Iran: “Marwa”-Stipendium für Kopftuchstudentinnen

Von 11. Dezember 2009 um 12:25 Uhr

Die Islamische Republik möchte den Mord an Marwa El-Scherbiny in Dresden noch eine Weile lang propagandistisch ausnutzen. Neueste Idee: Ein Stipendium an der Kashan-Universität für Studentinnen, denen es in Europa untersagt werde, mit Kopftuch zu studieren.

Die semioffizielle Fars Nachrichtenagentur verbreitet die Meldung, ein “Marwa El-Scherbiny” Stipendium für Studentinnen, die in Europa nicht mit Kopftuch studieren dürften, sei eingerichtet worden.

In Deutschland gibt es kein Kopftuchverbot für Studentinnen. Nur Frankreich hat eine entsprechende Regelung. Und bekanntlich die laizistische Türkei,  über deren europäische Aspirationen die Meinungen noch heftig auseinander gehen. Aber solche Details werden dem iranischen Volk nicht mitgeteilt.

Iran hingegen hat einen Kopftuchzwang, nicht nur an Universitäten. Der ist weidlich bekannt. Und da Iran auch sonst kein sehr attraktives Land für Studenten ist, prophezeie ich einen propagandistischen Rohrkrepierer.

Kategorien: Curiosa, Iran, Menschenrechte
Leser-Kommentare
  1. 33.

    @docaffi

    Sehr coole Aktion und aus islamisch-konservativer Sicht wahrscheinlich eine ungeheuerliche Provokation.

    Wenn man die Logik des Regimes durchbricht, kann man den Trägern des Systems an meisten Angst machen.

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    • 16. Dezember 2009 um 12:45 Uhr
    • PBUH
  2. Kommentar zum Thema

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