Ein Blog über Religion und Politik

Erdogan: „unser Freund Achmadinedschad“

Von 26. Oktober 2009 um 13:22 Uhr

Wow. Was der türkische Premier Erdogan dem Guardian in einem Interview sagte, ist ein Knaller.

Machmud Achmadinedschad sei "ohne Zweifel unser Freund". Dafür werden die führenden Nationen der EU, Frankreich und Deutschland, mit Kritik nicht geschont für ihre abwartende Haltung gegenüber der Türkei. Der Guardian fasst zusammen:

Friendly towards a religious theocratic Iran, covetous and increasingly resentful of a secular but maddeningly dismissive Europe: it seems the perfect summary of Turkey's east-west dichotomy.

Erdogan wirbt folgendermassen für die türkischen EU-Aspirationen:

"Being in the European Union we would be building bridges between the 1.5bn people of Muslim world to the non-Muslim world. They have to see this. If they ignore it, it brings weakness to the EU."

Der türkische Präsident Abdullah Gül und Erdogan gehörten zu den ersten Staatsführern, die Achmadinedschad zu seiner "Wahl"gratulierten:

Erdogan hat sein Gastgeschenk schon vorher im Guardian ausgepackt:

He poured cold water on western accusations that Iran is seeking a nuclear weapon, saying: "Iran does not accept it is building a weapon. They are working on nuclear power for the purposes of energy only."

Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen. Unser Nato-Partner Türkei vertritt die offizielle iranische Position. Selbst die Russen sind um mehr Distanz bemüht, obwohl sie oft genug Sanktionen verschleppt und verwässert haben.

Wenn das der versprochene "Brückenbau" zur islamischen Welt sein soll, dann wollen wir darauf lieber verzichten.

Kategorien: Iran, Türkei
Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen. Unser Nato-Partner Türkei vertritt die offizielle iranische Position.“

    Guten Morgen, Herr Lau. Gut geschlafen?

    Deshalb muss ja die Türkei auch ganz dringend EU-Vollmitglied werden, nicht wahr?

    • 26. Oktober 2009 um 13:39 Uhr
    • Rojass
  2. 2.

    Die Brücke zur Eroberung Europas natürlich.

    Eigentlich nix neues von Erdogan.

    Man muss Erdogan aber dankbar sein, für die Klarheit die er schafft.

    Vielleicht rafft es dann auch irgendwann der Blogmeister, ein EU-Mitglied Türkei ist der Untergang Europas.

    Auf EU-Ebene sprechen Erdogans Leute offenbar immer nur mit Leuten, die selber gern mit Hamas, irakischen Terrorgruppen und mit dem irren Iraner gute Beziehungen anstreben und die Türkei hier ermuntern das zu tun was sie selbst nicht „dürfen“ ohne Probleme zu bekommen.

    • 26. Oktober 2009 um 14:23 Uhr
    • PBUH
  3. 3.

    Dazu passt dieser link, den ich gestern Mitternacht bereits eingestellt habe (wobei mir Serdar vorschlug, ich solle doch besser ein kalte Dusche nehmen).
    Die kalte Dusche brauchen eher diejenigen, welche denken, die Türkei wäre unter einer AKP Regierung EU kompatibel.

    http://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=a-trap-for-muslims-2009-10-24

    Der Beitritt einer Türkei in die EU wäre das ENDE der europäischen Staatengemeinschaft.

    Nebenbei, 76% ( > drei Viertel !!!) der Türken haben anisemitische Ansichten,
    laut Umfrage 2008 eine Steigerung um über 50% gegenüber 2004, damals waren es „nur“ 49%.

    • 26. Oktober 2009 um 14:42 Uhr
    • christian aka tati
  4. 4.

    @Tati
    76% der Türken hier oder in der Türkei??

    • 26. Oktober 2009 um 14:56 Uhr
    • docaffi
  5. 5.

    @Jörg Lau
    Nun ja, wenn die EU so weitermacht, wird die EU die Türkei noch viel nötiger haben als andersrum.

    Zur Zeit verfolgt die türkische Außenpolitik das Ziel jedwedes Problem mit den Nachbarn auszuräumen. Dazu gehören die Probleme mit Syrien und Iran. Sie baut auch ihren Einfluß in der Gegend aus, sie will mitreden.

    Ob die Türkei europakompatibel ist? Nun hängt davon ab, wie sich Europa gestalten wird. Auch gibt es in der Türkei noch vieles, was verbessert werden muss. Menschenrechte, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Rechte von Minderheiten usw.

    Aber die jetzige Türkei ist viel besser dran als noch vor einem Jahrzehnt. Das Verhältnis mit den Armenieren wird besser, es gibt eine Kurdeninitiative usw. Alles Dinge, die sogenannte laizistische Regierungen bis jetzt nicht gemacht haben, im Gegenteil die sind alle gegen die Reformen. Weil sie zutiefst nationalistisch eingestellt sind.

    Also ich würde sagen, das ist viel geplenkel. Das ganze wird sich wieder berruhigen.

    • 26. Oktober 2009 um 14:58 Uhr
    • Serdar
  6. 6.

    @tati

    Nebenbei, 76% ( > drei Viertel !!!) der Türken haben anisemitische Ansichten,
    laut Umfrage 2008 eine Steigerung um über 50% gegenüber 2004, damals waren es “nur” 49%.

    Na dann ist doch die Türkei sehr wohl Europakompatibel. Mit Deutschland ist man da in guter Gesellschaft.

    • 26. Oktober 2009 um 15:01 Uhr
    • Serdar
  7. 7.

    @docaffi

    In der Türkei.
    Die Umfrage wurde von INFAKTO durchgeführt (steht auch im Artikel), die sitzen in Istanbul.

    http://www.infakto.com.tr/

    • 26. Oktober 2009 um 15:03 Uhr
    • christian aka tati
  8. 8.

    @Serdar

    Nun ja, wenn die EU so weitermacht, wird die EU die Türkei noch viel nötiger haben als andersrum.

    Sie haben gestern Nacht anscheinend ZU HEISS geduscht.

    Die Türkei ist schnurgerade auf den Weg in eine antiwestliche Theokratie.

    • 26. Oktober 2009 um 15:12 Uhr
    • christian aka tati
  9. 9.

    @Serdar

    Na dann ist doch die Türkei sehr wohl Europakompatibel. Mit Deutschland ist man da in guter Gesellschaft.

    Na klar, je mehr Türken in Deutschland, desto mehr Antisemitismus in
    Deutschland.
    Die Braun-Nazis und Rot-Nazis nicht zu vergessen.

    • 26. Oktober 2009 um 15:19 Uhr
    • christian aka tati
  10. 10.

    @tati

    Antiwestliche Theokratie? Ich nehme mal das sie die Bedeutung von „Theokratie“ nicht kennen, sie dürfen es gerne beweisen. Das ist eine schlecht Angewohnheit von ihnen, einfach irgendwelche Dinge zu erfinden. Und sie sind mir immer noch Nachweise schuldig von was anderem, sie Münchhausen.

    Ok beweisen sie mal welche Gesetze eingeführt worden, die aus der Türkei einen Gottesstaat machen (und die auf Erdogans Konto gehen)? Wenn sie das nicht können, dann beweist das mal wieder das sie ein Lügner sind.

    • 26. Oktober 2009 um 15:19 Uhr
    • Serdar
  11. 11.

    @tati

    Na klar, je mehr Türken in Deutschland, desto mehr Antisemitismus in
    Deutschland.
    Die Braun-Nazis und Rot-Nazis nicht zu vergessen.

    Stimmt, die KZ wurden auch von Türken eingerichtet. Sie können ja mal kurz googeln, ob Hitler türkstämmig war.

    • 26. Oktober 2009 um 15:21 Uhr
    • Serdar
  12. 12.

    @tati

    Na klar, je mehr Türken in Deutschland…

    Sie wollen keine Türken in Deutschland, am besten alle zurückschicken. Das wollte ich hören, danke :-)

    • 26. Oktober 2009 um 15:25 Uhr
    • Serdar
  13. 13.

    „Ob die Türkei europakompatibel ist? Nun hängt davon ab, wie sich Europa gestalten wird.“

    So, so. Ich überlege gerade, wo ich diese Logik schon einmal gehört gehabt. Richtig, es war bei den Islamfaschos der IGMG, Günes‘ Volksgenossen des besseren Blutes.

    • 26. Oktober 2009 um 15:33 Uhr
    • Bergpalme
  14. 14.

    „gehört habe“

    • 26. Oktober 2009 um 15:36 Uhr
    • Bergpalme
  15. 15.

    @Serdar

    Sie wollen keine Türken in Deutschland, am besten alle zurückschicken. Das wollte ich hören, danke

    Was sind Sie nur für ein Jammerlappen.
    Hauptsache ALLE ANDEREN sind schuld.
    Da schreibt ein türkischer Journalist in einer türkischen Zeitung ein kritischen Artikel über den Zustand der Türkei.
    Nachdem ich diesem zustimme, unterstellen Sie mir, ich wolle die Türken aus Deutschland zurückschicken.
    GEHT´S NOCH BLÖDER !!!
    Die Türken, mit denen ich privat zu tun habe, sehen die Situation genauso wie ich – und sie sind froh, daß sie sich mit der türkischen Politik nicht mehr rumschlagen müssen.

    • 26. Oktober 2009 um 15:41 Uhr
    • christian aka tati
  16. 16.

    @tati

    Hauptsache ALLE ANDEREN sind schuld.

    Wie war das mit dem Antisemitimus in der Türkei? Je mehr Türken…

    Da schreibt ein türkischer Journalist in einer türkischen Zeitung ein kritischen Artikel über den Zustand der Türkei.

    Erstens ist Soner Cagaptay kein türkischer Journalist, sondern Analyst bei den Neocons und berüchtigt.

    Nachdem ich diesem zustimme, unterstellen Sie mir, ich wolle die Türken aus Deutschland zurückschicken.

    Jammerlappen.

    Die Türken, mit denen ich privat zu tun habe, sehen die Situation genauso wie ich – und sie sind froh, daß sie sich mit der türkischen Politik nicht mehr rumschlagen müssen.

    Wenn sie austeilen sollten sie auch einstecken können. Das sie ein paar Alibitürken kennen, macht die Sache auch nicht besser. Passen sie auf, das die sie nicht mit Antisemitismus anstecken.

    • 26. Oktober 2009 um 15:49 Uhr
    • Serdar
  17. 17.

    @Serdar

    Das sie ein paar Alibitürken kennen, macht die Sache auch nicht besser.

    Nennt man in Ihren Kreisen die integrierten Türken „Alibitürken“?

    • 26. Oktober 2009 um 16:21 Uhr
    • christian aka tati
  18. 18.

    „Nennt man in Ihren Kreisen die integrierten Türken “Alibitürken”?“

    Auf Policity spricht man auch gerne von TÜV-Türken oder auch von House-Niggern (gähn!)

    • 26. Oktober 2009 um 16:57 Uhr
    • Krause
  19. 19.

    Zur Zeit verfolgt die türkische Außenpolitik das Ziel jedwedes Problem mit den Nachbarn auszuräumen. Dazu gehören die Probleme mit Syrien und Iran. Sie baut auch ihren Einfluß in der Gegend aus, sie will mitreden.

    @ Serdar

    Richtig. Und das rechtfertigt noch den letzten Rotz, der dann von dir heruntergespielt wird. Wobei Erdogan zuweilen weniger nach will mitreden sondern mehr nach will bestimmen klingt.

    Also ich würde sagen, das ist viel geplenkel. Das ganze wird sich wieder berruhigen.

    Zum Geplänkel gehören nach meinem Dafürhalten zunächst mal zwei Seiten.

    Vor allem würde ich aber sagen, dass der erfolgreiche Ministerpräsident Erdogan mit zunehmender Regierungszeit großspuriger und maßloser geworden ist und dies nichts mehr mit selbstbewusstem Auftreten zu tun hat. Dafür gibt es auch in der Innenpolitik Anhaltspunkte. Amahdineschad einen besonders kumpeligen Persilschein ausstellen und damit Partnerstaaten auf die Füße treten? – Das hätte Gerhard Schröder selbst nach 2 Flaschen Rotwein, dickem Krach mit George Bush und dazu noch einer guten Line Koks oben drauf nicht hinbekommen.

    Dergleichen Äußerungen sind jedenfalls nicht nur dazu geeignet, Türkeibasher in ihren Ansichten zu bestätigen, sondern auch der Türkei gegenüber gewogene Personen zu vergrätzen. Und zwar auch auf Entscheidungs affineren Ebenen.

    Nun ja, wenn die EU so weitermacht, wird die EU die Türkei noch viel nötiger haben als andersrum.

    Du unterliegst hier einer Fehlwahrnehmung. Um einem Club beizutreten, muss man nicht kriechen, und man kann auch rummeckern, wenn das eine oder andere Clubmitglied dem eigenen Beitritt reserviert bis skeptisch gegenüber steht. Man sollte aber nicht (zumal nicht ohne besonderen Anlass) den ganzen Club verhöhnen und sich dabei noch einbilden, Folterwerkzeuge zu zeigen bzw. die größeren Folterwerkzeuge zu haben.

    Jemand, der auf dem Hintergrund einer Reihe von krawalligen Äußerungen Erdogans meint, das man sich mit der Türkei einen unberechenbaren Partner in die EU holen würde, kann man nun nicht mehr als paranoid abtun.

    • 26. Oktober 2009 um 16:59 Uhr
    • N. Neumann
  20. 20.

    @ Neumann

    Gut gebrüllt, Löwe! Ganz meine Meinung. Ich hä#tt’s nur nicht so schön ausdrücken können.

    Btw.: Was halten Sie von Gül? Der scheint mir pragmatischer zu sein.

    • 26. Oktober 2009 um 17:12 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  21. 21.

    Passt. Gestern war ein Artikel in der NZZ der in die gleiche Richtung weist:

    „Türkei erklärt Israel den kalten Krieg“
    http://www.nzz.ch/nachrichten/international/tuerkei_erklaert_israel_den_kalten_krieg_1.3919254.html

    • 26. Oktober 2009 um 17:23 Uhr
    • FreeSpeech
  22. 22.

    Hans Joachim Sauer

    Pragmatischer? Sicher. Die „Organisation of The Islamic Conference“ hat den Hauptsitz in der Türkei, und die vertreten die
    Kairoer Erklärung der Menschenrechte
    inklusive Artikel 24
    als Alternative zur allgemeinen Erklärung. Passt.

    • 26. Oktober 2009 um 17:26 Uhr
    • FreeSpeech
  23. 23.

    @N.Neumann

    Richtig. Und das rechtfertigt noch den letzten Rotz, der dann von dir heruntergespielt wird. Wobei Erdogan zuweilen weniger nach will mitreden sondern mehr nach will bestimmen klingt.

    Ob das alles rechtfertig weiß ich nicht, zumindest hat es dafür gesorgt, das z. B die Tragödien der Familien an der Grenze zu Syrien endlich ein Ende haben. Das waren Familien, die durch die Grenze gespalten waren. Es spielten sich ständig Tragödien ab, wenn für einen Tag die Grenzen offen waren.

    Ja du hast recht, die Türkei möchte nicht nur mitreden, sie will auch mitreden. Ich bin mir nicht sicher ob das unbedingt gut ist, aber es ist auch nicht per se schlecht. Daher bin ich in dieser Sache abwartend und lege mich da auch nicht fest.

    Vor allem würde ich aber sagen, dass der erfolgreiche Ministerpräsident Erdogan mit zunehmender Regierungszeit großspuriger und maßloser geworden ist und dies nichts mehr mit selbstbewusstem Auftreten zu tun hat. Dafür gibt es auch in der Innenpolitik Anhaltspunkte.

    Oh das ist er wirklich geworden. Das sagen sogar AKP Anhänger.

    Das hätte Gerhard Schröder selbst nach 2 Flaschen Rotwein, dickem Krach mit George Bush und dazu noch einer guten Line Koks oben drauf nicht hinbekommen.

    Die Europäer sind auch schön weit weg im Trockenen. Deutschland ist in der Mitte Europas. Wenn man mal von Frankreich absieht, hat Deutschland auch keine „großen“ Interessen dort und keine Nachbarn wie sie die Türkei hat. Es ist in ihrem Interesse sich mit denen gut zu verstehen (und das auszunützen). Aus der Perspektive der Türkei hat das natürlich Vorteile.

    Ich glaube die Türkei ist sich im Klaren, sich lieber mit den Iranern gut zu verstehen als sich mit denen anzulegen. Es gibt durchaus auch Ängste, das der Iran für die Türkei gefährlich sein könnte. Einen „umarmten“ Rivalen kann man besser kontrollieren.

    Du unterliegst hier einer Fehlwahrnehmung. Um einem Club beizutreten, muss man nicht kriechen, und man kann auch rummeckern, wenn das eine oder andere Clubmitglied dem eigenen Beitritt reserviert bis skeptisch gegenüber steht. Man sollte aber nicht (zumal nicht ohne besonderen Anlass) den ganzen Club verhöhnen und sich dabei noch einbilden, Folterwerkzeuge zu zeigen bzw. die größeren Folterwerkzeuge zu haben.

    Es ist schwierig, wenn die Euphorie für Europa auch bei den Anhängern verschwindet. Es ist ja auch nicht ganz klar, ob jemals die Türkei da reinkommt. Das man sich da auch noch umsieht kann ich verstehen.
    Ich wäre dafür das die Türkei auf Europa zuarbeitet, zumindest der Druck aus Europa sorgt dafür das viele Gesetze geändert werden. Schon deswegen würde es sich lohnen.

    • 26. Oktober 2009 um 17:32 Uhr
    • Serdar
  24. 24.

    @N.Neumann

    Jemand, der auf dem Hintergrund einer Reihe von krawalligen Äußerungen Erdogans meint, das man sich mit der Türkei einen unberechenbaren Partner in die EU holen würde, kann man nun nicht mehr als paranoid abtun.

    Waren denn die Stimmen gegen einen EU-Beitritt der Türkei vor Erdogans outing paranoid?

    • 26. Oktober 2009 um 17:34 Uhr
    • christian aka tati
  25. 25.

    @ FreeSpeech

    Geht’s auch mal ohne Ihre albernen Verweise?

    • 26. Oktober 2009 um 17:35 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  26. 26.

    @HJS
    FreeSpeech hat die Kairoer Erklärung lieb gewonnen. Er nimmt sie wichtiger als es Muslime tun.

    • 26. Oktober 2009 um 17:52 Uhr
    • Serdar
  27. 27.

    Auch Verheugen hat letztens behauptet, dass wir die Türkei viel dringender brauchen als sie uns. Bon! Aber wieso das so sein soll, hat er leider nicht gesagt.
    Und was die „Brückenfunktion“ der Türkei angeht. Mich würde mal interessieren, was ein deutscher Politiker dazu sagen würde, wenn man Deutschland als Brücke zwischen der orthodoxen Welt und Westeuropa bezeichnen würde. Dieser ganze „Brücken“-Quatsch zeugt von einer ungeheuren Herablassung. Brücken überquert man, da trampelt man drüber, aber da hält man sich nicht drauf auf.
    Anscheinend schaut sich die Türkei inzwischen doch lieber in der direkten Nachbarschaft nach Entwicklungsmöglichkeiten um. Und wer gegen den EU-Beitritt der Türkei ist, sollte darüber eigentlich ganz froh sein. Und was die warmen Worte für den Iran angeht. Soweit ich weiß sind wir Deutschen auch nicht allzu zimperlich, wenn es darum geht, unseren Plunder in alle Welt zu verkaufen. Der Iran ist da ein bevorzugter Geschäftspartner. Ich gehe mal davon aus, dass die deutsche Industrie ganz im Alleingang das iranische Atomprogramm ausgehebeln könnte.

    • 26. Oktober 2009 um 17:56 Uhr
    • lebowski
  28. 28.

    Ich glaube die Türkei ist sich im Klaren, sich lieber mit den Iranern gut zu verstehen als sich mit denen anzulegen.

    @ Serdar

    Es läuft wieder darauf hinaus, dass du Erdogans außenpolitische Fettwannen herunterspielst. (Abgesehen davon bin ich, wie du vielleicht weist, kein prinzipieller Gegner des türkischen EU-Beitritts, sehe auch die guten Seiten und Erfolge von Erdogans Politik für die Türkei und denke, dass sich die CHP selbstverschuldet in einem erbärmlichen Zustand befindet.)

    Erdogans Äußerung ist zumal auch deshalb absurd, weil die EU bzw. die EU-Staaten und NATO-Partner der Türkei gegenüber Iran wahrlich nicht die härteste Linie fahren oder der Türkei hier besondere Vorgaben machen würden.

    Und „Sich lieber mit den Iranern gut verstehen“ oder „Sich lieber nicht mit den Iranern anzulegen“ kann auch ganz anders als mit einem gegenüber der iranischen Regierung servilen, gegenüber der EU denkbar undiplomatischen und für gute Demokraten unwürdigen Interview vonstatten gehen.

    Selbst wenn all das, so wie du meinst bzw. im positiven Fall, nur Geplänkel sein sollte, würde ich es an deiner Stelle ernster nehmen. Es eignet sich nämlich mitnichten dazu, die Türkei der EU näher zu bringen, was du dir ja wünschst.

    • 26. Oktober 2009 um 18:14 Uhr
    • N. Neumann
  29. 29.

    Was hälst du eigentlich von der Außenpolitik der Türkei, wie sie zur Zeit verläuft? Jetzt mal unabhängig von EU-Beitritt.

    • 26. Oktober 2009 um 18:22 Uhr
    • Serdar
  30. 30.

    Waren denn die Stimmen gegen einen EU-Beitritt der Türkei vor Erdogans outing paranoid?

    @ Christian

    Ja, teilweise. Und sie sind es mithin noch heute. Es gab und gibt veritable Argumente (Erdogan hat hier zweifelsohne nachgeliefert) gegen einen EU-Beitritt der Türkei.

    Andere sind schlecht und/oder zeugen von Paranoia: Etwa die Rede vom türkischen Massenexodus in die EU, das Bemühen von schwachsinnig hochgejazzten Zahlen zum Bevölkerungswachstum in der Türkei oder die bedeutungsschwer vorgetragene Feststellung, dass die EU mit dem Mitglied Türkei eine Grenze zu Iran, Syrien und Irak hätte (dabei ist die Türkei seit Jahrzehnten NATO-Mitglied).

    • 26. Oktober 2009 um 18:25 Uhr
    • N. Neumann
  31. 31.

    Btw.: Was halten Sie von Gül? Der scheint mir pragmatischer zu sein.

    @ HJS

    Das denke ich auch.

    • 26. Oktober 2009 um 18:31 Uhr
    • N. Neumann
  32. 32.

    Was mich wundert, ist dass man sich überhaupt wundert. Unter Erdogan ist die Türkei zu einem aktiven, engagierten Mitglied der Organisation of the Islamic Conference geworden, und hat auch den Vorsitze inne. Diese Organisation hat zwei Hauptthemen: Israel und Islamophobie. Und ein Tabuthema: die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten. Über Mitglieder darf nur Gutes gesagt werden.

    Erdogan meint:

    „Being in the European Union we would be building bridges between the 1.5bn people of Muslim world to the non-Muslim world. They have to see this. If they ignore it, it brings weakness to the EU.”
    Gute Beziehungen zwischen der muslimischen und der nicht-muslimischen Welt sind im beiderseitigen Interesse. Sie bedürfen jedoch nicht der Mitgliedschaft der Türkei in der EU. Im Gegenteil: Denkbar ist, dass die EU-Mitgliedschaft die Beziehungen zur Türkei verschlechtern könnte, was auch die Beziehungen zu den restlichen OIC-Mitgliedern in Mitleidenschaft ziehen könnte.

    Die Türkei hat einen kleinen säkular-europäischen Teil, ist aber ein ansonsten asiatisch-islamisches Land, dessen Elite zunehmend anatolisiert und islamisiert wird. Das ist eine legitime da im demokratischen Rahmen stattfindende Entwicklung, und ein Zeichen, dass der von Atatürk begonnene Versuch, die Türkei „from-the-top-down“ zu europäisieren und zu entislamisieren, endgültig gescheitert ist. Diese Entwicklung zeichnete sich bereits 1999 ab, als die Türkei Beitrittskandidat wurde. Es hätte der EU-Kommission bereits damals klar sein müssen, dass der Aufstieg der islamischen Parteien sich nicht aufhälten ließ – erst recht nicht durch die Aussicht auf den EU-Beitritt.

    • 26. Oktober 2009 um 18:33 Uhr
    • Miriam
  33. 33.

    @ Miriam

    „Die Türkei hat einen kleinen säkular-europäischen Teil, ist aber ein ansonsten asiatisch-islamisches Land, dessen Elite zunehmend anatolisiert und islamisiert wird.“

    Woran machen Sie das fest?
    Die AKP repräsentiert in erster Linie das anatolisch-kleinstädtische Bürgertum (o.k. – Konya und Kayseri sind keine Kleinstädte), das den sozialen Aufstieg geschafft hat. Diese Bevölkerungsschicht hat nie mit dem konservativen Islam gebrochen. Die Parteien, die die AKP abgelöst hat, von der Demokratischen Partei eines Adnan Menderes über die DYP eines Süleyman Demirel und die Anavatan Partisi eines Turgut Özal, hatten keine so offen islamische Agenda – denn das trauten sie sich nach der Hinrichtung Menderes‘ und diversen Militärputschen vorerst nicht, aber im Geheimen verfolgten sie die selbe Politik, die die AKP verfolgt. Tansu Ciller (DYP) hatte kein Problem, mit Erbakan zu koalieren.

    Neu ist allenfalls, dass das anatolische Bürgertum den sozialen Aufstieg geschafft hat und in der türkischen Wirtschaft eine bedeutende Rolle spielt.

    Zum Aufstieg und zur Dominanz der AKP wäre es nie gekommen, hätten nicht die kemalistischen Eliten eine so erbärmliche Rolle gespielt.

    • 26. Oktober 2009 um 18:49 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  34. 34.

    „Was mich wundert, ist dass man sich überhaupt wundert.“

    Exakt.

    Neumann, demnächst warte ich, bis Sie etwas dazu geschrieben haben. In moderaterem Ton und mit einer anderen Biographie. Wenn man des Öfteren live erleben durfte, wie in Islamfaschistenkreisen so geredet wird, weiß man Günes‘ Äußerungen nur zu gut einzuordnen: larvieren, desinformieren, abbrevieren, umleiten.

    • 26. Oktober 2009 um 19:11 Uhr
    • Bergpalme
  35. 35.

    @HJS

    Zum Aufstieg und zur Dominanz der AKP wäre es nie gekommen, hätten nicht die kemalistischen Eliten eine so erbärmliche Rolle gespielt.

    Da ist was dran.

    • 26. Oktober 2009 um 19:11 Uhr
    • Serdar
  36. 36.

    @ Bergpalme

    Man kann auch aus einer anderen als aus einer islamfaschistischen Motivation diverse Äußerungen Erdogans herunterspielen. Serdar Günes ist weder bei der Milli Görüs noch ist er Milli-Görüs-nah.

    • 26. Oktober 2009 um 19:43 Uhr
    • N. Neumann
  37. 37.

    @ HJS, Miriam, Serdar, NN

    Die kemalistische Elite hat mit Aufstieg und Dominanz der AKP relativ wenig zu tun. M.E. kann man von einer solchen Elite ohnhin erst sit Mitte/ Ende der 1990er Jahre wieder reden, die kemalistischen Akademiker haben dem Militär die Förderung der Islamisierung nach 1980 lange nicht verziehen.

    Wichtiger ist der Totalzusammenbruch der „rechten Mitte“, deren Politiker noch viel unfähiger sind als die der CHP. Ob deren daramatischer Absturz und der daraus resultierende Vorstoß der AKP in das hinterlassene Vakuum in diesem Ausmaß bereits 1999 absehbar waren, wie Miriam meint, wage ich zu bezweifeln.

    Dass die AKP eine Partei konservativer Aufsteiger ist, stimmt bedingt. In den drei großen Städten ist sie allerdings im Wesentlichen eine Unterschichtpartei. Stark ist sie vor allem auf dem Land, wo früher weniger die Islamisten als die rechte Mitte dominierte.

    Ob Gül in den nächsten Tagen zum Glattbügeln vorgeschickt wird, werden wir sehen.

  38. 38.

    @Martin Riexinger

    Die kemalistische Elite hat mit Aufstieg und Dominanz der AKP relativ wenig zu tun. M.E. kann man von einer solchen Elite ohnhin erst sit Mitte/ Ende der 1990er Jahre wieder reden, die kemalistischen Akademiker haben dem Militär die Förderung der Islamisierung nach 1980 lange nicht verziehen.

    Ich denke du fasst die „kemalistische Elite“ etwas zu eng. Ich meine das noch viel umfassender. Z.B den Beamtenapparat. Die kemalistischen Akademiker sind natürlich empört gewesen, aber weil es nicht in ihrem Sinne gehandelt hat. Viele der kemalistischen Akademiker rufen sehr schnell nach dem Militär, wenn die Gesellschaft nicht so will, wie sie es gerne hätten.

    • 26. Oktober 2009 um 20:13 Uhr
    • Serdar
  39. 39.

    @ Serdar

    Aber das ist m.E. eine Erscheinung, die so erst wieder seit dem von mir genannten Zeitraum zu beobachten ist.

    Der Beamtenapparat insgesamt ist wohl recht heterogen, da die wechselnden Regierungen immer bestrebt waren, ihre Leute unterzubringen. Aber die türkische „Elite“ ist forschungsmäßig ein Schwarzes Loch.

  40. 40.

    @ Serdar, All: Das war Kommentar Nr.60.000 auf diesem Blog. In etwas mehr als 3 Jahren.

    • 26. Oktober 2009 um 20:19 Uhr
    • Jörg Lau
  41. 41.

    @ JL

    Wie schaffen Sie es, einerseits zurecht die Auslassungen von Erdogan zu kritisieren, und andererseits weiterhin dem Messias zu huldigen. Das Interview ist ja nicht eine der vielen Konsequenzen davon, dass The Speech Ahmedinejad carte blanche erteilt hat.

  42. 42.

    @ JL

    off topic

    Daher also die blöde Regelung zwei Kommentare 0 Spam. Es geht ums Kommentare schinden 😉

  43. 43.

    @Jörg Lau

    @ Serdar, All: Das war Kommentar Nr.60.000 auf diesem Blog. In etwas mehr als 3 Jahren.

    Also bekommen ich jetzt was dafür? Vielleicht ein Jahr lang kostenloses ZEIT Abo :-)

    • 26. Oktober 2009 um 20:29 Uhr
    • Serdar
  44. 44.

    Was hälst du eigentlich von der Außenpolitik der Türkei, wie sie zur Zeit verläuft?

    @ Serdar

    Ich habe nichts dagegen, wenn die Türkei, entgegen der alten nationalistischen Doktrin, gute Beziehungen zu sämtlichen ihrer Nachbarn pflegen will.

    Ich bin mir allerdings nicht sicher, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Ich sehe Anzeichen dafür, dass es auf neo-osmanische Doktrin hinausläuft und die Türkei keine Brückenfunktion anstrebt, sondern die Führungsnation der islamischen Welt werden will und dabei auch eine antiwestliche Politik betreibt. Das kann sie machen, aber bitte außerhalb der EU.

    Zudem ist, wie du sicher weist, auch die AKP nicht frei von Nationalismus. Übrigens auch in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland: Wer hierzulande vor seinen Landsleuten eine feurige Rede schwingt und dabei Assimiliation als ein Verbrechen geisselt, obwohl so gut wie kein relevanter politischer Akteur unserer liberalen Republik von den Türken in Deutschland und auch nicht das Gros der Bevölkerung Assimilation fordert, ist entweder miserabel beraten und giert noch nach der letzten Wählerstimme oder strebt in der Tat einen für das interkulturelle Zusammenleben in Deutschland wenig föderlichen Neo-Osmanismus an. Oder beides. So gesehen gibt es für jede deutsche Bundesregierung einen Grund weniger, einem EU-Beitritt der Türkei aufgeschlossen gegenüberzustehen.

    Jetzt mal unabhängig von EU-Beitritt.

    Eben. Das hier im Besonderen gegenständliche Interview lässt sich wohl kaum allein auf dem Hintergrund der Beitrittsverhandlungen mit der EU interpretieren.

    Daneben wäre auch ein gewisses Auf-Distanz-Gehen Erdogans gegenüber Israel außenpolitisch nachvollziehbar. Doch die Äußerungen und Handlungen Erdogans haben eine solche Schärfe, dass die Türkei Gefahr läuft, von Israel (das könnte auch heißen: von einer konzilianteren israelischen Regierung als der momentanen) nicht mehr als Makler akzeptiert wird. Da können die Israelis gleich nur direkt mit Syrien verhandeln oder sich einen anderen Makler suchen.

    Darüber hinaus spricht in diesem Kontext nicht nur der strategisch-instrumentell kalkulierende Außenpolitiker Erdogan, der sich bei seinen Israel gegenüber feindlichen Nachbarn gut stellen will, sondern auch der verlogene Innenpolitiker Erdogan, der vorgibt, mit seinem Kurs gegenüber Israel Rücksicht gegenüber seinen Landsleuten zu üben, aber selber Teil derjenigen überzeugten Kräfte war und ist, die für eine drastische Zunahme des Antisemitismus in der Türkei in den letzten 20 Jahren gesorgt haben.

    Da kannst du natürlich polemisch gegen einwenden, dass sich viele Türken dabei mit einigen Deutschen in guter Gesellschaft befinden. Aber dies ist (genauso wenig wie bulgarische oder rumänische Zustände es sind) ein Argument für den EU-Beitritt der Türkei.

    • 26. Oktober 2009 um 20:33 Uhr
    • N. Neumann
  45. 45.

    @Serdar
    Oder ein Moped 😉

    • 26. Oktober 2009 um 20:34 Uhr
    • Miriam
  46. 46.

    @ NN

    Da können die Israelis gleich nur direkt mit Syrien verhandeln oder sich einen anderen Makler suchen.

    Wobei sich Israel in Sachen iran mit Ägypten und den Golfstaaten einig ist (ohne dass groß darüber geredet wird).

  47. 47.

    @N.Neuammn

    Danke für dein Kommentar. Da schreib ich noch was dazu, in einigen Punkten geb ich dir durchaus recht.
    Hab das gerade gefunden:

    Krach zwischen Türkei und Israel

    • 26. Oktober 2009 um 20:42 Uhr
    • Serdar
  48. 48.

    @ Miriam

    Da müsste er wirklich nuscheln.

  49. 49.

    oder sich um umbenennen:

    Capitão Sol

  50. 50.

    Eine iranische Atombombe wäre ja wohl die beste Ausrede für eine türkische Atombombe.

    • 26. Oktober 2009 um 23:07 Uhr
    • J.S.
  51. 51.

    Aber nicht, wenn jemand Ahmadineschad als „unseren Freund“ bezeichnet.

    • 26. Oktober 2009 um 23:15 Uhr
    • N. Neumann
  52. 52.

    @J.S

    Eine iranische Atombombe wäre ja wohl die beste Ausrede für eine türkische Atombombe.

    Die brauchen dafür keine Ausreden, es gibt darüber diskussionen. Wenn der Ami ja sagt, könnte die Türkei so ein Ding besitzen.

    • 26. Oktober 2009 um 23:23 Uhr
    • Serdar
  53. 53.

    @Miriam

    Richtig, bei Erdogan fällt auf, er profiliert sich bei jeder Gelegenheit gegen Israels. Für einen Regierungschef eines islamischen Landes zwar absolut üblich, auch der Verweis auf den Volkswillen, nur sollte sich jeder fragen wohin das führen soll.

    Am Ende ist die Türkei eben ein stinknormales islamisches Land.

    • 27. Oktober 2009 um 00:37 Uhr
    • PBUH
  54. 54.

    @N. Neumann

    >sondern auch der verlogene Innenpolitiker Erdogan, der vorgibt, mit seinem Kurs gegenüber Israel Rücksicht gegenüber seinen Landsleuten zu üben, aber selber Teil derjenigen überzeugten Kräfte war und ist, die für eine drastische Zunahme des Antisemitismus in der Türkei in den letzten 20 Jahren gesorgt haben.

    Die Türkei würde also eher Forderungen islamischer Länder in die EU tragen statt z.B. für eine verantwortungsvollere Israelpolitik in arabischen Ländern zu werben.

    Auf so eine „Brückenfunktion“ kann hier jeder verzichten.

    • 27. Oktober 2009 um 00:48 Uhr
    • PBUH
  55. 55.

    @ JL
    „…dann wollen wir darauf lieber verzichten.“
    Sie sollten vielleicht nicht länger so tun, als könnten Sie es sich immer aussuchen. Allzu viele Trümpfe hält der Westen im Nahen und Mittleren Osten nicht mehr in der Hand. Wenn ich mir nur mal anschaue, was aus Ihrem AfPak-Joker Holbrooke geworden ist: auf ganzer Linie gescheitert. Karsai wird ihn wohl bald in den Ruhestand schicken. Dabei war das alles mal umgekehrt geplant.

    • 27. Oktober 2009 um 09:26 Uhr
    • AM
  56. 56.

    Dem lieben Serdar scheint’s hier in Deutschland so gar nicht zu gefallen. Ich schlage vor: ab in die Türkei, dort beim Aufbau helfen; die stehen nämlich dort kurz vor dem Staatsbankrott und brauchen die EU-Mitgliedschaft dringendst, um – vor allem – an die von Deutschland gefüllten Subventionstöpfe zu kommen.
    Im übrigen macht man stets dort den meisten Lärm, wo man am wenigsten bringt.

    • 27. Oktober 2009 um 11:12 Uhr
    • nocheinmalundnocheinmal
  57. 57.

    @nocheinmalundnocheinmal

    „Dem lieben Serdar scheint’s hier in Deutschland so gar nicht zu gefallen.“

    Mir ist es echt rätselhaft, wie Sie darauf kommen.

    @Wuffi
    alle Christen (von Moslem “Ungläubigen” genannt!) würden mit fataler Folgen darunter leiden oder gar getötet.“

    Machen Sie mal halblang..

    • 27. Oktober 2009 um 12:15 Uhr
    • Miriam
  58. 58.

    @ nochmalundnocheinmal: Solche Arschlöcher wie Sie will ich hier nicht haben. Platzverweis. Weitere Beiträge werden gelöscht – und tschüs!

    • 27. Oktober 2009 um 12:20 Uhr
    • Jörg Lau
  59. 59.

    @ wuffi: Get lost. Alle weiteren Kommentare ihrerseits werden gelöscht. JL

    • 27. Oktober 2009 um 12:22 Uhr
    • Jörg Lau
  60. 60.

    @ Miriam, All: Die beiden gelöschten Idiotenkommentare kommen von Lesern des Idiotenblogs, dessen Namen ich nicht einmal erwähne. Dort gibt es einen Link zu meinem Artikel. Ist mir schleierhaft wie jemand bestreiten könnte, dass sich dort eine Bande von Rassisten und Proto-Nazis wechselseitig auf die Schultern klopft.

    • 27. Oktober 2009 um 12:25 Uhr
    • Jörg Lau
  61. 61.

    >Die beiden gelöschten Idiotenkommentare kommen von Lesern des Idiotenblogs, dessen Namen ich nicht einmal erwähne.

    Hihi, um das zu erahnen brauch ich nichtmal Einblick in ihre „Blog Stats“ :-)

    Haben die bösen Jungs und Mädels sie also mal wieder verlinkt.

    Liegt wohl daran, dass die anderen Alt-Medien Erdogans Aussagen ein weiteres mal bewusst überhört haben.

    Christliche Nächstenliebe, Herr Lau, beweisen sie übrigens nicht durch Beschimpfungen, im Gegenteil.

    • 27. Oktober 2009 um 13:30 Uhr
    • PBUH
  62. 62.

    @ nocheinmalnocheinmal, wuffi und chessie

    Sie haben sich in der Tür geirrt. Die Pipi-Toilette ist nebenan.

    • 27. Oktober 2009 um 13:32 Uhr
    • Miriam
  63. 63.

    Sehe kein problem dabei auf gut Deutsch zu sprechen.

    aber hieran ist schon was:
    PBUH: „ Liegt wohl daran, dass die anderen Alt-Medien Erdogans Aussagen ein weiteres mal bewusst überhört haben.

    Irgendwie nimmt man die Aussagen von Erdogan & Co. nicht ernst – dabei meinen sehr oft leute, die deutlich sagen, was so vorhaben oder wie sie etwas sehen, dies auch so.
    Von daher ist es schon verwunderlich, warum da bis auf Lau so niemand sich für Erdogans aussagen zu interessieren scheint.

    • 27. Oktober 2009 um 13:46 Uhr
    • Zagreus
  64. 64.

    @ tati
    „Die Umfrage wurde von INFAKTO durchgeführt (steht auch im Artikel), die sitzen in Istanbul.“
    Die Frage war: „Finden Sie den Gaza-Krieg in Ordnung?“
    Auswertung: Nein->Antisemit,Ja->Kein Antisemit

    • 27. Oktober 2009 um 14:21 Uhr
    • Fälscher
  65. 65.

    @PBUH
    „Christliche Nächstenliebe, Herr Lau, beweisen sie übrigens nicht durch Beschimpfungen, im Gegenteil.“

    Och, ich glaube, christliche Nächstenliebe sollte hier auch gar nicht demonstriert werden.

    @Zagreus
    Ich meine letztes Jahr etwas über die Zustimmung zur Bombe gelesen zu haben (gefunden auf die Schnelle nur das hier: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/431026/index.do, weiß auch nicht mehr wo ich das las). Daneben hat auch Bild berichtet. Von daher kann ich den Sensationswert nicht einstufen. Und obwohl es nicht um den Iran geht, macht Erdogan ja derzeit Schlagzeilen. Für mich Verwirrend, aber hier gibbet’s ja kundige Foristen. Macht mal weiter.

    • 27. Oktober 2009 um 14:26 Uhr
    • Boothby
  66. 66.

    @ Boothby

    „Sensationswert“ ist wirklich ein ‚argument‘ – erstaunt war ich diesbezügl. einmal sehr stark in einem anderen zusammenhang:
    es gibt eine Studie, die de vorfälle in Abu gureib uuntersuchte – und dabei feststellte, dass ein jahr vor dem Skandal wegen folter und misshandlungen dort bereits nachrichtenagenturen informiert wurden – nur waren zu dem zeitpunkt keine ‚Bilder‘ zur verfügung gestanden. Erst als diese da waren wurde in den Zeitungen die Zustände skandalisiert.
    erstaunlich nicht war? :xD

    • 27. Oktober 2009 um 14:40 Uhr
    • Zagreus
  67. 67.

    @Zagreus
    Tja, man verdrängt allzu leicht die Luhmansche Sicht auf die Rolle der Medien. Aber wir biegen uns ja hier unseren Chefreporter selber zurecht.

    • 27. Oktober 2009 um 14:57 Uhr
    • Boothby
  68. 68.

    Aha, der nächste Pipifant.

    • 27. Oktober 2009 um 15:18 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  69. 69.

    „Ist mir schleierhaft wie jemand bestreiten könnte, dass sich dort eine Bande von Rassisten und Proto-Nazis wechselseitig auf die Schultern klopft.“

    Sie definieren Ihr Niveau durch Ihre Art zu argumentieren.

    • 27. Oktober 2009 um 15:46 Uhr
    • FreeSpeech
  70. 70.

    Die Welt betrachtet die inneren Angelegenheiten des Iran und da gibt es selbstverständlich reichlich Kritik für die Unterdrückung der Opposition, für die Verletzung von Menschenrechten in iranischen Gefängnissen, für die Einschränkung der Pressefreiheit, für den Aufbau einer „Nova klasa“ (M. Djilas prägte das für kommunistische Jugoslawien) aus Revolutionsgardisten und geschäftstätigen Geistlichen, die aus dem von ihnen geführten, verlustreichen „vaterländischen“ Krieg mit dem Irak ableiteten, eigenen, überhaupt nicht staatlichen oder verfassungsmäßigen Spielregeln, unkontrolliert folgen zu dürfen. Diese Leute haben erfolgreich den Staat okkupiert und fürchten natürlich den Verlust von Privilegien und Macht. Daher ist auch nicht verwunderlich, dass einige sich sogar der Opposition anschlossen, die vorher als stramme Gefolgsleute der religiösen Führung galten und andere, wie z.B. die Armee- und Milizenführer, die Herrscher über Polizei und Strafverfolgungsbehörden, umso treuer an der Regierung hängen.

    Aber außenpolitisch, sieht man von den rhetorischen Rundumschlägen des Präsidenten einmal ab, verhielt sich der Iran, egal unter welchem Regime friedlich und in der Frage der atomaren Bewaffnung gibt es selbst für die Hardliner eine Hürde, die sich aus der schiitischen Leitlinie ergibt, Atomwaffen als unislamisch zu ächten. – Abweichende Meinungen dazu kursieren natürlich auch und manchen sich da, wo sich die Seminaristen aus den einschlägigen amerikanischen Universitäten in den Think tanks fortpflanzen, meist mit dem Argument bemerkbar, die Erfahrungen des Iran-Irak Krieges und der atomwaffenstarrenden „Nachbarschaften“ (Pakistan, Indien, Israel, Russland) hätten zu einem insgeheimen Umdenken geführt, das nur noch nicht öffentlich ausgesprochen werde.

    Die Türken haben, genau wie wir, als NATO-Mitglied A-waffenfähige Systeme anderer NATO-Partner auf ihrem Boden. Wie viele Atombomben dort lagern, weiß niemand so ganz genau. Außenpolitisch geschickt, unterstützten die Türken, genau wie übrigens auch die Russen, die Einbindung des Iran, trotz der Paria-Rolle, die einige westliche Staaten und die USA dem Iran am internationalen diplomatischen Katzentisch zuletzt höchstens noch gewährten. Sie beriefen sich konsequent auf die vom Iran unterschriebenen Verträge, was sie einerseits vor törichten Junktims im Umgang mit dem Iran bewahrt hat und andererseits die Mittlerrolle ermöglichte, die die Türkei schon aus rein geografischen und wirtschaftspolitischen Bedingungen heraus spielt. – Ich habe den Eindruck, viele hier im Forum kritisieren gerne das Machogehabe und die dummen Sprüche der Politiker des Orients, scheuen sich aber, die realitätsorientierte und pragmatische, mittlerweile über viele Jahre anhaltenden Alltagspolitik der Türkei (Kurdenfrage, Religionsfragen, Militär im Staate, Justiz und Rechtssystem) anzuerkennen.

    Völlig fehlt auch die gerechte Einschätzung der Türkei als potenter Spieler in der Kultur. Türkische Literaten und Intellektuelle gehören mittlerweile zur Weltkultur, sind nicht nur Nobelpreis-würdig, sondern, was noch viel mehr zählt, in einem Maße auf Ausgleich, Verständigung und Verständnis hin orientiert, dass der türkische Ministerpräsident doch nicht zu Unrecht von der türkischen Mittlerrolle sprechen kann.

    Vergessen wird auch, dass die Türken in der Vermittlung zwischen Israel und den Nachbarn immer sehr konstruktiv auftraten, obwohl sie dafür oftmals von beiden Seiten in der medialen Öffentlichkeit gezwiebelt wurden. Mittlerweile ist schon Enttäuschung spürbar. So wie die Enttäuschung über die Politik der großen EU-Länder Deutschland und Frankreich wächst, die sogar die „Ergebnisoffenheit“ des Beitrittsprozesses zur EU in Frage stellen. – Ich denke, Regierungen kommen und gehen, aber die Grundhaltung, einem Land das erkennbar einen demokratischen, säkularen und kulturrell vielfältigen Weg wählt, obwohl es intern und außenpolitisch vor ganz anderen und ungleich größeren Herausforderungen steht, als jeder mitteleuropäische Staat, immer nur ablehnend entgegen zu treten, die ist vielleicht populär und populistisch, aber auf mittlere Frist eher schon lächerlich.

    Das beharrliche und diplomatische Pacta sunt servanda (INF) bringt auf Dauer mehr, als jede Drohung, denn es hilft dem Gegenüber sein Gesicht zu wahren.
    Es ist ein nicht unerhebliches Verdienst der Russen uns Türken, aber auch der Pariser Regierung, neuerlich natürlich auch das Verdienst der Obama- Administration, diese einfachen Prinzipien der internationalen Beziehungen hoch gehalten zu haben oder sie nun wieder in Kraft zu setzen. – Nebenbei wohl auch ein Grund, warum Barack seinen Nobelpreis verdient hat, beziehungsweise ein würdiger Preisträger ist.

    Wie schon häufiger hier festgestellt, kämpft ja die türkische Regierung nicht nur gegen eine öffentliche Opposition, sondern auch gegen Leute, die den Gründer-Kemalismus immer und immer wieder gegen eine angebliche Islamisierung ins Feld führen, damit aber meist autoritäre, militärische und geheime Strukturen fördern. So müssen bis heute in den fernen Grenzgebieten der Türkei „Dorfschützer“ und nicht regulär kontrollierte Polizeikräfte für Ordnung sorgen. Diese Einheiten werden letztlich nur von den örtlichen militärischen Führungen noch kontrolliert und führen ein weitgehendes Eigenleben.

    Gegen all´ diese Staat-im Staate Institutionen, deren Verfestigung war ja ein Grund, warum sich auch große Teile der türkischen Eliten und der mittlerweile gewachsenen Bildungseliten von den kemalistischen Parteien ab- und den gemäßigt muslimischen, parlamentarisch operierenden Parteien zugewandt haben, kämpft, für einige hier im Forum offensichtlich immer noch ein politisches Rätsel oder aber einfach aus ideologischer Verblendung nicht begreifbar, einen islamische Partei und die von ihr gestellte Staatsführung.

    Mir fällt der Zwiespalt auf, mit der man hier mehrheitlich zwar den um sich greifenden „Sarrazinismus“ für eine legitime, zumindest aber duldbare Art der Meinungsäußerung hält, aber beim türkischen Ministerpräsidenten die Geste in Richtung Iran, der hat der Türkei in den letzten Jahrzehnten nun wirklich niemals ein ernstes Problem beschert, auf die Goldwaage legt.

    Grüße
    Christoph Leusch

    PS: Ich kann zu diesen Fragen nur wärmstens auf mindestens zwei Beilagen zur Zeitschrift „Das Parlament“, „Aus Politik und Zeitgeschichte“, aus jüngster Zeit verweisen, die sich mit der Türkei beschäftigen. In Eile spare ich mir die Links. Der Betreiber dieses Blogs hat, so glaube ich mich zu erinnern, zumindest an einer Beilage mitgeschrieben.

    • 27. Oktober 2009 um 16:08 Uhr
    • Christoph Leusch
  71. 71.

    @ Freespeech: Bestreiten Sie es etwa? Jedesmal, wenn ich da hingerate, bin ich einfach nur entsetzt über die Niedertracht und Fiesigkeit der Teilnehmer, die sich auch noch gegenseitig beweihräuchern.

    • 27. Oktober 2009 um 17:07 Uhr
    • Jörg Lau
  72. 72.

    Ahmadinejad hails Erdogan’s nuclear support

    http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hk7rMl2tbK5Zplv0M_iEzRsG9ZRw

    „When an illicit regime possesses nuclear arms, one can not talk about depriving other nations from the peaceful nuclear programme,“ he said.

    „Your clear stance towards the Zionist regime had a positive effect in the world, especially the Islamic world, and I am sure that everyone was satisfied,“ Ahmadinejad added.

    • 27. Oktober 2009 um 18:10 Uhr
    • PBUH
  73. 73.

    Ja, ich bestreite, sich „sich dort eine Bande von Rassisten und Proto-Nazis wechselseitig auf die Schultern klopft.”
    Es geht dort stammtischmässig zu, aber ich habe, so denke ich zumindest, als Angehöriger einer direkten Demokratie gelernt, zwischen Ton, Intention und Inhalt zu unterscheiden.
    Was Sie als Fiesigkeit empfinden, sehe ich nicht so wild. In unserer nordalpinen Kultur (da zähle ich auch Deutschland dazu) ist man aufgewachsen damit, dass man etwas gröber sagt als man es dann hält. Stammtisch eben.

    • 27. Oktober 2009 um 19:01 Uhr
    • FreeSpeech
  74. 74.

    Nach wie vor wird verdrängt, dass Erdogan und die AKP nicht mehr als 35% der türkischen Wählerschaft augrund des Wahlsystems repräsentiert.

    Herr Lau,

    die Annäherung an den Iran bewegt sich vollständig im Rahmen normaler Diplomatie. Die Nähe Erdogans zum Sudan ist weitaus verwerflicher. Aber immerhin stellt sich Erdogan nicht wie unsere Kanzlerin hinter den Massenmord in Gaza, und wird auch nicht von Israel genötigt, Kriegsmaterial zur Ghettoisierng der Palästinenser zu spendieren. So schlecht gehts den Türken anscheinend nicht.

    • 27. Oktober 2009 um 22:03 Uhr
    • Erol Bulut
  75. 75.

    * 27. Oktober 2009 um 19:01 Uhr
    * —FreeSpeech
    Werter „FreeSpeech“ aus der direkten Demokratie. Eigentlich beginnt es doch immer zuerst mit Tönen, vor allem Misstönen, dann mit gewissen Intentionen und es endet stets mit dem handfesten Anliegen, z.B. „aus zu schaffen“. Aber auf PI, in den diversen Netzwerken rund um bestimmte Verlage und Buchversender (z.B. Kopp) und in den diversen mit Pro- anlautenden und überall Stoppschilder anklebenden Vereinigungen ist man über die Stränge nach ein paar Glas Bier am Stammtisch längst weit hinaus und betreibt schon ganz systematisch Hetze. Übrigens zieht an diesem medialen Stammtisch fast nur, wovon die Umsitzer (User) denken, es sei bereits stilles Allgemeingut. Das verleitete ja auch z.B. Pro Köln dazu, sich als Massenbewegung zu fühlen und daher berechtigt zu sein selbsttätig Platzverweise nach der Straßenverkehrsordnung zu verteilen. Als Gast in Köln muss man allzu häufig an Laternen mit dieser komischen Zusatzbeschilderung vorbei.

    Grüße

    Christoph Leusch

    • 27. Oktober 2009 um 23:04 Uhr
    • Christoph Leusch
  76. 76.

    @Jörg Lau

    Wo bleiben Ihre Löschaktionen ?

    Oder finden Sie ebenfalls, daß sich unsere Bundeskanzlerin hinter den „Massenmord“ in Gaza stellt und das Antisemitismus ganz normale Diplomatie ist?

    • 27. Oktober 2009 um 23:05 Uhr
    • christian aka tati
  77. 77.

    @Erol Bulut

    >Nach wie vor wird verdrängt, dass Erdogan und die AKP nicht mehr als 35% der türkischen Wählerschaft augrund des Wahlsystems repräsentiert.

    Sie selbst sind doch der beste Beweis wie der clevere Erdogan mit Hilfe von plumper Israelkritik wesentlich grössere Teile der Bevölkerung hinter sich versammelt.

    Den türkischen Militärs bleibt jedenfalls nicht mehr viel Zeit die Erdoganshow noch zu beenden.

    @christian

    Der Blogmeister sollte es mit den Löschaktionen nicht übertreiben.

    • 27. Oktober 2009 um 23:25 Uhr
    • PBUH
  78. 78.

    Hallo,

    eigentlich kann man Herrn Erdogen nur dankbar sein. Ihm scheint der Geschmack von Kreide wirklich nicht zu gefallen. Ich bezweifle zwar, das die EU ihre Selbstachtung wiederfinden und endlich diese peinlichen Verhandlungen abbrechen wird. Aber jede Aktion der AKP Regierung in dieser Richtung stärkt die Beitrittsgegner. Es braucht allerdings gar nicht den offenen Antisemitismus Erdogans. Um eine Mitgliedschaft abzulehnen reichen die sattsam ins Feld geführten historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gründe. Mal abgesehen davon, dass das ganze Unterfangen nie von einer Mehrheit der Völker Europas getragen wurde.

    • 28. Oktober 2009 um 00:29 Uhr
    • Stephan Scholz
  79. 79.

    @ PBUH
    „Den türkischen Militärs bleibt jedenfalls nicht mehr viel Zeit die Erdoganshow noch zu beenden.“
    Militärs, die gegen gewählte Regierungen putschen, verdienen einen Platz an der Wand.

    • 28. Oktober 2009 um 00:34 Uhr
    • Fälscher
  80. 80.

    Das passt zu der kürzlich veröffentlichten Umfrage, das die meisten Türken keinen Christen als Nachbarn haben möchten. Deutschland hat übrigens aus seiner Geschichte gelernt. Wir haben die Verbrechen, die in unserem Namen geschahen, untersucht und bekennen uns zu ihnen. Soll ja Völker geben, die den ersten Völkermord der Neuzeit auf der Visistenkarte stehen haben und sich bis so verbiegen, das man sich fremdschämen muss. Kann mich aber auch täuschen, vielleicht bin ich auch bloß auf die Propaganda der Arschlöcher auf dem Idiotenblog pi reingefallen.
    Und in Bezug auf Antisemitismus sind viele Ausländer aus dem ominösen Südland besser integriert als die meisten Deutschen in den letzten 64 Jahren. Jedenfalls sahen die „Friedensdemonstranten“, die auf den „Friedensdemonstrationen“ Anfang des Jahres „Juden ins Gas“ brüllten, nicht so aus, als wären ihre Vorfahren schon bei der Schlacht im Teutoburger Wald dabeigewesen. Kann mich aber auch hier irren. Wenn Sie einen deutschen Pass haben, sind das natürlich Deutsche, wer könnte etwas anderes vermuten?

    • 28. Oktober 2009 um 00:42 Uhr
    • Stephan Scholz
  81. 81.

    Schon paradox. Eigentlich ist das Militär der Garant für den westlichen Kurs (oder besser: den säkularen Kurs) der Türkei. Dessen Stellung ist mit den Bestimmungen der EU natürlich nicht vereinbar. Deshalb schwächt der Beitrittsprozess das Militär und stärkt die Islamisten in der AKP Regierung. Das scheint ein Hauptgrund für die Motivation zum Beitritt zu sein. Mir wäre jedenfalls nicht aufgefallen, das Erdogan und Konsorten in die EU möchten, weil Ihnen unsere Werteordnung so zusagt.

    • 28. Oktober 2009 um 00:46 Uhr
    • Stephan Scholz
  82. 82.

    @Fälscher

    „Die Demokratie ist der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“

    Erdogan ist selbst ein Verfassungsfeind, da muss man kein Mitleid haben.

    • 28. Oktober 2009 um 00:47 Uhr
    • PBUH
  83. 83.

    @-Fälscher
    „Militärs, die gegen gewählte Regierungen putschen, verdienen einen Platz an der Wand.“

    Etwa so wie die Widerstandskämpfer von 20. Juli 1944? In Bezug auf die Türkei: wenn das Militär in den letzten 40 Jahren nicht dreimal geputscht hätte, wäre es mit der „säkularisierten“ Türkei längst Essig.
    Es ist erbärmlich, das unsere Beitrittskriterien diejenigen stärken, die die Säkularisierung der Türkei zurückdrehen wollen. Wenn sich das Land so entwickelt, das in der Türkei in 30 Jahren „Istanbul überall“ ist, ist gegen einen Beitritt nichts einzuwenden. Ist das nicht der Fall, ist das Land in der EU nicht erwünscht. Dann sollen sie sich halt der OIC anschließen oder wem auch immer.

    • 28. Oktober 2009 um 00:55 Uhr
    • Stephan Scholz
  84. 84.

    Off-Topic

    Der frisch wiedergewählte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat ARD und ZDF für ihre Programmentscheidungen scharf kritisiert. Lammert bemängelte in seiner Antrittsrede, dass im Hauptprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender Serien und Komödien statt der konstituierenden Sitzung des Parlaments ausgestrahlt würden.

    http://de.news.yahoo.com/2/20091027/tts-lammert-veraergert-ueber-tv-serien-s-c1b2fc3.html

    (Kein Kommentar)

    • 28. Oktober 2009 um 01:21 Uhr
    • Rojass
  85. 85.

    @ Scholtz

    Etwa so wie die Widerstandskämpfer von 20. Juli 1944?

    Ja, richtig. So sher wir heutzutage mit unseren Maßstäben sie bewundern , so konsequent sind sie verurteilt und hingerichtet worden udn das war in diesem Fall eben kein Unrecht, da diese Leuten gegen das damals geltene Gesetz verstoßen haben.
    Ihre Vorstellungen sind etwas von einem universell und zu allen zeiten gültigen ‚recht‘, das sich wohl primär nach ihren eigenen politischen vorstellungen und symphatien richtet und reflektiert nicht die schweirigkeit, die sich daraus ergibt, dass andere menschen anderen auffassungen mit der selben begründungen vertreten.

    ___________________________
    Sehr zu empfehlen um es sich einmal in ruhe durchzulesen:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-43/artikel-2009-43-editorial-toleranz.html

    • 28. Oktober 2009 um 01:54 Uhr
    • Zagreus
  86. 86.

    vielleicht bin ich auch bloß auf die Propaganda der Arschlöcher auf dem Idiotenblog pi reingefallen.
    Und in Bezug auf Antisemitismus sind viele Ausländer aus dem ominösen Südland

    @ Stephan Scholz

    Apropos: Lassen Sie nur von Arschlöchern denken? Oder haben Sie schonmal darüber nachgedacht, ob es sich bei der Bezeichnung Südländer, anders als vom Idiotenblog beharrlich suggeriert, weniger um eine politische korrekte Umschreibung der Polizei für türkisch- oder arabischstämmige Tatverdächtige handelt, sondern vielmehr Ausdruck der Tatsache ist, dass häufig wirklich nicht angegeben werden kann, ob persönlich unbekannte Tatverdächtige mit augenscheinlich nicht-deutschen Vorfahren einen türkischen, arabischen oder südeuropäischen bzw. südosteuropäischen Migrationshintergrund haben?

    • 28. Oktober 2009 um 02:43 Uhr
    • N. Neumann
  87. 87.

    @N. Neumann

    „Bezeichnung Südländer, […] Ausdruck der Tatsache ist, dass häufig wirklich nicht angegeben werden kann, ob […] Tatverdächtige mit […] einen türkischen, arabischen oder südeuropäischen bzw. südosteuropäischen Migrationshintergrund haben?“

    Der Ausdruch war früher einmal tatsächlich ein Zeichen von Objektivität und Fairness.
    Karikiert und damit kaputtgemacht haben ihn die Medien durch ihre wie auch immer legitimierte „affirmative action“ im Dienste der multikulturellen Gesellschaft.

    Haben die Zeitungen früher bei Berichten ausländische Nachnamen abgekürzt (während jeder Schmidt und Müller sich mit Vor- und Zunamen in der Zeitung lesen durfte), reicht auch das heute nicht mehr aus. Inzwischen drängt sich doch bei jedem Abgekürzten Namen auf das es sich um eine Person mit Migrationshintergrund handelt. Konsequenterweise gehen die Redaktionen jetzt dazu über deutsche Vornamen zu verwenden.

    Was erwarten Sie wie die Leute darauf reagieren? Doch genau indem so ein Begriff wie „Südland“ geprägt wird.
    Wenn die Journalisten den Mut hätten ihre Unterstützung ehrlich und transparent zu gestalten wäre es gar nicht so weit gekommen. Leider haben die Medien über solche Dinge die Deutungshoheit verloren, denn „wer einmal lügt…“

    Im übrigen liegt da ein gewisses Maß an (wahrscheinlich gut gemeintem) Rassismus verborgen.

    • 28. Oktober 2009 um 08:41 Uhr
    • Mattes
  88. 88.

    @ Rojass
    „Etwa so wie die Widerstandskämpfer von 20. Juli 1944?“
    Etwa so wie die Putschisten von 1923 es verdient gehabt hätten. Es wäre uns viel erspart geblieben.

    • 28. Oktober 2009 um 09:58 Uhr
    • Fälscher
  89. 89.

    Muss @Stephan Scholz heißen.

    • 28. Oktober 2009 um 09:58 Uhr
    • Fälscher
  90. 90.

    @ Mattes

    „Inzwischen drängt sich doch bei jedem Abgekürzten Namen auf das es sich um eine Person mit Migrationshintergrund handelt. Konsequenterweise gehen die Redaktionen jetzt dazu über deutsche Vornamen zu verwenden.“

    Dass ist doch Unsinn! Der Massenmörder Tim K. z.B. war Deutscher.

    • 28. Oktober 2009 um 10:06 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  91. 91.

    @ Stephan scholz
    „Eigentlich ist das Militär der Garant für den westlichen Kurs (oder besser: den säkularen Kurs) der Türkei.“
    „Soll ja Völker geben, die den ersten Völkermord der Neuzeit auf der Visistenkarte stehen haben und sich bis so verbiegen, das man sich fremdschämen muss.“
    Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie widersprüchlich das ist? Die Ermordung von Armeniern hat nicht nicht das türkische Volk auf der Visitenkarte, sondern genau die Militärs, denen Sie wegen des „Säkularismus“ so zugetan sind. Ist Völkermord eigentlich eine säkulare Errungenschaft? Ein Blick auf die Geschichte legt das beinahe nahe.
    Gleichzeitig soll gerade der Teil der türkischen Wähler, der vor dem Militär Angst hat, wegen der Großverbrechen des Militärs in Sack und Asche vor Ihr westliches Auge treten. Verstehen Sie das eigentlich selbst?

    • 28. Oktober 2009 um 10:50 Uhr
    • AM
  92. 92.

    @AM

    Der Völkermord an den Armeniern ist eine fette Baustelle der Türkei. Da rennen Sie bei mir offene Türen ein.

    Dennoch ist es so, dass das Militär in der Türkei die Institution ist, welche als Garant für den „Säkularismus“ gilt. Der Begriff Säkularismus ist eigentlich falsch. Denn der Islam ist nicht vom Staat Türkei getrennt, sondern diesem untergeordnet. Das „Religionsministerium“ ist Erdogan untergeordnet und bestimmt z.B. was in den Freitagsgebeten weltweit von den Imamen der Behörde gepredigt wird.

    Das Militär selbst sieht sich als Wächter der Staatsordnung von Atatürk. Das Militär, von dem man ausgeht, es würde putschen um einen islamischen Staat zu verhindern und welches der Regierung allgemein sehr kritisch gegenüber steht, wird aktuell von islamischen Gruppen unterlaufen. Systematisch werden in Schlüsselpositionen Personen gehieft, von denen man ausgeht, dass sie auf Erdogan Linie sind. Dies hört man zumindest immer wieder von besorgten Militärs aber auch Zivilisten, welche eben die Befürchtung hegen, Erdogan bereite die Türkei darauf vor, dass sie ein islamischer Staat wird – was sie ja eigentlich schon ist nach unserer Definition, da der Islam Staatsreligion ist und eben nicht vom Staat getrennt ist die anderen Religionen in der Türkei. Dieses Unterlaufen bereitet vielen von denen, welche eben das Militär als Garant für einen „säkulraren“ Staat wissen wollen, große Sorge. Gerade viele der Aleviten vertrauen dem Militär und sehen in diesem eine Institution, welche gegen einen islamischen Staat kämpfen würde.

    Ich bin was die Zahlen angelangt, nicht ganz sicher. Aber zumindest drei Male putsche das Militär und führte so Neuwahlen herbei. Das entspricht natürlich nicht den europäischen Vorstellungen von Demokratie, weshalb ja auch immer wieder von der Türkei gefordert wird, die Rolle des Militärs verfassungsrechtlich einzuschränken.

    Die Frage hierbei ist allerdings, ob sie die EU einen Gefallen damit tut, demokratische Prinzipien von der Türkei abzuverlangen, die dazu führen, dass dessen Rolle geschwächt und für den Fall einer Islamisierung der Türkei dann auch nicht mehr nicht die Macht hätte, dies zu verhindern.

    • 28. Oktober 2009 um 11:46 Uhr
    • Stefanie
  93. 93.

    @Hans Joachim Sauer

    >Dass ist doch Unsinn!

    Zumindest einen Fall hat das „Idiotenblog“ nachgewiesen.

    Und Mattes hat recht, bei der Glaubwürdigkeit in Sachen rund um das Thema Ausländer/Migranten haben deutsche Medien längst DDR Niveau erreicht.

    Selbst wenn mal nicht gelogen wird glaubt es keiner mehr.

    • 28. Oktober 2009 um 11:49 Uhr
    • PBUH
  94. 94.

    @Stefanie

    Erdogan und Co. sind schon sehr erfolgreich gewesen, bei Unterwanderung von Militär und Justiz, ein Putsch ist schon heute nicht mehr ohne grosses Risiko möglich.

    Die EU spielt den nützliche Idiot für die Islamisten, nur die europäische Bevölkerung will nichtmehr mitspielen.

    • 28. Oktober 2009 um 11:58 Uhr
    • PBUH
  95. 95.

    „dass dessen Rolle“

    Bezieht sich natürlich auf Militär.

    „auch nicht mehr nicht die Macht hätte, dies zu verhindern.“

    Muss natürlich heißen, dass das Miltär dann nicht mehr die Macht hätte, eine Islamisierung zu verhindern.

    • 28. Oktober 2009 um 12:00 Uhr
    • Stefanie
  96. 96.

    „Und Mattes hat recht, bei der Glaubwürdigkeit in Sachen rund um das Thema Ausländer/Migranten haben deutsche Medien längst DDR Niveau erreicht.“

    Glauben aber nur die Leser des Idiotenblogs.

    • 28. Oktober 2009 um 12:13 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  97. 97.

    @PBUH

    „Und Mattes hat recht, bei der Glaubwürdigkeit in Sachen rund um das Thema Ausländer/Migranten haben deutsche Medien längst DDR Niveau erreicht.“

    Ja, so ist sie, die Systempresse. Wenn die erst mal nierdergrungen ist, stellt sich aber noch die Frage, von welcher Seite.

    • 28. Oktober 2009 um 12:31 Uhr
    • Boothby
  98. 98.

    @ AM

    „Die Ermordung von Armeniern hat nicht nicht das türkische Volk auf der Visitenkarte, sondern genau die Militärs, denen Sie wegen des “Säkularismus” so zugetan sind.“

    Das stimmt nicht ganz. Atatürk wollte zunächst nichts mit den Hauptverantwortlichen für den Völkermord, Enver Pascha, Talaat Pascha und anderen Führern der jungtürkischen Militärregierung (von denen sich viele nach Deutschland abgesetzt hatten) zu tun haben und befürwortete anfangs auch deren Strafverfolgung.

    Erst als nach Aufständen der westanatolischen Griechen die Lage in der Rest-Türkei immer chaotischer wurde, solidarisierte er sich mit ihnen, weil er sie für den Krieg gegen die Besatzungsmächte brauchte.

    Wikipedia sehr ausführlich:

    http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern

    • 28. Oktober 2009 um 12:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  99. 99.

    @ Boothby

    „Ja, so ist sie, die Systempresse. Wenn die erst mal nierdergrungen ist, stellt sich aber noch die Frage, von welcher Seite.“

    Dann wird alles verboten, was links von der „Jungen Freiheit“ und rechts vom „Neuen Deutschland“ einzuordnen ist. Und die Anhänger beider Lager schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein.

    😉

    • 28. Oktober 2009 um 12:42 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  100. 100.

    @HJS

    Wenn der Rauch sich verzogen hat, klären wir dann, ob Nazi oder Linksgrünfaschisten die Schuldigen an den für D ansonsten untypischen Gewaltakten waren. :-)

    • 28. Oktober 2009 um 12:45 Uhr
    • Boothby
  101. 101.

    @ Stefanie
    „Der Völkermord an den Armeniern ist eine fette Baustelle der Türkei. Da rennen Sie bei mir offene Türen ein.“
    Irren Sie sich nicht in der Tür? Wer ist die Türkei? Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass es es eine fette Baustelle der Türken ist. So alte Baustellen muss man endlich dichtmachen. Ganz einfach, und an die Zukunft denken.
    So alte Baustellen werden nur offengehalten, damit man damit Spielchen treiben kann. Zum Beispiel Wähler bevormunden. Und das ausgerechnet im Sinne der Täter von anno dazumal, deren Erben auch heute noch Attentate im eigenen Land organisieren, um ihre Rolle zu sichern. Der Urgroßvater des durchschnittlichen Türken von heute wäre schlicht und einfach vom Militär gemeuchelt worden, wenn er sich vor die verfolgten Armenier gestellt hätte. Dafür soll sich jetzt sein Urenkel von erklärten Freunden des Militärs mit dem moralischen Zeigefinger wackeln lassen? Das ist ja lächerlich!

    • 28. Oktober 2009 um 12:46 Uhr
    • AM
  102. 102.

    @ HJS
    „Das stimmt nicht ganz.“
    Was stimmt schon ganz? Es ist aber offensichtlich, dass in der heutigen Türkei genau diejenigen militärnahen Kräfte den Deckel auf allen Minderheitenthemen halten, die sich als Verwalter des säkularen Erbes betrachten. Wenn dann noch Westler gleichzeitig wie eine scheinheilige Monstranz das Armenier-Thema vor sich hertragen und ihre Hoffnungen auf das Militär setzen (Stefanie), dann stinkt es mir gewaltig.

    • 28. Oktober 2009 um 12:55 Uhr
    • AM
  103. 103.

    @Boothby

    Man muss nur die täglich neuen Horror-Zahlen aus den USA zum Printbereich zur Kenntnis nehmen. Schon bald werden sich deutsche Redakteure mehr Sorgen um ihren eigenen Job machen müssen als um die politkorrekte Darstellung von Migranten in den Medien.

    • 28. Oktober 2009 um 12:57 Uhr
    • PBUH
  104. 104.

    >Der Urgroßvater des durchschnittlichen Türken von heute wäre schlicht und einfach vom Militär gemeuchelt worden, wenn er sich vor die verfolgten Armenier gestellt hätte

    😉

    • 28. Oktober 2009 um 13:02 Uhr
    • PBUH
  105. 105.

    @AM
    „So alte Baustellen muss man endlich dichtmachen. Ganz einfach, und an die Zukunft denken.“

    Das halt ich doch für sehr bedenklich (gelinde gesagt), soviel Aufarbeitung muss drin sein.

    „So alte Baustellen werden nur offengehalten, damit man damit Spielchen treiben kann.“

    Das Dichthalten solcher Baustellen ist selbst ein Spielchen.

    „Zum Beispiel Wähler bevormunden.“

    Wieso bevormunden, die Anerkennung ist keine türkische Privatangelegenheit. Das muss einem Staat (und seinem Souverän) doch wohl zuzumuten sein.

    „Der Urgroßvater des durchschnittlichen Türken von heute wäre schlicht und einfach vom Militär gemeuchelt worden, wenn er sich vor die verfolgten Armenier gestellt hätte.“

    Solch Wirkmechanismen sind bekannt, und oft genug auch Argumentationsmuster. Das bedeutet aber nicht, das der Urenkel das Geschehen heute bagatellisieren soll.

    Ich fände ein heutiges Klima, in dem sich ein Befürworter der Anerkennung des Völkermordes der Türkenfresserei bezichtigen lassen müsste, viel unangenehmer. Und da beide Optionen (anerkennen/nicht anerkennen) antagonistisch zueinander stehen, gibt’s nur eine tragfähige Möglichkeit.

    • 28. Oktober 2009 um 13:04 Uhr
    • Boothby
  106. 106.

    Es bewegt sich ja was im Verhältnis Türkei-Armenien. Stichwort Fußball-Diplomatie.

    Vor zu viel Optimismus warnt allerdings der Historkier Mihran Dabag:

    http://www.merkur-online.de/nachrichten/welt/historiker-tuerkei-wird-voelkermord-armeniern-zugeben-493618.html

    • 28. Oktober 2009 um 13:10 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  107. 107.

    @ HJS
    „Das Dichthalten solcher Baustellen ist selbst ein Spielchen.“
    Ganz gewiß. Und das Dichthalten unterstütze ich auch keineswegs, schon gar nicht die Verfolgung derjenigen Türken, die dazu mit guten eigenen Gründen etwas sagen oder schreiben.
    Das hindert mich aber nicht daran, es gleichzeitig für absolut lachhaft und verlogen zu halten, wenn man z.B. in Frankreich das Leugnen von in der Türkei begangenen Taten unter Strafe stellt. Wer solche Gesetze beschließt, verhöhnt die Opfer, in dem er sie zu Aufklebern für seine tagespolitischen Motive schrumpft.

    • 28. Oktober 2009 um 13:17 Uhr
    • AM
  108. 108.

    @ HJS
    Meine letzte Antwort ging natürlich an Boothby. Tut mir leid!
    Danke für Ihren Beitrag zum Verhältnis Türkei-Armenien.

    • 28. Oktober 2009 um 13:20 Uhr
    • AM
  109. 109.

    @HJS
    Aus dem Artikel:
    „Ich bin der Meinung, dass die Erforschung eines Genozids zunächst die Anerkennung dieser Tat voraussetzt. Ansonsten bleibt die Diskussion in der Frage: Völkermord ja oder nein? stecken“

    Ich bin kein Experte, aber die Faktenlage scheint ja auch eindeutig. Dennoch ist ja auch nicht zu erwarten, das der Umgang damit plötzlich dem hierzulande gleich wäre. Ich verfüge nicht über die Expertise des genannten, aber ich könnte mir die schrittweise Ausarbeitung diplomatischer Formeln, die ein „sukzessives Annehmen“ der Vergangenheit mit sich bringen, vorstellen (ich bleibe halt Optimist). Wenn sich ausreichend viel im T/A Verhältnis tut, ist ein für beide Seiten befriedigender Ausgleich zumindest theoretisch möglich.

    • 28. Oktober 2009 um 13:21 Uhr
    • Boothby
  110. 110.

    @AM
    Diese Frage kann natürlich zum Missbrauch führen, und mancher Druck mag auch hilflos wirken (wobei ich mich zu erinnern meine, das die französische Initiative der türkischen Politik folgte, und daher den Dissenz auch für die Türkei gut sichtbar macht). Tagespolitik sollte das nicht sein.

    Aber ich denke doch, das man mit einem nicht ausreichend klaren Signal auch einlädt, die Geschehen herunterspielen. Es ist für die Türkei wie auch Europa von eigenem Interesse, wenn sich jeder klar macht, worauf er sich einlässt. Es würde den Türken ein (zumindest hoffe ich das) völlig falsches Bild von der hiesigen Lage vermitteln, wenn man den Eindruck hinterlässt, solche Verzerrungen der Historie wären akzeptabel. Von daher gilt: Je eher daran, je eher davon. Das schließt geschickte Diplomatie nicht aus.

    • 28. Oktober 2009 um 13:31 Uhr
    • Boothby
  111. 111.

    @Christoph Leusch

    Eigentlich beginnt es doch immer zuerst mit Tönen, vor allem Misstönen, dann mit gewissen Intentionen und es endet stets mit dem handfesten Anliegen, z.B. “aus zu schaffen”.

    „Eigentlich“ „Immer“ „stets“

    • 28. Oktober 2009 um 14:39 Uhr
    • FreeSpeech
  112. 112.

    @HJS, Boothby

    Ich habe nicht von der allgemeinen Glaubwürdigkeit der Presse geschrieben und auch nicht das Wort Systempresse verwendet, ich habe mich explizit auf den Term „Südländer“ bezogen.

    • 28. Oktober 2009 um 15:48 Uhr
    • Mattes
  113. 113.

    @ Mattes

    Otto Normalzeuge eines Verbrechens kann nicht sagen, ob der Täter Türke, Italiener, Araber, Grieche, Rumäne, Bulgare, Spanier oder Portugiese war. Die sind (fast*) alle schwarzhaarig mit etwas dunklerem Teint als der Durchschnittsdeutsche.

    *Ich hatte während eines Türkeiurlaubs einen ur-türkischen Tennislehrer, den ich vom Aussehen – aschblond, blauäugig – zuerst für einen Österreicher hielt. Vielleicht hatte er slawische oder albanische Vorfahren.

    • 28. Oktober 2009 um 16:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  114. 114.

    @N. Neumann

    “Bezeichnung Südländer, […] Ausdruck der Tatsache ist, dass häufig wirklich nicht angegeben werden kann, ob […] Tatverdächtige mit […] einen türkischen, arabischen oder südeuropäischen bzw. südosteuropäischen Migrationshintergrund haben?”

    Der Ausdruch war früher einmal tatsächlich ein Zeichen von Objektivität und Fairness.

    @ Mattes

    Der Ausdruck war und ist zunächst mal Polizeijargon, eine Art terminus technicus.

    Karikiert und damit kaputtgemacht haben ihn die Medien

    Die (Print)Medien verwenden ihn so gut wie überhaupt nicht. Wie können sie ihn dann karikieren und kaputtmachen?

    durch ihre wie auch immer legitimierte “affirmative action” im Dienste der multikulturellen Gesellschaft.

    Medien müssen sich hierzulande nicht legitimieren, sie können im breiten Rahmen geltender Gesetze über so ziemlich alles berichten, was sie wollen und so ziemlich alles meinen, was sie wollen.

    Das Problem von manchen monothematisch fixierten Medienbeobachtern besteht nun darin, dass die Medien im Kollektiv nicht ihre Ansichten oder tatsächlich/vermeintlich das Gegenteil derselben vertreten. Da betreiben die Medien dann eine illegtime „affirmative action im Dienste der multikulturellen Gesellschaft“ oder umgekehrt „Hetze gegen Migranten und Islam“.

    Lustig darin ist, dass sich sowohl die einen als auch die anderen regelmäßig auch affirmativ auf Artikel in den Medien bzw. Interviews in den Medien beziehen.

    Haben die Zeitungen früher bei Berichten ausländische Nachnamen abgekürzt (während jeder Schmidt und Müller sich mit Vor- und Zunamen in der Zeitung lesen durfte), reicht auch das heute nicht mehr aus.

    Du betreibst Autosuggestion.

    Inzwischen drängt sich doch bei jedem Abgekürzten Namen auf das es sich um eine Person mit Migrationshintergrund handelt.

    Wer häufig und gern bestimmte Blogs liest, die Berichte (aus den Medien) über Tatverdächtige und Straftäter mit Migrationshintergrund sammeln, dem drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass die gesuchte oder verhaftete Person einen Migrationshintergrund hat. Dies erkennt man fast immer am Vornamen.

    Konsequenterweise gehen die Redaktionen jetzt dazu über deutsche Vornamen zu verwenden.

    Redaktionen haben, jedenfalls so lange ich Zeitungen lese, häufig die Vornamen von verdächtigen und verhafteten Personen oder aber auch Kriminalitätsopfern abgekürzt. Zuweilen erscheint dann auch der volle Nachname, vor allem dann, wenn ein Fall den Medien interessant erscheint oder derselbe öffentliche Resonanz erzeugt.

    Den vollen Namen liest man im gegegebenen Zusammenhang von vorherein bzw. vor allem dann, wenn es sich um eine Person handelt, die einen unrühmlichen Auftritt bei Aktenzeichen XY hat oder haben könnte.

    Hingegen ist mir keine einzige Redaktion bekannt, die aus einem Abdullah K. einen Maik S. gemacht hat. Wenn es so eine Redaktion geben sollte, existierte sie jedoch nicht Plural.

    Was erwarten Sie wie die Leute darauf reagieren?

    Es ist nicht so, dass ich von bestimmten Leuten keine beknackten Reaktionen erwarte; das wäre ziemlich naiv.

    Doch genau indem so ein Begriff wie “Südland” geprägt wird.

    Der von bestimmten Leuten in bestimmten Blogs konstruierte Begriff „Südland“ ist aber eben beknackt. Und zwar selbst dann, wenn man davon absieht, dass sich eine tatverdächtige Person mit südländischem Aussehen beispielsweise ein rumänischer Trickdieb oder ein Schläger mit griechischem Migrationshintergrund verbirgt.

    Auch diensthabende Polizeibeamte in Neukölln-Nord etwa – einem Gebiet, bei dem man (relativ dunkle Haar- und Hautpigmentierung bei der Täterbeschreibung vorausgesetzt) mit vergleichsweise hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass Straftäter einen türkischen oder arabischen Migrationshintergrund haben – können häufig nicht angeben, ob es sich bei dem oder den Tätern um eine bzw. mehrere Personen mit türkischen oder arabischen Migrationshintergrund handelt. Die Eltern und Vorfahren der hier üblichen Verdächtigen kommen schlicht aus verschiedenen Ländern.

    Wenn die Journalisten den Mut

    Mut wofür?

    hätten ihre Unterstützung

    Unterstützung wofür?

    ehrlich und transparent zu gestalten

    Die Journalisten arbeiten unehrlich und intransparent?

    wäre es gar nicht so weit gekommen.

    Wozu ist es gekommen?

    Leider haben die Medien über solche Dinge die Deutungshoheit verloren,

    Das Internet hat Personen mit randständigen Meinungen die Möglichkeit eröffnet, ihre Meinungen weiter zu verbreiten, darunter nicht nur Verschwörungstheoretiker verschiedener Couleur. Da können die Medien tun und lassen, was sie wollen. Selbst randständige Printerzeugnisse wie die Junge Freiheit oder die Junge Welt können bzw. konnten das nicht verhindern.

    denn “wer einmal lügt…”

    Die Journalisten lügen? Worüber gleich nochmal? Über den Islam im Allgemeinen und islamistischen Terrorismus im Besonderen? Einen überproportional hohen Anteil an Personen mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund unter jugendlichen Straftätern? Über Ehrenmorde?

    • 28. Oktober 2009 um 18:03 Uhr
    • N. Neumann
  115. 115.

    @Mattes
    „Ich habe nicht von der allgemeinen Glaubwürdigkeit der Presse geschrieben und auch nicht das Wort Systempresse verwendet, ich habe mich explizit auf den Term “Südländer” bezogen.“

    Das ist aber schon ein Kontrast zu, sagen wir mal:

    „Inzwischen drängt sich doch bei jedem Abgekürzten Namen auf das es sich um eine Person mit Migrationshintergrund handelt. Konsequenterweise gehen die Redaktionen jetzt dazu über deutsche Vornamen zu verwenden.“ (das lässt sich auch ergänzen, ein Pauschalverdacht sieht in meinen Augen ziemlich genauso aus).

    Die „Systempresse“ (wahlweise durch MSM ersetzen) war an PBUH adressiert. Da nehme ich auch nix zurück.

    @PBUH
    „Man muss nur die täglich neuen Horror-Zahlen aus den USA zum Printbereich zur Kenntnis nehmen. “

    Ja, das liegt an diesen fiesen Lohnschreibern aus Hispanistan :-).

    Mal im Ernst, erstens scheint sich die Lage auf dem deutschen Lohnschreiberling-Markt ja derzeit auch nicht so gut zu entwickeln, zweitens reicht ein gelegentlicher Blick bei Niggemeier, um zu zeigen, das die Qualität der Medien an viel mehr krankt als an der Furcht vor beleidigten Migranten, und drittens kann man doch die Zugewanderten jetzt nicht auch noch dafür verantwortlich machen, dass das Internet die Szene betritt (Tusch). Die No Angel verkaufen heuer auch nicht mehr soviele CD’s. Meine Festplatte, ein mieser Migrantentrick?

    • 28. Oktober 2009 um 19:03 Uhr
    • Boothby
  116. 116.

    „Die No Angel verkaufen heuer auch nicht mehr soviele CD’s. Meine Festplatte, ein mieser Migrantentrick?“

    Dabei sind bei denen die Migrantinnen überrepräsentiert…
    (Bei ihren Nachfolgerinnen von Monrose sogar um ein Vielfaches.)

    • 28. Oktober 2009 um 19:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  117. 117.

    @ Boothby

    Ja, das liegt an diesen fiesen Lohnschreibern aus Hispanistan :-) .

    Ich vermute Sie haben Frau Dridi-Doerffel falch verstanden. Sie meint wohl, dass der Rückgang der Auflagen darauf zurückzuführen sei, dass „das Volk“ den MSM den Rücken kehrt und Pipi liest.

    Was den Begriff „Südländer“ angeht:

    Auf den ersten 10 Google-Seiten geht es vorwiegend um deren angebliche Standhaftigkeit, aber es sind dabei wohl eher Carlos und Gianfranco als Özgür und Mehmet gemeint. Daneben wird der Begriff für die südlichen Bundesländer und winterempfindliche Planzen gebraucht. Alle Treffer mit Bezug zu Kriminalität stammen aus dem Kontinuum zwischen Pipi und NPD, keine aus den MSM.

  118. 118.

    @ Boothby, M. Riexinger, PBUH: MSM im Abstieg? Also unsere Auflage steigt seit vielen Jahren, wir verkaufen mittlerweile regelmässig über 500.000, so viel wie nur 1990, als alle Zeitungen boomten.

    • 28. Oktober 2009 um 23:22 Uhr
    • Jörg Lau
  119. 119.

    @JL
    Also an mir hat’s nicht gelegen, sie wissen schon, das Format ist so unhandlich :-).

    @PBUH, Mattes
    Ich komme gerade aus dem Kino, und was muss ich sehen? Meine Hauspostille (die NOZ) gibt eine Täterbeschreibung raus, gesucht werden „Südländer“. Allerdings mit Fotos, die wirkten tätsächlich irgendwie…italienisch (es ging übrigens um Falschgeld, gehört also vermutlich zur Soko OK).

    @HJS
    „Dabei sind bei denen die Migrantinnen überrepräsentiert…“

    Naja, gegen Sexobjekte hat hier niemand was gesagt. Thematisch dürfte dieser Typ bei den Flippers auch überrepräsentiert sein. Ich selber höre übrigens gerne Lautengezupfe. Laute kommt von „al ud“. Ich wirke also zuguterletzt auch noch mit.

    • 28. Oktober 2009 um 23:59 Uhr
    • Boothby
  120. 120.

    @Jörg Lau

    Stimmt schon, die Wochenzeitungen können sich dem Trend entziehen.

    In den USA ist Print allerdings ganz klar am Ende, Auflagen und Werbeerlöse fallen immer schneller.

    IMHO werden wir sowas auch in Deutschland sehen, in Sachen Internetentwicklung sind wir einfach ein paar Jahre hinter den USA.

    Alle beim deutschen Print hoffen auf die zweite Hälfte 2010, sollte es bis dahin nicht besser werden, dann wird es richtig hart für ihre Kollegen.

    BTW: Der Zeit Werbevermarkter schaltet bei der Suche nach Werbekunden übrigens selbst Anzeigen. Nur mit den Vertriebserlösen kann der Zeit-Verlag seine Leute auch nicht bezahlen:

    Erfolgreiche ZEIT-Marken. Auflagenerfolge für alle ZEIT-Marken: DIE ZEIT / ZEITmagazin: + 4%, ZEIT WISSEN: + 2%, ZEIT CAMPUS: + 1% (IVW 3/09 zu 3/08). ZEIT ONLINE: + 48% (Visits). Setzen Sie auf Zuverlässigkeit und Kompetenz, Qualität und Erfolg! Mehr Infos zu den Erfolgsmarken der ZEIT: http://www.iqm.de/zeit

    • 28. Oktober 2009 um 23:59 Uhr
    • PBUH
  121. 121.

    @M.Riexinger

    Das Geheimnis liegt darin, bei der Südländer-Google-Suche auf das Knöpfchen „News“ zu drücken. Da steht dann bei mir allein auf der ersten Seite:


    Köln – Mit einem Ast: Rentner vertreibt Pistolen-Bande
    Express.de – ‎Vor 12 Stunden‎
    Der Südländer ist circa 1,72 Meter groß, hat kurze schwarze Haare. Zeugen melden sich bitte bei der Kölner Polizei: 02 21/22 90.

    POL-HF: Zwei flüchtige Ladendiebe
    news aktuell (Pressemitteilung) – ‎Vor 16 Stunden‎
    Vom Typ handelte es sich um einen Südländer mit kurzen dunklen Haaren. Er trug einen schwarzen Rucksack bei sich. Der zweite Täter, der seinen Rucksack …

    POL-GOE: (845/2009) Frau an Bushaltestelle die Handtasche entrissen – Zeugen …
    news aktuell (Pressemitteilung) – ‎27.10.2009‎
    170 bis 175 cm groß und vermutlich Südländer gewesen sein. Der eine von ihnen war schwarz gekleidet, sein Komplize trug eine blaue Jacke. …

    POL-OF: Pressebericht des Polizeipräsidiums Südosthessen vom 28.10.2009
    news aktuell (Pressemitteilung) – ‎Vor 17 Stunden‎
    (iz) Einen etwa 35 Jahre alten Südländer mit verdreckten Klamotten sucht die Polizei nach einem Einbruch am Dienstagnachmittag am Ende der Darmstädter …

    Südländer-Trio stiehlt Geldbörse in Geschäft
    Hamburger Abendblatt – ‎06.10.2009‎
    Unbekannte haben am Montag Geld in einem Gartenfachhandel an der Elbuferstraße im Ortsteil Bullendorf gestohlen. Zwei Männer und eine Frau betraten gegen 15 …

    POL-HB: Nr. 0670 –Spielothek am Mittag überfallen–
    news aktuell (Pressemitteilung) – ‎23.10.2009‎
    Täter: Südländer, 20 – 22 Jahre alt, ca. 170 cm groß, dunkler Teint, schwarze Haare, bekleidet mit einem dunklen Kapuzenshirt, weißen Turnschuhen mit …

    PR-Inside.com (Pressemitteilung)
    Remscheid: 26-Jähriger an Bushaltestelle lebensgefährlich verletzt
    RP ONLINE – ‎20.10.2009‎
    Er ist etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, Südländer, hat eine kräftige Statur und hat kurze, dunkle Haare mit leichtem Haarkranz am Hinterkopf. …

    POL-NE: PKW Fahrer flüchtete – Polizei sucht Zeugen
    news aktuell (Pressemitteilung) – ‎Vor 14 Stunden‎
    … Fahrzeugführer um einen zirka 35 bis 40 Jahre alten Mann, 185 Zentimeter groß, von schlanker Statur, mit schwarzen gegelten Haaren, vom Typ Südländer. …

    Polizei bittet um Mithilfe Einbrecher in schicken Anzügen
    Kölnische Rundschau – ‎20.10.2009‎
    Sie werden als Südländer zwischen 30 und 40 Jahren mit schwarzen Haaren und „ungewöhnlich gut gekleidet“ beschrieben. Die Polizei bittet um Hinweise. …

    Auf den nächsten Seiten geht es munter so weiter, da sind durchaus MSM dabei. Zwischen „Pipi“ und Npd sehe ich da nichts…

    • 29. Oktober 2009 um 07:06 Uhr
    • Faber
  122. 122.

    @ Faber

    Schlaumeier: Um den Begriff Südländer in dem von ihnen gebrauchten Sinne in den MSM zu finden, müssen Sie alle anderen Optionen blockiener.

    Außerdem habn delt es sich um Polizeiberichte für die gilt, was NN hier schon ausführlich dargelegt hat.

  123. 123.

    Ar@Jörg Lau

    Weder zitieren noch verlinken Sie auf das Interview. Sie zitieren und verlinken viel mehr auf einen Artikel des Guardian, der auf dieses Interview Bezug nimmt, einzelne Sätze aus dem Interview zitiert und diese dann nach Gutdünken interpretiert.

    Bezeichnenderweise findet sich auch im Guardian-Artikel selbst kein Link auf das Orginal-Interview.

    Nehmen wir die Sätze

    “Iran does not accept it is building a weapon. They are working on nuclear power for the purposes of energy only.”

    Diese beiden Sätze werden vom Guardian, insbesondere aber Ihnen, so wiedergeben, als hätte Erdogan eigene Position formuliert.

    Aus dem ersten Satz geht aber eindeutig hervor, dass Erdogan nicht seine eigene Position, sondern die des Iran formuliert. Vermutlich gilt dies auch für den 2. Satz, aber dies heraus zu bekommen müsste man das Orginalinterview lesen.

    Übrigens halte ich die Aussage, dass der Guardian eine seriöse Zeitung sei, für eine Falschaussage. Okay … das haben Sie auch nicht behauptet.

    • 30. Oktober 2009 um 15:32 Uhr
    • Bell
  124. 124.

    Aber die offiziellen Kreise im Westen scheinen diese folgenschwere Veränderung in der Loyalität der Türkei oder ihren Folgen gegenüber gar nicht wahrzunehmen.

    Die Kosten dieses Fehlers wird man bald klar zu sehen bekommen.

    http://de.danielpipes.org/7710/die-tuerkei-kein-verbuendeter-mehr

    • 30. Oktober 2009 um 16:28 Uhr
    • christian aka tati
  125. 125.

    Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wies Schuldvorwürfe gegen Al-Baschir zurück. Ein Muslim könne keinen Völkermord begehen, erklärte Erdogan.

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/863805

    • 9. November 2009 um 01:09 Uhr
    • PBUH
  126. 126.

    @PBUH

    Die Türkei entfernt sich unter der AKP Erdogans mit Lichtgeschwindigkeit von Europa.

    • 9. November 2009 um 03:21 Uhr
    • christian aka tati
  127. 127.

    >Die Türkei entfernt sich unter der AKP Erdogans mit Lichtgeschwindigkeit von Europa.

    Offensichtlich:

    Das oberste Berufungsgericht der Türkei betrachtet die Unberührtheit einer Frau als Voraussetzung für die Ehe. Damit gab das Gericht einem Mann recht, der seine Ehe auflösen lassen wollte, weil seine Frau bei der Hochzeit angeblich keine Jungfrau mehr war.

    http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Jungfraeulichkeit-ist-Voraussetzung-fuer-Ehe_aid_780481.html

    • 9. November 2009 um 13:21 Uhr
    • PBUH
  128. 128.

    @ PHUB

    Die Türkei unter Erdogan erweist sich als völlig inakzeptabele Option für einen EU-beitritt.

    Erklärungen wie die beiden folgenden verraten in meinen Augen schon ziemlich deutlich, welches ‚Geistes Kind‘ wir da vor uns haben:

    http://nachbrenner.blogspot.com/2008/02/erdogan-kein-vlkermord-in-der-trkei.html

    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/863805

    Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wies Schuldvorwürfe gegen Al-Baschir zurück. Ein Muslim könne keinen Völkermord begehen, erklärte Erdogan.

    Muslime, die unschuldsengel der Erde – alles klaro – die gexchichte zeigt es ja nur allzudeutlich.

    • 9. November 2009 um 13:56 Uhr
    • Zagreus
  129. 129.

    Türkischer Minster ruft nach Minarett-Referendum zum Boykott Schweizer Banken auf. Na, da haben ja bisher selbst die arabischen Staaten besonnener reagiert. Auf diese Form von Brückenbau durch die Türkei kann Europa sehr gut verzichten.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664689,00.html

    • 2. Dezember 2009 um 12:55 Uhr
    • Krause
  130. 130.

    Die frechen und unverschämten Reaktionen aus der islamischen Welt zeigen sehr schön die Denkweise der Islamos.

    Den „Dialog“ haben diese Leute für ein Wunder Allahs gehalten, das ihnen ermöglicht Europa zu islamisieren. Über den Zustand der Religionsfreiheit in der islamischen Welt haben sie zu keinem Zeitpunkt reflektiert.

    Mal sehen ob das die Qualitätspresse das auch noch rafft.

    • 2. Dezember 2009 um 14:08 Uhr
    • PBUH
  131. 131.

    @Krause

    Eine Frage…Haben Sie schon einmal das Wort „Religionsfreiheit“ gehört?
    Anscheinend noch nicht…Schade

    • 3. Juni 2010 um 12:43 Uhr
    • Tolga
  132. 132.

    „Unser Nato-Partner Türkei…“

    Immer wieder erstaunlich welche Wortwahl Medien benutzen um unterschwellig bestimmte Absichten zu äußern. Sonst heißt es immer neutral „die Türkei“ oder „die türkische Regierung“… und jetzt „unser Nato-Partner Türkei“, ja sowas hört man kaum noch. Und im Kontext dieses Artikel ist dieser Begriff aber nich positiv besetzt.

    Najaaaaaaa

    • 15. September 2010 um 22:44 Uhr
    • :D
  133. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)