Ein Blog über Religion und Politik

Warum Israel ein Ende der Besatzung braucht

Von 5. März 2012 um 12:23 Uhr

Eine kleine Alternative zum Aipac-Treffen. Stimmen für eine Zweistaatenlösung, gesammelt von JStreet, der alternativen Plattform für Freunde Israels:

Kategorien: Israel, Palästina
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Statements sind vor ca. vier Monaten eingestellt worden.

    Seitdem hat sich zu der Frage, ob Israel einen Partner hat, der eine Regelung will, die Frage gesellt, wie dieser Partner eigentlich in dem Konflikt in der Arabischen Levante – rund um das Syrische Regime aufgestellt ist.

    Im Arabischen Mosaik ist es praktisch bedeutungslos geworden, ob man für oder gegen einen Frieden mit Israel ist; es ist zu einer Frage von Leben und Tod (am falschen Ort zumindest) geworden, für oder gegen Assad zu sein.

    Und was Israel betrifft, so wird im Arabischen Mosaik auf einmal zur Hauptfrage:

    Ist Israel eigentlich für oder gegen Assad ?

    Egal, wie man dort die Frage beantwortet, mag Israel zwar immer noch an allem schuld sein; aber das ist auf einmal nicht mehr das Wichtigste.

    Irgendetwas ist nämlich „worse than the Zionists“; nämlich:

    Für Assad zu sein – oder eben auch gegen Assad zu sein.

    Für Assad zu sein, kann bedeuten: für den Iran zu sein;
    Gegen Assad zu sein kann bedeuten: für Katar und Al Kaida zu sein.

    Beides ist in den Augen des jeweils anderen Betrachters schlimmer geworden, als Israel an und für sich.

    Hier der aktuelle Stand der Erwägungen:

    Israel’s interest in Assad

    Protesters in Israel step on a picture of Syrian President Bashar al-Assad depicted as Adolf Hitler during a rally against the Syrian regime. (AFP photo)

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=372361&MID=0&PID=0

    Nachdem die Arabische Öffentlichkeit den Wanderpokal „die Schlimmsten“ zu sein, den Israelis entzogen hat, kann Israel erst einmal nur – abwarten; und wachsam bleiben.

    • 5. März 2012 um 13:35 Uhr
    • Thomas Holm
  2. 2.

    @ TH: Weil es in Syrien brennt, braucht Israel keine verteidigbaren Grenzen? Weil Assad sein eigenes Volk umbringt, hat Israel kein demographisch/demokratisches Problem in den „Gebieten“? Ich verstehe nicht.

    • 5. März 2012 um 14:16 Uhr
    • Jörg Lau
  3. 3.

    @JL:

    Ich glaube, es geht TH darum, dass die Erwartung gewisser Kreise enttäuscht wurde, dass nach dem Ende der zumindest halbwegs israelfreundlichen Diktaturen im NO die nunmehr befreiten Völker die Drohkulisse einer antizionistischen Intervention aufbauen würden, angesichts derer Israel genötigt wäre, mit der Hamas zu deren Konditionen Frieden zu schließen. Mit dem Fokus auf Syrien sieht es im Moment aber nicht danach aus, dh Israel kann der Hamas noch ein wenig Zeit lassen, sich selbst zu diskreditieren. Ob das ein schlaues Kalkül ist oder ob der Unmut über die Hamas noch viel radikalere Bewegungen hervorbringen wird…

    • 5. März 2012 um 14:48 Uhr
    • Arjen van Zuider
  4. 4.

    @ AvZ: Hamas ist im Aufwind, von Diskreditierung sehe ich nichts. Sie ist der Sieger der regionalen Entwicklung. Abbas wird noch als ein Schatten der Ben Alis und Mubaraks enden, wenn er nicht aufpasst. Hamas sieht sich im Einklang mit dem „islamischen Erwachen der Region“. Und leider ist die Sache auch befördert durch die israelische Politik, Fatah am langen Arm verhungern zu lassen (und Hamas für Entführungen zu belohnen).

    • 5. März 2012 um 14:53 Uhr
    • Jörg Lau
  5. 5.

    Solange die Palästinenserregierung (Hamas und PA) Israel nicht als jüdischen und demokratischen Staat (Obama, jetzt hast Du es begriffen) anerkennen, und dessen Vernichtung zum Ziel hat, solange braucht Israel gar nichts tun. Was ja auch geschah. Dass die Siedlungen (in ihren Grenzen) erweitert werden, kann kein Grund für die PA sein, nicht zu verhandeln.
    Bisher leben die israelischen Araber in beneidenswertem Wohlstand und sind Teil von Politik, Ministerien und diplomatischem Corps, so dass sie lieber in Israel leben (77%) als in PA-Gebieten oder anderen arab. Ländern. (Harvard-Studie)

    Der Wirtschaftsaufschwung in Westjordanland ist beachtlich, Sohn von Assad ist schon Milliardär, Bekannte von mir Millionäre. Der Stau hochkarätiger Autos in der Rush-hour nervend. Kontrollpunkte sind teilweise abgebaut, lediglich um heilige jüdische Stzätten in Nablus und Hebron sind strenge Kontrollen. Weil Palästinenser hier Juden nur begrenzt beten lassen. Das grenzt an Schikane.
    Im staatlichen PA-TV wird von 2011 berichtet, dass der Platz vor der Klagemauer vernichtet werden woll: VIDEO
    http://www.youtube.com/watch?v=Qkt_L7QHxiY&feature=player_embedded

    http://palwatch.org/main.aspx?fi=488&fld_id=492&doc_id=5487
    Text:
    Sie [die Israelis] wissen sicher, dass unsere [palästinensischen] Wurzeln tiefer als ihre falsche Geschichte. Wir, vom Balkon unseres Hauses, haben den Blick über unsere islamische Heiligkeit und die Sünde und den Schmutz (denn Juden beten an der Klagemauer) an einem Platz, das von arabischen Menschen und Häusern verwendet werden sollte. Wir zeichnen unsere neuen Karten. Wenn sie [die Israelis] verschwinden aus dem Bild, wie ein vergessenes Kapitel in den Seiten der Geschichte unserer Stadt, werden wir es neu zu bauen (Wohngebiet). Das Mughrabi Quarter wird hier gebaut werden (auf der Klagemauer Plaza).“
    http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=5490

    In den Paläst. Gebieten läuft seit über 10 Jahren eine Kampagne, dass es NIE Juden in Palästina gab!!!
    So viel Verachtung für den einzigen wirklich heiligen Platz der Juden ist unfassbar und erinnert an dunkle, ganz dunkle Zeiten.

    • 5. März 2012 um 15:01 Uhr
    • Jana Suria
  6. 6.

    @ Jörg Lau

    „Weil es in Syrien brennt, braucht Israel keine verteidigbaren Grenzen?“

    Doch natürlich, aber die Frage: „zu wem ?“ ist auf einmal offen.

    „Weil Assad sein eigenes Volk umbringt, hat Israel kein demographisch/demokratisches Problem in den “Gebieten”?

    Doch sicherlich, nur eines – das sich in Wandlung befindet.

    „Ich verstehe nicht.“

    Vielleicht, weil Sie in: zu sehr „westfälisch geordneten“ Kategorien von Nationalstaatskriegen, bzw. Bürgerkriegen denken.

    Bei Jugoslawien sprach man nach einigem Nachdenken von Erbfolge- oder Nachfolgekriegen. Mit dem Balkan vergleichen übrigens immer mehr arabische Kommentatoren die Dynamik in der Levante.

    Syrien und der Libanon gehören der Vergangenheit an.

    Vor den Nachfolgekriegen kommen die Auflösungskriege.

    Es lohnt sich wirklich einmal bei Wikipedia durchzuklicken, was es dort alles; und zwar im 20. Jahrhundert, schon einmal gegeben hat:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alawitenstaat

    Vilayet_Syrien Vilayet_Beirut Staat_Hatay Drusenstaat …

    Ich breche hier mal ab; in den einzelnen Sprachen sind die Darstellungen übrigens z.Tl. stark voneinander abweichend.

    Jordanien … Die armen

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Haschimiten

    sitzen in einem Provisorium.

    Mitten im Treibsandsturm sollte man nicht anfangen, eine Brücke zu planen; noch nicht mal einen Zaun sollte man im Sandsturm planen.

    Es wird viel Verwüstung geben, ferner: neue Staaten, bzw. Gebiete, die gerne Staaten wären; bzw. Staaten in Staaten, die keine mehr sind; Gebilde, die Aufbauhilfe (China/Türkei) und Schutz – gerade auch voreinander – benötigen werden.

    Wenn Sie so wollen: Die Fieberphantasie eines Tito-Hassers zu dessen Lebzeiten; oder halt: der Alptraum jedes Arabischen Nationalisten.

    Jeder, der das aufhalten könnte, hat keinen Bock dazu.

    Geld zum Krieg und Lieferanten gibt es genug.

    Jeder denkt am liebsten inklusivistisch, aber keiner möchte den anderen akzeptieren, wie er ist.

    Keiner kann einen Rückzieher machen.

    Jeder Kompromiß wäre satanisch und eine Schande für das Blut der (eigenen) Märtyrer.

    Jeder hat nur Märtyrer und keiner einen Begriff von Tragik.

    Neulich war in Israel Stalinistische pro-Assad-Veranstaltung von Israelischen Juden und Arabern. Durchblick ist keine Frage der Gene !

    hxxp://972mag.com/opposition-activists-must-choose-either-human-rights-or-assad/36672/

    Frieden mit Palästina zu schliessen ist ungefähr so leicht, wie belgisch, oder jugoslawisch als Fremdsprache zu lernen; oder afghanisch.

    • 5. März 2012 um 15:07 Uhr
    • Thomas Holm
  7. 7.

    @ Jana: „lediglich um heilige jüdische Stzätten in Nablus und Hebron sind strenge Kontrollen“ – sie belieben wohl zu scherzen? Schauen Sie sich mal die Karten bei Ocha an. Da sehen Sie, wie Ramallah komplett von Siedlungen umgeben ist. Die Annexion von Area C wird offen propagiert vom Regierungs-MKs.
    „Neue Karten“ sind auch in Israel im Gebrauch. Und sie finden auch unter radikalen Siedlern viele, die die palästinenische Bindung an das Land einfach bestreiten.

    • 5. März 2012 um 15:16 Uhr
    • Jörg Lau
  8. 8.

    @ JL

    am langen Arm verhungern zu lassen

    So nennt man das, wenn Jerusalem ein Siedlungsmoratorium beschließt, die PA trotzdem nicht verhandelt und sich vor den UN ausweint?

    Oder wenn sich Erekat weigert, den Verhandlungsraum zu betreten?

    Mr Erekat’s refusal to enter the negotiating room and hear what the Israelis had to say does not bode well for the Quartet’s attempts to get the two sides to resume full negotiations, and raises questions about just how serious the Palestinians are about getting a peace deal.

    http://blogs.telegraph.co.uk/news/concoughlin/100132355/the-palestinians-are-doing-their-best-to-derail-peace-talks-with-israel/

    • 5. März 2012 um 15:25 Uhr
    • Serious Black
    • 5. März 2012 um 15:38 Uhr
    • Jörg Lau
  9. 10.

    @ JL

    Israel demolishes third illegal outpost this week
    January 12, 2012

    http://www.jta.org/news/article/2012/01/12/3091157/israel-demolishes-third-illegal-outpost-this-week

    Annexion von Area C

    Starke Worte, die keiner ernst nimmt.

    Die Fatah beläßt es leider nicht bei bloßen Worten, sondern schießt auf Sderot:

    hxxp://www.nedal.net/ar/Byan.php?id=7281

    • 5. März 2012 um 15:59 Uhr
    • Serious Black
  10. 11.

    Wo soll das Problem sein, wenn jüdische Siedler in Palästina bauen und leben?
    In Israel leben ja auch 20% und mehr arab. Palästinenser in Israel und wollen da auch zu 77% (Harvard-Studie) nicht mehr weg. Netanjahu hat extra ein Infrastrukturprogramm für die vernachlässigten Siedlungen der Araber aufgelegt und ein Förderprogramm für Jobs (vorallem Führungskräfte) in öffentlichen Verwaltungen etc. aufgelegt. (Da ist D. noch sehr hinterher)

    Wenn aber die Paläst.-seite sich in Kriegs- und Djihadrhethorik ergeht, kriegen sie den Frieden nie. Was passierte am Tag, als Abbas vor der UNO stand und redete, das er Frieden will:Sein Fatahparteifunktionär Abbas Zaki sagte auf Al-Jazeera: „Wenn Israel sich aus Jerusalem zurückzieht, die 650.000 Siedler evakuiert und die Mauer demontiert – was wird von Israel zu werden? Es wird zu seinem Ende kommen!“
    http://www.memritv.org/clip/en/0/0/0/0/239/0/3130.htm

    Das erkannte schon Clinton:
    VIDEO: Bill Clinton slams Yasser Arafat for Rejecting Peace (Text aus seinen Memoiren)
    http://www.youtube.com/watch?v=MGWWOtGXTTU&feature=player_embedded#!

    • 5. März 2012 um 16:00 Uhr
    • Jana Suria
  11. 12.

    @ Jana, SB: Gut, lassen wir’s. Ich weiß auch nicht, wie ich auf die irre Idee gekommen bin, über dieses Thema zu diskutieren.

    • 5. März 2012 um 16:18 Uhr
    • Jörg Lau
  12. 13.

    @ jl, avz

    „die irre Idee gekommen bin, über dieses Thema zu diskutieren.“

    Teilaspekt:

    „Hamas ist im Aufwind“ …

    „Talal Okal, a Palestinian political analyst who lives in Gaza.. said Mr Meshaal now faced multiple challengers in Gaza on top of Mr Zahar, who also has criticised the break with Syria. Hamas’s prime minister in Gaza, Ismail Haniyeh, also is defying Mr Meshaal’s attempt to steer Hamas away from Syria and its revolutionary allies Iran and Hizbollah.“

    … bei allerdings gleichzeitiger Zerreißprobe.

    „Mr Meshaal, born in the West Bank, lacks a strong following in Gaza, analysts say. Competitors may also smell weakness now that he has lost financial support from Iran“

    Der Ganze Aufwind steht zum Verkauf und zur Neuernennung eines Managements.

    http://www.thenational.ae/news/world/middle-east/most-serious-division-in-hamas-history-tests-meshaals-acumen

    Fatah gem. Haaretz: Nichts neues halt

    „According to the Israeli document, which Haaretz has obtained, Israel’s sole condition before final-status talks start is Palestinian recognition of Israel as the Jewish people’s state. Abbas has rejected this demand several times.“

    Sehr originell:

    „“We said we could similarly open the discussion to include the ‚disputed territory‘ of Jaffa and Haifa along with the ‚disputed territory‘ of the West Bank,“ he said. …

    What the Israelis did was to present a list of parameters that look more like a plan to consolidate the current reality of Bantustans than ending the Israeli occupation,“ he said.“

    Dann eben nicht.

    „Abbas wird noch als ein Schatten der Ben Alis und Mubaraks enden“ …

    Oder erst noch als Büttel von Assad

    … „wenn er nicht aufpasst“

    Wenigstens das hat sich Meshaal wohl erspart.

    Jetzt sitzt dieer zwischen allen Stühlen; nicht mehr so recht militanzfähig und als interner Reformversucher bei Apparatschiks verhaßt und Katar droht mit Geld:

    „“Qatar has money to fund those who fall in line with its position, which bodes well for Meshaal,“ Mr Shihade said.“

    Aber Rochaden können gefährlich sein:

    hxxp://www.haaretz.com/print-edition/news/israeli-french-film-to-poke-fun-at-assassination-of-senior-hamas-official-1.416488

    Die Israelis sollen es darin nicht gewesen sein !

    • 5. März 2012 um 16:34 Uhr
    • Thomas Holm
  13. 14.

    @ TH

    Ist der Erekat nicht damals wegen der Palileaks-Geschichte zurückgetreten?

    • 5. März 2012 um 17:16 Uhr
    • Serious Black
  14. 15.

    @ SB

    „Erekat must have become more Zionist than Zionist.“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Palestine_Papers

    „He resigned from his post as chief negotiator on 12 February 2011 citing the release of the Palestine Papers“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Saeb_Erekat

    Darauf was zur Entspannung:

    Wolfgang Niedecken & Werner Schmidtbauer – Verdamp lang her 2011

    http://www.youtube.com/watch?v=4k3WbuPgRs4

    • 5. März 2012 um 17:33 Uhr
    • Thomas Holm
  15. 16.

    @ SB

    PNA und Syrien:

    „A preliminary date for all-Palestinian elections has been estimated to be May 2012, though regional circumstances of the Arab Spring, and especially the crisis in Syria, threaten to distabilize Hamas and hence postpone the date.“

    Die Wahlen hätten sie ja mit Assads Referendum zusammenlegen können …

    http://en.wikipedia.org/wiki/Palestinian_National_Authority

    „By 1996, the PA security forces were estimated to include anywhere from 40,000 to 80,000 recruits“

    Wer bestimmt eigentlich, in welche Richtung die in Sachen Assad marschieren ? Die könnten eigentlich auch auf die Idee kommen, ihre Leute in Syrien zu schützen; nur vor wem: vor Katar und Al Kaida, oder vor Assad und dem Iran ?

    „Syria has 10 official camps with 119,776 refugees.“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Palestine_refugee_camps#Syria

    Ferner gibt es wohl noch unintegrierte PLA-Splitter in Syrien !

    „Recently, with the establishment of the Palestine National Authority (PNA), important parts of those brigades in Egypt and Jordan were absorbed into the PNA security forces. It is reported that approximately 4,500 PLA members remain in Syria.“

    hxxp://www.globalsecurity.org/military/world/para/pla.htm

    „Michael Broning, Israel-based director of the German Friedrich-Ebert-Stiftung foundation, agrees. “Meshaal has come to represent a force of change,” he states, while Gaza Prime Minister Ismail Haniyeh “represents the conservative wing of Gaza’s Hamas leadership.”…

    Indeed, the line separating principles and politics can at times be a very fine one.“

    Eine Drohung, ein Todesurteil ?

    Nach jedenfalls machen die Israelis einen Film über soetwas.

    Ach so; Quelle:

    hxxp://tehrantimes.com/opinion/95996-between-politics-and-principles-hamas-perilous-maneuvers-

    • 5. März 2012 um 18:21 Uhr
    • Thomas Holm
  16. 17.

    @ TH #15

    Das war dann wohl der Rücktritt vom Rücktritt.

    Zumindest ist so ein dreistes Manöver von Hr. Wulff nicht zu erwarten.

    #16

    Die Verschiebung des Wahltermins an den internen Problememn der Hamas festzumachen, erscheint mir als arg durchsichtig.

    Schließlich wirft man sich gegenseitig immer noch die fortlaufende Verhaftung politischer Gegner vor. Wären tatsächlich im Mai Wahlen, würden Fatah und Hamas am Tag drauf wieder alte Traditionen* aufleben lassen.

    * wie z.B. Leute von hohen Dächern werfen und andere Liebenswürdigkeiten

    • 5. März 2012 um 19:11 Uhr
    • Serious Black
  17. 18.

    @ Jana Suria
    „Netanjahu hat extra ein Infrastrukturprogramm für die vernachlässigten Siedlungen der Araber aufgelegt.“
    Gut, dass sich jemand kümmert. Und sei es der Bock als Gärtner.

    • 5. März 2012 um 21:22 Uhr
    • Fälscher
  18. 19.

    Ich freue mich über jede Niederlagen der Gutis, egal auf welchem politischen Feld!!

    Afghanistan, arabischer Frühling, Russland Wahl, Syrien, Integration(D). Islam-Debatte.

    • 6. März 2012 um 09:39 Uhr
    • cem.gülay
  19. 20.

    Freunde, die zum Selbstmord aufrufen, mochte amn eigentlichn nicht haben.

    @ SB

    Das sind Fakten!

    @ JL

    die irre Idee gekommen bin, über dieses Thema zu diskutieren.

    Das nennt man, glaube ich, Reflexe.

    • 6. März 2012 um 10:07 Uhr
    • marriex
  20. 21.

    @ CG

    Ich freue mich über jede Niederlagen der Gutis, egal auf welchem politischen Feld!!

    Sie sind ja noch reaktionärer als ich!

    • 6. März 2012 um 10:08 Uhr
    • marriex
  21. 22.

    @ JL

    Was sagen Sie eigentlich zu diesem Statement Abu Mazens in Doha:

    The Prime Minister’s Office on Sunday blasted Palestinian President Mahmoud Abbas for his declaration that Jerusalem has always been and will remain an Arab city.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4195119,00.html

    Wie paßt das ins Bild vom angeblich verhinderten‘ Mann des Friedens’?

    Hätte Bibi sowas verlautbaren lassen, würden so einige Journalisten schäumen.

    Es ist mir ziemlich egal, was Sie von Netanjahu oder Abu Mazen halten, aber wenn Sie zweierlei Maß anlegen, bekommen Sie von mir Widerspruch.

    • 6. März 2012 um 10:36 Uhr
    • Serious Black
  22. 23.

    @ SB: Wie könnte man bestreiten, dass Jerusalem (auch) eine arabische Stadt ist?
    Natürlich war Jerusalem „immer“ – seit den frühesten Zeiten des Islams – eine zentrale Stadt für muslimische Araber (erste Qibla, al-Isra).

    • 6. März 2012 um 11:17 Uhr
    • Jörg Lau
  23. 24.

    Es gehört zu den Ritualen des Antisemitismus, dass seine Subjekte, sobald man sie mit beiden Armen bis zu den Ellbogen im Mustopf ihrer Aufwallungen erwischt, sofort anfangen, ihre „jüdischen Freunde“ aufzuzählen. Eine Verteidigungsstrategie, wie sie idiotischer nicht sein könnte, geradezu ein Beweis, dass der Vorwurf berechtigt ist. Erstens haben sie ihre Umwelt bereits in Juden und Nichtjuden eingeteilt, was eine Lieblingsbeschäftigung der Antisemiten ist, zweitens übersehen sie, dass auch Juden Antisemiten sein können, wofür die Geschichte und die Literatur genügend Beispiele bieten: von Karl Marx bis Otto Weininger früher, von Norman Finkelstein bis Gerard Menuhin heute. Ihre öffentliche Existenz verdanken sie vor allem dem Umstand, dass sie jüdische Antisemiten sind, wogegen im Prinzip nichts zu sagen ist – denn der Antisemitismus ist eine Krankheit, die jeden befallen kann, unabhängig von sozialer Herkunft, Bildungsstand, nationaler, religiöser oder ethnischer Zugehörigkeit.

    http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13901851/Die-Endloesung-der-Israel-Frage.html

    • 6. März 2012 um 11:44 Uhr
    • marriex
  24. 25.

    @ JL

    das (auch) interpretieren Sie hinein. Es steht nicht drin.

    Hier die Rede:
    http://www.palpress.co.uk/arabic/?action=detail&id=39720

    Da stehen viele unschöne Sachen drin, wohl wiessend, daß kein westlicher Journalist überprüft, was auf arabische gesagt wird.

    1. er unterstellt Israel den christlichen und arabischen Charakter der Stadt auslöschen zu wollen.

    2. er unterstellt, daß Israel die Al-Aqsa-Moschee zerstören wolle, um auf deren Ruinen einen Tempel zu errichten.

    3. er bestreitet, daß es Beweise der jüdischen Geschichte von Jerusalem gibt

    4. er unterstellt Israel beispielsweise die ethnische Säuberung Jerusalems [nach 1967] um Araber zu einer Minderheit zu machen. Dabei stellen Juden seit Mitte des 19. Jhds. in Jerusalem die Bevölkerungsmehrheit.

    In fast hundert Jahren hat sich die arabische Position in fundamentalen Punkten nicht geändert.

    Was wiederum beweist, daß die Siedlungen nicht die Ursache des Konflikts sind (Aber den Palästinensern eine gute Ausrede bieten).

    • 6. März 2012 um 12:07 Uhr
    • Serious Black
  25. 26.

    @ SB

    Dabei stellen Juden seitbis Mitte des 19. Jhds. in Jerusalem die Bevölkerungsmehrheit.

    • 6. März 2012 um 12:08 Uhr
    • marriex
  26. 27.

    @ Jörg Lau

    Jerusalem „eine zentrale Stadt für muslimische Araber“

    Mit dem Nexus der „muslimischen Araber“ wird der Anspruch künstlich-wuchtig, quasi „sakral-nationalistisch“ (was in sich ja ein No-no ist).

    Insofern Jerusalem eine Stadt von Bedeutung für die Muslime ist:
    ist Jerusalem das weltweit für die Muslime, so: wie Jerusalem weltweit für die Christen von Bedeutung ist.

    Für Muslime aus Malaysia nicht weniger, als für Muslime aus dem Libanon.

    Zum Thema „Araber“ hier mal eine Stimme der Damaszener Propaganda:

    „The levantine phoenician Syrians“ who some people would call „the Arabs, but the only real Arabs are the Gulf-Arabs“ …

    3.45-4.10

    http://www.youtube.com/watch?v=jQMZcFhk2xQ

    Der Interviewer ist entschieden dubioser, als die Interviewte; die junge Dame verwendet ein Markenzeichen der offiziösen Damaszener Regimeperspektive, die gleichwohl für die ethnischen Identitätsproblematiken nicht ganz unrepräsentativ sein dürfte.

    Das Palästina-Narrativ beißt sich mit dem Syrischen Narrativ, welches älter ist; und dieses weist eine gemeinsame Zugehörigkeit zu „Arabern“ zurück.

    Eine weitere (sunnitische) Stimme zum Thema: „Araber und Islam“ von immerhin: Putins Mann für die geburtenstarken Muslime des Vorkaukasus; erstaunlich Kritisches über – eigentlich wirklich: Golf-Araber – aber formuliert über „Araber im allgemeinen“ sozusagen:

    „Ich sage es euch unter den Arabern sind 20% der Bevölkerung Christen …Wie kann man nur den Arabern folgen??? … Wir sind reine/ aufrichtige Muslime. Die Araber haben die Gefährten des Propheten getötet, Alle Araber haben gegen sie gekämpft. Aber wenn Araber zu uns kommen, alle wollen ihnen folgen und für sie sterben. Wie kann man nur für die Araber sterben wollen?“

    Soweit Ramzan Kadyrow; mit dem hat die Quelle natürlich ein Problem.

    hxxp://www.ahlu-sunnah.com/threads/26939-Kaukasus-News/page13

    Eine sicherlich umstrittene, aber gleichwohl nicht irrelevante Sicht der ethno-sakralen Verhältnisse im Islam, die eine – wie wir sehen – durchaus belastbare Parallele zu der Damaszener Sicht auf „die Araber“ aufweist.

    Bei einigen gut motivierten Anti-Wahabiten scheint sich eine Art anti-Arabisches Ressentiment entwickelt zu haben – oder wiederbelebt worden zu sein.

    Das „Thema Palästina“ war auch ein Dreh, um sich und andere darüber hinwegzutäuschen. Werden Sie der erste deutsche Qualitätsjournalist, der das durchschaut !

    • 6. März 2012 um 12:50 Uhr
    • Thomas Holm
  27. 28.

    @ MR

    1844: 7.120 Juden, 5.000 Muslime, 3.390 Christen

    John Oesterreicher and Anne Sinai, eds., Jerusalem, (NY: John Day, 1974), p. 1; Israel Central Bureau of Statistics; Jerusalem Foundation; Municipality of Jerusalem; JTA, (May 20, 2009). Totals include those classified as “other.”

    Aktuelle Zahlen (2009):
    http://www.jta.org/news/article/2009/05/20/1005289/jerusalems-population-increased-by-18-in-2008

    • 6. März 2012 um 13:13 Uhr
    • Serious Black
  28. 29.

    @ SB

    Sag ich doch.

    • 6. März 2012 um 13:45 Uhr
    • marriex
  29. 30.

    @marriex
    Also bei diesem primitiven Müll von Broder, den sie hier verlinkt haben, wird mir übel.
    Broder spricht davon, dass Judenhasser Finkelstein als Alibijude nutzen. Warum erwähnt er dann nicht, dass Islamhasser unglaublich gerne Necla Kelek oder andere als Kronzeugen verwenden, wo ist denn da nun der große Unterschied.
    Na ja, von Broder erwarte ich nichts anderes. Das er jahrelang das Aushängeschild für SPON war, spricht nicht gerade für guten Stil.

    • 7. März 2012 um 01:15 Uhr
    • Myra,das Kräuterweib
  30. 31.

    @ MK

    Also bei diesem primitiven Müll von Broder, den sie hier verlinkt haben, wird mir übel.

    Das ist auch gut so.

    • 7. März 2012 um 08:39 Uhr
    • marriex
    • 7. März 2012 um 12:54 Uhr
    • Serious Black
  31. 33.

    @ SB

    Ich habe eine Quelle für die aktuellen Plakatlosungen des Tages gefunden; das meiste nur arabisch, unübersetzt; Ausnahme:

    „Do Not Delete the Martyrs‘ Numbers From Your Cell-phones, They Will Call to Ask What Have You Accomplished of Your Demands“

    http://www.photoblog.com/Lccsyria/2012/03/06/march-6th-2012.html

    Gibt das etwas her, über das hinaus, was man sonst so erfährt ?

    • 7. März 2012 um 14:32 Uhr
    • Thomas Holm
  32. 34.

    @ TH

    Sorry, auto-translate ist mein Freund.

    MR kann sicher weiterhelfen.

    • 7. März 2012 um 14:41 Uhr
    • Serious Black
  33. 35.

    Ehrenmorde:

    Indeed, while honor killings are associated with Muslims and often – but incorrectly – regarded as an Islamic practice, Sarah’s family is Christian.

    […]

    “Why do we talk so much about the honor of women in today’s Egypt,” asks Sarah. “But we continue to turn away when our girls are murdered?”

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=260660

    • 7. März 2012 um 16:17 Uhr
    • Serious Black
  34. 36.

    @ SB

    Alles mögliche

    „Die Verfassung verlangt, dass der Präsident Muslim ist, ist Baschar ein Muslim wenn er Moscheen zerstört und Koranexemplare vernichtet“

    „Das syrische Vil verlangt die Bewaffnung der Freien Armee“

    „Es gibt sieben Weltwunder, das achte ist der Mut des Volks von Homs“

    „Baschar die Stunde der Vergeltung naht, sei bereit!“

    • 7. März 2012 um 16:55 Uhr
    • marriex
  35. 37.

    Pakistan stolz wie Oskar über Doku-Award zu Säureattentaten auf Frauen

    Pakistan’s ‚Saving Face‘ wins Oscar – Interview mit:

    Sharmeen Obaid-Chinoy the Pakistani director who won an Academy Award for best documentary

    http://www.youtube.com/watch?v=in1K68xeZK4

    Von Protesten – etwa wegen der Fehlrepräsentation von Motivlagen – ist noch nichts bekannt. Allerdings gelten die Opfer, die ausgesagt haben, als akut gefährdet.

    „For all the international accolades and recognition Pakistan`s Oscar-winning documentary ‘Saving Face’ is receiving, its directors „worry“ about the safety of the women who have shared their ordeal in the movie.“

    hxxp://zeenews.india.com/entertainment/and-more/worry-for-safety-of-acid-attack-victims-in-docu-oscar-winner_107161.htm

    • 7. März 2012 um 17:23 Uhr
    • Thomas Holm
  36. 38.

    Pakistan stolz wie Oskar über Doku-Award zu Säureattentaten auf Frauen II

    Zu früh gefreut; die ersten Enthauptungsforderungen … 1.50

    http://www.youtube.com/watch?v=4D0ADcXZv8c

    • 7. März 2012 um 17:56 Uhr
    • Thomas Holm
  37. 39.

    Warum Israel ein Ende der Besatzung braucht

    Obwohl anders gemeint, eine Antwort: Weil nach Ausschaffung der Palastaraber nach Transjordanien endlich Ruhe wäre!

    • 7. März 2012 um 18:15 Uhr
    • an.nakba2.0
  38. 40.

    Hassan Nasrallah „In Homs ist nichts und die Medien Lügen“

    Stellungnahme von 0.15 bis 1.10 (übersetzt von Salafitens)

    http://www.youtube.com/watch?v=kZMVpY-YQSQ

    • 7. März 2012 um 18:20 Uhr
    • Thomas Holm
  39. 41.

    Syria “ready to cooperate” with Chinese initiative

    Hört, hört ..

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=373334

    • 7. März 2012 um 19:05 Uhr
    • Thomas Holm
  40. 42.

    @ MR #36

    Danke!

    • 7. März 2012 um 22:21 Uhr
    • Serious Black
  41. 43.

    Gaza geht das Gas aus – weil Hamas Geld braucht:

    Guy Inbar, a spokesman for the Israeli military’s civilian administration, said the Hamas government in Gaza was refusing to accept the full amount of fuel Israel is willing to send.

    Inbar said he was aware that the shortages were causing problems in Gaza. „We spoke with senior (Palestinian Authority) people“ about increasing the gas shipments. „It all depends on Hamas,“ he said.

    hxxp://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=466046

    Hamas faces growing discontent in its Gaza stronghold because of renewed tax hikes and the mismanagement of a power crisis that has led to lengthy blackouts across the enclave.

    Traders who import goods from Israel and the West Bank say Hamas authorities have introduced additional fees beyond the usual tax they collect, putting their businesses at risk and threatening the livelihoods of thousands of workers.

    Hamas says the increase in levies is meant to protect homegrown products. But local analysts believe the group has been forced to tighten the fiscal screws at home because of a drop in funding from foreign allies, notably Iran.

    Whatever the reason, many Gazans are fuming. A power crisis, sparked by a restriction on fuel smuggled into the Palestinian territory from Egypt, has only added to a widespread sense of discontent amongst the 1.7 million-strong population.

    http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=466045

    Hamas konnte auf geschmuggelten Sprit aus Ägypten hohe Zusatzsteuern erheben. Da Ägypten aber den Schmuggel unterbindet, fehlen Einnahmen.

    Eine Lieferung über Israel ist nicht gewünscht, da dort die PA schon Steuern erhebt.

    Der ägyptische Grenzübergang Rafah ist nur für Personenverkehr ausgelegt, Diesel und Gas können dort nicht importiert werden. Bis die Infrastruktur soweit ist, müssen die Bewohner Gazas im Dunkeln sitzen.

    • 8. März 2012 um 15:28 Uhr
    • Serious Black
  42. Kommentar zum Thema

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