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Gegen die Diskriminierung der Baha’i im Iran

 

Der Iran profitiert von den Unruhen in der arabischen Welt – zumindest indirekt, indem die Aufmerksamkeit von der Ungerechtigkeit abgelenkt wird, der Oppositionelle und Angehörige religiöser Minderheiten wie der Baha’i unterworfen sind. Hier eine aktuelle Aktion gegen das Vergessen:

11 Kommentare

  1.   docaffi

    Seit Jahresbegin wurden im Iran 202 Menschen hingerichtet:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,787554,00.html

  2.   M. Mustermann

    Iran Briefing.
    Human Rights Violations by the IRGC:

    http://iranbriefing.net/

  3.   Alina

    Die Kampagne Can You Solve This? für das Recht auf Bildung im Iran zu finden unter: http://www.can-you-solve-this.org/de/

  4.   Rojass

    Übrigens, das ganze Anliegen der allgemein so geschmähten Plattform „PI“ ist es letztes Endes, dass es Nicht-Muslimen in Europa nicht eines Tages so geht wie den Bahai im Iran. Und weil eben viele Leute genau davor Angst haben, hat PI, haben aber auch Politiker wie Geert Wilders, so einen Zulauf. Wer das als „Islamophobie“ lächerlich machen will, der muss konsequenterweise auch den Bahai im Iran „Islamophobie“ attestieren.

  5.   Jörg Lau

    @ Rojass: Warum sollte es Nicht-Muslimen in Europa einst so gehen wie Bahai im Iran? Das ist doch Paranoia, die keine Grundlage in der Wirklichkeit hat. Unfasslich, dass zurechnungsfähige Leute sich trauen, sowas hier hin zu schreiben.
    PI hat Klickzahlen, die soo schwer nicht zu erreichen sind, weil eine eng vernetzte, kleine Szene, die den Flashmob zur Lebensform erhebt, dort aktiv ist. Ansonsten ist das eine aussichtslose Veranstaltung, wie gerade die alarmistischen Recherchen der FR/Berliner Zeitung erwiesen haben. Heute erst ist beschrieben worden, dass da kaum Spenden zu mobilisieren sind.
    Wird Wilders auf Dauer politisch florieren? Sein Modell funktioniert nur aus der Minderheitenposition, wenn er eine schwache Regierung duldet (wie auch bei der dänischen FP). An der Regierung wäre er sofort fertig, weil sein Sozialstaatspopulismus nicht finanzierbar ist. Meine Meinung.

  6.   Rojass

    „Warum sollte es Nicht-Muslimen in Europa einst so gehen wie Bahai im Iran? Das ist doch Paranoia, die keine Grundlage in der Wirklichkeit hat. “

    Tatsächlich? Jetzt schon gibt es Schulen bzw. Stadtviertel in Deutschland, wo Deutsche bzw. Nicht-Muslime (gibt ja auch nicht-
    muslimische Migranten) in der Minderheit sind:

    http://www.3sat.de/page/?source=/specials/153374/index.html

    http://www.youtube.com/watch?v=C5MRyL-1dSs

    Konvertiten vom Islam zum Christentum müssen um ihr Leben fürchten:

    http://www.welt.de/print-welt/article353296/Darauf_steht_die_Todesstrafe.html

    Homosexuelle werden jetzt schon in manchen Vierteln angepöbelt:

    http://www.welt.de/regionales/hamburg/article958185/Der_Multikulti_Traum_zerbricht.html

    Und übrigens auch Juden:

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2003/12/02/a0112

    Alles in Deutschland, wohlgemerkt!

    Und da sprechen Sie von „Paranoia“?

    Nun werden Sie sagen: „Naja, ich bin ja kein Konvertit vom Islam zum Christentum. Ich bin ja kein Homosexueller, usw. Und wenn man zu diesen Gruppen nicht gehört, muss man ja auch keine Angst vor dem Islam haben“

    Aber: Sie kennen doch sicher „Der verschwiegene Mensch“ von Martin Niemöller?

  7.   Jörg Lau

    @ Rojass: Niemöller? Ich hoffe, Sie machen mit diesem Namen keine Witze. Oder wollen Sie mich verladen?
    Hier auf dem Blog gibt es viele Artikel über muslimische Homophobie. Christenfeindlichkeit auch. Aber wollen sie im Ernst eine Widerstandssituation wie bei der Bekennenden Kirche suggerieren?
    Wollen wir hier einen Exkurs nach Breivik-Land machen?

  8.   Rojass

    @Jörg Lau

    Breivik ist ein Amokläufer, ein versponnener Einzeltäter. Der Islam (nicht nur „der Islamismus“) ist aber eine totalitäre Massenbwegung, die noch nicht einmal ein Geheimnis daraus macht, die liberalen Gesellschaften des Westens verdrängen zu wollen. Das hat ja auch Geert Wilders richtig festgestellt:

    http://www.youtube.com/watch?v=Jn6jXbNVfQs#t=3m35s

    Und nicht wenige Muslime sagen es auch selbst:

    http://www.youtube.com/watch?v=lT0_NyXdIoo

    http://www.youtube.com/watch?v=nIAdwfBAKNE

    Wie gesagt, Menschen mit dem Tode zu bedrohen, nur(!) weil sie vom Islam zum Christentum konvertiert sind, das „erlaubt“ sich noch nicht einmal die Scientology-Church mit „Abtrünnigen“.

    Trotzdem gibt es einen gesellschaftlichen Konsens, dass Scientology zu schmähen sei, der Islam aber zu „respektieren“. Warum? Eine „Minderheit“ ist Scientology schließlich auch, und zwar weit mehr als der Islam in Deutschland. Das kann also kein Grund sein.

    Natürlich: Noch ist der Islam insgesamt in der Minderheit in Deutschland/Westeuropa, wenn auch nicht überall, aber selbst das hält ihn, wie oben beschrieben, von Intoleranz ab.

    Wie wird es Nicht-Muslimen wohl erst 40-50 Jahren ergehen, wenn der Islam auch „nur“ die Hälfte der Bevölkerung Europas ausmacht?

    Übrigens, der rennomierte britische Orientalist Bernard Lewis sagte 2006 in einem „Welt“-Interview voraus, dass Europa spätestens Ende des Jahrhunderts islamisch sein wird:

    http://www.welt.de/print-welt/article211310/Europa_wird_islamisch.html

    Und dann? Warum sollte es Nicht-Muslimen dann besser gehen als es heute Christen in der Türkei bzw. in Ägypten oder Bahai im Iran geht? (Von Freidenkern/Atheisten ganz zu schweigen.) Wenn doch, wie gesagt, *jetzt schon* Konvertiten vom Islam zum Christentum in Deutschland mit dem Tode bedroht werden, wo der Islam noch in der *Minderheit* ist?

    Wirklich alles nur „Paranoia“?

  9.   Rojass

    Ergänzung:

    Und deshalb finde ich „Der verschwiegene Mensch“ von Niemöller durchaus passend, wenn ich mir die Situation der von Muslimen verfolgten Menschen nicht „nur“ in islamischen Mehrheitsgesellschaften, sondern hier in Deutschland/Westeuropa anschaue.