Ein Blog über Religion und Politik

Diplomatisches Desaster in München

Von 6. Februar 2011 um 12:22 Uhr

München Gestern Abend überraschte Obamas Gesandter Frank Wisner die Teilnehmer der Münchener Sicherheitskonferenz mit der Aussage, Präsident Mubarak müsse im Amt bleiben, um den Übergang zur Demokratie zu steuern. Er habe hier eine einmalige Chance, sein Erbe zu bestellen. Wisner sprach gar von den 60 Jahren, die Mubarak im Dienst seines Landes verbracht habe, und auf erstaunte Nachfrage des Moderators bestätigte er, es sei seine Meinung, man müsse mit dem Regime "von innen her" arbeiten, ohne Anklage und Feindseligkeit. Sonst bestehe die Gefahr, dass sich das Regime weiter verhärte. Mubarak solle einen Abgang in Würde bekommen.

In kürzester Zeit waren diese Bemerkungen des aus New York zugeschalteten Diplomaten über München auf den Tahrir-Platz von Kairo gelangt. Für die Menschen, die dort seit fast zwei Wochen ausharren, die Schikanen und Verletzungen und Tote zu beklagen haben, muss das wie ein Schlag ins Gesicht gewirkt haben. Entsprechend waren die ersten Reaktionen: Wisner solle seine Meinungen für sich behalten, er habe sich von Mubarak einwickeln lassen, und auf Twitter wird auch schon Wisners jüdische Herkunft verschwörungstheoretisch ins Spiel gebracht.

Die amerikanische Regierung hatte denn auch nichts Eiligeres zu tun, als sich von Wisner zu distanzieren. Seine Bemerkungen seien nicht abgesprochen gewesen und reflektierten nur seine persönliche Meinung. So einfach ist es aber nicht. Die Obama-Regierung tut sich offenbar sehr schwer, eine Position zum Wandel in Ägypten zu beziehen, und Wisners Auftritt zeigt deren Ambivalenz. Hilary Clinton sprach in München davon, dass man mehr mit der ägyptischen Zivilgesellschaft zusammen arbeiten werde. Wie das geschehen soll, wenn man zugleich an dem verhassten Diktator festhält, den diese Zivilgesellschaft um jeden Preis loswerden will, weiß sie wohl auch nicht.

Während die Menschen auf der Straße mit dem Einsatz ihres Lebens für ihre Würde aufstehen - eine Würde, die Mubaraks Regime ihnen verweigert hat - von einem Abgang in allen Ehren zu sprechen, ist eine unfassliche diplomatische Dummheit. So kann man es auch aus den Reaktionen deutscher Diplomaten hier in München lesen, die von einer "unklugen" und "nicht zu Ende gedachten" Intervention sprechen.

Es gibt allerdings eine realen Hintergrund für Wisners Einlassungen, der über die "realpolitische" Sympathie für berechenbare Schweinehunde hinausgeht. Nach der geltenden ägyptischen Verfassung ist es so, dass der Präsident bestimmte Massnahmen ergreifen muss, um einen Übergang zur Demokratie zu ermöglichen. Hossein Bahgat und Soha Abdelaty erklären in der Washington Post, wofür man Mubarak noch braucht. (Darum muss man ihn allerdings nicht von einem korrupten Kleptokraten zu einem verdienten Führer umwidmen.)

Egypt's constitution stipulates that if the president resigns or his office becomes permanently "vacant," he must be replaced by the speaker of parliament or, in the absence of parliament, the chief justice of the Supreme Constitutional Court. In the event of the president's temporary inability to exercise his prerogatives, the vice president is to take over as the interim head of state. In both cases a new president must be elected within 60 days. Significantly, the constitution prohibits the interim president from introducing constitutional amendments, dissolving parliament or dismissing the cabinet.

If today Mubarak were no longer available to fulfill his role as president, the interim president would be one of two candidates. If he chooses to leave the country, say for "medical reasons," the interim president would be Omar Suleiman, the former intelligence chief who was recently made vice president. Egyptians, particularly those of us calling for an end to Mubarak's three-decade rule, see Suleiman as Mubarak II, especially after the lengthy interview he gave to state television Feb. 3 in which he accused the demonstrators in Tahrir Square of implementing foreign agendas. He did not even bother to veil his threats of retaliation against protesters.

(...)

On the other hand, if Mubarak is pushed to resign immediately we would have an even worse interim president: Fathi Surur, who has been speaker of the People's Assembly since 1990. Surur has long employed his legal expertise to maintain and add to the arsenal of abusive laws that Mubarak's regime has used against the Egyptian people. Since neither Suleiman nor Surur would be able to amend the constitution during the interim tenure, the next presidential election would be conducted under the notoriously restrictive election rules Mubarak introduced in 2007. That would effectively guarantee that no credible candidate would be able to run against the interim president.

So before Mubarak resigns he must sign a presidential decree delegating all of his authorities to his vice president until their current terms end in September. Mubarak issued similar decrees, transferring his powers to the prime minister, when he was hospitalized in 2004 and 2009. In addition, Mubarak must issue decrees lifting the "state of emergency" that has allowed him to suppress Egyptians' civil liberties since 1981 and ordering the release or trial of those held in administrative detention without charge - estimated to be in the thousands.

Die Frage ist allerdings, ob das ägyptische Volk noch bereit ist, diesen konstitutionell vorgesehenen Weg mitzugehen. Wenn Mubarak nicht bald signalisiert, dazu bereit zu sein, wird es zu spät sein. Und er macht keine Schritte in diese Richtung. Er trifft sich mit Wirtschaftsberatern und tut so, als sei er noch im Amt wie eh und je.

Wenn man die Münchener Konferenz als eines der Foren zur Selbstdarstellung des Westens ansieht, dann muss man festhalten, dass dies im Blick auf Ägypten gründlich misslungen ist. Und die Obama-Regierung hat - vor allem durch ihren Sondergesandten Wisner - daran die meiste Schuld. Jetzt setzt sich wieder einmal der Eindruck fest: Der Westen hält bis zuletzt an einem Diktator fest, was auch immer er über Menschenrechte predigt. Durch das diplomatische Desaster in München ist es unwahrscheinlicher  geworden, dass Mubarak für die verfassungsmässigen Dienste zu gewinnen ist, für die man ihn noch braucht.

Kategorien: Ägypten
Leser-Kommentare
  1. 1.

    „Wenn man die Münchener Konferenz als eines der Foren zur Selbstdarstellung des Westens ansieht“

    Lassen Sie ruhig das Wörtschen „Wenn“ raus, es ist selbiges, eine Selbstdarstellung.

    Was die Regierung der USA angeht, es waere zu einfach diese als homogen zu bezeichnen. Die verschiedenen Lobbygruppen tun das ihrege. Aber das wissen Sie ja besser als unsereiner.

    • 6. Februar 2011 um 13:02 Uhr
    • Mete
  2. 2.

    Möglicherweise ist Obama, H. Clinton & Co, also die amerikanische Regierung, schlichtwegs überfordert mit der situation.
    Die falschen Leute am falschen ort – „let´s do it“ & „chance!“ mögen ja wahlkampftechnisch geniestreiche gewesen sien – und Obama ein hohe charismatische führungsstärke gegeben haben – alleine ist das noch kein erweis dafür, daß so ein mann auch gute Politik betreiben könnte.
    Ich persönlich glaube, wir haben im momentanen US-präsidenten mehr einen Blender als einen wirklichen Staatsmann.

    • 6. Februar 2011 um 13:17 Uhr
    • Zagreus
  3. 3.

    In its first year, the Obama administration cut funding for democracy and governance programming in Egypt by more than half, from $50 million in 2008 to $20 million in 2009 (Congress later appropriated another $5 million). The level of funding for civil society programs and non-governmental organizations (NGOs) was cut disproportionately, from $32 million to only $7 million. Though funding levels for 2010 are not yet available, they are expected to show an increase to $14 million, says Stephen McInerny, the director of advocacy at the Project on Middle East Democracy. He notes that the Bush administration slashed economic aid to Egypt in the 2009 budget but kept the funding for democracy and governance programs constant, while Obama cut funding to the latter both in an effort to make the cuts more proportional and under pressure from the American embassy in Cairo.

    http://freedomist.com/2011/01/28/obama-cut-funding-to-promote-democracy-in-egypt-disappointing-human-rights-activists/

    BTW: Wer kann sich au&szkig;er mir eigentlich noch an die Zeit erinner, als diese Veranstaltung „Wehrkundetagung“ hieß?

    • 6. Februar 2011 um 13:53 Uhr
    • marriex
  4. 4.

    Die westl. Staaten müssen aufpassen nicht in den Sog des Unmutes zu kommen, die Ägypter entscheiden nach ihren Interessen wie sie in Zukunft leben wollen. Es darf nicht sein die Energie zum „Ändern“ zu torpedieren, um zweifelhafte Globalinteressen der Wirtschaft und Israels zu bedienen. Also, Zurückhaltung bei der Formulierung von Sonderbotschaftern !!

    • 6. Februar 2011 um 13:55 Uhr
    • Boris
  5. 5.

    Wenn jemand aus Westen anderes erwartet hat, war er über die Jahre sehr naiv gewesen. Westen redet immer über westlichen werte. Westen hat gar keinen Werte. Jemand der irgendwelche Werte hat, unterstützt keine Diktatoren, Despoten, Unterdrücker. Mir wäre es nicht lieber als Westen würde einfach den Mund halten und die Ägyter in Ruhe lassen.

    • 6. Februar 2011 um 14:07 Uhr
    • Monsieur Achie
  6. 6.

    Westerwelle faselt was von „Demokratie muss gewinnen.“ Als ob nicht jeder, der alle Minarette an der Moschee hat, weiß, dass es für Ägypten nur einen Weg gibt, den zum „Gottes“staat a la Iran. Wir haben hier 1917 und nicht 1989.

    • 6. Februar 2011 um 14:11 Uhr
    • Frank Kretzschmar
  7. 7.

    Aber das ist doch der Westen und Israel. Dem Wesgten geht es nicht um die Moslems und mehr Demokratie, sondern zuerst um die Sicherheit Israels, Sicheres und billiges Öl und ein Bollwerk gegen den Islamismus. Es wird ja schon überlegt wie 1956 den Sues-Knanl mit den Pipelines für Öl vorab unter Kontrolle zu bekommen, um einen Ölpreisschock zu verhindern.
    Wer demonstriert ist ja die neue chancenlos bürgerliche Jugend, aber nicht die Mehrheit also die arme islamische Bevölkerung.
    Bei Wahlen würden heute wahrscheinlich dann die Muslim-Brüderschaft durchschlagen, wenn die Armen mitwählen würden, aber nicht die Parteien der Demonstranten.
    Das sagte übrigens auch Frau Merkel über die DDR, dass ihre damalige Partei in 1990 des Demokratschen Aufbruch nur 0.9% der Stimmen bekam, aber die Stimmen gegingen damals an die Blockflötenparteien: 42% CDU; 13% Liberale; 25% Sozialdemokratie und 16% PDS.
    Also haben Israel und die Mächte des Westens mehr Bedenken als Zuversicht über die Zukunft in Ägypten.
    Ägypten wird ja nicht isoliert gesehe, sondern die gesamte Pax-Americana seit Camp David 1978 geht zum Teufel.

  8. 8.

    Die Haltung des Westens, der deutschen Regierung und der amerikanischen Regierung unter Obama (Yes we can!Change!Hope!)
    ist für mich mehr als Menschenverachtend. Ich kann es nicht fassen wie hier die Werte von Freiheit und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden.

    Wie kann man einem Mubarak einen Abgang in Würde bescheren wollen, wenn das zugleich Tod, Unterdrückung und Folter für das Volk der Ägypter bedeutet? Mit der andauernden Verhaftung und Folter von Journalisten und Regimekritikern zeigt das Regime von Mubarak und Suleiman, das demokratische Reformen unter ihnen nicht zu machen sind.

  9. 9.

    Die hochprofessionellen terroristischen Aktivitäten der letzten Tage (koordinierte Mordanschläge, Gefangenenbefreiungen und Anschläge auf die Gas-Infrastruktur) lassen auch keine andere Analyse zu.

    Mit dem Anschlag auf Omar Suleiman wollte die Islamisten das Regime enthaupten und anschliessend überrennen.

    Diese erstaunliche Handlungsfähigkeit der Islamisten sollte eigentlich allen Träumern eine Warnung sein.

    • 6. Februar 2011 um 14:21 Uhr
    • Suchowlansky
  10. 10.

    >Die westl. Staaten müssen aufpassen nicht in den Sog des Unmutes zu kommen

    LOL, sie kennen sich aus.

    • 6. Februar 2011 um 14:25 Uhr
    • Suchowlansky
  11. 11.

    Wenn ich in diesen Foren lese, mit welcher (von Faktenwissen meist ungetruebten) Arroganz nicht nur westliche Politiker sondern auch wir Durchschnittsdeutschen den Ägyptern erklären, was am besten für sie ist und wohin ihr Land so steuert, dann verstehe ich sehr gut, dass die ihre Sache lieber in die eigene Hand nehmen wollen.

    • 6. Februar 2011 um 14:35 Uhr
    • Frank
  12. 12.

    >Aber das ist doch der Westen und Israel. Dem Wesgten geht es nicht um die Moslems und mehr Demokratie, sondern zuerst um die Sicherheit Israels, Sicheres und billiges Öl und ein Bollwerk gegen den Islamismus.

    Das würde man zumindest von soner Veranstaltung, die sich „Sicherheitskonferenz“ nennt, erwarten.

    Ob die Araber nun von einigermassen westlich orientierten Diktatoren geknechtet und gefoltert werden oder von Islamisten macht doch für die Leute keinen Unterschied (s.a. Iran)

    Für uns im Westen allerdings schon.

    • 6. Februar 2011 um 14:37 Uhr
    • Suchowlansky
  13. 13.

    Ach Herr Kretschmar – warum nur fallen Sie auf diese offensichtliche propaganda-Alternativer herein?

    Sie schreiben: „..dass es für Ägypten nur einen Weg gibt, den zum „Gottes“staat a la Iran. Wir haben hier 1917 und nicht 1989.“

    Was für ein Bullshit. Haben Sie den Schuß nicht gehört? Was Millionen Menschen weltweit sehen und hören ist ein Aufstand der Jugend, die nach Menschenwürde, Demokratie, nach Freiheit und Lebenschancen ruft.
    Fürwahr: eine Lehrstunde für alle hiesigen (so genannten „westlichen“), die von Demokratie reden und Geldmacht meinen, die unter Freiheit die Freiheit verstehen, sich einem von der Finanzwirtschaft dominierten System zu unterwerfen. Die als einzigen wahren Wert nur noch den Geldwert kennen – ihm odnet sich alles unter.

    Und diese verlogene, so genannte „westliche Wertegmeinschaft“ wird nun aus erkennbar propagandistischen Motiven gegenübergestellt einer „Gottesstaat“-Gesellschaft – horribile dictu!

    Warum nutzen Sie nicht die eigenen Augen und Ohren und verfolgen im Originalton und -Bild den Unterricht in Demokratie- und Freiheitskampf, wie er jedem, der sehen und hören will, gezeigt wird?

    Sapere aude – haben auch Sie den Mut, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, anstatt den Propagandabildern interessierter Mächte zu folgen.

    Indes: Würde sich Ihre Sicht der Entwicklungen durchsetzen, so können wir uns auf weitere zwei Generationen Unterdrückung, Krieg und Bürgerkrieg freuen. Selbstmord aus Angst vor dem Tode nennt man das wohl. Wie passt das wohl in das christlich-fundamentalistisch geprägte Weltbild der US-Amerikaner, deren Fundamentalismus mit all seinen fatalen, menschenverachtenden Auswirkungen dem der muslimischen Fundamentalisten ebenbürtig zeigt?

    • 6. Februar 2011 um 14:40 Uhr
    • cerberus99
  14. 14.

    Tja, so läuft’s halt, wenn man sich eigentlich beim ägyptischen Volk entschuldigen müsste, dass man auf deren Kosten jahrelang einen Diktator gestützt hat.

    Aber die Ambivalenz westlicher Politik, vor allem die der USA, kennt man ja seit Jahrzehnten. Bin Laden ist einst auch gefördert worden. Oder Saddam Hussein, solange er gegen den Iran wichtig war.

  15. 15.

    „Ob die Ägypter von westlich unterstützten Diktatoren oder Islamisten geknechtet werden macht für sie keinen Unterschied, für uns aber schon ?“

    Wie pervers kann man argumentieren ?

    Ich wuerde sagen, es macht für die Ägypter und fuer die Glaubwürdigkeit unseres westlichen Systems einen Riesenunterschied, ob sie sich das zumindest selbst aussuchen durften.

    • 6. Februar 2011 um 14:56 Uhr
    • Frank
  16. 16.

    Natuerlich ist die juedische Herkunft des US-Sondergesandten nicht irrelevant. Dass die USA die Interessen Israels vertreten, ist nun wirklich nicht neu.

    Mich irritiert aber am meisten, dass die Regimepraktiken des Herrn Mubarak so wenig thematisiert werden. Hier wird systematisch gefoltert und gemordet, auch „on behalf of the USA“. Wenn die Amerikaner das nicht sehen wollen, muessen sie sich nicht wundern, wenn die Aegypter am Ende den radikalsten Regimewechsel vollziehen. Jetzt auf den Henker Mubaraks zu setzen, ist noch viel toerichter als die bizarren Loyalitaetsadressen des Herrn Wisner.

    • 6. Februar 2011 um 14:57 Uhr
    • brux
  17. 17.

    Die Amis schaffen es noch, die Muslimbrüder an die Macht zu bringen. Reicht es nicht, daß Israel die Palästinenser der Hamas in die Arme getrieben hat?

    • 6. Februar 2011 um 14:57 Uhr
    • Kurt Kraus
  18. 18.

    Herr Kretschmar, das mit dem Gottesstaat ist nun wirklich Unsinn. Das ist nur die Propaganda derer im Westen, die an Mubarak festhalten wollen und dazu den Teufel an die Wand malen, falls Mubarak weg wäre, käme nun die Scharia.

    Das ist aber Blödsinn, die Gefahr ist relativ gering. Die Leute auf dem Tahrir-Platz wissen doch, dass die Muslimbruderschaft auch keine Antworten hätte auf die Frage, wie es den Leuten wirtschaftlich besser ginge.

    Wobei das die Hauptfrage ist, die auch Leute wie ElBaradei vermutlich schwerlich beantworten können. Eine Art Demokratie, gut und schön. Doch wie bringt man das Land nach vorn, wie baut man die extremen Gegensätze ab?

  19. 19.

    Tja, toller Artikel. Ähm – vielleicht. Bin des Englischen leider nicht mächtig, also Proll. Demzufolge habe ich in der (heutigen) „Zeit“ nicht mehr das Recht, informiert zu werden. Oder war es für H.Lau einfach bequemer, den halben Text einfach zu kopieren.

    • 6. Februar 2011 um 15:08 Uhr
    • berteb
  20. 20.

    Wenn Sie nur Recht hätten, mein lieber, guter Cerberus! Was gäb´ ich dafür! Leider haben Sie es nicht. Das Reich der Finsternis breitet sich aus. Die Einschläge, auch für uns, kommen näher.

    • 6. Februar 2011 um 15:08 Uhr
    • Kretzschmar an Cerberus
  21. 21.

    Was soll denn ein Abgang in Würde sein? Darf er die Milliarden behalten, damit er nicht in für ihn unwürdigen Verhältnissen leben muss?

    Sollte das Vermögen des Mubarakclans nicht eingefroren und an das ägyptische Volk zurückerstattet werden, sondern die Welt stattdessen finanzielle Aufbauhilfe leisten, wird mein Bild von Politikern von schlecht auf unteririsch abrutschen.

    Warum wird einem Mann Würde zugestanden, der dies seinem eigenem Volk nie zugestanden hat?

    • 6. Februar 2011 um 15:09 Uhr
    • siar
  22. 22.

    Man sollte Heiner Geißler hinschicken! Dann kann man in Ruhe über alles reden – und danach feststellen, dass das System Mubarak leider „alternativlos“ ist, weil schon viel zuviel Geld hineingeflossen ist. Außerdem gibt es keine anderen Konzepte, die eine geostrategische Position Ägyptens in der notwendigen – und gewünschten – Form sicherstellen würden. Das würden die Demonstranten sicher einsehen und der Status Quo könnte erhalten werden.

    • 6. Februar 2011 um 15:16 Uhr
    • Interozetor
  23. 23.

    Der Westen könnte doch wie einstmals 2003 im mittleren Osten die Demokratie erzwingen. Wenn schon „Demokratie“, dann richtig.
    Aber ich glaube, wo „Demokratie“ drinsteht, ist nicht immer „Demokratie“ drin bei den Verlautbarungen des Westens.
    Und das dürfte der Grund sein, dass es sich der Westen langsam aber sicher mit der arabischen Bevölkerung verscherzt.
    Leider sind die billigsten Lösungen im Nachhinein meist die teuersten…

    • 6. Februar 2011 um 15:17 Uhr
    • Hugo Reichmuth
  24. 24.

    „Mich irritiert aber am meisten, dass die Regimepraktiken des Herrn Mubarak so wenig thematisiert werden. Hier wird systematisch gefoltert und gemordet, auch “on behalf of the USA”.“

    Wenn es passt, wird am Rande erwaehnt, dass spezielle Foltergefaengnisse in Aegypten die gewünschten (! ob richtig ist ne andere Frage) Aussagen bringen, wenns dann mal nicht passt, wie aktuell, dann wirds verschwiegen.

    Mit dem Schüren von Aengsten kann keine vernünftige Politik entstehen, denn damit naehrt man lediglich den naechsten Konflikt.

    • 6. Februar 2011 um 15:26 Uhr
    • Mete
  25. 25.

    @Frank

    Warum sollten wir (der Westen) etwas unterstützen, was weder in unserem – noch im Interesse der Araber ist.

    Wir wissen, der Islam ist keine Lösung.

    Ich stelle fest, aus der „iranischen Revolution“ haben die Linken mal wieder nix gelernt.

    • 6. Februar 2011 um 15:27 Uhr
    • Suchowlansky
  26. 26.

    Über Frank Wisner:

    Sonderbotschafter Wisner
    Obamas Mann in Kairo

    Ein alter Bekannter kehrt zurück nach Kairo: Der amerikanische Sonderbotschafter Frank Wisner, 72 Jahre alt, teilt mit dem 82 Jahre alten Mubarak manche Erinnerung an alte Zeiten. Von 1986 bis 1991 war Wisner Botschafter in Kairo.

    Von Matthias Rüb, Washington

    http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~EE20D2C1BB5D148CFA8C41ED99B11D9A8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Nun schreiben wir einen Besinnungsaufsatz über die Vor- und Nachteile des Aussendens erfahrener Diplomaten.

    • 6. Februar 2011 um 15:27 Uhr
    • N. Neumann
  27. 27.

    The State Department immediately disavowed his comments and disparaged his previous role, saying he had not served as envoy, but merely as an available conduit for certain administration views [5] Adding fuel to the furor over Wisner’s comments was the fact that after retirement from the diplomatic corps, he had been a highly placed official of a firm that has lobbied on behalf of the dictator, as well as serving on the board of the largest Egyptian bank.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Frank_G._Wisner

    • 6. Februar 2011 um 15:29 Uhr
    • N. Neumann
  28. 28.

    „21.

    Was soll denn ein Abgang in Würde sein? Darf er die Milliarden behalten, damit er nicht in für ihn unwürdigen Verhältnissen leben muss?

    Sollte das Vermögen des Mubarakclans nicht eingefroren und an das ägyptische Volk zurückerstattet werden, sondern die Welt stattdessen finanzielle Aufbauhilfe leisten, wird mein Bild von Politikern von schlecht auf unteririsch abrutschen. “

    Das geht doch nicht in diesem System. Wo kaemen wir denn dahin, wenn geschaetzte mind. 50 Milliarden Dollar so plötzlich aus Schweizer, britischen und US-Banken verschwinden!
    Stattdessen lieber Geld für teure Zinsen an Aegypten andrehen… (Zynismus off)

    • 6. Februar 2011 um 15:30 Uhr
    • Mete
  29. 29.

    >Was soll denn ein Abgang in Würde sein? Darf er die Milliarden behalten, damit er nicht in für ihn unwürdigen Verhältnissen leben muss?

    Nö, das haben unsere **** Politeliten ihm ja schon für den sofortigen (unwürdigen) Abgang angeboten.

    Und das muss man den Arabern immerhin lassen, am Ende erinnern sie sich zumindest noch an Begriffe wie Ehre, Stolz und Selbstachtung.

    • 6. Februar 2011 um 15:35 Uhr
    • Suchowlansky
  30. 30.

    Heute morgen hat wieder jemand eine Büchse Idioten aufgemacht.

    • 6. Februar 2011 um 15:36 Uhr
    • N. Neumann
  31. 31.

    Obama hatte unter anderem wegen seiner Kairo-Rede vom Sommer 2009 (http://www.zeit.de/online/2009/24/obama-rede-kairo-2) den Friedensnobelpreis bekommen. Wenn seine Regierung so weitermacht, sollte er den Preis zurückgeben…

  32. 32.

    >Leider sind die billigsten Lösungen im Nachhinein meist die teuersten…

    LOL – sowas sagen sie nach dem Irakkrieg, der bis heute mehr als $772 Milliarden gekostet hat

    • 6. Februar 2011 um 15:42 Uhr
    • Suchowlansky
  33. 33.

    Die einen deutschen Diplomaten & Reporter stehen zu einer verbrecherischen Regierung in Ägypten und missachten das Recht der Selbstbestimmung des Ägyptischen Volkes. Andere Diplomaten & Reporter stehen zu der verbrecherischen Regierung Israels und missachten das recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung.

    Blöd wird es nur, wenn die einen mit den Finger auf die anderen zeigen, um sich selbstgerecht als vermeintlicher Anwalt für Menschenrechte zu gerieren.

    Selbstreflexion ist nicht jedermanns Stärke.

    (Bin nur hier, weil der Artikel direkt in der Zeit verlinkt ist)

    • 6. Februar 2011 um 15:48 Uhr
    • Erol Bulut
  34. 34.

    Sie lavieren und winden sich.Sie wollen dem Diktator sein Gesicht lassen.
    Vielleicht sollten die lieben Politiker mal daran denken,das sie mit ihrem unsäglichen Verhalten nicht nur den Rest ihres Gesichtes verlieren sondern auch der westlichen Welt ein Armutszeugnis ausstellen.

    • 6. Februar 2011 um 15:54 Uhr
    • Wahrnehmung
  35. 35.

    @ Suchowlansky

    Wir (der Westen) sollten etwas unterstützen, was für uns von zentraler Bedeutung ist: Demokratie und freie Wahlen. Das verträgt sich nunmal nicht mit der Unterstützung eines Diktators.

    Und davon darf man auch nicht abrücken, wenn ebendieser Diktator einem 30 Jahre lang eingeredet hat, dass es zu ihm nur eine Alternative gibt: die Fundamentalisten.

    Und nebenbei: Was soll eigentlich dieses Islam-bashing? Wer die Araber (hier besonders die Ägypter) kennt, der weiß, dass die Mehrheit von ihnen genauso wenig Lust auf religiösen Fundamentalimus hat wie die Mehrheit der Deutschen.

    • 6. Februar 2011 um 15:58 Uhr
    • Frank
  36. 36.

    “Wenn man die Münchener Konferenz als eines der Foren zur Selbstdarstellung des Westens ansieht, dann muss man festhalten, dass dies im Blick auf Ägypten gründlich misslungen ist.“
    Nein, im Gegenteil, der Westen hat sich hier als unfähiger, scheinheiliger Hühnerhaufen (mit Obama als schillerndem Hahn) entlarvt, der unfähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Statt rechtzeitig Freunde unter den aufstrebenden demokratischen Kräften zu gewinnen, hält Europa (im Schlepptau Israels und der USA) nach wie vor an dem menschenverachtenden Despoten Hosni Mubarak fest, nur um Stabilität, Ölnachschub und die Sicherheit Israels zu garantieren. Wo sind die Politiker, die sonst bei jeder Gelegenheit die Menschenrechte wie eine Monstranz vor sich hertragen?

    • 6. Februar 2011 um 16:00 Uhr
    • Polit-Kritiker
  37. 37.

    „…Wisner solle seine Meinungen für sich behalten, er habe sich von Mubarak einwickeln lassen, und auf Twitter wird auch schon Wisners jüdische Herkunft verschwörungstheoretisch ins Spiel gebracht….

    Mal Hand aufs Herz: natürlich gibt es zugenüge jüdische und (pro-)israelische Stimmen, die sich mit Herzblut mit dem Anliegen der Massen in Ägypten solidarisieren. Nichtsdestotrotz ist es doch tatsächlich so, dass fast ausnahmslos alle Stimmen, die Mubarak direkt oder indirekt die Stange halten, einen jüdischen und/oder israelischen Hintergrund haben, resp. primär aus israelischer Perspektive argumentieren (irrelevante notorisch-islamophobe Geisteskranke mal ausgenommen). Man muss darin nun weiß Gott weder Verschwörung wittern, noch Hinweise auf derartige Konstellationen als „verschwörungstheoretisch“ wegwischen. Ein Teil des Spektrums jüdischer und/oder israelischer Perspektive setzt die Prioritäten dieser Tage halt anders, als der Rest der Welt (inbegriffen jenes anderen Teils dieses Spektrums). Ob das bei Wisner nun der Fall ist, vermag ich nicht zu sagen, undenkbar wäre es wohl nicht, wenn auch innerhalb des amerikanischen Apparates eine Spaltung entlang dieser Koordinaten gegeben ist. Auch ein Staatsapparat ist kein monolithisches Gebilde.

    Davon völlig unabhängig teile ich seine Meinung sogar. Der Mann ist 82. Schon mal daran gedacht, dass er vielleicht gar nicht mehr an der Macht klebt, sondern aus purer panischer Angst davor handelt, seine Augen irgendwo im Exil auf ewig schließen zu müssen? Es sagt sich so leicht: Jahrzehnte lang Soldat, drei Jahrzehnte Präsident. Und von heute auf morgen wird er von allen fallen gelassen, die ihm gestern noch – entschuldigung – in den Hintern gekrochen sind. Da macht man eines morgens die Augen auf und die ganze Welt prügelt auf einen ein. Ohne nun den Schmerz relativieren zu wollen, den die Opfer seines repressiven Regimes über die Jahrzehnte erlitten haben, ist mit dem Namen Mubarak dieser Tage mit Sicherheit eine zutiefst menschiche Tragödie verbunden, die man – bei allen rationalen politischen Analysen – auch im Blick haben sollte. Es ist nicht meine Aufgabe, unseren ägyptischen Brüdern und Schwestern Ratschläge zu erteilen. Ich kann nur zum Ausdruck bringen, was ich machen würde: Ich würde ihn „begnadigen“, sprich ihm Immunität zusichern und das Recht, auf ägyptischem Boden sterben zu dürfen, wenn er mit sofortiger Wirkung zurücktritt.

    • 6. Februar 2011 um 16:01 Uhr
    • fatih_sultan_mehmet
  38. 38.

    schlimm, ganz schlimm, was man da so lesen muß, was ist mit USA los? Werden das jetzt alle Nazis? Oder sind sie’s schon und wissen es nur noch nciht?!

    • 6. Februar 2011 um 16:04 Uhr
    • Rumpelstilzchen
  39. 39.

    nein!

    • 6. Februar 2011 um 16:05 Uhr
    • Rumpelstilzchen
  40. 40.

    Was haben denn überhaupt die USA mit diesem Mittelmeerstaat zu tun? Das sind innere Angelegenheiten dieses Volkes, und da hat sich das Ausland zurückzuhalten.

    • 6. Februar 2011 um 16:08 Uhr
    • tabe
  41. 41.

    Ihr Altruismus in allen Ehren, aber der Mann war 30 Jahre Präsident und hat den Staat Ägypten lediglich als Selbstbedienungsladen angesehen.
    Ist Ihr Mitleid für die Gefolterten und Toten genauso groß?
    Ich bin eher der Meinung, dass jeder Despot, der sich solcher Verbrechen schuldig gemacht hat, nach Den Haag gebracht und angeklagt werden muss.

    • 6. Februar 2011 um 16:13 Uhr
    • siar
  42. 42.

    dies war eine Antwort auf 38.

    • 6. Februar 2011 um 16:16 Uhr
    • siar
  43. 43.

    @ Jörg Lau

    Wisners Auftritt auf der Sicherheitskonferenz ist auch in meinen Augen ein schwerer diplomatischer Betriebsunfall.

    Gleichwohl möchte ich zunächst noch einmal auf meinen Einwurf (58.) anlässlich eines Ihrer Vorbeiträge hinweisen, von dem ich nicht weiß, ob Sie ihn zur Kenntnis genommen haben:

    http://blog.zeit.de/joerglau/2011/02/04/agyptens-helden-und-der-zogerliche-westen_4537/comment-page-8#comments

    • 6. Februar 2011 um 16:38 Uhr
    • N. Neumann
  44. 44.

    Auf Mubarak für einen friedlichen, demokratischen Wandel zu setzen, hätte 1945 bedeutet,dass die Alliierten auf das alte NS-Regime gesetzt hätten. Wo wäre Deutschland dann heute? Es gibt ein arabisches Sprichwort „Stiehlst du ein Kamel,hängt man dich – stiehlst du eine Herde,verhandelt man mit dir.“ ..oder „Die GROßEN lässt man laufen,die KLEINEN hängt man.“
    Ich wünschte,ich könnte optimistischer sein.

    • 6. Februar 2011 um 16:38 Uhr
    • erik kossack
  45. 45.

    Genau so!

    • 6. Februar 2011 um 16:40 Uhr
    • erik kossack
  46. 46.

    Abgesehen davon hat Christian Geyer in der FAZ einen bedenkenswerten Text über Moral und Interessen in der westlichen Außenpolitik verfasst:

    Ägypten-Diplomatie
    Appelle, die nichts kosten

    Wird George W. Bush angesichts der ägyptischen Umwälzung plötzlich zum wegweisenden Freiheitspathetiker geadelt? Kann seine rücksichtslose Moralpolitik vorbildlich für die aktuelle internationale Diplomatie sein?

    Von Christian Geyer

    Stehen wir vor einem Domino-Effekt im öffentlichen Diskursfeld? Michel Friedman gibt beim ägyptischen Aufbruch den Ton vor, und alle, alle anderen Talker tönen hinterher? Gegeben wird im deutschen Fernsehen das Stück von der westlichen Doppelmoral im Angesicht der arabischen Autokratien. Hat man, so wird gefragt, dort unten nicht jahrzehntelang die westlichen Werte verraten und verkauft, die Regimes stabilisiert und weggeschaut?

    Zwei ungleiche Politiker, die es eigentlich gar nicht erwarten dürften, erleben im Zuge des medialen Domino-Effekts einen Popularitätsschub. Guido Westerwelle (als bad guy) und George W. Bush (als good guy) treten in Zitatkästen auf. Zuerst das böse Zitat: „Uns verbindet eine traditionelle enge Partnerschaft mit Ägypten. Die wollen wir pflegen und ausbauen“, erklärte Guido Westerwelle 2010. Und es kommt noch toller: Mubarak sei ein „Mann mit enormer Erfahrung, großer Weisheit und die Zukunft fest im Blick“. Nun das gute Zitat: „Sechzig Jahre lang hat der Westen Vorwände für die Unfreiheit im Nahen Osten gefunden und sich mit ihr gut eingerichtet. Aber diese Strategie hat uns nicht mehr Sicherheit gebracht. Auf lange Sicht lässt sich Stabilität nicht auf Kosten von Freiheit kaufen.“ So George W. Bush im Jahr 2005.

    http://www.faz.net/s/Rub5A6DAB001EA2420BAC082C25414D2760/Doc~E9416C9D3A31E4108A647DAD3FFCA1D0B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • 6. Februar 2011 um 16:42 Uhr
    • N. Neumann
  47. 47.

    Dass der Diplomat keine Ahnung von modernen Kommunikationsmitteln hat ist die eine Sache. Aber vielleicht hat das auch sein Gutes: Den Leuten auf dem Tahrir geht auf, dass sie vom Mubarak noch die Tretminen entsorgen lassen müssen.

    Den Gutmenschen empfehle ich des weiteren dem Link von Neumann zu folgen, und das von Neumann dort Geschriebene aufmerksam zu lesen.

    • 6. Februar 2011 um 16:48 Uhr
    • FreeSpeech
  48. 48.

    Ich meinte diesen Link

    Gleichwohl möchte ich zunächst noch einmal auf meinen Einwurf (58.) anlässlich eines Ihrer Vorbeiträge hinweisen, von dem ich nicht weiß, ob Sie ihn zur Kenntnis genommen haben:

    http://blog.zeit.de/joerglau/2011/02/04/agyptens-helden-und-der-zogerliche-westen_4537/comment-page-8#comments

    • 6. Februar 2011 um 16:49 Uhr
    • FreeSpeech
  49. 49.

    Menschen, die für ihre Würde aufstehen …. 97 % (!) der Ägypterinnen können das leider nicht mehr ganz unbeeinträchtigt. Quelle:

    http://www.humanevents.com/article.php?id=41569

    Stimmt was mit diesen Zahlen nicht; oder stimmt mit uns was nicht?

    • 6. Februar 2011 um 16:55 Uhr
    • Thomas Holm
    • 6. Februar 2011 um 16:57 Uhr
    • FreeSpeech
  50. 51.

    In der Ortschaft Sharuna (Provinz Minya) wurden nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) am 30. Januar zwei koptisch-orthodoxe Familien ermordet. Insgesamt starben elf Menschen, darunter ein dreijähriges Mädchen. Vier Kopten überlebten mit Schussverletzungen. Die Häuser der Familien wurden geplündert. Auch aus anderen Regionen werden Übergriffe auf Läden von Christen gemeldet. Der deutsche Lehrer Helmut Busch, der bis vor wenigen Tagen an einer katholischen Schule in Alexandria unterrichtete, berichtete von anhaltendem Chaos und Schießereien. gott.de

    • 6. Februar 2011 um 17:04 Uhr
    • ali
  51. 52.

    nun ja–der westen–die usa sind und waren immer freunde der dickdatoren, ich lebe in mexico- seid 13 jahren, die amis haben keine demokrati-sind freunde der herrscher in riad-mittelalter wird dort mit
    hitek gelebt,anderswo predigen sie freiheit,ich kenn aegypten-auch tunesien und bin gluecklich ueber diesen aufstand des volkes.
    wir deutschen sollten die voelker dort unterstuetzen mit den europaern
    ohne amis. die amis sind am ende ihrer eigenen fahnenstange angekommen.
    die voelker waehlen ihre fuehrer nach ihrem geschmack und nur nach ihrem, der amigeschmack ist bitter.es lebe die revulucion.

    • 6. Februar 2011 um 17:07 Uhr
    • Hans-Werner Rust
  52. 53.

    Dass der Diplomat keine Ahnung von modernen Kommunikationsmitteln hat ist die eine Sache. Aber vielleicht hat das auch sein Gutes: Den Leuten auf dem Tahrir geht auf, dass sie vom Mubarak noch die Tretminen entsorgen lassen müssen.

    @ FS

    Abgesehen davon, dass der reale Hintergrund, von dem Jörg Lau spricht, wahrscheinlich nicht die einzige Motivation für Wisners Einlassungen war, hat er eben nicht den Text aus der Washington Post vorgetragen. Insofern kann man von den Leuten auf dem Tahrir wirklich nicht verlangen, dass sie das verstehen.

    Darüber hinaus hat Wisner, der ein sehr erfahrener Diplomat ist, durch seine Einlassungen, die Regierung, der er dienen soll, desavouiert. Einem sehr erfahrenen Diplomaten sollte aber bewusst sein, wenn er aus persönlichen Beweggründen befangen ist. So spricht viel dafür, dass Wisner, weil er über Jahre ein (sagen wir mal) gutes persönliches Arbeitsverhältnis zu Mubarak hatte, den Korridor der ohnehin schon in der Kritik stehenden Sprachregelungen der Regierung Obama verlässt, und zwar so, dass dies noch negativer auf sie zurückfällt.

    Dieser Betriebsunfall mag allzumenschlich sein, er ist aber ebenso unprofessionell.

    • 6. Februar 2011 um 17:10 Uhr
    • N. Neumann
  53. 54.

    „Natuerlich ist die juedische Herkunft des US-Sondergesandten nicht irrelevant. Dass die USA die Interessen Israels vertreten, ist nun wirklich nicht neu.“

    Aber sicher doch, in Washington sitzen die Weisen von Zion am Hebel. Geht’s noch?

    • 6. Februar 2011 um 17:15 Uhr
    • Sebastian M
  54. 55.

    ich verstehe komplett nicht, was dieser unsinn mit der verfassung soll.
    das regime und system ägypten hat abgewitschaftet und sich in jeder hinsicht strafbar gemacht:
    mord folter diebstahl korruption alles…

    die leute wollen die machtclique los sein und eine neue nationalversammlung wählen, mit einer übergangsregierung der nationalen einheit und in der phase die drei gewalten trennen und eine neue verfassung ausarbeiten lassen.
    punkt.
    jedes legalistische gerede spricht den ägyptischen bürgern hohn:
    sie sollen sich an eine verfassung an ein gesetz halten, an das sich das regime, die partei und die justiz nie gehalten hat?

    wie kurzsichtig will der westen, und unsere regierung, die mich vertreten soll denn noch sein?
    hier ist ne chance ganz nordafrika und arabien umzukrempeln, zu echten partnern und freunden zu machen und wir tun so, als gäbe es fahrpläne für revolutionen.

    wer sich dann noch wundert, dass „uns“, ob unserer arroganz und ignoranz aus irgendeiner ecke der welt hass entgegenschlägt, der tickt einfach nicht ganz richtig.

    lasst die leute alleine und sie suchen sich irgendwen der es nicht tut.
    ob das besser ist?

    • 6. Februar 2011 um 17:20 Uhr
    • kayob
  55. 56.

    Angela Merkel soll in Zukunft bei Besuch Chinas, den Präsidenten Hu Jintao niemals direkt mit einer Demokratisierung in Verbindung bringen,wenn sie selbst eine Demokratie für nicht jedes Land geeignet sieht! Siehe Ägypten,will Mubarak unterstützen,weil sie eine Demokratie für gefährlich sieht! Das versteht wer will? Hauptsache sie lebt im Westen und in Frieden,ohne Angst vor dem morgigen Tag!

    • 6. Februar 2011 um 17:25 Uhr
    • BlickPunkt
  56. 57.

    @ Sebastian M.

    Mal abgesehen davon, dass nichts auf die „jüdische Herkunft“ von Frank Wisner schließen lässt:

    Wisner was born in Laurel, Mississippi to parents Frank George Wisner, a lumberman (March 5, 1873 in Clinton, Iowa – ?), and Mary Jeanette Gardiner (August 21, 1875 in Clinton, Iowa – ?). They were married on October 28, 1897 in Lyons, Iowa. He married Mary Knowles Fritchey (June 28, 1912 in Pensacola, Florida – July 9, 2002). They had four children: Frank G. Wisner, Ellis Wisner, Graham Wisner, and Elizabeth „Wendy“ Hazard.
    Frank Wisner committed suicide using one of his son’s shotguns. His funeral service was held at the Bethlehem Chapel in the Washington National Cathedral. He was buried at Arlington National Cemetery as a naval commander, his wartime rank.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Wisner

    • 6. Februar 2011 um 17:29 Uhr
    • N. Neumann
  57. 58.

    „Andere Diplomaten & Reporter stehen zu der verbrecherischen Regierung Israels und missachten das recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung.“

    Solange die Palästinenser ihr „Recht auf Selbstbestimmung“ nutzen, indem sie einer eleminatorisch-antisemitischen Bande wie der Hamas zu Mehrheiten verhelfen (wie in Gaza geschehen), können sie mir gestohlen bleiben. Siehe auch: http://www.usahm.de/Dokumente/Hamasdeu.htm

    Wie sagte Arno Lustiger doch so treffend: „Wenn die Araber die Waffen endlich niederlegen, wird es keinen Krieg mehr geben. Aber wenn Israel die Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.“

  58. 59.

    Ich finde Frau Merkel, die diesen würdevollen Abgang ebenfalls wünscht ebenfalls inkonsequent.
    Frau merkel ist aber auch in dem Sinn inkonsequent, dass sie nach draussen den Engel der demokratie spielt, mit der neuauflage der „Volksbefragung“ heuer, die durch ungeprüfte Aussagen von Nachbarn über den Zwangsinformierer ergänzt und mit seinen Angaben gegen gecheckt werden sollen, ist das nicht mal einfache Schnüffelei, die objektiv erkennen will, sondern hat etwas von mittelalterlicher Inquisition, wo Verleumdung und Verdrehen von Tatsachen Tür und Tor geöffnet werden. Dazu erhält jeder Befragte eine Nummer, der alle diese Daten zugeordnet werden. Diese Nummer sollte 1983 schon einmal vergeben werden und wurde durch das BVG als verfassungswidrig erkannt.
    Demokratie Predigen aber Überwachungsstaat einführen?
    Pressefreiheit für Ägypten predigen aber beim ZDF unliebsame Chefredakteure kippen?
    Das passt klipp und klar nicht zusammen. Man könnte Frau Merkel und die Herren Mubarak und Ben Ali in einer kleinen Pension in Heiligendamm arretieren damit sie einen würdevollen Lebensabend genießen und niemandem mehr schaden können. Es ist nicht sehr würdevoll, einen Folterer aus solcherart Rücksichten noch länger im Amt zu lassen.
    Faszinierend dass man Obama Führungsschwäche bescheinigt, weil er etwas gesagt hat was ein subalterner mensch dann aufs gröbste konterkariert hat.

    • 6. Februar 2011 um 17:36 Uhr
    • kahalla
  59. 60.

    Der „Anschlag“ auf den Erich Mielke Ägyptens war eine Ente des Regimes, um dessen Unterstützer zu mobilisieren. Scheint gelungen zu sein.

  60. 61.

    „… ich verstehe komplett nicht, was dieser unsinn mit der verfassung soll.…“

    Ich glaube, ich hatte es bei anderer Gelegenheit schon einmal erwähnt: Laut Verfassung ist Ägypten ein islamischer Staat, die Sharia exklusive Quelle der Rechtsfindung. In den letzten 30 Jahren hat Ausnahmezustand geherrscht, so dass dieser Passus nicht so sehr ins Gewicht gefallen sein mag. Wenn Mubarak abtritt, der Ausnahmezustand aufgehoben wird, ohne vorher die Verfassung geändert zu haben, dürfte es mit Blick auf eine legalisierte politische Kraft wie die Moslembruderschaft (gelinde gesagt) schwierig werden, einen neuen konstitutionellen Konsens zu finden. Das muss vorher geschehen.

    • 6. Februar 2011 um 18:00 Uhr
    • fatih_sultan_mehmet
  61. 62.

    Schlimm genug, wenn man mit solchen Despoten zusammenarbeiten musste oder meinte zu müssen. Nun ist das geschehen. Wenn dann die angeblichen Freunde des Herrn Moubarak sofort den Hammer fallen lassen, dann werden sie dafür auch „Hiebe“ bekommen. Dann werden sie zu hören bekommen: „Seht mal, zuerst arbeiten sie 30 Jahre mit ihm zusammen, jetzt lassen sie ihn fallen, wie einen nassen Sack, typisch Westen“. Der Westen (ich kann das schon garnicht mehr hören) kann sowieso alles nur falsch machen, also sollten sie eben auch sehr sachte die Entwicklung beobachten, es ist nichts anderes zu machen. Eine direkte Einmischung geht nicht udn ist auch nicht erwünscht. Der Abgang des Rais Moubarak sollte arabisch geschehen, man sollte ihm einen Abgang in würde gestatten, aber mit der Aufforderung, zu gehen. Das ist herkömmlich arabische Art, wenn etwas zu Ende ist und einer seinen Platz verlassen muss, dann kommt Gnade ins Spiel. Ich denke, so wird es auslaufen.

    • 6. Februar 2011 um 18:04 Uhr
    • dacapo
  62. 63.

    Schlimm genug, wenn man mit solchen Despoten zusammenarbeiten musste oder meinte zu müssen. Nun ist das geschehen. Wenn dann die angeblichen Freunde des Herrn Moubarak sofort den Hammer fallen lassen, dann werden sie dafür auch „Hiebe“ bekommen. Dann werden sie zu hören bekommen: „Seht mal, zuerst arbeiten sie 30 Jahre mit ihm zusammen, jetzt lassen sie ihn fallen, wie einen nassen Sack, typisch Westen“. Der Westen (ich kann das schon garnicht mehr hören) kann sowieso alles nur falsch machen, also sollten sie eben auch sehr sachte die Entwicklung beobachten, es ist nichts anderes zu machen. Eine direkte Einmischung geht nicht udn ist auch nicht erwünscht. Der Abgang des Rais Moubarak sollte arabisch geschehen, man sollte ihm einen Abgang in Würde gestatten, sodass er sein Gesicht wahren kann, aber mit der Aufforderung, „bitte gehe“. Das ist herkömmlich arabische Art, wenn etwas zu Ende ist und einer seinen Platz verlassen muss, dann kommt Gnade ins Spiel. Ich denke, so wird es auch auslaufen. Was auch immer der Wisner gesagt oder unterlassen hat. Es wird viel gequasselt, wie immer viel „besser gewusst“. Die Besserwisser sind sowieso immer im Recht, denn sie machen ja nie selber etwas, deshalb können sie nichts falsch machen und haben immer recht, denken sie.

    • 6. Februar 2011 um 18:07 Uhr
    • dacapo
  63. 65.

    @ Nikolas

    „60.

    Der “Anschlag” auf den Erich Mielke Ägyptens war eine Ente des Regimes, um dessen Unterstützer zu mobilisieren. Scheint gelungen zu sein.“

    Natürlich der beste Weg um sich wieder in die Opferrolle, mit etwas Phantasie, der MB zu begeben und ihn zu legitimieren…
    Alter Kaftan, neuer Hut…

    @ N. Neumann

    Das, was Sie in Ihrem Link erwaehnen, darauf haben Menschen ausserhalb „der westlichen Welt“ schon seit 2001 hingewiesen, warum man denn in den Irak Demokratie bringen will, nicht aber in ein Aegypten, oder Bushs-Freund-Regimen am Golf (mit denen er sich persönlich ja blendend versteht), um dann immer besserwisserisch und verstaendnisslos mit dem Kopf beschüttelt zu werden.

    Ja hat nicht Al-Qaida selbst indirekt zugegeben, dass es keinen Zulauf für sie gegeben haette, wenn nicht brutale und korrupte, vom „Westen“ unterstützte, Diktatoren an der Macht gewesen waeren?

    • 6. Februar 2011 um 18:12 Uhr
    • Mete
  64. 66.

    Wir haben 2011 und wir können nicht die Zukunft weissagen, wir können aber Argumente für unsere Meinungen / Befürchtungen anführen!

    • 6. Februar 2011 um 18:13 Uhr
    • democratix
  65. 67.

    „… Ihr Altruismus in allen Ehren, aber der Mann war 30 Jahre Präsident und hat den Staat Ägypten lediglich als Selbstbedienungsladen angesehen.
    Ist Ihr Mitleid für die Gefolterten und Toten genauso groß?
    Ich bin eher der Meinung, dass jeder Despot, der sich solcher Verbrechen schuldig gemacht hat, nach Den Haag gebracht und angeklagt werden muss….“

    Machen wir uns doch nix vor. Wäre er vor einem Monat an Altersschwäche gestorben, hätte es Staatstrauer gegeben und die halbe Welt wäre zu seinem Begräbnis gereist, um ihm die letzte Ehre zu gewähren. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, jeder Finger, der nun auf Mubarak zeigt, ist gleichbedeutend mit mehreren Fingern, die auf einen selber deuten.

    • 6. Februar 2011 um 18:24 Uhr
    • fatih_sultan_mehmet
  66. 68.

    @Mete

    Der Westen ist korrupt, weil nicht alles perfekt ist. Menschenrechte sind ein Witz, weil Staaten im Westen sie nicht dauernd durchsetzen. Die Menschen im Westen sind zu verdammen, denn sie haben ja die Regierungen gewählt, die nicht perfekt sind.

    Zufrieden? Hier noch einer:

    Islam ist die Losung.

    • 6. Februar 2011 um 18:31 Uhr
    • FreeSpeech
  67. 69.

    Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, jeder Finger, der nun auf Mubarak zeigt, ist gleichbedeutend mit mehreren Fingern, die auf einen selber deuten.

    Und zwar Finger von mithin sehr unterschiedlichen Politikern und Journalisten.

    • 6. Februar 2011 um 18:33 Uhr
    • N. Neumann
  68. 70.

    >Der “Anschlag” auf den Erich Mielke Ägyptens war eine Ente des Regimes, um dessen Unterstützer zu mobilisieren. Scheint gelungen zu sein

    Ja – genial, zumal man den Anschlag ca. eine Woche geheim gehalten hat und er am Ende von „You have to go“ Hillary Clinton bestätigt wurde.

    • 6. Februar 2011 um 18:41 Uhr
    • Suchowlansky
  69. 71.

    # 33 – ja, so ist das. Nagel auf den Kopf getroffen.Ist Mubarak einmal weg, haben die Israelis ihren einzigen „Freund“ im Nahen Osten verloren.

  70. 72.

    Die Sicherheitskonferenz ist durch die Vorgänge in Ägypten schlichtweg überfordert worden. Ägypten ist die Nabelschnur der arabischen Welt und hält den Kontakt zur westlichen Welt. Alle westlichen Staaten sind in das Bündnis zu Mubarak eingebunden. Er hat über die Köpfe seiner Bevölkerung hinweg eine persönliche Bindung an den Westen geflegt. Dabei hat jeder sein brutales Regime unterstützt mit Milliarden von Dollars. Mehrheitlich in die militärische Aufrüstung. Daß ein Volk sich mehrheitlich gegen einen Disputen auflehnt ist uns völlig fremd und wir wissen nicht damit umzugehen. Ich selbst habe viele Fahrten durch Ägypten unternommen um zu erkennen, daß sich das Volk eines Tages auflehenen wird. Alle westlichen Staaten täten gut daran sich nicht einzumischen und dem Land seine Selbstbestimmung zu lassen. Danach können wir uns politisch annähern. Jetzt aktiv zu werden wäre ein Fiasko. Wir müssen lernen mit allen politischen Entwicklungen umzugehen – auch wenn es und nicht passt!!!

    • 6. Februar 2011 um 19:02 Uhr
    • Hans Emons
  71. 73.

    Richtig!!! Israel wird dadurch gezwungen sein seine Außenpolitik zu ändern. Wichtig ist die Selbstverwirklichung Ägyptens. Wie sie auch immer aussehen wird – wir müssen es akzeptieren. Wir müssen mit der Einmoschung endlich mal aufhören. Dieses Aufzwingen unserer Lebensform halte ich nicht für Empfehlenswert.

  72. 74.

    „Daß ein Volk sich mehrheitlich gegen einen Disputen auflehnt ist uns völlig fremd“

    Stimmt. Schliesslich sind wir völlig gegen die Meinungsfreiheit.

    • 6. Februar 2011 um 19:16 Uhr
    • FreeSpeech
  73. 75.

    @ HE

    gegen einen Disputen

    Über diese Schreibweise lässt sich despotieren.

    • 6. Februar 2011 um 19:16 Uhr
    • marriex
  74. 76.

    >Israel wird dadurch gezwungen sein seine Außenpolitik zu ändern.

    Sie meinen Israel muss Ägypten mit Krieg und Vertreibung der Palästinenser aus Gaza drohen ?

    • 6. Februar 2011 um 19:19 Uhr
    • Suchowlansky
  75. 77.

    @ marriex

    Sie gehören an den Marderpfahl.

    • 6. Februar 2011 um 19:19 Uhr
    • FreeSpeech
  76. 78.

    @ FS

    Ihr Vorwurf geht ans Nerz.

    • 6. Februar 2011 um 19:22 Uhr
    • marriex
  77. 79.

    @ N. Neumann

    Das, was Sie in Ihrem Link erwaehnen, darauf haben Menschen ausserhalb “der westlichen Welt” schon seit 2001 hingewiesen, warum man denn in den Irak Demokratie bringen will, nicht aber in ein Aegypten, oder Bushs-Freund-Regimen am Golf (mit denen er sich persönlich ja blendend versteht), um dann immer besserwisserisch und verstaendnisslos mit dem Kopf beschüttelt zu werden.

    @ Mete

    Ich hatte es hier verschiedentlich schonmal so oder so ähnlich gesagt:

    Ich war und bin kein Freund der Regierung Bush, auch war ich gegen den Krieg gegen Saddam, aber ich mache dieses Bush-Bashing trotzdem nicht mit. Man muss fairerweise sagen, dass die Regierung Bush auch bei ihren Freunden im Mittleren Osten auf demokratische Veränderungen gedrängt hat – das gilt zumindest so bis 2006. Die demokratische Transformation, die sich gemäß der hochtrabenden Pläne der Regierung Bush im Zuge des Irak-Kriegs über die arabische Welt erstrecken sollte, sollte auch eine Transformation derjenigen Staaten beinhalten, zu der die USA gute Beziehungen unterhalten.

    Dass das kaum vernommen wurde, liegt sowohl am üblichen Antiamerikanismus als auch an den schweren Fehlern der Regierung Bush (Stichworte: Massenvernichtungswaffen, Guantanamo).

    Die gute alte Realpolitik mit ihrem Stabilitätsparadigma, die ihrerseits auch nicht moralisch einwandfrei war und ist, wurde weithin abgefeiert.

    Und kaum jemand, der noch halbwegs bei Sinnen ist, wird ernsthaft behaupten, dass Mubaraks Ägypten ein genauso schlimmer Ort war wie Saddams Irak. Dafür, dass es gegen Saddam ging, gab es natürlich nicht zuletzt auch interessenpolitische Beweggründe.

    Der Punkt ist aber, dass sich Werte/Moral und Interessen in der Außenpolitik nicht in dem Maße dichotomisch gegenüber stehen, wie häufig kolportiert wird. So lag und liegt es z.B. ganz sicher im amerikanischen Interesse, dass Ägypten und Israel keinen Krieg mehr führen.

    Wer in den Neocons und Bush reine Interessenpolitiker erkennt, der hat sie immer noch nicht kapiert. Vielmehr handelt es sich um ein fatales Beispiel dafür, dass bei „gut gemeint“ nicht immer „gut“ hinten bei rauskommt.

    Allein – noch schlechter wäre es gewesen, wenn sich die USA, so wie es viele der moralathletischsten Gegner des Kriegs verlangt haben, sofort als sich die USA im Irak eine blutige Nase geholt hatten, aus dem Irak wieder zurückgezogen hätten.

    • 6. Februar 2011 um 19:22 Uhr
    • N. Neumann
  78. 80.

    @marriex

    Ich kann damit umgehen. Sie haben mich jetzt ja vorgewamst.

    • 6. Februar 2011 um 19:26 Uhr
    • FreeSpeech
  79. 81.

    @ FS

    „68.

    @Mete

    Der Westen ist korrupt, weil nicht alles perfekt ist. Menschenrechte sind ein Witz, weil Staaten im Westen sie nicht dauernd durchsetzen. Die Menschen im Westen sind zu verdammen, denn sie haben ja die Regierungen gewählt, die nicht perfekt sind.“

    Ihr abgrundtiefes Misstrauen gegenüber Muslimen zieht sich als roter Faden durch die gesammten Beitraege.

    Entweder drücke ich mich falsch aus (wenn dem so ist, dann entschuldige ich mich), oder Sie sind zu verbohrt.

    1. Ich mag das Wort „Westen“ selbst net, deswegen setze ich es in Anführungszeichen, falls Ihnen auffaellt, denn dafür sind die Menschen in ihr zu pluralistisch, auch wenn zumeist die Kapitalstaerke den Ton angibt.

    2. Es gibt viele Dinge am „Westen“ die unvoreingenommen sehr sehr lobenswert sind. Aufzuzaehlen waeren da zb. das Bewusstsein für Menschenrechte und Würde, die Sensibilitaet für Natur (wenn auch ein bissl spaet), die Faehigkeit sich selbst zu kritisieren ohne gleich daraus an den Grundsaetzen zu rütteln, das Vertrauen ineinander, der Gemeinschaftssinn und Teamgeist und viele sekundaer Tugenden…

    Aber, es waere schön diese durch Entwicklung gewonnenen Einsichten zum einen auch richtig anzuwenden und nicht nur auf sich zu beziehen.
    Neimand ist perfekt und kann es auch nicht sein. Man kann nur jeden Tag von neuem versuchen „gut und besser“ zu sein und dabei nicht auf voreingenommenen Meinungsbildern zu verbleiben.
    Etwas, was ich bei Ihnen vermisse zb.

    • 6. Februar 2011 um 19:31 Uhr
    • Mete
  80. 82.

    @Mete

    Menschen und Ideologien sind nicht dasselbe. Geht das nicht in Ihren Kopf rein?

    • 6. Februar 2011 um 19:35 Uhr
    • FreeSpeech
  81. 83.

    Weiter:

    Menschenrechte sind Orientierung. Leider sind die Menschen öfter mal desorientiert, insbesondere Politiker. Das ändert nichts an der Universalität der Menschenrechte von 1948.

    • 6. Februar 2011 um 19:39 Uhr
    • FreeSpeech
  82. 84.

    @ NN

    Was die meisten nicht kapieren, ist, dass Bush auf die Auseinandersetzung mit dem Islamismus einen Ansatz übertragen hat, den Ronald Reagan (BTW herzlichen Glückwunsch zum Hundertsten) erfolgreich in der Auseinandersetzung mit dem Kommunismus praktiziert hat: Die Abkehr von der bedingungslosen Unterstützung unappetitilicher Bündnispartner sollte deren kommunistischen Gwegnern, das Wassser entziehen, dabei sollte der Wandel aber so geordnet ablaufen, dass kein Machtvakuum entsteht, das antiamerikanischen Kräften die Machtübernahme ermöglichen würde. Diese Politik war eine Reaktion darauf, dass der Nixon/Kissingersche Zynismus und das Cartersche Vollpfostentum die amerikanische Außenpolitik in die Sackgasse geführt haben. Nicht zuletzt weil in einer Zeit zunehmender Massenpolitisierung „Interessen“ und „Moral“ schon deswegen nicht strikt zu trennen sind, weil die Rezeption des eigenen Handelns durch die Bevölkerung der betreffenden Låamder Rückwirkungen auf die eignen Handlungsmöglichkeiten hat. Wer wie Kissinger, auf der Höhe des Wiener Kongresses ist, kommt da natürlich nicht mit.

    Massenvernichtungswaffen

    Das war eher ein schwerer Fehler von Saddam Hussein, bauernschlau, muss man sein, nicht nur wirken.

    • 6. Februar 2011 um 19:52 Uhr
    • marriex
  83. 85.

    @ N.Neumann

    „Wer in den Neocons und Bush reine Interessenpolitiker erkennt, der hat sie immer noch nicht kapiert. Vielmehr handelt es sich um ein fatales Beispiel dafür, dass bei “gut gemeint” nicht immer “gut” hinten bei rauskommt.

    Allein – noch schlechter wäre es gewesen, wenn sich die USA, so wie es viele der moralathletischsten Gegner des Kriegs verlangt haben, sofort als sich die USA im Irak eine blutige Nase geholt hatten, aus dem Irak wieder zurückgezogen hätten.“

    Was den Irak nach der Katastrophe der Besetzung angeht, muss Ihnen jeder vernünftige Mensch zustimmen. Ne blutige Nase hat sich meiner Meinung nach die USA aber dort nicht geholt (gemessen an Vietnam zb.).

    Und in den Neocons sehe ich auch keine blosse Interessenpolitiker, aber das ist doch gerade das Schlimme, dass bei bestimmten Teilen dieser Regierungshintermaenner wirklich ideologische Extremisten waren, die nicht man auch auf der anderen Seite erkennen kann.

    • 6. Februar 2011 um 19:53 Uhr
    • Mete
  84. 86.

    Massenvernichtungswaffen

    Das war eher ein schwerer Fehler von Saddam Hussein, bauernschlau, muss man sein, nicht nur wirken.

    @ MR

    Gehst du davon aus, dass die Bushies Saddam hätten Saddam sein lassen, wenn sie gewusst hätten, dass er keine Massenvernichtungswaffen (mehr) hat?

    Ich denke nein.

    • 6. Februar 2011 um 20:00 Uhr
    • N. Neumann
  85. 87.

    @ NN

    Nein. Die Bushies hatten mehrere Gründe, um gegen Saddam vorzugehen. Die Massenvernichtungswaffen waren der einzige, von dem sie annahmen, dass er au&szlig,erhalb der USA als legitimer Kriegsgrund anerkannt wird, deshalb haben sie ihn so sehr in den Mittelpunkt gerückt.
    Saddam wiederum wollte durch das Erwecken des Anscheins, er verfüge über WMD sicher nicht die USA, sondern Nachbarn abschrecken.

    • 6. Februar 2011 um 20:04 Uhr
    • marriex
  86. 88.

    @ fs

    „82.

    @Mete

    Menschen und Ideologien sind nicht dasselbe. Geht das nicht in Ihren Kopf rein?“

    Achsooo, Ideologien sind also von Tieren abhaengig…

    FS, seien Sie kein Idiot. Ideologien sind Menschen abhaengig, aber nicht jeder Mensch ist einer Ideologie zuzuordnen, so wie Sie es öfters bei Muslimen zb. tun. Achten Sie mal dadrauf…

    • 6. Februar 2011 um 20:08 Uhr
    • Mete
  87. 89.

    @ NN

    Nein. Die Bushies hatten mehrere Gründe, um gegen Saddam vorzugehen. Die Massenvernichtungswaffen waren der einzige, von dem sie annahmen, dass er au&szlig,erhalb der USA als legitimer Kriegsgrund anerkannt wird, deshalb haben sie ihn so sehr in den Mittelpunkt gerückt.

    @ MR

    Hättest du deshalb dazu geraten, äußerst zweifelhafte Indizien für Massenvernichtungswaffen vor der Weltöffentlichkeit zu Beweisen aufzublasen?

    • 6. Februar 2011 um 20:10 Uhr
    • N. Neumann
  88. 90.

    @Mete

    Ideologien sind Menschen abhaengig, aber nicht jeder Mensch ist einer Ideologie zuzuordnen, so wie Sie es öfters bei Muslimen zb. tun.

    Ich unterscheide zwischen Mensch und Ideologie. Das geht definitiv ganz offensichtlich nicht in Ihren Kopf hinein.

    Dass Ideologien auch Leute brauchen, die sie vertreten, ist klar. Sie gehören offensichtlich zu denen. Es dürfte schwer sein für Sie zu sehen, dass Sie verlieren.

    Zum Trost: 90% der Menschheit sind anderer Meinung als Sie.

    • 6. Februar 2011 um 20:16 Uhr
    • FreeSpeech
  89. 91.

    @ FS

    erstmal verstehe Ich Sie eigentlich gar net, denn wo soll ich behauptet haben, dass Menschen und Ideologien das selbe sind und daher verstehe ich auch nicht auf welches Eis Sie mich gerade in Ihrer Verbohrheit zu bringen versuchen,

    desweiteren nutzt es bei mir nicht mit Minderheitenpositionen zu drohen. Als waere eine Minderheit etwas Schlechtes oder gleich etwas Falsches! Jahrtausende lang glaubten nur die wenigsten, dass die Erde rund sei, und trotzdem hatten diese zb. Recht…

    Im übrigen schreiben wir auch etwas aneinander vorbei, ich zumindest in dem letzten posting. Naja, es gibt wichtigeres…

    • 6. Februar 2011 um 20:29 Uhr
    • Mete
  90. 92.

    @ NN

    Hättest du deshalb dazu geraten, äußerst zweifelhafte Indizien für Massenvernichtungswaffen vor der Weltöffentlichkeit zu Beweisen aufzublasen?

    mit der Gnade der hindsight hätte ich natürlich dazu geraten, den Sauhaufen UNO zu ignorieren.

    • 6. Februar 2011 um 20:30 Uhr
    • marriex
  91. 93.

    @ MR

    „mit der Gnade der hindsight hätte ich natürlich dazu geraten, den Sauhaufen UNO zu ignorieren.“

    Sagen Sie mal, widersprechen Sie sich net selbst, wenn Sie doch schreiben, Reagan haette sich von der Politik der Abkehr von Übeltaeter leiten lassen, waehrend die Gleiche Reagan Administration doch den Rumbsfeld zu Onkel Saddam schickte (kurz nach dem chemical Angriff auf die Kurden), um ihm noch mehr Waffen zu verkaufen und kraeftig auf die Schulter zu klopfen?
    Oder was war in Mittelamerika?

    Desweiteren schonmal in den Sinn gekommen, dass der Schauspieler Reagan nur die Früchte der vorherigen Regierungen eingesammelt hat?

    Sie sind also insgesammt Anhaenger der Devise „Gerechtigkeit ist allein das Recht des Staerkeren“. Darauf laeuft es naemlich hinaus bei Ihrer Argumentation. Oder anders ausgedrückt als Konsequenz: Nach uns die Sintflut.

    • 6. Februar 2011 um 20:41 Uhr
    • Mete
  92. 94.

    @ Mete

    ***Gäääääääääähn***

    Sein Waffen bekam Saddam aus der SU und Frankreich, zu Zentralamerika würde ich Ihnen empfehlen, den Link anzuklicken.

    • 6. Februar 2011 um 20:43 Uhr
    • marriex
  93. 95.

    @ MR

    „Gaeeeeehn“,

    schön, dass Sie zumindest etwas von mir aufschnappten.

    Zu den Waffen, ich kenne mindestens eine Waffenart, die direkt von den USA vermittelt wurde, neben diversen Waffen die auf Umwegen nach Irak kamen. Die SU hat beiden Seiten Waffen verkauft, das ist nix neues.

    Zu dem Einwand, dass Reagan nur die Früchte der Politik seiner Vorgaenger erntete, haben Sie immernoch nichts gesagt.
    Wie haette er ansonsten (nurmal als ein Bsp.) die immensen Kosten der Waffenaufstockung begleichen können?
    Kommen Sie mir dazu net mit der Gaeeeehn-Antwort durch Turbokapitalismus… Das Maerchen habe ich zu oft gehört.

    • 6. Februar 2011 um 21:01 Uhr
    • Mete
  94. 96.

    @ Mete

    Sie reden schon etwas wirr.

    • 6. Februar 2011 um 21:07 Uhr
    • N. Neumann
  95. 97.

    @ Mete

    ich kenne mindestens eine Waffenart,

    Durch ilhâm?

    • 6. Februar 2011 um 21:09 Uhr
    • marriex
  96. 98.

    @ MR

    Nein durch das ZDF vor dem I.Golfkrieg. Es war ein ziemlich grosses Flugzeug (von der grösse her einer 737-300 aehnlich) mit welchem man quasi alles in der Umgebung erfassen konnte. Den Typ habe ich net im Kopf, aber dass es US-Herstellung war, schon.

    Als Reagangrouppie, kennen Sie sicher auch die Waffenarten von damals, googln Sie doch mal.

    • 6. Februar 2011 um 21:16 Uhr
    • Mete
  97. 99.

    @ Mete

    Das Teil heißt AWACS und das verkaufen/verschenken die USA gewiss nicht.

    • 6. Februar 2011 um 21:18 Uhr
    • marriex
  98. 100.

    „… Und kaum jemand, der noch halbwegs bei Sinnen ist, wird ernsthaft behaupten, dass Mubaraks Ägypten ein genauso schlimmer Ort war wie Saddams Irak. Dafür, dass es gegen Saddam ging, gab es natürlich nicht zuletzt auch interessenpolitische Beweggründe….“

    Mit solchen Einschätzungen wäre ich vorsichtig, Neumann. Mag sein, dass Sie Recht haben, mag aber auch einfach sein, dass Saddam durch propagandistische Dauerberieselung über Gebühr dämonisiert, Regime wie das von Mubarak entsprechend verschont wurden. Die beiden sind ansonsten wirklich schwer zu vergleichen. Sadam hat sich wohl eher als (brutaler) Entwicklungsdiktator verstanden, während Mubarak mehr oder minder einen Status Quo im Sinne des Westens repressiv verwaltet hat. Es mag sich vielleicht zynisch anhören, aber wenn ich mir bspw. Bildungsstand, Gesundheits- und Sozialwesen und ähnliche Faktoren ansehe, hat Sadam – zumindest so lange der Irak noch souverän war – deutlich mehr für sein Volk getan, als Mubarak.

    Was Bush anbelangt, so verwundert mich schon ein wenig, dass nun seine altbewährten medialen Hofberichterstatter glauben, aus den Löchern kriechen zu können. Der gegen Bush zu richtende Vorwurf hat auf nichts geringeres als auf Kriegsverbrechen zu lauten, ganz ohne „Bush-Bashing“. Der Mann hat einen illegalen Angriffskrieg geführt, ohne wenn und aber. Die Demontage rechtsstaatlicher Prinzipien kann man ja vielleicht noch im Rahmen eines politischen Diskurses erfassen, Völkerrechtsverletzungen im Rahmen des ius in bellum dürften schwer nachweisbar sein, aber der Irakkrieg war ein klarer Verstoß gegen das ius ad bellum, wofür er höchstpersönlich die Verantwortung trägt.

    • 6. Februar 2011 um 21:26 Uhr
    • fatih_sultan_mehmet
  99. 101.

    „… Gehst du davon aus, dass die Bushies Saddam hätten Saddam sein lassen, wenn sie gewusst hätten, dass er keine Massenvernichtungswaffen (mehr) hat?

    Ich denke nein….“

    Vollkommen richtig. Wenn Sie sich genau entsinnen: in der unmittelbaren Phase vor Ausbruch des Krieges war das MVW-Vorwand auch schon längst in den Hintergrund gerückt. Primär war die Rede davon, Humanismus und Demokratie in den Irak zu tragen. Die MVW-Strategie in der Argumentation hatte eigentlich in dem Moment ausgedient, in dem die Amerikaner mit ihrem Bestreben nach einer Kriegs-Legitimierung durch den Weltsicherheitsrat gescheitert waren.

  100. 102.

    Wenn es die USA nicht schafft dann tut es die EU ganz bestimmt / die ist ja beruehmt fuer ihre Appeasement Politik…

  101. 103.

    während Mubarak mehr oder minder einen Status Quo im Sinne des Westens repressiv verwaltet hat

    @ FSM

    Mubarak hat den status quo Ägyptens zuallerst in seinem Sinne verwaltet. Komischerweise kommt niemand auf die Idee und sagt, dass Nasser den status quo ante Ägyptens im Sinne der Sowjetunion repressiv verwaltet hätte (was ebenso ungenau wäre).

    Es mag sich vielleicht zynisch anhören, aber wenn ich mir bspw. Bildungsstand, Gesundheits- und Sozialwesen und ähnliche Faktoren ansehe, hat Sadam – zumindest so lange der Irak noch souverän war – deutlich mehr für sein Volk getan, als Mubarak.

    Es hört sich nicht zynisch an, sondern es hört sich falsch an. Der Irak war, wenn man einmal von Saddams Sicherheitsapparat absieht, nach dem 1. Golfkrieg ein sog. failed state. Und das liegt nicht an der Flugverbotszone und der de facto-Unabhängkeit des kurdischen Nordiraks ab 1991.

    Das Gerede vom guten Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen und ähnlichen [günstigen] Faktoren ist ein Ammenmärchen von Gegnern des Kriegs gegen Saddam, auf dass es bloß kein Argument für diesen Krieg der USA geben möge.

    • 6. Februar 2011 um 21:52 Uhr
    • N. Neumann
  102. 104.

    Was wird aus Ägypten ??

    Wenn ich auf Afgahnistan und den Irak schaue habe ich nur eine Erkenntnis gewonnen.

    All die Strategen, Fachleute und Wissenschaftler, die mit viel Arbeit und viel Geld diese „Probleme für den Westen“ lösen wollten sind gescheitert.

    Es ist nicht zuerwarten daß der Westen, eine westliche Regierung oder ein Ägypten Fachmann weiss was dort kommen wird.
    Die Wahrscheinlichkeit das Richtige zu treffen liegt nach meiner Aufffassung bei weniger als 1%.

    Sicher ist nur, daß der Stern des Westens sinkt solange Reden und Handeln soweit auseinander klaffen.

    Herr Wisner ist nur eine weitere Bestätigung dazu.

    • 6. Februar 2011 um 22:22 Uhr
    • fox_bravo
  103. 105.

    OT?

    Kritik am Umgang mit der Flut(katastrophe) in Saudiarabien:

    http://www.youtube.com/watch?v=QD5B5dMfPZI&feature=player_embedded

  104. 106.

    „… Es hört sich nicht zynisch an, sondern es hört sich falsch an. Der Irak war, wenn man einmal von Saddams Sicherheitsapparat absieht, nach dem 1. Golfkrieg ein sog. failed state. Und das liegt nicht an der Flugverbotszone und der de facto-Unabhängkeit des kurdischen Nordiraks ab 1991.

    Das Gerede vom guten Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen und ähnlichen [günstigen] Faktoren ist ein Ammenmärchen von Gegnern des Kriegs gegen Saddam, auf dass es bloß kein Argument für diesen Krieg der USA geben möge…

    Das ist so was von falsch, was Sie da schreiben, falscher geht es schon nicht mehr. Das Jahrzehnt nach GK I war ein bisserl mehr als hie und da ein Flugverbot. Allein eine halbe Million Menschen, nicht selten Kinder, sind als unmittelbare Folge des umfassenden Embargos krepiert. Und wenn ich auf die Zeit verweise, in der Irak noch souverän war – also vor 91 – hat das nicht das geringste mit Bush jr. und dem Krieg ’03 zu tun, sondern basiert auf unmittelbare Kenntnis des Landes, die bis in die Mitte der achtziger zurückreichen, als W. noch ein Alki im Schatten seines Papas war. Saddams Leistungen in den von mir genannten Belangen waren übrigens auch in Deutschland damals durchaus be- und anerkannt. In den achtzigern war das Wort von den „Preußen des Orients“ ein geflügeltes, wenn man vom Irak sprach.

  105. 107.

    Allein eine halbe Million Menschen, nicht selten Kinder, sind als unmittelbare Folge des umfassenden Embargos krepiert

    Als unmittelbare Folge des Embargos? Geht’s noch?

    Abgesehen davon hatte der Irak vor Beginn des Kriegs gegen den Iran noch Währungsreserven in Höhe von 35 Milliarden Dollar. Diese waren durch den Krieg bis 1983 aufgebraucht, am Ende des 1 Golfkriegs war der Irak ein hoch verschuldetes Land. Von Ihrem „Preußen des Orients“ war bereits am Ende des 1. Golfkriegs nicht mehr viel übrig, zumal die diversen Gläubiger nun ihr Geld forderten.

    • 6. Februar 2011 um 23:34 Uhr
    • N. Neumann
  106. 108.

    1. ‚the state of affairs‘ – Sandmonkey’s Analyse:

    http://www.sandmonkey.org/2011/02/06/the-way-forward/

    2. Wie könnte es weiter gehen? Sandmonkey’s Vorschlag:

    … It’s not that the protesters don’t know what they want (you can read about their demands everywhere), it’s that their demands are so nonnegotiable for them, that it makes no sense for them to engage in negotiations until a number of those demands get realized. ….

    So here are my two cents: … Based on location, start organizing them into committees, and then have those committees elect leaders or representatives. Do the same in Alex, In Mansoura, in Suez, in every major Egyptian city in which the Protesters braved police suppression and came out in the thousands … with such Proper citizen organization and segmentation, we’ll have the contact information and location of all the protesters that showed up, and that could be transformed into voting blocks in parliamentary districts: i.e. a foundation for an Egyptian Unity party.

    That Egyptian Unity Party will be an Umbrella party that promotes equality, democracy & accountability, without any ideological slants. It should be centrist, because we don’t want any boring Left vs. Right squabbling at that stage. Once you institute the structure, start educating the members on their rights and their obligations as citizens. Convince them to bring their friends and relatives into meeting. Establish voters’ critical mass , all under that party.

    The Egyptian Unity Party, however, will not be a permanent structure, but rather a transitional entity with a clear and direct purpose: create the grassroots organization to take back the parliament and presidency in the next elections.

    Once sufficient votes and seats have been obtained, the party will amend the constitution to promote civil liberties, plurality, and truly democratic elections.

    Once that constitution is in place, the party can disband, and its elected members can start forming their own parties and collations, based on their personal beliefs and ideologies, or they can join any of the existing parties, and breathe some life into their decaying carcasses.

    We will end up with an actual political process and representative political parties that will actually discuss policy and have to represent those who voted for them so that they can get re-elected.

    Democracy in action. An old but brilliant concept. A way to ensure that no matter what, we will have a huge influence on who becomes the next Egyptian President come election day in September. …

    URL: ditto

  107. 109.

    Many pro-democracy demonstrators have noticed a strange phenomenon. +
    In the months before the protests broke out on 25 January, a series of attacks on Coptic Christians and their churches spread across Egypt. The Pope called for the protection of Egypt’s 10 per cent Christians. The West was appalled.
    Mubarak blamed it all on the familiar „foreign hand“.

    But then after 25 January, not a hair of a Coptic head has been harmed.
    Why?
    Because the perpetrators had other violent missions to perform?

    When Mubarak goes, terrible truths will be revealed

    http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/fisk/robert-fisk-the-wrong-mubarak-quits-soon-the-right-one-will-go-2205852.html

  108. 110.

    >But then after 25 January, not a hair of a Coptic head has been harmed.

    Am 30. Jänner

    Elf Kopten starben bei Massaker

    04. Februar 2011, 15:22

    Zwei Attentate vom 30. Jänner erst jetzt bekannt

    Göttingen/Wien – Zwei koptische Familien sind unter Mitwirkung ihrer muslimischen Nachbarn von Anhängern radikal-islamischer Gruppen in einem Dorf 200 Kilometer südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo ermordet worden. Das teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in einer Presseaussendung mit. Das Massaker ereignete sich bereits am 30. Jänner. Insgesamt elf Menschen starben, darunter ein dreijähriges Mädchen. „Doch aufgrund der Informationssperren der ägyptischen Behörden konnten wir erst gestern über das Verbrechen informiert werden“, sagte GfbV-Afrika-Referent Ulrich Delius.

    • 7. Februar 2011 um 01:31 Uhr
    • Suchowlansky
  109. 111.

    Warum ist es eine Verschwörungstheorie auf seine jüdische Herkunft zu verweisen?

    Wir alle wissen doch, dass die jüdische US-Lobby an Mubarak festhalten will, dies gilt auch für Israel.

    Man will die Revolution erst erlauben, wenn die positiven Punkte für Israel in die neue politische Struktur Ägyptens übernommen werden.

    Darauf läuft es doch hinaus.

    Für den Iran würde man wohl solche langsamen Übergänge nicht verlangen.
    Der Westen ist und bleibt halt ein verlogener Haufen, der nur seine Interessen im Auge hat und Begriffe wie Menschenrechte und Demokratie nach opportunen Gesichtspunkten einsetzt.

    • 7. Februar 2011 um 02:57 Uhr
    • Vatanci
  110. 112.

    @ MR

    „99.

    @ Mete

    Das Teil heißt AWACS und das verkaufen/verschenken die USA gewiss nicht.“

    Dann gehörte das Wohl zu der Kriegspropaganda der Mithaengselmedien.
    Und wieder sind wir beim Recht des Staerken, wo die BRD hinterher dackelt…

    „Wenn ich auf Afgahnistan und den Irak schaue habe ich nur eine Erkenntnis gewonnen.

    All die Strategen, Fachleute und Wissenschaftler, die mit viel Arbeit und viel Geld diese “Probleme für den Westen” lösen wollten sind gescheitert.“

    Und genau deshalb werden hier zu oft leere Phrasen produziert. Wer Mund hat, der redet, sagt man ja.

    • 7. Februar 2011 um 05:00 Uhr
    • Mete
  111. 113.

    @ MR

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-02/bush-amnesty-genf

    Das sin zb. Seiten an den Schweizern, wo man diese zum knutschen findet :)

    Allerdings ist die Schweiz so ziemlich das einzige Land, was sich einwenig (!) solche Taten leisten kann.

    • 7. Februar 2011 um 07:53 Uhr
    • Mete
  112. 114.

    @ N.Neumann

    Es erscheint fürwahr manchmal etwas Wirr, was ich hier schemenhaft von mir gebe, dass kommt daher, dass ich keine Lust habe, wie Zaggi zb. Romane zu verfassen. Allerdings die Inhalte so mancher Überlegung rüttelt erstmal an den Grundfesten so mancher, als Realitaet hingenommener, Annahmen (!), die es wiederum zu erklaeren mindestens eines solchen Artikels bedarf:

    http://www.zeit.de/2011/06/P-Intervention?page=all

    Bedingt durch familiaere, private und berufliche Eingebundenheiten, habe ich wenig Lust und Zeit erstmal Hintergründe zu erklaeren, die verschiedentlich sich zusammensetzen (im Fall von Reagan die Wirtschaftspolitik aus der Nixon Zeit, die bonus-aussenpolitik Carters, auf der anderen Seite die Ratlosigkeit der SU in den frühen 80ern und globale Wirkungen die eine neue Situation zu Anfang der 80er herausbrachten, etc…), damit meine „Fensterchen-Blickwinkel auf Landschaften“ nachvollziehbarer werden.
    Sorry.

    Nun können Sie aufführen, in der Situation am besten nichts zu schreiben, statt schwer verstaendlichem und da haetten Sie soviel Unrecht net.

    • 7. Februar 2011 um 08:03 Uhr
    • Mete
  113. 115.

    Die Aussagen des amerikanischen Diplomaten Wisner sind ein Desaster, so wie die gesamte, von militärischem Denken dominierte amerikanische Außenpolitik. Ich möchte nicht wissen, welch Gespräche von den illustren Teilnehmern dieser Vermarktungsveranstaltung zur Anhebung der internationalen Militärbudgets bezüglich des Volksaufstandes in Ägypten geführt wurden. Ich ahne Furchtbares.

    • 7. Februar 2011 um 08:25 Uhr
    • wulewuu
    • 7. Februar 2011 um 08:34 Uhr
    • marriex
  114. 117.

    @ Mete

    „Bedingt durch familiaere, private und berufliche Eingebundenheiten, habe ich wenig Lust und Zeit erstmal Hintergründe zu erklaeren…“

    Vermutlich weil Sie es gar nicht können bzw. sich anderenfalls von Ihren unzähligen Verschwörungstheorien trennen müssten. Stimmt’s oder hab ich recht?

    • 7. Februar 2011 um 09:00 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  115. 118.

    @ Marriex
    Danke für den Link/Text. – Das dort zitierte Paper von Timur Kuran „Sparks and Prairie Fires: A Theory of Unanticipated Political Revolution“ scheint online verfügbar zu sein
    http://econ.duke.edu/uploads/assets/People/Kuran/Sparks%20and%20prairie%20fires.pdf

  116. 119.

    @ P

    Noch danker…

    • 7. Februar 2011 um 09:17 Uhr
    • marriex
  117. 120.

    Timur Kuran hat unter dem Titel „Islam & Mammon“ eine sehr lesenswerte Kritik islamischer Wirtschaftskonzepte publiziert.

    • 7. Februar 2011 um 09:24 Uhr
    • marriex
  118. 121.

    George Bushs linke Erben

    Von Jan Fleischhauer

    Plötzlich wollen es alle gewusst haben – Präsident Mubarak ist ein Schurke und noch schlimmer sind die USA, die bis zuletzt zu ihm halten. Dabei war es gerade George W. Bush, der immer an die Demokratisierung der islamischen Welt glaubte – und von der versammelten Linken dafür verspottet wurde.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743828,00.html

    • 7. Februar 2011 um 09:43 Uhr
    • Suchowlansky
  119. 122.

    Unsinn,der westen hat u. kann niemals für demokratie in irgend einer land eintreten,umgekehrt alle demoratien die in entwicklungsländer zu macht gekommen sind,sind durch westen blutig nieder geschlagen,denke an iran 1953 Dr. mossadegh,alliende,vietnam,lumumba etc.Es herscht jungl gesetz der starke friesst den schwachen.Falls demoktatie in irgend einem naheöstlichen land kommt,sicher wird nicht pro westlich sein,mit das,was der westen da gemacht hat.Die menschen vergessen nichts.Für westen ist nur das regim von saodiarabin das ideale,welche ihre intressen bestens nachkommt.

    • 7. Februar 2011 um 09:53 Uhr
    • iradj
  120. 123.

    @ iradj

    Eat another pillow.

    • 7. Februar 2011 um 10:05 Uhr
    • FreeSpeech
  121. 124.

    @ FS

    :-)))

    • 7. Februar 2011 um 10:05 Uhr
    • marriex
  122. 125.

    „Die eigentliche Revolution ist so gesehen, dass die arabische Jugend nicht auf die Straße geht, um US-Flaggen zu verbrennen und Israel den Tod zu wünschen, sondern sich die eigene Regierung vornimmt.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743828,00.html

    @suchowlanski

    Das war auch gestern bei Anne Will wieder zu beobachten. Jürgen Chroobog – der sich von Diktator Ali Abdullah Saleh privat in den Jemen hatte einladen lassen, dort entführt wurde und auf Kosten des Steuerzahlers wieder frei kam* – erklärte gen Ende, dass es für gesamte Region entscheidend sei, dass Israel Frieden mit den Palästinensern schließen müsse. Sehr deutlich entgegnete ihm Hamed Abdel-Samad, dass dies vorgeschoben sei und er Konflikt nur dazu diene, von den eigenen Problemen abzulenken.
    Diese Revolution jetzt zeigt es sehr deutlich. Nicht Israel ist das Hauptproblem dort, sondern die Strukturen in den diktorischen Ländern und die sind es, welchen den Menschen ein gutes Leben rauben. Hoffen wird, dass nachdem sich gegen die Regierung in Ägypten aufgelehnt wurde, um bessere Lebensbedingungen zu erreichen, dass Volk sich auch dafür entscheidet, Frieden mit den Israelis zu machen für ein besseres Lebens. Hamed Abdel-Samad schien da sehr optimistisch.

    * Publicola: ich weiß, Sie wolle sogar für die Erde ist eine Scheibe Links, aber Sie googlen Sie einfach selbst, wenn Sie auch hier etwas nicht bekommen haben und daher Belege fordern 😉

    • 7. Februar 2011 um 10:22 Uhr
    • Stefanie
  123. 126.

    „* Publicola: ich weiß, Sie wolle sogar für die Erde ist eine Scheibe Links, aber Sie googlen Sie einfach selbst, wenn Sie auch hier etwas nicht bekommen haben und daher Belege fordern ;-)“

    Das war zu schnell: Muss natürlich heißen, für die Erde ist KEINE Scheibe und etwas mitbekommen haben und nicht bekommen haben.

    • 7. Februar 2011 um 10:26 Uhr
    • Stefanie
  124. 127.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article12467919/Zukunft-des-Praesidenten-spaltet-die-deutsche-Politik.html

    Was halten die anderen hier davon?

    Es wäre eine elegante Lösung, Mubarak aus dem Amt zu bringen. Aber ich sehe die Gefahr, dass dies von den Ägyptern und der arabischen Welt nicht als Unterstützung für die Demonstranten aufgefasst wird, sondern als Hilfe für Mubarak, die man dann dem Westen und insbesondere Deutschland ggf. verübelt, auch wenn die Demonstranten wollen, dass er das Land verlässt. bin völlig unschlüssig, was ich davon halten soll.

    • 7. Februar 2011 um 10:37 Uhr
    • Stefanie
  125. 128.

    @ St

    Du diskriminierst Anhänger der Innenwelttheorie.

    • 7. Februar 2011 um 11:07 Uhr
    • marriex
  126. 129.

    >Aber ich sehe die Gefahr, dass dies von den Ägyptern und der arabischen Welt nicht als Unterstützung für die Demonstranten aufgefasst wird, sondern als Hilfe für Mubarak, die man dann dem Westen und insbesondere Deutschland ggf. verübelt

    Ach Göttchen, sie haben Sorgen.

    Sie fragen sich doch auch nicht was die Bewohner eines Irrenhauses von ihrer Politik halten.

    Wir im Westen wünschen allen Bewohnern dieser Erde ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand – nur darauf kommt es an und in dieser Beziehung gibt es überhaupt keinen Grund für Selbstzweifel.

    Wenn man das in der Hinterwelt nicht erkennt muss uns das nicht jucken, die Irren sollen uns nur in Ruhe lassen.

    • 7. Februar 2011 um 11:21 Uhr
    • Suchowlansky
  127. 130.

    „Du diskriminierst Anhänger der Innenwelttheorie.“

    Ja so ist das halt. Was aus den Staaten kommt kann nur falsch sein und muss damit nicht gleichbehandelt werden 😉

    • 7. Februar 2011 um 11:22 Uhr
    • Stefanie
  128. 131.

    „Wenn man das in der Hinterwelt nicht erkennt muss uns das nicht jucken, die Irren sollen uns nur in Ruhe lassen.“

    Wieso nach Ihrer Theorie Mubarak dann überhaupt „aufnehmen“, wenn uns die „Irren“ dort so egal sein können?

    • 7. Februar 2011 um 11:26 Uhr
    • Stefanie
  129. 132.

    Im Übrigen gibt es in der arabischen Welt unterschiedliche Auffassungen, die Geschäftseliten wollen schliesslich auch kein Chaos und werden auch in Zukunft über Aufträge an Deutschland entscheiden, da wird sich, genau wie im Irak nämlich nix ändern.

    • 7. Februar 2011 um 11:28 Uhr
    • Suchowlansky
  130. 133.

    @ Suchow-Lansky

    Aus welchem Irrenhaus hat man Sie denn entlassen?

    • 7. Februar 2011 um 11:29 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  131. 134.

    „Im Übrigen gibt es in der arabischen Welt unterschiedliche Auffassungen, die Geschäftseliten wollen schliesslich auch kein Chaos und werden auch in Zukunft über Aufträge an Deutschland entscheiden, da wird sich, genau wie im Irak nämlich nix ändern.“

    Eben. Deshalb wird es denen daran gelegen sein, dass schnell wieder Ruhe einkehrt. Und wenn Mubarak weg sein sollte und Suleimann dann – nachdem Mubarak entsprechende Wege in der Verfassung geöffnet hat – die Geschäfte übernimmt, ist die Wahrscheinlich sehr viel höher, dass die Demonstrationen aufhören, weil die Forderung, Mubarak weg, erfüllt wurde.

    • 7. Februar 2011 um 11:33 Uhr
    • Stefanie
  132. 135.

    >Wieso nach Ihrer Theorie Mubarak dann überhaupt “aufnehmen”, wenn uns die “Irren” dort so egal sein können?

    Bin ich dafür ihn aufzunehmen ?

    Immerhin hat der Mann was geleistet, insbesondere im Bezug auf Israel unsere Interessen über Jahrzehnte gewahrt, ganz im Gegensatz z.B. zu den Guantanamo-Häftlingen von denen Grüne, SPD, FDP und CDU gar nicht genug aufnehmen konnte.

    • 7. Februar 2011 um 11:33 Uhr
    • Suchowlansky
  133. 136.

    @HJS

    Was halten Sie denn davon, Mubarak nach Heidelberg zu schaffen?

    • 7. Februar 2011 um 11:34 Uhr
    • Stefanie
  134. 137.

    @Stefanie

    Sie nehmen die Demonstranten im Hinblick auf ihre Machtposition zu ernst.

    • 7. Februar 2011 um 11:46 Uhr
    • Suchowlansky
  135. 138.

    @ Stefanie

    Wenig. Im übrigen ist das Thema, soweit ich die Nachrichten verfolgt habe, vom Tisch.

    • 7. Februar 2011 um 11:47 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  136. 139.

    >Im übrigen ist das Thema, soweit ich die Nachrichten verfolgt habe, vom Tisch.

    Richtig, Flip-Flop Obama hat sich damit abgefunden.

    • 7. Februar 2011 um 11:48 Uhr
    • Suchowlansky
  137. 140.

    Cem Özdemir gestern auf SPON:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743812,00.html

    „Dort [im Iran] zerplatzte der Traum vom Aufbruch in eine Demokratie im Jahr 1979. Ajatollah Chomeini kehrte an die Macht zurück und installierte eine islamistische Diktatur.“

    „Kehrte an die Macht zurück“? Hä? Ja war der denn schonmal vorher Schah?

    Und Özdemir ist noch das Beste, was die Grünen haben …

    • 7. Februar 2011 um 11:51 Uhr
    • 6bb6
  138. 141.

    @6bb6

    Cem Özdemir gehört seit letzter Woche zu den Fossilen.

    • 7. Februar 2011 um 12:02 Uhr
    • FreeSpeech
  139. 142.

    und auf Twitter wird auch schon Wisners jüdische Herkunft verschwörungstheoretisch ins Spiel gebracht.

    (Gelöscht. Bleiben Sie sachlich, sonst fliegen Sie raus. JL)

    • 7. Februar 2011 um 12:05 Uhr
    • Samuel
  140. 143.

    Der Westen hat nichts anzubieten.

    Die Ägypter sind derzeit in einer ähnlich „glücklichen Lage“ wir die Ostdeutschen 1989.
    Wir Ostdeutsche verbanden damals mit dem real existierenden Kapitalismus Erwartungen, die realitätsfern und propagantistisch aufgeladen waren. Heute wissen wir, dass wir von der einen Diktatur in die andere gewechselt sind. In der sogenannten freien Marktwirtschaft stehen nur demokratische Scheinmechanismen zur Täuschung der Bevölkerung zur Verfügung. Die Macht folgt der Logik des Kapitals und der Gewinnmaximierung und steht diametral den Lebensinteressen der meisten Bürger entgegen. Die Ägypter werden, sollten sie dem Europäischen Modell nacheifern, dies schmerzlich erfahren. Zwar werden in den westeuropäischen Ländern keine Menschen physisch gefoltert, psychisch aber schon. Man schaue sich nur einmal die Satistiken über den Verbrauch von Anitdepressiva in den martwirtschaftlich entwickelden Ländern Europas und auch der USA an. Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Ich wünsche den Ägyptern einen echten demokratischen und sozial fairen Neuanfang.

    • 7. Februar 2011 um 12:10 Uhr
    • Gerd
  141. 144.

    „… erklärte gen Ende, dass es für gesamte Region entscheidend sei, dass Israel Frieden mit den Palästinensern schließen müsse. Sehr deutlich entgegnete ihm Hamed Abdel-Samad, dass dies vorgeschoben sei und er Konflikt nur dazu diene, von den eigenen Problemen abzulenken.
    Diese Revolution jetzt zeigt es sehr deutlich. Nicht Israel ist das Hauptproblem dort, sondern die Strukturen in den diktorischen Ländern und die sind es, welchen den Menschen ein gutes Leben rauben….“

    Nur in einem binären Denken gefangene Geister mögen in beiden Positionen einen Widerspruch erkennen. Das eine bedingt sehr wohl das andere.

  142. 145.

    Es gibt in diesem Land keine Zivilgesellschaft, denn jede Gesellschaft braucht stabile Rechtsrahmen und Institutionen!
    Schade, daß Politiker – wie Clinton – nicht die passenden Begriffe finden.
    Gibt es das Volk der Ägypter? Auch das ist eher Fiktion angesichts der großen sozialen Unterschiede, also nicht real, sondern nur ein modellhaftes Hilfsmittel des Verständnisses für das Reale.
    Es gibt nur einen Weg: Die Ägypter sollten sich diszipliniert selbst von unten her organisieren und ihr Land neu darüber aufbauen.

    • 7. Februar 2011 um 12:21 Uhr
    • Impuls
  143. 146.

    @ FS # 141

    Warum?

    • 7. Februar 2011 um 12:22 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  144. 147.

    „… Dabei war es gerade George W. Bush, der immer an die Demokratisierung der islamischen Welt glaubte – und von der versammelten Linken dafür verspottet wurde….“

    A) …. eine glatte verharmlosende Lüge – Bush wird nicht Naivität vorgeworfen sondern Kriegsverbrechen,

    B) …. sei daran erinnert, dass die heiße Phase der systematischen Hamas-Isolierung nach den PA-Wahlen von Anfang 2006 in seine Amtszeit fiel und von seiner Administration maßgeblich mitgetragen wurde. Was Frau Rice in dieser Zeit an schönen Sonntagsreden gehalten haben mag, steht auf einem Blatt, auf einem ganz anderen hingegen der Preis, den die Bush-Administration insbesondere an das Mubarak-Regime hinter verschlossenen Türen leisten musste, um sich dessen unabdingbare Unterstützung für diese Isolationspolitik zu erkaufen. Die Bush-Gang war in jener Phase gar nicht in der Position, um in der Region irgendwelche idealistisch-humanistischen Forderungen zu erheben, eher im Gegenteil.

  145. 148.

    „Sie nehmen die Demonstranten im Hinblick auf ihre Machtposition zu ernst.“

    Bei Zahlen aus dem Jahre 2009, dass sich 66 % der Ägypter für die strikte Anwendung der Sharia in islamischen Ländern ausgesprochen haben, dem Wissen, dass das Militär auch außerhalb des Sicherheitsbereiches über weiten Einfluss verfügt etc. nehme ich ganz sicher die Machtposition von zu Spitzenzeiten 2 Mio. von 60 Millionen Bürgern nicht zu ernst.

    Aber danke für Ihre Belehrung 😉

    • 7. Februar 2011 um 12:40 Uhr
    • Stefanie
  146. 149.

    @HJS

    Ich dachte auch, dass es sich eher nur um eine Gerücht oder eine kurz angedachte Option handle. Aber in dem von mir weiter vorne verlinkten Weltartikel steht:

    „In der schwarz-gelben Koalition in Berlin mehren sich die Stimmen, die eine Ausreise des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak nach Deutschland befürworten würden, sollte sich der umstrittene Regimechef hierzulande einer medizinischen Behandlung unterziehen müssen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, der CDU-Politiker Ruprecht Polenz: „Schon aus humanitären Gründen wäre es eine Selbstverständlichkeit, Mubarak, falls nötig, eine Behandlung in einem deutschen Krankenhaus zu ermöglichen.“

    Und der ist von heute Morgen in der Frühe, so dass ich aus diesem schließe, die Option ist noch nicht vom Tisch, weil da ja explizit steht, es mehren sich die Stimmen, welch das befürworten.

    • 7. Februar 2011 um 12:43 Uhr
    • Stefanie
  147. 150.

    zu 148

    „nehme nicht zu ernst.“

    Wobei nicht zu ernst nehmen trifft es nicht. Ich nehme die Demonstranten nämlich sehr ernst und beobachte begeistert deren Freiheitswillen.

    • 7. Februar 2011 um 12:46 Uhr
    • Stefanie
  148. 151.

    @Gerd

    Das Geld habt ihr aber trotzdem gerne genommen

    • 7. Februar 2011 um 12:49 Uhr
    • Suchowlansky
  149. 152.

    @ Stefanie 134:

    „Und wenn Mubarak weg sein sollte und Suleimann dann – nachdem Mubarak entsprechende Wege in der Verfassung geöffnet hat – die Geschäfte übernimmt, ist die Wahrscheinlich sehr viel höher, dass die Demonstrationen aufhören, weil die Forderung, Mubarak weg, erfüllt wurde.“
    ——————————

    http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/06/egypt-tahrir-square-omar-suleiman

    „Many were wary of the apparent deal being cooked up between Washington and Suleiman, with European backing, for the old regime to oversee the transition to democracy.

    „If Mubarak is still president, nothing will happen. If he will leave, then Omar Suleiman, no problem if he meets our demands,“ said Amr Mahmoud, who has spent 12 days in the square with his wife, Reem. „But Suleiman was part of the old system. We want a new system.“

    Mahmoud was among many pro-democracy demonstrators suspicious of US backing for Suleiman’s plan to control the transition. After all, Suleiman was head of the intelligence services that played a commanding role in suppressing political dissent and free speech.

    He also served the US in co-operating with its rendition of alleged terrorists, some of whom were interrogated under torture on behalf of the Americans in Egyptian jails.

    „Why does America want to work with this man?“ asked Mahmoud. „He has not been good for Egypt. He has not been good for us. He has served Mubarak and he has served America. We do no trust him and if they have chosen him, then we do not trust America. We will stay here until we get what we want.“

    There was no particular anti-US sentiment in Tahrir Square, but there was a wariness of its role.

    Had the US pushed Mubarak out the door last week, it might have taken the sting out of the protests and made it easier to sell the arrangement Washington is now promoting.

    But Mubarak remains and some of the protesters were concerned that the US was attempting to manoeuvre Suleiman into power to perpetuate a pliable regime or at least keep out a more hostile one.“

    • 7. Februar 2011 um 13:01 Uhr
    • M. Mustermann
  150. 153.

    „Das Geld habt ihr aber trotzdem gerne genommen“

    Und wir haben gerne die Möglichkeit genutzt, unsere Produkte in den Osten zu vertreiben, unsere Baufirmen dort die Aufträge ausführen zu lassen, von unseren Investoren günstig Unternehmensteile zu kaufen, schöne Altbauten für einen Appel und ein Ei zu erwerben etc.

    • 7. Februar 2011 um 13:02 Uhr
    • Stefanie
  151. 154.

    @HJS

    „Kommt Husni Mubarak als Patient nach Deutschland? Die Überlegungen für einen möglichen Krankenhausaufenthalt des ägyptischen Präsidenten sind offenbar konkreter als bislang bekannt. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird dafür die Max-Grundig-Klinik bei Baden-Baden favorisiert. “

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,743966,00.html

    • 7. Februar 2011 um 13:04 Uhr
    • Stefanie
  152. 155.

    @Stefanie

    Was heute in deutschen Zeitungen steht war maximal vorgestern aktuell.

    • 7. Februar 2011 um 13:04 Uhr
    • Suchowlansky
  153. 156.

    Heisst Suchowlansky Pups auf polnisch?

    • 7. Februar 2011 um 13:15 Uhr
    • marriex
  154. 157.

    Ägypten bekommt jährlich 2 Milliarden Dollar von den Vereinigten Staate.
    Da frage ich mich, was mit Ägypten gemeint ist?!

    http://www.youtube.com/watch?v=Mo94Wc3XxKw

    • 7. Februar 2011 um 13:17 Uhr
    • Sushi Q,
  155. 158.

    @M.M.

    Ich schrieb bereits an anderer Stelle, dass ich Suleimanns Chancen seit zwei Tagen -heute sind es dann drei – schwinden sehe, weil sich der Westen so für ihn einsetzte. Was dahinter steht, ist ja auch klar. Die wollen das das Regime vorerst so an der Macht bleibt, um kein Vakuum zu riskieren.

    • 7. Februar 2011 um 13:18 Uhr
    • Stefanie
  156. 159.

    @Stefanie

    Der Punkt ist, Ossis wie Gerd sind undankbar oder extrem verblödet, aber sie selbst scheinen auch etwas Probleme mit einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhängen zu haben.

    Der Osten war pleite und wurde von der bösen BRD in einem historisch einmaligen Kraftakt auf ein Wohlstandsniveau gehieft, dass die Ossi alleine nicht in 50 Jahren erreicht hätten.

    Ist aber alles OT, deswegen spare ich mir weitere Ausführungen.

    Grundsätzlich allerdings schon interessant, wer in Deutschland alles Morgenluft wittert, seit die Ägypter auf die Strasse gehen.

    • 7. Februar 2011 um 13:20 Uhr
    • Suchowlansky
    • 7. Februar 2011 um 13:32 Uhr
    • marriex
  157. 161.

    Würde gerne mal wissen, was an meinen Beiträgen denn jetzt so unsachlich war, dass man sie löschen musste. Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Episoden in Ägypten von wegen, dass der Mossad Haie und Geier dressiert, um den Islam zu schaden. (gelöscht, JL)

    • 7. Februar 2011 um 13:36 Uhr
    • Samuel
  158. 162.

    @ samuel: ich diskutiere hier nicht mehr über die frage, was ist rassistisch oder einfach nur doof, sondern lösche es. sie können bleiben oder gehen, ihre entscheidung. mein leben ist zu kurz für solchen mist.

    • 7. Februar 2011 um 13:44 Uhr
    • Jörg Lau
  159. 163.

    Na ja, Herr Lau wir werden ja sehen, wer bei demokratischen Wahlen in Ägypten an die Macht kommt…

    • 7. Februar 2011 um 13:45 Uhr
    • Samuel
  160. 164.

    @HJS

    Was halten Sie denn davon, Mubarak nach Heidelberg zu schaffen?

    @ Stefanie, HJS

    Er könnte ja vielleicht bei Tati wohnen.

    • 7. Februar 2011 um 14:05 Uhr
    • N. Neumann
  161. 165.

    @ NN

    Vielleicht ernannt M dann T zum Hof-Musikanten.

    • 7. Februar 2011 um 14:09 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  162. 166.

    @ HJS

    „Vermutlich weil Sie es gar nicht können bzw. sich anderenfalls von Ihren unzähligen Verschwörungstheorien trennen müssten. Stimmt’s oder hab ich recht?“

    Sie sind doch der Typ, der mich 2x der Lüge bezichtigte und dann auf die Schn… fiel, nicht? Immer noch net schlauer geworden?
    Und wenn Sie es so gut wissen, warum fragen Sie noch 😉

    @ MR
    Kann sein, dass der Timur was tolles schrieb, aber was er schrieb, waren laengst bekannte Topics über diese Regionen. Jemand kam daher und formulierte es aus. Das ist die grosse Kunst net.
    Bezüglich Islam&Mammon, wo kann mans den erhalten zum lesen?

    @ Iradj

    „umgekehrt alle demoratien die in entwicklungsländer zu macht gekommen sind,sind durch westen blutig nieder geschlagen,denke an iran 1953 Dr. mossadegh,alliende,vietnam,lumumba etc“

    Sowas können Sie doch keinem Publikum zumuten, welches sooooo ein Kurzzeitgedaechtniss hat, dass es das Gebaerden der französischen Aussenministerin vor paar Wochen in Tunesien schon vergessen hat.
    Egal was die oder deren Schwaerme anstellen, die meinen es doch nur guuuuuuuuuuuuut, (oder mit anderen Worten, sagt einer die Wahrheit, wird er von 40 Staedten weggejagt!)

    @ Fatih_Sultan_Mehmet

    „Nur in einem binären Denken gefangene Geister mögen in beiden Positionen einen Widerspruch erkennen. Das eine bedingt sehr wohl das andere.“

    Manche sind im Begreifen eben noch net soweit (sie kennen doch das Sprichwort). Es gibt immernur das Entweder/Oder, wenn man den Dualismus an der falschen Stelle anwendet.

    @ M.Mustermann

    was zaehlt ist nicht die Realitaet vor Ort für die meisten unserer Diskutanten, sondern das was sie gern vor Ort sehen wollen. Deswegen sind die Leutchen immer so überrascht nacher, oder sehen sich an falschen Stellen bestaetigt.

    @ Steffi

    Schon wieder rausgekrabbelt aus der Schale :)

    • 7. Februar 2011 um 14:22 Uhr
    • Mete
  163. 167.

    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-envoys-business-link-to-egypt-2206329.html

    „Frank Wisner, President Barack Obama’s envoy to Cairo who infuriated the White House this weekend by urging Hosni Mubarak to remain President of Egypt, works for a New York and Washington law firm which works for the dictator’s own Egyptian government.
    (…)
    The US State Department and Mr Wisner himself have now both claimed that his remarks were made in a „personal capacity“. But there is nothing „personal“ about Mr Wisner’s connections with the litigation firm Patton Boggs, which openly boasts that it advises „the Egyptian military, the Egyptian Economic Development Agency, and has handled arbitrations and litigation on the [Mubarak] government’s behalf in Europe and the US“. Oddly, not a single journalist raised this extraordinary connection with US government officials – nor the blatant conflict of interest it appears to represent.
    (…)“

    • 7. Februar 2011 um 14:41 Uhr
    • M. Mustermann
  164. 168.

    @ Mete

    „Sie sind doch der Typ, der mich 2x der Lüge bezichtigte und dann auf die Schn… fiel, nicht?“

    Nö.

    • 7. Februar 2011 um 14:57 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  165. 169.

    @HJS

    Fossil, weil sich seit Ägypten der Blick auf den Islam und andererseits die Moslems völlig verändert hat. Wenn Özdemir seine Türkei als Mittler verkaufen will, weil dank der AKP dort so viel Gutes geschieht, dann richtet er sich an ein Publikum, das noch an den armen Kameltreiber glaubt, und nicht an ein Publikum, das dort selber denkende Bürger sieht.

    C.Ö. hat den Technologieschub verschlafen.

    • 7. Februar 2011 um 15:04 Uhr
    • FreeSpeech
  166. 170.

    @HJS

    Oder kurz gesagt: Was will Özdemir vermitteln zwischen Sandmonkey und der westlichen Kultur?

    • 7. Februar 2011 um 15:05 Uhr
    • FreeSpeech
  167. 171.

    „Wenn Özdemir seine Türkei als Mittler verkaufen will, weil dank der AKP dort so viel Gutes geschieht…“

    Tut er das? Ist mir bisher nicht aufgefallen.

    • 7. Februar 2011 um 15:09 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  168. 172.

    @Hans Joachim Sauer

    Ich habe mich auf einen verlinkten Artikel bezogen.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743812,00.html

    • 7. Februar 2011 um 15:19 Uhr
    • FreeSpeech
  169. 173.

    Wenn Özdemir seine Türkei als Mittler verkaufen will, weil dank der AKP dort so viel Gutes geschieht, dann richtet er sich an ein Publikum, das noch an den armen Kameltreiber glaubt

    @ FS

    Sie mögen mit Cem Özdemir politisch nicht konform gehen (ich tue das übrigens häufig auch nicht); er ist jedoch kein Interessenvertreter der Türkei und/oder AKP, wie man aus Ihrer obigen Formulierung schließen könnte.

    Entsprechend ist Cem Özdemir in großen Teilen der türkischen Presse (nationalistisch, islamistisch) ungefähr so beliebt wie bei PI.

    • 7. Februar 2011 um 15:23 Uhr
    • N. Neumann
  170. 174.

    @ FS

    Kritisieren Sie den Artikel meinetwegen als schlampig und leicht naiv. Gemessen an den Elaboraten des Michael Thumann ist er jedoch noch realistisch.

    • 7. Februar 2011 um 15:35 Uhr
    • N. Neumann
    • 7. Februar 2011 um 15:37 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  171. 176.

    @ HJS

    Mit Thin Lizzy war er in meinen Ohren deutlich besser:

    http://www.youtube.com/watch?v=PhkxzzRluoc

    • 7. Februar 2011 um 15:44 Uhr
    • N. Neumann
    • 7. Februar 2011 um 15:48 Uhr
    • N. Neumann
  172. 178.

    „…Fossil, weil sich seit Ägypten der Blick auf den Islam und andererseits die Moslems völlig verändert hat. Wenn Özdemir seine Türkei als Mittler verkaufen will, weil dank der AKP dort so viel Gutes geschieht, dann richtet er sich an ein Publikum, das noch an den armen Kameltreiber glaubt, und nicht an ein Publikum, das dort selber denkende Bürger sieht….“

    Gerade von Özdemir habe ich nun nichts in diese Richtung gehört, dafür wird derzeit allenthalben das türkische Modell als paradigmatisch für den weiteren Werdegang der Region gepriesen. Übrigens auch bei den Menschen da unten selber, und auf die kommt es ja schließlich an. Laut einer ganz aktuell erschienenen Untersuchung von TESEV, durchgeführt in sieben arabischen Ländern des Nahen Ostens, hat das türkische Modell für 65% der Menschen Vorbildcharakter, während sich gar 85% eine weitaus aktivere Rolle des Landes in der Nah-Ost-Politik wünschen. Das sind Werte, die noch vor einem Jahrzehnt undenkbar gewesen wären. Aber Ihr Europäer, träumt einfach mal schön weiter.

  173. 179.

    @ NN

    Ich habe Thin Lizzy in den späten 70ern live gesehen. Die Lautstärke war damals so extrem, dass man die Musik vor lauter Lärm kaum wahrnahm.
    (Vielleicht war einfach die Halle zu klein.) Seeehr enttäuschend.

    • 7. Februar 2011 um 16:11 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  174. 180.

    Seeehr enttäuschend.

    @ HJS

    Zumal „Live & Dangerous“ und „Life Live“ wirklich starke Live-Alben sind. Wahrscheinlich war nicht nur die Akustik der Halle schlecht, sondern die Künstler auch zu vollgedröhnt.

    • 7. Februar 2011 um 16:45 Uhr
    • N. Neumann
  175. 181.

    Apropos vollgedröhnt – etwa um die gleiche Zeit war ich auf einem Konzert von uns Udo Lindenberg. Der war so blau, dass er kaum stehen konnte und ständig seine Texte vergaß.

    • 7. Februar 2011 um 16:56 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  176. 182.

    Wie man die Revolution klaut:

    Spokesman of Muslim Brotherhood said that the unprecedented presence of over 7 million Egyptian people in the Friday protests shook the palace of Hosni Mubarak.
    Ahmad Mersi told al-Alam news network that the Egyptian revolutionary people demand a restoration of Islamic rules in the country andan ouster of Mubarak’s despotic rule.

    http://abna.ir/data.asp?lang=3&id=224636

    • 7. Februar 2011 um 16:59 Uhr
    • FreeSpeech
  177. 183.

    (Ägyptische) Bürger, bildet Parteien!

    • 7. Februar 2011 um 17:04 Uhr
    • N. Neumann
  178. 184.

    (Ägyptische) Bürger, bildet Parteien!

    Die Möglichkeit und ein – zumindest diffuser – Wille sind nachweisbar, z.B.

    „6 February:

    Egyptian Christians held mass in Tahrir Square in Cairo in order to counter claims by state television that most of the anti-Mubarak protesters are members of the Muslim Brotherhood. Copts wanted to show that they are a part of Egypt’s popular uprising and share the same grievances as the rest of the country. Christians started their Sunday Mass in Cairo’s Tahrir Square as Muslim protesters formed a ring around them to protect them during the service.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Egyptian_protests

  179. 185.

    @ All: Dieser Tage guckt man sich ja noch mal ängstlich ältere Posts an. Was Ägypten angeht, stehe ich ganz gut da. Ich schrieb hier auf diesem Blog am 10. Dezember: „Ägypten ist unter Mubarak eine Hölle, was die Menschenrechte angeht. Und die Islamisierung des Landes hat schon mit Duldung des “säkularen” Regimes begonnen. Es ist also nicht so, dass man in Mubarak einen Garanten der Zivilität hat. Gut möglich, dass dieser Pharao auf westlicher Payroll mit seiner Repressionspolitik auf lange Sicht einen zweiten Iran schafft.“

    • 7. Februar 2011 um 17:35 Uhr
    • Jörg Lau
  180. 186.

    @ Publicola 184:

    „Ich bin so glücklich, das hier zu sehen“, sagt Michael Muni, einer der Sprecher der Kopten. „Da stehen unsere muslimischen Brüder, haben einen Kreis um uns gebildet, so wie wir das machen, wenn sie beten – und alle halten sich an den Händen. Das ist so bewegend.“

    Auch er hat gehört, dass die oppositionellen Muslimbrüder, die seit drei Jahrzehnten verboten sind, nun offiziell mit Regierungsvertretern verhandeln. Offenbar macht ihm, dem Kopten, das aber weniger Angst als manchen Politikern in den USA und Europa: „In einem demokratischen Ägypten werden die Muslimbrüder eine politische Rolle spielen und Teil der Gesellschaft sein. Aber sie werden hier nicht regieren. Keine Angst – Ägypten wird kein religiöser Staat.“

    15 bis 20 Prozent unterstützen laut Schätzungen die Muslimbruderschaft in Ägypten. Das ist in etwa auch ihr Anteil unter den Demonstranten auf dem Tahrir-Platz. Etwas abseits vom christlichen Gottesdienst steht eine Gruppe alter bärtiger Männer – Muslimbrüder mit Gewändern, die knapp über den Fußknöcheln enden. „Es ist gut, dass die Christen hier beten können“, sagt der Älteste. „Wir freuen uns für sie. Wir sind doch alle Brüder.“

    http://www.tagesschau.de/ausland/aegypten584.html

    • 7. Februar 2011 um 17:44 Uhr
    • M. Mustermann
    • 7. Februar 2011 um 17:44 Uhr
    • M. Mustermann
  181. 188.

    @ M. Mustermann

    Sie werden mir wahrscheinlich zustimmen, dass Sandmonkey grundsätzlich wohl richtig liegt,

    wenn Sandmonkey der Ansicht ist, dass sich die Ägypter lösen sollten aus der Zwangsjacke der Bindung an religiöse Alternativen zur NDP wie die MB einerseits und der bisherigen Bindung an die NDP andererseits;
    wenn Sandmonkey fordert, dass die Ägypter der Entstehung ihrer Revolution organisatorisch Ausdruck verleihen und sich unabhängig von diesen rückwärtsgewandten, traditionellen Kräften organisieren sollten.

  182. 189.

    @ N.Neumann

    „183.

    (Ägyptische) Bürger, bildet Parteien!“

    Was nun, wenn sich in Aegypten die Demokratie wirklich entwickelt und evolutionaer sogar Parteien-Kasten-systeme überholt?
    Ach schön waers…

    • 7. Februar 2011 um 18:00 Uhr
    • Mete
  183. 190.

    PS: Erst so kann die Gefahr eines religiösen Partei-Fanatismus wohl gebannt und der in Ihrem Posting zitierte Satz Realität werden: „Keine Angst – Ägypten wird kein religiöser Staat.“

  184. 191.

    Sagt mal, Freunde:

    „… Sie werden mir wahrscheinlich zustimmen, dass Sandmonkey grundsätzlich wohl richtig liegt, wenn Sandmonkey der Ansicht ist, …“

    hätte vielleicht jemand die Güte, mir zu erläutern, wer oder was „sandmonkey“ sein soll? Versetzt Euch mal in die Lage eines users wie mich, der hier nur sehr sporadisch reinschaut. Überall lese ich „sandmonkey“. Seid Ihr nun kollektiv einer Sekte beigetreten oder was?

  185. 192.

    Wir fiebern alle mit sandmonkey :-)

    Everybody check out sandmonkey :-)

    http://www.huffingtonpost.com/t/everybody-check-out-sandm_33653256643158016.html

    geben Sie mal bei twitter sandmonkey ein.

    Hier sein Blog:

    http://www.sandmonkey.org/

    hier ein Interview mit ihm auf CNN

    http://edition.cnn.com/video/#/video/bestoftv/2011/02/04/exp.ps.cairo.tweeter.attacked.cnn?iref=allsearch

    und um auf Ihre Frage konkret einzugehen, der wohl im Westen bekannteste Blogger aus Ägypten.

    • 7. Februar 2011 um 18:59 Uhr
    • Stefanie
  186. 193.

    Wegen der Links zu splitten:

    Teil I

    Wir fiebern alle mit sandmonkey :-)

    „Everybody check out sandmonkey“
    http://www.huffingtonpost.com/t/everybody-check-out-sandm_33653256643158016.html

    • 7. Februar 2011 um 19:00 Uhr
    • Stefanie
  187. 194.

    Geben Sie mal bei twitter sandmonkey ein.

    Hier sein Blog:

    http://www.sandmonkey.org/

    • 7. Februar 2011 um 19:01 Uhr
    • Stefanie
  188. 195.

    Hier ein Interview mit ihm auf CNN

    http://edition.cnn.com/video/#/video/bestoftv/2011/02/04/exp.ps.cairo.tweeter.attacked.cnn?iref=allsearch

    und um auf Ihre Frage konkret einzugehen, der wohl im Westen bekannteste Blogger aus Ägypten.

    • 7. Februar 2011 um 19:01 Uhr
    • Stefanie
  189. 196.

    @ fatig sultan: Das ist ein Blogger, der im wirklichen Leben Mahmoud Salem heißt, 28 Jahre alt. „Sandmonkey“ ist ein Schimpfwort für Ägypter, dass er als Nick angenommen hat und damit herumdreht.

    • 7. Februar 2011 um 19:08 Uhr
    • Jörg Lau
  190. 197.

    ad Nr. 187 – @ M. Mustermann
    Für Ihr Posting des Photos Dank – great picture that!
    http://twitpic.com/3xa2es

  191. 198.

    Danke, Stefanie und Herr Lau.

  192. 199.

    Frank Wisner war nicht nur Clintons Gesander. Hillary Clinton wusste auch, das Wisner als Anwalt für Mubarak und für die ägyptische Armee gearbeitet hat und dass er ein Duzfreund Mubaraks war. In jeder funktionierenden Demokratie müsste Hillary Clinton zurücktreten. In den USA jedoch kräht kein Hahn nach diesem Mega-Skandal. In Deutschland übrigens auch nicht – der Skandal wurde geflissentlich ignoriert.
    Falls es jemand interessiert, hier der Link zum Artikel von Fisk in der Tageszeitung „The Independent“ (GB): http://www.independent.co.uk/news/world/americas/revealed-us-envoys-business-link-to-egypt-2206329.htm

    • 10. Februar 2011 um 20:47 Uhr
    • tantchen
  193. 200.

    @ tantchen

    Auf Arabisch und Englisch ist man prinzipiell Duzfreund.

    • 10. Februar 2011 um 20:49 Uhr
    • marriex
  194. 201.

    @marriex #200

    Der klassische Kohl-Witz: „You can say you to me, Mrs. Thatcher“

    • 10. Februar 2011 um 21:02 Uhr
    • Mates
  195. 202.

    Wobei genaugenommen auf Englisch prinzipiell gesiezt wird…

    • 10. Februar 2011 um 21:08 Uhr
    • marriex
  196. 203.

    @fatih

    hätte vielleicht jemand die Güte, mir zu erläutern, wer oder was “sandmonkey” sein soll?

    Sind Sie wirklich nicht auf die Idee gekommen „sandmonkey“ zu googeln? Fast alle Ergebnisse auf Seite 1 gelten dem mutigen Blogger

    • 10. Februar 2011 um 21:18 Uhr
    • Miriam G.
  197. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)