigen Bevölkerung, sondern Konzernen. Saatgut kann, wie im Rest der Welt, bald nur noch einmal verwendet werden und muss stets neu gekauft werden, vom Besitzer des Patents. Bodenschätze, inklusive Erdöl und-gas sind zwangsläufig irgendwann verbraucht, diese Nahrungsmittel-Ressource versiegt jedoch nie. Eine Investition der finanzstärksten Industrie, die weithin unbemerkt blieb und nicht diskutiert wird.
    Um beim Gesamtbild zu bleiben: Etliche wichtige Einzelheiten wissentlich ausser Acht lassend, behaupte ich, dass Aussicht auf Profit und Gier nach Ressourcen vor 75 Jahren einem NS-Regime zur Machergreifung verhalf. Mindestens waren Groß-Industrielle nicht abgeneigt und standen auch mit finanzieller Unterstützung zur Seite. Auch wurde nach ´45 klar, wer profitiert hatte und diese teilweise noch immer tut.
    Damals mögen Kohle- und Stahlproduzenten die „neutralen“ Helfer der Kriegstreiber gewesen sein, heute verschoben sich die Gewichte leicht.
    Mag sein, dass es der Menschheit erst dann bewußt wird, wenn Wasser kein existentielles Gemeingut mehr ist, sondern eine Ware, die man (noch teurer) bezahlen muss. In der nördlichen Hemisphäre scheint sich naturgemäß kein Gespür dafür entwickeln zu können. Noch nicht.
    Eine alternative für den Irak: Es gibt Ideen, die mit den aktuellen Prozessen nicht das Geringste zu tun haben. Unbeachtet, teuer und nicht profitabel. Sehr unwahrscheinlich, dass diese in die Tat umgesetzt werden.

    • 7. April 2008 um 13:01 Uhr
    • Nicht Lenin
  72. 72.

    @Nicht Lenin
    Das ist in etwa so wie wenn Sie behaupten würden bei der Landung in der Normandie sei es eigentlich um bayrisches Bier gegangen.
    Können Sie mir mal erklären warum Sie bei der Absetzung eines Diktators nach derart abstrusen Motive suchen?

    • 7. April 2008 um 14:33 Uhr
    • J.S.
  73. 73.

    @J.S.

    Das ist sogar eine ziemlich gängige Verschwörungstheorie. Saddam hat die internationalen Patentrechte nicht beachtet. Seit der amerikanischen Besatzung müssen auch irakische Bauern Patentgebühren zahlen, wenn sie Saatgut verwenden, das von internationalen Saatgutfirmen gentechnisch verändert wurde. Argument dagegen ist, dass fast 100% der Gene modernen Weizen/Roggen/Gerste Saatguts aus dem prähistorischen Zweistromland kommen, während nur die manipulierten Gene aus den Labors der internationalen Firmen stammen. Das ist auch so. Den Hauptteil der Arbeit haben die Sumerer in tausenden Jahren traditioneller Zucht geleistet, nicht die Firmen, die nun die Patentgebühren kassieren.

    Nie Notwendigkeit, Patentgebühren für den Anbau von Getreide zu zahlen, deren Saat von den eigenen Feldern stammt sehe auch ich kritisch. Das ändert nichts daran, dass dies Praxis in der ganzen Welt ist und nicht exklusiv für den Irak gilt. Die Firmen, die am meisten profitieren sind überigens schweizerisch, was eine Verknüpfung mit dem Irakkrieg noch abstruser erscheinen lässt.

    Hier geht es überigens hauptsächlich um Mais, der nicht aus dem Zweistromland stammt. Durch die Übersetzung Corn – Weizen, die im britisch-asiatischen Englisch zulässig, aber kaum noch gebräuchlich ist, wird der Eindruck erweckt, die Amerikaner nehmen nun Lizenzgebühren für den Anbau jedweden Weizens/Roggen/Gerste im Irak.

    Das ist natürlich nicht der Fall. Traditionelles Saatgut ist auch weiterhin lizenzfrei.

    Hier die Ecke, aus der die Verschwörungstheorie stammt:

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Irak/saatgut.html
    http://www.dosto.de/gengruppe/texte/sonstige/sonst12.html
    http://www.gene.ch/genpost/2005/Jan-Jun/msg00154.html

    Order 81 existiert auch nicht mehr. Irak hat inzwischen ein gewähltes Parlament, welches Gesetze macht. Die Amerikaner können da nicht mehr einfach bestimmen, was sie wollen und was vernünftig ist.

    • 7. April 2008 um 15:23 Uhr
    • Rafael
  74. 74.

    @Rafael
    „wenn sie Saatgut verwenden, das von internationalen Saatgutfirmen gentechnisch verändert wurde.“
    Davon würde ich sowieso abraten. Wenn die das unter Saddam verwendet haben ohne zu zahlen dann ist es gut das die jetzt zahlen müssen damit die diesen Unsinn lassen.

    • 7. April 2008 um 16:06 Uhr
    • J.S.
  75. 75.

    Irakische resistance ist legitime sache

    • 7. April 2008 um 23:12 Uhr
    • kayvan
  76. 76.

    Bergpalme
    Was er wohl studieren will? Killen, Foltern, Kopf-Abschlagen, Hand-Abhacken, Entführung, Kinderheirat, spirituellen Krieg?

    wie sie es nicht wiessen sind die iraner und die irakis gorß und ganz verwandt z.B.

    es ist eine tante von mogtada al sadr die schwiegertochter von imam khomainie so zu sagen ist der mogtada cousin von hojatoleslam hassan khomainie.

    mogtada hat seine verwanten besucht ist das wirklich schwer zu verstehen?

    • 8. April 2008 um 00:07 Uhr
    • kayvan
  77. 77.

    „mogtada hat seine verwanten besucht“
    Danke für den Hinweis!

    • 8. April 2008 um 00:40 Uhr
    • J.S.
  78. 78.

    @Kayvan

    „es ist eine tante von mogtada al sadr die schwiegertochter von imam khomainie so zu sagen ist der mogtada cousin von hojatoleslam hassan khomainie.“

    Und die Ziege von Mogtada ist wiederum die Schwiegertochter von Khamenei und die Cousine von Ahmaghinejad, war aber ursprünglich die erste Frau von Khomeini.
    Mensch, das muß man doch einfach wissen.

    • 8. April 2008 um 01:07 Uhr
    • docaffi
  79. 79.

    An Kayvan, danke für den Einblick in die wichtigen Verwandtschaftsverhältnisse Ihrer Schwert- und Teufelsgenossen im gelobten Schiiten-Land. Dass neuerdings dort Ziegen mit Schweinen zwangsverheiratet werden, war mir neu.

    Islam ist immer was Neues.

  80. 80.

    Tom Daschle? War das nicht der Mann, der 2001 mit Anthrax vergiftet werden sollte?
    http://en.wikipedia.org/wiki/2001_anthrax_attacks
    Was ist eigentlich bei den Ermittlungen zu den damaligen Anthrax-Attentaten herausgekommen? Waren die Täter keine Islamisten? War das Grund genug, die Taten und die Ermittlungen wie in jeder normalen Diktatur unter den Teppich zu kehren, als sie erst einmal genug Angst erzeugt hatten?

    • 8. April 2008 um 13:25 Uhr
    • AM
  81. 81.

    AM, Sie sprechen ein interessantes Thema an.

    Soweit ich informiert bin, stammte das (echte oder angebliche) Anthrax aus US-Labors. Schon merkwürdig, dass man nach dem Angriff auf den Irak nichts mehr davon gehört hat.
    Bin ich Verschwörungstheoretiker, wenn ich vermute, dass die CIA oder ein befreundeter Geheimdienst diese Geschichte eingefädelt hat?

    • 8. April 2008 um 14:12 Uhr
    • Joachim S.
  82. 82.

    Zu J.S.
    Offensichtilich haben sie nicht verstanden, worum es mir ging. Absetzung eines Diktators ? Wer hat diesen (und andere) denn erst eingesetzt, b.z.w. seine Herrschaft ermöglicht ?
    Kein Bush, kein Hitler, ohne diese zwei vergleichen zu wollen, noch ein Hussein konnten Kriege beginnen oder fortführen ohne, dass eine entsprechend einflussreiche Lobby ihren Segen dazu erteilte, b.z.w. stillschweigendes Einvernehmen signalisierte.
    Wollen sie mir erzählen, es hätten Kriege aus humanitären Gründen stattgefunden ? Eine mehr als gewagte Theorie.
    Meine Ansicht ist die, dass Wirtschaftssysteme ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden. Welche Folgen das für uns alle haben könnte, mag ich mir im Einzelnen nicht vorstellen.
    Die Rücknahme des Erlasses 81 ist mir nicht bekannt. Mag sein, dass dem so ist. Und wie steht es mit dem neuen Patentrecht, auf dem der Erlass fusst ?
    Oder noch anders gefragt: Wieviel Chancen hat die irkische Landwirtschaft, sich dem internationalen Recht zu widersetzen ?
    Wenn wir in Europa bleiben, so bieten sich auch hier reichlich Beispiele. Ein recht großer österreichischer Konzern baut in Ungarn und Rumänien manipuliertes Gemüse an. Das sieht nicht nur appetittlicher aus, sondern ist (zunächsteinmal) auch billiger. Der traditionelle Kleinbauer ist gezwungen sich auf diese neuen Sorten zu konzentrieren oder der Markt ruiniert ihn.
    „Wenn der Verbraucher keine manipulierten Lebensmittel wünscht, dann werden wir den Markt solange damit überschwemmen, bis er nur nur noch solche bekommt“
    Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern das Bekenntnis eines Marktführers auf diesem Gebiet. Das zeigt für mich eine grundsätzliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohlergehen jedes Menschen und hat mit humanitärer Gesinnung nichts zu tun.
    Wenn sie diesen Zusammenhang nicht erkennen, dann sind sie entweder mit segensreichen Scheuklappen ausgestattet oder sie gehören zum engeren Freundeskreis dieser Personen.
    Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, wohl aber weiss ich, dass Menschen aus Ignoranz, fehlender Weitsicht oder eben aus Gier Fehler machen. Aneinandergereiht können sich Folgen ergeben, die sich fatal auswirken können.
    Ich möchte den Fokus gar nicht so sehr auf die Giganten wie Monsanto oder Bayer setzen, sondern vielmehr auf die Unterstützer jedweder kriegerischer Intervention.
    Wenn ich mich recht erinnere, dann enthielten auch die Hitlerbriefe hunderte Namen, jedoch nur wenige Unterschriften. Man bezeichnete sich als neutral und gehorchte dann den Gesetzen der Marktwirtschaft.
    Aus der Geschichte sollte man lernen. Das scheint für viele auch weiterhin lediglich ein Lippenbekenntnis zu sein. Sonst kann man einen geschichtlichen Bezug in diesem Kontext wohl nicht als „abstrus“ bezeichnen.

    Es ist sonst nicht meine Art persönlich zu werden und einen nahezu beleidigenden Tonfall anzuschlagen, aber wenn Unklarheiten bezüglich meiner Meinung bestehen, dann fragen sie doch.

    • 8. April 2008 um 15:49 Uhr
    • Nicht Lenin
  83. 83.

    @Nicht Lenin
    Ich glaube auch, das schon längst nicht mehr so wegen der Absetzung Saddams herumgeheult würde, wenn Saddams Lobby nicht eine Menge Geld verloren hätte.
    Da sind wir uns doch einig?

    • 8. April 2008 um 16:33 Uhr
    • J.S.
  84. 84.

    Ich traue mir eine genauere Einschätzung der ursprünglichen Gründe für die Besetzung Kuwaits nicht zu.
    Sehr sicher bin ich mir aber dabei, dass ein Grundmuster existiert, nach dem alle kriegerischen Auseinandersetzungen ablaufen. Arroganz und Gier gehören, verholen oder nicht, immer dazu.
    Mächtige hatten zu allen Zeiten Ansprechpartner. Getragen wurden diese aber immer durch eine weit größere schweigende oder akzeptierende Masse.
    Meine einzige Intention ist es, UNSERE Mitverantwortung aufzuzeigen. Wer sich für einen Kriegsgegner oder einen friedliebenden Menschen hält, der muss ein klares Nein auch artikulieren und Konsequenzen hinnehmen.
    Was wäre die Konsequenz gewesen, wenn die Allierten nicht auf Saddams Aggression reagiert hätten ?
    Kuwaitis würden heute sicherlich unterdrückt und ausgebeutet. Auch denkbar, dass sie nur der Anfang gewesen wären. Auch denkbar, dass ein mächtiger Irak entstanden wäre, der heute tatsächlich eine ABC-Bedrohung wäre.
    Wäre es uns derart zuwider künftig eine irakische Elite für Öl zu bezahlen ? Wir tun das Gleiche in den USA. Das die Vereinigten Staaten aus wirtschaftlichem Interesse heraus in verschiedenster Form intervenieren, ist kein Geheimnis, sondern offene Politik.
    Ich bin sicherlich kein Feind der USA. Diese Nation verfügt über mehr Demokratie als wir, aber wir nehmen es doch auch hin, dass von dort aus Invasionen durchgeführt werden. Dabei scheinen wir die Opfer, die wir jetzt zählen können gegen jene aufzurechnen, die ein Nichteingreifen verursacht hätte. Wer kennt die Zahl irakischer Opfer jetzt ? Amerikanische Verluste gut 4000. Na gut, aber auf der anderen Seite ?
    Der Punkt ist, dass WIR diese Toten mitzuverantworten haben. Wären wir konsequent und weniger heuchlerisch gewesen, wäre das nicht der Fall.
    Warum zögern die USA im Falle Nordkoreas ? Ist das Unrecht dort weniger groß ? Lohnt sich die Aufrechnung der Opferstatistik noch ? Angst vor China ?
    Der wahre Grund ist, das einige in oder durch China noch sehr gut verdienen. Und WIR nehmen das hin.
    Einer der Hauptgründe für den Irak-Krieg ist sicherlich die Ölabhängigkeit der USA. Ergo sind jetzt Menschen gestorben, nicht weil ein Aggressor Hussein wütet, sondern weil kurzsichtige Politiker nicht vom Öl weg wollten. Tote wegen mangelhafter Politik. Viel besser als Tote durch einen Diktator.
    Der Irak-Krieg hat überhaupt nichts geklärt oder verbessert. Im Gegenteil. Er hat mindestens drei neue gewichtige und nicht abschätzbare Probleme geschaffen. Der Konflikt zwischen Sunniten und Shiiten, ein Kurdistan, das noch für Konflikte zwischen uns und dem EU-Kanditaten Türkei sorgen wird und ein erstarkter Iran. Wenn irgendwann mal jemand tatsächlich eine Opferstatistik aufgestellt hat, würde mich interessieren, wann diese Rechnung aufhört.
    Um es gleich deutlich zu machen, ich schreibe amerikanischen Bekannten, die durchaus meiner Meinung sind und ich schreibe auch solchen, die nicht meiner Meinung sind. Ein klares Nein meinerseits zu allen kriegerischen Aktionen wird dort nicht mehr als Aufkündigung der Freundschaft aufgefasst.
    Die Vereinigten Staaten können in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für uns sein. Noch immer. Jeder Freund hat auch Schwächen und dunkle Seiten. Ich mache ihn nicht besser, indem ich die unterstütze.

    • 10. April 2008 um 09:41 Uhr
    • Nicht Lenin
  85. 85.

    „Der Punkt ist, dass WIR diese Toten mitzuverantworten haben.“
    Genauso wie die Leute die 1990/91 in Massen „Kein Blut für Öl“ skandierten dazu beitrugen das Saddam damals nicht gestürzt wurde. Und so mitverantwortlich sind für die über 250.000 Menschen die das Saddams Regime zwischen 1991 und 2003 ermordet hat.
    So einfach ist die Sache nämlich nicht!
    „Einer der Hauptgründe für den Irak-Krieg ist sicherlich die Ölabhängigkeit der USA“
    Das ist aber sehr einfach gedacht! Welchen Vorteil hätten die Amerikaner jetzt bezüglich des Öls? Es ist teurer geworden und sie müssen es immer noch bezahlen. Also wo ist da der Punkt?
    „Wäre es uns derart zuwider künftig eine irakische Elite für Öl zu bezahlen ?“
    Wenn diese Elite schon ca. 2 Millionen Menschen auf dem Gewissen hat, verbietet sich so eine Frage.
    Sie können mich übrigens gerne nach den Hintergründen der Kuwait Krise fragen ich kenne sie sehr genau.

    • 10. April 2008 um 11:22 Uhr
    • J.S.
  86. 86.

    „sondern weil kurzsichtige Politiker nicht vom Öl weg wollten“
    Sie würden um des Friedens Willen für einen Ausbau der Kernenergie eintreten? Ich schon!
    Aber täuschen Sie sich nicht! Der Verzicht aufs Öl bedeutet durchaus nicht Frieden.
    Nehmen wir mal an, die Amerikaner machen eine großartige Erfindung, die den Westen vom Erdöl unabhängig macht.
    Wovon sollen dann die Länder am Golf leben?
    Ich sage Ihnen was passieren würde! Der Öl-Preis fiele ins Bodenlose und die Öl-Länder müssten immer mehr Öl verkaufen um ihren Lebensstandart zu halten. Aber irgendwann wird das eigene Öl gar nicht mehr reichen, um den Lebensstandart zu halten und dann geht es um das Öl der anderen. Die Folge ist also Krieg!
    Wenn Sie genau hinsehen, werden Sie feststellen, das diese Verteilungskämpfe schon lange laufen, denn das Bevölkerungswachstum am Golf frisst die steigenden Öl-Gewinne schon längst auf.
    Der Öl-Reichtum muss durch immer mehr Menschen geteilt werden. Durch einen Krieg werden es übrigens weniger Menshcn durch die geteilt werden müsste. Und nun frage ich Sie, welchen Grund die Öl-Eliten am Golf haben Kriege zu vermeiden?
    Ist Ihnen gar nicht aufgefallen, das dies alles Kriege zwischen Öl-Besitzern sind?
    Die Amerikaner müssen nur darauf achten das keiner zu stark wird und alles an sich reisst.
    Also fahren Sie für den Frieden! Am besten einen 8 Zylinder oder besser noch V12! Aber nicht ans Klima denken, sondern nur an den Frieden und aufs Gas drücken. 😉

    • 10. April 2008 um 12:27 Uhr
    • J.S.
  87. 87.

    Bergpalme

    Dass neuerdings dort Ziegen mit Schweinen zwangsverheiratet werden, war mir neu.

    wieso neu? du solltest nur deine eltern fragen falls die dir bekannt sind?

    • 10. April 2008 um 12:53 Uhr
    • kayvan
  88. 88.

    @JS
    „Genauso wie die Leute die 1990/91 in Massen “Kein Blut für Öl” skandierten dazu beitrugen das Saddam damals nicht gestürzt wurde. Und so mitverantwortlich sind für die über 250.000 Menschen die das Saddams Regime zwischen 1991 und 2003 ermordet hat.“

    Sie wollen uns weismachen, dass Saddam damals nicht gestürzt wurde, weil die Leute hier „kein Blut für Öl gerufen haben“. Das glauben aber auch nur Sie. Ihre Naivität ist manchmal grenzenlos JS.

    „Der Öl-Reichtum muss durch immer mehr Menschen geteilt werden. Durch einen Krieg werden es übrigens weniger Menshcn durch die geteilt werden müsste. Und nun frage ich Sie, welchen Grund die Öl-Eliten am Golf haben Kriege zu vermeiden?“

    Für diese Aussage haben Sie auch den Nobelpreis verdient. Im Nahen Osten werden also Kriege begonnen, damit die Bevölkerung abnimmt und mehr Geld für Einzelne übrig bleibt. Sehr logisch!

    • 10. April 2008 um 13:50 Uhr
    • docaffi
  89. 89.

    „Im Nahen Osten werden also Kriege begonnen, damit die Bevölkerung abnimmt und mehr Geld für Einzelne übrig bleibt.“

    Anders als in unserer Wirtschaftsordnung, die Mehrwert durch Produktivität generiert, ist der Reichtum des nahen Ostens tatsächlich von endlichen Rohstoffen abhängig. Wird im Westen Krieg geführt, bricht die Wertschöpfung zusammen und alle werden ärmer. Wird im nahen Osten Krieg geführt, werden die endlichen Ressourcen auf die übrig gebliebenen Sieger verteilt und diese werden reicher. Das ist der Fluch des Öls. Wo ist da das Problem mit der Logik?

    • 10. April 2008 um 13:55 Uhr
    • Rafael
  90. 90.

    @JS
    „Das ist aber sehr einfach gedacht! Welchen Vorteil hätten die Amerikaner jetzt bezüglich des Öls? Es ist teurer geworden und sie müssen es immer noch bezahlen. Also wo ist da der Punkt?“

    Leider haben Sie es nicht verstanden. Es geht auch darum, die Chinesen vom irakischen Öl fern zuhalten.

    Sie müssen sich klar machen, dass die USA allein täglich ca. 20 Millionen Barrel Öl d.h. mehr als ein Viertel der weltweit geförderten Ölmenge verbrauchen.
    Bush Senior hat es in seinen Memoiren rückblikend auf dem Punkt gebracht:

    „Es konnte nicht zugelassen werden, dass eine feindliche Regionalmacht einen Gutteil der weltweiten Ölversorgung in ihren Händen gehabt hätte.“

    • 10. April 2008 um 14:05 Uhr
    • docaffi
  91. 91.

    @Rafael
    „Wird im nahen Osten Krieg geführt, werden die endlichen Ressourcen auf die übrig gebliebenen Sieger verteilt und diese werden reicher. Das ist der Fluch des Öls. Wo ist da das Problem mit der Logik?“

    Das Problem mit der Logik ist, dass erstens Sie keine Beispiele für Bestätigung dieser blöden Theorie haben und zweitens die letzten Kriege im Nahen Osten von USA begonnen wurden und drittens nirgends im Nahen Osten die Bevölkerungszahl signifikant durch einen Krieg abgenommen habe.

    • 10. April 2008 um 14:10 Uhr
    • docaffi
  92. 92.

    @Raphael
    „Anders als in unserer Wirtschaftsordnung, die Mehrwert durch Produktivität generiert, ist der Reichtum des nahen Ostens tatsächlich von endlichen Rohstoffen abhängig.“

    Das heißt, das der Westen für die Produktivität von Rohstoffen unabhängig ist? Ist das denn logisch??

    • 10. April 2008 um 14:28 Uhr
    • docaffi
  93. 93.

    @docaffi

    Nee, aber dem Westen ist es ziemlich egal, welchem Schurken er die Petrodollars für die benötigten Rohstoffe zahlen muss. Hauptsache die mucken nicht allzulaut auf. Daher will jeder dort der Schurke mit der dicken Tasche sein.

    • 10. April 2008 um 15:52 Uhr
    • Rafael
  94. 94.

    JS
    Genauso wie die Leute die 1990/91 in Massen “Kein Blut für Öl” skandierten dazu beitrugen das Saddam damals nicht gestürzt wurde. Und so mitverantwortlich sind für die über 250.000 Menschen die das Saddams Regime zwischen 1991 und 2003 ermordet hat.

    Das heisst also: Sie rechnen auf ! Und denken auch, dass es besser ist selbst verantwortlich zu sein, als prinzipiell alles zu unterlassen, was Tod erzeugt.
    Verantwortlich ist der, der schweigend zulässt, der forciert, in welcher Weise auch immer oder der selbst tötet.
    Sie kehren diese Definition um.
    Da bin ich sprachlos. Von Entwicklung keine Spur.
    Dann werden wir wohl noch weitere Jahrtausende in Barbarei verbringen. Zivilisation nennen sie das ?
    Das ist es nichteinmal ansatzweise.

    Simplifizieren wir das mal ! Wäre ich bereit jemanden zu töten, weil ich annehme, er würde mir sonst zuvorkommen ?
    Meine Antwort ist (ausser in einer affektiven Notwehrhandlung) Nein.
    Sie müssen demnach anderer Meinung sein. Ich muss das akzeptieren, so wie ich jede andere Meinung letztlich akzeptieren muss.
    Eine Ansicht, die aber lediglich die uralte Maxime von „Auge um Auge“ leicht verfeinert, als sie bedingungslos zu streichen, kann nicht zivilisiert genannt werden.

    Mir ist natürlich bewußt, dass es allgemein als moralisch einwandfrei gilt, Tod und Verderben über Menschen zu bringen, wenn deren Führer fortlaufend morden. Es ist auf völkerrechtlicher Ebene moralisch vertretbar Morde zu bestrafen, die noch gar nicht geschehen sind.

    Auf diese Weise, mit dieser Denkweise gibt es keinen „geistigen“ Fortschritt.
    Ich will ihnen gar nicht mehr zu wenig Weitsicht unterstellen. Die traue ich ihnen schon zu. Nur vermengen sie oft die (scheinbar) notwendigen Aktionen auf zugegeben grauenvolles Weltgeschehen, mit absolut vorhersehbaren Wiederholungen der Geschichte und notwendigen Erkenntnissen daraus.

    “Der Öl-Reichtum muss durch immer mehr Menschen geteilt werden. Durch einen Krieg werden es übrigens weniger Menshcn durch die geteilt werden müsste. Und nun frage ich Sie, welchen Grund die Öl-Eliten am Golf haben Kriege zu vermeiden?”

    Die Ironie dahinter ist mir durchaus nicht entgangen. Höre ich auch etwas Resignation heraus ? Dann wären sie schon ein Stück weiter als jene, die moderne „Friedenssicherung“ grundsätzlich gutheissen.

    Die arabische Welt muss umdenken. So, wie wir es müssen. Wir stellten uns die Frage, was wir tun können um dies zu unterstützen und kamen als erste Maßnahme darauf, keine Feindbilder mehr zu liefern.
    Bleiben sie nicht zu sehr am Öl hängen. Auch nicht an Nahrungsmitteln oder dem Gebahren der verarbeitenden Industrie. Das künftig größte Problem wird ohne jeden Zweifel wesentlich simpler sein. Wassermangel.
    Westliche Feindbilder unterstützen Despoten. Sie helfen solchen, von innenpolitischen oder auch von ganz existentiellen Problemen, abzulenken. Dagegen NICHT anzukämpfen fällt leichter, wenn man Schuld auf andere abwälzen kann.
    Die arabische Welt UND wir, die westlichen Industrie-Nationen müssen Alternativen suchen, sie finden UND sie auch anwenden.
    Ich bin mir sehr sicher, dass Leute meines Schlages dabei auf der Strecke bleiben werden. Wir werden das Zeitalter, in dem sich nur die Stärkeren durchsetzen, nicht überdauern. Aber, wenn mir nicht gerade jemand eine Pistole an den Kopf setzt bin ich bereit einige Risiken einzugehen um künftigen Generationen mehr zu hinterlassen, als Krieg, Gier und den Müll des Reichtums.
    Vielleicht gehöre ich aber doch irgendwann zu einer Mehrheit.

    • 10. April 2008 um 17:04 Uhr
    • Nicht Lenin
  95. 95.

    @Rafael
    Den Amerikanern ist eben nicht egal von wem sie das Erdöl kaufen. Die USA haben ganz klare Importverbote für Erdöl aus dem Irak gehabt und haben das heute noch für den Iran. Nur Erdöl aus dem Oil for Food Programm der UN durfte in die USA exportiert werden.
    Die Amerikaner haben sich selbst geschadet als sie einverstanden waren Saddam unter Sanktionen zu stellen.
    Wer hat denn die Überwachung der No-Fly Zonen bezahlt? Und dafür auch noch auf das Öl von Saddam verzichtet?
    @docaffi
    „Es geht auch darum, die Chinesen vom irakischen Öl fern zuhalten.“
    Haben Sie Beweise dafür das die Chinesen nun kein irakisches Erdöl mehr kaufen dürfen? Ganz abgesehen davon fände ich es gut China enlich die Daumenschrauben anzulegen. Die kooperieren wirklich mit jedem Regime wegen ÖL.
    @Nicht Lenin
    Natürlich rechne ich auf! Ich bin ja nicht dumm und habe das rechnen schon in der Grundschule gelernt.
    „Wäre ich bereit jemanden zu töten, weil ich annehme, er würde mir sonst zuvorkommen ? Meine Antwort ist (ausser in einer affektiven Notwehrhandlung) Nein.“
    Das nennt man Appeasment und hat sich als katastrophaler Fehler erwiesen.
    „Westliche Feindbilder unterstützen Despoten. Sie helfen solchen, von innenpolitischen oder auch von ganz existentiellen Problemen, abzulenken.“
    Das sehen Sie genau richtig! Aber Sie übersehen das Feindbilder in den Köpfen der Menschen existieren und somit fast völlig unabhängig von der Realität. Der Hass wird von den Propagandisten (u. Mullahs) dieser Regime erzeugt und nicht durch das reale Verhalten des Westens. Sie glauben ja auch an ziemlich abstruse Geschichten, das sollte Ihnen zu denken geben.

    • 11. April 2008 um 10:13 Uhr
    • J.S.
  96. 96.

    @J.S.

    Die Amerikaner waren in dem Fall eine ziemliche Ausnahme in Westen. Eine sehr positive Ausnahme. Gedankt wurde es ihnen nicht. Das ist oft so, wenn man einsam vorangeht.

    • 11. April 2008 um 10:23 Uhr
    • Rafael
  97. 97.

    @Rafael
    „Gedankt wurde es ihnen nicht.“
    Ganz im Gegenteil! Die USA haben sich eine Menge Feinde durch ihre Antifaschistische Politik gemacht.
    Das ging ja schon vor 2003 los, als deutsche Politiker die Aufhebung der Sanktionen gegen das Hussein Regime forderten!

    • 11. April 2008 um 11:29 Uhr
    • J.S.
  98. 98.

    Mit den Sanktionen war das so eine Sache.

    Darunter gelitten hat aussschließlich die Zivilbevölkerung, besonders im Süden, während Saddam sich einen Palast nach dem anderen baute.

    • 11. April 2008 um 12:23 Uhr
    • Joachim S.
  99. 99.

    @Joachim S.

    Also waren Sie für Einmarsch oder Saddam machen lassen, was er will?

    • 11. April 2008 um 12:27 Uhr
    • Rafael
  100. 100.

    @Joachim S.

    Aber hätte sich die Staatengemeinschaft besser von Saddam erpressen lassen sollen?

    Und wer weiß, dass die Bevölkerung im Süden im Falle einer Aufhebung der Sanktionen substanziell weniger gelitten hätte? – Ich jedenfalls nicht.

    Was mir im Zusammenhang des Protests gegen den Krieg (ich war auch dagegen) mehrfach übel aufgestoßen ist, war ein Gerede, das in etwa wiefolgt lautete: „Saddam ist zwar ein Diktator, aber der Irak hat(te) ein super Gesundheits- und Bildungssystem – und wenn das nicht mehr so ist, dann sind die Sanktionen dran schuld.“

    Als ob die öffentlichen Güter Gesundheit und Bildung im Irak nicht asymmetrisch zwischen den Volksgruppen verteilt gewesen wären.

    Als ob diese zivilen Funktionen des irakischen Staats nicht schon im Zuge des ersten Golfskriegs ins Rutschen geraten wären.

    Der ehemalige UN-Beauftragte, Moralathlet und entsprechend Held der Avantgarde aller Irakkriegsgegner, Hans von Sponeck, bekam nach seinem Rücktritt aus Protest gegen die Sanktionen aus Dankbareit vom irakischen Regime ein „Hilfsangebot“. (Das er, dies sei fairerweise erwähnt, zurückgewiesen hat – wobei diese Episode nicht durch ihn an die Öffentlichkeit gelangt ist.)

    • 11. April 2008 um 12:57 Uhr
    • N. Neumann
  101. 101.

    Den Vogel schoss natürlich die antiimperialistische Sauergurke Arundhati Roy ab: Sie war so sehr gegen den Krieg, dass sie sich in einem Spiegel-Interview (vor dem Einmarsch) einen möglichst blutigen und langanhaltenden Konflikt im Irak wünschte. Gestört hat das kaum einen Kriegsgegner – vielmehr rangierte sie auch danach noch selbst in linksliberalen Medien als Pazifistin.

    Dagegen war ein anderer Antikriegs-Held, Michael Moore, noch vergleichsweise konsequent. Als er während eines Auftrittes in der prall gefüllten Columbia-Halle die Zahl der bis dahin im Irak gefallen amerikanischen Soldaten erwähnte und die Hälfte seines Publikums klatschte und jubelte, hielt er immerhin noch für einen kurzen Moment inne und sagte leise „Don’t clap“ – um sodann fortzufahren.

    • 11. April 2008 um 13:16 Uhr
    • N. Neumann
  102. 102.

    Am besten waren allerdings die Passanten während den ÖK-I-Demonstrationen. Die ersten Tage wurden die Proteste noch mit Sympathie verfolgt. Plötzlich dann schlug die Stimmung um, als am Abend vorher das Heute-Journal begann, die Öffentlichkeit gegen die Proteste zu insinuieren. Manche Bürger haben sich davon bis heute nicht gelöst (von der Einflüsterung, es gäbe unvermeidliche Kriege, bzw. den guten Krieg).

    Islam führt immer gute Kriege.

  103. 103.

    Kayvan, ich wollte eigentlich nichts über Ihr Verhältnis zu Haustieren hören.

    Islam ist Kayvanismus.

  104. 104.

    Eine der wenigen vernünftigen Stimmen vor den ÖKs kam von Scholl-Latour. Dies wohl deshalb, weil er mit den „arabischen Verhältnissen“ vertraut war und weniger als Verfechter eines starken Europa.

  105. 105.

    „ÖK-I-Demonstrationen“???
    Habe ich noch nie gehört!

    • 11. April 2008 um 13:57 Uhr
    • J.S.
  106. 106.

    Scholl-Latour plädiert auch für atomare Aufrüstung Deutschlands.
    Und er hatte sehr gute Beziehungen zu Khomeini.

    • 11. April 2008 um 14:03 Uhr
    • J.S.
  107. 107.

    >Mit den Sanktionen war das so eine Sache.

    >Darunter gelitten hat aussschließlich die Zivilbevölkerung,

    Ach was, war doch bei Sanktionen niemals anders.

    Konsequenzen daraus ziehen will doch speziell in D-Land keiner. Sieht man doch im Fall Iran.

    • 11. April 2008 um 14:06 Uhr
    • PBUH
  108. 108.

    @PBUH
    Richtig! Man will sich seine Guten Beziehugen zu den Öl-Potentaten eben nicht verscherzen.
    Ich kann mich noch gut erinnern wie sich Saddam bei Schröder bedankt hat!

    • 11. April 2008 um 14:11 Uhr
    • J.S.
  109. 109.

    […] hatte Senator Daschle im April in Berlin exklusiv für dieses Blog interviewt – über Obamas aussenpolitische […]

  110. Kommentar zum Thema

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