Ein Blog über Religion und Politik

Deutschland, Israel, Staatsräson?

Von 12. April 2012 um 11:49 Uhr

Mein Text aus der ZEIT-Titelgeschichte von heute, S.4: 

Fast genau vier Jahre steht er jetzt da, dieser Satz, den die Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. März 2008 vor der Knesset aussprach – der Satz von der »besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels«, die »Teil der Staatsräson meines Landes geworden« sei.
Dass ein SPD-Mann das Copyright besitzt, ist vergessen. Rudolf Dressler, in schlimmsten Terrorzeiten Botschafter in Israel, bilanzierte 2005 seine Amtszeit: »Die gesicherte Existenz Israels liegt im nationalen Interesse Deutschlands, ist somit Teil unserer Staatsräson.« Merkel aber rückte die »deutsche Staatsräson« erstmals in den Zusammenhang mit Irans Drohung. Damit begann etwas Neues.
Merkels Bekenntnis stand gegen einen israelkritischen Mainstream in Lande, den alle Umfragen erweisen. Dennoch erlangte es überparteilichen Stellenwert als eine Art allgemein akzeptierte, aber beschwiegene Merkel-Doktrin. Die Frage, was daraus folgte, wurde gemieden. Das geht so nicht mehr, jetzt, wo ein Krieg droht.
Es gibt Sätze, die schauen um so fremder zurück, je näher man an sie herantritt. Dies ist so einer: Israels Sicherheit, hatte die Kanzlerin in Jerusalem gesagt, sei für sie »niemals verhandelbar«, darum dürften dies auch »in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben«. Was also folgt daraus?
Wer sich in Berlin umhört, trifft auf das verbreitete Gefühl, dass die »Stunde der Bewährung« näher rückt. Im Wochentakt kommen Politiker und Diplomaten aus Jerusalem nach Berlin, um den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Die Frage, ob »Deutschland sich von Israel in einen Krieg ziehen« lässt, geistert durch Blogposts und Kommentare. Günter Grass hat sie auf den Tisch gelegt, wie ein ungezogenes Kind, das ausspricht, was die Erwachsenen beim Abendbrot anzusprechen verbieten.

Unter Politikern und Diplomaten ist ein retrospektives Händeringen zu beobachten. Tenor: War es denn wirklich nötig, es so zu sagen wie Merkel in der Knesset? Zwar wurde Israel damals noch von dem netten Herrn Olmert und der freundlichen Frau Livni regiert – aber deren bärbeißige Nachfolger Netanjahu und Lieberman haben Israels Iranstrategie nicht grundlegend verändert, und der unerbittliche Ehud Barak war auch damals schon Verteidigungsminister. Selbst wenn Merkel nicht so weit gegangen wäre: Die Frage, was Deutschland für Israels Sicherheit tun kann und will, würde sich stellen, Staatsräson hin oder her.
Was also tun, um die »gesicherte Existenz Israels« zu gewährleisten? Die Bundesregierung hat drei Handlungsmöglichkeiten. Sie kann härtesten Druck auf Iran ausüben, um eine diplomatische Lösung des Atomkonflikts zu befördern. Das geschieht bereits – und demnächst noch kraftvoller, wenn ab Juli Ölsanktionen gegen Iran greifen. Sie kann Israel – mehr oder weniger offen – von einer Militäraktion abraten und zugleich sein Abschreckungspotenzial aufbauen helfen. Auch dies geschieht bereits. Sie kann drittens drängen, dass Israels Sicherheit ohne Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt von niemandem garantiert werden kann, auch nicht von der deutschen Staatsräson. Das geschieht leider kaum noch, aus Feigheit vor dem Freund.

Diplomatischer Druck sowohl gegen Iran als auch für eine Zweistaatenlösung gehören zusammen: Es gilt, den Iranern das Palästina-Thema zu entwinden, und die Palästinenser nicht zu Geiseln eines Irankonflikts zu machen. Angela Merkel hätte hier mehr Spielraum, wenn sie wollte.

Das Kennzeichen ihrer Israel-Politik ist mehr Nähe und mehr Freiheit zugleich. Leicht ist es nicht in Zeiten, in denen Planspiele für einen israelischen Angriff auf die Atomanlagen des Irans die Zeitungen füllen. Aber der Verteidigungsminister hat vorgemacht, wie man unter Druck Flagge zeigt. Nach seinem Gespräch mit dem israelischen Kollegen Ehud Barak vorletzte Woche in Berlin sagte Thomas de Maizière, er empfehle »dringend rhetorisch und auch in der Sache Zurückhaltung«. Eine militärische Eskalation brächte »nicht kalkulierbare Risiken für Israel, für die Region und auch für andere«. Mehr geht kaum ohne Affront.
Steht die Warnung nicht im Widerspruch zum eigentlichen Grund für Baraks Berlinbesuch, der Ratifizierung eines lange verschobenen U-Boot-Abkommens? Günter Grass hatte sich davon zu seinem Gedicht animieren lassen. Dass der jüdische Staat mit Hilfe einer deutschen Waffe einen Völkermord an den Iranern plane und Deutsche daran mitschuldig werden, ist der Glutkern von Grass‹ Anklage.
Sechs Boote wird Israel von Deutschland insgesamt erhalten. Drei tun schon seit einem guten Jahrzehnt ihren Dienst, zwei weitere werden derzeit gefertigt, und eines ist in diesem Jahr lieferbereit. Die Deutschen drohten »Zulieferer eines Verbrechens« zu werden, mahnt der Dichter.
Das stellt den Sinn der U-Boot-Deals mit Israel auf den Kopf: Die ersten Verträge gehen auf Helmut Kohl zurück. Israel wurde 1991 von Saddam Hussein mit Scud-Raketen beschossen. Das irakische Chemiewaffenarsenal war mit deutscher Hilfe aufgebaut worden. Deutsche Firmen, hatte sich herausgestellt, hatten Israels Todfeinde mit aufgerüstet. Darum half man Israel mit Gasmasken – aber eben auch bei der Abschreckung durch U-Boote. Mit »Wiedergutmachung« für NS-Verbrechen, wie Grass ziemlich perfide insinuiert, hat das nichts zu tun. Es sei denn, man betrachtet es als Wiedergutmachung, dass Deutschland Israel hilft, sich gegen Vernichtungsdrohungen zu wappnen. Israel ist in der schnöden Klarheit der Militärsprache ein »one-bomb-country«: auslöschbar mit einer Bombe.

Deutsche U-Boote gewährleisten, was Strategen »Zweitschlagfähigkeit« nennen – die Möglichkeit, einen Gegner selbst nach einem vernichtendem Angriff noch zu treffen. Gerhard Schröder sagte 2002: »Israel bekommt das, was es zur Aufrechterhaltung seiner Sicherheit braucht, und es bekommt es dann, wenn es gebraucht wird.« Auch Angela Merkel handelt nach dieser Maxime. Israels Zweitschlagfähigkeit ist Teil seiner Abschreckung. Die deutschen Boote wären nicht geeignet, das iranische Atomprogramm (oder gar das gesamte Volk, wie Grass insinuiert) auszulöschen. Es handelt sich um strategische Waffen, die Israels Feinden den Preis einer Aggression deutlich machen und damit die Sicherheit in Tel Aviv und Jerusalem erhöhen. Sie machen es Israel leichter, aus einer Position der Stärke Verhandlungen abzuwarten.
Als Abschreckungswaffen folgen sie einer Rationalität, die einer künftigen Konfliktlösung nutzen kann: Wer mit Waffen wie diesen droht, unterstellt einen berechenbaren Gegner, dem an Machtentfaltung und Selbsterhaltung mehr liegt als an dem ideologischen Ziel, »Israel aus den Annalen der Geschichte zu tilgen« (Ahmadinedschad). Bei einem solchen Gegner könnte man, wenn Verhandlungen scheitern, auf Eindämmung setzen. Das Problem: Niemand will davon vor dem Beginn neuer Verhandlungen reden. Aber es steckt eine gute Nachricht in der U-Boot-Lieferung: Der Kern für ein Containment Irans, das offiziell noch für undenkbar gilt.
Einstweilen aber liegt das fern, und scheiternde Diplomatie könnte darum zur Eskalation führen. Ab diesem Freitag wird in Istanbul noch einmal verhandelt, um das iranische Atomwaffenprogramm zu stoppen. Stellt der Iran sich stur oder bietet nur allgemeine Debatten über die Weltlage an wie vor einem Jahr, würde es ernst, denn Sanktionsmöglichkeiten sind ausgereizt.

Für die Beteiligten heißt das im Umkehrschluss: Sie müssen scharf genug verhandeln, um beim Iran eine Verhaltensänderung zu mehr Transparenz zu bewirken.Wenn das Ganze aber auf eine öffentliche Demütigung Irans herausliefe, könnte eine Logik greifen, nach der Teheran sich zurückziehen muss: Denn auch dort sind im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen, und niemand kann es sich leisten, gegenüber den »Mächten der Arroganz« nachgiebig zu sein.
Wenn die Rede von der deutscher Verantwortung für Israels Sicherheit keine leere Phrase werden soll, muss Deutschland härter gegenüber Iran auftreten, Israel Alternativen zum Krieg aufzeigen und den sanften Tod der Zweistaatenlösung verhindern, der durch Siedlungsbau und Verschleppungstaktik im Friedensprozess droht. All das ist Teil der Staatsräson.
Kein Kanzler hatte je so viel Freiraum wie Angela Merkel im Umgang mit Israel. Sie hat ihn sich erarbeitet, nun muss sie ihn nutzen. Seit ihrer Knesset-Rede ist sie über jeden Zweifel erhaben. Zugleich ist sie stark wie noch nie in Europa. Für Israel hat sie auch dort viel getan. Sie hat mit der Faust in der Tasche gegen die Aufnahme der Palästinenser in die Uno gestimmt, obwohl sie Netanjahus Siedlungspolitk völkerrechtswidrig und selbstzerstörerisch findet. Sie hat die europäischen Freunde gebremst, die Israel härter zur Rechenschaft ziehen wollen. Man wolle den hohen Kredit bei Israel nicht verspielen, hieß es immer wieder: Wer weiß, wann man ihn noch braucht.

Es scheint, der Tag ist nah.

Kategorien: Iran, Israel
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Lau

    Guter Kommentar. Allmählich arbeiten wir uns ja an den Kern des Problems heran. Grass, das ungezogene Kind, hat nun auch genügend Prügel bezogen, denke ich. Er sollte sich jetzt mit dem Scherzkeks im Amt des israelischen Innenministers treffen. Jetzt müssen wirklich die Erwachsenen reden … . Allerdings sollte man eines nicht glauben. In den offiziellen Verhandlungen wird nichts herauskommen. Es werden nur informelle Vereinbarungen möglich sein, wo beide Seiten deutlich machen, dass sie Grenzen akzeptieren – und man sich auch darauf verlassen kann. Es gibt historische Vorbilder: Mauerbau, Kuba-Krise. Man wird dann übrigens auch sehen, ob wir es im Iran und in Israel mit Erwachsenen zu tun haben. Wenn nicht, haben beide Seiten ein Problem. Ich war noch nie der Meinung, dass Kinder mit Jagdbombern und Atomwaffen hantieren sollten. Allerdings weiß ich auch nicht, wie man denen im Ernstfall das Spielzeug wegnehmen kann … .

    • 12. April 2012 um 12:35 Uhr
    • f.luebberding
  2. 2.

    Völlig richtig! Gerade wenn man unter allen Umständen auf Israels Seite steht, wenn seine Sicherheit, seine Existenz, bedroht sind – darf, kann und muss man umso dringender Israels Annexionspolitik ansprechen. Möglich, dass Frieden mit den Palästinensern in absehbarer Zeit nicht erreichbar ist (weil keine palästinensische Autorität willens und in der Lage ist, Extremisten aus den eigenen Reihen zu stoppen). Aber das darf kein Vorwand sein, die israelischen Besatzersiedlungen im Westjordanland auch nur um ein Haus weiter auszubauen.
    Allerdings würde ich mich als Israeli schon fragen, was die deutsche Hilfsbereitschaft im Ernstfall wert ist. Nicht die, Geld auszugeben, die hat Deutschland hinreichend bewiesen. Nein die, notfalls Blut zu vergiessen, sollte Israel ernsthaft bedroht sein. Angesichts des deutschen Bequemlichkeitspazifismus würde ich darauf keine 10 Cent wetten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 12. April 2012 um 12:37 Uhr
    • ThorHa
  3. 3.

    @ Jörg Lau

    „Aber es steckt eine gute Nachricht in der U-Boot-Lieferung:
    Der Kern für ein Containment Irans, das offiziell noch für undenkbar gilt.“

    Ist gemeint:

    1. Ein Containment eines Irans mit Atomwaffen, oder:

    2. die Eindämmung jedes Iranischen Bestrebens, sich Atomwaffen zu beschaffen ?

    Es bis zur Erfüllung der Voraussetzung von Punkt Eins kommen zu lassen, wird Israel nicht mitmachen; aus eigenem Interesse nicht und zusätzlich: flankiert von den Beschwörungen der Golfaraber nicht.

    Selbst für die Türkei wäre die Hinnahme einer Iranischen Atombewaffnung – unter dem Hinweis auf eine solide Israelische Zweitschlagskapazität womöglich* – nicht akzeptabel. Was für Israel die Hisbollah ist, ist für die Türkei die PKK.

    *vorgetragen in Ankara wäre das Argument reif für einen Satirepreis

    „einen berechenbaren Gegner, dem an Machtentfaltung und Selbsterhaltung mehr liegt als an dem ideologischen Ziel“

    Entschuldigung, aber: Der Kommunismus hatte zwar einen „Jüngsten Tag“; aber ideologisch vorgesehen war nicht so etwas, wie dass die Kapitalisten sich in Affen und Schweine verwandeln und dann von den Bäumen verraten werden, hinter denen sie sich zu verstecken trachten würden.

    Man müßte schon soweit gehen, Muslimischen Machteliten ihre Tatsächliche Glaubensgewißheit an die eschatologischen Dimensionen ihrer Glaubenslehre zu bestreiten.

    Takfir auf Teheran machen; für den Frieden ?

    Das würde doch etwas zu weit gehen; auch bei aller strategischen
    Nähe der westlichen Interessen zum Wahabitischen House of Saud.

    Wenn man eine konkrete vernunftgeleitete Wirklichkeitsdeutung bei einem Gegenüber benötigt, dann sollte man das diesem Gegenüber auch öffentlich ins Gesicht sagen und dann mal die Antwort abwarten.

    Aber einfach zu unterstellen, dass das mit der Vernunft schon klargeht, ist etwas abenteuerlich; und wie könnte es anders sein:

    zuvorderst zulasten Israels; sodann auch noch anderer.

    • 12. April 2012 um 13:52 Uhr
    • Thomas Holm
  4. 4.

    Man müßte schon soweit gehen, Muslimischen Machteliten ihre Tatsächliche Glaubensgewißheit an die eschatologischen Dimensionen ihrer Glaubenslehre zu bestreiten.

    Religion ist das Opium, das die Mächtigen den Proletariern verabreichen – aber ein Dealer mit einem Rest Selbstachtung schluckt doch seinen eigenen Stoff nicht*. Der Kommunismus als Wirtschaftsform mag tot sein, aber was die politische Analyse angeht, haben Marx und Lenin auch außerhalb strammlinker Kreise tiefe Spuren hinterlassen.

    *ihm das ins Gesicht zu sagen, ist allerdings aussichtslos, denn vor dem Stimmvieh wird er stets beteuern, dass er die größte Dosis von allen nimmt.

    • 12. April 2012 um 14:04 Uhr
    • Arjen van Zuider
  5. 5.

    Für Sie besteht deutsche Souveränität also in der Möglichkeit, mit klammheimlicher Freude zuschauen zu können, wie Achmadinedschad Israel von der Landkarte fegt, aus den Geschichtsbüchern tilgt oder wie auch immer man gewisse persische Metaphern übersetzen will. Sie Held.

    • 12. April 2012 um 14:16 Uhr
    • Arjen van Zuider
  6. 6.

    @ Jörg Lau – guter Kommentar, der der Mega-Komplexität der Situation gerecht wird bzw. gerecht zu werden versucht – Danke!

  7. 7.

    Nibelungentreue. Eine deutsche Spezialität.

    • 12. April 2012 um 14:22 Uhr
    • esprit de canaque
  8. 8.

    @ AvZ

    „Religion ist das Opium, das die Mächtigen den Proletariern verabreichen – aber ein Dealer mit einem Rest Selbstachtung schluckt doch seinen eigenen Stoff nicht“

    Mag sein; doch eine Politik zu machen, die nur dann einen Sinn macht, bzw. vertretbar ist, wenn die Machteliten vom Gegenüber ihre Massen in Wirklichkeit nur veräppeln, ist – gerade im Zeichen des allgemein postulierten Frühlingserwachens für Tansparenz und Verantwortlichkeit – ein bemerkenswerter Rückfall in ein Vertrauen auf das Gelingen von geheimdiplomatischen Machenschaften.

    Was etwas überdurchschnittlich problematisch ist, weil es prekär steht um den Frieden solcher Paläste und die Haltbarkeit solcher Politiken, eben wenn das ‚rauskommt.

    Eine „Mubarakisierung“ der Islamischen Republik Iran als erforderliche Voraussetzung dafür, mit Israelischen U-Booten die Iranische Bombe balancieren zu können …

    Selbstkorrektur mit etwas Schützenhilfe von aussen.

    Ihren Gesprächspartner von der verblichenen #5 hätte ich gerne noch gefragt, ob er wenigstens für seine Großmutter einen ordentlichen Preis ‚rausschlagen konnte, aber jetzt ist er weg und wir werden es wohl nie erfahren.

    @ Publicola

    „Mega-Komplexität “

    Glauben mächtige Gläubige auch das, was wir als Religion respektieren (sollen), oder glauben die das eigentlich gar nicht ? Das scheint hier der vertrackte Nexus des verhexten Komplexen zu sein.

    • 12. April 2012 um 15:03 Uhr
    • Thomas Holm
  9. 9.

    @Thomas Holm:
    Ich bin ja nur ein verdammter Realist. Und mir wäre erheblich wohler, wäre ich davon überzeugt, die religiösen Anführer würden ihre Religion selbst NICHT glauben. Leider nehme ich zur Zeit eher das Gegenteil an.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 12. April 2012 um 15:44 Uhr
    • ThorHa
  10. 10.

    Denn auch dort sind im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen, und niemand kann es sich leisten, gegenüber den »Mächten der Arroganz« nachgiebig zu sein.

    Er schtreibt tatsächlich „Wahlen“.

    • 12. April 2012 um 16:18 Uhr
    • MRiX
  11. 11.

    Deutschland hat es schwer!!!!

    Armes Deutschland, wenn ihr eine israelfreundliche Politik betreiben würdet (wie z.B. die USA), dann hättet ihr eure vielen moslemischen Bürger am Nacken, die euch die Leviten lesen würden und überall in eurem Land demonstrieren würden. Eventuell würde sogar eine höhere Terrorgefahr in Deutschland herrschen.
    So betrachtet, macht doch einfach weiter so, und rutscht vor der werdenden Atommacht Iran weiter auf euren Knien rum.

    • 12. April 2012 um 16:21 Uhr
    • claudi
  12. 12.

    @ Flake

    Warum geben sie sich eigentlich her diese belanglosen Artikel zu schreiben?

    Er muss zeigen, dass er den ZEIT-Schwurbel beherrscht.

    • 12. April 2012 um 16:26 Uhr
    • MRiX
  13. 13.

    @ ThorHa

    Macht und Glaube: Noch ‚ne Variante:

    „“SPIEGEL ONLINE: Kann es für die Assads mit diesem Selbstverständnis einen Ausweg ohne Gewalt geben?

    Yazbek: Nein. Sie sind bereit, bis zum Letzten zu gehen. Sie sind bereit, die Rolle des Teufels zu spielen: Sie lassen Bomben in Syrien explodieren und behaupten, das seien die Salafisten gewesen. Sie entlassen Verbrecher aus den Gefängnissen und lassen ihnen freie Hand. Sie versuchen, die Gesellschaft zu spalten und in den Menschen die Bestien zu wecken. Sie sind bereit, bis zum blutigen Ende zu gehen und das Land zu zerstören. Ich habe in der modernen Geschichte kein vergleichbar teuflisches Regime gesehen.“

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,826867,00.html

    Ich glaube, der Baschar ist auch schon mal als ein rationaler Akteur gefeiert worden; von seiner bezaubernden Gattin ganz zu schweigen; und jetzt sollen das quasi Realsatanisten sein. So schnell kann’s gehen.

    Ein recht – wie sagt man bewertungsfrei; und nicht zu aggressiv ? – volatiles Terrain vielleicht – das Feld von Macht und Glaube.

    Und wer soll zuerst ‚dran glauben ? Ich meine, dass das schon klappen wird, mit der Rationalität ?

    • 12. April 2012 um 16:34 Uhr
    • Thomas Holm
  14. 14.

    @ Claudi

    die Leviten lesen

    Wörtlich genommen, würden Islamisten dagegen Sturm laufen. 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Leviticus

    • 12. April 2012 um 16:36 Uhr
    • Serious Black
  15. 15.

    @ Flake – Wirklich erfreulich – Danke für den relevanten Hinweis!
    Es ist in der Tat sehr beruhigend, jemanden zu wissen, der im Besitz der Weltformel ist.

  16. 16.

    @ Fl

    V.a. ist das inhaltlich Schwachsinn, so lange die angestrebte Option „Einstaatenlösung judenfrei“ mehrheitsfähig ist. Aber mit der Realität hjat er’s noch nie gehabt.

    • 12. April 2012 um 16:48 Uhr
    • MRiX
  17. 17.

    @ JL

    Meinen Sie eine Verknüpfung des Iranproblems mit Palästina wäre irgendwie sinnvoll?

    Wenn ja, warum?

    • 12. April 2012 um 16:52 Uhr
    • Serious Black
  18. 18.

    Auflagentief? Weiß ich nichts von. Nur abonnieren viele die ZEIT um anzugebe, lesen sie dann aber nicht, weil zu langweilig. Aber rein wirtschaftlich ist das egal.

    • 12. April 2012 um 17:17 Uhr
    • MRiX
  19. 19.

    mehr als helmut schmidt muss man zum thema „israels sicherheit als staatsräson“ nicht sagen:

    Angela Merkel neige „aus dem Bewusstsein heraus, belastet zu sein mit der Verantwortung, dass sich so etwas wie der Genozid an den Juden niemals wiederholen darf, zu Übertreibungen“, sagte der frühere Bundeskanzler im „Zeitmagazin“. „Zum Beispiel dazu, die Sicherheit Israels als einen Teil der deutschen Staatsräson anzusehen“, meinte Schmidt.
    Für Israels Sicherheit mitverantwortlich zu sein, sei eine „gefühlsmäßig verständliche, aber törichte Auffassung, die sehr ernsthafte Konsequenzen haben könnte“, so Schmidt weiter. Wenn es beispielsweise zum Krieg zwischen Israel und Iran käme, „dann hätten nach dieser Auffassung die deutschen Soldaten mitzukämpfen.“
    Die Deutschen seien durch das Wissen um die Verbrechen während der Nazizeit nach wie vor belastet.
    Auschwitz und der Genozid an den Juden werden bei den Deutschen lange im Bewusstsein bleiben, so Schmidt. „Diese Tatsache belastet die Psyche der Deutschen und wird das weiterhin tun.“

    aber mrix wird uns sicher gerne erklären, dass schmidt antisemit ist. jeder ist offenbar antisemit, der israel wie einen ganz normalen staat behandelt sehen will, der rechte und pflichten hat. nur erstaunlich, dass mrix in der zwangsjacke noch tippen kann.

    • 12. April 2012 um 17:35 Uhr
    • koscher
  20. 20.

    @ SB: Die Verbindung des Iran- mit dem Palithema besteht schlicht. Es geht ja gerade darum, sie zu trennen. Teheran fördert „den Widerstand“, das bestreitet ja wohl niemand. Hisbollah und Hamas laufen eben auch auf einen Test zu, wenn es zu, Krieg kommt. Mourir pour Fordo? Wir werden sehen.

    • 12. April 2012 um 17:38 Uhr
    • Jörg Lau
  21. 21.

    @ MR: Auflage ist auf historisch höchstem Stand. Steigend seit Jahren.

    • 12. April 2012 um 17:38 Uhr
    • Jörg Lau
  22. 22.

    Diplomatischer Druck sowohl gegen Iran als auch für eine Zweistaatenlösung gehören zusammen: Es gilt, den Iranern das Palästina-Thema zu entwinden, und die Palästinenser nicht zu Geiseln eines Irankonflikts zu machen.

    Nur weil viele westliche Israelkritiker einzig mit der Besatzung ein Problem haben, nicht aber mit dem Staat Israel an sich, bedeutet das nicht, dass sich das einfach so auf den islamischen Antizionismus übertragen läßt. Die Palästinenser werden vom Iran bloß vorgeschoben, wenn der Westen wieder mal nach einer Erklärung sucht, warum der Iran denn bloß etwas gegen Israel hat. Die iranische Rhetorik deutet aber darauf hin, dass der Vernichtungswille gegen Israel auch bei einer Zweistaatenlösung bestehen bleiben würde.

    Eine Zweistaatenlösung mag sinnvoll sein, sie mag im deutschen Interesse sein, Deutschland mag sich diplomatisch dafür einsetzen und dabei Druck auf Israel ausüben – aber das alles hat mit dem Iran-Konflikt nichts zu tun und die Idee, die Unterstützung Israels gegen eine Bedrohung durch den Iran davon abhängig zu machen (und damit „die Sicherheit Israels verhandelbar“), ist genau der Grund, warum Israel einen Präventivschlag erwägt, solange es diesen noch selbst führen kann und sich nicht auf deutsche oder amerikanische Sicherheitsgarantien verlassen will.

    • 12. April 2012 um 17:39 Uhr
    • Arjen van Zuider
  23. 23.

    „Zugleich ist sie stark wie noch nie in Europa.“
    Ich bin immer wieder erschüttert über die Traumtänzerei von Jörg Lau. Angela Merkel ist kein bisschen stark. Sie hat außer einem rein verbalen Stabilitätspakt nichts bekommen, aber es scheint ihr zu reichen, weil es genug ist, um ihren Wählern einen Bären aufzubinden und das zu entlocken, was sie ablehnen: immer mehr Garantien für einen riesigen Haufen uneinbringlicher Kredite. Dieses kunstvolle Kartenhaus wird das Jahresende in keinem Fall erleben. Der Stabititätspakt ist nichts wert, kann nichts wert sein, weil er nicht funktioniert. Sein Zusammenbruch wird Feuer an das gesamte Tragwerk der Europäischen Union legen. Merkel und die Deutschen werden hochwillkommene Sündenböcke sein.

    • 12. April 2012 um 17:41 Uhr
    • AM
  24. 24.

    @ JL

    Die Verbindung des Iran- mit dem Palithema besteht schlicht

    Weil die Mullahs das behaupten. Seit radikale Islamisten freie Fahrt haben, brauchen die Araber keine islamis(tis)che Vorbildfunktion durch die schiitischen Ayatollahs mehr.

    Kein sunnitischer Araber kauft den Persern noch den Widerstandsquatsch ab. Nicht nach der massiven Waffenhilfe für Baschar al-Assad. Sogar die schiitische Amal-Miliz versucht schon den Abstand zu Hizb’Allah zu vergrößern!

    Die Palästinenser sind bisweilenein nützliches Werkzeug für die restlichen Araber. Momentan haben die aber andere Sorgen.

    • 12. April 2012 um 17:56 Uhr
    • Serious Black
  25. 25.

    Hier übt sich Außenminister vom Landkreis in Größenwahn.

    • 12. April 2012 um 17:57 Uhr
    • MRiX
  26. 26.

    @ JL # 21

    Das müssen Sie Flake erklären.

    • 12. April 2012 um 17:59 Uhr
    • MRiX
  27. 27.

    @ AM

    ich hät ja nicht gedacht, dass ich mit ihnen auch nur in irgendwa übereinstimmen mal würde. Aber bvzl. EU und ESM & Co. anscheinend doch, so entnehme ich es ihrem treat # 23.
    Das einzige, was ich da zurückweisen würde ist der Satz:
    Dieses kunstvolle Kartenhaus wird das Jahresende in keinem Fall erleben. “ Da zu gewagt einfach – aber das da was zusammenkrachen wird und es gut sein kann, dass es die komplette EU mit runter reisst, dem stimme ich durchaus zu.

    • 12. April 2012 um 18:18 Uhr
    • Zagreus
  28. 28.

    @ MRiX

    „@ JL # 21″

    Trendbasis Überalterung: Komatöse kündigen nicht.

    • 12. April 2012 um 18:25 Uhr
    • Thomas Holm
  29. 29.

    @ TH

    Aber Sie abonnieren nicht. Komatös sind meine Eltern allerdings gewis noch nicht :-(

    • 12. April 2012 um 18:37 Uhr
    • MRiX
  30. 30.

    @AM #23

    Vorher kommt aber noch der finanzpolitische Overkill aka UNBEGRENZTER RETTUNGSSCHIRM. Erst dann bricht der ganze Laden zusammen und JL wird schreiben, dass er es schon immer gewußt hat.

    • 12. April 2012 um 18:39 Uhr
    • riccardo
  31. 31.

    @ R

    Nein er wird schreiben, dass die „Populisten“ trotzdem nicht recht hatten.

    Inzwischen wirft ja bereits Hans-Olaf Henkel dem linksgrün-europäistischen Komplex soziale Kälte vor.

    • 12. April 2012 um 18:46 Uhr
    • MRiX
  32. 32.

    Und ob die beim Rettungsschirmeln daran denken?

    Die Krise, die das Ruhrgebiet und ähnlich das bergische Städtedreieck sowie das Saarland lähmt, kann sich schnell ausweiten und verschärfen: Wenn die zur Zeit so niedrigen Zinssätze steigen und der Schuldendienst höher ausfällt, wird das die Konsolidierungsbemühungen auch weniger belasteter Kommunen konterkarieren. Die Vergeblichkeitsfalle, in der Duisburg, Oberhausen oder Hagen stecken, wird dann für andere Städte zuschnappen.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ueberschuldetes-ruhrgebiet-gestern-noch-kulturhauptstadt-heute-armenhaus-der-republik-11714458.html

    • 12. April 2012 um 18:54 Uhr
    • MRiX
  33. 33.

    Gemach, gemach. Mutti wird Deutschlands größten Trachtenverein schön zu Hause lassen. Daß der sich in Afghanistan nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, dürften den Israelis auch nicht entgangen sein.

  34. 34.

    @ Kurt Kraus

    Im Plaste- und Elasteaufzug könnte die Spezialputztruppe des Trachtenvereins allenfalls nochmal gefragt sein:

    „2002: Kuwait, ABC-Schutzaufgaben während des Dritten Golfkriegs. Auftrag des ABC-Abwehrkontingents war es, im Falle eines Angriffs mit Massenvernichtungswaffen die Streitkräfte der Koalitionspartner sowie von Koalitionsstaaten zu unterstützen“

    http://de.wikipedia.org/wiki/ABC-Abwehrtruppe_(Bundeswehr)

    Wenn der Konflikt zwischen dem schiitischen Aggrobogen und den pro-zionistischen Golfarabern eskaliert, dann wird wohl auch mit einigem Kampfgift herumgepfuscht werden.

    • 12. April 2012 um 20:30 Uhr
    • Thomas Holm
  35. 35.

    @ Marriex, Riccardo, AM

    Die griechische Tragödie wird zu einer humanitären Katastrophe, die, das steht zu befürchten, jetzt auch auf andere Südländer übergreifen wird.

    Die Vertreter der „Elite“ deutscher Politik, Wirtschaft und Medien sind offensichtlich unfähig zuzugeben, dass der Einheitseuro sowohl seine wirtschaftlichen als auch seine politischen Ziele längst verfehlt hat. Wenn sie nun ihre Augen auch noch vor den humanitären Folgen der Einheitseuropolitik verschließen, dann sind sie keine harmlosen Euromantikern mehr sondern gefährliche Eurofanatiker.

    Q.: Aus dem von Marriex verlinkten handelsblatt-artikel von Henkel.

    Leider steht zu befürchten, dass es bereits zu spät ist (selbst wenn Däubler-Gmelin mit ihrer Klage beim BVG erfolg haben sollte). Ich denke, der patient ist tot – und desto schneller er begraben wird, um so weniger leid wird die folge sein. Aber zu einer katastrophe kann es leider bereit allzuleicht kommen – und dann sehen wir alle ‚alt‘ aus und können unseren Ersparnissen nachtrauern.
    Wie irgendwelche renten noch stabil gehalten werden können mit dem ESM im genick frag ich mich wohl auch nicht alleine.

    • 12. April 2012 um 20:53 Uhr
    • Zagreus
  36. 36.

    Unter den Prämissen
    – die Ayatollas wollen Atomwaffen
    – die Ayatollas wollen Israel vernichten
    – die Ayatollas sind irrational
    – ein konventioneller Angriff verzögert nur das iranische Atomwaffenprogramm, damit den eigenen Doomsday

    und im Kontext des „Nie wieder“

    ist ein israelischer nuklearer Erstschlag, zumindest als letzte Option, logisch zwingend. Ich verwette Neumanns Hintern darauf, dass diese Option auf dem Tisch liegt. Wahrscheinlich weißt das der ehemalige Mossad-Boss und eiert deshalb durch die Gegend als liefe er auf heißen Kohlen.

    • 12. April 2012 um 21:20 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  37. 37.

    @ Dardanellen-Spritti

    Und ich verwette Erdogans Kolorektales Karzinom

    http://de.wikipedia.org/wiki/Darmkrebs

    darauf, dass sämtliche shia-geschädigten Sunniten und sonstigen 12er-Imamophoben, zu den Zionisten hingekrochen kommen und ihnen den Friedensnobelpreis, das ewige Leben und die Unschuld ihrer Töchter versprechen, wenn sie das Hinterland von Assad und Maliki – bitte-bitte – lahmlegen.

    Aber das werden die Zionisten hoffentlich nicht zu früh machen, und sich fürstlich entlohnen lassen.

    • 12. April 2012 um 21:44 Uhr
    • Thomas Holm
  38. 38.

    OT – Tunesien – nichts bleibt, wie es ist –

    Etwas ist uns in der Rede des Präsidenten der Republik anlässlich der Erinnerung an die schmerzlichen Ereignisse der Al-Ghriba-Synagoge* entgangen. Er sprach von einem während des alten Regimes „kaschierten“ Ereignis.

    Vielleicht. Aber … war es nicht eher notwendig, diejenigen, die diesen Anschlag durchgeführt haben, darauf anzusprechen, genau diejenigen Leute, die dasselbe bei Bab Souika** verübt haben und die sich nun eine humanitäre, humanistische Jungfräulichkeit verschaffen, indem sie von einem toleranten Islam sprechen?

    Der Präsident der Republik sprach gestern im Namen des tunesischen Volkes. Aber dieses Volk, mit Ausnahme von Fanatikern, ist nicht bereit, die blutigen Ereignisse zu vergessen, die den Weg einer 3000 Jahre alten Geschichte geprägt haben und die immer auf der Berufung auf ihren Minderheitsauftrag basieren.

    Das kollektive Bewusstsein weigert sich, zu vergessen. … Es ist wirklich an der Zeit, über die Opfer der Ghriba* sprechen. Es ist an der Zeit, dass die Partei Ennahdha, von der kein Mitglied den Präsidenten der Republik begleitet hat, sich zu dem Anschlag äußert – dem Anschlag, dessen niemand diese Partei beschuldigt – genauso wie wir einen Gedanken für die armen Opfer von Bab Souika** erwarten. Die Version, die von den Ennahdha-Mitgliedern vorzugsweise vorgebracht wird, ist, dass es die Spezialgruppen von Ben Ali sind, die das getan haben, um den Vorwand für die Anti-Ennahdha-Repression zu schaffen.

    Das ist auch plausibel. Aber man wird all das völlig aufklären müssen. …

    Gestern hat das neue Tunesien […] die Gelegenheit verpasst, […] der ganzen Welt zu zeigen, dass wir an Ghriba* festhalten, dass wir die Offenbarungsreligionen in Ehren halten werden und dass die tunesischen Juden unsere Brüder sind.
    Wenn die neuen Religions-Volkstribunen sich nicht dazu äußern aus Angst, dass „ihre Salafis“ sich gegen sie wenden, gut, dann wird auch dieser gemäßigte und demokratische Islam nichts anderes als eine Illusion oder letztlich Sand in den Augen sein.

    Aus „Nos frères les juifs“
    Von Raouf Khalsi
    Tunis – Jeudi 12 avril 2012
    http://www.letemps.com.tn/article-65214.html
    _______________________________________

    * Am 11. April 2002 wurde ein Anschlag auf die Al-Ghriba-Synagoge verübt: ein mit 5000 Litern Flüssiggas beladener LKW fuhr gegen die Synagoge und explodierte. 21 Touristen (14 davon aus Deutschland) starben; weitere ca. 30 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Im Juni 2002 bekannte sich Al-Qaida zu der Tat. Im Januar 2009 begann in Paris ein Prozess um das Attentat. Unter den Angeklagten ist der Deutsche Christian Ganczarski. Am 5. Februar 2009 wurde er von einem Geschworenengericht in Paris wegen Beihilfe zum Mord zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.

    ** 1991 ließ Ben Ali etwa 25.000 Anhänger Ennahdas ins Gefängnis werfen. Als Reaktion darauf kam es zu Unruhen. Unter anderem griffen Ennahda-Extremisten das Hauptquartier der Regierungspartei bei Bab Souika an, wobei sie unter anderem Gegner mit Säure bespritzten. Ein Mensch wurde bei den Übergriffen getötet.

  39. 39.

    @ Publicola

    Christian Ganczarski, Al Kaidas „deutscher General“, der aus einem Kaff nicht weit von dem meiner Sippschaft kommt, mußte in einen Flieger nach Paris gelinkt werden, weil er in Deutschland sicher gewesen wäre:

    „Nach einer Rückkehr nach Deutschland hätte jedoch weder ein deutscher Haftbefehl gegen ihn erlassen werden können, noch hätte er als Deutscher ins Ausland ausgeliefert werden können (Auslieferungsverbot). Laut Medienberichten arbeiteten daraufhin CIA und französischer Geheimdienst einen Weg aus, um Ganczarski dennoch untersuchen und vor Gericht stellen zu können. Dies soll eine Operation des internationalen Terrorismusabwehrzentrum Alliance Base gewesen sein, die jedoch nicht offiziell bestätigt wird. Ganczarski wurde ausgewiesen und in einen Flug von Saudi-Arabien nach Deutschland mit einer Zwischenlandung in Paris gesetzt. Bei der Zwischenlandung auf dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle wurde Ganczarski am 3. Juni 2003 von französischen Behörden festgenommen.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ganczarski

    Ich folge dem Dictum Sartres, dankbar zu sein, so einen Nachbarn zu haben.

    • 12. April 2012 um 22:00 Uhr
    • Thomas Holm
  40. 40.

    @Holum

    Sie langweilen mich, Jung.

    • 12. April 2012 um 22:10 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  41. 41.

    @ Holms

    Ich folge dem Dictum Sartres, dankbar zu sein, so einen Nachbarn zu haben.

    Kann ich mich nur anschließen – und ich hätte nicht gedacht, dass Deutschland in so einem fall nicht an die USA oder Fr. ausliefern würden (ich halte so eine auslieferung wie in diesem falle für richtig).

    • 12. April 2012 um 22:10 Uhr
    • Zagreus
  42. 42.

    >Auflage ist auf historisch höchstem Stand. Steigend seit Jahren.

    Herr Lau, das ist genau die Art von Wahrheit, für die sie stehen.

    IVW Zahlen kann sich JEDER im Netz ansehen.

    EV-Verkauf ist ziemlich stark eingebrochen (ca. -10% gegenüber Vorjahr) und verfehlt immer öfter die wichtige 100T Marke.

    Als Gegenmassnahme hat der Verieb aktuell die Zahl der Boardexemplare (Auflagendoping) hochgeschraubt, ob die Werbewirtschaft sich davon blenden lässt….

    • 12. April 2012 um 22:12 Uhr
    • Face
    • 12. April 2012 um 22:20 Uhr
    • Zagreus
  43. 44.

    @AM

    >Ich bin immer wieder erschüttert über die Traumtänzerei von Jörg Lau

    Herr Lau und seine Freunde glauben eben reale Probleme könne man durch Selbsthypnose lösen.

    • 12. April 2012 um 22:21 Uhr
    • Face
  44. 45.

    @ Thomas Holm – Danke für den Hinweis (Ganczarski) – man ist schon erstaunt (oder eigentlich auch nicht).

  45. 46.

    Das müßte Sie erheitern:

    „Say sent controversial tweets questioning whether heaven in Islamic belief is like a brothel or pub because the Quran says there are rivers of drinks and houris [very beautiful women] in heaven for those who commit good deeds while they are on earth.

    Say also tweeted about a muezzin who recited the evening call for prayer in 22 seconds, questioning whether he was in a rush to reunite with his lover or go to the rakı table.

    The prosecutor’s office has found Say’s statements run contrary to the first and third points of the 216th Article of the Turkish Penal Code (TCK). These points concern the offenses of “fomenting hatred and enmity among the public” and “insulting religious values.”“

    Man kriegt echt die Staatsanwaltschaft in der Türkei auf den Hals, wenn man diesen Terroristenpornomüll bezweifelt; wird doch wohl wieder Zeit für einen Putsch.

    http://www.todayszaman.com/news-277221-probe-launched-against-pianist-say-over-controversial-tweets.html

    • 12. April 2012 um 22:28 Uhr
    • Thomas Holm
  46. 47.

    Hoppla, meine #46 war als Replik auf #40 gedacht, wo mir vorgeworfen wurde, Langeweile zu verbreiten …

    • 12. April 2012 um 22:31 Uhr
    • Thomas Holm
  47. 48.

    @Zagreus

    Sie sehen, die Machtelite muss sich langsam Sorgen machen, Linke, Rechte, Islamos, Copyleft Verfechter,…von allen Seiten kommt das System unter Druck.

    • 12. April 2012 um 22:35 Uhr
    • Face
  48. 49.

    ZEIT – Zahlen des jeweils 4. Quartals 2011,2010,2009 – Entwicklung

    Quartale: a-4/2011 b-4/2010 c-4/2009
    Verkauf: a-509.933 b-504.255 c-502.246
    Abos: a-331.379 b-317.734 c-320.865
    Sonst.Verk:a-27.844 b-26.335 c-22.453

    http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1&u=&p=&detail=true

  49. 50.

    @ face: Einzelverkauf ist ein wichtiger Indikator, wie welche Themen laufen, und da gibt es merwkürdig chaotische Verläufe. Wir gucken darum sehr darauf, und kein Verlust ist schön. Richtig ist dennoch, dass die Gesamtauflage mit konstant über einer halben Million sensationell ist. Mehr als zu Zeiten der deutschen Einheit. Und dies gegen den Trend bei der übrigen Qualitätspresse. Trotzdem kann man in diesem Umfeld ganz schnell Probleme kriegen. Darum gibt es bei uns zu jedem Jahresende mit den Erfolgsmeldungen die Warnung, es sich nicht bequem zu machen.
    Noch mal zum Einzelverkauf: Ein Einbruch um zehn Prozent bedeutet ca 10000 Exemplare. Nicht schön, aber auch nicht viel. Ausschläge nach oben haben wir auch in der Größe,

    • 12. April 2012 um 22:46 Uhr
    • Jörg Lau
  50. 51.

    @holum

    Der Mann treibt das schon eine ganze Weile und hat wohl den Bogen überspannt. Die Staatsanwaltschaft prüft nun auf Volksverhetzung. So what?

    • 12. April 2012 um 22:46 Uhr
    • Spirit of CanakkaleSinopspor
  51. 52.

    Wat is dastand schon wieda. Herr Lau, wenn Sie schon mit Ihrer Auflage angeben, könnten Sie sich mal einen anständigen Blog leisten.

    • 12. April 2012 um 22:50 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  52. 53.

    @ face

    „Sie sehen, die Machtelite muss sich langsam Sorgen machen,“

    ja, was EU anbelangt haben sich unsere politischen ‚eliten‘ ziemlich böse verrannt – und nicht nur da.

    • 12. April 2012 um 23:06 Uhr
    • Zagreus
  53. 54.

    @ SoC

    Volksverhetzung, Bogen überspannt – so what ?

    Ok, Terroristenpropaganda zu kritisieren wird also durch “insulting religious values” kriminalisiert. Und was bedeutet “fomenting hatred and enmity among the public” im Umkehrschluß: dass die Öffentlichkeit ihren spirituellen Frieden und ihre völkische Eintracht in der Gewißheit von sakralpornografischen Flatratewonnen für Massenmörder findet ?

    Bei solch zivilisierten Friedenszuständen hat man dann wenigstens eine solide Basis, diese Meldungen mit erwartungsfroher Gefaßtheit zu registrieren:

    http://www.todayszaman.com/news-277303-turkish-opposition-slams-government-over-syria-warmongering.html

    • 12. April 2012 um 23:07 Uhr
    • Thomas Holm
  54. 55.

    OT-So sieht’s aus, wenn das Regime in Syrien kurz mal nicht mehr mordet:

    „Clashes between Arab tribes and Kurds in Northern Aleppo

    Relation between the two have always been tense but as the regime gets weaker clashes break out.

    Written by a Friend in Syria on Syria Comment

    In Shak Maksoud and Ashrafia areas north of aleppo city, clashes between kurds (PKK affiliates) and arabs (Bakkara tribe) have erupted for the second time in less than a month. The clashes began when a member of the Bakkara tribe allegedly killed a journalist affiliated with the PKK and the tribe refused to hand him over to the Kurds The Shak Maksoud and Ashrafia areas have a majority Kurd population and a minority arab population (most of them belong to the Bakkara tribe). The PKK has a strong influence among kurds while the Bakkara has strong connections to the regime In the first occasion the clashes started withd light weapons but when the Kurds succeeded in driving the Bakkars out of the area it turned into vandalism. Kurds started burning the houses of the defeated Bakkaras but spared the houses of those who did not fight.

    Regime forces didn’t intervene because they didn’t want to take sides (since they have good relations with both sides) but rather tried to reconcile them. The situation is calm now but it could erupt at any moment.“

    Wie Graeter Neukölln.

    http://www.joshualandis.com/blog/?p=14294

    • 12. April 2012 um 23:20 Uhr
    • Thomas Holm
  55. 56.

    Leibht rückläufig ist was anderes als historischer höchststand. Der Vertriebtist wohl bei den Klimatisten indie Schule gegangdn.

    • 12. April 2012 um 23:26 Uhr
    • MRiX
  56. 57.

    Holum

    Wie so oft kennen Sie nur die halbe Geschichte und die andere Hälfte dichten Sie an. Schwach und vor allem langweilig!

    Wenn Assad keine Gefahr droht, hat er auch keinen Grund mit seinem Unsinn aufzuhören. Sie werden doch wohl nicht Ihren Verbündeten im Regen stehen lassen.

    • 12. April 2012 um 23:30 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  57. 58.

    Der Pianist Say hat offensichtlich den persischen Dichter Omar Khayyam zitiert. Dabei twitterte er wohl:

    „Du sagst, durch die Bäche wird Wein fließen, ist das Paradies etwa eine Schänke? Ich werde jedem Gläubigen zwei Jungfrauen geben, sagst du, ist das Paradies etwa ein Freudenhaus?“

    Sollte es so gewesen sein, dann wären diese staatsanwaltlichen Ermittlungen noch lächerlicher. Denn Kritik in eine Frage zu packen ist ja eine weiche und tendenziell eher harmlose Art der Kritik. Wenn selbst das nun verboten und strafbar ist, dann ist die Türkei verloren, aber das ist ja keine neue Erkenntnis.

    • 12. April 2012 um 23:31 Uhr
    • Bellfrutta87
    • 12. April 2012 um 23:48 Uhr
    • Bellfrutta87
  58. 60.

    >Richtig ist dennoch, dass die Gesamtauflage mit konstant über einer halben Million sensationell ist

    Dann stellen sie sich schon mal innerlich auf nichtmehr sensationelle Zeiten ein.

    Ich bin kein Hater, deswegen gebe ich ihnen mal einen wertvollen Tipp, damit sie bei ihren Chefs glänzen können.

    Ihr Vertrieb sollte aufhören zu versuchen die Steigerungen bei den Papierkosten durch verminderte EV-Lieferung zu kompensieren, das funktioniert bei der Anzahl der Verkaufstellen in Deutschland nicht und kostet Auflage.

    • 12. April 2012 um 23:54 Uhr
    • Face
  59. 61.

    Hoppla, meine #46 war als Replik auf #40 gedacht, wo mir vorgeworfen wurde, Langeweile zu verbreiten …

    @ TH

    Wenn Sie drei Links weniger und keine DEPPKA-Links setzen, sind Sie überhaupt nicht langweilig.

    • 13. April 2012 um 00:19 Uhr
    • N. Neumann
  60. 62.

    OT – Wieder mal ein gnadenlos guter Text:
    Martenstein „Ich glaube, ich bin, wenn ich rauche, der neue Jesus“
    Harald Martenstein über Leute, die sich ständig über andere aufregen
    http://www.zeit.de/2012/16/Martenstein

  61. 64.

    @ NN

    „drei Links weniger …“

    Bin Belegfreak (geworden, hier).

    „… und keine DEPPKA-Links setzen“

    Debka i.d.R. nur bei dem Grunde nach auch anderweitig bestätigten Sachen. Z.B. die großen Luftwaffenmannöver der Golfaraber vor der Nase des Maulhelden:

    „Royal Jordanian Air Force planes will take part in the „Main Connection 2012? air drill in Bahrain, which will be carried by the Royal Bahraini Air Force (RBAF) on April 8 with the participation of 100 warplanes from 10 Arab and foreign countries.“

    http://www.petra.gov.jo/Public_News/Nws_NewsDetails.aspx?Site_Id=1&lang=2&NewsID=65607&CatID=13&Type=Home&GType=1

    Wer ist alles „and foreign countries“ ?

    JETZT debka:

    „The exercise’s mission now covers a broader region. Pakistan has joined under a pact with Saudi Arabia to come to the kingdom’s aid if attacked.“

    hxxp://www.debka.com/newsupdatepopup/629/

    Das finde ich eben gerade nicht unspannend, auf welcher Seite des Golfes denn nun das neue rußlandbefreundete Pakistan bei der Gefährdung des Weltfriedens landet.

    Wie finden Sie meinen nahezu linkfreien Grundsatzessay zur Dialektik von Kontinuität und Wandel im Zusammenspiel von Wert- und Zweckrationalität zur Iranische Regionalpolitiklegitimation ?

    hxxp://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/07/was-gunter-grass-vom-israelischen-immobilienmarkt-lernen-konnte_5546/comment-page-43#comments #344

    • 13. April 2012 um 09:06 Uhr
    • Thomas Holm
    • 13. April 2012 um 09:22 Uhr
    • Serious Black
  62. 66.

    @ Bellfrutta87 – 59

    Gegenüber diesem unschuldsgetrimmten Lemminge-Pathos dieser Leute fehlt es leider an einer angemessenen realsatirischen Streitkultur.

    Einfach sich daneben stellen mit einem Shaheed-shuttle-service unter dem Motto: „Jetzt noch schnell Märtyrer werden in Syrien; bevor die Waffenstillstände unkalkulierbar werden !“ Oder: „Be the last minute shaheed before Shaytan Bashar prevails !“

    Mit sowas käme Deutschland auch mittelfristig aus der öden Humorlosigkeitsecke in der internationalen Öffentlichkeit heraus.

    • 13. April 2012 um 09:28 Uhr
    • Thomas Holm
  63. 67.

    @ SB

    Die Moctezumas und Atahualpas unserer Zeit haben sich tödlich verkracht; vom letzten Hungernomaden bis zum 40.000 $ pro Kopf Superluxus-Formel 1 – Golf-Monaco.

    Da muss man sich als Conquistador auch mal zurücknehmen und loslassen können.

    „What’s going on in Bahrain is much beyond our Western allies to understand it.“

    Stimmt leider.

    Jetzt mal ein Gespräch mit pakistanischen Gentlemen-Generalen über: „Sag‘ mir, wo Du stehst – Sag‘ mir welchen Weg Du gehst“ wäre interessant (die kriegen für ihre gelungensten Taliban-Hinterhalte gegen die Gucci-Schiiten in Mannama die Staatsbürgerschaft von dem Schlaraffenland-Eiland nachgeworfen).

    „The opposition wanted to see the government end sectarian gerrymandering, which artificially limits Shiite representation, and what is believed to be a government practice of granting citizenship to non-Arabic-speaking Sunni Pakistanis who serve in the Bahraini security forces.“

    Diesen vollgefressenen Golfdekadenten sollte man vielleicht mal ein
    paar Millionen darbende Somalische Geschwister an die Gestade laden.

    • 13. April 2012 um 09:54 Uhr
    • Thomas Holm
  64. 68.

    @61 N. Neumann
    Wenn Sie Ihre ‚Auf-dem-Hintergrund‘-Schwäche überwänden und sich von Ihrem Charlottenburger Wölkchen bequemten, wären Ihre Beiträge auch besser.

    @Th. Holm
    Da Neumann hier die Vorlage liefert – Danke für viele Ihrer Beiträge, deren mitunter sprachliche Wucht und immer analytische Schärfe mich oft erfreuen – hier Kommentar 185!
    Sie sind eine echte Bereicherung und bleiben dem Blog hoffentlich noch lange erhalten.
    Beste Grüße
    Kuanda
    P.S. Des Blogmeisters Gut(art)igkeit nützt bei den Gefährten nicht.

    • 13. April 2012 um 10:04 Uhr
    • Kuanda Katanga
  65. 69.

    Die Spannung steigt:

    Die arabischen Emirate ziehen ihren Botschafter aus Teheran ab.

    http://www.theatlantic.com/international/archive/2012/04/the-uae-withdraws-its-ambassador-to-iran/255790/

    • 13. April 2012 um 10:10 Uhr
    • Serious Black
  66. 70.

    @ TH

    Langsam wird es absurd. Kuwait verabschiedet Blasphemiegesetze (Hallo Pakistan!) und watscht nebenbei die Schiiten (Hallo Teheran!)ab.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/04/12/207242.html

    • 13. April 2012 um 10:42 Uhr
    • Serious Black
  67. 71.

    @ MR

    Das Attribut unerbittlich im Zusammenhang mit Ehud Barak war auch spannend. Ist wohl ein Ersatzbegriff, weil ‚rechts‘ nicht passt.

    • 13. April 2012 um 10:48 Uhr
    • Serious Black
  68. 72.

    @ Kasavubu #68

    @61 N. Neumann – Wenn Sie Ihre ‚Auf-dem-Hintergrund’-Schwäche überwänden und sich von Ihrem Charlottenburger Wölkchen bequemten, wären Ihre Beiträge auch besser.

    Nein. Errare humanum est.
    Kann man eigentlich qualitativ bessere Beiträge als N. Neumann bringen?

  69. 73.

    @ SB #70 – Danke für den Hinweis auf die Rechtsvorstellungen der Gesetzgeber Kuweits, die zweifelsohne das jetzt laufende Hidschra-Jahr 1433 (?) mit dem Jahre 1433 des gregorianischen Kalenders verwechseln:

    Kuwaiti MPs approve death penalty for ‘cursing God’
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/04/12/207242.html

  70. 74.

    @ SB, MRiX

    Golfspannungen:

    Ergänzend von MRiX vom Nachbarfred:

    „Ihre Herrschaft ist nur noch mit Massenmord aufrechtzuerhalten – begleitet vom Schweigen von Intellektuellen wie Herrn Günter Grass.“

    http://freeirannow.wordpress.com/2012/04/12/uber-schweigen/

    Eine vor dem sehenden Auge heraufziehende Golf-Kriegsgefahr dem daran nun wirklich unbeteiligten Israel anzulasten, ist schon eine neuartige und eigenständige Dimension des postluftjüdischen antizionistischen Antisemitismus.

    Da ist ergänzende Antisemitismusforschung gefordert.

    Wir philosophieren über die rationale Abschreckbarkeit von Besessenen, die sich in wechselseitig glaubhaft zugesichernder Art gegenseitigen Abrechnungsobsessionen hingeben.

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Mutual_assured_destruction (MAD übrigens)

    unter Geschwistern in Grün.

    Grass sollte an die Fersen von Kofi Annan & Co. geheftet werden, damit er bei jeder Pressekonferenz, egal ob zu Syrien, Sudan, oder Mali überall mit seinem Ceterum censeo den Streithähnen die ultimative Gewissensreinheit zum Infight vermitteln kann.

    Wenn ich zu so einem zum (Selbst-)Opfer designierten Volk gehören würde, ich hätte den totalen Brast auf Grass; für die etwas grandseigneurhaften Mäßigungsstimmen aus Israel dagegen habe ich Verständnis; Stimmen, die quasi so von ruhmvollen Veteran zum zu kurz gekommenen Veteran ‚rüberraisonnieren:

    ‚Günter, gab’s kein Benzin mehr für Deinen Tigerpanzer; das ist ein bitteres Kriegerlos; aber Ihr wart‘ damals auch nicht gerade auf der richtigen Seite der Geschichte, das solltest Du auch bedenken‘.

    So stelle ich mir ein therapeutisches Gespräch an einem neutralen Ort von Veteran zu Veteran vor.

    Aber von Deutschland aus und für Deutschland ist dieses Friedens-Grassacht dreimal ein Skandal !

    Mit dem Antisemitismus als böse Falle von Mali bis zum Jemen.

    Israel kritisieren … früher hieß das: Selbstverteidigung kritisieren; heute heißt dass: die gescheiterten Feinde Israels bei ihrer wechselseitigen Sterbehilfe friedensethisch zu entlasten.

    Die Gemeinheit, das einfach mitanzusehen und nichts zu sagen, bringe ich einfach nicht auf.

    • 13. April 2012 um 12:26 Uhr
    • Thomas Holm
  71. 75.

    @ Kuanda Katanga

    Oh, danke schön, für Ihre freundlichen Worte.

    Vor lauter Realweltkatastrophen und jetzt auch noch Online- Beziehungszerwürfnissen hatte ich Ihren Beitrag erst glatt überlesen.

    • 13. April 2012 um 12:55 Uhr
    • Thomas Holm
  72. 76.

    @ P #73

    Gerne.

    NB, die schiitischen MP lehnten den Gesetzentwurf ab, weil er ihnen zu eng gefaßt war!

    • 13. April 2012 um 13:15 Uhr
    • Serious Black
  73. 77.

    @ SB, P.

    Blasphemie in Kuwait

    „NB, die schiitischen MP lehnten den Gesetzentwurf ab, weil er ihnen zu eng gefaßt war!“

    Die schiitischen MP’s wollten ihre erb-charismatische Auffassung vom Immanat geschützt haben, über die sich viele Sunniten offen lustig machen:

    Der unerfüllte Wunsch der schiitischen MP’s:

    „Shiite MPs have demanded that the new amendments also enforce the death penalty for anyone who curses their sect’s 12 revered Imams, but the Sunni- dominated parliament rejected their requests.

    hxxtp://english.alarabiya.net/articles/2012/04/12/207242.html

    Und jetzt das lustig machen (ich sprach mal von Imamophobie, ich dachte, im Scherz, aber es ist halt (tod)ernst).

    „Sheikh Adnan Arur fordert einen einfachen Beweis von den Schiiten, damit alles Sunniten zum Schiitentum wechseln, doch sie sind selbstverständlich unfähig ihn zu bringen.“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=PG7dOv9aQj4

    Miteinander gehen sie um, wie aggressive Vulgäratheisten.

    Dieser Satz hier beinhaltet einen Wink mit dem Zaunpfahl auf die Kräfteverhältnisse:

    „The move to stiffen penalties for religious crimes came after authorities last month arrested a Shiite tweeter for allegedly cursing the Prophet Mohammed, his wife and some companions“

    Der konfessionell springende Punkt ist (neben „einigen“ Gefährten) „die“ Gattin, hier schon wie selbstverständlich im Singular:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Aischa_bint_Abi_Bakr

    „Da sie jedoch genauso gegen ein von Ali geführtes Kalifat war, nutzte sie die Ermordung Uthmans als Mittel gegen Alis Herrschaft. Zusammen mit Talha ibn Ubaidallah und Abdallah ibn az-Zubair, zwei ehemaligen Gefährten Mohammeds, befürwortete sie 656 einen Aufruhr gegen den vierten Kalifen Ali, einen Vetter ihres verstorbenen Mannes. Der Kalif jedoch schlug in der sogenannten „Kamelschlacht“ bei Basra den Aufstand nieder und nahm unter anderem Aischa gefangen. Er begnadigte sie später und befahl sie nach Medina, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 678 lebte“

    Als Ali-Opponentin ist die Dame, deren Verheiratungsalter im übrigen ein dauerhaften Streitgegenstand ist, bei der Schia nicht gut angeschrieben.

    Diplomatisch angedeutet auch in den unteren Absätzen bei dem Schia-eingefärbten:

    hxxp://eslam.de/begriffe/a/aischa_bint_abu_bakr.htm

    Hier das ganze Elend in einem kultigen Abschimpfvideo:

    „Schiiten Hissbollah wollen Gaza/Palästina Helfen???“

    Kult !!

    http://www.youtube.com/watch?v=V3n-RdFHupc

    • 13. April 2012 um 15:14 Uhr
    • Thomas Holm
  74. 78.

    @ Thomas Holm – Danke für Ihre weiterführende Recherche (Kuwait).

  75. 79.

    @ ALL: Bestimmte Formen von böswilliger Verdrehung lasse ich mir nicht gefallen. Ich habe von „Feigheit vor dem Freund“ geschrieben, und die Freundschaft als etwas Genuines und Wertvolles dargestellt. Ich sehe das auch so. Angela Merkel hat da „Nähe und Freiheit“, und ich finde es richtig, dass sie sich zu Israel stellt. Ich finde die Uboote richtig, und ich finde im Falle eines Gegenangriffs aus Iran (nach evt.israelischem Präventivschlag) auch weitergehende Unterstützung richtig, ganz egal wie man zu einem Präventivschlag steht. Wir müssen uns dann auf jeden Fall hinter Israel stellen. Vorher gilt es, wie gesagt, Alternativen zum Krieg auszuloten. Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.
    Zur Staatsräson gehört das Beharren auf der Zweistaatenlösung. Da passiert mir zuwenig. Daraus macht MRX, ich würde Merkel als „Judenknecht“ denunzieren. Ich weiß nicht, was den Herrn reitet. Ist mir auch egal. Mich kotzt das nur noch an, und darum ist jetzt Schluss. Das nimmt Züge einer persönlichen Obsession an. Es gibt ja andere Blogs als dieses.

    • 13. April 2012 um 18:25 Uhr
    • Jörg Lau
  76. 80.

    Lau

    „Wir müssen uns dann auf jeden Fall hinter Israel stellen.“

    Genau darum muss es gehen: Wie soll sich die Bundesrepublik im Falle eines Präventivschlags verhalten? Ich kann keine Aktion unterstützen, die militärisch sinnlos und politisch schädlich ist. In Libyen habe ich das unter anderem anders gesehen. Und jenseits dessen: Die Drohungen der israelischen Regierung nutzen auch nichts, wenn sie nur als Drohkulisse gedacht sind.

    • 13. April 2012 um 18:42 Uhr
    • f.luebberding
  77. 81.

    “Wir müssen uns dann auf jeden Fall hinter Israel stellen.”

    Es geht vora allem darum, dass sich der Westen nicht ganz alles gefallen lassen sollte. Und das heisst, dass man klar macht, dass keine Staaten ausradiert werden.

    Das Interview (vom Tagesanzeiger) das ich verlinkt habe, zeigt, dass diese Botschaft durchaus angekommen ist. (Ich sage nicht, dass ich dem ein Wort glaube. Aber die Rhetorik wurde offensichtlich doch etwas zurückgenommen, und die Rücknahme inklusive Ausredenschwall wirkt hilflos)

    Hier ist’s nochmals:

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Diese-Anschuldigung-enthaelt-gleich-zwei-Luegen/story/10663432

    • 13. April 2012 um 18:51 Uhr
    • FreeSpeech
  78. 82.

    # 80 – Das Wort ‚Abbitte‘ kann man allerdings inzwischen – auch als Forist, den das Ganze mit diesem Begriff verbundene ‚Hin und Her‘ auf diesem Blog absolut nicht interessiert – wegen Hoch-Frequenz-Über-Nutzung nicht ohne mitleidgezeichnetem Kopfschütteln lesend wahrnehmen.

  79. 83.

    @ FS – Danke für den Hinweis auf dieses relevante Tagesanzeiger-Interview
    (relevant: weil es – wie Sie richtig anmerken – ein vorsichtig in Gang gesetztes verbales Abrüsten des iranischen Regimes, oder zumindest von westlich-rationalen Gedankengängen zugänglichen Teilen des Regimes, belegt)

  80. 84.

    Immerhin lässt sich Riexinger keine Feigheit vor dem Freund vorwerfen.

    • 13. April 2012 um 19:15 Uhr
    • Simon
  81. 85.

    # 85 – Die Achgut-Verbal-Argumentationsschule scheint mir nun wirklich nicht die zielführendste zu sein.

  82. 86.

    Jörg Lau,

    Zur Staatsräson gehört das Beharren auf der Zweistaatenlösung. Da passiert mir zuwenig.

    Finden Sie das nicht leicht Größenwahnsinnig? Weil Ihnen da zu wenig passiert ist das gleich Staatsraison Deutschlands?

    Ich finde es ist Deutschlands Staatsraison, die Sezession Schottlands aus dem vereinigten Königreich zu verhindern. Dazu passiert mir zu wenig. Eine Erstschlagsdrohung an schottische Nationalisten hinsichtlich der Flutung der Weltmärkte mit billigem, bayrischen Single Malt Whisky ist schlicht und ergreifend eine Überlebensfrage Deutschlands!

    • 13. April 2012 um 19:42 Uhr
    • Saki
  83. 87.

    „Mit »Wiedergutmachung« für NS-Verbrechen, wie Grass ziemlich perfide insinuiert, hat das nichts zu tun. Es sei denn, man betrachtet es als Wiedergutmachung, dass Deutschland Israel hilft, sich gegen Vernichtungsdrohungen zu wappnen.“

    Sehr geehrter Herr Lau,
    in allem was Sie zu den U-Booten sagen, gebe ich Ihnen recht. Nur in einem Punkt sollten Sie sich noch einmal neu informieren. Die BRD hatte 1951 in den Luxemburger Verträgen „Wiedergutmachung“ mit Israel abgesprochen für den „Raub-Mord“ an den Juden. Doch nicht die Morde wurden da „wieder gut gemacht“ sondern das geraubte Eigentum der Juden wurde erstattet. Genauso hat auch der Staat Israel „Wiedergutmachung“ an Deutschland gezahlt, nämlich für das von den Briten beschlagnahmte Eigentum der zu Nazis gewandelten und dann deportierten Templer. Nun wurde damals aber auch abgesprochen, dass die BRD nur 2 Drittel zahlt und dass die DDR für das letzte Drittel aufkommen müsse. Das ist bekanntlich nie geschehen. Und so fiel die Verpflichtung zurück auf die BRD nach der Wiedervereinigung. Deshalb ist es kein Wunder, dass Deu. 1991, ein Jahr nach der Wiedervereinigung die U-Boote mitfinanzierte. So wie auch sonst die Wiedergutmachung nicht in Geld sondern als deutsche Industrieprodukte nach Israel geliefert worden ist. So war übrigens die Wiedergutmachung ein nicht unwichtiger Faktor für das deutsche „Wirtschaftswunder“.

    • 13. April 2012 um 19:51 Uhr
    • Ulrich Sahm
  84. 88.

    @ Jörg Lau

    Das man sich eine Zeit lang aus dem Weg geht, kann das Richtige sein, bei einem Krach.

    Aber in der Sache möchte ich Ihnen widersprechen:

    Ihre Beanstandung einer mangelnden Bereitschaft der Bundeskanzlerin, sich für eine Zweistaatenlösung einzusetzen, charakterisieren Sie als eine Zögern aus – ja „Feigheit“. Sie behaupten damit, dass die Ausübung der Richtlinienkompetenz in einer wichtigen außenpolitischen Frage von – wie kann man sagen – „sachfremden“ Erwägungen geleitet wird.

    Wenn Sie eine solche – ehrenrührige – Motivation für eine Entscheidung postulieren, dann fragt „es“ – in diesem Fall die begriffliche Logik – wie denn ein solches angstbestimmtes Verhalten wohl zustande kommen konnte. Woher eine plötzliche „Feigheit“ bei einer Politikern, die sich nicht scheute, einem Kohl zu trotzen?

    Die begriffliche Logik verlangt nach ihrem Recht und sucht nach Ausdrücken. Als was steht denn jemand da, wenn sie oder er als geleitet von „Feigheit“ gezeichnet wird ? Devot, befangen ?

    Ich sehe da keine politisch achtbaren Begriffsalternativen mehr.

    Warum fragen Sie nicht, ob Frau Merkel je an eine Zweistaatenlösung geglaubt hat; und falls ja, wann sie diesen Glauben verloren habe ?

    Sie haben sich hinreißen lassen (ich kenne mich da aus ..) und MRX hat das auf einen Punkt gebracht, zu dem es begriffslogisch keine schönfühlige Alternative mehr gab.

    Bei einem Problem mit Putin würde niemand schreiben: Feigheit vor dem Freund; da weiss jeder, dass man sich in Acht nehmen muss; aber Feigheit gegenüber Israel … wie soll diese ohne einen einschlägigen „Kasus Knaktus“ erklärt werden können ?

    Weiterer Punkt:

    “Wir müssen uns dann auf jeden Fall hinter Israel stellen.” …

    …klingt auch arg krampfig. Warum ? Weil:

    „Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.“

    Da liegt der nächste Übersprung. Die Zerstörung Iranischer Atomanlagen ist nicht der Beginn eines Messens von Kräften. Damit beginnen könnte der Iran danach, oder wann immer es ihm beliebt: und Das könnte dann ein fürchterliches Unglück werden.

    Die Unterbindung eines Kräfteaufwuchses ist eben nicht die Aufnötigung eines Kräftemessenes; sie war es nicht für Saddam und nicht für Assad sr. Bei beiden reichte es an Rationalität, auf den Eintritt in ein Kräftemessen (Krieg gem. v. Clausewitz) lieber zu verzichten. Warum ?

    Schauen Sie sich die Paläste an, die Saddam „danach“ noch gebaut hat.

    Das Vertrauen auf eine Regime-Rationalität auf einen „Tag danach“, nach der Bombe, zu vertagen, ist dagegen ohne einen guten Grund.

    Es ist bequem.

    Aber Sie stellen die Dinge da, als hätten wir in einem von Israel begonnenen Krieg gefälligst auf dessen Seite zu sein. Das klingt komisch und wird auch dementsprechend mit Unwillen gehört.

    Und der Begriff der Freundschaft wird so unterschwellig in den Bereich der Komplizenschaft gezogen.

    • 13. April 2012 um 19:58 Uhr
    • Thomas Holm
  85. 89.

    Nachtrag – angeregt durch „Ehmt.“

    Wo man aus einem verkorkst angesetzten Freundschaftsbegriff einen
    Dienst erwiesen hat, da verlangt „es“ dann irgendwann nach Rache.

    Wenn der Dienst dann auch noch ein Kriegsdienst war, dann ganz übel.

    • 13. April 2012 um 20:15 Uhr
    • Thomas Holm
  86. 90.

    Hallo, seid’s immer noch beim Günter GraSS ? Ist aber auch ein faszinierendes Thema.

    @ Freespeech

    „Es geht vor allem darum, dass sich der Westen nicht ganz alles gefallen lassen sollte. Und das heisst, dass man klar macht, dass keine Staaten ausradiert werden.

    Solange man nicht in der Lage ist zu verhindern daß einem Leute wie Ibrahim Abou Nagie jahrelang im eigenen Land auf der Nase herumtanzen, solange, solange wird man auch außenpolitisch zu Recht nicht ernstgenommen. Wenn dann noch so einer wie unser Guido zum Verhandeln an die Front geschickt wird, dann wird komplett eine Clownsnummer daraus.

    • 13. April 2012 um 21:12 Uhr
    • Bredow
  87. 91.

    @ JL – Vorher gilt es, wie gesagt, Alternativen zum Krieg auszuloten. Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.

    Zustimmung! – Danke!

  88. 92.

    An den Grenzen der Freundschaft – Datum 11.11.2011 – 06:42 Uhr

    „Eine neue Nahostpolitik muss härter gegen Iran vorgehen, um Israel zu schützen; sie muss kritischer gegenüber der israelischen Regierung sein; und sie muss die arabischen Freiheitsbewegungen entschiedener und mutiger unterstützen, die palästinensische Variante eingeschlossen.“

    Feigheit vor dem Freund – Datum 13.04.2012 – 18:26 Uhr

    „.. muss Deutschland härter gegenüber dem Iran auftreten, Israel Alternativen zum Krieg aufzeigen und den sanften Tod der Zweistaatenlösung verhindern, der durch Siedlungsbau und Verschleppungstaktik im Friedensprozess droht. All das ist Teil der Staatsräson.“

    Substanzverlust in der Sache (wo sind die arabischen Freiheitsbewegungen geblieben ?) Verhärtung gegenüber Israel.

    Muss man das noch weiter ausdeuten ? Ich tu’s nicht.

    • 13. April 2012 um 21:59 Uhr
    • Thomas Holm
  89. 93.

    @Zagreus

    Bei Linken zählt nicht das Argument, sondern die Gesinnung.

    • 13. April 2012 um 22:02 Uhr
    • FreeSpeech
  90. 94.

    @ Publicola

    „Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.

    Zustimmung! – Danke!“

    Ein Schlag kann aber ein Segen sein; ihn zu unterlassen kann zu einem Unglück werden. Ein Krieg des Irans wird zu einem Unglück des Irans.

    • 13. April 2012 um 22:03 Uhr
    • Thomas Holm
  91. 95.

    Schwach Holum

    „Sie behaupten damit, dass die Ausübung der Richtlinienkompetenz in einer wichtigen außenpolitischen Frage von – wie kann man sagen – “sachfremden” Erwägungen geleitet wird.“

    Verstehe ich nicht. Da schlägt sich wieder die Kultur durch. Warum sind „sachfremde“ Erwägungen diesbezüglich nochmal ausgeschlossen? Weil es sich um eine „wichtige“ außenpolitische Frage handelt? Suggestion, mein lieber Holum.

    „Warum fragen Sie nicht, ob Frau Merkel je an eine Zweistaatenlösung geglaubt hat; und falls ja, wann sie diesen Glauben verloren habe ?“

    Reine Suggestivfrage! Ihre Meinung ist bereits drin. Entweder hat die Frau Merkel nie an eine 2Staaten-Lösung geglaubt oder ihren Glauben daran verloren.
    Die Voraussetzung eine Frage zu stellen, ist (in der Regel) das Fehlen von wissen. Vielleicht kennt der Lau die Antwort oder glaubt sie, wie sie es tun, zu kennen? Zumindest versucht der Mann nicht, durch Fragen manipulativer Art, Ihnen seine Meinung aufzudrängen.

    __
    “Wir müssen uns dann auf jeden Fall hinter Israel stellen.” …

    …klingt auch arg krampfig. Warum ?
    __
    Warum sollte es nicht krampfig klingen? Glauben Sie etwa, der Lau spricht von einem einfachen Schulterklopfer als Unterstützung?
    __
    “Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.”

    Da liegt der nächste Übersprung. Die Zerstörung Iranischer Atomanlagen ist nicht der Beginn eines Messens von Kräften.
    __

    Ja ja mein Lieber Holum. Immer auf der Suche nach Antisemiten, aber ihr eigener Rassismus, und der ist immens, der stört Sie offensichtlich nicht. Sie laben sich auch noch darin. Die vermeintlichen Antisemiten sollen sich aber ducken. Bäähhh!

    • 13. April 2012 um 22:10 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  92. 96.

    >Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden.

    Ja, allerdings nur für den Iran.

    Wahrscheinlich ist, das iranische Atom- und Raketenprogramm wird ausradiert und als Reaktion geschieht – rein gar nix.

    Iran wird wohl nichtmal mit Terror antworten.

    • 13. April 2012 um 22:14 Uhr
    • Face
  93. 97.

    @ JL – es sei Ihnen auch ausdrücklich gedankt, dass Sie auf Ihrem Blog und durch Ihren Blog zu kontroversesten Diskussionen Anlass und Gelegenheit geben,
    die auch aufgrund der erstaunlich (einzigartigen) liberalen Handhabung des ‚Haus-Blog-Rechts‘ durch Sie ansonsten und sonstwo nicht möglich wären und sind.

    Irrigerweise geht so mancher Forist davon aus, dass Sie Ihren Beruf des Journalisten so auszuüben haben, wie dieser Forist es gerade für unbedingt und absolut richtig hält.

    Irrigerweise geht ebenfalls so mancher Forist davon aus, von Ihnen als Basis-Bedingung ‚sine qua non‘ zu erwarten,
    dass Sie
    – da man Sie ja in aller Schlichtheit der Denkungsweise auf den Besitz der göttlichen Allwissenheit festgelegt hat –
    für die nächsten 100 Jahre geltende, auch dann noch absolut korrekte Einschätzungen und Beurteilungen abzugeben haben.

    Alles das angesichts der Tatsache, dass dieser imaginäre „mancher Forist“ ja in Wirklichkeit für verschiedene Kommentatoren steht, die in unerschütterlicher Überzeugung diversen, i.d.R. voneinander völlig abweichenden, ja sehr oft gegensätzlichen Polit-Glaubens-Bekenntnissen folgen.

    Das ist nun aber, wie man es auch drehen und wenden mag, die
    nicht
    [unbedingt mit der erwünschten notwendigen ‚ratio‘ und mit der zu erhoffenden Intelligenz einer (kommentierenden) Umwelt zu vereinbarende]
    sehr wohlschmeckende und nicht nervenberuhigend-harmonische Realität eines Blog-Masters.

    Blog-Jefe zu sein – angesichts der beobachteten Realität nicht einfach, to say the least.

    Angesichts dieser eigentlich unvermeidbaren Realität der ‚condition humaine‘ der Spezies ‚Homo Sapiens‘ …. – …
    … mögen diese Worte auch gleichzeitig als ein Zwischenruf verstanden werden
    für eine Fortsetzung Ihrer bisherigen definitiv anerkennenswerten Großzügigkeit und Toleranz
    auch gegenüber (verständlicher- und oft auch richtiger-weise von Ihnen) als seltsam, nichtzutreffend und zuweilen unzivilisiert einzustufenden Beiträgen
    aus der Feder von Angehörigen der „Stamm-Belegschaft“.

  94. 98.

    @ SoC

    „Verstehe ich nicht.“

    Wundert mich nicht, dann lassen Sie’s eben.

    „Da schlägt sich wieder die Kultur durch.“

    Würde ich auch sagen, aber richtig.

    • 13. April 2012 um 22:24 Uhr
    • Thomas Holm
  95. 99.

    @Publicola

    Sie sind einfach ein Arschkriecher.

    In Sachen Zensur hat Herr Lau schon lange seine Unschuld verloren, auch wenn sie das nicht mitbekommen.

    War nicht immer so.

    • 13. April 2012 um 22:32 Uhr
    • Face
  96. 100.

    @Holum

    muehehehehehe

    Und nür für Sie

    määääääähhhhhhhhhhhh

    • 13. April 2012 um 22:34 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  97. 101.

    @ Face – Danke für Ihren sachdienlichen nützlichen Hinweis.
    Auf Sie ist Verlass.
    Was Wunder – Sie sind ja auch im Besitz der Weltformel, wenn ich mich nicht irre bzw. wiederhole.

  98. 102.

    @JL

    Sieht man sich heute (14.04.) Mittag zur Diskussion mit den Gefährten, wie auch ihr Islam zu Deutschland gehören kann – auf dem Potsdamer Platz?
    Gruß
    Kuanda

    • 14. April 2012 um 00:03 Uhr
    • Kuanda Katanga
  99. 103.

    @ U. Sahm: Danke für den Hinweis. Aber: Ich wollte darauf hinweisen, dass es für die Uboote eigene gute Gründe gibt, strategische nämlich. Dass bei dem finanziellen Entgegenkommen ein Element von Wiedergutmachung eine Rolle spielt – mag sein. Grass aber rückt schlicht die Lieferung der Uboote in den Zusammenhang „Wiedergutmachung“, und dann in den Zusammenhang neuer „Holocaust“ an den Iranern, und da wirds perfide. Diese Linie, auf die kommt es ihm an: Sie wollen Wiedergutmachung von uns, und dann begehen sie mit der Wiedergutmachung einen Holocaust am arischen Volk Irans (und dann sind wir hoffentlich endlich quitt). Das ist die kranke Logik des Grass-Tetxes.

    • 14. April 2012 um 00:39 Uhr
    • Jörg Lau
  100. 104.

    @ Bredow

    „Solange man nicht in der Lage ist zu verhindern daß einem Leute wie Ibrahim Abou Nagie jahrelang im eigenen Land auf der Nase herumtanzen, solange, solange wird man auch außenpolitisch zu Recht nicht ernstgenommen“

    Blödsinn – oder sind Sie der Meinung, Großbritannien werde außenpolitisch nicht ernst genommen?

    • 14. April 2012 um 08:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  101. 105.

    @ Face-Pubsi

    „Iran wird wohl nichtmal mit Terror antworten.“

    Noch Blödsinner.

    • 14. April 2012 um 08:41 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  102. 106.

    OT – Camus: 55 Jahre Literaturnobelpreis (1957)
    – la lucidité, le refus, l’ironie, l’obstination –

    … Sicherlich hat die Freiheit ihre Grenzen. Auch ist es notwendig, dass diese freiwillig anerkannt werden. …

    Eines der guten Gebote einer Philosophie, die dieses Namens würdig ist, ist, nie sich in nutzlosen Klagen angesichts einer Situation zu verbreiten, die nicht vermieden werden kann. …

    … die Bedingungen und die Mitteln, mit denen … die Freiheit nicht nur erhalten, sondern auch zum Ausdruck gebracht werden kann. Diese Mittel sind vier an der Zahl:
    Klarheit, Verweigerung, Ironie und Hartnäckigkeit.

    Die Klarheit setzt den Widerstand gegen die Impulse und Regungen des Hasse und gegen den Kult des unabwendbaren Schicksals. …

    Mit Blick auf die steigende Flut der Dummheit ist es auch notwendig, dieser einige Verweigerungen entgegenzusetzen. Alle Einschränkungen der Welt werden es nicht schaffen, dass ein auch nur ein einigermaßen anständiger Geist es akzeptiert, unehrlich zu sein. …

    So kommen wir zur Ironie. Man kann im Prinzip davon ausgehen, dass ein Geist, der das Interesse und die Mittel, hat, Zwang aufzuerlegen, unempfindlich gegen Ironie ist … Es ist also festzuhalten, dass die Ironie eine beispiellose Waffe gegen die Allzumächtigen bleibt. Sie vervollständigt die Verweigerung in dem Sinne, dass sie es erlaubt, nicht mehr das, was unwahr ist, zurückzuweisen, sondern oft das zu sagen, was wahr ist. Ein freier Journalist … ist pessimistisch in dem, was den Menschen betrifft … Ein freier Journalist … ist also notwendigerweise ironisch, obwohl das oft unfreiwillig sein mag. Aber die Wahrheit und die Freiheit sind anspruchsvolle Geliebte, da sie nur wenige Liebhaber haben.

    Diese in Kürze definierte Geisteshaltung wird offensichtlich sich nicht wirksam behaupten können ohne ein Mindestmaß an Hartnäckigkeit. … man muss zugeben, dass es entmutigende Hindernisse gibt: die Beständigkeit in der Dummheit, die organisierte Feigheit, die aggressive Intelligenzlosigkeit, und doch leben wir weiter. Dort ist das große Hindernis, über das man triumphieren muss. Die Hartnäckigkeit ist hier Kardinaltugend. Durch ein seltsames aber offensichtliches Paradox stellt sie sich dann in den Dienst der der Objektivität und der Toleranz.

    … Daran ist festzuhalten, ohne weiter in die Zukunft zu sehen.
    Die Geschichte wird diese Anstrengungen berücksichtigen oder nicht ….

    Aus: „Le manifeste censuré de Camus“ [1939]
    Le Monde Culture Et Idees – 18.03.2012
    http://www.lemonde.fr/afrique/article/2012/03/18/le-manifeste-censure-de-camus_1669778_3212.html

  103. 107.

    – quídquid agís, prudénter agás et réspice fínem –
    Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das mögliche Resultat

    Ein Krieg gegen Iran kann ein fürchterliches Unglück werden

    Der ‚Westen‘ (i.e. Europa, USA, Israel etc.) sollte und muss daran denken, nicht so langfristig wie möglich Hassobjekt in einem Teil der Welt zu werden, zu sein, zu bleiben.
    Dass die Existenz Israels nicht in Frage gestellt werden kann/darf/soll, steht dabei natürlich außer Frage.

    Darum
    Vorher gilt es, wie gesagt, Alternativen zum Krieg auszuloten

    siehe #79: http://blog.zeit.de/joerglau/2012/04/12/deutschland-israel-staatsrason_5550/comment-page-10#comments

  104. 109.

    @ Face, PUBS, HJS, MRiX

    „Wahrscheinlich ist, das iranische Atom- und Raketenprogramm wird ausradiert und als Reaktion geschieht – rein gar nix.“

    Durchaus – wenn nämlich die Bedrängnis der iranischen Einflußbogenspitze in der Levante sich drastisch zuspitzen sollte, dann mögen sich die Terror-assets fragen: „mourir pour Fordo ?*“ – zumal wenn es dann schon perdu ist und es ihnen die ganzen Jahre eh‘ nichts als heiße Luft gebracht hat.

    Seit 1945 können manche Extremisten über das Thema „Frontbegradigung“ reden. Noch nicht wirklich unverkrampft, aber sie stellen sich nicht mehr automatisch gegenseitig an die Wand.

    *war übrigens vom Jefe, das Zitat; ein umgedreht-zitiertes sogar: „Mourir pour Oran“ war Kollaborationspropaganda.

    Saddam und Assad sr. nach ihren Nuklearprogrammeinbussen, sowie Ghaddafi – ich nehme hier mal: ab 2003, nach Saddams Sturz – waren nicht gestimmt, ihre Nordkoreanischen Hilfsingenieure zu rächen. Ein Tod im Abschwung ist wohl zu unerbaulich für anspruchsvolle Geschichtsbücher – zumindest seit 1945 – Ausnahme: NSU, aber die sind ja auch „U“.

    @ HJS

    „Blödsinn – oder sind Sie der Meinung, Großbritannien werde außenpolitisch nicht ernst genommen?“

    Argentinien testet da herum; PressTV beobachtet mit echtem Interesse.

    @ Jörg Lau

    „Diese Linie, auf die kommt es ihm an: Sie wollen Wiedergutmachung von uns, und dann begehen sie mit der Wiedergutmachung einen Holocaust am arischen Volk Irans (und dann sind wir hoffentlich endlich quitt). Das ist die kranke Logik des Grass-Tetxes.“

    Waaaahnsin !!

    Mit meinem Hinweises auf den revanchistischen und revisionistischen Einschlag bei Grass wollte ich das ganz vorsichtig andeuten. Sie aber hauen ungehemmt auf die 12 und schmeissen sich auch nicht heraus dafür.

    Sie haben die kranke Logik des Grass-Tetxes voll erfaßt und dabei auch noch die Hürde zum Ressentiment-Zitat souverän überwunden. Kaum war Freitag der 13. zuende, da ist der Göttliche Funke übergesprungen.

    Oder war es so ?

    Die Klugheit kam, die Kühnheit kam, als er sah: den Namen Sahm.

    @SoC

    „Und nür für Sie

    määääääähhhhhhhhhhhh“

    Ich laß‘ mal eine Antwort aus, weil die Stimmung gerade so gut ist.

    Ich hoffe, das ist o.k. für Sie.

    • 14. April 2012 um 10:25 Uhr
    • Thomas Holm
  105. 110.

    @Publicola
    Der ‘Westen’ (i.e. Europa, USA, Israel etc.) sollte und muss daran denken, nicht so langfristig wie möglich Hassobjekt in einem Teil der Welt zu werden, zu sein, zu bleiben.

    Es liegt nicht in der Hand des sogenannten Westens ob er Hassobjekt ist oder bleiben wird, solange er bestimmten Gesellschaften täglich die eigene Rückständigkeit vor Augen führt. Im Falle Israel ist das natürlich besonders evident, weil man es direkt vor Augen hat.

    • 14. April 2012 um 10:28 Uhr
    • riccardo
  106. 111.

    Fast on topic

    „Deutschland ist sozusagen der Bewährungshelfer, der darauf aufpasst, dass die Opfer der deutschen Geschichte nicht rückfällig werden.“

    Broder gestern in Aspekte.

    Ein schlauer Mensch, dieser Henryk.

    • 14. April 2012 um 10:31 Uhr
    • MM
  107. 112.

    Weisz man’s? Ghadhdhafi hat sich nach 1986 auf Terror im Innern konzentsriert.

    Nun saß Ghaddhafi auch ziemlich fest im Sattel, während im Iran ein außenpolitisches Säbelrasseln mit hoher wahrscheinlichkeit auch auf die innenpolitischen Krisen reagiert, derer es ja offenbar gleich mehrere gibt.

    Ein Schlag gegen das Land als solches dürfte ziemlich blutig werden, ein Schlag gegen die A-Einrichtungen dürfte einige im Lande freuen. Die müssten sich dann nicht mehr mit diesen Legitimitätsproblemen rumschlagen.

    • 14. April 2012 um 10:31 Uhr
    • Boothby
  108. 113.

    @ riccardo – Es liegt nicht in der Hand des sogenannten Westens ob er Hassobjekt ist oder bleiben wird, solange er bestimmten Gesellschaften täglich die eigene Rückständigkeit vor Augen führt.

    Korrekt: Ich widerspreche Ihnen nicht!

    Sollte man schon mal im Beruf den dort m.E. üblichen destruktiven Neid hinsichtlich seiner eigenen Person erlebt und mit post- oder pro-spektivem Nachdenken begleitet haben,
    wird man
    – für zukünftige berufliche Schritte und Taten –
    zu bestimmten, diesen Neid berückichtigenden und möglichst de-eskalierenden, klugen Verhaltensweisen finden
    im Interesse seiner Nerven, Magenwände, Position und Fortsetzung seines weiteren erfolgreichen beruflichen Wirkens.

  109. 114.

    Korrektur zu 112:

    Broder im linksgrünverseuchten Zweiten. Man möchte hier ja auch verstanden werden.

    Es liegt nicht in der Hand des sogenannten Westens ob er Hassobjekt ist oder bleiben wird

    Klingt leicht fatalistisch. So kann man es sich natürlich auch bequem machen.

    Es liegt nicht in der Hand der sogenannten islamischen Welt, ob sie Hassobjekt ist oder bleiben wird

    • 14. April 2012 um 10:41 Uhr
    • MM
  110. 115.

    @ Publicola

    „Der ‘Westen’ (i.e. Europa, USA, Israel etc.) sollte und muss daran denken, nicht so langfristig wie möglich Hassobjekt in einem Teil der Welt zu werden, zu sein, zu bleiben.“

    Hass ist sicher eine Funktion von Ohnmacht; gleichwohl muss er die
    Blamage fürchten. Die Evidenz des Absurden ist das Grab des Hasses.

    @ MM

    “Deutschland ist sozusagen der Bewährungshelfer, der darauf aufpasst, dass die Opfer der deutschen Geschichte nicht rückfällig werden.”

    .. Ein schlauer Mensch, dieser Henryk.“

    Ja. Zum ins Reine kommen (Arier-der Saubermann) bedarf es eines Quittwerdens nicht mit Irgendwem – sondern mit den Juden; hier: vertreten durch den Staat Israel.

    Hat man Israel Untaten angehängt; dann ist man im Reinen mit sich selbst (und hat viele saubere Freunde: Arier ohne Ende bis Irian Jaya, dazwischen noch „Pakistan“ etc.)

    Da man selbst vor den Untaten gewarnt hat, ist man sogar ein weiser Avantgarde-Arier, mit vorzeigbarem Selbstkorrektur-record. Als Untäter ist Israel dann „das letzte“ und die Dritte-Welt-Arier können klammheimlich beklagen, dass Hiltler sie nicht alle erwischt hat und schmuddelige Mein-Kampf-Schwarzdrucke schmökern und verhökern.

    Nachtrag zur #110:

    Vor: Mourir pour Oran; war „pour Danzig“; und das war (noch) nicht Kollaborationspropaganda, sondern Pazifismuspropaganda; gleichwohl bleibt: „Mourir pour Fordo“ kühn im Sinne eines um-gesetzten Propagandazitates; kühn was das ironische Zitieren generell angeht.

    • 14. April 2012 um 11:18 Uhr
    • Thomas Holm
  111. 116.

    Weitere Beliebtheitspanne gerade mal noch verhindert:

    „Iranisches Militärgerät für Assad-Regime
    Deutscher Waffenfrachter vor Syrien gestoppt“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,827502,00.html

    • 14. April 2012 um 12:55 Uhr
    • Thomas Holm
  112. 117.

    während im Iran ein außenpolitisches Säbelrasseln mit hoher wahrscheinlichkeit auch auf die innenpolitischen Krisen reagiert, derer es ja offenbar gleich mehrere gibt.

    @ Boothby

    Das klingt etwas nach Hertha Däubler-Gmelins Phrasen-Baukasten. Es kommt zwar vor, dass Regierungen außenpolitisch auf die Pauke hauen, um von innenpolitischen Problemen abzulenken bzw. bei einer Bevölkerungsmehrheit zu punkten. Das ist aber kasuistisch zu plausibilisieren. Sonst erscheint, wie von dir im Fall des iranischen Regimes vorexerziert, die Außenpolitik als eine bloße, instrumentelle Ableitung der Innenpolitik, und das ist in Bezug auf das iranische Regime – Pardon – schlicht Bullshit. Zumal die Außenpolitik des iranischen Regimes die demselben mehr oder weniger ablehnend gesinnte Bevölkerungsmehrheit im Land wenig interessiert. Mangels mehr oder weniger aktuellen Gebietsstreitigkeiten mit anderen Staaten, tatsächlich oder vermeintlich unterdrückten ethnischen Iranern in anderen Staaten und/oder irgendwelchen von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung als solchen wahrgenommenen Erzfeinden (Saddam ist passé) hat es das Regime selbst bei nationalistischen Iranern sehr schwer.

    Ein Schlag gegen das Land als solches dürfte ziemlich blutig werden, ein Schlag gegen die A-Einrichtungen dürfte einige im Lande freuen. Die müssten sich dann nicht mehr mit diesen Legitimitätsproblemen rumschlagen.

    Und auch das ist ein dicker Haufen Spekulatius um des lieben Friedens willen. Ein Schlag gegen das Land als solches steht nicht auf der Agenda bzw. nur auf der Agenda von Leuten wie Günter Grass.

    Ein Schlag gegen die iranischen Atomeinrichtungen dürfte in der Tat bei einer großen Bevölkerunngsmehrheit im Iran auf wenig Verständnis stoßen. Insofern ließe sich sagen, dass die antisemitische und antiamerikanische Dauerpropaganda des Regimes, die sich über die Jahrzehnte stark abgenutzt hat und nur noch bei seinen treuen Anhängern auf Zuspruch stößt, einige diesbezüglich taub gewordene Ohren wieder öffnen könnte.

    Allein – Slobodan Milosevic beispielsweise hat weiland das in Serbien sehr unbeliebte Bombardement durch die NATO-Staaten nicht zu einem Anstieg seiner Legitimitätsrate verholfen, obwohl Bedenkenträger das Gegenteil prognostizierten.

    All das soll nicht bedeuten, dass sich das iranische Regime mit militärischen Reaktionen zurückhielte, sofern seine Atomanlagen bombardiert würden. Auch das ist wenig plausibel.

    • 14. April 2012 um 14:21 Uhr
    • N. Neumann
  113. 118.

    @ NN, Boothby

    „Allein – Slobodan Milosevic beispielsweise hat weiland das in Serbien sehr unbeliebte Bombardement durch die NATO-Staaten nicht zu einem Anstieg seiner Legitimitätsrate verholfen, obwohl Bedenkenträger das Gegenteil prognostizierten.“

    Serbische NGO’s wurden zu Experten für Umstürze trotz äußerer Ablenkungsmachenschaften der Tyrannen – eine erfolgreiche Innovation und Aufhänger vieler autoritätsnostalgischer Verschwörungstheorien.

    „In November 2011, Foreign Policy Magazine listed Srdja Popovic as one of the „Top 100 Global Thinkers“ of 2011 for inspiring the Arab Spring protesters directly and indirectly and educating activists about nonviolent social change in the Middle East.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Otpor!

    Aus Gegnern Verbündete zu gewinnen, ist eine der großen Stärken des Westens. Das muß man im Auge behalten, wenn man sich den ganzen BRICS-Hype und die Freundeskreise Putins anschaut.

    • 14. April 2012 um 14:40 Uhr
    • Thomas Holm
  114. 119.

    Es liegt nicht in der Hand der sogenannten islamischen Welt, ob sie Hassobjekt ist oder bleiben wird

    So so, und in wessen Hand liegt es dann?

    • 14. April 2012 um 16:25 Uhr
    • riccardo
  115. 120.

    OT – In den USA geht das wahrscheinlich als Wahlkampf bzw. als „Punkten“ im Wahlkampf durch:
    http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/15173868-sex-skandal-obamas-leibwaechter-cartagena.html#.A1000107

  116. 121.

    @NN

    Sonst erscheint, wie von dir im Fall des iranischen Regimes vorexerziert, die Außenpolitik als eine bloße, instrumentelle Ableitung der Innenpolitik, und das ist in Bezug auf das iranische Regime – Pardon – schlicht Bullshit.

    So verkürzt soll das nicht rüberkommen, aber es ist doch nicht zu leugnen, das ein Militärschlag den Potentaten im Iran teilweise auch entgegen käme, zumal ja hiesig gelegentlich wohl auch die Illusion herrscht, die äußere Kritik am Regime entspräche der inneren. Soweit ich das mitverfolgt habe, stören sich auch Oppositionelle nicht an den Plänen zur Nuklearnutzung bzw. deren weitere Implikationen, eher im Gegenteil.

    Und auch das ist ein dicker Haufen Spekulatius um des lieben Friedens willen. Ein Schlag gegen das Land als solches steht nicht auf der Agenda bzw. nur auf der Agenda von Leuten wie Günter Grass.

    Ich rede hier nicht von Grass unsäglichen Atomschlagsfantasieen, sondern von den angedrohten Militärschlägen gegen Einrichtungen der Nuklearnutzung. Wie sie nun dutzendfach konkret gemacht wurde.

    Ein Schlag gegen die iranischen Atomeinrichtungen dürfte in der Tat bei einer großen Bevölkerunngsmehrheit im Iran auf wenig Verständnis stoßen. Insofern ließe sich sagen, dass die antisemitische und antiamerikanische Dauerpropaganda des Regimes, die sich über die Jahrzehnte stark abgenutzt hat und nur noch bei seinen treuen Anhängern auf Zuspruch stößt, einige diesbezüglich taub gewordene Ohren wieder öffnen könnte.

    Wiegesagt insbesondere dann, wenn das Motiv für einen solchen Schlag für die Bevölkerung überhaupt nicht im Zusammenhang mit der innenpolitischen Ablehnung des Regimes steht.

    Slobodan Milosevic beispielsweise hat weiland das in Serbien sehr unbeliebte Bombardement durch die NATO-Staaten nicht zu einem Anstieg seiner Legitimitätsrate verholfen, obwohl Bedenkenträger das Gegenteil prognostizierten

    Würdest du die Situation tatsächlich vergeleichen? Das iran. Regime nimmt als eines seiner Dauerbeschallungen ja auch den Punkt in beschlag, das seit Jahrhunderten von Iranischen Boden aus keine Agression ausging. Vielmehr gibt man an, man hätte dem Westen zu verschiedenen Zeiten die Hand ausgestreckt, die dieser abgelehnt und öfters mal interveniert hat, wobei ich kein Kenner bin, aber wohl sehr berechtigt von traumatischen Folgen ausgehen kann. Ich kann mir durchaus vorstellen, das auch Oppositionelle dem nicht zwingend widersprechen würden.

    (auch an TH)

    All das soll nicht bedeuten, dass sich das iranische Regime mit militärischen Reaktionen zurückhielte, sofern seine Atomanlagen bombardiert würden. Auch das ist wenig plausibel.

    Zumindest erscheinen mir die Behauptungen, das wäre ein Spaziergang, angesichts unserer bisherigen Erfolgsgeschichte in der Region reichlich kühn.

    @TH

    Aus Gegnern Verbündete zu gewinnen, ist eine der großen Stärken des Westens. Das muß man im Auge behalten, wenn man sich den ganzen BRICS-Hype und die Freundeskreise Putins anschaut.

    Bisher hatten sich die ehemaligen Gegner von solchen Bündnissen häufig auch ganz praktische Vorteile versprochen, die Vorstellung, wir waren in allen Fällen einfach mal so überzeugend, wirkt auf mich relativ sozialromantisch.

    Und solche Vorteile muss man erstmal bieten können, insofern sollten sie den BRICS-Hype nicht vorschnell suspendieren, auch wenn es schwer fällt.

    • 14. April 2012 um 21:31 Uhr
    • Boothby
  117. 122.

    @ riccardo:

    Dann erklären Sie mir doch, weshalb das nur für „die islamische Welt“ (zu der auch Christen, Juden, Agnostiker etc.pp. gehören), nicht aber für „den Westen“ (zu dem auch Muslime, Juden, etc.pp. gehören) gelten soll (dem Sie jede (Möglichkeit der) Eigenverantwortung abzusprechen scheinen). Ich habe den Satz umformuliert, damit Sie sehen, wie schwachsinnig mir Ihre Aussage zunächst erschien.

    Davon abgesehen kaufe ich für beide Sätze ein „nur“, dann wird daraus ein „nicht nur“, und das unterstreiche ich dann sogar.

    • 15. April 2012 um 11:20 Uhr
    • MM
  118. 123.

    Siggi Pop verteidigt SS-Günni. Erschien mir eh abhesprocien.
    Mal sehen, wannLau folgt.

    • 15. April 2012 um 11:35 Uhr
    • Unermüdlich
  119. 124.

    OT – Tunesien – die Zivilgesellschaft besteht auf jeden Fußbreit der bürgerlichen Freiheiten und Menschenreechte –
    Tunisian President Visits Russian Orthodox Church, Upholds Religious Freedom
    http://www.tunisia-live.net/2012/04/14/tunisian-president-visits-russian-orthodox-church-upholds-religious-freedom/

  120. 125.

    @ Publicola

    „Tunesien – die Zivilgesellschaft besteht auf jeden Fußbreit der bürgerlichen Freiheiten und Menschenreechte“

    Sagt der Präsident zum Russischen Botschafter mit dem jüdisch klingenden Namen zu Orthodox-Ostern nachdem er schon:

    „In a press release issued by the Tunisian Presidency, Marzouki stated that Tunisia condemns the recent attack on the church, which occurred on April 3rd. The incident involved an individual, who disrespected the church’s cross by covering it with a plastic bag. A suspect has subsequently been arrested in connection with the crime.“

    Die message ist: ‚Sunniten sind nicht alle Asis !‘ und gilt der Öffentlichkeit* mit Blick auf den Syrischen Konfliktschauplatz.

    *vielleicht speziell der Ostchristlichen Öffentlichkeit

    Sowas muss ein Präsident machen, dazu ist er da.

    Ihre Übersetzung mit „Zivilgesellscahft“ wirkt ein wenig frei, oder gibt es dafür noch eine andere Quelle ?.

    So spricht der Präsident:

    „these acts are isolated and do not reflect the Tunisian people’s true understanding of the teachings of Islam, which forbid religious fanaticism.“

    Es geht darum, wo die Arschkarte des Islamofaschismus jedenfalls nicht landen soll. Aber einer wird sie am Ende haben – Moskau meint, sie käme mit dem Wahabitentum von den Golfarabern – und das meint der Tunesische Präsident natürlich, sei auf keinen Fall der Sachverhalt.

    • 15. April 2012 um 14:03 Uhr
    • Thomas Holm
  121. 126.

    Die message ist: ‘Sunniten sind nicht alle Asis !’ und gilt der Öffentlichkeit* mit Blick auf den Syrischen Konfliktschauplatz.

    Die Frage ist, wie man innenpolitisch
    – bei ungeklärter Verfassungs-Frage –
    seine Ziele (in diesem Falle: Zementierung der bürgerlichen Freiheiten) erreicht
    – dabei soll ja, so heißt es, die Wortwahl und Argumentationsmechanik je nach Lage und Bevölkerungszusammensetzung – nicht unwichtig sein.

  122. 127.

    @ Boothby

    „Zumindest erscheinen mir die Behauptungen, das wäre ein Spaziergang, angesichts unserer bisherigen Erfolgsgeschichte in der Region reichlich kühn.“

    Alles, was nicht Nation building sein sollte, war ein Spaziergang.

    Und von Nation building für den Iran habe ich noch nichts gehört.

    „Bisher hatten sich die ehemaligen Gegner von solchen Bündnissen häufig auch ganz praktische Vorteile versprochen“

    Vorteile, die man von anderen Widersachern nicht eingeräumt bekommt; der Westen bot eine einmalige Mischung aus Kaufkraft und Gedächtniskürze, verzeihung: Toleranz und Versöhnungsbereitschaft war natürlich gemeint.

    „die Vorstellung, wir waren in allen Fällen einfach mal so überzeugend, wirkt auf mich relativ sozialromantisch.“

    Wer ein echtes Tyrannenproblem hat, der fordert tatsächlich eher westliche Werte ein und kommt dann erst später wieder auf seine exklusiven Emiratvorstellungen zurück; oder er macht occupy-riots in Libyen – wo man sich es halt leisten kann, da ist man sogar superwestlich.

    Für Leute, denen es dreckig geht, sind die westlichen Werte schon die überzeugendsten; allerdings nicht sehr nachhaltig; woraus man allerdings nicht schliessen daft, dass es ihnen noch nicht dreckig genug gegangen ist. Das wäre nämlich aggressiv und grausam und soll man hier eher nicht tun.

    „Und solche Vorteile muss man erstmal bieten können, insofern sollten sie den BRICS-Hype nicht vorschnell suspendieren, auch wenn es schwer fällt.“

    Dass man im BRICS-Umfeld doch noch keine wirtschaftlich so richtig fruchtbare Alternative vorfindet, habe ich neulich in der türkischen Wirtschaftspresse gelesen. Aber: muss man im Auge behalten.

    • 15. April 2012 um 14:21 Uhr
    • Thomas Holm
    • 15. April 2012 um 14:24 Uhr
    • Face
  123. 129.

    @ Publicola

    „dabei soll ja, so heißt es, die Wortwahl und Argumentationsmechanik je nach Lage und Bevölkerungszusammensetzung – nicht unwichtig sein“

    Haben Sie eine Wortwahl gefunden, die die Übersetzung mit: „Zivilgesellschaft“ rechtfertigt ? „Frei ja, aber nicht zu frei“ sollen Übersetzungen sein, so spricht es düster aus der Pennälerecke meines Gedächtnisses.

    „Tunisia: fresco of saint vandalized, crosses smashed

    April 11, 2012

    An Islamist organization has demanded that an Orthodox priest convert to Islam or pay the jizya (protection tax imposed on non-Muslims), according to Tunisian media reports.

    Feces was spread on the fresco of a saint at the Russian school adjacent to the church, and crosses have been smashed at a Christian cemetery in the city.“

    http://www.catholicculture.org/news/headlines/index.cfm?storyid=13963

    Da ist wohl mal ein herrschaftsfreier Dialog zwischen Moskau und Tunis darüber fällig, wer eigentlich an wen Schutzgeld zu bezahlen hat.

    Ich fürchte, die syrischen Kinder werden bis zu einer Klärung von u.a. dieser Angelegenheit, erstmal weiter zu bezahlen haben.

    • 15. April 2012 um 14:33 Uhr
    • Thomas Holm
  124. 130.

    Belech.

    • 15. April 2012 um 15:09 Uhr
    • Unermüdlich
    • 15. April 2012 um 15:10 Uhr
    • Unermüdlich
  125. 132.

    Lieber Herr Lau;
    Israels Sicherheit ist nicht verhandelbar. So lautet ein bekanntes Dogma aus Jerusalem. Aber es heißt auch, die Siedlungen in „Samaria und Judäa“ dienten eben dieser Sicherheit. Man kann es kurz fassen: Eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts ist nicht verhandelbar; mit und ohne deutsche Schulterschlüsse mit Israel und mit und ohne Ubootlieferungen nach Israel.
    Herr Lau, Sie haben mit Herrn Pipes diskutiert, dem Kopf hinter dem Mideast Freedom Forum und dem Internetportal „Campuswatch“, auf dem Studenten aufgefordert werden, israelkritische Kommilitonen und Dozenten zu denunzieren. Auf deutschem Boden existiert seit Jahren ein Ableger dieser Organisation, das Mideast Freedom Forum Berlin. Schon im Mai 2008 fand eine sogenannte „Internationale Irankonferenz“ statt, ausgerichtet von fast ausnahmslos erzkonservativen Amerikanern, israelischen Falken und einigen deutschen Parteigängern und Befürwortern eines Militärschlages gegen Teheran: M. Küntzel, Thomas von der Osten-Sacken und H. M. Broder.
    Wenn man nicht bald losschlüge, so der Tenor damals, habe der Iran 2010 die Bombe. Das ist nun zwei Jahre her, und der Iran hat die Bombe immer noch nicht.
    Diese Irankonferenzen sind Jahr um Jahr wiederholt worden, und wer sich das zweifelhafte Vergnügen macht, die Homepage des „MFFB“ aufzurufen, oder die von dieser Organisation bei Youtube ins Netz gestellten Diskussionsbeiträge in filmischer Form anzuschauen, der wird um den Eindruck, dass hier seit Jahren in Richtung Krieg getrommelt wird, nicht umhin kommen.
    Ich für meinen Teil zolle einem Herrn Grass mehr als Respekt.
    Was für ein hilfloses Gestammel provozierte sein Gedicht vom israelischen Geschäftsträger in Berlin. Dessen umständliche Analogie zu den Ritualmordvorwürfen mittelalterlicher Antisemiten muss man sich ja dreimal durchlesen, um sie ansatzweise zu verstehen. Fällt Jerusalem in seiner Hilflosigkeit gegenüber der Wahrheit nichts mehr ein?

    • 15. April 2012 um 17:09 Uhr
    • Krischan
  126. 133.

    Meine politische Biografie ist durch Schriftsteller wie Günter Grass und auch Heinrich Böll geprägt. Als SPD-Vorsitzender kommt für mich hinzu, dass Grass die Sozialdemokratie immer unterstützt hat.

    Deshalb finde ich die Frage, ob man ihn noch zu Wahlkämpfen einladen kann, einigermaßen befremdlich. Was hat Grass für die SPD geleistet, was hat er an Prügeln eingesteckt, als er für Willy Brandt Wahlkampf gemacht hat? Es wäre feige und undankbar, jetzt von ihm abzurücken. Nicht nur die SPD, das ganze Land hat Grass viel zu verdanken.

    https://www.facebook.com/sigmar.gabriel

    • 15. April 2012 um 18:21 Uhr
    • Unermüdlich
  127. 134.

    Meine politische Biografie ist durch Schriftsteller wie Günter Grass und auch Heinrich Böll geprägt.

    Ach daher.

    • 15. April 2012 um 18:26 Uhr
    • unlimited
    • 15. April 2012 um 18:33 Uhr
    • Unermüdlich
  128. 136.

    @ Krischan

    „Schon im Mai 2008 fand eine sogenannte “Internationale Irankonferenz” statt, …
    Wenn man nicht bald losschlüge, so der Tenor damals, habe der Iran 2010 die Bombe. Das ist nun zwei Jahre her, und der Iran hat die Bombe immer noch nicht….
    wird um den Eindruck, dass hier seit Jahren in Richtung Krieg getrommelt wird, nicht umhin kommen.“

    Der Krieg um die Hegemonie in der Levante hat längst begonnen und wenn er sich zu einem Krieg um die Vorherrschaft am Golf ausweitet, dann braucht Israel für den Fall, dass es dann diesen Krieg entscheiden mag, einen Grund dafür, dass es schon immer mit dem Iran etwas zu schaffen gehabt habe. Legitimierende Vorwände für ein Joker-Spielen gibt es genug und tragfähige. So blöd‘ sind sie halt, die anderen.

    Wer nicht verliert von den Feinden Israels, der ist dann auch kein Islamofaschist (mehr).

    • 15. April 2012 um 18:38 Uhr
    • Thomas Holm
  129. 137.

    Wen ich bös wäre, würde ich jetzt fragen, wie man sich als Hofschranze fühlt.

    • 15. April 2012 um 18:51 Uhr
    • Unermüdlich
  130. 138.

    @MR
    Zum Glück sind sie ja ein Guter. 😎

    • 15. April 2012 um 19:17 Uhr
    • riccardo
  131. 139.

    Frau Merkel erklärt den Bankrott

    Offene Diskussion über den Islam

    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=30

    Der Vorschlag wurde gelöscht.

    • 15. April 2012 um 19:41 Uhr
    • FreeSpeech
  132. 140.

    @MR

    Köstlich, wie die Clique jetzt auch noch Umfragen unter dem Volk manipuliert. DDR 2.0?

    • 15. April 2012 um 19:46 Uhr
    • FreeSpeech
  133. 141.

    Erinnern wir uns? „Nuke the Ayatollahs“ war der Schlachtruf amerikanischer Falken zur Zeit der Botschaftsbesetung. In Teheran scheint man diese Drohung leider vergessen zu haben, machen wir die Wahnsinnigen dort nicht besser als sie sind, aber nach der Beseitigung des einstigen Hoffnungsträgers eines erträumten Großarabien gegen Israel in Bagdad steht nun das Mullahregime im Fadenkreuz Israels. Wer etwas anderes denkt, der mag es tun, aber es ändert nichts an den Tatsachen. Seit Jahren arbeitet die Israellobby immer offener mit allen rechtspopulistischen bis hin zu rechtsextremen Gruppen zusammen, wettert man, der Islam sei keine Religion sondern eine faschistische Ideologie, Giordano spricht mit seinem eigenen Engagement gegen den Moscheebau in Köln jeden islamophoben Spießer vom Verdacht des braunen Fremdenhasses frei ( „Wenn schon ein Jude auf unserer Seite steht, können wir ja keine Nazis sein.“).

    • 15. April 2012 um 20:05 Uhr
    • Krischan
  134. 142.

    Alles, was nicht Nation building sein sollte, war ein Spaziergang.

    Und sie sind sich sicher, das bei den Spaziergängen mehrheitlich von regime change die Rede war?

    Vorteile, die man von anderen Widersachern nicht eingeräumt bekommt; der Westen bot eine einmalige Mischung aus Kaufkraft und Gedächtniskürze, verzeihung: Toleranz und Versöhnungsbereitschaft war natürlich gemeint.

    Der Punkt ist schlicht, das der Westen nicht mehr die einzige Instanz ist, sondern man als klassischer Generfall ein doch großes Angebot an besten neuen Freunden zur Auswahl hat.

    Dass man im BRICS-Umfeld doch noch keine wirtschaftlich so richtig fruchtbare Alternative vorfindet, habe ich neulich in der türkischen Wirtschaftspresse gelesen.

    Es reicht schon jetzt, wenn man bedenkt, wie häufig wir um Kooperation ersuchen. Anbei: Sie hätten der türkischen Wirtschaftspresse die Enttäuschung darüber entnehmen können, das auch eine intensivierte Kooperationen beider Länder offenbar keinen Meinungsschwenk Chinas in Sachen Syrien bewerkstelligen können, die Behandeln den Bosperus genau wie uns. Stört den Bosperus aber auch genausowenig wie uns.

    Ansonsten freuen sie sich über ihren Wettbewerbsvorteil, wenn sie die türkisch Presse emitverfolgen können. Möglicherweise kommen sie um den Mandarin-Kurs noch herum: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,785707,00.html

    • 15. April 2012 um 20:45 Uhr
    • Boothby
  135. 143.

    @Ue

    Wen ich bös wäre, würde ich jetzt fragen, wie man sich als Hofschranze fühlt.

    Vielleicht wäre Realpolitik ja auch ein Erklärungsansatz. Da ihre Kritik ein wenig ideologiemotiviert erscheint, nehme ich an, Die Integrationspolitik vom anderen Lager findet eher ihren Zuspruch?

    • 15. April 2012 um 20:53 Uhr
    • Boothby
  136. 144.

    Und sie sind sich sicher, das bei den Spaziergängen nicht mehrheitlich von regime change die Rede war?

    sry

    • 15. April 2012 um 20:54 Uhr
    • Boothby
  137. 145.

    Lesenswerter Beitrag!
    Sie sagen über die Kanzlerin : „Sie kann drittens drängen, dass Israels Sicherheit ohne Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt von niemandem garantiert werden kann, auch nicht von der deutschen Staatsräson.“

    Das dürfte illusorisch sein. Die Zweistaatenlösung ist tot. Wie könnten eine halbe Million Siedler oder zumindest ein nennenswerter Teil davon ins Kernland zurück geholt werden? (http://bit.ly/IKmvDa)

    • 15. April 2012 um 21:17 Uhr
    • Marc
  138. 146.

    @ Boothby

    Spaziergänge ..

    Wir betrachten wahrscheinlich unterschiedliche Fallgruppen.

    Ich schließe auch Israel mit ein: Die Handstreiche auf die Irakischen und Syrischen Atomanlagen haben keine abträglichen Folgen gehabt.

    Wenn Carters Geiselbefreiungsaktion in Teheran geklappt hätte, wäre das auch nicht von Nachteil gewesen; klappen muss sowas halt.

    Israels Regime-Mitbasteleien im Libanon haben zu nichts erfreulichem geführt.

    Saddam aus Kuwait ‚rauszuwerfen war ein Heldenstück; schon von Regimechange zu reden, war dagegen unprofessionell und führte zu viel Erbitterung bei den niedergeschlagenen Schiiten, Kurden und Marschland-Arabern.

    Die Taliban und Saddam wegzukicken war ein Klacks, dann aber in die Verantwortung einzutreten, dass etwas Besseres heranreifen möge, bedeutete, sich den Spoilerstrategien aller Beteiligten auszusetzen; namentlich Pakistans und Al Kaidas, von deren Schnittmengenumfang wir noch erfahren werden (von den afgh. Taliban, wenn sie Stress haben wreden mit Pakistan; und von Belhadj & Co., da steht noch ein sorry-swap aus; er müßte sich dann mal entschuldigen, dass man in seinem Umfeld zeitweilig den Westen mit Pakistanpropaganda verwechselt hat).

    „ein doch großes Angebot an besten neuen Freunden zur Auswahl hat.“

    Wohlan, nur zu; der Preis der Freundschaft mit Putin ist die volle Wucht des Zorns der von seinen Assets geknechteten Sunniten.

    China als Partner; China als Wiederaufbaupartner, wenn alles in Trümmern liegt, ist sicher vergleichsweise preiswert – auch im Wettbewerb mit türkischen Anbietern wohl noch.

    Über den Wert Venezuelas für den Iran hat sich mal AJE lustig gemacht.

    „Stört den Bosperus aber auch genausowenig wie uns.“

    Die Türkentumspolitik vom Bosporus wird bittere Abstriche machen müssen gegenüber den chinesischen Ansprüchen; irgendwann wird es bei der ganzen Verraterei einen inneren Backlash geben; Syrer, Kaukasier, Uiguren, Mittelasienturkvölker; überall hat die

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit

    bzw. einer von den beiden schon seine Finger ‚drin.

    „Die Türkei hat im Oktober 2011 einen offiziellen Antrag auf eine Dialogpartnerschaft bei der SOZ gestellt.“

    Das Fünfte Rad am Wagen auf der Achse Putin-Peking und der Iran war schon früher da und hat die Rohstoffe, an deren Vorbeileitung an Rußland die Türkei etwas mitverdienen konnte. Wenn die Türkei diesen Weg geht, wird Putin freie Hand in Baku verlangen und Schluß mit den Georgischen Pipelinespielchen. Da gibt es noch einiges zu verraten, beim Bettgeflüster mit Putin.

    http://www.todayszaman.com/news-277569-hashemi-iraq-a-corridor-for-iranian-weapons-to-syria.html

    „Iraqi Vice President Tariq al-Hashemi, who is under Turkey’s protection ..“

    Herzlichen Glückwunsch, einen Boom für Bodyguards wird es geben; lesenswerte Details !

    • 15. April 2012 um 21:44 Uhr
    • Thomas Holm
  139. 147.

    @FreeSpeech

    DDR 2.0 könnte schon sehr bald eine Frage des Überlebens für Frau Merkel und ihre Freunde sein

    http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.en.php?first=1&open=aussenwirtschaft&func=row&tr=EU8148B&showGraph=1

    • 15. April 2012 um 22:17 Uhr
    • Face
  140. 148.

    Ich schließe auch Israel mit ein: Die Handstreiche auf die Irakischen und Syrischen Atomanlagen haben keine abträglichen Folgen gehabt.

    Ich bin da nicht so drin in der Materie, aber alle Analysten, von denen ich gehört habe, gehen in beiden Hinsichten von völlig anderen Grundvoraussetzungen aus: Zum Einen was Lage und Erfolgsaussichten eines solchen Unterfangens angeht, zum anderen auch im Hinblick auf die innenpolitische Funktion, die solch ein Schlag hätte. Schlechter Vergleich.

    Wenn Carters Geiselbefreiungsaktion in Teheran geklappt hätte, wäre das auch nicht von Nachteil gewesen; klappen muss sowas halt.

    Sehen sie, Konjunktive werden total unterschätzt. Insbesondere weil derselbe Carter bei der Implementierung des Regimes noch selber mit ausgeholfen hat. Hier erkennen wir auch die Flatterhaftigkeit von Bevölkerungen: Damals noch ganz begeistert, hat man das zwischenzeitlich wohl anders beurteilt. Ineins mit anderen eher Nicht so schönen Abenden beim durchgehen der Fotoalben kann da eine gewisse skepzis hinsichtlich unserer Unternehmungen im Iran angenommen werden. Aber wenigstens zeigt sich Obama als ein wenig aus dem Rahmen fallend.

    Israels Regime-Mitbasteleien im Libanon haben zu nichts erfreulichem geführt.´

    In der Tat.

    Saddam aus Kuwait ‘rauszuwerfen war ein Heldenstück; schon von Regimechange zu reden, war dagegen unprofessionell und führte zu viel Erbitterung bei den niedergeschlagenen Schiiten, Kurden und Marschland-Arabern.

    Niemandem kann man es recht machen. Wir sollten dabei beachten, das die Folgen in den irakischen Alltag danach weiter reinreichten, obwohl hiesig schon wieder die economy „it“ war. Und dann macht man den regime change doch, aber wegen, genau: WMD’s. Wer soll da noch durchsteigen.

    Die Taliban und Saddam wegzukicken war ein Klacks, dann aber in die Verantwortung einzutreten, dass etwas Besseres heranreifen möge, bedeutete, sich den Spoilerstrategien aller Beteiligten auszusetzen; namentlich Pakistans und Al Kaidas, von deren Schnittmengenumfang wir noch erfahren werden (von den afgh. Taliban, wenn sie Stress haben wreden mit Pakistan; und von Belhadj & Co., da steht noch ein sorry-swap aus; er müßte sich dann mal entschuldigen, dass man in seinem Umfeld zeitweilig den Westen mit Pakistanpropaganda verwechselt hat).

    Die Königsklasse. Also Taliban rausschmeissen ist etwas anderes, als Mullah Omar zum Umzug zu bewegen, würde ich meinen. Ich weiß ja, die kamen nach den Russen, aber Mudschahedin gabs da auch schon, und guess what: Die wohl mit Abstand unbehaglichste Besatzungstreitkraft, die man sich nur vorstellen kann, beißt sich da die Zähne aus. Und nun kommen ein paar wirklich zivilisierte Leute wollen den Laden dann klar Schiff machen, das reinste Blumenkindertum. Wenn, und ich will das nicht beschwören, es revanchistische Personen in Russland beim Einmarsch der Amis in Afghanistan gegeben haben sollte: Was glauben sie, wie haben die auf diese News reagiert. Mein best guess: Die kamen nicht mehr raus aus dem Lachen, und zwar bereits an Tag 1.

    Jetzt kann man natürlich sagen, OK, wir haben getan was wir konnten, aber die wollten halt nicht so, und 10 mrd. Militärhilfe für Pakistan, das dieser prompt in einen Konflikt mit einer befreundeten Nation steckt*: Konnte doch nun wirklich keiner Ahnen.

    Aber so eine Situation könnte man produktiver Nutzen und sich fragen: ist man da eigentlich in eine komplette Gutmenschenfalle reingelaufen?

    *Gut, das Obama bei den Pakistanern dann doch mal Eier gezeigt hat.

    Wohlan, nur zu; der Preis der Freundschaft mit Putin ist die volle Wucht des Zorns der von seinen Assets geknechteten Sunniten.

    Verstehe ich das richtig: Wenn Assad nicht mit den Russen kungelt, bauen die Sunniten auch Scheiß? Echt jetzt? Interessante Interpretation.

    China als Partner; China als Wiederaufbaupartner, wenn alles in Trümmern liegt, ist sicher vergleichsweise preiswert – auch im Wettbewerb mit türkischen Anbietern wohl noch.

    Sie belieben zu scherzen, oder geschieht das jetzt in eschatologischer Erwartung des tektonischen Istanbul-Bigbang? So weit ich weiß, war die Türkei das einzige Land auf dem europäischen Kontinent, das mitten in der Krise seine Ratings verbessern konnte.

    Wenn das nun auf Syrien abzielt bin ich beruhigt: wenigstens erwarten sie dann hier nicht den nächsten „Spaziergang“.

    Die Türkentumspolitik vom Bosporus wird bittere Abstriche machen müssen gegenüber den chinesischen Ansprüchen; irgendwann wird es bei der ganzen Verraterei einen inneren Backlash geben; Syrer, Kaukasier, Uiguren, Mittelasienturkvölker; überall hat diehxxp://de.wikipedia.org/wiki/Shanghaier_Organisation_für_Zusammenarbeit

    bzw. einer von den beiden schon seine Finger ‘drin.

    Es bleibt zu hoffen, das die türkische Nationalismuskarte einen vernünftigen Dämpfer erhält, zu Minderwertigkeitskomplexen gegenüber China sehe ich hier keinen Grund. Der Konnex mit den Uiguren wirkt hier seltsam erratisch.

    “Die Türkei hat im Oktober 2011 einen offiziellen Antrag auf eine Dialogpartnerschaft bei der SOZ gestellt.”

    Wenn sie wirklich annehmen, dies sei ein Zeichen von Schwäche, übersehe sie entweder, wie groß der Kuchen, der aus unserer Perspektive so fragwürdig ist, den genannten Regionen derzeit scheinen muss. Oder sie wissen etwas, das sie sich bis zum Schluss aufgehoben haben, ich bin gespannt.

    Das Fünfte Rad am Wagen auf der Achse Putin-Peking und der Iran war schon früher da und hat die Rohstoffe, an deren Vorbeileitung an Rußland die Türkei etwas mitverdienen konnte. Wenn die Türkei diesen Weg geht, wird Putin freie Hand in Baku verlangen und Schluß mit den Georgischen Pipelinespielchen. Da gibt es noch einiges zu verraten, beim Bettgeflüster mit Putin.

    Ich bin beeindruckt, sie sind wirklich nahe dran an den geheimen Plänen der Mächtigen. Selbst wenn die selber davon noch gar nix wissen, werden sie sich über die Rohstoffpreisentwicklung heuer auch einfach freuen wie kleine Kinder.

    • 15. April 2012 um 23:16 Uhr
    • Boothby
  141. 149.

    148 an TH, sry.

    • 15. April 2012 um 23:17 Uhr
    • Boothby
  142. 150.

    14.04.2012 · Ausgerechnet die Beschäftigten der EZB fordern Pensionen mit Inflationsschutz. Der Glaube an das Stabilitätsversprechen der Zentralbank scheint bei den eigenen Mitarbeitern zu bröckeln.

    • 15. April 2012 um 23:23 Uhr
    • Face
  143. 151.

    OT – Tunesion –

    A delegation of Tunisian Jewish students toured the Carthage Presidential Palace on Sunday, although they did not get to meet with President Moncef Marzouki. President Marzouki invited the group to visit the Palace in remarks to the Tunisian Jewish Community at the El Ghriba Synagogue on Wednesday at a ceremony commemorating the ten-year anniversary of an Al-Qaeda attack on the Djerbian landmark.

    The group of around 60 students from both Djerba and Tunis expressed overall satisfaction with their visit … Eitan Eliya, a Djerba-based Hebrew teacher and leader of the group, said … “Our visit showed there is no difference between different groups in Tunisian society. That is very important,” Eliya said.
    http://www.tunisia-live.net/2012/04/15/delegation-of-tunisian-jewish-students-visits-presidential-palace/

  144. 152.

    14.04.2012 · Ausgerechnet die Beschäftigten der EZB fordern Pensionen mit Inflationsschutz. Der Glaube an das Stabilitätsversprechen der Zentralbank scheint bei den eigenen Mitarbeitern zu bröckeln.

    Wenn man einen Hang zu Ökonomieblogs hat, ist die Entwicklung dieser News ein faszinierendes Medienphänomen. Soweit ich weiß, will jeder Tarifpartner auf der Arbeitnehmerseite einen Inflationsausgleich, und Pensionen fallen da bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst mit rein. Aber hey, da kann man ja auch superclever raunen.

    Mal sehen wie lange wir brauchen, bis Ökonomie-Institute mit hippen Namen sowas als Index bringen und es in die daily news schafft.

    Warum sagen sie nicht einfach: Guckst du hier, Inflationserwartung super hoch, und gut. Keine besseren Daten soweit?

    • 15. April 2012 um 23:31 Uhr
    • Boothby
  145. 153.

    @ Boothby

    Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

    „Ich bin beeindruckt, sie sind wirklich nahe dran an den geheimen Plänen der Mächtigen.“

    Ihre Skepsis äußerten Sie auf einen Absatz hin, in dem ich etwas zu Putins Ambitionen mit Blick auf die russische Nachbarschaft – Stichwort Baku – erwähnte.

    Mutmaßungen von einem, der sich etwas auskennt:

    „“The Russian spearhead (from the Transcaucasia region) may be ordered to strike south to prevent the presumed deployment of U.S. bases in Transcaucasia, to link up with the troops in Armenia and take over the South Caucasus energy corridor along which Azeri, Turkmen and other Caspian natural gas and oil may reach European markets,“ Felgenhauer said.

    „By one swift military strike, Russia may ensure control of all the Caucasus and the Caspian states that were its former realm, establishing a fiat accompli the West, too preoccupied with Iran, would not reverse,“ he said.“

    http://hamsayeh.net/world/1728-russia-planning-troops-deployment-on-irans-northern-border-and-waiting-for-a-western-attack.html

    Die Quelle ist propagandistisch, aber Felgenhauer geht so.

    Die Gesamttendenz des russischen Gepolters zu dem Thema US-Einfluß in der Nachbarschaft geht genau in diese Richtung. Im Bett mit Erdogan würde Putin davon ausgehen, dass dieser gegen solche Nummern nichts mehr haben kann. Und Putin ist der Power-King in der BRICS-world.

    Wie China das mittelfristig finden wird, ist nochmal eine andere Frage, aber noch deckt Peking ‚komme was da wolle‘ nach dem Abschied des Westens.

    „Der Konnex mit den Uiguren wirkt hier seltsam erratisch.“

    Ein Turkvolk – emotional im Herzen des Türkentums; Erdogan war sogar da bei seinem Pekingtripp – und danach gab es den Stress wegen der Securitiy-Knarrenkoffer.

    Der chinesische Markt-Kuchen ist schon attraktiv, aber die Frage ist, wie hoch der Teilhabepreis ist für z.B. die Türkei, vor allen Dingen, wenn es bei den Alternativen eng wird.

    „Wenn das nun auf Syrien abzielt bin ich beruhigt“

    Die Trümmer waren auf Syrien bezogen – und den Libanon, ein bisschen Irak vielleicht bald auch wieder … siehe der Hashemi-Artikel.

    „Es bleibt zu hoffen, das die türkische Nationalismuskarte einen vernünftigen Dämpfer erhält“

    Ein eine gewisse Ernüchterung erfahren wird.

    „zu Minderwertigkeitskomplexen gegenüber China sehe ich hier keinen Grund“

    Gute Mine zum bösen Spiel wird gefragt sein; eben nicht nur beim Hängenlassen der Syrischen Sunniten, sondern auch der Turkvölker; in Anliegen, in denen die Türkei die westliche Menschenrechtspolitik auf ihrer Seite hat(te).

    „wenigstens erwarten sie dann hier nicht den nächsten “Spaziergang”.“

    Ehrensache für Moskau, dass es dazu nicht kommt:

    hxxp://www.examiner.com/military-affairs-in-wichita/russian-warships-are-on-their-way-to-the-mediterranean-sea-to-guard-syrian-coast

    „Niemandem kann man es recht machen. Wir sollten dabei beachten, das die Folgen in den irakischen Alltag danach weiter reinreichten“

    In den syrischen Alltag werden sie noch weiter hineinreichen.

    „Die wohl mit Abstand unbehaglichste Besatzungstreitkraft, die man sich nur vorstellen kann, beißt sich da die Zähne aus.“

    Die Sowjets haben die Erfahrung gemacht, dass auch wenn man ca. 10% der Bevölkerung tötet und 30% vertreibt – dann hat man noch lange nicht die Leute einträchtig beieinander, die den Rest regieren könnten.

    Die Sowjets sind von rivalisierenden afghanischen Kommunistenfraktionen genauso veräppelt wurden, wie die Amerikaner von den Warlords. Regierungswechsel in Kabul im Sowjet-Stil:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Storm-333

    Eine Operation gegen die Ziele des Iranischen Atomprogramms wäre technisch extrem risikoreich; wenn sie technisch schief geht, ist sie auch politisch eine Katastrophe.

    Wenn sie handstreichartig gelingen sollte, könnte ein Iranisches Regime im Abschwung bestrebt sein, weitere Kräfteverhältnisse eher nicht zu testen. Es gibt keine Automatismen; die Sache hat enorme Risiken.

    „Aber so eine Situation könnte man produktiver Nutzen und sich fragen: ist man da eigentlich in eine komplette Gutmenschenfalle reingelaufen?“

    Mal mit Arminia Bielefeld ‚drüber reden:

    „In den folgenden Jahrzehnten erwies sich wieder der unter Tiberius eingeschlagene Kurs, die Germanen ihren eigenen Auseinandersetzungen zu überlassen und auf diese Weise zu entmachten, als richtig, denn nach Arminius‘ Tod brachen bei den Cheruskern Auseinandersetzungen aus, die den Stamm offensichtlich in einen desolaten Zustand versetzten“

    hxxp://www.ggrs.com/essays/romgerm.html

    • 16. April 2012 um 02:08 Uhr
    • Thomas Holm
  146. 154.

    gerade Walter Steinmeier reihte sich nicht in den Chor derer ein, die Grass verurteilten. Vielleicht erinnerte er sich an die Beleidigungen, die ihm von A. Lieberman zuteil wurden, als er es wagte, die Siedlungen zu kritisieren.

    • 16. April 2012 um 07:42 Uhr
    • Krischan
  147. 155.

    @ Boothby

    Soweit ich weiß, will jeder Tarifpartner auf der Arbeitnehmerseite einen Inflationsausgleich, und Pensionen fallen da bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst mit rein.

    Nur haben andere Arbeitnehmer nicht die spezielle Aufgabe, Inflation zu verhindern. Im übrigen können wir dann ja alle beruhigt sein, wenn die Euroschulden weginflationiert werden.

    Wenn man einen Hang zu Ökonomieblogs hat,

    Jo, wer ortneronline liest erfährt früher, was vier Wochen bis ein halbes Jahr später auch die Mainstreammedien nichty mehr leugnen können.

    Und überhaupt, was haben wir uns so: Dass Abgeordnete nur mehr verkünden, was die Weisen beschlossen jaben, das war doch bereits in der Volkskammer nicht anders!

    • 16. April 2012 um 08:48 Uhr
    • Unermüdlich
    • 16. April 2012 um 08:54 Uhr
    • Unermüdlich
  148. 157.

    @Boothby

    . Soweit ich weiß, will jeder Tarifpartner auf der Arbeitnehmerseite einen Inflationsausgleich, und Pensionen fallen da bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst mit rein.

    Es gibt in Deutschland keine Inflationsautomatik hinsichtlich Einkommen Renten und Pensionen. Gottseidank.

    • 16. April 2012 um 09:48 Uhr
    • unlimited
  149. 158.

    @ Boothby

    „Soweit ich weiß, will jeder Tarifpartner auf der Arbeitnehmerseite einen Inflationsausgleich, und Pensionen fallen da bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst mit rein.“

    Ich darf sie beruhigen – laut ESM-vertrag muss die entsprechende Institution die gehälter der Angestellten (öffentliche behörde) noch nicht einmal offen legen – und selbst wenn man mal was da erfahren sollte, es gibt weder akteneinsicht noch die möglichkeit juristisch dagegen vorzugehen.
    Von daher – ist doch echt egal, ob die sich einen automatischen Inflationsausgleich gönnen oder nicht – denn sie oder ich haben usn per definitio nicht darum zu kümmern, als Untertanen die wir sind.

    • 16. April 2012 um 10:24 Uhr
    • Zagreus
  150. 159.

    @Marc:

    Das dürfte illusorisch sein. Die Zweistaatenlösung ist tot. Wie könnten eine halbe Million Siedler oder zumindest ein nennenswerter Teil davon ins Kernland zurück geholt werden?

    Nur, wenn man beim Wort „Zweistaatenlösung“ immer auch gleich einen bestimmten Grenzverlauf mitdenkt. Der ist nämlich in der Tat tot.

    • 16. April 2012 um 10:34 Uhr
    • Arjen van Zuider
  151. 160.

    Im besten Rheinländisch auf den Punkt gebracht.

    Spiegel TV: “Teilen Sie die Meinung, dass Christen und Juden Ungläubige sind und in die Hölle kommen?”

    Sabri Ben Abda: “Soll ich den Koran jetzt ändern? Aber das steht doch im Koran drin. Müssen wir jetzt den Koran ändern? Soll ich jetzt den Koran leugnen? Was soll ich denn jetzt machen? Soll ich jetzt nur dir gefallen und sagen „Ne, Ne, die kommen nicht in die Hölle“ oder wie der Zentralrat der Muslime sagt „Ne, ne, die kommen nicht… die kommen auch alle ins Paradies“. Der Koran sagt ganz klar und deutlich: Wer kein Muslim ist, kommt in die Hölle!”

    • 16. April 2012 um 11:00 Uhr
    • Face
  152. 161.

    Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Weltbank hatte es in sich: Die Organisation brachte im März einen 31 Seiten langen Report zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Palästinensergebieten heraus – und ausgerechnet der Part über den Gaza-Streifen fiel positiv aus. Dem Landstrich, der seit 2007 einer israelischen Blockade unterliegt, wird darin beim Bruttoinlandsprodukt ein Wachstum von fast 26 Prozent in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bescheinigt. Im Vergleich liegt das Westjordanland mit nur 5,8 Prozent weit zurück.

    26% Wachstum !!! Die Hamas hat viele Freunde.

    • 16. April 2012 um 11:08 Uhr
    • Face
  153. 162.

    @ face

    prozentzahlen sagen wenig aus, wenn man nicht den vorherigen zustand (beurteilung) kennt.

    Erste Frage wäre dann: Westjordanland und Gazah-streifen, waren die für die untersuchung zugrundgelegten Daten ähnlich?

    Denn wenn nicht, dann kann sich sehr schenll ergeben, dass einerseits ein rasantes wachstum angegeben wird und gleichzeitig es nur ausdruck eines riesigen Hinterherhinkens ist.

    sowas in der art (fantasiezahlen!):
    Vergleich der Entwicklung der autoproduktion in GB und UdSSR im zeitraum von 1920 – 1925:

    GB: +5,5 %

    UdSSR: 550%

    tatsächliche veränderung:

    GB 1 000 000 Autos auf 1 055 000 Autos

    UdSSR: 100 Autos auf 550 Autos

    Von daher – statistiken sind nur so aussagekräftig, wenn das gleiche von/unter gleichen anfangsbedingungen aus gemessen wird.

    • 16. April 2012 um 11:36 Uhr
    • Zagreus
  154. 163.

    @ Face

    Falls man belastbare Zahlen hat, müßten noch die Transferzahlungen durch die PA und die Weltgemeinschaft rausgerechnet werden.

    Abgesehen davon spendiert Qatar Sprit fürs Gaza-Kraftwerk.
    Ein Sieg für Hamas, denn der wird garantiert eine Menge Steuern in die Taschen spülen.

    http://paltoday.ps/ar/post/134974/%D8%B9%D9%88%D8%B6-%D8%A7%D9%84%D9%88%D9%82%D9%88%D8%AF-%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%B7%D8%B1%D9%8A-%D9%8A%D8%B5%D9%84-%D8%BA%D8%B2%D8%A9-%D8%AE%D9%84%D8%A7%D9%84-%D8%B3%D8%A7%D8%B9%D8%A7%D8%AA-%D8%A8%D9%85%D9%88%D8%A7%D9%81%D9%82%D8%A9-%D9%85%D8%B5%D8%B1%D9%8A%D8%A9

    • 16. April 2012 um 11:52 Uhr
    • Serious Black
  155. 164.

    ad # 161

    Diese Statistiken dürften noch unter der Korrektheit griechischer Statistiken anzusiedeln sein.

    • 16. April 2012 um 12:26 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  156. 165.

    @ HJS

    Rechtspopulist!

    • 16. April 2012 um 12:49 Uhr
    • Unermüdlich
  157. 166.

    @ Face # 160

    Der Koran sagt ganz klar und deutlich: Wer kein Muslim ist, kommt in die Hölle!”

    Das ist Missbrauch der Religion!

    • 16. April 2012 um 13:14 Uhr
    • Unermüdlich
  158. 167.

    @ Unermüdlich

    Das ist Missbrauch der Religion!

    Eher Wegbeschreibung.

    • 16. April 2012 um 13:27 Uhr
    • FreeSpeech
  159. 168.

    Es gibt in Deutschland keine Inflationsautomatik hinsichtlich Einkommen Renten und Pensionen. Gottseidank.

    @ unlimited

    Ist doch egal.

    Wenn die Bundesbank bei ihren Angestellten eine Ausnahme gemacht hätte, hätte es eben geheißen: „Oh sehet, wenn es die Bundesbank für nötig hält, ihren Angestellten eine Inflationsautomatik einzuräumen, dann muss die Lage noch viel ernster sein als fast alle denken!“

    • 16. April 2012 um 13:32 Uhr
    • N. Neumann
  160. 169.

    @ NN

    Der entscheidende Unterschied, dass dies bei der Bundesbank nie nötig war, scheint dir entgangen zu sein.

    • 16. April 2012 um 13:37 Uhr
    • Unermüdlich
  161. 170.

    „Wenn man einen Hang zu Ökonomieblogs hat,“

    Jo, wer ortneronline liest erfährt früher, was vier Wochen bis ein halbes Jahr später auch die Mainstreammedien nichty mehr leugnen können.

    @ UMR

    Genau.

    Wer einen bloggenden Euro-Gegner als Messias hat, der kann sich die Lektüre von Wirtschaftszeitungen und Wirtschaftsteilen sparen, zumal er auch selber auf sowas verlinkt.

    Soll keiner sagen, das sei nicht ökonomisch.

    • 16. April 2012 um 13:42 Uhr
    • N. Neumann
  162. 171.

    Hehe, ja NN, wer fleiszig Wirtschaftsteile liest wie du, der hat halt noch im April 2011 einen Konsens der deustchen Ökonomen in Sachen Euro imaginiert.

    • 16. April 2012 um 13:44 Uhr
    • Unermüdlich
  163. 172.

    @ Face

    „Der Koran sagt ganz klar und deutlich: Wer kein Muslim ist, kommt in die Hölle!”

    Keineswegs klar und deutlich. Man kann das hineininterpretieren, aber genauso auch das Gegenteil davon.

    • 16. April 2012 um 13:48 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  164. 173.

    Hehe, ja NN, wer fleiszig Wirtschaftsteile liest wie du, der hat halt noch im April 2011 einen Konsens der deustchen Ökonomen in Sachen Euro imaginiert.

    @ UMR

    Dann müsstest du mich in diesem Zusammenhang ja auch genau zitieren können.

    • 16. April 2012 um 13:52 Uhr
    • N. Neumann
  165. 174.

    @ NN

    Das ist mir jetzt zu lästig. Aber du scheinst das Gegenteil beweisen zu könnnen.

    • 16. April 2012 um 13:58 Uhr
    • Unermüdlich
  166. 175.

    OT aber hübsch:

    España: décima potencia mundial en fraude fiscal

    http://blogs.elpais.com/cafe-steiner/2012/04/españa-decima-potencia-mundial-en-fraude-fiscal.html

    Und wer kanns besser? Ja, Griechenland, ja, Italien, auch Brasilien.

    Otros destacados defraudadores:

    Brasil: nada menos que el 39% de su economía escapa al fisco
    Italia: 27% del PIB, o unos 237.000 millones de $ de economía sumergida.
    Grecia: 27,5%
    España: 22%
    Alemania: 16%
    Francia: 15%
    Irlanda: 15.8%

    Ich gratuliere.

    • 16. April 2012 um 15:30 Uhr
    • FreeSpeech
  167. 176.

    @UMR:

    Es ist ziemlich schwierig, stichfest zu beweisen, dass man etwas nicht gesagt hat.

    • 16. April 2012 um 15:35 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 16. April 2012 um 15:54 Uhr
    • Serious Black
  168. 178.

    OT – Ägypten –
    Ruling SCAF meets with advisory council to discuss new criteria for choosing constituent assembly
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/39348/Egypt/Politics-/Tantawi-wants-new-constitution-drafted-before-SCAF.aspx

  169. 179.

    Ja, SB, orientalische Demokratie: Geht auch so: 120 Leute wählen, einem Drittel davon teils völlig inhaltsleere oder nutzlose Ministerposten geben, jede Minipartei auf diese Weise in eine Regierung bekommen, alle möglichst ultra-radikal, ultra-religiös-radikal- ultra-ultra-nationalistisch oder sonstwie abgedreht und dann schön den Rest der Welt beschimpfen, der an deren Politik auch nur das kleinste Etwas auszusetzen hat.
    Dann alle innenpolitischen Gegner beschimpfen als Netzbeschmutzer und Selbsthasser und Gesetze stricken, die alles zum Straftatsbestand definiert, was nicht im eigenen Sinne ist.

    • 16. April 2012 um 17:34 Uhr
    • Krischan
  170. 180.

    OT – Tunesien –
    … With a progressive Code of Personal Status, Tunisia is commonly regarded as the Arab world’s most advanced country in terms of women’s rights. Yet sexual harassment exists in Tunisia, too. …
    A recent survey conducted by the Tunisian National Office of Population and Family (ONFP) found that physical violence against women was most commonplace, followed by psychological violence, sexual violence and last, economic violence. While the survey found that violence against women was most common in the private sphere, it also revealed that violence against women in the public sphere is sexual in 21.3% of cases, psychological in 14.8%, and physical in 9.8%….
    According to Manar, it all boils down to the taboo surrounding sex in Arab societies … hope for change in Tunisia lies in education …

    http://www.tunisia-live.net/2012/04/14/talk-is-cheap-sexual-harassment-in-tunisia/

    For Meriem Manar (whose name has been changed to protect her identity), a student of business and English in Tunis, sexual harassment is a daily reality…. “There are places that I cannot go alone, like parks…because I know I might be not just sexually harassed, but even raped……“ For Meriem, taking public transportation can often become unbearable. The everyday hassle of public transport turns into a nightmare for women in Tunis – regardless of their age, and their dress. “The veil would never protect anybody from getting harassed…“ … a study conducted by the Egyptian Center for Women’s Rights, in conjunction with the United Nations Population Fund and the European Commission, found that in Egypt, 72.5% of surveyed victims of sexual harassment were veiled.

  171. 181.

    Korrektur: According to Manar, it all boils down to the taboo surrounding sex in Arab societies … hope for change in Tunisia lies in education … ist der letzte Satz des Zitats.

    http://www.tunisia-live.net/wp-content/uploads/2012/04/scaled-down.jpg – A women’s rights protest in Tunis

  172. 182.

    @ Publicola
    Wie sind Manars Schilderungen der tunesischen Verhältnisse, es sei hier erlaubt an Amina Filali zu erinnern, vereinbar mit dem Anspruch auf keinen Fußbreit der bürgerlichen Rechte zu verzichten?
    Liegt’s vielleicht an der islamischen Definition bürgerlicher Rechte?

    • 16. April 2012 um 20:11 Uhr
    • Bredow
  173. 183.

    Aleviten, Alawiten, Araber, Türken – Keiner blickt durch, aber das mit aller Kraft

    Will Syria’s Sectarian Divisions Spill Over into Turkey?

    Should the conflict in Syria turn Sunni on Alawite, Turkish Alevis may find themselves empathizing with the minority Alawites in Syria and, by extension, with the Assad regime. More than that: they could actively oppose any intervention organized by their own government.

    … should Ankara intervene in Syria against the Assad regime, some in the Turkish Alevi community might be inclined to view this as a new „Sunni attack“ against a fellow minority. That likelihood is further bolstered by many Turkish Alevis‘ belief that they actually are the same as the Alawites, though they are not ethnically or religiously related (the Alawites are Arabs and the Alevis are Turks). It is not uncommon to meet Alevis who, due to a lack of religious education, assume that Alawite is just another name for Alevi.

    There are already signs of a divergence between the AKP’s stance on Syria and the way Turkish Alevis view the conflict. In an interview with The Wall Street Journal on April 9, Selahattin Ozel, chairman of the federation of Alevi associations in Turkey, said, „As Turkish Alevis, we do not support an anti-democratic, an anti-humanist regime [in Syria], but we cannot understand why the [Turkish] prime minister so suddenly became an enemy of the Syrian administration.“

    … More than half a million Arab Alawites live in Turkey — mostly in the Hatay province, which is centered around the ancient city of Antakya — and southern Turkey is also home to around one million Sunni Arabs. If the conflict in Syria turns more sectarian, it could resonate across the border among Turkish Arabs of both Alawite and Sunni faiths.

    … I witnessed a pro-Assad demonstration attended by Turkish Arab Alawites, who chanted anti-AKP and pro-Assad slogans. Alawite merchants in town proudly sell and display Assad paraphernalia. At the same time, Antakya’s Sunni Arab community is busy organizing assistance to the anti-Assad uprising, using smuggling routes to take supplies into Syria.

    http://www.washingtoninstitute.org/templateC06.php?CID=1863

    • 16. April 2012 um 20:12 Uhr
    • Thomas Holm
  174. 184.

    @ TH

    Antakya, das sind eben ‚syrische‘ Alawiten. In gesamttürkischen Rahmen betrachtet unerheblich.

    • 16. April 2012 um 20:20 Uhr
    • Unermüdlich
  175. 185.

    @ Face
    Wenn Sabri Ben Abda als Salafist(?) meint zu glauben:
    „Der Koran sagt ganz klar und deutlich: Wer kein Muslim ist, kommt in die Hölle!”, dann ist das o.k. so.
    Das Christentum, wenn man mal genau hinschaut, hat sehr ähnliche Positionen zu dem Thema.
    Das ist aber nicht der Punkt.
    Der Punkt ist, ab wann werden grundgesetzlich geschützte Rechte verletzt. Und da allerdings wird man bei Salafisten sehr wohl fündig.

    • 16. April 2012 um 20:21 Uhr
    • Bredow
  176. 186.

    @ Unerschütterlich

    „Antakya, das sind eben ‘syrische’ Alawiten. In gesamttürkischen Rahmen betrachtet unerheblich.“

    Wenn die Gläubigen ethno-theologisch wissenschaftlich auf der Höhe wären, maybe; aber wo man sich nicht direkt verwechselt …

    „It is not uncommon to meet Alevis who, due to a lack of religious education, assume that Alawite is just another name for Alevi.“

    … da solidarisiert sich die „A“-Klasse:

    „Turkish Alevis may find themselves empathizing with the minority Alawites in Syria“

    Aus dem „Freitag“, der es ja „gut“ meint (gibt es schönere und wahrere Zeugen ?):

    “Im türkischen Antakya hat die Koexistenz der Kulturen ausgespielt, wenn ­die alewitischen Bewohner der Grenzstadt auf sunnitische Flüchtlinge aus Syrien treffen …

    Die Stadt wird sowohl in der Tora, als auch in der Bibel und im Koran erwähnt. …

    “Viele Alewiten wollen mit uns nichts zu tun haben, weil wir Sunniten sind.“ Immer wieder gäbe es in der Stadt Pro-Assad-Demonstrationen. Hunderte skandierten dann: „Nur Allah, Syrien und Bashar!“ …

    „Mittlerweile würde ich Hilfe von jedem annehmen, um Assad zu stürzen – von den Israelis, von den Muslimbrüdern, von jedem!“”

    hxxp://uprising.blogsport.de/2012/04/14/allah-ist-weit-assad-ist-naeher/

    Eine Fremd- und Selbstwahrnehmung als ‘syrische’ Alawiten in Antakya kann sich innenpolitisch in der Türkei ja auch überholt haben und wenn ich mir die pro-Assad-Demos in der Türkei anschaue, dann wirken die schon, wie der Auftakt zu einem letzten Gefecht um das Erbe Atatürks; Syrer hin – Alawiten her.

    Und der ganze linksnationalistische, kemalistische, alevitische Auftritt zusammengerührt zu „säkular“, … oder, so auf:

    http://www.youtube.com/user/TurkIslamAlevi/videos

    • 16. April 2012 um 20:59 Uhr
    • Thomas Holm
  177. 187.

    Unerschütterlich??

    Halb so wild. Jefe ist ja auf Tauchstation. Muss sich neu sortieren nachdfm Siggi sich auf pGünnis Seite geschlagen hat.

    • 16. April 2012 um 21:31 Uhr
    • Unermüdlich
    • 16. April 2012 um 21:33 Uhr
    • tati
  178. 189.

    @ Bredow – Wie sind Manars Schilderungen der tunesischen Verhältnisse, es sei hier erlaubt an Amina Filali zu erinnern, vereinbar mit dem Anspruch auf keinen Fußbreit der bürgerlichen Rechte zu verzichten?
    Liegt’s vielleicht an der islamischen Definition bürgerlicher Rechte?

    Dazu sind 5 Punkte anzumerken:

    1 – Vielen Dank für Ihre Wahrnehmung und Replik. Sie haben Recht mit Ihren Hinweis, dass es da diese seltsame [durchsichtig-lächerliche, aber doch existierende und insofern bitter ernst zu nehmende] Definition der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam gibt, eine 1990 beschlossene Erklärung der Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz, welche die Schari’a als alleinige Grundlage von „Menschenrechten“ definiert.

    2 – Die Arabellion zumindest in Tunesien ist m.E. dabei, diese religiös begründete und politisch motiviert-verstärkte Knebelung der bürgerlichen Rechte zu entlarven und zu bekämpfen.
    Völlig unbeachtet vom „Westen“ (! [der wahrscheinlich nur Pulverdampf und Kanonendonner wahrzunehmen in der Lage ist]) findet derzeitig in Tunesien eine subtil-unauffällige [weil im Diskursivbereich ablaufende], aber glasklare u. knallharte Auseinandersetzung zwischen Zivilgesellschaft und retrograder Religiösität ‚in rebus politicis‘ statt.
    [Eine der spannendsten Auseinandersetzung der Gegenwart, wenn ich mich nicht völlig irre.]
    M.E. bestehen gute Chancen, dass mittelfristig sich die unverzichtbaren Elemente einer Demokratie, würdig dieses Namens, nämlich: ‚ratio‘ und ‚bürgerlichen Freiheiten‘, werden durchsetzen können.

    3 – Zum von Ihnen ebenfalls relevanterweise erwähnten Fall der Amina Filali, die ja bekanntlicherweise Selbstmord begangen hat, nachdem ihr gerichtlicherweise zugemutet worden war, ihren Vergewaltiger als Kompensation für ‚Ansehensverlust‘ (wessen eigentlich`?) zu heiraten.
    Hier ist allerdings die Tatsache zu betonen, dass die Unterschiede im islamisch geprägten Kulturkreis nicht ignoriert werden dürfen.
    – Dankenswerter- und korrekterweise hat darauf des Öfteren N. Neumann insistiert. –
    Im Falle der Amina Filali ist zu beachten, dass der ‚Tatort‘ Marokko war/ist, mit einer gegenüber dem Bourgiba-Ben-Ali-Tunesien islamisch(er) geprägten Gesetzgebung.
    Die tunesischen Gesetze hätten m. W. eine derartige Gerichtsentscheidung nicht zugelassen bzw. würden sie nicht zulassen. Tunesien ist bekanntlicherweise das einzige arabische Land, das das islamische Rechtssystem Schari’a in seiner Verfassung vom 1. Juni 1959 abgeschafft hat.
    Die Frauen sind in den letzten Jahren im Familienrecht (Eheschließung, Scheidung, Sorgerecht) den Männern gleichgestellt worden.

    4 – Trotzdem war/ist Ihre Replik relevant(!): viele laizistisch ausgerichtete Frauen fühlen sich nach dem Sieg der Ennahda-Bewegung zur Verfassungsgebenden Versammlung in ihren Rechten ebenfalls gefährdet.
    Zwar ist das Wahlprogramm der Ennahda liberal verfasst (z.B. Geschlechtergerechtigkeit), doch befürchten nicht wenige Tunesier, dass dieser Deckmantel nach einem Wahlsieg abgelegt werden könnte.
    Als kritisch wird auch der Einfluss Qatars auf die Ennahda bewertet (auf den Einfluss von Qatar [Al-Jazeera] hatte schon dankenswerterweise zuweilen ein Kommentator – ich meine, es war MM – hingewiesen)

    5 – Die sich auch in dem referenzierten Tunesien-Beitrag wiederspiegelnde Diskussion belegt aber andererseits deutlich, dass die Zivilgesellschaft die Herausforderung durch die religiösen Kräfte mit dem gebührenden ‚no-nonsense‘-Ernst angenommen hat und absolut nicht bereit zu sein scheint, sich in das Mittelalter des unerträglichen religiösen Obskurantismus zurückführen zu lassen
    (ein auch für westliche Sinne sichtbares Zeichen ist z.B. der österliche Vereinigungsparteitag etlicher tunesischer säkularer Parteien).

  179. 190.

    Antiochiatist hellenist4isch, nix mit Tora.

    • 16. April 2012 um 21:49 Uhr
    • Unermüdlich
  180. 191.

    Identitäre Erziehung in Israel; das beste ab 1.00 !

    A brilliant skit from the Israeli comedy show „Eretz Nehederet“ (lit: „Wonderful Country) on Channel 2. This skit depicts a joint education program devised by the right-wing (yet mainstream) organization Im Tirtzu with the Ministry of Education that helps kindergarten children be prepared for the complicated life in Israel.

    http://www.youtube.com/watch?v=M9Sdkps0Quo

    • 16. April 2012 um 22:01 Uhr
    • Thomas Holm
  181. 192.

    @ Publicola
    Bin tatsächlich davon ausgegangen daß sich die Tragodie Amina Filali’s in Tunesien zugetragen hätte und hoffen wir mal Sie hätten Recht damit daß das so in Tunesien nicht hätte ablaufen können. Nett von Ihnen, meinen Einwand deshalb nicht zu den Akten zu legen, sondern darauf einzugehen.
    Es war aber gerade die Zivilgesellschaft, die einen Fall Amina Filali erst möglich gemacht hat und diese Zivilgesellschaften machen keinen Halt an Landesgrenzen.
    Hoffen wir aber mal trotzdem daß v.l. die tunesische Zivilgesellschaft mithilft zukünftig derartige Dramen zu verhindern.

    • 16. April 2012 um 22:54 Uhr
    • Bredow
  182. 193.

    Israel macht sich über monotheistische Sodomophobie lustig !

    Ist das noch identitär und authentisch ?

    This is Sodom – Trailer – The biggest Israeli blockbuster in 25 years!

    http://www.youtube.com/watch?v=99IeUutmyn8

    • 16. April 2012 um 23:11 Uhr
    • Thomas Holm
  183. 194.

    @ Bredow – Es war aber gerade die Zivilgesellschaft, die einen Fall Amina Filali erst möglich gemacht hat und diese Zivilgesellschaften machen keinen Halt an Landesgrenzen.
    Hoffen wir aber mal trotzdem daß v.l. die tunesische Zivilgesellschaft mithilft zukünftig derartige Dramen zu verhindern.
    – ! ! ! –

    D’accord!

    Auch der JL-Blog, die Diskusionen und Kommentare dort, wie z.B. auch Ihre Kommentare, die der – auch streitbaren – gegenseitigen Information und Verständigung dienen,
    sind m.E. ein (nicht unwichtiger) Teil dieser Zivilgesellschaft, einer Zivilgesellschaft, die ja letztlich hier in Europa – unter unvorstellbar gigantischen Opfern – entwickelt und aufrechterhalten wurde. Man darf dafür dankbar sein.

  184. 195.

    Bibi als Mr. Bean bei Obama – behind the scenes …

    Barak Obama & Bibi Netanyahu in „Wonderful Country“ Israel TV show

    http://www.youtube.com/watch?v=QCgvIwrNqd4 0.20.-2.15

    • 16. April 2012 um 23:25 Uhr
    • Thomas Holm
  185. 196.

    Israel Apartheid Week Professor Yusuf al Mahali explains the cause of racism in a multicultural world – Genial !

    http://www.youtube.com/watch?v=pGeW-gsaldk

    • 16. April 2012 um 23:58 Uhr
    • Thomas Holm
  186. 197.

    „Eretz Nehederet / Wundervolles Land
    Antizionismus in Israel [Dialog über Identität]“

    Ein abscheuliches Dokument von Selbstzerstörungsbesessenheit innerhalb der westlichen Zivilisation; Stockholmsyndrom einer Komplettübernahme von unbedingtem rassistischen Vernichtungswillen.

    Dritte-Welt-Sehnsucht pur – in Köpfen, die mindestens klug sein könnten – und es zum Teil vorher sogar waren. Man darf keine Zeit darauf verschwenden, erklären zu wollen, woher das kommt, sondern man muss zur Kenntnis nehmen, dass es soetwas gibt und was das bedeutet und erfordert.

    Ich habe mir den Streifen Wort für Wort ‚reingezogen und habe noch nie soviel kotzen gekonnt.

    „72 min Hebräisch/Englisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln
    Was hat der Zionismus aus der israelischen Gesellschaft gemacht?

    Die Frage scheint paradox und ist doch zentral für die israelische Linke: Der Zionismus hat die israelische Gesellschaft überhaupt erst erschaffen — und zugleich ein Knäuel aus Militarismus, permanentem Ausnahmezustand und rassistischer Ausgrenzung hervorgebracht.

    Im Dokumentarfilm «Eretz Nehederet / Wundervolles Land» nehmen Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener linker Organisationen jene Mythen auseinander, die die israelische Gesellschaft von Anfang an bestimmen, und stellen ihnen die politischen Realitäten des Landes gegenüber. Schnipsel aus Spiel-, Dokumentar- und Propagandafilmen zeigen, wie tief die herrschende Ideologie im medialen Bild verankert ist und von welchen Brüchen sie durchzogen ist.

    Es entsteht ein Porträt der radikalen Linken in Israel und eine Hommage an die Subversiven des Landes.“

    http://www.youtube.com/watch?v=PcOOiV7p4Xg

    • 17. April 2012 um 01:34 Uhr
    • Thomas Holm
  187. 198.

    Breivik vor Gericht.
    Er steht auf der richtigen Seite, hat aber seine eigenen Leute , Kinder, gekillt. Das kann ich nicht verstehen. Dafür gehört er aufgeknüpft.
    Wenn er eine Moschee gestürmt und die Mamelukken da drin abgeschlachtet hätte, wäre er mein Held gewesen, endlich jemand, der den Invasoren zeigt, wo der Hammer hängt.
    So aber….
    Vermutlich ist er irre.

    • 17. April 2012 um 02:05 Uhr
    • Breifick
  188. 199.

    # 198 – Recherchelücke: wusste bislang nicht, dass Breivick einen vergleichbar strukturierten Zwillingsbruder hat.

    • 17. April 2012 um 02:51 Uhr
    • Publicola
  189. 200.

    In einem Blog zu einem Nahostthema spielt sich jemand zum Möchtegern Baruch Goldstein -oder wie auch immer der Fanatiker aus Hebron hieß- auf und versucht zu erklären, dass man Muslime in Moscheen dahinschlachten darf, norwegische ( „arische“?) Jugendliche Kinder aber nicht.
    Es wäre wünschenswert, wenn dieser peinliche Eintrag NICHT gelöscht wird, sondern eine weite Vebreitung fände, damit die Welt sehen kann, welche Leute hinter solchen Massenmorden wie in Norwegen stehen: Sie schwenken mit Begeisterung Flaggen mit Sternen, aber die haben keine fünf Zacken!!

    • 17. April 2012 um 07:20 Uhr
    • Krischan
  190. 201.

    @ TH

    Hier noch mehr A…

    • 17. April 2012 um 07:26 Uhr
    • Unermüdlich
  191. 202.

    Behandlungsgelder für verwundete Libysche Kriegsveteranen für Schönheitsoperationen veruntreut. Ab Min. 1.08

    http://www.youtube.com/watch?v=rsbk939jsbs

    Experte über Syria’s Kurds: Nix genaues weiß man nicht:

    „Landis said one of the greatest “open questions” about the conflict in Syria is the issue of the country’s Kurdish population. “It is not clear if Syrian Kurds live overwhelmingly in the north part of the country or whether they are dispersed throughout Syria. This is, of course, closely related to the question of Kurdish autonomy. Do you think that is there any possibility for Syrian Kurds to declare independence or seek a political status similar to the one in Iraq?” the professor asked. Landis asserted that if the current conflict worsens, “Kurds in the northeast would prefer to secede from Syria and join Iraqi Kurdistan.”“

    hxxp://www.todayszaman.com/news-277513-syrian-expert-russia-is-protecting-syria-to-save-iran.html

    Palästinenser in der Syrischen Falle:

    hxxp://www.haaretz.com/opinion/palestinians-are-not-wanted-in-jordan-1.424722

    Nebenbei dort:

    „In 1921, Winston Churchill, the newly appointed British colonial secretary, hurried from London to Jerusalem and offered Emir Abdullah, the son of Sharif Hussein of Mecca, the territory of Palestine east of the Jordan River. That was three-quarters of the area that had been intended to serve as the national home of the Jewish people, but Churchill assured Emir Abdullah that, contrary to the League of Nations mandate on the matter, these territories would be closed to Jewish immigration and settlement.

    This gratuitous offer was followed in 1922 by the Churchill White Paper, which declared that „unauthorized statements have been made to the effect that the purpose in view is to create a wholly Jewish Palestine. Phrases have been used such as that Palestine is to become ‚as Jewish as England is English.‘ His Majesty’s Government regard any such expectations as impracticable and have no such aim in view.“…

    If one were to apply the definition used by the advocates of the Palestinian cause in Israel, who maintain that the Bedouin in Israel are also Palestinians, then all of Jordan’s population can be counted as Palestinians.

    If Jordan is not a Palestinian state, then what is?“

    • 17. April 2012 um 08:20 Uhr
    • Thomas Holm
  192. 203.

    Türkei auf postkolonialem Gestaltungspfad: Schafft zwei, drei, viele Waziristans:

    „Mahmoud al-Mashat, who identified himself as the representative of “the Arab tribes,” said that the opposition would win because “our tribes are all across Syria and comprise 40 percent [of the country].” He added that the opposition would ultimately win a “God-given” victory.“

    http://www.todayszaman.com/news-277672-syrian-tribes-unite-in-istanbul-as-border-conflicts-test-cease-fire.html

    • 17. April 2012 um 08:28 Uhr
    • Thomas Holm
  193. 204.

    „Antiochiatist hellenist4isch, nix mit Tora.“

    Im Koran wird die Stadt meines Wissens auch nicht erwähnt.

    • 17. April 2012 um 08:36 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  194. 205.

    @ Unerbittlich, HJS

    Antiochia – ein Sakralgeografie-Hoax ?

    Irgendwer muss es noch cool finden, wenn seine location möglichst in jedem konkurrierenden Sakralclash-Krawallschinken auftaucht.

    Hoffentlich sind wir in eine Anfangsphase vom Ende solch fragwürdiger Identitätsempfehlungen eingetreten.

    Hier der Original Freitag-Sermon:

    „Antakya liegt nicht weit weg von der Grenze zu Syrien und markiert einen Schnittpunkt der Kulturen und Religionen. Für Jahrhunderte stießen im antiken Antiochia Europa und das Morgenland aufeinander. Die Stadt wird sowohl in der Tora, als auch in der Bibel und im Koran erwähnt. In Antiochia sollen die Anhänger Jesu zum ersten Mal Christen genannt worden sein.“

    http://www.freitag.de/politik/1215-allah-ist-weit-assad-ist-n-her?searchterm=antakya

    Vielleicht stammen die Angaben ja auch nur aus Ba’ath-säkularen Vorworten zu den betreffenden hl. Schriften, oder aus einem Pilgerreiseführer des Verlages für Russisch-Arabische Freundschaft.

    • 17. April 2012 um 09:00 Uhr
    • Thomas Holm
  195. 206.

    OT – Syrien

    The conflict might not even stop if Assad falls tomorrow. I recently had coffee with a Syrian Kurd in Tunis who said his community, which makes up roughly ten percent of the country, is no longer even thinking about Bashar al-Assad. They’re all but certain he’s doomed. Instead, he said, they’re preparing themselves for the next stage of the war.

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/why-syria-still-war-zone

    • 17. April 2012 um 09:37 Uhr
    • Serious Black
  196. 207.

    @202
    gute Frage, „a(!) Palestine state“, aber die Eretz-Israel Phantasten mit ihren unersättlichen terrrritiorrrialen Forrrderungen erklären seit eh und je Jordanien zu DEM Palästinenserstaat, in den sich die unerwünschten Araber im aus dem eigenen Machtbereich ja zurückziehen könnten, wenn sie unbedingt ihren eigenen Staat haben wollen. Vollends hohntriefend und zynisch setzen sie dann noch einen drauf und betonen, wie unerwünscht diese „Palästinsenser“ dort doch seien und verweisen auf den „Schwarzen September“. Immer schön nach dem Motto:“ Niemand kann diese Leute leiden, warum sollen gerade wir es tun.“
    nota bene: Was hat Churchill gesagt? Er war der festen Überzeugung, dass eine Übergabe des gesamten Mandatsgebietes ( heutiges Israel, heutiges Jordanien und er umstrittene Rest) für ihn genausowenig in Frage komme wie die Überlassung des gesamten Cisjordanien nach der Abspaltung (Trans)jordaniens. Recht hat er damit gehabt.

    • 17. April 2012 um 09:58 Uhr
    • Krischan
  197. 208.

    Elegant wie immer: Johan Galtung

    „Sicherheit entsteht durch Frieden, nicht umgekehrt. Plädoyer für eine lösungsorientierte Friedenspraxis in Syrien …

    Folgende Annahmen über die Ziele der äußeren Parteien sind bei alledem zu bedenken:
    1. Israel möchte, daß Syrien in kleinere Teile geteilt wird, sich vom Iran löst, und es möchte den Status quo für die Golanhöhen und eine neue Landkarte für den Nahen Osten,
    2.die USA möchten, was Israel möchte, und die Kontrolle über Öl, Gas und Pipelines,
    3. Britannien möchte, was die USA möchten,
    4. Frankreich ist gemeinsam mit Britannien für die europäische Kolonisierung der Region nach dem Untergang des Osmanischen Reiches verantwortlich und will seine »Freundschaft« mit Syrien stärken,
    5.Rußland möchte eine Marinebasis im Mittelmeer und einen »Verbündeten«,
    6. China möchte, was Rußland möchte,
    7. die EU möchte, was Israel-USA und Frankreich möchten,
    8. Iran möchte, daß die Schiiten die Macht haben,
    9. Irak mit seiner Schia-Mehrheit möchte, daß die Schiiten die Macht haben,
    10. Libanon möchte gerne wissen, was es möchte,
    11. Saudi-Arabien möchte, daß die Sunniten an die Macht kommen,
    12. Ägypten möchte als Konfliktmanager auftreten,
    13. Katar möchte dasselbe wie Saudi-Arabien und Ägypten,
    14. die Golfstaaten möchten, was die USA und Britannien möchten,
    15. die Arabische Liga möchte kein zweites Libyen und versucht sich im Menschenrechtsdiskurs
    16. die Türkei möchte sich gegenüber Israel und USA und den Nachfolgern der Kolonisatoren Frankreich, Britannien und Italien, die das Osmanische Reich einstweilen aufteilten, Geltung verschaffen. Sie möchte darüber hinaus ein Syrien, das als Pufferzone dient.
    17. die UN möchten als Konfliktmanager auftreten. …

    Als Ziele einiger innerer Parteien lassen sich erkennen:
    1. Die Alawiten (15 Prozent) wollen »im Interesse aller« die Macht behalten,
    2.die Schiiten wollen dasselbe,
    3.die Sunniten wollen angesichts ihres numerischen Gewichts eine Mehrheitsregierung, d. h. sie wollen regieren. Gerne auch. »demokratisch« oder genauer gesagt »arithmetisch«,
    4.Juden, Christen und Minderheiten wollen Sicherheit und fürchten die Regierung der Sunniten,
    5.die Kurden wollen weitgehende Autonomie und eine gewisse Gemeinschaft mit anderen Kurden in Nachbarstaaten.“

    17 & 5; die Lösung ist natürlich das: Schweizer Staatsmodell

    Fanfare, Applaus, Applaus !

    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/galtung.html

    • 17. April 2012 um 10:06 Uhr
    • Thomas Holm
  198. 209.

    17 & 5; die Lösung ist natürlich das: Schweizer Staatsmodell

    Mit Minarettverbot?

    • 17. April 2012 um 10:23 Uhr
    • Unermüdlich
  199. 210.

    @ Krischan

    „die Eretz-Israel Phantasten mit ihren unersättlichen terrrritiorrrialen Forrrderungen“

    Der Wille zur Selbstbalkanisierung muslimischer Staatsbevölkerungen ist grenzenlos geworden. Man muss den Trend ja als Jüdischer Staat nicht mitmachen, aber außer Acht lassen, kann man ihn doch wohl auch nicht.

    Israel als Hongkong eines quasi postarabischen aber natürlich muslimischen Archipels von low-intensity-conflict-Warlordistans mit Beirut als Schanghai, Tartous als Port Arthur, etc.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Warlord_era

    Schöne Karte: Major Chinese warlord coalitions (1925)

    Sudan calls government of South an ‚enemy‘ –

    Souveräne Entscheidung, trendstark; eine von ganz vielen halt.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=l7EwhkX_4kQ

    Territoriale Forderungen in dem Sinne würde ich da gar nicht groß empfehlen, zu stellen.

    • 17. April 2012 um 10:26 Uhr
    • Thomas Holm
  200. 211.

    @TH

    Entschuldigen sie die späte Erwiderung, derzeit viel Bruttosozialprodukt.

    Ihre Skepsis äußerten Sie auf einen Absatz hin, in dem ich etwas zu Putins Ambitionen mit Blick auf die russische Nachbarschaft – Stichwort Baku – erwähnte.

    Meine Skepzis bezieht sich ganz allgemein auf so Außenpolitik aus dem Selbstbaukasten, was nicht etwa heißen soll, die Ökonomie nicht erklärt häufig ganz gut die Motivlagen.

    “By one swift military strike, Russia may ensure control of all the Caucasus and the Caspian states that were its former realm, establishing a fiat accompli the West, too preoccupied with Iran, would not reverse,” he said.”

    Nun waren wir schon too preoccupied with iraq um uns dem Iran so liebevoll hinzugeben, vielleicht kann Russland uns hier entspannter wahrnehmen, zumindest ließe sich aus der Sicht von Ortskundigen schließen, das unser geostrategisches Verständnis für die Region noch Platz lässt für jeden nur denkbaren Verschwörungsplot.

    In der Zwischenzeit kooperiert sogar Gaspprom mit Wintershall, weil die Förderung mittlerweile etwas schwerer wird und es ja auch noch dieses unpassende Weltmarktpreisdiktat gibt.

    Wie China das mittelfristig finden wird, ist nochmal eine andere Frage, aber noch deckt Peking ‘komme was da wolle’ nach dem Abschied des Westens.

    In der zwischenzeit legen die den Binnenkonsum noch a bissl auf Eis und finanzieren uns stattdessen den unsrigen, naürlich aus Altruismus.

    Und natürlich gibt es keinerlei Spannungen zwischen China und Russland, hauptsache es geht gegen den Westen. Mir kommt das vor wie Sesamstrasse.

    Ein Turkvolk – emotional im Herzen des Türkentums; Erdogan war sogar da bei seinem Pekingtripp – und danach gab es den Stress wegen der Securitiy-Knarrenkoffer.

    Ja, der Koffer dürfte chinesischen Offiziellen bestimmt mehr durch den Kopf gehen als die Bewältigung ganz irdischer Bedürfnislagen, die das Volk derzeit umtreibt.

    Der chinesische Markt-Kuchen ist schon attraktiv, aber die Frage ist, wie hoch der Teilhabepreis ist für z.B. die Türkei, vor allen Dingen, wenn es bei den Alternativen eng wird.

    Die Türkei betreibt 60% ihres Außenhandels nach wie vor mit der guten alten EU, aber globalisation rulez, wie es so schön heißt.

    Die Trümmer waren auf Syrien bezogen – und den Libanon, ein bisschen Irak vielleicht bald auch wieder … siehe der Hashemi-Artikel.

    Und verspüren sie das Bedürfnis, hier vielleicht noch ein Spaziergang zu machen?

    Gute Mine zum bösen Spiel wird gefragt sein; eben nicht nur beim Hängenlassen der Syrischen Sunniten, sondern auch der Turkvölker; in Anliegen, in denen die Türkei die westliche Menschenrechtspolitik auf ihrer Seite hat(te).

    Und das man Geschäfte macht, obwohl es einem der Partner schwer macht, meinen sie, die Türken wären die ersten, die hier Kompromisse machen müssten? Der Broder meint ja, Tibet hätte niemanden interessiert.

    Die Sowjets haben die Erfahrung gemacht, dass auch wenn man ca. 10% der Bevölkerung tötet und 30% vertreibt – dann hat man noch lange nicht die Leute einträchtig beieinander, die den Rest regieren könnten.

    Die Sowjets haben in der unterentwickelten Welt ziemlich viele Sympathisanten gehabt, man glaubt es kaum. Sie glauben im Ernst, weil wir netter sind, hätte diese Unternehmung eigentlich glücken müssen? Einträchtigkeit ist ja so ein schwieriges Geschäft.

    Die Sowjets sind von rivalisierenden afghanischen Kommunistenfraktionen genauso veräppelt wurden, wie die Amerikaner von den Warlords.

    Die wesentliche Frage lautet doch: Hätte man so was erwarten können? Derweil entnehme ich diesem Blog, das 9 von 10 Afghanen überhaupt keine Vorstellung davon haben, warum die Truppen da überhaupt vor Ort sind.

    Eine Operation gegen die Ziele des Iranischen Atomprogramms wäre technisch extrem risikoreich; wenn sie technisch schief geht, ist sie auch politisch eine Katastrophe.

    Wenn sie handstreichartig gelingen sollte, könnte ein Iranisches Regime im Abschwung bestrebt sein, weitere Kräfteverhältnisse eher nicht zu testen. Es gibt keine Automatismen; die Sache hat enorme Risiken.

    Nun sind die Anlagen so über das Land verteilt, das ein Schlag maximal eine kurze Frist erkaufen würde, alldieweil das Regime innenpolitisch in derselben Frist gestärkt würde. Haben sie je die Möglichkeit erwogen, dass das Regime nun nicht gerade schlau wie Einstein sein musste, um uns in ein gewaltiges Dilemma zu bringen?

    Mal mit Arminia Bielefeld ‘drüber reden:

    Wohl eher mit dem VFL Osnabrück, die Gegend wurde nie römisches Protektorat, passend zu Münklers Augustinischer Schwelle, ihre Lesart ist schon extrem verzerrend.

    • 17. April 2012 um 11:07 Uhr
    • Boothby
  201. 212.

    @Schlafbedürnis

    Nur haben andere Arbeitnehmer nicht die spezielle Aufgabe, Inflation zu verhindern. Im übrigen können wir dann ja alle beruhigt sein, wenn die Euroschulden weginflationiert werden.

    Ich sag ja: dual mandate. Es ist erschreckend, wie sie und andere wie ein Hase auf das parkende Auto schauen, während gleichzeitig Kiste den Bach runtergeht.

    Jo, wer ortneronline liest erfährt früher, was vier Wochen bis ein halbes Jahr später auch die Mainstreammedien nichty mehr leugnen können.

    Nur das ihre ordo- oder wie sie sich selber sehen, neoliberalen Blogs mit ihrer Fixierung auf die Inflation in etwa so richtig liegen wie eine stehende Uhr, und das seit vielen Jahren. Allzeit bereit, exogene Schocks zu negieren, nur um im Anschluss festzustellen, das man ja selber nix dafürkönne. Wie ich diese Leier satt habe.

    Und überhaupt, was haben wir uns so: Dass Abgeordnete nur mehr verkünden, was die Weisen beschlossen jaben, das war doch bereits in der Volkskammer nicht anders!

    Und wer soll jetzt bitteschön der Adressat für diesen Link sein? Ich? Obwohl, ich gebe ihnen z.T. Recht: Wenn solche Volldeppen wie Schäffler mit ihrer endlosen Opfernummer durchkommen würden, ja dann hätten wir in der Tat ein Problem.

    • 17. April 2012 um 11:18 Uhr
    • Boothby
  202. 213.

    @ Krischan

    Immer wieder spannend, wie vorgebliche Antikolonialisten/imperialisten ausgerechnet bei arabischem Kolonialismus beide Augen zudrücken.
    Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn man als Antisemit bezeichnet wird.

    Eine kleine vertriebene Minderheit, einst von den Briten(=böse Kolonialisten/Imperialisten) auf den Thron gehievt, unterdrückt die palästinensische Bevölkerungsmehrheit.
    Zudem soll 1.6 Mio. Staatsbürgern palästinenischer Herkunft die Staatsbürgerschaft entzogen werden und syrische Flüchtlinge palästinensischer Herkunft in spezielle Auffanglager gepfercht werden.

    Klingt nach Apartheid, ist aber Jordanien.

    Dieses sonderbare Verhalten von arabischen ‚Brüdern‘ untereinander, bedarf der Erläuterung:

    Die PLO hat jedes Exilland destabilisiert. Jordanien steht mit dieser Erfahrung keineswegs allein.
    Dazu braucht es keinen ‚hohntriefenden Zynismus‘.

    Auch andere arabische Staaten haben auf politische Fehlentscheidungen der PLO empfindlich reagiert (Beispielsweise die Ermordung eines ägyptischen Ministers, die Rolle der PLO im libanesischen Bürgerkrieg, oder die Unterstützung Saddams im Zweiten Golfkrieg).

    Den fast geglückten Staatsstreich 1970 fand der Haschemitenherrscher jedenfalls gar nicht komisch. Vor allem als sich Syrien anschickte, auf Seiten der PLO militärisch zu intervenieren, dann aber, wegen israelischer Interventionsabsichten, einen Rückzieher machte.

    • 17. April 2012 um 11:43 Uhr
    • Serious Black
  203. 214.

    OT – Syrien

    Ob Mustafa Leddawi (ehem. hohes Hamas-Tier), bei Assad in Ungnade gefallen ist?

    http://www.alarab.net/Article/451210

    • 17. April 2012 um 11:55 Uhr
    • Serious Black
  204. 215.

    @SB Das ist nicth neu, was Sie hier tippen, gehört aber in die Kategorie „Jerusalemer Nebelkerzen“. Es ist nicht die Frage, was die Haschemiten denken und was die Jordanier tun und taten, es ist die Unverschämtheit der Israelis, die Palästinenser mit den Jordaniern in einen Topf zu werfen, dann zu höhnen, dass es nicht gut ging, und trotzdem die Chuszpe zu haben, mit dem Verweis auf die Gründung (Trans)jordaniens den unterworfenen Arabern die Auswanderung nach Jordanien zu empfehlen.
    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Agenda von „Worldlikud“ verweisen: Diese vom Vizesprecher der Knesset, Danny Danon, geführte Unterorganisation von MP Netanjahu fordert nicht nur die Annexion weitestgehend aller Teile des Westjordanlandes sondern auch Maßnahmen zur „Relocation“ der arabischen Bevölkerung nach Jordanien, wobei sich Israel an den damit verbundenen Kosten beteiligen wolle, den Rest der Kosten sollen sich die Betroffenen und die Jordanier eben teilen.
    Diese Aussagen sind gemacht und nachlesbar auf der eigenen Homepage dieses Verbandes.
    Wie Netanjahu es schaffen kann, sich vor diesem Hintergrund nach wie vor zur Zweistaatenlösung zu bekennen, ist seine Sache. Wie der Rest der Menschheit darüber denken mag, ist deren Angelegenheit.

    • 17. April 2012 um 12:23 Uhr
    • Krischan
  205. 216.

    @ K

    die Unverschämtheit der Israelis, die Palästinenser mit den Jordaniern in einen Topf zu werfen

    Was hat denn Israel damit zu tun, daß Jordanien 1.6 Mio. Jordaniern (palästinensischer Herkunft) den Pass abknöpfen will?

    Abgesehen davon, war jahrzehntelang die offizielle jordanische Linie, daß es eben keinen Unterschied zwischen Jordaniern und Palästinensern gäbe. Es ist also ziemlich peinlich, dies nun den Israelis als ‚Rassismus ‚ ankreiden zu wollen.

    Sie sollten zudem nicht Meinungsäußerungen mit der offiziellen Regierungslinie verwechseln. Oder haben Sie etwas gegen Meinungsfreiheit?
    (Es gibt auch deutsche Politker, die gegen den Euro und die ausufernden Rettungspakete sind. Die offizielle Linie ist aber eine andere).

    • 17. April 2012 um 13:07 Uhr
    • Serious Black
  206. 217.

    (Es gibt auch deutsche Politker, die gegen den Euro und die ausufernden Rettungspakete sind. Die offizielle Linie ist aber eine andere).

    Immerhin darf nun weiterhin widersprochen werden.

    • 17. April 2012 um 13:09 Uhr
    • Unermüdlich
  207. 218.

    SB:

    Sie sollten zudem nicht Meinungsäußerungen mit der offiziellen Regierungslinie verwechseln. Oder haben Sie etwas gegen Meinungsfreiheit?

    Er muss ja nichts dagegen haben; es reicht, wenn er nicht an sie glaubt. Wie wir alle wissen, versuchen Regierungen überall auf der Welt, missliebige Meinungen zu unterdrücken. Dass jemand eine unorthodoxe Meinung äußern kann, ohne von der Regierung auf die eine oder andere Art zum Schweigen gebracht zu werden, kann also durchaus so interpretiert werden, dass er das sagt, was die Regierung gern sagen würde.

    Bedenkt man allerdings, wieviele Antizionisten (Linke wie auch Ultraorthodoxe) in Israel ebenfalls ihre Meinung äußern dürfen, führt dieses Prinzip zu seltsamen Ergebnissen…

    • 17. April 2012 um 13:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 17. April 2012 um 13:32 Uhr
    • MM
  208. 220.

    @ Boothby

    Keine Nation-building Spaziergänge* mehr, nur noch solide drittmittelfinanzierte Entwaffungs- und Enthauptungsschläge; ggfs. Luftassistenz bei Strafexpeditionen; Kanonenboote gegen Aufpreis.

    Die Iraner sind schon wieder glücklich, weil sie sich das Gefühl ‚reingepfiffen haben, man habe sie respektvoll behandelt (wahrscheinlich auch, weil die Fortsetzung der Gespräche in Baghdad vereinbart wurde). Es kann noch eine Zeitlang hin und hergehen um die Frage, wem die Vorherrschaft am Golf jedenfalls nicht gebührt.

    Der Iran will neben dem Aufbau von atomarem Erpressungspotential gegenüber Israel ja immer auch noch (wieder) richtig anerkannt werden von einem („progressiven“, oder hilfsweise bankrott-entnervtem) Westen in diesem Sinne:

    „Trotz einer ähnlich wirkenden hierarchisch-patriarchalen Grundausrichtung ist der Fundamentalismus à la Teheran nicht zu vergleichen mit dem in Riad oder Doha.“

    hxxp://www.freitag.de/politik/1215-wenn-der-stein-erst-einmal-rollt

    Die weiterrollenden Kinderköpfe in Syrien aber machen die Saudisch-Iranische Schönheitskonkurrenz sehr ungemütlich; nicht für Israel, oder den Westen – sondern für die Golfaraber, deren arme Mitsunniten in der Levante sich immer mehr fragen, ob sie eigentlich nur verarscht werden; bzw. ob nicht Al Kaida das Original des Sunnitentums ist und das übrige Angebot nur aus ohnmächtig-absurden Fälschungen besteht.

    Die Alternative zum kindergärtnerischen Nation-building habe ich unter #210 angedeutet.

    Sehr zur Empörung des friedliebenden und progessiven Teils der Menschheit wird Israel für die Saudis und gegen Teheran das Zünglein an der Waage spielen, aber erst, wenn erstere es wirklich bitter nötig haben werden.

    Der Westen wird alles verurteilen und nichts machen; Putin wird auf einen Vorwand durch die USA lauern und ihn nicht bekommen und wird überlegen, ob er selbst so einen Vorwand schaffen soll, um sich in der kaukasisch-kaspischen Region schadlos zu halten.

    Es geht um Angebotsmonopole, egal, ob man technologisch ohne Wintershall nicht weiterkommt; wozu gibt es schließlich Gas-Gerd ?

    Unfähigkeit und Raub-Dominanzgier bedingen einander und durchziehen den authentischeren Teil der russischen Geschichte.

    Übrigens: Auf Putins Drohung hin, Syrien ernsthaft aufzurüsten, ließ Israel 2008 Georgien fallen; solche Zusammenhänge kennt jeder Türsteher zwischen Tel Aviv und Moskau, aber dem schaudernden westlichen Publikum muß das ein Joshua Landis erst erklären.

    http://www.youtube.com/watch?v=Io86_6M1r9M 21.00-21.20

    Anders als Rußland ist China auf der Bezahlerseite, was Rohstoffe angeht, weswegen ein Konflikt zwischen einem produzierenden China und einem parasitären Rußland langfristig „logisch“ ist (und jedenfalls eher hinzunehmen, als einer zwischen dem Westen nd China). Die Verschwörungsfuzzis (Webster Tarpeley) behaupten, dass es der Westen genau darauf absehe.

    Das stimmt aber nicht; es läuft nur einfach vieles darauf hinaus.

    *In diesem Sinne Tiberius: Überlaßt sie dem Verhängnis ihrer unheilvollen Zerstrittenheiten; irgendwer wird hernach schon stolz ‚drauf sein; und ich glaube, das ist hier Arminia Bielefeld.

    Iran: Plötzlich Happy im Würgegriff: 13.00-14.40

    Ein Laberspasst, wie er im linken Ehrenbuch der 3. Welt steht.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=m5fMBti1WaU

    Ab 21.30: Stanford Prof. Arash Aramesh weist dezent auf die Kosten eines illegalen Atomprogramms hin: 1 Mio. verhungerter Kinder Nordkorea (kann ich nichts zu sagen, aber lasse ich mal so stehen)

    RT dazu: Rockets over North Korea: Stunning video of Pyongyang’s festive

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Qht7fWzDPu0

    gut 20.000 Klicks in zwei Tagen; und für

    @ Griechenssparsamkeitsskeptiker: das gleiche in Hellas-Helau

    Geballer zum Orthodoxen Osterfest; Liebesgrüße an alle !

    auch ca. 20.000 Klicks

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=wVUEbKrI5Us

    @ SB, AvZ

    „Bedenkt man allerdings, wieviele Antizionisten (Linke wie auch Ultraorthodoxe) in Israel ebenfalls ihre Meinung äußern dürfen, führt dieses Prinzip zu seltsamen Ergebnissen“

    Allerdings: die israelischen Sicherheitskräfte raunen ihnen zu:
    Geht doch ‚rüber ! (nach Syrien) 0.52-1.10

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=EbmzBwWRqSE

    • 17. April 2012 um 13:47 Uhr
    • Thomas Holm
  209. 221.

    Ich habe, seit ich mich mit dem Einzug des Internets in meinen Haushalt vermehrt mit diesem Thema befasst habe, so oft die von Israelis verbreitete These vernommen, dass Jordanien DER Palästinenserstaat sei, dass ich sie für den israelischen Mainstream halten muss. Diese These wird vom rechten Lager stets als Gegenargument zur Zweitstaatenlösung verwandt und dient gleichzeitig als Legitimation einer angestreben oder durch die Ausweitung des Landraubes ( alias „natürliches Wachstum der Siedlungen“) quasi vollzogenen Annexion des Landes westlich des Jordan.
    Nocheinmal für sich-ganz-dumm-Stellende: Es sind Israelis, die die Araber im eigenen Machtbereich zu Jordaniern definieren.
    Was den Charakter Israels als eines pluralistischen Landes anbelangt, so betonen die Rechten permanent, dass es selbstverständlich ein breites Meinungsspektrum gibt, weist auf das „linke“ Blatt Haaretz hin, triumphiert auf der anderen Seite aber angesichts des Dahinschwindens der linken politischen Szene.
    Bekannte von mir, die aus beruflichen Gründen in Israel waren, berichteten von Gesprächen mit liberalen* Freunden dort, die sich längst resigniert aus dem öffentlichen Diskurs zurückgezogen hätten.
    Netanjahu, der sich in den USA so aufführt, als gehöre ihm das Land und sei der Kongress längst nur dessen Claquerbude, soll sich im eigenen Land von einem wildgewordenen Parteigenossen auf der Nase herumtanzen lassen? Natürlich tut „Worldlikud“ nur, was die Zustimmung der Regierung genießt.

    *Darf ich einen Youtube – Nutzer zitieren, der mir gegenüber Netanjahu als „liberal“ bezeichnete? Alles was links von Netanjahu steht, bekam dagegen das Etikett „links“ und „linksextrem“ aufgeklebt, so wie die Israellobby in den USA nicht müde wird, eine antikommunistische Hexenjagd gegen Obama zu veranstalten.

    • 17. April 2012 um 14:00 Uhr
    • Krischan
  210. 222.

    Assange plaudert mit Nasrallah auf RT (ich bin versucht zu sagen: „über Gott und die Welt“)

    http://www.youtube.com/watch?v=GDLXPpooA18&feature=plcp&context=C46de55fVDvjVQa1PpcFPzEQVXUK23JIC_VwhnJJa2ojiFnAZEjEQ%3D

    • 17. April 2012 um 14:46 Uhr
    • MM
  211. 223.

    Boothby

    Nur das ihre ordo- oder wie sie sich selber sehen, neoliberalen Blogs mit ihrer Fixierung auf die Inflation in etwa so richtig liegen wie eine stehende Uhr, und das seit vielen Jahren.

    Ärgerlich auch, dass die Keynsianer auf ihren Blogs versuchen die Uhrzeit auf einem Barometer abzulesen.

    • 17. April 2012 um 15:00 Uhr
    • Saki
  212. 224.

    @ Saki

    Ärgerlich auch, dass die Keynsianer auf ihren Blogs versuchen die Uhrzeit auf einem Barometer abzulesen.

    Gemein, gerade wo das Klima auch nicht so recht wandeln will.

    • 17. April 2012 um 15:04 Uhr
    • Unermüdlich
  213. 225.

    @ MM

    „Assange plaudert mit Nasrallah auf RT (ich bin versucht zu sagen: “über Gott und die Welt”)“

    „Wo ist die rote Linie, will Assange wissen, wie viel Tote muss es in Syrien geben, bis sich die Hisbollah von Assad abwende? Hunderttausend, eine Million? Nasrallah erklärt: Syrien habe sich verdient gemacht um die Palästinenser, außerdem könne man mit Assad reden. Der wolle ja auch Reformen und sei sehr glaubwürdig. Die Opposition – Nasrallah zufolge von al-Qaida unterwandert – sei zu einem Dialog schließlich nicht bereit.“

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,828035,00.html

    • 17. April 2012 um 15:21 Uhr
    • Thomas Holm
  214. 226.

    @ K

    Jordanien ist einer der beiden Nachfolgestaaten des Völkerbundmandats. Die Aussage ist also nicht falsch.

    Es sind Israelis, die die Araber im eigenen Machtbereich zu Jordaniern definieren.

    Quatsch.

    Netanjahu

    Kadima und Likud bilden die politische Mitte. Kadima etwas links davon, Likud etwas rechts davon.

    In der Tat ist die israelische Gesellschaft nach dem Desaster des Oslo-Prozesses politisch etwas nach rechts gerückt und hat die Linke an der Urne abgewatscht. Das hatte aber nicht nur innen-, sondern auch außenpolitische Gründe.

    • 17. April 2012 um 15:28 Uhr
    • Serious Black
  215. 227.

    Der Türkenführer Erdogan macht vorbiliche Islamisierungspolitik: Das ultimative islamische Endziel rückt näher:

    „Wie erwartet gab es einen Sturm der Entrüstung, doch Ministerpräsident Erdogan macht gleich zu Beginn der Debatte deutlich, seine Regierung werde nicht zurückweichen. „Wir werden eine religiöse Generation heranziehen“…“

    http://www.taz.de/Debatte-Laizismus-in-der-Tuerkei/!91541/

    Das gleiche Ziel verfolgt die AKP auch in Deutschland mit Hilfe des Trojanichen Pferdes Ditib und anderer türkeigelenkter Organisationen. Das stört bis auf ein paar „Islamohobe“ niemanden, schlimmer man gibt diesen Organisationen jetzt auch noch Zugriff auf deutsche Schulen und die Lehrerauswahl.
    hxxp://www.zeit.de/2012/16/B-Islamunterricht

    • 17. April 2012 um 16:08 Uhr
    • Bellfruta87
  216. 228.

    @ MM

    “Assange plaudert mit Nasrallah auf RT (ich bin versucht zu sagen: “über Gott und die Welt”)”

    Boooah, ist dieser Assange ein oberkrasser Dummspasst !

    Ich habe mir das komplette Interview ‚reingepfiffen – ätzend !

    Gott und die Welt …

    Fragt ihn wegen totalitärer Religion – er hätte ihn fragen sollen, ob er glaubt, dass Baschar Al Assad in den Himmel kommt und wenn ja, wofür!

    Statt dessen läßt er sich vollabern nach dem Motto Allah ist auch links, wegen Gerechtigkeit, alles kein Wiederspruch, weissu Alda …. Fitra, Herz, Harmonie im Universum …

    Und was läuft bei Dr. Sawahiri so schief, hätte er fragen sollen.

    Der ist bei Nasrallah – wie das selbstverständlichste der Welt – Terrorist.

    Und wie sich das Nasrallah vorstellt mit der salafistisch verhetzten Jugend in den Ländern des Arabischen Frühlings; brauchen die auch alle einen Al Assad, der sie zu Reformen ans Händchen nimmthätte er fragen können.

    Nasrallah hätte dann wahrscheinlich abgebrochen und das wäre ein Knaller gewesen.

    Unglaublich, was für eine naive Knalltüte der Assange, das geborene Opfer !

    Man schuldet es den Muslimen als Menschen, dass man sie darauf aufmerksam machen muss, dass ihre Fitra, ihr Jihad und der ganze Firlefanz jetzt gegeneinander aufgestellt ist und dass sie in eine gigantische Kannibalismusorgie an ihren eigenen „Geschwistern“ hineinschlafwandeln.

    • 17. April 2012 um 16:20 Uhr
    • Thomas Holm
  217. 229.

    @ Bellfruta87

    Ditib – Turkomanie-Chauvinistenspiesser gegen aufgeregte Trendsalafisten; ich kennen Muslime, die mit großem Ernst angesichts (auch) dieser Konstellation sagen, dass die Ungläubigen jetzt aus dem Schneider sind.

    • 17. April 2012 um 16:23 Uhr
    • Thomas Holm
    • 17. April 2012 um 17:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  218. 231.

    @ Früchtchen

    Das stört bis auf ein paar “Islamohobe” niemanden, schlimmer man gibt diesen Organisationen jetzt auch noch Zugriff auf deutsche Schulen und die Lehrerauswahl.

    Dürfen die Kirchen schon.

    • 17. April 2012 um 17:48 Uhr
    • Unermüdlich
  219. 232.

    # 230 – Was warum von dem wackeren Tempelritter Breivik vor Gericht zu erwarten ist –

    3.70 Court/trial statements for Justiciar Knight and other patriotic resistance fighters after an operation

    These statements are meant to be used after a successful operation. …

    A trial is an excellent opportunity and a well suited arena the Justiciar Knight can use to publicly renounce the authority of the EUSSR/USASSR hegemony and the specific cultural Marxist/multiculturalist regime. After all, this hegemony is nothing more than a global criminal network consisting of fundamentally undemocratic, anti-national dictatorships.

    The individual countries in this cultural Marxist/multiculturalist criminal network are not democracies and have not been real democracies since perhaps the 1950s. Instead they are dictated by a small elite of political and cultural leaders who deliberately use the state institutions and media companies to indoctrinate and control their own people.

    The accused should use this opportunity to present all available documentation, illustrations and proof included in this compendium … to claim his innocence.

    However, he should also at a later stage in the trial demand
    freedom on behalf of his people and demand
    that the regime in question immediately and without hesitation capitulates to the pan-European tribunal – PCCTS*,
    represented by the accused, the Justiciar Knight and the national patriotic forces he indirectly controls.

    The Justiciar Knight must demand the right to form a cultural conservative tribunal consisting of the 20 most dedicated and trustworthy cultural conservative/patriotic leaders in the country.
    Furthermore, he must demand that that the national parliament immediately transfers all political powers to this newly established tribunal/cabinet.
    The Justiciar Knight must also demand at least 20 hours of unrestricted access to the national broadcasting company in order to consolidate and rally an initial and loyal patriotic military force (2000 should be a benchmark depending on the size of the country).

    The Justiciar Knight and the newly established tribunal will then appoint one trustworthy individual in his newly appointed cabinet to be the new national military commander with control of the national regular military forces.
    Martial law must be declared in this transitional period. (See relevant phase 3 strategies for more detailed descriptions).

    By the time you are done presenting your demands, the judges and the trial audience will probably laugh their asses off and mock you for being ridiculous.
    Nevertheless, it is important to ignore the ridicule and remain firm and focused.
    After all, it is what we in fact expect to happen one day.
    If we truly believe that, then more people will as well.
    It might sound completely ridiculous and funny to most people today. But by presenting the following accusations and demands in all seriousness we are indirectly conditioning everyone listening for the conflicts and scenarios ahead.
    They will laugh today, but in the back of their minds, they have an ounce of fear, respect and admiration for our cause and the alternative and authority we represent. Because they know that it is not completely unlikely that the scenario you just described will in fact happen one day in a not too distant future.

    So the key word is “conditioning”, through indirect psychological warfare, directed at our enemies by presenting them with given scenario.
    We are thus indirectly preparing not only our enemies but our people for what lies ahead.
    Do not whisper these accusations and demands but tell them out loudly and proudly.

    aus dem Breivik’Manifesto'(p. 1103 / 1104)
    ____________________

    *Pauperes commilitones Christi Templique Solomonici
    (Tempelritter)

    • 17. April 2012 um 18:11 Uhr
    • Publicola
  220. 233.

    Bellafrutta

    Wenn die Mehrheit der Menschen in der Türkei die Islamisierung will, dann ist es der demokratische oder wie die AKP sagen würde, Allahs Wille.

    Die Aleviten dort können ja gehen. Aber eher, werden sie sich wohl mehrheitlich anschließen und mitmachen. Welche Wahl haben sie schon. Unter dem Laizismus ist Sivas passiert. Jetzt sieht es noch düsterer aus wenn sie aufmucken würden.

    Aber die Aleviten sind ein pflegeleichtes unterwürfiges Völkchen,
    Schafe unter einem Rudel Wölfe.

    Man muss seinem politischen Gegner aber Respekt zollen, wenn man Anstand hat.

    Ich verneige mich vor Herrn Erdogan für seine historische Leistung. Die Hand würde ich ihm nicht geben, dass tut schon meine Cousine im Auftrag der BDWürtembergischen Regierung.

    Auch tanzt Claudia Roth mit ihren Grünen im Dauer Derwisch Trance.

    Die Kurden haben zwar immer noch nicht ihren eigenen Staat. Wenigstens können die Grünen sich auf die Brust tätowieren, dass sie mitgeholfen haben das faschistische Militär entmachtet zu haben.

    Viele kemalistische Jung-Offiziere haben schon Selbstmord begangen, weil sie nicht, im Falle eines Einsatzes den Befehlen von Erdogan Folge leisten wollen.

    Kaum ein Thema Wert hier. Ist das Militär hier, ja eh nichts wert.

    • 17. April 2012 um 18:32 Uhr
    • cem.gülay
  221. 234.

    Wir riefen Arbeiter und es kamen Handlanger islamisch/türkischer Interessen?

    „Die Türkei will ihre Landsleute im Ausland zur Durchsetzung eigener Interessen gewinnen. Bereits seit 2010 gibt es das Amt für Auslandstürken. Vordergründig geht es um Rassismus in Europa.“
    hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article106195383/Ankara-will-Millionen-Auslandstuerken-mobilisieren.html

    Aber auch das ist nichts neues: http://www.youtube.com/watch?v=HucIshqF8VE

    @Unermüdlich

    „Dürfen die Kirchen schon.“

    Wie doch aus diesem kurzen Satz so viel Unwissenheit, Undifferenziertheit und auch Gleichgültigkeit herrausquillt. Religion = Religion wollen Sie vermutlich sagen, Christentum = Islam. Alles gleich gut oder schlecht, gefährlich oder friedlich, rückständig oder fortschrittlich.
    Aber da irren Sie sich gewaltig. Es ist eben kein Zufall das sich Dinge wie die Aufklärung, Reformation, die Idee eines Bürgertums, die moderne Demokratie etc. in einem vorallem christlich geprägten Europa entwickelt hat und nicht in Ländern die islamisch geprägt waren und sind.
    All diese Entwicklungen und mehr haben das Christentum und die Kirchen in Europa zu dem gemacht was sie heute sind. Und ich als Atheist habe nicht die Beführchtung diese Christen arbeiten an dem langfristigen Ziel einen fundamentalistisch christlichen Gottestaat zu errichten, der auf den Regeln eines „göttlichen Gesetzes“ beruht.
    Beim Islam und seinen organisierten Vertretern stellt sich die Lage etwas anders dar. Denn die religöse Ideologie Islam war von Anfang an ein Machtinstrument um politischer Herrschaft zu erlangen, was Mohammed ja auch gelang. Eine Trennung zwischen Staat und Kriche gibt es dort nicht.

    • 17. April 2012 um 18:56 Uhr
    • Bellfruta87
  222. 235.

    @ Früchtchen

    Religion = Religion wollen Sie vermutlich sagen, Christentum = Islam.

    Nein schlicht und einfach, dass es sich um eine analogisch juristische Konstruktion handelt.

    • 17. April 2012 um 19:12 Uhr
    • Unermüdlich
  223. 236.

    @Cem.Gülay

    „Wenn die Mehrheit der Menschen in der Türkei die Islamisierung will, dann ist es der demokratische oder wie die AKP sagen würde, Allahs Wille.“

    Richtig und Islamisten helfen ordentlich nach damit „Allahs Wille“ auch in genug, meist junge Köpfe, verpflanzt wird. Wie erfolgreich diese islamistische Grundlagenarbeit ist, sieht man in vielen Ländern des „Arabischen Frühlings“.
    Die letztendliche islamistische Machtergreifung und Umgestalltung im Sinne eines Schariastaates, ist dann nur noch der Abschluß einer Entwicklung, wie das leere Tor treffen, wo der Torwart schon ausgetanzt ist. Ganz so wie einst ein hoher Vertreter der Moslembruderschaft sagte: „Wenn jede Frau Kopftuch trägt und jeder Mann Bart, dann werden sie mich bitten sie zu führen.“

    Und in Deutschland klatschen vorallem Rote und Grüne Beifall, reden von Religionsfreiheit und führen auf Kosten deutscher Steuerzahler Islamunterricht ein, welcher durch Religionslehrer erteilt wird, die nur mit Zustimmung von durch Erdogan (Diyanetbehörde) ernannten und kontrolierten Ditibimamen ihre Arbeit aufnehmen können. Und das soll dann auch noch Integration fördern…

    „Man muss seinem politischen Gegner aber Respekt zollen, wenn man Anstand hat.
    Ich verneige mich vor Herrn Erdogan für seine historische Leistung.“

    Absolut. Das Beispiel Türkei der letzten 15-20 Jahre böte genug Anschauungsmaterial mit welchen Strategien und Instrumentalien die Islamisierung auf gesellschaftlicher und politischer Eben vorangetrieben wird. Wobei gerade die Entwicklung in der Türkei aus europäischer Sicht viel lehrreicher ist, als die Entwicklung in Ägypten zB. Die Türkei war zwar nie ein demokratischer Rechtsstaat im besten europäischen Sinne, aber doch viel weiter als ein Land wie Ägypten es je war.

    • 17. April 2012 um 19:51 Uhr
    • Bellfruta87
  224. 237.

    @ HJS

    Breiviks Begründung für die Tat ist abstrakt gesehen für einen Terroristen nicht ungewöhnlich: „Notwehr gegen die falsche politische Ordnung“, „Gewalt letzter Ausweg“, „Schuld der Opfer“, „Kampf für ein Kollektiv“ (ohne von diesem beauftragt worden zu sein), Nennung anderer Gewaltanschläge. All das findet man so oder zumindest so ähnlich auch in Gewaltbegründungen von anderen, linksextremistischen, ethnonationalistischen und/oder islamistischen Terroristen bzw. Terrororganisationen. Auch ist Breiviks auf den ersten Blick völlig absurd anmutender Respekt für den Feind in Form von Al Kaida nicht völlig ungewöhnlich. Manche deutsche Neonazis etwa konnten bzw. können der RAF etwas abgewinnen, der eine oder andere deutsche Linksextremist schätzte Carl Schmitt. In gewisser Weise schätzt man mithin das klare Schwarzweiß-Denken und den Aktionismus von ideologischen Feinden.

    Eher ungewöhnlich sind die Tat selber und Breiviks starker narzisstischer Persönlichkeitsanteil (den er natürlich leugnet). Dieser erklärt, warum er die Tat alleine ausgeführt hat. Ein Extremist, der sich selber sehr stark bewundert, braucht für die Begehung eines Anschlags nicht die katalytische Wirkung der Gruppendynamik, die streng individualpsychologisch gesehen wenig abnormen Persönlichkeiten im Rahmen der Begehung terroristischer Gewaltaten hilft.

    Dass es sich bei Breivik, wie im ersten Gerichtsgutachten behauptet, um einen Psychotiker handelt, halte ich für unwahrscheinlich. Ich habe jedenfalls noch von keinem Psychotiker gehört, der sich a) seiner Handlungen vollumfänglich bewusst ist und b) ungeachtet seiner Krankheit, die schwerwiegender ist als eine bloße Persönlichkeitsstörung und für die meines Wissens nach vor Gericht noch kaum jemand für unzurechnungsfähig erklärt wurde, ein hohes Maß an praktischer Intelligenz (Planung, Logistik sowie technische Vorbereitung für den Anschlag) an den Tag gelegt hat.

    Wenn Breiviks politischer Extremismus von geistiger Primitivität zeugt, so kann davon in rein technischer Hinsicht leider nicht die Rede sein.

    • 17. April 2012 um 19:55 Uhr
    • N. Neumann
  225. 238.

    @Saki

    Ärgerlich auch, dass die Keynsianer auf ihren Blogs versuchen die Uhrzeit auf einem Barometer abzulesen

    Schauen sie sich mal die Aussagen zur Inflation von vor 2 Jahren an, dann sehen sie, wer richtig lag. Das Oszillieren zwischen Weimar und Zimbabwe lässt sie die wunderbare Welt der Wirtschaftskrisen völlig übersehen. Sie verpassen was.

    Gemein, gerade wo das Klima auch nicht so recht wandeln will.

    Haha, fahren sie mal nach sceptiecounty, ich fürchte, die sehen das etwas anders. Wobei auch bei uns viel Schund in den Regalen steht.

    Die Kalte Sonne schafft sich ab.

    • 17. April 2012 um 20:10 Uhr
    • Boothby
  226. 239.

    @NN/HJS

    All das findet man so oder zumindest so ähnlich auch in Gewaltbegründungen von anderen, linksextremistischen, ethnonationalistischen und/oder islamistischen Terroristen bzw. Terrororganisationen.

    Wobei seine Bezugnahme auf das vorgebliche ideologische Grundgerüst schon sehr originell ist. Er hätte eigentlich vorhersehen können, das er dabei nicht auf die Solidarität seiner adressierten Freunde im Geiste stossen würde. Ich glaube, die einzigen, die mit seiner Tat symphatisieren könnten, wären eigentlich die ganz altbackenen Rechtsextremen, von denen man sich in der radikalen islamophoben Szene ja nun dezidiert fernhält.

    Thor Steinar hat in Chemnitz eine Filiale mit dem Namen „Brevik“ aufgemacht. Wegen der Stadt sagen sie, naja, Thule war auch mal einfach nur eine Lokalität.

    • 17. April 2012 um 20:24 Uhr
    • Boothby
  227. 240.

    @ Publicola #194
    Es ist ein Teil der Zivilgesellschaft der dafür sorgt daß der Fall Amina Filali nicht unter den Teppich gekehrt wird. Und es ist ein anderer Teil der Zivilgesellschaft der es möglich macht, daß einem Vergewaltigungsopfer infamerweise auch noch die Schuld am Verbrechen geschoben werden kann. Teil einer derart gestalteten Zivilgesellschaft werde ich hoffentlich nie sein müssen.
    In Marburg wurde übrigens vor ca. 3 Jahren ein ähnlich gelagerter Fall verhandelt. Die Zeugin fand man 3 Tage später erschossen und abgelegt auf dem Autobahnparkplatz ‚Sterbecker Siepen‘ an der A 45. Es war den Zeitungen kaum mehr wert als eine Randnotiz.

    • 17. April 2012 um 20:46 Uhr
    • Bredow
  228. 241.

    zugeschoben

    • 17. April 2012 um 20:48 Uhr
    • Bredow
  229. 242.

    @NN/HJS

    „All das findet man so oder zumindest so ähnlich auch in Gewaltbegründungen von anderen, linksextremistischen, ethnonationalistischen und/oder islamistischen Terroristen bzw. Terrororganisationen.“

    Wobei seine Bezugnahme auf das vorgebliche ideologische Grundgerüst schon sehr originell ist. Er hätte eigentlich vorhersehen können, das er dabei nicht auf die Solidarität seiner adressierten Freunde im Geiste stossen würde.

    @ Boothby

    Das ist an sich richtig.

    Aber die RAF z.B. hat es auch überhaupt nicht (oder zumindest etliche Jahre nicht) beeindruckt, dass „die Arbeiterklasse“ oder „das Volk“ den bewaffneten Kampf weit überwiegend für mehr als uninteressant hielten und auch viele radikale Linke das Konzept der „Stadtguerilla“ für fehlgeleitet.

    Zumal soll Propaganda der Tat nach Ansicht unterschiedlicher Terroristen bzw. Terrororganisationen eine sozusagen aufklärende Wirkung entfalten (etwa weil die bekämpfte politische Ordnung durch ihre Gegenmaßnahmen erst ganz offensichtlich sein wahres Gesicht zeigt). Und wenn sich diese Wirkung nicht sofort einstellt, dann muss man eben nach Ansicht unterschiedlicher Terroristen noch etwas warten.

    „Die Revolution sagt: Ich bin, ich war, ich werde sein.“ (Rosa Luxemburg)

    • 17. April 2012 um 20:52 Uhr
    • N. Neumann
  230. 243.

    Stichwort ‚Pflichtenkreis‘ (P. Bahners)

    • 17. April 2012 um 20:52 Uhr
    • Unermüdlich
  231. 244.

    @ NN

    Breivik hängt ja nicht nur einer einzelnen Vorstellung von einer bestimmten Fehlentwicklung an, sondern er ist davon überzeugt, dass alle relevanten Instanzen politischer Gestaltung – jenseits jeder Möglichkeit von „Belehrbarkeit“ – zur Vollstreckung dieser Fehlentwicklung fest vereint sind.

    Soetwas würde ich eher nicht als „primitiv“ ansehen, sondern vielmehr als hochgradig selbstgefällig und absichtsvoll-mutwillig zusammengestoppelt; eine nachgerade komplexe Verblendung, die an umständliche (sic !) Verschwörungstheoriephänomene erinnert.

    Das Problem dabei: Soetwas ist leider ziemlich weit verbreitet.

    Jürgen Todenhöfer berichtet von Gesprächen aus Syrien:

    „Zwar höre er von Verwandten, dass Assad in den übrigen Landesteilen noch immer 50 bis 60 Prozent hinter sich habe. Aber Mehrheiten interessierten ihn nicht. Assad sei ein Mann Israels. Er werde immer gegen ihn kämpfen. …

    Nur die Nato könne Assad stürzen. Dass das Menschenleben koste, würde sie hinnehmen. Doch die Intervention werde nicht kommen, da Assad ein Verbündeter der USA und Israels sei.“

    Gerade Hoffungsansätze werden gezielt zerstört mit solchen Vorstellungen !

    http://www.facebook.com/notes/j%C3%BCrgen-todenh%C3%B6fer/die-rebellen-von-homs/10150662643600838

    Wer die Kinder von Utoya für programmierte Monster hält, die sich niemals eines anderen besinnen können, was von dem verschiedenen ist, was er meint, was sie meinen … der hat leider etwas beklemmend weit Verbreitetes gemeinsam mit völlig anderen Leuten, die sich irgendeine völlig andere Verbindung, aber wohl genauso fest einreden (können).

    Breivik ist für mich ein (extremes und mörderisches) Symptom für eine Haltung von: Ich mach‘ mir die Welt so schlecht, dass ich sie hassen kann, mich in ihr als ihr hilfloses (!) Opfer, etc. fühlen kann etc.

    Das so selbst designierte Opfer gestattet sich dann: zu schmollen, sich wichtig zu machen … oder im Extremfall sich Mord und Terror herausnehmen.

    In seiner selbstgestrickten Selbstermächtigungsmasche ist er der wohl extremste Fall – eines ansonsten aber – geradezu modisch – weit verbreiteten Phänomens von deduktiven Basteleien.

    Ein Problem für jeden als positiv unterstellten Begriff von Politikfähigkeit in der Demokratie.

    Es fragt der Assad-Fan bei Todenhöfer nicht ganz zuunrecht:

    „Assad sei ein Verbündeter Israels/Amerikas ???? Ist er völlig gestört?“

    • 17. April 2012 um 20:55 Uhr
    • Thomas Holm
  232. 245.

    @ Publicola
    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Die generell positive Konnotation von ‚Zivilgesellschaft‘ kann unter Umständen ziemlich nach hinten losgehen.

    • 17. April 2012 um 21:08 Uhr
    • Bredow
  233. 246.

    Aber die RAF z.B. hat es auch überhaupt nicht (oder zumindest etliche Jahre nicht) beeindruckt, dass “die Arbeiterklasse” oder “das Volk” den bewaffneten Kampf weit überwiegend für mehr als uninteressant hielten und auch viele radikale Linke das Konzept der “Stadtguerilla” für fehlgeleitet.

    Hier lag die Distinktion aber in den Milieuunterschieden, will sagen, selbstdeklarierter Überbau mit schlechtem Gewissen vs. random from the street, an einer durchaus größeren Symphatisantenszene zumindest bei ersterem hat es doch nicht wirklich gemangelt. Damals (also in den mittleren bis späten 80ern, soweit es meine persönliche Erinnerung betrifft) waren „Isohaft ist Folter“-Graffittis keineswegs selten, und das schon fern den großen Städten. Und Schily, Strobel und Co hatten einen ganz anderen Stand als Verteidiger von Breivick heute.

    • 17. April 2012 um 21:14 Uhr
    • Boothby
  234. 247.

    „Die Revolution sagt: Ich bin, ich war, ich werde sein.” (Rosa Luxemburg)

    Den kannte ich noch nicht. Ich frage mich, wieviele Theoretiker der Revolution sich eigentlich im Vorfeld schon Gedanken über die Konterrevolution gemacht haben.

    • 17. April 2012 um 21:19 Uhr
    • Boothby
  235. 248.

    Die generell positive Konnotation von ‘Zivilgesellschaft’ kann unter Umständen ziemlich nach hinten losgehen

    Die Etablierung der Herrschaft des Rechts auf der Grundlage der bürgerlichen Freiheiten und Menschenrechte war hilfreich, ist hilfreich und wird hilfreich sein,
    dass eine Epoche bzw. ein Staat nicht Helden erforderlich macht.

    • 17. April 2012 um 21:20 Uhr
    • Publicola
  236. 249.

    @NN

    Zumal soll Propaganda der Tat nach Ansicht unterschiedlicher Terroristen bzw. Terrororganisationen eine sozusagen aufklärende Wirkung entfalten (etwa weil die bekämpfte politische Ordnung durch ihre Gegenmaßnahmen erst ganz offensichtlich sein wahres Gesicht zeigt). Und wenn sich diese Wirkung nicht sofort einstellt, dann muss man eben nach Ansicht unterschiedlicher Terroristen noch etwas warten.

    Das eigentlich Irre an Breivick scheint mir, das er sowenig interessiert scheint, überhaupt jemand zu überzeugen, auch diese ganze Gerichtsshow wirkt irgendwie, wie ganz für ihn allein. Nehmen wir mal an, es gäbe wirklich noch ander „Knights Templer“ (was ich nicht glaube), die würden sich doch über seine Indiskretion jetzt kaum freuen. Genauso, wie radikal Islamophobe, die er doch im Sinn haben müsste, sich herzlich bedanken dafür, das al kaida von ihm Anerkennung erfährt.

    Vielleicht glaubt er wirklich, in 20 Jahren würde man ihn anders beurteilen, aber seine offenbar sehr intensive und detailierte Selbstindoktrination steht irgendwie im Gegensatz zu der, ich sage mal, sorglosen Art, mit der er seinen angeststebten Adressaten und Sympathisanten vor den Kopf stösst.

    • 17. April 2012 um 21:29 Uhr
    • Boothby
  237. 250.

    @ Publicola

    Soweit der Plan. Das Dumme ist halt nur, daß es nicht immer die Menschenrechte und die bürgerlichen Freiheiten sind, die die Grundlage einer Zivilgesellschaft bilden. Der Fall Amina Filali zeigt exemplarisch, daß es auch andere ‚Zivilgesellschaften‘ gibt.

    • 17. April 2012 um 21:45 Uhr
    • Bredow
  238. 251.

    o.k. kein Widerspruch – dann wäre vielleicht der Begriff Demokratie (inklusive davon abgeleitete Adjektive/Adverbien) der halbwegs akzeptable Begriff?

    • 17. April 2012 um 21:58 Uhr
    • Publicola
  239. 252.

    @ NN

    Breivik hängt ja nicht nur einer einzelnen Vorstellung von einer bestimmten Fehlentwicklung an, sondern er ist davon überzeugt, dass alle relevanten Instanzen politischer Gestaltung – jenseits jeder Möglichkeit von “Belehrbarkeit” – zur Vollstreckung dieser Fehlentwicklung fest vereint sind.

    @ TH

    Achwas?

    Soetwas würde ich eher nicht als “primitiv” ansehen, sondern vielmehr als hochgradig selbstgefällig und absichtsvoll-mutwillig zusammengestoppelt; eine nachgerade komplexe Verblendung, die an umständliche (sic !) Verschwörungstheoriephänomene erinnert.

    Sie werden mich jetzt nicht Klugscheißer nennen, wenn ich eine Kombination aus hochgradig selbstgefällig und absichtsvoll-mutwillig zusammengestoppelt primitiv nenne.

    Und Verschwörungstheoriephänomene bleiben auch dann unterkomplex, wenn jemand den Kram noch verumständlichend und auf 300(?) Seiten auswalzt.

    In den 70er-Jahren war bei einigen Linksradikalen dagegen immerhin noch Platz für den differenzierenden Gedanken, dass viele Agenten des Kapitals nicht vom bösen Willen dominiert werden, sondern Bestandteil einer Struktur sind, die sie selbst kaum begreifen. Nach dieser Vorstellung durfte, wenn denn das System schon von sich aus in die Brüche geht, im Zweifelsfall geschossen werden, aber eher nicht auf die Kinder von Kapitalisten.

    • 17. April 2012 um 23:06 Uhr
    • N. Neumann
  240. 253.

    @Boothby, 249

    laut Breiviks Manifest ist er sich völlig darüber im Klaren, daß seine Aktion dem gemäßigten Antiislamspektrum à la Wilders, PI, Spencer (meinetwegen auch Broder und Sarrazin) etc. schadet. Das ist auch seine Absicht: Er hofft, daß diese Leute seinetwegen weggemobbt werden und somit für die (unterstellt prinzipiell antiislamischen) Völker Europas ihre systemstabilisierende Ventilfunktion verlieren und also die Revolution beschleunigt wird. Das ist durchaus nicht unplausibel.

    Was seinen Habitus angeht, der so Allgemein aufstösst, muß man die Zielgruppe beachten: Er will die Leute seines Geschlechts und Alters und darunter erreichen, sein Manifest ist randvoll mit Metaphern und Anspielungen auf zentrale Marker dieser Subguppe: Tolkien, Harry Potter (!!) und diverse Videospiele. Dazu gehört zB die Ganze Ritternummer, die zunächst albern anmutende Verkleiderei und der Aufbau seiner Vorbereitung in Form von „Quests“ und Levels uvm., was mir plausibel erläutert wurde, was ich aber inzwischen mangels eigener Videospiel-, Potter- und Tolkienpraxis wieder vergessen habe. Ich denke, der Typ weiß sehr gut was er tut und wie er es zu tun hat. Ich bin mir verdammt sicher, daß er viele Nachahmer finden wird. Alles, inklusive Medienberichterstattung, läuft bisher nach Plan.

    • 17. April 2012 um 23:13 Uhr
    • Frl. Mensa
  241. 254.

    „Aber die RAF z.B. hat es auch überhaupt nicht (oder zumindest etliche Jahre nicht) beeindruckt, dass “die Arbeiterklasse” oder “das Volk” den bewaffneten Kampf weit überwiegend für mehr als uninteressant hielten und auch viele radikale Linke das Konzept der “Stadtguerilla” für fehlgeleitet.“

    Hier lag die Distinktion aber in den Milieuunterschieden, will sagen, selbstdeklarierter Überbau mit schlechtem Gewissen vs. random from the street, an einer durchaus größeren Symphatisantenszene zumindest bei ersterem hat es doch nicht wirklich gemangelt. Damals (also in den mittleren bis späten 80ern, soweit es meine persönliche Erinnerung betrifft) waren “Isohaft ist Folter”-Graffittis keineswegs selten, und das schon fern den großen Städten. Und Schily, Strobel und Co hatten einen ganz anderen Stand als Verteidiger von Breivick heute.

    @ Boothby

    Das ist auch richtig, es trifft aber wiederum den Punkt nicht.

    Die RAF hat wirklich geglaubt, dass sie (auch in „Notwehr“ versteht sich) das „Schweinesystem“ schon bald zum Einsturz bringt. Über die Sympathisantenszene und wahrscheinlich auch die einschlägigen moralistischen Terror-Versteher war sie sicher froh, aber man kämpfte eben für die „Arbeiterklasse“ und/oder das „Volk“, denen es aufgrund der gemeinen Repressionsmaßnahmen des Staates wie Schuppen von den Augen fallen sollte.

    Das Motto lautete nicht: „Wir legen jetzt einfach mal los, akquirieren einen Sympathisantenszene und dann sehen wir mal weiter.“ Avantgarde wollte man nicht nur für die Fans sein, sondern fürs Ganze.

    • 17. April 2012 um 23:22 Uhr
    • N. Neumann
  242. 255.

    @ Publicola
    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Die generell positive Konnotation von ‘Zivilgesellschaft’ kann unter Umständen ziemlich nach hinten losgehen.

    @ Bredow

    Das ist völlig zutreffend. Sofern man Zivilgesellschaft wertfrei in etwa als „Nicht durch den Staat gesteuerte politische Kollektivakteure“ definiert, bekommt man überall auch Akteure in den Blick, die sich eher schlecht als recht mit dem Attribut „zivil“ beschreiben lassen.

    Was aber übrigens auch nach hinten losgehen kann, sind mehr oder weniger säkulare Autokraten, die jahrzehntelang vergleichsweise liberale Oppositionskräfte relativ gründlich unterdrückt haben, dies jedoch bei religiös-fundamentalistischen Organisationen weniger zu leisten vermochten, weil man Religion ungleich schwerer verbieten kann.

    • 17. April 2012 um 23:34 Uhr
    • N. Neumann
  243. 256.

    @Boothby, 249

    laut Breiviks Manifest ist er sich völlig darüber im Klaren, daß seine Aktion dem gemäßigten Antiislamspektrum à la Wilders, PI, Spencer (meinetwegen auch Broder und Sarrazin) etc. schadet. Das ist auch seine Absicht: Er hofft, daß diese Leute seinetwegen weggemobbt werden und somit für die (unterstellt prinzipiell antiislamischen) Völker Europas ihre systemstabilisierende Ventilfunktion verlieren und also die Revolution beschleunigt wird. Das ist durchaus nicht unplausibel.

    @ Mensa, Boothby

    Das entspricht mehr oder weniger dem altbekannten Terroristen-Kalkül, dass durch die Repressionsmaßnahmen des Staates die Summe des Zuspruchs für die eigene Propaganda der Tat wächst.

    Auch auf diesem Hintergrund ist Breiviks Schwurbel abstrakt betrachtet nicht ungewöhnlich.

    Plausibel würde es allenfalls dadurch, wenn die norwegische Regierung die rechtspopulistische Fortschrittspartei verbieten würde.

    • 17. April 2012 um 23:42 Uhr
    • N. Neumann
  244. 257.

    Neumann,

    Eher ungewöhnlich sind die Tat selber und Breiviks starker narzisstischer Persönlichkeitsanteil (den er natürlich leugnet). Dieser erklärt, warum er die Tat alleine ausgeführt hat. Ein Extremist, der sich selber sehr stark bewundert, braucht für die Begehung eines Anschlags nicht die katalytische Wirkung der Gruppendynamik, die streng individualpsychologisch gesehen wenig abnormen Persönlichkeiten im Rahmen der Begehung terroristischer Gewaltaten hilft.

    Ich finde individualpsychologisch ähnelt Breivik am ehesten Georg Elser, dessen politische Absicht sich aber nicht im Verfassen länglicher Traktate sondern in der Auswahl des Ziels manifestiert. Aus ethischer Sicht ist das auch der einzig relevate Unterschied.

    • 18. April 2012 um 00:01 Uhr
    • Saki
  245. 258.

    @Frl. Mensa

    Das ist auch seine Absicht: Er hofft, daß diese Leute seinetwegen weggemobbt werden und somit für die (unterstellt prinzipiell antiislamischen) Völker Europas ihre systemstabilisierende Ventilfunktion verlieren und also die Revolution beschleunigt wird.

    Das war mir nicht klar.

    Er will die Leute seines Geschlechts und Alters und darunter erreichen, sein Manifest ist randvoll mit Metaphern und Anspielungen auf zentrale Marker dieser Subguppe: Tolkien, Harry Potter (!!) und diverse Videospiele. Dazu gehört zB die Ganze Ritternummer, die zunächst albern anmutende Verkleiderei und der Aufbau seiner Vorbereitung in Form von “Quests” und Levels uvm.,…

    So banal habe ich es mir nicht vorgestellt.“Quests” und Levels klingt ein wenig nach Thetan 4. Grad.

    Ich bin mir verdammt sicher, daß er viele Nachahmer finden wird. Alles, inklusive Medienberichterstattung, läuft bisher nach Plan.

    Say no more. Ich gestehe bis dato ehrlich, das ich mir angesichts dieses Desasters eine Nachahmerszene nicht richtig vorstellen kann. Er hat, logistisch gesehen, einen wirklich großen Aufwand betrieben, insofern denke ich, es wird eine Ausnahmetat bleiben. Ich sehe auch nicht recht, wie man nenenswerte Potenziale aufgrund dieser unverständlichen Tat mobilisieren könnte. Eine Initialisierung wie bei Schulamokläufen: Vielleicht. Die Etablierung eines substanziellen Gedankenguts/Szene: schwer vorstellbar.

    @NN

    Plausibel würde es allenfalls dadurch, wenn die norwegische Regierung die rechtspopulistische Fortschrittspartei verbieten würde.

    Was für ein Haifischbecken. Nun muss ich sagen, das ein Verbot doch nicht ernsthaft diskutiert wurde, ich kenne mich aber mit der lokalen Presse nicht aus.

    Wie auch immer, herzlichen Dank an eure Einordnungshilfen für den anstehenden Medienzirkus.

    • 18. April 2012 um 00:35 Uhr
    • Boothby
  246. 259.

    @Boothby

    „So banal habe ich es mir nicht vorgestellt.“Quests” und Levels klingt ein wenig nach Thetan 4. Grad.“

    Bein Banalen bleibt es ja nicht. Tolkien und Potter haben ja mehr oder weniger auffällige Subtexte vom Zivilisations- und Rassenclashen, vom christlichen Erlösungsgedanken durch die Tat des Einzelnen, alles mit nordischem oder retroeuropäischem Ambiente. Das gilt auch, plus prononciertem Militärtaktiktraining, für viele Rollen- und Videospiele. Sowas prägt schon.

    In den Kellern Europas saßen und sitzen Millionen von Jungs, denen Fantasy, Internet und Gaming im Blut liegen, in Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit verfügen auch viele über eine Menge Zeit. Das Potenzial ist riesig, es kann sich zB in der Piratenpartei äußeren oder (auch) Breivik-like. Und auch nicht jedem Postadoleszenten gefällt der Schritt aus dem Keller ins real life, die Generation 30+/- ist extrem zynisch, wenn ich das richtig beobachte.

    Die Mehrleistung Breiviks und die Quelle seines Narzissmus liegt vor allem im erfolgreichen Bombenanschlag im Regierungsviertel, das wird sich kaum wiederholen lassen, aber hier und da strategisch ein Paar Leute abknallen, was Interessantes abfackeln oder sabotieren, das können viele.

    Breivik konnte (der Zeitabfolge wegen) nichts von der NSU wissen, aber man muß ihm lassen, daß er sowas erahnt hat. Paulchen Panther geht schon in die Richtung; wenn’s so weiter geht, kann man mit niedlichen Katzenbildchen oder Pokemonreferenzen an Tatorten rechnen.

    • 18. April 2012 um 01:27 Uhr
    • Frl. Mensa
  247. 260.

    1 – wenn jemand den Kram noch verumständlichend und auf 300(?) Seiten auswalzt.

    Ja .

    Aber noch viel mehr: auf mehr als 1500 Seiten seines
    „2083 – A European Declaration of Independence – De Laude Novae Militiae – Pauperes commilitones Christi Templique Solomonici“ (By Andrew Berwick, London – 2011),
    auf zählbare 1518 Seiten insgesamt, die er allerdings auch mit exakten technischen und handwerklichen Angaben bis ins kleinste Detail zu versehen weiß, z.B. wo bzw. wie man an seine verschiedenen Bombentypen kommt bzw. sie baut, z.B. wo man wie welche mechanisch-technischen, biologischen, chemischen, atomaren Waffen organisiert etc. Kurzum: Auch ein wahre Vademecum für jeden Terroristen jeglicher ideologisch-religiöser oder nichtideologisch-nichtreligiösen Richtung.

    2 – ist er sich völlig darüber im Klaren, daß seine Aktion dem gemäßigten Antiislamspektrum à la Wilders, PI, Spencer (meinetwegen auch Broder und Sarrazin) etc. schadet. Das ist auch seine Absicht: Er hofft, daß diese Leute seinetwegen weggemobbt werden

    Nein.

    • 18. April 2012 um 01:51 Uhr
    • Publicola
  248. 261.

    a propos „Zivilgesellschaft
    angeregt durch die hier stattfindende Diskusssion über den Begriff Zivilgesellschaft habe ich nochmal die Begrifflichkeit recherchiert:

    a – Zivilgesellschaft als „rein neutrales“ Konzept:
    Zum einen bezeichnet er [der Begriff „Zivilgesellschaft“] einen Bereich innerhalb einer Gesellschaft, der zwischen staatlicher, wirtschaftlicher und privater Sphäre entstanden ist – oder auch: zwischen Staat, Markt und Familie. Der Bereich wird als öffentlicher Raum gesehen, den heute eine Vielzahl vom Staat mehr oder weniger unabhängigen Vereinigungen mit unterschiedlichem Organisationsgrad und -form bilden – etwa Initiativen, Vereine, Verbände.

    b – Zivilgeselllschaft als „positiv demokratie-konnotiertes“ Konzept:
    Zum anderen wird mit „Zivilgesellschaft“ eine Entwicklungsrichtung von Gesellschaften bezeichnet, die mit Zivilisierung und Demokratisierung umschrieben werden kann. In diesem Diskussionsstrang wird oft der Begriff Bürgergesellschaft gleichbedeutend verwendet. Dabei verschwimmen häufig die Grenzen zwischen einer Beschreibung und Erklärung dieses Trends einerseits und der Forderung nach seiner Unterstützung andererseits, d. h. „Zivilgesellschaft“ wird zur politischen Forderung im Sinne von „mehr Demokratie“. Besonders war dies in den lateinamerikanischen Diktaturen oder in Osteuropa vor 1989 zu beobachten …
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilgesellschaft

    • 18. April 2012 um 02:06 Uhr
    • Publicola
  249. 262.

    @ Publicola, 260
    Doch, oder wie lesen Sie das: (S. 809 Breivikmanifest)

    „Right wing political parties fight an up-hill battle and every single bill and suggestion is ultimately rejected. This leaves the cultural conservatives (anti-multiculturalist) parties in Western Europe with zero influence. As such, the right wing parties indirectly contribute to pacify the cultural conservatives of Europe by giving them false hope. Instead of telling their sympathisers to give them their vote they should admit to everyone and announce publicly that the democratical struggle has been lost and that all cultural conservatives should initiate armed resistance against the cultural Marxist/multiculturalist establishment. “

    und (S. 1421 ebd.):

    „I am going to discontinue my involvement in the Norwegian Progress Party as I have lost faith in the democratic struggle to save Europe from Islamification. […] The only thing PP has achieved so far is to give false hope to Norwegians. They say that democratic struggle is the only solution, when it is clearly already lost. How can we democratically compete with a regime that is mass-importing hundreds of thousands of new voters? The PP is pacifying Norwegians by giving them false hope and I refuse to continue to have any involvement in this. Armed struggle appears futile at this point but it is the only way forward.“

    • 18. April 2012 um 02:35 Uhr
    • Frl. Mensa
  250. 263.

    # 262 – ist er sich völlig darüber im Klaren, daß seine Aktion dem gemäßigten Antiislamspektrum à la Wilders, PI, Spencer (meinetwegen auch Broder und Sarrazin) etc. schadet. Das ist auch seine Absicht: Er hofft, daß diese Leute seinetwegen weggemobbt werden

    1- Breiviks Haltung zu den konservativen Parteien (CDU): „traitorous European marionette leaders“ bzw. „Cultural Marxists/suicidal humanists/capitalist globalists“, die von Breiviks Tempelrittern strengstens zu bestrafen sind
    („No mercy will be shown for category A, B and C traitors. The punishment for high treason is the same whether you are a hardcore Marxist, cultural Marxist, suicidal humanist, career cynicist or a capitalist globalist“)

    2 – Breiviks Haltung zu den hier angesprochenen bzw. dikutierten Einzel-Perönlichkeiten, von denen in Breiviks Manifest oft Geert Wilders, Robert Spencer, Henry Broder zitiert werden, ist durchwegs und ohne jede Ausnahme über Breiviks gesamtes Machwerk hin unveränderllch äußerst positiv.

    • 18. April 2012 um 05:28 Uhr
    • Publicola
  251. 264.

    @ Unmüdex
    235. @ Früchtchen
    „Religion = Religion wollen Sie vermutlich sagen, Christentum = Islam.“
    Nein schlicht und einfach, dass es sich um eine analogisch juristische Konstruktion handelt.

    Exakt – So ist’s.

    „Aber die Wahrheit und die Freiheit sind anspruchsvolle Geliebte, da sie nur wenige Liebhaber haben.“

    – Mais la vérité et la liberté sont des maîtresses exigeantes puisqu’elles ont peu d’amants. – Albert Camus [Le manifeste censuré de Camus, 1939]
    http://www.lemonde.fr/afrique/article/2012/03/18/le-manifeste-censure-de-camus_1669778_3212.html

    • 18. April 2012 um 07:01 Uhr
    • Publicola
  252. 265.

    @Publicola:

    2 – Breiviks Haltung zu den hier angesprochenen bzw. dikutierten Einzel-Perönlichkeiten, von denen in Breiviks Manifest oft Geert Wilders, Robert Spencer, Henry Broder zitiert werden, ist durchwegs und ohne jede Ausnahme über Breiviks gesamtes Machwerk hin unveränderllch äußerst positiv.

    Ausweislich der von Frl Mensa zitierten Auszüge schätzt er zwar deren Absichten, sieht aber ihre Strategie, die Islamisierung auf demokratischem Wege aufzuhalten, als gescheitert und als Hindernis für eine Revolution. Dass er sich von seiner Tat Repressionen gegen dieses politische Spektrum erhofft, welche wiederum die von ihm ersehnte Revolution provozieren würden, steht da zwar nicht explizit – aber es wäre durchaus eine plausible Strategie.

    • 18. April 2012 um 08:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  253. 266.

    @ Saki

    „Ich finde individualpsychologisch ähnelt Breivik am ehesten Georg Elser“

    Ach ja? Der eine bringt Kinder um, der andere versucht, einen brutalen Diktator umzubringen.
    Saki, mir graut vor Ihnen.

    • 18. April 2012 um 09:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  254. 267.

    Breivik hin oder her.

    Meine Bio-Freunde

    Was sagt ihr dazu,

    Spiegel-Online News

    Staatsanwaltschaft in Köln vernichtet relevantes Beweismaterial in Sachen NSU

    Es geht dabei um den Sprengstoffanschlag an einer Deutsch-Iranerin

    Uups

    • 18. April 2012 um 09:20 Uhr
    • cem.gülay
  255. 268.

    Meine Bio-Freunde

    Was sagt ihr dazu,

    Zunächst mal: Wozu gibt es Links?

    • 18. April 2012 um 09:24 Uhr
    • Unermüdlich
  256. 269.

    Marriex

    Weiß immer noch nicht wie man verlinkt

    • 18. April 2012 um 09:30 Uhr
    • cem.gülay
  257. 270.

    Einfach Link reinkopieren.

    • 18. April 2012 um 09:38 Uhr
    • Unermüdlich
    • 18. April 2012 um 09:39 Uhr
    • Serious Black
  258. 272.

    HJS #266,

    bovor Sie das Grauen völlig übermannt, lesen Sie bitte auch den zweiten Satz meines nicht gerdae überlangen Statements.

    Im Übrigen ist Elsers Versuch einen brutalen Diktator zu töten nicht nur gescheitert, es sind dabei auch eine ganze Reihe von Nichtdiktatoren getötet worden. Ich würde nicht ausschließen, dass niemand unter den Toten war, der das Alter von Breiviks Kindern hatte.

    • 18. April 2012 um 09:41 Uhr
    • Saki
    • 18. April 2012 um 09:48 Uhr
    • Unermüdlich
  259. 274.

    ok, Kinder waren nicht dabei, aber darum ging es mir auch ursprünglich nicht. Warum wäre Neumanns individualpsychologische Einschätzung Breiviks bei Elser nicht zutreffend?

    • 18. April 2012 um 10:02 Uhr
    • Saki
  260. 275.

    @ HJS

    „Ach ja? Der eine bringt Kinder um, der andere versucht, einen brutalen Diktator umzubringen.
    Saki, mir graut vor Ihnen.“

    Ihnen sollte besser vor sich selbst grauen.

    Zwei Punkte dazu:
    – zum einen ist es relativ unerheblich auf der basis einer psychologischen Sicht (! – um die geht es), ob jemand ‚Kinder‘ oder ‚Massenmörder‘ umbringt – denn ob jemand ein Kind oder ein Massenmörder ist entscheidet letztendlich das einzelne Individuum innerhlab seiner Weltsicht. Und diese Weltsicht kann durchaus von der Wahrnehmung und somit vom urteil anderer leute, z. b. einer sonstigen gesellschaft, abweichen.
    Nimmt man die deutsche Gesellschaft zum zeitpunkt des Eisler-Attentates, findet man, dass Hitler von vielen nicht als Massenmörder, ja noch nicht einmal als negativ konnotierter Diktator, sonern quasi als eine art von heilland und erretter gehen wurde. Quasi ein Unschuldiger, ein guter mensch, der sich für seine mitmenschen aufopfert sollte von einem gesitig verwirrten Mörder in einem feigen attentat umgebracht werden – so die Sichtweise vieler damals auf das Eisler-Attentat. Das diese Sichtweise diametral zu unseren heutigen steht udn wir darum diejenig von Eisler als die richtige beurteilen im Nachhinein (und mit unseren wissen um die Verbrchen des NS-Regimes), steht dabei auf einen anderen Blatt.
    Wir aus unserer Sicht beurteilen Eisler und Hitler so, das Hitler das Böse und Eisler der Gute, der prophetisch schon kla erkannte, was da sich ausbrüteze und den mut aufbrachte, sich in die gefahr eines attentats hineinzubegeben – also ein held war.

    Die psycho aber kann von breivik und von Eisler ziemlich ähnlich gewesen sein, ja war es wohl sogar – denn:
    – man benötigt jemanden zu so einer Tat (ob das Bombenattentat ovn Eisler oder das von breivik inc. der Morde auf der Insel) dessen psyche einige besonderheiten aufweisen, die so jemanden überhaupt in die entsprechende Lage (im unterschied zu vielen anderen leuten) versetzt. Denn jemand muss sein eigenes weltbild derartig abgekapselt radikalisieren, dass er daraus nicht nur im Unterschied zur mehrheit seiner gesellschaft eine gefahr in etwas erkennt, was diese gesellschaft nicht als eine gefahr wahrnimmt, sondern er muss diese gefahr derartig hochsetzen (radikalisiert wahrnehmen), dass das Töten derer, die die gefahr verursachen in den Augen des Täters (Hitler & NS-Führer versus Sozialdemokratische Politiker), als einzig relaistische möglichkeit übrig bleibt. Und dann muss noch der persönliche Mut hinzukommen, das Attentat auch wirklich durchzuziehen im bewusstsein, dass man selbst dabei erwischt werden könnte.

    Diese besondere psychologische Verfasstheit dürfte gleich sien – egal, wie danach andere (z. b. die NS-gesellschaft oder wir heutzutage oder sonstwer) diese tat dann jeweils beurteilen aus unserer perspektive.

    – ‚Kinder‘ zu den jugendlichen zu sagen, ist mMn. ziemlich daneben. Diese ‚Kinder‘ waren altersmäßig so zwischen 15 – 20 Jahren herum und somit Jugendliche. Der pUnkt ist aber, dass sie nicht als Jugendliche hier in erscheinung getreten sind, sondern als junge Menschen, die einer politischen Agenda anhingen, die sie – sicher mit jugendlichem enthusiasmus – vor anderen vertraten und versuchten politisch durchzusetzen. Auch wenn sie jung waren, so waren sie doch zugleich auch politische aktivisten.
    Für Breivik war in der Auswahl seiner Opfer unter der prämisse seiner weltsicht sie darum eine wesentliche Ursache für die vo ihm wahrgenommene gefahr. Sie waren diejenige, die in diesem alter bereits politisch aktiv waren und mit den älteren Politikern eine bestimmte, von ihm als katastrophe wahrgenommene Politik, stützten und durchsetzen. Von daher war seine tat konsequent und logisch/vernünftig innerhalb seiner Weltsicht.

    Die beurteilung dieser Jugendlichen als Kinder kommt dabei wiederum von außen – ähnlich wie die unterschiedlichen beurteilungen von Eisler (einmal als feigen Mörder – ns-gsellschaft, andermal als prophetischer held – heutige deutsche gesellschaft). Und zwar von jemanden, der breiviks Tat nicht nur abloehnt, sondern seine Sichtweise generell negiert und darum auch nicht bereit ist dasjenige, was er als gefahr mit seinen verschiedenen ursachen, wahrnimmt – die poliitsche betätigung dieserJugendlichen wird noch nicht einmal in den Blick gefasst, statt dessen wird ihre Jugend weiter gesteigert hin zur Kindheit, um damit den Aspekt dr Unschuld zu steigern. Von daher lehne ich zumindest die bezeichnung als Kinder auch ab – denn es waren jugendliche, die politisch sich betätigten und sich mit diesen ihrer taten in einem raum der meinungsauseinanersetzungen bewusst stellten (im unterschied zu Kindern, die von tätern ausgewählt werden aufgrund von faktoren, die sie weder beeinflussen noch ändern, ja teilweise noch nicht einmal wahrnehmen können, wie z. b. die Kinder , die in Toulouse wegen ihres ‚jüdisch-seins‘ ermordet wurden). Das sie damit auf jemanden stoßen würden, der bereit ist sie wegen ihrer politischen aktivität umzubringen, damit haben und konnte sie auch nicht rechnen – insoweit waren sie opfer eines mordes.
    Die beurteilung aber auf der politischen ebene ist eine weltanschauliche beurteilung und kann je nach der weltsicht des Urteilenden unterschiedlich ausfallen – siehe Eislers unterschiedliche beurteilung durch die NS-gesellschaft und durch uns heutzutage.

    • 18. April 2012 um 10:42 Uhr
    • Zagreus
  261. 276.

    @ Zagreus

    „Ihnen sollte besser vor sich selbst grauen.“

    Dass Sie ein Nihilist sind, brauchen Sie nicht ständig unter Beweis zu stellen.

    • 18. April 2012 um 12:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  262. 277.

    @Zagreus, 275

    „‘Kinder’ zu den jugendlichen zu sagen, ist mMn. ziemlich daneben. Diese ‘Kinder’ waren altersmäßig so zwischen 15 – 20 Jahren herum und somit Jugendliche.“

    Genau genommen gab es einen 16jährigen und einige wenige 17jährige, das Gros war 18-25, etwa 1/4 der Opfer 26-32 Jahre alt. Durchschnittsalter 21 um ganz genau zu sein.

    • 18. April 2012 um 13:41 Uhr
    • Frl. Mensa
  263. 278.

    Wie krank hier manche Wahnehmung ist, kann man daran erkennen, dass bei denen kein Unterschied in der Wahrnehmung zwischen „Jugendlichen“ ohne Machtpositionen und „Hitler“ mit Machtposition erkannt wird und dann dummdreist von einer „psychologischen Sicht“ geredet wird. Als ob es keinen Unterschied gäbe, wenn ein Wahnsinniger am Steuer einen Krieg ankündigt, der zwangsweise das Leben vieler unschuldiger kosten wird oder ob ein gestörter eine Vorstellung in seinem Kopf mit heranwachsenden Jugendlichen konstruiert, in denen er diesen in einer wahnbehafteten Vorstellung die Schuld für irgendwas geben will. Aber wundern kann das hier wohl keinen mit Verstand, zumal man überdeutlich mitbekommt, wie radikal hier Wahnbilder konstruiert werden, um eigene Feindbilder vor sich selber und vor anderen plausibel vorzutäuschen.

    • 18. April 2012 um 14:03 Uhr
    • Erol Bulut
  264. 279.

    Breiviks „Gruss“

    http://www.youtube.com/watch?v=WmV0qiU-F5k&feature=related

    Bei 1.30 eine signifikante unbewusste Geste: Er wischt sich die Schultern ab.

    • 18. April 2012 um 14:18 Uhr
    • FreeSpeech
  265. 280.

    kein Unterschied in der Wahrnehmung zwischen “Jugendlichen” ohne Machtpositionen und “Hitler” mit Machtposition

    Aus der Sicht Breiviks wurden die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, die er tötete, in jenem Ferienlager für zukünftige Machtpositionen ausgebildet.

    • 18. April 2012 um 14:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  266. 281.

    Hat hier irgend jemand den Unterschied zwischen einer demokratischen und einer totalitären Partei begriffen?

    Zagreus, Mensa und AvZ offensichtlich nicht.

    • 18. April 2012 um 14:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  267. 282.

    Erol Bulut,

    Als ob es keinen Unterschied gäbe, wenn ein Wahnsinniger am Steuer einen Krieg ankündigt, der zwangsweise das Leben vieler unschuldiger kosten wird …

    Meinen Sie Ahmedinedjat?

    • 18. April 2012 um 14:54 Uhr
    • Saki
  268. 283.

    Utøya – Genau genommen gab es einen 16jährigen und einige wenige 17jährige, das Gros war 18-25, etwa 1/4 der Opfer 26-32 Jahre alt. Durchschnittsalter 21 um ganz genau zu sein.

    Nein.

    Alter Anzahl der Getöteten

    14 2
    15 7
    16 8
    17 16
    18 17

    Zahl der 14 bis 18jährigen 50

    19 5
    20 1
    21 3
    23 2
    25 1
    27 1
    28 1
    30 1
    43 2
    45 1
    51 1

    Zahl der über 18jährigen 19

    Zahl der Opfer auf Utøya Insgesamt 69

    Altersdurchschnitt insgesamt 19,6

    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Norway_attacks#Casualties

    • 18. April 2012 um 15:01 Uhr
    • Publicola
  269. 284.

    Die Mitglieder der Jugendorganisation der in Norwegen regierenden Arbeiterpartei, die er auf Utøya tötete, seien „nicht unschuldig“ gewesen, sondern hätten daran gearbeitet, „den Multikulturalismus aufrechtzuerhalten“.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/attentate-in-norwegen/breivik-prozess-die-wahnwelt-des-tempelritters-11721237.html

    Macht es Sinn – und wenn ja: welchen? – ,
    Breiviks Perpektive der Begründung für die Hinrichtung der fast ausschließlich im Teenager-Alter befindlichen Menchen einzunehmen?

    • 18. April 2012 um 15:12 Uhr
    • Publicola
  270. 285.

    @HJS:
    Und Sie haben den Unterschied nicht begriffen zwischen jemandem, der diesen Unterschied nicht begreift und jemandem, der begreift, dass Breivik ihn nicht begreift.

    • 18. April 2012 um 15:18 Uhr
    • Arjen van Zuider
  271. 286.

    @AVZ

    Wenn es um islamistische Attentäter geht, weiß Herr Sauer aber merkwürdigerweise, was einen politischen Attentäter ausmacht.

    • 18. April 2012 um 15:30 Uhr
    • unlimited
  272. 287.

    @ ul

    Wo hat HJS islamistische Attentäter verharmlost?

    • 18. April 2012 um 15:34 Uhr
    • Unermüdlich
  273. 288.

    @P:

    Wenn man glaubt, dass Verständnis (rational, nicht empathisch) für die Motive des Täters der Aufklärung oder gar Prävention zukünftiger Verbrechen dienlich sein können, ist es durchaus angebracht, die Ereignisse in der Deutung des Täters zu rekapitulieren.

    • 18. April 2012 um 15:51 Uhr
    • Arjen van Zuider
  274. 289.

    @ AvZ

    Nur sollte man das auch schlau formulieren. So wie sie das geschrieben haben, hätte Breivik ja schlicht un einfach recht, denn Utøya soll ja durchaus eine politische Elite heranbilden.

    • 18. April 2012 um 16:00 Uhr
    • Unermüdlich
  275. 290.

    @ Publicola

    Breiviks Perpektive der Begründung für die Hinrichtung der fast ausschließlich im Teenager-Alter befindlichen Menchen einzunehmen?

    Sie einzunehmen macht keinen sinn; sie anzuerkennen, das nach seiner Weltsicht daraus für ihn die begründung für seine Morde erfolgt, hingegen schon.

    Hinzu kommt einfach die Frage nach der psychischen Verfasstheit – und der entwicklungsgeschichte einer Weltsicht, auf deren grundlage ein – relativ isoliertes – Individuum zur Entscheidung zu einer Tötung eines (oder mehrerer) Menschen kommt – und dann diese Entscheidung plant und über einen längeren Zeitraum konsequent umsetzt.

    Und hier habe wir auch die gemeinsamkeiten bei aller Unterschiedlichkeit der jeweiligen weltanschaulichen Komponenten (egal ob es gegen Mulitkulturalismus, Demokratie, Diktatur, Gottlosigkeit oder was auch immer geht) im Falle von Breivik, Eisler usw….
    Das die taten dieser leute unterschiedlich bewertet werden, hängt wiederum mit weltanschauung derjenigen zusammen, die sie Bewerten – so da für den einen ein solcher Täter ein held, Freiheitskämpfer etc… ist, wärend er für einen anderen ein feiger ;örder, eine bestie, ein verrückter etc…. wiederum ist.

    Und es macht eben schon sinn danach zu fragen, wie die Psychische verfasstheit sein muss für jemanden, der als ein einzeltäter sich derartig radikalisiert, dass er zur überzeugung gelangt, dass jemand, oder besteimmte Menschen, sterben müssen und dies vor seiner Mitwelt über einen längeren zeitraum nicht nur aufrecht erhält, sondern auch verborgen hält, während er die Umsetzung dieses Entschlusses plant und vorbereitet.

    Und diese Aussage ist dabei einfach uunsinnig:
    Hat hier irgend jemand den Unterschied zwischen einer demokratischen und einer totalitären Partei begriffen?

    Zagreus, Mensa und AvZ offensichtlich nicht.

    Denn das hat nichts mit einem Unterschied zwischen einer demokratischen und einer totalitären partei zu tun – denn die tat wird je nach der verfassung der jeweiligen Gesellschaft bzw. der Weltsicht einzelner Individuun unterschiedlich bewertet.
    Die eigene verfasstheit spielt dabei ebenfalls keine Rolle – denn die aussage, dass man Eislers tat als eine gute tat wertet, einen tyrannenmord, und das man breiviks tat als eine schlechte tat wertet, als einen Massenmord, sagt nichts aus über die jeweilige psychische Konstitution, die im einen oder anderen fall vorliegen beim jeweiligen täter.

    Wo hat HJS islamistische Attentäter verharmlost?

    Wo lesen sie aus unlimited Beistrag heraus, dass er behaupten würde, dass HJS islamistische Attentäter verharmlosen würde?

    Vielleicht – und das denke ich ist nich tvöllig unbegründet – weist unlimited einfach darauf hin, das HJS verschiedene Attentäter (islamistische und rechtsrakilae und sojemand wie Breivik) unterschiedlich beurteilt bzw. unterschiedliche Begründungen für ihre Taten anführt?

    • 18. April 2012 um 16:01 Uhr
    • Zagreus
  276. 291.

    @MR

    Wo habe ich geschrieben, dass er irgendwas verharmlost? Brille!

    • 18. April 2012 um 16:05 Uhr
    • unlimited
  277. 292.

    @ unermüdlich

    Nur sollte man das auch schlau formulieren. So wie sie das geschrieben haben, hätte Breivik ja schlicht un einfach recht, denn Utøya soll ja durchaus eine politische Elite heranbilden.

    Aus Breiviks Weltsicht heraus hatte Breivik ja schlicht un einfach recht, denn Utøya soll ja durchaus eine politische Elite heranbilden. – Wohlbemerkt: aus seiner weltsicht heraus – aus einer anderen Weltsicht heraus nicht!
    Es gibt nunmal Weltsichten, die als eine vernünftige, rationale Schlussfolgerung die Ermordung anderer Menschen beinhalten – und wenn diese einen größeren Verbreitungsgrad haben nennen wir sie oft auch ‚Ideologie‘.

    • 18. April 2012 um 16:06 Uhr
    • Zagreus
  278. 293.

    @AvZ

    Und Sie haben den Unterschied nicht begriffen zwischen jemandem, der diesen Unterschied nicht begreift und jemandem, der begreift, dass Breivik ihn nicht begreift.

    Nun ist die Deutung Elser auch im Nachkriegsdeutschland häufig negativ ausgefallen, da wehte durchaus noch das Verratsstigma mit, Motive dafür gibt es mehrere, u.a. das, dass Elser den unbedingten Zwang zum Mitmachen, der im Anschluss gerne als Rechtfertigung herhalten musste, in Frage stellte.

    Soweit ich weiß, hat er sich in den politischen Vereinen, denen er sich anschloss, nicht großartig engagiert, galt aber durchaus (er war keineswegs isoliert) als politischer Mensch. Den Nationalsozialismus hat er von Beginn an abgelehnt.

    Jetzt im Nachgang Elser mit Breivik irgendwie zu verbinden, nach dem Motto: Sind beides verrückte Sonderlinge gewesen, ist hirnrissig.

    • 18. April 2012 um 16:11 Uhr
    • Boothby
  279. 294.

    @ Zagreus

    Signifikant finde ich bezüglich der „psychischen Verfasstheit“, dass er sich, wie er sich setzt und der Prozess beginnen soll, die Verantwortung von den Schultern wischt.

    Der ist stark beschäftigt damit, eine Distanz zwischen sich und der Tat aufrecht zu halten. Den Versuch, die Distanz zuschaffen, kann man in Mordverhandlungen immer wieder sehen – hier ist er nicht anders als sonst ein Mörder.

    Wenn er so redet:

    “Wenn wir die Einwanderungspolitik der Arbeiterpartei stoppen können, wenn wir 77 Menschen exekutieren, dann wird das zu einer besseren Gesellschaft führen und Bürgerkrieg in Norwegen verhindern.”

    dann versucht er mit dem „wir“ auch sprachlich (nicht bewusst) die Distanz zu schaffen.

    Zitat von da:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,828044,00.html

    • 18. April 2012 um 16:12 Uhr
    • FreeSpeech
  280. 295.

    Das hat er mutandis mutatis von Al Qaradawi kopiert

    Die Mitglieder der Jugendorganisation der in Norwegen regierenden Arbeiterpartei, die er auf Utøya tötete, seien „nicht unschuldig“ gewesen, sondern hätten daran gearbeitet, „den Multikulturalismus aufrechtzuerhalten“.

    (Al Qaradawi sagte Entsprechendes zum Thema Töten von jüdischen Kindern)

    • 18. April 2012 um 16:16 Uhr
    • FreeSpeech
  281. 296.

    @Publicola , 286

    „Altersdurchschnitt insgesamt 19,6
    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Norway_attacks#Casualties

    OK. Meine Angaben kamen von der Liste der norwegischen Polizei unter https://www.politi.no/Kampanje_70.xhtml, allerdings hatte ich das Anfang August 2011 besucht und gezählt. Inzwischen ist die Seite leer. Vielleicht hatte man damals auf der Seite die Minderjährigen rausgelassen, wegen des Datenschutzes?

    • 18. April 2012 um 16:19 Uhr
    • Frl. Mensa
  282. 297.

    @ Z

    Stuss: Utøya dient unbestreitbar der Heranbildung sozialdemokratischer Führungskräfte. Wo der Irrsinn liegt, das hat HJS deutlich benannt.

    • 18. April 2012 um 16:22 Uhr
    • Unermüdlich
  283. 298.

    Ist das nicht der Hammer?

    yuahahaha

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828118,00.html

    • 18. April 2012 um 16:23 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  284. 299.

    @ undoof

    „Wenn es um islamistische Attentäter geht, weiß Herr Sauer aber merkwürdigerweise, was einen politischen Attentäter ausmacht.“

    Wie kommen Sie darauf? Beleg?

    • 18. April 2012 um 16:23 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  285. 300.

    @ FS

    Al Qaradawi sagte Entsprechendes zum Thema Töten von jüdischen Kindern

    Rechtspopulist!

    • 18. April 2012 um 16:24 Uhr
    • Unermüdlich
  286. 301.

    @ FS

    Breivik: “Wenn wir die Einwanderungspolitik der Arbeiterpartei stoppen können, wenn wir 77 Menschen exekutieren, dann wird das zu einer besseren Gesellschaft führen und Bürgerkrieg in Norwegen verhindern.”

    Jup – Breivik hält seine selbst für eine ltztendlich gute Tat bzw. ein notwendiges Opfer.
    Breivik rechtfertigt (legitimiert) die tat und , wie du ja es sagtest, kann sich so von ihr Freisprechen.
    Der Tötung ist nicht einfahc ein mord, sondern ein Opfer – und damit rinnert er sehr stark an alle ideologisch motiovierten Täter wie z. B. die SS-Truppen, die ihre taten ebenfalls als ein notwendiges opfer für eine bessere Zukunft ansahen – oder die stalinistischen terrorgruppen, die ebenfalls glaubten, indem sie ihre Opfer töten würden, würde sie die bessere zukunft für die menschheit schaffen. Aber auch religiös motivierte Gruppen, die menschen umbringen, argumentieren von der Struktur her so bis hin den Iranern, die während dem krieg gegen den Irak saddam Hussains kinder mit plastikschlüsseln um den hals in Minenfelder schickten, um diese so zu säubern.

    Das besondere ist aber weniger diese ideologische ausrichtung, die man ja in mehr oder weniger großen gruppen antrifft (von der kleinen sekte bzw. Aktivistengruppe bis hin zu massenbwegungen), sondern die besondere psychische Konstellation, die vorhanden sein muss, die es einen einzeltäter isoliert ermöglicht vom urteil, dass jemand sterben muss bis zur tat, dies alles vor seiner gesellschaft/Mitmenschen verborgen zu halten.

    @ Boothby

    Soweit ich weiß, hat er sich in den politischen Vereinen, denen er sich anschloss, nicht großartig engagiert, galt aber durchaus (er war keineswegs isoliert) als politischer Mensch. Den Nationalsozialismus hat er von Beginn an abgelehnt.

    Jetzt im Nachgang Elser mit Breivik irgendwie zu verbinden, nach dem Motto: Sind beides verrückte Sonderlinge gewesen, ist hirnrissig.

    Diese begrundung zieht nicht, denn all das könnte ich über Breivik genauso sagen, denn auch er war in vereinen und hat sich politisch betätigt usw…. – und er hat genauso wie Eisler relativ für sich den entschluss gefasst, dass jemand/bestimmte Leute zu sterben haben – und hat dann seine Vorbereitungen und seine Tat alleine durchgeführt.
    Und nach den gemeinsamkeiten der psyche zu fragen, die vorliegen muss, um soetwas durchziehen zu können, ist nicht „hirnrissig“ – sondern zeigt nur davon, dass jemand, der das so bezeichnet, anscheinend nicht über genug abstraktionsfähigkeit verfügt, um einen von seinen moralisch-politischen Gefühlen zu abstrahieren und die Taten und Täter in dieser Hinsicht (! – denn ich und AvZ etc. machen dabei keine moralischen Beurteilungen) zu befragen.

    • 18. April 2012 um 16:27 Uhr
    • Zagreus
  287. 302.

    ok, Kinder waren nicht dabei, aber darum ging es mir auch ursprünglich nicht. Warum wäre Neumanns individualpsychologische Einschätzung Breiviks bei Elser nicht zutreffend?

    @ Saki

    Es existieren weder direkte noch indirekte Hinweise darauf, dass Georg Elser ein Narziss war. Was beide ersichtlich gemeinsam haben, ist eine hohe technisch-handwerkliche Intelligenz, soweit man das als individualpsychologische Größe veranschlagen will. Darüber hinaus deutet eher wenig darauf hin, dass Elser eine festgefügte Ideologie im Kopf hatte. Er war zwar zeitweilig bei der KPD, scheint diese aber etwa nicht deshalb verlassen zu haben, weil sie ihm zu lasch war (wie Breivik die norwegische Fortschrittspartei). Auch scheint Georg Elsers Einzelgängertum vor seinem versuchten Tyrannenmord nicht in dem hohen Maße ausgeprägt gewesen zu sein wie Breiviks in den Jahren vor seinem Anschlag.

    Meine ursprüngliche Bemerkung…

    Eher ungewöhnlich sind die Tat selber und Breiviks starker narzisstischer Persönlichkeitsanteil (den er natürlich leugnet). Dieser erklärt, warum er die Tat alleine ausgeführt hat. Ein Extremist, der sich selber sehr stark bewundert, braucht für die Begehung eines Anschlags nicht die katalytische Wirkung der Gruppendynamik, die streng individualpsychologisch gesehen wenig abnormen Persönlichkeiten im Rahmen der Begehung terroristischer Gewaltaten hilft.

    …zielte, nebenbei bemerkt, darauf ab, dass es sich sehr wahrscheinlich bei der Mehrheit aller Terroristen individualpsychologisch gesehen nicht um auffällige Persönlichkeiten handelte und handelt oder diese etwa eine überdurchschnittlich schwere Kindheit und Jugend hatten. Was sie individualpsychologisch gesehen (sagen wir mal: „feste Eigenschaften“ wie Introvertiertheit/Extrovertiertheit, eher intellektuell/eher praktisch veranlagt, freundlich/unfreundlich, eigenbrötlerisch/leutselig und dergleichen mehr) gemeinsam haben, ist, und das zu allermeist erst als Erwachsene, ein starker Hang zu einer Ideologie. Es spricht nichts dafür, dass Terroristen als Kinder und Jugendliche häufiger als der nicht-terroristische Durchschnitt einen Hang zur Gewalt hatten. Es gibt natürlich auch Terroristen, die jenseits ihres starken Hangs zur Ideologie auffällige Persönlichkeitszüge aufweisen oder eine schwere Jugend hatten. Aber das führt häufig zu landläufig-falschen Verallgemeinerung, dass jemand schon vor seinem Dasein als Terrorist schon irgendeinen veritablen Defekt gehabt haben muss.

    Unter Dschihadisten findet man etwa relativ häufig Studienabbrecher (was zumindest formal gesehen nicht auf eine formal betrachtet unterdurchschnittliche Bildung hinweist). Die gängige Interpretation dieses Umstands besagt nun, dass Misserfolg im Studium den Ausschlag für ein Dasein als Dschihadist gegeben hätte. Dabei wäre es mindestens genauso plausibel zu sagen, dass das Studium aufgrund eines immer stärker werdenden Hangs zur Ideologie abgebrochen wurde.

    • 18. April 2012 um 16:29 Uhr
    • N. Neumann
  288. 303.

    @ Zagreus

    „Breivik, Eisler“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Eisler

    Der war Kommunist, aber kein Bombenleger.

    • 18. April 2012 um 16:31 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  289. 304.

    @ By

    (er war keineswegs isoliert)

    Im Grunde ein typischer schwäbischer Kleinbürger: Wanderverein, Zitherverein.

    • 18. April 2012 um 16:32 Uhr
    • Unermüdlich
  290. 305.

    Selbst KPD war damals auf der Ostalb nicht auffällig.

    • 18. April 2012 um 16:35 Uhr
    • Unermüdlich
  291. 306.

    Nicht dass hier noch Fanbriefe geschrieben werden…

    http://www.b.dk/globalt/danskere-sender-fanbreve-til-breivik

    • 18. April 2012 um 16:40 Uhr
    • Unermüdlich
  292. 307.

    @Zagreus

    Ich sehe bei B. einiges an Narzissmus

    http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/persoenlichkeitsstoerungen/narzisstische-persoenlichkeitsstoerung.html

    NN hat das offensichtlich schon früher bemerkt, wie ich aus seinem 302 sehe.
    Die Ideologie hat sich Breivik mE angeschnallt. Es hätte auch eine andere sein können.

    • 18. April 2012 um 16:43 Uhr
    • FreeSpeech
  293. 308.

    @ HJS

    Stimmt – elser, nicht eisler – hat sich vermischt bei mir.

    @ Unermüdlich

    AvZ schrieb:
    „Aus der Sicht Breiviks wurden die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen, die er tötete, in jenem Ferienlager für zukünftige Machtpositionen ausgebildet.“

    Und das es irrsinn ist, dass jemand „ Utøya dient unbestreitbar der Heranbildung sozialdemokratischer Führungskräfte. Wo der Irrsinn liegt, das hat HJS deutlich benannt.
    hat auch niemand bestitten – denn Breivik hat geglaubt, dass Utoya unbestreitbar (aus breivik sicht heraus) der herausbildung…. diente.

    Ich lese es so, dass es für ihn da absolute gewissheit gab – aber haben wir das nicht idR. der Fälle bei solchen ideologischen Mördern, diese absolute gewissheit, dass ihre opfer schuldig seien. Hitlers imaginiertes ‚weltfinanzjudentum‘ war für ihn unbestreitbar quelle allen übels auf der Welt. Und war für elser nicht wiederum Hitler unbestreitbar ein mörderischer Psychopath, der besser getötet gehört?

    • 18. April 2012 um 16:45 Uhr
    • Zagreus
  294. 309.

    @ MRX

    Danke!

    • 18. April 2012 um 16:45 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  295. 310.

    Zuviel fett^^

    • 18. April 2012 um 16:46 Uhr
    • Zagreus
  296. 311.

    Ein neues Licht auf Breivik ?

    „Doch dann muss er zugeben, dass tatsächlich nur eine der Firmen Geld abwarf: Mit ihr verkaufte Breivik gefälschte Diplome. „Kann es sein, dass dies die einzige Firma ist, die erfolgreich war?“, bohrt die Staatsanwältin nach. „Ja, das ist richtig“, sagt ein sichtlich gequälter Breivik. …

    Sie kam zurück auf seine mangelnde Schulbildung und wollte wissen, ob es nicht besser sei, über formelle Abschlüsse zu verfügen. Breivik rettete sich in gequälte Ironie: „Ich hätte mir ja auch eines meiner gefälschten Diplome ausdrucken können“, sagt er, lacht mit breitem Mund und wirft seinen massigen Kopf zurück. „Das ist natürlich ein Witz.“ …

    Keiner der Erfolge, für die sich Breivik in seinem über 1500 Seiten langen Manifest lobt, hält ihren Nachfragen stand. …

    Breivik strauchelt. In seinem Manifest habe er sich etwas „pompös“ darstellen wollen.

    Immer weiter gerät er in den Sog seines Selbstbetrugs. …“

    Angesichts der Tatsache, dass er an anderer Stelle große Stücke auf
    Japan hält, wirkt dieses selbstgewählte Vorbild eigentümlich beklemmend:

    “ … brüstete sich, in der gleichen Lage gehandelt zu haben wie amerikanische Generäle im Zweiten Weltkrieg, die Bombenangriffe gegen Deutschland und Japan befohlen hätten, „um größeres Leid zu verhindern“…

    Das großartige Netzwerk von Tempelrittern setze sich vielmehr aus „einzelnen Zellen“ zusammen. Drei dieser Zellen gebe es in Norwegen. „Ich bin Zellenkommandant der einen“, sagt Breivik. Engh: „Also drei Ein-Mann-Zellen.“ Breivik: „Ja.““

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,828145,00.html -lesenswert –

    Schulversager, dilettierender Autodidakt, Schwindelfirmenbetreiber (Diplomfälschung !) – der Mann scheint eine gelungene Verkörperung sämtlicher Verfallserscheinungen zu sein, die er den Europäischen Gesellschaften anlastet; bzw: umgekehrt wird natürlich ein Schuh ‚draus.

    Wenn man an den Normen einer Gesellschaft versagt, kann man sich bekanntlich immer noch einbilden, sie bescheidenerweise wenigstens retten zu wollen. Dann wäre er der erste Rechtsextremist, der sich nicht ‚Mein Kampf‘ zum Vorbild genommen hätte, sondern die schlichte psychologische Quintessenz vieler Hitlerbiographien.

    • 18. April 2012 um 16:48 Uhr
    • Thomas Holm
  297. 312.

    @Zagreus

    Ich lese es so, dass es für ihn da absolute gewissheit gab

    Ja, er muss absolute Gewissheit haben, und diese Gewissheit herbeizudenken und alle Zweifel wegzudenken kostet ihn einiges an Anstrengung. Auf keinen Fall darf jemand aussen den Eindruck haben, er hätte keine Gewissheit.

    Dass er diese Gewissheit hat, bezweifle ich hingegen.

    • 18. April 2012 um 16:53 Uhr
    • FreeSpeech
  298. 313.

    Engh: “Also drei Ein-Mann-Zellen.” Breivik: “Ja.”

    Da hat sein Firewall mal versagt.

    • 18. April 2012 um 16:54 Uhr
    • FreeSpeech
  299. 314.

    @Unermüdlich:

    So wie sie das geschrieben haben, hätte Breivik ja schlicht un einfach recht, denn Utøya soll ja durchaus eine politische Elite heranbilden.

    Soll, ja. Breiviks Fehleinschätzung (aus unserer Sicht; aus seiner eigenen Sicht liegt er damit natürlich goldrichtig) liegt darin, dass er
    1) annimmt, die „Machtergreifung“ durch jene Jungpolitiker sei mangels „echter Demokratie“ vorgezeichnet (vgl. Elsers Glaube, Hitler würde, einmal gewählt, nie wieder demokratisch von der Macht vertrieben werden – die Geschichte gibt ihm recht)
    2) dieser zukünftigen Elite derart finstere Absichten (oder zumindest Konsequenzen) unterstellt, dass es gerechtfertigt oder gar notwendig sei, die „Machtergreifung“ mit allen Mitteln zu verhindern.

    Man könnte Elser und Breivik also insofern vergleichen, dass beide taten, was (aus ihrer Sicht) getan werden musste. Zynisch gesagt, besteht der größte Unterschied zwischen den beiden darin, dass wir heute Elsers Einschätzung teilen, Breiviks nicht.

    @Boothby:

    Soweit ich weiß, hat er sich in den politischen Vereinen, denen er sich anschloss, nicht großartig engagiert, galt aber durchaus (er war keineswegs isoliert) als politischer Mensch.

    Auch Breivik war in politischen Parteien Mitglied, bis er beschloss, diese seien bloß Feigenblätter der herrschenden Ordnung und er müsse eigenhändig die Zukunft ändern.

    • 18. April 2012 um 16:56 Uhr
    • Arjen van Zuider
  300. 315.

    @ TH

    Schulversager, dilettierender Autodidakt,

    So einen gab’s schon mal.

    • 18. April 2012 um 17:01 Uhr
    • Unermüdlich
  301. 316.

    @ AvZ – „Begründung Breiviks für seine ‚Taten'“:

    wenn man glaubt, dass Verständnis (rational, nicht empathisch) für die Motive des Täters der Aufklärung oder gar Prävention zukünftiger Verbrechen dienlich sein können, ist es durchaus angebracht, die Ereignisse in der Deutung des Täters zu rekapitulieren

    – o.k. – sehe ich auch so (im Sinne der zweckinstrumentalistische Logik; Zweck: wie von Ihnen forumuliert: Aufklärung plu/oder Prävention)

    • 18. April 2012 um 17:01 Uhr
    • Publicola
  302. 317.

    Das hat er mutandis mutatis von Al Qaradawi kopiert

    ‚Die Mitglieder der Jugendorganisation der in Norwegen regierenden Arbeiterpartei, die er auf Utøya tötete, seien „nicht unschuldig“ gewesen, sondern hätten daran gearbeitet, „den Multikulturalismus aufrechtzuerhalten“.‘

    (Al Qaradawi sagte Entsprechendes zum Thema Töten von jüdischen Kindern)

    @ Freespeech

    Das offensive Rechtfertigen der Ermordung von Personen, die alles andere als zu den herausragendsten Vertretern derjenigen politischen Ordnung gezählt werden können, die bekämpft werden soll, ist kein Alleinstellungsmerkmal von Islamisten/Dschihadisten.

    Für die RAF z.B. galten einfache Polizeibeamte nicht als Menschen, sondern explizit als „Schweine“ bzw. „Pigs“, die sehr guten Gewissens über den Haufen geknallt werden konnten.

    Und schon unter den russischen Anarchisten des 19. Jahrhunderts, die bei der Auswahl ihrer lebenden Ziele noch mit vergleichsweise starken Skrupeln behaftet waren, gab es Leute, die nicht das geringste Problem damit hatten, wenn anstatt eines Mitglieds der russischen Geheimpolizei ein Postbeamter in die Luft flog.

    Im Rahmen von Terrorismus gibt es aktuell wie historisch lediglich graduelle Unterschiede bei der Breite der Opferzielgruppe. Dass Terroristen sozusagen Kollateralschäden einräumen und/oder bedauern, ist zumindest äußerst selten. Häufiger kommt es dagegen vor, dass Terroristen die Zielgruppe ihrer (potenziellen) Opfer deshalb nicht ganz so weit fassen, weil sie damit kalkulieren, dass sie durch Anschläge auf eine weiter gefasste Zielgruppe weniger Zuspruch bekommen. Will sagen: Ein gewisser Skrupel muss nicht ethisch bedingt sein, sondern kann auch taktisch bedingt sein.

    • 18. April 2012 um 17:05 Uhr
    • N. Neumann
  303. 318.

    @ NN

    Dass Terroristen sozusagen Kollateralschäden einräumen und/oder bedauern, ist zumindest äußerst selten. Häufiger kommt es dagegen vor, dass Terroristen die Zielgruppe ihrer (potenziellen) Opfer deshalb nicht ganz so weit fassen, weil sie damit kalkulieren, dass sie durch Anschläge auf eine weiter gefasste Zielgruppe weniger Zuspruch bekommen. Will sagen: Ein gewisser Skrupel muss nicht ethisch bedingt sein, sondern kann auch taktisch bedingt sein.

    Mit Blick auf Q ist es aufschlussreich, wenn man diese Erkenntnis umwendet.

    • 18. April 2012 um 17:07 Uhr
    • Unermüdlich
  304. 319.

    @NN

    Das offensive Rechtfertigen der Ermordung von Personen, die alles andere als zu den herausragendsten Vertretern derjenigen politischen Ordnung gezählt werden können, die bekämpft werden soll, ist kein Alleinstellungsmerkmal von Islamisten/Dschihadisten.

    Sicher nicht. Mir ist bloss aufgefallen, bis zu welchem Grad der B. zusammenkopiertkopiert hat. Hier auch die Begründung, Kinder umzubringen.

    • 18. April 2012 um 17:08 Uhr
    • FreeSpeech
  305. 320.

    Vieles will bedacht sein:

    Preparations required before a photo shoot

    As a Justiciar Knight you will go into history as one of the most influential individuals of your time.

    So you need to look your absolute best and ensure that you produce quality marketing material prior to operation.

    Prepare for the photo session;
    – Take a few hours in a solarium to look fresher.
    – Train hard (work out) at least 7 days prior to photo session
    – Cut your hair shave
    – Visit a male salon if possible and apply light makeup.
    Yes, I know – this might sound repulsive to big badass warriors like us, but we must look our best for the shoot
    – Use your best clothing – you can f example bring 3 different sets of clothing to the shot location
    – 1. Dress, tie etc. 2. Casual wear 3. Sporty wear 4. Militaristic wear (obviously, you can’t bring your guns or anything indicating that you are a resistance fighter).

    End note: Be very careful to have military shots lying around. Be very careful if you decide to use pictures with guns. People who see these photos might alert the authorities.
    Carefully consider the use of symbols as it might backfire.
    Cross of the martyrs is fine (St. George) but avoid any symbol associated with Nazism.

    aus dem ‚Tempelritter-Manifest‘ (Seite 1066/1067)

    • 18. April 2012 um 17:30 Uhr
    • Publicola
  306. 321.

    @ Unermüdlich

    „Schulversager, dilettierender Autodidakt,

    So einen gab’s schon mal.“

    Ich wußte, dass die feinsinnige Andeutung als Stilmittel noch eine Chance hat !

    @ FS

    „Dass er diese Gewissheit hat, bezweifle ich hingegen.

    Mir ist bloss aufgefallen, bis zu welchem Grad der B. zusammenkopiertkopiert hat. Hier auch die Begründung, Kinder umzubringen.“

    Das Bild von einer solchen Gewißheit aufrechtzuerhalten; dem dient auch wohl sein ganzer Auftritt vor Gericht. Für mich konturiert sich ein Bild von einem verspäteten Schulversageramok, der sich den erstbesten Polithype ausgesucht hat, um sich zur maximalen Retterpose aufzuschwingen.

    Als Siestalandbewohner hätte er womöglich das ‚Vierte Reich“ aufs Korn genommen.

    @ Publicola

    „As a Justiciar Knight you will go into history as one of the most influential individuals of your time.“

    Bei der Vorführung eines Fetischfilmchens von sich selbst hat er geflennt. Das finde ich psychologisch schon verräterisch:

    http://www.youtube.com/watch?v=bec4yLbvvP8 1.40-1.50

    Seine Zellen hat er aufgebläht und sich selbst in seinen Klamotten findet er hinreißend. Da steht keine „Sache“ im Vordergrund.

    Wobei ich keineswegs ausschliessen möchte, dass ein „echter Breivik“ möglich wäre; aber er ist nicht, was er zu sein vorgibt.

    @ NN

    Kollateralschäden im Kalkül … Sonderentwicklungen

    „Me ne frego (“I don’t give a damn!”): the Italian Fascist motto.“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Italian_Fascism

    In azione:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=XcmzIEJim60 12.10-12.25

    • 18. April 2012 um 18:01 Uhr
    • Thomas Holm
  307. 322.

    Den Leuten, die das gemacht haben, wird der Westen Afghanistan überlassen müssen …

    (140) Afghan girls poisoned at school

    Dozens of school girls and their female teachers were poisoned after drinking contaminated water. CNN’s Mohammed Jamjoom reports.

    … weil sich mit den treuesten Anhängern der letzten Offenbarung Gottes keine nachhaltige politische Alternative dazu aufbauen liess.

    http://www.youtube.com/watch?v=TLRFbYLg_Fs

    Das müssen wir aushalten lernen, ohne so zu tun, als ob das unser Probelm sei.

    Spilt milk.

    • 18. April 2012 um 18:50 Uhr
    • Thomas Holm
  308. 323.

    @ Geisterfahrerfraktion (EB, JL, K)

    »Israel aus den Annalen der Geschichte zu tilgen« (Ahmadinedschad)

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/und_er_war_es_doch/

    • 18. April 2012 um 18:54 Uhr
    • Unermüdlich
  309. 324.

    @Thomas Holm

    77 Leute umbringen, nur um sich aufzublasen. Da kann ich wirklich nur noch hilflos fluchen.

    • 18. April 2012 um 19:00 Uhr
    • FreeSpeech
  310. 325.

    @ MR

    JL: Ich halte Amirpurs Lektüre für unhaltbar und verharmlosend. Davon kann sich jeder überzeugen, der bei der Bundeszentrale für Politische Bildung die komplette Neuübersetzung der Rede durch den Sprachendienst des Deutschen Bundestages liest.

    http://blog.zeit.de/joerglau/2008/07/09/was-ahmadinedschad-wirklich-uber-israel-gesagt-hat_1263

    • 18. April 2012 um 19:06 Uhr
    • N. Neumann
  311. 326.

    @ NN

    Das ist halt nicht mehr opportun.

    • 18. April 2012 um 19:10 Uhr
    • Unermüdlich
  312. 327.

    @ MR

    ???

    • 18. April 2012 um 19:41 Uhr
    • N. Neumann
  313. 328.

    Boothby,

    Jetzt im Nachgang Elser mit Breivik irgendwie zu verbinden, nach dem Motto: Sind beides verrückte Sonderlinge gewesen, ist hirnrissig.

    Beide werden / wurden aufgrund ihrer Taten von ihren Zeitgenossen als verrückte Sonderlinge gesehen, und konnten schon vor der Tat abschätzen, dass dies der Fall sein würde.

    Das hat wenig bis gar nichts damit zu tun, dass man Elser heutzutage als Held sehen möchte.

    • 18. April 2012 um 20:14 Uhr
    • Saki
  314. 329.

    Ein Visionär
    ist ein Verrückter
    dem die Geschichte recht gegeben hat.

    • 18. April 2012 um 20:21 Uhr
    • Arjen van Zuider
  315. 330.

    Bei Elsler vermisse ich den Breivik-Satz:

    „As a Justiciar Knight you will go into history as one of the most influential individuals of your time … Yes, I know – this might sound repulsive to big badass warriors like us, but we must look our best for the shoot“

    • 18. April 2012 um 20:30 Uhr
    • Publicola
  316. 331.

    OT – Necla Kelek zur derzeitigen Salafisten-Koran-Aktion in Deutschland:

    … In Brüssel wird nach einem Bericht von CBN im Jahr 2030 die Mehrheit der Bevölkerung Muslime sein. Schon heute agitiert eine Salafistengruppe unter dem Namen „Sharia4Belgium“ für die Einführung islamischen Regeln. Ihr Sprecher Abu Imran sagt offen, worum es der Gruppe geht:
    „Demokratie ist das Gegenteil von Islam. Allah sagt, was erlaubt und was verboten ist.“ …
    „Ein demokratischer Muslim ist so absurd wie anzunehmen, es gäbe christliche Juden.“

    Auch in solchen Auffassungen unterscheiden sich die Salafisten grundlegend von anderen Muslimen und moderaten islamischen Parteien, die zwar auch die Scharia wollen, aber nicht als juristische Kategorie.

    Die Salafisten fälschen den Islam, indem sie ihn auf eine Ideologie reduzieren, in der den Gläubigen unbedingter Gehorsam abverlangt wird. Das dem siebten Jahrhundert entlehnte Weltbild dieser Vereinfacher ist die Karikatur einer Weltreligion; die Zuspitzung auf die Frage Himmel oder Hölle ist ihr politisches Programm.

    Auch die Koranverteiler in deutschen Fußgängerzonen argumentieren nach diesem schlichten Muster.
    Wir sollten es uns darum nicht zu einfach machen und glauben, dies alles geschehe zufällig und der Initiator der Aktion sei ein Einzelgänger.

    Denselben Argumentationsmustern und Typen bin ich auf meiner Reise auch in Luxor, in Kairouan oder in Marrakesch begegnet. Ganz so, als hätten alle dieselbe Koranschule in Riad besucht.
    Überall und teilweise mit Erfolg versuchen die mit Petrodollars finanzierten Salafisten ihre immergleiche Strategie durchzusetzen, öffentliche Plätze zu besetzen, als Freiheitskämpfer, Moralapostel und die wahren Gläubigen wahrgenommen zu werden. …

    Theologisch betrachtet sind diese Islamisten ein mittelalterlicher Scherz, Scheinheilige … sind sie jedoch so ernst zu nehmen wie der schwarze Block. Reaktionäre glänzen selten durch intellektuelle Leistungen, sondern meist durch ihre Aggressivität, Dreistigkeit und die schlichte, ahistorische Freund-oder-Feind-Weltsicht.

    Wie reagieren die hiesigen Medien und die Öffentlichkeit?
    • Zunächst einmal hilflos. …
    • „Über die Wichtigkeit der Lektüre des Koran für alle (…) besteht kein Zweifel“, erklärt der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zu der Koranverteil-Aktion. Man erhoffe sich, dass das heilige Buch dadurch nicht „instrumentalisiert“ wird.
    • Ali Kizilkaya, der Sprecher des KRM sieht die Aktion „nicht als Grund zur Beunruhigung“, und
    • der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Ayman Mayzek, hält die Verteilung des Korans „grundsätzlich“ für eine „vielversprechende Tat“, begründete dies mit Weisheit, die dem Koran innewohne, und der Einladung zum Dialog.
    • Keine Empörung und
    • kaum Hinweise auf die antidemokratischen Ziele dieser Sektierer,
    • keine Auseinandersetzung mit deren religiösem Eifer, sondern
    • nur die Sorge um ein weiteres „belastendes Diskussionsfeld“.

    Das Bild des Islam kann sich nur verbessern,
    • wenn die Muslime und ihre Verbände aktiv die Religionsfreiheit gegen solchen Missbrauch verteidigen.
    • Wenn sie die demokratischen Rechte nicht nur zu ihrem Schutz beanspruchen.
    • Dazu gehört es, sich offen von der politischen Ideologie der Islamisten abzugrenzen.
    • Die Muslime selbst müssen in das … Herz der Finsternis ihrer Religion blicken und sich als wehrhafte Demokraten positionieren.
    • Sie könnten zum Beispiel mit einer Erklärung auf der Islamkonferenz in dieser Woche zeigen, dass sie die salafistische Auffassung ablehnen, dass die Scharia nicht als Straf- und Familiengesetz gelten darf und das die Gefahr des Fundamentalismus in den eigenen Reihen lauert. …

    Aus: „Demokratie ist das Gegenteil von Islam“
    Von Necla Kelek
    FAZ – 17.04.2012 •
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-einfluss-der-salafisten-demokratie-ist-das-gegenteil-von-islam-11721140.html

    • 18. April 2012 um 20:32 Uhr
    • Publicola
  317. 332.

    Auch Breivik war in politischen Parteien Mitglied, bis er beschloss, diese seien bloß Feigenblätter der herrschenden Ordnung und er müsse eigenhändig die Zukunft ändern.

    Kann ich nicht unterzeichnen. Elser war Mitglied, aber ersichtlich nicht bestrebt, seine persönliche Weltsicht institutionell durchzusetzen. Er adressierte mit seiner Tat auch keine wie auch immer geartete Gruppendynamik (im Sinne von, wenn ich dies tue, provoziere ich damit in meinem Camp mir folgende Nachahmer etc.), sondern betrachtete abwägend den realen Effekt auf die dadurch bewirkte politische Konstellation (Im Sinne von: Kein Krieg ohne Hitler, den er als Haupttreiber der befürchteten Situation sah, wobei ich bei Elser den Arbeiterkampfaspekt nicht unterschlagen möchte).

    Im Gegensatz dazu tut Breivik das das Gegenteil, er wird Mitglied, kann sich aber offenbar politisch nicht artikulieren und konstruiert im Nachgang ein Engagement, das offenbar erdichtet ist, das bezieht sich auch auf die Situation nach den jeweiligen Taten: Beide verhalten sich zwar kooperativ, Breivick aber imaginiert sich als irgendein Commander, während Elser allein und persönlich für sich die Verantwortung trägt und weit von so etwas wie einem „Manifest“ war.

    Auch wenn Elser kein politischer Insider war, ist durchaus anzunehmen, das es objektiv rational war, im Jahre 1938 davon auszugehen, das Hitler eine Bedrohung für den Frieden sein könnte, Elser hat explizit gesagt, das Hitlers Aktionen für Europa bald nicht mehr akzeptabel sein würden. Er hat dies bei weitem nicht allein so beurteilt, und er hatte recht.

    Ich denke, was HJS meinte, war (meine Interpretation): Es ist schon ein riesiger qualitativer Unterschied, die Bedrohungslage, die 1938 von Hitler ausging, irgendwie mit der Bedrohungslage von Utøya in Verbindung zu bringen, und deshalb kann man auch die die Situation abwägenden Akteure nicht über einen Kamm scheren.

    Last not least hatte Elser, auch wenn ihm das Risiko bekannt gewesen sein dürfte, keinen Wunsch nach medialer Präsenz oder gar Märtyrertum, im Gegensatz zu Breivik. Da gibt es, ber die Tatsache hinaus, das beide spektakuläre Attentate begingen, keinen Konnex.

    Das ist ein bischen so, als würde man Dietrich Bonhöffer geistige Nähe zu einem Suizidalen in Jonestown nahe legen, weil ja beide bewußt den Tod in Kauf nahmen und sich hierzu durch ihre Konfessionen ermutigt sahen.

    Wobei ich mich frage, wie lange es dauert, das jemand sagt, das sei auch so, weil ja beide ihre Weltsichten nur ganz subjektiv beurteilt hätten.

    • 18. April 2012 um 20:41 Uhr
    • Boothby
  318. 333.

    Ähem…

    Ich sehe bei B. einiges an Narzissmus

    …bis zu welchem Grad der B. zusammenkopiertkopiert hat. Hier auch die Begründung, Kinder umzubringen.

    …ich frage mich, ob ich einen neuen Nick bräuchte?

    • 18. April 2012 um 20:46 Uhr
    • Boothby
  319. 334.

    @Publicola:

    Das extrem selbstdarstellerische Element Breiviks hat natürlich bei Attentätern aus der ersten Hälfte des 20. JH gefehlt. Auch verständlich, wenn man bedenkt, dass die Idee der Medienpräsenz damals noch sehr jung war (manche sehen Kaiser Wilhelm II als den ersten modernen „Promi“ mit popstarhafter Medienpräsenz) und die Verknüpfung von politischem Aktivismus mit Glamour wurde zuerst von der RAF praktiziert und von Leonard Cohen besungen: http://www.youtube.com/watch?v=yA16lsLbwU0

    Macht es einen Unterschied, ob man sich als Bildungsbürger mit einem intellektuellen Interesse an Weltreligionen und kulturgeschichtlich bedeutsamen Dokumenten einen Koran (in einer Übersetzung, die durchaus auch in nichtsalafistischen Kreisen verbreitet ist und nicht speziell auf eine salafistische Lesart getrimmt ist) von Salafisten überreichen läßt oder ihn sich anderweitig besorgt?

    • 18. April 2012 um 21:07 Uhr
    • Arjen van Zuider
  320. 335.

    @Saki

    Beide werden / wurden aufgrund ihrer Taten von ihren Zeitgenossen als verrückte Sonderlinge gesehen

    Das stimmt nicht, Elser war wohl ein eher ruhiger Typ, und hat persönliche Ansichten auch auf sein Geschäftgebaren übertragen, ansonsten war er integriert, beliebt bei den Frauen, in 2 politischen Vereinen, Zither- und Kontrabassspieler und zwar beides häufig im Rahmen volkstümlicher Veranstaltungen, er hatte ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein in Bezug auf den Job und auch Lust auf denselbigen.

    Das hat wenig bis gar nichts damit zu tun, dass man Elser heutzutage als Held sehen möchte.

    Wir könnten stundenlang darüber plaudern, wieso man ihn früher eigentlich nicht als Held sehen konnte (ich habe auch schon Andeutungen gemacht).

    Die Unfähigkeit eines ganzen Landes, im Jahre 1938 die folgende Abwägung:

    „Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten
    das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung
    der augenblicklichen Führung geändert werden könnten. Unter der
    Führung verstand ich die ‚Obersten‘, ich meine damit Hitler, Göring und
    Goebbels. Durch meine Überlegungen kam ich zu der Überzeugung, dass
    durch die Beseitigung dieser drei Männer andere Männer an die Regierung
    kommen, die an das Ausland keine untragbaren Forderungen stellen, ‚die
    kein fremdes Land einbeziehen wollen’ (…).“*

    nicht erwogen zu haben, ist ja nun ein nicht unerheblicher Teil des bundesrepublikanischen Gründungsmythos. Es kann, aber möglicherwise werden wir uns hier nicht einig, Ausnahmesituationen geben, in denen tatsächlich hunderte von Geisterfahrern
    unterwegs sind, und ich meine, sie denken das vom Ergebnis her: Er hat das getan, also muss er ein Spinner sein.

    Drehen sie den Spieß doch mal um: Sie haben Zugang, sind technisch qualifiziert, denken sie könnten in dem Trubel davonkommen, soweit alles annehmbare Prämissen. Und es ist 1938, Hitler regiert durchaus schon innerhalb eines strengeren diktatorischen Rahmens als noch zur Machtergreifung, als sie auch schon nicht abhaben konnten. Sie befürchten völlig realistisch eine heraufziehende Kriegsgefahr 20 Jahre nach einem Krieg, dessen Brutalität den ganzen Kontinent geschockt hat und erleben eine durchgreifende Militarisierung.

    Wieso war Elser also ein verrückter Sonderling? Für sein Umfeld äußerte sich das angebliche Eigenbrötlertum u.A. dadurch, das er keinen dörflich Radioübertragungen von Hitlerbeigewohnt und den Hitlergruß verweigerte. Das macht einen nicht zum Spinner.

    * http://www.georg-elser.de/Steinbach_Tuchel_Elser_Politische_Koepfe.pdf

    • 18. April 2012 um 21:10 Uhr
    • Boothby
  321. 336.

    Zu Breiviks Parteikarriere:

    „Seine Kandidatur für das Gemeindeparlament in Oslo, für die ihn die rechtskonservative Fortschrittspartei aufgestellt hatte: Breivik will auf dem guten Listenplatz 23 gestanden haben. Staatsanwältin Engh hält ein Blatt aus ihren Akten hoch. „Die Partei hat uns mitgeteilt, auf der Position 23 steht eine Lene Langemyr.“ Breivik strauchelt. In seinem Manifest habe er sich etwas „pompös“ darstellen wollen.““

    Aus dem bereits zitierten Spiegel-Bericht:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,828145,00.html

    Das Bild von einem Versager, der sich als chancenlos, weil
    systematisch sabotiert darstellt, verdichtet sich für mich.

    Ja, pompös …

    Zur Legitimation des Attentates von

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser

    (Kontext: Hitler-Stalin-Pakt; 23. August 1939)

    „Ab Ende August 1939 suchte Elser den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, … Insgesamt 30 Nächte lang höhlte er .. eine Säule aus, um die Bombe mit Zeitzünder darin zu deponieren. …
    Am 8. November 1939 explodierte die Bombe exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21:20 Uhr.“

    Aus Sicht des Osthistorikers: Kein Tag zu früh, zum Losbuddeln.

    Als besonders hellsichtig und verdienstvoll anzurechnen angesichts:

    „In den Jahren 1928 und 1929 war er Mitglied im Roten Frontkämpferbund, der Kampforganisation der KPD.“

    Sich aufseiten der Kommunisten mit den Nazis gekloppt zu haben und dann aber gerade nicht auf die nazideutsch-sowjetische Annäherung zu gesetzt zu haben, erscheint mir als ein Zeichen von Weitschicht.

    Gegenüber der Versuchung, sich mit solch einer Annäherung anzufreunden, muss es eine ziemliche Klarheit darüber bei ihm gegeben haben, dass das nur verhänglisvoll ausgehen kann.

    • 18. April 2012 um 21:15 Uhr
    • Thomas Holm
  322. 337.

    @Boothby:

    Ich denke, was HJS meinte, war (meine Interpretation): Es ist schon ein riesiger qualitativer Unterschied, die Bedrohungslage, die 1938 von Hitler ausging, irgendwie mit der Bedrohungslage von Utøya in Verbindung zu bringen

    Gerade das ist aber eben sehr subjektiv und ich behaupte, dass wir Elsers Tat nur deshalb so positiv bewerten, weil wir die Geschichte 1939-1945 kennen, und Breivik nur so negativ bewerten, weil wir seine politische Analyse nicht teilen, dass wir in einer totalitären Diktatur der Kulturmarxisten leben, deren Napola sich auf Utøya befand. Bei allen anderen Unterschieden zwischen den beiden gebe ich Ihnen durchaus recht; Breivik war kein zweiter Elser, sondern eher etwas zwischen Elser und RAF.

    • 18. April 2012 um 21:25 Uhr
    • Arjen van Zuider
  323. 338.

    @ Publicola

    Fand den Artikel Necla Keleks klar in der Aussage und genauso gerechtfertigt und wüßte wirklich gerne warum ihr mittlerweile der Ruf vorauseilt eine ‚Hetzerin‘ zu sein.

    • 18. April 2012 um 21:44 Uhr
    • Bredow
  324. 339.

    Boothby

    Das stimmt nicht, Elser war wohl ein eher ruhiger Typ, und hat persönliche Ansichten auch auf sein Geschäftgebaren übertragen, ansonsten war er integriert, beliebt bei den Frauen, in 2 politischen Vereinen, Zither- und Kontrabassspieler und zwar beides häufig im Rahmen volkstümlicher Veranstaltungen, er hatte ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein in Bezug auf den Job und auch Lust auf denselbigen.

    Und wen genau hat das unmittelbar nach dem Attentat interessiert?

    • 18. April 2012 um 21:45 Uhr
    • Saki
  325. 340.

    @ unermüdlich

    „Alawites are not Alevi, but that could easily get lost in translation lest Ankara pays attention to this delicate issue as it tries to deal with al-Assad. …

    This is why Ankara needs to reach out to the Turkish Alevis, informing them of the humanitarian nature of its Syria policy…

    Turkey should also reach out to Syrian Alawites to build confidence among them, for instance ensuring that prominent Alawite members of the Syrian regime take refuge in Turkey when they defect.“

    http://globalpublicsquare.blogs.cnn.com/2012/04/17/are-syrian-alawites-and-turkish-alevis-the-same/

    … lost in translation; ob die Menschen jemals ihre Religionen richtig verstehen werden ? Die Skepsis scheint zuzunehmen.

    Falls Sie mal eine wirklich üble Strafarbeit vergeben wollen:

    2 Stunden HUT auf Dänisch über Syrien

    Revolutionen i Syrien – Hvordan stopper vi massakren?

    Debatmøde afholdt Søndag d. 15. april 2012 i Korsgadehallen af Hizb ut-Tahrir Skandinavien.

    Aufgabenstellung: Herausfinden, ob sie sich spalten werden; mit sauberer Begründung.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=5VnAjaYR0pA

    • 18. April 2012 um 21:45 Uhr
    • Thomas Holm
  326. 341.

    Auch Demokratie ist hinsichtlich der bürgerlichen Freiheiten und der Menschenrechte, also gemeint sind jetzt mal ‚unsere‘, ein bißchen davon abhängig auf welchen Fundamenten eine Zivilgesellschaft aufgebaut ist.
    Aber wir meinen ja irgendwie das gleiche. Schon ok.

    • 18. April 2012 um 21:54 Uhr
    • Bredow
  327. 342.

    @Saki

    Und wen genau hat das unmittelbar nach dem Attentat interessiert?

    Unmittelbar danach? Bei Elser hatte niemand irgendeinen Zweifel an seinen politischen Motiven, allenfalls an seiner Alleintäterschaft. Wenn nun Elser Spannungen zwischen D und dem Resteuropa annimmt, und die NS-Führung resteuropäische Einflussnahme bei dem Attentat annimmt, darf man seine Einschätzung der Lage als keineswegs weltfremd ansehen.

    Erst recht hat ihne niemand für irre gehalten, gerade der Sonderlingstatus ist ein späteres Konstrukt.

    • 18. April 2012 um 22:10 Uhr
    • Boothby
  328. 343.

    @ AvZ

    1 – Macht es einen Unterschied, ob man sich als Bildungsbürger mit einem intellektuellen Interesse an Weltreligionen und kulturgeschichtlich bedeutsamen Dokumenten einen Koran (in einer Übersetzung, die durchaus auch in nichtsalafistischen Kreisen verbreitet ist und nicht speziell auf eine salafistische Lesart getrimmt ist) von Salafisten überreichen läßt oder ihn sich anderweitig besorgt?

    Nein, natürlich nicht. – Trotzdem verlangt diese Aktion nach einer Interpretation, die die Äußerungen und die Ideologie der Koran-Verbreitungs-Agentur/Agenten in den Focus nimmt. Vielleicht ein inhaltlich sehr entfernter Vergleich, um verständlich zu machen, was meinerseits (und vermutlich von Necla Kelek) gemeint ist:

    die Pius-Bruderschaft fordert die Erlaubnis zur Einführung der traditionellen Tridentinischen Messe (z.B. Gottesdienst in lat. Sprache; Priester zelebriert mit dem Rücken zur Gemeinde; die Gemeinde wird durch Altarschranken (Kommunionbänke) von der Zelebration ferngehalten). Als Latein-Fan und Verantwortlicher könnte man jetzt sagen: „Auf fein! Why not?“

    Man könnte und sollte aber genauso gut
    – und das ist letztlich auch erfreulicherweise Dank freier (Recherche-)Presse und Dank (wenn auch begrenzter) innerkirchlicher Diskussion geschehen –
    diese Vorgänge zum Anlass nehmen und sich diese Bewegung näher auf ihre der Demokratie, der Zivilgesellschaft, den bürgerlichen Freiheiten und den Menschenrechten widersprechenden ideologischen Gehalte anschauen und diskutieren (z.B. Autoritarismus, Ablehnung des weltanschaulich neutralen Staates, Kontakte zu Rechtsextremisten, Haltung zu rechtsgerichteten Diktaturen, Antijudaismus und Antisemitismus, Holocaustleugnung, Antiaufklärerische Erziehungsziele, Ablehnung der Gleichberechtigung von Frauen etc.).
    Eine derartige Diskussion und Distanzierung ist außerhalb und (wenn auch in begrenztem Maße) innerhalb der katholischen Kirche passiert.

    Um wieviel mehr ist eine vergleichbare Diskussion vonnöten angesichts der nachgewiesenen Gewaltbereitschaft bis hin zu Morden, Demokratiegegnerschaft/Verfassungsfeindlichkeit bis hin zur Vernichtung der Demokratie seitens der salafistischen Spielart des Islam und seines Umfeldes.

    2 – Was Elsler angeht, wollte ich damit nicht ausdrücken, dass die von ihm gewählte Methode des ‚regime change‘ nicht auch fragwürdig war, da neben dem Regime-Chef auch der Tod einiger auch Nichtverstrickter in Kauf zu nehmen war. Aber vor dem – allerdings in quantitativ und qualitativ nicht vergleichbarem, also wesentlich geringerem Maße – in Kauf zu nehmenden Dilemma stand auch Stauffenberg.

    Etwas ganz anderes scheint mir aber die geplante und durchgeführte Hinrichtung von Teenagern eines Sommerlagers einer demokratischen Partei.

    Wieso soll denn das mit Elslers Tat vergleichbar sein,
    dessen Ziel nicht eine möglichst große Anzahl irgendwelcher eventuellen Parteigänger im Teenageralter war, sondern der einzig und allein auf den eigentlichen und (hauptverantwortlichen sowie schuldbeladenen) Einzig-Repräsentanten eines Regime abzielte, allerdings als Kollateralschaden die Tötung Unbeteiligter in Kauf nehmend.

    • 18. April 2012 um 22:20 Uhr
    • Publicola
  329. 344.

    @AvZ

    Gerade das ist aber eben sehr subjektiv und ich behaupte, dass wir Elsers Tat nur deshalb so positiv bewerten, weil wir die Geschichte 1939-1945 kennen, und Breivik nur so negativ bewerten, weil wir seine politische Analyse nicht teilen, dass wir in einer totalitären Diktatur der Kulturmarxisten leben, deren Napola sich auf Utøya befand. Bei allen anderen Unterschieden zwischen den beiden gebe ich Ihnen durchaus recht; Breivik war kein zweiter Elser, sondern eher etwas zwischen Elser und RAF.

    Das rigide Realitätskonstrukt, das die RAF und erst (wie ich finde, in weit stärkerem Maß) bei Breivik vorherrschte, erfordert die nun mal die Selbsttäuschung in bezug auf selbsverständlich auftretende Widersprüche im Eigenbauweltsystem. Das erfordert auch einen entsprechenden Typ, würde ich meinen.

    Das lag bei Elser nicht vor, 1938 hat es auch potenziell kriegsauslösende Momente gegeben.

    Zu sagen, jenu, jeder steckt halt allein in seinem Kopf, da macht es keinen Unterschied, ob Utøya oder Hitler, das ist mir zu beliebig. Was wäre wohl gewesen, wenn Elser es in die Schweiz geschafft und das Attentat gegückt wäre: Meinen sie, die ganze Welt hätte fassungslos gesagt, mein Gott, der Elser, was für eine Bestie? Oder Hitleranhänger hätten die Frage aufgeworfen, ob der vielleicht ein pathologischer Fall ist?

    • 18. April 2012 um 22:23 Uhr
    • Boothby
  330. 345.

    @ Bredow – wüßte wirklich gerne warum ihr mittlerweile der Ruf vorauseilt eine ‘Hetzerin’ zu sein. – Die Bundesrepublik darf sich m.E. glücklich schätzen, diese der besten Traditionen der Aufklärung und der Demokratie sich verpflichtet fühlende brillante und luzide Denkerin „in ihren Reihen“ zu wissen!
    Was den von Ihnen angesprochenen Ruf der Necla Kelek bei einigen Sektoren der bundesrepublikanischen Gesellschaft anbetrifft, bleibe ich bei der schmerzhaft erworbenen Erkenntnis:

    Ertrage die Clowns – die Welt ist voll davon.

    • 18. April 2012 um 22:28 Uhr
    • Publicola
  331. 346.

    Korrektur Elser

    • 18. April 2012 um 22:34 Uhr
    • Publicola
  332. 347.

    PS – Dass Elser menschliche „Kollateralschaden“-Tötungen möglichst vermeiden, verhindern wollte, legt die Art und Weise der Vorbereitung des Attentats nahe:

    Da Hitler bekanntlich abends vor jedem Jahrestag seines gescheiterten Putschversuchs vom 9. November 1923 im Münchner Bürgerbräukeller eine Rede hielt, beschloss Elser,
    in die Säule direkt hinter dem Rednerpult
    eine Zeitbombe einzubauen.

    • 18. April 2012 um 22:38 Uhr
    • Publicola
  333. 348.

    @ Publicola

    Totalitäre Botschaften finden sich „im Prinzip“ in allen Weltreligionen, der Unterschied auf den es praktisch am stärksten ankommt, ist inwieweit in den betreffenden Gemeinden eher eine pragmatisierende Immunität* oder eher eine „befreiungstheologisch“-naive Sehnsucht nach erlösender Rechtleitung vorherrscht.

    *vulgo: Heuchelei; oder auf Abou Nagie Predigerdeutsch: „Heuchlerei“

    In The Tipping Point: How Little Things Can Make a Big Difference beschreibt Malcolm Gladwell, wie Ideen nicht deswegen durchdringen, weil sie beonders „mächtig“ sind, sondern wenn eine passende Aufnahmebereitschaft hoch ist.

    Das ganze vergleicht er systematisch mit den Erfolgsbedingungen von Viren, die halt primär dann und erstmalig durchschlagen, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Danach geht das Theater mit der Mutiererei los.

    Richard Dawkins spricht seit einiger Zeit vom Virus of faith.

    „Gladwell states, „Ideas and products and messages and behaviors spread like viruses do.““

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Tipping_Point

    Deswegen macht es nur einen faktischen, aber keinen kategoriellen Unterschied, ob jemand das Johannesevangelium an Bluesmessenbesucher oder Kirchtägsgänger verteilt; oder ob halt speziell Wahabiten die Mission unter hochgradig identitätssuchenden Leuten vorantreiben.

    Der Unterschied liegt primär im Zustand des anvisierten Klientels.

    Wir haben keinen von „Rassismus“ hinreichend abgegrenzten Begriff von den unterschiedlichen Naivitäts- bzw. Akzeptanzbereitschaften unterschiedlicher Menschengruppen.

    In den Siebzigern sind zu Tausenden beurlaubte Studienrätinnen nach Poona gepilgert; primär wegen bestimmter Bereitschaftszustände und nicht wegen eines zeitlosen Sexappeals von Herrn Backzwang.

    Nur wenn man das sagt, dann redet man sich – so wie die Begriffe liegen – in die Nähe von „Frauenfeindlichkeit“, während einem innerlich recht geben wird, wer das mitgekriegt hat.

    Klüger als die Begriffe seiner Zeit kann man im Kopf schon ein wenig sein, aber man kann sich leider nur recht erschwert darüber austauschen.

    • 18. April 2012 um 22:49 Uhr
    • Thomas Holm
  334. 349.

    Was es nicht alles gibt …

    http://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Georg_Elser.html

    „Gedenktag evangelisch: 9. April“

    • 18. April 2012 um 22:57 Uhr
    • Thomas Holm
  335. 350.

    @ TH – Totalitäre Botschaften finden sich “im Prinzip” in allen Weltreligionen, der Unterschied auf den es praktisch am stärksten ankommt, ist inwieweit in den betreffenden Gemeinden eher eine pragmatisierende Immunität* oder eher eine “befreiungstheologisch”-naive Sehnsucht nach erlösender Rechtleitung vorherrscht.

    Korrekt!

    Zu ergänzen wäre m.E. ihr Statement wie folgt:

    … und ob die eher “befreiungstheologisch”-naive Sehnsucht nach erlösender Rechtleitung
    a – entweder in dem Psycho-Seelen-Kosmos eines einzelnen dazu (frei-)willigen Individuum
    b – oder in dem Kosmos eines postmortual-naturalen nichtirdischen Jenseits
    c – oder in dem Kosmos eines directamente hic et nunc hier auf Erden durch gottesfürchtige gottgefällige gottgewollte gewaltsame Beseitigung aller Nicht-Gläubigen auf dem Weg des göttlich-befohlenen gewaltsam durchzüführenden ‚Regime-Change‘ hin zum verwirklichten irdischen Paradies für die überlebenden Gott-Auserwählten .

    • 18. April 2012 um 23:00 Uhr
    • Publicola
  336. 351.

    stattzufinden hat

    • 18. April 2012 um 23:01 Uhr
    • Publicola
  337. 352.

    @ Boothby

    Das rigide Realitätskonstrukt, das die RAF und erst (wie ich finde, in weit stärkerem Maß) bei Breivik vorherrschte, erfordert die nun mal die Selbsttäuschung in bezug auf selbsverständlich auftretende Widersprüche im Eigenbauweltsystem. Das erfordert auch einen entsprechenden Typ, würde ich meinen.

    Das lag bei Elser nicht vor, 1938 hat es auch potenziell kriegsauslösende Momente gegeben.

    Bitte hören sie auf sich so lächerlich zu machen – sie sind nicht der persönliche freund von elser, der seine psyche genau über die jahrzehnte bestimmen kann – denn so treten sie auf.

    Ihnen passt es nur nicht, dass bei aller Unterschiedlichkeit es trotzdem ähnliche psychische strukturen vorhanden sein können.

    den Elsers tat ist auch für die damalige zeit nicht nur einfach ein attentat, sondern auch ungewöhnlich – denn die entsprechende Radikalisierung hat bei einem menschen zu dieser tat geführt, ohne das dahinter noch eine gruppe stand wie z. . beim Staufenberg-attentat.

    Auch imaginieren sie sich etwas zusammen mit der ‚welt':
    1938 hat es auch potenziell kriegsauslösende Momente gegeben

    ja, aus unserer Sicht und aus der Sicht mancher zeitgenossen – und?
    Trotzdem konnte Esler noicht iin die Zukunft sehen und nicht wissen, ob es zu einem krieg komen wird oder nicht – er war vielleicht der Überzeugung, dass es dazu käme, und er war der Überzeugung, dass das beste Mittel dagegen wäre, wenn er die NS-Spitze , vor allem Hitler, umbringen würde. Aber Überzeugungen, die sich auf zukünftige ereignisse richten, sind keine naturwissenschaftliche gesetzmäßigkeiten.
    Woher wollen sie denn wissen, ob nicht breivik in 50 Jahren ähnlich beurteilt wird – als ein großer Visionär, der versuhte eine katastrophe abzuwenden, in der er teile derer, die diese mit verursachen, tötet?
    – Sie wissen es nicht, denn sie können genauso wenig wie sonst einer von uns in die Zukunft sehen und von daher wissen sie nicht, as sich historisch entwickeln wird.
    Es gibt durchaus gruppen die meinen europa droht die gefahr einer Islamisierung – und diese gruppen werden von einem großteil der Bevölkerung als ‚spinner‘ wahrgenommen.
    meinen sie das war um 38 herum anders? -Das es da nicht auch gruppen gab, auf die sich elser bezog und die vor einen Kriegsausbruch warnden und Krieg als schlimm erachteten? – Aber diese Gruppen repräsendierten nicht den Mainstream der gesellschaft. Für den mainstream war Hitler ein Held und Führer – und Elser ein mörderischer Spinner. _ Eine frage der beurteilung aus den informationen die einem zur verfügung standen und aus den gesellschaftlichen Stimmungsbildern der verschiedenen Akteure. und 38 hat Hitler erst einmal einen wahnsinnigen Erfolg vorzuweisen gehabt – er hat das ‚diktat von versaille‘ aufgehoben und er hat riesige ‚gebietsgewinne‘ vorzuweisen – er war der mann der Stunde.

    Die ganzen Unterschiede zwischen Esler, die sie anführen betreffen nicht die frage nach der psychischen verfasstheit, die dazu in die lage versetzt relativ isoliert einen radikale Beurteilung zu fällen (so radikal, dass man bereit ist dafür zu morden) attentatsplan zu fassen und diesen über einen längeren zeitraum umzusetzen.

    Ob nun Esler ruhig bei der KPD saß oder nicht, und ob breivik eine naristische Störung nebenbei noch hat oder nicht, sind nicht die entscheidenden faktoren.

    Meinen sie, die ganze Welt hätte fassungslos gesagt, mein Gott, der Elser, was für eine Bestie?
    ja, die ganze Welt, die Hitler bewunderte – denn davon gab es auf der ganzen welt viele – und wissen sie was, wenn elser erfolg gehabt hätte, würden wir überall Adolf-Hitler-Schulen und -straßen finden und er wäre für das deutschland danach zur großen Ikone stilisiert worden. Denn was nach 38 kam, wusste man nicht und wäre heute spekulation oder verdacht, und was bis 38 von Hitler erreicht wurde, waren viele sachen, die als erfolg gezählt wurden.

    Oder Hitleranhänger hätten die Frage aufgeworfen, ob der vielleicht ein pathologischer Fall ist?

    Glauben sie wirklich allen ernstes, dass sich die diversen Prese-organe ’38 hingestellt haben, und Elser als einen ruhigen besonnenen typen darstellen, der doch ein berechtiges oder zumindest verständliches ansinnen hatte udn deshalb von den lesern doch auf verständnis hoffen könne?
    Oder meinen sie nicht viel mehr, dass diese Presseerzeugnisse fleissigst dreck auf elser geworfen haben und ihn und seine tat als besonders verwerflich und schlecht, gestört dargestellt haben?

    • 18. April 2012 um 23:06 Uhr
    • Zagreus
  338. 353.

    PS:
    I have seen the light – http://www.youtube.com/watch?v=lX5tfRdkoY0

    • 18. April 2012 um 23:07 Uhr
    • Publicola
  339. 354.

    Frage an einen Hellseher

    Woher wollen ie denn wissen, ob nicht Breivik in 50 Jahren ähnlich beurteilt wird

    – ein Mensch, der möglichst viele Teenager umbrachte ? ? ?

    • 18. April 2012 um 23:10 Uhr
    • Publicola
  340. 355.

    Boothby,

    Bei Elser hatte niemand irgendeinen Zweifel an seinen politischen Motiven,

    Haben Sie Zweifel an Breiviks politischen Motiven?

    Aber meinetwegen, dann war er halt nur ein armer Irrer.

    • 18. April 2012 um 23:11 Uhr
    • Saki
  341. 356.

    Natürlich kann man berühmt, wenn allerdings auch nicht gepriesen werden – auch durch Anrichtung größtmöglicher Sachschäden: http://de.wikipedia.org/wiki/Herostratos

    • 18. April 2012 um 23:13 Uhr
    • Publicola
  342. 357.

    @ Publicola

    Frage an einen Hellseher “ – und als was soll ich sie nun titulieren – als Rechthaber oder als jemand, der offensichtlich sich nie ernsthaft mit geschichte beschäftigt hat, vor allem auch nicht mit antiker, sonst wüßte er nämlich, dass es auch zeiten und gesellschaften gab für die es auch kein problem war menschen öffentlich an löwen zur belustigung zu verfüttern, oder…?

    – ein Mensch, der möglichst viele Teenager umbrachte ?

    Ja und? – man kann diese Jugendlichen als eben jugendliche bzw. teenager wahrnehmen, mit den ganzen berg an konnotationen, die wir damit verbinden heute, oder man kann sie auch anders wahrnehmen, z. B. primär als politische aktivisten.
    Noch sind sogar schon Leute Heilig- bzw. Seliggesprochen worden die gemordet haben – ja es sind sogar leute selig gesprochen worden, weil sie leute umgebracht haben, die nur anderer meinung als sie bzw. die ‚kirche‘ und die entscheidenen kräfte der sie umgebenden gesellschaft waren (z. B. wurde der (angebliche) christl. Mörder von Julian II. Apostates seliggesprochen, weil er den gottlosen kaiser ermordet hätte [ob wirklich ein christl. Soldat oder doch ein Sassanide war, ist in der Forschung umstritten]. Die beurteilung dieses Kaisers, der vom Christentum abviel und sich dem heiden tum wieder zuwandte, ist sehr unterschiedlich in den quellen der damaligen zeit – je nach dem, ob der verfasser christ war oder nicht.)

    Und ihre ausraster, mich als Hellseher mal zu titulieren, stinkt mir gewaltig – denn ihnen gegenüber hab ich mich bisher immer sehr zurückgehalten aus höfflichkeit. Ich habe aber durchaus den eindruck, dass sie probleme damit haben andere meinungen gelten zu lassen – was bereits beim NSU-Thema deutlich zu spüren war.

    • 18. April 2012 um 23:53 Uhr
    • Zagreus
  343. 358.

    so kann es ausehen, wenn – mit den Worten des Thomas Holm – die Sehnsucht nach erlösender Rechtleitung vorherrscht:

    http://www.dailymotion.com/video/x7v4x4_james-brown-the-old-landmark-the-bl_music

    • 18. April 2012 um 23:58 Uhr
    • Publicola
  344. 359.

    @Publicola 343:

    Als Latein-Fan und Verantwortlicher könnte man jetzt sagen: “Auf fein! Why not?”

    Zur Forderung: Ja. Zur Organisation, die dahintersteht: Nein. Die Frage dabei ist natürlich, wie sehr es möglich ist, eine Forderung zu unterstützen, ohne damit Unterstützung für ihre Verfechter auszudrücken. Das hängt natürlich auch vom Entscheidungssystem ab. In einem direktdemokratischen oder autokratischen System kann das Volk bzw der Autokrat einzelne Forderungen umsetzen, ihre prominenten Verfechter aber gleichzeitig von Machtpositionen fernhalten. In einem repräsentativen System besteht die einzige Möglichkeit der Unterstützung für eine Position darin, deren Unterstützer (mit allen bedenklichen Ideen, die sie daneben noch pflegen mögen) in Machtpositionen zu hieven.

    Bei der Koranaktion ist es aber ja – soweit ich das verstanden habe – wirklich möglich, nur den Koran anzunehmen, ohne einem salafistischen Verein beizutreten, ein salafistisches Koranseminar zu besuchen, die Salafisten in den Islamunterrichtsbeirat zu wählen oder sie sonst in irgendeiner Weise zu unterstützen. Ich kann den Reflex, mit diesen Leuten nichts zu tun haben zu wollen, gut verstehen – andererseits graut mir vor einer Weltsicht, in der Produkte nicht wegen ihrer inhärenten Eigenschaften boykottiert werden, sondern allein wegen der Person ihres Händlers – zumindest, wenn dieser keinen Gewinn daraus zieht.

    Wieso soll denn das mit Elslers Tat vergleichbar sein,
    dessen Ziel nicht eine möglichst große Anzahl irgendwelcher eventuellen Parteigänger im Teenageralter war, sondern der einzig und allein auf den eigentlichen und (hauptverantwortlichen sowie schuldbeladenen) Einzig-Repräsentanten eines Regime abzielte, allerdings als Kollateralschaden die Tötung Unbeteiligter in Kauf nehmend.

    In der modernen Diktatur ist die Verantwortung (und damit Schuld) auf viele Schultern verteilt, um Elser-like Enthauptungsschläge zu verunmöglichen. Da erfordert eine Enthauptung, die das Regime gleich stark schwächen soll, wie es der Tod Hitlers 1939 getan hätte, eben etwas mehr Blut. In der Logik des Widerstandskämpfers macht das alles perfekt Sinn.

    • 19. April 2012 um 00:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  345. 360.

    Und ihre ausraster, mich als Hellseher mal zu titulieren, stinkt mir gewaltig– Irrtum – Sie waren nicht gemeint, sondern die Frage, die Sie sich stellten, ist eine Frage für Hellseher, die ich halt mit einer rhetorischen Gegenfrage (als Hellseher) zu beantworten suchte. Ganz naiv formuliert: wenn jemandes Ziel ist, möglichst viel Jugendliche „über die Klinge springen zu lassen“, hat er – so meine ausgesprochen starke Hellseher-Vermutung – für diese spezielle Tat auch nach 1000 bis 2000 Jahren noch eine augesprochen „schlechte Presse“.

    Erinnert sei z.B. an das (historisch angezweifelte oder das historisch im 3. Reich gelobt-gerechtfertigte oder das historisch quantitativ verharmlos-verringerte) Massaker an den Sachsen durch Karl den Großen. Erinnert sei auch an Massaker durch die Römer … etc. … etc. … durch wen auch immer … aus welchen Gründen auch immer.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgericht_von_Verden

    • 19. April 2012 um 00:12 Uhr
    • Publicola
  346. 361.

    @ AvZ – Wieso bin ich falsch verstanden worden?: Den Koran kann doch mit nach Hause nehmen, wer will. Das war gar nicht meine Kritik!

    Ich hatte doch ausdrücklich – auch zusätzlich unter Zuhilfenahme eines anderreligiösen Beispieles – geschrieben, dass diese Aktion der Salafisten nun zum Anlass genommen werden sollte, den Salafismus, also die Ideologie des Salafismus, breit zu diskutieren einschl. innerhalb der islamischen Gemeinden. Dieser Intention diente auch die eher ausführliche Zitierung des Kelek-Essays meinerseits.

    Realiter findet jedoch folgendes statt:
    – meines Wissens wird in der DIK dieses Thema nicht angesprochen und soll dort auch bitte gar nicht angesprochen werden.
    – meines Wissens gibt es stattdessen dann Zitate seitens der Repräsentanten der deutschen Islamgemeinde, dass das Ganze doch eine gute Sache sei.

    • 19. April 2012 um 00:22 Uhr
    • Publicola
  347. 362.

    @ Zagreus – Und ihre ausraster, mich als Hellseher mal zu titulieren, stinkt mir gewaltig – – Also bitte!

    Hatte ich in meinem Beitrag # 354 geschrieben „Frage eines Hellsehers“ (Genitivus subiectivus) und Ihre Frage ‚als solche eines Hellsehers‘ dann im Raum stehen lassen

    oder hatte ich „Frage an einen Hellseher“ (Genitivus obiectivus bzw. präpositionaler Ausdruck) geschrieben und Ihre Frage dann quasi selbst ‚hellseherisch‘ beantwortet mit einer rhetorischen Frage?

    • 19. April 2012 um 00:45 Uhr
    • Publicola
  348. 363.

    – Historische Entwicklungen in der Zukunft: Breivik und die künftig historisch eventuell zu erwartende Bewertung seines Tötungs-Wirkens als Ruhmestat –

    1 – Woher wollen ie denn wissen, ob nicht Breivik in 50 Jahren ähnlich* beurteilt wird
    “ – ein Mensch, der möglichst viele Teenager umbrachte ? ”
    Ja und?

    Da erfordert eine Enthauptung, die das Regime gleich stark schwächen soll … eben etwas mehr Blut. In der Logik des Widerstandskämpfers …
    ___________
    *positiv

    2 – ‚to cut a long story short‘ – Man nenne ein Beispiel aus der Geschichte, in der ein Massaker geplant, gezielt und durchgeführt an Unbewaffneten (Teenagern)
    – aus welchen Motiven heraus auch immer begangen –
    mittelfristig bis langfristig eine Bewertung als positive Heldentat erfahren hat.

    • 19. April 2012 um 06:49 Uhr
    • Publicola
  349. 364.

    @Saki

    Haben Sie Zweifel an Breiviks politischen Motiven?

    Aber meinetwegen, dann war er halt nur ein armer Irrer.

    Ach so, wenn es nicht politisch ist, dann machen wir halt auf Unzurechnunsfähig (was ja in speziell Breiviks Fall nicht so unwahrscheinlich war).

    Aber Elser wurde aus politischen Gründen hingerichtet, auch der alte Terroronkel Mandela hatte einen politischen Prozess, es wäre schlicht niemand davon ausgegangen, das sein Anliegen bei seinen „Pigs“ nicht irgendwie legitim war, dem ham die sogar Freiheit gegen Kooperation angeboten.

    Da können sie mal sehen, wie bei aller beliebigen Gleichsetzerei ein Terrorregime silch selber sieht. Und sie meinen im Ernst, 1938 wäre in Nazideutschland niemand auf die Idee gekommen, jemand würde Hitler an den Kragen wollen?

    Nun habe ich garnicht mitbekommen, das Breivik ein politischer Prozess gemacht wird. Wieso lassen die ihn dann seinen Scheiß verlesen? Egal, kommt der Breivik wieder davon, Norwegen hat die Todesstrafe wegen Hochverrats schon 1979 abgeschafft.

    Stunning.

    Wir können das ja mal auf die Spitze treiben: Ihr eigenes GG gibt ihnen ganz offiziell die permission to be a Sonderling, wie kompliziert das alles.

    • 19. April 2012 um 07:04 Uhr
    • Boothby
  350. 365.

    Wo wir hier doch eigentlich die Nahostproblematik diskutieren, möchte ich einwerfen, dass der erste Tote in der Bundesrepublik, der Opfer eines Bombenanschlages wurde, ein Polizeibeamter war, der ein an Adenauer adressiertes Paket öffnen wollte.
    Absender der Bombe war ein wahnwitziger, von Rachedurst zerfressener Nationalist und Rechtsradikaler, dessen Partei heute Israel regiert.

    • 19. April 2012 um 07:06 Uhr
    • Krischan
  351. 366.

    @Z.

    Bitte hören sie auf sich so lächerlich zu machen – sie sind nicht der persönliche freund von elser, der seine psyche genau über die jahrzehnte bestimmen kann – denn so treten sie auf….

    Wir sollten für so einen Scheiß wohl beide zu alt sein. Wenn sie es witzig probieren, kann man drüber reden, ja?

    Sehen sie es mal so: Wenn es völlig wurscht ist, was jemand sieht, weil ja jeder Mensch nur subjektiv aus seinem eigenen Kopf heraus agiert und denkt, ja dann gibt es zwischen uns doch keinen Unterschied, Ist das überhaupt ein Display auf das ich schaue, oder nur eine Illusion meines eine Gesellschaft imaginierenden Selbst? God only knows, wobei…?

    Aber Überzeugungen, die sich auf zukünftige ereignisse richten, sind keine naturwissenschaftliche gesetzmäßigkeiten.

    Ich schlage vor, sie lassen von Kreisfunktionen die Finger, solange keiner pi zuendegezählt hat, man kann nie wissen. Andererseits könnten wir diese Frage dann ja auch im Lichte Paul Feyerabends diskutieren, anything goes hätten wir ja schon mal komplett beisammen.

    Es gibt durchaus gruppen die meinen europa droht die gefahr einer Islamisierung – und diese gruppen werden von einem großteil der Bevölkerung als ‘spinner’ wahrgenommen.
    meinen sie das war um 38 herum anders? -Das es da nicht auch gruppen gab, auf die sich elser bezog und die vor einen Kriegsausbruch warnden und Krieg als schlimm erachteten?

    Ach so, Spinner, die gegen Islamisierung vorgehen wollen, sind dasselbe wie Leute, die 1938 einen Weltkrieg befürchteten. Ich glaube in der Tat, das sagt mehr über sie selbst aus als über irgendwas sonst.

    Wie integrieren wir diese armen Spinner denn jetzt? Kybeline in die Islamkonferenz?

    den Elsers tat ist auch für die damalige zeit nicht nur einfach ein attentat, sondern auch ungewöhnlich – denn die entsprechende Radikalisierung hat bei einem menschen zu dieser tat geführt, ohne das dahinter noch eine gruppe stand wie z. . beim Staufenberg-attentat.

    Er war ihnen offenbar nicht intelektuell genug.

    Das letzte Wort ist ihres, ich bleibe bei agree to disagree.

    • 19. April 2012 um 07:22 Uhr
    • Boothby
  352. 367.

    @ Publikola

    Apostasie-Strafexpeditionen gehören anscheinend zur sakral-imperialen Grundausstattung.

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Ridda_wars

    james-brown-the-old-landmark-the-bl_music …

    Mein Bild vom Christentum als ein extasefeindlicher Frustkult gerät ins Wanken; sowas in den Sixties rund um den Lambertibrunnen; und vieles wäre anders gelaufen.

    Neues von der Analytikerzunft:

    „Die anwesenden Rechtspsychiater sind der Auffassung, dass damit ein tief verwurzelter Narzissmus des Angeklagten zum Ausdruck kommt. Er weine über seine eigene Vortrefflichkeit, sagt einer von ihnen. …

    „Es wirkt so, als sei seine gefühlsmäßige Kapazität ganz auf seine eigene Person begrenzt.““

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-04/breiviks-traenen/komplettansicht

    Haben Sie eine Bildungsidee, woher der „Stratos“ beim Herostratos kommt ?

    Jemand, der sich die Hülle eines Helden umwerfen möchte ?

    Ihr Dreiklangaufbau von „Befreiungstheologien“ aus #350 sieht interessant aus.

    Individual-New Age – kollektive Höllenfurchthysterie – Gottesstaatsrevolution

    Im Angebot sind ja alle drei Varianten (und vielerlei Mix) ständig; die unterschiedlichen Annahmebereitschaften scheinen mit unterschiedlichen Aufstellungen von Gesellschaften zu korrespondieren:

    Zivilisatorisch abgehängt und mit mit ausgiebiger, aber ausgelaufener Jugendblasenerzeugung scheint: schwach zu machen für die No. 3.

    Natürlich nicht nur: Vom Frühlingserwachen bis zur Götterdämmerung reicht ein weites Angebot, über dessen Inanspruchnahme sich die Gemeinde zunehmend aggressiv nach innen zerstreitet.

    Meine neueste Deutung:

    Zwei eigentlich strukturkonservative Lager unter dem Motto:

    „Was wollt Ihr denn, wir sind doch schon der King: Al Assad und Saudis.

    Beide jetzt aber unter der heftigen Attacke, wonach sie usurpatorische Scharlatane seien. Als Herausforderer:

    Die Beleidigten und Enterbten aus den Reihen Saudis einerseits; sowie

    die Anzweifler der Legitimität sämtlicher zuvoriger arabischer Herrschaftskonstrukte andererseits (Perser, zu kurz gekommene Araber und allerlei Volk, das gar nicht Araber sein möchte.)

    Ein Schauspiel von grandios-heilloser Schaurigkeit.

    Wenn ich diese Salafisten sehe, dann denke ich:

    Die sind das Nitroglycerin im Schierlingsbecher der Muslime.

    • 19. April 2012 um 07:24 Uhr
    • Thomas Holm
  353. 368.

    Wir können das ja mal auf die Spitze treiben: Ihr eigenes GG gibt ihnen ganz offiziell die permission to be a Sonderling, wie kompliziert das alles.

    @ Boothby

    Eher steht zu vermuten, dass Saki hier in der Tradition einer der ältesten weltanschaulichen Institutionen der Welt steht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Advocatus_Diaboli

    • 19. April 2012 um 07:43 Uhr
    • N. Neumann
  354. 369.

    @ Krischan

    „Absender der Bombe war ein wahnwitziger, von Rachedurst zerfressener Nationalist und Rechtsradikaler, dessen Partei heute Israel regiert.“

    Können Sie Auschwitz den Juden nicht endlich mal verzeihen ?

    „Adenauer was targeted because of the Reparations Agreement between Israel and West Germany, signed at that time, which was violently opposed by Begin. Sudit, the story’s source, explained that the „intent was not to hit Adenauer but to rouse the international media. It was clear to all of us there was no chance the package would reach Adenauer“. The five conspirators were arrested by the French police, in Paris. They „were [former] members of the … Irgun“ (the organisation had been disbanded in 1948, 4 years earlier).“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer#Assassination_attempt

    • 19. April 2012 um 07:43 Uhr
    • Thomas Holm
  355. 370.

    @NN

    Eher steht zu vermuten, dass Saki hier in der Tradition einer der ältesten weltanschaulichen Institutionen der Welt steht:

    Tja, man wünscht sich fast, Elser hätte auch einen richtigen Anwalt gehabt. Aber die Umstände, sie waren halt nicht so.

    Kompliziert wird, wenn man in der Konsequenz halt mal die Umstände per ordre de Mufti einfach wegdekretiert.

    • 19. April 2012 um 07:57 Uhr
    • Boothby
  356. 371.

    @ TH

    Können Sie Auschwitz den Juden nicht endlich mal verzeihen ?

    Was meinen Sie, warum er sich hier zuhause fühlt?

    • 19. April 2012 um 08:17 Uhr
    • Unermüdlich
  357. 372.

    @ Unermüdlich

    „Was meinen Sie, warum er sich hier zuhause fühlt?“

    Aber um ein paar randalierende Mitbewohner kommt er nicht herum !

    • 19. April 2012 um 09:06 Uhr
    • Thomas Holm
  358. 373.

    @ boothby

    ich habe nicht wurscht gesagt – a lá ‚gleichgültig‘, sondern ih habe gesagt, dass bei einzelnen individuen (und mehr) von der gesellschaft abweichende beurteilungen auftreten können, die derartig radikal sind, dass aus diesen neuen Normen, wertgerüsten oder halt weltanschauungen heraus das töten bestimmter menschen sinnvoll oder richtig wird.

    Wenn diese Leute bzw. gruppen mit ihren ansichten in ihrer gesellschaft eine Minderheit sind, werden sie in der regel abgelehnt.
    Und das ganze fängt auch relativ klein an: sie können z. b. alle als eine gruppe bezeichnen, die dafür sind, dass Kinderschänder oder ein bestimmter Kinderschänder getötet werden soll (bzl. Kindermörder siehe aktuell am fall in Emden, bei denen zuerst ein Unschuldiger von der Polizei als tatverdächtigter festgenommen wurde – und die über facebook sich gefundene gruppe, die den typen dann lynchen wollte, von denen dann einige in emden vor die polizeiwache zogen. Hier, bei diesen leuten , haben wir eine Werteverschiebung gegenüber einen (hoffentlich) großteil der gesellschaft, die gegen die Totesstrafe sind. Was man aber sagen kann ist, dass diese leute sind unter ihrer Weltanschauung bereit sind andere menschen zu töten – halt bestimmte andere menschen, die sie unter bestimmten kategorien (Kindermörder) wahrnehmen, aus denen sie folgern, dass eine Tötung richtig sei.)

    Diese Beurteilungen können sie ausweiten – z. b. auf leute, die halt andere kategorien haben, bei denen es für diese sinnvoll ist, andere menschen zu töten.
    Der Unterschied zwischen jemanden, der dafür ist, dass ein ‚hannibal lektor‘ oder jemand wie breivik getötet wird und jemanden der dafür ist, dass ein kleines Kind getötet wird, an dem er sich vergangen hat, weil dieses Kind ihn verraten könnte, besteht nicht in der Tötungsabsicht, sondern in den gründen und somit beurteilungen aufgrund der jeweiligen kategroeien seiner jeweiligen weltsicht, aus denen heraus eine Tötung jeweils als gerechtfertigt, ja vielleicht gar als notwendig und legitim geschlussfolgert wird.
    Nun kann man selbstverständlich ingehen und beide tötungsabsichten (bzw. Tötungshandlungen) unterschiedlich bewerten – das heisst aber nichts anderes, als das man die gründe, aus denen die tötung (‚hannibal lektor‘-Mörder versus Kindermörder) erfolgte mehr oder weniger als verständlich bzw. legitim beurteilt.

    Zwischen diese beiden extremen, die ich mit hilfe der fallbeispiele aufspannte, gibt es eine ganze reihe von anderen tötungs-legitimationen, die menschen aufbauen können, und ein großer teil davon sind ‚politische‘ legitimationen. Vieler dieser politischen Motivationen laufen nach dem muster ab:
    X (einzelnes Individuum bis riesige menschengruppen) gefährtet die Existenz der gruppe Y und ich als Z nehme es auf mich, diese gefahr abzuwenden.
    So funktioniert schon jeder krieg – denn einen Soldaten Z erzählt man auch (und die meisten glauben es auch), dass der Feind X die eigene Gruppe Y irgendwas böses antun will und deshalb es halt richtig ist, dass Z loszieht und X vor Y beschützt = Y (leute wie gegnerische soldaten & mehr) tötet.
    Das ist doch sehr grob das Muster, das sie vorfinden.

    Dieses Muster, diese struktur wiederum finden sie nicht nur bei irgendwelchen großen gruppen, sondern durchaus auch in kleineren, heterogeneren gruppen von menschn bis eben runter zu einzelnen Individuen.
    Dabei ist der Unterschied nicht die bereitschaft zu töten und nicht die nach diesem muster verlaufende herleitung, sondern die Basis, die werte und Normen, aus denen Y, also der ‚feind, der angreift, schaden verursachen kann, böse ist usw.‘ bestimmt wird.
    Der Kindermörder sieht das kleine Kind, das er tötet nach dem Missbrauch als ‚Feind‘ an, weil dieses kleine Kind ihn verraten und somit sein leben oder seine lustbefriedigungsmöglichkeiten, ehe etc…. zerstören könnte. Er tut also das kleine Kind als Feind von einer gruppe von menschen, der allerkleinsten, nämlich zumindest sich setzen und töten. Das dazu eine dehumanisierung dieses kleinen Kinder dazugehrt, eine ignoranz gegenüber den lebenswillen, stört ihn nicht ausreichend stark um ihn von seiner tat abzuhalten.
    Der Richter (z. B. in der USA), der einen mehrfachen mörder zum tote verurteilt, handelt nach den gestzen als ausdruck dessen, was in dieser gesellschft als normevorstellungen existieren und wohl auch nach sienen eigenen normen, indem eben dieser mehrfache Mörder als eine feind der gesellschaft eingestuft wird – er ‚schützt‘ die gesellschaft vor dem mehrfachen Mörder.
    Die strukturen sind beide sehr ähnlich, ja gleoich als eben dieses schlussfolgern aus normen heraus, die zu einer tötung führen – die normen, die weltsicht, sind der unterschied.
    Die ganzen ideologien des 20 jahrhunderts haben gleich funktioniert – ob nun der ‚Jude‘ als zu tötender feind gesetzt wird, oder der ‚Kapitalist‘ – die schlussfolgerung war als struktur gleich, die normen udn weltanschauungen, die zugrunde lagen und die die gründe lieferten für die setzung der jeweiligen menschen als zu tötende feinde war unterschiedlich.

    Das ist auch die gemeinsamkeit zwischen elser (Z1) und breivik (Z2) – beide haben geschlussfolgert auf der basis ihrer normen und weltanschauungen, dass bestimmte menschen (Y) zu töten wären zum wohle der Gesellschaft (Y). Unter schiedlich sind die weltanschauungen , die dahinter stehen – genauso wie beim Richter-Mörder versus Kindermörder-Kind.

    Nun gibt es aber noch zwei andere gemeinsamkeiten zwischen Breivik und Elser jenseits der jeweiligen Weltanschauung – und aus denen heraus kann man eben auch sagen, dass beide sich trotz aller unterschiedlichkeit wohl ziemlich ähnlich waren.

    Die gemeinsamkeiten sind:
    a.) Einzeltäter – beide vollziehen ihre taten alleine, weder eine radikalisierung noch die planung und durchführung der taten findet in dem Statt, in denen idR. diese taten verankert sind – nämlich in einer mehr oder weniger großen gruppe. Meist findet man mehr oder weniger kleine gruppen vor, die intern sich radikalisieren – beispiel: sauerland-bomber oder die 9/11-er-gruppe oder die gruppe, zu der Stauffenberg gehörte, all diese tätergruppen unterscheiden sich von z. b. den toulousmörder, von breivik, von Elser.

    b.) Lange geheimgehaltene vorbereitungszeit – wir haben keine relativ sponaten taten vor uns, sondern taten die von langer hand geplant und durchgeführt wurden und dbei vor der umgebenden welt erfolgreich geheim gehalten wurden.

    Wir haben keinen amok-läufer vor uns, und wir haben nicht eine spontane at vor uns, wie z. b. bei der ermordung der Kinder in Toulous, bei der der Mörder erst etwas anders, eine andere mordtat geplant hatte, und als das nicht klappte, sich spontan umentschied und diese schule überfiel und den lehrer udn die Kinder umbrachte.

    Die beiden gemeinsamkeiten – einzeltäter und lange, geheime Vorbereitung der tat ist etwas, was breivik und elser teilen neben jeweils einer weltsicht, aus der heraus die tötung bestimmter menschen als richtig beurteilt wird (die normativen grundlagen – ich sag es noch einmal – sind dabei sehr unterschiedlich).

    Daiese gemeinsamkeit von einzeltäter und langes, geheimes Vorbereiten erfordert eine ziemlich ähnliche psyche eben in der Hinsicht, dass jemand eben alleine, ohne einen letzten gruppenrückhalt zu haben, aktiv handelt – und zugleich ein hohen grad an disziplin, selbstbeherrschung, zielgerichtetheit, täuschungsfähigkeit etc… – die es ihm ermöglichen einen komplexen Plan zu planen und umzusetzen.

    Wiochenlang im Hofbräukeller einen Balken nebenher so weit auszuhöhlen, dass man eine Bombe in ausreichender größe darin deponieren kann, und dazu einen komplexen plan für das attentat mit all den nötigen informationen, die man haben muss, aufzustellen, ist von den pschischen erfordernissen ähnlich wie eben über jahre Kunstdünker zu sammeln und eine waffe zu besorgen (extra in den schützenverein dafür einzutreten), und dann den hergang der taten entsprechend gut zu planen (bombe im regierungsviertel deponieren und dann die route auf die Insel zu nehmen in einer Polizeiuniform , damit man möglichst viele ‚feinde‘ erwischt).
    Das bei der auswahl der ‚Opfer‘ eine unterschiedliche Weltsicht vorliegt, wird dabei nicht im geringsten bestritten.

    Und die psychischen gemeinsamkeiten der Täter, die je beide dazu diesen spezifischen gemeinsamen Tatmerkmalen befähigten (einzeltäter und langes, geheimes planen und vorbeireiten), um die ging es mit die ganze Zeit.

    So, das war mein letzter Versuch mich zu diesem Thema verständlich zu machen.

    • 19. April 2012 um 09:09 Uhr
    • Zagreus
  359. 374.

    Soll das eine Entschuldigung für das Attentat sein: „War nicht so gemeint- ätsche-bätsche?“ Wer Bomben baut, der will, dass sie explodieren, Menschen töten.
    Hätten Adenauer und Ben Gurion nicht sofort im besten Einvernehmen beschlossen, sie Sache unter den Teppich zu kehren und die Bombe kommunistisch gelenkten Agitatoren gegen die Westintegration und Wiederbewaffnung in die Schuhe zu schieben, so wären die Bomben unter Umständen der bei vielen Leuten bis heute sehnlichst herbeigewünschte Grund für einen – nennen wir ihn einmal so- Rechtfertigungsantisemitismus gewesen, der mit stummem Groll und nicht mit Aktionen wie der „Reichskristallnacht“ dafür gesorgt hätte, dass es heute nicht den Hauch jenes reflexartigen Betroffenheitsmasochismus in Deutschland gibt, der sich so wunderbar mit dem „Malmot“ von den Deutschen, die den Juden angeblich Ausschwitz nicht vergeben könnten, ausdrückt.
    Nein, da hat der werte Berufsterrorist Begin sich eben geirrt, so irren sich alle, die nach dem Motto handeln, nach Ausschwitz könne man sich als Jude alles erlauben.
    Wissen Sie, was mich nachdenklich stimmt, ist die Stille, die Skandale bestimmter Art auslöst.
    Die Aufgeregtheit über den Stillstand in der Nahostproblematik wird von der Israellobby gerne als Vorwand genommen, den Deutschen Antisemitismus vorzuwerfen.
    Dabei übersieht man die wahren Warnsignale: Ende der 80er Jahre kam der damalige Zentralratsvorsitzende Nachmann ins Finanzministerium und wollte Nachbesserungen bei den Wiedergutmachungszahlungen. Zu seiner bösen Überraschung war man dazu nur bereit, wenn der Zentralrat über die Verwendung der bisher gezahlten Gelder Rechenschaft ablegte- was für ein unangemessenes, ja natürlich im tiefen Antisemitismus wurzelndes Misstrauen. Dumm nur, dass Nachmann 33 Millionen DM aus den Zinsen der vom Zentralrat treuhänderisch verwalteten Gelder in die eigene Tasche gesteckt haben dürfte, das Geld war unauffindbar von einem Geldwaschkonto zum nächsten gewandert. Nachmann trat zurück, Ermittlungen wurden eingestellt, sein Nachfolger Galinski versuchte noch, das Geld ausfindig zu machen.
    Und was machte die deutsche Öffentlichkeit über dieses Geschenk an jeden echten Antisemiten? Sie ignorierte den Vorfall fast zur Gänze.

    Warum? Weil es in Wahrheit doch niemand überraschte, was da passiert war? War man in Wahrheit am Ende nur schadenfroh?

    Vor gut zwei Jahren passierte etwas Ähnliches in New York bei der Jewish Claims Conference. Über Jahre hinweg hatten hochrangige Mitarbeiter dieser Organisation Gelder aus dem Entschädigungsfond nicht an berechtigte Personen ausbezahlt, sondern an Strohleute mit erfundenen Biografien, die für ein paar Dollar die Kommödie mitspielten, die Anträge unterschrieben, das Geld dann in die eigene Tasche gesteckt. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 42 Millionen Dollar.
    Stand das auf Seite 1 führenden Tageszeitungen? Gibt es Berichte über die Strafprozesse gegen diese Leute?

    • 19. April 2012 um 11:44 Uhr
    • Krischan
  360. 375.

    @ Zagreus

    Woher wollen sie denn wissen, ob nicht breivik in 50 Jahren ähnlich beurteilt wird – als ein großer Visionär, der versuhte eine katastrophe abzuwenden, in der er teile derer, die diese mit verursachen, tötet?

    Das hatte mich schon in Ihrem #275 gestört: Von „Verursache(r)n“ kann jawohl keine Rede sein. Wenn, dann muss er das Camp doch eher als „Symptom“ gesehen haben, deren Teilnehmer (später) dann gewissermaßen zu „Verursachern“ werden (in seinem „Weltbild“). Während Hitler tatsächlich „verursachte“, kann davon bei den abgeschlachteten Teilnehmern auf Utoya keinerlei Rede sein. Was haben die denn schon (bisher) „verursacht“? Nein, ihr einziges „Verbrechen“ war es, die falsche politische Linie verfolgt zu haben.

    Diese implizite – wenn nicht Gleichsetzung – so doch Analogie, die hier von Einigen zwischen Hitler/Göring/Goebbels und den Teilnehmern eines Jugendcamps auf einer Insel im Tyrifjord gezogen wird (und gewissermaßen Grundlage der ganzen Diskussion ist), ist – in meinen Augen und in meinem Weltbild – schon ziemlich unter aller Kanone. Diese Analogie kann ich beim besten Willen nicht akzeptieren.

    in #275 schrieben Sie:

    Für Breivik war in der Auswahl seiner Opfer unter der prämisse seiner weltsicht sie darum eine wesentliche Ursache für die vo ihm wahrgenommene gefahr.

    Sie meinten hier mit „sie“ die weiter oben angesprochene (sozialdemokratische; pardon linksgrünverseuchte) „Agenda“, richtig? Nicht die Jugendlichen…

    Das mochte ich noch anerkennen.

    Im Folgenden schreiben Sie dann:

    es waren jugendliche, die politisch sich betätigten und sich mit diesen ihrer taten in einem raum der meinungsauseinanersetzungen bewusst stellten (…). Das sie damit auf jemanden stoßen würden, der bereit ist sie wegen ihrer politischen aktivität umzubringen, damit haben und konnte sie auch nicht rechnen – insoweit waren sie opfer eines mordes.

    „Insoweit“?

    Mit böser Absicht könnte man Ihnen aus dieser Formulierung einen Strick drehen. Man könnte das nämlich so verstehen, dass man im Bewusstsein einer persönlichen Gefährdung im Zuge politischer Aktivität kein (in ihrem Absatz schwingt m.E. zwischen den Zeilen ein „unschuldig(es)“ mit) Opfer mehr ist. Anders gesagt: Wenn man sich bewusst ist, dass man aufgrund seiner politischen Aktivität gefährdet, will sagen, seines Lebens nicht mehr sicher ist, kein Opfer einer etwaigen Straftat mehr ist. Im Extrem könnte man analog dann sagen, dass der Wilde Geert, so da einmal – Gott bewahre – etwas passieren sollte, ja irgendwie kein Opfer bzw. jedenfalls kein unschuldiges ist. So nach dem Motto: Er hätte es ja wissen können.

    Das ist ziemlich harter Tobak und ich vermute schwer, dass Sie das auch nicht sagen wollten.

    Dieses Ding mit der „psychpologischen Sicht/Ebene“ mag man noch nachvollziehen (womit kein Zu- oder Widerspruch verbunden ist); ansonsten erscheint die Elser/Breivik-Diskussion tatsächlich nur hirnrissig. Boothby, auch HJS und publicola, haben m.E. dazu schon vieles gesagt.

    • 19. April 2012 um 12:15 Uhr
    • MM
  361. 376.

    @ AvZ; Publicola:

    Fragte mich kürzlich, wie Abou Nagies „DWR“ oder mithin die Koranverteilaktion finanziert wird; kurz gegoggelt, sah ich mich in einem Verdacht bestätigt. Finanziert durch die besten Freunde der freien Welt in MENA:

    Mögliche Geldgeber für das Projekt vermutet der niedersächsische Verfassungsschutz in Saudi-Arabien oder Katar. „Wir haben Erkenntnisse“, so Wargel, „dass in der Vergangenheit Geldströme von der Arabischen Halbinsel an das salafistische Netzwerk in Deutschland geflossen sind.“

    Keine weiteren Fragen.

    • 19. April 2012 um 12:25 Uhr
    • MM
  362. 377.

    link vergessen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,827550,00.html

    Kleines Gedankenspiel der Utopie: Wenn die Iraner endlich einmal ihre Militärklerikatur und die Araber den saudischen Königshof, ja genau, zum Teufel jagten…

    Warum steigt in mir die Gewissheit, dass die Mächtigen dieser Welt daran so gar kein Interesse haben. Dass der Normalbewohner MENAS eigentlich kaum etwas machen kann, weil schlichtweg zuviele (auswärtige) Interessen in dieser Region aufeinanderprallen. SB hat das kürzlich auf den Punkt gebracht. Und deshalb, lieber riccardo, meine auf den ein oder anderen vielleicht irritierend gewirkt habende Feststellung, dass es „nicht nur“ in der Hand der islamischen Welt liegt, kein Feindbild mehr zu sein; und vice versa der Westen.

    • 19. April 2012 um 12:32 Uhr
    • MM
  363. 378.

    @ MM

    step by step

    ich gehe erst einmal auf ihr bemerkungen zu „insoweit“ ein.
    Ja, nicht gut und deutlich formuliert von mir.

    ich wollte sagen mit dem satz:
    Das sie damit auf jemanden stoßen würden, der bereit ist sie wegen ihrer politischen aktivität umzubringen, damit haben und konnte sie auch nicht rechnen – insoweit waren sie opfer eines mordes.

    Insoweit sie politische akteure waren im unterschied zu einerseits Kindern (also menschen, bei denen nich tauf die politische betätigung, sondern auf alter und bestimmte damit assoziierten Zuschreibungen von ‚unschuld‘, ‚ausprobieren‘ ,’nicht ernst zu nehmen‘ etc…. rekurriert wird – das war ja die behauptung am anfang von HJS), sind sie für ihre handlungen verantwortlich, da sie sich freiwillig in den raum der politischen auseinandersetzung stellen.
    Andererseits nun funktioniert dieser Raum bei uns nach bestimmten regeln – und zu diesen regeln (einer normalen politischen diskussion/auseinandersetzung/parteinahme) gehört es auch gegenwind zu erfahren, ablehnung der eigenen meinung usw. bis hin zu einer juistischen Auseinandersetzung inc. verurteilung – im Unterschied dazu ermordet zu werden, weil man eine meinung hat, die der gegenüber als gefährlich einstuft. Es gibt also eine Grenze – exakter zwei – nach oben und unten:
    erste grenze: politisch sich betätigender jugendliche = aktivist versus Kind, das nicht weis, was es tut.
    zweite grenze: politisch sich betätigender aktivist innerhalb eines diskursiven Raumes der politischen auseinandersetzung, der bestimmte formen zuläst 8widerrede z. b. ) und andere völlig negiert 8ermordung von jemanden mit anderer meinung) versus eben einer politischen auseinandersetzung , bei der andersdenkende ermordet werden.

    Zum ersten teil ihrer replikt:

    Von “Verursache(r)n” kann jawohl keine Rede sein. Wenn, dann muss er das Camp doch eher als “Symptom” gesehen haben, deren Teilnehmer (später) dann gewissermaßen zu “Verursachern” werden (in seinem “Weltbild”). Während Hitler tatsächlich “verursachte”, kann davon bei den abgeschlachteten Teilnehmern auf Utoya keinerlei Rede sein. Was haben die denn schon (bisher) “verursacht”? Nein, ihr einziges “Verbrechen” war es, die falsche politische Linie verfolgt zu haben.

    Ich glaube, hier verwechseln sie etwas – nämlich die Frage danach, wer was auf welcher grundlage sagt.

    Wenn sie im ersten teil als prämisse setzen, sozusagen das spekulative szenario, dass in 50 jahren Leute (= L1) auf die tat breiviks zurückblicken und dazwischen eine Katstrophe war, sagen wir ein Bürgerkrieg zwischen moslimischen und nicht-moslimischen gesellschaftsteilen in Europa, dann kann es gut sein, dass ein teil dieser leute mit einem mal Breiviks tat anders als wir heutzutage, die wir nicht glauben, dass es dazu kommen kann, beurteilen.
    Diese leute können dann im Angesichts des weiteren geschichtlichen verlaufes (unser szenario) nach den ursachen fragen und dazu sagen, daß aufgrund eines Multikulturalismus, der von bestimmten parteien und gruppierungen vertreten wurde, so viele Muslime nach europa gelassen wurden, dass es diesen Möglich war, einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Das ist ja sozusagen der versuch der Leute (L1), den geschichtlichn hergang (unseres Szenarios) sinnvoll in Hinblick auf die ursachen zu deuten. Nun, setzt man dieses szenario also, dann kann es sein, dass mit einem mal breivik als einen der wenigen wahr nimmt, der nicht nur die Katastrophe kommen sahen (wie dann manche der radikaleren islamkritiker gedeutet werden würden), sondern der versuchte dagegen vorzugehen, indem er einen Teil der Krafte umbrachte, die den Multikulturalismus politisch vertreten haben = die Jugendlichen politischen akteure auf der Insel.

    Wie gesagt: es ist eine frage des (*historischen*) standpunktes (im zukunftsszenario haben wir einen konstruierten historischen standpunkt) – was weis jemand, der eine historische entwicklung beurteilt.

    Nehmen sie nu G. Elser – sie schreiben:
    Während Hitler tatsächlich “verursachte”, kann davon bei den abgeschlachteten Teilnehmern auf Utoya keinerlei Rede sein.

    Frage= was hat den Hitler verursacht? – Und bitte bedenken sie bei ihrer antwort genau, wer da jetzt wieviele informationen besitzt und deshalb wie die antwort gibt.
    Wenn sie schreiben: hitler hat tatsächlich (den zweiten weltkrieg) verursache, spricht MM als jemand, der historisch zurückblickt und die geschichtlichen ereignisse sieht. Sie haben ein bestimmtes wissen über den WKII und über dessen ursachen und was für eine menschliche Katastrophe er war etc….
    Wie sah es aber für einen zeitgenossen elsers aus? – der weis noch nichts über den zweiten Weltkrieg – der liegt für seinen standpunkt noch vor ihm. ab ca. 1937 hat elser die ermordung hitlers ins auge gefasst, und die umsetzung find ende august 39 an:
    Ab Ende August 1939 suchte Elser den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, nahm dort zunächst eine einfache Arbeitermahlzeit für 60 Pfennig zu sich und wartete eine günstige Gelegenheit ab, um sich unbemerkt in der Besenkammer zu verstecken. Dort verharrte er noch mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde. Insgesamt 30 Nächte lang höhlte er dann in mühevoller, riskanter Kleinarbeit eine Säule aus, um die Bombe mit Zeitzünder darin zu deponieren. Den anfallenden Schutt versteckte er in einem selbst gefertigten Sack, den er anfangs in einem Karton, später in einem Koffer unter den Augen der Kellnerinnen tagsüber hinaustrug und in der Isar entleerte.
    quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser

    Den ersten krieg – elser fängt also mit dem attentat auf Hitler an vor dem Beginn des WKII. Das Hitler & Co. einen Krieg von Zaune brechen würden, ist also zu diesem zeitpunkt nicht sicher (sondern ein zukünftiges ereignis noch), auch nicht trotz der kriegsvorbereitungen in der Industrie, der bewaffung und militarisierung. und sie sehen ja auch bei ausländischen Politikern, das die noch glauben, dass sich hitler einhegen liesse ende august (stichwort: Chamberlain).
    Erst am 1. Sep. 1939 beginnt mit dem Überfall auf Polen ein krieg – wir wissen, der Zweite Weltkrieg – da lauft bereits di umsetzung von Elsers Plan. Die elute sahen nnu einen krieg – und viele werteten ihn nicht so wie wir ihn werteten: denn wir wissen um den Ausgang des WKII und die KZs und die humanitäre katastrophe so vieler menschen. Die haben aber erst einmal einen geglückten feldzug gegen Polen (das ja immerhin auf einen großteil des nach dem WKI durch den versailler vertrag annektierten Bodens Deutschland lag) – und haben den nicht nur begrüßt, sondern haben auch die schnellen erfolge per zeitung verfolgen können.
    man kann darum durhcaus sagen, dass deren Standpunkt, basierend auf dem wissen, dass ihnen zur verfügung stand, ein ganz anderer war und unserer heutzutage mit unserem Wissen über 70 jahre später.
    Entsprechend ist aber auch die Beurteilug Hitlers und der tat elsers anders ausgefallen:
    die haben gesehen, dass ein mörderischer Einzeltäter, ein Kommunist, ihren Führer, der bisher doch so viel erfolg hatte, mit einer bombe heimtückisch zu ermorden suchte – das ist einfach die perspektive vieler deutscher damals gewesen, denn sie wusten einfach nicht, was die zukunft bringt, nämlich das der WKII gerade ausgebrochen ist, der in einer europaweiten menschlichen katastrophe enden wird.

    Worauf ich hinaus wollte ist, das Beurteilungen von Taten von historischen Personen von verschiedenen faktoren abhängen, wobei einer der wichtigen im Wissen besteht, dass den urteilenden zur verfügung steht (und einanderer wichtiger in der weltsicht und politischen ausrichtung besteht – denken sie z. B. an die Verehrung vieler Linker für Mao oder fur Che; gerade Che war auch ein mehrfacher Mörder).

    • 19. April 2012 um 13:18 Uhr
    • Zagreus
  364. 379.

    @ Krischan

    „Soll das eine Entschuldigung für das Attentat sein: “War nicht so gemeint- ätsche-bätsche?”“

    Soweit würde ich nicht gehen; der Anschlag und die Einlassungen des Attentäters zeigen lediglich, dass das Problem einer mißverständnisfreien Gewaltkommunikation auch jüdischerseitss noch nicht befriedigend gelöst ist. Sie dürfen solche Hinweise wiederum auch nicht einfach überschätzen

    „Rechtfertigungsantisemitismus“

    Für Wirklichkeitskonsumenten wie Sie war die Verheimlichungsaktion ja immerhin völlig vergebens; warum geniessen Sie nicht einfach die scharfsinnige Alleinstellung Ihres Wahrnehmungsvermögens ?

    Wer weiss, wer eigentlich hinter diesem ganzen sog. „Kalten Krieg“ steckt, zu dessen Lasten der Anschlag – wie Sie sagen – verbucht worden sein soll. Vielleicht ein Zusammenspiel von Bilderbergern mit der Nachrichtenagentur Nowosti, der legendären „Stimme der sowjetischen Öffentlichkeit“ ? Nehmen Sie sich doch vielleicht mal ein Sabbatical, um der Sache gründlich nachzugehen.

    „mit stummem Groll und nicht mit Aktionen wie der “Reichskristallnacht”“

    Ihr Groll ist nicht stumm !

    „irren sich alle, die nach dem Motto handeln, nach Ausschwitz könne man sich als Jude alles erlauben.“

    Hierzu gibt es eine geniale Antwort; und die muss Ihnen wohl entgangen sein:

    Auschwitz war keine Besserungsanstalt.

    Seien Sie ehrlich, das kannten Sie noch nicht !

    „Die Aufgeregtheit über den Stillstand in der Nahostproblematik“

    Wer sich darüber aufregt – bei den Alternativangeboten an allerbesten Aufregungsgründen – der hat echt einen an der Waffel.

    „Dumm nur, dass Nachmann 33 Millionen DM aus den Zinsen der vom Zentralrat treuhänderisch verwalteten Gelder in die eigene Tasche gesteckt haben dürfte,“

    Da haben wir’s: Keine Kurse für Wirtschaftsethik, weder in Auschwitz, noch im Exil.

    „so wunderbar mit dem “Malmot” von den Deutschen, die den Juden angeblich Ausschwitz nicht vergeben könnten, ausdrückt.“

    Reines Selbstmitleid: Erst keinen konfessionsübergreifenden Ethikunterricht anbieten – und sich dann wundern.

    „Und was machte die deutsche Öffentlichkeit über dieses Geschenk an jeden echten Antisemiten? Sie ignorierte den Vorfall fast zur Gänze.“

    Sie aber nicht !

    „Warum? Weil es in Wahrheit doch niemand überraschte, was da passiert war? War man in Wahrheit am Ende nur schadenfroh?“

    Glaube ich nicht; Schadenfreude ist sicherlich eine urdeutsche Seelenkunst; aber den streng stillen Genuß hat noch kaum einer drauf.

    „Der Schaden beläuft sich auf mindestens 42 Millionen Dollar.“

    Sauerei, dass hätte glatt für ein Mini-Uboot aus Brasilien reichen können.

    „Stand das auf Seite 1 führenden Tageszeitungen?“

    Es steht auf Seite 47 der intelektuellen Leitgrübeleien zu einem völlig anderen Thema. Ich glaube, man kann sagen, Sie haben Ihren Teil getan.

    „Gibt es Berichte über die Strafprozesse gegen diese Leute?“

    Ja, gibt es. Das einzige, was dort noch fehlt, sind Kommentare von Ihnen.

    „Allen bislang 17 Angeklagten drohen wegen Verschwörung zum Betrug, wegen Geldwäsche oder der Fälschung von Unterlagen mindestens 20 Jahre Haft. In einigen Fällen geht es um zwei mal 20 Jahre. Hinzu kommen Geldstrafen von bis zu 250.000 Dollar. „Fonds, die von der deutschen Regierung geschaffen und finanziert wurden, um Holocaust-Überlebenden zu helfen, wurden von den Gierigen abgeschöpft“, bilanziert die New Yorker FBI-Chefin Janice Fedarcyk.“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article10853595/Manager-soll-Fonds-fuer-Naziopfer-gepluendert-haben.html

    • 19. April 2012 um 13:35 Uhr
    • Thomas Holm
  365. 380.

    @ Zagreus:

    Worauf ich hinaus wollte ist, das Beurteilungen von Taten von historischen Personen von verschiedenen faktoren abhängen, wobei einer der wichtigen im Wissen besteht, dass den urteilenden zur verfügung steht (und einanderer wichtiger in der weltsicht und politischen ausrichtung besteht – denken sie z. B. an die Verehrung vieler Linker für Mao oder fur Che; gerade Che war auch ein mehrfacher Mörder).

    Das hatte ich schon verstanden und daran gibt es auch nichts zu widersprechen. So läufts nunmal.

    Danke jedoch für die Klarstellung und Erläuterungen bzgl. „insoweit“. Kann das nun besser einordnen.

    Auch den Rest Ihrer Replik kann ich in weiten Teilen nachvollziehen (womit wieder weder Zu- noch Widerspruch verbunden ist), das Einzige, wo wir nicht auf einen Nenner kommen: die (implizite) Analogie der „juvenile“ Opfer von Utoya mit der NS-Spitze.

    Nehmen sie nu G. Elser – sie schreiben:
    “ Während Hitler tatsächlich “verursachte”, kann davon bei den abgeschlachteten Teilnehmern auf Utoya keinerlei Rede sein. ”

    Frage= was hat den Hitler verursacht? – Und bitte bedenken sie bei ihrer antwort genau, wer da jetzt wieviele informationen besitzt und deshalb wie die antwort gibt.

    Für mich reicht in diesem unserem Zusammenhang fürs Erste die Tatsache, dass Hitler, im Gegensatz zu den Opfern von Utoya, jemand mit tatsächlicher und weitreichender Entscheidungsbefugnis und Einfluss war; es gibt nichts daran zu rütteln, dass er auch damals schon ein wesentlicher Verantwortlicher war. Das lässt sich auf die Opfer von Utoya schlicht nicht übertragen.

    Wenn Sie es zynisch wollen: nachzuvollziehender (wertfrei; wieder weder Zu- noch Widerspruch), schlicht nachzuvollziehender wäre diese Analogie, wenn B. die führenden Sozialdemokraten Europas ermordet hätte.

    • 19. April 2012 um 13:48 Uhr
    • MM
  366. 381.

    nachzuvollziehender

    oder nachvollziehbarer?

    Deutsche Sprache, schwere Sprache. Auch für Bios wie mich.

    • 19. April 2012 um 13:57 Uhr
    • MM
  367. 382.

    @ MM

    Analogie der “juvenile” Opfer von Utoya mit der NS-Spitze.

    naja – einfach eine frage des standpunktes:

    die 77 Ermordeten auf Utoya sind:

    a.) für uns =jugendliche Opfer (sie werden, obwohl sie doch niemanden ein leid getan haben, dahingeschlachtet….)

    b.) für breivik (oder leute, die wie er oder aus solch einer sicht wie seine sie betrachten) = junge Täter (sieh helfen aktiv bei der islamisierung Norwegens mit und sind damit mitverantwortlich für all die schrecklichen Ereignissen, die sich dadurch ergeben [werden])

    darum doch auch mein dauerndes weiterinsistieren auf elser – wir haben da jemanden, der ine relativ einsame Entscheidung – die ermordung hitlers – zu einem zeitpunkt fällte und begann, als eben die zukünftigen schrwecklichen Ereignisse, die der wkII darstellen würde, einfach von der mehrheit der ihn umgebenden gesellschaft nicht als am Horizont aufdämmert gesehen wurde.
    Für uns, so im nachhinein gebrchtet, hatte er als einer von wenigen, recht.
    All die vielen, die nicht glaubten, dass so ein schrecklicher Krieg kommen könnte, sondern meinten, es würde schon ncihts weiter passieren, vielleicht nur ein kurzer feldzug in polen und dann wäre alles gut etc… – all diese vielen hatten im unterschied zu den wenigen, und vor allem einen radikalisierten jungen Elser unrecht.
    Aber das konnten sie nicht wissen und auch Elser konnte es nicht wissen, er war nur hinreichend überzeugt davon, dass er seine tat gegangen hat.
    Und von der struktur her glaubt doch breivik auch sowas – bei ihm halt kein heraufdämmernder Weltkrieg, sondern been ein Bürgerkrieg, ausgelöst durch die fortschreitende Islamisierung.
    Und wer sind die täter: bei Elser ist es vor allem eine sehr kleine clique, Hitler vor allem – den ausschalten und gut ist es, da der rest dann ihre charismatische schlüsselfigur verliert. dahinter steckt der Glaube, dass eine bewegung und bedeutende geschichtliche Ereignisse sich auf einzelne Personen – schlüsselpersonen – reduzieren liesse a là: der (hegelsche) Weltgeist offenbarte sich in Luther oder napoleon etc… und hier halt in Hitler (damit wurde die ganze zeit hitler durch die propagandamaschinerie der NS und durch ihn selbst den leuten vermittelt: der von gott, dem schicksal, der natur auserwählte Führer….)

    Breivik hingegen glaubt nicht mehr an eine schlüsselfigur, dafür macht er in einem breiteren Rahmen Täter fest: politiker und politische aktivisten bestimmter politischer Parteien und strömungen (er nennt sie Multikulturalisten und Kulturmarxisten) – und unter denen versucht er einen maximalen schaden anzurichten. Aer: in seinen augen sind es die täter, die die von ihm geglubte zukünftige ktastrophe herbeiführen gerade… (wie elser glaubte [=sein histroischer standpunkt] das Hitler eine katastrophe herbeiführen würde).
    Und wie die Mehrheit der deutsche gesellschaft Elser als mörder ablehnt, lehnen wir Breivik ab.
    Und wie die dt. gesellschaft 39 wissen wir nicht, was auf uns in den nächsten jahrzehnten zukommt.
    Und von daher könnte es sein (ich glaube es nicht) so rein theoretisch, dass in 50 jahren nach ensprechenden Ereignissen geurteilt werden könnte, dass breiviks prognose (katasrophe durch islamisierung) als richtig gewertet wird, wie wir eben Elsers prognose als richtig werten.
    Es ist einfach eine frage, welchen verlauf die geschichte nehmen wird.

    • 19. April 2012 um 14:51 Uhr
    • Zagreus
  368. 383.

    „Und wie die Mehrheit der deutsche gesellschaft Elser als mörder ablehnt, lehnen wir Breivik ab.“ –> 1939! (und nicht mir heutzutage unterjubeln wollen bitte^^).

    • 19. April 2012 um 14:55 Uhr
    • Zagreus
  369. 384.

    @ Zagreus: Es ist schön, dass Sie das aussprechen, was sich der Rest der PI-Jüngerschaft verkneift. Breivik hat aus der korrekten Analyse die falschen Schlüsse gezogen.
    Die Analogisierung eines versuchten Tyrannenmordes mit dem Massenmord an jungen Sozialdemokraten ist atemberaubend. Sind Sie derart von dem rassistischen antimuslimischen Irrsinn infiziert, dass sie das tatsächlich für plausibel halten?

    • 19. April 2012 um 15:21 Uhr
    • Jörg Lau
  370. 385.

    @ lau

    May, können sie nicht abstrahieren?:
    Die Analogisierung eines versuchten Tyrannenmordes mit dem Massenmord an jungen Sozialdemokraten ist atemberaubend. Sind Sie derart von dem rassistischen antimuslimischen Irrsinn infiziert, dass sie das tatsächlich für plausibel halten?

    Was soll ich denn glauben? – Oder glauben sie etwa, das alle menschen dinge immer auf ein und die selbe identische Art sehen?
    Glauben sie wirklich – aktuellstes Beispiel -, dass alle Menschen die Taten des Mörders in Toulouse ablehnen würden?
    Oder worin besteht ihre schwierigkeit anzuerkennen, dass menschen zu sehr unterschiedlichen wahrnehmungen ein und dersleben taten kommen können, so dass der selbe Mensch für den einen ein held, ein Tyrannenmörder, ist und für den anderen ein feiger Mörder? Und das analog dazu auch die taten Breiviks unterschiedlich beurteilt werden können?

    Zudem, was soll ihrer meinung eine ‚korrekte analyse‘ sein – wollen sie leugnen, dass Breivik glaubt, dass eine islamisierung statt findet, die derartig (in seinen Augen) ist, dass die morde notwenig seien, die er verbrach?

    Und wieso soll ich

    • 19. April 2012 um 15:47 Uhr
    • Zagreus
  371. 386.

    @ Zagreus

    Und von der struktur her glaubt doch breivik auch sowas – bei ihm halt kein heraufdämmernder Weltkrieg, sondern been ein Bürgerkrieg, ausgelöst durch die fortschreitende Islamisierung.

    Und Sie glauben das doch auch – wenngleich mit stärkerer Betonung der Rolle der EU.

    Es ist mehr als nur wohlfeil, wie manche sich hinter einem „Relativität der Standpunkte“ zu verschanzen suchen, nur weil sie nicht zugeben wollen, dass sie für Breivik dann doch irgendwie ein bisschen Verständnis haben.

    • 19. April 2012 um 16:03 Uhr
    • NKB
  372. 387.

    @ Zagreus

    So wie ich das Pamphlet von B. verstanden habe, ging es ihm nicht um den Islam, sondern um Ausländer. Da hätten auch Japaner, Südamerikaner oder Tessiner kommen können, es wäre auf das Gleiche hinausgekommen.

    Sein Ideal beschreibt er ziemlich klar: Vater ist der Beste, und Mutter ist die Allerbeste. Alles Schwarz-Weiss TV aus den Fünfzigern.

    • 19. April 2012 um 16:14 Uhr
    • FreeSpeech
  373. 388.

    @ Zagreus

    “Und wie die Mehrheit der deutsche gesellschaft Elser als mörder ablehnt“

    Eine Bevölkerung, die unter fast neunjähriger schwindelfinanzierter und gewaltgedeckter Diktatur stand, die sich zudem noch im Glanz von scheinbarer (!!) Stärke und Abgesichertheit sonnte, ist kein Maßstab für irgendeinen Vergleich.

    Real hatten die Leute Bammel vor einem Krieg, was viele SD-Berichte belegen (Jubel für Uniformen aller Art, aber nicht für Wehrmachtsformationen, die im Mannövergerödel durch Kleinstädte zogen); diesen drückten sie fatal in einer Jubel-Botschaft aus, die in etwa besagen sollte: ‚Adi, laß‘ es, wir mögen Dich auch so‘.

    Dem erfolgreichen Erpresser Hiltler jubelten die Leute zu in der Hoffnung, dass er es beim Erpressen beläßt; und das konnte nicht gutgehen.

    Nur Einzelpersonen und kleinste Kreise konnten das „intuitiv“ durchschauen und dementsprechend verhielten sie sich konspirativ.

    Hitler werde einen vernichtenden Krieg ernötigen als einzige Handhabe, sich seiner staatenpolitisch zu entledigen; oder er kommt als ewiger Erpresser über die Runden: das war die Alternative, die für die Helden des Gewissens (eigentlich zuvor noch: die Inhaber eines besseren Intuitionsorgans) sichtbar war.

    Der eine merkte es (erst) nach der Nacht der langen Messer, der andere entnahm es direkt aus Mein Kampf …

    Und was man auch spüren konnte: Hitler war nicht einfach der Krasseste unter Krassen, sondern ohne ihn wäre die ganze Krüppelgarde nichts.

    Wer sich mit der SA gekloppt hat, der wird mitbekommen haben, dass es dort z.B. verboten war, Hitlerreden zusammenzufassen, weil das halt regelmäßig in internen Schägereien endete.

    Auch wenn die politische Theorie noch am Herumtasten war über das Phänomen Hitler und NS: Sein va banque-Spiel war offensichtlich und nichts von dem, was er versprach zu schaffen, war irgendwie erstrebenswert.

    Die Alternative zum Weltkreig wäre ein „1984“ gewesen und wer das spürte – und es gehört offensichtlich zum Menschlichen Wesen im Stadium einer Gesellschaft, dass das doch „einige“ spüren – für den ist der Tyrannenmord das Gebot und die Einzelheiten sind eine Frage von Timing und Gelegenheit.

    Die Einsamkeit des Elser erinnert an die Einsamkeit mancher Propheten und ein spezielles Elend mag dann ausbrechen, wenn hinterher alle auf der Höhe des betreffenden Propheten sein wollen, bzw. sollen.

    Erkenntnis ist einsam; in der Demokratie ist Erkennenden jeder Art zuzumuten, die Trägheit der Masse, inklusive der Vorstellungen jedweden Parteinachwuchses gewaltfrei zu behandeln.

    @ Jörg Lau

    „Sie das aussprechen, was sich der Rest der PI-Jüngerschaft verkneift. “

    Könnte es sein, dass Sie hier geringfügig übertrieben verallgemeinern ?

    „Sind Sie derart von dem rassistischen antimuslimischen Irrsinn infiziert, dass sie das tatsächlich für plausibel halten?“

    Haben Sie es nicht eine Nummer kleiner ?

    Z. hat sich epistemologisch-relativistisch verrant; aber nicht irgendwie pro-extremistisch.

    • 19. April 2012 um 16:14 Uhr
    • Thomas Holm
  374. 389.

    @ NKB

    was ich persönlich glaue, war dabei aber überhaupt kein thema und ändert auch an der argumentation nichts.

    und as ich konkret dazu glaube, ist das es eine islamisieurng gibt, ja, aber bei weitem nicht derartig, dass man irgendjemanden umbringen müsste, sondern innerhlab des demokratisch-rechtstaatlichen rahmens dagegen argumentieren kann
    – Und ja, ich kann mir ein Bürgerkriegsszenario persönlich vorstellen aufgrund vor allem auch der EU – nämlich dann, wenn die europäische Wirtschaft zusammenbricht und die Leute ihr ganzes geld verlieren und wir in europa wieder hunger haben. Das sie das für unmöglich halten, glaube ich hingegen gerne – womit sie wohl sogar die mehrheitsmeinung vertreten dürften.

    Aber ich finde es ziemlich bezeichnend, dass aufgrund eines normalen historischen vorgehens wie eben historiche vergleiche ich als person gerade von ihnen und Lau nah meiner persönlichen einstellung wie bei einem verhör befragt werde. – Ihre und seine argumentation gehen ad hominem – eine akzeptanz einer argumentation ist davon abhängig, wie die persönliche meinung dessen ist, der sie äußert.

    • 19. April 2012 um 16:16 Uhr
    • Zagreus
  375. 390.

    eine akzeptanz einer argumentation ist davon abhängig, wie die persönliche meinung dessen ist, der sie äußert

    Dass Z sehr gut zwischen seiner Meinung und der versuchten Darstellung, die er zur Diskussion stellt, unterscheiden kann, merkt halt nicht jeder.

    Wer Angst hat, er könnte von üblen Gedanken kontaminiert werden, der will keine Gedanken durchspielen, als ob er im Kopf eines ihm wesensfremden Menschen wäre.

    • 19. April 2012 um 16:25 Uhr
    • FreeSpeech
  376. 391.

    So wie ich das Pamphlet von B. verstanden habe, ging es ihm nicht um den Islam, sondern um Ausländer. Da hätten auch Japaner, Südamerikaner oder Tessiner kommen können, es wäre auf das Gleiche hinausgekommen.

    Wäre ja sonst auch zu blöd.

    • 19. April 2012 um 16:30 Uhr
    • NKB
  377. 392.

    @ Zagreus

    Ich habe Sie gar nichts gefragt.

    Wo wir aber schon beim Thema wären: Das letzte Mal, als Sie sich hier zum Thema „Bürgerkrieg“ äußerten, war das nicht nur ein verdruckstes: „Ich kann mir das vorstellen“, sondern ein „Ich glaube wirklich, dass es so kommen wird“.

    Und ich denke, dergleichen wird man bei Ihren vermeintlichen „historischen Vergleichen“ nicht ganz unberücksichtigt lassen können.

    • 19. April 2012 um 16:36 Uhr
    • NKB
  378. 393.

    @ NKB

    Wieder mal daran, Ihr Weltbild zu festigen?

    Weil ja nicht sein kann, dass jemand das meint, was er sagt, wenn Sie wollen, dass der etwas ganz anderes meint, weil Ihr Weltbild nun mal verlangt, dass der das meint, was Sie wollen.

    Im Moment steht einer vor Gericht, der genau diesem Mechanismus erlag.

    • 19. April 2012 um 16:40 Uhr
    • FreeSpeech
  379. 394.

    Bürgerkriegsszenario … selbst das mal zum Nennwert genommen …

    auch das bedeutet immer noch einen himmelweiten Unterschied zu den Alternativen, die Hitler übrig ließ, nämlich: Totalitarismus oder Weltkrieg.

    Ansonsten sind es die Muslime, die einen 3. Welt-Bürgerkrieg auf dem Hals haben.

    Bashir calls South Sudan leaders ‚insects‘

    Speaking at a party rally in Khartoum, Omar al-Bashir, the Sudanese president, has called the government of South Sudan a movement of „insects“.

    Bashir’s statement came as Sudan insisted it would reclaim the oil rich Heglig region after South Sudanese soldiers took over the oil field in the disputed territory along the two nations‘ border.

    The leaders of South Sudan have vowed to fight to keep control of Heglig and the oil facility within it, which they say has always been part of their land.

    Bei Al Jazeera klappern die Zähne;
    und das zurecht; vor deren Zusehern !

    http://www.youtube.com/watch?v=awIBqpLptNI

    • 19. April 2012 um 16:44 Uhr
    • Thomas Holm
  380. 395.

    @ NKB

    ich glaube, dass es dazu kommen wird, ja – und zwar ganz unabhängig von irgendwas mit dem islam, sondern allein aufgrund der ganzen EU-geschichte. Für mich ist zudem noch der ESM-vertrag ein schritt hin zu einer diktatur.

    „Und ich denke, dergleichen wird man bei Ihren vermeintlichen “historischen Vergleichen” nicht ganz unberücksichtigt lassen können.“

    Sagen sie mal, gehtr es ihnen noch gut – weil wir sind hier nicht vor einem gericht, bei der sie pseudopsychologisierend von meinen Einstellungen und Ansichten auf ‚vermeintliche historische vergleiche‘ schliessen müssten – hinzu kommt, dass es keine ‚vermeintlichen‘ sind, sondern historische vergleiche.

    • 19. April 2012 um 16:45 Uhr
    • Zagreus
  381. 396.

    @ FS

    Wieder mal daran, Ihr Weltbild zu festigen?

    Wieder mal dabei, die üblichen Phrasen zu dreschen?

    Sie sind es doch, den sein gefestigtes Weltbild daran hindert, den Inhalt von Breiviks „Manifest“ nüchtern zur Kenntnis zu nehmen.

    • 19. April 2012 um 16:46 Uhr
    • NKB
  382. 397.

    @ Holms

    1939 haben die wenigsten gesehen, dasss „ Totalitarismus oder Weltkrieg “ überhaupt möglich wären – geschweige das als eine ausschließliche alternative wahrgenommen.

    • 19. April 2012 um 16:47 Uhr
    • Zagreus
  383. 398.

    @ Zagreus

    Sagen sie mal, gehtr es ihnen noch gut

    Ja.

    weil wir sind hier nicht vor einem gericht, bei der sie pseudopsychologisierend von meinen Einstellungen und Ansichten auf ‘vermeintliche historische vergleiche’ schliessen müssten

    Ich habe Ihnen doch ganz offen gesagt, dass ich aufgrund Ihrer Äußerungen denke, dass Sie ein gewisses Verständnis für Breivik haben, das aber so deutlich dann doch nicht sagen möchten und sich deshalb auf grotesken, ahistorischen Relativismus zurückziehen. Und wenn Sie sich im öffentlichen Raum dergestalt äußern, wie Sie es getan haben, müssen Sie schon damit leben, dass man Ihre Äußerungen kommentieren wird.

    • 19. April 2012 um 16:54 Uhr
    • NKB
  384. 399.

    @NKB

    Sie sind es doch, den sein gefestigtes Weltbild daran hindert, den Inhalt von Breiviks “Manifest” nüchtern zur Kenntnis zu nehmen.

    Was kommt denn Ihrer Meinung nach raus, wenn man Breiviks „Manifest“, wie sie sagen „nüchtern“ zur Kenntnis nimmt?

    • 19. April 2012 um 16:56 Uhr
    • FreeSpeech
  385. 400.

    @ FS

    Wie wäre es für den Anfang damit, dass er keinen „Kreuzzug“ gegen Japaner oder Südamerikaner plante?

    • 19. April 2012 um 17:01 Uhr
    • NKB
  386. 401.

    @ NKB

    sie können denken,w as auch immer sie wollen – damit wird es nunmal nicht richtig.

    „grotesken, ahistorischen Relativismus“
    sprach der leihe aus dem tal der ahnungslosen – viel spaß bei ihrer wahrheit des Positivismus…

    • 19. April 2012 um 17:01 Uhr
    • Zagreus
  387. 402.

    @ Horst

    Achmadineschad den gleichen Vernichtungswillen gegen Juden zu unterstellen, den Hitler hatte

    Da muss man nicht unterstellen, es reicht zu zitieren.

    @ JL

    Das natürlich, obwohl er die Juden im Iran offensichtlich besser behandelt, als die besetzten Palästinenser von Israel beghandelt werden.

    Ist ja mal wieder bemerkenswert, was hier sthenbleibt.

    • 19. April 2012 um 17:07 Uhr
    • Dochwiederda
  388. 403.

    @ Dochwiederda

    Zu Laus Verteidigung kann man vielleicht einwenden, dass wohl sowieso fast niemand Horsts Beiträge liest.

    • 19. April 2012 um 17:12 Uhr
    • NKB
  389. 404.

    @ NKB

    Da haben Sie einen falschen Eindruck.

    • 19. April 2012 um 17:16 Uhr
    • Dochwiederda
  390. 405.

    @ TH

    Ansonsten sind es die Muslime, die einen 3. Welt-Bürgerkrieg auf dem Hals haben.

    Bashir calls South Sudan leaders ‘insects’


    The leaders of South Sudan have vowed to fight to keep control of Heglig and the oil facility within it, which they say has always been part of their land.

    Bei Al Jazeera klappern die Zähne;
    und das zurecht; vor deren Zusehern !

    Bösmensch! Das hat nichts mit der Siedlungsfrage zu tun!

    • 19. April 2012 um 17:18 Uhr
    • Dochwiederda
  391. 406.

    @NKB

    Wie wäre es für den Anfang damit, dass er keinen “Kreuzzug” gegen Japaner oder Südamerikaner plante?

    Ich stelle fest, dass Sie meine Frage nicht beantworten können.

    Und jetzt wissen Sie noch, dass er Japaner oder Südamerikaner nicht genauso fanatisch ablehnen würde, wenn sie in rauhen Mengen einwandern würden.
    Warum er bei einem Kreuzzug – wenn man das Wort so wie Sie wörtlich nehmen will – auf Norweger losgeht, müssten Sie dann auch noch erklären.

    • 19. April 2012 um 17:18 Uhr
    • FreeSpeech
  392. 407.

    @ FS

    Ich stelle fest, dass Sie meine Frage nicht beantworten können.

    Glauben Sie ernsthaft, ich würde mir die Mühe machen, Ihnen nochmals alles vorzukauen? Wir haben über den ideologischen Hintergrund von Breivik schon vor fast einem Jahr diskutiert. Sie weigerten sich, ihn anzuerkennen, und Sie tun das nach wie vor. Komme, was wolle.

    Warum er bei einem Kreuzzug – wenn man das Wort so wie Sie wörtlich nehmen will – auf Norweger losgeht, müssten Sie dann auch noch erklären.

    Das müssten vielmehr Sie erklären. Sie wollen doch weismachen, dass Breiviks Motiv – wenn es irgendwie ideologisch motiviert sein sollte – allein Ausländerhass sei.

    Anbei: Warum nur hasst Breivik nicht zuvörderst Polen oder Schweden?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Immigration_to_Norway#Countries_of_origin

    • 19. April 2012 um 17:27 Uhr
    • NKB
  393. 408.

    @ Dochwiederda

    Ich denke, dass nicht jeder Horst so unterhaltsam findet wie Sie.

    • 19. April 2012 um 17:27 Uhr
    • NKB
  394. 409.

    @ FS

    auf Norweger losgeht, müssten Sie dann auch noch erklären.

    Weil er gegen Muslimen in islamischen Låändern, bzw. dorthing zurückgeführt nichts hat, während er den betreffenden Norwegern Verrat vorwirft.

    • 19. April 2012 um 17:36 Uhr
    • Dochwiederda
    • 19. April 2012 um 17:37 Uhr
    • NKB
  395. 411.

    @Dochwiederda

    Die Begründung trifft allerdings auch zu, wenn Balinesen einwandern.

    • 19. April 2012 um 17:42 Uhr
    • FreeSpeech
  396. 412.

    @ FS

    Belech.

    • 19. April 2012 um 17:44 Uhr
    • Unermüdlich
  397. 413.

    Hehe Dochwiederda als Unermüdlich. Jls Software verarscht sich selbst 😉

    • 19. April 2012 um 17:49 Uhr
    • Dochwiederda
  398. 414.

    @NKB

    Sie weigerten sich, ihn anzuerkennen

    Nö, ich bin nur anderer Meinung. Und ich habe sie begründet.

    Sie machen folgende Kette:
    1. Breivik ist x
    2. FS sagt, Breivik ist y
    3. Weil Breivik x ist, kann er nicht y sein
    4. FS ist anderer Meinung, also weigert er sich, 1. anzuerkennen
    5. FS ist ein z

    Dürfen Sie. Sie dürfen auch gerne an die fliegende Teekasse glauben.

    • 19. April 2012 um 17:49 Uhr
    • FreeSpeech
  399. 415.

    @ Unermüdlich

    Er stellt sein Ideal (Mutter ist die Allerbeste) auf den ersten paar (20 .. 40) Seiten vor. Er wünscht sich eine goldene Zeit zurück, in der Mutti zuhause war, Papa arbeitete, und Mutti weisse Handschuhe anzog (sic!), wenn sie mal an die Johannsgaten ging. Alle hielten sich an die Gesetze, alle sind nett. Ich mag das aber nicht nochmals durchlesen und raussuchen.

    Seine Verweise auf Fjordman sollten auch ein Hinweis sein: Der hat auch nichts gegen Ausländer, solange sie im Ausland bleiben.

    • 19. April 2012 um 17:55 Uhr
    • FreeSpeech
  400. 416.

    @ FS

    Seine Verweise auf Fjordman sollten auch ein Hinweis sein: Der hat auch nichts gegen Ausländer, solange sie im Ausland bleiben.

    Sag ich ja.

    • 19. April 2012 um 18:01 Uhr
    • Dochwiederda
  401. 417.

    OT – Tunesien

    I wasn’t sure what to expect in the country that kicked off the Arab Spring at the tail end of 2010. More freedom? More Islamization? Perhaps a little of both? What I first found instead was more crime.

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/beyond-new-carthage-part-i

    • 19. April 2012 um 18:24 Uhr
    • Serious Black
  402. 418.

    Wow, ich gehe Popcorn holen. Ich liebe diesen Blog.

    P.S. Unweigerlich, ich nehme an, JL setzt irgendwie auf Freiwilligkeit. Sonst wäre er ja ein Zensor. Bezüglich Horst schließe ich NKB an. Die Leut‘ nehmen sie für voll, weil sie ein schlauer Hund sind, ich denke mal an, die wenigsten hätten ge rn ein Logikseminar bei Horst. Andererseits, wenn uns Z. In die höheren Weihen der Deduktion einführt, sind sie weniger empfindlich. My 2 Cent.

    Einfach immer an den methodischen Anarchismus denken.

    • 19. April 2012 um 19:11 Uhr
    • Boothby
  403. 419.

    @Boothby

    Die Seminare sind teuer und erfolgreich.

    • 19. April 2012 um 20:19 Uhr
    • Erol Bulut
  404. 420.

    @EB

    Die Seminare sind teuer und erfolgreich.

    Kein Scheiß jetzt?

    • 19. April 2012 um 21:06 Uhr
    • Boothby
  405. 421.

    Definitiv, auch wenn Sie es nicht glauben mögen. Meine Kritiken sind immer sehr gut. Es geht auch um Logikseminare (Datenverarbeitung und Analyse von Strukturen).

    Ihre Wahrnehmung in Ehren, aber solange die von Ihnen für schlaue Hunde gehaltenen beispielsweise die Propaganda vertreten, dass die israelische Mauer ursächlich für das aufhören von Selbstmordattentaten der israelischen Enteignungsmauer wären, anstatt ein paar logistische Überlegungen zu machen, wie dicht eine Mauer sein kann und warum sich keine israelischen Palästinenser für Selbstmordattentate anwerben lassen, wenn Attentate das Ziel sind, kann Ihre Einschätzung von mir kein besonderes Gewicht zu haben.

    Während andere sich in ideologisch gesteuerten Gedanken verfangen, habe ich immer eine logisch naturwissenschaftliche Sichtweise als Basis. Wenn ich dann regelmäßig mit Artikeln wie solchen

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,825320,00.html

    dann in meinen Analysen bestätigt werde, dass beispielsweise die IDF Mauerpropanganda als Schwachsinn entlarvt wird, wie in so vielen anderen Fällen, habe ich wenig Grund an meinen Gedanken zu zweifeln. Man muss gelegentlich nur mal ein wenig denken. Es ist schon sehr erschreckend, wie viel Verstand der Identitätsbildenenden Ideologie geopfert wird, so denn überhaupt vorhanden.

    • 19. April 2012 um 21:47 Uhr
    • Erol Bulut
  406. 422.

    @ EB

    Na da haben Sie ja endlich mal was anständiges verlinkt.

    „Doch Jussuf will bleiben, um jeden Preis. „No way! Ich gehe hier nie weg“, sagt er. „Es ist nirgends besser als in Tel Aviv. Seit ich hier lebe, habe ich noch nie Rassismus erfahren. Sogar während der Zweiten Intifada, als hier überall von Palästinensern die Busse in die Luft gesprengt wurden.

    Die eigene Sippschaft dagegen:

    „Sie warfen mir vor, dass sie meinetwegen keine Ehepartner finden. Weil Palästinenser glauben, dass Homosexualität genetisch veranlagt ist, wollte niemand meine 14 Geschwister heiraten.“ Jussufs Verwandte wollten die „Familienehre“ wiederherstellen: „Es ist besser, du stirbst!“, sagte einer seiner Brüder und stach ihm einen Dolch in die Brust. „Danach sperrten sie mich in ein Zimmer, damit ich dort verblute….

    „Palästinas Polizei mischt sich nicht in Familienangelegenheiten ein. Homosexualität gilt als unmoralisch, unislamisch. Deswegen stört es niemanden, wenn Schwule sterben“, erzählt Jussuf. „Im Gegenteil: Es wird erwartet, dass die Familien sich selbst um Problemfälle kümmern.““

    Wird Zeit, dass sie dem ein Antirassismusseminar verpassen.

    Für diese Mördergesellscahft setzen Sie sich ein und von den Freiheiten, die andere hier erstritten haben, profitieren Sie.

    Mit Verlaub; an Ihrer Integrität wäre noch ein wenig zu arbeiten.

    • 19. April 2012 um 22:18 Uhr
    • Thomas Holm
  407. 423.

    @Holm

    den intressantesten Teil lassen sie wohl bewusst beim Zitieren aus:

    Am innigsten wünscht er sich, „eines Tages ohne Angst durch Tel Aviv gehen zu können, hier zu arbeiten und zu leben“. Doch die israelische Staatsbürgerschaft will er nicht. „Ich bin ein stolzer Palästinenser. Ich werde mein Volk und mein Land nie verraten“, sagt er, „auch wenn es mich verraten hat“.

    • 19. April 2012 um 22:33 Uhr
    • Erol Bulut
  408. 424.

    @Holm

    Ich kann Sie erst ernst nehmen, wenn Sie bereit sind, sich ernst zu nehmen.

    • 19. April 2012 um 22:38 Uhr
    • Erol Bulut
  409. 425.

    @ EB

    „den intressantesten Teil lassen sie wohl bewusst beim Zitieren aus:“

    Keineswegs; ich wußte dass Sie sich nicht entblöden würden, den zu bringen.

    Jussuf preist die Freiheit und die Menschenwürde, die er in Israel geniesst; dennoch trägt er irgendeinen kindisch-trotzigen Spasstenstolz vor sich her. Mir war klar, dass Sie darauf abfahren würden, weil Sie unmöglich eine Gelegenheit auslassen können, zu demonstrieren, wie nachhaltig und bedingungslos der Zerstörungswille gegen die Werte, die Sie so virtuos ausnutzen – selbst bei einem Jussuf, der es ja nun wirklich nicht leicht hat, mit „seinem“ „Volk“, vertreten sein kann.

    Danke für die Klarstellung; hätte ich es von mir aus gebracht, wäre es weniger autentisch.

    Dieser Jussuf kann wahrlich Ihr ganzer Stolz sein; Israelfeindscahft auch unter allerschwierigsten Bedingungen.

    Sie beweisen, dass Israel in dem Augenblick verloren wäre, in dem es jemandem von Jussufs, oder Ihrem Schlage auch nur einen Zentimeter weit vertrauen würde.

    Danke dafür !

    Gott behüte, wird es dazu auch niemals kommen.

    • 19. April 2012 um 22:54 Uhr
    • Thomas Holm
  410. 426.

    Völlig richtig Herr Holm. Bulut könnte sich nicht besser selbst entlarven.
    An dem jungen Palästinenser aus dem Artikel kann man sehen wie stark bei manchen Nationalismus ausgeprägt ist. Nicht nur auf den eigenen Staat, den es im Falle dieses palästinenschen Arabers ja so nie gegeben hat, sondern auch auf die Kultur. Und das obwohl diese Kultur ihn fast getötet hat.
    Objektivität und Vernunft können mit diesen nationalistischen Gefühlen nicht mithalten. Und das ist bei Bulut nicht anders.

    • 19. April 2012 um 23:28 Uhr
    • Bellfruta87
  411. 427.

    @Holm

    Sie nennen es „Spastenstolz“.

    Ich sehe es aus der Perspektive, wieviel von Israel begangenes Unrecht gegen Palästinenser er miterlebt haben muss, um trotz der Perversionen gegen ihn sich zu so einem Statement zu bekennen.

    Und nein, es sind keine „Spasten“, die nicht über solches Unrecht hinweg sehen.

    Und nein, für eine Landraubapartheid zu argumentieren, entspricht nicht den Werten, die hier beansprucht werden. Dem Anspruch nach bin ich auf der richtigen Seite, wenn man nicht so wie Sie die Palästinenser ohne Menschenrechte sieht.

    • 19. April 2012 um 23:36 Uhr
    • Erol Bulut
  412. 428.

    Kennzeichen jedweder Kriegspropaganda ist und bleibt die Entmenschlichung des Gegners, dem gegenüber keine Empathie zu empfinden ist. Leider hat diese Praxis auch jene Rückwirkung, die man dann als Verrohung der eigenen Soldaten und der eigenen Gesellschaft erleben muss.
    Remarque hat das sehr schön in seinem Folgeroman zu „Im Westen nichts Neues“, „Der Weg zurück“, thematisiert.
    Derzeit erleben wir eine nicht enden wollende Kette von Vorkommnissen, bzw. deren Aufdeckung, die den US-Amerikanern Entsetzen bereitet ob der daraus erwachsenden, vorhersehbaren Konsequenzen.
    Wen kann es nach 80 Jahren Nahostkonflikt noch wundern, wenn jemand die von Israel per se zu Feinden definierten Araber als „Spasten“ bezeichnet? Früher nannte man das dann „unwertes Leben“, oder?

    • 20. April 2012 um 07:03 Uhr
    • Krischan
  413. 429.

    Zurück zum Thema dieses Artikels: Deutschlands Staatsräson, dass man an Israel nichts kritisiere.
    Hat jemand den neuen „Stern“ schon in der Hand gehabt? Da ist ein Artikel drin, der – politisch korrekt- zwar die Demonstrationen gegen die Verhandlungen mit Adenauer vor der Knesset, die Begin veranstaltete, erwähnt, die Bomben an Adenauer aber natürlich verschweigt. Das wäre dann wohl zu viel des jüdischen Selbsthasses gewesen, und den kann man von der Autorin schlechterdings verlangen.
    Nun gut, oder eben nicht, bildlich aufgemacht wird der Artikel durch zwei Fotos, eines zeigt das von rechten Sprayern geschändete Grab von Befrt Brecht und Helene Weigel, das andere das jüngst mit „SS-Güni“ besprühte Denkmal für die Göttinger Sieben in Göttingen.
    Hallo SB, hallo „Nicht-mit-uns/German Media Watch“, hier schlägt Eure Stunde: ‚Ran an die Tastatur, meldet den antisemitischen Artikel, der damit die gerechte Strafe für Grass auf eine Stufe stellt mit den Schändungen jüdischer Gräber! Veranstaltet Solidaritätskundgebungen, holt die Melanie Sucharewicz und ihren Papi Leo, stürmt die Fussgängerzonen, schwenkt Wälder von blau-weißen Fahnen vor dem Verlagsgebäude des bösen Stern.

    • 20. April 2012 um 07:16 Uhr
    • Krischan
  414. 430.

    @ K

    Früher nannte man das dann “unwertes Leben”, oder?

    Falsch, der stramme Marxist benutzte den Begriff Lumpenproletariat.

    Deswegen stimmte der Sowjet-Block damals geschlossen gegen die Gründung von UNRWA.

    • 20. April 2012 um 09:03 Uhr
    • Serious Black
  415. 431.

    SB, Sie bedienen meine Eitelkeit, je mehr man Ihnen und dem Rest der Hasbara gegenüber im Recht ist, desto hilfloser keilen Sie aus.
    Sie wissen ganz genau, wie dicht die Islamophobie am braunen Gedankengut herankratzt, nicht erst seit Breivik.

    • 20. April 2012 um 09:59 Uhr
    • Krischan
  416. 432.

    @ EB, Krischan

    Eine Verrenkung ist es, wenn ein Mensch einer Kultur die Treue hält, die ihm wegen seiner Identität nach dem Leben tracht. Der mit integrativen Literaturpreisen gefeierte migrantensoziolektische Trendbegriff für „Verrenkung“ ist nun mal: „spasstisch“.

    Sprache kann man sich nur begrenzt aussuchen, man findet sie doch sehr weitgehend einfach vor.

    Die Zitierung von Begriffen, die man nicht begrüßt, löst dann die Abwehrreaktionen aus, die man gegenüber dem Original vermisst.

    @ SB

    „unwertes Leben“ – bei Marx sogar auch „Völkerabfall“ – für nicht zum HistoMat-Progressionsmodell gereifte Völkerschaften. Bittere Sache; was nicht passt, wird nicht unbedingt immer passend gemacht – sondern manchmal auch einfach zum aus dem Weg räumen empfohlen.

    UNWRA – reinstes Teufelswerk:

    „Etwa 485.000 Schüler besuchen die 666 Grund- und Hauptschulen des Hilfswerks“

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Hilfswerk_der_Vereinten_Nationen_für_Palästina-Flüchtlinge_im_Nahen_Osten

    WP/English verzeichnet Enthaltung von Sowjetblock und Südafrika (!).

    „This resolution also reaffirmed paragraph 11, concerning refugees, of UN General Assembly Resolution 194, which was adopted some 12 months earlier and was passed unopposed, supported by Israel and the Arab states, with only the Soviet bloc and South Africa abstaining.“

    Gleicher Artikel in Englisch.

    Sowjetblock und Südafrika vereint im elitären Willen, wenigstens nicht auch noch „Völkerabfälle“ (Marxzitat !!!) administrativ zu erzeugen.

    Administrativ wollte man ja lupenreinen Fortschritt.

    Lenin und Stalin haben dann übrigens eher „passend gemacht“; das muss aus salonmarxistischer Sicht – zum Nachteil des Großen Säulenheiligen der Progressionsgesegneten Industrievölker – auch mal durchaus kritisch angemerkt werden.

    Den mit Globalem Harz IV Begünstigten fällt jetzt allerdings ihr privilegierter Status auf die Füsse (bei Al Jazeera !!):

    http://www.youtube.com/watch?v=VazCJMQ4i9M 2.00-3.20

    Angepisste libanesische Diskriminierungsgastgeber beklagen, dass die Mehrheit ihrer örtlichen Jugend Zugewanderte seien, während die Mehrheit der autochtonen Mütter das Verschwinden ihrer Kinder zu beklagen hätte, 2.30 … die Causa Palästina falle den Libanesen auf die Köpfe 2.40 … schlimmer als das Los der Palästinenser, sei das der Libanesen, deren Land nicht mehr ihnen gehöre 2.50 …verdorbene Grundstückspreise im Libanon 3.00 … and what have you …

    Da braut sich ein ganz schöner Backlash zusammen.

    • 20. April 2012 um 10:19 Uhr
    • Thomas Holm
  417. 433.

    @ Krischan

    Islamophobie ist ja auch falsch; Landschaftspflege ist angesagt.

    Die einen liefern die Leos und die anderen die Abrams (in den Irak)

    und die Zionisten bibbern zum Schein davor – ist das raffiniert …

    http://www.algemeiner.com/2012/04/12/arming-iraq-is-a-mistake/

    Niemand braucht phobisch zu sein, bei soviel auto-intro-aggro-shopping vonseiten gerade der ausgewiesensten Muslimischen Machthaber.

    Breivik hätte neutraler Militärtrainer für rivalisierende muslimische Panzerbesatzungen werden sollen; nebenbei hätte er ja ein allegorisches Situativtheater in Dubai mit szenischen Darstellungen vom „Tod der Wikinger“ in Skandinavien betreiben können – mit Sondersendungen auf allen arabischen Siegeskanälen.

    Die Phobie war sein Fehler, gut dass seine Phobie-Zellen wohl alle von der Anklage als Protz-Flops entlarvt werden können.

    Phobie ist falsch (nur was für Emos); mitverdienen ist angesagt.

    Können wir uns vielleicht darauf einigen ?

    • 20. April 2012 um 10:36 Uhr
    • Thomas Holm
  418. 434.

    Den mit Globalem Harz IV Begünstigten fällt jetzt allerdings ihr privilegierter Status auf die Füsse

    Meines Wissens gab es schon nach dem Sturz Saddams Ausschreitungen gegen die palästinensische Minderheit im Irak, die der Diktator sich als Ausweis seines selbstlosen Einsatzes für die Menschenrechte gehalten hatte.

    • 20. April 2012 um 10:44 Uhr
    • Arjen van Zuider
  419. 435.

    @Holm

    wie schon gesagt, wenn man das Anrecht bekundet und dafür wirbt, die Palästinenser so zu behandeln, wie die Schwarzen früher in von den Buren behandelt worden sind, dann hat man auch eine Wahrnehmung, die sich jenseits den Werten orientiert, die zivilisierte Menschen für sich beanspruchen.

    Da ist es nur folgerichtig, wenn aus so einer zivilisatorisch minderwertiger Sicht jemand mit „Spasst“ tituliert wird, der die gewaltbehaftete Behandlung der Palästinenser durch Israel nicht als wünschenswerte Gnade wahrnimmt, so wie das Rassisten empfinden.

    Sprache kann man nur begrenzt aussuhen. Das stimmt! Sie verrät auch viel und so manchen kranken Anspruch, seine rassistische Wahrnehmung als Norm zu empfinden. Auch wenn dieser Blog seinen Anteil daran hat, die Norm ist es nicht, dass Juden ein Unterwerfungsrecht eingeräumt wird und dass es „Spassten“ sind, die diesen Menschenrechtsraub an Palästinensern nicht gutheißen.

    Holmi, wenn Sie von mir ernst genommen werden wollen, müssen Sie erst sich selbst ernst nehmen können. Ich kenne Sie doch. Anstatt sich in hilflosen Erklärungen zu verlieren, haben Sie doch sicher andere Optionen, die Ihrer Persönlichkeit weit gerechter werden.

    • 20. April 2012 um 10:54 Uhr
    • Erol Bulut
  420. 436.

    @ Boothby

    Andererseits, wenn uns Z. In die höheren Weihen der Deduktion einführt, sind sie weniger empfindlich. My 2 Cent.

    Wie fies!

    • 20. April 2012 um 11:09 Uhr
    • MM
  421. 437.

    @ K #431

    LOL

    @ TH

    „Völkerabfall“

    Die Linke blendet diesen Aspekt heutztage gerne aus.

    • 20. April 2012 um 11:24 Uhr
    • Serious Black
  422. 438.

    @ EB

    Die Palästinenser in der Westbank haben immer noch mehr Rechte als sonstwo in der arabischen Welt.

    Mit dem Apartheid-Gefasel reden Sie die Opfer des südafrikanischen Buren-Regimes klein. Neusprech ist angesagt?

    Benny Morris:

    Without a doubt, history has ill-served the Palestinians. They became a separate and distinct “people” (while remaining part of the greater Arab “people”) as a result of the Zionist enterprise and the Zionist challenge, and Zionism has caused them repeated bouts of suffering. Their persistent rejection of compromise, as expressed by their successive leaders, has had a major role in the perpetuation of this suffering. And this suffering appears to fuel Shlaim’s animosity toward Israel. But there is a mystery here. Many intellectuals, in Israel as in the West, have been moved by the Palestinians’ history and their plight, but at the same time they have remained sympathetic to Israel’s predicament, and admiring of its real and in some ways incomparable achievements over the past six decades. In Israel and Palestine, by contrast, there is no sign of any such complex sympathy. For Shlaim, Israel and its leaders can do no right. It all begins to seem very personal. What is the source of this bias and this resentment? It is always hazardous to speculate on the motives of writers and scholars. Perhaps one day Shlaim will enlighten us on this score.

    http://www.tnr.com/article/books-and-arts/derisionist-history?page=0,5

    • 20. April 2012 um 11:31 Uhr
    • Serious Black
  423. 439.

    Ein offener Brief aus der Westbank an die EU:

    18/4/2012
    Mr. Andrew Standley
    Head of EU delegation to Israel
    Subject: Concern on the well-being of Muhamad Abu El Rachman Ayesh Abu
    Shahala 410303325 I.D.

    Dear Sir,

    We are turning to you for immediate assistance, in order to save the life of
    our dear friend Muhamad Abu El Rachman Ayesh Abu Shahala who was arrested
    by the Palestinian authority two months ago and is in critical situation.

    Muhamad is a former PA officer Married to 2 wives and father of 7. A
    retired worker of the Palestinian authority who worked in security and today
    deals in trades.

    Muhamad has been arrested for the past 2 months at the Palestinian security
    headquarters in Ramalllah, and suffers of heart disease and diabetes and
    needs medicine.

    He has been brutally tortured both physically and mentally during the
    investigation as is well noticed on his body. Muhammad has also had no
    legal treatment even after “confessing” to have sold a house to Jews for a
    living.

    The absurd is that as much as we know, without a legal trial it has been
    decided to execute him for his “felony”. He must be granted an urgent visit
    to see his health condition and get him the necessary medical treatment.

    The PLO denies the fact that he was sentenced to death, but does not allow
    us to visit him or connect with him in any way. He also is not allowed to
    receive legal support.

    We ask for your immediate assistance in order to save Muhamad’s life.

    Sincerely,

    His close friends in Ramallah

    http://www.imra.org.il/story.php3?id=56525

    • 20. April 2012 um 12:16 Uhr
    • Serious Black
  424. 440.

    Lieber Neumann,

    Du meinst ich spielte den Advocatus Diaboli?

    Das wäre ein Mißverständnis. Ich wollte weder Breivik verteidigen noch Elser „in den Dreck ziehen“.

    Grundlage des Vergleichs war ein historisch-hermeneutischer Standpunkt, bei dem man bewußt auf eine moralische Bewertung
    der Ereignisse verzichtet, um die innere Logik, die Antriebe und Motive der handelnden Personen zu verstehen.

    Meine Eingebung hatte dabei eine Überlegung zur Grundlage, die ich schon lange vor Breiviks Attentat mit Freunden diskutiert hatte, eine historische Spekulation, nämlich was passiert wäre, wenn Elser Erfolg gehabt hätte. Ausgehend von der Annahme, das Hitler zum Zeitpunkt des Attentates im Zenit seiner Popularität in Deutschland stand und er (in Deutschland) auf eine gewaltige Zustimmung seiner Politik zählen konnte, kamen wir zu der Einschätzung, dass Hitler bei einem Erfolg Elsers wahrscheinlich als einer der bedeutendsten Deutschen Staatsmänner gelten würde, vielleicht vergleichbar mit Abraham Lincoln und Elser dementsprechend als ein John Wilkes Booth.

    Im Unterschied zu Booth stand aber Elser völlig alleine da, es gibt keine Hinweise auf eine Verschwörung, mit mehreren am Attentat beteiligten Personen. Es ist dieser Umstand der zum psychologischen Vergleich mit Breivik einlädt. Denn auch Elser konnte, wenn man obige Einschätzung akzeptiert, kaum auf Beifall hoffen, und dass er völlig isoliert handelte, dürfte auch diesem Umstand geschuldet sein.

    Du hattest geschrieben, Breiviks mehr oder minder manifester Narzißmus hätte womöglich Breivik geholfen die Tat zu begehen, im Unterschied zur Psychologie der Gruppendynamik im Falle einer Verschwörung. Publicola hat in Breiviks Traktat eine Stelle gefunden, in der Breivik davon träumt, spätere Generationen würden seine Tat als eine der historisch einflussreichsten der Geschichte einstufen. Das scheint zum Narzißmus zu passen.

    Boothby schrieb später, Elsers Motiv sei die Rettung des Friedens in Europa gewesen. Wiederum jenseits jedes moralischen Urteils, das ist auch nicht gerade eine Kleinigkeit. Wäre es völlig abwegig, auch Elser einen ähnlichen psychologischen Drang nach Weltgeltung zu unterstellen? Man scheut sich aber, Narzißmus bei Elser anzunehmen. Ich persönlich neige dazu Narzißmus, einfach als falsche psychologische Kategorie oder Terminus zu sehen, aber damit befände ich mich wiederrum auf Kriegsfuß mit der Zunft.

    • 20. April 2012 um 13:17 Uhr
    • Saki
  425. 441.

    @Propagandablacky

    Sie persönlich mögen es ja als Gnade sehen, von Juden in einer über 40Jährigen Besatzung unterdrückt und rechtlos gehalten werden zu dürfen, aber beim Vergleichen ist es Hilfreich nicht nur in Israelische Propaganda wahrnehmen zu können.

    Beispielsweise hat auch ein Nelson Mandela eine Meinung zu dem Jüdisch Israelischen Anspruch, über das leben der Palästinenser gebieten zu dürfen.

    http://www.keghart.com/Mandela-Palestine

    • 20. April 2012 um 13:37 Uhr
    • Erol Bulut
  426. 442.

    – 10 Anmerkungen zur ‚causa Elser‘ –

    Bei dem heutigen Stand der Beurteilung des Attentats Elsers auf den eigentlichen und Haupt-Verantwortlichen sowie Haupt-Repräsentanten des Nazi-Regimes, Adolf Hitler, liegen diverse Strömungen des Wissens und Bewertens mitsamt diesbezüglicher diverser Ursachen vor:

    1 – Die Verhörprotokolle Elsers wurden erst 1964 entdeckt, die
    sowohl der offiziellen NS-Propaganda widersprachen
    als auch den kolportierten Gerüchten auch von Hitler-Gegnern über seine angeblichen Drahtzieher (z.B. der britische SIS, Otto Strasser, die Nationalsozialisten selbst, der Schweizer Karl Kuch, eine kommunistische Troika oder der polnische Untergrund in Kooperation mit der Londoner Exil-SPD, Elser sei SS-Unterscharführer (Unteroffizier) gewesen, etc. etc.).
    Die Zeugenaussagen von Elsers Verwandten und Freunden wurden bestätigt.
    Es gab und gibt also Grund, gegenüber dieser Unterstellungslawine über ein Vierteljahrhundert hin dem Attentäter gegen die Nazi-Diktatur Elser eine Rehabilitation widerfahren zu lassen.

    2 – Prominente mit politischem, wirtschaftlichem und militärischem Sachverstand, die Hitlers militärisches Abenteuerertum schon damals als die reale Kriegsgefahr, die es war, zu dekodieren vermochten
    (Beck, Brauchitsch, Dohnanyi, Gisevius, Goerdeler, Halder, Kordt, Oster, Witzleben, Friedrich Wilhelm Heinz, Liedig),
    planten für Ende August 1938 ein Attentat auf Hitler.
    Die internationale Zustimmung (‚Appeasement-Politik‘) zu dem Münchener Abkommen machte diesen Plan zunichte, da dieses Abkommen von der breiten Masse der Bevölkerung als außenpolitischer Erfolg Hitlers gewertet wurde.
    Die Organisatoren des geplanten Attentats sahen sich daher gezwungen, die Pläne ruhen zu lassen.

    3 – In der Folgezeit des Münchener Abkommen wurde März 1939 die „Rest-Tschechei“ völkerrechtswidrig durch die deutsche Wehrmacht besetzt. Die Slowakei, ein klerikal-faschistisch ausgerichteter „Schutzstaat“, wurde vom Deutschen Reich gleichzeitig anerkannt; der begründende „Schutzvertrag“ wurde einige Tage später unterzeichnet. Deutschland hatte nun die komplette Kontrolle über die frühere Tschechoslowakei. Das wurde sicherlich von einer großen Menge der Deutschen als Erfolg gewertet, die nahe Erfahrung des 1. Weltkriegs wird aber auch einen Teil der Bevölkerung zu einer anderen Bewertung haben kommen lassen.

    4 – Nun wagte man seitens des Regimes innenpolitisch, sich die Novemberpogrome 1938 – (‚Reichs-Kristallnacht‘) zu erlauben: vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte öffentlich-spektakuläre Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Auch hier eine faktische Aufforderung an Sehende, das Regime bzw. seine Taten zu bewerten.

    5 – Was Wunder, dass es im Sommer 1939 schon mit Hitlers Popularität weitgehend geschehen war, wie inzwischen vorliegende Untersuchungen ergeben.
    http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,1518,454213,00.html

    6 – Weitere Bewertungs-Gesichtspunkte müssten erwähnt werden,
    wie z.B. die Erkenntnis, dass die Nazi-Diktatur nicht nur für informierte Gebildete, Intellektuelle und Militärexperten, sondern auch für so genannte „einfache Menschen“ nicht alternativlos war.

    7 – Natürlich ist kritisch anzumerken, dass Elser bei seinem Attentat auf den eigentlichen und Haupt-verantwortlichen und Hauptrepräsentanten des Nazi-Regimes, Adolf Hitler, auch – offenbar in Grenzen (die Zeitbombe war in die Säule direkt hinter dem Rednerpult eingebaut) – den Tod von im Nazi-Regime nicht Involvierten bzw. Nicht-Repräsentanten des Nazi-Regime in Kauf nahm.

    8 – Wieso ein Vergleich mit Breivik – bei aller hier meinerseits nur angedeuteten Kritik an dem Elser-Attentat – nicht abwegig erscheint, verschließt sich meinem Verständnis:
    Auch bei fragwürdiger Annahme totaler Werte-Relativität und großer Einfühlungsbereitschaft in den Täter ist festzustellen, dass Breiviks Planung und logistische Organisierung auf die Massaker-Tötung einer größtmöglichen Anzahl von Teenager-Teilnehmern eines Sommerlagers einer Jugendorganisation einer demokratischen Partei abzielte. Bekanntlicherweise sind Partei-Jugendorganisationen (Junge Union, Falken, Jusos, Judos) nicht Impact-Repräsentanten und Lenker des Polit- und Parteigeschehens.

    9 – Bei fragwürdigen Annahme totaler Werte-Relativität wäre doch damit lediglich und ausschließlich eine detailliert geplante und logistisch organisierte Massaker-Tötung einer größtmöglichen Anzahl der Teenager-Teilnehmer eines Sommerlagers der Hitler-Jugend vergleichbar. Bekanntlicherweise sind Partei-Jugendorganisationen, das gilt auch für die HJ, nicht Impact-Repräsentanten und Lenker des Polit- und Parteigeschehens.

    10 – In eine derartige Idee scheint sich allerdings auch kein einziger attentatsbereiter Hitler-Gegner verstiegen zu haben – aus sehr triftigen Gründen,
    die eine hier hypothetisch angenommene Werte-Relativität allerdings zwangsläufig in Frage stellen.

  427. 443.

    PS – zur zeitlichen Einordnung: das Elser-Attentat fand am 8.11.1939 statt

  428. 444.

    @ Publicola,

    Wieso ein Vergleich mit Breivik […] nicht abwegig erscheint, verschließt sich meinem Verständnis

    Das macht nichts, denn dazu müßten Sie, wie schon ungefähr 100 mal gesagt, einen moralisch agnostischen Standpunkt einnehmen. Das ist nicht zwingend und wenn Sie das nicht wollen, vergessen Sie’s lieber. Es ist ja nicht so, dass ich Elser und Breivik ethisch gleich bewerten würde, um das nochmal klarzustellen.

    • 20. April 2012 um 15:49 Uhr
    • Saki
  429. 445.

    Die internationale Zustimmung (‘Appeasement-Politik’) zu dem Münchener Abkommen machte diesen Plan zunichte, da dieses Abkommen von der breiten Masse der Bevölkerung als außenpolitischer Erfolg Hitlers gewertet wurde.
    Die Organisatoren des geplanten Attentats sahen sich daher gezwungen, die Pläne ruhen zu lassen.

    !

    • 20. April 2012 um 15:55 Uhr
    • Dochwiederda
  430. 446.

    Unfreiwilli komisch im Forumskontext dieser Satz aus dem verlinkten Aly-Interview:

    Wir haben für den Zeitraum zwischen 1932 und 1945 Daten über politisch aussagekräftige Namen erhoben. So konnten wir die Adolf-, Herrmann- und Horst-Kurve erheben.

    • 20. April 2012 um 16:01 Uhr
    • Dochwiederda
  431. 447.

    @Dochwiederda #445

    Bezieht sich das auf ihre Aversion gegen Appeasememt oder auf die Unbeliebtheit eines Tyrannenmordes?

    • 20. April 2012 um 16:15 Uhr
    • Boothby
  432. 448.

    @ Vollhorst

    SO sieht Apartheid aus:

    de.wikipedia.org/wiki/Apartheid

    Wie erklären Sie dann arabische Offiziere, Stellvertretende Knessetsprecher, Abgeordnete, Richter, etc.?

    Unter den Buren wäre sowas undenkbar gewesen.

    Nachdem wir das geklärt haben, dürfen Sie mal einen Blick auf die Rechtlosigkeit und systematische Benachteiligung von Palästinensern in der arabischen Welt, insbesondere dem Libanon schauen, wo Palästinensern Landbesitz, Krankenversorgung und Berufsfreiheit versagt ist.

    In dem Land, gegen das die Palästinenser seit 100 Jahren Krieg führen, haben sie mehr Rechte als sonstwo in der arabischen Welt.

    Gewiß, Israel könnte einiges besser machen.
    Aber das gilt ebenso für die Palästinenser.

    • 20. April 2012 um 16:26 Uhr
    • Serious Black
  433. 449.

    Wie erklären Sie dann arabische Offiziere, Stellvertretende Knessetsprecher, Abgeordnete, Richter, etc.?

    Alles Kolaborateure!

    • 20. April 2012 um 16:48 Uhr
    • Horst
  434. 450.

    @propagandablacky

    Sie klären schon die ganze Zeit, dass ihre Wahrnehmung nicht über die Standardpropaganda Israels hinausreicht. So versagen Sie auch dabei, die Wertung eines Spezialisten für Apartheid, Nelson sollte als solcher jenseits Ihres Wahnsinns wahrgenommen werden, zu berücksichtigen. Andere können den Text von ihm lesen und seine Begründungen, warum er die Definition von Apartheid in den von der israelischen Regierung zum Landraub freigegebenen besetzten voll erfüllt sieht. Für gleichermaßen Wahrnehmungsgestörte wie Sie gibt es die israelische Propaganda, dass Mandela nicht „Apartheid“ gesagt haben soll, die ich eigentlich auch von Ihnen erwartet habe, aber ihr auf Dummheit abzielender Täuschungsversuch, die von Israel als mit Besatzungsgewalt durchgesetzte Apartheid leugnen zu wollen, ist nicht minder Wahrnehmungsgestört.

    Aber so wie der Wahnsinn gelagert ist, nur Israelische Regierungspropaganda verbreiten zu können, ohne irgendwie zu irgendeinen kritischen Gedanken fähig zu sein, kann man es Ihnen nicht übel nehmen. Das bringt nunmal der Wahn mit sich.

    • 20. April 2012 um 16:51 Uhr
    • Erol Bulut
  435. 451.

    Ich finde es unfreiwillig komisch, wenn jemand darauf hinweist, dass aufgrund der Beliebtheit Hitlers machtorientierte Mitglieder der politischen Kaste auf ein Attentat verzichtet haben, um damit Elsers angeblichen „Wahn“ zu begründen, der ihn mit Breiwick vergleichbar machen soll.

    Leuts, auch wenn Islamophobia schon euren Geist gewaschen hat, Elser wollte einen einen Kriegstreiber in verantwortlicher Position töten und hat nicht wie Breiwick Jugendliche gejagdt!

    Psychologisch ist das nicht weniger krank, als wenn irgendein kranker Islamist die Ermordung jüdischer Kinder als legitim ansieht, oder ein kranker jüdischer Rabbi das gleiche bei palästinensischen Kindern formuliert. Der Wahn bezieht sich ganz einfach auf den Umstand, einer krankhaften(!) Unterstellung zukünftigen Wirkens, während die Wahrnehmung Hitlers als reale gegenwärtige Kriegsgefahr alles andere als wahnhaft gewesen ist.

    Aber bitte hört nicht auf mit diesen wenn auch tragischen, aber auch unfreiwillig sehr komischen Vergleichen. Dies zeigt, wie krank mancherorts die Islamophobie ist, solchen banalen Unterschied nicht wahrnehmen zu können.

    • 20. April 2012 um 17:07 Uhr
    • Erol Bulut
  436. 452.

    @ Horst

    Leuts, auch wenn Islamophobia schon euren Geist gewaschen hat, Elser wollte einen einen Kriegstreiber in verantwortlicher Position töten und hat nicht wie Breiwick Jugendliche gejagdt!

    Beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit Sie den Diskussionsgegenstand erkennen!

    • 20. April 2012 um 17:08 Uhr
    • MRX
  437. 453.

    Endlich bewiesen: Islam und Muslime zu kritisieren in Deutschland verboten.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-04/falschinformation-muslimstudie-friedrich

    • 20. April 2012 um 17:15 Uhr
    • MM
  438. 454.

    bzgl. #453

    I.d.Z. bitte unbedingt im Hinterkopf behalten, wie linksgrünverseucht unsere Medienlandschaft, pardon, die MSM, allen voran besagtes Boulevardblatt doch ist…

    Manchmal fragt man sich, in welcher Welt der ein oder andere lebt.

    • 20. April 2012 um 17:24 Uhr
    • MM
  439. 455.

    @MRX

    beeindruckend ist nur, dass Sie derart unstrukturierte Gedanken bemühen, die sogar deutlich unter ihren sehr beschränkten Kognitionsmöglichkeiten liegen.

    Was meinen Sie:

    a) Diskussionsgegenstand der sich im Artikelthema ausdrückt?

    b) die kranke Diskussion die trotz weitläufiger Erörterung in den Kommentaren 444 und 445 mangels Kognitionsvermögen noch fortgesetzt wird (ich bezweifle, dass es Ihrem Verstand geholfen hätte, wenn ich die Kommentare mit Ziffern angesprochen hätte)?

    c)oder dass ich den Wahn thematisiere un begründe, zu keinen Gedanken jenseits israelischer propaganda fähig zu sein?

    • 20. April 2012 um 17:25 Uhr
    • Erol Bulut
  440. 456.

    @ Horst

    oder dass ich den Wahn thematisiere un begründe, zu keinen Gedanken jenseits israelischer propaganda fähig zu sein?

    Da ist mal wieder Karl Kraus fällig: „Es reicht nicht keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.“

    • 20. April 2012 um 17:31 Uhr
    • MRX
  441. 457.

    @ Saki – Es ist ja nicht so, dass ich Elser und Breivik ethisch gleich bewerten würde, um das nochmal klarzustellen.

    Das Ihnen zu unterstellen war durchaus nicht meine Absicht.

    Den Vergleich anzustellen, scheint mir ein beträchtlich banschlaginhaltliches bzw. angschlagszielmäßiges Problem zu sein:

    Eine Vergleichbarkeit hätte sich logischerweise rein auf die ethische Bewertung – wie Sie andeuten – nur dann reduziert,
    hätte Breivik mit seinem Anschlag auf einen Hauptrepräsentanten bzw. Hauptverantwortlichen des norwegischen Staates oder der EU oder des Multikulturalismus abgezielt – und dabei (etliche) thematisch Nicht-Involvierte als Opfer mit in Kauf genommen.

  442. 458.

    beträchtlich anschlaginhaltliches

  443. 459.

    @MM 454

    Sie haben da offensichtlich nicht verstanden, was in dem Artikel steht. Der Innenminister, bzw. seine Verantwortlichen haben der als unseriös geltenden BILD vor(!) allen anderen eine Ausgabe der Studie zukommen lassen, woraus dann vorhersehbar die Ergebnisse verfälschend publiziert worden sind.

    Die Wissenschaftler, die die Studie herausgegeben haben, sagen nur, dass Bild schlicht unfähig/unwillig war, die Ergebnisse auf einer sachlich brauchbaren Ebene wiederzugeben.

    Sie können ja gern der Meinung sein, dass es sich für ein Innenministerium geziemt, die hetzerische BILD zu bevorteilen, damit die Propaganda betreiben kann, aber das hat absolut nichts damit zu tun, dass man Muslime nicht kritisieren dürfen soll.

    Da nicht alle in einer Welt der beschränkten Wahrnehmung leben, können Sie froh sein, und immer wieder auf Hilfe für ihr Unvermögen rechnen. Schön das Internet, oder nicht?

    • 20. April 2012 um 17:35 Uhr
    • Erol Bulut
  444. 460.

    @MRX

    es reicht zumindest für Ihre Kommentare, keinen Gedanken zu haben. Wundert mich das? Sie dürfen raten :)

    • 20. April 2012 um 17:39 Uhr
    • Erol Bulut
  445. 461.

    @ EB

    Offensichtlich ist mein Sarkasmus bei Ihnen nicht angekommen. Vielleicht sollte ich den wieder bleiben lassen.

    (Stehe momentan eher ziemlich fassungslos da ob dieser „News“).

    • 20. April 2012 um 17:39 Uhr
    • MM
  446. 462.

    Sarkasmus ist mir lieber als Scheinheiligkeit

    • 20. April 2012 um 17:43 Uhr
    • MM
  447. 463.

    @MM

    in einem Forum, dass so getragen ist von gar nicht oder wahnbegründeten Kommentaren, ist solcher Sarkasmus schwer zu erkennen.

    • 20. April 2012 um 17:45 Uhr
    • Erol Bulut
  448. 464.

    @ P

    Dank für die verlinkung des Aly Interviews auch, ist ja quasi ein Nachtrag zur SS-Günni-Diskussion.

    • 20. April 2012 um 17:47 Uhr
    • MRX
  449. 465.

    „auch“ streichen

    • 20. April 2012 um 17:48 Uhr
    • MRX
  450. 466.

    OT

    Lese übrigens gerade ein interessantes rechtspopulistisches Buch.

    • 20. April 2012 um 17:56 Uhr
    • MRX
  451. 467.

    @MRX

    wieso „rechtspopulistisch“? Versucht Goldstein in dem Buch die Überlegenheit der jüdischen „Rasse“ zu begründen, wie es andere Rechtspopulisten hier vor kurzer Zeit schon probiert haben?

    • 20. April 2012 um 18:04 Uhr
    • Erol Bulut
  452. 468.

    @ Horst

    Fragen Sie den Hausherrn.

    • 20. April 2012 um 18:05 Uhr
    • MRX
  453. 469.

    @Riexihasi

    wieso sollte ich den Hausherrn fragen? Es waren doch viele andere, die auf rudimentärsten naturwissenschaftlichen Kenntnissen beruhend eine genetisch bedingte Intelligenzüberlegenheit von Juden erklären wollten. Sie standen doch bei den ihr Verständnis überfordernden Behauptungen in der ersten Reihe.

    Aber da Sie das Buch lesen, könnten Sie theoretisch mitteilen, ob der Author gleichermaßen wie die hiesigen Rechtspopulisten probiert, aus einer genetischen Komponente heraus eine Überlegenheit der Juden zu formulieren. Dafür braucht man keine Logik, nur etwas Lesevermögen. Das haben Sie doch gelegentlich, wenn auch nicht oft.

    • 20. April 2012 um 18:24 Uhr
    • Erol Bulut
  454. 470.

    @ Horst

    wieso sollte ich den Hausherrn fragen?

    Weil er es schon wissen wird.

    Riexihasi

    Wenn Sie den freitagabend nicht alleine verbringen wollen, dann nicht bei mir versuchern, sondern hier.

    • 20. April 2012 um 18:30 Uhr
    • MRX
  455. 471.

    sondern hier

    Rassist. Keine Palis.

    • 20. April 2012 um 18:39 Uhr
    • riccardo
  456. 472.

    @ r

    Woher wissen Sie das?

    • 20. April 2012 um 18:44 Uhr
    • MRX
  457. 473.

    haram 😯

    • 20. April 2012 um 18:52 Uhr
    • riccardo
  458. 474.

    @Riexihasi

    seien Sie doch nicht so geknickt. Immerhin habe ich Ihnen zugetraut, herauslesen zu können, ob der Author an irgendeiner Stelle des Buches schreibt „Juden sind genetisch bedingt intelligenter“, so wie der Statistikversager, der das Risiko Controlling der BB kurz leiten durfte. Ich habe Sie ja bewusst nicht nach genetischen Zusammenhängen gefragt, um Sie nicht zu überfordern. Ich weiß ja, wozu ihr Verstand fähig ist und wozu nicht.

    Ich gehe nicht davon aus, dass Herr Lau irgendein Problem mit dem Buch hat, sondern nur mit denen, die mit minimalstem Fachwissen den Biologen raushängen lassen, damit der eigene Rechtspopulismus über überlegene jüdische Intelligenz seriöser wirken soll. Ob Sie das unterscheiden können, ist natürlich sehr unwahrscheinlich.

    • 20. April 2012 um 18:57 Uhr
    • Erol Bulut
  459. 475.

    @ Horst

    ob der Author an irgendeiner Stelle des Buches schreibt “Juden sind genetisch bedingt intelligenter”,

    Habe ich das irgendwo behauptet?

    Author

    wie der Statistikversager,

    der in Berlin einen verfassungsgemäßen Haushalt vorgelegt hat.

    • 20. April 2012 um 19:16 Uhr
    • MRX
  460. 476.

    @ Riexipurzel

    Wenn Sie es behauptet hatten, hätte ich nicht gefragt. Dann hätte ich höchstens überprüft, ob die Aussage stimmt. Logisch gesehen hätte nur ein „Nein“ informativen Wert für mich, was ich Ihnen gern erklären würde, wenn Sie die Kapazitäten hätten, das zu verstehen.

    Und um einen Haushalt zu berechnen, muss man einen Taschenrechner haben und +&- benutzen können. Um Statistiken auszuwerten, braucht es da etwas mehr Verstand. Aber wir wissen ja, dass das nicht ihr Gebiet ist, wie Sie auch mit ihrer Argumentation wieder mal zeigen.

    Guten Abend wünsche ich :)

    • 20. April 2012 um 19:32 Uhr
    • Erol Bulut
  461. 477.

    @Erol Buluut 450:
    Berauscht von der eigenen Rhetorik? Nur leider war bei Ihren Ausführungen nichts dabei, was das leicht erkennbare Kernargument wiederlegte. In Israel gibt es offenkundig Araber/Palästinenser in Führungsfunktionen, in Südafrika war das für einen Schwarzen unmöglich. Wie also begründen Sie den Apartheidsvorwurf?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 20. April 2012 um 21:41 Uhr
    • ThorHa
  462. 478.

    @ MEX – Dank für die verlinkung des Aly Interviews auch, ist ja quasi ein Nachtrag zur SS-Günni-Diskussion. – Danke für den Hinweis. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.
    [[ … andererseits – wenn ich an die Zeit denke, als ich 17/18 Jahre alt war – teilweise unvorstellbar wie gigantisch blind und gigantisch ‚bekloppt‘ ‚man‘ in diesem Alter war – da kann ‚man‘ froh sein, dass ‚man‘ nicht in den 30er und 40er Jahren gelebt hat – Alles wäre möglich gewesen – mir kommt das ‚kalte‘ Grausen …]]

  463. 479.

    Auf Kohl heiszt das die Gnade der späten Geburt.

    • 20. April 2012 um 23:48 Uhr
    • MRX
  464. 480.

    @ MRX :-)

  465. 481.

    @Thorha

    in sprach stets von den unter Besatzung gehaltenen Gebieten und da ist praktisch allen Definitionskriterien nach in der Zone c (60% des WJL)ein Apartheidsystem installiert.

    über die Apartheid in Israel gegen islamische Israelpalästinensern mag ich nicht mit Ihnen reden, zumal Sie nicht verstehen dürften, wie die Apartheid in Israel funktioniert. Abgesehen von Gesetzen, die das freie Wohnrecht für Palästinenser einschränken, ist der Dienst in der Armee Bedingung für „Priveligien“ durch den Staat. Die Israelpalästinenser sind davon gänzlich ausgeschlossen und sind in Staatlichen Stellen dramatisch unterrepräsentiert. Da Sie auf so billige Propaganda reinfallen, wie sie unser Propagandablacky verbreitet, erwarte ich nicht, dass Sie hier die zusammenhänge verstehen können. Es ist wirklich nicht clever, wenn man Christen benennt, die eine staatlich betriebene Diskriminierung von Israelpalästinensern widerlegen sollen.

    Ich lasse da jemand anderen Soprechen, der eine bessere Wahrnehmung für Apartheidssysteme hat.

    http://www.keghart.com/Mandela-Palestine

    Ich empfehle Ihnen nur, nicht die Propaganda von Blacky nachzuplappern. Er weiß, dass er nur Unsinn von sich gibt, damit Leute wie Sie mit Unsinn Quälgeist spielen sollen.

    • 21. April 2012 um 01:08 Uhr
    • Erol Bulut
    • 22. April 2012 um 11:37 Uhr
    • Andreas Wetter
  466. 483.

    Nun geht das mit der angeblich überlegenen Intelligenz des auserwählten Volkes los. Na prima, auf eine solche Diskussion hat die Welt gewartet. Auffallend ist in diesem Zusammenhang allerdings der fast schon zum Ritual mutierte Verweis auf die Vielzahl von Nobelpreisen an Juden/Israelis auf jenen Internetseiten und Youtube-Kanälen, die damit befasst sind, unterschwellig ein höherwertigeres, isralisches Recht am „umstrittenen“ Gebiet nachzuweisen, als es die primitiven Araber ( den Gegenpol bildet dann nämlich oft das auch in diesen Spalten wiederholt gepostete Churchillzitat über die muslimischen Länder)vorweisen könnten.
    Klar doch: Es gibt keinen arabischen Einstein und deshalb gehört „Samaria“ den frommen Kopfwacklern, die keinen Handschlag Arbeit verrichten, den ganzen lieben langen Tag die Thora „studieren“, sich von ihren Frauen aushalten lassen und von Zuwendungen des Staates gut leben, den sie aus tiefstem Herzen verachten.
    Wieso führt Heuchelei bei anständigen Menschen eigentlich immer zu körperlichem Unwohlsein?

    • 23. April 2012 um 07:29 Uhr
    • Krischan
  467. 484.

    @ EB

    Die Israelpalästinenser sind davon gänzlich ausgeschlossen

    Nö, sie unterliegen nur nicht der Wehrpflicht. Freiwillig dürfen sie sich schon melden. Manche Einheiten der IDF wären übrigens ohne Drusen und Beduinen aufgeschmissen.

    @ K

    sich von ihren Frauen aushalten lassen

    Zum Glück gibts bei der kath. Kirche den Zölibat…

    PS
    Dann beruhigt es Sie sicher, daß sich Haredim zunehmend beim Militär melden. Vielleicht bricht der Widerstand gegen die Moderne irgendwann zusammen.

    • 23. April 2012 um 09:00 Uhr
    • Serious Black
  468. 485.

    Kaufen Sie sich doch mal das vorletzte GEO-Heft zum Thema Religionen und den von ihnen ausgehenden Gefahren. Was da über Jerusalem steht, zielt in eine ganz andere Richtung, die Stadt verkommt zum ultrareligiösen Slum, liberale Einwohner ziehen entnervt nach Tel Aviv, ganze Stadtteile bestehen aus Niemansland zwischen den Palästinensergebieten und den von Israel annektierten, offiziellen neuen Stadtvierteln, ohne Infrastruktur, ohne Busse, ohne Müllabfuhr.

    • 23. April 2012 um 09:34 Uhr
    • Krischan
  469. 486.

    Meiner Meinung nach sind die Germanen den Juden haushoch überlegen in der Intelligenz.

    Das hat man vor allem in der Zeit von 1933 bis 1945 gesehen.

    Sarrazins These der überlegenden Genetik der Juden ist eine Verhöhnung der Opfer

    • 23. April 2012 um 14:06 Uhr
    • cem.gülay
  470. 487.

    @Kirschan

    „ganze Stadtteile bestehen aus Niemansland… ohne Infrastruktur, ohne Busse, ohne Müllabfuhr.“

    Sie meinen ungefähr so wie die meisten Städte im arabisch/islamischen Raum? Ansonsten sollten Sie sich lieber mal mit der Realität islamisch geprägter Gesellschaften ausseinandersetzen. Denn diese Region produziert nicht nur keine Nobelpreisträger, dort werden auch weniger als 20 Patente pro Jahr angemeldet und Bücher werden ins Arabische auch so gut wie keine Übersetzt.
    Und wie stellte Dieter Nuhr so schön fest, von den 20 Patenten pro Jahr sind vermutlich die Hälfte Steinigungsautomaten.

    • 23. April 2012 um 14:26 Uhr
    • Bellfruta87
  471. 488.

    @ Früchtchen

    und Bücher werden ins Arabische auch so gut wie keine Übersetzt.

    Quatsch.

    • 23. April 2012 um 14:28 Uhr
    • MRX
  472. 489.

    @ Marriex

    „und Bücher werden ins Arabische auch so gut wie keine Übersetzt.“

    haben sie irgendwelche zahlen darüber – so wie viele pro jahr und wie wenigstens ungefähr die aufteilungen in den verschiedenen Sparten ist – also wie viele wissenschaftliche Bücher wedren pro jahr ins arabische übersetzt etc.?
    Mich würde es einfach einmal interessieren, denn hören tut man ja es sehr, als wnen es nicht allzuviele wären – von daher wäre mal ein seriöses statement hilfreich.

    • 23. April 2012 um 14:41 Uhr
    • Zagreus
  473. 490.

    Also ich weiß zumindest von einem deutschen Buch, das ins Arabische übersetzt wurde und sich im arabischen Sprachraum auch großer Beliebtheit erfreut.

    • 23. April 2012 um 14:46 Uhr
    • Arjen van Zuider
  474. 491.

    Ja, so ist es: alles Untermenschen, diese Muselmanen. Tatsache ist, dass es sich hier geografisch um Teile Jerusalems handelt, die jetzt weder zu den von Israel annektierten und jüdisch aufgesiedelten nobleren Teilen der Stadt gehören noch im WJL liegen. Israel kümmert sich hier einen S…dreck um diese Slums- ganz im Gegensatz zu seiner sonst jeden um die Ohren gehauenen Angeberei, wie toll es doch sei, als Land, als Staat.
    Ich empfinde es nur noch als schmerzhaft, was aus der Stadt eines Teddy Kollek und dem Land Golda Meirs und Peres, Rabins geworden ist in den Jahren der rechten Politik und der ultraorthodoxen Selbstgefälligkeit und Weltfremdheit.

    • 23. April 2012 um 14:57 Uhr
    • Krischan
  475. 492.

    The eminent translator Richard Jacquemond spoke last night at the American University in Cairo’s downtown campus (as part of the consistently interesting „In Translation“ lecture series). Jacquemond has translated many prominent Arab writers, and most notably most of the works of Sonallah Ibrahim, into French. He also ran a French-government-sponsored translation program (from French into Arabic and vice versa) in Cairo in the 1980s. ….

    Jacquemond estimates the number of books that have been translated into Arabic with the funding of foreign governments (mostly the US, Russia and France) and of national initiatives at 10,000 and the number of books translated by the market at 30,000. He estimates that today somewhere between 1,500 and 2,500 books are translated into Arabic every year (that number is a big increase over the past, and over the Arab Human Development Report‚s estimate of 330).

    from: „New Numbers on Translations into Arabic“
    by Ursula Lindsey
    The Arabist (website) – 04.11.2010
    http://www.arabist.net/blog/2010/11/4/new-numbers-on-translations-into-arabic.html

    • 23. April 2012 um 16:21 Uhr
    • MRX
  476. 494.

    … In 2003, the last year in which a survey was taken, the UN found that just 330 books had been translated into Arabic in Arab countries that year. Now Arabic publishers are attempting to improve the situation and turn the tide by translating more books. ….

    … the dearth of translated works … limits the extent to which the global conversation seeps into the Arab world, hindering intellectual curiosity, access to knowledge, and development.

    Others are taking steps to counter the trend, as well.

    The United Arab Emirates, for its part, hosts an annual international book fair, currently under way from October 26 to November 6.

    In 2008, Dubai launched its Tarjem initiative, which means “translate” in Arabic. Its stated goal is to translate itself 365 books a year into Arabic, more than doubling the amount of books translated in all of 2003.

    There is also Kalima, a non-profit funded by the Abu Dhabi government which, since 2007, has published translations of works not previously translated into Arabic. It recently published a translation of a work by Galileo, the Italian renaissance scientist.

    The Cairo-based Kalimat Arabia publishes 24 titles a year, everything from books on applied economics, to biographies of Thomas Jefferson and Gandhi, to children’s books….

    At first Kalimat Arabia published 2,000 copies each of its translated titles, Abdelmottaleb said. But the publishing house quickly realized the number was too high. It now prints its books solely at the request of book sellers, with 500 books as the minimum. Barack Obama’s 1995 memoir, ‚Dreams of My Father‘, is its highest-selling title to date, selling 10,000 copies.

    Egypt’s government-run National Center for Translation has translated 1,700 books into Arabic, said an official at the center….

    from: „Arab World Struggles to Translate Books Into Arabic“
    November 3, 2010
    The Media Line Staff
    http://revuelve.com/arab-world-struggles-to-translate-books-into-arabic/

  477. 495.

    @ K

    Slums

    Sie meinen wohl die Gebiete, die jenseit des Sicherheitszauns liegen, aber dennoch zu Jerusalem gehören?

    Offenbar will Nir Barkat den Sicherheitszaun zur Stadtgrenze definieren:

    Facts on the ground indicate there are preparations underway to enable a division, i.e an international border, along the line of the fence. Beyond severing those two Palestinians neighborhoods from Israel (which, you would think, the world ought to support but of course won’t)

    http://yaacovlozowick.wordpress.com/2011/12/23/is-israel-finally-
    creating-irreversable-facts-in-the-arab-part-of-jerusalem/

    Da gibts noch ein kleines Problem:

    But anyone familiar with the situation knows it is not so simple. The announcement would be followed by a rapid migration into Jerusalem of tens of thousands of Palestinians who do not want to lose their residency, and the rights to receive social services and to work and study in Jerusalem that go with it.

    „We are Jerusalemites, we’re used to Jerusalem,“ said the director of a maternity hospital in Kafr Aqab, which lies on the other side of the separation fence. „If something like that happens, everyone will want to move to within the city. People will live on the street if they have to.“
    hxxp://www.haaretz.com/print-edition/news/israel-gearing-for-effective-separation-of-east-jerusalem-palestinians-1.403034

    Lieber obdachlos als Bürgerschaftsanwärter Palästinas?

    ______________

    Nir Barkat will 300.000.000 NIS Shekel in die Infrastruktur arabischer Viertel stecken

    hxxp://www.israel21c.org/social-action/jerusalem-invests-millions-in-arab-schools

    ______________

    Bauen in Jerusalem:

    The mayor has said he’ll keep trying to pass the plan. Had the Palestinians in East Jerusalem voted they’d have their own representatives and he’d be able to work with them to get the decision passed. (It’s to their benefit, after all). But almost none of them vote (maybe 4,000, at most), so he’s having difficulties in helping them.

    Did I ever mention that Jerusalem is a complicated place?

    hxxp://yaacovlozowick.wordpress.com/2011/06/26/unintended-settlement-freeze-in-east-jerusalem/

    Nachtrag dazu:

    The one plausible objection coming from those trying to block the plan is that it must be tied to similar plans to build for Jews – in Gilo, say, or elsewhere. You can’t expect the municipality to authorize large-scale construction for Arabs, while forbidding it for Jews. So we’ll watch and see how this all unfolds.

    hxxp://yaacovlozowick.wordpress.com/2011/07/17/building-or-not-in-a-sawarcha/

    ______________

    Die Anzahl an Haredim in Jerusalem bleibt übrigens konstant: hxxp://jiis.org/.upload/yearbook/Graphs/shnaton%20C1711w.jpg

    ______________

    Warum es junge, muslimische Israelis nach Jerusalem zieht:

    Once in Jerusalem the young women enjoy freedom from the limitations of the conservative towns and rather closed society they grew up in; once they finish their studies they’re loth to return. The job opportunities in Jerusalem are better, the freedom is hard to give up. So they stay. A fascinating thing is that the preferred job for those who studied education is to teach in East Jerusalem, where they teach… Hebrew!

    hxxp://yaacovlozowick.wordpress.com/2011/07/05/migration-of-young-muslim-israeli-women-to-jerusalem/

    • 23. April 2012 um 17:08 Uhr
    • Serious Black
    • 23. April 2012 um 17:57 Uhr
    • MRX
  478. 497.

    @Riexi 496

    Das verlinken von Prpopagandaseiten scheint eine Spezialität von Ihnen zu sein. Erdogoan ist zwar in vieler Hinsicht ein verlogener Drecksack, aber Antisemitisch ist er mit Sicherheit nicht. Das einzige, was in Ihrem Link rassistisch ist, ist die reaktion derer, die Moslems alle in einen Topf werfen und glauben, dass der Türkei was an der Teilnahme Marokkos oder Ägyptens liegen kann.

    Das die Türkei ein Problem damit hat, wenn die IDF Türken auf der Mavi Marmara auf einer Hilfsaktion gegen die Aushungerungsblockade von Gaza mit Kopfschüssen und Schüssen in den Rücken erlegt, ist mehr als nur nachvollziehbar.

    Das die israelische Propaganda so gut wirkt, dass es hier als Anspruch und Recht Israels wahrgenommen wird, Hilfsaktivisten erlegen zu dürfen, wenn man diese vorher als Terroristen verleumdet, ist die andere Seite der Medaille.

    Fakt ist aber, dass die Verleumdung der türkischen Hilfsaktivisten zu Terroristen bei Menschen mit gesundem Verstand da endet, wo man feststellt, dass die angeblichen Terroristen selbst den gefangen genommenen IDF Soldaten nichts(!) angetan haben. Minderbemittelte ignorieren das beharrlich, weil israelische Propaganda grundsätzlich nicht angezweifelt werden darf und wird. Tatsache ist, dass die Türkei gemäß dem verbrecherischen Akt Israels gegen die Hilfsaktivisten, völlig richtig die Besatzungsmacht von Natoaktivitäten fernhält.

    Ein Gedenken an die Aktivisten, die dafür gesorgt haben, dass die durch Israel zur Folter von Palästinensern ausgeübte Abriegelung und Ghettohaltung nicht mehr fortgeführt werden konnte, zumal die angeblich zivilisierten Nationen wie Deutschland erst(!) dann bei Israel gegen die unmenschliche Politik Israels ein wenig interveniert haben.

    Ein Gedenken an die Aktivisten, die keinen einzigen IDF Soldaten ernsthaft verletzt haben (das ist echter Terror) und doch exekutiert worden sind.

    • 23. April 2012 um 18:55 Uhr
    • Erol Bulut
  479. 498.

    @ Horst

    aber Antisemitisch ist er mit Sicherheit nicht.

    Im Vergleich mit Ihnen trifft das zu.

    Aushungerungsblockade

    http://arablesbiansagainsthate.blogspot.com/2011/04/15-obesity-rate-in-palestinian.html

    • 23. April 2012 um 19:08 Uhr
    • MRX
  480. 499.

    @ Horst

    Hilfsaktivisten

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4218728,00.html

    hxxp://elderofziyon.blogspot.de/2011/06/photos-of-weapons-on-mavi-marmara-year.html

    Eiland-Report:
    hxxp://idfspokesperson.com/2010/07/12/maj-gen-res-eiland-submits-conclusions-of-military-examination-team-regarding-mavi-marmara-12-july-2010/

    • 23. April 2012 um 19:41 Uhr
    • Serious Black
  481. 500.

    Süß, Ihr mit euren Verlinkungsreflexen.

    @Riexi
    immer diese unbegründbaren Antisemitismusbeschuldigungen, das fällt Ihnen leicht, gelle. Das fällt leicht, wenn man nach geistig wenig gesunden Erklärungen sucht, die ein Anrecht jüdisch Israels auf die Unterdrückung der Paklästinenser geben soll. Unabhängig davon, das alle namhaften Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Amnesty den durch die Israelische Abriegelung erzeugten Notstand dokumentiert haben, gab es schan früher immer diejenigen, die das Gefangenhalten und das Entrechten eines „Volks“ damit zu Begründen versucht haben, denen geht es doch gar nicht so schlecht. Sie wissen schon, wieso Sie sich da einreihen.

    @Propablacky

    ich weiß, es ist blöd für die Propaganda, aber wenn angebliche Terroristen keinen töten oder nachhaltig verletzen, obwohl sie könnten, dann denken weniger Propagandahörige Menschen ein wenig nach. „Terroristen“, die keinen getötet haben, obwohl es möglich gewesen wäre, kann man gesundem Verstand nicht so nah bringen.

    Fakt:

    Kein einziger Iraeli ernsthaft verletzt, aber von der IDF mit Kopfschüssen und Schüssen in den Rücken erlegte Aktivisten, die gegen eine Blockade angegangen sind, gegen die die Duetsche Regierung nach der Ermordung der Aktivisten endlich(!) auch angegangen ist.

    Schade, dass man den Islamgestörten dafür Danken muss, dass erst deren Opfer eine Spur Gewissen bei unserer Regierung bei der Bewertung der Blockade verursacht hat.

    • 23. April 2012 um 20:34 Uhr
    • Erol Bulut
  482. 501.

    @ Horst

    Verlinkungsreflexen vulgo Beleg.

    • 24. April 2012 um 08:49 Uhr
    • Serious Black
  483. 502.

    „So wait,“ I asked in all seriousness. „You wouldn’t have come here if you thought you could get badly hurt?“ My Swedish friend grinned. „I don’t think so,“ he said. „I may be a radical, but I’m also a spoiled one!“ And they both burst out laughing.

    That’s when I realized that for many of those foreign peace activists, this is all just a game. And in this game we, the Israelis and Palestinians, are the pieces. They come from all corners of the world to a faraway country they have never been to before. They confront soldiers and policemen, blocking roads and holding signs. Moreover – as long as they have their cold beer by the end of the evening, as long as they lay their heads in a comfy and friendly hostel – they will continue to arrive.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4219636,00.html

    • 24. April 2012 um 09:19 Uhr
    • Serious Black
  484. 503.

    Achtung Falle: Wenn die Israelis keine Verluste durch die bis an die Zähne bewaffneten Kämpfer auf dem Terroristenschiff erlitten haben, so mag man das zwar als Beleg dafür deuten, dass die von diesen Leuten ausgehende Gefahr im Nachhinein maßlos übertrieben wurde, aber darauf hinzuweisen löst nur den nächsten vorprogrammierten Antisemitismusreflex aus, wie er in der Tat oft zu lesen war:
    „Sollen sich Juden denn erst wieder scharenweise abschlachten lassen, bevor sie sich wehren dürfen?? Wir halten die andere Wange nicht noch einmal hin!!“ und, und, und, und…
    Notwehr wird zum Staatszweck stilisiert, mit der auch eiskalt geplante Aggression eine Scheinbegründung erhält.

    • 24. April 2012 um 12:30 Uhr
    • Krischan
  485. 504.

    @ K

    Behauptungen aufzustellen ist das eine, sie zu belegen eine andere.

    Fangen sie doch mal zur Abwechselung mit letzterem an.

    • 24. April 2012 um 13:03 Uhr
    • Serious Black
  486. 505.

    Siigi setzt sich durch. Lau wird folgen.

    • 24. April 2012 um 13:36 Uhr
    • MRX
  487. 506.

    @Riexi

    wieder so eine Verlinkung zu dem Idiotenfänger, der Minderbemittelten erzählt, dass Israel durch die Hamas oder Hisbollah existentiell gefährdet wäre. Als ob das zerbombte Libanon oder Gaza nicht bewiesen hätte, dass hier Elefant gegen Mokitos kämpft. Das ist genauso durchgeknallt wie bei Breiwick, der auch in den Sozialdemokraten eine existentielle Gefahr für Norwegen gesehen hat. Zusammenhänge sind da auch nicht zufällig.

    Tatsache ist, dass Ihr angebeteter Broder jeden für rechtsextrem erklären möchte, der Isralische Propaganda nicht ernst zu nehmen bereit ist, auch wenn man die Behauptungen noch so bescheuert sind.
    Noch verkommener kann man das Andenken an die Opfer des Holocaust kaum noch schänden. Das passt aber zum Charakter von Broder und seinen Hörigen, auch wenn Minderbemitteltheit eine kleine Entschuldigung bietet.

    Mal ehrlich Riexihasi, sich hier hinzustellen und zu meinen, Herr Lau wäre ein Antisemit, geht es noch bescheuerter ?????????

    • 24. April 2012 um 15:58 Uhr
    • Erol Bulut
  488. 507.

    @ Horst

    Elefant gegen Mokitos

    Das spiegelt zwar das tatsächliche Kräfteverhältnis wieder, nutzt den Zivilisten von Sderot bis Beerscheva leider nichts. Israel macht gegenüber seinen Feinden eben nicht den Assad.

    • 24. April 2012 um 16:10 Uhr
    • Serious Black
  489. 508.

    @Propagandablacky

    Die hirnrissige Propaganda aus der Verlinkung (die ich fälschlicherweise Broder zugeordnet habe, da der gleiches Niveau pflegt), Grass und Nieszery zu Rechtsextremen erklären will, ist nur für Vollidioten geeignet. Riexihasi fällt wohl in diese Zielgruppe und toppt das sogar indem er Sigi und Lau zu rechtsextremen abstempeln will. Sogar Sie, der gnadenlos jeden Prountersdrückungsschwachsinn wie ein Schwamm aufsaugt, sind ge den Unsinn der Behauptung zu verarbeiten.

    Es nutzt den Menschen unter Israelischer Besatzungsgewalt auch nichts, dass fast alle bisherigen Regierungen Israels nach 67 das Existenzrecht Palästinas bekämpft haben und dafür auch zu töten bereit waren, wie es btselem ausführlich dokumentiert hat. Wenn Sie mitgefühl für die Menschen in Sderot haben, dann beschweren Sie sich bei der Israelischen Regierung, weil das der Preis ist, den man mindestens für die Unterdrückung und Menschenrechtsraub der Palästinenser bezahlen muss, wenn man das Existenzrecht Palästinas bekämpft. Sauer zu sein, dass sich die Palästinenser nicht ohne Gegenwehr von ihrer Heimat und ihrem Eigentum vertreiben zu lassen, offenbart die Minderwertige Kultur, die das erlaubt.

    Aber immerhin sind sie nicht ganz so minderbemittelt wie Riexihasi, der noch mehr idiotische Propaganda zu glauben bereit ist, als Sie. Das ist schon ein Maß.

    • 24. April 2012 um 17:35 Uhr
    • Erol Bulut
  490. 509.

    @ Horst

    Wer als deutscher Literatur-Nobelpreisträger* -pünktlich zu Pesach- antismemitische Stereotypen bedient, braucht sich über entsprechende Reaktionen nicht zu wundern.

    * Zumal das ehem. SS-Mitglied Grass, anderen ihre Nazi-Vergangenheit nur zu gerne vorwarf, während er die seine jahrezehntelang verschwieg und bis heute beim Unterzeichnen das ‚ss‘ meidet.

    • 24. April 2012 um 17:55 Uhr
    • Serious Black
  491. 510.

    fast alle bisherigen Regierungen Israels nach 67 das Existenzrecht Palästinas bekämpft haben

    Vor ’67 wurde das ‚Existenzrecht Palästinas‘ nur von den Arabern bekämpft, während die von ihnen frisch gegründete palästinensische Nation sich ausschließlich mit der Bekämpfung von Israels Existenzrecht beschäftigte.

    Nach ’67 wurden ausnahmslos alle isr. Regierungen, insbesondere die kompromißbereiteren Linken, von den Palästinensern bekämpft.

    Was sagt uns das? Entweder ist die PLO so dämlich die eigene Verhandlungsposition zu torpedieren, oder selbst die Angebote der isr. Linken reichen ihr nicht aus, sodaß sie lieber ihr Volk* ein staatenloses Dasein fristen lassen, als Kompromisse einzugehen.

    Suchen Sie sich was aus.

    * Die PLO-Bosse haben jordanische Pässe. Manche sind halt gleicher…

    • 24. April 2012 um 18:04 Uhr
    • Serious Black
  492. 511.

    Sehr schöner Artikel!
    Allerdings finde ich gut, dass G. Grass mit seinem Gedicht auf schleppende Probleme hinweist! Wenn man sich das von verschiedenen Seiten ansieht!
    Wo?
    http://www.sprachnichten.de/ein-kommentar-was-verstanden-werden-muss

    Hier!

    • 24. April 2012 um 21:27 Uhr
    • Linus Baker
  493. 512.

    Test

    • 25. April 2012 um 09:13 Uhr
    • Keine Abiitte
  494. 513.

    Gaza

    It’s not Israel’s naval blockade of Gaza that causes economic hardship there, despite what Israel bashers say. It’s corruption, Hamas’s corruption, and ordinary Gazans know it, even if Israel bashers don’t, or even worse if they do and refuse to admit it.

    […]

    A young mother who was interviewed asked “Where are all the dead Jews we were promised?” and blamed Hamas for not killing more Jews than it has, for not providing her with more Jewish corpses than it has. Ordinary Gazans in their multitudes are asking the same question.

    http://www.canadafreepress.com/index.php/print-friendly/46214#.T5Xcj0iM2kY.email

    • 25. April 2012 um 09:19 Uhr
    • Serious Black
  495. 514.

    @ SB

    Schlechtmensch!

    • 25. April 2012 um 09:33 Uhr
    • Keine Abiitte
  496. 515.

    graSSierender Schwachsinn (Wohl noch nicht online):

    Auf der einen Seite die Erfahrung des mörderischen Antisemitismus innerhalb der westlichen Gesellschaften, insbesondere der deutschen, die letztlich zur Gründung Israels führte. Auf der anderen Seite die Erfahrungen mit dem westlichen Imperialismus, der die Ölvorkommen Irans zu einem so grotesk niedrigen Gegenwert abrechnete, dass von Enteignung gesprochen werden kann, und der die Iraner durch die Engländer, Russen und Amerikaner auf ihrem eigenen Grund und Boden zu Menschen zweiter Klasse degradierte.

    • 25. April 2012 um 09:42 Uhr
    • Keine Abiitte
  497. 516.

    @ NoApology

    What´s wrong ? Bully-boy tactics ?

    • 25. April 2012 um 11:01 Uhr
    • BurdenOfMess
  498. 517.

    Aus Gründen, die nun nicht explizit genannt werden, ist die Homepage der israelischen Botschaft vor einigen Monaten komplett neugestaltet worden. Ob das auch eine inhaltliche Abkwehr von den Tagen eines S. Stein sein soll, sei dahingestellt. Worauf ich hinaus will: Früher konnte man bei der Rubrik „Land und Leute“ einen Artikel zu den Siedlungen anklicken. Dadurch wurde natürlich der Eindruck erweckt, dass es sich nicht nur bei den Siedlern um Israelis handelt, sondern auch, dass das Gebiet der Siedlungen zu Israel gehört.
    OK- diese Problematik taucht ja schon auf, wenn man zu Israel ein Foto der „Klagemauer“ stellt.
    Mehr aber: Der Artikel beschreibt das Westjordanland als „umstrittenes Gebiet, auf das mehrere Seiten Anspruch erheben können, am ALLERWENIGSTENS ABER DIE PALÄSTINENSER“.
    Mehr müsste man dazu eigentlich nicht sagen. DAS ist die Meinung des Staates Israel. Nichts anderes drückte auch Netanjahu aus, als er unter „standing ovations“ vor dem Kongress in Washington kundtat, kein Israeli halte sich auf fremdem Territorium auf, als er auf die Siedlungen, bzw. das Westjordanland zu sprechen kam.
    Nun, dieser Artikel ist jetzt nicht mehr auf der Homepage verlinkt.
    Interessant wurde es allerdings, wenn man die Quellenangebe dieses Artikels anklickte. Sie führte nämlich zur Homepage einer us-amerikanischen Lobbyistengruppe, hatte also mit einer offiziellen israelischen Sichtweise nichts zu tun.
    „Na, warum denn die Aufregung“, wird man fragen wollen? Weil es so nicht geht, darum! Es wird zwar der Eindruck erweckt, man könne von der Homepage der israelischen Botschaft abgesichtertes, verlässliches Material bekommen, versehen mit dem Gütesiegel eines demokratischen Staatswesens, dann erweist es sich bei einer genaueren Prüfung aber als die irrelevante Sichtweise irgendwelcher Privatleute. Nur, wer macht sich die Mühe, und kontrolliert die Herkunft dieses Schriftstückes.
    Sollte man nun aber, so wie ich es tue, die israelische Regierung für den Inhalt dieses Artikels in Verantwortung nehmen und Israel vorwerfen, dass es den Arabern im Westjordanland sowohl ihr Heimatrecht als auch das Recht auf Grundbesitz dort verweigert, sich auch vehement gegen die Zweistaatenlösung ausspricht, so wird einem als Antwort zu teil, dass es eben keine offizielle israelische Meinung sei ( es soll nur dafür gehalten werden).
    Ich mag naiv sein, aber ich finde so etwas einfach unehrenhaft.

    • 25. April 2012 um 14:21 Uhr
    • Krischan
  499. 518.

    Iran vs. Israel – No Fear

    If everybody knows that Iran poses an imminent existential threat to the world, why is no one stopping them?

    What would a nuclear armed Iran mean for America, Israel, and the world?

    Should Israel wait for the possibility that the international community will come to our defense or should we take our fate into our own hands and take action now?

    Ganz gute Darstellung, dass Israel nicht so sein kann, wie Südkorea.

    http://www.youtube.com/watch?v=CMJ4TYXDKLc

    • 25. April 2012 um 14:58 Uhr
    • Thomas Holm
  500. 519.

    @TH Und wenn jeder so denkt? Hätte man also nach 1945 nicht warten sollen, bis die UdSSR ihre eigene Bombe hatte? Es gab damals Stimmen, die so argumentierten. Dann wären Leningrad, Stalingrad und Moskau die nächsten drei Städte gewesen nach Hiroshima und Nagasaki, die unter Atompilzen verglüht wären- zum Segen der freien Welt.
    Die Frage ist doch auch, ob man sich das Risiko leisten will, im Umgang mit seinen Mitmenschen friedfertig zu sein, oder ob man nach dem Muster des von Ihnen eingestellten Zitats handelt und alles wegballert, was einem tatsächlich, angeblich oder evtl. irgendwann einmal gefährlich werden könnte.
    Wir würden uns in die Staatenwelt des 17. bis 19. Jahrhunderts zurückbewegen, wo jeder sein Überleben nur durch kurzfristig geschlossene Bündnisse und daraus resultierender Erpressung der anderen zum „Frieden halten“ sicherte, wohlwissend, dass jederzeit im Geheimen geschlossene Bündisse, stets der momentanen Interessenlage nach, den nächten Krieg zu einer reinen Frage des „wann“ nicht des „ob“ machten.
    Das alles klingt ‚mal wieder nach der alten Schallplatte, die in Jerusalem immer aufgelegt wird, um die eigenen Ziele durchzusetzen und sich der emotional wichtigen Unterstützung der entscheidenden Kräfte zu vergewissern: „Wir Juden dürfen uns mal wieder nicht verteidigen dürfen.“ Interessant ist, dass Israel bei solchen Anlässen immer gerne das politisch ansonsten unkorrekte „Juden“ vwerwendet, an sich eine nach Antisemitismus riechende Verallgemeinerung, die andere Personen deshalb niemals verwenden dürfen, damit aber auf einer metasprachlichen Ebene die richtigen Nervenzellen zum vibrieren bringt- man weiß schon, wer Israel nicht unterstützt, ist automatisch Antisemit, sonst würde man ja Israel beistehen- kompromisslos.

    • 26. April 2012 um 09:04 Uhr
    • Krischan
  501. 520.

    Hat sich jemand einmal die Freude gemacht, das Interview anzuhören, dass H.M. Broder am 5. April dem Sender N24 gab? Bei Youtube leicht zu finden:
    Die bisherigen Definitionen Broders zur Person eines Antisemiten sind hinlänglich bekannt, sie lassen sich auf die Kurform bringen:
    Wer Israel kritisert ist Antisemit, weil nur Antisemiten Israel kritisieren oder kritisieren wollen oder glauben es tun zu müssen.
    Im Grunde genommen ist seine Darlegung vor dem Mikrophon mit verhalten, leicht unterdrückt schadensfrohen Grinsen über die Tolpatschigkeit einer literalischen Größe, an die er, der kleine Hetzer und Polemiker nie herankommen wird, vorgetragen, auch nur eine Variation dieses Themas.
    Interessant wird es erst gegen Ende seines Monologs. Tollpatschig wie alle Antisemiten hat Grass nämlich versucht, sich des Antisemitismusvorwurfs dadurch zu erwehren, dass er prominente Israels anführt, die so dächten wie er.
    So tölpelhaft agieren auch deutsche Presseorgane oder Sender, wenn sie einem Uri Avvnery oder M. Zuckermann Raum geben, ihre Sicht der Dinge darzulegen.
    Für Broder dagegen ist gerade das ein Beweis für Antisemitismus: Der Antisemit kenne immer einen Juden, der auf seiner Seite steht, auf den er sich berufen könne. Gerade das, ist Kennzeichen des Antisemitismus. So, damit hat Broder wohl 90 Prozent der deutschen Publizistik zu Antisemiten erklärt. Antisemiten gehen in Konzerte eines Daniel Barenboim. Antisemiten lesen Uri Avnery, Antisemiten laden lieber A. Primor ins Studio ein als einen seiner Nachfolger….
    Von Broder stammt übrigens auch eine Liste von Personen, die er höhnisch „Deutsche ehrenhalber“ nennt. Das sind nämlich diejenigen Ausländer, die nicht nur von Deutschen gemocht werden, sondern die auch die Deutschen mögen und sie nicht nur pausenlos als Nazis beschimpfen. Angeführt wird diese Liste von Personen, die sich den Groll Broders zugezogen haben von ebem jenem A. Primor.
    Man müsste Broder eigentlich ignorieren und hoffen, dass er uns so über hat, dass er wieder nach Israel geht, wo er in den 80ern schon mal war. Dann muss man ihn nicht mehr ertragen. Aber dann fehlt uns etwas. Den masochistischen Selbsthassern würden seine Invektiven fehlen und denjenigen, die immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben haben, dass sich manche Leute doch irgenwann den Ast absägen, auf dem sie es sich bequem gemacht haben, fehlt dann die Vorfreude Zeuge eines tiefen Sturzes zu sein.

    • 26. April 2012 um 09:37 Uhr
    • Krischan
  502. 521.

    OT

    Da ist das Grauen versammelt:

    Ruprecht Polenz
    Diskutiere morgen mit Prof. Dr. Tariq Ramadan, Professor für Contemporary Islamic Studies am St. Antony’s College der Oxford University über das Thema „Wie islamisch ist der Arabische Frühling“. Jörg Lau (Die Zeit) wird die Diskussion moderieren. Die öffentliche Veranstaltung der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft und der Körber-Stiftung findet statt im Rahmen der Dritten Berliner Stiftungswoche und beginnt um 19.00 Uhr im Allianz Forum am Pariser Platz. Anmeldung unter http://www.koerber-stiftung.de/stiftungswoche2012

    • 26. April 2012 um 10:08 Uhr
    • Abbitte verweigert
  503. 522.

    @ Lau

    sorry, aber, naja, ich zumindest kann nur den kopf schütteln darüber, dass sie sich für sowas hergehen.

    • 26. April 2012 um 11:05 Uhr
    • Zagreus
  504. 523.

    @ JL

    Schade, daß Sie ‚nur‘ moderieren. Falls Sie Gelegenheit haben, könnten Sie Ramadan mal bezüglich seines Opas (und der Verbindung dessen Ideologie mit den Ideen Qutbs) auf den Zahn fühlen.

    • 26. April 2012 um 11:24 Uhr
    • Serious Black
  505. 524.

    Ramadan, der moderate.

    http://www.youtube.com/watch?v=fjqs57uEsGs&feature=player_embedded

    Tariq Ramadan schlägt in der Debatte mit Sarkozy (20.Nov.2003) ein Moratorium für die Steinigung der Frauen vor. Er kann ja nicht selber einfach entscheiden, ob das nun schlecht ist oder nein, darum sollte man die Steinigungen unterbrechen, und die Muslim-Gelehrten darüber diskutieren lassen. Wenn diese sich nicht einigen können, dann sollte man mit Steinigungen aufhören [Anm. der Red: Das kann er gar nicht selber entscheiden. Dazu braucht es nach seiner Logik die Gemeinschaft der Muslime. Die Kaffer haben dazu sowieso nicht zu sagen. Der Islam steht nun mal über dem säkularen Gesetz].

    Wer Steinigungen schlecht findet, nimmt laut Ramadan eine progressivistische Position ein.

    • 26. April 2012 um 11:29 Uhr
    • FreeSpeech
  506. 525.

    Ramadan, der moderate. und Lau der Devote. Passt ja.

    • 26. April 2012 um 11:31 Uhr
    • Keine Abiitte
    • 26. April 2012 um 11:54 Uhr
    • FreeSpeech
  507. 527.

    @ FS

    Staatlich sanktionierte Nekrophilie + Kinderschändung?

    Was wohl der moderate Tariq Ramadan dazu sagt?

    • 26. April 2012 um 12:58 Uhr
    • Serious Black
  508. 528.

    @ Krischan

    „Hätte man also nach 1945 nicht warten sollen, bis die UdSSR ihre eigene Bombe hatte?“

    Einer Welt mit zwei Supermächten entgegenzusehen, war für die USA vielleicht nicht ganz so existenziell bedrohlich, wie es für Israel ist, einem atomaren Iran hinnehmen zu sollen.

    „zum Segen der freien Welt“

    Zum Segen der unfrei gewordenen Welt; wenn man schon nach dem Segen fragen will. Fragen Sie mal in Prag und Budapest …

    „Die Frage ist doch auch, ob man sich das Risiko leisten will, im Umgang mit seinen Mitmenschen friedfertig zu sein …“

    Leider hat man es unter den Menschen auch mit Regimes zu tun. Ich frage mich erneut, ob Sie nicht auch eigentlich Churchill meinen.

    “ Interessant ist, dass Israel bei solchen Anlässen immer gerne das politisch ansonsten unkorrekte “Juden” vwerwendet,“

    Das hängt mit dem Chancengeschmack von Antisemiten zusammen, die die hohe Judenkonzentration in Israel sozusagen auch als strategische Chance ansehen.

    „wer Israel nicht unterstützt, ist automatisch Antisemit, sonst würde man ja Israel beistehen- kompromisslos“

    Vorbehaltlos in der Verteidigung seiner Existenz; und um die geht es halt.

    Israel bleibt kompromißlos gegenüber va banque Spielen mit seiner Existenz. Jemandes anderen Existenz zu beenden, kommt nach meiner Kenntnis, als strategischer Appetit von Regimes und Millionenmassen so nicht vor.

    • 26. April 2012 um 13:31 Uhr
    • Thomas Holm
    • 26. April 2012 um 13:42 Uhr
    • Andreas Wetter
  509. 530.

    the best way to prevent serious damage to its image is to simply act in a way that merits a better image? One that maybe wouldn’t require my taxes going to an ambassador that is wasting time making Israel look even worse than it already acts. This kind of effort doesn’t show the world how fair and democratic Israel is

    http://972mag.com/cbs-report-on-christians-and-israel-propel-ambassador-oren-to-do-damage-control/43295/

    • 26. April 2012 um 13:46 Uhr
    • Andreas Wetter
  510. 531.

    @ AW

    Dann kümmert man sich doch besser mit Geld von der Böol-Stiftung um das Image.

    • 26. April 2012 um 13:49 Uhr
    • Keine Abitte
  511. 532.

    Böll-Stiftung

    • 26. April 2012 um 13:53 Uhr
    • Keine Abitte
  512. 533.

    @ JL

    Schade, daß Sie ‘nur’ moderieren. Falls Sie Gelegenheit haben, könnten Sie Ramadan mal bezüglich seines Opas (und der Verbindung dessen Ideologie mit den Ideen Qutbs) auf den Zahn fühlen.

    @ SB

    Ramadans Dissertation ist eine (entschärfte) Apologie seines Opas. So etwas ist mit dem äußerst glitschigen Ramadan schwieriger auszudiskutieren als Ramadans Tätigkeit für den iranischen Propagandasender PRESS TV oder sich stark widersprechende Äußerungen. So hat sich Ramadan vor einer Weile dahingehend geäußert, dass muslimische Migranten keine Opfer (der westlichen Gesellschaft) seien und sich auch nicht so sehen sollten. In Bezug auf den Attentäter von Toulouse, Mohammed Merah, ist ihm jedoch nichts anderes eingefallen als in penetranter Weise das Klagelied vom Opfer der Gesellschaft anzustimmen.

    • 26. April 2012 um 14:20 Uhr
    • N. Neumann
    • 26. April 2012 um 14:21 Uhr
    • N. Neumann
  513. 535.

    Über Mohammed Merah:

    Ein armer Junge, schuldig und zu verurteilen, zweifellos, auch wenn er selbst Opfer einer sozialen Ordnung war, die ihn bereits verurteilt hatte, ihn und Millionen andere; verurteilt zu einer Randexistenz, unter Aberkennung des Status eines gleichberechtigten Staatsbürgers. Mohamed mit seinem so bezeichnenden Namen war ein französischer Staatsbürger mit Migrationshintergrund, bevor er ein Terrorist mit Migrationshintergrund wurde.

    […]

    Mohamed Merah war ein Franzose (dessen Verhalten sich ebenso auf den Koran wie auf die Texte von Voltaire zurückführen lässt): Ist es denn so schwer, das zuzugeben? Tut das so weh? Das ist das französische Problem.

    http://www.wadinet.de/blog/?p=8703

    • 26. April 2012 um 14:24 Uhr
    • N. Neumann
  514. 536.

    äußerst glitschigen

    Ich kenn noch so einen.

    • 26. April 2012 um 14:31 Uhr
    • Keine Abitte
  515. 537.

    In Sachen Glitschigkeit ein Repost aus dem Migranten-sind-keine-Opfer-Strang:

    Ramadan Calls for Book Fair Boycott

    By RACHEL DONADIO

    The controversial Muslim scholar Tariq Ramadan is making waves in the European press by calling on “all people of conscience” to boycott Italy’s largest book fair for honoring the state of Israel.

    This year, the Turin Book Fair, a festival of readings and signings (May 8th to 12th), has chosen to honor Israel on its 60th anniversary of statehood. The Israeli novelists David Grossman, Amos Oz, A.B. Yehoshua and Etgar Keret are on the program.

    But that didn’t sit well with Ramadan, a professor of Islamic Studies at Oxford and at Erasmus University in the Netherlands and a highly contested figure who has been profiled here, criticized here and here, and who wrote about the Koran for the Book Review here.

    In an interview on Feb. 1 with the Italian news agency ADN Kronos, Ramadan called on “all people of conscience” to boycott the Turin fair. “From now on we cannot recognize the legitimacy of celebrating the state of Israel, which leaves death and desolation in its wake.” The issue, he said, “is not an Islamic or Arab question, but a matter of world conscience.” (Ramadan also called for a boycott of the Paris Book Fair, to be held from March 14 to 19, because it too will honor Israel.)

    After the ensuing media storm, Ramadan clarified his remarks on his own Web site, saying the boycott campaign was “intended as criticism of the ‘guest of honor.’ It is not an attempt to prevent Israeli authors from attending or from expressing themselves. It does not refuse to engage them in debate.”

    xxx//papercuts.blogs.nytimes.com/2008/02/05/ramadan-calls-for-book-fair-boycott/

    http://blog.zeit.de/joerglau/2010/12/03/tariq-ramadan-migranten-sind-keine-opfer_4393/comment-page-8#comments

    • 26. April 2012 um 14:47 Uhr
    • N. Neumann
  516. 538.

    Tariq Ramadan, Le piège de l’attitude conspirationniste illuminati [ENG, Subtitle]

    Er ist nicht völlig frei von jedwedem Problembewusstsein. Freilich:

    Bien sûre que le complot existe ! Gleichwohl:

    Cependant, il ne faut pas pas croire que la conspiration est partout ! Tariq Ramadan nous explique un peu plus sur le sujet.

    Das ganze Elend der Prädestinationsgewißheit als comedyhaftes Edutainement für die Gemeinde. Beantrage Ehrenplatz bei MEMRI-TV.

    http://www.youtube.com/watch?v=8fCxO20PJrA

    • 26. April 2012 um 15:10 Uhr
    • Thomas Holm
  517. 539.

    @ NN

    The controversial Muslim scholar Tariq Ramadan is making waves in the European press by calling on “all people of conscience” to boycott Italy’s largest book fair for honoring the state of Israel.

    Na, was meinst du, warum Lau und Knecht Ruprecht den toll finden.

    • 26. April 2012 um 15:13 Uhr
    • Keine Abitte
  518. 540.

    @ N. Neumann

    Ramadan ist in der Tat schwer zu fassen.

    Den Book-Fair-Boykott-Aufruf hatte ich schon wieder vergessen. Danke für den Repost!

    • 26. April 2012 um 15:14 Uhr
    • Serious Black
  519. 541.

    der berechenbare Mr.X

    • 26. April 2012 um 16:05 Uhr
    • Andreas Wetter
  520. 542.

    Was ein origineller Kopf!

    • 26. April 2012 um 16:07 Uhr
    • Keine Abitte
  521. 543.

    die gespielte oder echte Empörung ändert nur wenig an der Richtigkeit der Darstellungen. Und auch das durch den Regisseur gewählte Verhältnis an gegenseitiger Gewalt entspricht mehr als nur der Realität. Wuliger versucht aus einem Film, der schonungslos diese gegenseitige Gewalt thematisiert, aber dabei nicht aus den Augen verliert, wer dort wer wen vertrieben hat und noch immer unterdrückt und bedroht, gleichzeitig aber den Dialog preist, eine anti-israelische Propaganda zu machen.

    http://schmok.blogsport.eu/2012/04/19/arte-zeigt-the-promise-wuliger-in-der-ja-schreit-auf/

    • 26. April 2012 um 16:13 Uhr
    • Andreas Wetter
  522. 544.

    @ AW

    Ab Mai 1948 waren es dann schon 42.000 jüdische Soldaten gegen 28.000 schlecht ausgebildete und auch schlecht motivierte arabischen Soldaten, die bis dahin an an den Grenzen zum britischen Mandatsgebiet standen, ohne gegen die anhaltende Vertreibung anzugehen.

    Die schlecht ausgebildeten und nicht motivierten verfügten nur über Panzer und Flugzeuge, die die Israelis nicht hatten.

    • 26. April 2012 um 16:54 Uhr
    • Keine Abitte
  523. 545.

    Bei frischer Schmiere ist’s noch Glitschigkeit, mit dem Alter wird’s dann Schmuddeligkeit. Ich denke, es ist bald soweit.

    • 26. April 2012 um 16:57 Uhr
    • FreeSpeech
  524. 546.

    Und für das „Geheimabkommen“ zweischen ben Gurion udn Abdallah hätte man doch gerne einen Belech.

    • 26. April 2012 um 16:59 Uhr
    • Keine Abitte
  525. 547.

    Flugzeuge, die die Israelis nicht hatten

    Ja, genau zwei Wochen lang nicht.

    • 26. April 2012 um 17:08 Uhr
    • Andreas Wetter
  526. 548.

    Ehmt.

    • 26. April 2012 um 17:24 Uhr
    • Keine Abitte
  527. 549.

    # 537 – N. Neumann Ramadan Calls for Book Fair Boycott

    Der italienische Intellektuelle Claudio Magris, Germanist an der Universität Triest und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2009, hat zu dem Boykott der Buchmesse von Turin in angemessener Weise Stellung genommen:

    Ohne Diskussion in den Papierkorb damit – Die Buchmesse von Turin und der Boykott

    Aufgefordert, über den unsäglich-untragbaren Protest zu schreiben gegen die Einladung, die an in diesem Jahr an Israel ergangen war, – eine Einladung, wie sie schon früher erging und in Zukunft ergehen wird gegenüber anderen Ländern, in meiner Funktion als Ehrengast an der Buchmesse von Turin teilzunehmen, hatte ich nicht reagiert.

    Ich habe nicht reagiert, weil ich glaube, dass man diskutieren können und diskutieren soll, was wir möglicherweise für dessen würdig betrachten und also berechtigt, beachtet zu werden,
    aber nicht unsinnige und inakzeptable Vorschläge, Proteste, Behauptungen oder Leugnungen, die schlicht als unzulässig angesehen werden müssen und in den Papierkorb gehören.

    Ein Wiener Sprichwort sagt, dass bestimmte Dinge nicht einmal ignoriert werden dürfen, weil sie zu ignorieren schon zu viel ist.

    Sie zu diskutieren, auch sie abzulehnen, trägt dazu bei, ihnen Gehalt und Substanz zu verleihen, wie eine Dame, die auf der Straße anhält, um ihre Tugend einem ungezogenen Lümmel zu beweisen, der sie mit unwiederholbaren Bezeichnungen angeredet hat.

    So verhält es sich mit der peinlichen Narrenposse gegen die Einladung von Turin. Leider ist es schon darüber viel diskutiert worden, und man hat so den Ballon aufgeblasen, und diese meine irrelevanten Zeilen werden sicherlich nicht besonders weiteren Schaden anrichten.

    Es ist nicht angebracht, bei dieser Gelegenheit auf große Probleme einzugehen, auf das Recht Israels auf eine vollkommene und anerkannte Existenz, auf das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat und auf die vollkommene Würde des Lebens, wo auch immer sie leben, auch in Israel, noch auf die literarische Größe der in diesem Jahre eingeladenen Schriftsteller, wie z. B. Yehoshua.
    Es ist auch nicht bei dieser Gelegenheit angebracht, die Politik der einn oder der anderen israelischen Regierung oder die eines anderen Landes, sei es arabisch oder nicht, oder der palästinensischen Behörde zu kritisieren oder zu billigen,
    wie es auch nicht angebracht wäre, den Krieg in Irak oder das Gefangenenlager von Guantanamo zu diskutieren, wenn in Turin die Reihe an den USA und daher also an Philip Roth oder DeLillo anstelle von Oz oder Grossman wäre.
    Als vor zwei Wochen, die Jury des Premio Nonino, zu der ich gehöre, Leila Shahid, den Vertreterder Palästinenser in Frankreich, in der UNESCO und in der Europäischen Union ausgezeichnet hat – auf den Vorschlag von Peter Brook, dem großen Regisseur aus jüdischer Familie, hat niemand im Traum daran gedacht zu protestieren,
    aber selbst wenn einige Verrückte das getan hätten, hätten wir sicherlich keine Zeit verloren, zu reagieren. So hätte man auch unter diesen Umständen handeln müssen.
    Jeder ist – offensichtlich – vollkommen frei, de Buchmesse von Turin zu boykottieren oder nicht dorthin zu gehen, denn es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
    Aber wenn jemand versuchen würde, mit Gewalt andere zu hindern, dorthin zu gehen, müsste er mit jener Kraft daran gehindert werden, die in Demokratien das Monopol des Staates und nicht des Marktplatzes ist, des Marktplatzes, an den – seit kurzem auch in Italien – nur Demagogen niederen Ranges appellieren.

    „Cestinare senza discutere – La Fiera del Libro di Torino e il boicottaggio“
    Claudio Magris
    Corriere della Sera – 05 febbraio 2008
    http://www.corriere.it/spettacoli/08_febbraio_05/fiera_torino_magris_52c316dc-d3b3-11dc-b97b-0003ba99c667.shtml

  528. 550.

    hätte man doch gerne …

    wahrscheinlich meint er das:

    http://www.amazon.com/Collusion-Across-Jordan-Partition-Palestine/dp/0231068387

    • 26. April 2012 um 17:28 Uhr
    • Andreas Wetter
  529. 551.

    @ AW

    Und jetzt guckense mal aufne Landkarte.

    • 26. April 2012 um 17:29 Uhr
    • Keine Abitte
  530. 552.

    @ AW

    Die Arabische Legion drehte keineswegs Däumchen bis die Briten abgezogen waren.

    Der Etzion-Block wurde schon vor der Unabhängigeitserklärung Israels durch die unter britischem Kommando stehende Arabische Legion angegriffen.

    http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/gush.html

    • 26. April 2012 um 17:34 Uhr
    • Serious Black
  531. 553.

    @ AW

    Das nehme ich an:

    http://duncankennedy.net/documents/Is-Pal/First-Syllabus/Efraim-Karsh-Fabricating-Israeli-History.pdf

    Aber was soll man von jemandem erwarten, der auch nicht wahrnimmt, was in der Gegenwart abläuft.

    • 26. April 2012 um 17:36 Uhr
    • Keine Abitte
  532. 554.

    Gucke mir gerade

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Promise_(2011_TV_serial)

    auf ARTE an. Wegen des Kalten Krieges hat sich keiner getraut, zu verkünden, wer alles mitgewonnen und mitverloren hat, deswegen dieses herumgebashte britische es-allen-recht-machen-wollen.

    Sowas geht eben nicht gut.

    Der Zweite Weltkrieg war eine historische Richtungsentscheidung und wer sich auf die falsche Seite gestellt hatte, hätte die Rechnung präsentiert bekommen müssen, anstatt ihn (mit) zu umschmeicheln.

    Dann hätte Stalin sehen können, wie weit er kommt mit Antiimperialismus bei den Arabern; wahrscheinlich hätten die sich dann mit Kurden, Persern und Türken als Scherbenhaufen einer sowjetischen Poltik untereinander um den Großen Preis des Antiimperialismus gekloppt.

    Jetzt hat der Westen das Scherbenhaufen-Image am Hals, wenn man nicht genug klarstellt, welche Chancen und Ressourcen die regionalen Akteure alle verballert haben.

    Aber genau mit dem Gefühl, dass es andere nicht auf die Reihe kriegen, können Teile der westlichen Öffentlichkeit wiederum nicht leben. Der zum Antizionisten gewendete Paul sagt dass ja ganz deutlich von sich, bevor er in dem Cafe in die Luft fliegt.

    Die Krise des westlichen Selbstempfindens schafft den Spielraum für all die non-achievers, sich zu etwas besserem aufzublasen.

    • 26. April 2012 um 19:26 Uhr
    • Thomas Holm
  533. 555.

    Ich will einmal typisch deutsch sein:

    Typisch deutsch ist eine Mischung aus Großzügigkeit und Misstrauen. Man spendet an die Notleidenden der Welt und möchte dann so gerne wissen, was „die mit unserem Geld machen“.

    Zur Sache: Da stöbert man so vor sich hin, was es bei Youtube von Netanyahu zu sehen gibt aus der letzten Zeit. Gefunden habe ich ein Video, in dem er locker und so schön amerikanisch-lässig-freundlich, aber doch mit dem Amerikanern so vertrautem missionarischen Nachdruck eine Reihe junger Leute anspricht, sie nach ihren Namen fragt, ihnen die Großartigkeit Israels und seiner technisch-zivilisatorischen Leistungen vor Augen hält, und, und, und.
    Sein Publikum sind junge US-Amerikaner und Kanadier, die eine für sie kostenlose 10-Tagereise durch Israel unternehmen, um über Land und Leute im „richtigen“ Sinne aufgeklärt zu werden. Für so eine Reise kann sich jeder bewerben, der so Anfang 20 ist, wenigstens zum Teil jüdische Vorfahren hat und keine andere Religion aktiv praktiziert. Angeblich wird aber auch die politische Gesinnung der Bewerber durchleuchtet.
    Diese Reisen heißen „Taglit Birthright Israel“ und es gibt sie seit Ende der 90er Jahre.
    OK, was geht uns das an? Sollen sich diese Leute dort doch so schön das Gehirn waschen lassen. Juden haben zu Israel zu stehen – das wird zum Element des jüdischen Glaubens hochstilisiert und auch offen so gefordert.
    Nun, es geht uns vielleicht doch etwas an: Zu den Geldgebern dieser Veranstaltungen gehört nämlich auch die Jewish Claims Conference, und die hat ihre Mittel aus dem Entschädigungsfond, der eingerichtet wurde, um jüdische KZ-Opfer und Zwangsarbeiter zu entschädigen für die erlittenen Qualen und verlorenen Lebensjahre.
    Aber vielleicht bin ich nur wieder etwas zu deutsch, dass mir diese Sache sauer hochkommt.

    • 26. April 2012 um 21:24 Uhr
    • Krischan
  534. 556.

    @ Krischan

    „ihnen die Großartigkeit Israels und seiner technisch-zivilisatorischen Leistungen vor Augen hält, und, und, und.“

    Führen Sie doch einfach ein Leben gestützt auf die technisch-zivilisatorischen Leistungen der arabisch-islamischen Welt und innitiieren Sie so eine Trendwende in der Technologienutzung.

    “ und keine andere Religion aktiv praktiziert.“

    Das finde ich gut, endlich mal was für Atheisten mit jüdischem Opa !

    „Angeblich wird aber auch die politische Gesinnung der Bewerber durchleuchtet.“

    Aber hallo !

    „Juden haben zu Israel zu stehen – das wird zum Element des jüdischen Glaubens hochstilisiert und auch offen so gefordert.“

    Umgekehrt finanziern wir angeblich auch die Ausbildung von palästinensischen Selbstmordattentätern. Da werden Sie doch gegen ein kleines Trostpflaster für Israelreisende nichts einzuwenden haben. Vielleicht sind sogar welche von denen schon mal bei Anschlägen umgekommen.

    Nicht sauer werden, nie die Hoffnung aufgeben !

    http://www.little-idiot.de/teambuilding/SchulbuecherPalaestina.pdf

    • 26. April 2012 um 22:02 Uhr
    • Thomas Holm
  535. 557.

    Einen Satz vergessen:

    “Juden haben zu Israel zu stehen – das wird zum Element des jüdischen Glaubens hochstilisiert und auch offen so gefordert.”

    Jetzt wissen wir, wo dieser Ummah-Fimmel herkommt !

    • 26. April 2012 um 22:04 Uhr
    • Thomas Holm
  536. 558.

    @TH

    „… Die Jugend wird nicht ermüdet sein, sie haben eine Sehnsucht, entweder frei zu sein, oder umzukommen. Wir schöpfen unser Wasser aus dem Tod. Und wir werden nicht Sklaven der Feinde sein. Unser Symbol ist das Schwert und die Feder, nicht aber Wörter“

    An den Genen kann’s nicht liegen.

    • 26. April 2012 um 22:09 Uhr
    • FreeSpeech
  537. 559.

    Verzweifelte Aufständische erklären gegenüber CNN:

    Wenn der Westen uns hängen läßt, lassen wir uns von Al Kaida helfen.

    http://www.youtube.com/watch?v=BZZNaQ6AamE

    ab 2.30; Arwa Damons messerscharfe Schlußfolgerung: Dann behält Al Assad doch noch recht: eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.

    • 26. April 2012 um 22:44 Uhr
    • Thomas Holm
  538. 560.

    … und das Syrische Regime erklärt in der UNO, Israel würde Kinderorgane verticken.

    Die Welt muss sich reinigen von diesem Affentheater !

    ‚Israeli Clerics Selling Children’s Organs‘

    http://www.youtube.com/watch?v=CyxY2A9ToPY ab 4.20

    • 26. April 2012 um 22:53 Uhr
    • Thomas Holm
  539. 561.

    @ TH

    Posten Sie keinen solchen Scheiss, sonst glaubt der Lau das noch!

    • 26. April 2012 um 23:46 Uhr
    • MRX
  540. 562.

    @Krischan

    Ich habe dir im „Anders Breivik, Multikulturalist“-Blogeintrag einen, wie ich finde, geistig erhellenden und hilfreichen Kommentar geschrieben. Er ist in Kommentarseite 51 ganz oben zu finden. Lies ihn doch einfach, vielleicht eröffnet er dir ja ein paar neue Horizonte.

    Vom Früchtchen with love!

    • 26. April 2012 um 23:57 Uhr
    • Bellfruta87
  541. 563.

    PS zu #537, #549 – Tariq Ramadan –

    I think Tariq Ramadan is one of the major leaders of Islamism in Europe today, probably one of the most influential.

    The challenge was to demonstrate that if you think this guy is a modernist reformer, and if you expect him to be challenging Islamism in Europe, by real reform,
    then you’re just going to have a very bad surprise at the end of the day.

    The only way to show this was to write a book, so I devoted my time to reading his books, reading all of his interviews and listening to all of his tapes, comparing what he’s saying in the media and what he’s saying ‚on the ground‘, in order to get a clear idea of whether there was ‚double-speak‘ or not. …

    There are a lot of peole who in good faith want to resist the risk of racism, and because of that, they are starting to deny the danger of Islamism. Tariq Ramen is not the open-minded reformist he appears to be in the media. … his influence is on the European Muslim. This is where his influence is bad, because instead of helping the European Muslim to be a citizen and a citizen first, he’s helping them to become a citizen in order to make political Islam more important in Europe.

    If you listen to him in the media he will tell you that he’s teaching the European Muslim to be a good citizen who respects the law of the country where he is a citizen. He says, „Respect the Laws of the country where you live.“ But when you listen to some of his tapes, he then continues the sentence „when those laws are not contrary to Islamic Principles.“

    Another example: when he says „I am for Islamic Feminism“, you hear that he is feminist; you do not know his definition of Feminism. … For him real Islamic Feminism is a feminism which is against Western Feminism. It is a feminism where of course the woman is treated as equal in the eyes of God, but in the family the real power is in the hand of her husband, as with the religious principle. …

    You know, in France, 70% of French Muslims are completely secularist. We have 95% who are for equality between men and women. I am not sure that it is going to be the same in ten years because of people like Tariq Ramadan. … What he’s doing is teaching a political Islam connected to the political agenda of Islamism. For example, without Tariq Ramadan in France, I can tell you that very, very few Muslim young men would have known who Hassan al-Bannah is. …

    … Twenty years ago, there were young Muslim men who would never have defined themselves as Muslims – they spoke about themselves as Arab maybe, and French, because they were proud to be French. Now, because of men like Tariq Ramadan, that has started to change, because Ramadan is one of those preachers who has convinced them that they can find the way to be proud in Islam, in Political Islam. He is not a separatist; he is completely involved in the public debate. But definitely he thinks that Muslim Identity is the major issue. …
    … He is a professional when it comes to lying. What I’ve had to face is constant defamation of my work and of who I am. They try to present me as a neo-consevative which I am not. They try to present me as a racist when I am an anti-racist activist, and they try to present me as an Islamophobe. …

    From: „The Doublespeak Of Tariq Ramadan“
    Interview with Caroline Fourest
    (author of „Frère Tariq : Discours, stratégie et méthode de Tariq Ramadan“ (2004), translated into English as „Brother Tariq: The Doublespeak of Tariq Ramadan“ (2008)
    New Culture Forum (website)- 06.03.2008
    http://www.newcultureforum.org.uk/home/?q=node/236

  542. 564.

    Auszüge aus dem Buch von Caroline Fourest „Frère Tariq“ wurden von dem französischen Magazin L’Express veröffentlicht (18.10.2004):
    http://www.lexpress.fr/culture/livre/italique-frere-tariq-italique_820023.html

  543. 565.

    PS – Tariq Ramadan –

    After months of hesitation, the City of Rotterdam has had to accept the evidence. The ideology of Tariq Ramadan isn’t compatible with his position of “advisor on integration and multi-culturalism” to which the City had appointed him – after months in which his appointment had become problematic. …

    … Tariq Ramadan has taken a position against mixed marriages between Muslims and non-Muslims, forbidden his followers from participating in mixed bathing, denounced Islamic modernisation as “Islam on the cheap, Islam … without Islam”, and glorified Hasan al-Bana, the founder of the totalitarian Muslim Brotherhood as a model to follow.

    His position, although difficult to decipher, is actually quite simple: pretending that political Islamic fundamentalism is a happy medium between Salafism and Islamic modernisation – presenting progressive Islam as an extreme, and demanding that the powers that be support an intolerant and reactionary Islam as the least bad option.

    This has been going on for twenty years. In Switzerland in the 1990s, journalists praised him to the skies as a model of integration, before becoming disenchanted – notably when they realised the support he offered to the Islamic Salvation Front (FIS) in Algeria. Ramadan then turned his attention to France – until his “double-talk” was exposed. He then turned to England, Belgium and Canada, wherever fundamentalism was blooming in the shade of “the right to difference” …

    In this instance, by turning a deaf ear, the town hall of Rotterdam fed the anti-Islamic populism of Geert Wilders. It believed the accusations of racism. It woke up only when it discovered that its “mediator” had been appearing in a weekly broadcast on Press TV, an English-language channel financed by the government of Iran, without a word of criticism of the regime in broadcasts before, during or after the fraudulent elections. On 18 June, when more than a million people braved the ban to demand free and fair elections, Tariq Ramadan was worried by the score of the populists in the European elections. His broadcast began with a clip announcing the return of Nazism to Europe, as in the 1930s, but this time turned against Muslims. (The word “Jew” was not mentioned.)

    His message chimed perfectly with the anti-Western paranoia of Press TV, set up to relay Iranian government propaganda to the Anglo-Saxon world. Notably this minimises the Holocaust. Clearly, the channel knew better than Rotterdam town hall – which has finally put an end to his salary.

    As is his wont, the preacher was quick to attribute his latest problems to an increasing climate of “Islamophobia”. But quite the opposite is true. The fear of accusations of racism had bought him time. If Tariq Ramadan had been a Christian his mask would have fallen far quicker. No town hall of the left would have had the idea of recruiting a reactionary televangelist as adviser on “multiculturalism”.

    From: „The two faces of Tariq Ramadan“
    By Caroline Fourest
    Published in Le Monde – 27/08/09
    ProChoix (website) – mercredi 2 septembre 2009
    http://www.prochoix.org/cgi/blog/index.php/2009/09/02/2210-the-two-faces-of-tariq-ramadan-by-caroline-fourest/

  544. 566.

    OT

    Atheists chant at Muslim protesters – 2012 Atheist Convention
    Warum haben die besonders korantreuen Moslems nur so ein Imageproblem. http://www.youtube.com/watch?v=JCfwcd_Ajg4

    @Publicola

    Imam Bajrambejamin Idriz ist der deutsche Tariq Ramadan. Ein islamistischer Wolf im Schafspelz, den faktisch die gesamte politische und journalistsche „Elite“ dieses Landes als Vorbild und Vertreter eines demokratie- und grundgesetzkompatiblen Euroislams feiert.
    Leute wie Ramadan und Idriz sind das Beste was europäische Islamversteher auftreiben können und daher wurde und wird solange an ihnen festgehalten.
    Eine Bankroterklärung und deutliches Zeichen wie schlecht es um den herbeifantasierten Euroislam steht.

    • 27. April 2012 um 02:16 Uhr
    • Bellfruta87
  545. 567.

    – Einige Gedanken des französischen Islamwissenschaftler Gilles Kepel zu Tariq Ramadan –

    … An interesting new development here is the way Islamists are hijacking the political agenda of the anti–globalisation left, which lacks any political compass of its own. Tariq Ramadan has attended the last two European Social Forums in Paris and London, and has formed an alliance with the far left, in hope of becoming the public voice not only of French Muslim communities but of a “universalist” political agenda. For him, Islam is the destination not the starting–point, and the vehicle is created by a fusion of radical “pro–hijab” elements within the European Social Forum with the more deluded anti–globalisation activists. …

    In the face of such attempt to seize the anti–globalisation movement or its offshoots and local initiatives, greens and ex–leftists look at Islamists the way European fellow–travellers of the Soviet Union viewed the communist parties in France, Italy, Spain or Britain during the cold war. As they once believed the communists to be true representatives of the suffering proletariat, they now see Islamists as spokespersons for the suffering of Muslims, on the bottom rung of European society.

    The Islamist claim of victim status for Muslims worldwide thus has a ready political echo on the left, and helps to blur distinct political agendas and flatten political complexities in the name of a generalised suffering.

    Here, “multiculturalism” is one of the key terms in the battle for Europe, because it offers a perfect opportunity for all shades of Islamism to demonstrate that European culture or its traditions are only relative, and that their own worldview is ultimately absolute. European values and perspectives are particular, but at the end of the day if not at the starting–point, theirs are universal.

    This is a long way from answering your question about dissimulation. In my view, the question of whether someone like Tariq Ramadan is two–faced is not the real issue. I see nothing particularly wrong in someone who is in politics using all the means at his disposal.
    The more relevant point is about the kind of alliance he seeks to form with the extreme left, calculating that it is unlikely to long resist the Islamists’ much more potent and organised ideology.

    … Tariq Ramadan has a right to express his ideas where there is freedom of expression. As far as I know, he is not a terrorist. But then every country has the right to deny access to whomever they wish.

    From his point of view, this [the fact that the United States refused Tariq Ramadan a visa to enter the country in order to teach in the University of Notre Dame] was a major setback – because just as it was European media attention which catapulted him into the limelight in 2003, the lack of such attention has sidelined him, and he needs something like a university base. In this instance, he is the victim of the heavy politicisation of middle–east studies in the United States, with endowed chairs on either side paid for by Arab sheikhs and pro–Israelis.

    Ramadan was a pawn in a game that has other, far other more serious consequences. The US now has tens of thousands of its boys in Iraq and is spending hundreds of millions of dollars there;
    but it finds itself devoid of relevant knowledge of the middle east
    because partisanship has replaced scholarship.
    The predominant influence has veered
    from the John Esposito people to (since 9/11) the Richard Pipes people.
    This, in my view, is to the detriment of scholarship. …

    From: „The war for Muslim minds: an interview with Gilles Kepel“
    openDemocracy (website) – 11th November 2004
    Source URL: http://www.opendemocracy.net/debates/article-5-57-2216.jsp

  546. 568.

    @ P

    Ich wusste gar nicht, was Sie für ein misstrauischer Schlechtmensch sind!

    • 27. April 2012 um 06:44 Uhr
    • MRX
  547. 569.

    @ Bellfruta87

    „Atheists chant at Muslim protesters – 2012 Atheist Convention
    Warum haben die besonders korantreuen Moslems nur so ein Imageproblem. http://www.youtube.com/watch?v=JCfwcd_Ajg4

    Die Geschwister im Unglauben reagieren ja schon recht klug, wenn sie kritisch nachfragen: ‚Wo habt Ihr Eure Mädels gelassen ?‘

    Man könnte noch die Frage ergänzen:

    ‚Ihr habt sie doch nicht etwa in den Rāfiḍah*-Kellern von Baghdad und Damaskus vergessen ?‘

    *sunnitische Schmähbezeichnung für die Schia, inkl. Aleviten und Alawiten …

    Nach dem Motto: Die größeren Probleme habt Ihr untereinander, lenkt nicht davon ab, Euch damit zu befassen !

    • 27. April 2012 um 07:23 Uhr
    • Thomas Holm
  548. 570.

    „“A new Middle East is about to be born. We will be the owner, pioneer and the servant of this new Middle East,” Davutoglu told Parliament …

    Turkey now has “puissance,” Davutoglu said. “Even your dreams can’t and won’t reach the place where our power has come to.”“

    http://www.news.az/articles/turkey/59096

    Übersetzung türkisch-deutsch von:

    owner, pioneer and the servant of this new Middle East …

    Gefangener der Regionalkonflikte und Kandidat zur Selbstzerlegung als Opfer geleugneter ethno-konfessioneller Zentrifugalkräfte; das würde die Lage wohl etwas ungeschminkter charakterisieren.

    • 27. April 2012 um 08:02 Uhr
    • Thomas Holm
  549. 571.

    @ MRX – Vor einiger (längerer) Zeit hatten wir hier schon einmal eine Diskussion über Tariq Ramadan, die ich damals vorwiegend von außen betrachtet hatte. Da T. Ramadan diesmal als Seiten-Thema wiederum aufschien (Beitrag von N. Neumann), wollte ich mir doch mal ein genaueres, wenn mir als Laien möglich: ‚objektives‘, Bild machen.

    Den italienischen Intellektuellen Claudio Magris aus Trieste halte ich in seinem Bemühen um Sachlichkeit und in seiner forschenden Gründlichkeit für ungewöhnlich integer. Er bearbeitet schwerpunktmäßig auch das schwierige Thema seiner plurikulturellen Region (Habsburger Donaumonarchie – Deutschland – Jugoslawien – Slowenien – Italien) mit einem Bewusstsein für diese plurikulturelle Vergangenheit. Nicht umsonst ist er Germanist.

    Gilles Kepel halte ich für einen seriösen Islamwissenschaftler, der mir auf der Suche nach Erkenntnis, (weil) ohne jedes Ressentiment (anti-arabischer anti-islamischer Konnotation), als den Idealfall eines Analyse-Interesses „sine ira et studio“ (Tacitus) zu vertreten scheint.
    Kürzlich erschien ein tiefgründiges weitthematisches Interview mit Gilles Kepel „L’Arabie Saoudite est en train de transformer le wahabisme en une sorte d’église de l’Islam“ in der tunesischen Zeitung ‚La Presse de Tunesie‘ (11.04.2012),
    das mir – auch in seiner Recherche- und Analyse-Aufrichtigkeit des ‚sine ira et studio‘ – sehr überzeugend schien
    http://www.lapresse.tn/11042012/48126/larabie-saoudite-est-en-train-de-transformer-le-wahabisme-en-une-sorte-deglise-de-lislam.html

  550. 572.

    also den Idealfall

  551. 573.

    @TH #556

    Führen Sie doch einfach ein Leben gestützt auf die technisch-zivilisatorischen Leistungen der arabisch-islamischen Welt und innitiieren Sie so eine Trendwende in der Technologienutzung.

    :smile:

    • 27. April 2012 um 08:20 Uhr
    • riccardo
  552. 574.

    @ Holms

    ad 556

    Führen Sie doch einfach ein Leben gestützt auf die technisch-zivilisatorischen Leistungen der arabisch-islamischen Welt und innitiieren Sie so eine Trendwende in der Technologienutzung.

    Als zwang – sie haben zu führen… – könnte man das sogar als ein Pädagogikkonzept verstehen für all unsere freunde der Überlegenheit oder Gleichwertigkeit der islamischen kultur 😀

    • 27. April 2012 um 08:43 Uhr
    • Zagreus
  553. 575.

    @556
    Sie wissen, dass Sie auf dem Niveau argumentieren: Wer glaubt, ich sei ein schlechter Golfer, soll mich erst mal auf dem Tennisplatz sehen?
    Was hat denn bitte schön ein israelischer IT-Entwickler mit einem ultraorthodoxen Verweigerer jeglicher Erwerbsarbeit zu tun, der als Siedler in Hebron seine arabischen Nachbarn terrorisiert?
    Veranstaltungen, die nach dem Motto ablaufen, die Leistungen des ersteren zu würdigen, DAMIT man gar kein Interesse mehr hat,auf die andere Seite des „Sicherheitszaunes“ zu blicken, mehr noch, damit man sich als Verräter fühlt, wenn man es doch tun möchte, sind einfach mehr als bedenklich. Wenn die Likudpartei oder meinetwegen Worldlikud sich als Veranstalter und Finanzierer solcher Touren anbietet, so sei es drum. Aber hier werden Gelder nicht zweckdienlich verwendet, wenn nicht gar veruntreut.
    Anlässlich einer Sportveranstaltung in Florida, bei der die Allianz-Versicherung als Veranstalter fungierte, demonstrierten amerikanische Juden vor dem Tor und forderten von der Allianz Entschädigungen für verlorene Gelder. Versicherungspolicen zwischen den deutschen Versicherern und Juden waren unwirksam erklärt worden in der NS-Zeit und die Beiträge waren einbehalten worden. Weiß jemand, was mit dem Geld bis 1945 geschah? Verblieb es bei den Versicherern? Wurde es an das Reich abgeführt so wie die ausgebrochenen Goldkronen? Sind die deutschen Versicherungsgesellschaften von damals zur juristischen Verantwortung zu ziehen?
    Soviel ich weiß, wurde der Entschädigungsfond gerade deswegen geschaffen, um solche im Detail wohl kaum nachvollziehbaren und regulierbaren offene Fragen auf eine andere Ebene zu führen und
    den Geschädigten einen zentralen Ansprechpartner zu geben.
    Dieser ehrenwerten Aufgabe hatte sich die JCC gestellt. Warum sagte das den Demonstranten vor der Sportstätte keiner: „Schreibt an die Jewish Claims Conference, die hat das Monopol auf die Anerkennung und Regulierung dieser Ansprüche“.
    Soll man den Leuten jetzt sagen: Von dem Geld fährt jetzt eine Studentengruppe gerade zum See Genezareth?

    • 27. April 2012 um 09:26 Uhr
    • Krischan
  554. 576.

    @ K

    Ihre selbstgefällige Heuchelei wäre erträglicher, wenn Sie eben auch die ‚Guided Tours‘ von PeaceNow, oder die beliebten Steingungsangriffe auf israelische Autofahrer ebenfalls erwähnen würden.

    Und was hat bitte das Birthrightprogramm mit Haredim, IT-Entwicklung, den Ansprüchen von Holocaust-Überlebenden, der JCC, oder Hebron zu tun?

    • 27. April 2012 um 09:36 Uhr
    • Serious Black
  555. 577.

    @ Publicola

    “sine ira et studio” – Hier ein Beispiel aus der Islamischen Welt für ein säkular-simpel-moderates Politikziel als Alternative zu konfessionellem Extremismus: Schlichte ethno-staatliche Belobigung.

    http://www.turkishweekly.net/news/134964/resolution-praising-turkey-39-s-role-on-syria-submitted-at-u-s-house-of-representatives.html

    „A resolution praising Turkey’s role on Syria and its assistance to Syrians escaping from the violence implemented by the Bashar al-Assad regime was submitted to the U.S. House of Representatives.

    House Resolution 632″ … Wer diese Zahl verpasst …

    Gegenüber solch einem Mainstream ist für mich jedweder Extremismus eine Annäherung an „Normalität“. Die Extremisten wollen Utopisches (bzw. Dystopisches) mit Gewalt; und der Mainstream bittet um Anerkennung dafür, dass man schon der Größte sei.

    In DIESER Hinsicht mag die Türkei ein Vorbild für Ägypten sein.

    @ Z.,r.

    Krischan muss aber wohl noch erst durch dieses türkische „mir sans bereits“ Stadium hindurch.

    @ Krischan

    „Was hat denn bitte schön ein israelischer IT-Entwickler mit einem ultraorthodoxen Verweigerer jeglicher Erwerbsarbeit zu tun, der als Siedler in Hebron seine arabischen Nachbarn terrorisiert?“

    Sicherheitszone und demographisches Schwungrad – so generell.

    Die Effektivität im einzelnen ist in der israelischen Öffentlichkeit ein heiß diskutiertes Dauerthema; noch nicht mitbekommen ?

    „gar kein Interesse mehr hat,auf die andere Seite des “Sicherheitszaunes” zu blicken“

    Studienreisen über zeitgenössisches Arabisches Leben werden noch viel stärker gefördert, von der UNO z.B. Finnlandisierungserfahrene Teilnehmer bevorzugt.

    Bewerben Sie sich da doch zum Mit-inspizieren und schlagen Sie vielleicht eine Mandatserweiterung zur Eruierung des Standes der zivilgesellschaftlichen Menschenrechtsbeachtung in den syrischen Palästinenserlagern vor. Mit freier Rede und Gegenrede für PFLP und Al Kaida. Da werden Sie garantiert nicht belogen, weil da jeder seine Wahrheit sagen wird !

    „Warum sagte das den Demonstranten vor der Sportstätte keiner: “Schreibt an die Jewish Claims Conference, die hat das Monopol auf die Anerkennung und Regulierung dieser Ansprüche”.“

    Weil Sie nicht da waren; Sie müssen lernen, proaktiver mit solchen Terminen umzugehen. Hinterher ist jeder klüger.

    Wußten Sie schon, dass ein Spitzenrang an Korruptions- und Verunteuungsverurteilungen nicht automatisch auf einen Spitzenrang bei diesen Delikten schliessen läßt ? Pakistan z.B. hat das gerade erkannt und fängt jetzt auch an, zu verurteilen.

    • 27. April 2012 um 09:59 Uhr
    • Thomas Holm
  556. 578.

    mx

    der auch nicht wahrnimmt, was in der Gegenwart abläuft.

    Etwas die Kolonisierung nach Salamitaktik?

    • 27. April 2012 um 10:24 Uhr
    • Andreas Wetter
  557. 579.

    @ AW

    „Etwas die Kolonisierung nach Salamitaktik?“

    Der größere Kontext ist: Selbstbalkanisierung nach Warlordart.

    Da kann man die Frage, unter wessen Schutz man steht, oder gerät, nicht mehr allein traditionell-eng: antikolonialistisch; antiimperialistisch behandeln.

    • 27. April 2012 um 10:33 Uhr
    • Thomas Holm
  558. 580.

    @TH

    die übliche Taktik um vom wesentlichen abzulenken.

    • 27. April 2012 um 10:37 Uhr
    • Andreas Wetter
  559. 581.

    @ AW

    „die übliche Taktik um vom wesentlichen abzulenken“

    Ein guter Punkt für einen zivilisierten Dissent; was das Wesentliche ist, wird sich herausstellen, allerdings kaum auf zivilisierte Art.

    Wir sind da schon verdammt privilegiert mit unseren Möglichkeiten zu zivilisiertem Dissent.

    • 27. April 2012 um 10:41 Uhr
    • Thomas Holm
    • 27. April 2012 um 10:41 Uhr
    • Keine Abitte
  560. 583.

    @ SB

    Und was hat bitte das Birthrightprogramm mit Haredim, IT-Entwicklung, den Ansprüchen von Holocaust-Überlebenden, der JCC, oder Hebron zu tun?

    Die Judn Schtonk!

    • 27. April 2012 um 11:08 Uhr
    • Keine Abitte
    • 27. April 2012 um 11:45 Uhr
    • Serious Black
  561. 585.

    Apropos Tariq Ramadan

    Not long ago, the son of one of al-Dawalibi’s colleagues in the post-war al-Husaini network, the New York Times allowed Tariq Ramadan without contradiction to assert falsely that the Muslim Brotherhood had always been a moderate, pro-British, pro-democratic group that had nothing to do with the Nazis. Every historian of the period knows Ramadan was lying. Hundreds of thousands of New York Times readers don’t.

    http://pjmedia.com/barryrubin/2012/04/27/exclusive-an-islamist-nazi-collaborator-is-transformed-into-a-moderate/

    • 27. April 2012 um 12:18 Uhr
    • Serious Black
  562. 586.

    OT Ägypten

    Die Parteien der besonders korantreuen Muslime machen sich in Ägypten für Frauenrechte, selbst nach dem Tod der Frauen, stark. Ach nein, sry, ich meinte Männerrechte auch nach dem Tod der Frauen. Bekanntlich gibt der Koran Männern ja die sexuelle Verfügungsgewalt über Frauen:

    „Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt…“

    Und das soll nun auch noch 6 Stunden nach dem Tod der Frauen gelten. Kein Scherz!
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2135434/Outrage-Egypt-plans-farewell-intercourse-law-husbands-sex-dead-wives-hours-AFTER-death.html#ixzz1tEGechWH

    Allahu Akbar! 😀

    • 27. April 2012 um 12:24 Uhr
    • Bellfruta87
  563. 587.

    @ bellfruta87

    und da sage noch mal einer, dass die guten ägyptischen Muslime nicht offen sind für alle möglichen sexuellen Ausrichtungen; sogar nekrophile unterstützen sie!
    (und da sage noch mal einer, dass die Wirklichkeit nicht absurder sei als absurdes Theater)

    • 27. April 2012 um 13:16 Uhr
    • Zagreus
  564. 588.

    @ MRX – Ist eigentlich aus Ihrer Expertise die positive Bewertung des französischen Orientalisten Gilles Kepel meinerseits berechtigt?

  565. 589.

    Retrospektiv ja. Bei Prognosen vergaloppiert er sichtaber oft.

    • 27. April 2012 um 22:01 Uhr
    • MRX
  566. 590.

    @ MRX – Mille grazie für Ihre Stellungnahme!

  567. 591.

    @SB
    Wenn die JCC dieses Programm mitfinanziert, ist Ihre Frage, was es damit zu habe, beantwortet. Tun Sie bitte nicht so ,als könne man das überhaupt falsch oder nicht verstehen.
    Kennen Sie die Grußworte Netanjahus an die Teilnehmer des Birthright Programms oder tun Sie nur wieder so, als seien Sie ahnungslos?
    Netanjahu zog die übliche Show ab mit den uns – nicht zuletzt durch Leuten wie Sie- hinlänglich bekannten Lobhudeleien Israels, nämlich den Leistungen auf Gebieten moderner Medizin und Technologie (Laptop, Mobiltelefone, Memorystick…)Das ist wahr und gleichzeitig eine Lüge, wenn er gezielt verschweigt, dass die frommen Kopfwackler, deren einzige körperliche Arbeit darin besteht, Drähte an Masten durch Jerusalem zu ziehen, damit sie die Illusion haben, in umfriedetem Wohnraum zu laben, damit sie am Sabbat ihren Haustürschlüssel mit sich herumtragen dürfen (Malte Henks Artikel im vorletzten Geoheft)und die brutalen Siedler und die „Hügeljugendlichen“ auch ein Teil der israelischen Gesellschaft sind.
    Wieso wiederholen Sie meine Frage? Ich möchte wissen, warum die JCC hier Geld gibt. Es gibt genug mit diesem Geld zu tun. Es gibt Menschen, denen es wirklich zusteht.
    Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, welche Rückwirkungen es haben muss auf die deutsche Gesellschaft, wenn man wiederholt mitbekommen muss, dass diese mit der Moralkeule beschafften Gelder in die falschen Kanäle fließen?
    Erst kommt Unglauben, dann betroffenes Schweigen, dann die Scham des Betrogenen, dann Wut.

    • 28. April 2012 um 11:25 Uhr
    • Krischan
  568. 592.

    @ Krischan

    „Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, welche Rückwirkungen es haben muss auf die deutsche Gesellschaft, wenn man wiederholt mitbekommen muss, dass diese mit der Moralkeule beschafften Gelder in die falschen Kanäle fließen?“

    Doch, zwei, drei, viele Krischans. Sie gehören zur zionistischen Gesamtplanung, aber sagen Sie es nicht weiter !

    „Erst kommt Unglauben, dann betroffenes Schweigen, dann die Scham des Betrogenen, dann Wut.“

    Nennen Sie es Zorn, dann bringen Sie die Frommen auf Ihrer Seite.

    • 28. April 2012 um 12:14 Uhr
    • Thomas Holm
  569. 593.

    @Krischan:

    Individuelle Forderungen zu stellen, obwohl sich völkerrechtlich korrekt Staaten oder Organisationen wie die JCC kollektiv über Entschädigungen geeinigt haben, ist keine jüdische Spezialität:

    http://www.n-tv.de/politik/Berlin-muss-nicht-entschaedigen-article5406486.html

    • 28. April 2012 um 13:11 Uhr
    • Arjen van Zuider
  570. 594.

    it tells us something about the tendency for Western media to believe absolutely anything about Islamists

    While I appreciate that the Daily Mail sifts the Internet daily for news pieces that will confirm to its readers that Muslims are all book-burning, wife-incarcerating, turban-wearing lunatics, and while I appreciate that this item is particularly attractive because of its salaciousness, if Lee Moran had troubled himself to do a little bit of research beyond translating an op-ed and a TV talking head, he would have discovered that in fact, a draft law to allow men to bonk their deceased wives does not exist. This may seem remarkable, given that Egyptians (i.e. scary mooslems) revolted in 2011 for PRECISELY this right, but there we are.
    If Mr Moran’s googling had been more thorough he would have discovered that this rumour was started by a local wacko who, alas, has a public platform by virtue of the fact that he owns a satellite channel.

    • 28. April 2012 um 14:48 Uhr
    • Andreas Wetter
  571. 595.

    „Western Media“? Interessanter finde ich, wieviele Ägypter und andere Araber offenbar bereit sind, so etwas zu glauben – die Geschichte wurde ja von den westlichen Medien nur deshalb so unkritisch aufgenommen, weil sie in der arabischen Welt auch in seriösen Medien zirkulierte (wenn auch mit diversen caveats, die im Westen dann weggefallen sind).

    • 28. April 2012 um 15:00 Uhr
    • Arjen van Zuider
  572. 596.

    # 594 – Dank an Andreas Wetter für den Hinweis (Link) auf die quellenkritische Untersuchung (Gesetzesvorschlag: Leichenschändung/Ägypten) des Middle East Journal!

  573. 597.

    @TH
    Lassen Sie bitte Ihren aussagelosen Hohn. Ich meine Wut, irrationale, dumpfe Wut, keinen Zorn, mit dem man sich zum Werkzeug des Allmächtigen berufen fühlt ( Oder was meinen Sie mit der Anspielung auf die Frommen?).

    • 29. April 2012 um 09:48 Uhr
    • Krischan
  574. 598.

    @ K #591

    mit der Moralkeule beschafften Gelder

    Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß die Claims Conference auch von Israelis aller politischen Richtungen lebhaft kritisiert wird (z. B. Isi Leibler)?

    Zur indirekten Finanzierung der Hamas durch die internationale Gemeinschaft fällt Ihnen natürlich nichts ein.

    • 29. April 2012 um 20:19 Uhr
    • Serious Black
  575. 599.

    @ Krischan

    Dankeschön für die Klarstellung ich hatte Sie bereits als Medium eingeordnet.

    Ich kann mich nur mit einer bescheidenen Denksportaufgabe revangieren:

    Britischer Islamkonvertit geht für das Rote Kreuz nach Pakistan und wird prompt enthauptet: Welche Rolle mag das Judentum spielen; Kreuz !?

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2136919/Khalil-Rasjed-Dale-British-Red-Cross-doctor-dead-Pakistan.html

    • 29. April 2012 um 20:30 Uhr
    • Thomas Holm
  576. 600.

    In einem Video im „Stern“ mit einem Interview mit Tenzin Gyatso, dem derzeitigen 14. Dalai Lama, erwähnt dieser, daß die chinesische Regierung die deutsche Bundeskanzlerin Merkel wegen ihres Gespräches mit ihm und ihrer Unterstützung für die Tibeter „dämonisiert“ habe, und bestätigt lachend, sie sei ein „Dämon“. Wenn dem so sein sollte, dann wäre das in Deutschland herrschende Regime eine DÄMONKRATIE. Vielleicht sollten sich demokratisch gesinnte Bürger dazu aufraffen, die Regierung Merkel zum Rücktritt zu bewegen und eine demokratische Ordnung herzustellen.
    Jedenfalls bedeutet die Verknüpfung des Schicksals der BRD mit demjenigen des zionistischen Gebildes („Israel“) nicht anderes als Hochverrat am deutschen Volk.

    • 30. April 2012 um 17:56 Uhr
    • Lynx
  577. 601.

    Unglaublich beruhigend, wenn China als Definitionsmacht für das Konzept „Demokratie“ anerkannt wird – von einem Foristen.

  578. 602.

    Kritik an Grass-Gedicht ist in aler Munde, wie ich meine:

    In der deutschen Öffentlichkeit wird über ein schlechtes Gedicht gestritten. Die Lage der Menschen im Gazastreifen, über deren Köpfen und Schicksalen wirklich die Frage von Frieden oder Krieg ausgetragen wird, interessiert dabei jedoch nicht. Lesen Sie bitte diesen tollen Essay von René Wildangel zu Ende, es lohnt sich.

    http://de.qantara.de/Grass-Gedicht-in-Gaza-gelesen/18949c502/index.html

    • 4. Mai 2012 um 17:13 Uhr
    • Denkerheute
    • 4. Mai 2012 um 17:57 Uhr
    • Keine Abitte
  579. 604.

    as the demonstration progressed towards the construction site of the fence, several young men of Arab appearance, unknown to organizers and thought to have come from neighboring villages, started throwing stones, giving the soldiers the queue they needed to disperse the demonstration with tear gas and make arrests. According to several witnesses, leaders in the popular struggle approached the young men and asked them to stop throwing stones – at which point the strangers pulled out concealed guns and handcuffs and arrested the people who asked them to stop. It would later be made known that these were combatants in the IPS elite anti-riot unit Metzada (“Masada”), lent to the army to infiltrate demonstrations and make them violent.

    http://972mag.com/commander-admits-undercover-israeli-officers-threw-stones-at-soldiers-in-bilin/44802/

    • 7. Mai 2012 um 12:51 Uhr
    • Andreas Wetter
  580. 605.

    Ulrich Ladurner schreibt in der ZEIT:

    Um einen Krieg vorzubereiten, muss man den Gegner dämonisieren. Genau das geschieht derzeit mit dem Iran. “Der Irre aus Teheran”, “Achse des Bösen”, “Terrorregime” – das sind nur ein paar jener Begriffe, mit denen seit geraumer Zeit aus dem Westen Richtung Iran gegiftet wird. Der Grundtenor: Das iranische Regime ist unberechenbar, ja, es ist geradezu verrückt.

    Wahr ist das Gegenteil: Das iranische Regime verhält sich rational und es ist berechenbar.

    … und dann ist der Artikel auch schon fast zu ende – und erntet übrigens fast nur zustimmung …

    http://blog.zeit.de/ladurnerulrich/2012/05/09/der-iran-und-die-frage-nach-der-politischen-vernunft/

    AUA !
    kann ich nur sagen…

  581. 606.

    Die Kommentare sind alle viel zu lang. Wir sind ja nicht bei der Frankfurter Allgemeinen, sondern im Internet.

    • 30. Mai 2012 um 11:53 Uhr
    • Kommentare viel zu lang
  582. 607.

    Wer glaubt schon an die Mär von der Vernichtung Israels durch einen iranischen Atomwaffenangriff? Wäre doch auch die arabische Bevölkerung, die etwa 20 % der israelischen Gesamtbevölkerung ausmacht, davon betroffen und auch – kollateral – die palästinensische Bevölkerung in den von Israel besetzten Gebieten. Würde Iran diesen ‚Brudermord‘ begehen, wo es sich doch als Fürsprecher der arabisch-palästinensischen Sache geriert. So entpuppt sich diese Mär als Mittel israelischer Politik sich weiterhin in Narrenfreiheit zu üben und den Westen für seine völkerrechtswidrigen Interessen zu missbrauchen.

    • 31. Mai 2012 um 08:50 Uhr
    • Schumann
  583. Kommentar zum Thema

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