Wie die Blockade Gaza kaputt (und seine Einwohner krank) macht

Von 7. Juni 2010 um 12:01 Uhr

Dies beschreibt Yousef Munayyer in einem kurzen und faktenreichen Stück für Foreign Policy. Seine Informationen beruhen auf den Angaben internationaer Hilfsorganisatonen. Teils sind es auch Zahlen israelischer Organisationen.

Viele Menschen leben mit Stromausfall von 8-12 Stunden täglich. Die Wasserqualität ist gefährlich, weil die zerstörten Abwassersysteme wegen der Blockade nicht wieder aufgebaut werden und die Entsalzungskapazitäten nicht ausreichen. Es herrscht chronische Mangelernährung bei über 10 Prozent der Bevölkerung, vor allem bei Frauen und Kindern. Medizinische Versorgung ist wegen der zerstörten Infrastruktur sehr eingeschränkt. 60 Prozent der produzierenden Industrie ist geschlossen, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 40 Prozent. Der Fischfang, einst eine Exportindustrie, kann wegen der Beschränkung der befahrbaren Seemeilen den Eigenbedarf nicht mehr decken. Fisch wird aus Israel importiert.

Und eine solche Politik soll nicht Hass säen?

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Nix besonderes, in mindestens 75% der Welt sieht es ähnlich oder schlimmer aus.

    Zumal sind die Palis an ihrer Lage selbst schuld.

    >Und eine solche Politik soll nicht Hass säen?

    Selbsthass wäre also angebrachter.

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    • 7. Juni 2010 um 12:08 Uhr
    • PBUH
  2. 2.

    Kein Wunder, dass in einer solchen Lage die Bauernfänger leichtes Spiel mit der Bevölkerung haben…das kann von Populisten gut genutzt werden, um Hass zu erzeugen.

    Für die Bevölkerung eine Katastrophe.

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  3. 3.

    “Und eine solche Politik soll nicht Hass säen?”

    War der Hass nicht schon vorher da?

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    • 7. Juni 2010 um 12:44 Uhr
    • Samuel
  4. 4.

    Andererseits wäre es mal an der Zeit konstruktiv zu werden. Wie würden Sie, Herr Lau, denn das Problem lösen?

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    • 7. Juni 2010 um 12:45 Uhr
    • Samuel
  5. 5.

    Und was soll man tun? Wir können die Hamas nicht zwingen die Lebensumstände zu verbessern und wenn es die Israelis täten wäre das Geschrei groß.

    Der zynische Satz vom fetten Hamas Boss zur Ablehnung der Hilfsgüter klingt mir noch in den Ohren: (frei übersetzt)”Wir wollen nicht fett werden sondern die Blockade brechen.”

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    • 7. Juni 2010 um 12:49 Uhr
    • J.S.
  6. 6.

    “War der Hass nicht schon vorher da?”

    Ja.die Lebensumstände sind Folge und nicht Ursache des Hasses.

    Wenn WIR eines gelernt haben müssten dann das.

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    • 7. Juni 2010 um 12:55 Uhr
    • J.S.
  7. 7.

    @ Samuel: Infrastruktur aufbauen, Nahrungsmittel ohne Einschränkung erlauben, medizinische Versorgung sichern, Jobs schaffen, Wirtschaft ankurbeln, den Menschen Perspektiven bieten. Wer nichts zu verlieren hat, wird immer gefährlich sein. In Ramallah ist all das möglich. Dort blüht die Wirtschaft auf.
    Noch vor wenigen Jahren hätte niemand das für möglich gehalten. Erinnern Sie sich an die Belagerung von Arafats Compound.
    Israel kann sich gegen die Angriffe aus Gaza schützen. Es darf auch zurückschlagen, wenn diese nicht aufhören. Aber Kollektivbestrafung von 1,4 Millionen ist nicht rechtens und auch nicht erfolgversprechend.

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    • 7. Juni 2010 um 13:10 Uhr
    • Jörg Lau
  8. 8.

    Zurück auf Kurs. Ich hatte mich schon gewundert.

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  9. Kommentar zum Thema

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