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Israelhass als Popkultur

Von 11. Juni 2012 um 10:57 Uhr

Ein ägyptischer Rapper namens Amr El Masry macht aus Israelhass einen eingängigen Song.
Dank an Peter Beinart dafür, dass er auf diesen Clip aufmerksamn gemacht hat.

Kategorien: Ägypten, Israel
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Jetzt sind aber zwei überrascht.

    • 11. Juni 2012 um 11:53 Uhr
    • MRX
  2. 2.

    Ich vermute fast das dieser Song die Antwort auf die “Iran we love you!” Aktion eines Israelis ist. http://www.youtube.com/watch?v=bn-tX_VR7co

    Von der zeitlichen Abfolge kommt es zumindest hin.

    • 11. Juni 2012 um 11:55 Uhr
    • Bellfruta87
  3. 3.

    er isreal-hass – so mein Einruck – scheint unter gerae Jugendlichen weit verbreitet zu sein – und war auch unter Jugendlichen, denen man am ehesten eine aufgeklärte, moderne, tolerante haltung unterstellen würde wie eben diversen pop-sängern und deren anhängern.

    Ich frage mich ernsthaft, warum das so ist – also warum ist . B. in einem Land wie Ägypten unter deren Jugendlichen der Israelhass bw. hierfast synonym verwendbar: der Judenhass, also Antisemitismus, so weit verbreitet – was haben die davon, was bewirkt dieser hass – wird hierüber ein gemeinschaftsgefühl mit leben erfüllt oder ereugt oder was ist es?
    Denn einfach nur auf ein art historisches gerechtigkeitsgefühl abzustellen erklärt dies in meinen Augen nicht ausreichend.

    • 11. Juni 2012 um 11:57 Uhr
    • Zagreus
    • 11. Juni 2012 um 12:22 Uhr
    • Serious Black
  4. 5.

    @ Z #3

    MJT gibt einen Teil der Antwort:

    Tunisia is moderate and even liberal compared with other Arabic-speaking countries, but the place still suffers from a heady case of Israel Derangement Syndrome. More than half the people I interviewed complained about Israel at least once even when I didn’t ask about it. Not a single one of these people—not a one—based their complaint in reality. They were jousting with a fantasy Israel that only exists in their minds.

    The only thing that filed the edge off is the fact that nearly every Tunisian I interviewed supports a two-state solution and eventual normalization. I was slightly surprised by this, actually. The possibility of one day establishing normal relations with Israel is a hot controversial subject in Tunisia right now.

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/where-arab-spring-began

    • 11. Juni 2012 um 12:25 Uhr
    • Serious Black
  5. 6.

    @ SB

    beide von ihnen verlinkte Interviews kenne ich.

    Aber irgendwie hab ich immer noch keine antwort – ich gehe einfach grundsätlich avon aus, dass jeman etwas, was er macht, etwas bringt oder zumindest unterm Strich keinen nachteil bringt.

    “They were jousting with a fantasy Israel that only exists in their minds.”

    Was soll das sein – der große (fantasy-)prügelknabe, den man für alles , was irgendwie schief läuft, verantwortlich machen kann. Also eigentlich gar nichts das ‘echte’ israel, sondern ein propanz, der wie eine dämonische Macht ins leben eingreift. Früher hat man irgendwelche dämonenabwehreichen sich auf die schwelle oder den türrahmen geschmiert und ein gebet gesprochen, wenn eine schwarze katze von links in den blick kam, nun schimpft man eine runde auf israel und die juden, wenn im leben was schief läuft?

    Das ganze ist irgendwie hochgradig schwachsinnig und noch viel mehr hochgefährlich, weil sowas allzuleicht zu neuen genozidalen handlungen führen kann.

    Schon alleine diese frage: ‘bis du ein Zionist?’ ur begrüßung erinnert an die Frage: ‘Bist du vo Teufel besessen?’ – wenn ja, red ich nicht mit dir…

    • 11. Juni 2012 um 12:37 Uhr
    • Zagreus
  6. 7.

    Israel-Hass und Antisemitismus sind in der arabischen Welt insgesamt und in Ägypten insbesondere Mainstream über alle Gesellschaftsschichten und politischen Richtungen hinweg. Zumindest in diesem Punkt scheint die jahrzehntelange Propaganda der Muslimbrüder gegriffen zu haben. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, dass auch ein Nasser einst Mitglied der Muslimbrüder war – sein Putsch wurde maßgeblich von dieser Gruppe mitgetragen und noch als Staatschef hat er die “Protokolle der Weisen von Zion” öffentlich als Lektüre empfohlen.

    • 11. Juni 2012 um 12:56 Uhr
    • Heiko Heinisch
  7. 8.

    @ Z

    ich gehe einfach grundsätlich avon aus, dass jeman etwas, was er macht, etwas bringt oder zumindest unterm Strich keinen nachteil bringt.

    Leider gibt es Menschen in deren Weltbild eine ‘win-win-Situation’ keinen Platz hat. So irrational uns das erscheinen mag, die Araber fechten seit hundert Jahren den Konflikt mit dem Zionismus als Nullsummenspiel aus.

    Irgendetwas sorgt dafür, daß Niederlagen nicht akzeptiert werden. Auch lange zurückliegende Niederlagen werden von Teilen der islamischen Welt nicht verwunden.

    Following are excerpts from an interview with Dr. Subhi Al-Yaziji, dean of Koranic studies at the Islamic University of Gaza, which aired on Al-Aqsa TV on May 25, 2012:

    Subhi Al-Yaziji: The conquest of Andalusia is an old dream, something Muslims proudly hope for and will continue to hope for in the future.

    [...]

    We place our hopes in Allah and trust that the day will come when our triumph will not be restricted to Palestine. Our hopes go beyond that – to raise the banner of the Caliphate over the Vatican, the “Rome” of today, in accordance with the hadith of the Prophet Muhammad: “Constantinople shall be conquered and then Rome.”

    hxxp://www.elderofziyon.blogspot.de/2012/06/muslim-clerics-set-their-sights-on.html

    oder -sponsored by UN- hier:

    • 11. Juni 2012 um 13:14 Uhr
    • Serious Black
  8. Kommentar zum Thema

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