Ein Blog über Religion und Politik

Bin Laden ist tot! (Bouazizi lebt.)

Von 2. Mai 2011 um 11:15 Uhr

Die Nachricht vom Tod bin Ladens passt in den arabischen Frühling. Al-Kaida hatte seit Monaten Schwierigkeiten, die arabischen Revolten für sich zu vereinnahmen.

Zwar ist es sehr im Sinn des Netzwerks, die Autokraten stürzen zu sehen, die mit dem Antiterrorkrieg kooperiert haben. Auch dass die Herrscherhäuser wanken, die die Kriege der Amerikaner gegen Saddam Hussain gestützt und "ungläubige Truppen" auf heiligem Boden geduldet haben, kommt Al-Kaida entgegen.

Doch der Wunsch der arabischen Völker nach Demokratie traf die Jihadi-Salafisten im Mark: Denn ihr Projekt war die Theokratie in einem wieder zu errichtenden Kalifat. Und jede Form der Herrschaft von Menschen widerspricht dem salafistischen Islam. Um eben diese geht es aber in den Aufständen gegen die Tyrannei von Marokko bis Damaskus.

Mit den Aufständen ist eine Alternative zu dem antihumanen, antiwestlichen, antisemitischen Dschihadismus entstanden: Eine andere Möglichkeit der arabischen Völker, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Auch andere Formen des terroristischen Kampfes als der Dschihadi-Salafismus (Hisbollah, Hamas) sind nun unter Druck, seit Syriens Regime schwankt: Der arabische Frühling hat die Selbstverbrennung an die Stelle des Selbstmordattentats gesetzt - ein historischer Moment in der arabischen Kultur.

Dazu passt, dass nun der schlimmste Feind der friedliebenden Muslime weltweit tot ist. Er war ein Feind der Menschheit, aber vor allem ein Fluch für die islamische Welt. Niemand hat so viel Elend über Afghanistan, Irak und Pakistan gebracht wie Osama bin Laden. Zu befürchten ist, dass seine mörderische Ideologie seinen Tod noch eine Weile überleben wird. Mit Racheakten ist zu rechnen. Aber der Tod des Führers könnte doch ein entscheidender Schlag sein. Die Amerikaner haben ihn auf See bestattet, nach islamischem Ritus, wie inoffizielle Quellen betonen. Es ist vorbei.

Al-Kaida hat versucht, sich in Marokko durch ein schändliches Attentat in einem Café wieder ins Spiel zu bringen (und offenbar in Deutschland durch die Planungen, die am Wochenende durch die Verhaftungen vereitelt wurden). Solche Taten führen nirgendwohin. Sie machen den Menschen nur klar, wie sich die Bewohner Israels während der zweiten Intifada gefühlt haben, als die Diskotheken und Cafés mit Bomben angegriffen wurden. Solche Taten können eine freie Gesellschaft nicht besiegen, und sie könne eine Tyrannei nicht zum Einsturz bringen.

Eine Selbstverbrennung hat die Diktatur besiegt. Möglich ist immerhin, dass freiere Gesellschaften daraus entstehen.

Es lebe Mohammed Bouazizi. Osama bin Laden ist tot.

Kategorien: Islamismus und Terror
Leser-Kommentare
  1. 1.

    @ JL

    sehr pathetisch – gerade auch ihr schlusswort:

    Es lebe Mohammed Bouzizi. Osama bin Laden ist tot.

    erinnert etwas an: „ Der König ist tot! Es lebe der König!

    Aber ich glaube, sie machen sie da möglicherweise einige Illusionen.
    Zum einen glaube ich nicht, daß der Tod von Osama bin Laden große auswirkungen haben wird – er war großtenteils nur noch als eine Symbolfigur aktiv, und das könnte sie auch sein nach seinem tode (die amis versuchen zumindest dem etwas vorzubeugen, indem sie die leiche auf see – also ohne grab, zu dem man ‚pilgern‘ kann – bestatteten).
    („Niemand hat so viel Elend über Afghanistan, Irak und Pakistan gebracht wie Osama bin Laden.“ der satz ist unsinnig, wenn sie es auf die person von osama beschränken und nicht den weiten bogen der menschen, die prinzipiell ideologisch hinter ihm stehen, mit einbeziehen. Die talibans in pakistan z. b. mögen mit al-quida wenig zu tun haben, aber ideologisch versuchen sie deren programm umzusetzen z. b.)

    Zum anderen schießen sie sich viel zu sehr auf die „djihadisten-salafisten“ ein – und merken dabei meienr meinung nach nicht, daß diese leute nicht wirklich ein problem sind.
    Es sind relativ wenige und sie sind relativ gut als ‚feind‘ erkennbar –> sie predigen udn übern gewalt aus.
    Die wirkliche Gefahr, das ‚echte‘ Problem, sind vielmehr all jene ‚Muslime‘, die den islam oder bestandteile davon in „zivilisatorischer Hinsicht“ gebrauchen (in anlehnung an die unterscheidung von Ludin, auf die der Link verweist). Lesen sie mal das – da steht nichts von irgendwelchen djihadisten-salafisten, trifft aber das problem deutlich:

    http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13317626/Ideologie-der-Macht.html

    Zudem würde ich bei den gerade ablaufenden revolutionen in Nordafrika/Naher Osten aufpassen und sie nicht einfach so als ‚große revolution in richtung „Freiheit, Demokratie und Fortschritt“ sehen – der schuß kann allzuleicht nach hinten losgehen, da einfach auch diverse religiöse gruppieurngen da mitmischen.
    Wir hoffen alle, daß es gut geht – aber es könnte uns auch de facto ein zweiter iran entstehen. Auch die russische revolution, wenn ich es damit vergleiche, war erst einmal eine demokratische – die Bolschewiken haben sich später erst durchsetzen können.
    Will sagen: wir haben in diesen ländern (noch) keine gefäßtigten Zustände, die es ermögliochen zu sagen: ‚so sieht es dort auch für die nächsten jahre udn jahrzehnte aus – die sache ist stabil‘.

    Auch glaube ich, daß sie damit einfach falsch liegen:
    Und jede Form der Herrschaft von Menschen widerspricht dem salafistischen Islam. Um eben diese geht es aber in den Aufständen gegen die Tyrannei von Marokko bis Damaskus.

    Erst einmal ist rein logisch genommen der erste satz falsch – er ist nämlich eine metapher. „dem salafistischen Islam“ wiederspricht nichts, das ist einfach nur eine ideologie – korrekt wäre: es widerspricht menschen, die einem salafistischen islam anhängen. Diese menschen wollen, daß de facto menschen herrschen, die diese ideologie zur grundlage ihrer herrchaftsentscheidungen machen. Es wären also menschen die herrschen, und somit sehr wohl eine herrschaft von menschen. Ihr punkt dabei wäre doch: die ihre handlungen eben aus dieser ideologie heraus begründen, also als ‚gott-gewollt‘ darstellen.
    Und da frägt sich schon auch,wieweit sie ‚Salafistisch‘ nehmen wollen. Sind es nur die Hard-core-salafisten, die gemeint sind, oder sind es alle, die irgendwelche zwischenmenschliche Handlungen (Belange) als von gott vorgegeben bestimmen und darum auf deren so vorgegebenen einhaltung insistieren?
    Also würden sie einen ‚normalen Typen‘, der z. B. glaubt, daß es gottes unveränderlicher Wille sei, daß Frauen nur halbsoviel erben wie männer, und das im politischen bereich (z. b. durch sein wahlverhalten) durchzusetzen versucht, auch unter ‚salafist‘ zählen?
    Der also dezitiert religiöse Regelwerke (= die er als von gott gesandt wertet) in seiner Gesellschaft durchgesetzt sehen will – ist sojemand ein Salafist für sie?

    Ich denke, daß sind sehr wichtige fragen – und je nach antwort wird etwas anderes bei der beurteilung der ‚revolutionäre‘ in den nordafrikanischen und Nahe-osten-staaten heraus kommen.

    • 2. Mai 2011 um 11:52 Uhr
    • Zagreus
  2. 2.

    „Zum anderen schießen sie sich viel zu sehr auf die “djihadisten-salafisten” ein – und merken dabei meienr meinung nach nicht, daß diese leute nicht wirklich ein problem sind.“

    Zaggy, Sie sind mal wieder völlig gaga.

    • 2. Mai 2011 um 12:01 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  3. 3.

    @ hans Joachim sauer

    können sie mich nicht einfach in ruhe lassen – anstatt mich nicht bei jeder sich gelegenheit zu beleidigen?
    Ich will mit ihnen wirklich nichts zu tun haben – denn sie sind nicht einmal in der lage eine begründung für ihre ansicht zu liefern, sondern beleidigen nur.
    Also bitte lassen sie mich in ruhe!

    • 2. Mai 2011 um 12:09 Uhr
    • Zagreus
  4. 4.

    Ein erfreulicher Tag.

    • 2. Mai 2011 um 12:10 Uhr
    • Bergpalme
  5. 5.

    Osama bin Laden ist nicht tot, er trinkt zur Zeit gerade Tee zusammen mit Elvis.

    • 2. Mai 2011 um 12:17 Uhr
    • FreeSpeech
  6. 6.

    Ich dachte eher Mate auf Hitlers finca in der Pampa.

    • 2. Mai 2011 um 12:22 Uhr
    • M. Riexinger
  7. 7.

    Ich finde merkwürdig, dass:

    1. OBL in einem Bezirk gewohnt haben soll, wo es für pakistanische Verhaeltnisse sehr luxuriös war und ehemalige Armeeangehörige auch lebten.

    2. Dass OBL trotz seiner Wichtigkeit als Informant für eventuelle weitere Terrorakte mit EINEM Schuss in den Kopf hingerichtet wurde, obwohl kein Grund zur Eile gegeben war, denn man war eigentlich in einer ungefaehrlichen Zone.

    3. Dass seine Leiche klangheimlich im Meer „entsorgt“ wurde, obwohl bei seiner Denkrichtung als Salafist keine Gefahr eines Pilgerortes für seine Grabstaette bestand.

    4. Dass dies alles vor den neuen Praesidentschaftswahlen passiert, obwohl Osama schon im Juni 2010 dort eingezogen haben soll.

    5. (werden wir noch sehen, noch ist die Tat zu frisch…)

    • 2. Mai 2011 um 12:53 Uhr
    • Mete
  8. 8.

    @ Jörg Lau

    >Zu befürchten ist, dass seine mörderische Ideologie seinen Tod noch eine Weile überleben wird.

    Tja, der radikale Islamismus ist nicht die Erfindung von Bin Laden. Der Krieg gegen Westen wird weiter gehen.

    Allerdings hat Amerika in diesem Kampf nun einen wichtigen psychologischen Teilsieg errungen.

    >Solche Taten können eine freie Gesellschaft nicht besiegen[…]

    Die Terroristen glauben das aber.

    • 2. Mai 2011 um 13:03 Uhr
    • Serious Black
  9. 9.

    Al Qaida ist noch lange nicht besiegt. Bin Laden war nur noch eine Symbolfigur, die in der Planungen der Al-Qaida-Terrorgruppe gar nicht mehr beteiligt wurde. Psychologisch ist seine Tötung ohne Frage ein wichtiger Schlag gegen Al-Qaida. Aber mit großer Sicherheit werden die Al-Qaida-Terroristen in naher Zukunft ein Überlebenzeichen Richtung Westen senden, um ihre Anhängerschaft wieder zu motivieren.

  10. 10.

    Mentirosa, merkwürdig ist eher, dass du echt ne ganz gewaltige Schraube locker hast.

    • 2. Mai 2011 um 13:16 Uhr
    • Bergpalme
  11. 11.

    Die Kollegen vom Islambrüderschaft-Blog haben Hoffnung geschöpft, dass der Sheikh noch lebt:

    Salam aleikum wr wb,

    es gibt eine Gegenemeldung unserer Brüder, dass unser geliebter Sheikh Mujahid Osama bin Laden, ha, nicht gefallen ist! Alhamdulillah! Ich zitiere unsere geliebten Brüder:

    Tahrik el Taliban Pakistan (TTP) dementiert die Nachricht von der Ermordung bin Ladens. Der pakistanische TV Sender Geo TV hat in einer Erklärung der TTP verlautbaren lassen, dass der Führer der Al Qaida nicht als Märtyrer starb und immer noch am leben ist.
    (…)

    Die Kuffar können nur noch symbolische Erfolge vorweisen. Militärisch sind die geschlagen, ähnlich wie die Russen in Tschetschenien. So oft haben die Russen behauptet, dass Doku Umarov gefallen ist und er meldete sich immer wieder zurück.

    Und selbst wenn unser Sheikh Mujahid Osama bin Laden, ha, gefallen ist so lebt er weiter!
    (…)
    „Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet worden sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt“ (3:169)

    http://www.islambruederschaft.com/blog/?cat=4

    • 2. Mai 2011 um 13:22 Uhr
    • Miriam G.
  12. 12.

    @Miriam G.

    Schon drei Varianten. Machen wir eine Abstimmung.

    • 2. Mai 2011 um 13:24 Uhr
    • FreeSpeech
  13. 13.

    @ Zu 7 Ergaenzung

    Punkt 2

    Dass Osama mit Kopfschuss erschossen wurde nehme ich zurück, da gerade pakistanische Fernsehsender das Foto als ein Fake entlarvt haben.
    Demnach steht noch aus, auf welcher Art er angeblich getötet wurde.

    @ Bergpalme

    Es ist schon merkwürdig.

    Ich hatte mich immer gefragt, warum sie ihnen unbeliebte Personen mit Ungeziefer vergleichen, bis sich herausstellte, dass sie ja eine Super-pflanzen Liebhaberin sind.

    Nun frage ich mich, warum sie denken bei mir waere eine Schraube loccker, wenn ich mal was hinterfrage. Die Antwort kommt bestimmt auch bald…

    Dass das Lügen bei Ihnen eine Selbstprojektion ist, kennt man ja bereits :-)

    • 2. Mai 2011 um 13:25 Uhr
    • Mete
  14. 14.

    @Zagreus
    “Zum anderen schießen sie sich viel zu sehr auf die “djihadisten-salafisten” ein – und merken dabei meienr meinung nach nicht, daß diese leute nicht wirklich ein problem sind.”

    Zagreus. Diese Leute sind ein Problem. Lesen Sie ein paar Seiten des Islambrüderschaft-Blogs. Sie werden erkennen, wo die Sauerland- und Düsseldorf-Bomber ihre geistige Nahrung und die Rechtfertigung ihrer Taten beziehen.
    http://www.islambruederschaft.com/blog/?cat=9

    • 2. Mai 2011 um 13:27 Uhr
    • Miriam G.
  15. 15.

    „Und selbst wenn unser Sheikh Mujahid Osama bin Laden, ha, gefallen ist so lebt er weiter!
    (…)
    “Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet worden sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt” (3:169)“

    Und das ist der Punkt, auf den ich anspielen wollte.
    Tot nützt Osama niemandem was, ausser seinen Anhaengern, aber lebendig haette waere er wirklich von Nutzen gewesen, zumindest um weitere Terrorakte zu vereiteln.

    Ich hatte bisher eigentlich angenommen, dass er net mehr lebt, vor dieser Nachricht. Wir werden vielleicht noch sehen, wohin das alles führt.

    • 2. Mai 2011 um 13:29 Uhr
    • Mete
  16. 16.

    @ Mete

    Tja, man sieht, Sie sind wirklich enttäuscht.

    • 2. Mai 2011 um 13:31 Uhr
    • M. Riexinger
  17. 17.

    3. Dass seine Leiche klangheimlich im Meer “entsorgt” wurde, obwohl bei seiner Denkrichtung als Salafist keine Gefahr eines Pilgerortes für seine Grabstaette bestand.

    Dass er selber aus weltanschaulichen Gründen einen Personenkult um seine Leiche abgelehnt hätte, heißt nicht, dass dies auch für alle seine (weltanschaulich eventuell etwas weniger gefestigten) Anhänger und Verehrer gilt.

    • 2. Mai 2011 um 13:40 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 2. Mai 2011 um 13:58 Uhr
    • M. Riexinger
  18. 19.

    @ MR #18

    Das ist der Unterschied zwischen einer Supermacht und einem Land der Größe Hessens.

    Immerhin können sich die Amis nun die jährliche Finanzhilfe an Pakistan für die Suche nach Bin Laden sparen. Das waren immerhin jährlich 1 Mrd. US$.

    • 2. Mai 2011 um 14:22 Uhr
    • Serious Black
  19. 20.

    Detainees at the prison at Guantánamo Bay, Cuba, had given the courier’s pseudonym to American interrogators and said that the man was a protégé of Khalid Shaikh Mohammed, the confessed mastermind of the Sept. 11 attacks.

    http://www.nytimes.com/2011/05/02/world/asia/02reconstruct-capture-osama-bin-laden.html?hp

    • 2. Mai 2011 um 14:39 Uhr
    • M. Riexinger
  20. 21.

    Na ja, das als Erfolg zu verbuchen, ist schon gewagt. Nach so vielen Jahren und so vielen Toten.Einen alten verletzten „Tiger“ zu erlegen ist auch keine Kunst. Ich hoffe Bin Laden hat genügend Viagra dabei, um die 72 Jungfrauen im Paradies zu beglücken, die auf ihn warten. Sonst soll Bunga Bunga Berlusconi, einige mit dem nächsten Märtyrer los senden

    • 2. Mai 2011 um 14:41 Uhr
    • cem gülay
  21. 22.

    @M. Riexinger

    Das kann auch Desinformation sein. Es wird einfach ähnlich gewesen sein. Redaktionen ändern ja auch mal Zeit, Ort und Namen, um die Quellen nicht bekannt zu geben.

    Schön finde ich, dass die Pakistaner so spät informiert wurden, dass man sagen kann sie waren dabei, und dass sie aber keine Möglichkeit mehr hatten das zu verhindern.

    • 2. Mai 2011 um 14:45 Uhr
    • FreeSpeech
  22. 23.

    @cem gülay

    Im Himmel dauert ein Orgasmus 14 Tage. Ob zwischen zwei Akten der Schniedel auf Ruhegrösse zurückgeht oder für den Rest der Ewigkeit hart bleibt, ist immer noch Thema eines heftigen Streites der Gelehrten.

    • 2. Mai 2011 um 14:48 Uhr
    • FreeSpeech
  23. 24.

    Freespeech, ich weiß Sie sind Atheist. Ihr gutes Recht. Aber ich mag solche Statements nicht. Ich glaube sehr an Gott, aber 72 Jungfrauen, dass muss ein anderes „Paradies“ sein.

    • 2. Mai 2011 um 14:56 Uhr
    • cem gülay
  24. 25.

    „@ Mete

    Tja, man sieht, Sie sind wirklich enttäuscht.“

    Ja MR, ich bin enttaeuscht von den US-Spezialkraeften, dass diese eben wie bei Saddam, oder die Türken bei Öcalan, es nicht geschafft haben Osama Bin Laden in einer Garnisonsstadt lebendig aufzugreifen.

    1. Weil er vor ein Gericht gehört.
    2. Weil er über Informationen von unglaublicher Wichtigkeit verfügt.
    3. Weil seine Anhaenger so am besten ruhiggestellt werden würden.

    Haben Sie was dagegen anzumerken?

    • 2. Mai 2011 um 15:13 Uhr
    • Mete
  25. 26.

    Hier übrigens das neue Ziel der Operation:

    http://dunya.milliyet.com.tr/yeni-hedef-molla-omer-/dunya/dunyadetay/02.05.2011/1385174/default.htm

    „Mullah“ Omar.

    • 2. Mai 2011 um 15:15 Uhr
    • Mete
  26. 27.

    @RiexiSchatzi

    Die Achgut Trottelfänger vermischen wie gewohnt für Idioten Sachen, die nicht zusammen passen, so wie es letztendlich auch Herr Lau oben im Artikel tut. Das natürlich, um die Apartheid in jüdisch Israel zu verteidigen.

    Yassin war der Führer eines Volkes, welches zwei große Volksvertreibungen und 40J Apartheid durch seine Mörder Erfahren musste. Wenn man Yassin mit Bin Laden vergleichen möchte, fällt als erstes auf, dass Bin Laden kein Vertreter eines durch dokumentierte Völkerrechtsverbrechen gequälten Volkes ist. Natürlich versuchen Unterstützer jüdisch israelischer Rassisten, wie die in Achgut, es so darzustellen, dass Yassin nur ein Terrorist gewesen wäre um Trottel über die nicht zu leugnenden Völkerrechtsverbrechen Israels hinweg zu täuschen, aber das Funktioniert nur bei ambitionierten Achgutlesern wie Ihnen und weniger bei Menschen mit geringfügigem Verstand.

    Bin Laden war ein durchgedrehter Spinner, dem ich nur repräsentative Rolle in der Al Quaida zuschreibe. Gut das er Tot ist, aber ändern wird sich leider nicht viel. Auf einen Freiheitskampf kann sich Al Quaida keinesfalls berufen, wie es die Hamas gegen die nun 40Jahre andauernde mit Gewalt erzwungene Apartheid tun kann.

    Herr Lau macht auch einen schwerwiegenden Fehler bei seinem Vergleich mit der zweiten Intifada. Es ist ein billiger Trick, die Attentate von Al Quaida mit denen in Israel zu vergleichen, um zu suggerieren, dass die Gegner jüdisch israelischer Apartheid im Grunde nur Terroristen niederster Legitimation sind. Was jedenfalls die Cafe Besucher in Marocco oder im Irak von den Cafe Besuchern in Israel unterscheidet, ist, dass die einen eine Apartheid gegen ein Untervolk zu verantworten haben, während dies in Marocco natürlich nicht der Fall ist, auch wenn es der Vergleich nahe legt.

    Der Vergleich wäre qualitativ wesentlich besser, wenn er die Angst vor Al Quaida Terror mit der Angst Palästinensicher Bewohner in Gaza verglichen hätte, die befürchten müssen, dass jüdisch Israelische Terrorbomben mal wieder viele Zivilisten töten. Sowohl die Al Quaida als auch Israel sind diejenigen, die Terrorgewalt gegen Zivilisten einsetzen, um die Macht für die ideologisch begründete Unterdrückung anderer zu sichern. Aber wer will schon qualitativ gute Vergleiche, wenn man Stimmungen zu befriedigen hat, oder Herr Lau?

    Ist ja ein netter Versuch von den Achgut-Rassismus-Unterstützern und den vertrottelten Achgutlesern, die internationale Verurteilung von dem Mord an Yassin (auch wenn es ein islamistischer Drecksack war) ins Lächerliche ziehen zu wollen, um der Apartheid und dem willkürlichen Morden von Palästinensern jüdisch Israels Stütze zu geben, aber das sehen nur politische Idioten so, die den jüdisch israelischen Rassismus gutheißen.

    Menschen mit ein klein wenig Verstand werden keine Probleme haben, die beiden Morde zu unterscheiden. So vermögen selbst weniger Schlauen die internationale Verurteilung des Mordes an Yassin, welcher zur Erhaltung von rassistischer Unterdrückung durch das Apartheid beanspruchende Regime ausgeübt worden ist, von der internationalen Zustimmung zu dem Mord an Terroristen Bin Laden zu unterscheiden, der eben kein Volk repräsentiert hat, das von Völkerrechtsverbrechern seiner Freiheit in einer Apartheid beraubt wird.

    Aber Achgut ist ja den Vollidioten gewidmet, so dass Sie sich keine Gedanken machen brauchen, mit denen Sie sowieso überfordert sind.

    • 2. Mai 2011 um 15:20 Uhr
    • Erol Bulut
  27. 28.

    @cem gülay

    Das was ich da schrieb, stammt aus der islamischen Theologie, nicht von mir. Die Fachleute hier werden Ihnen sicher mehr Details bekanntgeben können.

    Im übrigen herrscht Meinungsfreiheit. Daran müssen Sie sich gewöhnen. Auch an Spott. Letzterer hat hier so ungefähr 2500 Jahre Tradition, trotz Christentum.

    • 2. Mai 2011 um 15:32 Uhr
    • FreeSpeech
  28. 29.

    @ Mete

    „3. Weil seine Anhaenger so am besten ruhiggestellt werden würden.“

    Nö, die hätten versucht, ihn freizupressen – wie damals bei Baader-Meinhof.
    Btw: laut Radio (SWR) hat ein al-Qa’ida-Sprecher eingeräumt, dass Bin Laden tot ist.

    Da Bin Laden in den letzten Jahren kaum noch operativ aktiv war, bin ich über den Schock erstaunt, den die Dschihadistische Szene durch seinen Tod erlitten hat. Ein hoffnungsvolles Zeichen, finde ich. Denn damit steigen die Hoffnungen, dass mittelfristig der dschihadistische Terrorismus zurückgehen wird, auch wenn man im nächsten halben Jahr mit mehr Anschlägen rechnen muss.

    • 2. Mai 2011 um 15:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  29. 30.

    Von wegen Beleidigtsein: Hier eine Liste, um sich etwas auszusuchen:

    http://amboytimes.typepad.com/the_amboy_times/2007/02/the_list_of_thi.html

    • 2. Mai 2011 um 15:45 Uhr
    • FreeSpeech
  30. 31.

    @ FS

    Es wäre noch zu klären, warum Zagreus dauernd beleidigt ist. Ist er ein heimlicher Moslem?

    • 2. Mai 2011 um 15:46 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  31. 32.

    @ JL

    Unbedingt richtig ist es, Relevanz und Wirkung der Person Osama Bin Laden sowie Al-Qaidas und des damit verbundenen politischen Weges zusammenzusehen mit der Relevanz der Revolutionen in Tunesien und Ägypten.

    Sollte den Revolutionen in Tunesien und Ägypten der politische und wirtschaftliche Take-Off
    und damit der Anschluss an die Dynamik der Moderne gelingen
    – was unbedingt zu wünschen ist -,
    wird das Phänomen Osama Bin Laden bzw. Al-Qaida sich letztlich auf ein Phänomen der Ästhetik
    (z.B. in Form von T-Shirts mit OBL-Aufdruck ohne ernsthaft(gedacht)en politischen Anspruch)
    reduzieren:

    für bislang etwaig erforderliche Großgruppen-Kompensationen
    von dann nicht mehr notwendigen und vorhandenen Minderwertigkeitskomplexen
    gegenüber der Dynamik der Moderne
    ist ein solches Phänomen wie OBL oder Al-Qaida
    dann ja überflüssig geworden;
    der politische Weg eines Osama Bin Laden bzw. einer Al-Qaida hat sich
    bei Erfolg der tunesischen und ägpytischen Revolution
    vor den Augen aller dann als Irrweg offenbart.

    • 2. Mai 2011 um 15:48 Uhr
    • Publicola
  32. 33.

    Überlege gerade, was es so auf sich hat mit Obamas Satz, der „Gerechtigkeit“ sei mit der Erschießung Bin Ladens „Genüge getan“. Sicher hätten viele Bürger dieser Welt Bin Laden liebend gern selbst gerichtet und dann im Meer versenkt. Allerdings hätten sie sich anschließend vor einem Gericht dafür verantworten müssen. Wenn ich mal Zeit habe, schreibe ich einen Aufsatz zum Thema: „Gerechtigkeit und Justiz – jetzt helfe ich mir selbst“. Nimmt diese sogenannte Zivilisation nicht für sich in Anspruch früheren und heutigen, schwer und leicht bewaffneten Höhlenmenschen überlegen zu sein?

    • 2. Mai 2011 um 15:51 Uhr
    • Regine Zweifel
  33. 34.

    @Hans Joachim Sauer

    :-)

    • 2. Mai 2011 um 15:52 Uhr
    • FreeSpeech
  34. 35.

    @Regine Zweifel

    Wie wären Sie vorgegangen?

    • 2. Mai 2011 um 15:55 Uhr
    • FreeSpeech
  35. 36.

    @ LAU

    Al-Qaida hatte noch nie eine Alternative den Bevölkerungen in Tunesien oder Aegypten geboten und so wurde AL-Qaida auch nie von der dortigen Bevölkerung wahrgenommen.

    Diese angebliche Relevanz bestand nur in den Köpfen von solchen Journalisten in Europa und Nordamerika, wie Sie einer sind. Naemlich die gleichen Leute, die auch den Briten und der USA mit dem Irakmaerchen auf den Leim gegangen sind.

    • 2. Mai 2011 um 15:57 Uhr
    • Mete
  36. 37.

    „Der arabische Frühling hat die Selbstverbrennung an die Stelle des Selbstmordattentats gesetzt – ein historischer Moment in der arabischen Kultur.“

    Also ich weiß nicht so recht, wie ich diesen Satz finden soll.

    Und:
    „Auch andere Formen des terroristischen Kampfes als der Dschihadi-Salafismus (Hisbollah, Hamas) sind nun unter Druck“

    Die Hisbollah ist AFAIK schiitisch und orientiert sich IMO eher an den Phantasien Khameneis, was sie ebenso gefährlich macht, aber der internationale Terrorismus hat seinen Ursprung in einer anderen Gemengenlage. Der Salafismus ist eher sunnitischen Ursprungs und richtet sich auch gegen die Schia. Die Hamas weist ideologisch hauptsächlich Überschneidungen mit der Muslimbruderschaft auf, und diese wiederum hat(noch immer) eine offene Flanke zum Salafismus, aus dem sich AFAIK das gros des international ausgerichteten Terrorismus rekrutiert.

    Für sie alle ist der Iran trotz religiöser Differenzen natürlich ein Vorbild.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Osama_bin_Laden#Das_Schl.C3.BCsseljahr_1979

    • 2. Mai 2011 um 16:02 Uhr
    • NDM
  37. 38.

    Mete:
    3. Weil seine Anhaenger so am besten ruhiggestellt werden würden.
    Falsch. Ein toter Terrorfürst gibt Anlass zu einigen Vergeltungsanschlägen und dann ist Ruhe. Ein eingesperrter Terrorfürst führt zu Befreiungsversuchen, Entführungen und Anschlagsdrohungen (die hin und wieder auch wahr gemacht werden), um ihn freizukriegen – solange er lebt. Steht meines Wissens bereits so oder ähnlich bei Macchiavelli.

    @Bulut:
    Was jedenfalls die Cafe Besucher in Marocco oder im Irak von den Cafe Besuchern in Israel unterscheidet, ist, dass die einen eine Apartheid gegen ein Untervolk zu verantworten haben
    Die Cafe-Besucher? Nun gut, eines muss man Ihnen lassen: Sie stehen ehrlich zu Ihrem Rassismus. Im Gegensatz zu den Zynikern der israelischen Seite, die es „unendlich bedauern“, dass es notwendig war, tausend unschuldige Zivilisten zu töten, um einigen Terroristen das Handwerk zu legen, erklären Sie ganz offen, dass Juden für Sie niemals „unschuldige Zivilisten“ sein können, sondern allesamt zum Abschuss freigegeben sind.

    • 2. Mai 2011 um 16:03 Uhr
    • Arjen van Zuider
  38. 39.

    2. Dass OBL trotz seiner Wichtigkeit als Informant für eventuelle weitere Terrorakte mit EINEM Schuss in den Kopf hingerichtet wurde, obwohl kein Grund zur Eile gegeben war, denn man war eigentlich in einer ungefaehrlichen Zone.

    @ Mete

    Sie glauben, dass OBL samt Begleiter in etwa so aufgelegt gewesen sein könnten, wie ein paar Bankräuber, die beim Misslingen ihres Plans polizeipsychologischer Beratung zugänglich werden und amerikanische Spezialkräften eine beträchtliche Erhöhung des Risikos eines Kopfschusses für sich zugemutet wird?

    • 2. Mai 2011 um 16:05 Uhr
    • N. Neumann
  39. 40.

    @ FS # 35

    Mit einem Anti-Gewalt-Seminar.

    • 2. Mai 2011 um 16:13 Uhr
    • M. Riexinger
  40. 41.

    Ich persönlich wäre wahrscheinlich zurück- statt vorgegangen und das schlotternd – selbst als schwerst bewaffneter Angehöriger der US-Streitkräfte. Es geht nicht um mich persönlich, das wäre ja noch schöner, wenn ich zu bestimmen hätte, wie gegen Terroristen vorgegangen werden soll. Ich bin lediglich der Meinung, wir sollten vorsichtig sein mit kollektiven Gefühlsausbrüchen – gestern William und Kate, heute Osama – sondern versuchen eine eigene, gut überlegte Haltung zu bewahren. Nicht, dass ich das immer könnte, aber es wäre doch mal ein Ansatz.

    • 2. Mai 2011 um 16:19 Uhr
    • Regine Zweifel
  41. 42.

    @ MR

    Die CIA hätte wenigstens so erfinderisch sein und Horst-Eberhard Richter sowie Eugen Drewermann einfliegen und per Megaphon dolmetschen lassen sollen. Nach einer Weile hätten sich OBL und Co. wahrscheinlich selbst erschossen.

    • 2. Mai 2011 um 16:22 Uhr
    • N. Neumann
  42. 43.

    @Regine Zweifel

    Ich persönlich wäre wahrscheinlich zurück- statt vorgegangen

    Man muss dem Terrorismus schliesslich auch mal eine Schangse geben, nicht wahr?

    • 2. Mai 2011 um 16:22 Uhr
    • FreeSpeech
  43. 44.

    @N. Neumann, 42.

    Sadist!

    • 2. Mai 2011 um 16:23 Uhr
    • FreeSpeech
  44. 45.

    @ AvZ

    „Falsch. Ein toter Terrorfürst gibt Anlass zu einigen Vergeltungsanschlägen und dann ist Ruhe. Ein eingesperrter Terrorfürst führt zu Befreiungsversuchen, Entführungen und Anschlagsdrohungen (die hin und wieder auch wahr gemacht werden), um ihn freizukriegen – solange er lebt. Steht meines Wissens bereits so oder ähnlich bei Macchiavelli.“

    Falsch. Die Geschichte zeigt bei Leuten mit einer aehnlichen Struktur wie zb. Sheikh Bedreddin im osmanischen Reich, dass eine Gefangennahme und anschliessende Verurteilung seine Anhaenger über ihn enttaescht stimmen laesst.

    Andersrum, so wie bei Yassin, entsteht somit ein Maerthyrer, der ja von Leuten bejubelt wird, die sich nichts sehnlicher wünschen als den gewaltsamen Tod 😉

    Vergleiche mit der RAF seinerzeit in Deutschland sind vollkommen unangebracht, weil die Grundpraemissen völlig anders liegen.

    @ n.Neumann

    „@ Mete

    Sie glauben, dass OBL samt Begleiter in etwa so aufgelegt gewesen sein könnten, wie ein paar Bankräuber, die beim Misslingen ihres Plans polizeipsychologischer Beratung zugänglich werden und amerikanische Spezialkräften eine beträchtliche Erhöhung des Risikos eines Kopfschusses für sich zugemutet wird?“

    Ich weiss ja, dass Sie waffenuntauglich sind, brauchen Sie net in die Welt hinaus zuschreien. Jemand, der für solche Einsaetze seit dem 16. Lebensjahr ausgebildet ist, der kann eine Person auch lebendig unschaedlich machen, in dem er zb. nicht auf den Kopf- oder Herzbereich schiesst.
    Vorallem wenn man noch in einer gesicherten Umgebung in Pakistan ist und alle Zeit der Welt hat den Auftrag auszuführen.

    So draengt sich für mich eher der Verdacht auf, dass es so gewollt war, bzw. Osama Selbstmord beging. Und dann schliesst sich die Frage an, wenn es denn gewollt war, wieso war es so?

    • 2. Mai 2011 um 16:24 Uhr
    • Mete
  45. 46.

    @ Mete

    „Jemand, der für solche Einsaetze seit dem 16. Lebensjahr ausgebildet ist, der kann eine Person auch lebendig unschaedlich machen, in dem er zb. nicht auf den Kopf- oder Herzbereich schiesst.“

    Bin Ladens leute haben ja auch gaaar nicht zurückgeschossen…
    Mete, Sie sind ein Volltrottel.

    • 2. Mai 2011 um 16:33 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  46. 47.

    @ Mete

    Was meinen Sie warum die Hamas-Spitzen in Damaskus und nicht in Gaza-City sitzen? 😉

    Die lassen bei den 72 Jungfrauen doch lieber dem dummen Fußvolk den Vortritt.

    • 2. Mai 2011 um 16:39 Uhr
    • Serious Black
  47. 48.

    @ NN

    Nein, Käßmann.

    • 2. Mai 2011 um 16:39 Uhr
    • M. Riexinger
  48. 49.

    „gesicherten Umgebung in Pakistan“? LOL

    Die Pakistanis haben sowohl bei den Amis, als auch bei Al-Kaida die Hand aufgehalten.

    • 2. Mai 2011 um 16:42 Uhr
    • Serious Black
  49. 50.

    @Arjen

    auch wenn ich vermiute, dass Sie es wieder nicht verstehen werden, obwohl es ausführlich im Kommentar erklärt ist, muss ich Ihrer Gedankenlosigkeit etwas Vernunft zufügen.

    Weder der Cafe Besucher in Marocco noch der in Israel verdienen irgendwie den Tod, auch wenn Sie aus persönlichen Motiven geleitet mir solche Intension verleumderisch unterstellen wollen.

    Ich wollte nur herausstellen, dass es schon einen Unterschied gibt, wenn die, die Ihre Menschenrechte in einer Apartheid verloren haben, Attentate in dem Land ihrer Völkerrecht brechenden Unterdrücker ausüben, als wenn Menschen in einem Land angegriffen werden, welches keine Völkerrechtsverbrechen begeht, die den Attentätern ihre Menschenrechte raubt.

    Insbesondere ist dabei hervorzuheben, dass sich die einen auf Völkerrechtsverbrechen gegen ihre Menschenrechte berufen haben und im Fall von Beendiggung dieser Verbrechen darauf verzichtet hätten, während die anderen nur eine kranke Ideologie vorzuweisen haben.

    Das hier im Blog unsere internationalen Gesetze noch weniger geachtet werden, wie mancher jugendlicher Migrant unser Strafgesetz achtet, lässt sich daran erkennen, dass hier sogar Morde verteidigt werden, die für den Völkerrechtsbruch vollzogen werden. Aber deshalb muss ich ja nicht dieses kranke und unmoralische Rechtsverständnis adaptieren. ich respektiere unser Völkerrecht und unterstütze nunmal keine Apartheid wie viele Protagonisten in diesem Blog. Ich werde auch damit nicht aufhören, nur weil hier so viele an der jüdisch israelischen Apartheid so viel Gefallen finden und Verleumdungen um sich schmeißen, wenn Fakten der Apartheid benannt werden.

    Wenn man Attentate dann vergleicht, sollte man einen wenn auch schmutzigen Befreiungskampf nicht mit dem Unterdrückungskampf der Al Quaida vergleichen. Da passt es nunmal qualitativ viel besser, wenn man die Attentate der der IDF zum Vergleich heranzieht, bei dem ebenfalls wie bei der Al Quaida Unterdrückungskampf die Zivilisten mordenden Bomben zünden lässt.

    Aber wer legt schon Wert auf einen intellektuell qualitativen Anspruch, wenn man ein Apartheidsregime verniedlichen will. Herr Lau anscheinend mit seinem Vergleich nicht und die Trottefangenden Rassistenfans von Achgut und deren vertrottelte Leser sowieso gar nicht.

    • 2. Mai 2011 um 16:43 Uhr
    • Erol Bulut
  50. 51.

    Regine Zweifel, Sie müssen natürlich berücksichtigen, für was Bin Laden und seine Gang alles verantwortlich sind. 9/11 ist in den USA zum jährlich zelebrierten deFacto-Nationaltrauertag geworden, an den auch in Europa jährlich erinnert wird. Völlig Zurecht. Daraus ergibt sich jedoch auch eine ganzjährige unterschwellige Emotion, dass dieses Verbrechen noch nicht gesühnt ist. Und *zusätzlich* gehen wöchentlich Menschen über den Jordan, die losgeschickt wurden, um den Täter zu fassen. Die resultierende Emotion gleicht bei vielen der eines Menschen, dessen Bruder, Schwester, Tochter oder Mutter ermordet wurde, und weiß, dass er selbst ebenfalls auf dieser willkürlichen Abschussliste steht. Ewig anmutende Zehn Jahre lang wird der Täter gejagt, und in dieser Zeit mordet er weiter und kündigt regelmäßig frech weitere Morde an. Entsprechend wird dann auch von vielen die Nachricht über den Tod eines solchen Serien-Massenmörders aufgenommen.

    Wenn einem Menschen ein Stein vom Herzen fällt, dann freut er sich nun einmal.

    • 2. Mai 2011 um 16:50 Uhr
    • NDM
  51. 52.

    @ Bulut

    „… in einem Land angegriffen werden, welches keine Völkerrechtsverbrechen begeht“

    Schon mal was von der Unterdrückung der Saharaouis gehört?

    • 2. Mai 2011 um 16:50 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  52. 53.

    @ Mete

    “Jemand, der für solche Einsaetze seit dem 16. Lebensjahr ausgebildet ist, der kann eine Person auch lebendig unschaedlich machen, in dem er zb. nicht auf den Kopf- oder Herzbereich schiesst.”

    Bin Ladens leute haben ja auch gaaar nicht zurückgeschossen…
    Mete, Sie sind ein Volltrottel.

    @ HJS

    Aber dafür sind nur Chuck Norris und Polat Alemdar verantwortlich.

    • 2. Mai 2011 um 16:52 Uhr
    • N. Neumann
  53. 54.

    @Propagandablack

    Was meinen Sie warum die Hamas-Spitzen in Damaskus und nicht in Gaza-City sitzen? 😉

    Natürlich weil zionistische Rassisten für die Erhaltung ihres Völkerrecht brechenden Apartheidsregimes vor keinen Morden zurückschrecken und mit dem Aufenthalt in Damaskus die palästinesischen Zivilisten nicht der Gefahr ausgesetzt sind, bei den jüdisch Israelischen Terroranschlägen so ermordet zu werden, wie andere bei Anschlägen der Al Quaida.

    • 2. Mai 2011 um 16:53 Uhr
    • Erol Bulut
  54. 55.

    Freespeech, nehmen Sie nicht alles immer so persönlich.Ich weiss, dass es eine Meinungsfreiheit gibt.Wenn ich Ihnen meine Meinung sage, gebrauche ich diese doch. Ich mag das Wort Schnidel nicht. Sorry, dass ist mir zu vulgär

    • 2. Mai 2011 um 16:56 Uhr
    • cem gülay
    • 2. Mai 2011 um 16:57 Uhr
    • NDM
  55. 57.

    @ n.Neumann

    “@ Mete

    Sie glauben, dass OBL samt Begleiter in etwa so aufgelegt gewesen sein könnten, wie ein paar Bankräuber, die beim Misslingen ihres Plans polizeipsychologischer Beratung zugänglich werden und amerikanische Spezialkräften eine beträchtliche Erhöhung des Risikos eines Kopfschusses für sich zugemutet wird?”

    Ich weiss ja, dass Sie waffenuntauglich sind, brauchen Sie net in die Welt hinaus zuschreien. Jemand, der für solche Einsaetze seit dem 16. Lebensjahr ausgebildet ist, der kann eine Person auch lebendig unschaedlich machen, in dem er zb. nicht auf den Kopf- oder Herzbereich schiesst.

    @ Mete Alemdar-Norris

    Oder einfach die berüchtigte Mikado-Kampftechnik anwendet.

    • 2. Mai 2011 um 16:59 Uhr
    • N. Neumann
  56. 58.

    kenau wi das Piltunkspürgertuhn

    • 2. Mai 2011 um 17:00 Uhr
    • Regine Zweifel
    • 2. Mai 2011 um 17:05 Uhr
    • FreeSpeech
  57. 60.

    Freespeech, der Witz mit der Bluse war schon besser ,-)

    • 2. Mai 2011 um 17:07 Uhr
    • cem gülay
  58. 61.

    Freespeech, vergessen Sie nicht, dass Sie den Ziegen-Vergleich nicht gerade wohlwollend aufgenommen hatten

    • 2. Mai 2011 um 17:10 Uhr
    • cem gülay
  59. 62.

    @cem gülay

    Wir reden wohl aneinander vorbei.

    • 2. Mai 2011 um 17:13 Uhr
    • FreeSpeech
    • 2. Mai 2011 um 17:15 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  60. 64.

    NDM, auch ich trage keinen Trauerflor am Arm. Nach allem, was geschehen ist, ist Erleichterung genauso menschlich wie weinen und lachen. Und nachdenken. Ich möchte nicht den advocatus diavoli geben, bin auch kein Vorbild was Besonnenheit und Zurückhaltung betrifft, ich mag halt keine Hypes.

    • 2. Mai 2011 um 17:16 Uhr
    • Regine Zweifel
  61. 65.

    Bulut:
    Weder der Cafe Besucher in Marocco noch der in Israel verdienen irgendwie den Tod, auch wenn Sie aus persönlichen Motiven geleitet mir solche Intension verleumderisch unterstellen wollen.
    Ich behaupte nicht, dass Sie allen Israelis den Tod wünschen würden. Nur, dass es Sie offenbar nicht sonderlich stört, wenn Israelis getötet werden. Ist ja schließlich ihr eigener Fehler, was müssen sie auch zu einem Tätervolk gehören.

    Da Sie immer so auf das Völkerrecht pochen: Dieses gilt auch für Widerstandskämpfer und verpflichtet diese unter anderem darauf, Zivilisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu schonen. Die Opfer der Intifada-Anschläge waren allerdings zum allergrößten Teil nicht Kollateralschäden bei der Bekämpfung eines legitimen Ziels (Soldaten, militärische Einrichtungen), sondern sie waren selber das Ziel.

    @HJS: Das Argument zieht nur bei Frente-Polisario-Anschlägen in Marokko.

    • 2. Mai 2011 um 17:22 Uhr
    • Arjen van Zuider
  62. 66.

    @HJS

    jetzt, wo Sie es sagen, erinnere ich mich vor ungefähr 10-15 Jahren was darüber in der Mondediplomatique gelesen zu haben.

    Ich muss mich bei Herrn Lau entschuldigen und einsehen, dass sein Vergleich nicht ganz so verkehrt gewesen ist. Auch wenn ein Attentat der Al Quaida kaum mit dem Befreiungskampf der sozialistischen Polisario in Verbindung bringen lässt, so dass der Kern meiner Argumentation unberührt bleibt, ist eine Furcht an sich vor Attentaten sowohl in Marokko als auch in Israel begründet.

    Danke für den Hinweis!

    • 2. Mai 2011 um 17:25 Uhr
    • Erol Bulut
  63. 67.

    Freespeech, tun wir nicht. Sie haben Probleme, kritisiert zu werden, oder dass man sich auf Ihre Kosten einen Spaß erlaubt.Selbst aber, teilen Sie gerne aus.

    • 2. Mai 2011 um 17:25 Uhr
    • cem gülay
  64. 68.

    @cem gülay

    Nein, darum geht es nicht.

    • 2. Mai 2011 um 17:29 Uhr
    • FreeSpeech
  65. 69.

    ist eine Furcht an sich vor Attentaten sowohl in Marokko als auch in Israel begründet.

    Eine Furcht vor Attentaten ist durch das Vorkommen von Attentaten begründet, durch sonst nichts.

    • 2. Mai 2011 um 17:29 Uhr
    • Arjen van Zuider
  66. 70.

    Vermutlich wären die Risiken, die alle ‚beteiligten Parteien‘ bei einer Festnahme eines lebenden OBL gehabt hätten bzw. eingegangen wären, allzu ‚heiß‘ gewesen, wie der Versuch einer Antwort auf wenige Zufalls-Fragen, die man sich aufs Geratewohl stellen mag, nahelegt:

    a) befand sich das ‚Festnahmekomitee‘ in einer Umgebung,
    sei es hinsichtlich der direkten Unterstützer-Umgebung des Festzunehmenden,
    sei es hinsichtlich des umliegende Wohn- und Sozialmilieu in Pakistan,
    das sich an dem Verhaltenskodex römisch-katholischer Ministranten orientiert, orientieren wollte/würde bzw. orientiert hätte?

    b) wie wäre es der pakistanischen Regierung ergangen
    b1) im außenpolitischen bzw. b2) im innenpolitischen Spielfeld?

    c) wo auf unserem Planeten wäre die Untersuchungshaft denkbar gewesen?

    d) hätte es Einflussversuche welchen Charakters auch immer von außen auf die OBL ‚beherbergende‘ Nation bei länger andauernder (Untersuchungs-)Haft OBLs gegeben ?

    e) wie hätte es OBL aus seiner eigenen Sicht angestanden, dass er nun lebend im Feindesland – oder in der Schweiz ! – einem normalen Prozessverfahren à la Milosevic & Co. hätte entgegensehen können?

    etc. etc. etc.

    • 2. Mai 2011 um 17:30 Uhr
    • Publicola
  67. 71.

    … in einer Umgebung …., die sich …

    • 2. Mai 2011 um 17:35 Uhr
    • Publicola
  68. 72.

    @ Publicola

    Wir hätten ihn wahrscheinlich in einem Minarett eingeschlossen.

    • 2. Mai 2011 um 17:46 Uhr
    • FreeSpeech
  69. 73.

    @ FS

    Damit wäre die Schweiz aus dem Schneider, nicht?

    • 2. Mai 2011 um 17:48 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  70. 74.

    @ FreeSpeech – Vielleicht wäre ein lebenslanger Jodelkurs auf einer Alm, verbunden mit täglichem Pflicht-Melken von Walliser Kampfkühen, aber ohne Sennerin (!!!), eine angemessene Bestrafung gewesen?

    http://static.zoonar.de/img/www_repository3/30/c2/1e/10_98103e826cb2fbd08b9b34f79c005552.jpg

    • 2. Mai 2011 um 17:55 Uhr
    • Publicola
  71. 75.

    Herfried Münkler (Politikwissenschaftler, Berlin) heute im Deutschlandradio (RADIOFEUILLETON „Die Ikone von Al-Kaida“ – 15.07 ff. Uhr):

    … Der Triumph der USA mag beträchtlich sein, aber es ist in diesem Sinne kein Sieg, denn vermutlich hat Osama bin Laden in den letzten Jahren operativ kaum eine Rolle gespielt. Er ist sozusagen die Ikone von Al-Kaida, das Bild des Terrorismus, er hat durch die westlichen Medien ganz zweifellos dadurch auch eine Überhöhung erfahren, als es darum ging, eine unsichtbare Organisation zu visualisieren. Und immer war er dann das Bild. Dass er diese operative Rolle nicht mehr spielen konnte, hat sicherlich auch damit zu tun, dass der Verfolgungsdruck einfach zu hoch war, und um einen solchen Verfolgungsdruck sich zu entziehen, konnte er einfach dann nicht mehr das Kommando führen. Ob das überhaupt noch einer tut, ist sehr fraglich. Das ist ein Erfolg sicherlich auf der einen Seite in der Bekämpfung des Terrorismus, es hat aber auch negative Effekte, insofern er dadurch unberechenbarer geworden ist.

    …die entscheidende Bedeutung ist zunächst einmal auf der Ebene des Prestiges zu sehen, nicht im operativen Bereich unmittelbar. Der Angriff vom 11.9. und auch die vorangegangenen Angriffe auf die USA, von Botschaften bis zu Zerstörern, sind ja eine Attacke vor allen Dingen auch auf das amerikanische Prestige gewesen. … Insofern kann man sagen, sie haben jetzt auch etwas zurückgewonnen an Ansehen. Es ist kein Ansehen, vor dem man sich unbedingt verbeugt, sondern es ist das Ansehen dessen, mit wem man sich sinnvollerweise nicht anlegt.

    … eine doppelte Bedeutung. Auf der einen Seite gewissermaßen die Nachricht, auf Dauer hat gegen die USA keiner eine Chance, sich ihrem Zugriff zu entziehen.
    Das ist eine Demütigung, auf die die Anhänger von Al-Kaida oder die Akteure in irgendeiner Weise reagieren werden. Insofern kann man glaube ich sagen, zunächst einmal und unmittelbar ist die westliche Welt durch den Tod von Osama bin Laden nicht sicherer, sondern erst mal unsicherer geworden. Das ist das eine.

    Und das andere ist vermutlich, dass ein großes Projekt, das hier in Gang gesetzt worden ist, für die Araber wieder in einer Enttäuschung geendet hat.
    Andererseits sind ja in einigen Ländern sie selber unterwegs sozusagen, ihre eigenen Revolutionen in ihren Ländern zu machen.
    Und von daher ist möglicherweise das Ende von Osama doch auch das Ende einer Ära in der Entwicklung zumindest eines Teils arabischen Selbstverständnisses. Und deswegen interessanterweise kommt es nicht von ungefähr, dass sagen wir mal im Abstand von einigen Monaten die Veränderungen in Tunesien und Ägypten auf der einen Seite und dann das Ende von Osama einander korrespondieren.

    … Ob er das [Nemesis für die westliche Welt, Mythos, Volksheld] in Zukunft noch sein wird, das hängt nach meinem Dafürhalten in hohem Maße davon ab, ob es in den arabischen Ländern gelingt, einen eigenen Weg zu finden, über den sie Anschluss an die dynamische Entwicklung im Rest der Welt gewinnen.
    Wenn es ihnen gelingt, wird dieser Mann bin Laden eine Episode sein, in der sich viele Irrwege aneinanderreihen.
    Wenn es ihnen nicht gelingt, dann wird er allerdings eine Bedeutsamkeit bekommen als einer, der sozusagen den USA dann mehr als ein Jahrzehnt heroisch Widerstand geleistet hat und dann im Kampf untergegangen ist. Also das ist dann eher ein Opfermythos und solche Opfermythen sind gefährlich. Wollen wir hoffen, dass das erste der Fall ist.

    … bin ich sehr nachdrücklich der Auffassung, wenn es in Ägypten, Tunesien und anderen Ländern gelingt, so etwas wie einen politisch-wirtschaftlichen Take-Off hinzubekommen.
    Und dann werden diese Poster auch wieder verschwinden oder sie sind sozusagen ein rein ästhetisches Ereignis, wie das Che Guevara ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt war. Wenn es nicht gelingt, dann sind sie sozusagen eine Kampfansage.

    … wenn wir abends 30 Minuten Nachrichten sehen, dann brauchen wir dazu Bilder. Und gerade mit der Umstellung auf das Leitmedium Fernsehen ist diese Bildbedürftigkeit unserer Weltwahrnehmung geradezu explosiv gewachsen. Und wer auch immer ihm nachfolgen wird, jedenfalls wenn von Al-Kaida die Rede ist, wird man irgendeine Ikone finden, die an seine Stelle tritt. Denn sonst müsste man ja sozusagen immer nur in die Leere schauen. Und das geht nicht …

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1448304/

    • 2. Mai 2011 um 17:56 Uhr
    • Publicola
  72. 76.

    @Arjen

    ich störe mich viel mehr an getöteten Jüdischen Zivilisten als sich andere hier an ermordeten palästinensischen Zivilisten stören. Ich würde auch keine Sekunde ein Apartheidsregime mit jüdischen Israelis als Untervolk verteidigen, auch wenn ich es so manchem Protagonisten der zionistischen Mord- und Besatzungspolitik wünschen würde, im Gegensatz zu denen, die hier fast geil auf die Besatzung und den an Palästinensern begangenen Unrecht sind.

    Die Opfer der palästinensischen Selbstmordanschläge während der Intifada sind zu bedauern, genauso wie die von Israel ermordeten Zivilisten, die gerne als Kollateralschäden abgeheftet werden, aber die der jüdischen Opfer immer noch um längen überwiegen. Die einen wurden Ermordet, um Landraub und Gewaltbesatzung zu erhalten, bzw auszudehnen und die anderen, um die Apartheidsherren dazu zu bringen, von der Besatzung abzulassen.

    Man verzeiht mir hier zwar nicht, dass ich den Zweck der Morde und den Umfang bei meiner Bewertung berücksichtige, weil man hier lieber zugunsten jüdisch Israelischer Apartheid völlig unrflektiert sich mit der Erklärung „Kollateral“ begnügt, aber reflektiertes Vorgehen finde ich besser. Auch die Berücksichtigung unangenehmer Fakten. Die jüdischen Israelis waren zu Zeiten der zweiten Intifada laut einer von Sharon erhobenen Umfrage am ehesten bereit (50% für Teilung), auf die illegale Besiedelung des WJL und die dort gelebte Apartheid aufzugeben. Nach dem Ende der Attentatspolitik hat sich der Verzichtswunsch auf Rassismus erheblich reduziert (nur noch 25% für Teilung).

    Die technische Feststellung, dass die Attentate die Palästinenser näher an den Frieden gebracht haben, als einfach still den gelebten Anspruch auf Apartheid zu ertragen, ist nicht zu leugnen. Das ist aber nur bedingt durch den Umsrtand, dass die internationale Gemeinschaft die Apartheid gefördert hat und den Opfern der Besatzungsdikatatur ihre Menschenrechte verweigert hat. Im Moment sieht es danach aus, als ob zu viele es satt haben, die Verbrechen jüdisch Israels mit verantworten zu müssen, so dass die Palästinenser über Diplomatie eine kleine Chance auf Menschenrechte haben.

    Sollte die Anerkennung scheitern, und die westliche Ignoranz palästinesischer Menschenrechte wieder das Niveau der zweiten Intifada oder wie während Cst Lead erreichen, ist eine neue Intifada gegen israelische Zivilisten leider zu befürchten. Die Palästinenser müssen sowieso fürchten, von ihren Besatzern getötet zu werden, was hier kaum einen bewegt.

    • 2. Mai 2011 um 17:57 Uhr
    • Erol Bulut
  73. 77.

    @ Publicola

    „Pflicht-Melken von Walliser Kampfkühen“

    Wer das überlebt, wird nach mittelalterlichem Brauch sofort in die Freiheit entlassen.

    • 2. Mai 2011 um 17:58 Uhr
    • FreeSpeech
  74. 78.

    “Pflicht-Melken von Walliser Kampfkühen”

    Wer das überlebt, wird nach mittelalterlichem Brauch sofort in die Freiheit entlassen.

    FreeSpeech – leg‘ mich gerade ab (vor Lachen über Ihre Reaktion).

    Ich glaub‘, ich geh‘ jetzt erst mal einkaufen und Kaffee trinken. Ist wohl das Beste, das ich jetzt meiner Umwelt antun kann.

    • 2. Mai 2011 um 18:02 Uhr
    • Publicola
  75. 79.

    @ Publicola 75

    Jetzt kommen die Appeaser aus den Löchern die finden, man hätte OBL verschonen sollen.

    Die jungen Leute, die mit dem Transparent „Liberté, Démocratie, Laïcité“ durch Tunis marschierten, die finden den Tod von OBL kaum schlecht.

    Und bei den anderen wirkt das Symbol: Amerika kriegt jeden Halunken, und wenn ganz Pakistan ihn zu schützen versucht.

    Die Appeaser müssen sich wohl ein neues Tätigkeitsfeld suchen.

    • 2. Mai 2011 um 18:03 Uhr
    • FreeSpeech
  76. 80.

    @ HJS

    In Ihrem verlinkten Artikel heisst es, der Komplex sei bereits umstellt gewesen, was eben meine Annahme einer gesicherten Umgebung bestaetigt (auch mal lesen Propaganda-black 😉 ).

    Desweiteren haben die Leute von OBL natürlich zurückgeschossen, aber womit denn? Mit den AK-47 gegen High-tech Waffen mit Nacht- und Waermesichtgeraeten? Wer etwas von der Ausbildung dieser Elitesoldaten versteht, der weiss schon was ich meine…

    @ NN

    Mete Alemdar Norris

    :-) Mir war eigentlich net zum lachen zumute. Danke :-)
    Trotzdem sind die Zweifel meinerseits angebracht.

    @ Publicola

    „b) wie wäre es der pakistanischen Regierung ergangen
    b1) im außenpolitischen bzw. b2) im innenpolitischen Spielfeld?“

    Besser als jetzt mit vielen unbeantwortete Fragen und keiner Klaerung.

    „c) wo auf unserem Planeten wäre die Untersuchungshaft denkbar gewesen?“

    Natürlich auf Guantanamo, oder in Helgoland, ist doch so nah an Den Haag 😉

    „d) hätte es Einflussversuche welchen Charakters auch immer von außen auf die OBL ‘beherbergende’ Nation bei länger andauernder (Untersuchungs-)Haft OBLs gegeben ?“

    Ist genauso schwer abzuschaetzen, wei die Reaktionen darauf jetzt.

    „e) wie hätte es OBL aus seiner eigenen Sicht angestanden, dass er nun lebend im Feindesland – oder in der Schweiz ! – einem normalen Prozessverfahren à la Milosevic & Co. hätte entgegensehen können?“

    Allein um diese Frage zu beantworten haette sich die Lebendigkeit OBL gelohnt…

    • 2. Mai 2011 um 18:06 Uhr
    • Mete
  77. 81.

    @Puplicola….das Problem ist doch eher der beschränkte GEIST der meisten orthodoxen Muslime…Und: der Nächste „Bin Laden“ wird kommen und der ganze Terror geht von neuem los!

    • 2. Mai 2011 um 18:26 Uhr
    • otto
  78. 82.

    „der beschränkte GEIST der meisten orthodoxen Muslime…“

    Au weia, Sarrazin im Quadrat!

    • 2. Mai 2011 um 18:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  79. 83.

    bleiben die Jungfrauen nun immer Jungfrauen oder werden sie auch schwanger ?

  80. 84.

    @ Shlomo Goldberg

    Heute sind Sie hervorragend in Form! Zu leugnen, dass Hamas und al-Qaida diesselbe Sauce ist, ist etwas, mit dem Islamisten immer bei westlichen Gutis zu punkten versuchen, auch wenn sie selbst das immer wieder betonen.

    • 2. Mai 2011 um 18:33 Uhr
    • M. Riexinger
  81. 85.

    @ Bulut

    1. Nach internationalem Recht ist es leider so, daß zivile Ziele durch verbotene Nutzung zu militärischen Zwecken zu militärischen und damit legitimen Zielen werden. Das ist eigentlich auch sinnvoll, denn sonst passiert nämlich das, was Gaddafi in Libyen, die Hamas in Gaza und Hisbollah im Libanon macht: Menschliche Schutzschilde als Standradtaktik benutzen. Dummerweise gibt man trotzdem nicht den Verbrechern die Schuld, die diese Schutzschildpraxis verwenden.

    2. Haben die reinen Opferzahlen überhaupt keine Aussagekraft. Es geht um die Intention. Es liegt nur an den mangelnden militärischen Möglichkeiten der Hamas, nicht an deren Absicht. Die lasergelenkte Panzerabwehrrakete, die kürzlich auf einen israelischen Schulbus gefeuert wurde, war Minuten vorher noch voller Kinder gewesen!

    3. der Oslo-Prozess war eine Riesendummheit. Für mein Verständnis sollten Verhandlungen den Krieg ersetzen, nicht begleiten!

    Natürlich waren die Israelis auf Frieden eingestellt. Darum wurden die Laborregierungen ja auch gewählt. Als aber Scharon zur Wahl stand, hatten die Israelis keine Möglichkeit mehr Barak zu wählen. Die Intifada machte noch nicht mal für die Gespräche von Taba ne Pause. Also sah der Wähler keinen Vorteil weiter auf Labor zu setzen, da die Palästinenser lieber möglichst viele Juden umbringen, als verhandeln wollten. Keine 4 Stunden nach Veröffentlichung der ‚Arabischen Friedensinitiative‘ in Beirut, detonierten die nächsten Selbstmordmörder.

    4. Trotzdem wurde noch mal Olmert gewählt. Wieder ein weitreichendes Angebot. Abbas lehnte ab. Seit jeher verweigern palästinensische Anführer ein End-of-Conflict-Agreement.
    Benny Morris zeigt sich desillusioniert:
    http://nationalinterest.org/commentary/palestinians-dupe-west-5212

    • 2. Mai 2011 um 18:34 Uhr
    • Serious Black
  82. 86.

    @ Bulut:

    Wenn die Feinde die Regeln des Krieges nicht befolgen – Ein aufschlussreiches Interview mit dem Mann, der dazu beiträgt, die ethischen Parameter der israelischen Verteidigungsarmee (IDF) festzulegen.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_moralist/

    • 2. Mai 2011 um 18:39 Uhr
    • Serious Black
  83. 87.

    @ otto – … das Problem ist doch eher der beschränkte GEIST der meisten orthodoxen Muslime …

    DIE Waffe gegen Polit-Terrorismus ist Demokratie – in other words: die Revolution in Tunesien und/oder Ägypten.

    Über eine vermutete mangelnde Intelligenz dieser derzeitig mutigsten aller Zeitgenossen muss man sich wohl keine Sorgen machen:

    Nehmen Sie einfach zur Abwechslung nur mal einen Text – zumindest auszugsweise – von dem hier rechts von Jörg Lau unter dem Stichwort „Blogroll“ verlinkten
    Polit- und Intellekt-Genie [so zumindest meine bescheidene Ansicht] ‚Sandmonkey‘
    zur Kenntnis.
    Nach auch relativ nur sehr kurzer Lektüre dieser Website werden Sie mir vermutlich Recht geben.

    • 2. Mai 2011 um 20:17 Uhr
    • Publicola
  84. 88.

    @Black

    Sie brauchen mir keinen ellenlangen Text zu verlinken, in dem über eine „gerechte“ Kriegsführung debattiert wird, aber der Anspruch auf Herrschaft in einer Apartheid mit keinem einzigen Wort erwähnt wird.

    Gerechte Kriege gibt es ohnehin nicht. Es gibt eine Verteilung von Waffen und eine dementsprechende Kriegsführung. Wenn mich jemand angreift, der zwei Köpfe größer ist, diverse Schlagringe und Schlagstöcke mit sich trägt, dann habe ich nicht die geringsten Hemmungen ihm in die Eier zu treten, wenn es mich vor weiteren angriffen nützt. Wenn dieser weit überlegenere Jemand meine Kinder bedrohen würde, und ich keine andere Wahl hätte, würde ich auch seine Kinder bedrohen, wenn das ihn abhalten würde, meinen Kindern was zu tun. Und so verhalten sich Menschen schon immer.

    Taba wurde von Israel nicht ernst genommen wie ohhnehin keine der angeblichen Friedensverhandlungen, abgesehen die von Rabin, weshalb er ja auch von einem rassistischen Juden ermordet wurde. Olmerts Plan wird ja gerne so verkauft, als ob das Angebot tatsächlich existiert hätte, obwohl die Palästinenser dies vehement als gelogen bezeichnen. Fakt ist, dass die in Al Jazeera veröffentlichten Leaks eine Bereitschaft zur Annahme eines solchen Planes durch Abbas nachweisen, sofern es das Angebot wirklich gegeben hätte.

    Und nach wie vor, ein Krieg um noch mehr Land von den ohnehin durch den jüdischen Kolonialismus gepeinigten Palästinensern zu rauben, da kann man noch so sehr dahinschwätzen, der ist alles, aber mit Sicherheit nicht gerecht.

    @Lieblingsdummschwätzriexi

    Im verstehen sind Sie echt auf dem Niveau, den Achgut seinen Lesern abverlangt.

    Um in Ihrem Sprachgebrauch zu bleiben, Hamas und Al Kaida mögen beide eine Form von Ketchup sein, aber wenn ich sage, dass Ketchup zu Currywurst passt und nicht zu Spinat, überfordert es natürlich Achguthörige Dummschwätzer.

    • 2. Mai 2011 um 20:27 Uhr
    • Erol Bulut
  85. 89.

    @Serious Black 85

    Im Islam ist die Intention unwichtig für die Beurteilung haram /halal.

    Das merkt man auch den BBs hier im Blog an. Sie wissen nicht, wovon man redet, wenn man die Intention berücksichtigt und glauben, dass sei so eine Art Aufrechnung oder Rechtfertigung.

    • 2. Mai 2011 um 21:23 Uhr
    • FreeSpeech
  86. 90.

    @ FS

    Wenn das wirklich so ist, dann haben wir hier den ‚Clash of Civilisations‘.

    Irgendwie gruselig.

    @ Bulut
    Da Sie so ein Freund der ‚Palestine Papers‘ sind, hier ist eine detaillierte Auswertung bezüglich der Verhandlungen zwischen Ehud Olmert und Abu Mazen.
    Es gab kein Gegenangebot und die palästinensische Seite hatte kein Interesse ein solches vorzulegen:
    http://www.scribd.com/doc/54394611/Palestine-Papers-Olmert-Offer

    • 3. Mai 2011 um 10:35 Uhr
    • Serious Black
  87. Kommentar zum Thema

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