Ein Blog über Religion und Politik

Ägyptens Revolution: It’s All Over Now, Baby

Von 19. Juni 2012 um 09:21 Uhr

Die Fragen aus meinem Post der letzten Woche über die Lage in Ägypten scheinen vorerst beantwortet: "Wieviel Freiraum wird das Militär dieser Entwicklung gewähren? Wird sich Ägypten mehr in Richtung der Türkei oder mehr in Richtung Pakistan entwickeln?"
Erstens: Keinen Freiraum. Zweitens: Eine Kombination von beiden: Die Auflösung des Parlaments und die folgende Verkündigung über die beschränkten Kompetenzen des kommenden Präsidenten lassen erkennen, dass das ägyptische Militär die Technik des "Soft Coups" türkischer Provenienz beherrscht, um wie das pakistanische Militär ("Military Inc.") seine massiven (auch wirtschaftlichen) Interessen abzusichern. Klar ist jedenfalls, dass die Generäle beabsichtigen, das Land nicht zu demokratisieren.

Militärs halten seit vielen Jahrhunderten die Macht in den Händen am Nil – mal unter fremder Oberherrschaft, mal als Autokraten – warum sollten sie jetzt freiwillig die Macht abgeben?

Die ägyptische Revolution scheint vorerst abgebrochen. Ob sie auch schon gescheitert ist, weiß man noch nicht. Aber etwas ist zuende gegangen.

Als ich hier zuerst vor 5 Jahren über den ägyptischen Blogger Sandmonkey schrieb, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass er heute, im Sommer 2012, auf eine Revolution zurückblicken würde, die zwar den Diktator Mubarak hinweggefegt hatte, am Regime aber nichts grundsätzlich hat ändern können. Unvorstellbar schien so etwas damals. 2009 besuchte ich mit einer kleinen Delegation des damaligen Innenministers Schäuble Ägypten. Das einzige interessante politische Thema damals war, ob Omar Suleiman Mubarak nachfolgen würde - oder doch Gamal Mubarak, und ob sich damit also auch in Ägypten eine  Diktatorendynastie bilden würde, wie man sie aus Syrien kannte (und wie man sie bald, so vermutete man, in Libyen erleben würde). Die Ägypter, mit denen wir sprachen, schauderten bei der Vorstellung: "Wir sind nicht Syrien!" Das war für die stolzen Ägypter extrem wichtig: Nicht ein Land zu sein, in dem die Menschen sich vor angemaßter Legitimität einer Fake-Dynastie beugen. Es ist eine Sache – und schlimm genug –, von Generälen oder Ex-Generälen regiert zu werden, und eine andere: von deren Söhnen. Vielleicht ist es das, was von der Revolution bleibt?

Sandmonkey, dessen wahren Namen Mahmoud Salem wir seit der Revolution kennen (immerhin, es gibt weniger Angst in der Gegenöffentlichkeit!), hat nun in einem bewegenden Blogpost das erste Kapitel der Revolution für beendet erklärt.

We went into the revolution with the same thinking that people like me had back in 2005: we must remove Mubarak, stop his son from inheriting us, and get democratic elections. All of us had those goals and not a single vision on what to do afterwards, because the removal of Mubarak was such a pipedream. So, you successfully dethrone a tyrant, and you have neither plan nor vision on what to do afterwards, and no real understanding of the regime itself, then, quite naturally, you fall flat on your face, and we have been doing that for the past 18 months.

Sandmonkey schreibt in seinem Post auch, dass er einen ungültigen Wahlzettel abgegeben hat. Unter den Revolutionären, auch bis in säkular-liberale Zirkel hinein, hatte es vor der Wahl eine Debatte gegeben, ob man dem Muslimbruder Mursi nicht doch den Vorzug vor Achmed Schafik geben müsse, dem letzten Premierminister Mubaraks, und damit einem Kandidaten des Alten Regimes. Sandmonkey weigert sich, sich eine solche Alternative aufzwingen zu lassen.

I invalidated my vote, mainly because I refuse to succumb to fear-politics and thinking that they both suck as candidates. That being said, I have been under continuous attack from many of the revolutionaries for not supporting Morsy. Well, my dear friends, I am sorry that you are a bunch of cowards that let your fear control your political choices. I am not that kind of man. If I attacked Morsy, it’s because I don’t want him being dubbed the revolution’s candidate, because he simply isn’t, and will never be in my eyes. Our revolution called for a civil state: nonreligious, non-military, and this guy will try to form a religious military state. The people who supported Morsy, believing that the MB will change or be democratic, are really 3 groups: 1) People pissing in their pants out of fear, 2) People who made deals with the Brotherhood (...), and 3) people who are stupid enough to believe that the MB will change or not betray them the first chance they got.

Bemerkenswert ist nicht zum ersten Mal die Selbstkritik des Revolutionärs Mahmoud Salem. Er weist seine Freunde darauf hin, dass die "revolutionäre Legitimität" aufgebraucht ist. Die Menschen wollen Ergebnisse sehen:

If you are a revolutionary, show us your capabilities. Start something. Join a party. Build an institution. Solve a real problem. Do something except running around from demonstration to march to sit-in.

Interessanter Weise ist Sandmonkey "weder deprimiert noch demotiviert", und er zählt die Errungenschaften des letzten Jahres auf:

      • Hosny Mubarak, his son and his VP are not ruling us.
      • The NDP is broken into many different pieces
      • The next President is chosen through fair, competitive and democratic elections, not matter what the outcome.
      • Freedom of Expression, press and speech.
      • The weakening of the MB, the salafis, the end of using religious speech for political gains (Notice how Morsy didn’t say a single Sharia thing in the past 2 weeks)
      • Serious understanding to the nature of the state we live in and the roots of its problems, which we never really knew before.
      • Interlinking between individuals all over the governorates that would’ve never taken place otherwise.
      • Serious weakening of classism in a classist society
      • Incredible amount of art, music and culture that was unleashed all over the country
      • Entire generations in schools and universities that have become politicized, aware and active.
      • A serious evaluation of our intelligentsia and why they suck.
      • Discovering the difference between symbols and leaders, and our need for the latter than the former.

 

Sandmonkey hat sich seinen sarkastischen Humor bewahrt. In einem seiner Tweets von gestern schreibt er, diejenigen, die sich über die neiden Kandidaten beunruhigt haben – der Islamist gegen den Büttel der Militärs – könnten sich abregen, denn die Militärs hätten dafür gesorgt, dass jeder neue Präsident nicht mehr als ein Grüßonkel sein werde.

Kategorien: Ägypten
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Sehr guter Artikel!

    Was das anbelangt:
    „die zwar den Diktator Mubarak hinweggefegt hatte, am Regime aber nichts grundsätzlich hat ändern können“

    In meinen Augen strotzten solche Ansichten vor einer naivität sondersgleichen – denn kein Diktator, egal, wer es auch immer sei, hat als ein einzelner mensch die möglichkeit viele andere Menschen zu unterdrücken – er ist immer auf die Hilfe anderer dabei angewiesen.
    Das heisst, dass es bei jeder Diktatur vielleicht der Diktator im Rampenlicht steht, er aber immer von sehr vielen menschen, in der regel von ganzen institutionen und Bevölkerungsschichten, unterstützt wird und er auch auf diese rücksicht nehmen muss 8sie stellen seine machtbasis ja dar).
    Ob ein Hitler, talin, ob ein Kim in Nordkorea oder eben ein Mubarak – all diese Leute präsendierten im grunde nur diverse Gruppierungen (arteien, ideologien, militär, bestimmte klassen [wie großgrundbesitzer] – und sind persnlich nur insoweit am mächtigsten, als sie es schaffen einige dieser gruppierungen gegeneineander auszuspielen, so dass sie sich gegenseitig blockieren. Ansonsten dürfen sie innerhalb eines relativ unbedeutenden rahmens machen was sie wollen – und bei den wichtigen sachenmüssen sie sich absprechen oder zumindest rücksicht auf diverse interessenlagen im eigenen lager nehmen.

    Wie auch immer: mubarak war nur eine personifizierung des eigentlichen regimes – und das ist anscheinend in Ägypten vor amllem das Militär – das nicht nur eine Militärmacht darstellt, sondern aufgrund militäreigener btriebe in einem größerem Umfang, auch eine Wirtschaftsmacht – was wiederum bedeutet, dass das Miliär dort relativ unabhängig von politischen und gesellschaftlichen strukturen ist, da es sich slebst mit geld und gütern versorgen kann (und nicht von außerhalb des Militärs stehenden kräften auf zulieferungen und geldbewilligungen [wie über das haushaltsrecht eines parlamentes] angewiesen ist).

    Von daher kann man ruhig sagen, dass in ägypten die revolution gescheitert ist bzw. war als klar wurde, dass die machtbasis des Militärs nicht aufgelöst wurde – und mubarak als person oder amtsinhaber spielte dabei nur eine symbolische rolle als ‚Gesicht‘ oder ‚personifizierung‘ dieses machtapparates.

    • 19. Juni 2012 um 10:11 Uhr
    • Zagreus
  2. 2.

    Passend zum Artikel stelle ich meinen Kommentar aus dem Nachbarthread nochmal ein

    • The weakening of the MB, the salafis, the end of using religious speech for political gains (Notice how Morsy didn’t say a single Sharia thing in the past 2 weeks)

    Das ist eher taktisches Kalkül. Ich halte es für sehr gefährlich, dies als ein Zeichen von Schwäche zu interpretieren.

    Mit einer soliden islamistischen Mehrheit(75%) im Parlament, fühlte sich die MB schon als sicherer Sieger im Machtkampf um Ägypten. Immerhin hatte der SCAF schon mehrfach die direkte Konfrontation mit der MB gescheut (beispielsweise, als die Parlamentswahlen zu Lasten der anderen Parteien vorgezogen wurden).

    Offenbar wurde die MB vom knappen Wahlergebnis der Präsidentenwahl, der Streichung diverser Präsidentschaftkandidaten und schließlich dem Kassieren der Parlamentswahl eiskalt erwischt.

    Die harte Notbremse des Gerichts (sicherlich im Auftrag des SCAF) zeugt von einer dramatischen Einschätzunug der Lage. Der SCAF sah sich wohl vor der Wahl zwischen Skylla (als konterrevolutionär wahrgenommen zu werden, was bislang möglichst vermieden wurde) und Charybdis (Ägypten dem islamistischen Monster zum Fraß vorzuwerfen).

    Das alles hat die Muslimbruderschaft auf dem Weg zur Machtergreifung zwar ein gutes Stück zurückgeworfen, aber geschächt hat es sie keineswegs. In gewisser Weise hat der Coup sogar Munition gegen den SCaF und Schafiq geliefert.

    Nun bleibt abzuwarten, ob die MB davon profitieren kann, zumal (… the clash with the state and the MB is inevitable and coming …)
    sich das Ganze sogar Richtung Algerien (200.000 Tote) oder auch Iran (islamistisches Terrorregime) entwickeln könnte.

    Sandmonkeys Verweigerungshaltung finde ich naiv und irgendwo auch symptomatisch.

    Natürlich ist die Wahl zwischen Mursi und Schafiq, eine zwischen Pest und Cholera.
    Aber deren Anhänger werden gültige Stimmzettel abgeben. Statt sich schmollend in die Ecke zu stellen, müßte angepackt und den Ägyptern eine glaubwürdige politische Alternative gegeben werden
    (Die MB hat mit ihrer jahrzehntelangen Basisarbeit einen nahezu uneinholbaren Vorsprung).

    • 19. Juni 2012 um 10:23 Uhr
    • Serious Black
  3. 3.

    Ägypten ist am Arsch, wenn sich einige europäischen Staaten nicht mal selbst ernähren können, wie soll das ein 82 Millionen Arab Volk ohne Öl schaffen können.

    Spannend wird es, wenn sich ein paar Millionen ausgehungerte Arabs auf die israelische Grenze zubewegen, dann wird es lustig werden oder auch nicht

    • 19. Juni 2012 um 12:12 Uhr
    • cem.gülay
    • 19. Juni 2012 um 13:08 Uhr
    • Bulut darf
  4. 5.

    Marriex

    Friedmann

    Man kann doch nochmal träumen dürfen.

    Sie Stänker.

    Intelligenz und logische Denken ist heute einfach nicht mehr gefragt.

    Finden Sie sich damit ab, als aussterbende Spezies

    • 19. Juni 2012 um 13:17 Uhr
    • cem.gülay
  5. 6.

    „“Wir sind nicht Syrien!” Das war für die stolzen Ägypter extrem wichtig“

    Und das wollen sie auch heute erst recht nicht werden.

    Ägypter (und Libyer) wollten keine Sohnemänner, obwohl die betreffenden Stammhalter sich bereits mit Investmentbanking befasst hatten. Statt dessen läuft der syrische Sohn Amok und das Vorbild des „Modell Türkei“ schrumpft zu einer vagen Hoffnung, dass der Islamismus zu einer demokratischen Karikatur an der Kette der Militärs sich zurück-degenerieren möge, damit die Knute bitteschön im Sack bleiben kann.

    Diese kleinmütige Hoffnung dürfte eine (un)heimliche Mehrheit in den ägyptischen Hinterköpfen haben; jedoch spielen dabei nicht mit:

    Innenpolitisch: Die Salafisten und die Facebook-Aktivisten.

    Außenpolitisch: Teherans Anspruch auf eine antizionistische Herrschaft über die Sunniten nach Art der Hisbollah. Teheran will, dass Friedhofsruhe von Beirut bis Basra herrscht – und dann den Konflikt mit Israel eskalieren. Alles jeweils bis zum letzten Sunniten; falls erforderlich.

    Die Rationalität eines Burgfriedens zwischen SCAF und der MB könnte es sein, Ägypten von diesem Programm fernzuhalten.

    Doch für ein solches klammheimliches Stillhalteprojekt ist die ökonomische und soziale Basis zu wackelig, oder besser: abwärts-rutschig.

    Ein „Modell Pakistan“ wäre eine Vision, zu der im Falle Ägyptens der Financier fehlt. Selbst wenn der Sinai gar kein schlechtes Terror-Waziristan abgibt; der Financier hat keinen Bock und kein Geld mehr; ein ägyptischer Musharaff bräuchte gar nicht erst geboren zu werden.

    Ein „Modell Türkei“ wäre eine Vision, zu der die Vorgeschichte fehlt und bei welcher: Ökonomie, Geographie und Demographie nicht mitspielen.

    Den Ägyptern fehlt das Talent, sich eisern über Fragen des Befindens hinwegtäuschen zu können, wie halt Türken dies etwa – namentlich auch hinsichtlich ihrer Beliebtheit – vermögen.

    Wasserwirtschaftlich befindet sich das regenarme Ägypten in einer ‚syrisch-irakischen‘ Lage, mit: statt der Türkei als Land der Quellen: afrikanischen Nachbarn im Süden, zu deren Verpflichtungen Rücksichtnahmen auf ägyptische Vitalinteressen nicht mehr gehören.

    Das Management von: Suezkanal (wer darf durch ?) des Sinai (wer darf was wann doch nicht ?) und des Südens (ab wie wenig Wasser: ist Krieg ?) wäre für keinen demokratischen Souverän ein gern genommenes Geschenk.

    • 19. Juni 2012 um 13:38 Uhr
    • Thomas Holm
  6. 7.

    @ Cem

    Spannend wird es, wenn sich ein paar Millionen ausgehungerte Arabs auf die israelische Grenze zubewegen, dann wird es lustig werden oder auch nicht

    Es wird eher unlustig.
    Zum Glück ist einiges an Wüste zwischen Israel und Ägypten.

    Trotzdem scheinen die Israelis schon mal ein paar Panzer Richtung Grenze zu verlegen.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4243969,00.html

    • 19. Juni 2012 um 13:39 Uhr
    • Serious Black
  7. 8.

    Politisch sinnvoll und zeithistorisch richtig profiliert Sandmonkey die Grenze zwischen Demokratie und Islamismus aus der kurzen Geschichte der ägyptischen Aufstandsbewegung heraus, an die sich ja die MB erst nach immer offenbarer werdenden Massenteilnahme opportunistischerweise angeschlossen hatte, und bringt politisch nochmal die Ideale, die die jungen Menschen auf die Straße brachten, in Erinnerung <Our revolution called for a civil state: nonreligious, non-military, and this guy will try to form a religious military state.

    • 19. Juni 2012 um 14:45 Uhr
    • Publicola
  8. 9.

    Wenn das ägyptische Militär die Macht abgibt, dann wird ihnen das Gleiche blühen wie das türkische Militär, die meisten Offiziere landen im Knast, weil die Mullahs eine ägyptische Ergenekon erfinden werden.

    Haschi bulah und die sieben Zwerge

    • 19. Juni 2012 um 15:03 Uhr
    • cem.gülay
  9. 10.

    Mahmoud Salem ist bekannt als Blogger, allerdings ist er inzwischen auch Aktivist der Free Egyptians Party von Naguib Sawiris.

    Für eine seriöse, dem demokratischen Aufbruch in Ägypten verbundene Partei, die ihre auch längerfristige Zukunft als potentiell wählbare und organisierende Partei sieht,
    wäre die Unterstützung des Vertreters des ‚Ancien Regime‘ (NDP) und Militär Shafiq gleichbedeutend mit dem Todes-Kuss der Schwarzen Mamba (gewesen).

    Was vor der Stichwahl überhaupt für einen Aktivisten einer dem demokratischen Umbruch Ägyptens verbundenen Partei möglich war, war eine Analyse des Präsidentschafts-Wahlverhaltens der Kopten und des damit auch zusammenhängenden Erfolges Shafiqs. Das hat Sandmonkey auch – m.E. bravourös – geleistet:
    had the revolutionaries united behind one leader or presidential candidate, they would’ve easily won this election and been in the run-off already, with the Coptic vote firmly behind them.
    But no, it’s not our fault that we chose shitty candidates and ignored their plight for over a year, it’s their fault for picking the least of all evils to them. They are not under any illusions over their choice, but when you have been facing rising and mounting hostility and danger from day one of this revolution, when you seem to be the one always paying the heaviest price, when you are a Coptic Christian, and hear about the verdict to release all Muslims suspects in the Abu Qurqas clashes and giving all Christian suspects life sentences not even a week ago, it’s easy for you to understand why they voted the way they did. Many revolutionaries may feel that the Coptic Christians have abandoned the revolution with their choice, but the uncomfortable truth may be that the revolutionaries abandoned the Coptic Christians a long time ago, and are paying the price for it now.

    http://www.sandmonkey.org/2012/05/29/dont-blame-the-copts/

  10. 11.

    PS – “ … erklärt Pereira“ – wikipedia (en) erklärt Morsi:

    Since the initial round of voting on May 23-24, Morsi has attempted to appeal to political liberals and minorities while portraying his rival Ahmed Shafik as a Mubarak-era holdover.

    According to a number of Christian and conservative news outlets, Morsi allegedly said when asked his opinion of Egyptian Coptic Christians supporting Shafik
    that „they need to know that conquest is coming, and
    Egypt will be Islamic, and that
    they must pay jizya or emigrate.“

    On 30 May 2012, Morsi filed a lawsuit against Egyptian television presenter Tawfiq Okasha, accusing him of „intentional falsehoods and accusations that amount to defamation and slander“ of Morsi. According to online newspaper Egypt Independent, … Egyptian daily Al-Masry Al-Youm,
    Okasha … aired a video allegedly depicting Muslim extremists executing a Christian
    whilst asking „how will such people govern?“ …

    http://en.wikipedia.org/wiki/Mohamed_Morsi

  11. 12.

    @cem.gülay
    Korrekt. Außerdem müßte das ägyptische Militär dann seine „Beute“ mit den Islamisten teilen. (Beute= Staatseinnahmen/ Landbesitz/ Suezkanal/ TouriResorts).Das kriegen die Generäle jetzt schon nicht hin, so das viele untere Chargen Sympathien für die Islamisten haben weil sie leer ausgehen und für Hungersold arbeiten müßen, während die Generäle wie weiland der Mubarak-Clan in Saus und Braus leben.

    Trotzdem denke ich das es keine türkische Lösung gibt, weil es im Falle einer Hungersnot sofort zum Militärputsch kommt, der vom hungerleidenden arabischen Prekariat unterstützt wird.

    Das ist der wesentliche Unterschied zwischen Ägypten und Türkei. In der Türkei konnten die Generäle keine Notlage erzeugen und dann ausnutzen. Dafür ist die Türkei zu reich. Ägypten nicht. Ägypten ist wie Haiti. Ziegenhaltung im 3.Stock der zugemüllten Etagenwohnung inklusive.

    • 19. Juni 2012 um 17:04 Uhr
    • Bravoleser
  12. 13.

    Bravoleser

    War in der Türkei auch nicht anders. Dort hatten die Religiösen auch keine Kohle.

    Heute sind sie die Reichsten in der Türkei.

    Eigentlich ist die Idee der EU und der USA gar nicht so schlecht. Man gibt den Müsli-Brüdern die Macht, dann bleiben sie in ihrem Land und suchen nicht Europas Sozial-Töpfe und es gibt weniger Extremisten.

    Außerdem ist es erwiesen, dass mit dem Wohlstand die Geburtenrate sinkt.

    Für Deutschland hätte ich einen vorzüglichen Vorschlag. Gibt den Müsli-Brüdern die Macht und lasst sie Reich werden, dann ist nix mehr mit 8 Kindern.(siehe Türkei)

    Lässt man sie in Armut, ja dann gibt noch viele Jihads, Abdullahs und Messer-Mehmets.

    Huch, ich Rechtspopulist! He he

    • 19. Juni 2012 um 17:41 Uhr
    • cem.gülay
  13. 14.

    @ cg

    Die Türkei steht wirtschaftlich viel besser da als Ägypten.

    • 19. Juni 2012 um 18:11 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  14. 15.

    HJS

    Na und, ist ja keine Kunst

    Traumtänzer

    • 19. Juni 2012 um 18:14 Uhr
    • cem.gülay
  15. 16.

    Raffinierte Anti-Gangster-PR-Kampagne der Sunniten:

    „Die Täter sind auch unter uns. Oft fallen sie sogar auf, durch ihr bedrohliches Benehmen ,auffällig teure Autos und dicke Goldteile.
    Keiner greift ein. Man lässt sie einfach machen- In neuen Spielcasinos hat sich die Gadhafi-Assad Szene niedergelassen., mit dem Blutgeld der arabischen Völker finanziert.
    Die deutsche Strafverfolgung kümmert sich lieber um Salaf-Prediger und deren Gefolge- ganz nach dem Motto: Die Kindermordkommandos der arabischen Tyrannen sind bei uns integriert. Ihre Prostituierten ficken gut. Die Bärtigen aber nicht- die wollen Sharia.

    AUCH IN DEUTSCHLAND LEBEN SHIA ALAWITEN.flv“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=LWzJyGlvHik

    passiert nix, nur der Text; besser ist das hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=74V0bC2nAho&feature=plcp

    bis 1.25 comedy über Migrantenpädagogik: ‚Isch geb‘ disch Freiheit !’ab 2.40: warum Schiiten eigentlich Juden sind, oder noch schlimmer. ab 3.40 biegen sich dann die Balken.

    • 19. Juni 2012 um 18:23 Uhr
    • Thomas Holm
  16. 17.

    @ Cem

    Außerdem ist es erwiesen, dass mit dem Wohlstand die Geburtenrate sinkt.

    Der größte Teil der islamischen Welt schafft das sogar ohne Wohlstand.

    • 19. Juni 2012 um 18:29 Uhr
    • Serious Black
  17. 18.

    SB

    Die Pakistanis haben gerade eine Geburten Explosion. Die Kurden in der Türkei auch, wie Ägypten.

    Welche armen Länder meinst Du?

    • 19. Juni 2012 um 18:33 Uhr
    • cem.gülay
  18. 19.

    Demographie: Frauenalphabetisierung ist der kick-down, diese hat einen gewissen Wohlstand zur Voraussetzung; funktioniert aber auch bei anschliessender Unter- oder Nichtbeschäftigung, wie im Iran.

    Mit alphabetisierten Frauen gibt es bei Arbeitslosigkeit und Elend eher eine Facebookrevolution als wieder viele Kinder.

    Nordafrikaner, ethn. Türken und Iraner sind auf europ. Niveau; Ausnahmen: Spirituell oder martialisch speziell motivierte Ethnien; Kurden, Gazastreifen, sehr konservative Juden.

    Afganistan und Jemen boomen mangels Mädchenschulen demographisch weiter; bei Pakistan muss man die Ethnien unterscheiden; (eher) urbane Punjabis vs. Paschtunen z.B.

    „Pakistani female singer shot dead“

    Prominente Paschtunin; die pak. Polizei sagt, dass die Taliban sowas nicht machen würden (nein, niemals nie !) und tippt sogar eher auf den Gatten (als Polizeitipp sehr ungewöhnlich !).

    Ob so, oder so: Ein typisches Phänomen aus der Übergangsphase zu geringeren Geburtenraten; bevor Frauen sich herausnehmen können, was anderes zu machen, als viele Kinder zu haben, werden erstmal eine Menge von ihnen umgebracht, was den demographischen Rückgang natürlich auch nicht aufhalten kann.

    http://www.youtube.com/watch?v=zaXc5DWrUwo&feature=plcp

    Gilani wurde übrigens gefeuert. Soweit müssen es die ägyptischen Militärs erst noch bringen, dass solche Typen ein paar Jahre ‚rumhampeln können und erst rausfliegen, wenn sie kaum noch Kohle vom Westen abstauben können; allerdings braucht man für ein Modell Pakistan neben naiven Sponsoren auch eine coole Opposition, die schwer kontrollierbare PolitikerInnen, wie Benazir, quasi auf Knopfdruck wegsprengen können. Soweit sind auch die Salafisten in Ägypten nich nicht, das sie dass quasi auf Kommando könnten; nicht solange es noch Christen zum ausrauben und erpressen gibt.

    • 19. Juni 2012 um 19:17 Uhr
    • Thomas Holm
  19. 20.

    @ CG

    Die Pakistanis haben gerade eine Geburten Explosion.(…), wie Ägypten.

    Nö (siehe link). Oder was sind deine (aktuellen) Quellen?

    http://tinyurl.com/cn8lgq4

    Selbst in bitterarmen Ländern wie im Jemen sinkt derzeit die Geburtenrate. Im Libanon oder Iran bewegt sie sich fast auf europäischem Niveau.

    • 19. Juni 2012 um 19:21 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  20. 21.

    Man sollte – und darf nicht – Wunder von einem Ägypten erwarten, das nach Bewältigung der ersten Phasen des Umbruchs und zum ersten Male in seiner Geschichte nun die Aufgabe in Angriff nehmen muss und will, Demokratie in die Praxis umzusetzen.

    Wie wohl überall nach einem politischen und darauffolgend gesellschaftlichen Wandel*) ist der Einfluss des ‚Ancien Regime‘ beträchtlich, d.h. der großen und daher mächtigen sozialen Gruppen und Schichten, die von dem ‚Ancien Regime‘ profitiert haben und eng damit verbunden sind.

    Gleichzeitig ist nicht jeder Sektor der Gesellschaft, der in den ersten Stadien der Revolution involviert ist, darauf versessen, Demokratie zu verwirklichen, sondern mag eher sich verführt fühlen, den Staat sozusagen zu ‚übernehmen‘.

    Gleichzeitig werden große Teile der allgemeinen Bevölkerung, nicht gewohnt an den neuen ungewöhnlichen Zustand, nur allmählich in der Lage sein – über eigene zu erfolgende (bittere) Erfahrungen – die für den Ausdruck politischen Willens notwendigen Instrumente und/oder Institutionen, der ‚checks and balances‘, zu entwickeln und dafür ausdauenrd, hartnäckig und hingebungsvoll zu kämpfen, zu kämpfen für eine Zivilgesellschaft, die ihres Namens würdig ist, d.h zu entwickeln und zu kämpfen für die notwendigen Werkzeuge, die die allgemeine Bevölkerung in den Stand vesetzen, rationale politische Entscheidungen zu fällen.

    Politische Parteien, die ernsthaft und bedingungslos bereit sind, sich für die Sache der Demokratie, für die Gewaltenteilung, für den Säkularismus, für die Zivilgesellschaft einzusetzen als ihr oberstes Ziel – zusätzlich zu und jenseits ihrer eigenen begrenzten Parteiziele – sind dabei, sich zu entwickeln und/oder ihren Weg zu finden.

    Mit anderen Worten – ich plädiere für mehr Geduld und Nachsicht.

    Der ägyptische ‚Otto-Normal-Verbraucher‘ hat bereits ausreichend der Außenwelt bewiesen, dass er nicht so tölpelhaft und naiv ist, wie man zuweilen darstellen oder sich erhoffen möchte.

    So hat die ägyptische Wählerschaft überraschend schnell und dynamisch darauf reagiert, was sie als politische Tricks interpretierte:
    während noch eine Mehrheit der Wählerschaft ca. 70% Islamisten (gegenüber 30% Säkularen) im Dezember 2011/Januar 2012 auf die Parlamentssitze hievte, war einige Monate später nur eine Minderheit von ca. 43% der Wählerschaft bereit, für die islamistischen Präsidentschaftskandidaten zu stimmen (gegenüber ca. 54% für die säkularen Kandidaten).

    Was mehr sollte man denn erwarten?

    _________________________

    *) siehe Spanien nach Franco mit der ‚Tranisición‘ in den 1970ern, siehe Chile nach Pinochet und Argentinien nach Videla/Galtiere in den 1980ern, siehe Taiwan und Südkorea in den 1980ern, siehe Rumänien nach dem Fall des Eisernen Vorhanngs in den 199ern – um nur einige Länder verschiedener Kontinente, Kulturen und Dekaden zu nennen.

  21. 22.

    ‚Transición‘

    • 19. Juni 2012 um 20:24 Uhr
    • Serious Black
  22. 24.

    @ publicola #11

    accusing him [Okasha] of “intentional falsehoods and accusations that amount to defamation and slander”

    Na sowas. Dabei fühlt Okasha sich doch grundsätzlich der Wahrheit verpflichtet:

    http://www.memritv.org/clip/en/3321.htm

    youtube.com/watch?v=q356yoR4-9E

    (Morsi) allegedly said

    Ich bin mal den Quellen der Wikipedia nachgegangen. (Sie berufen sich alle auf al-Bashayer: elbashayer.com/ )

    frontpagemag: In a brief report written by Samuel al-Ashay and published by El Bashayer on May 27, Morsi allegedly made these comments while speaking with a journalist at the headquarters…

    Gatestone Institut: Morsi reportedly said. (…) According to the popular Egyptian website, El Bashayer (…)

    Christian Science: [Morsi] has allegedly said

    Ich kenne das Nachrichtenportal el-Bashayer nicht. Vielleicht können Holm oder Andere etwas dazu sagen.

    Ich will nicht bestreiten, dass er das gesagt hat, man kann es sich schon vorstellen.

    Aber was soll man noch glauben bei der Art und Weise, wie die Nachrichten in die Welt kommen (siehe jüngstes besonders furchtbares Bsp. das Houla-Massaker, von dem es bis heute widersprüchliche Darstellungen gibt bzw. die „Parteien“ sich widersprechen.) Irgendwie werden wir doch alle vera*****.

    Ich geh Fussball schauen, das ist alles so schön einfach.

    • 19. Juni 2012 um 20:40 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  23. 25.

    Korrektur: da ist alles so schön einfach.

    • 19. Juni 2012 um 20:42 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  24. 26.

    @ publicola

    Damit Sie mich nicht falsch verstehen, sei Ihnen einmal ausdrücklich für Ihr ausdauerndes „Monitoring“ der Entwicklungen insb. in Tunesien, Ägypten und des „Demokratisierungsprozesses“ (haha, irgendwie der Lacher des Tages) etc.pp. gedankt, von dem man immer wieder profitieren kann.

    Wünsche geruhsamen Abend, der Ball rollt…

    • 19. Juni 2012 um 20:47 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  25. 27.

    Houla-Kontroverse zwischen Spiegel und FAZ schlägt international Wellen:

    hxxp://truth-out.org/news/item/9875-houla-massacre-carried-out-by-free-syrian-army-according-to-frankfurter-allgemeine-zeitung

    mit Screenshot vom Spiegel-Artikel

    hxxps://www.facebook.com/photo.php?fbid=455241824504971&set=a.201716413190848.57037.201686009860555&type=1&theater

    Das hier ist eine durchweg informative Seite über alle möglichen kommenden Zerwürfnisse:

    hxxp://www.islamicinvitationturkey.com/2012/06/19/armed-gangs-force-syrians-to-protest-against-government-locals/

    Juan Cole ganz vorsichtig auf Erkenntnispfad:

    hxxp://www.truthdig.com/report/item/sectarian_violence_undermines_syrian_regime_20120618/

    mit einem schönen bon mot:

    This attempt to subvert socialism with an appeal to essentially racist themes made the Baath an odd hybrid of fascism and Third-Worldism.

    Ich versuche auch ein bon mot:

    Es gibt keinen Islem mehr ohne ein Projekt, für ca. 1350 Jahre Islam an den jeweils anderen Muslimen blutig Rache zu nehmen.

    DAS ist das Ergebnis des Arabischen Erwachens. Niemand wird auf unseren Gräbern tanzen.

    So sagen es die Betroffenen:

    0.20 Die Mutter aller Rachedesigns; warum Kinder sterben müssen; mit diesem Glauben ist der Verstand schon ausgeschaltet -1.20

    soweit Muslime über Muslime.

    http://www.youtube.com/watch?v=5vNlmHBGw7k&feature=plcp

    • 19. Juni 2012 um 21:32 Uhr
    • Thomas Holm
  26. 28.

    @ PKMM

    1 – Danke für Ihre begrüßenswerte Quellenkritik. Der verfügbare Zeitfaktor spielt eine Rolle, inwieweit man jeweils den einzelnen Darstellungen genauer quellenkritisch nachzugehen in der Lage sein mag. Daher bin ich darum sehr bemüht, als seitens der Allgemeinheit (und mir natürlich) seriös zu vermutende Informations- und Bewertungs-Quellen für Kommentarzwecke zu nutzen und zu verlinken
    – als da wären z.B. wikipedia, seriöse deutsch-, englisch-, französischsprachige Printmedien, einige länger beobachtete Blog-Websites (Ägypten: Sandmonkey; Tunesien: Kefteji), seriöse Umfrageinstitute (z.B. Pew Research Center), etc.

    2 – Was die MB und Mursi angeht, so gibt es etliche Berichte seriöser Provenienz, die belegen, dass man dort einer – gelinde gesagt . recht merkwürdigen ‚Demokratie(?)auffassung‘ frönt, die einem Demokraten zumindest das (vielleicht schüttere) Kopfhaar vor erfahrungsberechtigtem Entsetzen und realitätsfundierten Ängsten zu Berge stehen lässt:

    At a campaign rally for the Muslim Brotherhood’s candidate for president, a hardline cleric and TV preacher sang Mohammed Morsi’s praises before thousands massed in the stadium of an industrial city in Egypt’s Nile Delta. „We are seeing the dream of the Islamic Caliphate coming true at the hands of Mohammed Morsi,“ the cleric, Safwat Hegazy, blared from his podium. „The capital of the Caliphate and the United Arab States is Jerusalem, God willing,“ he added, as thousands cheered and waved the Brotherhood’s green flag, chanting, „The people want to implement God’s law.“…
    Whatever the reasons, the group no longer tap-dances around questions of implementing Islamic Shariah law.

    „We will not accept any alternative to Shariah … The Qur’an is our constitution and it will always be so,“ Morsi told a crowd of supporters at a Cairo University rally.

    In an interview with The Associated Press, el-Shater — who appears alongside Morsi on the campaign trail so often that critics say he would be shadow president — said laws must conform with Shariah. He said the Brotherhood would stipulate that officials tasked with reforming Egypt’s economy, politics, media and other sectors also have religious expertise. „Those who decide what system works best are specialists who are not only political scientists but who also studied Shariah,“ he said. „They will work on putting together a system that abides by the general rules of Shariah but also with an eye on realities, experience and other countries‘ experiences.“

    For example, el-Shater said that a Mubarak-era law giving women the right to seek divorce should be reviewed. The law, he said, was because of the influence of then-first lady Suzanne Mubarak, who he said had a policy of „siding with women in any conflict with men.“

    On Sunday, the Brotherhood caused controversy when its lawmakers objected to a World Bank loan allocated to improve Egypt’s battered sewage system because it would involve interest, which is banned under Shariah. In an appeal to hard-liners this month, the Brotherhood’s spokesman Mahmoud Ghozlan wrote a blistering commentary against Abolfotoh, warning that he was too liberal. He noted past moderate stances by Abolfotoh: for example that a Christian has the right to be president and that books promoting atheism should not be censored….
    Tarek el-Bishri, a prominent former judge seen as sympathetic to the Brotherhood, washed his hands of the group in an article Friday. „It is using its legislative power not to serve the national interest, but to serve the party and a handful of individuals‘ interests,“ el-Bishri wrote. „As a former judge, I am screaming and ask others to scream against this behaviour, to clear my conscious before God.“

    Bericht von Maggie Michael, The Associated Press
    Associated Press – Wed, May 16, 2012
    http://news.yahoo.com/presidential-bid-egypts-muslim-brotherhood-moves-harder-line-205012603.html

    Aus welchem ‚kühlen‘ Grunde sollte man diesen/einen solchen um sachliche Objektivität bemühten (AP) politisch ‚erschlagenden‘ und illusionslos-desillusionierenden Bericht in seinem realitätsbasierten Informationsgehalt anzweifeln?

  27. 29.

    Es gibt keinen Islam mehr ohne ein Projekt, für ca. 1350 Jahre Islam an den jeweils anderen Muslimen blutig Rache zu nehmen.

    Erstaunlich, das es Islam überhaupt noch gibt. Nach 1350 Jahren.

    • 19. Juni 2012 um 22:32 Uhr
    • Boothby
  28. 30.

    @ PKMM – Na sowas. Dabei fühlt Okasha sich doch grundsätzlich der Wahrheit verpflichtet: http://www.memritv.org/clip/en/3321.htm – Danke für die Verlinkung. Einfach irre!
    Die wohl nur in und von nichtdemokratischen Regimes zu betreibende und dort politisch zweck- und regimeerhaltungs-begründete dekadenlange Hetze und Irrationalität in vielerlei Hinsicht lässt wohl keinen denkenden dortigen Menschen intellektuell in seiner ‚ratio‘ unbeschädigt. – Eine weitere nachhaltige Erklärung für den Aufstand der gebildeten (jungen) Menschen dort gegen eine derartige Vergiftung.

  29. 31.

    Husni Mubarak ist klinisch tot

    • 19. Juni 2012 um 23:44 Uhr
    • PBUH
  30. 32.

    @TH:

    This attempt to subvert socialism with an appeal to essentially racist themes made the Baath an odd hybrid of fascism and Third-Worldism.

    Trifft das nicht irgendwie auf alle Nationalismen aus Drittweltländern zu? Gegenüber den Nachbarn und den eigenen Minderheiten das Recht des Stärkeren behaupten, sich aber gleichzeitig über die jahrhundertelange Unterdrückung durch die Kolonialmächte beschweren. Doppelmoral stirbt eben nie aus.

    • 20. Juni 2012 um 00:26 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 20. Juni 2012 um 00:33 Uhr
    • NDM
  31. 35.

    NDM:
    Der klinische Tod bedeutet einen völligen Herz-, Kreislauf- und Atemstillstand. Dieser Zustand ist umkehrbar, wenn der Mensch innerhalb weniger Minuten wiederbelebt wird. Dies kann auch mit medizinischen Geräten geschehen.

    Tja. Der Tod ist eben auch nicht mehr, was er mal war. Pöhse westliche Medizin.

    • 20. Juni 2012 um 04:14 Uhr
    • Arjen van Zuider
  32. 36.

    @ Boothby

    „Erstaunlich, das es Islam überhaupt noch gibt. Nach 1350 Jahren.“

    Eine durchaus berechtigte Überlegung.

    „Nach solchen 1350 Jahren“, würde ich polemisch zugespitzt sagen.

    Wenn man die Schrumpf- und Auflösungserscheinungen des Osmanischen Reiches, sowie das Mitvergeigen des Ersten Weltkrieges betrachtet und auf alten Photographien sieht, wie mau es in den Zwanzigern in Mekka zur Pilgersaison aussah – dann lohnt sich schon die Frage, wie der Islam überhaupt wieder auf einen grünen Zweig gekommen ist.

    Ohne dass

    @ AvZ

    der Faschismus einen Windschatten für allerlei

    „Nationalismen aus Drittweltländern“

    gespendet hätte, als deren „befeiungstheologisch-identitärer“ Flügel
    sich ein politischer Islam empfehlen konnte, wohl nicht zu erklären.

    Nicht ganz vergeblich empfahlen sich Islamische Autoritäten erst dem Faschismus und später halt – dann (!) aber völlig verlogen – einem emanzipationsvisionären Antikolonialismus zu weihevoller Verbindung.

    In den lautstark tonangebend Segmenten des Islam ist es heute nicht mehr Mainstream, dass die Islamische Geschichte ‚eigentlich ganz gut gelaufen‘ sei. Bei Ahmed Sixpack aus Alexandria, Karatschi, oder London, sowie beim hiesigen Gemüsehandel ist der Identitäts-blues zwar noch nicht in voller Wucht angekommen; aber es ist gerade das, was bevorsteht.

    Die politisierten Spitzen des Islamischen Identitätsdenkens sind auf dem Tripp, Schuldige zu bestimmen für Niedergang und Abgeschlagenheit und zwar Schuldige und Verräter aus den eigenen Reihen – und das ist neu und brisant.

    Bei zurückgezogener westlicher Angriffsfläche erleben wir einen autokanibalistischen Rückfall in der Muslimischen politischen Sündenbockbestimmung; die verhängnisschwangere Binnenbezeichnung dafür lautet: ‚fitna‘ = heilloses Zerwürfnis.

    Mo. plus vier (Märchenkalifen) steht gegen Mo. plus zwei (Märchenkalif Ali & Sohn Hussein + eine umstrittene Anzahl von Untergrundvorbetern) alles was danach, oder abseits davon lief, gilt als blankes Verräterwerk; und eben nicht nur als Ranküne der Ungläubigen von aussen.

    Wahabis (verankert in weiten Teilen der sunnitischen Jugend) versus Schia (mit weiten Bündnisauslegern in säkular-liberale Kreise des etablierten Sunnitentums, sowie allerlei Spezialtrupps für Grobes und Spitituelles, Alawiten, Aleviten, etc.)

    Stellen Sie sich vor, die Evangelikalen wären auf einem Tripp, ‚Papisten‘ zu jagen, um die Sünden der Päpste zu rächen und die Katholen würden – politisch – zur Abrechnung mit protestantischen Häretikern blasen. Die Kirchentage sähen wohl ein wenig anders aus.

    „Gegenüber den Nachbarn und den eigenen Minderheiten das Recht des Stärkeren behaupten, …“

    Aber brandaktuell: Das Unrecht und die Schuld des nachbarkonfessionellen Lagers behaupten.

    • 20. Juni 2012 um 04:31 Uhr
    • Thomas Holm
    • 20. Juni 2012 um 09:39 Uhr
    • Serious Black
  33. 38.

    PKOmmentar

    Nö,

    Libanon und Iran zähl ich zu den reicheren Länder. Wohlgemerkt Iraner sind keine Araber

    Wer zählt schon in Jemen.

    Auch werden viele Kinder zuhause geboren und gar nicht registriert.

    Die meisten Ärzte in den besagten Ländern sind Männer. Darauf haben viele religiöse Männer kein Bock, dass der Arzt die Mumu seiner Frau sieht.

    • 20. Juni 2012 um 10:31 Uhr
    • cem.gülay
    • 20. Juni 2012 um 12:29 Uhr
    • Serious Black
  34. 40.

    OT Toulouse

    „Ein selbst erklärtes Mitglied des Terrornetzes Al Qaida hat am Mittwoch in einer Bank in Toulouse vier Geiseln genommen. Der Tatort liegt in der Nähe des Hauses, in dem Spezialkräfte Ende März den Attentäter Mohammed Merah erschossen.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/toulouse-angebliches-al-qaida-mitglied-nimmt-geiseln-11792746.html

    • 20. Juni 2012 um 12:59 Uhr
    • Bellfruta87
  35. 41.

    @ MM, Publicola

    „According to the popular Egyptian website, El Bashayer (…)

    … Vielleicht können Holm oder Andere etwas dazu sagen.“

    Habe auch nur das hier gefunden:

    hxxp://global-news.info/el-bashayer

    wo dann doch kaum was auf englisch steht.

    „hxxp://www.memritv.org/clip/en/3321.htm – Danke für die Verlinkung. Einfach irre!
    Die wohl nur in und von nichtdemokratischen Regimes zu betreibende und dort politisch zweck- und regimeerhaltungs-begründete dekadenlange Hetze und Irrationalität in vielerlei Hinsicht lässt wohl keinen denkenden dortigen Menschen intellektuell in seiner ‘ratio’ unbeschädigt.“

    Ein grosses Wort, gelassen ausgesprochen. Demokratie mit einer solch unterirdischen Vernnuftallokation – gefährdet das nicht dann sogar den Begriff von Demokratie ?

    „– Eine weitere nachhaltige Erklärung für den Aufstand der gebildeten (jungen) Menschen dort gegen eine derartige Vergiftung.“

    Da bin ich für jede gute Nachricht dankbar. Ich fürchte, dass ein echtes ‚Dissidententum‘ gegenüber der keineswegs richtungslosen Vernunftferne im Denken dieser Gesellschaften dürfte ein rares Phänomen sein. Eine weitere nachhaltige Veranlassung zum Aufstand sicherlich; aber inwieweit diese auch einfließt …?

    Nochmal Demographie: an dem Argument von

    @ cem.gülay

    „Auch werden viele Kinder zuhause geboren und gar nicht registriert.

    Die meisten Ärzte in den besagten Ländern sind Männer. Darauf haben viele religiöse Männer kein Bock, dass der Arzt die Mumu seiner Frau sieht.“

    ist was dran. Ich halte die statistische Erfassungslage für die abgelegeneren Gebiete von Ländern wie Ägypten, dem Jemen oder Pakistan für nicht besonders zuverlässig.

    Berichte darüber, dass Erdogan und Ahmadinejad in Landessprache wüst herumschimpfen mit ‚ihren Leuten‘ wegen der Demographie halte ich für glaubwürdig – wobei ich noch auf den Kleriker warte, der sagt, dass Kurden doch auch Menschen sind …

    Es geht halt stets um ethnisch bestimmte Menschen – auch bei Grossen Islamisten – was wiederum auf eine de-facto Marktlücke im angeblich universell-menschheitlichen Heilsangebot des Islam verweist.

    Keine Marktlücke bleibt ohne selbstberufenen universal-Spezialanbieter und das sind im Ethno-Fall Islam: Die Salafisten; so vertrackt ist die Lage. Hinter dem ‚salafistischen Skandal‘ im Islam stehen durchweg sehr real-unangenehme ethnochauvinistische, bzw. ‚dorfislamische‘ Hinterhofskandale.

    Dieses hat erkannt die definitiv nicht unintelligente TAZ-‚Tuch-Kolumnistin‘ Kübra G:

    Salafismus als Ausweg – Kolumne von Kübra Gümüsay

    http://taz.de/Kolumne-Das-Tuch/!95524/

    „Statt die Salafisten zu kritisieren, müssten die übrigen Muslime eine Alternative anbieten ..“

    Gerade daran hapert es. So wird der Salafismus unter der sunnitischen Jugend zu einem bizarren Jugendrevoltephänomen; eine Durchbrennoption von zuhause weg; todpeinlich für betroffene Gemüsehändler und die freie Gesellschaft und ein heilloses Krawallferment für die Sunniten.

    • 20. Juni 2012 um 14:01 Uhr
    • Thomas Holm
  36. 42.

    @ SB

    „Doch.

    http://www.nytimes.com/2012/03/13/opinion/brooks-the-fertility-implosion.html?_r=2&ref=opinion

    Im großen und ganzen vertraue ich auf das demographische Lagemeldungsbild, was bedeutet, dass man sich die jugendlichen Akteure des Arabishen Frühlings mit vielen Geschwistern, aber deutlich weniger eigenen Kindern; bzw. Geschwistern unter ca. sieben Jahren vorstellen
    kann.

    Die sozialen Schwierigkeiten, eine eigene Familie überhaupt gründen zu können, ganz zu schweigen davon, eine so große, wie diejenige, der man entstammt, sich ja auch gerade mit ein Auslöser der Revolte.

    Auch die im Kontext dieser Revolte m.W. erstmals auffällige Suizidneigung bei jungen Menschen dr Region erscheint mir aus der Kalamität, eine Familie (nicht) gründen, oder unterhalten zu können, traurig-plausibel.

    Ferner: die Dualität von Neigungen zu sexuellen Übergriffen auf Frauen einerseits mit dem anhaltenden und teilweise salafistisch grundierten Verhüllungswahn andererseits.

    Der Islam, der immerhin die ‚Lösung von allem‘ sein wollte; d.h. auch den Seitensprung durch die Vielehe einzuhegen beanspruchte, ist sozial in eine Lage geraten, in der die meißten jungen Männer von der Vielehe nur noch träumen dürfen und die meißten jungen Frauen davon nichts mehr hören wollen und beide eine Einehe nur noch immer schwieriger hinkriegen.

    Der fertil-vitale ‚Lösungsanspruch‘ verlagert sich – nicht unlogisch, aber problemverschärfend – vom Islam der realen Väter auf den Islam der fragwürdigen Altforderen: den Salafismus – bei Sunnitens.

    Zum schlimmer werden, geht immer noch was.

    • 20. Juni 2012 um 14:20 Uhr
    • Thomas Holm
  37. 43.

    OT – Tunesien – Entwicklung der Parteienlandschaft:

    1 – “The Call for Tunisia” (Caid Essebsi)
    Last weekend … Beji Caid Essebsi launched a political initiative aimed at being a unifying, secular force in Tunisian politics.
    86 year old Essebsi played an important role in Tunisia’s transition last year, balancing the interests of revolutionaries, Islamists, and former regime folks for just long enough to hold free elections.
    While many respected his role in the transition, his political ambitions have caused uproar among those who think that he represents a return to the past.
    Leaders.com reports on the initiative:“ … While its supporters see it as the hope for salvation that will save the country from Ennahdha’s grip, his opponents denounce the return of former regime officials (fouloul)….Of the three-party coalition government, Ettakatol is the one most threatened by the initiative of Caid Essebsi.“
    During the meeting Essebsi called for Tunisians to unify behind the new movement and to accept the gains of the past 50 years, including the rights of women. Many also saw this as a call for former regime officials to come into the fold. …
    Tunisian blogger Sarah Ben Hamadi calls for action against the two fronts: „This…is the result of the absence of an opposition worthy of the name. That’s the real problem, the opposition is not organized and is not ready to be (a true opposition). … A third way is possible and it must exist. I dreamed of a new Tunisia, opposite to that shown to us by Ennahdha, different from that spoken by Béji Caid Essebsi. It is not yet born, we must act!“

    2 – POCT
    With a clear platform, no associations with Islamists or the former regime, and a decidedly non-elitist approach, the Tunisian Communist Party (POCT) appears to continue to gain ground in Tunisia. A recent poll has shown that POCT leader Hamma Hammami’s popularity continues to increase, now surpassing Ahmed Chebbi of the PDP. … There is likely a limit to communist popularity in Tunisia due to the association many have with the party as atheistic, but it nevertheless seems to be showing a way forward for liberal, secular groups who have yet to galvanize grassroots supporters.

    3 – Ennahdha
    It was arguably a bad week for Ennahdha as party leader Rached Ghannouchi’s call on his supporters to march last Friday was rejected by the Interior Ministry. Following riots across the country, Ghannouchi had called on supporters to support sacred values (as a counter to the supposedly offensive artwork shown in La Marsa). … The Interior Ministry, led by Ennahdha member Ali Lariyedh … rumors have been spreading about a possible split in the party between its more moderate and more conservative sides. … many have speculated about the party’s ability to hold these two sides together. The discourse last week by many Ennahdha officials, which put blame on both artists and rioters, was condemned by many as too deferential to the party’s conservative branch …

    4 – Ettakatol
    Ettakatol, led by Constituent Assembly speaker Mustapha Ben Jaafar, announced a merger with the Tunisian Worker’s Party. Further evidence of political consolidation in Tunisia.

    http://kefteji.wordpress.com/2012/06/20/political-party-update-tunisian-felloul-step-out-communists-rise-and-ennahdha-stumbles/

  38. 44.

    Formatierungskorrektur – Pardon:
    2 – POCT
    With a clear platform, no associations with Islamists or the former regime, and a decidedly non-elitist approach, the Tunisian Communist Party (POCT) appears to continue to gain ground in Tunisia. A recent poll has shown that POCT leader Hamma Hammami’s popularity continues to increase, now surpassing Ahmed Chebbi of the PDP. … There is likely a limit to communist popularity in Tunisia due to the association many have with the party as atheistic, but it nevertheless seems to be showing a way forward for liberal, secular groups who have yet to galvanize grassroots supporters.

  39. 45.

    Ägypten
    Extra security forces are being deployed across Egypt before presidential election results are officially announced on Thursday.
    Three thousand police and soldiers are being sent to protect vital political and economic sites, including the Suez Canal, head of security in Suez, Adel Refaat, said Wednesday….
    A military build-up has also been seen on the Cairo-Alexandria Road in scenes reminiscent of the 18-day uprising that toppled Hosni Mubarak from power….
    Judges for Egypt, a group of Egyptian reformist judges who helped monitor the recently-concluded runoffs, announced Mursi’s victory with 13,238,335 votes against 12,351,310 for military man Shafiq.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/45696/Egypt/Politics-/Heightened-security-as-Egypt-awaits-election-resul.aspx

  40. 46.

    Ägypten
    Egypt’s Supreme Presidential Elections Commission (SPEC) is expected to announce results of appeals filed by the Mohamed Mursi and Ahmed Shafiq presidential campaigns on Wednesday, only 24 hours before announcing final results of Egypt’s hotly-contested presidential runoff on Thursday.
    SPEC head Farouq Sultan announced on Tuesday that the commission had received almost 400 appeals to the preliminary runoff results. Sultan added that the SPEC could not announce final results until it had finished reviewing all the appeals.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/45691/Egypt/Politics-/Egypt-poll-commission-to-review–appeals-before-an.aspx

  41. 47.

    Ägypten
    10.32am: Egypt: Mubarak’s last prime minister Ahmed Shafiq is to launch a political party whoever wins the presidential election, according to the Egypt Independent.
    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jun/20/egypt-crisis-mubarak-coma-live

  42. 48.

    Egyptian Presidential Candidate Muhammad Mursi on Women’s Rights: In Egypt We Don’t Have Child Abuse, Separated Couples, Cohabitation, or Sex with Beatings – Al-Jazeera TV (Qatar) – June 5, 2012 – 02:30

    http://www.memritv.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3464.htm

    Dieser Mursi ist ein verlogener, verklemmter Spiesser; während sich die Salafisten – immanent plausibel – um das Seelenheil ihrer Zeitgenossen sorgen, behauptet ein Mursi einfach: Sowas gibt es bei uns in Ägypten alles nicht. Als junger Ägypter würde ich auf jeden Fall Terrorist werden; für wen genau, würde von Zufällen abhängen und wäre auch wohl nicht so wichtig. Ich sage das mal so feed-backmäßig als gewesener Befreiungsgläubiger. Wenn ich Salafist wäre, ich würde sogar von den Persern Geld nehmen, um so jemanden wegzusprengen.

    Soeben passend noch gefunden:

    „Egyptian Cleric Muhammad Hussein Yaaqub: MB Presidential Candidate Muhammad Mursi Told Me that the Shiites “Are More Dangerous to Islam than the Jews”“

    hxxp://www.memritv.org/clip/en/3466.htm

    Unglaublich, diese Spassten kündigen öffentlich an, dass sie sich
    gegenseitig umbringen werden – und kaum jemanden interessiert das.

    Kommt dieses Desinteresse aus klammheimlicher Schadenfreude, oder aus schlotternder Angst um das liebgewonnene Weltbild, in dem natürlich wir die Bösen sind ?

    Die Restterroristen merken auch langsam, dass sie i m falschen Film gelandet sind.

    „Er habe genug vom Dschihad, sagte Meziche, und wollte zurückkehren.“

    hxxp://ojihad.wordpress.com/2012/06/20/hamburger-al-qaida-mitglied-naamen-meziche-verhaftet/#more-4048

    • 20. Juni 2012 um 18:16 Uhr
    • Thomas Holm
  43. 49.

    Bin ich der einzige, der die Entwicklung in Ägypten positiv sieht?

    1. Sandmonkey and the boys haben endlich begriffen, dass sie selber Politik machen müssen. Anfangs glaubten sie noch, sie könnten protestiren, und dann käme der Weihnachtsmann.

    2. Die MB dachten, sie könnten die Revolution klauen und seien die Lachenden Dritten. Sie zeigten auch schon, wes Geistes Kind sie sind, und das schlug bereits bei der Präsiwahl zurück.
    Und jetzt sind sie Hampelmänner, die auch noch ein paar Jahre lang an allem schuld sein werden. Zum Beispiel am Energiemangel, und bald mal am Wassermangel.

    Mein Schluss: Das Kaliphat ist eher unwahrscheinlich.

    • 20. Juni 2012 um 20:21 Uhr
    • FreeSpeech
  44. 50.

    TH:
    behauptet ein Mursi einfach: Sowas gibt es bei uns in Ägypten alles nicht.

    Ist Mursi wirklich so naiv, dass er glaubt, wenn häusliche Gewalt und Kindsmisshandlung nicht in der Kriminalstatistik auftauchen, gibt es sie auch nicht? Oder hält er sein Publikum für derart naiv?

    Ich sehe Parallelen zur Unterscheidung zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, die Frank Sobich folgendermaßen ausführt:

    Alle faschistischen Bewegungen wollen eine starke Nation, ohne innere Konflikte und Kämpfe – aber der Nationalsozialismus sah in einem harmonischen Zusammenwirken aller Mitglieder der Gesellschaft die natürliche Ordnung und jede Störung als Ausdruck von Krankheit und Zersetzung.

    http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/06/13/faschismus-und-radikalfaschismus-i-ein-streitgesprach-uber-ernst-nolte_6533

    So gesehen sind die Salafisten „normale“ Faschisten (nur dass die Einigung halt im Gegensatz zum historischen Faschismus über die Religion und nicht über die Nation vollzogen werden soll): Sie rufen auf zur Einigung der Willigen und zur Unterwerfung der Unwilligen; zur „positiven“ Anstrengung (jihad), mittels derer die Perfektion erreicht werden soll. Mursi dagegen ist ein Nazi: Die perfekte Gesellschaft ist der Naturzustand und in Ägypten bereits vorhanden; sollte dieses idyllische Bild Kratzer bekommen, so sind das nur Beweise für die „negative“ Anstrengung des bösen Westens (bzw. der Juden, die sind immer gut als Sündenbock), der die Perfektion zerstören will.

    • 20. Juni 2012 um 20:29 Uhr
    • Arjen van Zuider
  45. 51.

    @ FS – Die Wahlergebnisse der letzten zwei Wahlen (Präsidentschaftswahlen: 54% Säkularstimmen gegenüber 43% Islamistenstimmen; Präsidentschafts-Stichwahlen: 52% Islamistenstimmen gegenüber 48% Militärstimmen) zeigen eine starke Desillusionierung bzw. Angst bzw. Protest der Hälfter der Bevölkerung vor bzw. in Gegnerschaft zu dem Islamismus.

    Schon erstaunlich, nachdem die Wählerschaft noch ca. 5 Monate zuvor euphorisch und naiv-gläubig ca. 70% Religionsfanatiker ins Parlament meinte schicken zu sollen und die säkularen Demokraten mit 30% der Parlamentssitze vehement abstrafte.

    Das gibt den Säkularen und Demokraten Chance und Zeit, sich zu sammeln, d.h. ihre Parteivielfalt zu zentralisieren und somit auf einige wenige, klar und verständlich zielumrissene Parteien zu strukturieren (wie ich für Tunesien vermute).

    Sandmonkey and the boys wissen wohl sehr genau, worum es bei der Etablierung eines Demokratie-System geht und scheinen – so mein Eindruck – cool und wildentschlossen, diese Zeit und Chance zu nutzen (einer von ihnen ist ja bekanntlicherweise auch auch in der Schweiz ausgebildet worden – absolut nicht zu seinem Nachteil!).

    Wünschen wir also Sandmonkey and the boys politisches Gespür, Glück und Erfolg „from the bottom of our hearts“
    – wer, wenn nicht Sandmonkey and the boys haben die Erfüllung dieser unserer Wünsche absolut verdient.

  46. 52.

    … der Hälfte der Bevölkerung …

  47. 53.

    Ägypten – in Hinsicht auf den annoncierten morgigen (?) Tag der offiziellen Verkündigung (?) des Ergebnisses der Präsidentschafts-Stichwahl:

    The presidential election result is thought to hang on the outcome of appeals about voting irregularities. Both the Muslim Brotherhood’s Mohamed Morsi and Mubarak’s last prime minister Ahmed Shafiq are claiming victory.
    A declaration of the result, expected tomorrow, could be delayed.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jun/20/egypt-crisis-mubarak-coma-live#block-25

  48. 54.

    @Publicola

    „Das gibt den Säkularen und Demokraten Chance und Zeit, sich zu sammeln, d.h. ihre Parteivielfalt zu zentralisieren und somit auf einige wenige, klar und verständlich zielumrissene Parteien zu strukturieren (wie ich für Tunesien vermute).“

    Was nützen Parteien, wenn die Militärdiktatur die Macht eh nicht abgeben wird. Außerdem ist gerade in Ägypten nicht zu erkennen das es da zu einer Zentralisierung oder Konsolidierung der Parteienlandschaft kommt. Alle Nase lang wird dort doch von mehr oder weniger bekannten Personen eine neue Partei gegründet, wie El Baradei kürzlich oder jetzt Shafiq.

    @AvZ

    „Alle faschistischen Bewegungen wollen eine starke Nation, ohne innere Konflikte und Kämpfe…“

    Was versteht man unter „starker Nation“ und vorallem was unter „innere Konflikte und Kämpfe“? Meint man damit bürgerkriegsähnliche Zustände aufgrund von ethnisch-religösen Differenzen, wie in Yugoslavien? Falls ja, dann sind dieser Definition nach viele Menschen „Faschisten“, denn wer will schon solche Zustände.
    Generell finde ich es schwierig Faschisten und Nazis zu trennen, auf der theoretischen wie auf der praktischen Ebene. Zumal die „faschistischen“ Salafisten auch den Westen für alles Negative verantworltich machen, welcher die perfekte islamische Ordnung gefährdet. Da unterscheiden die sich nicht vom „Nazi“ Mursi.

    • 20. Juni 2012 um 21:20 Uhr
    • Bellfruta87
  49. 55.

    >Alle faschistischen Bewegungen wollen eine starke Nation, ohne innere Konflikte und Kämpfe

    Und ich dachte immer, sowas wollen alle vernünftigen Menschen.

    • 20. Juni 2012 um 21:31 Uhr
    • PBUH
  50. 56.

    @PBUH

    Und ich dachte immer, sowas wollen alle vernünftigen Menschen.

    Wird die Stärke der Nation imaginiert, indem innere Konflikte (und Widersprüche) ausgeblendet werden, wird es unvernünftig.

    • 20. Juni 2012 um 21:35 Uhr
    • Boothby
  51. 57.

    @Boothby

    Das Problem unter Mubarak war nicht die Diktatur, es war die unterlassene Modernisierung der Gesellschaft.

    Nationalismus schafft Einheit und ist oft die einzige Rettung für ein Land, sehen sie sich nur Griechenland an, oder Deutschland vor Hitler.

    • 20. Juni 2012 um 21:47 Uhr
    • PBUH
  52. 58.

    @PBUH

    Nationalismus schafft Einheit und ist oft die einzige Rettung für ein Land, sehen sie sich nur Griechenland an, oder Deutschland vor Hitler.

    An starkem Nationalismus herrscht heuer in G kein Mangel, und das für Hitler zuwenig Nationalismus verantwortlich wäre, kann ich kaum nachvollziehen.

    Das Problem unter Mubarak war nicht die Diktatur, es war die unterlassene Modernisierung der Gesellschaft.

    Übertrieben autoritäre Gesellschaften ziehen mangelnde Modernisierung oft nach sich, aus der Sicht der Autoritäten ist ja alles paletti.

    • 20. Juni 2012 um 21:56 Uhr
    • Boothby
  53. 59.

    – „den Ball flach halten“ –

    Egypt’s generals have set political rules that could keep the army in power for years, one of their senior Islamist opponents warned on Wednesday, but the Muslim Brotherhood will not fight back in the way that plunged Algeria into bloody civil war.
    Saad al-Katatny, speaker of the short-lived democratic Parliament dissolved by the ruling military council last week, told Reuters that the opponents of army rule in Egypt had no weapons and only „legal and popular“ means at their disposal.
    „What happened in Algeria cannot be repeated in Egypt,“ said Katatny, rejecting comparisons with the conflict that erupted 20 years ago when a military-backed government blocked another Islamist group’s ascent to power through the ballot box. Some 150,000 or more Algerians were killed during the 1990s.
    „The Egyptian people are different and not armed,“ Katatny, a 61-year-old microbiologist, said in his first interview since the Islamist-dominated legislature was dissolved after a court ruled procedures in its election were unconstitutional.
    „We are fighting a legal struggle via the establishment and a popular struggle in the streets,“ he said. „This is the ceiling. I see the continuation of the struggle in this way.“ …

    The army deserved thanks for removing Mubarak and preventing wider bloodshed, he said in an interview at a party office — like other members, he is barred from the Parliament building …

    Egypt’s Parliament was declared unconstitutional on Thursday by a court ruling that was swiftly followed by the military council decree ordering its dissolution — the first of a series of measures that have redrawn Egypt’s transition from army rule, undermined the Brotherhood and entrenched the generals‘ power.
    The decree issued on Sunday restored legislative power to the military, set new rules for the writing of a new constitution and curbed the powers of the presidency, which the Brotherhood’s Mohamed Morsy claims to have won. Results have yet to be announced amid mutual accusations of vote-rigging …
    Were Morsy to become head of state, a prospect army sources have said is likely, the new curbs on the presidential powers raise questions over whether the position may be more of a curse than a blessing to the Brotherhood, making the group answerable for Egypt’s problems but without the power to resolve them …
    The new decree gives a range of top public figures, including the head of the military council, the right to veto articles of the constitution — something Katatny said could lead to protracted legal battles in the constitutional court …

    Katatny offered a conciliatory reading of their [the generals‘] actions, saying the generals, worried about the prospect of change, wanted to make sure the military establishment would not be badly damaged in a state run by civilians …
    Despite the problems Egypt now faces, Katatny said he was optimistic about the future. He repeated statements of gratitude often heard from Brotherhood leaders for the role played by the military since it removed Mubarak from power on 11 February 2011 …

    http://www.egyptindependent.com/news/former-parliament-speaker-egypt-wont-see-algerian-war

  54. 60.

    „“What happened in Algeria cannot be repeated in Egypt,” said Katatny, rejecting comparisons with the conflict that erupted 20 years ago when a military-backed government blocked another Islamist group’s ascent to power through the ballot box. Some 150,000 or more Algerians were killed during the 1990s.“

    Ja, weil es für die Islamisten der Moslembrüder nicht erfolgsversprechend wäre. So klug ist man dann doch, dass man aus den Fehler der Islamistenbrüder in Algerien lernt.

    • 20. Juni 2012 um 22:16 Uhr
    • Bellfruta87
  55. 61.

    >An starkem Nationalismus herrscht heuer in G kein Mangel

    Aber an einem starken Mann der diesen Nationalismus kanalisiert und endlich damit anfängt den Volkswillen umzusetzen und das Land mit harter Hand zu administrieren.

    >Übertrieben autoritäre Gesellschaften ziehen mangelnde Modernisierung oft nach sich, aus der Sicht der Autoritäten ist ja alles paletti.

    Richtig, eine reale Gefahr.

    Allerdings ist die Gefahr in einer liberalen Demokratie/DDR 2.0 auch gegeben, s.a. Gebiete wie Atomkraft und Gentechnik in Deutschland.

    • 20. Juni 2012 um 22:20 Uhr
    • PBUH
  56. 62.

    @PBUH

    Aber an einem starken Mann der diesen Nationalismus kanalisiert und endlich damit anfängt den Volkswillen umzusetzen und das Land mit harter Hand zu administrieren.

    Sie können einen echt ängstlich stimmen. Harte Hände haben eine Tendenz, den Volkswillen zu ignorieren, und meist dann ihre Chance, wenn der Volkswille konfus ist. Ich persönlich bin einigermaßen erleichtert, das die Griechen keine resolutere Lösung gewählt haben.

    Allerdings ist die Gefahr in einer liberalen Demokratie/DDR 2.0 auch gegeben,

    Bei der DDR mag „demokratisch“ draufgestanden haben, aber liberal war daran nix. Haben sie sich mal bewußt mit DDR-Biographien auseinandergesetzt?

    s.a. Gebiete wie Atomkraft und Gentechnik in Deutschland.

    Es ist kaum zu leugnen, das sich der „Volkswille“ mitunter auf einen populären Konsensus einigt. In etwa so, als ob das Wohl und Wehe von bestimmten Walpopulationen abhinge.

    Schlagen sie der schwäbischen Hausfrau mal vor, in ihrem erweiterten Garten eine Endlagerstätte zu suchen, und sie werden mit einer granitharten Form von Kulturkonservativismus konfontiert. Mit der sie am Ende des Tages sogar einverstanden sein werden, weil diese Vertreter schon eher ihren Ton treffen. Und da wird’s dann eben kompliziert. Das D kein Atomland wie F ist, verdanken sie (a) den natürlichen Fundstätten und (b) guten alten Lobbys, die wissen, wie man die Administration reitet, mit Rollkragenpulliträgern hat das eher wenig zu tun (nach Wyhl gab es da keine weiteren Erfolgserlebnisse).

    • 20. Juni 2012 um 22:47 Uhr
    • Boothby
  57. 63.

    @ BF87 – Ja, weil es für die Islamisten der Moslembrüder nicht erfolgsversprechend wäre. – So ist’s, d’accord.

  58. 64.

    @PBUH, Nachtrag

    Zumal die Gendebatte nicht von Maisfeldvandalen, sondern eher von guten Katholiken dominiert wird.

    • 20. Juni 2012 um 22:51 Uhr
    • Boothby
  59. 65.

    Betrifft: mein Kommentar 45

    Sehr geehrte/r Anonymus, der hier für die Freischaltung zuständig ist.

    Ich schreibe Sie auf diesem Wege an – dies hier ist kein Kommentar, der auf Freischaltung warten würde – , da ich keinen Hinweis auf eine Kontaktadresse hier gefunden habe und nicht weiß, ob die ZO-Community-Redaktion hier im Jorg-Lau-Blog ebenso zuständig ist.

    Nun meine Frage: mein auf Freischaltung wartender Kommentar 45 im hiesigen Thread enthält schlichterdings meinen Dank an die Kommentatoren hier, deren Beiträge ich hochinteressant finde.
    Ebenso habe ich zwei Videos und den Text des Songs von Bob Dylan eingestellt, „It’s all over now, baby blue“, auf den der Titel des Artikels anspielt, da m.E. nicht nur der Titel sondern auch der Text des Songs das Geschehen in Teilen deutlich unterstreicht.

    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich wissen lassen könnten, warum der Kommentar nicht freigeschaltet wird, bzw. ob er noch freigeschaltet wird.
    Hat es irgend etwas mit dem Copyright zu tun?

    Mit Dank!
    @kch

  60. 66.

    @karolachristiane

    2 links = spam

    • 20. Juni 2012 um 23:22 Uhr
    • PBUH
  61. 67.

    @PBUH:

    Das Problem unter Mubarak war nicht die Diktatur, es war die unterlassene Modernisierung der Gesellschaft.

    Leider sind Diktatoren, die die Modernisierung vorantreiben, rar. Zar Peter, Lenin und Atatürk sind die Ausnahme, Mubarak ist die Regel. Liberale Demokratien mögen keine „großen Sprünge nach vorn“ vollbringen, aber historisch gesehen haben sie sich beständiger fortentwickelt als Diktaturen.

    Zur Faschismusdefinition: Natürlich findet niemand Bürgerkrieg erstrebenswert. Die Harmoniesucht des Faschismus ist aber insofern speziell, dass sie nicht die zwistverursachenden Zustände als behebenswerten Mißstand ansieht, sondern den Streit an sich (auch den zivilisiert ausgetragenen zB im Parlament), weshalb eine Burgfriedenspolitik wie im 1. Weltkrieg vom notwendigen Übel in Kriegszeiten zum Ideal auch in Friedenszeiten erhoben wird.

    Ich habe das Zitat aber eigentlich wegen eines anderen Aspekts zitiert: Der Faschismus ist sich gemäß Sobich bewusst, dass diese Harmonie, die er als erstrebenswert ansieht, ein Ausnahmezustand ist, der durch bewusste Anstrengung aufrechterhalten werden muss, da der Mensch ohne eine harte Hand in Chaos und Zwietracht zerfällt. Homo homini lupus. Der NS dagegen war der Meinung, dass die Menschen (oder zumindest die Deutschen) von Natur aus dazu tendierten, das faschistische Ideal zu leben und jede Abweichung der Realität von dieser Theorie auf Juden und andere Volksschädlinge zurückzuführen sei.

    Die Parallele zu den Salafisten ist nun, dass diese anstelle einer harmonischen vor allem eine tugendhafte Gesellschaft schaffen wollen (auch hier gilt: Die Grundidee ist erstrebenswert, denn kein vernünftiger Mensch will in einem asozialen Sündenpfuhl leben). Während die Salafis – soweit ich das überblicken kann – dem Menschen eine grundsätzlich sündhafte Natur zuschreiben, die er aber durch pflichtbewusste Unterwerfung (islam) unter den göttlichen Willen überwinden kann, sieht Mursi offenbar die Ägypter (Muslime wie auch Christen) als im Naturzustand tugendhaft an.

    Man mag es für eine reichlich esoterische Unterscheidung halten, aber wenn mir jemand vorwirft, ich würde mit meinem sündhaften Lebenswandel der Errichtung des Himmelreichs auf Erden im Wege stehen (wobei ich über ihn und meine Vision einer besseren Welt höchstwahrscheinlich dasselbe denke), dann stört mich das weniger, als wenn er mir vorwirft, ich würde das bereits existierende Himmelreich gefährden. Verhinderer, damit kann ich leben, aber ich lasse mich nicht als Zerstörer bezeichnen.

    • 20. Juni 2012 um 23:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  62. 68.

    @Boothby

    In Griechenland ist die Moral soweit erodiert, dass sich jeder gezwungen sieht auch zu bescheissen, den Trend müssen sie erstmal umkehren (klarer Volkswille) aber das schaffen sie nicht mit Personal aus der politischen Klasse.

    • 20. Juni 2012 um 23:44 Uhr
    • PBUH
  63. 69.

    @Arjen van Zuider

    >Leider sind Diktatoren, die die Modernisierung vorantreiben, rar.

    Im Gegenteil, Stalin mit Abstrichen, Hitler, Franko, Pinochet und wahrscheinlich viele andere können sie auch dazuzählen.

    Modernisierung der Gesellschaft und Massenmord schliessen sich eben nicht aus.

    • 20. Juni 2012 um 23:50 Uhr
    • PBUH
  64. 70.

    @PBUH

    Kurz und knapp und – danke!
    Peinlich: dabei hatte mir das @Publicola schon mal mitgeteilt.
    Das hier wird mir helfen, es nicht wieder zu vergessen.
    http://bit.ly/LkW8Du

  65. 71.

    @PBUH

    In Griechenland ist die Moral soweit erodiert, dass sich jeder gezwungen sieht auch zu bescheissen, den Trend müssen sie erstmal umkehren

    Für wahr. Ich habe kein Problem damit, einzugestehen, das sich in G eine Unkultur im wirtschaftlichen Miteinander gebildet hat. Andererseits: Das diese spezifische Unkukltur den europäischen Gedanken zu Grabe trägt, will ich nicht hoffen.

    aber das schaffen sie nicht mit Personal aus der politischen Klasse.

    Nun hilft es auch nix, alle, die irgendwie verdächtig sind, aufzuknüpfen. Eine Idee, die beim Lesen ihrer Posts des öfteren durchscheint. Das neue Personal wird vor ihrer Häme kaum sicher sein, bis sie es eben selber regeln.

    Vielleicht sind ihre Hoffnungen auf die harte Administration überzogen?

    • 21. Juni 2012 um 00:12 Uhr
    • Boothby
  66. 72.

    @PBUH

    Modernisierung der Gesellschaft und Massenmord schliessen sich eben nicht aus.

    Aber der Kater.

    • 21. Juni 2012 um 00:14 Uhr
    • Boothby
  67. 73.

    Modernisierung der Gesellschaft und Massenmord schliessen sich eben nicht aus.

    Sage ich ja auch nicht. Aber die meisten Diktatoren sind eben weder Massenmörder noch Modernisierer, sondern schlicht korrupte kleine Arschlöcher, die dafür sorgen, dass alles bleibt, wie es ist, weil sie so schön davon profitieren.

    • 21. Juni 2012 um 01:07 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 21. Juni 2012 um 08:44 Uhr
    • Serious Black
  68. 76.

    – Ägypten: Polit-Fatwas –

    The essence of the fatwa in the minds of the Egyptian people can most genuinely be summed up by the colloquialism that goes “Are you going to issue a fatwa too?” This saying is used to respond to anyone who speaks with authority about something without sufficient knowledge; the sanctity of the fatwa is not taken into consideration because many do not believe that it reflects the essence of religion. The negative connotation that the term fatwa has in the Egyptian collective consciousness did not come out of the blue — it is due to the fact that fatwas have often been misused, especially if we analyze the concept of fatwa from a philosophical standpoint.

    Issuing fatwas is tantamount to domination and control. They allow the mind of one individual — a sheikh or religious scholar — to replace those of millions of free-willed people by taking advantage of the innate weakness they have toward everything related to religion. Fatwas are a serious threat because they have become tools for determining individual political and social behavior, thus reproducing tyranny in a religious form. This can easily empower those who support political despotism, since people easily submit to clerics and their fatwas, regardless of whether they are right or wrong.
    They do so to avoid violating Islamic teachings as a result of the beliefs engraved in their minds.

    Many religious fatwas were issued during the latest Egyptian presidential elections, which boiled down to a choice between Muslim Brotherhood candidate Mohammad Morsi and “former regime candidate” Ahmed Shafiq. They directed political behavior and guided citizens toward voting for an Islamic candidate. …

    During the final round of voting, the fatwas pushed citizens to vote specifically for Morsi due to his Islamic identity. Prominent preachers, including Salafist and Muslim Brotherhood affiliated sheikhs unanimously called on voters to choose Morsi. … Al-Azhar Mosque and Dar al-Iftaa also issued fatwas simply encouraging participation in the elections, without naming a candidate. Although these fatwas appeared to be different from the previous ones, in the end they fall into the same category — the fatwa is issued by an individual in order to dictate the behavior of others and arouse the masses …

    Despite the clergy’s dominance, along with their fatwas, contradictions and duplicitous rhetoric, the importance of free will and liberal individualism are highlighted in more than one Quranic verse, one example being: “No bearer of burdens can bear the burden of another.” Every human being is free to choose and bear the consequences — whether in faith or in choice — in a way that serves his social and political interests. Thus, clerical opinions cannot override the will of millions of people.

    The voter is the one who is going to the ballot box, using his judgment to compare candidates, and selecting one of them based on his convictions … His vote may be hit or miss, but the real value lies in preserving the free will of the people.
    On the other hand, making a wrong choice based on a religious scholar with millions of followers would have a catastrophic effect because millions abide by his fatwa.

    When the [Arab Spring] revolutions were launched against political despotism, there was a glimmer of hope for the start of a revolution against tyranny in the name of religion.
    It seems like it will take considerable time and effort to change peoples’ beliefs about
    the negative effects that religion has in our lives, as well as the role of those who speak in the name of religion to guide and <b<subjugate people. …

    Publisher: Al-Hayat (Pan Arab)
    Original Title: Religious Fatwas and Canceling the Free Will of Voters
    Author: Azmi Ashour
    Published on: Tuesday, Jun 19, 2012
    http://www.al-monitor.com/pulse/culture/2012/06/religious-fatwas-and-canceling-t.html

  69. 77.

    to guide and subjugate people.

  70. 78.

    @ SB (75)

    Danke!

    Themawechsel:

    Who should I blame for this? Mubarak for destroying my country’s education so those men have no respect for women and have become just animals? Our useless police who are incapable of defending us? Our religious leaders who claim that they want what’s best but they don’t go to these young men and teach them what’s right? Our educators who turned into business men?… Our politicians who just want power? Who???!!!!

    zitiert aus dem ersten dreier (teils erschütternder) „Testimonies“
    http://nazra.org/en/2012/06/testimonies-recent-sexual-assaults-tahrir-square-vicinity

    The attack on the women was calculated and organized so as to scare women away from the public sphere, to punish women for their participation, and to keep them at home to avoid the premeditated attacks against them.

    Es drängt sich der Eindruck auf, dass diese Ereignisse politisch (gewollt) sind. Die – wie erwähnt – „sexistische Konterrevolution“ gewissermaßen. Ich glaube nicht an einen Zufall.

    Nach Lesen des (dankenswerterweise von Serious verlinkten) Artikels zur jüdischen Community in Tunesien stieß ich auf das von Totten:

    worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/women-beware-egypt

    I have no idea why this is such a huge problem in Egypt. It’s not because Egypt is Arab or Muslim or Middle Eastern. Lebanon isn’t like this. I understand Syria isn’t either, though I’m less certain. My wife has been to Morocco, Lebanon, Tunisia, and Libya. She experienced minor sexual harassment in Tunisia and Libya, but it was the sort that was annoying rather than horrifying. She wants to revisit both countries despite it.

    I have no idea why this is such a huge problem in Egypt…

    Who can tell?

    • 21. Juni 2012 um 10:05 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  71. 79.

    @ AvZ

    „die meisten Diktatoren sind eben weder Massenmörder noch Modernisierer, sondern schlicht korrupte kleine Arschlöcher, die dafür sorgen, dass alles bleibt, wie es ist, weil sie so schön davon profitieren“

    Wahrscheinlich; und zwar insoweit sie eben „nur“ reaktionäre Diktatoren sind, mit jedoch zumindest propagandistisch auch bombastisch formulierten Ambitionen; hier z. B. Argentinien:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Prozess_der_Nationalen_Reorganisation

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Movimiento_por_la_Dignidad_y_la_Independencia

    bzw. generell für reaktionär-diktatorisch geführte, innere roll-back Feldzüge, zu denen man die Konservativen möglichst mit im Boot haben will:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Schmutziger_Krieg

    oder noch mal speziell die syrische reaktionär-panarabisch-kryptofschistische Variante:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/1970_Syrian_Corrective_Revolution

    Corrective und Reorganisacion sind Schlüsselwörter; wobei es um das Ausmaß, bzw. die Tatsächlichkeit einer „Reorganisacion“ sowohl zu intellektuellen als auch blutigen inneren Streit bei Rechtsextremisten kommen kann.

    Viele Nazis waren bitter enttäuscht über die Begrenztheit der faschistischen Umwälzung in Italien und klagten über den fortdauernden Einfluß von Adel und Klerus; gegen Franco hegten sie blanken (aber verhüllten) Haß und Mussolini durfte in seinem Endstadium vorführen, zu was ein von klassisch konserativen Kräften nicht mehr gehemmter Italienischer Faschismus in der Lage war:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Sozialrepublik
    (Republik von Salò)

    Hier ein Überblick über die ideologisch-begrifflichen Verrenkungen der Griechischen Obristen:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Glossary_of_the_Greek_military_junta

    Bei meinem Ausfall gegen Mursi ging es mir um das spezielle Moment der simplen Verleugnung der ‚Mißstände‘ gegen die ‚die Bewegung‘ zu Felde ziehen will. Bei ihm könnte die Leugnung ein Signal an den SCAF sein, dass sie eigentlich gar nicht sooo viel zu beanstanden haben.

    Leugnen ist eher reaktionär; anprangern ist eher faschistisch, würde ich so grob sagen.

    Das realpolitisch kümmerlichste Kapitel rechtsgestrickter Diktaturen ist das Feld der internationalen Kooperation. Hier gab es durchaus Bemühungen, wie dieser Bericht vom March 1938: Reception of Party mission under Farinacci in Japan zeigt.

    http://www.youtube.com/watch?v=vgSNJyUAuSU&feature=plcp

    MISSIONE DEL PARTITO NAZIONALE FASCISTA NEL GIAPPONE

    6.30 sentimento erioco … spiriti dei nostri due populi 6.40 ein drittes „heroisches Volk“ immense Akklamation in grandiosem Stadion für die Italiener … diszipliniert und stark 7.10 Fascho-Zampano mit Samurai-remake; das japanische Publikum allerdings westlich gekleidet (halt doch ‚westlich-modern‘ zivilisiert, ganz im Sinne von Atatürk) … Dann der Schock für Japan-Fans 8.05: jemand tritt auf, der aussieht, wie Aikido-Begründer:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Morihei_Ueshiba

    Wie ich irgendwo man gelesen habe und aber gerade nicht wiederfinde, soll die italienisch-japanische Kooperation ihren Höhepunkt gefunden haben in der Bereitstellung italienischer Chemikalien für japanische Menschenversuche an Chinesen.

    • 21. Juni 2012 um 10:34 Uhr
    • Thomas Holm
  72. 80.

    Wenn man die Frau von der Straße vertrieben hat, hat man die Revolution vertrieben.

    Bemerkenswert: Der „mediale Blackout“ hinsichtlich der Studentenproteste im (Nord-)Sudan. Sorry für OT (aber irgendiwe hängt ja sowieso alles zusammen):

    On Saturday 16/6/2012 at around 6 p.m. a protest was launched from the female dorms at the University of Khartoum (UoK); where the female students protested against the staggering increase in the prices of meals and transportation. The girls’ protest reached the male dorms and the male students joined forces with them. (…)
    they (…) met with police forces who dispersed them. After the female students returned to the dorms, they took to the streets once again. The harassment of the police and security forces continued at the female dorms, in addition to the threats of pro-government National Congress Party (NCP) students who carried metal rods and batons. They then raided the female dorms, and police bombarded the expanse with tear gas and verbally abused the female students.

    aus:
    girifna.com/blog-girifna/news/5741

    Weitere Infos:
    http://stream.aljazeera.com/story/students-lead-sudanrevolts-against-austerity-0022253

    egyptianchronicles.blogspot.de/2012/06/sudan-revolts-watch-this-uprising.html

    Links entnommen von:

    crowdvoice.org/sudan-protests

    (Reuters berichtet heute das erste Mal.)

    • 21. Juni 2012 um 10:44 Uhr
    • ParallelkoMMentar
    • 21. Juni 2012 um 10:53 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  73. 82.

    @ MM

    „Bemerkenswert: Der “mediale Blackout” hinsichtlich der Studentenproteste im (Nord-)Sudan. Sorry für OT“

    Die Entwicklung in den beiden Sudans ist eng mit Spielraum, Sachzwängen und der Dynamik in Ägypten verbunden – und chronisch unterberichtet.

    „(aber irgendiwe hängt ja sowieso alles zusammen)“

    Aber hallo !

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/aegypten-wahlkommission-bekanntgabe

    „Ägyptische Wahlkommission verweigert Bekanntgabe des Siegers

    Das Ergebnis der ägyptischen Präsidentenwahl bleibt offen. Die Verkündung des Wahlsiegers ist auf unbestimmte Zeit verschoben – angeblich wegen Manipulationsvorwürfen“

    Diktatoren, die noch nicht so recht wissen, was sie diktieren sollen.

    • 21. Juni 2012 um 11:24 Uhr
    • Thomas Holm
  74. 83.

    Assad/ Ägypten usw

    Welcher Idiot gibt den freiwillig die Macht an die, die einen ermorden wollen.

    Die die es getan haben, haben es meist bereut.

    In Südafrika scheint es gut zu gehen. So glauben es die Welten-Verbesserer.

    Irgendwie trau ich den Frieden dort nicht.

    Nelson Mandela hält sich hartnäckig am Leben, als ob er wüsste was geschehen wird, wenn er stirbt.

    Die Klugscheißer in Europa konnten nicht mal mehrere versuchte Genozide vor ihrer Haustür verhindern.(Balkan) und meinen Außenpolitik machen zu können( siehe Afghnistan)

    Erst als die Amis Frauen und Kinder in Serbien bombardierten, gaben die Serben Ruhe.

    Wie ich die Guti-Welten-Verbesserer verachte.

    Durch ihre Ideologie Sterben mehr Menschen, als Sie retten können, weil Sie alles heraus zögern, und dass kleine Morden über Jahre weiter läuft, bis es zum großen Blutbad kommt.

    Wie kann man sich da als Humanist bezeichnen. Es ist einfach unbegreiflich!

    • 21. Juni 2012 um 11:36 Uhr
    • cem.gülay
  75. 84.

    @cem.gülay

    „Durch ihre Ideologie Sterben mehr Menschen, als Sie retten können, weil Sie alles heraus zögern, und dass kleine Morden über Jahre weiter läuft, bis es zum großen Blutbad kommt.“

    Das liegt vielleicht auch an den unterschiedlichen Standarts bei der Verbündetenbetreuung; bei Stalin* noch vorbildlich 17.58-18.09; 29.45-30.45 – !

    http://www.youtube.com/watch?v=a7ExVX8nRuc&feature=plcp

    Woran man echte Verbündete erkennt, die wissen, dass sie wirklich gerade ihren Arsch gerettet bekommen und deswegen gerade mal nicht was Übles im Schilde haben, das wissen die Amis noch aus Paris, Wiesbaden, Saigon, Manila und Bangkok.

    Das ganze entnommen aus einer ursprünglichen Beitragsidee über die:

    ach so koloniale Vorgeschichte des muslimisch-westlichen Zerwürfnisses: Ägypten, Palästina, Irak und Iran als Trampelpfade für die Logistik der Alliierten Bomberoffensive gegen Nazideutschland – mit geheimen US-Flugbasen in der Sowjetunion. min 8.00-9.00; danach ein nostalgischer Rückblick auf die kurzlebige amerikanisch-sowjetische Freundschaft.

    *der Vorteil eines Fremdherrschers: keine Ehrenprobleme mit den Mädels vom verarschten Obervolk.

    • 21. Juni 2012 um 12:13 Uhr
    • Thomas Holm
  76. 85.

    Thomas Holm

    Srebrinica ist doch das Paradebeispiel!

    Jetzt möchte ich aber Gegenargumente hören!

    • 21. Juni 2012 um 12:22 Uhr
    • cem.gülay
  77. 86.

    Selbstmordfanatiker befreien zu sollen, muss dagegen wohl auf die Dauer extrem nervlich zermürbend sein:

    1944 SAIPAN – Japanese Women Choose Suicide

    http://www.youtube.com/watch?v=65EShYbK5ww ab 0.30

    Die bekamen dafür als erste das Prädikat „Schamgesellschaft“.

    • 21. Juni 2012 um 12:22 Uhr
    • Thomas Holm
  78. 87.

    @ cem.gülay

    Die Amis brauchen einen Feind, der sich selbst als oberkrass böse präsentiert, wie z.B. hier:

    Mein-Kampf Lesung durch Geistlichen (!) vor entsetzter schwarzer Gemeinde über ‚Halbaffen als Anwälte = Sünde an der Schöpfung‘ 5.10-5.40

    http://www.youtube.com/watch?v=XRUeOObzY4o&feature=plcp

    Was soll man zu Syrien erwarten nach dem Irak- und Afghanistanfrust ?

    Bei Jugoslawien haben die Amis lange gedacht: Bloss nicht auseinanderfliegen lassen, dann sind die alten Weltkriegsfronten wieder da: Mit Kroaten und Viertem Reich etc. Außerdem haben die Engländer Jihadisten nach Bosnien geschleppt mit der Idee, dass die Muslime sich so selbst gegen die Serben verteidigen könnten.

    All das hat die Massaker nicht gestoppt, bis es halt irgendwann doch zuviel wurde und die Serbische Führung sich auch hinreichend böse aufgeführt hatte, Rußland als Serbenbeschützer gerade pleite war und das ganze auch für Engländer und Holländer nicht mehr so sehr danach aussah, als hätten die gerade wiedervereinigten Deutschen das alles angezettelt; wg. Viertem Reich mit ihren alten Kumpeln…

    Man mißtraut(e) nicht nur Deutschland, sondern auch dessen alten Verbündeten; das ist auch Europäische, bzw. NATO-Realität.

    • 21. Juni 2012 um 12:56 Uhr
    • Thomas Holm
  79. 88.

    „An starkem Nationalismus herrscht heuer in G kein Mangel“

    Aber an einem starken Mann der diesen Nationalismus kanalisiert und endlich damit anfängt den Volkswillen umzusetzen und das Land mit harter Hand zu administrieren.

    @ PUBS (61.)

    Vorsicht, Gutmenschenalarm:

    Die Volonté générale (frz. allgemeiner Wille) beschreibt den Gemeinwillen eines Volkes und ist der Schlüsselbegriff in der Demokratietheorie von Jean-Jacques Rousseau, der er seine heutige Bedeutung verdankt. Rousseau grenzt diesen Gemeinwillen gegenüber der Volonté de tous, der Summe der Einzelinteressen, ab.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Volont%C3%A9_g%C3%A9n%C3%A9rale

    Die amerikanischen Verfassungsväter hielten nichts von einem „dicken“ Konzept des Volkswillens und die heutigen Schweizer können froh sein, dass ihr politisches System in der Praxis wenig mit Rousseau zu tun hat (der gleichwohl als so etwas wie ein Schweizer Verfassungsvater gilt).

    • 21. Juni 2012 um 13:12 Uhr
    • N. Neumann
  80. 89.

    Die Amis brauchen einen Feind, der sich selbst als oberkrass böse präsentiert

    Oder der vom US-Präsidenten (zusätzlich) so definiert wird. Reagan: „Reich des Bösen“, Bush: „Achse des Bösen“, „Schurkenstaten“

    • 21. Juni 2012 um 13:18 Uhr
    • Serious Black
  81. 90.

    Mit Verbündeten, die sich solche Sorgen machen, würde ich mir auch nicht den Arsch aufreissen wollen:

    „Dass der führende Vertreter des deutschen Osthandels sich bei Amerikanern verdingt, würde ihn in den Augen Russlands, des wichtigsten deutschen Osthandelspartners, endgültig desavouieren.“

    hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/auftakt-zum-deutschlandjahr-von-russland-und-deutschland-a-840107.html

    Der Artikel will natürlich das genaue Gegenteil suggerieren, wg. Gauck.

    hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-offenbar-kampfflugzeug-mig-21-uebergelaufen-a-840174.html

    Bei den Tommies haben sie einen Ober-Damaskusscheich, der zwar oppositionell ist, aber dem Westen auch nicht versprechen kann, dass sich nicht alle auch wieder blitzartig gegen ihn verbünden könnten.

    (habe noch nicht zuende gehört)

    Er will den Geist der Harmonie aus der Entkolomialisierungszeit in syrischen Geschäftskreisen wiederbeleben … na dann warten wir das besser erstmal mal ab …

    http://www.youtube.com/watch?v=UGbLxFA1fM4&feature=youtu.be

    Boah, ist das ein Laberkopp …

    • 21. Juni 2012 um 13:20 Uhr
    • Thomas Holm
  82. 91.

    @ MM #78

    Wahrlich erschütternd diese Testimonies.

    Ich habe keine Idee, weshalb dieses Problem in Ägypten so eskaliert.

    • 21. Juni 2012 um 14:02 Uhr
    • Serious Black
  83. 92.

    Von wegen ‚die Imperialisten sind an allem Schuld':

    Stolen Kremlin records show how the Soviets, including Gorbachev, created many of today’s Middle East conflicts

    http://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/103576/the-cold-wars-arab-spring?all=1

    • 21. Juni 2012 um 14:14 Uhr
    • Serious Black
  84. 93.

    @ SB

    „Oder der vom US-Präsidenten (zusätzlich) so definiert wird. Reagan: “Reich des Bösen”, Bush: “Achse des Bösen”, “Schurkenstaten”“

    “Reich des Bösen”, Sowjetunion; das war aber auch schon eine recht strapaziös polarisierende Rhetorik, die man auf den ‚Schauspieler‘ Reagan abstellt.

    “Achse des Bösen”, Nordkorea, Iran; ok, Pakistan fehlte halt und der Iran landete dort wohl auch, weil die Saudis sich damit erleichtet fühlten; Saudis und Iran auf der gleichen Liste würde nämlich wohl nicht gehen.

    Das kommt aber total halbherzig rüber; die Golfsunniten meinen, die Amis hätten den Persern den Weg frei geschossen, um sich so an den Sunniten; „den Muslimen“ halt zu rächen. Kann man es solchen Leuten recht machen.

    Shaykh Sayyid Muhammad al-Yaqoubi on Syria’s Bloody Road to Democracy aus #90 wird übrigens differenzierter; allerdings bleibt es dabei, dass der Westen mit offenem Aufkreuzen es nur verschärfen würde. bei min. 24.00.

    Er meint, dass das Regime schon begonnen habe, die Chemiewaffen auszuprobieren 27.00

    Er verstehe das Dilemma des Westens, aber die einfachen Menschen halt nicht, die hassen halt den Westen 28.00 Tja, Herr Scheich; und wer hat an der Züchtung dieses Klimas mitgewirkt ?

    Nicht uninteressant, er läßt praktisch heraus, warum die Muslime aktuell gerade leider nicht zu retten sind; er versucht mit seinen Fatwas Hinrichtungen (von Regimeleuten) zu verhindern und Gefangenenaustausche zu arrangieren; na gut, soll er sehen, wie weit er kommt. Jeder, der totzdem stirbt, geht halt auf die Kappe der ulema-Paralleljustiz.

    Jetzt labert er wieder: das Regime sind nur ganz wenige Leute 31.00; na wunderbar, dann kickt es doch weg; sogar mit den Alawiten hätten sie sich schon mal vertragen, auch mit den arabischen Schiiten 33.00 na prima, dann vertragt Euch doch wieder; ahh, das Regime hat Perser eingeschmuggelt, damit sie auf Farsi haßpredigen; 200 schiitische Moscheen gibt es auf einmal; tjaaa das ist natürlich schwierig …

    36.30 huch, einen Dritten Weltkrieg könnte es auch geben; richtig beobachtet, Herr Scheich !

    37.30 Wenn die Christen überleben wollen, brauchen sie nur mitzuprotestieren.

    38.00 Die Christliche Jugend unterstütze den Aufstand und drohe ihren Altforderen mit der Konversion zum Islam, wenn diese nicht aufhöre, das Regime zu unterstützen.

    (Sicherheitshalber gleich zum Salafismus konvertieren … das kann ja nur schief gehen, aber er sagt es in völlig beruhigendem Ton)

    41.00 Über Bulgarien versuche man, die Kurden so einzubinden, dass die Russen einen Regimewechsel akzeptieren könnten – (jetzt geht’s aber ab, Alda…)

    Unter DIESEN Voraussetzungen würde ich als US-Präsident Assad auch nicht zum Rücktritt auffordern; mit so einer driftigen Mauschelopposition.

    44.45 Er lobt die Europäer (kann man tiefer sinken ?) für Santionen, die nichts bewirken (jetzt wird er etwas wirr)

    Die Ökonomie werde vom Regime kaputtgemacht und die Geschäftsleute desertieren; die arbeitslos gewordenen Menschen aber würden zu full-time Rebellen. Ok, das war jetzt tapfer, Herr Scheich; Respekt.

    45.50 Syrer sind keine Libyer, sondern Profis (großartig !! Weiter so !!)

    48.50 ein linksangehauchtes BBC-U-Boot: Was machen die Saudis ?
    Antwort: die Hilfe muss über offizielle Institutionen laufen; von privat zu privat (Fanatikern) gibt es Chaos; Katar konstruktiver als Saudis; Saudis aber auch bemüht (soso .. haben auch schon Bammel vor dem Tag danach)

    52.00 am schönsten wäre ein Waffenstillstand (seufz ..) nochmal: wir sind keine Libyer, sondern Soldaten (hurra ! …)

    53.00 Groß Rache wird schon keiner nehmen, aus Angst vor Gegenrache, daher haben Geiseln einen tieferen Sinn … (gut, macht es auf Eure Art …)

    55.30 die Verschleierung soll durch Einsicht kommen, wegen des Seelenheils halt auch nur … (Und wo bleibt die Nächstenliebe ?)

    Das war Sheikh:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_al-Ya’qoubi

    • 21. Juni 2012 um 14:14 Uhr
    • Thomas Holm
  85. 94.

    @ SB

    „Ich habe keine Idee, weshalb dieses Problem in Ägypten so eskaliert.“

    Hieran mangelt es: 0.40-2.10

    http://www.youtube.com/watch?v=ob6KJr-k_Ks&feature=plcp

    Geniales Fundstück diese Stolen Kremlin records !

    „Stroilov’s documents indicate that the Soviets and Syrians also took credit for blowing up the U.S. Marine barracks in Lebanon in 1984. …

    MUBARAK. We had to borrow a lot. […] Everyone has debts in today’s world. […] Americans owe money to the Japanese, but Bush does not pay. So what, will Japan declare war to the US? […] I told Reagan that the Soviet Union had never charged any interest for its loans to us. We no longer borrow money from the US. We only accept non-repayable aid, when they are prepared to give it.“

    Hoffentlich ist es damit vorbei; und wenn dafür die Salafisten sorgen.

    „the Bukovsky archives show clearly that nuclear disarmament campaigns across Europe were largely funded by the Soviet bloc. The money was channeled through communist parties or other pro-Soviet organizations.

    Baroness Catherine Ashton was the treasurer for the Campaign for Nuclear Disarmament from 1980 to 1982.“

    Alles schon mal über Rußland geahnt worden:

    „When unable to master a subject, he knows how to play with it. If wanting in general views, he is always ready to weave a web of elegant generalities. …

    A country like England allows him, of course, to busy himself in every corner of the earth.“

    hxxp://www.marxists.org/archive/marx/works/1853/palmerston/ch01.htm

    • 21. Juni 2012 um 14:51 Uhr
    • Thomas Holm
  86. 95.

    http://www.nytimes.com/2012/06/21/world/middleeast/cia-said-to-aid-in-steering-arms-to-syrian-rebels.html?_r=1&pagewanted=all

    „The weapons, including automatic rifles, rocket-propelled grenades, ammunition and some antitank weapons, are being funneled mostly across the Turkish border by way of a shadowy network of intermediaries including Syria’s Muslim Brotherhood and paid for by Turkey, Saudi Arabia and Qatar, the officials said.

    The C.I.A. officers have been in southern Turkey for several weeks, in part to help keep weapons out of the hands of fighters allied with Al Qaeda or other terrorist groups, one senior American official said. The Obama administration has said it is not providing arms to the rebels, but it has also acknowledged that Syria’s neighbors would do so.“

    Genau soviel läßt sich machen; und mehr halt nicht.

    • 21. Juni 2012 um 15:09 Uhr
    • Thomas Holm
  87. 96.

    Assad/ Ägypten usw

    Welcher Idiot gibt den freiwillig die Macht an die, die einen ermorden wollen.

    Die die es getan haben, haben es meist bereut.

    In Südafrika scheint es gut zu gehen. So glauben es die Welten-Verbesserer.

    Irgendwie trau ich den Frieden dort nicht.

    @ Cem Gülay

    Das war mal wieder ein Schnellschuss. Es gibt reihenweise Diktatoren bzw. diktatorische Eliten, die die Aufgabe ihrer Herrschaft komfortabel überlebt haben. Sei es, weil sie frühzeitig ins sichere Exil gingen (z.B. der echt irre Idi Amin), oder sei es, dass sie frühzeitig und zumindest weitestgehend die Herrschaft abgegeben haben und wirkliche Wahlen zuließen (z.B. Pinochet oder, wie es momentan aussieht, die birmesische Junta).

    Abgesehen davon wurde, wie du selber offenbar ahnst, kein südafrikanischer Apartheids-Politiker nach der Machtübergabe verknackt. Frederik de Klerk erheilt zusammen mit Nelson Mandela des Friedensnobelpreis.

    Wer den Absprung nicht schafft, die Zeichen der Zeit nicht erkennt und munter weiter morden, foltern und einkerkern lässt, der geht auch für sich mittel- und langfristig ungleich höhere Risiken ein. Aber das Ganze ist streng genommen größtenteils eine sell-fullfilling prophecy.

    Wenn jetzt syrische Regimevertreter sagen, dass sie ganz sicher um Leib und Leben fürchten, wenn sie nicht mehr an der Macht wären, dann haben sie sicher Recht. Es soll mir aber keiner erzählen, dass das Gemetzel in Syrien annähernd so groß wäre, wenn der Assad-Clan frühzeitig von seiner diktatorischen Macht gelassen hätte.

    • 21. Juni 2012 um 17:09 Uhr
    • N. Neumann
  88. 97.

    @ NN

    „Es soll mir aber keiner erzählen, dass das Gemetzel in Syrien annähernd so groß wäre, wenn der Assad-Clan frühzeitig von seiner diktatorischen Macht gelassen hätte.“

    Versprochen.

    • 21. Juni 2012 um 17:39 Uhr
    • Thomas Holm
  89. 98.

    Es gibt reihenweise Diktatoren bzw. diktatorische Eliten, die die Aufgabe ihrer Herrschaft komfortabel überlebt haben. Sei es, weil sie frühzeitig ins sichere Exil gingen (z.B. der echt irre Idi Amin), oder sei es, dass sie frühzeitig und zumindest weitestgehend die Herrschaft abgegeben haben und wirkliche Wahlen zuließen (z.B. Pinochet oder, wie es momentan aussieht, die birmesische Junta).

    So ist es!

    Weitere Beispiele zwecks Illustrierung dieser Erfahrung eines in dieser Hinsicht relativ friedlich gestalteten Wandels sind:

    – die politisch-militärischen ‚Ostblock‘-Eliten im Verlaufe und nach der Wende (wer die Zeichen der Zeit blind-naiverweise nicht erkennen wollte, war natürlich ‚weg vom Fenster': z.B. der Conducator in Rumänien) in den 1990ern,

    – die Eliten in Argentinien der 1980er Jahre (Galtieri – Alfonsín)

    – die Eliten im Asien der 1980er u. 1990er Jahre (Indonesien/Suharto – Habibie, Philippinen/Marcos – Corazón Aquino, Südkorea/Chun Doo-hwan – Roh Tae-woo, Republik China Taiwan)

    – die Eliten Portugals und Spaniens der 1970er Jahre.

    In den genannten Staaten hatten sich die Eliten oder der entscheidende Teil der Eliten entweder selbst als Motor der Demokratisierung erwiesen (Russland, Taiwan, Südkorea, Portugal z.B.) oder sie hatten sich nach sehr kurzer Gegenwehr dem Wandel gefügt (Indonesien, Philippinen).

  90. 99.

    Ps – auch der Assad-Clan hätte sich mit der Geschichte diverser Staaten (siehe die genannten Beispiele) incl. von Ländern wie Ägypten oder Tunesien auseinandersetzten können, ja sollen.

    Nun ja, wer sich für völlig unentbehrlich hält, der und dessen Volk hat auch die blutige Rechnung zu bezahlen wie z.B. Qaddhafi oder Assad.

  91. 100.

    Man beachte aber auch, dass Pinochet in Chile hätte der Prozess gemacht werden sollen und der westliche Moralismus heftig dagegen protestierte, dass Spanien diese Absicht hintertrieb. Ich persönlich würde mich als Ex-Diktator im europäischen Exil nicht zu 100% sicher fühlen.

    • 21. Juni 2012 um 18:31 Uhr
    • Arjen van Zuider
  92. 101.

    OT UK

    Der pakistanischstämmige Islamist Mehdi Hasan vergleicht Merkel mit Hitler und hält sie für schlimmer als Ahmadinedschad.
    hxxp://www.welt.de/politik/ausland/article106647467/Merkel-ist-die-groesste-Bedrohung-fuer-die-Welt.html
    Und das alles in einem halbwegs respektablen linkspopulistischen britischen Blatt. Offensichtlich stellt Mehdi Hasan die drigenend gesuchte und geförderte journalistische Moslemgeneration dar, die besonders in linkspopulistischen Blättern eine neue Heimat finden. Die Deutschland- und Sarrazinhasserin Mely Kiyak von der Frankfurter Rundschau wäre dann das deutsche Pendant zu Hasan.
    Hier mal ein 7 min Video über Mehdi Hasan, damit man einen Eindruck bekommt mit was man es zu tun hat. http://www.youtube.com/watch?v=7udbYtSMDns
    Solche Islamisten sitzen in britischen Redaktionsstuben und dürfen solche Titelstorys fabrizieren, es ist einfach unglaublich.

    • 21. Juni 2012 um 18:52 Uhr
    • Bellfruta87
  93. 102.

    @Bellfrutta87

    ebenso o.t.
    Da muß ich mir mein sehnsuchtsvolles „Oh, to be in England!“ für heute aber verkneifen!

    Nicht gerade ohne Einfluß, der Mann!
    Hab‘ mir das Video angesehen und mal bei Wikipedia nachgeschaut:
    Seit Mai ist er „political director“ bei der „Huffington Post“ und schreibt weiter eine Kolumne für den „New Statesman“.

    Bei „Al Jazeera“ wird er ab Juli die Präsentation von „The Cafe“ übernehmen.(Nicht „The Kaffar“!)

    „In response to criticism over the use of the term „cattle“ to describe non-believers, Hasan wrote in his New Statesman blog: „The Quranic phrase ‚people of no intelligence‘ simply and narrowly refers to the fact that Muslims regard their views on God as the only intellectually tenable position, just as atheists (like Richard Dawkins or Sam Harris) regard believers as fundamentally irrational and, even, mentally deficient.“[14] The Islamophobia Watch website argued Hasan was the victim of a „witch-hunt“, writing that these allegations of extremism were „aimed at getting him dismissed from his job“.[15]

    Zumindest hat er sich wohl in mehreren Artikel deutlich gegen die Todesstrafe für Apostaten des Islam ausgesprochen und richtet kürzlich in einem Artikel im „Guardian“ einen Appell an British Muslims sich in die britische Politik einzubringen.

    „We have allowed ourselves to be defined only by foreign policy and, in particular, by events in the Middle East for far too long. British Muslims can make a positive contribution to British society, but first we have to stop our navel-gazing and victim mentality. We must let the people, press and politicians of this country know that we are as British as we are Muslim, and we care about our shared future.“
    http://bit.ly/Lmesw2
    Wie immer das dann aussehen mag!

    Dem Merkel-Artikel Vergleichbares hätte in den 60er Jahren wohl so auch aus einer „homegrown“ Feder kommen können, was man damals auch noch hätte verstehen können. Und das setzen zugewanderte Edelfedern heute fort?

  94. 103.

    @karolachristiane

    „British Muslims can make a positive contribution to British society, but first we have to stop our navel-gazing and victim mentality. We must let the people, press and politicians of this country know that we are as British as we are Muslim, and we care about our shared future.“

    Der Absatz ist ein schönes Beispiel für Islamistensprech, ähnlich verwendet sie auch ein Tariq Ramadan. Unter „positiv contribuition to britsh society“ versteht ein Islamist eben etwas anderes als ein Demokrat. Was haben Islamisten schon in einer aufgeklärten, demokratischen Gesellschaft an Positivem anzubieten. Was dabei herauskommt, wenn solche Leute eine „positiv contribution“ versuchen zeigt dieser widerliche Leitartikel über Merkel.

    • 21. Juni 2012 um 21:27 Uhr
    • Bellfruta87
  95. 104.

    @ kc,BF87

    „Muslims regard their views on God as the only intellectually tenable position, just as atheists (like Richard Dawkins or Sam Harris) regard believers as fundamentally irrational and, even, mentally deficient.”

    Mit dem Mann kann man wenigstens ‚agree to disagree‘.

    “positiv contribuition to britsh society” … das ist Sache der britischen Gesellscahft das zu bewerten. Wenn Merkel heute Adi sein soll, dann sollte man ihn fragen, ob er auch eine Idee hat, wer heute denn dem ‚Großmufti von Jerusalem‘ nachfolgt.

    Vielleicht sollte man den Mann auch mal von den nostalgischen Schmeicheleien unserer Nachwuchsosmanen für Großdeutschland in Kenntnis setzen. Wenn sich die Muslime auf die bescheuertsten Ecken des politischen Spektrums in Europa verteilen sollten, dann wäre das eben auch eine Art Intergration – eine in den kater-haften Spiesserzank von Nachfahren vergeigter Imperien. Dass Muslime ausgerechnet ‚bessere Europäer‘, als die real existierenden Europäer werden könnten, sollte man nicht erwarten.

    • 21. Juni 2012 um 21:56 Uhr
    • Thomas Holm
  96. 105.

    @ Publicola, NN

    Die Tigerstaaten- und Latino-Diktaturen waren überwiegend Kalte-Kriegsphänomene und konnten analog zu demselben zurückgeführt werden. Die Protagonisten der MOE-Kommunismen setzten ungeniert auf Kapitalismus, bzw. was die sich darunter vorstellten. Großzügigerweise waren sie bereit, ihren Opfern zu verzeihen; und die wollten überwiegend auch nicht weiter stören auf dem Weg nach Europa.

    (Vorbehalte bei: Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Albanien, Lukaschenka, Ukraine, 3xKaukasus, 5xBoratstans* ..)

    *Vor zwei Jahren haben sich ca. 2.500 Halbtürken in Kirgisien gegenseitig umgebracht, wurde kaum registriert und nichts ist gelöst.

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Südkirgisistan_2010

    Nur die Ex-CSSR und Polen sind einigermassen stabil; das Baltikum bleibt im russischen Gravitationsfeld.

    „Motor der Demokratisierung erwiesen (Russland ..“

    Ich bin entsetzt, ernsthaft.

    In fünf Jahren haben wir in Moskau alle vier Jahreszeiten gleichzeitig, außer Putin läßt uns alle ohne Ende für seine Rohstoffe blechen, weil sie in Nahost dummerweise wegfackeln.

    Ägypten ist noch völlig unentschieden; am Jemen* sieht man, wie ein auch nur 10% so schlimmes Regime wie das von Assad, immer noch eine Blutspur hinter sich herzieht, das Land zerfällt, hungert, etc.

    *“Vorbild“ – es ist nicht zu fassen !

    Am Sudan sieht man auch einiges.

    Es gibt kein Vorbild für die auch nur halbwegs zivilisierte Ablösung eines Regimes, wie dasjenige von Assad. Syrien ist Nordkorea-Liga; auch allein schon von innen her.

    Vier vergeigte Kriege als Siege ausgeben, der ganze Orwellsche Politzirkus aus: heute Terrorist, morgen im Knast, übermorgen im Parlament; hat dieses Regime irgendeinen Parteigänger, den es nicht auch schon mal gefoltert hat ?

    Syrien ist wesentlich krasser als Algerien; und dort waren die Opferzahlen sechsstellig.

    Es wird jetzt noch schlimmer, als es vor 18 Monaten geworden wäre; aber auch vor 18 Monaten hätte es alles Dagewesene getoppt, es sei denn, man hätte die Minderheiten* evakuiert. Übrigens: Die Kaukasier und Armenier hauen ab; zu Zehntausenden. 2.00-2.10 (8.000 allein von Aleppo nach Erevan in 2 Monaten …)

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=PQi4cYeYNDA

    *die Alawiten will natürlich keiner haben, die sind so beliebt, wie damals die Kosovo-Albaner; mein Vorschlag: Strafansiedelung in Griechenland.

    Mit Reservisten 7-800.000 Leute unter Waffen als Minderheitenregime; Geheimdienstdichte wie in der Ostzone; Privilegien für ausgesuchte Kriminelle; syrische Spezial-PKK …

    NULL Chance auf zivilisierten Übergang; auch ohne Hisbollah*, Iran und Putin schon nicht. Aber jetzt wird es nochmal wesentlich krasser, das will ich gerne konzedieren.

    *die hätte auch libanesische Verwurzelung und sei gar nicht so angewiesen auf Assad, hatte es hier vor ca. einem halben Jahr geheissen …

    Lest mal, was dieser Hoffnungs-Scheich bei den Briten verkündet hat bei # 90 und 93; immerhin ein Sufi.

    „As Egypt’s deposed president nears death, activists rally to kill ‚millions of mini-Hosnis‘ Al-Alam, Iran“

    Loswerden, nicht töten, sagt der Interviewte 16.00-16.20, aber der Iran will wohl einen Bürgerkreig in Ägypten sehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=_MKX9Th7u1Y

    Syrienbeitrag von BBC davor; die ganze Zeit nur schwere Artillerie.

    • 21. Juni 2012 um 22:58 Uhr
    • Thomas Holm
  97. 106.

    OT Fussball

    Morgen gehts gegen die Griechen und ich habe ein schreckliches Dokument gefunden, welches böses erahnen lässt:

    http://www.youtube.com/watch?v=ur5fGSBsfq8

    „and Marx is claiming it was offside…“

    • 21. Juni 2012 um 23:21 Uhr
    • Bellfruta87
  98. 107.

    Man beachte aber auch, dass Pinochet in Chile hätte der Prozess gemacht werden sollen und der westliche Moralismus heftig dagegen protestierte, dass Spanien diese Absicht hintertrieb.

    @ AvZ

    Dahinter oder aber auch hinter dem Internationalen Strafgerichtshof steckt allerdings nicht nur der westliche Moralismus, sondern auch das Signal, es lieber gleich mit einem hohen und umfangreichen Maß an Menschenrechtsverletzungen bleiben zu lassen.

    Ich persönlich würde mich als Ex-Diktator im europäischen Exil nicht zu 100% sicher fühlen.

    Wer redet denn vom europäischen Exil? – Die Zeiten sind wohl vorbei. Nehmen wir doch z.B. mal Russland. Die russische Führung hätte ihrem strategischen Verbündeten Assad mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein ebenso sicheres wie komfortables Exil geboten – und würde ihm es sehr wahrscheinlich noch immer bieten.

    Dieses Exil wäre für den Assad-Clan zumindest mittelfristig sicherer (gewesen) als die Heimat.

    • 21. Juni 2012 um 23:26 Uhr
    • N. Neumann
  99. 108.

    Nur die Ex-CSSR und Polen sind einigermassen stabil; das Baltikum bleibt im russischen Gravitationsfeld.

    @ TH

    Russland sieht sich zwar als Hüter der russischen Minderheiten in den baltischen Staaten und stresst deshalb herum. Aber die baltischen Staaten (u.a.?) deshalb als „nicht einigermaßen stabil“ zu bezeichnen, ist dann doch etwas übertrieben.

    Abgesehen davon sind die Balten verhältnismäßig wenig korrupt und pflegen einen vergleichsweise pragmatischen Umgang mit ökonomischen Krisen.

    • 21. Juni 2012 um 23:36 Uhr
    • N. Neumann
  100. 109.

    „Motor der Demokratisierung erwiesen (Russland ..“ Ich bin entsetzt, ernsthaft.

    O.k. – offensichtlich haben Gorbachev und Jeltzin die Tradition des sowjetischen Einparteienregimes cool und locker fortgesetzt.

  101. 110.

    Vorbehalte bei: Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Albanien – möglicherweise hat man dort inzwischen keine allgemeinen und freien Wahlen des Gesetzgebers eingeführt?

  102. 111.

    Offensichtlich wird in den Beiträge und Diskussionen auf dem JL-Blog zuweilen oder gar i.d.R. der lange und dornenreiche Weg der Demokratisierung, auf dem sich z.B. die in Beitrag #98 angeführten Staaten z.T. noch immer langsam vorwärts-rückwärts-fortbewegend befinden, gleichgesetzt mit einer vollentwickelten westeuropäischen Nachkriegsdemokratie des 21. Jahrhunderts.

  103. 112.

    Die Tigerstaaten- und Latino-Diktaturen waren überwiegend Kalte-Kriegsphänomene und konnten analog zu demselben zurückgeführt werden. – ? –

    Der Wandel Richtung Demokratie setzte in den Staaten Asiens (Philippinen Sturz Marcos‘ 1986, Südkorea 1987) und Lateinamerikas (Argentien z.B. nach der militärischen Falkland-Niederlage 1982) während des Kalten Krieges oder – im Falle Chiles – kurz vor dem Fall des Eisernen Vorhanges ein (Volksabstimmung 1988).

    Der Wandel in Portugal und Spanien fand in den 1970er Jahren statt. Die dort etablierten Regimes gingen zurck auf und setzten fort den europäischen Diktatur-Caudillismo der 1920er-1930er Jahre.

    Lediglich im Falle Indonesien und Taiwan/Republik China fand der Wandel Richtung Demokratie in den 1990er Jahren statt.

  104. 113.

    Korrektur: … Der Wandel Richtung Demokratie setzte in den Staaten … ein. …

  105. 114.

    @BF 87 und @Th H

    Das wüßte ich gar gern: wie sieht denn zur Zeit „the positive contribution to European society“ in parteipolitischer Hinsicht, wie sieht „the Muslim vote in Europe“ aus?

    Zu den französischen Wahlen las ich, „the Muslim vote“ habe zum Erfolg von Hollande deutlich beigetragen.
    Von den letzten NW-Wahlen z.B., dem Bundesland mit dem höchsten Anteil an muslimischen Bewohner, habe ich keine Zahlen darüber gefunden, wie Muslime gewählt haben.
    Vermutlich werden die Zahlen gar nicht erhoben.

    Mein Überlegung: vielleicht wählt ein Großteil der Muslime mit Wahlrecht gar nicht, weil ihnen das nicht wichtig ist.
    Vielleicht warten sie in Ruhe noch ein Weilchen ab, bis sich muslimische Vorstellungen leichter verwirklichen lassen?

    Hier die Rede, die diesjährige „Queen’s Speech“ von jemand, der innerhalb kürzester Zeit „a contribution“ gemacht hat und das gesamte britische Humorspektrum beherrscht: Nadhim Zahawi, MP.
    http://bit.ly/LmARJL

    Hat eine spannende Biographie: bis er 2010 in die Politik ging, war er Mitinhaber des Meinungsforschungsinstituts „YouGov“, das er mit dem gebürtigen Deutschen Stephan Shakespeare gründete und auf dessen Dienste auch ZO gelegentlich zurückgreift.

    Vielleicht wüßten „YouGov“ ja mehr!

  106. 115.

    – Hintergründe zu dem hohen Wahlergebnis des Kandidaten Shafiq bei den Präsidentschafts-Stichwahlen –

    1 – Foloul (Shafiq)

    A few days after Mubarak was forced to step down, the word foloul came into use. The word in Arabic literally means „scattered remnants of a defeated army.“ It was first intended to describe key pillars of the old regime … with time, the sphere started to expand, reaching almost every official who took part in government and served with some power or capacity to change things but chose to swim with the flow. The concept then expanded further as the revolutionaries started to label entire families as partners of the old regime, a result of old affiliations of heads of these families with the NDP …
    Foloul has become a position, a political point of view. Almost an ideology. That ideology started to gather momentum till it expressed itself loudly, to the surprise of many, in the presidential elections …

    2 – Drei Gründe für Foloulism (für den Erfolg Shafiqa)

    How did foloul evolve in that way?
    • … as the revolutionaries expanded the foloul stigma, they were in fact creating enemies of the revolution. Instead of working toward building consensus, national reconciliation and trying to “sell” the revolution, with all the hardships of a democratic transition, to the people, accusations and a tendency to “indulge in putting the past on trial” alienated many.

    • Another factor was the repeated confrontations between the “revolution” and SCAF, which in the foloul’s eyes represented Egypt’s army and its last line of defense against chaos and collapse of security, or even collapse of the state itself. SCAF and pro-SCAF media also played a key role in “demonizing the revolution” and blaming it for every problem …

    • Foloullism could also be seen as a classist movement. Foloullism is a conservative ideology which would seek gradual reform rather than abrupt. Foloullism is against Islamist politics and has nurtured every possible scandal and failure of Egypt’s Parliament, dominated by the Muslim Brothers and Salafis, that the media exposed. Foloul may like democracy, but they value personal freedoms. They believe that Egypt has its own brand of moderate Islam and reject strict Wahabist interpretations. Foloul blame the revolutionaries for starting a revolution that knocked down the NDP and Mubarak’s regime without having a sufficiently strong alternative, which in their view will hand power to the Islamists, Iranian-Revolution style.

    3 – Demokraten: Was tun?

    Democracy is learned. One acquires and develops a set of beliefs, values and practices. If Egypt’s activists are to learn from the rise of the foloul, it is this lesson: Big armies win the war, so build alliances. Include fellow countrymen and women rather than alienate them. Make friends and win enemies over to a shared dream of a better Egypt. …

    Wael Nawara is an Egyptian writer, politician, activist and management professional. A regular contributor to various newspapers and magazines such as Al Masry Al Youm, Dostor and Economic Reform Bulletin (CIPE), Wael also blogs at the Huffington Post. Wael is a spring visiting fellow in the Institute of Politics (IOP), Harvard Kennedy School.

    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2012/al-monitor/egypts-foloul-come-out-of-the-cl.html

  107. 116.

    @ Publicola

    Der Kalte Krieg war nicht auf einen Schlag zuende.

    In Asien gab es wegen der Chinesischen Öffnungspolitik schon früher was zum reagieren. 1985 kam Gorbi an die Macht, spätestens nach dem Thatcher Besuch, war klar, dass sich was ändert, ausser für H. Kohl (Goebbels-Vergleich) ab 1987 dann: Übergang von Beschleunigung zu Umbau = Perestroika wurde offen zurückgerudert.

    „“In my native Brazil the transition from military dictatorship to democracy took fifteen years (from 1975 to 1990″

    “Pinochet wurde am 11. März 1990 von Patricio Aylwin als Präsident abgelöst.” Das magische Jar 1990 … Zufall ?“

    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/06/12/die-herrschaft-der-bartigen-und-die-ausenpolitik-des-westens_5600/comment-page-28#comments

    Für die Iberer lockte Europa, warum wissen wir heute.

    Der Umsturz in Portugal war noch gegen den Kalte-Kriegs-Trend und wurde als Gewinn für die SU in Afrika gesehen, von den Kalten Kriegern jedenfalls.

    Die Zeitspanne von Brasilien ist doch aussagekäftig: 15 Jahre von: eine Peinlichkeit loswerden wollen bis zum Zulassen des Wandels.

    Mir geht es um die Unterscheidung: prowestliche versus antiwestliche Diktatur; die Antiwestlichen sind von anderem Schrot und Korn (Kuba werden wir noch sehen ..) und die antiwestlichen in Nahost laufen eher Amok, soweit sie können, als nach einem Exil zu schielen. Zudem sitzen sie auf ganz anderen Pulverfässern, z.B. mit der Kurdenfrage.

    • 22. Juni 2012 um 02:01 Uhr
    • Thomas Holm
  108. 117.

    @ NN

    Das russische Gravitationsfeld war nicht mit Blick auf die innere politische Kultur gemeint; sondern rein auswärtig-machtpolitisch und das aber eben massiv. Für die Stabilität im Sinne der Souveränität ist das eine Belastung. Ansonsten sind es durchaus in mancher Hinsicht Musterknaben. Das ist ja gerade das tragische.

    Es ist eben vieles noch nicht entschieden: darüber, wer was darf, manches mag sich erledigen; manches aber auch nicht; vielleicht hat das Baltikum ja Glück, aber Glück braucht es.

    Mit Rußland dagegen, kann es nicht gut gehen.

    @ Publicola

    Die Tradition des Ein-Appartregimes haben Gorbachev und Jeltzin zugunsten mehr oder weniger organisierter Kriminalität zeitweilig etwas schleifen lassen; aber Putin hat wieder eine Balance geschaffen.

    Die paar Hunderttausend Toten aus der Jelzinzeit allein im Vorkaukasus möchte ich keineswegs einseitig Russland anlasten, sondern lediglich als allgemeines Instabilitätssymptom anführen.

    Russland ist niemals ein Rechtsstaat gewesen, sondern immer nur ein Machtstaat; unter Jelzin etwas angeschlagen, aber für die paar Hunderttausend Tote hat es gereicht. Zeitweilig war es ein wenig wie Pakistan, mit Atomflohmarkt und so. Putins Partei:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Einiges_Russland

    ist nur der populistisch-demagogische Arm der Exekutive; vulgo: „Präsidentenpartei“; Mubarak auf Amphetaminen.

    Auch schon mit eigener Afterphilosophie:

    „Russland: Von der Defekten Demokratie zur Gelenkten Demokratie“

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Gelenkte_Demokratie

    „„managed democracy“ oder „guided democracy“, wobei die Begriffe „steuern“ oder „lenken“ in Russland als Gegensätze zu Anarchie, Unsicherheit oder Unordnung der frühen 1990er-Jahre unter Boris Jelzin meist positiv konnotiert werden.“

    Da müssen doch alle Alarmglocken klingeln ?!

    Unter solchen Verhältnissen sind Wahlen und mehreren Parteien (mit allerdings ungleichen Rechten) doch kein Anzeichen von Demokratie !

    Das gefährliche ist folgender Mix und nicht einfach nur eine ‚Diktatur':

    Ökonomisches Versagen und resultierend fortdauernde Rohstofflastigkeit der Wirtschaft; „Überbau“: eine extrem zentralisierte, gewaltbereite und Rentenökonomie-focussierte Kleptokratie. Sozialer Zynismus; offene Verachtung des Rechtes schon als Idee in breiten Bevölkerungsteilen.

    Politische Kultur: Romantisch-zynish-revanchistisch-lamoyant, eine abenteuerlich-verantwortungslose Muslime-Politik, katastrophale Demographie, unkontrollierte Ausbreitung diverser Seuchen (AIDS war ja CIA-Erfindung) Eigentlich so wie Ägypten mit Mütterchen Russland als Mohammed.

    http://en.wikipedia.org/wiki/File:Russian_male_and_female_life_expectancy.PNG

    Exilland Russland für Assad-Anhänger …

    Circassians plea to leave Syria amid uprising

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=H3xd0ANvToM

    In Syrien ‚pro-Assad‘ und in Russland separationsverdächtig..

    Millionen haben sich mit dem Regime kompromittiert, oder werden diesem halt zugeschrieben, Alawiten, 12-er Schiiten, Kaukasier, Armenier, Ost-Christen, die Regime-Sunniten; alle müßten ‚raus; bzw. hätten auch schon vor 18 Monaten ‚rausgemußt.

    Russland hatte aus Afgahnistan 150.000 Parteigänger aufgenommen; (nachdem die SU dort ca. dreimal die Regierung ausgewechselt) hatte:

    hxxp://www.reuters.com/article/2011/08/22/us-russia-afghans-immigrants-idUSTRE77L1MR20110822

    „150,000 Afghans in Russia — a third in the capital“

    Das nur der Assad-Clan profitiert stimmt im grossen, aber nicht im ganzen; Millionen profitieren durch Staatsjobs und erlaubte Kriminalität; jetzt rauben die Regimeleute ungehemmt alle aus, die sie als Opposition melden können.

    Dass man Syrien mit Südkorea, oder den Philippinen als ‚Diktatur‘ vergleichen kann, ist für mich völlig unbegreiflich. Der Sturz des Assad-Regimes wird eher so etwas wie eine Entkolonialisierung (aber von der übelsten Sorte) werden, als wie ein blosser Tyrannensturz.

    In der Art WIE diese Leute töten sieht man, dass es ihnen völlig egal ist wieviele sie töten müssen, denn sie wissen, sobald sie aufhören zu töten, sind sie alle ‚dran.

    Ist das esoterisch, wenn man die Einzelheiten des Tötens so liest ?

    • 22. Juni 2012 um 02:15 Uhr
    • Thomas Holm
  109. 118.

    prowestliche versus antiwestliche Diktatur; die Antiwestlichen sind von anderem Schrot und Korn

    Dazu sollte man mal die 200.000 Getöteten des Bürgerkrieges in Guatemala oder die bislang 11.000 Getöteten des Bürgerkrieges in Syrien befragen.

    Ist das esoterisch, wenn man die Einzelheiten des Tötens so liest ?

    Seit einigen Jahren gibt es Smartphones, Handys etc., mit denen spontane ubiquitäre Filmaufnahmen möglich sind.
    Zuvor waren die photographischen und cineastischen Möglichkeiten einer Bestandsaufnahme begrenzter.

  110. 119.

    Ägypten

    Saudi Wahhabien stützt den SCAF (gegen die MB):

    http://pjmedia.com/spengler/2012/06/20/did-a-saudi-ex-machina-save-egypt/?singlepage=true

    Offenbar setzen die Saudis doch lieber aufs Militär, als darauf zu hoffen, daß sich al-Nour und MB gegeneinander auspielen lassen.

    Der uralte Konflikt zwischen Palast und Moschee geht in eine neue Runde.
    Nicht zu unrecht befürchten die Saudis einen Domino-Effekt. Sollte Ägypten an die MB fallen, könnte dies Jordanien den Rest geben und sogar auf andere Golfstaaten übergreifen. Die Reaktion Irans auf diese Entwicklung dürfte interessant sein.

    Andererseits müßten die Saudis noch viel mehr Geld in die Hand nehmen und mehrere ‚Troikas‘ nach Kairo schicken, um das Land wirklich ökonomisch flott zu bekommen. Ägypten ist wesentlich schlechter aufgestellt als Griechenland und hat sieben Mal mehr Einwohner.

    • 22. Juni 2012 um 09:03 Uhr
    • Serious Black
  111. 120.

    Jordanien

    Ein Vergewaltiger will seiner Gefängnisstrafe entgehen, indem er sein minderjähriges Opfer heiratet.

    http://en.ammonnews.net/article.aspx?articleNO=16957

    • 22. Juni 2012 um 09:14 Uhr
    • Serious Black
  112. 121.

    @ Publicola

    “die 200.000 Getöteten des Bürgerkrieges in Guatemala”

    Ja, es gibt herausragende Spitzenphänomene in Lateinamerika in Sachen Massentötungen; die Diktaturen der großen Flächenstaaten sind allerdings gerade nicht ins Sechsstellige gegangen, sondern Chile und Argentinien sind im Fünfstelligen Bereich geblieben.

    Ein anscheinend stark auf einige Winzigstaaten Mittelamerikas konzentriertes Phänomen, auch bei geringerer Bevölkerungszahl in der Vorauswahlliga zu Ruanda mitzuspielen. Und Fußballkriege, die gibt’s auch nicht überall.

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Death_squad

    “die bislang 11.000 Getöteten des Bürgerkrieges in Syrien”

    16.000 habe ich als letzte Zahl gehört.

    “Zuvor waren die photographischen und cineastischen Möglichkeiten einer Bestandsaufnahme begrenzter”

    Aber das Kettensägenvideo aus Mexiko kennen Sie ?

    Der Krieg gegen die Kinder in Syrien erscheint mir einzigartig und eben – eigentümlich-symptomatisch – zu sein. Im Ansatz vielleicht auch in Jugoslawien vorfindlich.

    Ruanda, die mexikanischen Kartellkriege und Ex-Jugoslawien sind sogar Massentötungserscheinungen außerhalb von klassischen Diktaturkontexten. In Syrien kommt an Faktoren des Unheils alles zusammen: Ethnien, Religionen, Kriminalität, Todesschwadrone, Diktatur, rivalisierende Nachbarn; nix, was es nicht gibt, würde ich überschlägig sagen.

    Eine Parallele würde ich gleichwohl noch wagen: Bangla Desh: vier Millionen Tote mit Prozessen nach 40 Jahren; auch eine quasi: “Binnen-Ethnische Entkolonialisierung”.

    “A wonderful music video on Joan Beaz’s historical song on Bangladesh. Famous Bangladeshi artist Shakila Jafor sang it for us. Thanks to her and the producer who helped us to have a re look to this beautiful song.”

    http://www.youtube.com/watch?v=7w3i4k8qJXY

    Das Original von Joan Baez ist in D. wg. UMG nicht mehr zu kriegen (ca. 20 Versuche). Es hatte minimum sechsstellige hits.

    George Harrison – Bangladesh ist mit 1.6 Mio hits noch bei yt zu kriegen.

    • 22. Juni 2012 um 09:25 Uhr
    • Thomas Holm
  113. 122.

    # 114 – @kc – »Das wüßte ich gar gern: wie sieht denn zur Zeit “the positive contribution to European society” in parteipolitischer Hinsicht, wie sieht “the Muslim vote in Europe” aus? Vermutlich werden die Zahlen gar nicht erhoben.«

    – Parteipräferenzen von Muslimen in Deutschland –

    Die meisten vorliegenden Studien beziehen sieh auf die Parteipraferenzen türkischstammiger Burger. Da diese den größten Teil der Muslime in Deutschland stellen, weicht das Verhalten der gesamten Muslime nicht wesentlich von dem der turkischstammigen Burger ab. Exakte Daten uber das konkrete Abstimmungsverhalten der türkischstammigen Deutschen bei Bundestagswahlen gibt es nicht. Die repräsentative Wahlstatistik des Statistischen Bundesamtes erfasst nur die Merkmale Alter und Geschlecht. In den Wahltagsbefragungen der Forschungsgruppe Wahlen und von Infratest wird nicht nach einer fruheren Staatsangehorigkeit gefragt. Bei der Konfession wird allein zwischen katholisch, evangelisch und keine/sonstige unterschieden. So ist es nicht moglich, die Zugehörigkeit zum muslimischen Glauben als Ersatzmerkmal heranzuziehen.

    So ist man auf Umfragen und plausible Hochrechnungen angewiesen. Die Umfragen zeigen ein relativ einheitliches Bild. … Die letzte Mehrthemenumfrage von 2008 des Essener Zentrums unter türkischstämmigen Migranten zeigte wiederum ein sehr ähnliches Bild: 67 Prozent würden die SPD wählen, neun Prozent die CDU/CSU, zwölf Prozent die Grünen und elf Prozent die Linken. Die Parteipräferenzen der eingebürgerten Tiirken sind also in der Vergangenheit relativ stabil gewesen; sie bevorzugen konstant mit deutlicher Mehrheit die SPD. Zwischen 1999 und 2008 erreichte die SPD bei dieser Gruppe gut 60 Prozent. Die CDU/CSU liegt zwischen neun und 18 Prozent.
    Angesichts der im Zeitablauf relativ hohen Konstanz in den Wahlabsichten der türkischstämmigen Bürger ist es keine Überraschung, dass auch die Daten des ALLBUS 2008 zu sehr ahnlichen Ergebnissen kommen. Schließlich stellen die türkischstämmigen Burger den weitaus größten Anteil unter den Muslimen. 15 Prozent der Muslime würden danach die CDU/CSU wahlen, 65 Prozent die SPD, 15 Prozent die Grünen und vier Prozent die Linken.

    Das mögliche Potenzial der Parteien unter Muslimen ist naturgemäß größer als es die aktuelle Wahlabsicht ausdrückt. Wenn die Befragten auf einer Skala von 1 (sehr unwahrscheinlich) bis 10 (sehr wahrscheinlich) ankreuzen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie eine bestimmte Partei jemals wählen würden, dann wäre es für 21 Prozent der Muslime mehr oder weniger wahrscheinlich, jemals die CDU/CSU zu wählen. Für 70 Prozent käme die SPD in Frage, die FDP für 29 Prozent, die Grünen 53 Prozent und die Linke 23 Prozent …
    Die CDU/CSU stößt bei 47 Prozent der Muslime auf sehr starke Ablehnung, die SPD nur bei 16 Prozent. Die FDP zu wählen halten 42 Prozent fur äußerst unwahrscheinlich, die Grünen 31 Prozent und die Linken 65 Prozent.

    Es stellt sich die Frage, warum eine Volkspartei wie die CDU/CSU, die in der Gesamtbevölkerung nur von 29 Prozent der Bürger stark abgelehnt wird, bei den Muslimen auf derart starke Vorbehalte stößt. Ideologische Vorbehalte sind es offenbar nicht. Im ideologischen Links-Rechts Spektrum stufen sich Muslime zwar etwas häufiger als die Gesamtbevölkerung sowohl auf der extrem linken als auch auf der extrem rechten Position ein. Über die Hälfte von ihnen fühlt sich aber der ideologischen Mitte zugehörig.
    Die Muslime, bei denen die CDU/CSU auf extrem starke Ablehnung stößt, fühlen sich im ideologischen Spektrum ebenfalls mehrheitlich (52 Prozent) der Mitte zugehorig.

    Oberflächlich scheinen die Parteipräferenzen der Muslime schwer nachvollziehbar. Sie sind – zumindest mehrheitlich – nicht linksorientiert und neigen in ihren gesellschaftlichen Einstellungen (z.B. zur Familie) eher konservativen Positionen zu. Trotzdem bevorzugen sie mit hoher Konstanz die SPD. Hier rächt sich, dass die CDU diese Personen über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt hat. Die Arbeitsmigranten der 1960er und frühen 1970er Jahre wurden uberwiegend durch ein gewerkschaftlich geprägtes und damit SPD-nahes Umfeld betreut. Die starke Stellung der SPD im Zeitverlauf deutet darauf hin, dass sich hier ein parteinahes Milieu herausgebildet hat, das für die Union nur schwer erreichbar ist …
    Eine besonders starke Ablehnung erfährt die Union im Arbeitermilieu. Insgesamt fühlen sich 54 Prozent der Muslime der Arbeiter- oder Unterschicht zugehörig, 42 Prozent der Mittelschicht. Von den Muslimen, die die CDU/CSU sehr stark ablehnen, rechnen sich 70 Prozent der Arbeiter-und Unterschicht zu, und nur 26 Prozent fühlen sich der Mittelschicht zugehorig.
    Auf die größten Vorbehalte stößt die Union somit bei den Muslimen, die sich der Arbeiter- und Unterschicht zugehörig fühlen oder die nicht erwerbstätig sind.

    Dagegen deuten – mit aller Vorsicht – die Daten des ALLBUS nicht darauf hin, dass sich die Ablehnung der CDU/CSU auf religiöse Motive gründet. Die Häufigkeit des Moscheebesuchs ist zwar bei Muslimen nur ein schwacher Indikator für religiöse Bindung, da er durch die Religion nicht zwingend vorgeschrieben wird. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sehr religiöse Muslime häufiger in die Moschee gehen als weniger religiöse. 20 Prozent der Muslime gehen mindestens einmal im Monat in die Moschee. Von denen, die die Union stark ablehnen, gehen lediglich 15 Prozent regelmäßig in die Moschee.

    Die starke Ablehnung der Union unter den Muslimen scheint somit eher ein soziales als ein religiöses Problem zu sein. Vor allem Muslime aus den unteren sozialen Schichten lehnen die Union vehement ab. Offenbar hat sich hier seit Beginn der Arbeitsmigration ein SPD-nahes Milieu herausgebildet. Da zudem ihr Interesse an Politik sehr schwach ausgeprägt ist, dürften sie rationalen Argumenten nur schwer zuganglich sein. Über die Hälfte der Muslime interessiert sich nicht für Politik; starkes politisches Interesse bekunden lediglich 14 Prozent.

    Aus: „Muslime in der deutschen Gesellschaft – eine Zielgruppe der politischen Bildung?“
    Ulrich von Wilamowitz-Moellendorf
    Konrad Adenauer Stiftung – 2011
    http://www.kas.de/wf/doc/kas_21930-544-1-30.pdf?110221164247

  114. 123.

    @ SB

    Saudi Arabien hat auch das wilde Spendensammeln für Syrien untersagt und die Berichte über die US-Aufpasser fürs Waffenverteilen in der Südtürkei sind wohl auch nicht von ungefähr.

    Gerade deswegen meine ich ja, dass es zu einem konventionellen Krieg um Syrien mit Saudischem Eingreifen kommen wird. Leos statt Al Kaida gegen die Horden von Moqtada rund um Irakische Abrams.

    In einem solchen Szenario wird dann ein Schlag gegen das Potential des Iran virulent.

    Im Augenblick ist die Eskalation: Kornet E gegen T-72; plus Hubschrauber (‚Fliegende Krokodile‘) die Luftwaffe ist wegen des Ausbüchsen der MiG 21 erstmal abgemeldet. Damit könnte das Giftgas näher rücken. Der Beruhigungspillenscheich meint ja, dass sie damit bereits herumprobieren.

    Auch dürften die Saudis an der Zielauswahl des US-Droneneinsatzes in Pakistan interessiert sein, denn mit irgendwelchen Al Kaidaresten werden sie sich wohl schon noch arrangieren müssen.

    • 22. Juni 2012 um 09:38 Uhr
    • Thomas Holm
  115. 124.

    @ Publicola

    „Zuvor waren die photographischen und cineastischen Möglichkeiten einer Bestandsaufnahme begrenzter.“

    Nicht unbedingt, was Fotos anging. (Musik eher nervig)

    http://www.youtube.com/watch?v=N7sJ0H7ybfY ab 6.20

    • 22. Juni 2012 um 09:54 Uhr
    • Thomas Holm
  116. 125.

    @karolachristiane

    „Das wüßte ich gar gern: wie sieht denn zur Zeit “the positive contribution to European society” in parteipolitischer Hinsicht, wie sieht “the Muslim vote in Europe” aus?“

    Ein gutes Beispiel ist dafür der erste britische Minister, Shahid Malik. Für Ihn ist die positiv contribution das bald das ganze britische Parlament aus Moslems bestehen wird. Wer die sein werden, was die wollen etc ist egal, wichtig ist nur das sie Moslems sind, denn Moslems sind immer besser als Ungläubige und daher automatisch eine positiv contribution. Hier das Video dazu:

    http://www.youtube.com/watch?v=aNZhwao4iYg

    Und dann heißt dieser erste Moslemminister in Großbritannien auch noch Shahid mit Vornamen. Shahids sind islamische Märtyerer. Das die English Defence League gegründet wurde ist bei solchen Zuständen kein Wunder, offensichtlich kann es britischen „Eliten“ im linken Lager nicht schnell genug gehen mit der Islamisierung.

    • 22. Juni 2012 um 10:13 Uhr
    • Bellfruta87
  117. 126.

    Korrektur

    Muss natürlich erste britische Moslemminister heißen.

    • 22. Juni 2012 um 10:19 Uhr
    • Bellfruta87
  118. 127.

    @ P

    Es stellt sich die Frage, warum eine Volkspartei wie die CDU/CSU, die in der Gesamtbevölkerung nur von 29 Prozent der Bürger stark abgelehnt wird, bei den Muslimen auf derart starke Vorbehalte stößt.

    CDU

    • 22. Juni 2012 um 11:28 Uhr
    • Serious Black
  119. 128.

    @P

    Dagegen deuten – mit aller Vorsicht – die Daten des ALLBUS nicht darauf hin, dass sich die Ablehnung der CDU/CSU auf religiöse Motive gründet.

    Vielleicht ist die Ablehnung nicht religiös bedingt, trotzdem sollten CDU und CSU das C aus dem Namen streichen, wenn sie muslimische Wähler wollen. Eine ausdrücklich christliche Partei wählt ein Moslem wahrscheinlich genau so wenig, wie ein Kulturchrist eine Partei wählen würde, die den Islam im Namen führt.

    • 22. Juni 2012 um 11:31 Uhr
    • unlimited
  120. 129.

    @SB
    <i<C

    Sorry, hatte mal gerade einen Kaffee genommen.

    • 22. Juni 2012 um 11:33 Uhr
    • unlimited
  121. 130.

    @ T. Holm (#82)

    Die Entwicklung in den beiden Sudans ist eng mit Spielraum, Sachzwängen und der Dynamik in Ägypten verbunden

    Sozusagen „Vice Versa“?

    Aber das Kettensägenvideo aus Mexiko kennen Sie ? (#121)

    Das hatte ich gerade geschafft zu verdrängen. Wurde zunächst auch als „in Syrien“ verkauft. Ohne in Ansätzen vorhandene Arabischkenntnisse würde ich das wohl bis heute dort verorten; ein Kommentar machte darauf aufmerksam, dass es von der amerikanisch-mexikanischen Grenze sei. Das Schlimmste, über das ich bisher in den Untiefen des Internets gestolpert bin (und das (@ publicola) muss man wahrlich nicht gesehen haben).

    • 22. Juni 2012 um 13:25 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  122. 131.

    Neumann

    Pinochet Chile

    Du denkst leider wiedermal nicht zu Ende.

    Pinochet war ein Mann der USA und damals ging es um den Kommunismus. Deshalb hatte man Pinochet laufen lassen

    Auch die Linke in der Türkei wurde zum Teil nach dem Militärputsch gehängt.
    Zwar gibt man heute der damaligen türkischen Generalität die Hauptschuld, aber auch hier hatte die USA ihre Finger im Spiel.

    Früher töteten die Amis auch indirekt Kommis, heute sind die Islamisten dran, nur diesmal macht es Obama selber auf Hightech-Ebene

    • 22. Juni 2012 um 13:27 Uhr
    • cem.gülay
  123. 132.

    @ publicola

    Sandmonkey on CNN talking Egypt Presidential Elections

    http://www.youtube.com/watch?v=ksqUkROKwK0&amp;

    Ab ca. 4.35 berichtet er von Stimmenkauf für 4 EGP („thats not even one dollar“).

    Ab ca. 5.40: „The U.S. Administration should back off. (…) Right now they have made a deal with the Muslim Brotherhood that Mursi is the(ir) president. They’ve been meeting them for the past year. They need to stop pressuring us to have one of their… (bei ca. 6.11).

    Dann unterbricht er sich (leider) selbst!

    6.12: I don’t know why they want him there…To resolve the israel-palestine-conflict, to create some sort of a sunni alliance against iran or to create another pakistan model; WE [werr genau?] DO NOT WANT ANY OF THOSE THINGS.

    Und abschließend nochmal: The Obama administration need to back off.

    • 22. Juni 2012 um 13:46 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  124. 133.

    „Deshalb hatte man Pinochet laufen lassen“

    Britain and America are willing to offer the Syrian president, Bashar al-Assad, safe passage – and even clemency – as part of a diplomatic push to convene a UN-sponsored conference in Geneva on political transition in Syria. ….

    In the case of Yemen, the president, Ali Saleh, was granted immunity in February despite the massacre of civilians. His deputy, to whom he ceded power, is drawing up a new constitution.

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/jun/21/assad-clemency-syria-peace-talks

  125. 135.

    Bassem Youssef* bei Jon Stewart (ab ca. 5.30)

    http://www.youtube.com/watch?v=-xvDOc71Dbc

    en.wikipedia.org/wiki/Bassem_Youssef_%28television_host%29

    • 22. Juni 2012 um 15:10 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  126. 136.

    „Off-Topic“ – Sudan

    http://atbrownies.blogspot.de/2012/06/sudan-revolts.html

    After cutting the subsidies of fuel, the revolts started, by women in the students dorms. And this is important to remark, kindly do not ask where were the women, they STARTED it, even before, Safia Ishak a member in the Sudanese pro democratic movement Girifina (WE ARE FEDUP) was beaten and raped in detention and she released a video just before the revolts.

    aus dem Video, das bereits über ein Jahr alt ist (bei 2.28):

    They were hitting me while asking me if I was a communist (sic!)

    and (they asked me) „what is your relationship with Girifna and who prints the papers for you in Girifna (…), we saw you handing out papers(…).“

    I wear my hair short. With the beating my headscarf fell from my head. So one of them told me: Your hair is cut short. This is the style of the communists girls (sic!) and you are not a descent girl.

    Die Reuters-Meldung zu den Protesten im Sudan:

    reuters.com/article/2012/06/20/us-sudan-protests-idUSBRE85J0ZG20120620

    • 22. Juni 2012 um 15:45 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  127. 137.

    OT Islamisierung in Deutschland

    Islamische Regeln werden bereits im Jahre 2012 auch Nichtmuslimen in Deutschland aufgezwungen. In dem konkreten Fall Essensregeln in einer berliner Jugendstrafvollzugsanstalt. Dort wird nur noch halal Essen ausgegeben. http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/spd%E2%80%93sauerei%E2%80%93kein-schweinefleisch-im-jugendknast,7169126,16434208.html

    Aber Islamisierung gibt es ja nicht, solche Zustände schon bei etwa 5% Moslemanteil an der Bevölkerung geben kein Anlass zur Sorge, dass bei steigendem Anteil solche Tendenzen auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens zunehmen werden.

    Ansonsten ist der hohe Moslemanteil in diesem berliner Jugendknast (70%) natürlich reiner Zufall. Wer behauptet Moslems sind in viel stärkerem Maße kriminell, der ist ein böser Rechtspopulist. Für solche Behauptungen gibt es keine Belege, außerdem bedeutet Islam Frieden! Hui!

    • 22. Juni 2012 um 16:56 Uhr
    • Bellfruta87
  128. 138.

    @ Belfrutta

    An halalem Essen (will in diesem Fall wohl heißen: ohne Schweinernes) ist noch niemand gestorben. Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten.

    • 22. Juni 2012 um 17:44 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  129. 139.

    @Hans Joachim Sauer

    Es ist ja nicht nur diese Jugendvollzugsanstalt, das gleiche Phänomen findet man zunehmend auch in Schulkantinen. Und es ist eben auch nur ein Islamisierungsbeispiel unter vielen.

    „An halalem Essen (will in diesem Fall wohl heißen: ohne Schweinernes) ist noch niemand gestorben.“

    Was ist das eigentlich für eine Herangehensweise. Ihren Satz könnte man auch auf andere Bereiche anwenden: An einer Tracht Prügel ist noch niemand gestorben. Gibt Leute die das für die Kindererziehnung gutheißen und es gibt „heilige“ Bücher, die das für die Ehefrauerziehung einfordern.

    Achso, ich hätte noch eine Abwandlung Ihres Satzes: An nicht-halalem Essen (Schwein, lecker jam jam) ist noch niemand gestorben. Also stellt euch nicht so an, Schweinegerichte auch für Moslems. Machen Sie keine Mücke aus einem Elefanten!

    • 22. Juni 2012 um 18:21 Uhr
    • Bellfruta87
  130. 140.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2163281/Syria-apologises-security-forces-shoot-Turkish-fighter-jet-Mediterranean-Sea.html?ito=feeds-newsxml

    „Prime Minister Erdogan said: ‚At this moment the air force and navy are conducting search and rescue operations in the western Mediterranean and luckily our pilots are alive, we have just lost a plane.‘

    The jet had taken off from Erhac airport in the eastern province of Malatya shortly before all contact with the aircraft was lost.
    Turkey’s military confirmed it has lost contact with the aircraft over the sea close to the border with Syria and believe it crashed in Syria or in Syrian territorial waters.
    Lebanon’s Hezbollah-owned Al-Manar television station also reported that Syrian security forces were responsible after a source told the TV channel that Syrian air defences shot down the Turkish military aircraft.“

    • 22. Juni 2012 um 19:57 Uhr
    • Thomas Holm
  131. 141.

    http://www.todayszaman.com/news-284399-not-clear-if-turkish-warplane-downed-by-syria-erdogan-says.html

    „News reports earlier in the day quoted Erdoğan as saying that Syria had apologized for downing the Turkish jet fighter but the prime minister, speaking at a news conference in Ankara, appeared to dismiss these reports, saying he had no information on such apology. “I don’t know if Syria apologized and if they did, why,” Erdoğan said, adding that a statement is to be made after a security meeting later in the day.“

    Eine erst bekannt gegebene Entschuldigung; jetzt nicht mehr erinnerlich und nicht mehr erklärlich …

    • 22. Juni 2012 um 20:09 Uhr
    • Thomas Holm
  132. 142.

    @Bf 87 und @Th H

    Ich war mal eben in meinem Blog auf Suche und krame nochmal ein Zitat von Cora Stephan von Anfang Juni hervor:

    „Nicht nur die Salafisten sehen deutsche Toleranz nicht als Ausdruck von Souveränität und Stärke, sondern begreifen sie als Symptom für die Schwäche unserer Kultur. Wo sich der Dominanzanspruch des Islam mit einem patriarchalisch gestimmten Kulturstolz verbindet, prallt den deutschen Weicheiern nur Verachtung entgegen.

    Verachtung, weil sie ihre eigene Kultur preisgegeben haben, ja noch nicht einmal eine eigene “Leitkultur” kennen, geschweige denn eine Identität besitzen, die gefestigt wäre und nicht offen für alles und jedes. Verachtung, weil die “Biodeutschen” nicht begreifen, dass sie verachtet werden.

    Wenn es eines Beweises bedurfte, dass die westlichen Werte nicht weiter ernst zu nehmen sind, dann liefern ihn die Phrasendrescher unter unseren Politikern tagtäglich. Doch nicht die westlichen Werte machen uns schwach, sondern all die, die sie nicht verteidigen. Die Meinungsfreiheit. Die Gleichberechtigung. Den Rechtsstaat. Die Menschenrechte. Die Freiheit, eben….“
    http://bit.ly/LyyPTL

  133. 143.

    @Hans Joachim Sauer

    An halalem Essen (will in diesem Fall wohl heißen: ohne Schweinernes) ist noch niemand gestorben. Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten.

    Ich übersetzte Ihre Aussage mal:

    „Es ist noch kein Jude daran gestorben, dass er von einem Priester gesegneten Wien getrunken hat“

    • 22. Juni 2012 um 22:09 Uhr
    • FreeSpeech
  134. 144.

    Wein

    • 22. Juni 2012 um 22:09 Uhr
    • FreeSpeech
  135. 145.

    Syrer kloppen sich mitten in Manhatten; Schlagwerkzeuge reichlich
    vorhanden; einer anscheinend auf offener Strasse niedergeschossen:

    „How the fighting started between Syrian opposition and loyalists in 1st Ave, Midtown Manhatten“

    http://www.youtube.com/watch?v=6Ndrqfx20QU&feature=relmfu

    ‚Islamisierung‘ doch etwas anders, als bei PI befürchtet.

    Erfährt man nur von, wenn man sehr gezielt nachgooglet.

    • 22. Juni 2012 um 22:17 Uhr
    • Thomas Holm
  136. 146.

    @Bf 87

    „Halal“ ist ein weites Feld – und eines auf dem sich auch viel Geld verdienen läßt, nicht zuletzt mit „Zertifizierungen“.

    Ein Blick in Wikipedia:
    „So ist es für eine Zertifizierung etwa zwingend, den Namen Allahs beim Halal-Schlachten jedes Tieres zu erwähnen. Bei maschineller Schlachtung reicht es auch, dies beim Drücken des Startknopfes zu tun, der, auch nach einer Unterbrechung, nur von muslimischen Mitarbeitern betätigt werden darf.[6]

    Um für Muslime sicherzustellen, dass sie keine unerlaubten Lebensmittel zu sich nehmen, müssen diese gegebenenfalls von sachkundigen Muslimen geprüft werden. Dies kann durch eine Moscheegemeinde erfolgen. Verschiedene Zertifizierungsunternehmen bieten für Unternehmen kostenpflichtige Zertifizierungen an, die bestätigen, dass ein vom zertifizierten Unternehmen hergestelltes bzw. vertriebenes Lebensmittel „halal“ ist[5]. Normalerweise arbeiten die Zertifizierer mit muslimischen Autoritäten zusammen, die das Zertifikat beglaubigen[7], ähnlich wie es im Judentum durch Rabbiner für koschere Lebensmittel geschieht.“

    Als „Nutztier“ zu sterben ist so oder so nicht schön, aber ein für muslimischen Verzehr bestimmtes hat keine Wahl:

    „Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (Schächturteil) vom 23. November 2006 muss wegen der nach Art. 4 des Grundgesetzes verfassungsmäßig uneingeschränkt gewährten Religions- und Glaubensfreiheit sowie aufgrund der Berufsfreiheit eines islamischen Metzgers auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, sofern das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere ausnahmslos verbieten.[10] Das Schächten muss jedoch von einer sachkundigen Person in einem zugelassenen und registrierten Schlachtbetrieb erfolgen und vom zuständigen Veterinäramt überwacht werden.“

    Und warum folgendes so ist?

    „In Frankreich wird ein großer Teil der Rinder halal ohne vorherige Betäubung geschlachtet (32 % der Gesamtfleischproduktion) obwohl nur 7 % der Konsumenten potentiell Halal-Fleischprodukte nachfragen.[11]“

    Eine NGO „Halal Development Council“ für Pakistan gibt’s ebenso wie es schon einen „Global Halal Congress“ gab.

    Hier die Website eines „Zertifizieres“ für den deutschen Sprachraum und die Niederlande:
    http://bit.ly/KqDHJp

  137. 147.

    Ist zwar auch ziemlich o.t., aber vielleicht von Interesse als ein Artikel, der nach den Ausschreitungen in Solingen und Köln einen umfassenden Überblick über „die salafistische Szene“ gab.
    „Gewalttätige Gegenkultur“ von F.W. Horst.
    „Der Verfasser studierte Terrorismusforschung am Interdisciplinary Center Herzliya (IDC) und forscht über Salafismus am International Institute for Counterterrorism (ICT) in Israel.“
    http://bit.ly/J4ft7l

    1 (ein!) Leserkommentar!

  138. 148.

    @publicola

    Danke für den Text zum Wahlverhalten, bzw. „Wenn-wählen-würde-Wahlverhalten“ von Muslimen in Deutschland.
    Ich habe das mit Interesse gelesen und komme nochmal darauf zurück.

  139. 149.

    „Türkei bestätigt Abschuss von Militärjet durch Syrien“

    uhhh

    • 23. Juni 2012 um 01:03 Uhr
    • PBUH
  140. 150.

    „It was unclear why the Syrians had shot down the aircraft, which, having left a base in Malatya, was flying close to a corridor linking Turkey with Turkish forces on Northern Cyprus.

    „The Syrian military may have taken a calculated gamble by downing the Turkish plane, which could boost the morale of Assad’s loyalists after increased defections from the military we have seen,“ Yasser Saadeldine, a prominent pro-opposition Syrian political commentator, said.

    „A Turkish retaliation would fit into the fantasy he (Assad)is peddling that the uprising is a foreign conspiracy.““

    http://ca.reuters.com/article/topNews/idCABRE85D0IS20120622?sp=true

    Die FLAK funkt noch; ein Friedenssignal an alle: eigene Ausbückskandidaten, ebenso wie die NATO; die russische Rüstungsindustrie hat hat zudem zu danken.

    • 23. Juni 2012 um 02:18 Uhr
    • Thomas Holm
  141. 151.

    @ BF

    Sie scheinen sich partout lächerlich machen zu wollen:

    „Ihren Satz könnte man auch auf andere Bereiche anwenden: An einer Tracht Prügel ist noch niemand gestorben.“

    Eine Tracht Prügel ist ja wohl etwas anderes als eine Mahlzeit ohne Schweinefleisch. Wenn’s nach Ihnen ginge, müssten sich alle Vegetarier als Dauer-Prügelknaben fühlen.

    • 23. Juni 2012 um 08:28 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  142. 152.

    @ TH # 140

    Spannend. Ob die Türkei nun in den syrischen Bürgerkrieg eingreift?
    Wenn ja, auf welcher Seite? Oder auf gar keiner?
    Möglicherweise um sich im Sinne des Neo-Osmanismus eine gewisse Kontrolle über das 1918 verloren gegangene Territorium zu sichern?

    • 23. Juni 2012 um 08:32 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  143. 153.

    @ FS

    “Es ist noch kein Jude daran gestorben, dass er von einem Priester gesegneten Wien getrunken hat“

    Auch der Vergleich ist schief. Das Fleisch im genannten Jugendknast ist vermutlich nicht wirklich halal, sondern ganz normal geschlachtet. Das einzige Zugeständnis ist der Verzicht auf oink-oink. Ihr Pipifanten seid schon Kasper.

    • 23. Juni 2012 um 08:37 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  144. 154.

    @Sauer

    Ich schätze mal, die Söhne Allahs bekommen mit Schweinegülle gedüngten Salat. So gleicht sich alles aus im Leben.

    • 23. Juni 2012 um 09:41 Uhr
    • unlimited
  145. 155.

    @ ul

    Salat aus China???

    • 23. Juni 2012 um 10:02 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  146. 156.

    Oder etwa aus dem oldenburgischen Münsterland?

    • 23. Juni 2012 um 10:04 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  147. 157.

    zum Thema ‚Ägyptens Muslimbrüder zwischen Saudi-Arabien (Wahhabismus) und Türkei (AKP)':
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/muslimbrueder-islamistische-konkurrenten-11795625.html

  148. 158.

    Ägypten – SCAF / MB:

    But for all the ominous talk of the current Egyptian power struggle’s possible outcome, there may be a silver lining to the situation.

    After a year of rule, the military has discovered that it is, in fact, bad at the business of governing.
    It feels fatigued by confronting a political force (the Muslim Brotherhood) that was much more ambitious than expected.
    The solution the military now seeks is to hand over power to a government that is willing to negotiate on its – that is, the military’s – agenda of political and economic interests.

    The Muslim Brotherhood has also experienced the challenges of governing,
    realizing that it does not have the overwhelming political popularity it had counted on.
    Seeking control over parliament proved to be an overreach on its part, which resulted in the body being dissolved by the contending force of the generals.
    The Muslim Brotherhood’s enforced humility is visible in
    the more conciliatory tone it has recently adopted toward other political parties.

    Both sides may be obliged to recognize what they should have known all along
    – governing a country is most effective when responsibility is shared, not seized.

    from: „As army and Brotherhood tussle, Egyptians look to the US as guarantor“
    by Sahar Aziz*) and Cedric Moon**)
    guardian.co.uk, Friday 22 June 2012
    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/jun/22/army-brotherhood-egyptians-us

    *) Sahar F Aziz is an associate professor at Texas Wesleyan University school of law and a fellow at the Institute for Social Policy and Understanding. She previously served as a senior policy adviser at the Office for Civil Rights at the US Department of Homeland Security

    **) Cedric Moon is a law clerk for the Egyptian American Rule of Law Association. Formerly, Cedric was a journalist at Hofstra University school of law

  149. 159.

    Zur „Schweinefleisch“-Diskussion:

    Daß man niemand ein ihm (geht ja vermutlich nur um „ihms“) aus kulturellen oder religiösen Gründen unbekömmliches Nahrungsmittel aufzwingt, das ist ja wohl selbstverständlich – in diesem Fall unter’m Strich allerdings wohl auch teurer, denn stattdessen gibt’s Geflügel und Rind, so der von @BF verlinkte Bericht im „Berliner Kurier“.

    Weniger selbstverständlich ist, daß man einer anderen Gruppe im Zuge dessen ein kulturell übliches und günstiges (warum das so günstig ist, ist eine eigene Diskussion) Nahrungsmittel vorenthält.

    Warum?
    Weil die Anstaltsleitung zu unflexibel ist?
    Weil die Ausführenden von Planung, Einkauf und Verteilung überfordert sind?
    Unklar.

    „Hilfe“ für Kotelett-Liebhaber naht jetzt von einem Berliner SPD-Abgeordneten mit türkischen Wurzeln. :)

    Ob das Essensangebot „halal“ ist, darüber wird tatsächlich nichts gesagt. Ich vermute, sollte ein Einsitzender darauf bestehen, könnte er es letztlich wohl auch einklagen. Und an der Stelle kommt es dann aber tatsächlich zu einem Konflikt mit „dem Rest der Gesellschaft“, die in Fragen von Tierschutz, Schlachtung und Nahrungsmittelkontrolle ganz andere Vorstellungen hat.

    Was aber „die eigentliche Nachricht“ ist, das ist der hohe Prozentsatz der „MH-Einsitzenden“.
    Dazu müßte man nun auch den aktuellen Bildungsbericht heranziehen, den ich noch nicht gelesen habe.
    http://bit.ly/KT8mFs

    Die FAZ schreibt gestern:
    „Während fast jeder zweite Jugendliche die Hochschulreife erlangt, haben andererseits von den Zwanzig- bis Dreißigjährigen in Deutschland 1,5 Millionen keinen Schul- oder Berufsabschluss. In der Altersgruppe der Dreißig- bis Fünfunddreißigjährigen ist der Anteil der Ungelernten und Schulabbrecher erheblich größer als in der Altersgruppe der Sechzig- bis Fünfundsechzigjährigen, die jetzt langsam aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Der Bildungsstand der Frauen ist stetig gestiegen, der Anteil junger Männer ohne beruflichen Abschluss hat sich hingegen weiter erhöht.“

    PS der erste Kommentar aus dem BK zum „Schweinefleisch“:
    „Zitat: „Sie dürfen aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen.“ Wenn sie aus religiösen Gründen auch dementsprechend handeln würden, wären sie nicht im Knast. Oder ruft die Religion zu Raub, Mord, Vergewaltigung oder Diebstahl auf?“

  150. 160.

    Sources close to both the ruling Supreme Council of the Armed Forces (SCAF) and the Muslim Brotherhood confirmed the two sides were heavily engaged in high-level talks that could produce
    „a political deal“, which is likely to include announcing the Brotherhood’s Mohamed Mursi Egypt’s president elect.

    … the SCAF wants Mursi to desist from proclaiming himself president-elect, which he came close to doing at a press conference earlier on Friday. They also want him
    to pull the bulk of his supporters out of Tahrir and
    to agree to work within the parameters set out by SCAF in its annex constitutional declaration.
    The annex, enacted by the SCAF earlier in the week,
    gives the military a share in
    – the prerogatives of the Egyptian president, as well as
    – the legislative powers of the dissolved parliament.

    For their part, Mursi and the Brotherhood insist that
    parliament not be dissolved, and that
    reelections would be held only for the one third of seats elected in accordance with the individual candidacy system.
    MPs elected in accordance with the party list proportional representation system, who account for the remaining two thirds of the assembly, would retain in their seats.

    The Muslim Brotherhood would also like SCAF to delete from the constitutional annex such language as seems to directly undermine the powers of the president, including
    his right to appoint the minister of defence.

    „A deal is possible; SCAF could settle
    to limit parliamentary re-elections of the one third of the seats elected in accordance with the individual candidacy system, in return for Mursi and the Brotherhood agreeing
    that the annex constitutional declaration be kept intact – at least for the moment, said a source who spoke to both sides to the ongoing negotiations …

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/45900/Egypt/Politics-/A-deal-could-be-reached-to-end-current-confrontati.aspx

  151. 161.

    @ HJS

    „Ob die Türkei nun in den syrischen Bürgerkrieg eingreift?
    Wenn ja, auf welcher Seite? Oder auf gar keiner?“

    Vielleicht auf beiden; das ist doch der Elephant im Raum.

    Wie sagte neulich ein alevitischer Philosoph ? ‚Erst rauben einem die Teppichbeter aus und dann erpressen sie einem, dass man seine Tiere quälen soll‘ – oder so ähnlich …

    „Wild Pigs on Tuerksteinweg, Berlin …

    It is a strange rebellion, indeed.“

    http://www.youtube.com/watch?v=VwVjlsK9lHo&feature=plcp

    • 23. Juni 2012 um 11:57 Uhr
    • Thomas Holm
  152. 162.

    In der Shabihagruppe, die als Leichenberg endete war:

    „Mu`ayin Yahiya al-Assad caputred: Presumably a relative of the president, Assad is featured in this video as one of the captured shabiha. This is presumably the last image of him before he was killed* unless he is being held for ransum. His last name is Assad, which makes him a particularly valued target and this video an important media coup for the opposition.“ (link mit M.Y. Assad im Text)

    *
    hxxp://www.youtube.com/watch?v=y97bsO3s7VI
    hxxp://www.youtube.com/watch?v=3A7uHucdXUI&feature=youtu.be

    Wir sehen immer nur das Budapest-Remake von 1956, aber das ist Bangla Desh 2.0.

    Alle nachfolgenden Zitate aus:

    hxxp://www.joshualandis.com/blog/?p=15093&cp=all#comments

    Zwei zu Eins für Kurdistan im Finale mit der Türkei bei den Großen
    Levantinischen: ‚Wer hat bald gar kein Land mehr‘ – Meisterschaften. Nach dem Irakischen Ausgleichtreffer durch das 2003 neu gebildete Team Talabani-Barzani jetzt der syrische Oppositionscoup durch Debütant Sieda von den Vikings Uppsala.

    Die Kurden, die schon den Irak zusammenhalten (müssen) sollen jetzt auch Syrien zusammenhalten:

    „(SNC) announced earlier this month the selection of Abdulbaset Sieda, a little-known moderate Kurd from Uppsala, Sweden, to – for the next three months – lead the opposition group of mostly Syrian exiles in its effort to dislodge the government of President Bashar al-Assad…..“

    „“Despite reports that two Turkish pilots ejected from the plane and they were safe, Erdoğan said “there was no information on the state of the pilots.” But he denied reports that Turkish pilots were taken hostage by Syrian forces. In his separate dialogue with journalists travelling with him, Erdoğan “If this is true, then there would be a great problem.”

    „Turkish jet may have been in Syrian airspace, says Turkish president Abdullah Gul

    Turkey conceded on Saturday that a Turkish fighter shot down by Syrian air defences may have crossed into Syrian airspace at the time.“

    „TURKISH PILOTS IN SYRIAN CUSTODY, HABERTURK SAYS“

    „Syrians, listen to the call of your ex-colonizer, listen to Zionists Jewish Laurent Fabius and his assistant Bernard Valero, it’s for your own good!

    France calls on Syrian army to desert en masse“

    Acht Minuten Alkoholvernichtung …

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=0wViHm07m30&feature=youtube_gdata_player

    Jetzt wird’s Sakral; ‚Isch geb‘ Dir Allah, Habibi!‘ 2.50-3.10
    Aus der Doku: „Smokers can kill you“

    http://www.youtube.com/watch?v=eQ1YP–Pt7g

    Als Währungsinhaber ist der Türke wohl ein nüchterner Realist:

    „The Turkish lira fell sharply on Friday after a news report said a Turkish warplane had been shot down by Syrian air defenses, and analysts said it would be vulnerable to further losses as more details of the incident emerged.“

    • 23. Juni 2012 um 13:00 Uhr
    • Thomas Holm
  153. 163.

    @ HJS

    “Ob die Türkei nun in den syrischen Bürgerkrieg eingreift?
    Wenn ja, auf welcher Seite? Oder auf gar keiner?”

    Vielleicht auf beiden; das ist doch der Elephant im Raum.

    @ HJS, TH

    1. Die türkische Regierung wird in Syrien wahrscheinlich nicht direkt intervenieren. Wenn, dann wird sie indirekt auf Seiten der syrischen Opposition intervenieren (Waffenlieferungen über die Türkei) und dabei versuchen, salafistische Kräfte auszusparen. So geht sie die geringsten Risiken ein und trägt keine große Verantwortung, wie im Falle einer direkten, offenen Intervention. Eine Intervention würde zumal das Verhältnis zum appeasten Nachbarn und Einfluss-Konkurrenten Iran sehr stark belasten.

    2. Welchen Sinn sollte es machen, wenn sie das Assad-Regime hintenrum doch weiter unterstützen würde? So musste sie feststellen, dass sie entgegen ihren völlig naiven Erwartungen keinen Einfluss auf den Assad-Clan hat. Auf das syrische Muslimbrüder-Spektrum hat/hätte sie sicher mehr Einfluss. Und die syrischen Kurden werden wahrscheinlich nicht so blöde sein, es sich mit der Türkei zu verscherzen.

    Wenn sich das Assad-Regime wider Erwarten auch mittelfristig halten können sollte, dann hätte die Türkei nichts davon. Und zwar auch rein öffentlichkeitspolitisch nichts; der Neo-Osmanismus würde sich bei den Arabern propagandistisch desavouieren, sofern die türkische Regierung Anlass zu dem Eindruck geben würde, dass sie mit Assad (wieder) status quo-Politik nur zu ihren Gunsten betreibt. Daran änderte wohl auch kaum das übliche Rumgehacke auf Israel etwas.

    Ein noch chaotischeres Syrien ohne Baath-Regime wäre für den türkischen Nachbarn zumindest zunächst nicht nur angenehm, die Türkei würde sich in diesem Falle jedoch als natürlicher Partner und Ordnungsfaktor anbieten.

    “Turkish jet may have been in Syrian airspace, says Turkish president Abdullah Gul

    Das deutet entweder darauf hin, dass die türkische Regierung eine Intervention gegen Assad stark scheut, oder darauf, dass sich die Piloten wirklich in syrischem Gewahrsam / syrischer Gefangenschaft befinden. Oder aber auch auf beides.

    • 23. Juni 2012 um 14:12 Uhr
    • N. Neumann
  154. 164.

    Türkischer F-4 Jet flog ohne israelische Aufmotzung, weil Erdogan den Wartungsvertrag gekündigt hatte, wg. der Gaza-Flotilla.

    Israelisch gewartetes Gerät vermag dagegen das russischstämmige syrische Radar zu täuschen …

    „Israeli bombers got through by disabling the Russian missiles’ radar so that Damascus never realized its reactor was being bombed until it had been smashed and Israeli bombers were home.“

    … ohne israelische Wartung stürzen türkische F-4 dagegen sogar vonselber ab.

    „Five years later, Turkey lost a Super Phantom which had undergone partial upgrading by the Israeli Aerospace Industry. However, two years ago, Ankara broke off its security and military ties with Jerusalem after a clash at sea between Turkish Mavi Marmara and Israel troops.“

    Ohne zionistische Unterstützung sind Erdogans Flieger für Assad wie Enten auf dem Teich (Trotzkij-Zitat von mir).

    „By severing those ties, the Erdogan government left Israel’s improvements unfinished and the Turkish air force’s F-4 short of counter-measures for evading or attacking the latest Russian-made air defense weapons fired by Syria.“

    „“It is impossible to ignore our fighter jet being shot down by Syria,” (President Abdullah Gul) said after Damascus admitted to shooting down the plane, claiming its air defenses acted according to standard procedure before realizing it was a Turkish air force jet.“

    Zu sagen, was man nicht ignorieren kann, ist wohl auch ein innenpolitisches Statement in der Türkei.

    „Western military sources have confirmed, … that Turkish military jets have lately been carrying out almost daily reconnaissance flights over the Syrian coast. Moscow and Damascus apparently decided it was time to stop the missions which among other things spied on the Russian arms supplies transiting Russian bases at the Syrian ports of Tartus and Latakia.“

    Ob die Syrer das neu geschaffte Buk-M2 Gerät; NATO Code SA-11, überhaupt selbst bedienen konnten, erscheine zudem fraglich.

    „Since the sophisticated weapons were delivered to the Assad regime in recent weeks, it must be assumed that local missile crews had not finished training in their use and would have had to rely on help from their Russian instructors to fire one.“

    Soweit zur außenpolitischen Dimension.

    Ob die NATO überhaupt israelisch gewartetes Gerät hat ?

    http://debka.com/article/22112/Newly-supplied-Russian-Buk-M2-anti-air-missile-used-to-down-Turkish-warplane

    Und weil’s so schön war, das noch von debka:

    „Bathers evacuated from Israel’s southern beaches amid rising Gaza threat
    DEBKAfile June 23, 2012, 12:34 PM (GMT+02:00)
    Chief of Staff Lt. Gen. Benny Gantz has called an emergency conference of generals to determine Israel’s next steps in view of the continuing missile barrage (150 in a week) from the Hamas-ruled Gaza strip on Israeli locations. Many thousands of bathers were evacuated from southern beaches within missile range of Gaza with the help of loudspeaker vehicles.“

    hxxp://www.debka.com/newsupdatepopup/1465/

    • 23. Juni 2012 um 14:17 Uhr
    • Thomas Holm
  155. 165.

    Anita McNaught nach Guls Pressekonferenz:

    F-4 über Syrien ? konkret nix bewiesen ! – 1.10 – Überflüge aber normal, Alda – 1.30 – Türkei macht immer nur Voltaire, pardon: Spionage (reconaissance) mit F-4er, ohne böse Absichten – 2.20 – (die Herzen kennt allein der AKP-Präsident) Syrer geben sich konsterniert über eigene Abschußleistung 2.30 Hurriet-Titel ‚Assad is playing with fire‘ 3.30

    http://www.youtube.com/watch?v=E18e38iVo44&feature=plcp

    Syrien bürgert Kritiker unter den 500.000 Exilsyrern in Jordanien aus.

    „Syrian nationals who’ve lived in Jordan for decades say they’re being punished for protesting against President Assad’s government.

    Many say the Syrian embassy is refusing to process their passport applications and other official documents.“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=RcLVwzhP_gU&feature=plcp

    @ Genetik-watcher

    Mögliche Neuentwicklung im Spiel: ‚Eehne meene, meine Gene‘

    „Culture-Gene Interactions in Human Origins

    How cultural traditions have shaped, and continue to shape, our genomes with presentations on Genomic Basis for Dietary Shifts during Human Origins (Gregory Wray), Adaptations to Human Adult Milk Intake (Sarah Tishkoff), and Ongoing Evolution in Humans (Henry Harpending) Series: „CARTA – Center for Academic Research and Training in Anthropogeny““

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=IkoV3l4C_Bo&feature=plcp

    • 23. Juni 2012 um 15:04 Uhr
    • Thomas Holm
  156. 166.

    @HJS:

    An halalem Essen (will in diesem Fall wohl heißen: ohne Schweinernes) ist noch niemand gestorben. Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten.

    An vegetarischem Essen auch nicht. Trotzdem gäbs wohl einen Aufstand, wenn in Gefängniskantinen nur noch vegetarisches Essen serviert würde.

    Vielleicht bin ich aber auch einfach altmodisch: Man isst, was auf den Tisch kommt (medizinisch bedingte Spezialdiäten mal ausgenommen). Wer halal, koscher oder vegetarisch essen will, der soll halt zusehen, dass seine Lebenssituation eine eigene Küche beinhaltet.

    • 23. Juni 2012 um 15:35 Uhr
    • Arjen van Zuider
  157. 168.

    … Die CIA beliefere die Rebellen aus der Türkei über ein verschlungenes Netzwerk von Mittelspersonen. Beteiligt seien unter anderem Syriens Muslimbrüder.

    Bezahlt würden die Waffen von der Türkei, Saudiarabien und Katar, so die Informanten gegenüber der Zeitung.

    Beim fraglichen Kriegsmaterial handle es sich um Sturmgewehre, Granaten, Munition und einige Panzerabwehrwaffen. …

    … Sowohl die «New York Times» als auch das «Wall Street Journal» berichten,
    die CIA strebe einen besseren Überblick über das ständig wachsende und sich verändernde Netzwerk der syrischen Opposition an. Letztere Zeitung zitiert einen US-Beamten:
    «Es geht darum, eine Kommunikation zu den Rebellen aufzubauen.
    Wir wollen herausfinden, mit wem wir es zu tun haben.»

    Allem Anschein nach will die CIA um jeden Preis verhindern,
    dass Waffen und Macht innerhalb der Rebellen an islamische Extremisten, ja gar an al-Qaida fallen. …

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Gewehre-fuer-die-Rebellen-aus-der-Hand-der-CIA/story/29144634

  158. 169.

    @ Publicola

    Die Geschichte wird von denen gemacht, die nicht ihre Koffer packen, weil z.B. ihre Verwandten Geiseln des Regimes sind. Es geht gerade nicht um ein paar Dutzend Regimehanseln, sondern um Millionen, die in dem Augenblick sterben werden, in dem ihre Seite aufhört zu morden.

    Da braucht man eine Indische Zeitung, damit sie den Kurdischen Außenminister des Irak zitiert, um jemanden zu haben, der sagt, was abgeht.

    „Iraq sees escalation, fears spillover of Syria crisis …

    „Our main concern is the spillover of the crisis into neighbouring countries,“ Hoshiyar Zebari told a news conference with his Swedish, Bulgarian and Polish counterparts in Baghdad.

    „No country is immune from this spillover because of the composition of the societies, the extensions, the connections, the sectarian, ethnic dimensions,“ he said.

    If the conflict were to slide into an all-out sectarian or civil war, Iraq, Lebanon, Jordan and Turkey would all be affected, he said. „This is not an excuse to do nothing about Syria, no. But there will be an impact. …

    „The shooting down yesterday of a Turkish aircraft over Syrian territorial waters – this is a serious escalation and indication that the conflict would have (a) far bigger impact than (on) Syria itself,“ Zebari said.“

    Wer braucht es noch deutlicher ? Der Irak, Libanon, Jordanien and die Türkei werden es abkriegen; das ist doch mal ein Wort.

    http://www.hindustantimes.com/world-news/RestOfAsia/Iraq-sees-escalation-fears-spillover-of-Syria-crisis/Article1-877775.aspx

    @ MM

    wg. Sudan:

    „Sudan’s government is facing public anger in response to its newly-announced austerity measures. Opposition forces reject the plan, and calls for a change of leadership are growing. So, where will these protests lead and what could it mean for the already complicated situation in Sudan?“

    David Hoile von irgend so einem pro-Regimeinstitut meint, dass Ärger wegen Austerität völlig normal und auch in Europa an der Tagesordnung ist. Das hat man als Muslim von europäischen Dritte-Welt-Verstehern.

    Menschenrechtsaktivist Ishag Osher Mekki ist echt platt; seine drei Millionen Toten werden glatt mit den Ausschreitungen der Londoner Polzei verrechnet. Für Ahmed Sixpack ist dieser multikulturalistische Antiimperialismus wie ein zweiter Mongolensturm; Schädelpyramiden, wo man hinguckt.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=MbKeFLUVuHA&feature=plcp

    • 23. Juni 2012 um 16:11 Uhr
    • Thomas Holm
  159. 170.

    Geheimtipp vom ‚Wir Muslime machen das schon Scheich':

    „When the Russians start evacuating their citizens from Syria,
    know that the deal is done and the regime has collapsed.“

    http://twitter.com/Shaykhabulhuda/status/216376163164106753

    Wie gesagt, der Hoffnungsscheich von RUSI neulich.

    • 23. Juni 2012 um 16:19 Uhr
    • Thomas Holm
  160. 171.

    The Failed States Index 2012

    http://www.fundforpeace.org/global/?q=fsi-grid2012

  161. 172.

    @ kc,bf87 102

    Mehdi Hasans Germany-bashing …

    Hier ein British Mid-eastener in Bundeswehrbluse, olivgrün, der die Briten beschuldigt, bei den Muslimen den Islamismus eingeschleppt zu haben.

    Die Briten hätten Bilder verbreitet, wie die Gattin von Amrullah Khan mit deutschen Politiker die Hände schüttelt und DAMIT eine paschtunische Revolte losgetreten. am min 0.30

    Der Westen mit seinen Islmaistischen Freunden in Mittelost hätte alles verdorben … Israel die PLO säkulare kaputtgemacht und die Hamas aufgebaut …

    Ich finde, diese orientalischen Links-Säkularen sind keinen Schuß Pulver besser, als die Islamisten. Sollen von mir aus einige Germany-bashen und die anderen Deutschland romantisieren, das hebt sich alles gegenseitig auf. Im Gejammer, dass man ihre Herkunftsländer um eine ach so Grosse Zukunft betrogen hätte, sind sie sich einig.

    http://www.youtube.com/watch?v=ksrhBNw0Kw0&feature=plcp

    Die Golfheinis sehen die Lage wenigstens realistisch:

    „If the situation in Syria continues as is for a few more months, its consequences on the Sunni community of the region would likely be adverse and irreversible. The spillover effect is not even controlled by the villain – Syrian regime – as it would like Western powers to think. It would rather take on a momentum of its own ..“

    Syrian Conflict Could Awaken Radicalized Muslim Sunni Giant in Levant
    Riad Kahwaji, CEO, INEGMA, Dubai UAE

    hxxp://inegma.com/?navigation=reports#

    Auf die Überschrift muss man mehrfach ‚darufhauen, damit sich das Ding öffnet.

    • 23. Juni 2012 um 17:21 Uhr
    • Thomas Holm
  162. 173.

    Sami Khedira, the half-Tunisian defensive midfielder for Germany’s national team, scored a goal in Germany’s 4-2 quarter finals victory over Greece.
    http://www.tunisia-live.net/2012/06/22/tunisian-national-sami-khedira-scores-decisive-goal-in-eurocup-game/

  163. 175.

    Libyen
    Juma Obaidi al-Jazawi, a military prosecutor blamed by some for involvement in the killing of the commander-in-chief of Libya’s rebel forces last year, was shot dead as he left a city mosque.
    Last July Jazawi signed an order for the arrest of the former commander Abdul Fatah Younes. Hours after Younes was arrested, separated from his bodyguards and taken to Benghazi for questioning, his burned, bullet-riddled body was found dumped in the town.
    Jazawi has never explained the reason he ordered the arrest of Younes…

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/jun/22/libyan-military-prosecutor-shot-benghazi

  164. 176.

    @ Publicola

    Interessanter Artikel über Khediras Ansehen im Herkunftsland:

    „Khedira’s feat provoked mild approval from Tunisian footballs at a local bar, most of whom chose to support a poor Mediterranean team over a rich Northern European one.“

    Mittelmeeranrainertum und Armut wiegen schwerer als das Blut der Herkunft; da wären Perser anders.

    „Several stated they were supporting Greece “for political reasons.” Greece is currently struggling to implement harsh austerity measures imposed by its de facto German creditors.“

    Prekäre Zahlungsfähigkeit vereint wohl auch schon rein präemptiv.

    (1869, Tunisia declared itself bankrupt, and an international financial commission with representatives from France, United Kingdom, and Italy took control over the economy.)

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Kingdom_of_Tunis

    „“Eighty percent are very happy with Khedira and watch all his matches. Twenty percent think like me,” said Ayadi, who disapproved of Khedira’s choice of national identification.“

    Immerhin keine Illusionen über die Haltung von schweigenden Mehrheiten.

    Heute gibt’s Blondinen …

    hxxp://images.huffingtonpost.com/2012-02-23-GQCoverLenaGerckeSamiKhedira770x1024.jpg

    Früher gab’s Prophetenbanner vom

    „Afrika Korps giving the Combat Banner to Arab troops recruited in Tunisia“

    http://www.youtube.com/watch?v=aYRyNdRzRZo&feature=plcp ab 0.50

    Na ja, immerhin spielt Khedira besser, als die marschieren min 1.17

    • 23. Juni 2012 um 18:33 Uhr
    • Thomas Holm
  165. 177.

    @23. Juni 2012 um 08:37 Uhr
    Hans Joachim Sauer

    Auch der Vergleich ist schief. Das Fleisch im genannten Jugendknast ist vermutlich nicht wirklich halal, sondern ganz normal geschlachtet. Das einzige Zugeständnis ist der Verzicht auf oink-oink. Ihr Pipifanten seid schon Kasper.

    Der Vergleich ist völlig zutreffend, denn es ging darum, dass man jemandem etwas aufzwingt, das sich nicht sachlich begründen lässt. Kasper ist übrigens kein Argument.

    • 23. Juni 2012 um 22:24 Uhr
    • FreeSpeech
  166. 178.

    Failed State Index 2012:
    (je höher die Ziffer, desto geordneter die Verhältnisse
    je niedriger die Ziffer, desto gescheiterter der Staat)

    1 – Tunesien: 94 (Gabun 92; El Salvador 93; Dominikanische Republik 95; Vietnam 96)

    2 – Libyen 50 (Laos und Angola 48; Georgien 51; Kolumbien 52)

    3 – Ägypten 31 (Sri Lanka 29; Sierra Leone 31; Republik Kongo 33)

    http://www.fundforpeace.org/global/?q=fsi-grid2012

  167. 179.

    @publicola

    „The Muslim contribution – the Muslim vote“

    Danke für den Hinweis auf diese interessante Studie:

    „Muslime in der
    deutschen Gesellschaft –
    eine Zielgruppe der
    politischen Bildung?“
    http://bit.ly/MM2Tdg

    Gerade wenn man eine Zeitlang über youtube viel an Demokratieverachtung aus salafistisch-fundamentalistischem Mund gehört hat, liest man – zunächst – mit einer gewissen Erleichterung dieses:

    „Insgesamt zeigen die Daten bei Muslimen eine sehr positive Einstellung
    gegenüber der gesellschaftlichen Ordnung in Deutschland und ihren
    tragenden Institutionen.“

    87% finden Demokratie gut, locker formuliert, haben aber recht geringes Vertrauen in Bundestag und politische Parteien. Tendenziell trifft das auch auch auf die Gesamtbevölkerung inklusive der ca. 4 Mill. Muslime zu – aber anders als letztere kann die unbewurzelte nicht-muslimische Bevölkerung das politische „Spitzenpersonal“ in deutlich höherem Maß zuordnen und hat vermutlich auch eine konturiertere Vorstellung von den Parteien.

    „Dementsprechend schwach ausgeprägt ist bei Muslimen
    auch das Interesse an Politik. Nicht einmal ein 14 Prozent
    von ihnen bekunden starkes oder sehr starkes politisches
    Interesse. Über die Hälfte interessiert sich wenig oder überhaupt nicht für Fragen der Politik (mittel: 34 Prozent). In der
    Gesamtbevölkerung ist das politische Interesse wesentlich
    stärker ausgeprägt.“

    Das heißt, bei Muslimen muß die Vorstellung bestehen, die geschätzte Demokratie falle irgendwie vom Himmel – an welchem, bzw. an der Religion, ja auch ein weitaus größerer Prozentsatz der Muslime interessiert ist.

    „Allerdings sind bei weitem nicht alle Muslime sehr religiös.
    36 Prozent stufen sich als sehr stark gläubig ein. 50 Prozent
    halten sich für eher gläubig. es gibt allerdings gewisse
    Hinweise, dass in der Selbsteinschätzung nur die sehr stark gläubige
    Gruppe eine starke Bindung an den Islam aufweist.“

    Wieviele der wahlberechtigten Muslime tatsächlich von diesem Recht Gebrauch machen, ist leider nicht bekannt:

    „Die repräsentative Wahlstatistik des Statistischen Bundesamtes erfasst nur die Merkmale Alter und Geschlecht. In den Wahltagsbefragungen der Forschungsgruppe Wahlen und von Infratest wird nicht nach einer fruheren Staatsangehorigkeit gefragt. Bei der Konfession wird allein zwischen katholisch, evangelisch und keine/sonstige unterschieden. So ist es nicht moglich, die Zugehörigkeit zum muslimischen Glauben als Ersatzmerkmal heranzuziehen.“

    Das wirkt inzwischen recht anachronistisch: wenn Religionen erfragt werden, warum dann nicht alle, warum dann nicht auch die der größten Religionsgruppe nach den christlichen!?

    Somit sind allein die Parteipräferenzen von Muslimen erfaßt, nicht ob sie tatsächlich wählen und welche Parteien.

    Diese Präferenzen sind in der Tat ebenso widersprüchlich wie die Demokratieliebe bei weitestgehend politischem Desinteresse: warum würden eher konservativ ausgerichtete Muslime überwiegend SPD wählen und die CDU/CSU meiden?

    „Die starke Ablehnung der Union unter den Muslimen scheint somit eher ein soziales als ein religiöses Problem zu sein. Vor allem Muslime aus den unteren sozialen Schichten lehnen die Union vehement ab. Offenbar hat sich hier seit Beginn der Arbeitsmigration ein SPD-nahes Milieu herausgebildet. Da zudem ihr Interesse an Politik sehr schwach ausgeprägt ist, dürften sie rationalen Argumenten nur schwer zuganglich sein. Über die Hälfte der Muslime interessiert sich nicht für Politik; starkes politisches Interesse bekunden lediglich 14 Prozent.“

    Das Fazit der Studie:

    „llerdings offenbaren sich bei Muslimen bei Fragen nach allgemeinen politischen Fragen und nach grundlegenden Prinzipien der Demokratie erhebliche Wissenslücken. Ihre positive Einstellung zur Demokratie beruht offenbar auf einer eher emotionalen Grundlage. sie fühlen sich wohl in Deutschland und schreiben das der Staatsform zu. Eine rein
    emotionale Beziehung ist aber in der Regel wenig belastbar.
    Die Muslime haben sich bisher nicht rational mit den Grundlagen der Demokratie auseinander gesetzt. Damit fehlt eine auf Wissen beruhende Unterstützung der Demokratie.
    Hier müssen erfolgversprechende Maßnahmen ansetzen. Wissen über politische Zusammenhänge zu vermitteln, ist die ureigenste Aufgabe der politischen Bildung. Damit wird politische Bildung auch zu einer wichtigen Maßnahme praktischer Integrationspolitik. Demokratie braucht politische Bildung, aber politische Bildung kann nur erfolgreich sein, wenn die Zielgruppe – in diesem fall muslimische Bürger – sie akzeptiert und annimmt.
    Allerdings interessieren sich Muslime wenig für Politik, was es den
    Trägern politischer Bildungsmaßnahmen schwermacht, diese Gruppe
    zu erreichen. daher sollte versucht werden, durch niedrigschwellige
    angebote verstärkt Migranten für Veranstaltungen zu begeistern. Dazu
    könnten neue Veranstaltungsformate entwickelt werden wie z.B. Kultur
    trifft Politik (politische diskussion mit Kabarett) oder lesungen von
    Autoren mit Migrationshintergrund.
    Auch über vermehrte Kooperationen mit muslimischen Organisationen
    können teilnehmer für politische Bildungsmaßnahmen gewonnen werden.
    dies können Unternehmensverbände oder Akademikerverbände, aber
    auch Moscheevereine sein.“

  168. 180.

    Vor allem Muslime aus den unteren sozialen Schichten lehnen die Union vehement ab. Offenbar hat sich hier seit Beginn der Arbeitsmigration ein SPD-nahes Milieu herausgebildet. Da zudem ihr Interesse an Politik sehr schwach ausgeprägt ist, dürften sie rationalen Argumenten nur schwer zuganglich sein.

    Darf ich die These aufwerfen, dass sich dies bei der nichtmuslimischen Unterschicht nicht groß anders verhält?

    • 24. Juni 2012 um 01:23 Uhr
    • Arjen van Zuider
  169. 181.

    Ägypten:

    The Tagammu Party, Free Egyptians Party, and Democratic Front Party have announced that they and other parties are forming a coalition to „protect Egypt from theocratical despotism and the revival of the former regime.“
    The bloc said in a statement, delivered by former MP Alaa Abdel Moneim, that the secular forces are against the combination of religion and power, and the militarization of the state. …

    The coalition called on all the Egyptian political forces to rally and draft a constitution for a modern civil state, saying they disapproved of the law that gave military intelligence and military police personnel the right to arrest civilians. …

    The coalition also accused the Muslim Brotherhood of compromising the state of the country by insisting on holding the elections before drafting a constitution, and said that they did not approve of the party monopolizing the drafting of the constitution.
    http://www.egyptindependent.com/news/civilian-forces-form-bloc-against-religious-despotism-former-regime

  170. 182.

    PS – Ägyptena a coalition to “protect Egypt from theocratical despotism and the revival of the former regime”:

    Free Egyptians Party: 2011 gegründet (Naguib Sawiris); liberal, säkular; Teil des ägyptischen Wahlbündnisses ‚Egyptian Bloc‘

    Tagammu Party: 1977 gegründet; linksgerichtet, säkular; Teil des ägyptischen Wahlbündnisses ‚Egyptian Bloc‘

    Democratic Front Party: 2007 gegründet; liberal, säkular; Mitglied der zwei internationalen Welt-Parteiverbände ‚Liberale Internationale‘ und ‚Alliance of Democrats‘

  171. 183.

    PS # 181

    The Tagammu Party, Free Egyptians Party, and Democratic Front Party have announced that they and other parties are forming a coalition to “protect Egypt from theocratical despotism and the revival of the former regime”: …

    In the statement, the groups said
    they respect the Egyptian judiciary and its rulings, and that
    they reject criticism of the judicial authority and attempts to involve the judiciary in politics.
    They said they would accept the outcome of the presidential elections whatever they are…

    http://www.egyptindependent.com/news/civilian-forces-form-bloc-against-religious-despotism-former-regime

  172. 184.

    @AvZ

    Se dürfen! :)

    Das „Arbeiter-Unterschichtsmilieu“, das die angeworbenen Migranten in den 60er/70er Jahren kennen lernten – als sie aber auch noch gar nicht wählen konnten – war ein „strammes SPD-Milieu“ wie z.B.im Ruhrgebiet.

    Was sind nun heute nicht-muslimisches „untere soziale Schichten“?
    Sind das heute eher die Arbeitslosen oder Kleinjobber ohne Ausbildung?

    Das INTERESSE an Politik ist ein entscheidender Punkt!
    Im vermutlich aussterbenden Rhein-Ruhrgebiets-Arbeitermilieu besteht ebenso vermutlich immer noch ein deutliches politisches Interesse und „trotz Schröder“ Wählertreue zur SPD.
    Im den muslimischen unteren Schichten der 2.Generation ist dies Interesse offenkundig deutlich geringer ausgeprägt, die politischen Kenntnisse entsprechend ebenso, und in welchem Umfang Muslime zur Wahl gehen wird nicht erfaßt, ist nicht bekannt.
    Meine Meinung dazu habe ich ja bereits oben dargestellt.

  173. 185.

    Die übergroße Mehrheit der islamischen Welt ist nicht umsonst in so einem schlechten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Zustand. Und das liegt nur bedingt an „Pech“ mit schlechten Führern. Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient.
    Daher ist es kein Wunder das Migranten aus diesen Gesellschaften all die Grundlagen und persönlichen Einstellungen mitbringen, die zu undemokratischen, fortschrittsfeindlichen und die letzlich zu wirtschaftlich und gesellschaftlich armen Gesellschaften führen. Genauso wie auch andere Sachen mitgebracht werden, zB. ethnische Konflikte (Türken – Kurden).
    Dazu kommt, dass gerade muslimische Migranten tendenziell die größte Integrationverweigerung zeigen und daher es noch schwieriger ist die Situation in dieser Gruppe zu verbessern.

    • 24. Juni 2012 um 11:39 Uhr
    • Bellfruta87
  174. 186.

    Das Geheimnis der vielen Kieferverletzungen in Syrien: TNT-versetzte Munitionstreibladungen – wie ich vermutet hatte – hier vorgeführ:

    Who are Syria’s Rebel Forces?

    http://www.youtube.com/watch?v=Fmhli2TTPzg&feature=plcp 2.50-3.30

    Die beiden PBS-Berichte, obiger zu Syrien und unten zu Libyen …

    Lindsey Hilsum on Libya, its War and its Future

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=rjBzoJT0fuQ&feature=context-chv

    … zeigen, dass auch gut ausgebildete und urbanisierte Bevölkerungen mehrheitsmuslimischer Gesellschaften derart elementare Probleme gesellschaftlicher Selbstorganisation aufweisen, dass sie m.E. auf unabsehbare Zeit unterhalb der Ebene einer nichttyrannischen Staatlichkeit rutschen, bzw. bleiben werden.

    Die Damen von PBS meinen, dass das auf die Regimes zurückgeht, was sicherlich diskutabel ist, wobei sich dann allerdings die Frage auf die Ebene verschiebt, wie diese mehrheitsmuslimischen Gesellschaften zu solch absurd bizarr clownesk blutsäuferischen gekommen sind.

    Wie man hoffentlich merkt, spreche ich von den antiwestlichen Regimes.

    Ägypten hatte alle Machtmittel, die Führung an sich zu reissen; jetzt geht es in in Syrien nur noch Richtung Abgrund und im Falle Libyens: trudeln sie dort auf Luxusniveau und vergeuden den Reichtum, mit dem halt die Golfaraber auch ganz überwiegend nur Unfug anstellen.

    • 24. Juni 2012 um 12:19 Uhr
    • Thomas Holm
  175. 187.

    @Bf87

    Ja. Einfach, ja.
    Und man kann es nicht mehr als mit Bedauern konstatieren, fürchte ich.

    Ich bin gespannt, was ich sehen werde, wenn ich in 100 Jahren „von oben“ auf diese Welt blicke: vorausgesetzt, es gibt noch Menschen – wird es überwiegend multi-kulti durcheinander gehen oder werden sich lauter ethnisch-kulturell-(nicht)-religiös definierte Gemeinschaften bilden?

    Mit der „Zukunft des Staates“ beschäftigt sich eine interessante swr/wdr-Serie in 12 Teilen.
    http://bit.ly/MsrQ26
    1.Teil zum Nachhören- oder lesen; 2. Teil heute abend auf wdr5, 22 Uhr

    Zur Zeit bemühen sich öffentlich zunächst einmal viele darum, den Bürgern die Reste von Identifikation mit ihrem Staat auszutreiben: höre/siehe z.B. das Thema der Diskussion im heutigen Presseclub.

  176. 188.

    Anita McNaught reports on Syria’s downing of Turkish jet

    Zur Wahrheitsfindung mußte die Regierung auf Augenzeugen vom Strand zurückgreifen; der Draht zur Luftwaffenführung scheint nicht der beste zu sein. Tausendfach habe man in der Vergangenheit die Grenze überflogen, Tausend mal ist nix passiert …

    Die Bevölkerung reagiere zynisch: ‚Vielleicht hättet Ihr jetzt mal gerade nicht fliegen sollen‘ min 3.00 Osmanen auf depri. Die NATO soll es jetzt mal wieder bringen, aber nur nach Kapitel Vier …

    Null Probleme Außenpolitik; und die hätten wir fast in die EU aufgenommen … da ist die türkische Bevölkerung realistischer: Wie konnte diese Regierung nur ihren eigenen Lügen über die Null Probleme glauben ?

    http://www.youtube.com/watch?v=FgZ2Jy3RZ4U&feature=plcp

    • 24. Juni 2012 um 12:41 Uhr
    • Thomas Holm
  177. 189.

    @Thomas Holm, K. 173

    „Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt.“

  178. 190.

    „Russia is opposed … to Assad leaving his office“

    Der Westen hat nicht nur keinen Plan von Religion mehr, sondern er versteht auch Russland falsch.

    Inside Syria – Turkey-Syria relations: Taking a nose dive?

    http://www.youtube.com/watch?v=QLqH_f9X4M8&feature=plcp 9.40-10.20

    Putin muss schließlich auch an seine eigene Zukunkt denken.

    Genialer Dialog: Warum setzt das Regime verstärkt schwere Waffen ein, wenn doch die Opposition nur leicht bewaffnet ist: Because they have them and they are rather effective.

    Pavel Felgenhauer zu Stepehn Cole 19.10-19.20

    Selbst bei einem netten Russen kann ein Gutmensch sich nur blamieren.

    21.20: Das Regime ist echt überrascht, was man ihm durchgehen läßt.

    21.35 Geniales Kofi Annan mocking; angeblich versuchen die Amerikaner die Russen zu belabern, den Iran mitzuvertreten, damit er ‚beteiligt‘ ist. -22.10

    Es geht weiter va banque.

    @ kc

    „K. 173 “Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt.”“

    Krass, das tobt wohl der ‚Kampf Zweier Linien‘ Zum Ersatz dieses schöne Stück:

    „Piss off Turkey“ 2.10-2.30

    darüber das der Westen sich mal nicht täuschen soll, über die türkisch-arabische Völkerfreundschaft.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=YWcaSZ3xw-o&feature=plcp

    • 24. Juni 2012 um 14:04 Uhr
    • Thomas Holm
  179. 191.

    @ Th. Holm #169

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=MbKeFLUVuHA&feature=plcp

    Danke!

    Und im Endeffekt gehts („eigentlich“) wieder nur ums Öl.

    (After South Sudan’s independence Sudan lost 75% percent of its oil revenues; falling oil income has left Sudan with a $2.4 billion budget deficit. Inflation reached 30.4 % in May)

    Why the Sudanese are protesting. Gute Zusammenfassung mit vielen weiterführenden links:

    http://www.undispatch.com/why-sudanese-are-protesting-in-the-streets

    Ansonsten sehr komplizierte und komplexe Gemengelage, auf die folgender Artikel aus dem Februar 2011 eingeht:

    tnr.com/article/world/83366/egypt-sudan-protest-revolution-darfur

    Islamismus als Erfüllungsgehilfe (al-Bashir) und Gegner (JEM; vielleicht ist aber auch nur das Label „islamistisch“ daneben) ausländischen Hegemoniestrebens?

    In October 2007, the JEM attacked the Defra oilfield in the Kordofan region of Sudan. The Greater Nile Petroleum Operating Company, a Chinese-led consortium, controls the field. The next month, a group of 135 Chinese engineers arrived in Darfur to work on the Defra field. Ibrahim told reporters, „We oppose them coming because the Chinese are not interested in human rights. It is just interested in Sudan’s resources.“ The JEM claims that the revenue from oil sold to China funds the Sudanese government and the Janjaweed militia.[6]

    On the morning of December 11, 2007, Khalil Ibrahim claimed that JEM forces fought and defeated Sudanese government troops guarding a Chinese-run oilfield in the Kordofan region. Khartoum officials, however, denied that any oil fields had come under attack. Ibrahim said that the attack was part of a JEM campaign to rid Sudan of Chinese-run oilfields and stated that „[The JEM] want all Chinese companies to leave. They have been warned many times. They should not be there.“[7]

    en.wikipedia.org/wiki/Justice_and_Equality_Movement

    auch von der wiki:
    The beginnings of the Justice and Equality Movement trace to the writers of the Black Book, a manuscript published in 2000 that details the structural inequality in the country.

    al-Jazeera:
    Jem members believe that northern Sudanese Arabs are disproportionately represented within the Khartoum government and political elite, leaving southern Africans and western Arabs disenfranchised and impoverished.

    „The northern Nile elites are monopolising 95 per cent of the power and wealth of Sudan, while the rest of us, who make up 38 million people in 24 states, are holding only five per cent of the power and wealth in Sudan. Obviously, this is an imbalance,“ Abu Bakr Hamid Noor, one of the Black Book authors, has said.

    aljazeera.com/news/africa/2009/05/20095721141953829.html (Mai 2010)

    zur aktuellen Lage:

    globalvoicesonline.org/2012/06/24/sudan-unshackling-the-sudanese-revolution/

    • 24. Juni 2012 um 14:34 Uhr
    • ParallelkoMMentar
    • 24. Juni 2012 um 14:36 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  180. 193.

    The Atlantic (22.Juni 2012) zum aktuell jüngsten Staat der Weltgeschichte.

    http://m.theatlantic.com/international/archive/2012/06/smothering-love-how-western-support-for-south-sudan-hurts-the-country/258858/

    President Salva Kiir himself recently revealed that the country’s political leadership had stolen $4 billion in funds that should have been used to create social goods like schools, clinics, and roads.

    So läufts nunmal.

    • 24. Juni 2012 um 14:50 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  181. 194.

    Und hätten die Geldgeber irgendwelche Bedingungen auferlegt, hätte sofort irgendwer „Imperialismus!“ geschrien. Man kanns den Leuten halt nie recht machen.

    • 24. Juni 2012 um 15:33 Uhr
    • Arjen van Zuider
  182. 195.

    Ägypten – Stichwahlen –

    2.36pm: Egypt: Still waiting…

    2.16pm: Egypt: While we wait, Jack Shenker*) puts the announcement in context:
    #Egypt’s imminent elex result is exciting & relevant for many reasons – but won’t provide any kind of window on to nation’s political will

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jun/24/egypt-election-results-live
    ________________________________

    *)Jack Shenker: Ägypten-Korrespondent des ‚Guardian‘

  183. 196.

    Da krieg‘ ich bei youtube u.a. „Rio Reiser Live in der Seelenbinderhalle“ angeboten. :)
    Über „Piss off Turkey“ geht’s.

    Das werde ich mir merken: „I find that quite oxymoronic!“ (0.37)

    Auch nett:
    http://bit.ly/MtbZgW

  184. 197.

    K. 197 ging an @Thomas Holm.

    Das hier wird sicher helfen:
    http://bit.ly/Mtd1cH

    Oder das:

    30.05.2012 Anwendungen für muslimische USer
    Zwei Apps für ihr Handy

    So genannte Apps bezeichnen im Sprachgebrauch Anwendungsprogrammene. Heute sind damit mittlerweile jedoch meist Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer gemeint, die über einen in das Betriebssystem integrierten Onlineshop bezogen und so direkt auf dem Smartphone installiert werden können. In Sachen Islam ist der deutschsprachige Markt für muslimische Anwender noch begrenzt.

    Anbei zwei Tipps für alle, die sich ­muslimische Dienstleistungen auf ihr Handy oder ihren Tablet-Computer holen wollen:

    mosq: Eine kostenlose App, mit dessen Hilfe sich Moscheen, Gebetsräume und islamische Zentren finden lassen. mosq arbeitet nach Wunsch zusätzlich mit Google Maps Navigation, Navigon und anderen Navigations-Apps zusammen. Eine Moschee zu finden, ist gar nicht so einfach. Selten weist ein Mina­rett den Weg. Mit einem Fingertip findet man Moscheen in der Umgebung. Navigation ist auch über Richtungsanzeige und Entfernung möglich (für Fußgängerzonen geeignet). Die Moschee-Datenbank wird ständig gepflegt. An­geboten wird die kostenlose Anwendung (derzeit für iOS und Android), von der Hilfsorganisation muslimehelfen.

    Koran Lernen: Diese Anwendung von der Bonner Bigitec GmbH ist über den Shop von iTunes erhältlich. Sie kostet als Vollversion 7,99 Euro und enthält den kompletten Qur’an. Die kostenlose Version „Koran lernen für Kinder & ­Erwachsene“ enthält einen 30. Teil des Qur’an. Die restlichen können jeweils für 0,79 Euro gekauft werden. Sie läuft auf iPhone, iPod Touch, sowie für iPad (optimiert). Eine Version für Android folgt. Die App erleichtert Älteren und Jüngeren das Auswendiglernen des Qur’ans. In einer Übersicht sieht man auf einen Blick, welche Suren man gelernt hat und welche nicht. Man kann einen Vers oder mehrere Verse auswählen, um diese abzuspielen. Ein „Loop“ und „Pause-zum-Nachsprechen“ Modus hilft beim Einprägen einzelner Verse.

    Das wär‘ doch schon mal ein nettes Geschenk für die lieben Kleinen, die demnächst zu Hause ihr Betreuungsgeld auf dem Töpfchen absitzen sollen!

    (Für die lieben kleinen Evangelikalen gibt’s auch lehrreiche Hörkassetten für die Eigeninstruktion.)

    Zu finden bei „Islamische Zeitung“, die sich per Internet aber leider nicht in dieselbe blicken läßt.

  185. 199.

    3.28pm: Egypt: Mohammed Morsi has won with 51%.
    Shafiq got 48%.
    Wild celebrations in Tahrir Square.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jun/24/egypt-election-results-live

  186. 200.

    16:34 Here’s a breakdown of the numbers as stated by SPEC*) head Farouq Sultan.

    The total number of registered voters in Egypt is 50,958,794
    Runoff turnout: 26,420,763 (51 per cent)
    Total number of valid ballots: 25,575,511
    Total number of voided ballots: 843,252

    Ahmed Shafiq won 12,347,380 (48 per cent)
    Mohamed Mursi won 13,280,131 (52 per cent)

    http://tinyurl.com/7nztdjh

  187. 201.

    SPEC = Supreme Presidential Electoral Commission

  188. 202.

    Here’s the final count:
    Morsi: 13,230,131 votes (51.7%)
    Shafiq: 12,347,380 (48%)
    The turnout was 51% – bigger than the thought and bigger than the 46% of the first round.
    The Brotherhood declares a new era.
    „Dr. Mohamed Morsi has won the presidency, and a new era in Egypt and the Arab world has begun. #egypreselex“
    — Ikhwanweb (@Ikhwanweb) June 24, 2012
    We’ll see.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jun/24/egypt-election-results-live

  189. 203.

    „SPEC = Supreme Presidential Electoral Commission“

    geht lebhaft zu dort; ab 0.40

    http://www.youtube.com/watch?v=wHp-h6gJE8Q

    • 24. Juni 2012 um 17:26 Uhr
    • Thomas Holm
  190. 204.

    Selbst wenn man Sandmonkey persönlich ins ägyptische Präsidentenamt hieven könnte, würde sich nichts daran ändern daß in Ägypten alles nach den Prinzipien von Shame&Honour, Macht und Geld werden würde. Die individuellen Grundrechte haben keinerlei Geltung und somit hat eine auch nur im Ansatz pluralische Demokratie nich die Spur einer Chance.
    Und noch was: Genau darauf sind die Leute dortzulande stolz und der Westen wird genau aus diesem Gesichtspunkt heraus verachtet.
    Letzteres soll sogar hierzulande eine nicht unbedeutende und eher wenig hilfreiche Rolle bei der sogenannten Integration spielen.

    • 24. Juni 2012 um 17:31 Uhr
    • Bredow
  191. 205.

    geregelt werden würde.

    • 24. Juni 2012 um 17:32 Uhr
    • Bredow
  192. 206.

    pluralistische….phh

    • 24. Juni 2012 um 17:32 Uhr
    • Bredow
  193. 207.

    Die Ägypter hätten vl gerne die wirtschaftlichen Vorteile einer Gesellschaft die sich aus der freien Entfaltung des Individuums ergeben aber sie wollen keine freie Entfaltung des Individuums, schon garnicht wenn es sich um Frauen handelt. Die gleiche Malaise wie überall wo der Islam die Peitsche schwingt, mit dem Unterschied daß der fehlende Ölreichtum und die Bevölkerungsexplosion die Lage verschärft.
    So war es schon unter Mubarak und der war kein Islamist, auch wenn er selbstverstänlich den Schariavorbehalt nie in Frage gestellt hat.

    • 24. Juni 2012 um 17:42 Uhr
    • Bredow
  194. 208.

    Sandmonkey wird in Ägypten keinen Blumentopf gewinnen weil es ihm Ernst ist mit individueller Freiheit des Einzelnen. Die Leute wollen das dort genauso wenig wie in Afghanistan. Bis auf eine zu vernachlässigende Anzahl von Dissidenten, die leider eine Randerscheinung bleiben werden.
    Genau darauf gründet sich Stolz auf die eigene Kultur und Verachtung gegenüber westlichen Werten.
    Wer das übersieht, der sieht vor lauter Bäumen den Wald leider nicht.

    • 24. Juni 2012 um 17:53 Uhr
    • Bredow
  195. 209.

    @Bredow, Wenn ich das aufgreifen darf: „sogenannte Integration“.

    In dem schlichten Sinne, daß „die“ werden wie „wir“, wird es sie nicht geben und das Wort taugt zunehmend nur noch als Türöffner für staatliche geförderte Studien und Programme.

    Es wird eine allmähliche, demografisch bedingt akzelerierende Veränderung der Gesellschaft geben.

    „Integration“ ist etwas für Einzelfälle, weniger für stabile Gruppen.
    Am ehesten anzutreffen, wenn Dankbarkeit für gewährtes Asyl vor Verfolgung oder „Liebe“ für Zuwanderung eine Rolle spielen:
    Liebe zu einem Menschen, einem Land, einer Kultur, einem Studienbereich oder einem Beruf, der im Zuwanderungsland besser oder erreichbarer ist.

    Ist es ein Beitrag zur „Integration“, wenn in Niedersachsen Lehrer für den islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen von einem Gremium die Zulassung, die Zertifizierung (Idschaza) haben müssen, das nur aus Mitgliedern der Schura Niedersachsen und der Ditib besteht, die wiederum der verlängerte Arm des türkischen Staates ist?

    Näheres hier bei ZO: http://bit.ly/L7tfbB

  196. 210.

    ???????
    Kann da jemand was zu sagen???
    http://bit.ly/LJV9d0

  197. 211.

    Und wie ernst ist so etwas zu nehmen?
    http://bit.ly/LJWkZW

  198. 212.

    @ kc

    „Kann da jemand was zu sagen???“

    Egyptian Cleric Safwat Higazi: Muslim Brotherhood Presidential Candidate Will Liberate Jerusalem vom 1. Mai 2012

    Infantiles apolitisches Wunschdenken; Mursi steht einem Armenhaus vor, die mal sowas wie eine Führungsmacht einer allderdings jetzt heillos zerstittenen Weltgemeinde gewesen ist.

    Ein anderer Kleriker findet viel wichtiger, dass er gegen Teheran aufgestellt sei; (alles bei memri):

    Egyptian Cleric Yaaqub: MB Presidential Candidate Mursi Told Me Shiites Are More Dangerous Than Jews ab 1.00

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=h3OVHQ65V1g&feature=plcp

    Und Herr Galloway versucht, einer offensichtlich sehr skeptischen Zuhörerschaft einzureden, wie toll sie doch sei; dabei werden gerade die Sunniten in den alten Kreuzfahrerburgen von Assads Fernartillerie und Hubschraubern zusammengeschossen.

    British MP George Galloway: Syrian Rebels Are Servants of the Crusaders

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=K4zqLqvSsNI&feature=plcp

    Solche Töne deuten schon auf realere Problemzusammenhänge hin; auch das ‚raushalten könnte blutig werden.

    Tawfiq Okasha, Owner of the Egyptian Faraeen TV: Egypt Can Pulverize Hamas and Hizbullah; nicht ausgeschlossen, dass es zu sowas in der Art kommt.

    Natürlich gibt es Durchgeknallte ohne Ende:

    Lebanese Cleric Amin Al-Kurdi: Al-Aqsa Liberation a Done Deal, Eyes Set on Andalusia

    Der Westen sollte endlich mal sagen, dass es wegen solcher Politzustände so ist, dass man in Syrien nicht machen kann. Weil sie verrückt sind, müssen sie verrecken – das traut sich irgendwie keiner so richtig, auch mal ehrlicherweise zu kommunizieren.

    Das die Ägypter ihren eigenen Präsidenten gewählt haben ist ein unvermeidliches Durchgangsstadium auf einem Weg, der noch viele ungeahnte Tiefpunkte haben wird.

    Dieses ganze infantile Getöse ist nichts als frohgemuter Größenwahn beim Erklimmen von immer fataleren Fallhöhen.

    Wichtig ist nur, dass der Westen das nicht für seine Schuld hält.

    Den memri-Kanal ab und zu mal quer zu gucken hilft dabei zu sehen, dass sich dieser ganze Unfug in der faktischen Außenwirkung gegenseitig aufhebt und dementiert.

    http://www.youtube.com/user/MEMRITVVideos/videos

    • 24. Juni 2012 um 19:51 Uhr
    • Thomas Holm
  199. 213.

    einige Anmerkungen Sandmonkey’s zum Ergebnis der Stichwahl:

    … the crowning of Morsy for President will lead to the appearance that the MB have won the Game, and SCAF made the rules of the game, so how could they lose it by Morsy winning? …
    … whomever the next President is, his first term will only last 6 -9 months, by law.

    … SCAF will write the constitution, and will do one that will be appealing to most people, and then call a referendum on it, and
    the moment that happens, they will hold the parliamentary elections and
    then redo the presidential elections as well,
    which Morsy is not going to win it … because we have a very impatient population that wants quick improvements …

    Morsy will be screwed because of the horrifyingly bad economic situation that will take place in Egypt in those few coming months, and not only because of the world economic situation or Egypt’s economy, but mainly thanks to the Ganzoury budget …

    What will that Budget entail? … Ganzoury has probably assembled what appears to be an excellent budget, with all the figures balancing and a lesser deficit, but mainly due to cutting off a good chunk of fuel subsidies. Rumors are that it’s estimated to jump at least 50% in price the moment Morsy steps into office in July. Can you imagine what will happen? The protests? …

    … which is why he [Morsy] is trying to appoint a Prime Minister that is not Muslim Brotherhood, but rather a non-MB civilian accepted by most to take the blame for the government’s future economic failure. And, quite naturally, they offered it to Baradei …

    … The problem for us as revolutionaries would be that
    given that Morsy is the revolution’s candidate,
    then he would be the second time that the choice presented by the revolutionaries to lead was “a failure for the economy”, the first being Essam Sharaf.
    We will never get taken seriously after that,, and we will be blamed for all of Morsy’s messes. He is the revolution’s candidate, according to some people. …

    … Already they [SCAF] have proven that the Islamists aren’t the majority of the country, and that Morsy can’t do it without the revolutionaries voting for him. … Sharia is no longer selling politically, with the population. If it did, they [the MBs] would’ve used it …

    … The next parliamentary elections will not have Islamists winning the majority, at all, either way.

    The Game has changed.

    http://www.sandmonkey.org/2012/06/24/the-game/

  200. 215.

    @Thomas Holm

    Weil sie verrückt sind, müssen sie verrecken

    No comment

    • 24. Juni 2012 um 20:40 Uhr
    • FreeSpeech
  201. 216.

    Hype um ‚Abschußvideo“

    In vielen Kopien kursiert dieses Video:

    Lattakia – The moment of the fall of the Turkish fighter by Syrian air defense

    Eine Strandgesellschaft; Schüsse aus großkalibriken Waffen und MG sind zu hören; etwas Durcheinander, dann auf einmal Jubel und Applaus 1.02. Das soll der Abschuß gewesen sein, der aber selbst nicht zu sehen ist.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HdIEmyvyJYo

    Jetzt kommt die nachgebesserte Version: In der kürzeren und insgesamt undeutlicheren Fassung ist bei min 0.04 bzw. 0.05 ein Trefferblitz über dem Meer in das Video eingearbeitet worden:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=VW1Ve2-z08g

    Iranische Krawallmeldung derweil:

    hxxp://www.presstv.ir/detail/2012/06/24/247677/syria-arrests-40-germans-report/ dito:

    hxxp://abna.ir/data.asp?lang=3&id=324357

    Schön wärs, wenn sich schon der erste Schub Salafisten von hier nach dorthin entsorgt hätte; dafür würde ich direkt erwägen, das nächste Russenschiff nach Latakia mit reparierten Hubschraubern durchzulassen.

    Die Aufständischen haben immerhin u.a. G-3, da sollte man vielleicht auf Ausgewogenheit achten.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Fmhli2TTPzg&feature=plcp 0.49-0.53

    @ FS

    „Weil sie verrückt sind, müssen sie verrecken

    No comment“

    So isoliert liest sich das schon wieder fast wie eine Drohung:

    Also: die Muslime werden massakriert; und der Grund, warum man das in diesem speziellen Fall nicht mal so eben ändern kann, wie beim Sturz von Idi Amin z.B. ist: weil sie politisch unberechenbar sind.

    Heute für Demokratie, morgen Minderheiten ermorden – man muss ihnen sagen, dass man erschrocken ist, ihnen nichts mehr abnehmen zu können. Aber das ist irgendwie tabu.

    • 24. Juni 2012 um 21:30 Uhr
    • Thomas Holm
  202. 217.

    # 216 – Syrien – @ Thomas Holm – „die Muslime werden massakriert; und der Grund, warum man das in diesem speziellen Fall nicht mal so eben ändern kann, wie beim Sturz von Idi Amin z.B. ist: weil sie politisch unberechenbar sind.“

    Die jeweilige Unberechenbarkeit und Berechenbarkeit der einzelnen Akteure bzw. Akteurgruppen zu identifizieren, ist jedenfalls inzwischen – nach dekadenlanger Erfahrung – als eine (wenn überhaupt möglich) sehr schwierige , aber im Falle einer intendierten Hilfeleistung unverzichtbar vorher zu leistende Aufgabe erkannt worden (siehe # 168):

    … Sowohl die «New York Times» als auch das «Wall Street Journal» berichten,
    die CIA strebe einen besseren Überblick über das ständig wachsende und sich verändernde Netzwerk der syrischen Opposition an. Letztere Zeitung zitiert einen US-Beamten:
    «Es geht darum, eine Kommunikation zu den Rebellen aufzubauen.
    Wir wollen herausfinden, mit wem wir es zu tun haben.»

    Allem Anschein nach will die CIA um jeden Preis verhindern,
    dass Waffen und Macht innerhalb der Rebellen an islamische Extremisten, ja gar an al-Qaida fallen. …

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Gewehre-fuer-die-Rebellen-aus-der-Hand-der-CIA/story/29144634

  203. 218.

    – Tunesien – derzeitige Abiturprüfungen in Tunesien: 60,57 % weibliche Abiturienten gegenüber 39,43 % männlichen Abiturienten.
    ‚Mogel’versuche werden selbstredend unternommen: einige Kandidaten trugen mit Bluetooth ausgestattete Brillen
    http://www.letemps.com.tn/article-67260.html

  204. 219.

    @Thomas Holm

    Vielen Dank!

  205. 220.

    @ karolachristiane

    In dem schlichten Sinne, daß “die” werden wie “wir”, wird es sie nicht geben und das Wort taugt zunehmend nur noch als Türöffner für staatliche geförderte Studien und Programme.

    Es wird eine allmähliche, demografisch bedingt akzelerierende Veränderung der Gesellschaft geben.

    Es wird überhautpt keine Integration geben, außer von uns in diese Gruppe hinein – denn solange der Islam so ist, wie er von den meisten muslimischen Strömungen verstanden wird, ist er nicht integrierbar. Er ist nämlich auf abstoßung, bekämpfung und diskriminierung angelegt und wird darum immer wieder anhänger finden, die das umsetzen – wir haben hier eine ‚inzestuöse‘ Kultur (Im sinne von levi-Strauss) vor uns.

    • 25. Juni 2012 um 00:01 Uhr
    • Zagreus
  206. 221.

    @ Publicola

    „Unberechenbarkeit und Berechenbarkeit der einzelnen Akteure bzw. Akteurgruppen zu identifizieren, ist jedenfalls inzwischen – nach dekadenlanger Erfahrung – als eine (wenn überhaupt möglich) sehr schwierige , aber im Falle einer intendierten Hilfeleistung unverzichtbar vorher zu leistende Aufgabe erkannt worden“

    Stellen Sie sich mal vor, ein Meisterschwimmer sähe: ein Kind ist in den Bach gefallen und würde – erstmal versuchen, die Unberechenbarkeit bzw. Berechenbarkeit des Kindes, der Familie etc. umfänglich zu recherchieren.

    Auf dem Höhepunkt eines anspruchvollen Rechercheprozesses ertrinkt das Kind leider. Sie würden ihn fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat und er würde antworten, dass eine solche Recherche nach dekadenlanger Erfahrung – als eine (wenn überhaupt möglich) sehr schwierige , aber im Falle einer intendierten Hilfeleistung unverzichtbar vorher zu leistende Aufgabe erkannt worden sei.

    Was würden Sie denken? Das der Meisterschwimmer ein Charakterproblem hat; oder dass die Welt verrückt geworden ist, oder ?

    Der Sokratische Ausnahmefall, dass ein entliehenes Messer vielleicht nicht unbedingt an jemanden zurückgegeben werden sollte, der zwischenzeitlich verrückt geworden ist, wird unter der Hand in Muslimischen Angelegenheiten als normale Ausgangsbasis behandelt.

    Ich bin dafür, dass man das explizit macht, nicht mehr und nicht weniger.

    Wer ist denn dafür verantwortlich, dass die Amerikaner meinen, um jeden Preis verhindern zu müssen, dass Waffen und Macht innerhalb der Rebellen an islamische Extremisten, ja gar an al-Qaida fallen ?

    Wenn Al Kaida und Terrorismus unter Muslimen so isoliert wären, wie uns das immer gern verichert wird, woher dann diese Nöte, woher dann das gegenseitige Beschimpfen der beteiligten muslimischen Konfliktparteien, dass die andere Seite jeweils ‚terroristisch‘ sei (Hisbollah/Teheran vs. Mujaheddin/Al Kaida) ?

    Merken Sie nicht, wie wir eine logische Ausnahmesituation (Begünstigter könnte sich an Retter rächen) für die Muslime unter der Hand als Normalfall verhandeln ? Aber ansonsten wollen wir tolerant und human sein; merken Sie nicht, dass das nach hinten losgeht, wenn man den Zusammenhang nicht offenlegt ?

    Die Amerikaner wollen um jeden Preis verhindern, dass mit dem Geld der Saudis in der Türkei nicht Waffen und Macht in die Hände islamischer Extremisten, ja gar in die von al-Qaida geraten …

    Abgesehen davon, bringt dieses Treiben den NATO-Partner Türkei an den Rand eines Bürgerkriegs, weil man dort halt auch so ein ambivalentes Verhältnis zu Hilfeleistern ganz im Allgemeinen hat.

    Außerdem muss es auch wohl als hoch zweifelhaft gelten, dass ein paar CIA-Agenten verhindern könnten, dass 100 Mio $ arabisches Geld in der Türkei in Hände der falschen Araber geraten.

    Das ist doch Selbstbetrug von vorne bis hinten.

    Ägypten macht nichts (hatte mal Staatenunion mit Damaskmus) die Türkei macht nichts und in der ganzen Region ist grosser schwarzer Waffenflohmarkt und die Amerikaner sollen darauf achten, dass bloss nichts schief geht.

    Es ist den Kindern gegenüber, gegen die das Regime gezielt Krieg führt unanständig, die Gründe unseres Zögerns vor einer professionellen Hilfeleistung zu verheimlichen.

    Diese Kinder haben ein Recht darauf zu erfahren, dass wir zögern sie zu retten – weil wir Gründe sehen, ihren Eltern zu mißtrauen.

    Aber sowas zu kommunizieren, ist wahrscheinlich zu aggressiv und zu grausam, da läßt man die Leute lieber verrecken, als sie zu verstören.

    Eine so beherzt daherkommende Freiheit könnte ich auch nur verachten, wenn es um meinen Arsch gehen würde.

    Die einzige nichtverlogene Botschaft an die Syrer hätte zu lauten: Wir sind uns nicht sicher, ob dem Rest der Welt Eure Rettung zuzumuten ist.

    Das wäre ehrlich.

    • 25. Juni 2012 um 00:25 Uhr
    • Thomas Holm
  207. 222.

    Was für Arabisten und Nativespeaker: Mursi geht mit Damaskus und Teheran ins Gericht:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=1ZAY0vzrCtc&feature=youtu.be

    Shafiq-Anhänger rufen öffentlich zum Staatsstreich auf; ab 0.45
    ferner: Uneinigkeit über den Ort des Amtseides; Mursi: nicht vor dem Verfassungsgericht, sondern nur vor dem Parlament. 2.25

    http://www.youtube.com/watch?v=AWGPvdf3ufQ&feature=plcp

    Ein monatelang unvereidigter Präsident wäre wohl ein passendes Symbol für die institutionell weithin unausgemachte Lage.

    • 25. Juni 2012 um 06:12 Uhr
    • Thomas Holm
  208. 223.

    Mursi – erste Präsidentschaftsrede:

    … Mursi has called on Egyptians not to obey him if he fails to stick to the pledges he made before becoming the first freely elected president on Sunday. ..

    Mursi tried to allay the fears of all segments of society, almost saluting every party and institution in Egypt, from the ruling military to the working class, lavishing praise on all governorates and regions of the country in the process. …

    „We will honor international treaties and agreements …“ Mursi added. …

    „I will be president for all Egyptians, those inside the country and abroad. The people are source of all powers, and it’s time for unity to rebuild our country and achieve goals of the revolution,“ he said.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/36/122/46087/Presidential-elections-/Presidential-elections-news/Dont-obey-me-if-I-dont-fulfill-promises-Presidente.aspx

  209. 224.

    Shafiq – erste Reaktion:

    Shafiq, a former air force commander and Mubarak’s last prime minister, offered his congratulations and said he was willing to serve in Mursi’s administration if asked.
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/06/25/222539.html

  210. 225.

    die Wahl offenbart nochmals die grundsätzliche Einstellung der Ägypter:

    Half of those who voted in last month’s first round of the election backed neither Mursi nor Shafiq and
    many who voted in the run-off voted negatively —
    either against Mursi’s religious agenda
    or against Shafiq as a symbol of military rule.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/06/25/222539.html

  211. 226.

    die Vorgänge im zeitlichen Rahmen der Stichwahl offenbaren die Sicht des Militär:

    … manches spricht dafür, dass der erste frei gewählte Präsident Ägyptens seit 1952 nicht besonders viel zu vermelden haben wird; jedenfalls wenn es nach dem Hohen Militärrat unter Führung von Feldmarschall Tantawi geht. …

    … Es [das Militär] will seiner Entmachtung nicht Vorschub leisten, und
    es hätte ungern einen Muslimbruder an die Spitze des Staates gesehen.
    So erklären sich viele der unlängst getroffenen Maßnahmen, unter anderem auch die Auflösung des erst vor Monaten gewählten Parlaments, in dem die islamistischen Kräfte mehr als zwei Drittel der Mandate innehatten, durch das Oberste Gericht.

    Die jetzt verfügte drastische Beschneidung der Rechte des Präsidenten macht deutlich, dass
    das Militär – trotz gegenteiliger Zusagen – nicht gewillt ist,
    seinen Einfluss aufzugeben.
    Es fürchtet die Demokraten ebenso sehr wie die Muslimbrüder.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/wahlsieger-mohammed-mursi-ein-muslimbruder-11797905.html

  212. 227.

    @ Holms

    „Stellen Sie sich mal vor, ein Meisterschwimmer sähe: ein Kind ist in den Bach gefallen und würde – erstmal versuchen, die Unberechenbarkeit bzw. Berechenbarkeit des Kindes, der Familie etc. umfänglich zu recherchieren.

    Auf dem Höhepunkt eines anspruchvollen Rechercheprozesses ertrinkt das Kind leider.“

    Der Meisterschwimmer, wie jeder geistig nicht völllig behinderte mensch, würde die situation innerhalb von bruchteilen von Sekunden erfast, sprich: berechnet, haben. Nur weil man einen bewusst durchgeführten Berechnungs- und abwägungsvorgang getätigt hat, heisst das nicht, dass man nicht eben genau dadurch das man die situation begreift, diese dabei nicht bereits in hinblick auf handlungsoptionen und deren erfolgsaussuchten abgwägt hätte.

    • 25. Juni 2012 um 08:42 Uhr
    • Zagreus
  213. 228.

    Anhaltende Ausflugstätigkeit:

    Three more Syrian pilots defect to Jordan, more expected to follow suit

    hxxp://english.alarabiya.net/articles/2012/06/24/222501.html

    Putin to Inaugurate Israel’s Red Army Monument

    http://www.youtube.com/watch?v=V2hkoPf6Nkk

    Weiss jemand, wo das Denkmal für den unbekannten Arabischen Antifaschisten steht ?

    Neues vom Son of Hamas: Er hält eine Rede vor Tausenden Drusischer IDF Soldaten in Tiberia. Gehört wohl auch ins levantinische Gesamtbild.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Xzi2WiKdOrU 1.30-2.20

    • 25. Juni 2012 um 08:45 Uhr
    • Thomas Holm
  214. 229.

    @ Zagreus

    Beim Tüfteln der Amis geht es nicht nur darum, wie Assad gestürtzt werden kann, sondern auch darum, dass sine Nachfolger einem nicht gleich an den Hals springen. Für Rettungsaktionen jeder Art ist das doch wohl eher (noch ?!) Gott sei Dank untypisch.

    Stellen Sie sich mal vor, man würde das auch bei Erdbeben-, Flut- und sonstigen Jahreszeitenopfern so halten.

    Türkische Presse: Unsere Säkularen sind auch nicht besser:

    „The Zirve Publishing House massacre, in which three Christian publishers based in Malatya were brutally murdered in 2007, is claimed to have been organized by a clandestine organization within the Turkish Armed Forces called the National Strategies and Operations Department of Turkey (TUSHAD).“

    http://www.todayszaman.com/news-284548-.html

    • 25. Juni 2012 um 08:54 Uhr
    • Thomas Holm
  215. 230.

    [nochmals:] Angaben über die geographisch-soziologische Verortung der Wählerstimmen für Mursi einerseits und Shafiq andererseits finden sich in der Multimedia-Graphik-Darstellung von Ahram Online:
    http://english.ahram.org.eg/UI/Front/MultimediaInner.aspx?NewsContentID=46059&newsportalname=Multimedia

  216. 231.

    @ Holms

    ich stimme durchaus mit ihnen überein – der vergleich war einfach nur unsinnig, that’s all.

    • 25. Juni 2012 um 10:12 Uhr
    • Zagreus
  217. 232.

    @ Publicola

    Das die bevölkerung in den ballungszentren Mursi gewählt hat kann zwei ursachen haben (kann gut eine kombi aus beiden sein):
    – dort befindet sich die ‚fortschrittlichsten‘ und uurabsten kräfte.
    – dort sind auch die (ehemaligen) Nutznieser des Mubarak-Regimes konzentriert.

    Erstaunlich finde ich, dass es im Grunde keine liberalen kräfte (bis auf spuren) dort gibt – denn weder Mursi noch Schafik gehören dazuu. Hier kann man wirklich einmal mit fug und recht sagen: die revolution frisst ihre Kinder – denn irgendwie spielen politisch die Kreise, die die Revolution zuerst angegangen sind, keine Rolle (mehr); im gegenteil, sie sind diejenigen, die von beiden Seiten (muslimbrüer und Militär) verfolgt und unterdrückt werden dürften.

    • 25. Juni 2012 um 10:22 Uhr
    • Zagreus
    • 25. Juni 2012 um 10:33 Uhr
    • Serious Black
  218. 234.

    Erstaunlich finde ich, dass es im Grunde keine liberalen kräfte (bis auf spuren) dort gibt – denn weder Mursi noch Schafik gehören dazu.

    1 – Das gestern mitgeteilte Wahlergebnis war das Ergebnis eine4 Stichwahl der zwei Kandidaten mit der höchsten Prozentzahl der Stimmen der ersten Wahlrunde (1.Mursi mit ca.25% [ca.5.7650.00] und 2.Shafiq mit ca.24% [ca.5.500.000] vor dem 3.Kandidaten , Revolutionsunterstützer der ersten Stunde und Links-Nasseristen Sabahi mit ca.21% [ca.4.820.000] der Wählerstimmen)

    2 – Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen ergab ein Stimmenverhältnis von 57% nicht-islamistischen Stimmen versus 43% islamistischen Stimmen

    3 – Der säkulare Links-Nasserist und Unterstützer (der ersten Stunde) der Revolution Sabahi errang in den zwei größten urbanen Zentren Kairo und Alexandria den ersten Platz.
    In Alexandria, traditionelles Treibhaus des Islamismus und Salafismus, landete er mit 34,2% vor den Kandidaten Abul-Fotouh (22%) und Amr Moussa (16,5%) und vor Mursi (15,3%).
    In Kairo errang Sabahi den 1. Rang mit 34,6% der Stimmen vor Shafik (25,9%), Mursi (21,1%) und Abul-Fotouh (19,2%).
    Sehr viele arme Kopten, z.B. die koptischen Müllsammler Kairos ‚zabadeen‘, haben vermutlich Sabahi ihre Stimmen verliehen.
    Auch im Kairo-Stadtviertel Imbaba – während der 90er Jahre als von den Islamisten kontrollierte ‚Islamische Republik von Imbaba‘ bekannt – errang Sabahi 32,2% vor Shafiq (23,2%), Mursi (18,3%) und Abul-Fotouh (14,7%).

    • 25. Juni 2012 um 13:20 Uhr
    • Publicola
  219. 235.

    @ FS

    „Kasper ist übrigens kein Argument.“

    Ächt jetz?

    • 25. Juni 2012 um 13:58 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  220. 236.

    ad # 179

    „Vor allem Muslime aus den unteren sozialen Schichten lehnen die Union vehement ab. Offenbar hat sich hier seit Beginn der Arbeitsmigration ein SPD-nahes Milieu herausgebildet“

    Das hat auch damit zu tun, dass der Sozialdienst für die türkischen Gastarbeiter in Händen der sozialdemokratisch dominierten Arbeiterwohlfahrt lag/liegt. Sympathien für die CDU gibt es meiner Erfahrung nach eher in islamisch-konservativen Kreisen, die aber wiederum erstens das C und zweitens die Ablehnung des Kopftuchs durch die Unionsparteien stört. Von Kochs „Anti-Ausländer-Kampagne“ mal ganz zu schweigen.

    • 25. Juni 2012 um 14:02 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  221. 237.

    @ Bellfrutta

    „Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient.“

    Aha, die Nordkoreaner haben also ihr Folter- und Hungerregime verdient.
    Btw: inwieweit unterscheiden sie sich kulturell von den Südkoreanern?

    • 25. Juni 2012 um 14:05 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  222. 238.

    @ Publicola

    „(1.Mursi mit ca.25% [ca.5.7650.00] und 2.Shafiq mit ca.24% [ca.5.500.000] vor dem 3.Kandidaten , Revolutionsunterstützer der ersten Stunde und Links-Nasseristen Sabahi mit ca.21% [ca.4.820.000] der Wählerstimmen)

    2 – Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen ergab ein Stimmenverhältnis von 57% nicht-islamistischen Stimmen versus 43% islamistischen Stimmen“

    Ist ja alles schon und gut – trotzdem hat der Islamist das rennen gemacht und nicht der ‚mubarak-abkömmling‘ oder gar der Links-Nasserist.
    Von daher schlussfolgere ich einmal, dass entweder ein teil keinen Bock mehr aufs Wählen gehen hatte, oder bzw. und ein anderer lieber den MB-bruder whlte bei der Stichwahl als den Mubarak-epigonen, sprich den Mb-ler als weniger problematisch einschätzt.

    Da bleibt in meinen Augn nichts mehr von liberalen Einstellungen in der politik übrig.

    • 25. Juni 2012 um 14:05 Uhr
    • Zagreus
  223. 239.

    @ Zaggy # 220

    gestern abend Pilze gegessen?

    • 25. Juni 2012 um 14:10 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  224. 240.

    @ HJS

    „Aha, die Nordkoreaner haben also ihr Folter- und Hungerregime verdient.“

    Ja, haben sie – denn sie bzw. ihre Eltern haben zu einem nicht geringen teil geglaubt, dass im kommunismus/sozialismus eine Lösung lge und haben deshalb dieses regime am anfang bei der Installation unterstützt. Das problem ist dabei: sie haben es mit zugelassen, dass bestimmte staatliche Institutionen installiert wurden, die nun dafür sorgen, dass diese Militärdikatatur dort sich erfolgreich halten und alle anderen Meinungen unterdrücken kann.
    Noch schlimmer ist es im Iran – dort kann man der Bevölkerung nur noch sagen: ihr habt euch die Mullahs redlich verdient – denn sie haben nunmal diese unterstützt dabei, gegen den Schah zu revolutionieren und an die macht zu kommen und dort ihre institutionellen vorstellungen (z. b. der Wächterrat) zu installieren.

    • 25. Juni 2012 um 14:11 Uhr
    • Zagreus
  225. 241.

    @ hansi

    nein, wie kommst du darauf?

    • 25. Juni 2012 um 14:11 Uhr
    • Zagreus
  226. 242.

    Zaggy, Sie stehen wohl immer noch unter Drogen.
    Schlafen Sie erst mal Ihren Rausch aus.

    • 25. Juni 2012 um 14:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  227. 243.

    @ hansi

    nein, stehe ich nciht – aber ich vermute mal ganz scharf, dass du nicht verstanden hast, was ich dort geschrieben habe und du somit gerade etwas hilflos bis.

    • 25. Juni 2012 um 14:15 Uhr
    • Zagreus
  228. 244.

    @ all

    Interessante Pressestimmen in israel zur Wahl mursi zum neuen ägyptischen Präsidenten:
    http://www.israelheute.com/tabid/179/nid/24607/Default.aspx?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_content=israel%20heute%20Newsletter%20-%20%E2%80%9CMursi:%20Der%20Islam%20ist%20die%20einzige%20L%C3%B6sung!%22%20|%20%E2%80%9CDer%20Islam%20ist%20die%20einzige%20L&246;sung!%E2%80%9C&utm_campaign=daily%20newsletter%20email%20-%2020120625

    • 25. Juni 2012 um 14:19 Uhr
    • Zagreus
  229. 245.

    @ Zagreus

    „aber ich vermute mal ganz scharf, dass du nicht verstanden hast, was ich dort geschrieben habe“

    Ich habe Ihre beiden Postings sehr wohl verstanden und halte beide Aussagen für unsinnig bis geisteskrank. Capisce?

    • 25. Juni 2012 um 14:53 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  230. 246.

    # 234, # 238 – @ Zagreus – Die von mir präsentierten Zahlenwerte beschränkten sich lediglich auf die ersten drei Kandidaten-Plätze. Insgesamt standen in der ersten Runde 13 Kandidaten zur Wahl. Die islamistischen Kandidaten waren Mursi mit ca. 25% und Fotouh mit 18%.
    Nicht der liberalen Mitte zuzuordnen ist – wie Sie anmerken – Shafik mit ca.24%. Die anderen Kandidaten sind meiner Einschätzung nach i.d.R. der eher säkular-liberalen politischen Richtung zuzuordnen.
    Damit entfielen ca.67% der Wählerstimmen auf das nicht-liberale ‚Lager‘ und ca.33% auf auf das ‚liberale‘ und revolutionäre Lager. Der Kandidat Fotouh (Islamist) erhielt wegen seiner Unterstützung der Revolution auf dem Tahrir-Platz, wo er als Arzt tätig war, etliche revolutionäre (vereinfacht ausgedrückt) Stimmen.
    Die ‚Revolutionäre‘ sowie ihre Gruppen und Parteien – in der Regel Anhänger des Säkularismus – hatten sich nicht auf einen Kandidaten geeinigt, so dass das ‚Lager‘ der ‚Revolutionäre‘ und Säkularen sich bei der Wahl völlig zersplittert darstellte. Das wurde bereits von Sandmonkey unterstrichen.

    Meine Vermutung geht dahin, dass dem ägyptischen Wähler der ersten Wahlrunde allerdings weniger die Alternative ‚liberal‘ versus ‚nichtliberal‘ vor Augen stand, sondern in akzentuierterem Maße die Alternative ‚islamistisch‘ versus ‚nichtislamistisch‘ – also eine Denkmatrix, die in etwa der vergleichbaren Denkweise etlicher Kommentatoren hier auf dem JL-Blog entspricht und insofern auch nachvollziehbar sein sollte.

    Bei dem zweiten Wahlgang, der Stichwahl zwischen Mursi und Shafiq, hat sich die Wählerschaft z.T. neu gruppiert. Anti-Islamisten sowie z.T. Kopten sowie Anhänger des ‚Ancien Regime‘ sowie Militär sowie auf politisch-wirtschaftliche Sicherheit bedachte Menschen wählten Shafiq. Die andere Hälfte der Wählerschaft – Islamisten sowie ein Teil der ‚Revolutionäre‘ sowie Gegnder des Militär und des ‚Ancien Regime‘ entschieden sich für Mursi. Die Wählerschaft teilte sich fast genau in die zwei Hälften der Wähler von Mursi und der Wähler von Shafiq auf.

    Allerdings waren sowohl bei der ersten Runde sowie bei der zweiten Runde das Gros der Wähler nicht mit den präsentierten Kandidatenriege einverstanden.
    Daher lag die Wahlbeteiligung
    in der ersten Runde bei circa 43%,
    bei der 2.Runde bei knapp über 50%.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Egyptian_presidential_election,_2012

    Zum Vergleich – anlässlich der deutschen Bundestagswahlen 2009 hieß es in der bundesdeutschen Presse
    Nur 72,2 Prozent der wahlberechtigten Deutschen haben ihre Stimme zur Bundestagswahl abgegeben

    • 25. Juni 2012 um 15:26 Uhr
    • Publicola
    • 25. Juni 2012 um 15:28 Uhr
    • Publicola
  231. 248.

    @ Zagreus #238

    Von daher schlussfolgere ich einmal, dass entweder ein teil keinen Bock mehr aufs Wählen gehen hatte, oder bzw. und ein anderer lieber den MB-bruder whlte bei der Stichwahl als den Mubarak-epigonen, sprich den Mb-ler als weniger problematisch einschätzt.

    Ja. „Happy Shafiq lost, sad/worried Mursi won“ dürfte im Moment eine durchaus geläufige Geisteshaltung sein. Ob diese Geisteshaltung gerade von den knapp 50 % vertreten wird, die der Wahl – bewusst oder unbewusst – ferngeblieben sind bzw. sie boykottiert haben…

    oder bzw. und

    Ich denke, das passt schon so.

    • 25. Juni 2012 um 15:29 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  232. 249.

    Beleg für die Bewertung der Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl 2009 mit der Zensur „So wenige waren es noch nie. Nur 72,2 Prozent“:
    http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article4648093/Wahlbeteiligung-erreicht-historischen-Tiefstand.html

    • 25. Juni 2012 um 15:29 Uhr
    • Publicola
  233. 250.

    http://www.morsimeter.com/

    Administrators of the “Morsimeter,” the name of the new page, said they should follow the Muslim Brotherhood candidate’s commitment to the pledges he made during his electoral campaign, such as restoring security, improving police payments, and solving the fuel, bread, housing and unemployment crises.

    egyptindependent.com/news/morsimeter-facebook-page-gauge-president-elect%E2%80%99s-performance

    solving the fuel, bread, housing and unemployment crisis…

    Na dann, viel Glück, Herr Mursi!

    • 25. Juni 2012 um 15:32 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  234. 251.

    @ Zagreus

    Noch schlimmer ist es im Iran – dort kann man der Bevölkerung nur noch sagen: ihr habt euch die Mullahs redlich verdient

    Naja.

    Stieß kürzlich auf eine beeindruckende Rede des Ayatollah Taleghani, in der er vor Entwicklungen der Art warnt(e), wie sie letztendlich ihren Lauf nahmen.

    http://www.youtube.com/watch?v=9AEZ4dbWHpI

    Kontext: He [Taleghani] also had differences with Khomeini, which led to a clash between them in April 1979. „To popular acclaim, Taleghani warned then against a `return to despotism [siehe Video].`“ Two of Taleghani’s sons were arrested by revolutionary Guards, but thousands of his supporters marched in the streets chanting `Taleghani, you are the soul of the revolution! Down with the reactionaries!`

    en.wikipedia.org/wiki/Mahmoud_Taleghani

    Ich würde heute meinen ***** darauf verwetten, dass der Ayatollah keines natürlichen Todes gestorben ist.

    • 25. Juni 2012 um 15:50 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  235. 252.

    @ ParallelkoMMentar

    „Naja.

    Stieß kürzlich auf eine beeindruckende Rede des Ayatollah Taleghani, in der er vor Entwicklungen der Art warnt(e), wie sie letztendlich ihren Lauf nahmen.“

    Das es die meisten nicht gewollt haben, bestreite ich nich tim geringsten.
    Das problem ist halt, dass in zeiten der Unsicherheit, wie z. b. nach revolutionen, diese auch leicht von von Leuten/Parteien/Richtungen ausgenutzt werden ihre jeweiligen vorstellungen nicht einfach nur zu institutionalisieren, sondern dabei entweder mit einer gewissen bösartigkeit versucht wird die jeweilige eigene Machtposition zuzementieren, oder mit einer gewissen naivität wenig auf die Machtverteilung und funktionsweisen der staatlichen institutionen geachtet wird, sondern oft mehr auf das charisma der Personen der jeweiligen Richtungen.
    Unterstellt man, dass die meisten im iran damals um den zeitpunkt der Schah-revolution und dem baslaen aufbau des iranischen Staates herum, ernsthaft meinten, dass sie jetzt eine große vielfältige geselllschaft voll der gerechtigkeit und rechtschaffenheit würden, dann kann man sich auch gut vorstellen, dass sie einer institution wie z. B. dem Wächterrat oder einer (charismatischen) person wie Komeini zujubelten und diese nicht als problemaisch ansahen, sondern als garanten ihrer neuerworbenen freiheit.

    Freiheit ist aber nichts, was man einfach hat oder was man deligieren könnte, sondern beschreibt zumindest im gesellschaftlich-juristischen rahmen die möglichkeit, die man hat, um sich gegen übergriffe, u. a. von staatlicher seite, zu schützen. Zudem beschreibt es als politische freiheit die möglichkeit, die man hat seinen willen institutionell ausdruck zu geben und gegebenfalls auch politische veränderungen (neue politischerichtungen) zu tätigen.
    Die Worte von irgendwelchen Führern, politikern, Institutionen, dass man ihnen einfach einmal vertrauen sollte, das sie das wohl des einzelnen besser wüssten als diese selbst etc. sind nichts weiteres als der versuch die demokratischen rechte des einzelnen auszuhebeln – und zwar auch dann, wenn es diese politiker in diesem augenblick sogar wirklich so meinen.
    Denn die schwierigkeit liegt darin, dann – später – diese macht wieder zurückzubekommen.
    So sehe ich es auch gerade hier in europa und in deutschland mit dem fiskalpakt und dem ESM – wir bürger werden entmündigt zu gunsten einer institution, die angeblich in unserem namen und zu unserem Wohle handeln würde zukünftig, die aber zugleich juritsich udn politisch sich außerhalb der rechtsordnung bewegt.
    Ein Wäöchterrat im Iran hat sicherlich auch sich erst einmal als zum wohle der allgemeinheit verkauft – und handelt jetzt in ihrem jeweiligen politischen sinn ohne dass es die möglichkeit gibt, juristisch oder politisch gegen ihn vorzugehen.
    Ein ESM wird nichts anderes werden.
    Und diese freiwilllige – abgeschwätzte – Entmündigung der Bürger, ob mit böser Absicht oder aus gutem Glauben heraus, daran haben die Bütrger leider auch eine mitschuld – denn sie lassen sich ihre rechte wegnehmen von kleinen Interessensgruppierungen udn so sind sie quasi ‚selber schuld‘.

    • 25. Juni 2012 um 16:29 Uhr
    • Zagreus
  236. 253.

    Ägypten – monitoring:

    Members of Egypt’s Copts Coalition on Monday congratulated Muslim Brotherhood candidate Mohamed Morsy …
    The statement emphasized that Morsy should be a president for all Egyptians and remain neutral toward them, and act independently from the Brotherhood.
    The statement said the coalition would remain in the ranks of the opposition to build a better future for Egypt by monitoring Morsy’s actions, adding that they will not obey him if he does not fulfill his pledges.
    The statement called on Morsy to preserve the identity of the Egyptian state and its moderate civilian nature, urging him to entrench the principle of full citizenship rights to all Egyptians and to eliminate all forms of discrimination.
    The statement also emphasized the need for … respecting international agreements signed by Egypt and safeguarding rights, especially those of women and minorities.

    http://www.egyptindependent.com/news/coptic-coalition-urges-morsy-treat-egyptians-equally

  237. 254.

    @ Zagreus # 252

    „Und diese freiwilllige – abgeschwätzte – Entmündigung der Bürger, ob mit böser Absicht oder aus gutem Glauben heraus, daran haben die Bütrger leider auch eine mitschuld – denn sie lassen sich ihre rechte wegnehmen von kleinen Interessensgruppierungen udn so sind sie quasi ‘selber schuld’.“

    Yep. Auch Zaggy. Denn: mitgefangen, mitgehangen.

    • 25. Juni 2012 um 16:41 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  238. 255.

    Ägypten – monitoring:

    Hours after the announcement of Morsy’s win on Sunday, Sabbahi said the nation now needs accord on the Constituent Assembly. He also emphasized the need for having a consensus government that is not dominated by a particular group….
    He called on the president-elect to achieve social justice, restore security, boost the economy, attain just retribution for the martyrs, release political prisoners, hold civil trials for those who were tried by military courts and form a presidential institution and Cabinet that reflect society’s diversity.

    http://www.egyptindependent.com/news/sabbahi-calls-reviewing-constituent-assembly-formation-0

  239. 256.

    @ Z #240

    Noch schlimmer ist es im Iran

    Sowas zu bewerten ist nicht ganz einfach. Die Repression im Hungerstaat dürfte noch tiefgreifender sein als in Iran, wo es zumindest eine jugendliche Subkultur gibt, die nicht auf Linie der Ayatollahs liegt und die Leute kaum mehr zum Gottesdienst gehen.

    In Nordkorea verrotten Abweichler in Konzentrationslagern. Die Ernährungssituation ist katastrophal.

    Im GEO gabs grade nen interessanten Artikel über einen Flüchtling, der in einem KZ geboren wurde, und es erstaunlicherweise bis in den Westen geschafft hat.

    • 25. Juni 2012 um 16:42 Uhr
    • Serious Black
  240. 257.

    „….and act independently from the Brotherhood.“

    Es heißt, dass Mursi aus der Muslimbruderschaft „ausgetreten“ sei, um der „Präsident aller Ägypter“ zu sein.

    • 25. Juni 2012 um 17:42 Uhr
    • Marit
  241. 258.

    @ Marit

    Selbst wenn das stimmt, dürfte er seine Ansichten und Ziele kein bisschen geändert haben.
    Wobei abzuwarten bleibt, welchen Spielraum ihm die Generale lassen. Einen Krieg gegen Israel werden sie zu verhindern wissen.

    • 25. Juni 2012 um 17:45 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  242. 259.

    @ SB

    Einen ausführlichen Bericht über diesen Flüchtling las ich im „Spiegel“. Erschütternd, einfach nur erschütternd. Nordkorea hat seit dem Sturz der Roten Khmer das schlimmste Regime weltweit.

    • 25. Juni 2012 um 17:49 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  243. 260.

    1 – ‚Es heißt, dass Mursi aus der Muslimbruderschaft “ausgetreten” sei, um der “Präsident aller Ägypter” zu sein.‘
    Selbst wenn das stimmt,
    dürfte er seine Ansichten und Ziele kein bisschen geändert haben.

    So ist’s

    2 – welchen Spielraum ihm die Generale lassen

    Dazu hat sich Sandmonkey einige Gedanken gemacht:
    … the crowning of Morsy for President will lead to the appearance that the MB have won the Game, and SCAF made the rules of the game,
    so how could they lose it by Morsy winning? …

    … whomever the next President is, his first term will only last 6 -9 months, by law.

    … SCAF will write the constitution, and will do one that will be appealing to most people, and
    then call a referendum on it, and

    the moment that happens, they will hold the parliamentary elections and

    then redo the presidential elections as well,

    which Morsy is not going to win it … because we have a very impatient population that wants quick improvements …
    Morsy will be screwed because of the horrifyingly bad economic situation that will take place in Egypt in those few coming months, and not only because of the world economic situation or Egypt’s economy, but mainly thanks to the Ganzoury budget …
    What will that Budget entail? … … cutting off a good chunk of fuel subsidies. … it’s estimated to jump at least 50% in price the moment Morsy steps into office in July.

    Can you imagine what will happen? The protests? …
    http://www.sandmonkey.org/2012/06/24/the-game/

  244. 261.

    @ PKMM – Text des ‚morsimeter.com':

    http://tinyurl.com/cxutky2

  245. 262.

    Tunesien
    The verdict in the case of Jaber Mejri – a young Tunisian man who was sentenced in April to seven and a half years imprisonment on charges of attacking public order and morality – was maintained following today’s appeal. …
    Mejri and Ghazi Beji – another artist who managed to flee to Greece before the trial – were indicted for posting caricatures of the Prophet Mohammed and manuscripts critical of Islam online….
    Beji’s book, ‚Wahm al Islam‘ – ‚the Illusion of Islam‘ – and Mejri’s book ‚Dark Land‘, include caricatures of the Prophet Muhammad, which are considered sacrilegious to many Muslims.

    http://www.tunisia-live.net/2012/06/25/seven-and-a-half-years-for-accused-in-mahdia-blasphemy-case-following-appeal/#comment-43916

  246. 263.

    @Publicola 262

    Und das hat gar nichts mit dem Islam zu tun.

    • 25. Juni 2012 um 21:29 Uhr
    • FreeSpeech
  247. 264.

    @ FreeSpeech
    Und das hat gar nichts mit dem Islam zu tun.

    Mit zwei Kommentaren habe ich versucht, an Ort und Stelle darauf zu reagieren
    http://www.tunisia-live.net/2012/06/25/seven-and-a-half-years-for-accused-in-mahdia-blasphemy-case-following-appeal/#comments

  248. 265.

    OT – Gericht stellt religiöse Beschneidung unter Strafe

    Wer Jungen aus religiösen Gründen beschneidet, macht sich wegen Körperverletzung strafbar. Dies hat das Landgericht Köln in einem wegweisenden Urteil entschieden, das der FTD vorliegt. Weder das Elternrecht noch die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit können diesen Eingriff rechtfertigen, stellte das Gericht in seiner Urteilsbegründung klar.

    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:illegale-prozedur-gericht-stellt-religioese-beschneidung-unter-strafe/70054618.html

    • 26. Juni 2012 um 01:08 Uhr
    • PBUH
  249. 266.

    Neuer Präsident Ägyptens will Friedensvertrag mit Israel überdenken

    Mohammed Mursi hat die Akzeptanz internationaler Abkommen versprochen. Ausgerechnet für die Einigung von Camp David relativierte er die Aussage.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/mursi-wahl-reaktionen

    • 26. Juni 2012 um 01:10 Uhr
    • PBUH
  250. 267.

    OT – Ein Interview einer investigativen Journalistin hier in berlin zur berliner Salafisten-Szene (ca. 15. min.):

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Dwzx6v13eTQ

    • 26. Juni 2012 um 11:33 Uhr
    • Zagreus
  251. 268.

    „Egyptian beats pregnant wife to death for not voting for Mursi“
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/06/24/222413.html

    Immer diese widerspenstigen Ehefrauen…

    „…Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“ (Koran Sure 4 Vers 34)

    • 26. Juni 2012 um 11:52 Uhr
    • Bellfruta87
  252. 269.

    # 268 – BF87 – … und derzeitig 164 [eine bei dieser Zeitung ungewöhnlich große Zahl] erbitterter Leser-Kommentare …

    • 26. Juni 2012 um 12:35 Uhr
    • Publicola
  253. 270.

    Die chinesischen Genossen sind so pressefrei zu kolportieren, dass der Türkenflieger Assad an den Arsch* wollte.

    *arab: Thron

    „A military expert told local media that the Turkish step had sinister intentions, raising speculations that the plane was on an espionage mission and that it had probably got information from the Syrian opposition that President Bashar al-Assad was spending the weekend at the presidential palace in the area.

    „It (the jet) wanted access to the area of the palace likely to deliver a specific message to the government,“ he said.“

    http://news.xinhuanet.com/english/world/2012-06/26/c_123328828.htm

    Und das ist der ‚Dank des Vaterlandes'; bzw. von ‚Baba NATO':

    „Turkey must be ‚restrained‘ in response to Syria attack, say EU foreign ministers“

    allerdings korrigiert sich der Artikel schon im Subtitel sehr subtil:

    „Poland’s Radek Sikorski was at the EU foreign ministers meeting in Luxembourg, Monday, where they called for Turkey to be retrained in its response to the Syrian military plane attack.“

    Bedarf für Weiterbildungsmaßnahmen signalisiert allerdings auch der Autor des Artikels: man verwechselt Beirut mit dem ersten polnischen KP-Machthaber Bierut:

    „Minister Carl Bildt wrapped up the visits to Bierut and Baghdad by calling for a peaceful solution to the conflict“

    hxxp://www.thenews.pl/1/10/Artykul/103933,Turkey-must-be-restrained-in-response-to-Syria-attack-say-EU-foreign-ministers

    Da möchte man doch mit H. Wehner zurufen: ‚Ich sage Ihnen Prosit!‘

    @ Publicola

    Hiermit weite ich meinen Stabilitätsvorbehalt auf Polen aus !

    • 26. Juni 2012 um 12:52 Uhr
    • Thomas Holm
  254. 271.

    @ Publicola

    Lateinamerika-Zivilisierung und Kalter Krieg

    „SECRETARY BAKER: … 1989, when we came into office, the wars in Central America were the holy grail of the left, political left in this country, and the holy grail of the political right in this country. We said if we can take these wars out of domestic politics, we can cure the foreign policy problem, and we did. …

    to Daniel Ortega … and to Violeta Chamorro … We said if you’ll hold an election and both agree to abide by the results, that’s the way we’ll get out of this conundrum. That’s what happened. And both of them did agree, finally, to abide by the results. Ortega lost. President Carter was very instrumental in getting him to leave office.“

    So stellt sich das im Bewustsein der Beteiligten dar: Ein außenpolitisches Thema als Geisel verhärteter ideologischer Vorstellungen – das muss doch nicht mehr sein !

    Warum denn wohl so auf einmal nicht mehr, war doch lange prima so ?

    Die ganze Beschränktheit der Amerikaner kommt dann in folgendem Irrwitz zum Vorschein, wo Baker meint, dass man das einfach bei Syrien mal wieder genauso machen könne:

    „Why don’t we try something like that in Syria, I mean, and say look, political transition is what we’re looking for. Everybody – even the Russians, I think – would have difficulty saying no, we’re not going to go for an election, particularly if you let Bashar run. Let him run. Make sure you have a lot of observers in there. Make sure they can’t fix the election. Why not try that?“

    http://www.scoop.co.nz/stories/WO1206/S00634/interview-with-charlie-rose-of-conversations-on-diplomacy.htm

    DAS ist Amerika:

    „… when I was Secretary of State sitting in this office … The first month I was here, one of the assistant secretaries came in and said, “Mr. Secretary, you need to sign this.” I said, “What is it?” He said, “It’s a certification that Pakistan is not developing a nuclear weapon.” I said, “Well, they are, aren’t they?” And they said, “Yes.” (Laughter.) And like the greenhorn I was, I signed it. (Laughter.)“

    Verarschbar bis zu exakt jenem Punkt, ab dem die Dinge nur noch auf schlimmst möglich Art in die Reihe gebracht werden können.

    Gelächter; das ist nicht witzig denn:

    DANN kriegt man: Bombardieung von Dresden, Hiroschima, ‚our son of the bitch‘-Despoten und Stützpunkte rund um die Welt; und DANN ist das Geschrei derer, die vorher alles getan haben, damit das Unheil ungestört seinen Lauf nehmen kann laut und billig.

    Eine widerlich ‚liberale‘ Dekadenzspirale.

    • 26. Juni 2012 um 13:40 Uhr
    • Thomas Holm
  255. 272.

    „‘liberale’ Dekadenzspirale“ – deren Folgen werden dann gereimt zu: ‚internationale Völkermordzentrale‘ – alle schon mal gehört, oder ?

    Das ist meine Antiverschwörungstheorie: Eine Theorie von der Dialektik der Dummheit.

    • 26. Juni 2012 um 13:44 Uhr
    • Thomas Holm
  256. 273.

    ad # 265

    Deutschland soll nach Meinung dieses Richters wieder judenfrei werden.

    • 26. Juni 2012 um 14:08 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  257. 274.

    Paschtunischer Frühling ?

    „the Taliban was preventing progress for the Pashtun people … we feel like we are slaves … the men originally offered the Taliban to fight against the Americans if the Taliban reopened schools, the clinic, the market and allow road building – the Taliban refused … “

    Die Taliban stehen auf einmal da, wie ein gewöhnliches Despotenregime, das sich mit einem gemäßigt-islamistischen Aufstand konfontiert sieht. Den Westen wollen die Aufständischen eigentlich auch bekämpfen, aber nur als zweite Priorität; die erste Priorität sind die Taliban zum bekämpfen; bis sich das erledigt haben wird, wird der Westen weg sein.

    Hierzu sollte man sich erinnern: ‚Taliban ? It’s not Islam – it’s Islamabad !‘

    Die Dinge haben begonnen, sich zu drehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=EREa035NhXU&feature=plcp

    • 26. Juni 2012 um 14:19 Uhr
    • Thomas Holm
  258. 275.

    @ Publicola – 265

    „inauthenticity, dishonesty towards oneself“

    Kühne begriffliche Offensive !

    Christopher Hitchens sprach von einem Angriff auf die menschliche Integrität.

    „do you mean religion poisons aerobic dancing? Chess? Tantric sex?

    And I say yes – it does. Religion attacks us in our deepest integrity by saying we wouldn’t be able to make a moral decision without it, and that a supernatural dictatorship is our only hope. That makes us all into serfs. And chess and Tantric sex and Chinese food are pointless if you must enjoy them as a serf.“

    http://www.youtube.com/playlist?list=PLC12E555DA87AEE14

    • 26. Juni 2012 um 14:33 Uhr
    • Thomas Holm
  259. 276.

    @Sauer

    Deutschland soll….. wieder judenfrei werden.

    Quatsch.

    • 26. Juni 2012 um 15:34 Uhr
    • unlimited
  260. 277.

    Ägypten – monitoring:
    Shafiq, who lost in the presidential runoff …
    stressed that he wishes Egypt’s new leader the best of luck and
    expressed confidence in the Muslim Brotherhood candidate’s ability to set the country on track …
    „I would like to thank all Egyptians: those who voted for me and those who didn’t. Now everyone must respect the president.
    Achieving priorities is what I am waiting for now; priorities I would have sought to fulfil if I had won, such as: security, economic growth and attracting foreign investors.“

    Shafiq also denied that he had plans to establish a political party. Such a move, he says, would cause a rift between Egyptians.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/36/122/46204/Presidential-elections-/Presidential-elections-news/Shafiq-congratulates-Egypts-new-president-Mursi,-e.aspx

  261. 278.

    @ FreeSpeech, Publicola

    „Und das hat gar nichts mit dem Islam zu tun.

    Mit zwei Kommentaren habe ich versucht, an Ort und Stelle darauf zu reagieren“

    Es fällt auf, dass man den Ägyptern zu gute hält (und viele Ägypter sich selbst auch) dass sie „nach 7.000 Jahren“ zu Freiheit, Würde und Selbstbestimmung gefunden hätten.

    In dieser listigen ‚anti-pharaonischen‘ Spitze steckt jedoch -etwas verborgen – aber doch logisch, ein islamkritischer Kern:

    Was war denn in den letzten ca. 1.000 Jahren bloss los, dass nahezu alle Welt vorgibt, vom Aufbruch am Berg Sinai etwas gehabt zu haben und nur ausgerechnet die Ägypter dabei leer ausgegangen seien ?

    Klingt das nicht wie das ‚Kompliment‘ an die Oktoberrevolution, dass sich ‚danach‘ die Industriebeziehungen in aller Welt verbessert hätten – außer in Rußland (Radio Eriwan …) ?

    CNN paradiert die bammelnden Skeptiker der Mursi-Wahl: Kopten, Schiiten, Geschäftsleute …

    http://www.youtube.com/watch?v=qyT07EE7Gco&feature=plcp

    Eine Bemerkung zu den Kopten: Scheidungsgewillten Koptinnen konvertieren gelegentlich zum Islam, um ihre Scheidung durchzubekommen; bei der nachfolgenden Rückkonversion zum Christentum gibt es dann den allfälligen Ärger mit Apostasie-Verfolgung, Entführung, Kinder wegnehmen, gelegentlich Mord, etc.

    Bei aller Verabscheuungswürdigkeit solcher Verfolgungen kann jedoch ein Blick auf die heillose wechselseitige Verstricktheit der beiden Monotheismen nicht erspart bleiben – manchen Muslimen passt es nicht, dass die lebensweltliche Unerträglichkeit bestimmter Christlicher Dogmen unter Instrumentalisierung Islamischer Lebensregeln umgangen werden.

    Das gibt ihnen kein Recht zur Verfolgung; nur geht in dieser Konstellation die Problematik von der älteren und ursprünglichen monothistischen Denomination aus, als deren allfällige Reform sich ja auch der Islam verstanden sehen will.

    Die Gründe für die Konservierung von 7.000 Jahre alten Problemmumien sind also noch etwas älter, als lediglich 1.400 Jahre.

    Der intellektuellen Redlichkeit halber muss das auch mal gesagt werden.

    • 26. Juni 2012 um 15:40 Uhr
    • Thomas Holm
  262. 279.

    @ ul # 276

    Kein Jude ist unbeschnitten. Also kein Quatsch.
    Klarer Fall von unbewusstem, gutmenschlichem Antisemitismus.

    • 26. Juni 2012 um 15:42 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  263. 280.

    Ägypten – monitoring:
    A number of youth movements on Monday congratulated Mohamed Morsy on winning the presidency, asking him to achieve the goals of the revolution and fulfill his campaign promises….

    The April 6 Youth Movement … the movement’s founder Ahmed Maher … added that the movement … would also watch the president so that he would not deviate from the right course.
    “Morsy should form a coalition government and be president of all Egyptians,” Maher said, emphasizing public freedoms and equality for all, and warning of the potential to revolt against Morsy if he did not advocate for the rights of the martyrs …

    … the Union of Revolutionary Youth … The union’s coordinator general Mohamed Saeed on Monday said the new president has to build a modern and democratic state where all citizens are equal before the law….
    http://www.egyptindependent.com/news/youth-movements-pledge-support-morsy

  264. 281.

    @Publicola, T Holm

    Ich denke, dass das Grundproblem schlicht Aberglaube heisst. Religion nennt man das, wenn’s genug Anhänger gibt. Auf die Inhalte kommt’s allerdings auch noch ein bisschen an.

    Das Internet wird’s richten, bis zu einem gewissen Grad.

    • 26. Juni 2012 um 15:53 Uhr
    • FreeSpeech
  265. 282.

    @ HJS

    Wenn man tatsächlich annimmt, dass die Beschneidung ohne medizinische Indikation Rechte des Kindes verletzt, so kann es schlechterdings keine Rolle spielen, ob ein Verbot dieser Form der Beschneidung Juden besonders hart treffen würde. Insbesondere kann es grundsätzlich nicht entlasten, etwas an sich Verbotenes besonders häufig zu tun und mit Nachdruck darauf zu bestehen.

    Im Übrigen ist der Vorwurf von „unbewusstem, gutmenschlichem Antisemitismus“ – auch wenn man die Entscheidung des LG Köln (zu Recht) für unsinnig hält und Ihnen zugute hält, dass Sie ursprünglich auf einen Einwurf tutti fruttis reagierten – pardon einfach nur absurd.

    • 26. Juni 2012 um 15:57 Uhr
    • NKB
  266. 283.

    @HJS

    Verstümmelung ist heutzutage vor Gericht offensichtlich nicht mehr religiös zu rechtfertigen. Religiöse Begründungen sind aus der Luft gegriffene und nicht belegbare Behauptungen. Ob es um Steinigung geht oder um Beschneidung.

    Die Steinigung halten die Juden auch nicht mehr für zeitgemäss: Ihre Religion lässt Neuinterpretation zu.

    • 26. Juni 2012 um 16:00 Uhr
    • FreeSpeech
  267. 284.

    @NKB

    Es geht ja um das Recht des Kindes. Sind die Herren erwachsen, dürfen sie ja wohl an sich einen Schnitt machen lassen. Oder sich tätowieren lassen. Oder Ohrringe tragen.

    • 26. Juni 2012 um 16:03 Uhr
    • FreeSpeech
  268. 285.

    @ hjs,ul

    Es gibt nix, was es nicht gibt:

    Omid Djalili: ‚Rabbi, Rabbi my forskin has grown back !‘

    http://www.youtube.com/watch?v=qbqJOKmOFmc min. 1.00

    • 26. Juni 2012 um 16:07 Uhr
    • Thomas Holm
  269. 286.

    @ FreeSpeech

    Pardon: Wenn ich im Zusammenhang mit Beschneidungen von Knaben von „Verstümmelungen“ lesen muss, so habe ich stets das Gefühl, dass die Beschneidungsgegner ihre eigenen Argumente offenbar nicht ernst nehmen können. Anders lassen sich solche Übertreibungen nicht erklären – zumal sie nebenbei auch noch die möglichen medizinischen Vorteile einer Beschneidung ignorieren ebenso wie verschiedene Umfragen zu diesem Thema, die (jedenfalls für die USA) zeigten, dass Frauen beschnittene Männer bevorzugten.

    • 26. Juni 2012 um 16:12 Uhr
    • NKB
  270. 287.

    @ FreeSpeech

    Es geht ja um das Recht des Kindes.

    Es geht vor allem darum, ob ein Recht des Kindes verletzt wird. Und das ist jedenfalls nur dann der Fall, wenn ein Eingriff nicht durch das Elternrecht gerechtfertigt ist.

    Im Übrigen würde mich interessieren, wie viele Söhne es ihren Eltern tatsächlich zum Vorwurf machen, dass sie im Kindesalter aus religiösen Gründen beschnitten wurden. Ich will nicht sagen, dass die Beschneidungsgegner keine validen Argumente hätten, denn sie mögen neben der körperlichen Unversehrtheit auch und zumal die negative Religionsfreiheit ins Feld führen. Aber ich habe doch den Eindruck, auch bei jenen verschließt man vor den Aspekten der Realität, die die eigene Meinung nicht stützen, gern die Augen.

    • 26. Juni 2012 um 16:18 Uhr
    • NKB
  271. 288.

    Thomas Holm

    Syrien-Türkei-Konflikt

    Ich hatte schon vor Monaten gesagt, dass Erdogan innenpolitisch ein mächtiger Mann ist, aber ohne Armee. Mete widersprach heftig.

    Wenn man seine fähigsten Offiziere in den Knast steckt, soll man sich nicht wundern, dass andere Länder das mitbekommen und nach Israel eben auch die Syrer ein paar Türken abknallen. Bei den Israelis kann man es noch nachvollziehen und es waren keine Armmeangehörige.

    Komisch, waren die Reaktionen damals viel heftiger, als heute

    Trotz aller Probleme zwischen allen möglichen ethnischen und religiösen Gruppen, gab es früher aber immernoch Dank Atatürks Erbe(Sein Geist) den Zusammenhalt, augedrückt durch das Wort „Vatan“

    Für die Linksgrünen eher ein faschistischer Begriff. Totaler Blödsinn!

    Soweit haben bestimmte Leute die Türkei gebracht.

    Man kann die Türkei als wohlhabener bezeichnen, aber Ehre und Stolz besitzt sie nicht mehr

    Atatürk Vermächnis ist jetzt vollständig zerstört worden und das in ein paar Jahren.

    Gewollt oder nicht, kann ich nicht beurteilen

    • 26. Juni 2012 um 16:21 Uhr
    • Cem Gülay
  272. 289.

    @ cg

    „Man kann die Türkei als wohlhabener bezeichnen, aber Ehre und Stolz besitzt sie nicht mehr“

    Ihnen scheint ein System nach Putin-Art sympathisch zu sein.

    • 26. Juni 2012 um 16:24 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  273. 290.

    Das islamophielste Blatt in Deutschland hat wieder zugeschlagen.
    http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2012/02/Moscheebau-in-Deutschland/seite-3
    Vergeht ja kaum noch ein Tag an dem nicht ein Islamlobbyartikel über die religöse Ideologie Mohammeds, welche bekanntlich konseqeunt angewandt zu Zuständen wie in Saudi Arabien, Iran, Afghanistan etc führt, in der Zeit veröffentlicht wird.
    Das diese Artikel faktisch alle schöngefärbt, unkritisch und verharmlosend sind, muss eigentlich nicht erwähnt werden.
    Islam bedeutet ja Frieden. Und wer eine religöse Ideologie kritisiert und ablehnt, die fordert Menschen bei Diebstahl die Hände abzuhacken, Ehebrecher zu steinigen, Homosexuelle und Apostaten zu töten, die vielfach zu Gewalt und Mord an „Ungläubigen“ aufruft, die Segregation einfordert, die die eigenen Anhänger erhöht und Nicht-Muslime als minderwertig betrachtet und vieles mehr, der wird als böser Rechtspopulist oder schlimmeres bezeichnet.

    • 26. Juni 2012 um 16:25 Uhr
    • Bellfruta87
  274. 291.

    @ FS

    „Ich denke, dass das Grundproblem schlicht Aberglaube heisst. Religion nennt man das, wenn’s genug Anhänger gibt.“

    Bzw. wenn der Aberglaube als identitätsbestimmde Rückbindung, sowie trickrich: als Überwindung von Aberglauben, daherkommt.

    Die Horoskopgläubigen dieser Welt sind vielleicht die (heimlich) größte Untergrundkonfession; mit ihrem naiven Kinderglauben heben sie sich allerding weitgehend gegenseitig auf in der Wirkung.

    Mit den Prophezeihungsgläubigen sieht es da schon etwas anders aus.

    Die Teheraner und Saudischen prophezeihungsgläubigen Machthaber stehen auf ihre Art auch davor, sich gegenseitig aufzuheben; aber das ist irgendwie folgenreicher, als ein Frisösenzank darüber, wer laut Horoskop am schnellsten einen Oberarzt abkriegt.

    „Auf die Inhalte kommt’s allerdings auch noch ein bisschen an.“

    Im obigen Sinne; wenn Weltentstehung, -untergang und trostreiches
    Nachleben* im Aberglauben strikt geregelt sind, dann wird es rasch ungemütlich.

    * i.d.R. zulasten des irdischen Nachtlebens …

    „Das Internet wird’s richten, bis zu einem gewissen Grad.“

    Auf jeden Fall verschärft es alles.

    • 26. Juni 2012 um 16:25 Uhr
    • Thomas Holm
  275. 292.

    HJS

    Ich bin da eher auf Helmut Schmidt und Steinbrücks Ebene.

    Die Chinsen finde ich nicht schlecht

    • 26. Juni 2012 um 16:25 Uhr
    • Cem Gülay
  276. 293.

    …. dass Frauen beschnittene Männer bevorzugten.

    Das wäre doch ein nettes Argument in der Revision. Verweigerung von Lebenschancen durch Nichtbeschneidung.

    • 26. Juni 2012 um 16:38 Uhr
    • unlimited
  277. 294.

    Lieber Herr Mursi

    Wenn ich ihr Gesicht sehe, da sehe ich nur Liebe, Schönheit und Frieden,-)

    • 26. Juni 2012 um 16:38 Uhr
    • Cem Gülay
  278. 295.

    @NKB

    denn sie mögen neben der körperlichen Unversehrtheit
    Schutz der Rechte des Kindes

    auch und zumal die negative Religionsfreiheit ins Feld führen.
    Trifft wohl auf jede Erziehung in jedem kulturellen Umfeld zu.

    Aber ich habe doch den Eindruck, auch bei jenen verschließt man vor den Aspekten der Realität, die die eigene Meinung nicht stützen, gern die Augen.
    Können Sie das ausdeutschen?

    Weiter würde ich gerne wissen: Wo ziehen Sie die Grenze zur Verstümmelung?

    Wer von Frauen auf Grund der Beschneidung bevorzugt werden will, kann das auch noch als Erwachsener tun.

    Dass Kinder nicht gegen die Eltern wegen der Beschneidung klagen, ist natürlich. Wenn man mal was hat, wird man es wohl eher als gut rechtfertigen. Oder als jenu.

    • 26. Juni 2012 um 16:45 Uhr
    • FreeSpeech
  279. 296.

    @ Vorhautwächter

    „dass Frauen beschnittene Männer bevorzugten … wäre doch ein nettes Argument … Verweigerung von Lebenschancen durch Nichtbeschneidung.“

    Eine Umfrage unter muslimischen und jüdischen blow-job-queens würde dies sicher bestätigen und könnte viel zur Entspannung der verfestigten religiosskeptischen Haltungen beitragen.

    Könnten CAIR und AIPAC doch mal zusammen auf die Reihe kriegen.

    Bei den Amis sind immerhin die Hälfte noch nicht beschnitten; da ist noch Marktpotential ‚drin für Religionsschulabgänger.

    • 26. Juni 2012 um 17:00 Uhr
    • Thomas Holm
  280. 297.

    @ Bellfrutta

    „…der wird als böser Rechtspopulist oder schlimmeres bezeichnet.“

    Heul doch!

    • 26. Juni 2012 um 17:08 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  281. 298.

    Auch wenn man die Vorhautbeschneidung nicht mit einer Klitorisbeschneidung vergleichen will, womit man sie sicher vergleichen kann, sind Intimpiercings. Die dürfen meines Wissens auch nicht von Eltern an ihren nicht zustimmungsfähigen Kindern angebracht werden. Ich sehe – außer der Tradition – keinen Grund, warum Beschneidungen anders gehandhabt werden sollen als Piercings. Und genau das ist IMO der wichtige Teil des Urteils: Tradition darf heute kein Argument mehr sein. Weder für ungefragte kosmetische Eingriffe noch für das Zertreten von Wieseln: https://www.youtube.com/watch?v=k76IGLi6jWI

    @HJS: Auf Juden, die Angst haben, ihre Jungs wären keine „richtigen“ Juden mehr, wenn sie erst zur Bar Mitzwa beschnitten werden (dann mit ihrer Zustimmung), kann Deutschland gerne verzichten. Religiöse und kulturelle Identität hängt doch nicht an einem Stück Haut.

    • 26. Juni 2012 um 17:09 Uhr
    • Arjen van Zuider
  282. 299.

    @ cg

    „Ich bin da eher auf Helmut Schmidt und Steinbrücks Ebene.“

    Die haben’s aber nicht so mit der Ehre.
    Wenn Sie in Deutschland bzw. Europa endgültig ankommen möchten, sollten Sie sich von überholten Konzepten wie „Ehre“ verabschieden. Das senkt auch die Gewaltschwelle.

    • 26. Juni 2012 um 17:12 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  283. 300.

    @Free Speech:

    „Das Internet wird’s richten, bis zu einem gewissen Grad.“

    Pruuust. Nur im Internet ist man in der Lage, sich unter Ausblensung der Realität nur noch mit Nachrichten zu versorgen, die die eigenen Vorurteile bestätigen. Das Internet leistet einen enormen Beitrag zu der Geisteshaltung „Beleg durch Behauptung“. Das Internet ist eine unerschöpflich sprudelnde und reichhaltige Quelle für Hass, Verschwörung, Esoterik, Aberglauben und Verleumdung, was in dieser Vielfalt nicht einmal annähernd eine Entsprechung bei traditionellen Medien hat.
    Das Internet verstärkt, es richtet vielleicht hin, aber sonst nichts. Hier kann der Mensch wirklich Mensch sein – egozentrisch, verbohrt, narzistisch, irrational, neidisch, selbstmitleidig.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 26. Juni 2012 um 17:13 Uhr
    • ThorHa
  284. 301.

    Heilige Vorhaut!
    http://bit.ly/HGyfq1

    @NKB, und meines Wissens gibt es in den USA mehr beschnittene als unbeschnittene Männer.
    Hier ein Zitat aus einem Artikel in der WELT:

    „Es begann mit GIs in Nordafrika
    Andere Kulturhistoriker zucken die Achseln und murmeln etwas von einer „mysteriösen Ursache“. In Wahrheit ist die Herkunft der amerikanischen Praxis alles andere als rätselhaft: Während des Zweiten Weltkriegs vernachlässigten amerikanische Soldaten, die in Nordafrika kämpften, die Intimhygiene auf betrübliche Weise und erkrankten danach en masse an schmerzhaften Infektionen; Militärärzte verordneten daraufhin eine Radikalkur, die Beschneidung. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen immer mehr Ärzte diese Praxis, Beschneidung galt als prophylaktische Hygienemaßnahme.“

    Und, wie so oft, hat der Trend jetzt mal wieder beschlossen, in eine andere Richtung zu gehen:

    „Juden gegen die eigene Tradition

    Selbstverständlich findet man im Internet auch jüdische Amerikaner, die sich mit Verve gegen ihre eigene Tradition wenden: „Wir sind aufgeklärte, gebildete Juden, die erkannt haben, dass die barbarische, primitive, qualvolle und verstümmelnde Praxis der Beschneidung im modernen Judentum keinen Platz findet“, sagen sie. Die Töne in dieser Debatte sind schrill. Viele Gegner setzen die Beschneidung von männlichen Säuglingen mit der „Beschneidung“ von Mädchen gleich, bei der allerdings nicht ein Hautlappen entfernt, sondern die Klitoris – also das zentrale Lustzentrum der Frau – im Ganzen herausgeschnitten oder verstümmelt wird.

    In San Francisco sind die Schützer der Vorhaut ihrem politischen Ziel jetzt einen wichtigen Schritt näher gerückt. Bei den nächsten Wahlen im November soll unter anderem über ein Gesetz abgestimmt werden, das Beschneidung für illegal erklären würde. Wer gegen das Gesetz verstößt, würde 1000 Dollar Strafe zahlen oder ein Jahr lang einsitzen müssen. Ausnahmen für religiöse Gruppen soll es nicht geben.“

    Das Argument, daß amerikanische Frauen beschnittene Männer bevorzugten, ist insofern keines, als deren Chance, einen unbeschnittenen Amerikaner näher kennen zu lernen wohl gering/er ist.
    Die Vorliebe der Amerikanerinnen dürfte im Kopf beginnen, da mangelnde Vorhauthygiene wohl vermehrt zu Gebärmutterhalskrebs bei Frauen führen kann.
    Und einen Mann zu fragen, ob er sich nicht bitte erst mal waschen möchte, paßt wohl nicht immer so ins amouröse Setting.

    Im Übrigen kann ein körperlicher Eingriff an einem Mann aber wohl kaum mit der Vorliebe von Frauen legitimiert werden!
    Es soll auch Männer geben, die beschnittene Frauen bevorzugen!

    Und sollte ich als von Beschneidung nicht bedrohte Frau des Westens mir Implantate einbauen lassen, weil Männer das toll finden?

  285. 302.

    @299 H.J. Sauer:

    Ob der Ersatz von persönlicher Ehre durch den geschriebenen Betrug namens Vertrag wirklich eine Menschheitsverbesserung war, bleibt abzuwarten. Zu Zeit erodiert diese Ablösung das Vertrauen von Menschen in einen rechtsstaat, verstanden als institutionalisierte Gerechtigkeitswiederherstellung, zunehmend. Und mit zunehmender Geschwindigkeit.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 26. Juni 2012 um 17:18 Uhr
    • ThorHa
  286. 303.

    @ FS

    Können Sie das ausdeutschen?

    Ich denke, dass Sie gut genug Deutsch sprechen, um die Aussage in ihrem Kontext zu verstehen.

    Weiter würde ich gerne wissen: Wo ziehen Sie die Grenze zur Verstümmelung?

    Wer von Frauen auf Grund der Beschneidung bevorzugt werden will, kann das auch noch als Erwachsener tun.

    Ich habe nicht behauptet, dass ich abstrakt ganz genau sagen kann, was eine „Verstümmelung“ ist und was nicht. Mit meinem Einwand wollte ich darauf hinaus, dass ein Eingriff, der offenbar ganz überwiegend als der Ästhetik zuträglich angesehen wird, schwerlich als „Verstümmelung“ zu qualifizieren ist. Noch abwegiger mutet eine solche Einordnung im Lichte der medizinischen Vorteile der Beschneidung an.

    Dass Kinder nicht gegen die Eltern wegen der Beschneidung klagen, ist natürlich. Wenn man mal was hat, wird man es wohl eher als gut rechtfertigen. Oder als jenu.

    Ich sprach nicht von „klagen“, sondern habe absichtlich einen völlig außerrechtlichen Begriff verwendet.

    Im Übrigen war Ihr Einwand natürlich zu erwarten. Vielleicht ist „man“ damit regelmäßig aber auch wirklich vollkommen einverstanden. Und das sollte man nicht Außer acht lassen. Was bei diesem Thema immer wieder zu erleben ist, ist nämlich, dass Außenstehende sich berufen fühlen, fremde Rechte für deren Inhaber einzuklagen. Problematisch ist das vor alle dann, wenn diese „Prozessstandschaftler“ der Standpunkt der wahren Rechteinhaber im Zweifel nicht interessiert. Es ist unter diesem Gesichtspunkt eben nicht völlig egal bzw. leichterhand als unmaßgeblich abzutun, welche Einstellung zur Beschneidung unter den Betroffenen als Erwachsene ganz überwiegend vorherrscht.

    • 26. Juni 2012 um 17:20 Uhr
    • NKB
  287. 304.

    @Bf87

    Ich war schon im „Moschee-Thread“ – und heute sind „nur“ 3 Kommentare von mir entfernt worden!
    Einen hörenswerten youtube-Link hatte ich von hier übernommen und habe ihn inzwischen an seiner Quelle aufgestöbert und erneut eingestellt.
    http://bit.ly/LNDJ0H

    Ich schüttele auch nur den Kopf über viele der „Islam-Kommentatoren“.
    Bar jeder genauen Kenntnis faseln sie von Religionsfreiheit und „Tolleranz“, die sie passenderweise auch meist mit 2 ls buchstabieren.

    Was sie sich alle fragen müßten: ist der hier in Deutschland gelebte Islam unter Einbeziehung aller Informationen über diese Religion in Theorie und Praxis derart, daß ich in Ruhe und Frieden weiterhin in diesem Land leben kann, wenn ich hier in der Minderheit bin?

    Denn die Frage und die unterschiedliche präsidialen Antworten darauf, ob „der Islam“ denn nun zu Deutschland gehöre oder nicht, ist überholt und überflüssig:

    ISLAM IS HERE TO STAY!

  288. 305.

    @ThorHa

    Im Internet kann natürlich jeder Blödsinn verbreitet werden. Am schönsten finde ich die Verschwörungstheorien.

    Im Internet kann aber ein Individuum sehr schnell Information finden. Falsche Behauptungen können sehr schnell kritisiert werden. Argumente und Gegenargumente ausgetauscht werden in einem noch nicht gekannten Mass.

    Im Internet kann man auch mal was diskutieren, das man in seiner sozialen Umgebung nicht so leicht kann, weil dort sehr schnell ad personam gehandelt wird (und nicht nur ad personam argumentiert).

    Im Internet kann man auch auf Meinungen und Selbstverständlichkeiten stossen, die man bisher nicht gekannt hat. So zum Beispiel Demokratie, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung.

    Selber hätte ich ohne Internet kaum je mit CG diskutiert, oder Miriams Ansichten gelesen, oder den Stil von HJS kennengelernt. Man sucht sich seine Umgebung im Leben viel konformer aus als im Internet möglich, und das hat mich zB auch geschult, Argumente und Unterstellungen besser unterscheiden zu können und meine eigenen Ansichten in Frage stellen zu lassen.

    • 26. Juni 2012 um 17:29 Uhr
    • FreeSpeech
  289. 306.

    Kommentar Graumann (wdr5):
    „Dieses Urteil ist ein unerhörter und unsensibler Akt.“

    Schöne Wortwahl in dem Zusammenhang! :)

  290. 307.

    @ karolachristiane

    Das Argument, daß amerikanische Frauen beschnittene Männer bevorzugten, ist insofern keines, als deren Chance, einen unbeschnittenen Amerikaner näher kennen zu lernen wohl gering/er ist.

    Ich habe aus Gründen der argumentativen Redlichkeit absichtlich darauf hingewiesen, dass die Umfragen, auf die ich mich bezog, aus den USA stammen – auch wenn ich mich an ähnliche Umfragen auch aus Deutschland zu erinnern meine. Es versteht sich von selbst, dass die Beschneidung in den USA stärker verbreitet ist als in Deutschland und in diesem Zusammenhang auch die bloße Gewohnheit eine Rolle spielen mag. Gleichwohl ist das Argument damit natürlich nicht entkräftet, zumal die Verbreitung in den USA wiederum auch das Resultat (eines nicht notwendigerweise vorgeprägten) ästhetischen Empfindens sein kann.

    Im Übrigen kann ein körperlicher Eingriff an einem Mann aber wohl kaum mit der Vorliebe von Frauen legitimiert werden!

    Das habe ich auch nicht behauptet, weder explizit noch implizit. Ich habe in diesem Zusammenhang vielmehr ausschließlich den Ausdruck „Verstümmelung“ kritisiert.

    Allerdings können medizinische und hygienische Vorteile einen körperlichen Eingriff sehr wohl rechtfertigen.

    • 26. Juni 2012 um 17:33 Uhr
    • NKB
  291. 308.

    @NKB

    „Können Sie das ausdeutschen?“

    Ich denke, dass Sie gut genug Deutsch sprechen, um die Aussage in ihrem Kontext zu verstehen.

    Das hat nichts mit Deutsch sprechen zu tun, sondern mit den unausgesprochenen Voraussetzungen, die Sie wohl zu Ihrer Aussage machen. Wenn Sie die nicht ausdeutschen, dann müsste ich selber annehmen, was diese Voraussetzungen wären, und das ist für mich keine Grundlage für eine sachliche Diskussion. Es ufert bloss in Unterstellungen aus – mind reading, wie man auf Neudeutsch sagt, und das beherrsche ich nicht.

    • 26. Juni 2012 um 17:37 Uhr
    • FreeSpeech
  292. 309.

    Meiner Meinung nach sollte da jeder (bzw. hier die Eltern) selbst entscheiden dürfen bei Jungen, ob die Vorhaut entfernt werden soll oder nicht – solange es möglichst schmerzfrei und hygienisch zugeht.

    Gegen die bescheidung von jungen Mädchen hingegen bin ich, weil dort wirklich eine verstümmelung getätigt wird (die klitoris ist auch von der anzahl der nerven her etwas anderes als eine vorhaut). Wenn dort beschnitten werden soll, dann nur, wenn sich eine erwachsene und unabhängige Frau freiwillig dazu selbst entscheidet (ich halte es dann immer onoch für falsch – aber die elute müssen schon selbst wissen, was sie sich slebst antun wollen oder nicht).

    Die beschneidung , auch aus religiösen Gründen, von Jungen halte ich nicht wirklich für problematisch, die von Mädchen hingegen schon. Hinzu kommt, dass die jeweiligen Begründungen anders sind – bei Mädchen geht es dezitiert dazu die weiblichen Lustzentren lahmzulegen und so eine lebenslange sexuelle Kontrolle über diese menschen zu installieren. bei Jungen habe ich nichts von solch einer begründung bisher gehört, sondern mehr von hygienischen maßnahmen oder als zeichen dafür in den und mit Gott aufgenommen worden zu sein (Judentum).
    Die funktion ist also schon einmal eine ganz andere aus der heraus eine beschneidung erfolgen soll.
    Neben den biologischenUnterschieden ist dies ein weiterer schwerwiegender grund, warum ich die beschneidung von Mädchen ablehne, hingegen die von Jungen als wenig problematisch empfinde.

    • 26. Juni 2012 um 17:38 Uhr
    • Zagreus
  293. 310.

    Erdogan verkündet neue Phase in Nachbarschaftspolitik: Von Null Problemo zu Zero Tolerance; ab min. 1.00

    http://www.youtube.com/watch?v=CGpfGByNboc&feature=plcp

    Andere Berichte zeigen, wie die NATO die Türkei bekniet, bloss nichts zu machen; damit stimmt die Welt wieder; die Türkei würde gerne loslegen, aber der Westen hält sie davon ab – und nimmt sie trotzdem immer noch nicht in die EU auf.

    Die westliche Kommunikation über türkische Angelegenheiten ist dermassen kaputt; aber irgendwie sinnvoll ergänzend kaputt zur türkischen Politik.

    Bereicherte Demokratien; hier ein schönes Beispiel für die künstlerische Bereicherung der Brasilianischen Demokratie durch den extrem populären progressiv pro-palästinensischen Karikaturisten Latuff.

    hxxp://latuffcartoons.files.wordpress.com/2012/02/uncle-sam-next-steps.gif?w=742&h=479

    Wer solche Karikaturisten hat, der braucht eigentlich gar keine Despoten mehr.

    @ cem.gülay

    Die Frage ist doch, was die Türkei einem Bürgerkreig näher bringt:
    Nationalistische Offiziere am Drücker, oder im Knast.

    Ich bin mir nicht sicher, wie diese Frage zu beantworten ist;
    ich bin mir lediglich sicher, dass das die Frage ist.

    Angenommen: die Türkei brettert nach Syrien ‚rein:

    Erstes Problem: Ein Gürtel von (syrisch-) PKK-beherrschten Dörfern mit Sprengfallen an verletzten Kindern auf der Kreuzung und lächelnden Mädchen mit Blumen entgegenkommend …

    Napoleon in Spanien, oder die Erfindung des „Gerilla*-Krieges“

    *eingespartes ‚u‘ ist wohl konsens-anatolisch

    Zweites Problem: Gerüchte von Massakern an Kurden, die von Kurden geglaubt werden, noch bevor es sie gibt; beide sind schnell – ich würde aber sagen: die Kurden beim glauben, noch etwas schneller als die Türken beim schiessen.

    Weitere Probleme: Giftgas, Verwechselung von Alawiten mit Aleviten bei Trägern von Bärten ab mehr als drei Tagen unterhalb der Oberlippe …

    Muss man deutlicher werden ?

    In 14 Tagen hätte Assad 80% seiner Panzer verloren – und die Türkei 80 % ihrer Luftwaffe; inklusive Piloten, nebenbei gesagt (außer, die Israelis helfen heimlich – aber da ist jetzt Putin zu Besuch …)

    Wie würden sich Kemalisten, Islamisten und Kurden in den Türkischen Streitkräften denn wohl so vertragen, wenn die Gerüchte über Massaker aller Art kämen; und sie würden kommen – mit Videos.

    Chinesen …

    Sagen Sie den Chinesen nichts von dem Griechischen Blut in Ihren Adern, sonst lassen die sich glatt die Einnahmen aus Ihren nächsten drei Büchern verpfänden. Und die Russen würden Sie an die Chinesen verpfeifen, egal ob Sie Putin abkönnen, oder nicht.

    • 26. Juni 2012 um 17:42 Uhr
    • Thomas Holm
  294. 311.

    @NKB

    Was bei diesem Thema immer wieder zu erleben ist, ist nämlich, dass Außenstehende sich berufen fühlen, fremde Rechte für deren Inhaber einzuklagen. Problematisch ist das vor alle dann, wenn diese “Prozessstandschaftler” der Standpunkt der wahren Rechteinhaber im Zweifel nicht interessiert. Es ist unter diesem Gesichtspunkt eben nicht völlig egal bzw. leichterhand als unmaßgeblich abzutun, welche Einstellung zur Beschneidung unter den Betroffenen als Erwachsene ganz überwiegend vorherrscht.

    Völlig einig.

    Was die Wortwahl „Verstümmelung“ angeht, verweise ich auf die Beiträge
    301 karolachristiane (Juden gegen „verstümmelnde Praxis der Beschneidung“)
    und
    298 Arjen van Zuider (Vergleich mit Piercing)

    • 26. Juni 2012 um 17:45 Uhr
    • FreeSpeech
  295. 312.

    @ FS

    Meine Aussage, die Sie gerne ausgedeutscht hätten, bezog sich auf diesen am Anfang desselben Absatzes stehenden Satz:

    Im Übrigen würde mich interessieren, wie viele Söhne es ihren Eltern tatsächlich zum Vorwurf machen, dass sie im Kindesalter aus religiösen Gründen beschnitten wurden.

    Ich wollte damit genau darauf hinaus, dass ich bisweilen den Eindruck habe, die Beschneidungsgegner betätigten sich als falsche Prozessstandschaftler.

    • 26. Juni 2012 um 17:45 Uhr
    • NKB
  296. 313.

    @ FS

    Was die Wortwahl “Verstümmelung” angeht, verweise ich auf die Beiträge
    301 karolachristiane (Juden gegen “verstümmelnde Praxis der Beschneidung”)

    Dass diese Gruppe von „verstümmelnder Praxis“ spricht, belegt die Angemessenheit dieser Wortwahl in der Sache aber garantiert nicht. Im Übrigen halte ich auch den Vergleich mit einem Piercing für eher absurd.

    • 26. Juni 2012 um 17:52 Uhr
    • NKB
  297. 314.

    Türkei bringt Leos und NVA-Schütenpanzer an die Grenze mit Syrien:

    http://www.hurriyetdailynews.com/Default.aspx?pageID=428&VideoID=342

    Hierzu erläuternd:

    hxxp://www.hurriyetdailynews.com/turkey-sends-military-convoy-to-syrian-border-.aspx?pageID=238&nID=24106&NewsCatID=338

    „The convoy was heavily guarded as it moved toward the border in the event of an attack by outlawed Kurdistan Workers‘ Party (PKK) members.“

    Feuerwehrfahrzeuge sind auch zu sehen; hoffentlich bewirft die niemand mit Steinen.

    • 26. Juni 2012 um 17:57 Uhr
    • Thomas Holm
  298. 315.

    Ein kleines praktisches Beispiel für die Wirkung des Internets:

    Diverse deutsche Firmen verlangen in der Schweiz wesentlich höhere Preise für das gleiche Produkt. Walbusch rechnet zB 1 Euro = 2 Franken. Zalando rechnet die Kurse einigermassen ehrlich um.

    Das findet man selber schnell via Internet heraus, und nun wird das auch zum Medienthema in der Schweiz. Die Folge wird sein, dass Zalando bessere Geschäfte macht als Walbusch, und das wird die Preise bei Walbusch fairer werden lassen.

    Ohne Internet wäre sowas mal beim Kaffee besprochen worden, und die Preise würden hoch bleiben.

    Das lässt sich durchaus auch auf Ideen übertragen. Wenn Frauen im Internet lesen können, dass nicht alle Kulturen finden, man dürfe die Frauen schlagen, dann wissen sie das ab sofort und einige werden es weniger selbstverständlich hinnehmen.

    • 26. Juni 2012 um 17:59 Uhr
    • FreeSpeech
  299. 316.

    @NKB

    halte ich auch den Vergleich mit einem Piercing für eher absurd

    Warum?

    • 26. Juni 2012 um 18:00 Uhr
    • FreeSpeech
  300. 317.

    @ FS

    Vorrangig deshalb, weil es nach meiner Kenntnis keine medizinisch indizierten Piercings gibt bzw. diese keine entsprechenden Vorteile haben (können). Im Übrigen besteht aber auch insofern ein Unterschied, als bei der Beschneidung kein körperfremder Gegenstand hinzugefügt wird.

    • 26. Juni 2012 um 18:03 Uhr
    • NKB
  301. 318.

    ‚Bei Schlampe abgeblitzt, nur wegen keine Vorhaut, Akhi ?“

    Für die Umfrageidee gibt’s bestimmt Kohle aus irgend einem Antirassismustopf, inkl. Zivilklagetipps wegen entgangener Lebensfreude.

    • 26. Juni 2012 um 18:07 Uhr
    • Thomas Holm
  302. 319.

    Mal so in die Runde gefragt:

    was passiert denn mit den abgeschnittenen Hautstückchen?
    Nimmt man das mit?
    Kleine Reliqie für zu Hause?
    Biotonne?
    Sondermüll?
    Oder läßt sich das erübrigte Stückchen noch medizinisch sinnvoll verwerten?

    Ich fürchte, ich gehöre zur Fraktion:
    „If God had wanted us to fly, he’d have given us wings!“
    Im Umkehrschluß:
    was an uns befestigt ist, kann nicht gänzlich unnütz sein!

  303. 320.

    @ FS

    „Wenn Frauen im Internet lesen können, dass nicht alle Kulturen finden, man dürfe die Frauen schlagen, dann wissen sie das ab sofort und einige werden es weniger selbstverständlich hinnehmen.“

    Dazu müssten sie erst mal Internet-Anschluss haben. In afghanischen Dörfern eher selten. Da mangelt’s schon am Strom.

    • 26. Juni 2012 um 18:14 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  304. 321.

    Die Natur/Evolution hat sich schon was dabei gedacht, warum sie die Eichel eines Mannes durch ein zusätzliches Stück Haut schützt.
    Die angeblichen medizinischen/hygienischen Vorteile der Beschneidung werden ziemlich aufgebauscht. Nicht zuletzt von religösen Figuren, die sich lustigerweise gerade in dieser Frage auf Vernunfts- und Wissenschaftserkenntnisse berufen, um ihre religösen Verstümmerlungsrtiuale an Kleinkinder legitimieren zu können.
    Frauenbeschneidung mag schlimmerer Konseqeunzen haben, aber auch beim Mann ist das Lustempfinden eingeschränkt:

    „Durch die Entfernung der Vorhaut ist die Eichel nicht mehr permanent bedeckt und kann durch den ständigen Kontakt mit der Luft sowie Reiben an der Kleidung an Empfindlichkeit verlieren. Auch durch Entfernen von Vorhaut und Frenulum selbst kann die Sensibilität herabgesetzt werden, da beide über zahlreiche Nervenenden verfügen.

    Masturbation
    Die Masturbation ist auch nach einer Beschneidung noch möglich. Abhängig von Art und Umfang der Beschneidung können jedoch Einschränkungen bei der Masturbation erlebt werden. Unbeschnittene Männer stimulieren sich während der Masturbation häufig durch das Vor – und Zurückschieben der Vorhaut. Diese Möglichkeit der Stimulation bietet sich beschnittenen Männern, je nachdem wie viel Haut bei der Beschneidung entfernt wurde, jedoch nur noch eingeschränkt. Besonders bei den vollständigen Beschneidungsvarianten kann die direkte Stimulation der trockenen Eichel mit der Hand mitunter als unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. Für manche beschnittene Männer ist die Masturbation deshalb fast nur noch mit Hilfsmitteln (wie z. B. Gleitgel, Babyöl oder auch Speichel) möglich“

    Generell halte ich es hier mit der niederländischen Ärztevereinigung:

    „Im Mai 2010 wurde von der Königlich-Niederländischen Ärztevereinigung (KNMG) ein Positionspapier veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass es keine überzeugenden Hinweise darauf gibt, dass die Beschneidung aus hygienischen oder präventiven Gründen nützlich oder notwendig sei. Vielmehr sei die Beschneidung von Jungen aus nicht-medizinischen Gründen mit dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit unvereinbar. So gäbe es für ein Verbot der nicht-therapeutischen Beschneidung von nichteinwilligungsfähigen Jungen – in Analogie zur Beschneidung von Mädchen – gute Gründe.“

    Man sollte es gesetzlich verbieten, dass Kindern ihre Geschlechtsteile verstümmelt werden, auch gegen den Willen der Eltern. Wenn dann sollte so ein Ritual nur durch eigenes Einverständnis zustande komme dürfen und das mit frühstens 18 Jahren.

    • 26. Juni 2012 um 18:23 Uhr
    • Bellfruta87
  305. 322.

    @NKB:

    Es ist unter diesem Gesichtspunkt eben nicht völlig egal bzw. leichterhand als unmaßgeblich abzutun, welche Einstellung zur Beschneidung unter den Betroffenen als Erwachsene ganz überwiegend vorherrscht.

    Die überwiegende Mehrheit der Mütter, die ihren Töchtern die Klitoris entfernen läßt, dürfte selbst auch derart körpermodifiziert (um mal einen neutralen Begriff zu verwenden) sein und also ganz offensichtlich mit diesem Zustand zufrieden. Macht es das besser?

    Gibt es bei den von Ihnen erwähnten medizinischen Vorteilen irgendeinen Grund, die Operation nicht erst mit dem Erreichen der Geschlechtsreife (wo auch eine gewisse Selbstbestimmung über den eigenen Körper angenommen werden kann) vorzunehmen?

    • 26. Juni 2012 um 18:25 Uhr
    • Arjen van Zuider
  306. 323.

    @ Bellfrutta

    „Die Natur/Evolution hat sich schon was dabei gedacht, warum sie die Eichel eines Mannes durch ein zusätzliches Stück Haut schützt.“

    Solange der Mensch nackt herumläuft ist sie sinnvoll.
    In Afrika wird empfohlen, alle Jungs beschneiden zu lassen, weil dadurch das Infektionsrisiko für AIDS und andere Krankheiten sinkt.

    Btw: ich kannte mal einen Deutschen, der eine Türkin heiratete. Die Schwiegereltern bestanden auf einer Beschneidung ganz kurz vor der Ehe. Der Junge hatte in der Hochzeitsnacht höllische Schmerzen.

    • 26. Juni 2012 um 18:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  307. 324.

    RT zitiert debka, wonach Britische Special Forces von der Türkei aus die Grenze zu Syrien überschritten hätten …

    „The force may be involved in securing a safe heaven for rebel forces along the border.“

    … hofft aber wohl, dass das nicht stimmt, oder auch nicht mehr ins Gewicht falle:

    „There were similar reports in February about the alleged presence of British troops operating in Syria. “

    Debka jetzt:

    „Unconfirmed first reports from British, French and Turkish sources say British special operations forces crossed from Turkey into northern Syria Tuesday, May 26, and advanced up to 10 kilometers inside the country. …

    Later Tuesday, Gulf military sources confirmed the presence of British special forces in Syria.

    Our military sources estimate that the British military drive into Syria, if confirmed, is designed to establish the first safe zone along the Syrian-Turkish border, to be followed by more Western military incursions to establish additional zones of safe asylum in other parts of Syria.

    This follow-up action would depend substantially on Syrian, Russian and Iranian (+ Hizballah) responses to the initial stage of the operation.“

    Brisant das Timing:

    „The reported British incursion, if confirmed, occurred at the tail end of Russian President Vladimir Putin’s 24-hour visit to Israel Tuesday morning and would have posed a direct challenge to his repeated warning that Moscow would not tolerate Western military intervention in Syria and actively prevent it.“

    Die Briten gelten halt als kurdisch-kulturell sensibel, seit ihrer Spähpanzerbenamung „Saladin“.

    http://debka.com/article/22133/British-forces-in-Syria-Assad-presidential-compound-said-under-attack

    Das da „Golfquellen“ Druck machen, kann ich mir vorstellen; die bezahlen (hoffentlich) den ganzen Zauber auch. Dass die Türkei weiss, dass sie da besser nicht als erstes ‚reingeht, ist auch nachvollziehbar und dass Erdogan seit ein paar Stunden so redet, als sei schon Krieg, würde auch so plausibel sein.

    • 26. Juni 2012 um 18:49 Uhr
    • Thomas Holm
    • 26. Juni 2012 um 18:50 Uhr
    • Thomas Holm
  308. 326.

    @ AvZ

    Die überwiegende Mehrheit der Mütter, die ihren Töchtern die Klitoris entfernen läßt, dürfte selbst auch derart körpermodifiziert (um mal einen neutralen Begriff zu verwenden) sein und also ganz offensichtlich mit diesem Zustand zufrieden. Macht es das besser?

    Die überwiegende Mehrheit der Mütter, die ihren Töchtern die Klitoris entfernen lässt, dürfte dies aus Gründen kulturellen Zwanges tun und nicht etwa aufgrund individueller Zufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation.

    Im Übrigen kann die Beschneidung von Knaben hiermit grundsätzlich nicht verglichen werden. Aber es spricht für sich, dass Sie, wie schon oben angedeutet, die medizinisch regelmäßig sinnvolle Beschneidung von Knaben, die von der WHO ausdrücklich empfohlen wird, mit dergleichen in einen Topf werfen.

    Gibt es bei den von Ihnen erwähnten medizinischen Vorteilen irgendeinen Grund, die Operation nicht erst mit dem Erreichen der Geschlechtsreife (wo auch eine gewisse Selbstbestimmung über den eigenen Körper angenommen werden kann) vorzunehmen?

    Ja, einen ganz offensichtlichen sogar, oder meinen Sie, dass beispielsweise Keimbildungen vor Eintritt der Geschlechtsreife (wann ist das eigentlich genau?) nicht auftreten könnten?

    • 26. Juni 2012 um 18:56 Uhr
    • NKB
  309. 327.

    Türkei doch im westlichen Boot angekommen ?

    http://www.newsobserver.com/2012/06/26/2160632/turkey-azerbaijan-sign-gas-pipeline.html

    „The Trans Anadolu pipeline deal is expected to help reduce the European Union’s reliance on Russian deliveries in particular.“

    Da können die Armenier wohl nur noch Russische Regierungsverlautbarungen zitieren:

    „“We think it is important that what happened is not viewed as a provocation or a premeditated action (by Syria),“ Russia’s foreign ministry said in a statement on its website.“

    Allerdings nur von der website, denn die Russsind ja zu Besuch bei Zionistens.

    Hoffentlich überstehen die Armenier diesen Russlanflirt mal etwas besser …

    hxxp://www.panarmenian.net/eng/news/113596/

    • 26. Juni 2012 um 19:08 Uhr
    • Thomas Holm
  310. 328.

    @Hans Joachim Sauer

    Dazu müssten sie erst mal Internet-Anschluss haben. In afghanischen Dörfern eher selten. Da mangelt’s schon am Strom.

    Alle benachteiligten Frauen leben in agrarischen Dörfern ohne Internetanschluss.

    • 26. Juni 2012 um 19:15 Uhr
    • FreeSpeech
  311. 329.

    afghanischen Dörfern

    (Das war dieser @#“! Korrekturautomatismus, den ich gleich abstellen werde)

    • 26. Juni 2012 um 19:16 Uhr
    • FreeSpeech
  312. 330.

    @NKB

    Ich frage mich zunehmend warum Sie die religösbedingte Verstümmelung des Penis so vehement befürworten. Das Hygieneargument ist ja nachweislich ein ziemlich schwaches und umstrittenes Argument.
    Sind Sie wohlmöglich ein Betroffener und reden sich die Situation schön?

    Rennen Sie eigentlich auch mit so einer feschen Atemwegs-Maske rum? Also aus hygienisch/medizinischen Gründen ist die sicher angebracht und empfehlenswert, bei den ganzen Viren, Bakterien und Keimen die so in der Luft rumschwirren und die von anderen Menschen ausgestoßen werden. Auch bietet behaarte Haut ein besseres Klima für Bakterien und andere Lebewesen, wie Läuse und Flöhe etc. Ich vermute Sie tragen daher freiwillig aus hygienischen Gründen eine Glatze, oder nicht?
    Aus hygienischen Gründen wäre es sowieso am allerbesten jeglichen Kontakt mit mit anderen Menschen zu vermeiden. Gibt ja kaum eine gefährliche Infektionsquelle.
    Ach ja, was tun so manche Menschen nicht alles für die Hygiene. 😀

    • 26. Juni 2012 um 19:21 Uhr
    • Bellfruta87
  313. 331.

    OT islamische Bereicherung

    Weltonline berichtet gerade das Bayern gegen islamische Paralleljustiz/Schariarichter vorgehen will.
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article107275025/Bayern-will-mit-islamischer-Schattenjustiz-aufraeumen.html

    „Soweit aber Fälle einer „Paralleljustiz“ bekannt geworden sind, wurden grobe Verstöße gegen die geltende Rechtsordnung festgestellt. Berichtet wurde dem Ministerium von Fällen, in denen „Friedensrichter“ die Strafverfolgung verhinderten, indem sie die betroffenen Konfliktparteien beeinflussten.
    Opfer und Täter, die vor der Polizei noch umfassend ausgesagt hatten, schwiegen plötzlich vor Gericht oder sagten falsch aus, weil der „Friedensrichter“ die Angelegenheit längst geregelt hat. Grund für das Schweigen ist in solchen Fällen meist eine „Friedensvereinbarung“, die vorsieht, den Täter in einem Strafverfahren durch Schweigen oder Falschaussagen zu entlasten. Im Gegenzug wird für das Opfer ein Schmerzensgeld ausgehandelt.
    Und auch der Imam geht dann nicht leer aus. Spenden werden gern angenommen…“

    Gute Sache, in Hamburg ist man noch nicht soweit. Da betrachtet man hilflos die Folgen islamischer Paralleljustiz:

    „Hamburg – Nach der tödlichen Schießerei auf dem Hamburger Kiez am Wochenende hat sich der Verdächtige Ali Y. (25) jetzt der Polizei gestellt.
    Sonntagmorgen gegen 5 Uhr im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Mehrere Schüsse krachen durch die Dunkelheit. Ali Ö. (22) bricht getroffen zusammen. Er versucht, sich in ein Taxi zu retten – ohne Erfolg. Der junge Mann stirbt wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.
    Die Polizei fahndet nach dem unbekannten Schützen. Der Verdacht: eine Vergeltungstat.
    Denn: Am 3. Mai 2011 war Ali Ö. ebenfalls in der Holstenstraße in eine Schießerei verwickelt, bei der Bar-Besitzer Ali Y. (26) angeschossen wurde.
    Beim späteren Prozess schwiegen sowohl der Angeklagte als auch das Opfer. Ihre Familien gelten als verfeindet. Ali Ö. wurde zu einer einjährigen Jugendstrafe verurteilt. Jetzt ist der damalige Täter tot.“
    hxxp://www.bild.de/regional/hamburg/schiesserei/hamburger-kiez-verdaechtiger-stellt-sich-polizei-24863494.bild.html

    • 26. Juni 2012 um 19:29 Uhr
    • Bellfruta87
  314. 332.

    Nicht ganz zum Thema, aber ein schönes Beispiel dafür, welch kuriose Blüten die ja auch von JL geförderte NAchfrage nach Abbitte treibt:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_eingebildete_juedin/

    • 26. Juni 2012 um 19:32 Uhr
    • MTR
  315. 333.

    @ Bellfruta

    Das Hygieneargument ist ja nachweislich ein ziemlich schwaches und umstrittenes Argument.

    Sie übersehen, dass es bei den meisten der zweifelnden und ablehnenden Stellungnahmen vor allem darum geht, die Sinnhaftigkeit flächendeckender Beschneidungen anzuzweifeln. Im Übrigen denke ich, dass es im Fall ernsthafter wissenschaftlicher Meinungsverschiedenheiten, die gewiss bestehen, am ehesten Sache der Eltern ist, die möglichen Vor- und Nachteile eines Eingriffs gegeneinander abzuwägen. Zuletzt nimmt es nicht wunder, dass Sie auf das Thema AIDS andererseits lieber nicht eingehen wollen.

    Ich frage mich zunehmend warum Sie die religösbedingte Verstümmelung des Penis so vehement befürworten. […] Sind Sie wohlmöglich ein Betroffener und reden sich die Situation schön?

    Ich habe in diesem Zusammenhang gar nichts, wie Sie meinen, „vehement befürwortet“. Ich halte es aber in der Tat für sehr gut vertretbar, die Beschneidung von Knaben als vom Elternrecht gedeckt anzusehen, und ich halte es für nachgerade absurd, sie als „Verstümmelung“ zu bezeichnen oder gar mit der tatsächlichen Verstümmelung von Mädchen gleichzusetzen.

    Ehrlich gesagt wundert es mich aber kein bisschen, dass ein notorischer Moslemhasser, der bei anderer Gelegenheit gerne mit seiner vermeintlichen Sympathie für Juden hausieren geht, nicht anders kann, als die erhobenen Einwände, die mit der Religion herzlich wenig zu tun haben, für „vehementes Befürworten“ zu halten – und sie ihrerseits mit einer vermeintlichen Religionszugehörigkeit zu erklären.

    • 26. Juni 2012 um 20:14 Uhr
    • NKB
  316. 334.

    @NKB

    Zuletzt nimmt es nicht wunder, dass Sie auf das Thema AIDS andererseits lieber nicht eingehen wollen.

    Warum?

    • 26. Juni 2012 um 20:30 Uhr
    • FreeSpeech
  317. 335.

    Assads Palli-Büttel laufen auseinander:

    First defection from the Palestine Liberation Army
    In response to the shelling on Palestinian camp in #Daraa #Syria

    http://yallasouriya.wordpress.com/2012/06/26/first-defection-from-the-palestine-liberation-army-http/

    • 26. Juni 2012 um 20:36 Uhr
    • Thomas Holm
  318. 336.

    @ FS

    Weil die Vorteile in diesem Zusammenhang nicht ernstlich bestritten werden können.

    • 26. Juni 2012 um 20:39 Uhr
    • NKB
  319. 337.

    @ NKB

    Die Vorteile sind doch vor allem behauptet und haben mit Hygiene zu tun, die man auch mit Körperpflege haben kann.

    • 26. Juni 2012 um 20:43 Uhr
    • FreeSpeech
  320. 338.

    @NKB

    „Zuletzt nimmt es nicht wunder, dass Sie auf das Thema AIDS andererseits lieber nicht eingehen wollen.“

    Gehe gerne darauf ein:

    „Die Beschneidung zur HIV-Prävention wurde von mehreren Seiten kritisiert, da zum einen die Beschneidung das Risiko für eine HIV-Infektion nicht vollständig aufgehoben ist, andererseits die gefühlte Sicherheit beschnittene Männer zu einem leichtfertigen Verhalten (Verzicht auf Kondome, Treue, Enthaltsamkeit) verleiten könnte. Zum anderen stellt die Beschneidung gerade in Ländern der dritten Welt selbst ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar, da vielerorts die sterilen Bedingungen zur sicheren Durchführung einer Beschneidung fehlen und die Beschneidung so selbst zur Quelle der HIV-Infektion, aber auch anderer Infektionskrankheiten werden könnte.“

    „und ich halte es für nachgerade absurd, sie als “Verstümmelung” zu bezeichnen oder gar mit der tatsächlichen Verstümmelung von Mädchen gleichzusetzen. “

    Warum das so ist, wird aber wohl Ihr Geheimnis bleiben. Definition von Verstümmelung:

    „Die Körperverstümmelung, auch körperliche Verstümmelung genannt, ist eine auf Dauer als einschränkend bzw. nachteilig bewertete Verletzung des biologischen, insbesondere menschlichen Körpers durch äußere Einwirkung und führt zum Verlust der körperlichen Integrität. In der Regel bezeichnet der Begriff die Beschädigung des Körpers durch Verlust eines oder mehrerer Körperteile (ohne Tötungsabsicht), als Synonym zuweilen aber auch andere Körpermodifikationen wie z.B. Deformationen. Körperverstümmelung kann Behinderung nach sich ziehen.“

    Das ist ziemlich genau das, was man bei einer Beschneidung beobachten kann und daher sollte es verboten werden das Kinder dieser Prozedur ausgesetzt werden.

    „ein notorischer Moslemhasser“

    Weil ich es wage die religöse Ideologie Islam zu kritisieren und abzulehnen? Süss! Ist man eigentlich in Ihrer Welt ein Russenhasser weil man Kommunismus kritisiert? Oder ein Deutschenhasser weil man Nationalsozialismus ablehnt?

    Irgendwie wenig überraschend dass Sie meine Fragen nicht beantwortet haben. Damit meine ich auf der einen Seite die Hygienebeispiele und auf der andere Seite die zugegebenerweise recht persönliche Frage nach Ihrer eigenen Situation.
    Aber keine Antwort ist auch ne Antwort.

    • 26. Juni 2012 um 21:01 Uhr
    • Bellfruta87
  321. 339.

    @NKB
    Der Koran und die jüdischen Religionsbücher enthalten viele Regelungen, die zum Zeit der Verschriftlichung auch für die alltägliche Lebensführung von Belang waren oder sein sollten, so auch solche, die man als „Hygienevorschriften“ bezeichnen könnte.

    Es ist aber durchaus „debatable“, ob derartige Vorschriften sich bei den heutigen Hygienemöglichkeiten noch begründen lassen – zumindest in den Ländern und den Gruppen, die Zugang zu diesen Hygienemöglichkeiten haben.

    Es gab auch vor noch wenigen Jahrzehnten in den USA eine Tendenz, Frauen ab 40 Gebärmutter und Eierstöcke zu entfernen, damit diese Organe nicht erkranken könnten.

  322. 340.

    Ich wollte damit genau darauf hinaus, dass ich bisweilen den Eindruck habe, die Beschneidungsgegner betätigten sich als falsche Prozessstandschaftler.

    @ NKB

    Ich habe mal eine Reportage über Selbsthilfegruppen von beschnittenen Amerikanern gesehen, die auch generell gegen Beschneidungen trommeln. Persönlich halte ich deren Leiden für ungefähr so eingebildet wie die naturwissenschaftlich eher ungesicherte Behauptung eines generellen medizinischen Nutzens der Beschneidung für zweifelhaft.

    Soweit ich weiß, ist die Quote der Beschneidungen ohne konkrete medizinische Indikation in den USA zurückgegangen.

    Eines steht zumindest fest: Die besagten Selbsthilfegruppen und die damit verbundenen familiären Zwistigkeiten würde es nicht geben, wenn die Eltern der Aktivisten auf ihr OK zur Beschneidung verzichtet hätten.

    • 26. Juni 2012 um 21:06 Uhr
    • N. Neumann
  323. 341.

    Interreligöses Friedens- und Versöhnungsevent leider geplatzt:

    http://cnsnews.com/news/article/canceled-dc-event-featuring-syrian-mufti-who-threatened-suicide-attacks-west

    „Hassoun is not the first Syrian mufti to express controversial views. In the early stages of the Iraq war in 2003 his predecessor, Ahmed Kaftaro, issued a statement calling on Muslims “to use all means possible to thwart the aggression, including martyr operations against the belligerent invaders.”“

    In Deutschland wären solche Typen bestimmt noch kirchentags- und friedensforumfähig; Gott sei Dank kommt es aber auf deutsche Kirchentage nicht mehr so an, wenn es richtig brennt. Assads antiwestlicher Terrorsunnitenfraktion wird es wohl auch an den Kragen gehen; hoffentlich kommt keiner auf die Idee, denen Asyl zu geben.

    • 26. Juni 2012 um 21:16 Uhr
    • Thomas Holm
  324. 342.

    Das wird noch heiter werden!

    Das hier ist es auch:
    http://bit.ly/KBPncD

    Dort zu finden auch ein Artikel „Beschneidungsverbot ‚verfassungswidrig'“ vom heutigen Tag.

  325. 343.

    Auf der Suche nach muslimischen Reaktionen zum Beschneidungs-Gerichtsurteil gefunden und gestaunt:
    http://bit.ly/KBQZ62

  326. 344.

    Und der Ausgewogenheit halber Reaktionen auf das Beschneidungsurteil aus muslimischer Sicht:
    http://bit.ly/Os28xu

    Dort steht z.B. so etwas:

    „Na das wird dann im Urlaub im Ausland gemacht.“

    „Dieses Urteil ist für mich weniger wert als das Klopapier was man bei Lidl kaufen kann.
    Wir werden unsere Kinder nach wie vor Beschneiden, Ob es den Kuffar passt oder nicht.“

    „Bismillah!
    A-o-a wrwb liebe Geschwister,
    die Kuffar versuchen schritt für schritt den Islam abzuschaffen (Sunnah abzuschaffen). Sie gehen alle Wege, womöglich alle Richtungen mit ihrer demokratischen Propaganda. Eigentlich haben sie das Ziel Islam vernichten. Möge Allah sie Hidaya geben oder sie vernichten. Amin!“

    „Dieses Urteil ist als reine Schickane anzusehen und eine perverse Machtdemonstration auf Kosten der Kinder.
    Homosexualität legalisiert, Pädophilie und Inzest sollen auch bald legalisiert werden. Dieses Land verkommt immer mehr zu Sodom und Gomorra. Es ekelt mich Staatsbürger dieses Landes zu sein und hier leben zu müssen. InschAllah schaffe ich es und viele andere, die mit den widerlichen Umtrieben in diesem Land nicht mehr einverstanden sind noch rechtzeitig aus diesem Land auszuwandern.“

    Der schöne Ausdruck „demokratische Propaganda“ dürfte noch einmal ein kleiner Hinweis auf die ältere Diskussion im Thread sein, warum Muslime geringes politisches Interesse haben und sich wohl in geringerem Maß an Wahlen beteiligen als die nicht-muslimische Bevölkerung.

  327. 345.

    Und noch so ein o.t.-Zufallsfund:
    eine Videoansprache von Pierre Vogel vom heutigen Tag, in dem er über das Selbstverständnis von Muslimen und ihr Verhältnis zu Christen, Juden und Atheisten spricht – aus der Sicht von jemand, der den Koran sehr ernst nimmt.
    http://bit.ly/Os7qJn

  328. 346.

    Tunesien
    Today, approximately 100 members of the Constituent Assembly announced that they are calling for a vote of no confidence in Tunisian Prime Minister Hamadi Jebali(1). The parliamentarians stated that Jebali threatened Tunisian security by dividing the government over the extradition [Auslieferung, Überstellung] of former Libyan Prime Minister Baghdadi Mahmoudi …
    President Marzouki(2) has threatened to resign over the act … Mahmoudi was delivered into Libyan custody without the president’s knowledge or permission [June 24] – both of which are required for extradition under Tunisian law.

    Constituent Assembly members expected to discuss this issue during an official plenary session that took place at 3:00pm today.

    However, the head of the Constituent Assembly Mustapha Ben Jaafar(3), stated that Mahmoudi’s extradition was not a topic in the pre-scheduled plan, and despite protests from many of the assembly members, he refused to discuss it.

    In response, around 100 assembly(4) members left the session to hold their own meeting independent of the official session.
    Only 82 members of the assembly remained in session,
    as the rest moved to the old Constituent Assembly building and emerged after an hour and a half
    calling for a no confidence vote [Misstrauensvotum] in Jebali(1).

    These members asserted that when Jebali decided to extradite Mahmoudi, he breached Tunisian law and created conflict between Tunisia’s presidency and prime ministry. The members declared that these actions threaten Tunisian security, especially in light of recent unsubstantiated reports of an attack on the Tunisian embassy in Libya.

    The members calling for Jebali’s impeachment included representatives from a variety of Tunisia’s major parties including CPR, Aridha(5), Ettakatol, and even a few members from the ruling party Ennahdha.
    http://www.tunisia-live.net/2012/06/26/members-of-constituent-assembly-call-for-vote-of-no-confidence-in-prime-minister/
    ______________________________

    (1) Prime Minister Hamadi Jebali: Ingenieur, Generalsekretär der islamistischen Ennahdha-Partgei
    (2) President Moncef Marzouki: Mediziner, Gründer u. Vorsitzender der sozialliberalen, säkularen CPR-Partei (Kongress für die Republik)
    (3) Mustapha Ben Jaafar: Mediziner, Gründer u. Vorsitzender der sozialdemokratischen, säkularen ‚Ettakatol‘ bzw. FDTL-Partei (Forum démocratique pour le travail et les libertés, Demokratische Forum für Arbeit und Freiheit)
    (4) Constituent Assembly/Verfassunggebende Versammlung: 217 gewählte Mitglieder
    (5) Aridha bzw. Pétition populaire pour la liberté, la justice et le développement, Volkspetition für Freiheit, Gerechtigkeit und Entwicklung: Die Ideologie der offiziell als unabhängige politische Initiative organisierten ‚Volkspetition‘ ist der Populismus. Der Gründer, der Millionär Mohamed Hashim Hamdi aus dem Governorat Sidi Bouzid, residiert in London, wo er seinen Fernsehkanal Al Mustaquilla 1999 gründete. Ursprünglich Anhänger islamistischer Tendenzen, wurde Hamdi schnell zum Verbündeten des Regimes von Ben Ali. Drittgrößte politischen Kraft des Landes in der Constituent Assembly. Der unerwartete Wahl-Erfolg der 2011 gegründeten Partei ergibt sich auch dadurch, dass der aus dem Süden Tunesiens stammende Hashim Hamdi in der Bevölkerung der südlichen und zentralen Gouvernorate großen Anklang findet, da bislang nur Vertreter aus Tunis und der Mittelmeerküste die tunesische Politik dominierten.

  329. 347.

    (3) Präsident der Verfassungsgebenden Versammlung Mustapha Ben Jaafar …

  330. 348.

    InschAllah schaffe ich es und viele andere, die mit den widerlichen Umtrieben in diesem Land nicht mehr einverstanden sind noch rechtzeitig aus diesem Land auszuwandern.

    Nur zu.

    • 26. Juni 2012 um 23:41 Uhr
    • Arjen van Zuider
  331. 349.

    OT Islam bedeutet Frieden und Toleranz

    „American Muslims Stone Christians in Dearborn, MI“
    http://www.youtube.com/watch?v=vnJBW49afzg

    Das Video spricht für sich selbst. Im Grunde eine sehr ähnliche Reaktion wie in Deutschland beim Zeigen von islamkritischen Karikaturen durch Pro NRW. Nur das es sich in Dearborn um die „guten“ und integriert wirkenden Muslime handelt. Die zweiten und dritten Generation, die eine Bereicherung für uns alle ist. Nicht die bösen „Salafisten“ wie in Solingen oder Bonn.
    Solche Zustände sind unfassbar und ein Vorgeschmack auf das was noch kommen wird.

    • 26. Juni 2012 um 23:44 Uhr
    • Bellfruta87
  332. 350.

    Ägypten
    Morsi plans to appoint the first ever female and Coptic vice-presidents in a bid towards inclusiveness, an advisor said
    http://tinyurl.com/87xrn6n

  333. 351.

    @Bellfruta87

    In einer Situation, in der Muslime nach Unterredungen mit ihren Behörden immer mehr so aussehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=WkjJIBJMipY

    halte ich es für das völlig falsche Signal, sie christlich missionieren zu wollen, oder sich dafür zu interessieren, ob sie das inzwischen friedlich über sich ergehen lassen können, oder immer noch nicht.

    Die Frage ist für mich nicht, ob sich diese Leute inzwischen benehmen können, sondern ob sie auch schon hinreichend mitbekommen haben, dass ihr Gottesdienst ab jetzt darin besteht, sich gegenseitig zu massakrieren. Damit muss man sie konfrontieren, damit sie sich damit auseinandersetzen – aus Wahrheits- und Nächstenliebe gleichsam, sozusagen.

    Ich hätte in dem Henry-Ford-Kaff, wo die sich aus Antisemitismus angesiedelt haben, eine Umfrage über die Beliebtheit von Assad gestartet, das hätte zielführendere Reflexionsprozesse ausgelöst, als ihnen ausgerechnet mit Jesus Christ, our Lord and Saviour zu kommen, der sie natürlich alle gemeinsam und ganz billig auf die Palme bringen muss.

    Das haben die gar nicht mehr verdient, gemeinsam auf die Palme gebracht zu werden.

    Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie für Erdogan reisst nicht ab:

    Putin boykottiert Ergogans Schwarzmeerzonengipfel

    hxxp://www.todayszaman.com/news-284700-in-a-snub-to-turkey-russian-president-skips-bsec-summit.html

    „Putin’s decision to skip the summit in İstanbul to commemorate the 20th anniversary of the Organization of the Black Sea Economic Cooperation (BSEC) was a major blow to Turkey, the host country that extended an invitation to its northern neighbor. …

    a brazen rebuke to Turkey over a major disagreement between the two countries on how to deal with the embattled Syrian regime headed by President Bashar al-Assad against the 15-month-long uprising. Instead of showing up in İstanbul, Putin decided to make a trip to Israel and Palestine to boost Moscow’s role in the Middle East.

    This was in a great contrast to Russian President Putin’s attendance at the 15th anniversary summit of the BSEC held in Istanbul in 2007 when 11 of 12 member states were represented by either heads of government or state. Only the Armenian president was absent from the 2007 event.“

    Ganze 15 Panzer soll Erdogan vermocht haben, an die Grenze zu beordern und die NATO salbadert von politischer Lösung. Es ist so klar, wie Klosbrühe, dass es nur eine militärische Lösung geben kann und für die kriegen die Türken gerade nicht ihre Battalione zusammen, sodass anscheinend die Briten jetzt bei den Kurden die Kastanien aus dem Feuer holen sollen.

    In so einer Situation würde ich keinem von denen was vom Atheismus erzählen wollen, sondern sie nur damit konfrontieren, wie schön polarisiert ihre Religion gerade ist.

    • 27. Juni 2012 um 01:16 Uhr
    • Thomas Holm
  334. 352.

    @ KC

    „eine Videoansprache von Pierre Vogel vom heutigen Tag“

    ist schon ein halbes Jahr alt, macht aber nichts.

    http://www.youtube.com/watch?v=7exc1Qp4UXo

    Dieser Ultraspasst schießt diesen ganzen verlogenen Versöhnungsschleimern wirklich genial ins Knie.

    Aktuell brisant ist die sakrale Weissagung für das Los des Schiitumsbegründer-Pappas Abu Talib: ‚Schuhe aus Feuer, sodass sein Gehin anfängt, zu kochen‘ min. 11.50.

    Da regen sich die Schiiten natürlich besonders krass ‚drüber auf und einige flunkern den Christen schon vor, dass es für diese ja unmöglich wirklich schlimm werden müsse, weil es für ihren Mann ja wohl kaum so dicke kommen kann, wie es die bösen Wahabiten (Vogel eben) beteuern.

    Dass man als Nichtmuslim auch eine hauchdünne Chance haben könne – wenn man den Muslimen hilft, ist so eine Besonderheit der Schia, auf die das ganze Bündnisscharwenzeln mit der westlichen Linken zurückgeht; die dann natürlich trotzdem umgelegt werden, sobald sie nicht mehr gebraucht werden.

    Der eiskalte, zynisch-ignorante und ethisch völlig indifferente doktrinäre Nihilismus, den Vogel so genial verkündet, ist dagegen wirklich eine Besonderheit des Sunnitentums, die in klarster und reinster Form eben bei den Golfarabern ausgeprägt ist.

    Alle dazwischenliegenden Grautöne werden durch die syrische Dynamik, d.h. durch Assads Schlächtereien, jetzt in eine selbstmörderische Binnen-Polarisierung hineingezwungen.

    Was für eine glückliche historische Stunde, dass diese Alptraumtänzer ausgerechnet jetzt angefangen haben, sich nach zwei feindseligen Polen hin aufzudröseln, um sich alle gegenseitig versenken !

    Sowas ähnliches, was sie uns Ungläubigen an den Hals phantasieren, machen die in ihren Kellern untereinander ja wirklich inzwischen; siehe die Menschenreste in dem Video von # 352; es soll sich übrigens um Ärzte handeln, die die falschen Muslime behandelt haben.

    Man kann es sich nicht eindringlich genug vor Augen führen:

    Alles was sie uns an den Hals wünschen, machen sie jetzt miteinander; weil sie an uns Ungläubige nicht wirklich herankommen, sich aber sehr wohl gegenseitig aber auf die Füsse treten und tausenderlei Abrechnungen gegeneinander aufgehäuft haben.

    Halleluja – und dem Herrn ein Wohlgefallen !

    In der letzten Zeit sind gar keine mehr von denen hier aufgekreuzt.

    .

    • 27. Juni 2012 um 04:25 Uhr
    • Thomas Holm
  335. 353.

    PS zu # 350 Ägypten
    President-elect Morsi has given orders that pictures of him should not be hung up in government institutions once he takes office
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/46248/Egypt/Politics-/Morsi-pictures-not-to-be-hung-in-govt-buildings-Sp.aspx

  336. 354.

    @ Bellfrutta

    „Das Hygieneargument ist ja nachweislich ein ziemlich schwaches und umstrittenes Argument.“

    Nö.

    • 27. Juni 2012 um 08:51 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  337. 355.

    @ Bellfrutta

    „Auch bietet behaarte Haut ein besseres Klima für Bakterien und andere Lebewesen, wie Läuse und Flöhe etc.“

    Das ist mit ein Grund, warum es mancherorts üblich ist, sich die Körperhaare zu rasieren.
    Mal ehrlich: Sie sind doch schwul. Woran lutschen Sie lieber?

    • 27. Juni 2012 um 08:54 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  338. 356.

    @ FS

    „Die Vorteile sind doch vor allem behauptet und haben mit Hygiene zu tun, die man auch mit Körperpflege haben kann.“

    Nein. HIV kann durch die Schleimhaut der Vorhaut leichter in den Körper eindringen als durch die der Eichel.
    (Ich arbeite in der Medizinbranche.)

    • 27. Juni 2012 um 08:58 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  339. 357.

    OT – Finanzkrise

    Russland sieht nen Bail-Out für Zypern als strategisches Sprungbrett:

    http://www.gatestoneinstitute.org/3129/russia-cyprus-bailout

    • 27. Juni 2012 um 09:15 Uhr
    • Serious Black
  340. 358.

    @HJS

    „“Auch bietet behaarte Haut ein besseres Klima für Bakterien und andere Lebewesen, wie Läuse und Flöhe etc.”

    Das ist mit ein Grund, warum es mancherorts üblich ist, sich die Körperhaare zu rasieren.“

    Es ging mir in diesem Zusammenhang vorallem um die Kopfbehaarung, welche sich ja auch niemand freiwillig abrassiert, nur weil das tatsächliche oder angebliche Hygienvorteile hätte.
    NKB tut das vermutlich auch nicht, nur den Penis von Kleinkindern gegen ihren Willen aus angeblichen Hygienegründen zu verstümmeln findet er durchaus angebracht…
    Ich habe übrigens gerade gelesen dass zur Eigenschaft von Schleimhäuten, und die Vorhaut ist ja tatsächlich eine Schleimhaut, gehört das:

    „Schleimhäute können Immunglobuline (vor allem IgA) absondern und haben so eine wichtige Schutzfunktion gegen eindringende Krankheitserreger. Dieser durch das „Schleimhaut-assoziiertes lymphatisches Gewebe“ bzw. MALT (von engl.: mucosa associated lymphoid tissue) vermittelte und durch IgA realisierte spezifische Infektionsschutz wird auch als Schleimhautimmunität (engl.: mucosal immunity) bezeichnet.“

    Also je mehr ich über dieses Thema lese, desto froher bin ich dass meine Schutz- und Mastorbationshilfe Vorhaut noch anatomisch korrekt vorhanden ist. Darauf ein atheistisches „Gott sei dank!“

    „Mal ehrlich: Sie sind doch schwul. Woran lutschen Sie lieber?“

    Nicht-verstümmelt und etwas Haar getrimmt sind schonmal von Vorteil, den Rest besprechen wir vielleicht mal an anderer Stelle, Schatzi!

    • 27. Juni 2012 um 10:22 Uhr
    • Bellfruta87
    • 27. Juni 2012 um 10:38 Uhr
    • Serious Black
  341. 360.

    Das Beschneidungsurteil empfinde ich als lächerlich. Ebenso die Reaktionen, in denen es teils als „Sieg“ des Säkularismus über Religion gefeiert wird. Irgendwie peinlich, das Ganze.

    • 27. Juni 2012 um 10:47 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  342. 361.

    @ BF, HJS, NKB

    Die Circumcision scheint jedenfalls kein Lustkiller zu sein, sonst hätten Haredim kaum diese enorme Reproduktionsrate.

    8 und mehr Kinder zeugt zumindest von Spaß an der Pflichterfüllung.

    Überdies weckt dieses Urteil (nicht nur) im Ausland unangenehme Erinnerungen an die NS-Justiz.

    To ban infant circumcision is essentially to make the practice of Judaism illegal in Germany; it is now once again a crime to be a Jew in the Reich.

    Some may have worried that the memory of past, ahem, problems in German-Jewish relations would inhibit German judges from the single most anti-Semitic state action taken anywhere in the west since 1945. Holm Putzke, a legal expert at the University of Passau, praised the court’s dedication to duty, telling the Financial Times Deutschland that “Unlike many politicians, the court has not allowed itself to be scared off by charges of anti-Semitism or religious intolerance.”

    Well, thank goodness for that! If courts start letting themselves be inhibited because people will denounce them for being intolerant anti-Semites, how can we possibly build a clean and beautiful New Europe?

    Perhaps those convicted of wrongful circumcision could be required to wear a yellow star?

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/06/26/german-court-declares-judaism-a-crime/

    • 27. Juni 2012 um 10:48 Uhr
    • Serious Black
  343. 362.

    @ publicola

    Deif said one of Morsi’s first steps will be to appoint a vice president who is Christian and another Vice President who is a woman.

    Hatte es schon von einem ägyptischen Bekannten gehört. But I believe when I see.

    Es entbehrte gleichwohl nicht einer gewissen Ironie, wenn („ausgerechnet“) ein „Islamist“ für dieses „Novum“ in der ägyptischen Geschichte sorgte.

    • 27. Juni 2012 um 10:49 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  344. 363.

    @Thomas Holm

    Wichtig ist aber das sowas wie in Dearborn gemacht wird, damit die Gesellschaft sieht mit was man es zu tun hat, ähnlich wie auch die Bilder in Solingen oder Bonn den ein oder andere aufgerüttelt haben werden. Und das nicht nur in Bezug auf islamische Bereicherung, sondern auch in Bezug auf Politik und staatliche Institutionen.
    Man stelle sich mal vor was los wäre wenn Claudia Roth auf der jährlichen Anti-Nazi-Demo in Dresden von der Polizei abgeführt wird, weil die anwesenden Nazis sich provoziert fühlen und Steine und Flaschen werfen.
    Unvorstellbar, aber vor dem islamischen Mob knickt man kultursensibel ein. Und das heute schon, bei dem relativ geringen Anteil von Moslems. Dass beweist nicht nur die Polizei in Dearborn, sondern zB. auch der Innenminister von NRW, der ja im Angesicht islamischer Gewalt am liebsten die Meinungsfreiheit abschaffen würde.
    Dazu darf man nicht vergessen dass das da in Dearborn ein Volksfest war und keine Islamveranstalltung. D.h. man hat es vom Publikum her mit dem angelbich total unproblematischen Otto-Normal-Moslems zu tun. Und trotzdem kommt es zu solchen Jagd- und Hassszenen.

    • 27. Juni 2012 um 10:57 Uhr
    • Bellfruta87
  345. 364.

    Nachtrag 362

    Manche links nimmt der blog hier nicht an. Wer was zum Thema lesen möchte: z.B. amanpour cnn blog googeln, dort gibt es auch einen Artikel.

    • 27. Juni 2012 um 11:12 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  346. 365.

    @ PKMM – [nochmaliger] Versuch, den von Ihnen angesprochenen Text/Link zu Morsi Amanpour cnn blog hier zu posten:

    http://amanpour.blogs.cnn.com/2012/06/25/morsi-adviser-female-and-christian-vps-in-egypt/

    • 27. Juni 2012 um 11:21 Uhr
    • Publicola
  347. 366.

    @ SB

    „Überdies weckt dieses Urteil (nicht nur) im Ausland unangenehme Erinnerungen an die NS-Justiz.“

    Meine Rede…

    • 27. Juni 2012 um 11:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  348. 367.

    @ Bellfrutta

    „…wenn Claudia Roth auf der jährlichen Anti-Nazi-Demo in Dresden von der Polizei abgeführt wird“

    Ich hatte heute morgen beim Bäcker eine unangenehme Begegnung mit sächsischen jung-Rechten, die hier scheint’s auf Montage sind. Der Kerl (1,90 m, ca. 110 kg, Tattoos, Glatze) wollte mich zur Seite drängen, was ich (1,77 m, 78 kg) mir nicht gefallen ließ, worauf es zu einem heftigen (unpolitischen) Wortwechsel kam.

    • 27. Juni 2012 um 11:33 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  349. 368.

    Die Kölner Staatsanwaltschaft, stellte vor zwei Jahren einem Verbreiter von ‚Stürmer‘-artigen Karikaturen einen ‚Persil-Schein‘ aus:

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/08/08/kein-jude-ohne-krummnase/

    • 27. Juni 2012 um 11:37 Uhr
    • Serious Black
  350. 369.

    OT – aber extrem lesenswert meiner Meinung nach: der historiker Walter Laqueur zu Europa:

    http://www.welt.de/kultur/article106673512/Das-Ende-der-Euro-Zone-naht-und-auch-das-der-EU.html

    • 27. Juni 2012 um 11:38 Uhr
    • Zagreus
  351. 370.

    @ BF

    zum Thema HIV-Prävention:

    Schenker, a veteran AIDS prevention specialist based in Jerusalem, said that each circumcision performed prevents five cases of HIV infection in a continent where AIDS is endemic. The Israelis were accepted because of the country’s long experience with performing ritual circumcision on adult immigrants who want to become formally Jewish. The project has been recommended by the World Health Organization and UNAIDS for reducing the spread of HIV.

    http://www.jpost.com/Health/Article.aspx?id=275068

    • 27. Juni 2012 um 11:42 Uhr
    • Serious Black
  352. 371.

    Onkel Sauer 367

    Zwar quatschen die Ihrigen nicht von Ehre, sind aber so scheint es mir, trotz aller sozialpädagogischen Bemühungen nach 49 auch nicht in der Bundesrepublik angekommen. NSU und 100 Tausend anderer Fälle beweisen es

    Ihre Ausgrenzungsargumente mir gegenüber, ihre wäre immer noch nicht angekommen, zeigt mir, dass ich immer noch ein Ausländer für Sie bin.

    Sei es drum

    • 27. Juni 2012 um 11:51 Uhr
    • cem.gülay
  353. 372.

    @ Zagreus

    Laqueurs Schlusssatz im von Ihnen verlinkten „Welt“-Artikel:

    „Dennoch halte ich es für möglich, dass es in Zukunft, vielleicht sogar in der nahen Zukunft, einen neuen Anlauf geben wird, um ein geeintes Europa zu schaffen. Die Geschichte lehrt, dass nur existentielle Krisen zu einer Bereitschaft führen, radikale Änderungen vorzunehmen. Eine Sicherheit in dieser Hinsicht gibt es nicht, aber immerhin die Möglichkeit, den entscheidenden Schritt vom Nationalstaat zu den Vereinigten Staaten von Europa zu tun.“

    Ganz ähnliche Töne schlägt FM Schäuble im Interview mit dem „Spiegel“ vom Montag an: Er rechnet damit, dass die Finanzkrise zu einer Beschleunigung der wirtschaftlichen und politischen Union innerhalb der Euro-Gruppe führt und er strebt deshalb eine baldige Volksabstimmung zur entsprechenden Verfassungsänderung an.
    Wobei er nicht damit rechnet, dass alle EU-Staaten mitmachen werden.

    • 27. Juni 2012 um 11:55 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  354. 373.

    @ cg

    „Ihre Ausgrenzungsargumente mir gegenüber, ihre wäre immer noch nicht angekommen, zeigt mir, dass ich immer noch ein Ausländer für Sie bin.“

    Sie stehen mit ihrer Ehrhudelei für mich auf der selben Stufe wie oben erwähnter sächsischer Rüpel. Sozusagen Halb-Ausländer, was das Schwabenland angeht.

    • 27. Juni 2012 um 11:58 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  355. 374.

    HJS
    Eurobonds

    Der Satz von Frau Merkel. „So lange ich lebe“! wird es keine Gemeinschaftsschulden geben…….

    Hat doch auch was von Ehrpustelei( schönes Wort von Jörg Lau)

    • 27. Juni 2012 um 12:02 Uhr
    • cem.gülay
  356. 375.

    Wobei bei Ihnen noch erschwerend hinzukommt , dass Sie Fischkopp sind.

    • 27. Juni 2012 um 12:05 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  357. 376.

    HJS

    Schon gut, ich weiß ja wie Sie es meinen

    • 27. Juni 2012 um 12:11 Uhr
    • cem.gülay
  358. 377.

    HJS

    „Ehrpustelei“

    In 15 Jahren nach meiner unheilvollen Karriere bin ich nur einmal rückfällig geworden, da war leider Alkohol und Aufbaupräparate ein Grund bei der Auseinandersetzung.(8 Jahre her)

    Ich kämpfe jeden Tag gegen diesen Trieb der Ehre in Verbindung mit Gewalt an. Nicht weil ich ein guter Deutscher sein will, sondern, weil ich mir meiner Verantwortung gegenüber 10 Tausenden Jugendlichen die mich kennen, bewusst bin und weil ich es Gott versprochen habe

    • 27. Juni 2012 um 12:44 Uhr
    • cem.gülay
  359. 378.

    @ HJS

    „Ganz ähnliche Töne schlägt FM Schäuble im Interview mit dem “Spiegel” vom Montag an: Er rechnet damit, dass die Finanzkrise zu einer Beschleunigung der wirtschaftlichen und politischen Union innerhalb der Euro-Gruppe führt und er strebt deshalb eine baldige Volksabstimmung zur entsprechenden Verfassungsänderung an.
    Wobei er nicht damit rechnet, dass alle EU-Staaten mitmachen werden.“

    Nein, eigentlich nicht:
    a.) schäuble will keine Volksabstimmung. Er hat sich die ganze Zeit bemüht es ohne irgendeine Volksabstimmung durchzubringen und seine ganzen sonstigen Konstruktionen inc. des ESMs (aber auch der kleinen parlamentarischen zirkel) sind auf ausschluss möglichst vieler mitredner als auch der öffentlichkeit ausgerichtet.
    Und wäre das BVG nicht eingeschritten und hätte den BP gauck gebeten, nich tdie verträge zu unterschreiben, wäre es genau so abgelaufen, wie es schäuble ursprünglich geplant hatte = unter möglichst wenig beteiligung von abweichlern oder gar der bevölkerung.
    Schäuble sieht sich gezwungen voraussichtlich eine Volksabstimmung erlauben zu müssen – ud darum redet er mit einem mal, als wenn er persönlich der bundesdeutsche Granat für Volksbeeiligung wäre. Man sollte da schon sich nicht verarschen lassen von ihm und seinesgleichen. Die komplette jetzige CDU-Führung ist schon längst abgehoben und ‚auf heiliger Mission‘ – die wollen mit allen möglichen tricks abweichende meinungen inc. breite zustimmungspflichtige kreise möglichst wenig involviert sehen – dneken sie nur einmal daran, wie die fraktionen (kauder) versucht haben, das rederecht von abweichlern erst gar nicht zuzulassen und dann verbieten zu wollen.
    b.) Schäuble wil auf der bisherigen EU/Euro mit seinen verträgen aufbauen, und nicht wirklich einen neustart.
    Ich habe laqueurs satz:
    „Dennoch halte ich es für möglich, dass es in Zukunft, vielleicht sogar in der nahen Zukunft, einen neuen Anlauf geben wird, um ein geeintes Europa zu schaffen.“
    als beschreibung der möglichkeit eines (komplett neuen) Anlaufs verstanden und nicht als ein neuer versuch auf dem bisherigen ein ‚vereindes europa‘ umzusetzen. ich halte dies auch nicht für möglich, da einfach zu viele konstruktionsfehler im bisherigen konstrukt stecken. Und ich lehne auhc die EU in ihrer jetzigen Form ab – einfach wegen des demokratiemangels, der übrigens gerade noch verschärft wird (z. B. durch eben dem ESM – denn das ist nur vordergründig ein reines Wirtschaftsinstrument).
    Mir persönlich als ideal würde mehr ein ‚vereinigtes Europa‘, das von seiner ausrichtung ähnlich wie die schweiz aufgebaut ist (mit den kantonen und den volksabstimmungen), gefallen – vor allem, weil ich hier eine zunahme der macht (gestaltungsmöglichkeiten) der Bürger zur bisherigen repräsentativen Demokratie der BRD sehen würde. brüssel, oder das momental gebaute europa, ist aber mehr auf eine beschränkung nicht nur der souveränität der staaten, sondenr vor allem auch der bürger ausgerichtet. Dieses Europa bedeutet weniger Demokratie, und mehr eliten, die unterdanengeist haben wollen.

    • 27. Juni 2012 um 13:04 Uhr
    • Zagreus
  360. 379.

    Europa hält in seinem Lauf….

    Das alles soll noch abgerundet werden durch die Übertragung von Kompetenzen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Und natürlich sollen alle Rechte bestehen bleiben, die Brüssel in den letzten Jahren bekommen oder sich genommen hat – vom kleinsten Glühbirnenverbot bis zum größten Schuldenberg soll alles zentral entschieden werden. Unten bleiben die Staaten, Länder und Kommunen nur noch als leere Hüllen, die die Entscheidungen von oben durchführen müssen, ohne wesentliche eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu behalten.

    Diese Pläne sind nicht Schäubles private Idee. Er bestätigt hier nur, was gerüchteweise schon seit einigen Wochen kolportiert wird: Die EU-Spitzen wollen die von ihnen verursachte Krise nutzen, um Europa massiv umzubauen. Und es geht dabei weniger um „mehr Europa“ – das ist nur der Vorwand, um die Sache zu verkaufen. Es geht dabei um mehr Zentralismus, um möglichst ungestörtes „Durchregieren“ ohne lästige Subsidiarität oder Selbstbestimmung der Bürger.

    Schlimmer kann man der europäischen Idee kaum schaden.

    http://zettelsraum.blogspot.dk/2012/06/es-wird-ernst.html

    • 27. Juni 2012 um 13:05 Uhr
    • MTR
  361. 380.

    Zagreus

    Das der Export-Status dadurch geschuldet ist, dass andere Länder sich auf den Finanzmärkten überproportional bedient haben, um in Deutschland mit faulen Krediten einkaufen zu können, zeigt, dass wir in Deutschland eine aufgeblähte Wirtschaft haben ohne Substanz. Auf jeden Fall auf diesem Level. Wie viel Wirtschaftsleistung zurück gefahren werden muss und sich das auf die Arbeitslosenzahlen auswirkt, muss errechnet werden

    Das man die Einnahmen jetzt durch Bürgschaften( im Grunde aufgeschobene übernommene Garantien, die irgend wann mal fällig werden) durch den allgemeinen Steuerzahler bezahlt werden muss, ist das Dilemma( vielleicht eine MWST von 23% wie in Griechenland ist möglich oder die PKW-Maut

    Die Wirtschaft wird keine Kohle rausrücken, die explodierten Managergehälter um 800% sind schon lange in der Schweiz bei Freespeech.

    Die anderen Länder sind Bankrott. Aus 100 MRD in Spanien können auch bald 500 MRD werden, haben wir doch in unserer Bankenkrise gesehen.

    Die EU versucht die Bürger schlückchenweise an die Katastrophe näher zu bringen, damit mit man sich nicht so heftig verschluckt, so das man an Atemnot stirbt.

    Mir dieser Heuchelei machen sie alles noch schlimmer.

    • 27. Juni 2012 um 13:22 Uhr
    • cem.gülay
  362. 381.

    @CG

    Hier was für Sie, damit Sie den Unterschied zwischen den Millionengehältern und den Milliardenschulden ein bisschen besser abschätzen können:

    http://web2.0rechner.de/

    • 27. Juni 2012 um 13:30 Uhr
    • FreeSpeech
  363. 382.

    Freespeech

    Ich bin Ihre geringste Sorge, fürchten Sie sich lieber vor der germanischen Kavallerie.

    Wobei ich glaube, dass die Tage von Monaco, Schweiz un Co gezählt sind

    • 27. Juni 2012 um 13:35 Uhr
    • cem.gülay
  364. 383.

    @ cg

    , zeigt, dass wir in Deutschland eine aufgeblähte Wirtschaft haben ohne Substanz.

    Nein, dieser Unsinn wird dadurch, dass ihn Hollande, Lagarde, der belgische Honeckerimitator und auch unsere Linksdoofen immer wiederholen nicht wahrer. Tatsächlich ist der Handel mit den Euroländern weniger stark gewachsen, als der Handel mit Nicht-EU-Ländern und mit EU-Ländern ohne Euro.

    • 27. Juni 2012 um 13:37 Uhr
    • MTR
  365. 384.

    @ Zagreus

    „schäuble will keine Volksabstimmung“

    Er sagt es doch selber:

    http://www.spiegel.de/spiegel/finanzminister-schaeuble-ueber-die-geburtsfehler-des-euro-a-840867.html

    • 27. Juni 2012 um 13:39 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  366. 385.

    Jo, das tumbe Volk hätte man ja früher mal fragen können. Dann gäbe es jetzt ein paar Probleme weniger.

    • 27. Juni 2012 um 13:44 Uhr
    • MTR
  367. 386.

    MTR

    Ich habe mich nicht klar ausgedrückt.

    Wo aber gestern noch ein CDU-Fuzzi meinte, die EU wäre wichtig für den Export. 40% gehen immer noch in die EU.(Ostblock wird es sein)

    Sie haben aber recht, Italien, Griechenland, Spanien,Portugal, Irland braucht kein Mensch mehr!

    Indien, China, Brasilien, Russland, Arabien, Türkei und die USA reichen erstmal für die nächsten Jahrzehnte

    Man hat abgegrast im alten Europa.

    Darum geht es ja auch, jetzt wollen die alten Europäer das Geld zurück was sie ausgegeben haben zurück

    Merkel zeigt die lange Nase

    • 27. Juni 2012 um 13:45 Uhr
    • cem.gülay
  368. 387.

    zurück streichen

    • 27. Juni 2012 um 13:46 Uhr
    • cem.gülay
  369. 388.

    @ HJS

    „“schäuble will keine Volksabstimmung”

    Er sagt es doch selber“

    Ich weis, was er sagt (habe die intrviews ja auch gelesen) – bitte auchn sie einmal darauf, wann er anfängt es zu sagen – und was dabei sonstiges diesbetreffendes noch pasiert.
    Schäuble fängt nämlich erst an Volksabstimmungen gut zu finden, nachdem ihm anscheinend klar wurde, dass er gar keine andere wahl hat, aufgrund des BVGs und Gaucks verweigerter Unterchirft unter den Fiskalpakt & ESM-vertrag.

    Für mich ‚will jemand etwas nicht, wenn er erst dann, wenn er aufgrund äußerer Umstände dazu gezwingen wird, etwas zuzulassen, anfängt davon zu reden bzw. etwas gut zu finden, aber vorher, als es diese äußeren umstände noch nicht gab, er alles dafür tut, dies zu verhindert.
    Schäuble (wie auch andere politiker – vor allem auch vonher) haben sich immer bemüht das eutsche Volk eben nicht wählen zu lassen, sondern entsprechend eintschiedungen unter sich auszumachen.
    Von daher bitte ich sie einfahc darauf zu achten, ab wann jemand etwas ‚zu bejubeln‘ anfängt – und was da paralell oder kurz vorher sonst noch geschieht. Ich denke, dass ist dann ein ganz guter indikator für die ‚Freiwilligkeit‘ bzl. etwas.

    • 27. Juni 2012 um 14:00 Uhr
    • Zagreus
  370. 389.

    @ cg

    “Ihre Ausgrenzungsargumente mir gegenüber, ihre wäre immer noch nicht angekommen, zeigt mir, dass ich immer noch ein Ausländer für Sie bin.”

    Sie stehen mit ihrer Ehrhudelei für mich auf der selben Stufe wie oben erwähnter sächsischer Rüpel. Sozusagen Halb-Ausländer, was das Schwabenland angeht.

    @ HJS

    Es scheint im Schwabenland mithin eine ziemlich spezielle Form der „Fremdenfeindlichkeit“ zu existieren. Neulich sah ich per Zufall auf Youtube eine längere Talkrunde über Dialekte. Zu Gast war auch ein im Schwäbischen anssässiger Busfahrer und (späterer) Würstchenverkaufer mit Thüringischem Migrationshintergrund, der keinen Bock darauf hatte, sich seinen regionalen Sound (kein harter Dialekt – man verstand jedes Wort) abzugewöhnen und deshalb teilweise stark angefeindet wurde. Der Mann wirkte jedenfalls anders als der sächsische Fascho und schien mir auch kein richtiger Jammer-Ossi zu sein.

    Umgekehrt gibt es hier in Berlin manche Leute mit Baden-Württemberger Migrationshintergrund, die mithin nicht allgemeinverständlich babbeln.

    Die Schweizer sind da anders. Weil sie noch weniger Hochdeutsch können, finden sie es cool, wenn Deutsche in der Schweiz im Sound ihrer regionalen Herkunft reden. Außer: Norddeutschen Sound. Das halten sie meistens für ein besonders arrogantes Hochdeutsch. 😉

    • 27. Juni 2012 um 14:14 Uhr
    • N. Neumann
  371. 390.

    Im Grunde ist es ganz einfach. Merkel bleibt bei ihrem bis hier und nicht weiter Standpunkt und rettet Deutschland, weil gut aufgestellt, mit vielen neuen Absatzmärkten oder sie fällt um und hängt sich an die Ertrinkenden.

    Dann ist die EU Idee Geschichte.

    Man kann aber die Ertrinkenden auf der Hälfte der Strecke begleiten und dann loslassen, dann sieht man ob die selber Schwimmen wollen oder nicht.

    Manchmal gibt es dann doch Wunder und man sieht die angeblich Ertrinkenden in Weltrekordzeit das andere Ufer erreichen.

    Wenn der Eine oder Andere ertrinkt, dann Oops.

    Frau Merkel hat es geschnallt, was solls wenn man dann als Nazi beschimpft wird.

    Ich stehe hinter ihr und wenn Sie es durchzieht, bekommt sie meine Stimme bei der nächsten Wahl.

    • 27. Juni 2012 um 14:15 Uhr
    • cem.gülay
  372. 391.

    Das halten sie meistens für ein besonders arrogantes Hochdeutsch.

    Wenn man’s nicht versteht, muss es arrogant gewesen sein 😉

    • 27. Juni 2012 um 14:18 Uhr
    • FreeSpeech
  373. 392.

    Neumann

    Ich bin arrogant, da hast Du recht, deshalb fühle ich mich auf diesem Blog so wohl

    • 27. Juni 2012 um 14:20 Uhr
    • cem.gülay
  374. 393.

    Das halten sie meistens für ein besonders arrogantes Hochdeutsch.

    Unterschätz die Schweizer nicht: Sie wissen, dass das so ist.

    • 27. Juni 2012 um 14:24 Uhr
    • MTR
  375. 394.

    @CG

    Wobei ich glaube, dass die Tage von Monaco, Schweiz un Co gezählt sind

    Denke ich auch. Aber da gibt es immer noch Delaware, Cayman Islands etc.

    Und dass die Schweiz ein bisschen mehr Arbeitskraft für industrielle Tätigkeit hat, ist mir ganz angenehm.

    (Die Finanzindustrie trägt etwa 12-15% zum Bruttosozialprodukt bei, dabei sind allerdings neben dem Vermögensverwaltungsgeschäft auch das Asset Management (institutionelle Kunden wie Pensionskassen) die Tätigkeit von Geschäftsbanken, Privatkundenbanken (Sie und ich), und M&A inbegriffen. )

    Mehr helle Köpfe für Innovation in der Industrie wäre ganz angenehm, die wurden in den letzten Jahren regelrecht abgesaugt von der Finanzindustrie.

    • 27. Juni 2012 um 14:25 Uhr
    • FreeSpeech
  376. 395.

    @CG

    Manchmal gibt es dann doch Wunder und man sieht die angeblich Ertrinkenden in Weltrekordzeit das andere Ufer erreichen

    Besonders dann, wenn die Haie hinter ihnen her sind.

    • 27. Juni 2012 um 14:27 Uhr
    • unlimited
  377. 396.

    Freespech

    Delaware, Cayman

    Bisschen schwierig das Geld durch den Flug-Zoll zu bringen.

    • 27. Juni 2012 um 14:27 Uhr
    • cem.gülay
  378. 397.

    „Das halten sie meistens für ein besonders arrogantes Hochdeutsch.“

    Wenn man’s nicht versteht, muss es arrogant gewesen sein

    @ FS

    Verstehen sehr wahrscheinlich schon. Mir ist in einem anderen Forum allerdings aufgefallen, dass wohl die wenigsten Schweizer norddeutschen Sound (weniger als andere deutsche Rest-Mundarten) als solchen identifizieren können und diesen für besonders „hart“ sowie „hochdeutsch“ halten.

    • 27. Juni 2012 um 14:28 Uhr
    • N. Neumann
  379. 398.

    # 362 – „Deif said one of Morsi’s first steps will be to appoint a vice president who is Christian and another Vice President who is a woman.“ – Hatte es schon von einem ägyptischen Bekannten gehört.
    But I believe when I see.

    Ihre Bedenken halte ich natürlich für berechtigt. Nicht nur Sandmonkey weist darauf hin, dass derzeitig aus taktischen Gründen die MBs eine gewisse bislang völlig unbekannte Liberalität an den Tag legen (z.B. Verzicht auf Scharia, Verzicht auf Diskriminierung der Frauen, Verzicht auf Diskriminierung der Angehörigen anderer Religionen):

    Abdulaziz Sager, the Chairman of the Gulf Research Centre, said he believes Egypt’s Islamists tried to improve their image before the elections, noting in particular their promises to respect freedoms and promote women’s rights. „They have re-marketed themselves,“ said Sager. „But we must still see if they will keep their word.“ He agrees with other analysts that Islamists in Egypt, and other countries where they have emerged on the political scene, must „make compromises“ because they cannot rule on their own. „They will face many challenges — political, economic and security.“
    Sager also warned against any attempt by Islamists to try to amend laws so as to ensure they manage to remain in power. „The real fear is if they cling to power because they believe that they have made many sacrifices to reach power.“ „I hope the Arab Spring does not turn into a nightmare,“ Sager added.

    http://213.158.162.45/~egyptian/index.php?action=news&id=26463&title=Islamists%20must%20%27compromise%27%20to%20safeguard%20Arab%20Spring%20gains

    • 27. Juni 2012 um 14:30 Uhr
    • Publicola
  380. 399.

    Neumann

    Ich bin arrogant, da hast Du recht, deshalb fühle ich mich auf diesem Blog so wohl

    @ CG

    Nein, du bist einfach eine zutiefst deutsche Nörgelnase.

    • 27. Juni 2012 um 14:30 Uhr
    • N. Neumann
  381. 400.

    Unlimmited

    Merkels Standhaftigkeit

    In dieser Frage brauchen wir einen nationalen Konsens.

    Da macht auch jeder arbeitende Migrant in Deutschland mit.

    In dieser Frage stehen wir Migranten(kluge) absolut hinter Frau Merkel und wenn es sie tröstet, dann sind wir Migranten auch Nazis

    • 27. Juni 2012 um 14:33 Uhr
    • cem.gülay
  382. 401.

    Hallo, Cem Gulay- das jetzt sein! :)

    Also: wer immer zuerst „ehrpustelig“ gesagt hat, Sie oder Jörg Lau, hat „ehrpusselig“ gemeint.
    Was auch schöner klingt, weil man nicht am „t“ die Luft explodieren lassen muß.
    http://bit.ly/N1PEp6

    Man vertut sich ja nicht selten mit Worten, die man eigentlich nur in gesprochener Sprache verwendet und noch nie geschrieben gesehen hat.

    „Ehrpustelig“ assoziiert „Pusteln“ – und die mag man ja noch weit weniger gern als eine so etwas altjüngferliche Ehrpusseligkeit.

    … was jetzt nicht heißt, daß ich Sie für einen Grundschüler halte :), aber ich dachte mir, Sie würden das gerne wissen.

  383. 402.

    402
    Das MUSS jetzt sein – mit Brille.

  384. 403.

    Tatsächlich ist der Handel mit den Euroländern weniger stark gewachsen, als der Handel mit Nicht-EU-Ländern und mit EU-Ländern ohne Euro.

    @ MR

    Weil die entsprechenden ökonomischen Verflechtungen schon vorher auf hohem Niveau waren. Und das spricht wiederum nicht dafür, dass man mir nix dir nix eine D-Mark 2.0 schaffen könnte und so schnell alles wieder gut würde.

    (Das wäre ungefähr so naiv, wie nach den ersten blutigen Nasen im Irak-Krieg alle amerikanischen Truppen wieder zurückzuziehen.)

    Wenn du nicht von vornherein auf deinem etwas sonderbaren Argument beharren willst, dass alle, die in einer Rückkehr zur D-Mark nur die schlechteste aller Krisenbewältungsstrategien erkennen können, heillose Europäisten und sowieso Mitglieder der politischen Klasse seien, dann lies dazu vielleicht mal den aktuellen Spiegel.

    • 27. Juni 2012 um 14:41 Uhr
    • N. Neumann
  385. 404.

    Gestriges wdr5-Tagesgespräch zum Thema „Europas Zukunft – Abstimmung per Volksentscheid“ – zum Nachhören.

    Mit Alexander Graf Lambsdorff als Studiogast und vielen expliziten Anrufern.

  386. 405.

    „Das halten sie meistens für ein besonders arrogantes Hochdeutsch.“

    Unterschätz die Schweizer nicht: Sie wissen, dass das so ist.

    @ MR

    Ich hatte in einem anderen Forum drei Schweiz-Schweizer, die deutsche (Rest-)Mundarten gut unterschieden und identifizieren können, darum gebeten, Beispiele für ihrer Empfindung nach (besonders) unangenehmes Hochdeutsch zu verlinken. Die Beispiele hatten durchgehend einen norddeutschen Sound, darunter befand sich z.B. Jakob Augstein. Und ich denke nicht, dass es allein am leicht arroganten Habitus liegt (unabhängig vom inhaltlichen Kokolores).

    • 27. Juni 2012 um 14:49 Uhr
    • N. Neumann
  387. 406.

    @ Neumann

    „Und das spricht wiederum nicht dafür, dass man mir nix dir nix eine D-Mark 2.0 schaffen könnte und so schnell alles wieder gut würde“

    bei der einführung des Euro hingegen war es unproblematisch?

    Aber es stimmt schon – es würden sehr viele probleme und auch kosten auf uns zukommen.
    Was mich aber wurmt ist, dass es keine szenarien gibt (oder diese nicht vorgestellt werden), wenn das EU-Projekt mit all seinen maßnahmen scheitern sollte. Vielleicht noch schlimmeres – so das eine DM 2.0 – einführung dagegen trotz aller nachteile richtiggehend gut aussehen könnte?
    Oder haben wir vielleicht mehrere szenarien – eines, wenn alles gut geht und ein aar je nach abschattungen und feldern, die so richtig tief in den dreck hinabführen – die aber uns nich tgezeigt werden, weil europa#muss‘ klappen nach dem diktum der Europäisten?

    Was mich einfach stört ist, dass ‚nur‘ ein horrorszenario vorgestellt wird und so getan wird, als ob es nicht noch andere gäbe – das ist unehrlich einfach nur noch und spricht gegen Merkel, schäuble & Co.

    • 27. Juni 2012 um 14:52 Uhr
    • Zagreus
  388. 407.

    Sein oder nicht sein, dass ist hier die Frage

    • 27. Juni 2012 um 14:56 Uhr
    • cem.gülay
  389. 408.

    Karolachristine

    Dankeschön. Sind Sie Lehrerin?

    • 27. Juni 2012 um 14:59 Uhr
    • cem.gülay
  390. 409.

    @N. Neumann

    Wir hören wohl gerne die weichen Dialekte. Sächsisch zum Beispiel. Selber mag ich allerdings echtes und zackiges Hochdeutsch ganz gern hören. (Ob das auch Norddeutsch einschliesst, weiss ich nicht. Platt ist ja wohl nicht gemeint)

    • 27. Juni 2012 um 15:18 Uhr
    • FreeSpeech
  391. 410.

    @ NN

    dann lies dazu vielleicht mal den aktuellen Spiegel.

    Du machst mit deiner Gutgläubigkeit mir Spaß und der politischen „Klasse“ Freude. Nein, von linkseuropäistsicher Propaganda lasse ich mich nicht einschüchtern, frag mal FS, vor allen Schweizer Europaabstimmugen wurden nämlich siolche Horrorszenarien für den Fall der Ablehnung gezeichnet. Und jetzt guck mal, wo die Schweiz heute steht.

    • 27. Juni 2012 um 15:27 Uhr
    • MTR
    • 27. Juni 2012 um 15:28 Uhr
    • MTR
    • 27. Juni 2012 um 15:29 Uhr
    • MTR
  392. 413.

    @ FS

    Wir hören wohl gerne die weichen Dialekte. Sächsisch zum Beispiel.

    Dann gibt es zwischen Deutschen und Schweizern ausgeprägte Unterschiede im Nationalcharakter.

    • 27. Juni 2012 um 15:39 Uhr
    • MTR
  393. 414.

    Wenn man die Ideologie EU versteht, wie sie sich jetzt aufführt, warum macht man dann noch Europameisterschaften im Sport, wo das ganze Nationale wieder in Erscheinung tritt

    Die Idioten sollen sich mal entscheiden

    • 27. Juni 2012 um 15:41 Uhr
    • cem.gülay
  394. 415.

    Zum Hintergrund der pro-Assad Regimeromantik in Foren wie ZON und SPON: DDR und Syrien

    “Aus den Beständen des Warschauer Vertrages und der Sowjetunion wurden in etwa 300 MiG, 1.200 Panzer … geliefert. Zwischen Damaskus und den Golanhöhen an der Grenze zu Israel wurden 600 SAM-Raketenstellungen zur Flugabwehr installiert. Die sowjetischen Antonow-Transporter landeten im Stundentakt auf Straßen in Frontnähe und entluden den Nachschub. Im 12-Stunden-Rhythmus liefen sowjetische Frachtschiffe, die dabei ihre Hauptmaschinen kaputtfuhren, in die Häfen ein. Dort wurden die Panzer direkt an die Fahrer übergeben. Zwischendurch kamen Autofähren mit Kriegsfreiwilligen und Ausrüstung aus den arabischen Ländern, wie Marokko. Sogar ungarische Donaufrachter tauchten dort auf. …

    lief der militärische Nachschub der SU über die Luftbrücke Kiew, Rostow, Wolgograd, Tiflis nach Jerewan, von dort (genehmigt und unbewaffnet) durch türkischen Luftraum, an der iranischen Grenze lang, wo dann Höhe Rezaìyal in die syrische Stadt Alleppo (Haleb) abgebogen wurde. Zu Beginn des Krieges flog man auch über Jugoslawien. Seetransporte mit militärischen Nachschub führten durch den Bosporus in die syrischen Häfen Latakia und Tartous. …

    12 sowjetische AN-12-Transporter in Marxwalde gelandet. Jede Maschine nahm eine bereits vorher in Rumpf und Tragflächen zerlegte MiG-21M sowie 6 Männer des JG-8 an Bord. Erst bei der Zwischenlandung in Budapest (Ungarn) wurde das Personal über das Ziel, Aleppo in Syrien, informiert. Jeder erhält das Angebot, mit einer gegenüberstehenden IL-18 der Regierungsstaffel nach Marxwalde zurückzufliegen – keiner nimmt das Angebot an.

    Während des Weiterfluges nach Syrien wurde den NVA-Angehörigen das erste Mal der Ernst der Lage bewußt, als die sowjetischen Piloten der Transportmaschinen lose aus einer Kiste heraus Makarow-Pistolen und Munition zur Selbstverteidigung verteilten Alles ohne die in der NVA unabdingbare Dokumentation von “Übergabe” und “Übernahme” der Waffen, geschweige denn mit Zählen der Munition. Die auf dem syrischen Flugplatz verteilten Flugzeugwracks als unmittelbare Kampfspuren machten endgültig klar, daß man eben direkt neben einem “heißen” Krieg gelandet war. …

    erhielten die Maschinen einen wüstenfarbenden Tarnanstrich und syrischen Hoheitsabzeichen. … Nach Rückflug der “Spezialistengruppe” am 31.10.1973 erhielten die Teilnehmer “hohe Auszeichnungen” und wurden zu absoluten Stillschweigen verpflichtet”

    hxxp://home.snafu.de/veith/syrien.htm

    Mit internationalistischer Gedenkplakette:

    http://home.snafu.de/veith/images/Syrien-Tafel.jpg

    • 27. Juni 2012 um 16:44 Uhr
    • Thomas Holm
  395. 416.

    @MTR

    Die Unterschiede sind ausgeprägt, aber warum Sie wegen der Dialektvorlieben draufkommen?

    • 27. Juni 2012 um 17:26 Uhr
    • FreeSpeech
  396. 417.

    Türkische Linksopposition mit Verschwörungsidee:

    „Masum Türker, chairman of the Democratic Left Party (DSP), alleged on Monday that a Russian ship was involved in the attack, rather than Syrian forces. “There are two Russian warships and a Russian frigate in Latakia’s harbor,” he said, adding, “One of them, Admiral Chabanenko, has the technology to detect the slightest action in the air.”

    Türker maintained that the Chabanenko shot down the Turkish jet, but Yılmaz categorically denied this claim, calling it a baseless allegation.“

    http://www.todayszaman.com/news-284769-turkey-denies-russian-involvement-in-shooting-incident.html

    • 27. Juni 2012 um 17:32 Uhr
    • Thomas Holm
  397. 418.

    @ FS

    Spässle gmacht.

    • 27. Juni 2012 um 17:33 Uhr
    • MTR
  398. 419.

    @MTR

    Das Deutschenbild des Schweizers (Vorsicht, braucht starke Nerven):
    http://www.youtube.com/watch?v=UDM5wRwQ7Uk

    • 27. Juni 2012 um 18:01 Uhr
    • FreeSpeech
  399. 420.

    @ Publicola #276/265

    Religion richtig verstehen; d.h. incl. aller „dishonesty towards oneself“, aller Hintanstellung jedweden Anspruchs auf menschliche Integrität; das leisten möglicherweise diese Leute:

    Dankbar für jedes Schicksal als wahre Gottergebenheit:

    „police have arrested four suspects in the vandalism of the Yad Vashem Holocaust Museum earlier this month. The four men belong to the Neturei Karta sect …

    In early June, workers at the Yad Vashem Holocaust Museum discovered that its main entrance was defaced with graffiti reading „Hitler, thank you for the Holocaust“ and „If Hitler didn’t exist the Zionists would have had to invent him“ on one of the walls.“

    http://www.youtube.com/watch?v=JEmDdcp6YHI&feature=plcp

    Dort landet, wer radikal Schicksalsergebenheit aus Allmacht und
    Allgüte folgert; ALLE anderen dagegen: heucheln; Gott sei Dank !

    Ich bin für gaaanz vorsichtige Dekonstruktionen des Heuchelns; gegenüber vielen großen Anfechtungen hypermoralischer Selbstüberforderung aber bleibt Heuchelei das Mittel der Wahl, um Fanatismus einzuhegen und Selbstzerstörung zu vermeiden.

    • 27. Juni 2012 um 18:08 Uhr
    • Thomas Holm
  400. 421.

    Thomas Holm, K. 353

    danke für die vielen Informationen, Recherchier- und Denkanstöße in Ihren Kommentaren!

  401. 422.

    Cem Gulay, K. 409

    Geraten oder gewußt? :)

  402. 423.

    Karikaturen-GAU-Alarm:

    Son of Hamas, Mosab Hassan Yousef, kündigt Mohammed-Film an !!

    Bei einem Hamas/MB Durchmarsch durch den Arabischen Frühling:

    „this new generation will destroy itself and cause a hudge damage to the body of humanity“ 1.50

    4.35 „it’s hard to loose identity, to loose familiy … this is the human drama that intimidates many people and they rather stay silent … enough is enough, you see the obvious and clear mistakes of our leaderships here in the Middle East …we have an Islamic problem in the region … -5.40 Dann kommt das Filmprojekt.

    http://www.youtube.com/watch?v=011OdG4NILo&feature=related

    • 27. Juni 2012 um 19:28 Uhr
    • Thomas Holm
  403. 424.

    @ Publicola # 398
    Mubarak, Shafik und Mursi mitsamt seinen wie auch immer gearteten Vizepräsidenten sind die Symptome und nicht die Ursache.
    Es ist die ägyptische Gesellschaft selbst, die diese Gesellschaft zu einer undemokratischen macht.

    • 27. Juni 2012 um 20:34 Uhr
    • Bredow
  404. 425.

    Nor everything is over, Baby:

    „Muslim women surrounded me and frantically tried to cover my naked body. …

    The women told me the attack was motivated by rumours spread by trouble-making thugs that I was a foreign spy, following a national advertising campaign warning of the dangers of foreigners. But if that was the cause, it was only really used as a pretext, an excuse, to molest and violate a blonde young Western girl.“

    http://natashajsmith.wordpress.com/2012/06/26/please-god-please-make-it-stop/

    Spione und Blondinen bleiben ein Thema, auch wenn alles andere den Bach ‚runter geht.

    • 27. Juni 2012 um 22:31 Uhr
    • Thomas Holm
  405. 426.

    Furioses Finale zwischen Mosab Hassan Yousef und Imam Jihad Turk

    Yousef ab 19.50 Details über Mo. als Modell 20.00-21.10 die Muslime müßten gegen Allah ihren Aufstand wagen – 22.00

    Turk: alle Stories über Mo. sind von chauvinistischen Tribalisten kolportiert worden; er argumentiert auf einmal historisch-kritisch ! 23.10- „we do not have the historical records … tribal societies … – 25.10 Dann wird der Sermon wieder gewöhnlich.

    Religious Extremism Debate Part 6 of 6: Audience Q&A

    http://www.youtube.com/watch?v=9oLjMaIR0-k&feature=plcp

    Den Hintergrund dafür, dass Turk Toleranz im Islam zu erblicken glaubt, sehe ich darin, dass er sowohl im Iran, als auch in Saudi Arabien gelebt hat und er DAHER weiss, dass irgendetwas dogmatisch ernst zu nehmen: nicht einfach einen Konflikt mit den Ungläubigen bedeutet, sondern die Selbstvernichtung im Konfessionsstreit.

    Das Filmprojekt von Yousef erscheint immer plausibler.

    • 27. Juni 2012 um 22:59 Uhr
    • Thomas Holm
  406. 427.

    Tunesien – zur neugegründeten Bewegung ‚Call for Tunisia‘ des populären und bekannten Alt-Politikers Beji Caid Essebsi:

    On June 16, Beji Caid Essebsi announced the formation of the ‚Call for Tunisia‘ – a provocative new initiative which aims to unite Tunisia’s non-Islamist parties in a national unity movement to counteract the ruling Islamist-led government. The Call is raising profound questions about the extent to which post-Ben Ali Tunisia should accept the inclusion of former regime officials in future administrations. …

    The Call for Tunisia features a broad spectrum of former regime officials together with secular liberals. The former regime officials, or RCDists … see in the new initiative a chance to revive their political prospects. … These officials and their supporters oftentimes criticize the current government as incompetent and unable to manage the complexity of government. They try to deflect criticisms of the rampant corruption and stasi-like police state of the past, by pointing to the (very real) progress achieved under Bourguiba and Ben Ali. They cite statistics on women’s rights, improvements in education, and infrastructure development, and they compare Tunisia with its neighbors in the Maghreb and throughout Africa. Their motives are clear — keep the good and throw out the bad of the former regime.

    The liberal secularists who have joined the movement are as much opportunistic as survivalist. They see joining Essebsi’s party as the only possible way for non-Islamists to regain control of the country. They point to the fact that 60 percent of Tunisians voted for parties other than Ennahda in last October’s elections, but that these votes were spread across a multitude of minor parties … These supporters understand that small parties with little funding cannot compete against larger, well sponsored parties. Their challenge will be to integrate their liberal values into what is at heart a conservative party.

    Essebsi’s group emphasizes that unity among secularists, regardless of political disposition, is the only way to counter Ennahda, and if the secular parties do not line up behind them — Ennahda will continue to govern … It is not just that Essebsi’s group is (presumably) well-organized, but that the opposition parties are so completely dysfunctional. Apart from some minor parties in major cities, there are very few grassroots political movements capable of challenging Ennahda …

    Ideologically, the Call for Tunisia provides a counter-balance to Ennahda through a clear articulation of what Tunisian society should look like … It is fair to say that many (though certainly not all) Tunisians did not feel that their religion was under assault under the previous secular regime. Islamic scholarship in Tunisia over the past century has supported the modernist interpretations of Islam promulgated by the former regimes. And, with the rise in extremist activity across the country, many are sympathetic to the hard line the former dictators used against the Islamists …

    … While liberal secular parties struggle to convey their sensibilities for free speech and women’s rights to voters, Essebsi’s party can run on the merits of the former regime — law and order, women’s rights, and progress and openness to the world through a moderate form of Islam.

    Essebsi’s movement has scared both liberal secularists and Ennahda supporters alike …

    By announcing the formation of the Call for Tunisia 10 months before the elections, Essebsi will be opening the debate on the extent to which Tunisians want a return to the past or leap into the future …

    … Tunisia remains a volatile country and many things could happen before the next elections … While last year’s revolution was popular, it was hardly a referendum on post-independence Tunisia … A matchup between Call for Tunisia and Ennahda in next March’s elections would provide exactly that referendum.
    The work for Essebsi’s movement will be able to convince Tunisians that they can keep the gains of Tunisia’s independence leaders while upholding the values of the revolution.
    For Tunisia’s secular left, the Call represents an opportunity to join a party that may have real traction with ordinary Tunisians, but also signifies a capitulation for what many have worked so hard to change.
    Like in Egypt, the rise of two conservative parties (the Islamists and the Call) is a disappointment to those who fought for human rights and civil liberties.
    At the same time, in this conservative society it is hardly surprising that the debate is characterized by what kind of conservatism Tunisians will choose between.

    From: »The ‘Call for Tunisia’«
    by Erik Churchill*)
    Foreign Policy – 27.06.2012
    http://mideast.foreignpolicy.com/posts/2012/06/27/can_call_for_tunisia_unite_opposition

    *) Erik Churchill is an analyst and development consultant based in Tunisia. He blogs about Tunisian politics at Kefteji (website).

    • 28. Juni 2012 um 09:13 Uhr
    • Serious Black
  407. 429.

    369
    Laqueurs ausführungen finde ich teils etwas finster. Die demografischen probleme werden meiner meinung nach etwas zu schwarz gesehen. Es ist doch nicht das verhältnis alt jung entscheidend sondern wieviele zahlen wieviel steuern und sozialabgaben und müssen damit wieviel andere alimentieren. Mehr menschen, egal wioe alt , ohne eigenes einkommen müssen genau wie die alten mit durchgefüttert werden. Zur zeit haben wir in vielen europäischen staaten eine hohe arbeitlosenquote, die rationalisierung läuft weiter , automatisierung, und auslagerung von produktion und dienstleistung auch.

    • 28. Juni 2012 um 09:22 Uhr
    • ernsthaft
  408. 430.

    Wir hören wohl gerne die weichen Dialekte. Sächsisch zum Beispiel.

    Dann gibt es zwischen Deutschen und Schweizern ausgeprägte Unterschiede im Nationalcharakter.

    Nach nur kurzer Zeit finde ich sächsisch genauso angenehm wie fränkisch oder schwäbisch, mittlerweile frage ich mich ernsthaft, ob es an den Vorurteilen gelegen haben könnte.

    • 28. Juni 2012 um 09:49 Uhr
    • Boothby
  409. 431.

    Wird Baradei Premierminister?

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/06/27/222977.html

    WRM analysiert die taktischen Optionen der Muslimbruderschaft und wie Morsi versucht eine breite Basis zu sichern:

    hxxp://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/06/27/is-anti-zionism-morsis-best-shot-at-relevance/

    • 28. Juni 2012 um 09:53 Uhr
    • Serious Black
  410. 432.

    – Aufschlussreiche Graphik des Umfrage-Institutes Emrhod zur derzeitigen (Juni 2012) mentalen Stimmungslage in Tunesien (↑↓Vergleich zu März 2012) –

    Frage:
    Für welche politische Persönlichkeit würden Sie ihre Stimme abgeben, wenn morgen Wahlen wären?

    Antworten:
    • Ne sais pas – weiß nicht: 21,9%
    • Moncef Marzouki: Präsident, Mediziner, Gründer u. Vorsitzender der sozialliberalen, säkularen CPR-Partei (Kongress für die Republik): 21,8%
    • Beji Caieb Essebsi: tunesischer Alt-Politiker, Gründer der Call for Tunisia-Bewegung (siehe # 427): 11%
    • Hamadi Jebali: Premierminister, Ingenieur, Generalsekretär der islamistischen Ennahdha-Partei: 7%
    • Mustapha Ben Jaafar: Präsident der Verfassungsgebenden Versammlung Mediziner, Gründer u. Vorsitzender der sozialdemokratischen, säkularen ‘Ettakatol’ bzw. FDTL-Partei (Forum démocratique pour le travail et les libertés, Demokratische Forum für Arbeit und Freiheit): 6%
    • Rached Ghannouchi: Mitbegründer und Parteivorsitzender der islamistischen Ennahdha-Partei: 1,3%

    http://www.lapresse.tn/27062012/51855/marzouki-ennahdha-et-essebsi-caracolent-en-tete.html

  411. 433.

    Ägypten – Illusionismus oder Monitoring? – ‚time will tell':
    Activists meet with Morsy, discuss goals of revolution
    http://www.egyptindependent.com/news/activists-meet-morsy-discuss-goals-revolution

  412. 434.

    Formatierungskorrektur (pardon!!):
    Activists meet with Morsy, discuss goals of revolution

  413. 435.

    Karolachristiane

    Geahnt!

    • 28. Juni 2012 um 11:02 Uhr
    • cem.gülay
  414. 436.

    Ägypten – ElBaradei gründet Partei/Bewegung ‚The Constitution‘ (Die Verfassung) –

    Hundreds gathered … on Saturday to meet … Mohamed ElBaradei and attend the official launch of his new party, the Constitution …
    Eager to take part in the launching of the already popular party, hundreds shoved and fought to enter, but many were left outside … Inside, the hall was fully packed with crowds occupying every possible inch, including the stairs …

    On stage, ElBaradei sat with several founding members, including
    prominent legal expert Hossam Eissa,
    author Alaa El-Aswani,
    activist Ahmed Harara,
    talkshow host and activist Gamila Ismail,
    civil society consultant Hala Shukrallah and
    ambassador Sayed El-Masry.
    The figures all represented the camp that, in the March referendum, had pushed for the constitution to first be established before presidential elections …

    ElBaradei explained … The current management of the transition period has left Egypt with a parliament whose legitimacy is in doubt, a frozen constituent assembly and a president that will take his seat with no stated authorities.
    That’s precisely what created the need for this new party, stated ElBaradei.

    „The constitution is for all Egyptians, left and right“ chanted the audience.
    „Down with military rule“ and
    „Egypt is a civil state, not a religious state or a military state,“ they further chanted …
    „Muslims and Christians one hand“ shouted the crowds when ElBaradei mentioned Mina Daniel, who was killed by military tanks in November during a pro-Coptic Christian rights protest….

    … the party … claims it offers a platform for all the different factions of Egyptians.
    While the speakers did say the party aimed for a better roadmap and a „proper“ democratic transition, they did not specify how they would do that.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/0/40350/Egypt/0/ElBaradei-launches-Constitution-Party-alongside-re.aspx

  415. 437.

    # 436 – [Gründung der ElBaradei-Partei „The Constitution“ erfolgte Ende April 2012]

  416. 438.

    Ägypten – (eindeutig:) Monitoring –
    Artists and intellectuals demand that President-elect Mohamed Morsy clarify his stance on the freedom of speech and creativity in all fields, said writer and critic Ahmed al-Khamisi on Wednesday.
    “We want a promise, or a pledge, that creativity won’t be judged by religious methods,” Khamisi said. “The religious approach is suitable for the fields of ethics and upbringing, but they are not suitable for judging arts that are based on other approaches, rather than religious preaching,” he claimed.
    Khamisi is a secular writer and translator who studied Russian literature at the University of Moscow. He was detained for his political activism for three years …

    He stressed that he wants the president to specifically draw the line between matters governed by religious criteria and artistic matters that would be exempt from such criteria … “We want him to pledge to not censor artists and their freedom of creativity, whoever they are,” added Khamisi.
    http://www.egyptindependent.com/news/morsy-should-respect-freedom-expression-says-writer

  417. 439.

    I’ve been half-expecting a less bloody version of the Algeria crisis in the 1990s where the secular police state voided the election after the Islamists won, precipitating civil war. It’s still too soon to rule that out, but let’s assume for now that it won’t happen, that the Muslim Brotherhood has some (albeit limited) power right now and will use as much of it as possible to transform Egypt in its own image. What should we expect to see happen?

    […]

    Egypt is by far the most Islamist place I’ve ever seen. That volcano can only stay plugged for so long.

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/second-thoughts-morsis-victory

    • 28. Juni 2012 um 11:50 Uhr
    • Serious Black
  418. 440.

    „ERBIL, Kurdistan Region — The Free Syrian Army (FSA) is accusing members of the Kurdistan Workers’ Party (PKK) of hindering their movements against the regime of Bashar Assad.

    But leaders of the Democratic Union Party (PYD), a PKK affiliate that yields influence in the Kurdish areas of Syria, say they are determined to stop the revolution and bloodshed from reaching the Kurdish cities.“

    hxxp://www.rudaw.net/english/news/syria/4882.html

    Assad sitzt im Palast fest; könnte ein Pogromistenputsch bevorstehen.

    Zur Stimmung im Shafik-Lager:

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VjqYfmuxGe8

    hxxp://www.independent.co.uk/news/world/africa/egypt-presidential-loser-ahmed-shafik-leaves-as-graft-inquiry-launched-7888918.html

    • 28. Juni 2012 um 12:37 Uhr
    • Thomas Holm
  419. 441.

    @ TH #440

    Shafik

    Das ist Wasser auf die Mühlen der Islamisten.

    • 28. Juni 2012 um 12:59 Uhr
    • Serious Black
  420. 442.

    @ NN

    Das ist die Taktik der Demokratiabschaffer, und du fällst drauf rein:

    Wenn all das rechtzeitig kommt, dann kann es den Euro retten und dem Kontinent vielleicht sogar einen Platz im globalen Konzert der Großmächte sichern. Eine echte Wahl werden die Bürger dabei allerdings nicht haben, auch wenn jetzt über Volksabstimmungen diskutiert wird. Die andere Option, der Zerfall des Währungsraums, ist so kostspielig, dass sie praktisch aus dem Spektrum des Denkbaren ausscheidet.

    http://www.zeit.de/2012/27/Europaeische-Waehrungsunion/komplettansicht

    • 28. Juni 2012 um 13:27 Uhr
    • MTR
  421. 443.

    Schariah als familiengründungsfreundliche Rechtleitung:

    „Within days news emerged that the boy had agreed to marry the girl, while all charges against him have been dropped.

    Earlier this month, another girl, aged 15, was talked into following a young man to an empty apartment in Amman where she was also raped.

    Judicial sources say the young man is now desperately trying to work out an arrangement with her family to marry her, to avoid going to jail.

    Article 308 allows rape charges to be dropped if the perpetrator agrees to marry the victim. He cannot divorce the woman for five years. …“

    Man beachte den sozial stabilisierenden Aspekt der Fünfjahresregelung.

    „“In one case, we tried so hard to prevent a rapist from marrying an 18-year-old girl, who did not want to end up being his wife,“ said Eva Abu Halaweh, a lawyer and human rights activist who heads law group Mizan.

    „But the girl’s father struck a deal with the unemployed rapist, who was already married to another woman and had six children. He was unable to provide for his family and his wife was a beggar.“ …“

    Die Maximen von Strafvermeidung und sozialer Stabilisierung begegnen jedoch neuartigen Herausforderungen:

    „What if a girl gets raped by more than one man? In this case, Article 308 will fail to address the problem,“ …

    But Israa Tawalbeh, the country’s first woman coroner, sees „nothing wrong in Article 308 as such.“ Tawalbeh said the law „solves problems for some.““

    Ist der Mordkult einmal akzeptiert, dann stehen nur noch die Rechte der Opfer im Weg:

    „Accepting marriage under Article 308 is better than leaving girls to be killed by their parents or relatives,“ she said.

    „I think the law fits our society and reality. It protects the girls by forcing attackers to marry them.““

    Die werden nämlich gezwungen, dann zum Establishment zu gehören.

    „“Society believes that a female’s virginity must be preserved until marriage. This forces girls to marry their rapists in order to protect her reputation and avoid social problems,“ he said.“

    http://nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=413696

    Bei solchen Regelungen können Probleme tatsächlich nur von aussen kommen.

    • 28. Juni 2012 um 13:29 Uhr
    • Thomas Holm
    • 28. Juni 2012 um 13:33 Uhr
    • MTR
  422. 445.

    „dem Kontinent vielleicht sogar einen Platz im globalen Konzert der Großmächte sichern“

    Hierauf würde ich allerdings schon wert legen.

    • 28. Juni 2012 um 13:34 Uhr
    • Thomas Holm
  423. 446.

    @Holm #443

    Ich finde zu Ihrem Kommentar passt wunderbar der Koranvers 3:110:

    „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche…“

    Und wer daran zweifelt ist islamophob und Rächtzpopoluist!

    • 28. Juni 2012 um 13:43 Uhr
    • Bellfruta87
  424. 447.

    Marriex

    Das Zypern auch noch unter den Rettungsschirm kommt, ist die absolute Frechheit.

    Ich war vor 1.5 Jahren dort im Urlaub.

    Zyprioten arbeiten nur als Chefs. Gastarbeiter ohne Ende(Ostblock)

    Kaffee Latte 3.50. Pita 7 Euro(aus Prinzip nicht gekauft)

    Geschäfte, Öffnungszeiten 10-12, 16-18 Uhr. Doppelt so teuer wie in Deutschland.(Textil)

    Abends, Luxusautos ohne Ende, ab 100 Tausend und aufwärts. Junges Publikum

    Alles sehr motivierend, als Schaffender?

    Die moralischen Folgen dieser Hilfsleistungen für das Ausland die über Jahrzehnte im Saus und Braus gelebt haben bei wunderbaren klimatischen Bedingungen sind auf Jahre gesehen für die Bürger Deutschlands verheerend.

    • 28. Juni 2012 um 13:50 Uhr
    • cem.gülay
  425. 448.

    @ CG

    DM-Nationalist! Rechtspopulist!

    • 28. Juni 2012 um 13:53 Uhr
    • MTR
  426. 449.

    Marriex

    Genau! Und das haben wir den Regierenden zu verdanken, dass ein alevitischer Hamburger zum deutschen Nationalisten und Rechtspopulisten wird.

    Als waschechter Deutscher würde ich wohl zum Faschisten mutieren

    • 28. Juni 2012 um 13:56 Uhr
    • cem.gülay
  427. 450.

    Shafiq – Anzeige und angestrebtes Gerichtsverfahren wegen Verschwendung öffentlicher Gelder – # 440 u. 441 –

    Schon in der römischen Republik war die Anstrengung von Gerichtsverfahren gegen den politischen Gegner relevante(ste)r Teil des politischen Konkurrenzkampfes und hatte daher im Wesentlichen auch die Funktion, einen Konkurrenten zeitweise oder für immer aus dem politischen Geschäft auszuhebeln:

    Die Repetundenverfahren*) vermochten der Plünderung der Provinzen nicht wirksam abzuhelfen.
    Sie wurden vielmehr als politisches Instrument missbraucht, nämlich bei den innerrömischen Machtkämpfen zwischen Optimaten und Popularen und innerhalb des senatorischen Adels.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Repetundenverfahren#Entwicklung_zur_Zeit_der_Republik
    __________________________

    *) Repetundenverfahren: Gerichtsverfahren, in dem die Provinzialen gegen ausbeuterische Statthalter vorgehen und widerrechtliche Ausbeutungen zurückfordern konnten

  428. 451.

    If you think this is pie in the sky, then it isn’t difficult to imagine the “Plan B” of the Muslim Brotherhood. It is to find ways to raise the rent Egypt collects from the West and rich Arabs for its geopolitical position. Call it a shakedown, call it a bailout, it doesn’t matter. The message Egypt is sending is that it’s too big to fail, and that the world, and especially the United States, owes it. The deputy guide, Khayrat ash-Shater, put it directly: “We strongly advise the Americans and the Europeans to support Egypt during this critical period as compensation for the many years they supported a brutal dictatorship.” Egypt, which is one of the largest recipients of U.S. foreign aid, is thus owed compensation.

    http://www.martinkramer.org/sandbox/2012/06/worst-case-scenario-comes-true/

    • 28. Juni 2012 um 14:00 Uhr
    • MTR
  429. 452.

    # 444 – @ MR
    Eine junge Frau flieht aus dem Iran, weil sie homosexuell ist und verfolgt wird. Dennoch lehnt ein deutsches Gericht ihren Asylantrag ab – und empfiehlt stattdessen einen zurückhaltenden Lebenswandel.

    Pappnasen an deutschen Gerichten!

  430. 453.

    Wenn die Regierenden wenigstens in den nächsten 10 Jahren ein vernünftigen Sommer garantieren könnten , dann wäre alles halb so schlimm.

    Sie können ja für sonst was, alles garantieren, bürgen, haften usw

    • 28. Juni 2012 um 14:05 Uhr
    • cem.gülay
  431. 454.

    Publicola

    Wenn dieser Fall der Iranerin Schule macht(Asyl genehmigen), dann hätten wir eine neue Flut von 100 Tausenden ähnlichen Anträgen.

    Vor allem, wo jetzt überall die Müsli-Brüder an der Macht sind

    Man steckt in einem moralischen Sumpf( Gerichte)

    Deshalb bitte ich Sie mit Kraftausdrücken zu sparen

    • 28. Juni 2012 um 14:13 Uhr
    • cem.gülay
  432. 455.

    @ CG

    Wenn die Regierenden wenigstens in den nächsten 10 Jahren ein vernünftigen Sommer garantieren könnten , dann wäre alles halb so schlimm.

    Aufpassen, sonst kriegt Boothby wieder Tobsucht.

    • 28. Juni 2012 um 14:20 Uhr
    • MTR
  433. 456.

    @ CG Deshalb bitte ich Sie mit Kraftausdrücken zu sparen

    O.K. – bitte den Begriff „Pappnasen an deutschen Gerichten“ durch den Begriff „Nasen an deutschen Gerichten“ ersetzen

  434. 457.

    Marriex

    Boothby und Tobsucht

    Müssen Sie schon etwas genauer erklären

    • 28. Juni 2012 um 14:24 Uhr
    • cem.gülay
  435. 458.

    @Bellfruta87

    Vermeidung von Aufsehen und Ansehensverlust stehen hinter der mildtätigen Maxime, Strafe vermeiden zu wollen. Freie Bahn für Rohheit bei fünfjährigem Scheidungsmoratorium; demographisch war das erfolgreich und die betreffende Jugendblase steht jetzt vor dem Abgrund:

    “this new generation will destroy itself and cause a hudge damage to the body of humanity” 1.50

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=011OdG4NILo&feature=related

    Die gescheiterten Sariah-Schamgesellschaften kehren an ihrem tribalen Ausgangspunkt der Blutrache zurück.

    Im engeren Sinne ein religiöses Verwirrungssymptom:

    „Die Verbrechen des „Propheten“ Mohammed – Autor wird verfolgt“

    Dass er verfolgt wird, ist klar, aber dass ein Zahid Ali Khan:

    hxxp://www.khanverlag.de/shop/page/2?shop_param=

    überhaupt so etwas schreibt, halte ich schon auch für ein Symptom.

    Khan hält sich selbst für einen Prophetenversuch, was ja auch nicht verboten ist …

    http://www.youtube.com/watch?v=fBwiOFAKc2Q&feature=plcp

    • 28. Juni 2012 um 14:33 Uhr
    • Thomas Holm
  436. 459.

    Hatte ich noch vergessen: Entführerei hilft nicht nur zur Familiengründung, sondern eine Art ständige Kultur von Geiselunterhalt hält ganze Länder zusammen:

    „In the face of such massive violations of Lebanese law, it seems like no big deal that the security forces ignore small crimes like kidnapping for the sake of keeping Lebanon relatively quiet. It’s safer than opening a Pandora’s Box of connections, political coverage, religious fanaticism and bribe money.“

    http://nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=413080

    Völlig unverschwulte Lebensform; aktuell aber ziemlich abschüssig auf dem Weg zur Hölle unterwegs.

    @ Publicola

    “Nasen an deutschen Gerichten”

    Vermientes Gelände, „Nasen“ ist Nazijargon, wegen Stürmerbildchen …

    • 28. Juni 2012 um 14:40 Uhr
    • Thomas Holm
  437. 460.

    @ CG

    Sie könnten sich als Klimaleugner offenbart haben.

    • 28. Juni 2012 um 14:51 Uhr
    • MTR
  438. 461.

    @ Publicola
    “Nasen an deutschen Gerichten”
    Vermientes Gelände, “Nasen” ist Nazijargon, wegen Stürmerbildchen …

    @ Thomas Holm

    tut mir leid – mir war absolut nicht bewusst,
    dass der Film „Zwei Nasen tanken Super“ (Thomas Gottschalk, Mike Krüger)
    in brauner Tradition nazibelastet war/ist
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_Nasen_tanken_Super

  439. 462.

    FS: Wir hören wohl gerne die weichen Dialekte. Sächsisch zum Beispiel.

    MR: Dann gibt es zwischen Deutschen und Schweizern ausgeprägte Unterschiede im Nationalcharakter.

    Boothby: Nach nur kurzer Zeit finde ich sächsisch genauso angenehm wie fränkisch oder schwäbisch, mittlerweile frage ich mich ernsthaft, ob es an den Vorurteilen gelegen haben könnte.

    @ Boothby, FS, MR

    Sächsisch hat man in Westdeutschland 40 Jahre lang ziemlich selten gehört. Es handelte sich also zunächst mal eine längere Zeit um einen ungewohnten Dialekt. Und wenn Westdeutsche Sächsisch bzw. ein sächsischen Sound bis 1990 doch gehört haben, dann meistens in Form von offiziellen Vertretern der DDR. Aus dieser Sicht sprachen die Unterdrücker Sächsisch, weniger die Unterdrückten.

    Ich vermute, das hat die Wahrnehmung des Sächsischen in Westdeutschland mehr und nachhaltiger geprägt, als sächsisch sprechende Nachwende-Nazis oder Jammer-Ossis, die gleichwohl die Anmutung „besonders provinziell“ nicht eben zerstreut haben.

    • 28. Juni 2012 um 15:02 Uhr
    • N. Neumann
  440. 463.

    Marriex

    Ich bin der Horror der Linksgrünen oder wie die mich sehen, ein deutsch Nationaler Bozkurt-Türk

    • 28. Juni 2012 um 15:10 Uhr
    • cem.gülay
  441. 464.

    @ NN

    Und wenn Westdeutsche Sächsisch bzw. ein sächsischen Sound bis 1990 doch gehört haben, dann meistens in Form von offiziellen Vertretern der DDR.

    Zumal sich ein recht bekannter Saarländer sprachlich assimiliert hat.

    • 28. Juni 2012 um 15:12 Uhr
    • MTR
  442. 465.

    Zusatz

    Eine menschliche geistige Mutation, die in meinem Fall nur Deutschland hervor bringen konnte.

    Immerhin bin ich kein Salafist geworden

    • 28. Juni 2012 um 15:14 Uhr
    • cem.gülay
  443. 466.

    @ CG

    Immerhin bin ich kein Salafist geworden

    Sie hatten vielleicht mit dem rheinischen Dialekt Schwierigkeiten.

    • 28. Juni 2012 um 15:18 Uhr
    • MTR
  444. 467.

    „Und wenn Westdeutsche Sächsisch bzw. ein sächsischen Sound bis 1990 doch gehört haben, dann meistens in Form von offiziellen Vertretern der DDR. Aus dieser Sicht sprachen die Unterdrücker Sächsisch, weniger die Unterdrückten.“

    Die Grenztruppen beim Transit z.B.

    ‚Wofwwn, Müniziööhn, Räuschghiwt, Rööhdiamonnndn, Booahnogrofiee …’*

    *anmeldungspflichtige, bzw. veroteten Gegenstände

    stammelte ein Grenzer in Dreilinden mal an den wartenden Westautos entlang schlendernd. Ein in meinem Auto mitreisender Anarcho (reiner Zufall !!) fragte den (wohl späteren) Beamten: Was wollen Sie haben für das Ding ? und zwigte auf dessen Pistolenhalfter …

    Für viele Wessis muss sich das anhören, wie ein Stockholmsyndrom, dass dieser Sprachfehler wirklich Verbreitung hat.

    • 28. Juni 2012 um 15:19 Uhr
    • Thomas Holm
  445. 468.

    Gänsefleisch den Goffer aufmochn?

    • 28. Juni 2012 um 15:22 Uhr
    • MTR
  446. 469.

    Angola gennt isch mikh geweeehnen.

    Das galt als subversiv wegen codiertem „an Cola“.

    http://taz.de/uploads/images/460×229/merkel_in_danzig_dapd.jpg

    Auf 400% zoomen, dann kommt Stimmung auf.

    Gott sei dank kommt die Angie aus McPomm.

    • 28. Juni 2012 um 15:32 Uhr
    • Thomas Holm
  447. 470.

    „Walter Ulbricht: Müssen wir jeden Dreck aus dem Westen kopieren?

    Oktoberklub – Mach doch mal einen Verbesserungsvorschlag“

    http://www.youtube.com/watch?v=J6zoyTwfrKE&feature=related ab 0.58

    • 28. Juni 2012 um 15:44 Uhr
    • Thomas Holm
  448. 471.

    Ich kenn’s mit „dodsaufn“.

    • 28. Juni 2012 um 15:45 Uhr
    • MTR
  449. 472.

    @ Thomas Holm
    „Ist der Mordkult einmal akzeptiert, dann stehen nur noch die Rechte der Opfer im Weg:

    “Accepting marriage under Article 308 is better than leaving girls to be killed by their parents or relatives,” she said.

    “I think the law fits our society and reality. It protects the girls by forcing attackers to marry them.”“

    Genau das war gemeint mit meinem statement daß es die arabischen Gesellschaften selbst sind, die sie zu undemokratischen Gesellschaften machen.

    • 28. Juni 2012 um 16:10 Uhr
    • Bredow
  450. 473.

    @ Publicola
    „# 444 – @ MR
    Eine junge Frau flieht aus dem Iran, weil sie homosexuell ist und verfolgt wird. Dennoch lehnt ein deutsches Gericht ihren Asylantrag ab – und empfiehlt stattdessen einen zurückhaltenden Lebenswandel.

    Pappnasen an deutschen Gerichten!“

    Das ist die Direktive, der die Gerichte Folge zu leisten haben. Der traditionelle Untertanengeist in deutschen Amtsstuben kommt nur noch erschwerend hinzu.

    • 28. Juni 2012 um 16:28 Uhr
    • Bredow
  451. 474.

    @ Bredow

    Insofern gibt es ausgerechnet einen Kampf von Alltagskulturen, zu welchem das Team Orient einfach ‚robuster‘, d.h. roheitstoleranter und mit schlauer vordurchdachten ‚Versöhnungsideen‘, etc. aufgestellt ist.

    Die eigenen Länder machen sie sich damit (ja z.Tl. auch durchaus eingestandenermassen) kaputt und in den westlichen Migrationszielländern trifft diese asoziale Gemeindeexpansions- und Befestigungskultur auf Verständnis bis allenfalls etwas Verwirrung.

    Der ‚Kampf der Kulturen‘ ist keine Sache zwischen Institutionen, oder auch nur mit einem Kalifat in spe, sondern ein Konflikt zwischen unverschämten Ansprüchen im Alltag und dem Unwillen, sich das auch nur vorzustellen, wenn man davon hört.

    Ein einmaliges Daherkommen von organisierter Rohheit als Reinheit; ‚konservativ‘ mit ‚progressiver‘ Deckung.

    Gemassen an dem, was da gedeckt wird, ist diese Progressivität durch und durch dekadent.

    • 28. Juni 2012 um 16:29 Uhr
    • Thomas Holm
  452. 475.

    „…in den westlichen Migrationszielländern trifft diese asoziale Gemeindeexpansions- und Befestigungskultur auf Verständnis bis allenfalls etwas Verwirrung.“

    Man könnte auch sagen ‚ wohlwollendes Unverständnis‘, weil nicht sein kann was nicht sein darf, und die ganze Absurdität dieses Vorganges bekommen wir als ‚Willkommenskultur‘, meistens nicht ganz ausreichende, serviert.
    Es sei in diesem Zusammenhang zum wiederholten Mal auf die bizarre Einseitigkeit der muslimischen Heiratsregeln und die nicht minder bizarre Hinnahme derselben von seiten der ‚Aufnahmegesellschaft‘ erinnert.

    • 28. Juni 2012 um 16:46 Uhr
    • Bredow
    • 28. Juni 2012 um 16:50 Uhr
    • Serious Black
  453. 477.

    …’ahnungsloses Wohlwollen‘ würde auch passen.

    • 28. Juni 2012 um 16:50 Uhr
    • Bredow
  454. 478.

    Also ich fühle mich genötigt hier mal eine offizielle Protestnote anzubringen! Ich erkenne bei einige Kommentatoren ganz eindeutig sächsischophobe Tendenzen! So geht das nicht! 😀
    http://www.youtube.com/watch?v=20itdbbSmRk

    • 28. Juni 2012 um 17:04 Uhr
    • Bellfruta87
  455. 479.

    „Sächsisch – Schreib dich nicht ab, lern Ostdeutsch“ lol 😀

    http://www.youtube.com/watch?v=4wsmbRBN_nM

    • 28. Juni 2012 um 17:11 Uhr
    • Bellfruta87
  456. 480.

    Ausnahmsweise mal was zur Eurokrise:
    Die ist entstanden weil es ein Interesse daran gab, den gesunden Menschenverstand mal eine Zeitlang auszublenden. Die Gläubiger vergessen aber nichts und die Schuldner können die Last nicht mehr lange schultern, einfach weil die Wachstumserwartungen überzogen waren.
    Die jetzt anvisierten ‚Lösungen‘ durch Abgabe von Kernkompetenzen an nichtgewählte Gremien sind für demokratisch verfaßte europäische Staaten schlichtweg absurd.
    Deshalb: Reset drücken. D-Mark her. Kassensturz. Und Neustart.

    • 28. Juni 2012 um 17:18 Uhr
    • Bredow
  457. 481.

    OT – Sudan on the Brink: A Khartoum Spring?

    http://www.worldaffairsjournal.org/article/sudan-brink-khartoum-spring

    • 28. Juni 2012 um 17:31 Uhr
    • Serious Black
  458. 482.

    Gerade auf PI gefunden:
    http://www.memritv.org/clip/en/3476.htm

    Mit diesem Mann kann nichts schief gehen!

    • 28. Juni 2012 um 17:58 Uhr
    • Bellfruta87
  459. 483.

    Ägypten – Blauäugigkeit oder Monitoring? ‚time will tell':

    Egyptian comedian and actor Adel Imam does not fear for freedom of expression under Islamist President-elect Mohamed Morsi, he told CNN Arabic Thursday. Imam emphasised the importance of respecting the ballot box and stressed that artists, including himself, would not flee the country as a result of Muslim Brotherhood candidate Mohamed Morsi’s presidential election victory – „Egypt wouldn’t let us,“ he said.
    He said he was not working on any freedom of expression initiatives as there was nothing to worry about in that area.

    Imam said his appeal in the case filed against him for allegedly offending Islam would be heard on 4 July. „I don’t expect anything [regarding the verdict] as I do not worry about myself or art, which has been engraved in Egypt’s roots since Pharaonic times,“ he said.
    He also said he did not expect any changes to laws regarding freedom of expression, and that he had met with members of the Brotherhood who support him …

    An Egyptian court sentenced Adel Imam to three months in jail in absentia in May for „offending Islam“ in some of his films. He was released on bail of LE 100.
    The case against Imam was filed by Asran Mansour who accused the actor of offending Islam and its symbols, including the galabiya – a loose fitting garment worn by some Muslims – and beards in his films ‚Morgan Ahmed Morgan‘, ‚Al-Erhaby‘ (The Terrorist) and ‚Hassan and Morkos‘ and the play ‚Al-Zaeem‘ (The Leader).

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/5/32/46414/Arts–Culture/Film/Im-not-afraid-of-censorship-under-Morsi,-says-Adel.aspx

  460. 484.

    @MR

    Sie könnten sich als Klimaleugner offenbart haben.

    Kalauer sind eine unterschätzte Sünde, aber die Versuchung ist nahe.

    • 28. Juni 2012 um 20:24 Uhr
    • Boothby
  461. 485.

    Hamas celebrates Morsi’s victory – New TV, Lebanon ab 18.30

    Wie alle 27 ägyptischen Gubernate, so begrüßte auch Gaza … die gemeinsamen Wurzeln von Hamas und MB werden betont; Israel werde gedemütigt; das übliche aber auch ein Hinweis darauf, dass eine Versöhnung mit der Fatah nach einer solchen Stärkung der Hamas kaum noch vorstellbar sei. 20.30

    Putins Besuch bei der Autonomieverwaltung dürfte in diesem Zusammenhang auch kein Zufall sein.

    http://www.youtube.com/watch?v=NBkdDuc3Kxs&feature=plcp

    • 28. Juni 2012 um 20:32 Uhr
    • Thomas Holm
  462. 486.

    @ By

    GÄHN.

    • 28. Juni 2012 um 20:33 Uhr
    • MRX
  463. 487.

    @NN

    Ich vermute, das hat die Wahrnehmung des Sächsischen in Westdeutschland mehr und nachhaltiger geprägt, als (…) Jammer-Ossis, die gleichwohl die Anmutung “besonders provinziell” nicht eben zerstreut haben.

    Vielleicht beruht meine neuerliche Sympatie auch darauf, das diese Wahrnehmung auf mich in geringem Umfang zutraf und der persönliche Kontakt eher das Gegenteil bestätigt, zumindest in meinem Umfeld. Zumal auch eher heftige Mundart im Vergleich zu anderen Dialekten doch eher geringere Kryptographiegrade aufweist als derber Bayernslang, allemanische Mundart oder gar Platt.

    • 28. Juni 2012 um 20:41 Uhr
    • Boothby
  464. 488.

    Kelek zur Beschneidung:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107288230/Die-Beschneidung-ein-unnuetzes-Opfer-fuer-Allah.html

    „Kurieren durch Amputieren“, so der Kinderarzt und Chirurg Christoph Flechter

    Wie bei Hirn. Und bekanntlich denken Machos mit dem Schwanz.

    • 28. Juni 2012 um 20:41 Uhr
    • FreeSpeech
  465. 489.

    Zumal sich ein recht bekannter Saarländer sprachlich assimiliert hat.

    Seine Beliebtheitsgrade scheinen hier eher geringer ausgeprägt. Er wird gern als Wessi-Krawallo betrachtet, der der ostmärkischen Fraktion permanent die Tour vermasselt hat. Man hat ihn in Kauf genommen, aber glücklich war man nicht mit ihm, überhaupt scheint dieser Laden in Bezug auf sein Führungspersonal durch eine bemerkenswerte Kompromissbereitschaft geprägt zu sein.

    • 28. Juni 2012 um 20:47 Uhr
    • Boothby
  466. 490.

    @ FreeSpeech – #488 – Ergänzung:

    … ‚Kahal‘ wurde im Jahr 2000 gegründet und appelliert auf ihrer Internetseite an die Eltern: „Bildet euch selbst, bevor das Messer an eurem Kleinkind ansetzt!“ Alle zwei Monate treffen sich rund zwanzig Eltern. Wie sehr sie dabei an ein Tabu rühren, ist in der israelischen Presse zu beobachten. In einem ausführlicheren Artikel zu dem Thema wollten vor kurzem in der Zeitung „Haaretz“ die meisten Eltern nur mit ihrem Vornamen zitiert werden, um ihre Familien und ihre Söhne zu schützen.

    In Israel gibt es keine verlässlichen Zahlen, wie viele Juden sich zu diesem Schritt entschließen.
    Nach Schätzungen werden zwischen ein und zwei Prozent der Jungen nicht beschnitten.

    Eine informelle Umfrage des israelischen Elternportals „Mamy“ ergab im Jahr 2006,
    dass rund ein Drittel der Väter und Mütter am liebsten auf den Eingriff verzichten würden,
    sich aber – auch wegen des sozialen und familiären Drucks – letztlich dafür entschieden.

    Die israelische „Organisation gegen Genitalverstümmelung“ ging 1998 noch weiter als „Kahal“.
    Vergeblich versuchte sie, mit einer Petition vor dem Obersten Gericht, Beschneidungen für illegal erklären zu lassen.
    Nach Ansicht ihres Initiators handelt es sich dabei um eine Verletzung von Menschen- und Kinderrechten, die nicht weniger schlimm ist als die Genitalverstümmelung afrikanischer Mädchen.

    In Israel verfolgen nicht nur skeptische Eltern genau, was man im Ausland tut.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/urteil-zur-beschneidung-von-jungen-schnitt-und-schmerz-11801177.html

  467. 491.

    Ägypten (siehe auch # 436 / 437 – ElBaradei’s Sammlungsbewegung „The Constitution“) – weitere Sammlungsbemühungen der demokratischen Zivilgesellschaft bzw. der dritten Kraft:

    … Egyptian activists launch ‚Third Current‘ initiative with stated aim of defending personal rights, ensuring civil-democratic nature of state … The conference was attended by some 150 politicians and activists.

    Mohamed Abul-Ghar, head of the Egyptian Social Democratic Party (ESDP), kicked off the event by stressing the need to form a „civil-democratic current“ in opposition to perceived Islamist and military hegemony.

    Officials from the campaigns of former presidential candidates
    • Hamdeen Sabbahi and
    • Khaled Ali
    were also present …

    „We have to remember that civil forces accounted for the majority of those who launched the revolution, along with the majority of martyrs who lost their lives for the sake of the country,“ Abul-Ghar said …
    „The 50 per cent of voters who abstained from casting ballots in the presidential elections are those we need to approach;
    those who voted
    • neither for a military-backed former regime member
    • nor an Islamist candidate.“

    ESDP MP Sameh Makram Ebeid … said there were „three main battles“ that would be fought in the upcoming period:
    • the battle for a truly representative constitution,
    • that over upcoming municipal council elections, and
    • that over parliamentary elections expected to take place in six months.

    Film producer and political activist Mohamed Adl, for his part, warned: „This is our last chance. If we don’t learn from our many mistakes over the past year, we deserve what happens to us … what we’re concerned with is
    whether you are with or against tyranny – religious or military.“

    Independent liberal MP Amr Hamzawy, for his part, stressed that the main point of the initiative was to ensure
    • that the „nation is based on the rule of law,“ stressing
    • that the drafting of a new constitution currently represented „the most pressing struggle.“

    Neveine Ebeid, member of the New Woman Foundation, asserted that … the mobilisation of the masses would ensure the initiative’s success.

    „The civil nature of the state is a red line!“ stressed Abdel-Galil Mostafa, a member of the National Association for Change reform movement … Our struggle to ensure a truly representative system continues, and will continue, despite Mohamed Morsi’s electoral victory … We’re against a fascist military system and, likewise, an Islamist state.“ …

    Other prominent figures present at Thursday’s meeting included
    • ESDP MPs Ziad Bahaa Eddin, Farid Zahran and Ehab El-Kharrat;
    • the Egyptian Socialist Party’s Karima Hefnawy;
    • the Egyptian Doctors Syndicate’s Mona Mina;
    • Kefaya movement founder George Ishaq;
    • author Bahaa Taher;
    • former culture minister Emad Abu-Ghazi; and
    • actresses Basma and Tayseer Fahmy.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/46427/Egypt/Politics-/rd-Current-launched-to-counter-military,-Islamist-.aspx

  468. 492.

    489
    @Freespeech

    Schön, daß es solche Inseln von Vernunft und Empathie in der Diskussion gibt.

    Nach ein paar Bloggerjahren kann ich’s nicht mehr hören, was der liebe Gott, Allah oder wer auch immer wann und wo gesagt hat – ein- bis 2000 Jahre vor der Erfindung von fälschungssicheren Ton- und Bilddokumentationen.

    Den Unterschied zwischen „gut“ und „böse“, „richtig“ und „falsch“ und alle Zwischentöne kann jeder erfahren. der in sich hineinhört und kann dieser Stimme auch gerne einen Namen geben. Und sich gerne auch mit anderen mit ähnlichen Vorstellungen zusammentun.

    Alles andere: ich will es einfach nicht mehr!
    Was aber mal wieder niemand intersesieren wird! :)

    Jedenfalls hat ein Richterlein des Kölner Landgerichts (ob der jetzt unter Polizeischutz steht?) den Aufreger der Woche und ein Thema für den „islamischen Religionsunterricht“ geliefert.

    Zu diesem aus NRW-Sicht:
    „Als fair und zugleich im Eigeninteresse der Gesellschaft empfand Michael Solf ( CDU) die Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Man wolle den muslimischen Menschen dasselbe zugestehen wie auch allen anderen: Religionsunterricht. Die Gesellschaft profitiere auf der anderen Seite insofern, als der Unterricht gegen Fundamentalismus und religiöse Abschottung wirke. Statt auf blinden religiösen Eifer ziele er auf einen reflektierten, vom Verstand verantworteten Glauben. Zwar gehe die Einrichtung des Unterrichts an rechtliche Grenzen, man nehme die Schwierigkeiten aber in Kauf, weil Integration gelingen müsse.
    Das Gesetz lege den Grundstein dafür, dass Kinder muslimischen
    Glaubens künftig ein ganz normaler Bestandteil des Landes seien, nicht mehr und nicht weniger. „Das ist die eigentliche, positive Botschaft des heutigen Tages“, unterstrich Sören Link (SPD).
    Er räumte ein, dass die konkrete Arbeit nun erst beginne. Es gelte, Lehrkräfte zu finden und auszubilden, Lehrpläne zu erarbeiten und eine Kultur des Wollens an den Schulen zu etablieren.
    Der Abgeordnete zeigte sich zuversichtlich, dass das Gesetz nach
    2019 nicht mehr gebraucht, weil die Frage islamischer Religionsgemeinschaften bis dahin hoffentlich geklärt sein werde.“

    Was stellt der Mann sich vor : 2019 soll“die Frage islamischer Religionsgemeinschaften hoffentlch geklärt sein“!?

    Dazu eine vernünftige LINKE Stimme:
    „Der Gesetzentwurf räume die Bedenken aus der Expertenanhörung nicht aus, kritisierte Gunhild Böth (Linke). „Die Legitimation der Vertreterinnen und Vertreter dieses Beirats ist das
    ganz große Problem“, sagte sie. Zum einen sei die beteiligte Organisation Ditib vom türkischen Staat abhängig, auch finanziell. Zum anderen hätten Verfassungsrechtler mokiert gemeint sein dürfte „moniert“; @kch.), der deutsche Staat greife in die Hoheit der Religionsgemeinschaften ein, wenn das Schulministerium Personen in den Beirat entsende.
    Außerdem handle es sich bei dem Gesetzesvorhaben nicht um
    die Einführung eines islamischen, sondern eines sunnitischen
    Religionsunterrichts.“
    http://bit.ly/LwZPlu

    Über den ohne staatliche „Einmischung“ Beirat von Ditib und Schura für den islamischen Religionsunterreicht in Niedersachsen wurde schon mehrfach u.a. in der ZEIT berichtet: dort sind die Lehrkräfte vom Urteil des Beirats über ihren Lebenswandel und ihre Einstellungen abhängig.

  469. 493.

    @Publicola

    Danke. Der soziale Druck lässt sich hier geradezu messen:

    -Nach Schätzungen werden zwischen ein und zwei Prozent der Jungen nicht beschnitten.
    -Eine informelle Umfrage des israelischen Elternportals „Mamy“ ergab im Jahr 2006,
    dass rund ein Drittel der Väter und Mütter am liebsten auf den Eingriff verzichten würden (und das sind nur die, welche das zu sagen wagen)

    Man kann das auch als Mass des Druckes in gewissen anderen Gesellschaften betrachten, die nicht so wissensorientiert und debattenorientiert sind.

    • 28. Juni 2012 um 21:31 Uhr
    • FreeSpeech
  470. 494.

    Ägypten – Monitoring:
    … U.S. Secretary of State Hillary Clinton … congratulated Egypt’s newly elected Islamist president … “We have congratulated President (Mohammed) Mursi and the Egyptian people
    for continuing on their path to democratic transition,” … “We have heard some very positive statements so far,” Clinton said, hailing among other things
    Mursi’s pledge to honor international obligations,
    “which would, in our view, cover
    the peace treaty with Israel,” signed in 1979 …

    However, Clinton cautioned, “one election does not make a democracy.”

    The historic vote was “just the beginning of hard work, and hard work requires
    pluralism,
    respecting the rights of minorities,
    an independent judiciary and
    independent media,” she said.

    “We expect President Mursi to demonstrate a commitment to inclusivity that is manifested by representatives
    of the women of Egypt,
    of the Coptic Christian community,
    of the secular, non-religious community and young people,” she added.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/06/28/223236.html

  471. 495.

    @ FS – Yesss!

  472. 496.

    @karolachristiane

    Warum der Staat für Religionsunterricht sorgen soll, ist mir ein Rätsel. Besonders wenn er keinen Unterricht in Geomantie, Astrologie und Splanchnomantie (Lesen in Eingeweiden) anbietet.

    Weitere unerlässliche Unterichtsgebiete wären

    Tarot
    Kaffeesatzlesen
    aufgeschlagene Eier
    Kristallkugel
    Vogelflug (Ornithomanthie)
    Schlangenbewegung (Ophiomantie)
    Verhalten von Ratten (Myomantie)
    Verhalten von Katzen (Felidomantie)
    Verhalten von Pferden (Hippomantie)
    Lesen aus Eingeweiden von Fischen (Ichthyomantie)
    Holzverbrennung (Xylomantie)
    Verbrennung von Lorbeerzweigen (Daphnomantie)
    Salzstreuen (Halomantie)
    Wolkenbeobachtung (Nephelomantie)
    Beobachtung des eigenen Nabels (Omphalomantie)
    Wachsgießen (Ceromantie)
    Bleigießen (Molybdomantie)
    Deutung hysterischen Gelächters (Gelomantie)
    Kartenlegen (Kartomantie)
    Urindeutung (Uromantie)

    • 28. Juni 2012 um 21:44 Uhr
    • FreeSpeech
  473. 497.

    @FreeSpeech,

    ich bewerbe mich schon mal als außerordentlich erfolgreiche Lehrerin der „Felidomantie“ mit zahlreichen vierpfötigen Referenzen!

    Aus der Nummer kommt man halt nicht raus: entweder man beendet den schulischen katholischen und evangelischen Religionsunterricht generell – den Aufstand hätt‘ ich sehen mögen! – oder man erfindet „islamischen Religionsunterricht“ – sozusagen die Keimzelle des „Euro-Islam“. :)

    Wobei es vermutlich auch eine Überlegung war, die Unterweisung der kleinen Muslime aus dem Hinterhof zu holen oder dem etwas entgegenzusetzen – vielleicht.

  474. 498.

    Kommentar von Abdel Mottaleb El Husseini

    http://taz.de/Debatte-Saudi-Arabien/!96125/

    „Prinz Talal, Halbbruder des Königs Abdullah, kritisierte schon heftig die Ausschaltung des Huldigungsrats. Er verglich in einem Pressegespräch die jetzige Lage Saudi-Arabiens mit den Zuständen in der Sowjetunion kurz vor ihrem Untergang. …

    Die saudische Monarchie, die von vornherein den arabischen Aufständen feindlich gegenüberstand, ist sowohl dem Druck des schiitischen iranischen Islam als auch dem Aufstieg sunnitischer Islamisten ausgesetzt.

    Durch den Sturz von Mubarak verloren die Saudis ihren wichtigsten Verbündeten in der Region. Davon hat das Mullah-Regime in Teheran profitiert und seinen Einfluss in der arabischen Welt von Irak bis Libanon verstärkt.“

    So sieht’s aus.

    • 28. Juni 2012 um 22:12 Uhr
    • Thomas Holm
  475. 499.

    @FS

    Warum der Staat für Religionsunterricht sorgen soll, ist mir ein Rätsel.

    Ethikunterricht ist am Anfang nur ein Substitut für Konfessionslose gewesen, vielleicht erfüllt es einen Zweck, der sich nicht subito erklärt.

    Warum sollte ein Staat für Altgriechisch/Lateinunterricht sorgen? Die stimmen mehren sich, die tote Sprachen für überflüssig halten.

    • 28. Juni 2012 um 22:48 Uhr
    • Boothby
  476. 500.

    ich bewerbe mich schon mal als außerordentlich erfolgreiche Lehrerin der “Felidomantie” mit zahlreichen vierpfötigen Referenzen!

    Wenn es mit der Bedeutsamkeit klappt, kriegen sie in 2000 Jahren Bescheid.

    Allerdings war vor 2000 Jahren die Konkurrenz nicht kleiner als heuer, was zu der Frage führt, was Katholitismus ausmacht.

    Ich persönlich bezweifle, das es nur Peitschen waren.

    • 28. Juni 2012 um 22:52 Uhr
    • Boothby
  477. 501.

    Eine Tragödie zeichnet sich dadurch aus, das es schief lief, obwohl man eigentlich gute Argumente hatte. Ein gutes Spiel, Jogi.

    • 28. Juni 2012 um 22:55 Uhr
    • Boothby
  478. 502.

    Thomas Holm,

    wenn schon das Morgenland untergeht, kommt das Abendland gleich mit. :)

    „Viele deutsche Schüler können einer Studie zufolge nicht zwischen Demokratie und Diktatur unterscheiden. Etwa 40 Prozent sehen kaum Unterschiede zwischen Nationalsozialismus, der DDR sowie der Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung, ergab eine Untersuchung des Forschungsverbundes SED-Staat der Freien Universität Berlin. Die befragten Schüler glauben, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte seien in allen vier Systemen etwa gleich ausgeprägt.“
    http://bit.ly/M9SXjJ

    Geht ja heute durch die Presse: Zehntklässler wurden „untersucht“ – am schlechtesten waren die Kenntnisse von Schülern aus NRW.

    Einer von vielen Gründen könnte der hohe Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund und ausländischer Staatsangehörigkeit in NRW sein- ich glaube zwischen einem Viertel und einem Drittel, ca 15 % sind Muslime.
    In den meisten Migrantenfamilien, die zu einem hohen Prozentsatz zu Hause nur in ihrer Muttersprache kommunizieren, wird man sich wohl kaum über die Geschichte von DDR, „Western Germany“ BRD unterhalten, weil es überwiegend keinen persönlichen Bezug dazu gibt.
    Hinzu kommt das wohl speziell muslimische Desinteresse an Politik.

    Das ist nur eine von vielen Ursachen, aber man wird sich daran gewöhnen müssen, daß für die wachsende Zahl der Migrationshintergründler die geschichtliche Stunde Null in Deutschland ihre eigene Ankunft oder die ihrer Groß/Eltern in diesem Land ist.

    Neben allem, was man dem Geschichtsunterricht anlasten kann tragen natürlich auch die „biodeutschen“ Schüler das ihre zu den traurigen Ergebnissen der Studie bei.

    Aber solange „Demokratie“ keine Seite bei facebook hat, ….

  479. 503.

    @Boothby, 500

    Ethikunterricht oder ein Unterricht ÜBER Religionen wäre eine Alternative – und soviel ist ja vom Latein- und vom Griechischunterricht auch nicht mehr übrig.

    501 versteh‘ ich nicht wirklich.
    Aber das geht schon in Ordnung: ich komm‘ hier ohnehin alle 500 Jahre vorbei.

  480. 504.

    Neue Jihadistisches Mobilisierungsvideo zur Selbstentsorgung in Syrien; zentral der Hinweis, dass das Assad-Regime schlimmer als die Juden sei 1.20.

    http://www.youtube.com/watch?v=NR2h3WGsEqA

    Das Iranische PressTV beklagt, dass sich Jihadisten zu Tausenden über Tunesien auf den Weg zu einem ensprechenden Kinderkreuzug machten.

    Der deutsche Propagandaableger des Iranischen Regimes betont, dass der Gott des Alten Testamentes viel krasser als Allah sei und durch das Neue Testament nur unzureichend relativiert werde.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=wVcUBAalrlg&feature=plcp

    Mit krasser-als-Koran Bibelzitaten bei 6.30, 8.00, 8.45.

    Die Chancen für eine umfassende Selbstdelegitimierung der proselytierenden orientalischen Monotheismuskulte stehen eigentlich nicht schlecht; sie müssen nur ergriffen werden.

    @ kc

    „Hinzu kommt das wohl speziell muslimische Desinteresse an Politik.“

    Dafür gibte es eine Vorliebe für Verschwörungstheorien; Fachbegriffe: „ethnozentristische Weltbilder“ und „Überidentifikation“.

    Die jetzigen Konfliktlagen in den Herkunftsländern versprechen, so katastrophal zu eskalieren, dass man die Überidentifizierer zu einer entsprechenden Betätigung in der Herkunftsregion auffordern kann und den ‚Normalen‘ besser klarlegen kann, was sie davon haben, in einer freien Gesellschaft zu leben.

    • 29. Juni 2012 um 00:02 Uhr
    • Thomas Holm
  481. 505.

    Eine Tragödie zeichnet sich dadurch aus, das es schief lief, obwohl man eigentlich gute Argumente hatte.

    @ Boothby

    Kroos für Reus oder Müller auf Rechts offensiv war definitiv kein gutes Argument; Kroos für einen eingeschränkt fitten Schweinsteiger auf der Sechs wäre wahrscheinlich eins gewesen.

    Suboptimales Abwehrverhalten hin, suboptimales Abwehrverhalten her.

    • 29. Juni 2012 um 00:17 Uhr
    • N. Neumann
  482. 506.

    Und selbst dann, wenn Kroos de facto zentral gespielt hat und Özil mehr rechts, kapiere ich Löws Idee immer noch nicht ganz.

    In der zweiten Halbzeit gab es zwei, drei Situationen, in denen der ballführende Boateng weiter vorne auf der rechten Außenbahn keine Anspielstation hatte.

    • 29. Juni 2012 um 00:25 Uhr
    • N. Neumann
  483. 507.

    OK, ich kapiere es schon: Kroos sollte ohne nennenswerte Turnier-Spielpraxis Pirlo ausschalten und gleichzeitig etwas Özil spielen.

    Das hätte für mich aber auch vor 24 Stunden als Argument eher nicht gut geklungen.

    Es wäre in einem Testpiel gegen Italien ein erprobenswertes Experiment gewesen. Aber wahrscheinlich hätte Kroos da für Schweinsteiger auf der Sechs gespielt, weil letzterer geschont worden wäre.

    • 29. Juni 2012 um 00:38 Uhr
    • N. Neumann
  484. 508.

    OT EU-Gipfel

    Breaking News!
    Wie es aussieht weigern sich Spanien und Frankreich den bereits vereinbarten Fiskalpakt für mehr Haushaltsdiziplin zu ratifizieren und das nur weil Deutschland nicht mehr Kohle rüberschieben will. Der kaum noch solvente Schuldner zeigt, dass er auch weiterhin ordentlich Schulden machen will.
    Das Endspiel um den Euro hat begonnen!

    • 29. Juni 2012 um 01:19 Uhr
    • Bellfruta87
  485. 509.

    PS zu # 491 – ‚Third Current‘ – plausibler Online-Leserbriefkommentar eines ‚Luiz Eduardo Gonçalves · UFRJ Universidade Federal do Rio de Janeiro':

    These Egyptian secularists must adopt a strong SOCIAL AGENDA instead of focusing on anti-Islamist rhetoric. It cost them the last election and quite certainly it will cost them the next one if they do not change in time. If the MB succeed in stealing from them the „civil state“ banner (something the MB, very pragmatically, is already doing), this so-called ‚Third Current‘ will be left with nothing.
    http://www.egyptindependent.com/news/third-current-established-support-civil-state

  486. 510.

    … „zu großen Respekt gehabt“, schnappe ich im Radio als Niederlagen-Diagnose für das Spiel gegen Italien auf. Eine sprachlogisch spannende Wendung; wo doch der Begriff so konstruiert ist, dass man gerade von unbegründetem Respekt nie genug haben kann.

    Eine Leseempfehlung scheint zu sein:

    In Anführungszeichen – Glanz und Elend der Political Correctness
    © Suhrkamp Verlag – edition suhrkamp 2645

    Aus dem Inhalt:

    Lautes Leid. Das Opferideal des moralischen Prekariats 15

    Ich bin beleidigt 26 – Ich bin autonom, also bin ich 28 –
    Der Keim des Kummers 32 – Der Missbrauch des Missbrauchs 34

    Gefühlte Opfer 40 – Opfer im Nadelstreif 45 – Die Kultur der Empörung 49 – Wer fickt wen? 54 – Opfer in Anführungszeichen 58

    Eine der Geschichten des PC-Imports 62 Die totale Dialogbereitschaft 63 …

    Der masochistische Triumph der Grande Nation 87 – Das Lachen der Spaßbremsen 90 – Der Auschwitz-Komplex: Vom Schweigen zum Kaputtlachen 93

    Auf der Suche nach dem verlorenen Antisemitismus 107

    Die unendliche Leichtigkeit der Beschwerde 111

    Kopftücher, Sluts und Burkas 116 – Bürgerpflicht Beleidigung: der Karikaturenstreit 127

    Der sehr nahe Osten 132 Holocaust und Nakba, Trauma und Katastrophe 136 – Die Lizenz zum Töten aus dem Tal der Wölfe 142

    Selbstachtung durch Selbstentfremdung 146 Wir sind kein Volk 147

    Narziss als Gott und Dämon der Political Correctness 155
    Im Diesseits von Gut und Böse 157 Die Luxusmoral 163 –

    Black Power statt Goethe 167 – Der Gott der Selbstliebe 170 Narziss als Terrorist 174 – Nietzsches Gutmenschen 178 Im Shitstorm des Ich-Ideals 185

    3. Kapitel: Selber machen – die Höhenflüge und Abstürze des
    Selbst 216

    Krankheit Autonomie 226 – Faule Freiheit 231 – Sehnsucht nach dem Über-Ich 233
    Schäm’ dich, Genie! 241 – Wie ich lernte, eine NGO zu werden 244 – Der
    Terror der Selbstlosigkeit 247 – Tugend ohne Gott 252

    Maxima Moralia: Glossar der politischen Korrektheit 255

    http://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518126455.pdf

    Sieht nach einem Abstecher (!) zum Buchhändler aus.

    • 29. Juni 2012 um 07:36 Uhr
    • Thomas Holm
  487. 511.

    @Boothby

    Warum sollte ein Staat für Altgriechisch/Lateinunterricht sorgen? Die stimmen mehren sich, die tote Sprachen für überflüssig halten.

    Für sich betrachtet kann ich Ihr Argument durchaus nachvollziehen: Ist das nötig, ja oder nein?
    Meine Kritik am staatlich organisierten Religionsunterricht beruht darauf, dass Religion nicht von Aberglauben unterschieden werden kann und damit Humbug ist (im Gegensatz zu Ethikunterricht – sofern der nicht gleich wieder zu Humbug verkommt).

    • 29. Juni 2012 um 08:30 Uhr
    • FreeSpeech
  488. 512.

    @ KC

    Viele deutsche Schüler können einer Studie zufolge nicht zwischen Demokratie und Diktatur unterscheiden.

    In Brüssel hört man’s gerne.
    Das war die Niederlage, die zählt.

    • 29. Juni 2012 um 08:41 Uhr
    • MTR
  489. 513.

    @ Früchtchen

    Das Endspiel um den Euro hat begonnenist entschieden!

    • 29. Juni 2012 um 08:43 Uhr
    • MTR
  490. 514.

    @karolachristiane

    Ethikunterricht ist sinnvoll, denn in der Ethik geht es grosso modo um gutes und schlechtes Verhalten und die Grundlagen, warum etwas als gut oder schlecht eingestuft wird – rational begründet und nicht mit einem Höheren Wesen begründet.

    Wenn dann noch über Religionen berichtet wird, ist das ein sinnvoller Kulturunterricht.

    Im Ethikunterricht können und sollen Fragen wie Freiheit und daraus abgeleitet Menschenrechte behandelt werden, aber auch die Frage, wie man denn zu einem Urteil kommt und ob man immer zu einem abschliessenden Urteil kommen kann (die Antwort ist Nein, solange man ohne Höheres Wesen argumentiert).

    Nicht vergessen: Auch die Kirche hat Probleme mit der Vorstellung, dass man Fragen nicht per Höheres Wesen beantworten kann, siehe Syllabus Errorum (Google hilft)

    • 29. Juni 2012 um 08:43 Uhr
    • FreeSpeech
  491. 515.

    @ FS

    Die Church of Global Warming haben Sie in Ihrer Auflistung vergessen.

    • 29. Juni 2012 um 08:45 Uhr
    • MTR
  492. 516.

    @MTR

    Wieso entschieden? Und in welchem Sinne?

    • 29. Juni 2012 um 08:45 Uhr
    • FreeSpeech
  493. 517.

    @ MTR

    An die Church of Global Warming habe ich auch gedacht :-)

    Ich ackere mich übrigens zur Zeit durch das da:
    http://www.amazon.com/Thinking-Fast-Slow-Daniel-Kahneman/dp/0374275637

    Da kommt man nicht umhin, an höhere Wesen, höhere Temperaturen und höheren Blödsinn zu denken. Was wir Savannenjäger alles nicht gar so einfach durchschauen.

    • 29. Juni 2012 um 08:47 Uhr
    • FreeSpeech
  494. 518.

    Joerg Lau ist BTW noch Facebook-Freund der Kostümjüdin. Abbitte ist halt so schön…

    • 29. Juni 2012 um 08:48 Uhr
    • MTR
  495. 519.

    @ to whom it concerns – „Warum sollte ein Staat für Altgriechisch/Lateinunterricht sorgen? Die Stimmen mehren sich, die tote Sprachen für überflüssig halten“ … Kritik am staatlich organisierten Religionsunterricht

    … ein nicht einfaches Nachdenk-Thema –
    Welche Fächer wären dann unter Utilitäts-Zweckmäßigkeits-Funktionalitätsgründen einer modernen Gesellschaft strenggenommen (nur noch) notwendig? – Wäre dann nicht eine Reduktion auf die folgenden 4 Fächer bzw. Fächergruppen die Folge?:
    Mathematik – Deutsch (als Sprachunterricht!) – Fremdsprachen (als Sprachunterricht!) – Naturwissenschaften (d.h.(Biologie?)/Physik/Chemie).

    Alle anderen Schulfächer – so würde man argumentieren (können) – sind entweder nicht unbedingt notwendig für das Funktionieren einer Gesellschaft und/weil Privatsache und lassen (ließen) sich privati(ssi)m(e) und hobbymäßig betreiben:
    Literatur (Deutsch) – Literatur (Fremdsprachen) – themenbezogener Oberstufenunterricht in Fremdsprachen – alte Sprachen – Geschichte – Geographie – Sport – Musik – Philosophie – Technik/Arbeitslehre – Hauswirtschaft – AGs – Religion (hier Unterricht durch die jeweiligen von der Konfessionsgemeinschaft bestimmten Lehramtsinhaber/Priester/Geistliche/Rabbis/Imame/ etc.) …

    • 29. Juni 2012 um 08:52 Uhr
    • Publicola
  496. 520.

    @ FS

    Der Transfer wurde erpresst.

    • 29. Juni 2012 um 08:55 Uhr
    • MTR
  497. 521.

    @ TH #510

    Großartig! 😀

    • 29. Juni 2012 um 09:06 Uhr
    • Serious Black
  498. 522.

    @ kc

    “Viele deutsche Schüler können einer Studie zufolge nicht zwischen Demokratie und Diktatur unterscheiden. Etwa 40 Prozent sehen kaum Unterschiede zwischen Nationalsozialismus, der DDR sowie der Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung (sie) glauben, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte seien in allen vier Systemen etwa gleich ausgeprägt.”
    http://bit.ly/M9SXjJ

    Das ist in der Tat ein übles Kapitel.

    Für den subjektiven Eindruck davon, unter welchen Verhältnissen man lebt, scheint es auch kaum einen Unterschied zu machen, ob man z.B. 40% Jugendarbeitslosigkeit oder einen ‚war for talents‘ hat, zu dem heimische Unternehmer auf eigene Faust in Spanien nach ausbildungsgeeigneten Jugendlichen fahnden.

    Eine Wertschätzung von Freiheit – übrigens auch von einer Verringerung der Kriegsgefahr gegenüber dem Kalten Krieg – kommt nicht zustande.

    Vielmehr werden die Anforderungen des Arbeitsmarktes, der Vorrang der Rechtsordnung gegenüber allerlei persönlichen Anwandlungen, Sachzwänge aller Art und natürlich gruppenbezogene Imageprobleme subjektiv in den Rang von existenziellen Bedrohlichkeiten erhoben.

    Man fühlt sich durchweg unfrei, wo man nicht unfrei ist – etwa als Konsument; und wo man unfrei ist – in identitären Belangen halt – fühlt man sich mangelhaft respektiert.

    Gemeinschaftsbelange werden auf Problematiken eines möglichst ungestörten Durchmogelns oder Abpressens focussiert; wobei die (wenigen) ethischen Ausnahmefälle in allen ethnischen und sonstigen Herkunftsbereichen zu finden sind.

    Odnungsbelange werden als Willkür eines annonymen ‚Systems‘ oder einzelner Funktionsakteure wahrgenommen; insgesamt herrscht ein Gefühl, einer gesichtslosen Herrschaft ausgesetzt zu sein, deren vorgebliche Willkürakte man im selben Atemzug als Menschenrecht für sich einfordert (Markenklamotten, etc.) und auf deren Konformität hin man die Umgebung nicht müde wird, kritisch zu beäugen.

    Didaktisch ist die Freiheit eine Katastrophe.

    • 29. Juni 2012 um 09:29 Uhr
    • Thomas Holm
  499. 523.

    @ P #519

    Warum sollte ein Staat für Altgriechisch/Lateinunterricht sorgen?

    Habe mir mit minimalem Aufwand das Latinum erkämpft und nur wenig davon ist (sprachlich) hängengeblieben.

    Ich jedenfalls habe im Lateinunterricht mehr über römisch/griechische Geschichte, sowie fachübergreifendes, analytisches Denken gelernt als im eigentlichen Geschichtsunterricht (der sich zu meinem Bedauern größtenteils auf stumpfes Auswendiglernen beschränkte).

    Das war -imho- ein wesentlicher Schritt auf dem Weg ein mündiger Bürger zu werden.

    Ich schätze mal in Zeiten von G8 bleibt eigenständiges Denken ein wenig auf der Strecke.

    • 29. Juni 2012 um 09:30 Uhr
    • Serious Black
  500. 524.

    @ TH

    Didaktisch ist die Freiheit eine Katastrophe.

    Man könnte auch sagen, der in Freiheit geboren Mensch ist mit eben dieser überfordert.

    Trifft das eigentlich auch auf Atheisten zu?

    Weiß man nur dann etwas wirklich zu schätzen, wenn man das Kontrastprogramm verpaßt hat? Ein Luxus-Phänomen sozusagen?

    • 29. Juni 2012 um 09:38 Uhr
    • Serious Black
  501. 525.

    @Thomas Holm

    Wozu braucht’s die Sonne, wenn’s tagsüber sowieso hell ist?

    • 29. Juni 2012 um 09:38 Uhr
    • FreeSpeech
  502. 526.

    Der parlamentarische Ausschuss in der NSU Sache, verlangte Akteneinsicht vom Verfassungsschutz.

    Was machen die, sie vernichten alle Unterlagen, man spricht von 7 Aktenordner, also 70.

    BKA Chef Zierske spricht vom Totalversagen.

    Ich spreche von Pinochet Verhältnissen.

    Aber was solls, lieber quatscht man anderen Ländern in ihre Suppe, und setzt sich sogar für eine Oligarchin in der Ukraine ein.

    Menschenrechte, Menschenrechte, Menschenrechte schreien unsere Gutis im Establishment,überall all auf der Welt.

    Zuhause hielten sie jahrelang ihre Fresse, so dass die Neo-Nazis im Verbund mit dem Verfassungsschutz weiter morden konnten und Beckstein un co heute nur mit den Schultern zucken, anstatt im Knast zu sitzen

    • 29. Juni 2012 um 09:56 Uhr
    • cem.gülay
  503. 527.

    Zur schuldenkrise :

    herr ober, bringen sie bitte das geld. Ich möchte zahlen.

    • 29. Juni 2012 um 10:07 Uhr
    • ernsthaft
  504. 528.

    Libanon – Kinderspielzeug erweist sich als Spaltpilz:

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=413633#ixzz1z6iQocaT

    • 29. Juni 2012 um 10:09 Uhr
    • Serious Black
  505. 529.

    @TH: Das hat nichts mit Unbildung zu tun. Die Schüler wissen halt einfach besser als die Lakaien der Finanzkapitaldiktatur, welcher deutsche Staat die Demokratie bereits im Namen trug:

    http://www.jungewelt.de/2012/06-28/059.php

    • 29. Juni 2012 um 10:11 Uhr
    • Arjen van Zuider
  506. 530.

    @ SB

    „Weiß man nur dann etwas wirklich zu schätzen, wenn man das Kontrastprogramm verpaßt hat?“

    Geschenkte Bequemlichkeiten scheinen zu langweilen; oft gar zu kränken.

    Freiheit und geschenkte Bequemlichkeit scheinen einen richtungslosen und enormen Streß – auch des moralischen Gewissens – auszulösen.

    ‚Was soll ich mit mir anfangen – ich müßte wohl dankbar sein – doch wem ?‘

    „Atheisten …. ?

    Da müßte man wohl unterscheiden zwischen einem reinen Bequemlichkeitsphänomen und einem echten inneren Affekt – dass man etwa merkt, nicht glauben zu können, dass Gott das Grass so grün gemacht hat, weil wir grün mögen; sondern, dass wir eher grün deswegen mögen, weil grün nicht verdorrt aussieht. (frei nach Christopher Hitchens)

    Den Anteil derer, die gläubig sind, bis zu dem Punkt, an dem sie Gott wirklich dankbar sind, für das was sie sind und haben, schätze ich als sehr gering ein. Zwischen Diesen und den „bewussten Atheisten“ spannt sich ein breites Mittelfeld von „Unbefriedigten“.

    „Ein Luxus-Phänomen sozusagen?“

    Ein Tyrannenspross wird lebensnäher erzogen; er erfährt, dass es Neider gibt, die sich an der Familie rächen wollen, sie mindestens ins Elend zurückstürzen wollen, wenn nicht schlimmeres …

    Die modernen Nicht-zu-kurz-Gekommenen suchen dagegen nach demjenigen Vermögen, oder Gut, das sie gerade nicht haben und nach Gründen dafür, dass sie es nicht haben. Eine Art vorweggenommenes

    http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

    „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

    Ich übertrage: ‚Unter den westlich-glücklich Geborenen neigen viele Jugendliche dazu, sich bis zu ihrer Stufe von Unvermögen hinaufzuphantasieren und sich nach dorthin einzufordern‘.

    Aufwandsneutral natürlich.

    DARAN ist tatsächlich „die Gesellschaft“ schuld*; und nicht daran, dass sie oder er diese Stufe nicht auch noch geschenkt kriegt.

    *so blöd es klingt.

    Als Problem ist das Ganze ja uralt:

    „Die szenische Darstellung einer tragischen Handlung, in der Großes gestürzt und Niedriges erhöht wird, soll Jammern („Eleos“) und Schaudern („Phobos“) beim Zuschauer auslösen. Dies ist für Aristoteles nicht verwerflich, weil es eine Reinigung („Katharsis“) von starken Affekten bewirke. Theater könne so zu den guten Sitten beitragen statt sie zu zerstören, wie Platon behauptete.“

    Wie man den Menschen helfen kann, die Unzufriedenheit als Begleiterscheinung ihres Wohlergehens im Zaume zu halten, haben schon die Alten Griechen gestritten.

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Dramentheorie#Aristoteles

    @ AvZ

    „Nach Ansicht der Autoren ist eine »wertorientierte Kenntnisvermittlung im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Schulunterricht dringend geboten«, um Jugendliche gegen »diktatorische Versuchungen« zu »immunisieren« und »historischen Analphabetismus« zu verhindern.“

    Nur: wer von Wert redet, der darf von Unwert nicht schweigen; wenn man den lieben Kleinen sagt, wer der Gute ist, dann wollen sie auch wissen, wer der Böse ist. Und dann findet Anklag der, der das am deutlichsten sagt, praktisch egal, um wen es sich handelt.

    „accused Shia of distributing anti-Sunni toy guns“

    Kommt in den besten Gemeinschaften vor. Aus SB’s Libanonartikel.

    • 29. Juni 2012 um 10:38 Uhr
    • Thomas Holm
  507. 531.

    Neumann

    Ich erwarte eine Stellungnahme deinerseits, zu meiner Kritik an den Rechtsstaat!

    Du warst immer ein glühender Verteidiger diesbezüglich.

    • 29. Juni 2012 um 10:42 Uhr
    • cem.gülay
  508. 532.

    THomas Holm

    Die Türkei zieht Militär an die Grenze von Syrien zusammen.

    „Eh Assad,“ sagt die AKP, wenn du nochmal die Türkei vergewaltigst, dann schlagen wir zurück.

    Niedlich

    • 29. Juni 2012 um 10:48 Uhr
    • cem.gülay
  509. 533.

    Wo man aber sagen kann, dass die AKP pazifistisch ausgerichtet ist(No Ironie)

    Und hier der Satz, „Islam ist Frieden“ voll zutrifft.

    Was sagen sie nun Bellafruta?

    • 29. Juni 2012 um 11:01 Uhr
    • cem.gülay
  510. 534.

    @ cem.gülay

    http://www.todayszaman.com/news-284987-syrian-tanks-amass-near-turkish-border-fsa-general-says.html

    170 syrische Panzer nördlich von Aleppo, 30 KM von der türkischen Genze entfernt. Erdogan hatte gesagt, die Türkei werde bedrohliche Truppenbewegungen auf syrischer Seite als militärisches Ziel behandeln.

    General Mustafa al-Sheikh von der FSA will wohl jetzt Erdogan an seine Aussage erinnern.

    Alle sind schon sehr gespannt: (170 und Zaman kann man erkennen)

    Сирийская армия подтянула к границе с Турцией 170 танков и другую технику, сообщает газета Zaman со ссылкой на заявление генерала оппозиционной Свободной армии Сирии Мустафы Аль-Шейха.

    Aserbaidschaner übrigens.

    hxxp://www.trend.az/regions/met/arabicr/2041844.html

    • 29. Juni 2012 um 11:12 Uhr
    • Thomas Holm
  511. 535.

    @NN

    OK, ich kapiere es schon: Kroos sollte ohne nennenswerte Turnier-Spielpraxis Pirlo ausschalten und gleichzeitig etwas Özil spielen.

    Das die Mannschaft die jüngste der Euro war, hat ihr bis dahin nicht geschadet. Die Italiener haben in erster Linie wg. Boffon gewonnen.

    Fandest du wirklich, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf gut wieder? Italien hatte druckvolle Momente, aber eigentlich haben wir dominiert, wobei das Kombinationsspiel dieses mal sch schwächelte.

    • 29. Juni 2012 um 11:12 Uhr
    • Boothby
  512. 536.

    Boothby

    Deutschland dominierend

    Träume weiter

    • 29. Juni 2012 um 11:21 Uhr
    • cem.gülay
  513. 537.

    Das war es dann mit dem Euro – und wohl auch in folge mit der EU.
    Ich hoffe mal, dass wir da relativ schnell rauskommen (weil sonst wird das ganze über die zeit noch katastrophaler):

    http://www.welt.de/politik/ausland/article107299235/Merkels-Niederlage-in-einer-historischen-Nacht.html

    • 29. Juni 2012 um 11:21 Uhr
    • Zagreus
  514. 538.

    „Erdogan, … announced the new rules of engagement for Turkish troops on the border after Syrian air defenses shot down a Turkish warplane last Friday.

    „I can confirm there are troops being deployed along the border in Hatay province. Turkey is taking precautions after its jet was shot down,“ a Turkish official said on condition of anonymity.

    He said he did not know how many troops or vehicles were being moved but said they were being stationed in the Yayladagi, Altinozu and Reyhanli border areas of Turkey’s southern Hatay province.“

    Über Einzelheiten wird Erdogan schon gar nicht mehr unterrichtet, na ja wenn er was genaues wissen will, kann er bestimmt die Israelis fragen.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=275723

    „Fighters with the rebel Free Syrian Army said they believed the Turkish troops were preparing a buffer region in northern Syria, of which an air exclusion zone would most likely be part.

    „We are told that any Syrian army that comes within 5km of the Turkish border will be hit,“ said Ahmed, a coordinator, claiming to have inside information.“

    Fünf Kilometer, das ist ein Wort.

    hxxp://www.dnaindia.com/world/report_assad-under-pressure-on-border-and-in-heart-of-damascus_1708272

    • 29. Juni 2012 um 11:25 Uhr
    • Thomas Holm
  515. 539.

    @MR

    Die Church of Global Warming haben Sie in Ihrer Auflistung vergessen.

    Die wird jetzt von der Vernunft niedergestreckt, vielleicht wäre ein Ableger in Dänemark in Erwägung zu ziehen:

    http://www.parteidervernunft.de/

    • 29. Juni 2012 um 11:27 Uhr
    • Boothby
  516. 540.

    DEBKA meldet, die Saudis hätten in der Nacht Truppen an die Irakische Grenze zum abriegeln und an die Jordanische Grenze herangeführt, um:

    „safeguard Jordan’s King Abdullah against potential Syrian or Iranian reprisals from Syria or Iraq.

    … cut north through Jordan to enter southeastern Syriam, where a security zone will be established around the towns of Deraa, Deir al-Zour and Abu Kemal – all centers of the anti-Assad rebellion. The region is also the home terrain of the Shammar tribe, brethren of the Shammars of the Saudi Nejd province.“

    Ich hatte das, glaube ich, schon vor elf Monaten gesagt; das mit dem Stamm wußte ich allerdings noch nicht.

    Also: Erdogan ist nicht allein und wenn seine Militärs keinen Bock auf eine Sicherheitszone haben, dann machen es halt die Saudis; sind eh fast nur Kurden da im Norden …

    http://debka.com/article/22145/Saudis-forces-mass-on-Jordanian-Iraqi-borders-Turkey-Syria-reinforce-strength

    • 29. Juni 2012 um 11:40 Uhr
    • Thomas Holm
    • 29. Juni 2012 um 12:36 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  517. 542.

    @NN

    „OK, ich kapiere es schon: Kroos sollte ohne nennenswerte Turnier-Spielpraxis Pirlo ausschalten und gleichzeitig etwas Özil spielen.“

    Das die Mannschaft die jüngste der Euro war, hat ihr bis dahin nicht geschadet.

    @ Boothby

    Wenn sich die sehr jungen Innenverteidiger Hummels (lässt die Flanke zum 1:0 unnötig zu) und Badstuber (glaubte erst, die Flanke kommt nicht) ausgerechnet im Halbfinale jeweils einen Schnitzer erlauben: Shit happens.

    Der erfahrene Defensiv-Mann Lahm hat jedoch beim 2:0 offenbar falsch auf Abseits spekuliert. Das sollte wirklich nicht sein.

    Die Italiener haben in erster Linie wg. Boffon gewonnen.

    Wenn ich mich nicht täusche, hat Buffon genau an einem Ball seine Finger gehabt, an dem nicht jeder andere Torwart des Turniers seine Finger gehabt hätte, nämlich dem Freistoß von Reus zu Beginn der zweiten Halbzeit.

    Fandest du wirklich, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf gut wieder?

    Eher ja.

    Von den eindeutig als Weltklasse-Spieler bekannten Buffon und Pirlo einmal abgesehen, kann man sagen, dass Mario Balotelli nicht einfach so aus Scheiß für den englischen Meister Manchester City spielt.

    Italien hatte druckvolle Momente, aber eigentlich haben wir dominiert,

    Wenn Italien eher defensiv spielt und Deutschland mehr Ballbesitz hat, folgt daraus eben nicht (zwingend), das Deutschland dominiert hat.

    wobei das Kombinationsspiel dieses mal sch schwächelte.

    Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil Löw glaubte, dass Toni Kroos ohne nennenswerte Spielpraxis im Turnier gleichzeitig den Ballverteiler im zentralen offensiven Mittelfeld spielen und gleichzeitig Pirlo ausschalten könne. Mit dieser kühnen Variante wurde Kroos nicht nur überfordert, sie hat auch das Spiel der anderen Offensivkräfte nicht gefördert.

    Zusätzlich hatte Schweinsteiger von allen deutschen Spielern die größte Seuche. Das war so überraschend nicht. Kroos wiederum wäre auf der Schweinsteiger-Position wahrscheinlich nicht überfordert und allemal besser als Schweinsteiger gewesen.

    • 29. Juni 2012 um 12:58 Uhr
    • N. Neumann
  518. 543.

    542
    @PK
    Nein!
    „Altherrenwitze zum Thema?
    Auch nein!

    Dann schon eher so:
    http://bit.ly/OHYsI3

  519. 544.

    Oder so:
    http://bit.ly/KBPncD

  520. 545.

    Neumann

    Ich erwarte eine Stellungnahme deinerseits, zu meiner Kritik an den Rechtsstaat!

    @ Cem

    Ich gehe mal davon aus, du meinst das Versagen der zuständigen Sicherheitsheitsbehörden im Rahmen der NSU-Mordserie. Pinochet würde ich da rauslassen, unter seiner Führung wurden durch staatliche Akteure in etwa 3800 Menschen ermordet worden.

    Du warst immer ein glühender Verteidiger diesbezüglich.

    Man soll sich zwar nicht für etwas rechtfertigen, was man nicht getan hat, aber seis drum:

    Ich habe versucht, ganz nüchtern zu erklären, warum das mordende Nazi-Trio nicht früher gestoppt worden ist. Und auch wenn manche Behörden und Teile derselben mithin hanebüchene Fehler gemacht haben, was ich nie bestritten habe, ändert dies nichts an der Diagnose, dass die Täter äußerst planvoll vorgegangen sind: Keine bzw. eine sehr späte Bekenntnis, Mordtaten nicht in der Nähe der Herkunftsorte der Täter (wie bei anderen Rechtsextremen Mördern in Deutschland seit 1980), „Bewegung“ von Ost nach West (und nicht etwa umgekehrt). Das hat die teilweise beträchtlichen Unzulänglichkeiten innerhalb der Sicherheitsbehörden nicht eben gemindert.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn mehrere sicherheitsbehördliche Fehler und eine braune Terror-Zelle, die sich beim Morden (und bei Banküberfällen) leider nicht blöder angestellt hat als die RAF, zusammenkommen, ist der ganze Vorgang weniger rätselhaft.

    • 29. Juni 2012 um 13:38 Uhr
    • N. Neumann
  521. 546.

    Keine Frage: Wir hätten lieber eine Welt, in der jeder Euro-Staat für sich selber einsteht und damit auch die Finanzmärkte überzeugen kann. Gemessen an diesem Idealbild sind alle Erfindungen mit Abkürzungen wie EFSF oder ESM, die letztlich eine gemeinsame Haftung für Staatsschulden bedeuten, Teufelszeug. Und entsprechend begegnen alle Versuche, die Reichweite dieser Instrumente auszuweiten, auf deutscher Seite zu Recht einer gesunden Skepsis. Diese Skepsis sollte aber nicht den Blick für die Details der Beschlüsse des Euro-Gipfels verstellen. Und die sind gar nicht so schlecht.

    Zunächst ist wichtig, was auf dem Gipfel nicht beschlossen wurde: Euro-Bonds, eine gemeinsame Einlagensicherung, oder eine Banklizenz für den Rettungsfonds ESM, der ihm praktisch den Zugriff auf die Europäische Zentralbank (EZB) ermöglicht hätte. Die ganz große Vergemeinschaftung der finanziellen Verantwortung, die viele Politiker im Süden oder Westen Europa gerne sehen würden, findet also nicht statt – dem Widerstand von Angela Merkel sei Dank.

    Dann sollte man nüchtern bewerten, was tatsächlich beschlossen wurde. Erstens: Es soll eine gemeinsame europäische Bankenaufsicht geben, und zugleich die Möglichkeit eröffnet werden, Banken in schwachen Euro-Ländern direkt mit Kapital zu unterstützen, ohne den Haushalt des jeweiligen Staats mit zusätzlichen Schulden zu belasten. Diese Pläne gehen grundsätzlich in die richtige Richtung, denn nur so kann der verhängnisvolle Zusammenhang zwischen Staats- und Bankenkrise aufgebrochen werden.

    Es gibt freilich einige Punkte zu kritisieren und andere noch zu klären. So ist es problematisch, die gemeinsame Finanzaufsicht bei der EZB zu verankern, die keine demokratische Legitimation und daher eigentlich auch keine hoheitlichen Eingriffsrechte hat. Möglicherweise ist das Konzept an dieser Stelle also noch nicht ausgereift.

    http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-beste-aller-schlechten-loesungen/6814784.html

    • 29. Juni 2012 um 13:46 Uhr
    • N. Neumann
  522. 547.

    „sicherheitsbehördliche Fehler“

    muehehe

    Ey Neumann,

    als Blog-Lobbyist für die deutschen Sicherheitsbehörden bitte ein Kommentar zu der Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz.

    • 29. Juni 2012 um 13:56 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  523. 548.

    @ karolachristiane

    Doch.

    Man mag mich naiv nennen, aber mein Verständnis einer freien Gesellschaft schließt das Recht ein, sich über eine aus vorgeschobenen Argumenten bestehende, schlicht peinliche Debatte lustig zu machen.

    Leserkommentar:

    zeit.de/gesellschaft/2012-06/beschneidung-urteil-koeln?commentstart=1#cid-2148848

    weshalb muessen wir in unserer saekularisierten, aufgeklaerten Gesellschaft nachwievor hinterwaeldlerische Rituale tolerieren (…) Es kann doch nicht sein, dass sich aufgeklaerte Menschen noch immer permanent rechtfertigen muessen und alles tolerieren sollen.

    Hinterwäldlerische Rituale…soso

    aufgeklaert, aufgeklaert, aufgeklaert, soso

    In der vergangenen ‚historischen Nacht‘ konnte man auf so mancher Straße in Deutschland eine Sternstunde europ. Aufklärung und Rationalität bestaunen:

    Bsp.: Nach dem EM-Aus der Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Italien dominierte an Rhein und Ruhr bei den Fans eine gefährliche Mischung aus Wut, Enttäuschung und Gewalt. Besonders krachte es zwischen italienischen und deutschen Fans in Wuppertal. Spaghetti flogen.

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/em/fan-randale-nach-em-aus-27-festnahmen-allein-in-wuppertal-id6821481.html

    Die Volksseele kocht, und wir lernen, dass Einwandererkinder zwar für Deutschlands Nationalmannschaft kicken dürfen, aber wenn Zamperoni in den Tagesthemen Dante zitiert, ist die nationale Ehre im Eimer.

    blog.tagesschau.de/2012/06/29/durfte-zamperoni-lacheln/

    Ich äußere mich zu diesen Themen als Agnostiker. Und begeisterter Fussball- (und ehemaliger Jugendauswahl-)spieler, der regelmäßig ein deutsches Stadion besucht.

    • 29. Juni 2012 um 13:59 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  524. 549.

    PS 548

    und pioteutsch.

    • 29. Juni 2012 um 14:01 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  525. 550.

    Italien hatte druckvolle Momente, aber eigentlich haben wir dominiert,

    „Wir sind oben, eigentlich.“

    Erinnert mich an unzählige Diskussionen.

    • 29. Juni 2012 um 14:12 Uhr
    • FreeSpeech
  526. 551.

    @ CG, SoC

    Aktenvernichtung des Verfassungsschutzes. Hatte das noch gar nicht mitbekommen. Danke.

    Zu dem Thema dürfte hier dröhnendes Schweigen herrschen.

    • 29. Juni 2012 um 14:14 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  527. 552.

    @ParallelkoMMentar

    Hammer, dieser Schluss bei Broder :-)

    • 29. Juni 2012 um 14:19 Uhr
    • FreeSpeech
  528. 553.

    In der vergangenen ‘historischen Nacht’ konnte man auf so mancher Straße in Deutschland eine Sternstunde europ. Aufklärung und Rationalität bestaunen:

    Bsp.: Nach dem EM-Aus der Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Italien dominierte an Rhein und Ruhr bei den Fans eine gefährliche Mischung aus Wut, Enttäuschung und Gewalt. Besonders krachte es zwischen italienischen und deutschen Fans in Wuppertal. Spaghetti flogen.

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/em/fan-randale-nach-em-aus-27-festnahmen-allein-in-wuppertal-id6821481.html

    @ MM

    Meine Fresse, wenn es nach so einem ebenso flächendeckenden wie melodramatischen Massenevent, bei dem auch einiges getrunken wurde, in ein paar Ecken durch ein paar Vollpfosten zu Randale kommt, dann ist das insgesamt betrachtet eine Petitesse.

    Die Volksseele kocht, und wir lernen, dass Einwandererkinder zwar für Deutschlands Nationalmannschaft kicken dürfen, aber wenn Zamperoni in den Tagesthemen Dante zitiert, ist die nationale Ehre im Eimer.

    blog.tagesschau.de/2012/06/29/durfte-zamperoni-lacheln/

    Ich äußere mich zu diesen Themen als Agnostiker. Und begeisterter Fussball- (und ehemaliger Jugendauswahl-)spieler, der regelmäßig ein deutsches Stadion besucht.

    Der Kommentar ist Kappes, als ob es um das Dante-Zitat gegangen wäre. Zamperoni hat praktisch seine ganze Moderation lang gegrinst wie ein Honigkuchenpferd, und eben nicht so, wie Moderatoren zum „Guten Abend“ grinsen. Selbst im leidlich nationalistischen Kreuzberg, in das es mich gestern verschlagen hatte, rief man ihm zu : „Ingo, wir wissen wo dein Haus wohnt!!!“.

    • 29. Juni 2012 um 14:29 Uhr
    • N. Neumann
  529. 554.

    @ SB – # 523 – … Latinum … römisch/griechische Geschichte … fachübergreifendes, analytisches Denken … mündiger Bürger … eigenständiges Denken … – D’accord.
    Die Möglichkeit der Realisierung von Mündigkeit und eines eigenständigen Denkens setzen m.E. einen bestimmten Grad des Bewusstseins über sich selbst, über seine (im weitesten Sinne) gesellschaftliche Umwelt voraus (‚self-awareness‘).

    Inzwischen ist Latein sehr oft oder i.d.R. Wahlfach an deutschen Schulen und wird insofern erfreulicherweise nicht (mehr) dem-/derjenigen aufoktroyiert, der/die partout nichts damit anfangen kann oder zu tun haben möchte.

    Weiterhin erfüllt Latein als Fach höchst erfreulicherweise nicht mehr die Funktion der ‚schulischen Klippe‘, an der in den 60er Jahren zahlreiche Schüler/innen gestrandet, gescheitert sind und auch stranden, scheitern sollten („consilium abeundi“ hieß das an unserer Schule damals).

    Latein(unterricht) erlaubt einen Röntgenblick durch die Schichten der Modernität und Gegenwart hindurch auf das relevant-tragende römisch-griechische Gerüst unserer Gesellschaft, von Sprache bis hin zu Regierungssystemen. – Dazu zwei Beispiele:

    z.B.: Die Konstruktionsmechanik von Sprache allgemein lässt sich über Latein vermittelt gut erkennen (Wortklassen, Kasus-, Tempus-, Syntax-systeme), was für einen Deutsch-Muttersprachler auch über Englisch oder Französisch m.E. gar nicht oder nur unter enormen Schwierigkeiten möglich ist.

    z.B.: die heutigen Demokratien mussten erfunden werden; sie lassen sich allerdings zurückführen auf
    antike Vorgänger (Diskussionen über Verfassungskreisläufe und Mischverfassungssystem bei Aristoteles und Cicero)und
    auf darauf und aufeinander aufbauenden Diskussionen; hier sind insbesondere zu nennen:
    – Niccolò Macchiavelli im 15./16. Jh. mit den „Discorsi sopra la prima deca di Tito Livio“/“Abhandlungen über die ersten zehn Bücher des Titus Livius“,
    einem zentraler Text des Republikanismus mit den frühen Versionen des Konzepts ‚checks and balances‘ sowie der Überlegenheit einer Republik über ein Fürstentum;
    – James Harrington im 17. Jh., der ‚Erfinder‘ der geschriebenen Verfassung, mit seinem Werk „The Commonwealth of Oceana“, das auf den antiken Schriftstellern, auf dem Machiavelli der „Discorsi“ sowie auf den staatlichen Modellen Rom, Athen, Sparta, Venedig, Florenz basiert, und
    das auf diesen Grundlagen das Prinzip der Repräsentation, der Ämterrotation und ein Zweikammersystem mit strikter Trennung von Beratung und Entscheidung diskutiert,
    mit folgender starker Ausstrahlung auf die Verfassungen der englischen Eigentümerkolonien in Nordamerika und schließlich im 18. Jahrhundert auf die amerikanische Revolution und die Verfassung der Vereinigten Staaten;
    – Federalist Papers (1787 / 1788), eine Reihe von Zeitungsartikeln, mit denen die Verfasser Alexander Hamilton, James Madison und John Jay die New Yorker Bevölkerung auf Grundlage der Diskussion diverser Aspekte von System-Modellen der Antike zur Annahme des Entwurfs der amerikanischen Verfassung von 1787 bewegten und die nach der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung als wichtigste staatsphilosophische Texte der US-amerikanischen Geschichte gelten.

    • 29. Juni 2012 um 14:33 Uhr
    • Publicola
  530. 555.

    @ParallelkoMMentar

    Ich finde aus dem Italienspiel kann man nicht nur sportlich einige Erkenntnisse ziehen. Riccardo Montolivo hat eine deutsche Mutter und einen italienischen Vater. Er sagt von sich er sei 90% Italiener und 10% Deutscher, er singt die italienische Nationalhymne mit und er ist in der Lage im Spiel gegen Deuschland eine gute Leistung zu bringen und unterandem den tödlichen Pass fürs 2:0 zu machen. Ich weiß nicht ob er für Halbitaliener eine Ausnahme darstellt, aber ich denke eher nicht.
    Bei Halbdeutschen stellt sich die Situation mehrheitlich anders dar, vom Mitsingen der Hymne über die eigene Identifikation zum Deutschsein, bis hin zur spielerischen Leistung an diesem Abend. Man hat bei vielen dieser migrudeutschen Spieler den Eindruck die Nationalmannschaft wäre vorallem ein Job. Und wenn man nur seinen Job macht, dann fehlt eben auch mal der letzte Rest Leidenschaft und Wille um ein Spiel zu gewinnen.
    Auch hier sind die Halbitaliener anders bei der Sache. Und die deutschen Fans sehen das und es gefällt ihnen nicht.
    Naja und wenn diese Migruhdeutsche Generation, also der Teil der nicht ihren Job in der Nationalmannschaft macht, dann auch noch mit Fahnen, in dem Fall italienischen, durch deutsche Innenstädte zieht und sich überschwänglich über einen Siege gegen Deutschland freut, dann muss man sich nicht wundern dass es da auch ein paar Deutsche gibt, denen das nicht gefällt. Ähnlich bei einem grinsenden Tagesschausprecher, der durch sein Verhalten zeigt, das er wohl kaum so sehr zerrissen ist, wie er behauptet.

    • 29. Juni 2012 um 14:35 Uhr
    • Bellfruta87
  531. 556.

    @Neumann

    Selbst im leidlich nationalistischen Kreuzberg, in das es mich gestern verschlagen hatte, rief man ihm zu : “Ingo, wir wissen wo dein Haus wohnt!!!”

    muehehe, haben die das wirklich so gesagt oder haben Sie jetzt zwei Sätze verwurschtelt?

    • 29. Juni 2012 um 14:36 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  532. 557.

    Bei Halbdeutschen stellt sich die Situation mehrheitlich anders dar, vom Mitsingen der Hymne über die eigene Identifikation zum Deutschsein, bis hin zur spielerischen Leistung an diesem Abend. Man hat bei vielen dieser migrudeutschen Spieler den Eindruck die Nationalmannschaft wäre vorallem ein Job. Und wenn man nur seinen Job macht, dann fehlt eben auch mal der letzte Rest Leidenschaft und Wille um ein Spiel zu gewinnen.

    Man muss nicht nur eine arme Sau sein, sondern man muss auch keinen blassen Schimmer von Fußball haben.

    • 29. Juni 2012 um 14:41 Uhr
    • N. Neumann
  533. 558.

    Moskau zitiert syrische Berichte, wonach der türkische Geheimdienst MIT kolportiere, ein Drittel der Armee sei übergelaufen:

    „Around a third of the Syrian armed forces have defected and joined the rebellious Free Syrian Army (FSA), partly based in Turkey, local media claim, citing the report issued by the Turkish intelligence agency MIT.“

    http://english.ruvr.ru/2012_06_29/79714314/

    Kämpfe in Damaskus und vielen Orten eskalieren, immer mehr Berichte über Massaker. Jeder internationale Vermittlungsansatz wird von Assad zurückgewiesen.

    Da die Türkei nichts machen wird und sich über das Einholen einer PKK-Fahne auf syrischer Seite in Jubel ergeht (die Sunniten danken ..) steht Saudi Arabien unter Handlungsdruck; allerspätestens wenn Druck auf Jordanien allzusehr offenbar werden sollte. Jordanien …

    „A Royal Palace statement says King Abdullah II’s talks Thursday with seven Hamas officials, headed by exiled leader Khaled Mashaal …“

    … wo man schon mal die Loyalitäten überprüft.

    hxxp://articles.boston.com/2012-06-28/news/32459367_1_hamas-leaders-hamas-ideology-khaled-mashaal

    Putin lauert wohl auf solch einen „Fehler“ der Saudis, zu dem diese von Assad nach Kräften gepresst werden sollen.

    Derweil sind – nach georgischen Angaben – Verbände des Kaukasischen Wehrkreises, in Armenien und den besetzten Teilen Georgiens, sowie die die Schwarzmeer- und die Kaspische Flotte zu Mannövern mobilisiert.

    hxxp://eng.expertclub.ge/portal/cnid__12105/alias__Expertclub/lang__en/tabid__2546/default.aspx

    Es gibt Hinweise auf die Einrichtung einer Luftbrücke von Erevan (schlau !) nach Aleppo, wo noch ca. 100.000 Armenier leben sollen.

    Dementsprechend:

    „Western states trying to oust Syrian President Bashar al-Assad are increasingly struggling to deal with, or even understand, Russia’s dogged support for him.“

    richtig gelesen: or even understand …

    hxxp://uk.reuters.com/article/2012/06/29/uk-russia-syria-diplomacy-idUKBRE85S0OY20120629

    Putin und Assad wollen m.E. durch die Provokation eines Saudischen Eingreifens den Aufstand in Syrien entscheidend delegimieren, um dann ein Ding drehen zu können, gegen das der Westen nicht mehr sooo viel haben kann. Aus Sicht der Saudis: eine Pipeline, die die Strasse von Hormuz umgeht ist fertig; für echte Vorzugskunden also keine Gefahr !

    Auffällig ist Putins Reden, dass ihm gar nichts so sehr an Assad liege; vielleicht hat er einen (palästinensischen ?) Plan B für das Regime.

    Die Besuche In Israel und bei der Palästinensichen Autonomieverwaltung machen in diesem Zusammenhang guten Sinn.

    Die Türkei wird sich noch einiges mitansehen müssen.

    Muss zu einer Einladung und kann daher erst wieder heute spätabend reagieren.

    • 29. Juni 2012 um 14:42 Uhr
    • Thomas Holm
  534. 559.

    @Neumann

    Selbst im leidlich nationalistischen Kreuzberg, in das es mich gestern verschlagen hatte, rief man ihm zu : “Ingo, wir wissen wo dein Haus wohnt!!!”

    muehehe, haben die das wirklich so gesagt oder haben Sie jetzt zwei Sätze verwurschtelt?

    @ SoC

    Ja, das haben die von Türken-Asis abgekupfert.

    • 29. Juni 2012 um 14:45 Uhr
    • N. Neumann
  535. 560.

    @555 Bellfruta:

    Aus dem Herzen eines Konservativen:
    Sie sind ein kleinklarierter, paranoider, rassistischer Hetzer.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 29. Juni 2012 um 14:53 Uhr
    • ThorHa
  536. 561.

    @Neumann

    Prima! Die Integration läuft tadellos, ich bin zufrieden.

    • 29. Juni 2012 um 14:53 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  537. 562.

    Aus dem Herzen eines Konservativen:
    Sie sind ein kleinklarierter, paranoider, rassistischer Hetzer.

    @ ThoHa

    Sozusagen die abgespeckte Variante von Michael Kühnen.

    • 29. Juni 2012 um 15:06 Uhr
    • N. Neumann
  538. 563.

    @ N. Neumann:

    in ein paar Ecken (…) ein paar Vollpfosten

    Schon klar. 1400 aggressive Fans, nur in Wuppertal.

    Aber „Düsseldorf“ war ja so furchtbar, dass bald die Stehplätze (und das Bier?) in deutschen Stadien abgeschafft werden. Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

    Hast du den Artikel überhaupt gelesen?
    Zitat: Deutsche Fans warfen mit Spaghetti auf die jubelnden Italien-Fans und riefen ausländerfeindliche Parolen.

    Meinetwegen soll man darüber lachen. Vielleicht klingt es im Medienbericht drastischer als es war.

    Aber „Petitesse“? Naja…

    seine ganze Moderation lang gegrinst wie ein Honigkuchenpferd

    Habe nur den Ausschnitt auf youtube gesehen.

    @ BF; NN
    Ähnlich bei einem grinsenden Tagesschausprecher, der durch sein Verhalten zeigt, das er wohl kaum so sehr zerrissen ist, wie er behauptet.

    Mag ja sein. Dann werft ihm halt (mit gutem Recht) Scheinheiligkeit vor, aber:

    Unmittelbar nach Spielschluss brach die Lawine der Reaktionen über uns herein

    Ich meine, mir denken zu können, was das für Reaktionen waren.

    Das sind sowas wie „niedere Instinkte“, die dabei und derzeit überhaupt in Europa (griech. Zeitung: schneidet ihnen die Zungen raus) eine etwas beunruhigende „Renaissance“ erleben.

    Mit etwas Selbstbewusstsein, Souveränität und Gelassenheit steht man über diesen Zamperoni drüber (so unprofessionell sein Auftreten meinetwegen gewesen sein mag). Damit scheint’s derzeit aber nicht weit her zu sein.

    Es ist im Übrigen nicht verboten, sich als Italiener in Deutschland über einen italienischen Sieg zu freuen.

    Irgendwie liegt mir da so ein Spruch auf der Zunge: Zieht euch doch alle mal den…

    Mein Problem, das ich immer mehr zu erkennen glaube: Ich bin ein Illusionist, der vom „wahren Wesen“ des Menschen keine Ahnung hat.

    • 29. Juni 2012 um 15:06 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  539. 564.

    @Neumann

    Prima! Die Integration läuft tadellos, ich bin zufrieden.

    @ SoC

    Ich wollte mal etwas Positives aus Ihnen herauskitzeln.

    • 29. Juni 2012 um 15:07 Uhr
    • N. Neumann
  540. 565.

    PS @ Bellfrutta 555

    Khedira war meines Erachtens über das gesamte Turnier betrachtet der (konstant!) stärkste Spieler der deutschen Mannschaft. Ihnen dürfte bekannt sein, woher der Vater stammt…

    • 29. Juni 2012 um 15:11 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  541. 566.

    @ NN, SoC


    Ja, das haben die von Türken-Asis abgekupfert.

    Prima! Die Integration läuft tadellos, ich bin zufrieden.

    Ich wollte mal etwas Positives aus Ihnen herauskitzeln.

    😀

    Beschde…

    • 29. Juni 2012 um 15:20 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  542. 567.

    Aber “Düsseldorf” war ja so furchtbar, dass bald die Stehplätze (und das Bier?) in deutschen Stadien abgeschafft werden. Man kann sich nur noch an den Kopf fassen.

    @ MM

    Einzelne Stadien sind unterm Strich sicher besser zu managen als tausende von Public Viewings und zehntausende öffentliche Lokale.

    Hast du den Artikel überhaupt gelesen?

    Ja, bist du so doof oder tust du nur so?

    Zitat: Deutsche Fans warfen mit Spaghetti auf die jubelnden Italien-Fans und riefen ausländerfeindliche Parolen.

    Meinetwegen soll man darüber lachen.

    Nein.

    Vielleicht klingt es im Medienbericht drastischer als es war.

    Weiß ich nicht.

    Aber “Petitesse”? Naja…

    Lies doch bitte noch mal, was in meinem Kommentar vor Petitesse steht.

    Allein im Rahmen des Kölner Karnevals wird es mehr vorübergehende Festnahmen geben, als im Rahmen des gestrigen Massen-Events.

    „seine ganze Moderation lang gegrinst wie ein Honigkuchenpferd“

    Habe nur den Ausschnitt auf youtube gesehen.

    Eben.

    Mit etwas Selbstbewusstsein, Souveränität und Gelassenheit steht man über diesen Zamperoni drüber (so unprofessionell sein Auftreten meinetwegen gewesen sein mag). Damit scheint’s derzeit aber nicht weit her zu sein.

    Weil die obligatorischen Dumpfbacken mit ihrer besonders ausgeprägten Meinung aus gegebenem Anlass Online-Kommentare schreiben?

    Es ist im Übrigen nicht verboten, sich als Italiener in Deutschland über einen italienischen Sieg zu freuen.

    Nichts ist so schreiend banal, dass man es nicht mal sagen darf.

    • 29. Juni 2012 um 16:41 Uhr
    • N. Neumann
  543. 568.

    PS @ Bellfrutta 555

    Khedira war meines Erachtens über das gesamte Turnier betrachtet der (konstant!) stärkste Spieler der deutschen Mannschaft. Ihnen dürfte bekannt sein, woher der Vater stammt…

    @ MM

    Dann liegt das für die glitschige Frucht eben an Khediras deutscher Mutter und sie verlegt sich darauf, Özils Leistung „kritisch unter die Lupe zu nehmen“. Und damit die Gülle nicht zu „südländerlastig“ rüber kommt, könnte er ja vielleicht noch Poldis schwache Offensiv-Performance besonders kritisch hinterfragen.

    Dann kann man sich die Erkenntnis sparen, dass Kroos und Schweinsteiger vom Trainer jeweils auf ihre Weise überfordert wurden.

    • 29. Juni 2012 um 17:02 Uhr
    • N. Neumann
  544. 569.

    Leute, die ‚Beschimpfungen‘ heute sind prämienwürdig! – LOL

    • 29. Juni 2012 um 17:48 Uhr
    • Publicola
  545. 570.

    Mal zwischendurch Nachricht von einer Aktion, die bisher an mir vorübergegangen war:
    „Migrantinnen werben für das Grundgesetz!
    http://bit.ly/N2SAFV

  546. 571.

    Oder so:
    http://bit.ly/N2SSgd
    Morgen soll’s in Köln weitergehen.

    Inhaltlich wie optisch eine erfreulichere Aktion als die von Abu Nagie und seinen Mannen!

  547. 572.

    @ kc – Danke für die zwei interessanten (erfreulichen) Links #570 u. #571

  548. 573.

    @ NN

    Frau Merkel hat die Einführung von Euro-Bonds (noch) verhindert. Aber sie hat zugestimmt, dass der ESM zur Euro Bad Bank ausgebaut wird. Das könnte am Ende sogar teurer als Euro-Bonds kommen, weil die Bankeinlagen in der Euro-Zone höher als die Staatsschulden sind. Die Aufstockung des Bailout-Fonds wird politisch leichtfallen, weil infolge fortschreitender Gemeinschaftshaftung die wachsende Schar der Nehmer die schrumpfende Zahl der Geber immer leichter erpressen kann.

    Das Euro-Krisenmanagement stellt inzwischen sogar die EU als Rechtsgemeinschaft in Frage. Wieso verlangt man von Italien oder Spanien nicht dieselben Strukturreformen wie von anderen? Warum werden die Fortschritte von Irland und Portugal nicht anerkannt? Wenn Italien und Spanien zu echten Reformen nicht bereit sind, wie will man dann die Steuerzahler im Norden vom Nutzen der Gemeinschaftshaftung mit daraus folgenden Transferzahlungen überzeugen? Eine gesamtschuldnerische Haftung werde es nicht geben, solange sie lebe, soll Kanzlerin Merkel diese Woche gesagt haben. Noch vor dem Wochenende ist Deutschland dem sehr nahe gerückt.

    http://www.faz.net/aktuell/​wirtschaft/​waehrungsunion-in-der-euro-haft​ung-11804435.html

    • 29. Juni 2012 um 18:45 Uhr
    • MTR
  549. 574.

    @Publicola, 520

    „Kunst“ haben Sie vergessen!
    „Funktionieren“ kann eine Gesellschaft so oder so – und je mehr ich für die „Menschwerdung“ der Kinder und Jugendlichen getan habe, umso besser sind – hoffentlich! – die Voraussetzungen für ein gelingendes Leben und ein freundliches Miteinander.

    Ich denke, Sie wollen die „anderen Schulfächer“ nicht tatsächlich „outsourcen“.

    Ich kann die einem imaginären Wettbewerbsvorteil mit anderen Europäern geschuldete Schulzeit-(und Studien)verkürzung nicht nachvollziehen. Aus der Ruhe, aus Zeiten der Muße wächst Neues, Kreativität, Charakter.

    Aber mich hat ja auch da wieder keiner gefragt! :)

  550. 575.

    Thomas Holm, 523

    „Didaktisch ist die Freiheit eine Katastrophe.“
    :)

    • 29. Juni 2012 um 20:17 Uhr
    • NKB
  551. 577.

    @PK, 550
    „Einfach Klasse!“

    Die Freude an Broders Kommentar sei Ihnen ja gegönnt! :)

    An Broder scheiden sich meine Geister regelmäßig – mal mag ich ihn, mal find‘ ich ihn ziemlich daneben.

    In diesem Fall war/ist mit das Prädikat zu hoch gegriffen.
    Ich teile Broders Analyse nicht, daß sich hier insbesondere genitale Voyeure aus dem Fenster hängen: so spannend ist der Blick auf „Penis natur“ oder „ohne Mützchen“ samt aller sich darum rankender Spekulationen nun auch wieder nicht!
    Und mit dem abschließenden Witz tut er wohl der speziellen Form des „Bevor ich vergesse, Ihnen zu erzählen.. “ Genüge.

    Er ist der WELT-Zampano und hat geschrieben, was und wie man es von ihm erwartet.
    Daß er sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, kann man insofern nicht erwarten – und eine ernsthaftere Betrachtung wäre vermutlich auch sehr bitter ausgefallen.

    Und danke für die weiteren piografischen Details: ich bin beeindruckt! :)

  552. 578.

    @ParallelkoMMentar

    „Khedira war meines Erachtens über das gesamte Turnier betrachtet der (konstant!) stärkste Spieler der deutschen Mannschaft.“

    Seh ich genauso. Khedira war einer der wenigen die diesen unbedingten Willen zu gewinnen gezeigt haben, aus welcher Motivation er das am Ende auch immer gezogen haben mag. Für sein Land zu spielen kann eine Quelle für diese Motivation sein. Nur diese Quelle bleibt verschlossen wenn das Spielen für die Nationalmannschaft eher mit Karrierebeweggründen als mit Patriotismus zu tun hat. Die Nationalhymne mitzusingen ist dafür ein Indiz. Wie viel dieser Faktor am Ende ausmacht, darüber kann man diskutieren, aber auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, Kleinigkeiten können auf dem Niveau entscheident sein.

    „Es ist im Übrigen nicht verboten, sich als Italiener in Deutschland über einen italienischen Sieg zu freuen. “

    Selbstverständlich nicht. Es ist auch nicht verboten die BVB-Meisterfeier in Gelsenkrichen zu feiern. Vorallem dann nicht wenn sie am letzten Spieltag gegen Schalke errungen wurde. Nur muss man sich dann nicht über gewisse Konsequenze wundern.

    @Haupts

    Sie könnens nicht lassen. Langsam tun Sie mir echt leid. 😀

    • 29. Juni 2012 um 21:09 Uhr
    • Bellfruta87
  553. 579.

    @ kc – “Kunst” haben Sie vergessen! – Natürlich! Pardon, Alzheimer!

  554. 580.

    @ N. Neumann

    Ja, bist du so doof oder tust du nur so?

    Kann mich da selbst entlasten: Ersteres.

    Ich hatte dir nicht blöd kommen wollen.

    btw: Stimme bzgl. Schweinsteiger/Kroos zu; aber das können wir im Kicker Forum weiter diskutieren.

    • 29. Juni 2012 um 21:55 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  555. 581.

    @karolachristiane

    Den Artikel hat Broder nur geschrieben, um den Witz erzählen zu können. Für diese Pointe habe ich das Gebrabbel gerne auf mich genommen.

    • 29. Juni 2012 um 22:07 Uhr
    • FreeSpeech
  556. 582.

    @ FS – Den Artikel hat Broder nur geschrieben, um den Witz erzählen zu können. – Neeiin – unglaublich(es Statement) – LOLLLL….

  557. 583.

    der langsame, beschwerliche, aber hoffnungsvolle Weg der Demokratisierung (am Beispiel Johannesburg/Südafrika):
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/johannesburg-eine-stadt-wird-zurueckerobert-11802744.html

  558. 584.

    @karolachristiane

    „Migrantinnen verteilen Grundgesetz“

    Danke für die Links.

    So geht es. Und womöglich schneller als es den Abergläubischen recht ist. Bravo, meine Damen.

    • 29. Juni 2012 um 22:19 Uhr
    • FreeSpeech
  559. 585.

    Heute ist Al Ahram Online den ganzen Tag über nicht erreichbar (gewesen), wohl aber The Egyptian Gazette und Egypt Independent – merkwürdig

  560. 586.

    Tunesien – In Tunesien greifen die Salafisten die Welt der Kunst und der Kultur an. Der von den angeblich gemäßigten Islamisten kontrollierte Staat wirft jene, die Terror säen, mit den Künstlern in einen Topf und setzt sie mit extremistischen Provokateuren gleich. Wieder einmal zeigt sich die Strategie der Islamistenpartei Ennahda, die das Land regiert: Sie lässt zu, dass die Salafisten ihr Unwesen treiben, und verurteilt anschließend mit gleicher Schärfe den Angreifer wie auch das Opfer. So hoffen die Nahdisten, die auf Säkularisierung und Modernisierung drängenden Kräfte, neutralisieren zu können.

    … Nehmen wir als Beispiel eines der Werke, das als Entweihung empfunden wurde, obwohl es mehr als alle übrigen zum Heiligen gehört, wie wir es verstehen. Es handelt sich um ein Gemälde, das die rituelle Formel „Subhana Allah“ (eine stehende Wendung, die Muslime gebrauchen, um ihre Bewunderung oder ihren Schrecken zum Ausdruck zu bringen: „Allah sei gepriesen“) ins Bildliche übersetzt: in einen Ameisenzug in Buchstabenform. Die Tiere bilden den Buchstaben Aleph, mit dem das Wort „Allah“ beginnt, setzen ihren Weg fort und dringen in den Kopf eines Menschen ein, um dessen Gehirn zu fressen und ihm so die Urteilsfähigkeit zu nehmen. Vielleicht wollte der Künstler auf diese Weise die von den Salafisten geübte Lobotomie symbolisch darstellen.

    Dieses Werk hat eine zweifache Rechtfertigung: im Heiligen der Kunst und im Heiligen des Sufismus. Der Rückgriff auf Ameisen verweist zunächst einmal kunstgeschichtlich auf die Verwendung dieser Tiere in Salvador Dalís Gemälden. Bei dem katalanischen Surrealisten sieht man, wie schwarze Ameisen über die weißen Tasten eines Klaviers laufen. Ihr überraschendes Erscheinen sorgt für einen Wahrnehmungsschock. Der tunesische Künstler überträgt dieses Element, das zum Gedächtnis der Malerei gehört, auf die Situation, die er gegenwärtig in seinem Land erlebt …

    Sodann kennt die islamische Tradition eine kühne schöpferische Phantasie, in der die von dem tunesischen Künstler aufgegriffene heilige Formel abgewandelt wird. Aus dem Munde eines der ersten Meister des Sufismus, Abu Yazid Bistami (gestoben 842), kommt das „Subhana Allah“ in veränderter Form, nämlich als „Subhani“: Aus „Gott sei gepriesen“ wird „Ich sei gepriesen“. Die erste Person bemächtigt sich eines Ausdrucks, den der Ritus in der dritten Person konjugiert. Der abwesende Gott wird im Körper des Sprechenden präsent …

    Wer „Gott sei gepriesen“ durch „Ich sei gepriesen“ ersetzt, verwandelt eine konventionelle Formel in eine Formulierung von subversiver Subjektivität. Sie bringt die poetische Kraft zum Ausdruck, die der Mystiker dramatisiert, wenn Gott durch ihn spricht … Eine gewaltige Literatur in arabischer und persischer Sprache beschäftigt sich mit dieser Subversion … Aber gerade dieses Heilige hassen und bekämpfen die Islamisten …

    In Wirklichkeit basiert die Bilderfeindlichkeit der Islamisten auf einer Verleugnung islamischer Tradition und Kultur. Das umstrittene Werk … erhält so eine zweifach heilige Legitimation durch Dalí, was seine Würde als Bild betrifft, und durch Bistami als Teil einer Kultur, die offener, widersprüchlicher und komplexer ist, als Salafisten und Islamisten es ertragen können. Diese zweifache Legitimation ehrt die von der islamistischen Zensur verhöhnte Heiligkeit des Geistes.

    … Die deutsche Geschichte enthält Aspekte, die für das Geschehen in Tunesien erhellend sein können.
    Die Islamisten der Ennahda propagieren eine islamische Demokratie ähnlich jener christlichen Demokratie, wie sie etwa von der CDU repräsentiert wird. Die Christdemokraten aber mischen sich nicht in das künstlerische Schaffen oder die Sitten ein … Die Islamisten und ihre Verbündeten, die auf das Vorbild der christlichen Demokratien verweisen, müssen wissen, dass deren Gedächtnis von Kants aufklärerisch-kosmopolitischen Lehren geprägt ist, deren erstes Prinzip die unbedingte Achtung vor der Freiheit des Einzelnen ist.

    In Berlin traf ich auch den Verantwortlichen einer regierungsnahen Stiftung, die sich auf den Übergang zur Demokratie spezialisiert hat. Durch die Integration der DDR in die Bundesrepublik hat diese Stiftung große Erfahrungen mit dem Übergang vom Totalitarismus zum Liberalismus, von der Einheitlichkeit zum Pluralismus, von der Diktatur zur Demokratie gesammelt. Diese Stiftung setzt sich seit der Flucht des tunesischen Diktators am 14.Januar 2011 für die dortige Revolution ein. Sie war bereit, einen Beitrag zu einem erfolgreichen Übergang zu leisten.
    Dieser Experte hat mir berichtet, welchen Eindruck seine Einrichtung von ihren nahdistischen Gesprächspartnern gewonnen hat, die Tunesien heute regieren: Sie interessierten sich nur für den Teil des Programms, der die Spuren des gestürzten Systems tilgen soll, und zeigten sich mehr als widerspenstig, sobald es darum gehe, Strukturen zu schaffen, die eine Rückkehr zur Diktatur verhindern könnten. Es sei, als hielten die Nahdisten diese Möglichkeit für sich selbst offen.

    Vor dem Hintergrund dieser Unentschiedenheit ist die zweite geschichtliche Parallele zu Deutschland zu sehen … Der unaufhaltsame Aufstieg dieser Diktatur [des Nationalsozialismus] begann mit Angriffen auf Kultur und Kunst. … Nach ihrem Wahlsieg [1933] begannen die Nazis, Kultur und Kunst zu säubern, bevor dann ihre zerstörerische Ideologie im ganzen Volk triumphierte …

    … erinnere ich mich an einen Satz von Heinrich Heine: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ … Aufgrund der eifernden Konflikte konkurrierender Moscheen kursieren bereits Fatwas, in denen Künstler, die in La Marsa ausgestellt haben, zum Tode verurteilt werden.

    … Der Autor wird seinen Namen auf der Liste der Geächteten finden.

    Aber welcher Preis dafür auch zu zahlen sein mag,
    auf dieses Universelle berufen wir uns,
    um der Barbarei zu widerstehen.

    Aus: „Die Liste der Geächteten“
    Von Abdelwahab Meddeb*)
    FAZ – 29.06.2012
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/kulturhetze-in-tunesien-die-liste-der-geaechteten-11802848.html

    *) Abdelwahab Meddeb wurde 1946 in Tunis geboren und lebt heute als Publizist und Dozent in Frankreich.

  561. 587.

    @Publicola

    Apropos Ameisen und Islam:

    http://www.youtube.com/watch?v=9PGp3Kt53ps

    • 29. Juni 2012 um 23:29 Uhr
    • Bellfruta87
  562. 588.

    Da hat nun einer sehr viele Themen mühelos zusammengeführt:
    das „Beschneidungsurteil“, Syrien, das Finanzwesen und noch ein bißchen Fußball!
    http://bit.ly/N3tXal

  563. 589.

    Noch ein Fund:

    Landgericht Köln
    Im Namen des Volkes
    Urteil
    http://bit.ly/N3vVHH

  564. 590.

    @ Bellfruta87 – Apropos sprechende Tiere:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bileam

  565. 592.

    Ägypten – Monitoring:

    From Morsy, we demand – by: Alaa Al-Aswani

    We should congratulate Morsy for the presidency but also remind him of a number of facts.

    1… It was the millions of Egyptians who believed supporting Morsy was the only way to get rid of Mubarak’s regime that ensured his victory.
    President Morsy is accountable to all Egyptians and we demand that he severs all organizational relationship with the Muslim Brotherhood immediately as he had promised. He should also form a coalition government that brings together ministers who belong to the revolutionary camp from across the political spectrum.

    2… We expect Morsy to help issue the Judiciary Law to allow the justice system to act independently of the executive authority. We expect him to cancel the supplementary Constitutional Declaration, which vests the SCAF with excessive powers.
    Everyone accused of corruption should be brought to trial, starting with Shafiq. The police apparatus should be purged of corrupt officers, torturers and killers of protesters. The State Security body should be dismantled along with all repressive state apparatuses. Civilians should not be brought to military trials and all 12,000 Egyptians detained in military prisons should be retried before civilian courts.
    The maximum and minimum wages should be set and poverty and unemployment eradicated. This revolution was launched to achieve freedom, dignity and social justice; the new president will win or lose credibility depending on how sincere he is to the goals of the revolution.

    3. Around 1,200 Egyptians died in the revolution, another 1,000 are still missing (most probably dead) and thousands more were injured for Morsy to become president … Morsy should bring fair retribution to the families of the revolution martyrs and provide state-funded medical care to the injured. The revolution’s injured should not depend on charity for health care, nor should those who killed protesters keep their jobs.

    4. The new president will have to choose between either achieving the goals of the revolution or the interests of the Muslim Brotherhood through deals with the SCAF. I hope the Brotherhood will not repeat their historical mistakes, for since its inception, the group has considered its own interests to be necessarily the same as those of the nation. This has led the group to forge deals with people in power which eventually harmed the nation …
    … In his battle with the old regime, Morsy needs the support of all Egyptians who will only back him up if he struggles to serve the interests of Egypt and not the Brotherhood.

    5. Morsy has repeatedly pledged to maintain the civilian nature of the state … A civil state has four pillars, which are:

    a. Citizenship rights
    Egyptian citizens should enjoy their full rights regardless of their religion …

    b. Protection of established personal freedoms
    One of the manifestations of the civility in Egypt is that the citizen alone should determine their lifestyle within the limits of the law. If personal freedoms are curtailed under the pretext of implementing a moral program, then this would constitute a regression to the dark ages.

    c. Protection of the freedom of thought
    We warn the president-elect against listening to extremists who are wary of culture and arts, for Egypt has always been the home of Middle Eastern arts and thought.

    We will never accept that creativity be monitored by dogmatic minds because this will waste our cultural legacy and kill creativity …

    d. Implementation of Sharia punishments should be put off
    Any attempt to implement Sharia penalties will tear Egyptian society apart …

    Alaa Al-Aswani is an Egyptian novelist and political writer.
    http://www.egyptindependent.com/opinion/morsy-we-demand

    Nr. 5 d zeigt, wie stark die Kritik an islamistischem Denken (Menschenrechte, bürgerliche Freiheiten, säkularer Staat) selbst unter Intellektuellen unter erheblichem Angstvorbehalt steht und tabuisiert ist

  566. 593.

    Und? Ich war auch für Dänemark, außer gegen Deutschland.

    • 30. Juni 2012 um 09:21 Uhr
    • MTR
  567. 594.

    @karolachristiane #588

    Der Typ hat viele Perserteppiche in die er beißt. Und eine Maulwürfin im SPD-Vorstand.

    • 30. Juni 2012 um 11:16 Uhr
    • esprit de canaque
  568. 595.

    @ kc #577

    Um was geht es denn dann bei diesem Richterspruch bzw. der „drangehängten“ Debatte. Um das Kindeswohl?

    Mir soll niemand erzählen, dass dem geholfen sei, wenn betroffene Eltern ihre Kinder in Zukunft von Unqualifizierten beschneiden lassen. Dann droht tatsächlich eine Gefährdung des Kindeswohls.

    Und mir soll niemand der „Abendlandverteidiger“, die das Urteil zum Sieg des Säkularismus über Religion hochstilisieren, erzählen, dass es ihm tatsächlich um das Kindeswohl gehe (siehe oben).

    Und was ist eigentlich auf einmal aus dem „jüdisch-christlichen“ Erbe geworden?

    Nein, Broder hatte schon Recht: über diese (verlogene) Debatte kann man sich nur lustig machen.

    • 30. Juni 2012 um 11:23 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  569. 596.

    @EdC
    590 ?
    Wer da gräbt, brauch‘ ich vermutlich nicht zu fragen?

  570. 597.

    Als ehemaliger Auswahlspieler sage ich jetzt auch mal was zum Fußball.

    Bellafruta:

    Durch Nationalhymnen gewinnt man auch keine Titel.

    Schauen Sie sich 54 und 74 an, ob die Spieler mit Inbrunst sangen.

    Nach der der EM 2000 war Deutschland sowas von schlecht und man bangte um die deutsche Fußballnation.

    Zwei Polen und später die anderen Migruhs retteten den Fußball in Deutschland.

    Zum Spiel:

    Keine Generation vorher, auch nicht komplett arisch schaffte einen Sieg gegen Italien!

    Das Neumann ständig vom Mittelfeld redet, zeigt wieder seine Ahnungslosigkeit.

    Das Spiel wurde in der Denfensive verloren und da standen Hummels, Neuer, Lahm und Badstuber bei den beiden Gegentoren im Blickpunkt.

    Ein 0-2 war zuviel und man hätte auch 1-5 verlieren können.

    Bleiben Sie bei den Fakten!

    Einbisschen Anstand müssen auch Sie am Tag legen, den Sie immer von anderen verlangen

    • 30. Juni 2012 um 12:09 Uhr
    • cem gülay
  571. 598.

    @KC #596

    Absolut nicht. Sonst kommt der Verfassungsschutz.

    • 30. Juni 2012 um 12:12 Uhr
    • esprit de canaque
  572. 599.

    Parralelk.

    „Eisiges Schweigen zur Aktenvernichtung des Verfassungschutzes.“

    Was sollen die Leute hier sagen?

    Sind doch alle Islam-Experten.

    Ernsthaft, auch hier wird man seine Strafe irgendwannmal bekommen.Karma!“

    Der ESM und Fiskalpakt( mal sehen was noch kommt) sind für die mehrheitliche Unterstützung Sarrazins!

    • 30. Juni 2012 um 12:13 Uhr
    • cem gülay
  573. 600.

    @ publicola 586

    Danke für diesen (trotz unschönem Thema) tollen Artikel.

    In Wirklichkeit basiert die Bilderfeindlichkeit der Islamisten auf einer Verleugnung islamischer Tradition und Kultur. Das umstrittene Werk (…), das nach der ignoranten Logik der Salafisten aus der Stadt verbannt werden muss, erhält so eine zweifach heilige Legitimation durch Dalí, was seine Würde als Bild betrifft, und durch Bistami als Teil einer Kultur, die offener, widersprüchlicher und komplexer ist, als Salafisten und Islamisten es ertragen können. Diese zweifache Legitimation ehrt die von der islamistischen Zensur verhöhnte Heiligkeit des Geistes.

    Die (verloren gegangene?) Kultur der Ambiguität droht nun auch noch von einer Petro-Dollar- finanzierten faschistischen Welle überrollt zu werden. Da haben wir – denke ich – alle (außer vll. dem ein oder anderen PI-ler) ‚keinen Bock drauf‘.

    Der islamistische Fundamentalismus ist eben keineswegs eine »mittelalterliche« Angelegenheit, weil die Kultur der islamischen Länder bis ins 19. Jahrhundert hinein durch eine Kultur der Ambiguität geprägt war, der der Gedanke, dass es nur eine gültige Wahrheit geben kann, ganz fremd war. Dieser Gedanke, das zeigt Bauer sehr überzeugend, ist [sei] erst durch den Einfluss des Westens in den nahen Osten gekommen, so dass beide scheinbar gegensätzliche Strömungen ‚die reformerische‘, die den Weg nach Westen sucht, ebenso wie die fundamentalistische – auf demselben cartesianischen Wahrheitsbegriff beruhen.(…)

    (…) nicht nur im Hinblick auf den Islam ist dieses Buch interessant und erhellend, die Darstellung einer Kultur, die die Vorstellung einer eindeutigen und unwiderlegbaren Wahrheit nicht braucht, sondern mit konkurrierenden Konzepten, die auf Wahrscheinlichkeit beruhen, umgehen kann, ist hochinteressant, weil sie der im Westen sehr verbreiteten Auffassung, dass eine Kultur nur auf der Basis gesicherter Konzepte funktionieren kann, den Boden entzieht.

    Aufgrund der ‚Unterstellung‘, der Westen haben den Hang zu „eindeutigen“, „einzigen“ Wahrheiten (ist das dann sowas wie tauhîd?), wurde i.d.Z. auch schon der Vorwurf des „postkolonialistischen Schwachsinns“ unterstellt? getroffen.

    Ich werds jetzt mal selber lesen…

    • 30. Juni 2012 um 12:29 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  574. 601.

    @PK 597

    Vorab: Sie finden, Broder hat Recht – ich finde das eher nicht und müßte die Debatte wirklich intensiver untersuchen, um sie in ihrer Gesamtheit als „verlogen“ zu bezeichnen: viele Kommentare zum Thema erwecken bei mir diesen Eindruck nicht.

    Zum Urteil: das Prädikat „kultursensibel“ wird diesem Urteil sicher nicht verliehen werden, aber ehe ich dem Volkssport „Gerichtsschelte“ fröne, wüßte ich gerne, wie es genau zu den beiden Gerichtsverhandlungen kam, wer auf wessen Veranlassung tätig wurde!

    Irgendwo las ich, daß Krankenhäuser verpflichtet sind, Verletzungen unklarer Genese zu melden. Und wenn ein Kleinkind mit möglicherweise nicht Deutsch sprechender Mutter – wo war der stolze Vater da? – mit einer blutenden genitalen Wunde auftaucht – soll da der nächtens anzutreffende Arzt im Praktikum (oder wie immer das in letzter Fassung heißt) nach blutungsstillenden Maßnahmen in den Bericht schreiben: „Blutung nach Beschneidung“?

    Das kann er vermuten, aber er weiß doch nicht, was genau geschah.
    Auch nicht,ob der Eingriff von einem Mediziner oder einem „blutigen Laien“ vorgenommen wurde.
    Also wäre eine Meldung und Nachforschungen von daher nicht nur vertretbar sondern angezeigt und wünschenswert, denke ich.

    Was Sie wohl stört, ist, daß das Urteil „grundsätzlich“ ist, oder versucht es zu sein, nicht pragmatisch.(Salomonisch hätte hier auch nicht geholfen! :) )

    Dafür sind Gerichte in meiner Auffassung aber nun mal da: um eine Sache grundsätzlich zu klären!

    Ob das jetzt zu den dringlichsten aktuellen Problemem gehört, ist eine andere Frage. Aber nun lag die Sache warum auch immer auf dem Tisch des Gerichts und der Öffentlichkeit und alle Interessierten „verhalten“ sich irgendwie dazu.

    Ich denke, in unserer überall verrechtlichten Gesellschaft geht es dabei auch letztlich um Haftung: was passiert denn, wenn ein Arzt eine Beschneidung vornimmt und das Kind aufgrund irgendwelcher unglücklicher Umstände wie Blutungen oder Infektionen verstirbt!?

    Aufgrund eines Eingriffs, der nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen vorkommt, der im Prinzip in der BRD gar nicht existent ist, aber de facto häufig durchgeführt wird.

    Wenn man das durchdenkt, ist eine Beschneidung juristisch ein Problem – von allen anderen medizinischen und religiösen Bereichen abgesehen.

    Gut finde ich an all dem, daß auch die Erziehungsberechtigten von Betroffenen noch einmal ins Nachdenken kommen (können!), ob sie wirklich ohne jede medizinische Notwendigkeit an ihren kleinen Jungs herumschnibbeln lassen wollen.

    Mir persönlich widerstrebt diese kulturelle Penis-Fixierung mit nachgeschobener religiöser Begründung, die das Sexualorgan eines Kindes optisch wie thematisch derartig in den Mittelpunkt stellt.

    PS Beim nächsten Mal möchte ich mich mit Ihnen aber lieber um Kaisers Bart – oder auch den des Propheten – „streiten“, nicht um ander‘ Leut Vorhaut! :)

  575. 602.

    Man hätte lieber Balotelli anstatt Philip Rösler adoptieren sollen ,-)

    Als alevitischer Schamane sage ich, dass Deutschland in den nächsten 20 Jahren keinen Titel holen wird.

    Gibt die Schuld Bellafruta

    • 30. Juni 2012 um 12:44 Uhr
    • cem gülay
  576. 603.

    @ cem.gülay

    „Was sollen die Leute hier sagen?“

    Eben. Jeder weiss doch, dass der Untergrund des Vierten Reiches seine Verbindungen zu den Illuminaten nie offenlegen würde und allenfalls was von „Informantenschutz“ daherreden würde.

    Glaubt jemand noch was anderes ? Die paar Syrer hier vielleicht, aber mit denen ist auch bald Schuß und schluss.

    Government of Russia, China, Iran kill the people of Syria

    http://www.youtube.com/watch?v=5SZBUE7mGes

    @ MM

    hxxps://www.facebook.com/photo.php?fbid=329381423814499&set=a.222413021178007.55173.100002279313429&type=1&theater

    • 30. Juni 2012 um 12:55 Uhr
    • Thomas Holm
  577. 604.

    „Zur Beschneidung der Vorhaut“

    Liebe Necla Kelek

    Die Frauen in meinem Leben8 nicht wenige) fanden es ganz toll und haben es auf ihrer Weise gedankt

    • 30. Juni 2012 um 13:03 Uhr
    • cem gülay
  578. 605.

    palestinians are a myth says hamas member* „they are just saudis and egyptians“

    *“Innenminister“ Fathi Hammad, soviel Zeit muss sein !

    http://www.youtube.com/watch?v=XwBSWN4s9JU ab 1.45

    Die Türkei will „Langstreckenraketen“ shoppen:

    „Companies likely to compete for the $4 billion contract include Raytheon and Lockheed Martin of the United States, Rosoboronexport of Russia, CPMIEC of China and the French-Italian consortium, Eurosam.

    A Western diplomatic source told AFP a shortlist would be announced on July 11 or 12.“

    Hoffentlich vergammeln die Dinger nicht in irgendwelchen Depots, es gibt schließlich genügend Ehrverletzungen zu rächen.

    hxxp://www.rt.com/news/turkey-long-range-missile-system-093/

    „New York City Mayor Michael Bloomberg says he opposes comments made by Egypt’s first Islamist and civilian president-elect about releasing a terrorism convict.

    Mohammed Morsi told a crowd in Cairo’s Tahrir Square he’d work for the release of a blind sheik imprisoned in the U.S. for a plot to blow up New York landmarks.

    Bloomberg says he would oppose any effort to „undermine“ the sheik serving a life sentence. He says the sheik’s conviction was a measure of justice against a man „who tried to kill so many.“

    The sheik was the spiritual leader of those convicted in the 1993 World Trade Center bombing. Supporters have called for him to be repatriated to Egypt on humanitarian grounds.“

    hxxp://www.kfvs12.com/story/18920013/nyc-mayor-opposes-egyptian-leaders-sheik-comments

    • 30. Juni 2012 um 13:12 Uhr
    • Thomas Holm
  579. 606.

    @ cemgülay

    „Die Frauen in meinem Leben8 nicht wenige)“

    Zu dem Thema haben Sie Ihrem Gott hoffentlich nichts versprochen, oder sieht der das bei Schamanen nicht so eng mit der Ehe ?

    • 30. Juni 2012 um 13:14 Uhr
    • Thomas Holm
  580. 607.

    @ CG

    Was sollen die Leute hier sagen?

    „Nüschts“. Kein Zwang im Kommentar.

    Wir können aber Z.B. eine Verlinkungsflut starten. 😀

    The behavior of the department head appears odd, however. He told his superior officer in January 2012 that the seven files from Operation Rennsteig had already been destroyed in or around January 2011 because of the time limit on files. Only when Fromm, the agency head, asked follow-up questions did the officer admit that the files had actually been destroyed on Nov. 12, 2011 — in other words, just as the cell’s connection to the murder series was uncovered.(…)

    (…) it seems unusual that a department head would have acted alone in such an important case. Sources in the intelligence community said it was completely incomprehensible that files relating to an extremely sensitive case, even if only tangentially, would simply be destroyed.

    http://www.spiegel.de/international/germany/intelligence-agency-slammed-for-shredding-files-linked-to-zwickau-cell-a-841759.html

    (…) agents had destroyed files containing vital information about a neo-Nazi terrorist gang hours before the material was due to be handed to federal prosecutors.(…)

    The revelations increased suspicions that neo-Nazi cell members were in the pay of German intelligence. In the past, the organisation has made no secret of the fact that it uses secret service „moles“ to infiltrate the country’s far-right groups. However, keeping neo-Nazis on the secret service payroll would amount to active collaboration and imply that members of the intelligence service supported their criminal acts.

    independent.co.uk/news/world/europe/german-secret-service-destroys-files-on-neonazi-terrorist-gang-the-national-socialist-underground-7897090.html

    • 30. Juni 2012 um 13:19 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  581. 608.

    @ kc 601

    Ihnen ist das (und Ihre Argumentation) auch abzunehmen.

    nicht um ander’ Leut Vorhaut!

    Gerne.

    Das Urteil (samt „diskursiven Begleiterscheinungen“) finde ich – aus genannten Gründen – nach wie vor bescheuert.

    btw: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/juedisches-krankenhaus-berlin-stoppt-religioese-beschneidungen-a-841804.html

    • 30. Juni 2012 um 13:38 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  582. 609.

    @ Vorhautmuffel

    Säbelt ruhig weg von Euren Blagen, was Euch nicht passt, das verringert wenigstens die Gefahr von Verwechselungen bei interreligiösen Begegnungen.

    “ … children martyrs in the massacre …“

    Alle korrekt beschnitten, wie ich mal vermute, da sich für die abgekratzen Christen wohl keiner die Mühe macht, extra ein Video zu drehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=qSGdS11hKDM&feature=plcp

    Der einschlägige Kinderkanal verzeichnet einen regen Zulauf und steht z.Zt. bei 571 exzellent dokumentierten Fällen.

    hxxp://www.youtube.com/user/Syrian2011Revolutio1

    Dafür, in dieser Generation jemandens körperliche Unversehrtheit zu schützen, sehe ich – Religionsfreiheit sei Dank und Unheil – keine gesellschaftliche Basis; ich hoffe auf einen einschlägigen gottlosen backlash bei kommenden Generationen.

    Die Positionen der gottesfürchtigen Unversehrtheitsfeinde sind derzeit
    noch allzu tückisch vermint. Sollen sie selbst auf ihre Minen latschen.

    Wer die Hölle braucht, der soll sie bekommen !

    • 30. Juni 2012 um 13:39 Uhr
    • Thomas Holm
  583. 610.

    „GRANT MUFTI OF SYRIA CRYING ABOUT HIS DEAD SON Saryas – THE BEST SPEECH!“

    http://www.youtube.com/watch?v=9ZcruT3PqGw

    Der Mann steht für den Bankrott der Psychopathologie des Orients wie kein Zweiter. Er beklagt, dass er seinen Sohn zum Martyrium für Palästina designiert habe – und nun haben ihn die eigenen Leute umgebracht. 3.00-3.50

    Natürlich will er von seinem Gott, dass sein Sohn dennoch als Märtyrer akzeptiert wird – (warum eigentlich ? zu schade, dass er nicht zurückfragen kann; ok; oder will, man weiss es halt nicht …)

    Es ist zu geil: die arabischen Botschafter hätten sich verpisst, nur die der Ungläubigen sind geblieben -4.00 – ja, frommer Mann, was will Allah den Muslimen wohl damit sagen ?

    Al-Qaradawi hätte gepredigt und gefawat, dass ein Drittel aller Syrer erstmal draufgehen müßten (das sind die Größenordnungen, von denen ich seit über einem halben Jahr spreche …) 4.50-5.00.

    ‚Wer hat Euch denn brüderlich aufgenommen in Syrien‘ – fragt er u.a. Khaled Meshaal … die Hamas, die Gazaner … krass – 6.20

    Das Flennen, Kreischen und Brüllen von diesem frommen und interreligiös gern eingeladenen Gottesmann ist allerdings menschlich sehr aufrichtig; er habe seinen Sohn schon mal vorsorglich Allah geopfert und jetzt bauen die Araber und Muslime nur noch Mist.

    Schlau von ihm, kann man da nur sagen; er hat zwar die Isaakgeschichte nicht ganz richtig verstanden, den Rest aber wohl optimal.

    8.00-8.30 Jetzt kündigt er das kommende allgemeine Gemetzel an: 8.17-21

    Faszinierend, würde Mr. Spock vielleicht sagen; ich sage es jedenfalls.

    9.00-9.10 Hauptsache ein Einziger bleibt noch übrig, der noch gegen die Juden, Verzeihung: für Palästina – steht, alles andere ist egal.

    Erneut: Faszinierend.

    10.55 Satellitenkanäle seien mit dem Ziel gegründet worden, dass die Araber sich gegenseitig umbringen – und das tun sie auch, sagt er.

    Ich sage: Respekt !

    11.05 Und die Levante sei das Ziel. Ja, genau; er hat es !

    12.20 Syrien: das Land der prophetischen Botschaften; genau, Syrien das Herkunftsland der Großen Verarschungen als Karikaturen auf das Judentum.

    13.00 er freut sich darauf, die anderen alle im Nachleben bei Allah anzuschwärzen; hier sind wir jetzt wohl im Kernbereich des religiösen Empfindens angelangt.

    13.45 jetzt fordert er alle Eltern auf, ihre salafistisch durchgeknallten Söhne zu verpfeifen; so staatstragend können angeblich auch Liberale manchmal sein.

    Diese Rede sollte von Radio Vatikan und auf jedem Kirchtag verbreitet werden.

    • 30. Juni 2012 um 14:56 Uhr
    • Thomas Holm
  584. 611.

    Die Frauen in meinem Leben (nicht wenige) fanden es ganz toll und haben es auf ihrer Weise gedankt

    Wenn sie es extra gedankt haben, werden sie erstaunt gewesen sein, dass es überhaupt funktionierte.

    • 30. Juni 2012 um 15:05 Uhr
    • FreeSpeech
  585. 612.

    @MM

    Mir soll niemand erzählen, dass dem geholfen sei, wenn betroffene Eltern ihre Kinder in Zukunft von Unqualifizierten beschneiden lassen. Dann droht tatsächlich eine Gefährdung des Kindeswohls.

    Ihr Argument kann auch für Klitorisbeschneidungen benutzt werden: „Ein Verbot hilft den Mädchen nicht, weil sei dann von Unqualifizierten beschnitten werden.“

    Es wird hingegen den Eltern, die gar nicht schneiden lassen wollen, ein Argument in die Hand geben. (Siehe Verhältniszahlen, die Publicola für Israel eingestellt hat 2% nicht beschnitten, 33% möchten gar nicht beschneiden).

    Damit ist ein Modernisierungsprozess in die Wege geleitet.

    • 30. Juni 2012 um 15:11 Uhr
    • FreeSpeech
    • 30. Juni 2012 um 15:12 Uhr
    • Thomas Holm
  586. 614.

    @ParallelkoMMentar

    Wenn Sie die 33€ für das Islambuch von Thomas Bauer ausgeben wollen, dann viel Spaß beim lesen. Das Fazit dieses Buchs ist aber ganz einfach, der Westen ist an praktisch allem Schlechten in islamischen Gesellschaften und Ländern schuld und Islam bedeutet Frieden.
    Das ist zumindest immer der Tenor wenn sich Thomas Bauer in Artikeln und Kommentaren äußert.

    • 30. Juni 2012 um 15:21 Uhr
    • Bellfruta87
  587. 615.

    Ergänzung zu Die Frauen in meinem Leben (nicht wenige) fanden es ganz toll und haben es auf ihrer Weise gedankt

    http://www.youtube.com/watch?v=F-bsf2x-aeE

    • 30. Juni 2012 um 15:53 Uhr
    • FreeSpeech
  588. 616.

    # 600 – PKMM – Danke für Ihre Kommentierung des relevanten Abdelwahab-Meddeb-Essay zum tunesischen Salafismus.
    Habe der Relevanz dieses Textes wegen inzwischen den von mir zitierten Text-Auszug ins Englische übersetzt und zunächst einmal bei ‚tunisia live‘ eingestellt:
    http://www.tunisia-live.net/2012/06/27/union-to-sue-tunisian-government-over-endangerment-of-artists/#comment-44448

    Danke auch für Ihren Hinweis auf das wichtige Buch des Arabisten und Islamwissenschaftler Thomas Bauer (Universität Münster) „Die Kultur der Ambiguität: Eine andere Geschichte des Islam“,
    wobei sich allerdings m. E. fragen lässt, inwieweit seine Grundannahme,
    dass der Islam der Moderne weniger tolerant geworden sei
    – „In der klassischen Zeit war ein Gelehrter stolz, möglichst viele Interpretationen des Korans zu kennen, nicht eine einzige. Auch säkulare und religiöse Diskurse existierten friedlich nebeneinander“ -,
    sich eventuell auch einer (allzupositiven) Sicht durch eine Brille des (allzugenerösen) Wohlwollens verdanken könnte.
    Nun bin ich kein Islamwissenschaftler, um diesbezüglich ein fundiertes bzw. valides Urteil abgeben zu können.

  589. 618.

    Ägypten – Parteienlandschaft
    Former presidential candidate Abdel Moneim Abouel Fotouh is scheduled to visit Qena Governorate on Saturday to discuss the idea of ​​establishing a political party that includes his supporters … Abouel Fotouh, a physician and former Muslim Brotherhood member, came fourth in the first round of the recent presidential election. He was renowned for his opposition to both the Sadat and Mubarak regimes.
    http://www.egyptindependent.com/news/abouel-fotouh-visits-his-qena-campaign-discuss-forming-party

  590. 619.

    Ägypten – Parteienlandschaft
    Former liberal MP Amr Hamzawy has denied that he supported Ahmed Shafiq, … in the presidential race …, but will be in the opposition against president-elect Mohamed Morsy.

    He saluted the speech Morsy gave yesterday in Tahrir Square, however, saying it was conciliatory because it affirmed the civil nature of the state.

    … Hamzawy was an independent MP representing the well-off area of Heliopolis. He was one of the few MPs who managed to secure a seat without a runoff during the election held from November to January.

    Hamzawy said Morsy shouldn’t be described as a “leader” and people should not over praise him. “We want a president that we can hold accountable,“ he wrote. …
    http://www.egyptindependent.com/news/hamzawy-i-didn-t-support-shafiq-will-oppose-morsy

  591. 620.

    PS – Text zu Amr Hamzawy’s allgemeiner politischer Positionierung:
    http://www.aaiusa.org/blog/entry/amr-hamzawy-on-egypts-liberals/

  592. 621.

    @ FS

    xxx//www.hurriyetdailynews.com/how-many-men-have-you-slept-with-before-me-.aspx?pageID=500&eid=119

    @ TH

    53 Virgins?…I’ts a Punishment – give me two fire breathing Whores!

    http://www.youtube.com/watch?v=IwooM4yhiiY

    • 30. Juni 2012 um 17:06 Uhr
    • N. Neumann
  593. 622.

    @ Publicola

    Ambiguitätstoleranz …

    Die Aufklärung war nicht etwa ein Feldzug gegen die Intoleranz,
    sondern ‚vielmehr‘ (!) eine Kampagne zu einem ‚“écrasez l’infâme !‘.

    Für die Inkonsistenzien des Infamen – brachen intolerante Zeiten an.

    Für manchen mag es gemütlicher gewesen sein, zwei und zwei auch mal
    fünf sein zu lassen – in hiesigen Breitengraden ebenso, wie anserswo.

    Der Westen wird m.E. nicht nur wegen seiner ‚Permissivität‘ und Respektlosigkeit gehasst, sondern ‚vielmehr‘ (!) wegen der Rigorosität seiner wissenschaftlichen Kultur, in der zwei und zwei nicht so ohne weiters mal eben auch irgendwo ‚a kind of*‘ fünf sind.

    *gestelzte Formulierung zur Denunziation (Karikierung) ‚westlichen‘ Unbehagens an eigener Rigorität.

    Dem Gedanken von Bauer würde ich zugute halten, dass diese westliche Kultur der Rigorosität die Muslime historisch sicherlich sehr unglücklich auf dem ‚Linken Fuss‘ erwischt hat. So etwa, wie der Alkohol die Indianer.

    Das kindisch-trotzige: ‚steht-alles-schon-im-Koran‘ ist die eine Symptomseite; und dass man es im Zank untereinander nicht unterhalb von: ‚vernichtenden Blitzschlägen‘ für die Position des Nachbarmuslims macht (pro- und contra Pierre-Vogel-Jargon; seine Kritiker sind auch so !) ist die andere Seite von muslimischen Symptomphänomenen einer:

    Adaption eines gewissermassen ‚westlichen Rigorismus‘.

    Kurz nach 9/11 hat Christopher Hitchens in der wahabistischen Variante dieses karitaturhaft imitierten neuen muslimischen Rigorogismus einen Keim zur Selbstzerstörung der muslimischen Kultur identifiziert, was im Kontext der ganzen Bedrohlichkeit für den Westen m.E. von einer menschlichen Größe zeugt, die ihresgleichen sucht. Auch Hamed Abdel Samads Tendenz, auf die selbstzerstörerischen Gehalte moderner muslimischer Diskurse hinzuweisen, hat etwas davon.

    Wieder sehr weise Worte:

    „Der Islam wird sich nicht bewähren“ – Humanist News im Gespräch mit Hamed Abdel-Samad

    ‚Ein Mulsim …glaubt, dass Allah ihn beschützt; ein Islamist … glaubt, er müsse Allah beschützen …‘ 7.00-7.20

    http://www.youtube.com/watch?v=9yEvQXuaydA

    Der Islamist ist in dem Spiel derjenige, der sich einen westlichen Virus eingefangen hat, weil er wohl fürchtet, dass Allah als Hypothese den Bach ‚runter gehen könne. Der Westen ist insofern ‚schuld‘, als dass er wissenschafts-kulturell nur ‚Wahrheiten': als noch nicht falsifizierte Hypothesen gelten lassen mag.

    Rigoros und respektlos; halt ein wenig unliebenswürdig – die Kultur, der wir Herzschrittmacher und Hochgeschwindigkeitszüge verdanken.

    • 30. Juni 2012 um 17:21 Uhr
    • Thomas Holm
  594. 623.

    Besonders korantreue Muslime entlädigen sich mal wieder ihrer nützlichen Idioten und zerstören nebenbei unislamisches Zeugs:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/timbuktu-islamisten-zerstoeren-weltkulturerbe-a-841892.html

    Den Kommunisten im Iran erging es ähnlich, als sie nicht mehr gebraucht wurden, hingen sie an Baukränen. Hoffe wir das die europäischen nützlichen Idioten früh genug aufwachen und nicht irgendwann das gleiche Schicksal erleiden.

    • 30. Juni 2012 um 18:36 Uhr
    • Bellfruta87
  595. 624.

    610 @PK

    Zitat aus Ihrem SPIEGEL-link:

    „Als Reaktion auf das Urteil hatten verschiedene Kritiker – zuletzt der Kölner Erzbischof Joachim Meisner – ihre Hoffnung geäußert, dass eine höhere Gerichtsinstanz das Urteil kassieren könne.“

    Falls dieser Wunsch in Erfüllung geht, kann ich damit wie mit dem status quo ante leben.
    Wen ich dazu wie zu vielem anderen aber lieber schweigen hörte, ist Kardinal Meißner!

  596. 625.

    @ NN

    „53 Virgins?“ – so eine subtile Verunsicherung:

    „We are talking about eternity here !“ 1.20

    http://www.youtube.com/watch?v=Vt_tv7t79WY

    Vielleicht war das der heimliche Auslöser des Arabischen Erwachens:

    „Egyptian Lawmakers to Ban Kit That Helps Women Fake Virginity

    hxxp://www.foxnews.com/story/0,2933,560241,00.html

    Die Chinesischen Genossen haben ein sauberes businesses daraus gemacht:

    Von der Pille zur künstlichen Scheidenverkrampfung, bis zum Wisch-und-gratulier-dem-Schwager: ‚Schwester-war-doch-keine-Schlampe‘ Unhygienetuch.

    hxxp://www.alibaba.com/product-gs/551200616/No_side_effect_100_vagina_virgin.html

    An Menschenrechtsverletzungen zu verdienen ist viel cooler, als daran ‚rumzumäkeln.

    @Bellfruta87

    Selbstzerstörung – das muss man denen deutlicher unter die Nase reiben.

    • 30. Juni 2012 um 19:01 Uhr
    • Thomas Holm
  597. 626.

    Wollen Muslime in Deutschland begraben sein?

    Gelegentlich. Und in einigen Städten von NRW gibt es dementprechend muslimsche Gräberfelder und die Genehmigung nach muslimischen Regeln zu bestatten.

    Da die geheiligte deutsche Friedhofsordnung von Kommune zu Kommune variiert und wenig verhandelbar ist, will die NRW-Gesundheitsministerin einen „pragmatischen“ Weg gehen, der den muslimischen Gemeinden ermöglichen soll, Friedhöfe in eigener Regie zu führen, auch wenn sie nicht den dazu bisher vorgeschriebenen Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die katholische oder die evangelische Kirche haben.
    Eine entsprechende Gesetzesänderung soll im Frühjahr 2013 in Kraft treten.

    Außerdem will die Ministerin dafür sorgen, daß Grabsteine nicht mit Hilfe von Kinderarbeit produziert wurden. (Beim kommunalen Pflastern war man da bisher etwas weniger sensibel!)

    Und zur Grabsteingestaltung: der moderne Tote läßt sich einen Qr-Code in den Stein meißeln, der somit dann fast sprechen kann!
    http://bit.ly/N15Tmt

    PS Es hat ja niemand meine Frage beantwortet/beantworten können, was mit den entfernten Vorhäuten geschieht.
    Vielleicht werden sie ja bis zur Bestattung aufgehoben und mit beigesetzt?

  598. 627.

    Mal wieder ein super Video von Abdel Samad. Und das er an der nächsten Kritischen Islamkonferenz teilnehmen will find ich super. Hier ein Video aus dem Jahre 2008 http://www.youtube.com/watch?v=GNMItJH8UrE

    • 30. Juni 2012 um 19:19 Uhr
    • Bellfruta87
  599. 628.

    Den Kommunisten im Iran erging es ähnlich, als sie nicht mehr gebraucht wurden, hingen sie an Baukränen. Hoffe wir das die europäischen nützlichen Idioten früh genug aufwachen und nicht irgendwann das gleiche Schicksal erleiden.

    Mit Ihrem virtuellen Aufklärungs-Ultra-Marathon werden Sie das zu verhindern wissen.

    • 30. Juni 2012 um 19:23 Uhr
    • N. Neumann
  600. 629.

    Timbuktu …

    „“Die Bevölkerung schaut dem Treiben hilflos zu“, sagte ein Journalist aus der Stadt. Laut Augenzeugen zerstörten die Islamisten binnen weniger Stunden die Grabstätten der Heiligen Sidi Mahmud, Sidi Moctar und Alpha Moya und zogen anschließend in Richtung weiterer Mausoleen weiter. Die Berichte wurden aus dem Umfeld eines muslimischen Imams bestätigt. …

    Ansar Dine wolle noch am Samstag „ohne Ausnahme jedes Mausoleum in der Stadt zerstören“. Dies sei ein Auftrag „im Namen Gottes“. „Wir sind alle Muslime. Was ist die Unesco?“, sagte Boumana. …

    Timbuktu am Rande der Sahara wird auch „Perle der Wüste“ oder „Stadt der 333 Heiligen“ genannt und zählt seit 1988 zum Weltkulturerbe. Die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert von Tuareg-Stämmen gegründete Stadt war ein geistiges Zentrum des Islam und beherbergt tausende historische Manuskripte. Neben drei großen Moscheen gehören 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe. …

    Die Islamisten hatten sich in ihrem Kampf gegen Regierungstruppen mit Kämpfern des Tuareg-Volkes verbündet, doch traten schnell Spannungen auf. Inzwischen gab es mehrmals heftige Gefechte zwischen beiden Gruppen, insbesondere in der südlich von Timbuktu gelegenen Stadt Gao. Die Tuareg wurden von den Islamisten aus Gao und Timbuktu vertrieben. …

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/mali-weltkulturerbe-buergerkrieg

    Mausoleen und Manuskripte mögen die Islamisten nicht; vielleicht weil die Historie nicht so stromlinienförmig spricht, wie sie es gerne hätten ?

    Die Sunniten haben eine u.a. bilderstürmerisch verhetzte, aggressive Jugendblase auf dem Hals. Das macht es für die Assads und Putin leichter, den verzweifelten Pappas ‚Schutz‘ zu verkaufen. Verkaufen übrigens wörtlich; die Russenknarren mit denen die Islamistenhorden zusammengeschossen werden (sollen) müssen natürlich irgendwann auch mal bezahlt werden.

    Für den Wiederaufbau eignen sich dann eher chinesische Dienstleister; wenn jemand bezahlt.

    Schöne neue BRISC-Weltordnung.

    • 30. Juni 2012 um 19:29 Uhr
    • Thomas Holm
  601. 630.

    @karolachristiane

    „will die NRW-Gesundheitsministerin einen “pragmatischen” Weg gehen, der den muslimischen Gemeinden ermöglichen soll, Friedhöfe in eigener Regie zu führen“

    Islamisierung nennt man das auch. Mal wieder gibt der deutsche Staat klein bei und wirft seine Regeln, Gesetze und Prinzipien über Bort und lässt Islam und Schariaregeln übernehmen.
    Dazu gehört dann unteranderem das Leichen ohne Sarg bestattet werden dürfen. Hier noch ein paar andere islamische Bestattungsrituale die jetzt mit rot-grünem Segen total „pragmatisch“ erlaubt werden. http://www.youtube.com/watch?v=NJ8VZErK-Co
    Und so wird ganz „pragmatisch“ Schritt für Schritt die Scharia erlaubt.

    • 30. Juni 2012 um 19:46 Uhr
    • Bellfruta87
  602. 631.

    @Neumann

    „Mit Ihrem virtuellen Aufklärungs-Ultra-Marathon werden Sie das zu verhindern wissen.“

    Hoffentlich, die Welt besteht ja zum Glück nicht nur aus naiven Schnarchnase wie Sie es sind!

    • 30. Juni 2012 um 19:52 Uhr
    • Bellfruta87
  603. 632.

    Dazu gehört dann unteranderem das Leichen ohne Sarg bestattet werden dürfen.

    Voll krass!

    • 30. Juni 2012 um 20:26 Uhr
    • Benno Fröhn
  604. 633.

    Talk to Al Jazeera – Ibrahim Gambari: ‚The UN’s dictator envoy‘ …
    also jemand, der auf die Menschenrechte in Darfur aufpassen soll:
    hat im Januar bei der Hochzeit einer Tochter des Bosses der:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Janjaweed nämlich:

    „Le 20 janvier 2012, le président du Tchad Idriss Déby épouse Amani Moussa Hilal, une de ses filles“

    hxxp://fr.wikipedia.org/wiki/Moussa_Hilal

    den Mann als ‚Muslim und Afrikaner‘ geknutscht, dessen Treiben er eindämmen soll:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Omar_al-Bashir

    Der Mördermilizenboss hat sich zuvor eine Tschad-Präsidententochter vermitteln lassen:

    „In December 2011 it was reported that Hilal was engaged to marry the daughter of Chad president Idriss Deby“ (wp/Hilal)

    http://www.youtube.com/watch?v=cx4ViTX2tcQ&feature=plcp 19.45-20.00

    Ein überkreuz Verheiratungsmuster wie bei Talibanchef Mullah Omar und Osama seel.

    Diese Familienverkomplizung findet zu Völkermord- und Terrorismuszwecken auf Spoiler-Staatsebene statt und ist ‚kulturell‘ halt muslimtypisch und deswegen wahrscheinlich zu respektieren.

    Von solchen Typen lassen sich Muslime wesentlich zahlreicher massakrieren, als dass Muslime dazu kommen, Ungläubige zu massakrieren.

    Die schwarze AJE-Interviewerin Folly Bah Thibault scheint das allerdings ein klitze-klein wenig anstößig zu finden.

    Ab 22.30 faselt er dann noch von den ‚grievances‘ von Boko Haram und dass einige Politiker das leider ausnutzten.

    Da sieht man, wie Tradition und Jugendblase gleichsam zu wechselseitiger Aufhebung ineinandergehen.

    @ NN

    “Mit Ihrem virtuellen Aufklärungs-Ultra-Marathon werden Sie das zu verhindern wissen.”

    Ich bin da auch eher skeptisch; diese Traum-Reisenden wird man kaum aufhalten können. Allerdings sollte man es dem Westen ersparen, dass er sich die Schuld dafür gibt.

    • 30. Juni 2012 um 20:27 Uhr
    • Thomas Holm
  605. 634.

    @Bf87

    Wirkt ein bißchen dubios die Anruferin, aber so ähnlich wird das wohl schon ablaufen.

    Man wird in den Kommunen dann wohl den „Sargzwang“ nicht aufrechterhalten können, wenn man eine Gruppe pauschal davon entbindet.
    Und angesichts hoher Beerdigungskosten werden einige Nicht-Muslime ebenso darauf verzichten – und es geht dann halt ein bißchen hiesiger Kultur den Bach runter.

    That’s the way the cookie crumbles!

    Hier ein informativer Artikel zur bisher geringen Bereitschaft von Muslimen, insbes. Türken, sich in Deutschland begraben zu lassen.
    http://bit.ly/MIR2jK

    Meines Erachtens schätzt die Ministerin die Situation nicht ganz richtig ein: es liegt sicher nicht nur an geeigneten Grabstätten, daß Muslime es überwiegend vorziehen in „Heimaterde“ beerdigt zu werden.

  606. 635.

    „Wirkt ein bißchen dubios die Anruferin, aber so ähnlich wird das wohl schon ablaufen.“

    Noch viel schlimmer!

    „Und angesichts hoher Beerdigungskosten werden einige Nicht-Muslime ebenso darauf verzichten – und es geht dann halt ein bißchen hiesiger Kultur den Bach runter.“

    Ja, und nachher lassen sich die Leute auch noch einfach so verbrennen und die Asche durch die Gegend streuen!

    • 30. Juni 2012 um 20:42 Uhr
    • Fred Burunski
  607. 636.

    Syrien: Auch in ‚befreiten Gebieten‘ will keine Freude aufkommen

    Assad’s army – set off a car bomb in zamlka +18 ab 0.50

    Dieses Regime hat noch Tausend Möglichkeiten und ist noch lange nicht am Ende. Die Weltgemeinschaft will, dass dessen Opfer in mit denen eine Regierung bildet: das ist ja zum salafistisch werden.

    http://www.youtube.com/watch?v=6HsgMvd2LPI

    Erster Bericht dazu aus Kuwait; die werden auch bald dran sein.

    hxxp://www.kuna.net.kw/ArticleDetails.aspx?id=2250239&language=en

    • 30. Juni 2012 um 21:09 Uhr
    • Thomas Holm
  608. 637.

    Da hindert Sie niemand dran, Herr @Burunski! :)
    Einmal ins Krematorium und dann auf zur Kreuzfahrt oder ab ins Bücherregal – wie Sie wollen!

    Ich liebe (alte) Friedhöfe, suche sie meist auf, wo immer ich hinkomme.
    Leider verkitschen viele Gräber aber zunehmend und diese 80×80 großen Urnengräber laden auch nicht gerade zum langen Verweilen ein!

  609. 638.

    Hier die Explosion; bei einer Beerdigung; dafür dass gerade Bestattungsriten hier von bevorzutem Interesse sind, ein vielleicht informativer Beitrag:

    http://www.youtube.com/watch?v=Ctn1a6K8wV0

    Da ist nichts mehr zu retten; die Saudis können es sich nicht leisten, das mitanzusehen (wir übrigens schon; die Türken haben Nerven wie Drahtseile) und Putin wartet auf den ‚Fehler‘ der Saudis …

    • 30. Juni 2012 um 21:15 Uhr
    • Thomas Holm
  610. 639.

    @karolachristiane

    „Man wird in den Kommunen dann wohl den “Sargzwang” nicht aufrechterhalten können, wenn man eine Gruppe pauschal davon entbindet.“

    Klar wird man das, der Gleichbehandlungsgrundsatz oder gleiches Recht für alle, gilt schon lange nicht mehr in diesem Land. Das gilt nicht nur in der Frage Bestattungsregeln sondern in Berlin z.B. auch bei der Einstellung von Mitarbeitern im öffentlichen Dienst. Dort werden Migranten seit einiger Zeit gesetzlich bevorzugt eingestellt und damit Deutsche benachteiligt. Wobei „Migrant“ bekanntlich vorallem für Leute aus islamischen Ländern steht. hxxp://www.welt.de/politik/deutschland/article7464856/Berlin-will-Migranten-per-Gesetz-bevorzugen.html

    Und das alles im Namen der Integration versteht sich. Wie das Bestattungsbeispiel zeigt wird die Integration nur gelingen wenn immer mehr Schariaelemente umgesetzt werden dürfen in Deutschland. Ist doch logisch, zumindest in der Gutmenschenwelt.

    Hier ein netter Morgepostartikel zum Thema: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1363299/Innung-wehrt-sich-gegen-Bestattung-ohne-Sarg.html

    Immer wieder erschreckend wie vornehmlich links-grüne Politiker vorallem auf die Forderungen und Bedürfnisse der konservativen/islamistischen Verbände eingehen. Die Meinungen und Ansichten von liberalen und integrieten Moslems scheint nicht zu interessieren. Und das nicht nur in der Frage Schariabestattungsregeln.

    • 30. Juni 2012 um 21:18 Uhr
    • Bellfruta87
  611. 640.

    Thomas Holm,

    angesichts Ihrer Berichte sind Friedhöfe und Bestattungsrituale eher Luxusprobleme, fürchte ich.

  612. 641.

    @Bf87
    Das wird spannend werden: wie und wo werden diese deutschen Neubürger denn einmal ihr Leben beenden, wenn jeder nach seiner Facon selig werden soll?

    http://bit.ly/O3vEY9

  613. 642.

    @Bf87
    Vieles, was jetzt passiert – NRW strebt ebenso Quoten für Migranten im öffentlichen Dienst an – lief in ähnlicher Weise in den USA in Folge des Civil Rights Movements unter den Regelungen von “Affirmative Action” ab.
    Der Beifall war nicht einstimmig.
    http://bit.ly/O3xloq

  614. 643.

    @karolachristiane

    Was lernen wir aus diesen Beispielen. Diskrimierung ist nicht per se schlecht, müssen halt nur die richtigen diskriminiert und benachteiligt werden, egal ob in Job, Uni oder sonst wo. Und die Diskriminierung muss von den richtigen Leute (Gutmenschen) eingeführt und unterstüzt werden, dann ist das alles kein Problem. Da kann man dann z.B. auch die Meinungfreiheit neu justieren und alles wegzensieren was nicht dem „richtigen“ Weltbild entspricht. Wenn es um gutmenschliche Zensur geht, ist Zeitonline bekanntlch in ihrem Kommentarbereich ganz vorne mit dabei.

    • 30. Juni 2012 um 22:10 Uhr
    • Bellfruta87
  615. 644.

    http://www.todayszaman.com/columnist-285010-iran-syria-to-target-turkish-troops-in-lebanon.html

    „Turkey has had some 500 soldiers deployed in southern Lebanon as part of the UN Interim Force in Lebanon (UNIFIL) to keep the shaky peace deal intact in the border area between Israel and the Hezbollah-controlled south …

    intelligence officials point out that Turkish troops, … may very well be a target of attack in order to send another stern message to Ankara. They single out Lebanon’s Hezbollah as a perfect “messenger” and “contractor” for such an attack directed and organized by Iran or its proxy Syria. …

    maybe it is time to pull Turkish troops from UNIFIL lest they become targets of terror attacks or proxy wars in Lebanon.“

    Wer Verantwortung übernimmt ist angreifbar, was für eine böse Welt ! Das ging ja schnell, mit der größeren Rolle der Türkei.

    hxxp://www.todayszaman.com/columnist-285058-syria-and-turkish-foreign-policy.html

    „this time we overdid it at the other extreme — especially the Turkish prime minister, Recep Tayyip Erdoğan, who became more aggressive every time he talked about the Syrian issue. We had not made careful calculations of our capabilities, our allies‘ probable positions and action plans on the Syrian crisis, the possibility of being bogged down by a proxy war in Syria with Iran and Russia, supported by China and India, and the Kurdistan Workers‘ Party (PKK)/Kurdish problem.“

    Killed by BRICS&PKK: ‚The Ottomans 2.0′

    • 30. Juni 2012 um 22:46 Uhr
    • Thomas Holm
  616. 645.

    http://www.timesofisrael.com/known-algerian-writer-denied-cash-prize-after-visiting-israel/

    „Boualem Sansal received a prestigious French literary award Thursday. However, he did not get the prize of 15,000 euros he had been slated to receive, as the fact that he had visited Israel prompted the Arab sponsors of the prize to withdraw their support, according to a report by French24.

    The Editions Gallimard Arabic Novel prize has been granted by the Arab Ambassadors Council, which is based in Paris, since 2008.“

    Reisefreiheit nach Israel war halt kein Ziel des Arabischen Erwachens.

    Die Franzosen lassen sich ihre Literaturwertschätzung von einem Haufen abergläubiger und rachsüchtiger Antisemiten abknöpfen.

    • 30. Juni 2012 um 23:00 Uhr
    • Thomas Holm
  617. 646.

    Verschwörungscheftheologe Webster Tarpley: Wo er recht hat, hat er recht.

    Die Türkei hinter einer Fassade von Stabilität: ein 50:50
    Pulverfaß; Michel Aun habe ihm das gesteckt; kann gut sein.

    http://www.youtube.com/watch?v=Lxc0avpebtk 14.00-16.00

    Ferner interessant die Überlegung zum Interesse Israels: 19.45-20.20

    Nix Kalifat, sondern alle befallenen Staaten gehen kaputt.

    Und weil es so schön dazu passt, hier noch eine delikate Komponente des syrischen Pulverfasses:

    „Syrien: Turkmenen gegen Assad 3,5 Millionen Türken erheben sich gegen Assad – ALLAHU AKBAR – 3,5 Millionen Turkmenen leben in Syrien Freedom for 3,5 million Turkmens in Syria Homs (Humus) is a Turkmen City“

    Cool; und bei den Kurden greift die Hisbollah um sich; bleibt kaum noch was unsakrales übrig, für die kommenden Gemetzel.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=G9fWgxSoWr4

    • 30. Juni 2012 um 23:24 Uhr
    • Thomas Holm
  618. 647.

    Kavkaz Sila Turki Sila Super Lezginka 2012 ☾⋆

    Türkische Kaukasuspower Superschwoof soll das heißen.

    http://www.youtube.com/watch?v=6JjTHspMMo0&feature=plcp

    Für Putin geht es mit Assad auch um die Kontrolle über diese Spassten hier; wobei das in Wirklichkeit auch nicht alles Türken sind, sondern auch eine Reihe wirklich störrischer Bergvölker, mit denen die Türken auch wieder eher Streß haben.

    Putin beherrscht diese ganzen Romantikvölker durch eigene kleine Tyrannenstatthalter und auch nach deren Sitten. Aber mit einem Verlust von Syrien droht ihm das im Innern um Ohren zu fliegen.

    Einige dieser Statthalter waren vorher Jihadisten und könnten sich auch rückbesinnen. Dann würde es aber richtig abgehen.

    Das Video ist von demselben Kanal, der 3,5 Mio Turkmenen in Syrien ausgemacht haben will. Das hier ist auch von dem Fuzzi:

    „Der Islam wird Deutschland Erobern ! Keiner kann diese Religion Stoppen !“

    Unglaubliche Bilder aus Rußland; die stürmen die U-Bahn, ohne dass die Bullen schiessen. -1.30 Rußland ist nicht mehr so ganz, was es mal war.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=NycCPvd7wO0&feature=context-chv

    Aber gut, sollen sie sich mit Russland anlegen, dann werden sie gefickt.

    • 30. Juni 2012 um 23:42 Uhr
    • Thomas Holm
  619. 648.

    @Holm

    Der User der das Video über die Turkmenen gegen Assad hochgeladen hat, hat auch dieses Video hochgeladen:

    „Der Islam wird Deutschland Erobern ! Keiner kann diese Religion Stoppen !“
    http://www.youtube.com/watch?v=NycCPvd7wO0

    Dieser User ist übrigens eine Frau und woher hat sie ihren Faschismus?

    “Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge. ” (48:28)

    “Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!…” (8:39)

    “…Allah aber will, daß die Wahrheit durch Seine Worte vollbracht werde und daß die Ungläubigen ausgerottet werden” (8:7)

    • 30. Juni 2012 um 23:44 Uhr
    • Bellfruta87
  620. 649.

    @ Bellfruta87

    Da haben wir parallel gepostet.

    Diese Typen werden größenwahnsinnig; und dabei werden sie ihren Jugendüberhang so blutig abfackeln, wie es die moderne Geschichte noch nicht erlebt hat:

    gegen Assad, die Hisbollah (und überhaupt die Schiiten) den Iran, den Irak (das war das westliche Dankeschön für 9/11) das türkische Establishment (wenn sich die Türkei doch nicht ‚raushalten kann) gegen die alttraditionalistischen Elemente der Berg- und Steppenvölker, gegen den Teil des pakistanischen Establishments, der sich auf die russische Seite geschlagen hat, gegen die Russen und deren zentralasiatischen Tyrannenenanhang und natürlich: China … und gegen die eigenen Väter in vielen Fällen.

    Die Levante und Mesopotamien; der Kaukasus, Südrussland, Zentralasien und Pakistan werden dabei zerschreddert werden.

    Die Paschtunen dürfen sich noch aussuchen, ob sie gegen die Perser und Putins zentralasiatische Statthalter anprallen wollen; oder: ob sie sich lieber ihr Stück aus Pakistan ‚rausreissen wollen. Die Kurden dagegen stehen unter enormem Druck; anders als bei den Paschtunen sehe ich da praktisch keine Freiheitsgrade mehr.

    Europa und Indien halten sich aus Angst ‚raus; die USA, weil sie pleite sind und Frust schieben; Israel aus Klugheit und die Türkei, weil ihre großkotzige Verlogenheit und ihr flennseliges Selbstmitleid endlich mal selbsterhaltungstechnisch zu was gut sind: grosse Fresse und den Arsch in Deckung. Eigentlich das größte Ärgerniss dabei.

    Die Unentschiedenheit des Westens läuft materiell auf dasselbe hinaus, wie eine bedachte teile-und-herrsche-Politik: mal ist der eine etwas böser/bedrohlicher mal der andere; keiner darf gewinnen.

    Richelieu aus Feigheit;

    @SB

    sagt zwar: keiner macht mehr den Richelieu heutzutage; ich finde aber: aus Feigheit kommt dasselbe dabei heraus mit der westlichen Politik.

    Faszinierend, würde Mr. Spock sagen.

    Was Herr Lau wohl dazu sagen würde ?

    • 1. Juli 2012 um 00:26 Uhr
    • Thomas Holm
  621. 650.

    Thomas Holm, mir ist schlecht.
    Gute Nacht – in jeder Hinsicht!

  622. 651.

    @Thomas Holm:

    „Die Levante und Mesopotamien; der Kaukasus, Südrussland, Zentralasien und Pakistan werden dabei zerschreddert werden.“

    Und dagegen biete ich meine übliche Wette an: Einen Kasten fränkischen Biers meiner Wahl (Ihr Einsatz) gegen 6 Flaschen guten französischen Weins oder Champagners (suchen Sie sich´s aus).

    Das ist eine einfach zu gewinnende Wette – rabenschwarze grossräumige Untergangsphantasien bewahrheiten sich nur ausnahmsweise (das letzte Mal 1939).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Juli 2012 um 01:55 Uhr
    • ThorHa
  623. 652.

    Timbuktu – #629 – TH – Laut Augenzeugen zerstörten die Islamisten binnen weniger Stunden die Grabstätten der Heiligen Sidi Mahmud, Sidi Moctar und Alpha Moya und zogen anschließend in Richtung weiterer Mausoleen weiter.

    Erinnert irgendwie an die famosen architektonischen Superleistungen der Kampuchea-Kommunisten und/oder an die technisch-wirtschaftlichen Leistungen der Radikalkommunisten der maoistischen Kulturrevolution und/oder an die wirtschaftlichen Leistungen des Albanien des Enver Hoxha – alles ‚Leistungen‘, die die Bevölkerung des jeweiligen Landes für Dekaden ins äußerste Elend trieben.
    [ … und dann 30 Jahre später die Kolonialepoche des 19. Jh. für das Elend verantwortlich machen …]

  624. 653.

    # 631 – Neumann … die Welt besteht ja zum Glück nicht nur aus naiven Schnarchnase wie Sie es sind!
    @BF87 – Wenn da nicht jemand in seiner schlichten Denkungsart ganz gewaltig ‚danebenliegt‘.

  625. 654.

    Ägypten – sechs Anmerkungen bzw. Gedanken:

    1 – Eine stabile Demokratie existiert in Frankreich erst seit 1958, herbeigeführt mittels der Ablösung der instabilen Vierten (Nachkriegs-) Republik durch die Fünfte Republik], also 169 Jahre nach der Revolution von 1789.
    2 – Die Franzosen haben die Beziehungen zwischen Kirche und Staat (erst) 1905 getrennt, also genau 116 Jahre nach 1789.
    3 – Es gibt keine bekannte Demokratie, die prompt sofort und umgehend im Anschluss an eine Revolution etabliert werden konnte. Man kann nicht eine allgemein verbreitete Korruption innerhalb weniger Jahre umwandeln in eine allgemein verbreitete Herrschaft des Rechts, in einen Rechtsstaat.
    4 – In Japan und Deutschland lief die Rekonstruktionsphase nach dem Abschluss der Weltkriegs-II-Zerstörungen im Vergleich am schnellsten ab. Als Basisfundamente dieser Rekonstruktion wurde seitens der jeweiligen Regierungen keineswegs die Religion, sondern die höchst-organisatorischen Fähigkeiten von Regierung, Verwaltung und Volk genutzt.
    5 – Großbritannien, eine der beständigsten Demokratien, hat keine geschriebene Verfassung.
    6 – Idealerweise sollte die Macht in Ägypten nicht in irgendeiner Institution bzw. Organisation konzentriert sein. Die Macht muss geteilt werden, um demokratische Reife zu ermöglichen.
    7 – Ägypten benötigt dringend: Gerechtigkeit, Sicherheit, Bildung sowie eine auf allen Ebenen zu etablierende Verwaltungsreform

  626. 655.

    Korrektur …
    7 – Ägypten benötigt dringend: Herrschaft des Rechts (Rechtsstaat), …

  627. 656.

    @P #653

    Nun Bundestrainertechnisch ist N. schon mal eine Fehlbesetzung.

    • 1. Juli 2012 um 08:59 Uhr
    • esprit de canaque
  628. 657.

    @TH

    Rabenschwarze grossräumige Untergangsphantasien bewahrheiten sich nur ausnahmsweise (das letzte Mal 1939).

    Ausnahmsweise? Untergänge finden in der Geschichte der Menschheit mit einer Regelmäßigkeit statt, dass es keiner Phantasien bedarf. Es sei denn, sie sind Anhänger der „End of History“ Theorie.

    • 1. Juli 2012 um 09:14 Uhr
    • esprit de canaque
  629. 658.

    Korrektur Ägypten – einige Anmerkungen bzw. Gedanken:

  630. 659.

    @ edc – hinsichtlich fußballerisch-technisch-taktisch-strategischer Einschätzungen muss ich allerdings als Komplett-Ignorant passen

  631. 660.

    Ägypten – Islamisten: Worte und Taten – ein Vorfall – Sawfat Hegazy, the pro-Muslim Brotherhood preacher who gave the sermon at Friday’s gathering in Tahrir Square, physically and verbally attacked two photographers covering the day’s events. One photographer is a French freelancer, the other is a staff photographer for ‚Egypt Independent‘. The altercation took place … before the arrival of Morsy, who took the presidential oath and delivered a speech in the square yesterday.

    The two women were standing with other photographers and cameramen in the area … Hegazy then approached the two, telling them to leave. After they refused, on the basis that … there was no reason for their exclusion, he returned, and tried to erect a large sound box in their line of view of the stage. After he failed to erect it, ‚Egypt Independent‘ photographer Virginie Nguyen said he grew angry and approached them, screaming, throwing Nguyen’s camera bag in her face, and shoving them both. Still shoving them, … he yelled “Go, go, go!” and continued to kick the French freelancer Magali …

    The incident occurred hours after Hegazy addressed the gathering in the square in his Friday sermon. “The people want a civilian state that is free of that which angers God the almighty,” he told them.
    http://www.egyptindependent.com/news/sheikh-attacks-photographers-morsy-speech-tahrir

  632. 661.

    @ TH

    @SB

    sagt zwar: keiner macht mehr den Richelieu heutzutage; ich finde aber: aus Feigheit kommt dasselbe dabei heraus mit der westlichen Politik.

    Richelieu hätte den Konflikt ordentlich angeheizt. Offenbar scheint das ab nem gewissen Grad von Irrsinn unnötig.

    Bevor wir uns deswegen, ob unserer weißen Weste, freuen: Der Westen ist trotzdem schuld an allem.

    • 1. Juli 2012 um 11:01 Uhr
    • Serious Black
  633. 662.

    Ägypten – Islamisten: Worte und Taten – die Presse(freiheit) –

    … the Islamist-dominated parliament decided to set certain regulations for choosing the editors-in-chief of state-run newspapers. These new regulations would affect more than 50 current editors-in-chief.

    President Mohammed Mursi received the board directors and editors-in-chief of all Egyptian press publications on Thursday, during which he reassured them that there wouldn’t be any kind of restrictions on the freedom of press.

    Most privately-owned media have been publishing anti-Muslim Brotherhood sentiments since Mursi was declared the winner of the presidential election … FJP still controls the majority of seats in the Shura Council.

    “Our meeting with Mursi proved shocking,” said Mohammed Salah, editor-in-chief of state-owned The Egyptian Gazette. “He is a very good man, but he never gave us straight answers. He made promises and guarantees but we are not in need of any promises; we are in need of a law to be applied on all of us,” Salah told Al Arabiya …

    The Shura Council is responsible for recruiting editors-in-chief and board of directors for state owned news organizations. Under the ousted regime, the Shura Council used this authority to appoint employees who would serve the state’s agenda.

    The Shura Council’s final report on the process of selecting new editors-in-chief for state-owned newspapers … clarified that there was no clear strategy on selecting board directors and administrative employees and, accordingly, this allowed individuals to be promoted on the whims of power, which led to deficiencies in organizational structure and internal dictatorships.

    The report mentioned that efficiency, experience and leadership skills must be valued and promoted when choosing board members and chief editors.
    …” said Salah. “How are we going to be evaluated? Will it be according to our performance as chief editors, or according to the revenues we bring to our newspapers?”

    Some of the conditions required by the Shura Council while choosing an editor-in-chief include
    • implementing an age limit and
    • a minimum requirement of 15 years of experience as well as
    • stressing that no chief editor will be appointed
    • if he was proven to be involved in a corruption case or
    • had promoted the normalization of relations with Israel …
    • that the candidate should not be involved in bringing advertisements to his news publication.“It is well known to everyone that journalists bring around 70 percent of the advertisements to their newspapers. So under the new regulations, the journalist who brings revenues to his newspaper would never be chosen as an editor-in-chief. It is a punishment,” Salah told Al Arabiya.

    The Journalists Association … In a statement, the Association’s council expressed its rejection of the Shura Council’s attempts to interfere in the affairs of state-owned media outlets …
    “They are definitely trying to play the same role played by the NDP. There is no doubt about that,” said Ameena Mohammed, a journalist at a privately-owned press publication. “Journalists will be forced to write what the Islamists want. If we don’t, we will surely be punished. There is no doubt, it is an Islamization attempt.”

    Members of the Journalists Association said they fear the Shura Council’s standards will facilitate the appointment of chief editors loyal to the Muslim Brotherhood.
    When asked on whether he thinks the rise of Islamists to power in Egypt would affect the freedom of expression, especially the press, Salah said that “it would definitely have a huge negative effect.”

    The Journalists Association called for an emergency conference in July to pressure the parliament into preparing a new law on the issue that could be submitted to the state authorities …
    From: „Egypt’s journalists fear the ‘Islamization’ of press“
    By Abeer Tayel
    Al Arabiya – 01 July 2012
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/01/223742.html

  634. 663.

    @ SB

    „Richelieu hätte den Konflikt ordentlich angeheizt. Offenbar scheint das ab nem gewissen Grad von Irrsinn unnötig.“

    Das ist es.

    „Die Massen“ (im Sinne von Mao) machen mit ihrem Stolz und ihren Vorurteilen „die Geschichte“. Den Springfluten ihres Hasses werden von ihren Führeren zwar den einen oder anderen Wasserscheidepunkt vorgesetzt, wo sich auch entscheidet, wo es weiter lang geht …

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserscheidepunkt das Bild ist genial

    … aber die Massen sind die Eigentümer ihrer ethnisch-konfessionellen Abrechnungsagenden und sie sind die willig-blinden Vollstrecker von deren elementarer Wucht – letztlich an sich selbst – und nicht an den Juden, wie sie es gerne hätten. Mit Syrien hat ein gigantisches Schlachten von blinder Souveränität eingesetzt.

    Mit unserem ‚Latein‘ sind wir da definitiv am Ende.

    @ Publicola

    Selbst wenn alles richtig wäre, was Sie sagen: Die Zeit macht als fehlende Ressource des Orients die Differnez. Die Geschichte kennt kein Recht auf die Jahrhunderte, die einem fehlen: zum Lernen, zum Gestalten, Formen finden, etc.

    Nur: DIE ZEIT.

    Schon wieder so eine Mr. Spock’sche Ironie.

    Keine Verfassung ? Kein Problem, haben die Engländer auch nicht:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Westminster-System

    Nun ja … der eine hat eine Rechtsgeschichte, der andere eine Fatwensammlung; der Punkt, an dem der Vergleich peinlich und natürlich zwangsläufig: beleidigend (!!) wirkt, ist unausweichlich.

    Einen Atemzug später wird dann wieder von einem Durchbruch nach „7.000 Jahren“ geredet. Ein „Großer Sprung nach vorne“ – auch mit so einem Augenzwinkern aus Maos Grab.

    @ ThorHa, edc

    „rabenschwarze grossräumige Untergangsphantasien bewahrheiten sich nur ausnahmsweise (das letzte Mal 1939).“

    „Untergänge finden in der Geschichte der Menschheit mit einer Regelmäßigkeit statt, dass es keiner Phantasien bedarf“

    Ich muss auch sagen: Sowjetunion, Jugoslawien … das waren blutige Untergänge mit jeweils sechstelligen Opferzahlen; der Untergang der Kolonialreiche – nehmen Sie Britisch-Indien mit Siebenstelliger Opferzahl – und dann noch mal das entkolonialisierte Nachspiel in Bangladasch mit Faktor Vier …

    Untergang ist nicht nur, wo die Wochenschaufanfare zuvor erklungen ist.

    @ kc

    Die ausgehenden Lichter können einem übel werden machen. Und wenn man einmal die mediale Mißrepräsentation der Gesamtentwicklung überwunden hat und in den Abgrund schaut, vor dem Andere stehen, dann schaut der Abgrund trotzdem auch mal kurz bei einem selbst ‚rein.

    Aber bedenken Sie: Die Kongolesen und Bangladeschis mit ihren jeweils ca. vier Millionen Toten haben uns nicht den Schlaf geraubt – wohl weil uns dabei nicht genug anzulasten war; anders schon der Fall bei Ruanda, wo ‚unsere Untätigkeit‘ als Schuldverdikt in Betracht kommt.

    Ist DAS nicht pervers:

    Entweder: ‚wir sind schuld'; oder: wir kriegen es kaum mit.

    DAS ist der moralische Skandal des Gutmenschentums und mich hat die fixe Idee ergriffen, das Gewissen dieses Skandals sein zu wollen; aus gutmenschlicher Sicht natürlich: ein Akt verwerflicher Schadenfreude.

    • 1. Juli 2012 um 12:14 Uhr
    • Thomas Holm
  635. 664.

    Tunesien – Parteienlandschaft
    Die auf Initiative des [hochangesehenen] Ex-Premier Béji Caïd Essebsi gegründete neue Parte „L’Appel de la Tunisie“ (Call for Tunisia), hat auf ihrer Konferenz vom 29.06.2012 die Ressortzuweisung für die Mitglieder des vorläufigen Parteipräsidium vorgenommen …:
    • Béji Caïd Essebsi : Président-Fondateur [Vorsitzender u. Gründer der Bewegung ‘Call for Tunisia’]
    • Taieb Baccouche : Secrétaire général chargé [beauftragt] des relations externes [z.Zt. Minister für Erziehung seines Landes und Sprecher der Übergangsregierung Tunesiens.
    • Lazhar Karaoui Chabbi : Chargé des relations juridiques [z.Zt. Justizminister]
    • Ridha Belhaj : Porte-parole [Sprecher] [z.Zt. Generalsekretär der Regierung sowie Staatssekretär des Premierminister]
    • Mohsen Marzouk : Chargé de l’organisation et de la planification [z.Zt. Generalsekretär der Arab Democracy Foundation (ADF), einer unabhängigen internationalen arabischen zivilgesellschaftlichen Organisation, die eintritt für Demokratie als eine Kultur und als bestes System für gute Regierungsführung ‚good governance‘]
    • Boujemaa Ramli : Chargé de l’organisation interne
    • Salma Elloumi Rekik : Chargée de la logistique financière [z.Zt. Vorstandsvorsitzender der COFAT Tunesien / Fournisseur Composants Automobiles / Qualitäts-KFZ-Zulieferbetriebe der Gruppe Elloumi]
    • Slim Chaker : Chargé des programmes économiques et sociaux
    • Anis Guedira : Chargé des affaires des jeunes
    • Sameh Dammak : chargé des affaires de la femme [Vizepräsidentin des Centre des Jeunes Diregeants du Sfax (Jugendorganisation der Mittelstandsvereinigung)]

    http://www.espacemanager.com/politique/tunisie-taieb-baccouche-nouveau-secretaire-general-de-lappel-de-la-tunisie.html

  636. 665.

    # 664 – zur Biographie des tunesischen Alt-Politikers Béji Caïd Essebsi:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/beji-caid-essebsi-tunesischer-uebergaenger-1608550.html

  637. 666.

    @ TH – Die Zeit macht als fehlende Ressource des Orients die Differenz. Die Geschichte kennt kein Recht auf die Jahrhunderte, die einem fehlen: zum Lernen, zum Gestalten, Formen finden, etc. – Ich hoffe auf eine unserem Zeitalter angemessene beschleunigte Entwicklung, gleichzeitig jedoch befürchte ich, dass Sie Recht haben könnten.

  638. 667.

    @ Free Speech 612

    Äpfel und Birnen.

    @ BF 614

    Ich leihs mir wohl aus. Geld habe ich für Thörners Afghanistan Codex ausgegeben.

    • 1. Juli 2012 um 12:46 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  639. 668.

    @ Publicola

    „Ich hoffe auf eine unserem Zeitalter angemessene beschleunigte Entwicklung“

    Das ist das Pferd, auf das man setzen muss, wenn man die Chancen einer nichtkatastrophischen Entwicklung wägen will; dafür: ‚gut getroffen‘.

    Nur schauen Sie, WAS sich beschleunigt in Moderne und Globalität …

    Innovation (aber nur dort, wo sie überhaupt stattfindet !) und der ganze Komplex aus: Integration, Vernetzung und Austausch über Medien und von Gütern.

    … und was nicht:

    Der Trend dagegen bei ziviler Konsensfindung, Völkerverständigung, Menschenrechtsbeachtung: …. ?

    Nicht umsonst spricht man von einer ‚Kulturellen Moderne'; dagegen kaum: von einer ‚Politischen Moderne‘.

    Ich will der Erste sein, der da was merkt: von einer Trendwende, oder gar Beschleunigung zum Besseren: und zwar in den Orientalischen Jugendüberhanggesellschaften von Nord(west)afrika bis Süd(ost)asien, um die es hier – grosso modo – gehen soll, also von Mali bis Indonesien. (also: incl. ‚orientalisch beeinflußter‘ Gesellschaften).

    @ MM

    „Äpfel und Birnen.“

    Sind immerhin Obst; großer Kulturclash-Alarm dagegen bei AJE:

    „New Atheism’s most polarising figure? – We speak with influential evolutionary thinker Professor Richard Dawkins.“

    Hab’s noch nicht gesehen, ich weiss aber schon jetzt, dass ich Christopher Hitchens vermissen werde … säkulares Prophetenfeeling quasi.

    http://www.youtube.com/watch?v=EXjvgkBNVpQ&feature=plcp

    • 1. Juli 2012 um 13:24 Uhr
    • Thomas Holm
  640. 669.


    aus 612:

    MM: Mir soll niemand erzählen, dass dem geholfen sei, wenn betroffene Eltern ihre Kinder in Zukunft von Unqualifizierten beschneiden lassen. Dann droht tatsächlich eine Gefährdung des Kindeswohls.

    FS: Ihr Argument kann auch für Klitorisbeschneidungen benutzt werden: “Ein Verbot hilft den Mädchen nicht, weil sei dann von Unqualifizierten beschnitten werden.”

    MM in 667: Äpfel und Birnen.

    Das Argument merke ich mir für dann , wenn wiedermal eine Frau gleiche Rechte wie ein Mann (oder umgekehrt) einfordert.

    • 1. Juli 2012 um 13:31 Uhr
    • FreeSpeech
  641. 670.

    @publicola

    Some of the conditions required by the Shura Council while choosing an editor-in-chief include
    • implementing an age limit and
    • a minimum requirement of 15 years of experience as well as
    • stressing that no chief editor will be appointed
    • if he was proven to be involved in a corruption case or
    had promoted the normalization of relations with Israel …
    • …

    —————-

    Islam hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Auch nach dem nten Fall, wo Antisemitismus in der Politik Eingang findet, sobald der Islam gestärkt ist.

    • 1. Juli 2012 um 13:45 Uhr
    • FreeSpeech
  642. 671.

    @ FS – Some of the conditions required by the Shura Council while choosing an editor-in-chief include …
    that no chief editor will be appointed
    • if he … had promoted the normalization of relations with Israel

    … – mit aller Gewalt will der Islamismus die ägyptische Bevölkerung künstlich dumm halten (es geht ja um eine Mediengesetzgebung!) – ich unterstreiche Ihr (ironisch gemeintes) Statement und stimme ihm zu!

  643. 672.

    PS – @ FS u. TH – … dass die ägyptische und tunesische Presse (soweit für mich erkennbar, d.h. soweit sie über englisch- oder französischsprachige Websites verfügt) m.E. unser ‚bürgerliches‘ Bildungsideal repräsentiert und traditionell bislang sehr islamismus-kritisch ist, ist eine der weiteren wichtigen Chancen einer doch vielleicht möglichen beschleunigten positiven Entwicklung dieser Länder hin zur Demokratie nach dem explosiven Primär-Anschub durch die kommunikativtechnologisch unterstützte ‚Arabellion‘.

  644. 673.

    „• if he … had promoted the normalization of relations with Israel“

    Wer sowas in ein Pressegesetz schreiben will, der müßte es konsequenterweis auch wohl in der Verfassung verankert sehen wollen.

    Ausgerechnet in Sachen Staatsraison zu heucheln, wäre ziemlich stillos.

    • 1. Juli 2012 um 14:05 Uhr
    • Thomas Holm
  645. 674.

    Ägypten – Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu has sent a letter to Egypt’s newly elected President Mohamed Morsi, urging him to uphold a peace treaty between the two countries … the message „congratulated Morsi on his election, offered to cooperate with the new government in Cairo and expressed… hope that both parties will observe the Egyptian-Israeli peace treaty … honouring the agreement is in the interest of both countries,“ … the Israeli premier had also wished Morsi good luck in his new role.

    … Israeli officials … had decided to put off attempts to organise a phone call between Morsi and Netanyahu, but … the Israeli leader had dispatched an envoy for meetings with Egyptian security officials …

    Netanyahu’s letter repeated … „Israel values the democratic process in Egypt and respects the results of the presidential election … Israel hopes to continue cooperation with the Egyptian government on the basis of the peace treaty,“ which the two countries signed in 1979 …
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/2/8/46597/World/Region/Israeli-PM-sends-letter-to-Egypts-Morsi.aspx

  646. 675.

    Ägypten – The Kefaya movement condemned President Mohamed Morsy on Sunday for thanking the military council during his speech at Cairo University on Saturday … The statement mentioned some of the military’s mistakes during the interim period, which officially ended with the transfer of power to Morsy on Saturday.

    The Kefaya statement went on to wonder why the Muslim Brotherhood is still staging a sit-in in Tahrir if, according to Morsy, the military council has already fulfilled its promises….

    The Kefaya movement was established in 2004 during the rule of ousted President Hosni Mubarak. It has consistently criticized the military council that took power after Mubarak’s ouster in 2011.
    http://www.egyptindependent.com/news/kefaya-criticizes-morsy-thanking-military-council

  647. 676.

    Abt. Ästhetische Kritik

    Wo der Jessen-Jens Recht hat, hat der Jessen-Jens Recht:

    GESELLSCHAFTSKRITIK

    Über Piraten-Kluft

    Politiker empören sich über die bunten Haare und kurzen Hosen der Piraten. Spießig? Im Gegenteil, denn ein Abgeordneter sollte nun mal kein Clown seiner Peergroup sein.

    http://www.zeit.de/2012/27/Gesellschaftskritik-Piraten-Kluft

    • 1. Juli 2012 um 14:13 Uhr
    • N. Neumann
  648. 677.

    @ Publicola

    „dass die ägyptische und tunesische Presse … unser ‘bürgerliches’ Bildungsideal repräsentiert … ist eine der weiteren wichtigen …“

    unumkehrbaren Phänomene* (würde ich sagen): Für einen Teil der (gebildeten) Öffentlichkeit sind die Wertreferenzen tatsächlich westlich-liberal bis utopisch eingefärbt.

    *das erste, das zweite kommt unten bei**

    “ … Chancen einer doch vielleicht möglichen beschleunigten positiven Entwicklung dieser Länder hin zur Demokratie …“

    Wenn man ganz reaktionär wäre, würde man sagen, dass die Einforderung Londoner Standarts in Alexandria die Aussichten nur noch weiter ins Verfahrene stößt. Gegen den Tyrannenapparat und gegen salafistische Schläger fordern sie ‚habeas corpus‘ und ‚free speech‘ ein. Ok.

    Aber der Elephant im Raum sind nicht die korrupten Folterer und auch nicht die glühenden Fanatiker (obwohl die es sind, die einem den Hals umdrehen): sondern die ressentimenthafte Dumpfheit der Massen.

    Insofern ist es plausibel, dass ein Teil der Öffentlichkeit, namentlich in ausgewählten Alltagsfragen:

    „traditionell bislang sehr islamismus-kritisch“ eingestellt ist.

    Aber an die Schnittmenge von Islamismus und Massenressentiment, deren größter Skandal wohl die FGM ist; an diesen Hexenkessel traut sich doch niemand wirklich ‚ran, oder ?

    Israel, FGM, freie Rede über sakral hoch Gehaltenes, Frauenrechte …

    … so würde ich diese Schnittmenge umreißen; und bei den Themen kommt dann sehr häufig: Ja, es geht halt nicht alles von heute auf morgen.

    Sich mit Salafisten in der Uni oder vor einem Kino zu kloppen ist das eine; aber dem Volk was zu seiner Lebensführung und Vorstellungspflege zu sagen, ist das andere. SCAF und MB wetteifern um die geschicktere Referenzierung zu dieser Dumpfheit; und dabei haben die ‚Westler‘ keine Chance, sondern sind vielmehr heute Lancierungsmaterial und morgen Opfermasse.

    „explosiven Primär-Anschub durch die kommunikativtechnologisch unterstützte ‘Arabellion’“

    **Das ist der zweite Komplex von Unumkehrbarem: Kaum einer hat mehr Angst, kaum jemand respektiert mehr irgendwas; eine Institution, oder gar ein Gesetz. Ein eigentümlich anarchisches Gebräu aus einem Unwillen, irgendetwas konkretes als Tatsache zu akzeptieren; bei gleichzeitig himmelhoher Kompromißlosigkeit für die eigenen Vorstellungen.

    Wenn ich dieses Geschrei wegen ‚Jerusalem erobern‘ sehe, dann ist nicht mein erster Gedanke: Mein, Gott, was sind die antisemitisch; sondern: Was bilden die sich ein ?

    Von welchem abscheulichen Größenwahn müssen diese tobenden und kochenden Massen ergriffen sein, dass sie meinen, sich Antisemitismus leisten zu können ?

    Zu Freiheit und Brot stehen sich diese Menschen auf eine Art selbst im Weg, die in unserem Denken einfach nicht repräsentiert ist; auch im unkorrekten Teil unseres Denkens übrigens nicht. Ich weiss da auch nur, dass da etwas ist, was ich noch nicht kenne und nur versuchen kann, grob in seinen Dimensionen und Auswirkungen zu skizzieren; ich weiss nur, dass es ‚elephantös‘ ist, im raunenden Raume.

    • 1. Juli 2012 um 14:52 Uhr
    • Thomas Holm
  649. 678.

    Inside Syria – Can foreign powers determine Syria’s future?

    http://www.youtube.com/watch?v=TBJCqY-LGC8&feature=plcp

    Die bezaubernde Ghida Fakhry legt sich als Moderatorin sehr tendenziös für Assads Mitgestaltungschancen ins Zeug. Ein Schauspiel von ausgesuchter menschlicher Boshaftigkeit und konzeptioneller Häßlichkeit. Gibt vielleicht einen Hauskrach (oder eine Wende ?) bei AJE.

    Ex-Kremlberater Alexander Nekrassov beanstandet immer: ‚Nobaaadi noooos chhhuuu ze opposssischen arrrh’* und keiner sagt ihm, dass es einfach die Leute sind, die den Auftragskillern des Kreml noch mal von der Schippe springen konnten und dass man den Teufel tun werde, ihm auch noch deren Adressen zu verraten.

    *optimal für einen Schnellkurs in ‚Russenkoller‘ der Mann

    Der Konflikt in Syrien bekommt genau den Spielraum von der internationalen Gemeinschaft eingeräumt, den er braucht, um sich richtig tief und krass-tödlich durch die ganze (!) syrische Gesellschaft zu fressen.

    Den Hochhaltern der Idee von der ‚syrischen Zivilisiertheit‘ sei zugute gehalten, dass es tatsächlich Zeit braucht, bis der letzte Wodka-Winkel von links-sunnitschen bis pryptomarxistischen Küchenzechkumpanen* von dem Gift des konfessionellen Massakerns durchtränkt ist. Aber diese Zeit bekommt Syrien: das ganze läuft geradezu: je langsamer, desto todsicherer. Beschleunigung – würde diese teuflische Sache: aufhalten; so paradox funktioniert das.

    *traditioneller Sowjetfreizeitsport: Gurken mit Wodka in der Wohnküche, bis der Arzt nicht mehr zu kommen braucht

    Respekt vor jedem Unter-30-jährigen, der da nicht auf eine Verschwörungstheorie verfällt; es ist wirklich so übel, keiner meint es so richtig böse, aber alle nehmen es in Kauf. Das ist schon fast nicht mehr faszinierend, sondern – gespenstisch ?

    • 1. Juli 2012 um 15:29 Uhr
    • Thomas Holm
  650. 679.

    @ BF 623

    Besonders korantreue Muslime entlädigen sich mal wieder ihrer nützlichen Idioten und zerstören nebenbei unislamisches Zeugs.

    Genau, weil islamische Mausoleen, Manuskripte etc. total „unislamische“ Sachen sind.

    „Heiligenverehrung“ als für viele – gerade subsaharische Muslime – selbstverständlicher Teil ihres gelebten Islam…; und wer sind Sie nochmal, dass Sie das einfach zu „unislamischen Zeugs“ erklären? Aus Ihnen hätte ein hervorragender nasîr dine werden können.

    Wenn Sie sich wirklich für das kulturelle – ja, islamische – Erbe Timbuktus interessieren, kann ich Ihnen z.B. das hier ans Herz legen.

    Wissen Sie, es gibt Menschen, die sich tatsächlich für die Erhaltung dieses Erbes einsetzen.
    tombouctoumanuscripts.org/blog/entry/report_by_dr._thomas_schuler/

    Ihnen ist das aber eigentlich sowas von sch**** egal, Sie freuen sich einfach nur, wieder etwas gefunden zu haben, womit Sie pauschal hier rumhetzen können.

    Besonders korantreue Muslime…; dass ich nicht lache…

    Ein paar hübsche youtube-Videos gibts auch:

    z.B. von der BBC: The lost libraries of Timbuktu; oder: Timbuktu: Untold black history etc.pp. aber was schreib ich, das interessiert Sie doch einen Scheiß.

    • 1. Juli 2012 um 15:31 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  651. 680.

    @ karolachristiane #641

    Die Dame ab 2:12 aus ihrem Video: „Islamistin“, oder?

    #634

    Was geht Sie die persönliche Entscheidung eines Menschen an, wo und wie er sich einmal begraben lassen möchte? Ihr faselt hier von „Freiheit“ und Menschenwürde, aber meckert an sowas rum. DAS ist pervers.

    Bei BF überrascht mich das nicht, aber bei einer Lehrerin? Andererseits, wenn ich an meine noch nicht allzu lang zurückliegende Schulzeit zurückdenke, wundert es schon wieder nicht so sehr. Bildungspersonal mit derart ekelhaften Ressentiments; Deutschland schafft sich wirklich ab.

    • 1. Juli 2012 um 15:48 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  652. 681.

    @ Burunski

    Ja, und nachher lassen sich die Leute auch noch einfach so verbrennen und die Asche durch die Gegend streuen!

    Treffer.

    • 1. Juli 2012 um 15:50 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  653. 682.

    PS @ BF bzgl. Timbuktu

    Immerhin bringt der Spiegel-Artikel nicht Tuareg und „Scharia-Staat“ in einen Zusammenhang. Auch solchen Schwachfug durfte man in den letzten Wochen schon lesen, unter anderem in DER ZEIT.

    @ Demokratieverfechter

    Marc Lynch twitterte zur Präsidentschaftswahl:

    It’s actually pretty astonishing, that Egyptian state didn’t – or couldn’t – rig election for Shafiq.

    siehe auch hier:

    #Egypt’s Muslim Brotherhood Teaches a Lesson in Elections in the Age of Twitter and Google Spreadsheets

    http://technosociology.org/?p=1064

    • 1. Juli 2012 um 16:05 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  654. 683.

    @ MM,BF87,kc

    „was schreib ich, das interessiert Sie doch einen Scheiß“

    Ein hochabstraktes ‚Sakral-Ideal‘ kehrt sich gegen die real-traditionellen volkstümlichen Verehrungsbedürfnisse.

    Das ist ein großes, bitteres und blutiges Drama, welches in einem beliebigen Jahrhundert zuvor bestimmt weniger unheilbar erbittert ausgetragen worden wäre.

    Das Koranische Abstraktheitsideal überfordert defacto den Dorfgläubigkeitsbedarf des einfachen Volkes ebenso (!) wie den realpolitischen ‚Pragmatismus‘, mit dem man sich durch die vergangenen Jahrhunderte gehangelt hat und für den diese shrines, die ‚Mausoleen‘ stehen.

    Ein Aufeinanderprall von Ideal und Tradition ist an diesem Punkt der Abgeschlagenheit von einer so rasant fortgeschrittenen Moderne so oder so unvermeidlich.

    Die Spannung zwischen einem hyperabstrakten Ideal, wie die Wahabiten es verfechten, und jeder ‚Volksgläubigkeit‘ kann lange überlagert werden von anderen Fragen, aber an irgendeinem Punkt schlägt sie dann doch durch. Und an dem sind wir jetzt, von Mali bis Somalia, um nur mal in der Afrikanischen Dimension zu bleiben.

    „Aus Ihnen hätte ein hervorragender nasîr dine werden können.“

    Aber noch nicht vor hundert Jahren, sondern jetzt; da liegt doch der Hase im Pfeffer. Latent gab es diese ‚nasîr dine‘ Anwandlungen immer, aber jetzt werden sie manifest.

    Bedingung der Möglichkeit ihrer akuten Manifestwerdung ist das kümmerliche Standing der Muslime in der Moderne; Bedingung der Möglichkeit solcher Latenz: Ist der Wille zur Korangläubigkeit.

    „Die Dame ab 2:12 aus ihrem Video: “Islamistin”, oder?“

    http://www.youtube.com/watch?v=oAE8RI1o9hg

    Wahrscheinlich gar nicht mal ‚Islamistin‘, aber schön ist es nicht, wenn – nicht nur Deutschland – sondern jedewedes Land mit irgendwelchen einwanderungswerten Kultur- oder Strukturmerkmalen dasteht: wie eine blind-blöde Ausweisverteilerstelle für Leute, die ihren Fluchtgründen näher zu stehen scheinen, als den Bedingungen der Möglichkeit ihres Davonkommens.

    Dass solche Happigkeiten praktisch nicht jenseits eines ultra-rechts-Verdächtigungsschemas thematisierbar sind, ist schon sehr unbehaglich.

    • 1. Juli 2012 um 16:07 Uhr
    • Thomas Holm
  655. 684.

    Andererseits, wenn ich an meine noch nicht allzu lang zurückliegende Schulzeit zurückdenke

    Ach daher kommt dieses beeindruckende Welt-und Menschenbild.

    • 1. Juli 2012 um 16:13 Uhr
    • esprit de canaque
  656. 685.

    Dass solche Happigkeiten praktisch nicht jenseits eines ultra-rechts-Verdächtigungsschemas thematisierbar sind, ist schon sehr unbehaglich.

    @ TH

    So ein Scheiß. Als ob die gesamte Medienöffentlichkeit, inklusive der Kommentarbereiche, aus veritablen Gutmenschen auf der einen und nüchternen politisch Inkorrekten auf der anderen Seite bestehen würde. Als ob Spiegel-TV das Zentralorgan von Pro-XY wäre.

    Wer angesichts von Erdbestattungen ohne Sarg ein Stück heimische Kultur sterben sieht oder einen virtuellen Salafismus unter umgekehrten normativen Vorzeichen praktiziert, indem er zerstörte islamische Schreine in Timbuktu zu „unislamischen Zeugs“ erklärt, der hat nicht nur einen schweren Knall, sondern muss sich aus gutem Grund auch ein ultra-rechts-Verdächtigungsschema gefallen lassen.

    Und der besagte Rechts-Knall wird auch dadurch nicht besser, wenn eine fiese junge türkische Nationalistin aus Neukölln verlinkt wird.

    • 1. Juli 2012 um 16:39 Uhr
    • N. Neumann
  657. 686.

    Wahrscheinlich gar nicht mal ‘Islamistin’, aber schön ist es nicht, wenn – nicht nur Deutschland – sondern jedewedes Land mit irgendwelchen einwanderungswerten Kultur- oder Strukturmerkmalen dasteht: wie eine blind-blöde Ausweisverteilerstelle für Leute, die ihren Fluchtgründen näher zu stehen scheinen, als den Bedingungen der Möglichkeit ihres Davonkommens.

    @ TH

    Graue Wölfe werden in der Türkei nicht verfolgt.

    • 1. Juli 2012 um 16:42 Uhr
    • N. Neumann
  658. 687.

    @ PKMM – Marc Lynch twitterte zur Präsidentschaftswahl: It’s actually pretty astonishing, that Egyptian state didn’t – or couldn’t – rig election for Shafiq.

    siehe auch hier: #Egypt’s Muslim Brotherhood Teaches a Lesson in Elections in the Age of Twitter and Google Spreadsheets

    Danke für Ihren Hin- und Nach-weis, dass es sich bei den Präsidentschaftswahlen um korrekte Wahlergebnisse handelt und diese entsprechend ernst zu nehmen sind.

    Bei den Präsidentschaftswahlen (erster Wahlgang) wurden die folgenden 3 Kandidaten auf die ersten drei Rangfolgeplätze gewählt:
    • Mursi (Islamist; muslimische ‚Freedom and Justice Party‘) – 24.78%
    • Shafiq (Säkular; Militär) – 23.66%
    • Sabahi (Säkular; links-nasseristische ‚Dignity Party‘) – 20.72%
    Präsidentschaftswahlen: 57% nicht-islamistische Stimmen versus 43 islamistische Stimmen

    Beim zweiten Wahlgang, der Stichwahl zwischen Shafiq und Morsy, verteilten sich die Stimmen auf
    Morsi: 13,230,131 Wähler (51.7%)
    Shafiq: 12,347,380 Wähler (48%)

    Zuweilen hatte man den Eindruck, dass man von seiten einiger Islamkritiker sehr bedauerte, dass die säkularen Stimmen seit den Parlamentswahlen (mit ca. 70% Wahlstimmen für die Islamisten) innerhalb kürzester Frist von ca. 6 Monaten drastisch zugenommen hatten und nun in etwa die Hälfte oder mehr als die Hälfte der Wahlstimmen umfasste. Das entsprach ja nun auch schließlich nicht dem in diesen Kreisen liebend gerne – auch hier von einigen – propagierten Bild eines mit tobenden Religionsterrorfanatikern übervollen Ägypten.

  659. 688.

    PS – In Ägypten wiederum scheint es so, dass aus entgegengesetzten, nämlich pro-islamistischen, Gründen das hohe Wahlergebnis für die Säkularen als Fälschung liebend gern und voll insbrünstiger Überzeugung denunziert wird:

    »However in reality Shafik never really garnered 50% of the votes. We all know that is forged and to the last minute Scaf could have declared the result whatever way they wanted.« – No, that’s definitely not true!

    1 – “the Muslim Brotherhood electoral results are trustworthy. It may, in fact, be the most trustworthy part of the entire organization and its most positive contribution to the ongoing Egyptian revolution.”
    2 – “the MB benefited from the SPEC*) rule that candidate agents got to observe the tallying, had to sign the final result sheet to show they agreed and got to keep a copy of the results”
    http://www.sandmonkey.org/2012/06/24/the-game/#comment-219940

  660. 689.

    PS
    1 – SPEC = Supreme Presidential Electoral Commission
    2 – Untersuchungen und Analysen, Fakten und realitätsbasierte Informationen bieten Schutz der Wahrnehmungen vor den Gesinnungen – aber bedauerlicherweise nur bedingt:
    latifa says: June 25, 2012 at 10:11 pm
    Are you serious? You don’t think there was fraud?

    http://www.sandmonkey.org/2012/06/24/the-game/#comment-219946

  661. 690.

    PS – Ägypten – Originalquelle zu:
    1 – “the Muslim Brotherhood electoral results are trustworthy. It may, in fact, be the most trustworthy part of the entire organization and its most positive contribution to the ongoing Egyptian revolution.”
    2 – “the MB benefited from the SPEC*) rule that candidate agents got to observe the tallying, had to sign the final result sheet to show they agreed and got to keep a copy of the results”

    http://www.arabist.net/blog/2012/6/25/muslim-brotherhood-tallies-and-keeping-egypt-honest.html
    _________________________

    *) SPEC = Supreme Presidential Electoral Commission

  662. 691.

    @ Thomas Holm

    „Aber an die Schnittmenge von Islamismus und Massenressentiment, deren größter Skandal wohl die FGM ist; an diesen Hexenkessel traut sich doch niemand wirklich ‘ran, oder ?

    Israel, FGM, freie Rede über sakral hoch Gehaltenes, Frauenrechte …

    … so würde ich diese Schnittmenge umreißen; und bei den Themen kommt dann sehr häufig: Ja, es geht halt nicht alles von heute auf morgen.

    Sich mit Salafisten in der Uni oder vor einem Kino zu kloppen ist das eine; aber dem Volk was zu seiner Lebensführung und Vorstellungspflege zu sagen, ist das andere.“

    Es ist die ägyptische Gesellschaft selbst, die diese Gesellschaft zu einer undemokratischen macht. Und es spielt auch keine große Rolle ob Mubarak, Shafik, Morsi oder selbst ein Sandmonkey den Staat repräsentiert, weil Demokratie und Pluralismus eine Basis im gros der Bevölkerung benötigt, und zwar im Alltag und auch und gerade im persönlichen Bereich der Lebensgestaltung. Dies ist in Ägypten nicht ansatzweise gewährleistet.
    Andernfalls würden die hinterhältigen und ,ganz nett gesagt, übergriffigen gesetzlichen Bestimmungen rund um den Jungfräulichkeitskult ja auch ins Leere laufen. Aber gerade darauf ist diese Gesellschaft, die laut Publicola gerade im Begriff ist sich zu demokratisieren, stolz wie Bolle.

    @ Publicola
    Daß die überwiegende und die Geschicke des Landes bestimmende Mehrheit der Ägypter mit Demokratie nicht dasselbe wie Sie und ich verbinden muß nicht bedeuten daß sie unfähig wären taktisch und ökonomisch zu denken und zu wählen.
    In einem Land, in dem Bereitschaft zum Konsens als Zeichen oder Beweis von Schwäche angesehen wird, hat Demokratie unserer Lesart sowieso einen schweren bis unmöglichen Stand.

    • 1. Juli 2012 um 17:53 Uhr
    • Bredow
  663. 692.

    @ Bredow – Danke für Ihren kritischen Einwurf: betont sei daher unbedingt, dass Ägypten im Begriff ist sich zu demokratisieren.
    Ob diese Tendenz der Demokratisierung kontinuierlich und ohne Rückschritte oder Scheitern eingehalten wird, ist natürlich fraglich,
    genauso wie der für eine zu erhoffende mögliche Demokratisierung zu erwartende Zeitrahmen fraglich ist.
    In diesem Sinne halte ich Ihre kritischen Stellungnahmen auch für relevant und unverzichtbar!

  664. 693.

    @PK, @NN

    Huch: was ist denn hier los!?

    Also, erst einmal: wenn hier jemand etwas mißfällt und er Kritik oder eine andere Sicht vorbringen möchte, dann würde ich um ein wenig mehr Genauigkeit hinsichtlich dessen bitten, wer denn was gesagt hat und die verschiedenen Sprecher auch auseinanderhalten!

    Ich habe das Bestattungsthema hier hereingebracht und mich vorwiegend mit @Belfrutta87 darüber unterhalten: daraus folgt nicht, daß er alles wie ich und ich alles wie er sehe!

    Ich fang‘ vorweg mal mit dem Kommentar von BF87 an, den ich anders als einige hier verstanden habe:

    „Besonders korantreue Muslime entlädigen sich mal wieder ihrer nützlichen Idioten und zerstören nebenbei unislamisches Zeugs:
    http://bit.ly/Lciidf

    Oder so ausgedrückt:

    Die „besonders korantreuen“ Ansar Dine entledigen sich jetzt der „nützlichen Idioten“, der Tuareg, die einen säkularen Staat einforderten und sich dafür „ausgerechnet“ mit Ansar Dine verbündeten.

    „Unislamisches Zeug“ sind für eben diese Islamisten, Ansar Dine, Heiligtümer, bzw. Heiligenverehrung und der dort repräsentierte Sufismus.
    @Bf87 spricht also aus der Sicht der Islamisten, nicht aus seiner, wie ich ihn verstehe.

    So: und was hat @BF8 denn jetzt anderes getan als diesen traurigen Sachverhalt in sarkastisch-zynischer Weise zu formulieren – ein Modus, der übrigens nicht nur gewählt wird, um etwas herunterzumachen, sondern ebenso, um Bedauern, Trauer und Hilflosigkeit zu überdecken!?

    Sollte ich @Bf87 in diesem Punkt falsch verstehen, kann er sich dazu ja zu Wort melden.

    Und zur Beerdigung komm‘ ich dann später! :)

  665. 694.

    @ParallelkoMMentar

    „Genau, weil islamische Mausoleen, Manuskripte etc. total “unislamische” Sachen sind.“

    Was da zerstört wurde war ein Mausoleum des sufistischen Heiligen Sidi Mahmud. Sufis gelten unter Sunniten als Angehörige einer unislamisch Sekte, welche sich in vielen Fragen vom Islam entfernt haben und damit Ungläubige sind. In dieser Sichtweise unterscheiden sich besonders korantreuen Muslimen kaum von vielen „normalen“ praktizierenden Muslimen. Letztere würden nur eher weniger selbst zur Tat greifen und solche Mausolen zerstören. Ist ein bisschen wie mit Osama Bin Laden und seinen Taten. Es gab Jahre da hatte dieser Mann bis über 50% Zustimmungs- und Sympathiewerte unter den „normalen“ Muslimen in diversen arabischen Staaten gehabt. Selbst zur Tat geschritten und in den Dschihad gezogen sind deswegen die allermeisten von diesem Moslems aber nicht.

    „Was geht Sie die persönliche Entscheidung eines Menschen an, wo und wie er sich einmal begraben lassen möchte? Ihr faselt hier von “Freiheit” und Menschenwürde, aber meckert an sowas rum. DAS ist pervers.“

    Richtig, scheiß auf Regeln und Gesetze. Im Grunde eine einzige Einschränkung von Freiheit.
    Wenn ich richtig informiert bin, dann schreibt die Scharia vor, dass islamische Gräber nicht zerstört werden düfen. Also die Praxis der Ungläubigen, das nach 15 bis maximal 30 jahren die Gräber abgeräumt und neu vergeben werden ist einem totem Moslems wohl nicht zuzumuten.
    Aber ich vermute auch hier wird die NRW-Regierung eine „praktmatische“ Lösung finden. Die Mehrkosten für immer neu zu schaffende Moslemfriedhofstflächen wird bestimmt ganz prakmatisch der Steuerzahler übernehmen.

    OT Islam bedeutet Frieden

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-17-tote-bei-angriffen-auf-christliche-kirchen-a-841956.html

    • 1. Juli 2012 um 18:28 Uhr
    • Bellfruta87
  666. 695.

    @Neumann

    „Und der besagte Rechts-Knall wird auch dadurch nicht besser, wenn eine fiese junge türkische Nationalistin aus Neukölln verlinkt wird.“

    Das Mädel bei der Einbürgerungsfeier soll eine türkische Nationalistin sein? LOL Dann ist aber eine, ich würde sagen, Mehrheit der Türken in Deutschland nationalistisch eingestellt. Denn die Meinung die dieses Mädel da wiedergibt ist ziemlich Mainstream. Würde mich echt brennend interessieren wo Sie herkommen, vielleicht kann man dadurch ihre Ansichten erklären.

    • 1. Juli 2012 um 18:37 Uhr
    • Bellfruta87
  667. 696.

    @karolachristine

    „Die “besonders korantreuen” Ansar Dine entledigen sich jetzt der “nützlichen Idioten”, der Tuareg, die einen säkularen Staat einforderten und sich dafür “ausgerechnet” mit Ansar Dine verbündeten.

    “Unislamisches Zeug” sind für eben diese Islamisten, Ansar Dine, Heiligtümer, bzw. Heiligenverehrung und der dort repräsentierte Sufismus.
    @Bf87 spricht also aus der Sicht der Islamisten, nicht aus seiner, wie ich ihn verstehe.

    So: und was hat @BF8 denn jetzt anderes getan als diesen traurigen Sachverhalt in sarkastisch-zynischer Weise zu formulieren – ein Modus, der übrigens nicht nur gewählt wird, um etwas herunterzumachen, sondern ebenso, um Bedauern, Trauer und Hilflosigkeit zu überdecken!?“

    Danke! Kopf auf den Nagel getroffen, oder so ähnlich. 😀

    • 1. Juli 2012 um 18:44 Uhr
    • Bellfruta87
  668. 697.

    @ NN

    „Graue Wölfe …“

    Konnte man das sehen; das Kettchen vielleicht bei 2.24 ?

    „virtuellen Salafismus unter umgekehrten normativen Vorzeichen praktiziert, indem er zerstörte islamische Schreine in Timbuktu zu “unislamischen Zeugs”.

    Ich hatte zu der Weglassung der Anführungsstriche folgende Phantasie:

    „Sie heben die Hände in die Höhe und biegen Zeige- und Mittelfingerspitzen synchron zweimal nach unten. … in die Luft gemalte(n) Anführungszeichen.“

    hxxp://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518126455.pdf

    Das mit den Anführungsstrichen muss ich sorgfältig üben; z.B:

    Der „muslimische Kirchenkampf“ hat in Kenia wieder zugeschlagen:

    „Fifteen people have been killed in attacks on churches in the Kenyan town of Garissa near Somalia, say the Kenyan Red Cross and a medical official. … Kenya’s border region has been tense since it sent troops into Somalia to pursue al-Shabab Islamic militants.“

    hxxp://www.bbc.co.uk/news/world-18662975

    Das mit den Bestattungsriten überblicke ich nicht vollständig; ich trage mich ungeachtet etwaiger abendländisch-identitärer Erfordernisse mit dem Gedanken, meine Asche zu einem Diamanten pressen zu lassen und den dann von den Russen in den Orbit knallen zu lassen – als Andenken an die Alawiten; die glauben nämlich angeblich, dass die Menschen mal Sterne waren.

    Dieser Projektgedanke fand Bekräftigung durch nachfolgenden Bericht:

    „Alawite activists flee to Turkey …

    Most Alawis who side with the revolution are looked at by their Sunni counterparts as spies or agents of Assad.“

    http://www.youtube.com/watch?v=rtI5N_A2YVY&feature=plcp

    @ Publicola, Bredow

    Wenn wir „demokratisieren“ sagen, dann meinen wir doch eine Formalisierung von Partizipation, bei der Stimmenkauf, konstitutionelles Vakuum per Gerichtsputsch, Minderheitenmarginalisierung, etc. nicht unbedingt die prägenden Elemente sind.

    Das Hasardspiel mit Machtgewalten und Übergriffsvollmachten mag diese oder jene Wendung nehmen, aber als Bewegung auf einer demokratischen Schiene zögere ich doch, das ganze zu verorten.

    Ein anarchisch-anomischer, populistisch-bürokratischer Akklamations- und Raufhandel … ich fürchte, begrifflich sind wir noch nicht ganz auf der Höhe für das Geschehen. Wenn sie es nicht doch manipuliert haben, dann war es ein echtes Hasardspiel.

    @ BF87

    Jetzt waren Sie schneller mit dem Anschlag in Kenia. Ich feile immer so lange ‚rum, damit man mir nicht so leicht ans Zeug flicken kann…

    • 1. Juli 2012 um 18:45 Uhr
    • Thomas Holm
  669. 698.

    @ Publicola

    Ich sehe leider keine Anzeichen für eine Demokratisierung in ,aus unserer Sicht selbstverständlich, pluralistischer Ausprägung das gros der Bevölkerung Ägyptens betreffend.
    Die Vorzeichen haben sich etwas verändert in punkto höchste Staatsgewalt, ein paar halbwegs ernstzunehmende Wahlen sind gelungen aber an der Shame&Honour Struktur als alleinige Grundlage hat sich nichts geändert.
    Halal und Haram gelten jetzt auch offiziell als Richtschnur für politische Entscheidungen- das hat sich geändert.

    • 1. Juli 2012 um 18:47 Uhr
    • Bredow
  670. 699.

    „Homosexuelle Kreuzfahrer in Marokko abgewiesen“

    Ich ersten Moment dachte ich bei dieser Überschrift Papst Benedikt hat zum pinken Angriff auf den Orient geblasen (!). 😀 Aber gemeint waren Passagiere eines oezeantauglichen Ausflugsdampfer.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-07/homosexualitaet-kreuzfahrt-gay-pride-paraden

    Wie konnte es nur dazu kommen, wo doch Islam nicht nur Frieden sondern auch Toleranz bedeutet. Hui!

    • 1. Juli 2012 um 19:12 Uhr
    • Bellfruta87
  671. 700.

    Korrektur: „Ich“ muss „Im“ heißen!

    • 1. Juli 2012 um 19:13 Uhr
    • Bellfruta87
  672. 701.

    Ambiguität zurückgekehrt !

    Die in Nahost abhanden gekommene Ambigutätskultur wurde von Vertretern der Weltgemeinschaft soeben in Genf an die Syrer zu treuen Händen zurückgereicht.

    Oppositionssprecher Anas al Abdah zeigt sich jedoch ‚orienttypisch‘ (Anführungsstriche beachten !!) undankbar. 1.10-1.40

    „One of Syria’s main opposition groups, the Syrian National Council (SNC) says it will not work with President Bashar al-Assad in a potential transitional government.

    This announcement came after foreign ministers at a UN meeting in Geneva agreed on Saturday to a new peace plan that leaves open a possible role for Assad in a post-conflict Syria.“

    http://www.youtube.com/watch?v=O2bn-ZHWkKU&feature=plcp

    Hillary hat sich über den Tisch ziehen lassen: Die Syrer sollen sich irgendwie zu einer Übergangsregierung zusammenraufen und Hillary schiebt mündlich hinterer: ‚Aber doch wohl ohne Assad‘.

    Da können Russen und Chinesen dann locker ankommen und sagen: Das haben wir aber nicht unterschrieben. Die Amis haben den Schwarzen Peter. Fast könnte man meinen, sie legten es darauf an …

    Man kommt sich vor, wie bei einem VDS Hinterzimmergekungel in den 80-gern, wo irgendwelche Basisgruppenamateure von FDJ-geschulten Spakkenkadern begrifflich über den Text der Hauptresolution gelinkt werden.

    Schon wieder was zum salafistisch werden für Ahmed Sixpack aus Aleppo, oder sonstwo.

    @ Publicola

    Hillary macht m.E. den gleichen Unterlassungsfehler wie Sie (oder umgekeht): Das Element der Gewalt wird unterschätzt. Zehntausende sind irgendwie verschwunden, vielleicht schon tot, gefoltert, sagen irgendwelche Beschuldigungen aus … alles kann jederzeit passieren; die Staatsgewalt ist erklärtermassen unkontrolliert und behält sich unter abenteuerlichen Fabulationen alles mögliche und unmögliche vor, wobei weite Teile der Gesellschaft auf gut gestricke Fabulierungen direkt abfahren.

    In einem Wald von Damoklesschwertern soll Ahmed Sixpack sagen, was er will.

    Mich wundert nicht, dass ‚Demokratie‘ bei den Betroffenen einen möglicherweise auch etwas ambiguitiven Klang hat. Vielleicht ja nicht ganz so schlimm, wie ‚säkular‘.

    @ BF87

    „Eine US-Reederei hat erstmals eine Kreuzfahrt für Schwule und Lesben nach Marokko organisiert. Angekommen in Casablanca durfte das Schiff jedoch nicht im Hafen einlaufen“

    Ich sage nur: Amis.

    Das Pulver für Vertrauensvorschüsse scheint ihnen nicht auszugehen.

    Wähend der LGBT-Dampfer kehrt machen kann, um freundlichere Gestade anzulaufen, dürften Syrer, die auf Hillary vertrauen, wohl deutlich weniger glimpflich davonkommen.

    „Hope kills“ möchte ich an das Kapitol graffiten.

    • 1. Juli 2012 um 19:37 Uhr
    • Thomas Holm
  673. 702.

    @PK
    682ff

    Also, dann „mach ich Ihnen mal die Lehrerin“:
    Sie sind offenkundig ein temperamentvolles Bürschchen mit schnellerem Zugriff auf seine Emotionen als auf seinen Verstand!

    „@ karolachristiane #641
    Die Dame ab 2:12 aus ihrem Video: “Islamistin”, oder?“

    Falls Sie das nicht ernst meinen, ist es überflüssige und nicht zielführende Polemik – falls doch, unterstellen Sie mir ein wenig mehr Dummheit als mir zuteil wurde.

    „Bei BF überrascht mich das nicht, aber bei einer Lehrerin? Andererseits, wenn ich an meine noch nicht allzu lang zurückliegende Schulzeit zurückdenke, wundert es schon wieder nicht so sehr. Bildungspersonal mit derart ekelhaften Ressentiments; Deutschland schafft sich wirklich ab.“

    Sollen wir nun Arm in Arm durch diesen Thread schreiten (aprops: ich wußte nicht, daß Sie das mit dem „streiten“ wörtlich nehmen würden!) und unsere „ekelhaften Ressentiments“ vor uns her paradieren: Sie Ihre gegen „Bildungspersonal“, ich meine gegen was weiß ich auch nicht so genau?

    Ich mach(t)e hier auf Nachfrage kein Hehl aus meinem Beruf, weil das jeder Interessierte ohnehin bei ZO in alten Kommentare finden kann, wenn er will.
    Es wäre aber gegen meine „Bloggerehre“ eine solche Information eines anderen ins Gespräch zu bringen, wenn ich nicht gleichzeitig meine Profession mitteile.
    Also bitte: mit einem Vertreter welcher Profession habe ich es bitte zu tun?

    Zu der Szene aus Neukölln: wenn mein Laptop sich nicht eben überlastet fühlte, könnte ich Ihnen mitteilen, an welcher Stelle des verlinkten Videos von einer Will-Sendung sich ein paar junge Berliner Herren zu ihrem deutschen Paß äußern.
    http://bit.ly/LY94Mu

    Sie können mir ja dann mitteilen, wie ich das empfinden darf.

  674. 703.

    @karola

    Take it easy.
    Ad personam argumentiert nur der, welcher keine wirklichn Argumente hat. Sei es wegen der Sache, wegen des Intellektes oder wegen beidem.

    • 1. Juli 2012 um 19:54 Uhr
    • FreeSpeech
  675. 704.

    Thomas Holm
    700
    “ ich trage mich ungeachtet etwaiger abendländisch-identitärer Erfordernisse mit dem Gedanken, meine Asche zu einem Diamanten pressen zu lassen und den dann von den Russen in den Orbit knallen zu lassen – als Andenken an die Alawiten; die glauben nämlich angeblich, dass die Menschen mal Sterne waren.“

    Ein Vorschlag: wenn’s zeitlich paßt, darf ich den Diamanten vorher tragen und ich verlink‘ Ihnen dafür ein Video:
    http://bit.ly/LYa7MG

  676. 705.

    „Zu der Szene aus Neukölln: wenn mein Laptop sich nicht eben überlastet fühlte, könnte ich Ihnen mitteilen, an welcher Stelle des verlinkten Videos von einer Will-Sendung sich ein paar junge Berliner Herren zu ihrem deutschen Paß äußern.“

    Hier: http://www.youtube.com/watch?v=cIU5pb9rtJc

    Findet in diesem Video eigentlich irgendjemand „Zerrissenheit“ bei den Prtagonisten mit türkischem Migrationshintergrund, also abgesehen von Moderatorin Will?

    • 1. Juli 2012 um 20:05 Uhr
    • Bellfruta87
  677. 706.

    Hab noch ein Video mit „Zerrissenheit“ gefunden. Wenn doch das rechtspopulistische Spiegel-TV nicht solche Videos anfertigen würde, dann hätten wir auch solche Zustände nicht!
    http://www.youtube.com/watch?v=0M2GJs4ZiQQ
    Und Neumann könnte weiter den Eindruck erwecken, solche Zustände sind die totale Ausnahme. Und nur ein paar türkische „Nationalistinnen und Nationalisten“ würden sich so verhalten.

    • 1. Juli 2012 um 20:12 Uhr
    • Bellfruta87
  678. 707.

    @ BF87

    „“Zerrissenheit” …“

    Als zerreißbar werden von den jungen Herrschaften nur die Staatsangehörigkeitspapiere bezeichnet. Mal gucken, was er zerreißt, wenn er einen Einberufungsbescheid von der PKK zum Endkampf um Kurdistan kriegt, oder von sonst einem stakeholder, der nicht vergessen hat, wo er hergekommen ist.

    „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen“

    Immer diese Asymmetrien bei der Korrektheit.

    @ kc

    Özlem Nas: Wenn der Lehrer als Schweinefleischfresser beschimpft wird,
    muss man bedenken, dass Sozialkompetenz nichts mit Herkunft zu tun hat.

    Hierzu muss man klar sagen: Das steht nicht im Koran, sondern diese
    selbstzerstörerische Unverschämtheit hat sie von uns gelernt. 29.00

    Boah, ätzend …

    „darf ich den Diamanten vorher tragen“

    Ich kann da nichts festes versprechen, zumal ich auch nicht weiss, ob die russische Raumfahrt mich überhaupt überlebt. Falls aber ja, dann würde ich mir zum Start der Rakete wünschen: „Diamonds and rust“, am besten von irgendeinem abgefahrenen Punkrocker (die Aufnahmen von Joan Baez sind mit zu feierlich)

    Doch, hab‘ einen entdeckt; mit dem in Baikonour und dann hoch mit dem letzten Schrott:

    Judas Priest – Diamonds and Rust HD (Wien Stadthalle 2011)

    http://www.youtube.com/watch?v=EsRlpGTeXig

    Fast vergessen:

    Atomprogramm, Assad und seit heute, 1.7.’12 Europäisches Exportembargo.

    Der dritte Jackpot im Poker mit Teheran ist auf dem Tisch. Jammern, Säbelrasselen, Drohen; die Saudis annoncieren ihre Umgehungspipelines, das Iranische Regimes trumpft mit fortgeschrittener Raketenbestückung bei ihrer Heldenflotte auf, die sich immer von Piraten veräppeln läßt.

    Damit ist noch mal klarer, dass der Levantinische Konflikt am Golf angekommen ist. Bedrohung und Schutz für die dortige Schiffahrt sind zu bargaining chips im Größeren Tauziehen mit Teheran geworden.

    • 1. Juli 2012 um 21:05 Uhr
    • Thomas Holm
  679. 708.

    The International Criminal Court’s prosecutor on Sunday warned Islamist rebels to stop destroying ancient Islamic shrines in northern Mali’s Timbuktu, saying it amounted to a war crime.
    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/01/223879.html

  680. 709.

    Marokko – Anti-Kopftuch-Initiative –
    A Moroccan rights organization launched an awareness campaign against the veiling of young girls, describing it as a major form of child abuse. Under the slogan “So that girls won’t live in eternal darkness,” the Center for Woman’s Equality launched a campaign that aims to counter the phenomenon of forcing girls between the ages of three and 10 to wear the headscarf.
    … the center called upon all human rights organizations as well as legislative bodies to join this campaign against what they termed “a flagrant violation of innocence and childhood … Girls at this age know nothing about religion and what is prohibited and what is not,” said the statement.
    The statement added that making girls wear the veil at a very young age threatens their psychological stability and therefore ruins the coming generations and an entire society.
    In addition to the role that needs to be played by
    the government and rights organizations, the statement stressed
    the important [role] of religious bodies.
    “Islamic bodies need to interfere to make things clear and tell people that forcing young girls to wear the veil is not part of Islam.”

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/01/223803.html

  681. 710.

    @Thomas Holm – Kreuzfahrt für Lesben und Schwule:

    Das ist nicht mal mehr lustig, dass ein „Historiker“ Schwulenfeindlichkeit in Nordafrika denunziert, wo die eigene „fortschrittliche“ Gesellschaft die Strafbarkeit erst in den siebzigern, das gesellschaftliche Stigma dagegen vielleicht vor 10 Jahren abgeschafft hat und selbst dieser „Sieg“ auf durchaus wackeligen Beinen steht. Darüber hinaus hat die Feindschaft gegen Homosexualität mit dem Islam überhaupt nichts zu tun, wie die europäische und amerikanische Geschichte (ausschliesslich Christen) belegen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 1. Juli 2012 um 22:07 Uhr
    • ThorHa
  682. 711.

    @Haupts

    „Darüber hinaus hat die Feindschaft gegen Homosexualität mit dem Islam überhaupt nichts zu tun“

    Natürlich nicht und wenn ein Islamkenner wie Sie, der bekanntlich den Koran nicht gelesen hat, das behauptet, dann ist das auch so. 😀 Ich möchte mit einem Zitat von Dieter Nuhr enden, passt bei Ihren Kommentaren ziemlich häufig: http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

    • 1. Juli 2012 um 22:21 Uhr
    • Bellfruta87
  683. 712.

    „Bury my heart…“

    Ich hab‘ jetzt keine Lust, mir die Kommentare zum Thema „Beerdigung“ noch mal alle Stück für Stück vorzunehmen.

    Soviel: Thematisiert habe ich das in K.628, weil ich gerade die Nachricht aus NRW im Radio gehört hatte und weil es nach der Diskussion zum Thema „Beschneidung“ (meist) zu Beginn des Lebens dementsprechend den Endpunkt markiert.

    Ich habe einige Mal gelesen, daß der Erfolg von Demokratien sehr wesentlich von der Kraft ihrer Institutionen bestimmt ist.

    Körperschaften des öffentlichen Rechts und deren Anerkennngsprozesse, Kommunen mit all ihren Regelungen und nicht zuletzt der „geheiligten Friedhofsordnung“ (wie ich Sie, vorsichtshalber gesagt, etwas spöttisch benannte) sind Teil solcher Institutionen, die einen in ihrer Hartleibigkeit und Langsamkeit gelegentlich zur Weißglut bringen können, aber stabilisierend und ordnend wirken, die Teil der an Deutschland von außen geschätzten „Verläßlichkeit“ ausmachen. Ausmachten?

    Sie existieren nicht losgelöst vom demokratischen Prozess und insofern sind sie auch nicht unveränderbar, was sich – um im Beispiel zu bleiben – daran zeigt, daß inzwischen in den meisten Kommunen Urnen auch offiziell mit nach Hause genommen werden dürfen, ebenso sind Bestattungen in leichter kompostierenden und billigeren Pappsärgen gestattet und nicht zuletzt sind Gräberfelder für Muslime auf vielen Friedhöfen entstanden.

    Muslime, die bis jetzt bis auf ca. 10 Prozent hier lieber nicht begraben sein möchten, was mir z. B. bei eingewanderten Türken der 1. Generation auch einleuchtet, möchten hier so beerdigt werden wie es in ihren Heimatländern üblich ist, wie es sich aus hygienischen Gründen in ressourcenarmen Gesellschaften entwickelt hat und dem Koran entspricht.

    Ich hätte es ganz schön gefunden, wenn die Entwicklung an dieser Stelle erst einmal gestoppt hätte, wenn zumindest auf den Friedhöfen ein friedlich-freundliches Nebeneinander herrschte.

    Nun bereitet die Gesundheitsministerin aber den Weg für weitere Separierung und Parallelisierung.
    Warum?
    Weil sie weiß, daß SPD und Grünen in Zukunft mehr und mehr von muslismischen Stimmen abhängig sein werden und im Gegensatz zur CDU sich auch Hoffnung auf diese machen dürfen? Also eine kleine Referenz an den muslimischen Wähler?
    Weil die Ditib und ihre Vertreter treusorgend mal wieder ein paar Eingaben gemacht haben?
    Vielleicht beides.
    Wie der „Muslim auf der Straße“ genau darüber denkt, weiß vermutlich keiner.

    Die Ministerin sprach ebenfalls von einer Verbesserung der Qualität der Leichenschau.
    Was heißt das?
    Vermutlich daß die deutsche 48-Stunden-Regelung auf eine 24-Stunden-Regelung verkürzt wird, um den muslimischen Leichnam korankonform unter die Erde zu bringen.

    Die Worte: wir machen das schon immer so! scheinen für eine Gruppe von größerere Bedeutung zu sein als für eine andere.

    Und eingedenk der Einbürgerungsszene bei Bürgermeister Buschkowsky (angesichts des gräßlichen Vortrags der Nationalhymne dabei würde ich schon allein deswegen von dem Vorhaben wieder Abstand nehmen!): @PK, denken Sie doch wirklich mal in allen Einzelheiten durch, wie Sie mit „110 Ethnien“ in Kreuzberg und deren jeweiligen Wünschen post mortem umgehen wollen?

    Das ist ein weites Grab-Feld und deswegen belasse ich es auch dabei.

    Und natürlich hat das auch etwas mit Kultur zu tun.
    Zwischendurch: ein Friedhof mit einer besonders schönen Gestaltung und Atmosphäre ist der Riensberger Friedhof in Bremen.
    http://bit.ly/MB5U5V

  684. 713.

    @ MM

    „und wer sind Sie nochmal, dass Sie das einfach zu “unislamischen Zeugs” erklären?“ etc.

    Überlegen Sie sich doch nochmal, welcher Sachverhalt Ihre Aufregung vielleicht am ehesten verdient.

    Die politisch korrekte Berichterstattung von CNN etc. spricht von hardcore, strict interpretation, etc. Ist es Ihnen lieber, wenn man über die Muslime spricht, wie über Fußballhooligans vor der Dritten Halbzeit oder über bekiffte Seminarmarxisten, die über den Wert von Mollis grübeln ?

    Der zerdepperte Al Faruq zeigt keine beliebige Handschrift sondern zeugt von Sakralschriftkonsum: Nicht nur der Kopf des großen Eroberers ist weg, sondern auch der von seinem Pferd 0.28 also nix mit nur gegen ‚Personenkult‘ oder so, sondern ‚keine Abbildung der Schöpfung‘.

    http://www.youtube.com/watch?v=rhaR3M09Yes&feature=plcp

    In Peschawar kleistern sie nicht nur freizügig-kitschige Bollywoodfilmdiven zu, sondern übermalen auch die Eselsköpfe auf den Verkehrshinweisschildern für Lastkarren.

    Wüssten Sie noch eine andere Inspirationsquelle, in der es so spezifisch gegen Abbildungen von „der Schöpfung“ geht ?

    Ich lerne gern dazu, ernsthaft.

    Bei CNN haben sie gesagt, dass nur die Ansar Dine bewaffnet seien, die Bevölkerung ist gegen die Zerstörungen, aber ohnmächtig, unbewaffnet.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=C4jfyYnTvNc 0.30

    Also schon mal ein Beitrag gegen das üble Klischee, dass die Muslime alle mit Knarren rumlaufen würde und dass das gebogene Kalaschnikowmagazin womöglich ihren Halbmond darstelle. Es haben halt meist nur die Extremisten die Knarren; prima, Klischee erledigt.

    Die bittere Wahrheit ist doch, dass die Wirklichkeit der Muslime oft schlimmer ist als das dümmste Klischee.

    Muslime also wehrlos gegen Extremisten ?

    Keineswegs; bei AJE geht’s nämlich weiter: Herr Nii Akuett von der lokalen Demokratie- und Konfliktforschung berichtet: Die kulturell sensible Jugend von Timbuktu ist empört, doch ‚the extremists control more arms‘, „more arms“ … die Anderen werden schon aufholen und dann werden sie sich gegenseitig umbringen und wenn man das dann zeigt, ist es auch wieder eine ‚misrepresentation of Islam‘, denn es wird schließlich am Waffenhandel auch profitiert, etc.

    Merken Sie nicht, dass unter dem ganzen Korrektheitsgehubere sich für die Muslime ein noch viel größeres Unheil zusammenbraut, als es zur Entnervung und Entgleisung des Publikums führt ?

    Auch ja, es geht auch um vorislamische Manuskripte, so, so

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=I-wd2vihrrY 2.20

    Und ohooh, der Rote Halbmond der Supermacht Katar soll dahinterstecken, und… neiiin, Herr Akram weiss, das Katar US-Verbündeter ist … bei TV5MONDE erfährt man ja Dinge …

    Also so eine Art Marionetten-Auftrags-Hooligans sind die Muslime,
    ist Ihnen das lieber ? Entsubjetivierung statt ‚Dämonisierung‘.

    Irgendwas wichtiges hat sich mit dieser Korrektheitsdenke komplett abgeschafft. Und damit hat der Islam garnicht mal was zu tun.

    Aus Publicolas Arikel:

    hxxp://english.alarabiya.net/articles/2012/07/01/223879.html

    „All of this is haram (forbidden in Islam). We are all Muslims. UNESCO is what?” a spokesman for Ansar Dine, Sanda Ould Boumama, said on Saturday.

    He said the group was acting in the name of God and would “destroy every mausoleum in the city. All of them, without exception”.

    “We’re going to destroy everything before we apply Shariah (Islamic law) in this city,” he said.“

    Sollen wir ‚takfir‘ auf die Brüder machen ?

    @ ThorHa

    Ich bin überfordert. Wer ist der Historiker in Anführungsstrichen, war der Sieg gar keiner, findet das Schiff jetzt womöglich keinen Hafen mehr … nicht dass Sie da was verwechseln …

    … und am Ende Fränkisches Bier in Verruf bringen.

    • 1. Juli 2012 um 22:42 Uhr
    • Thomas Holm
  685. 714.

    OT – Die Zerstörung von Mausoleen in Timbuktu – Iyad Ag Ghalis Zerstörungswut – Iyad Ag Ghali in der Pose des Strenggläubigen:

    Mitglieder der islamistischen Miliz Ansar ad-Din zerstörten in Timbuktu binnen weniger Stunden auf verschiedenen Friedhöfen der Stadt mindestens ein halbes Dutzend heilige Mausoleen.

    Anṣār ad-Dīn, „Verteidiger des Glaubens“ ist eine islamistische Gruppe, die von Iyad Ag Ghaly angeführt wird. Ansar Dine will die Scharia (islamisches Recht) im westafrikanischen Staat Mali.

    Ag Ghaly, der Anführer von Ansar Dine, der laut Angaben seiner Anhänger nach einem Aufenthalt in Pakistan seinen „wahren Glauben“ fand, sagte zu den politischen Ereignissen im Frühjahr 2012: „Ich will keine Unabhängigkeit, ich will die Scharia für mein Volk.“ und weiter: „Wir sind gegen Revolutionen, die nicht im Namen des Islam sind“.

    „Iyad is a special case,“ says Andy Morgan, author of a forthcoming book on the Tuareg and a former band manager of Tuareg rockers Tinariwen. „He has undoubted strengths as a political and military leader, with a perhaps a greater grasp of political tactics and subterfuge than any other Tuareg.
    [And] he was as much of a hedonist as many of the other [Tuareg] living in Algeria and Libya …
    apparently, a great fan of cigarettes, booze and partying.“
    Later, the story goes, ag Ghali underwent a religious re-birth, growing a voluminous beard and getting kicked out of Jeddah, in Saudi Arabia, during a diplomatic posting, for consorting with jihadists.

    But the key to understanding him … is to view ag Ghali … as a … a man consumed by the desire for power.
    At a meeting last fall to deal with a looming succession crisis within the Ifoghas tribe — the Tuareg group most closely aligned with the rebellion — ag Ghali is thought to have presented himself as a potential leader, only for the tribe to turn their collective back on him.
    As the Tuareg revolt gathered steam in December and January, ag Ghali once again tried to insinuate himself into a leadership role, only to receive a second cold shoulder.
    Searching for power, but excluded from the tribal or the rebel commands, he set himself up as a religious figure,
    enticing anyone he could to his newly minted Ansar Eddine.

    http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2110673,00.html?xid=gonewsedit

  686. 715.

    # 714 – Link zu dem Einleitungstext:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ansar_Dine

  687. 716.

    @Publicola, 712

    „against the veiling of young girls“
    Schön wär’s, wenn die kleinen Mädchen den Kopf etwas freier bekommen könnten!

  688. 717.

    Thomas Holm, 716

    Da hab‘ ich doch endlich Gelegenheit diesen Link zu korankompatiblen gesichtslosen Püppchen einzustellen – mit Kopftuch natürlich!
    http://bit.ly/LyK2J1

    Für Judas Priest muß ich den Laptop wohl erst mal neu starten; der Lautsprecher reagierte mit Dauergeheul! :)

    Und wenn’s noch jemand interessiert: im „Kölner Statdanzeiger“ hat ein katholischer Priester auf Martin Mosebachs Forderung nach „mehr Blasphemie“ geantwortet:
    „Die Last der Geduld“ von Friedhelm Mennekes.

  689. 718.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/3/12/46676/Business/Economy/Egypts-military-council-approves–state-budget.aspx

    Der SCAF hat den Haushalt genehmigt; die meisten Überschriften bei google.news sagen, das Finanzministerium hätte ihn vorbereitet, aber bei al Ahram erfährt man noch, was Sache ist.

    „Egypt’s state budget for the 2012/13 fiscal year has been approved by the Supreme Council of the Armed Forces (SCAF), the finance ministry announced Sunday evening.“

    Das Fianzministerium darf bekannt geben, dass der SCAF genehmigt hat; das hat Stil: Für die Pressearbeit hat man Zivilbürokraten.

    „President Mohamed Morsi issued a decision calling for 15 per cent bonuses on public-sector salaries and raising monthly social-insurance pension rates from LE200 to LE300.“

    Was das wohl ist: ‚a decision calling for‘ ein Wunsch, ein Versprechen ?

    Jedenfalls will er den Bürokraten was gutes tun; dass er das muss; ob er das darf, ob das aus Koranischen Regeln über Beuteverteilung ableitbar ist ? Ist das das Türkische Modell ? Fragen über Fragen.

    Ob Ahmed Sixpack was damit anfangen kann ?

    @ Publicola

    „Ag Ghaly, der Anführer von Ansar Dine, der laut Angaben seiner Anhänger nach einem Aufenthalt in Pakistan seinen „wahren Glauben“ fand“

    Der wahrhaft Gläubige findet in Pakistan stets mehr, als nur seinen Glauben:

    „In early June, Nigerien president Mahamadou Issoufou claimed that Afghan and Pakistani jihadists are training Azawadi Islamist rebels“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Tuareg_rebellion_(2012)

    Für China gibt’s in Pakistan eine Menge aufzuräumen; mal sehen, der das machen wird.

    • 1. Juli 2012 um 23:19 Uhr
    • Thomas Holm
  690. 719.

    @Holm

    „Und ohooh, der Rote Halbmond der Supermacht Katar soll dahinterstecken…“

    Oh Katar mal wieder, da scheinen „gemäßigte“ Islamisten das sagen zu haben. Da passt es doch wunderbar ins Bild, dass sich kürzlich der Emir von Katar, Scheich Hamad ibn Chalifa Al Thani, offensichtlich bereit erklärt hat das ZIE-M (Zentrum für Islam in Europa) zu finanzieren. Eine Megamoschee in München mit angeschlossener Imamausbildung etc.
    Alles ganz gemäßigt versteht sich. Obwohl gemäßigt gar nicht nötig ist, Islam bedeutet ja eh Frieden, Toleranz und Demokratie, Fortschritt, Wohlstand und so.

    „Dabei geht es um Politik und Wirtschaft – und das vom Penzberger Imam Benjamin Idriz in München geplante und vom Stadtrat unterstützte Zentrum für Islamstudien mit Moschee. Der Emir von Katar, Scheich Hamad ibn Chalifa Al Thani, ist offenbar bereit, als Geldgeber für das Projekt des Penzberger Imams aufzutreten. Darum bat der Scheich um einen offiziellen Besuch aus München, am liebsten hätte er OB Christian Ude (SPD) begrüßt. Doch dem Ältestenrat der Stadt war dieses Engagement zu heikel: „Es ist ja ein privates Projekt“, so CSU-Fraktionschef Josef Schmid zur tz. Und dann gab es auch noch das Problem, dass Kontakte zu Staatschefs eigentlich nicht die Sache einer Stadt sind. Doch das Auswärtige Amt hat keine Bedenken mehr gegen direkte Kontakte des Rathauses mit dem Scheich, im Gegenteil: „Katar ist ein wichtiger Partner der Bundesrepublik im Nahen Osten und auch als Handelspartner sehr wichtig,“ so Schmid. Deshalb soll Monatzeder quasi als Außenminister nach Katar reisen. Ein Termin steht noch nicht fest.“
    http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/monatzeder-aussenminister-tz-2371947.html

    Es ist erschreckend wie die Gutmenschenfraktion weder ein Problem mit zwilichtigen Personen wie Idriz hat, noch mit islamistischen Finanziers aus den Emiraten.

    • 1. Juli 2012 um 23:21 Uhr
    • Bellfruta87
  691. 720.

    PS zu # 712, #716 – Marokko – Anti-Kopftuch-Initiative – „Der Geist von 1783″:

    Monarchien haben sich oftmals als reformbereiter, stabiler und moderner erwiesen, als es die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion zur Demokratisierung nahelegt….

    Die arabischen Monarchien mögen konservativer sein als die arabischen Republiken,
    aber sie sind nicht unbedingt rückständiger …
    Mit Ausnahme von Bahrein blieben die arabischen Monarchien von den revolutionären Umbrüchen in Nordafrika und dem Nahen Osten weitgehend unberührt.
    Sie haben sich nicht nur als auffallend stabil erwiesen,
    sondern auch als vergleichsweise reformfreundlich.
    Zwar gab es in Marokko und Jordanien größere Proteste gegen den Anstieg der Lebenshaltungskosten, gegen Korruption und gegen die Regierung.
    Doch diese Proteste richteten sich nicht gegen den König und führten nicht zum Sturz des politischen Systems.
    Dennoch führten sie zu einer mal schnelleren, mal langsameren Liberalisierung.

    Bei der Suche nach dem Erfolgsgeheimnis von Monarchien lohnt ein Blick auf den Begriff „Der Geist von 1783″, … die Ideale, die die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg unterlegenen Loyalisten ins gesamte britische Weltreich exportierten.
    Der „Geist von 1783″
    – dem Jahr des Friedensvertrages zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten –
    teilt mit
    dem „Geist von 1776″ und
    dem „Geist von 1789″
    – also den Jahren der amerikanischen und französischen republikanischen Revolutionen –
    ein Verlangen nach Freiheit, politischen Rechten, Eigentumsrechten und nach Rechtssicherheit.
    Der „Geist von 1783″ … sei in der Weltgeschichte genauso erfolgreich gewesen, diese Ziele durchzusetzen, wie seine republikanischen Konkurrenten.
    Im Gegensatz zum „Geist von 1776″ und zum „Geist von 1789″ aber steht der „Geist von 1783″ für den Glauben an den Wert von allmählichen und schrittweisen Reformen und eine Ablehnung radikaler Revolutionen.
    Es ist ein Ideal von Reformen, die in paternalistischer Manier konstant angepasst werden und es so ermöglichen, aus Fehlern zu lernen.

    Die Geschichte lehrt, dass wir uns flexibel und pragmatisch je nach Ortsgegebenheit
    vom „Geist von 1776″,
    vom „Geist von 1789″ oder
    vom „Geist von 1783″ leiten lassen sollen,
    auch wenn wir … aus staatstheoretischen und emotionalen Gründen aufgeklärte Republikaner sind.

    aus: „Mehr Monarchie wagen! – Plädoyer für eine unfolkloristische Betrachtung der ältesten Staatsform“
    Von Anne Allmeling und Thomas Weber
    FAZ – 08.06.2012

  692. 721.

    @ Publicola

    Monarchisten sind auch Menschen und haben sogar eine sympathische US-Lobbyistin:

    Maya Jasanoff – An Imperial Disaster? The Loyalist Diaspora after the American Revolution

    http://www.youtube.com/watch?v=30jgH_fahi0

    Liberty’s Exiles: American Loyalists in the Revolutionary World (forthcoming February 2011), which provides the first global history of the loyalists who fled the United States after the American Revolution, and resettled in Canada, the Caribbean, Britain, Sierra Leone, and beyond.

    60.000 Loyalisten sind am evacuation day mit 15.00 schwarzen Sklaven und den Briten aus New York abgezogen; (min 4.00 interessante Schilderung) und der Umstand, dass sie das alles einigermassen zivilisiert hingekriegt haben, ist die Basis der Ranküne unserer modernen Verschwörungstheoretiker, für deren Urväter es damals nicht radikal genug anti-britisch zuging.

    „He has also called himself a paleoconservative“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Alex_Jones_(radio_host)

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Paleoconservatism

    Das sind die rechten Gegenspieler der Neo-cons, und von denen lassen sich RT und PressTV inzwischen die Stichworte vorsagen, wenn sie selber nicht mehr wissen, wo das alles hinführen soll, was sie angezettelt haben.

    Totaler Nihilismus und politisch-geistige Unselbständigkeit bei denen.

    @ BF87

    Katar und Imam Idriz das kann ja heiter werden: Idriz hat Damaskus-Hintergrund

    „Mit Bezug auf das Konzept vom ZIE-M ist von einer progressiven und innovativen Ansatzweise die Rede. Innovativ deshalb, weil dieses Konzept sich in einem Punkt von eingespielten muslimischen Strukturen unterscheidet: Es ist vollkommen abgekoppelt von Einflussnahmen durch die einstigen Herkunftsländer.“

    hxxp://www.islam-penzberg.de/152401/home.html

    Mein Gott, das Lügen in einer offenen Gesellschaft müssen sie auch noch lernen.

    Einerseits natürlich ärgerlich-peinlich, wie die deutsche Politik vor deren Öl-Kohle auf dem Bauch liegt, andererseits verchaotisieren die Kataris aber auch wieder den türkischen Einfluss; ich hatte hier mal gesagt, dass es zu den bedauerlichen Realitäten inzwischen gehört, dass man im eigenen Land Politik machen muss, wie in einer Überseekolonie, wo man den Emir gegen den Maharaja ausspielen muss und umgekehrt.

    Als chaotisierendes und absurdifizierendes Element vorgestellt, kann ich schlaflose Nächte bei dem Gedanken an Katarischen Einfluß vermeiden.

    Ist mir lieber, als eine tatsächliche Absurdifizierung dieser Gesellschaft (vulgo: ‚Integration des Islam‘): wenn sich deren Tendenzen gegenseitig relativieren und tendenziell gegeneinander aufheben.

    Wenn man das im Hinterkopf hat, dann kann man „Kompromisse“ schliessen, sonst ist man nur am ‚rumschimpfen. (bitte die Anführngsstriche zu beachten …)

    • 2. Juli 2012 um 00:15 Uhr
    • Thomas Holm
  693. 722.

    Ohne die Sterbespassten fehlt’s an Schwung gegen den Schiitischen
    Machtbogen – das sagen sogar die grundsäkular-gemäßigten Syrer.

    „Syria’s opposition says the US must overcome its fear of Islamists among the rebels fighting to overthrow President Bashar al-Assad, and start arming the resistance movement to show it wants the entire ruling elite removed.

    Islamists are among the most effective fighters against the Syrian leadership, some opposition figures said, and Washington needs to know that while these rebels are conservative Muslims they are a far cry from Afghan-style jihadi militants.“

    Sie schwören, dass sie auch ganz lieb sind:

    „Mohaimen al-Rumaid, a member of the Syrian Rebel Front, said Washington was failing to recognise that the country’s Islamist rebels were different from the Taliban fighting Nato-led forces in Afghanistan, and that they were not anti-American.“

    Der nächste Osama läßt dann aber bitte in den Kreml fliegen.

    http://www.gulf-times.com/site/topics/article.asp?cu_no=2&item_no=516010&version=1&template_id=37&parent_id=17

    Dieses ständige rein-in-die-Kartoffeln-raus-aus-den-Kartoffeln ist in der Wirkung wie Richelieu: den Syrern genug Zeit geben, sich richtig hassen zu lernen.

    Unglaublich, wie grausam diese Physik der Feigheit und Korrektheit arbeitet. Dagegen ist z.B. dieser ganze Dronenkrieg überhaupt nichts.

    Bei dem wollen hintenrum sowieso alle auch nur bei der Zielauswahl mitreden. Wenn ich US-Präsident wäre, ich würde die targets zwischen Saudis, Kataris und Iranern versteigern; das wäre ‚amerikanische Versteigerung‘.

    • 2. Juli 2012 um 00:31 Uhr
    • Thomas Holm
  694. 723.

    @TH – Der Begriff „Der Geist von 1783″ stammt in der Tat von Maya Jasanoff, einer in Harvard lehrenden Historikerin, die damit die Ideale meint, die die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg unterlegenen Loyalisten ins gesamte britische Weltreich exportierten.

  695. 724.

    Ägypten – Parteienlandschaft – Gründung der säkularen Shafiq-Partei ‚Egyptians Party':

    New ‚Egyptians Party‘ aims to thwart Brotherhood’s rise – Surrounded by die-hard supporters of Mubarak and Shafiq, lawyer Ragaei Atteya announces plans to found party to counter Muslim Brotherhood’s political ascendancy

    … The lawyer went on to express his appreciation for former presidential candidates Amr Moussa [Präsidentschaftskandidat, säkular, bedeutender Politiker der Mubarak-Ära], Mohamed Selim El-Awa [Präsidentschaftskandidat, gemäßigter Islamist] and Abdel-Moneim Abul-Fotouh [Präsidentschaftskandidat, gemäßigter Islamist]. When the latter’s name was spoken, Shafiq supporters in attendance shouted out „No, no!“ but loudly applauded when Sabbahi’s name [Sabbahi: Präsidentschaftskandidat, Oppositionspolitiker der Sadat- und Mubarak-Ära, säkularer Demokrat] was mentioned …

    He added that the new Egyptians Party would be based on „words and deeds,“ drawing its inspiration from the revolutionary principles of citizenship; the freedom of belief, press and expression; and protection of Egyptian national wealth and resources.
    Ahram Online, Sunday 1 Jul 2012
    http://english.ahram.org.eg/News/46664.aspx

  696. 726.

    @ MM

    Organisieren Sie sich einen Haufen Taschentücher und gucken Sie sich das an:

    „Ansar Dine have destroyed the mausoleums of Sufi saints in Timbuktu for a second day.

    Sunday’s destruction, utilising pick axes and guns, comes after a statement by the International Criminal Court (ICC), calling the on-going campaign of destruction of ancient Islamic shrines in northern Mali „a war crime“.“

    http://www.youtube.com/watch?v=7E9UBO6-s10&feature=plcp

    „Saints“ das klingt allerdings dubios, das muss ich schon mal sagen.

    18+ zu 8- die Bewertungen übrigens.

    ansonsten: „strict interpretation of the same religion“ formal absolut korrekt; klingt aber irgendwie nach einer dubiosen russischen Duellantensekte aus dem 18. Jahrhundert, wo sich die größten Schriftsteller der Weltliteratur im Morgengrauen gegenseitig wegen irgendwelcher ehrpusseliger Nichtigkeiten abknallen, oder zerhacken.

    Wenn Ihnen das lieber ist, als keine Anführungsstriche …

    Aber sich über mangelhaften Anführungsstrichegebrauch zu ereifern ist sicher weniger unbequem, als eine Sufistische Schrein-Schutztuppe (ok; SSS klingt doof) zu bilden und das Unterbinden des Verwerflichen in die eingene Hand zu nehmen; wer nur mit der Zunge spricht, wo doch mit der Hand gehandelt werden kann, ist ein Heuchler.

    +NN,BF87

    Gründen Sie die Deutschen UNESCO-Mudjaheddin und beweisen Sie allen kleinkarierten PI-Skeptikern, dass deutsche Muslime auch etwas vernünftiges anstellen können; ich meine: als Muslime, sonst natürlich sowieso und immer. Neumann macht bestimmt ehrenamtlich den Pressesprecher, wenn Sie ihm glaubhaft darlegen können, dass es um eine krachende Widerlegung von Bellfruta87 geht.

    EIn paar Syrien-news:

    ITV sagt, sie hätten Kampfflieger im Einsatz über Douma gehört, wo gerade „Hunderte“ zerbombt würden.

    Syrian war planes: The view from Douma

    hxxp://www.itv.com/news/2012-06-29/the-view-from-douma-where-syrian-war-planes-have-been-seen-targetting-rebels-in-heavily-populated-areas/

    Neues Promotion-video für Asmaa Al Assad; müßte Imam Idriz gefallen

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=EKWYVIEk72g

    Das beste filming-can-kill-you-video, das ich bisher gesehen habe

    Moment ‚Free Syrian Army‘ Secret Reconnaissance Cameraman Filming Security Vehicle Gets Shot

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=affhZblXyjg

    Wer sich über die Wahabis in Mali ärgert, kann sich hiermit trösten:

    8 Dead Terrorists Still Wearing Ammo Vests After Ambush By Syrian Army- Graphic

    Graphic finde ich diese Assad-Loyalisten, die sehen alle aus, wie aus einem Wurf.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=bSZoMoUQTp8

    Hier mein jihadistisches Lieblingslied, um auch mal eine persönliche Note preiszugeben:

    „The song goes „Blow them up, blow them up, wherever they may be….they are the brothers of pigs and monkeys“. And now Al-Qaeda has spread to Syria with the blessing of the pigs and monkeys, and found more pigs and monkeys in Syria. … It is quite amusing that the US regime considers those who call them pigs and monkeys to be terrorists (in Iraq, but not Syria).“

    Keineswegs unkritische Betrachtung.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=Bl4_rH_v5Og

    Wenn das keine zionistische Verschwörung ist !!

    FSA Captures Chief of Palestine Branch of Syrian Mukhabarat

    „Brigadier-General Munir Ahmad Shlaybi, head of Palestine Branch, the most infamous branch of the Syrian secret police. Shlaybi is believed to have been involved in the massacre of dozens of detainees in the Sednaya Prison in 2008.“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=5_7vNmcZMsM

    Jihadistisches Mobiisierungsvideo wirbt mit Montage/Titel aus DER ZEIT ! min. 0.30

    Ich würde sagen: Rechnung nach Katar.

    „Bundesweiter Marsch nach Berlin 7.7.12 für Syrien“

    Ein Termin vorher hatte wohl schon gefloppt …

    „Mittlerweile zählen wir laut „Human Rights Watch“ 14.356 Tote, davon mehr als 800 Kinder, davon mehr als 1500 Frauen.

    – Ist das das 21. Jahrhundert unserer Vorstellung?
    – Ist unterlassene Hilfeleistung in Deutschland nicht strafbar?“

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=sM7ClPL-qt4

    Bei 1.05 die entscheidende Frage: „Wer kann hier noch leben ?“

    Bei 3.30 böse Iran-Karikatur; der nächste al Quds Tag verspricht lebhaft zu werden !

    • 2. Juli 2012 um 02:13 Uhr
    • Thomas Holm
  697. 727.

    Hisbollah und Regierungsarbeit:

    http://english.al-akhbar.com/content/beiruts-dahiyeh-rise-outlaws

    „The breakdown of law and order amid the growing presence of gangs in Beirut’s southern suburbs threatens to undermine Hezbollah’s standing in its urban heartland. …

    if the gang members were confronted, their entire clan would become involved, and that would seriously harm Hezbollah. …

    that milieu has spawned elements that are harming both the public and the party, and neither the state nor the “state within the state” are stopping them. The result is almost daily gunfights, traders forced to pay protection money, and thugs on the loose. This has all started to undermine the resistance’s public standing.

    Extortion is openly practiced against store-owners, drivers and people engaged in other trades.No-one could question Rida’s commitment to the resistance, or to Dahiyeh, which in his words “produced hundreds of martyrs and thousands of resistance fighters.” But he said that allowing the situation to persist was like leaving a time-bomb to tick away. “If it explodes, the resistance and its milieu will be the first to suffer.”

    local “mafias” can be found specializing in everything from electricity generators and satellite TV subscriptions, to water distribution and mini-bus routes. Extortion is openly practiced against store-owners, drivers and people engaged in other trades.

    In the Lailaki neighborhood, young men charge water tanker drivers a fee for allowing them to deliver supplies, says Heba, who moved there years ago. …

    Where, local residents regularly wonder, are the police… or the security forces, or Hezbollah, or the Amal Movement, or anyone? …

    one of the rival sides had a longstanding feud with the family of the patrol’s commander. He decided to abort his mission “so there wouldn’t be new blood between the two families” that would fuel the vendetta.

    Security officials acknowledge this problem, but say it is unavoidable because policemen from other areas do not want to work in Dahiyeh. They have no answer. Their ever-present justification is that “this is the reality.”

    But according to one officer who has worked in Dahiyeh for many years, the only way the gangs can be curbed is through the intervention of military intelligence.“

    Jeder zockt jeden ab, selbst wenn er für Hunderte von Märtyrern gesorgt hat, Zustände wie in Neukölln – außer das mit den Märtyrern jetzt. Und am Ende soll es der Militärgeheimdienst richten. Vom Verbrechervolk blitzartig zur Militärfaschismussehnsucht, trotz so manchem Märtyrer zwischendurch; Respekt !!

    Bitte um Ideen: Warum genau sind wir schuld ? Wegen der U-Boote ??

    NATO-Verbündeter Türkei:

    hxxp://www.todayszaman.com/news-285167-26-active-duty-military-officers-detained-as-part-of-espionage-probe.html

    „accused of involvement in a military espionage gang. … accused of prostitution, human smuggling, blackmail, illegally obtaining military information, and establishing and running a criminal organization. According to earlier news reports, the gang is headed by a 25-year-old woman who is studying at Pamukkale University in Denizli. …

    accused of hiring foreign women as prostitutes for military officers from whom they obtain military information and then sell that information to third parties. The gang is based in İzmir and reportedly has branches in a number of provinces, including İstanbul, Ankara, Bursa, Antalya, Muğla, Manisa, Zonguldak and Ordu.“

    Und wer sind die „third parties“ ? Putin, Iran, Assad, PKK, Israel, Griechenland ? Würde einem schon interessieren. Gott sei Dank sind die Prostituierten alles Ausländerinnen; hauptsache die Ehre stimmt noch beim Modell Türkei.

    hxxp://www.hurriyetdailynews.com/erdogan-zana-talks-dismissed-by-pkk.aspx?pageID=238&nID=24523&NewsCatID=338

    PKK weist Erdogans Friedensangebot zurück und:

    „dismissed these efforts saying, “They have entered into a military-solution process.”

    Die Osloer Gespräche werden öffentlich gemacht:

    „“In this regard, I said the Oslo meetings were a threshold, and that these talks should restart,” Zana said, referring to talks between the National Intelligence Organization (MİT) and PKK representatives abroad between 2009 and 2011 in a series of meetings publicly known as the “Oslo talks.” The talks collapsed after a PKK attack killed 13 soldiers near Silvan, Diyarbakır in July 2011. …

    a good outcome would depend upon Erdoğan’s approach to the “İmralı-Oslo protocols.” İmralı is the name of the island in the Marmara Sea where Öcalan is serving his life sentence.“

    Sollte da etwa die Angst umgehen ?

    • 2. Juli 2012 um 05:05 Uhr
    • Thomas Holm
  698. 728.

    Eine Generation nach dem Genozid mit 800.000 Toten 1994 mischt sich der Westen unter dem Vorwand von Menschenrechtspolitik schon wieder ein. Aber:

    „Representatives from the former colonial power were not invited to take part in the event. … Rwanda celebrates 50th independence anniversary“

    Ob die Muslime ihre nächsten paar Hunderttausend Toten auch so locker wegstecken werden ? Der nächste Diktator sagt dann bestimmt auch einfach nur: Schwamm drüber ! und Ruhe ist.

    Faszinierend; selbst AJE staunt. 0.50-1.20 Respekt !

    http://www.youtube.com/watch?v=PP675Y4OmBs&feature=plcp

    • 2. Juli 2012 um 05:17 Uhr
    • Thomas Holm
  699. 729.

    New Atheism’s most polarising figure?

    Father Richard* ist gemeint, nachdem Saint Christopher* nicht mehr ist.

    *Dawkins/Hitchens

    Erstaunlich konstruktives Gespräch mit über 10.000 hits in 24 Stunden, was für das eher längliche Salbaderformat von über einer halben Stunde recht viel ist.

    http://www.youtube.com/watch?v=EXjvgkBNVpQ&feature=plcp

    highlights:

    19.40-21.15 Fundamentalismus als backlash von Säkularisierung ? Gegenfrage: Soll man den Mund halten, damit die Spinner weniger Unsinn erzählen ? Die meisten Gläubigen bleiben nett und gemäßigt (soweit sie nicht direkt verhetzt werden) aber von denen, denen man gelehrt hat, dass faith without evidence is a virtue: werden einige really follow their beliefes to their logical conclusions.

    Das unterstellt natürlich, dass die friedvollen Massen nur feige und heuchlerisch sind, das sagt er nicht, aber er unterstellt es; und ich finde grosso modo, dass dem genauso ist. Hier möchte der Atheist dann doch auch mal was glauben, wenn’s recht ist. Es ist 4 Uhr 45 und jetzt wird zurückgeglaubt, oder soll man das auf einmal nicht mehr ?

    Über Wissenschaft und Dinge, die wir noch nicht wissen: 25.20-26.20

    science will be proved wrong by better science and certainly not by religion …

    Religion erwartet auch gar nicht so sehr von sich selbst, auf was neues zu kommen, sondern hat es am liebsten im vorhinein und schon immer gewusst. Ein leichter Punkt, der da zu machen war, aber trotzdem schön gesagt.

    28.30 Sind gläubige Menschen doof? Im Prinzip nicht notwendigerweise, aaaber … selber hören -29.20

    32.20 Was hat die Evolution bevorzugt: Glaube, oder Verstand? Unter primitiven Verhältnissen mag Geisterglaube (assume agency rather than blind forces of physics) hilfreich gewesen sein. -33.40 elegant konzediert

    Frech-dreiste, rohe Blödheit hat unter den Bedingungen von hartnäckigem Gutmenschentum wieder eine unerwartete Chancen-Renaissance, würde ich ergänzen; siehe Alltag.

    Erstaunlich konstruktiv; im Hintergrund soll es beim Twittern zwar ziemlich getobt haben, aber die Moderatorinnen haben das irgendwie elegant abgefangen.

    Nachtrag zu meinem post von 0 Uhr 15 (Zählung ist durcheinander)

    paleokonservative Verschwörungstheoretiker, Gegenspieler der Neo-cons, als Stichwortgeber von RT und PressTV zum vorsagen, wenn sie selber nicht mehr wissen, wo das alles hinführen soll, was sie angezettelt haben:

    „US has sinister plan for world: Analyst“

    Und der steht NICHT im Koran !! sondern dafür muss PressTV beim Chef-Dämonisierer des Westens Dr. Webster Griffith Tarpley, author and historian from Washington nachfragen: DER erklärt den Muslimen, dass sie sich nur deswegen wie die Verrückten gegenseitig umbringen werden, weil der Westen so seiner Finanzpleite zu entgehen sucht. Trotzdem wird der Westen wohl auch danach böse bleiben, sieht man ja bei Ruanda.

    Von der ersten bis zur letzten Sekunde hörenswert; Khomeini ist tot; und ein Tarpley hat das Sagen bei seinen Erben !

    @ Publicola

    Mit grooooßer historischer Geste vorgetragen; nie ohne Frieden von Münster und Osnabrück minimum ! Die Amis wollen gegen 1648 putschen und überall ihr Sendschwert aufhängen !

    Kein Kommentar diesmal von mir !!

    hxxp://www.presstv.ir/detail/2012/07/02/248921/us-has-sinister-plan-for-world/

    • 2. Juli 2012 um 07:16 Uhr
    • Thomas Holm
  700. 730.

    @713 – Thomas Holm – fränkisches Bier:

    Nehmen Sie nun meine Wette an oder nicht? Ihre Prophezeihung: Die Levante und Mesopotamien; der Kaukasus, Südrussland, Zentralasien und Pakistan werden dabei zerschreddert werden.

    Zeitraum: 5 Jahre. Gibt´s danach noch mehr als einen stabilen Staat in den von ihnen genannten Regionen, der nicht im Krieg oder Bürgerkrieg ist und in diesen 5 Jahren auch keinen erlebt hat, haben Sie verloren.

    Nun?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 2. Juli 2012 um 08:41 Uhr
    • ThorHa
  701. 731.

    Ist die Arabellion nun in der Westbank angekommen?

    Gestern wurden in Ramallah -am zweiten Tag in Folge- Proteste niedergeknüppelt.

    „It was more crazy than yesterday, you can’t imagine — they hit girls and were laughing like they don’t care about Palestinians,“ the journalist said.

    Der Grund für die Proteste: Youth had gathered to condemn an announcement that Abbas would meet with Israeli vice premier Shaul Mofaz for talks in the city.

    Beste Voraussetzungen für einen Friedensschluß, oder?

    Das ist mal wieder ne gute Gelegenheit für Hamas beim Volk zu punkten:

    Die Waffen der PA stammen aus amerikanischen Beständen, die Polizei wird von den USA ausgebildet und Abbas ist sowieso eine Marionette des Westens.

    Fatah und die PLO wären ohne amerikanische und israelische Unterstützung längst Geschichte.

    http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=500441

    • 2. Juli 2012 um 09:48 Uhr
    • Serious Black
  702. 732.

    @TH

    assume agency rather than blind forces of physics

    Der Mensch kann nun mal besser kausal denken als statistisch. Wenn er überhaupt statistisch denken kann – das muss man sich ja immer wieder genau überlegen und herleiten (zB Zuverlässigkeit von AIDS-Test, wo die Illusion nur durch die kaum zugängliche Bayesche Logik geplatzt wird)

    • 2. Juli 2012 um 10:27 Uhr
    • FreeSpeech
  703. 733.

    „Jihadistisches Mobiisierungsvideo wirbt mit Montage/Titel aus DER ZEIT !“

    Welch Überraschung, Jihadisten und andere besonders korantreue Moslems lesen DIE ZEIT! Gibt ja kein islamophielerers und Islam unkiritrischeres Blatt als DIE ZEIT. Man denke nur an Leute wie Michael Lüders und seine Nachfolger. Die paar halb-kritischen Blogeinträge von Herrn Lau ändern daran gar nichts.

    • 2. Juli 2012 um 10:51 Uhr
    • Bellfruta87
  704. 734.

    Ich entschuldige mich schon mal vorab, das Thema erneut aufzugreigfen; aber ich wollte doch wissen, was mit den ganzen entfernten Vorhäuten geschieht.

    „Außerdem ist die Voraut als „Baumaterial“ hoch begehrt, weshalb sich Beschneidungen auch für die Durchführenden rechnen. Aus ihr kann man neue Augenlider formen oder alte Frauen durch Einarbeitung in Gesichtspartien jünger aussehen lassen.“

    Das las ich heute im Gästebuch von wdr5 zum Thema „Beschneidung und machte mich suchend auf den Weg:

    „der Keratinozyten-Graft, zielt ebenfalls darauf, den Defekt als Eintrittspforte für Infektionen möglichst schnell zu schließen. Das aus BabyVorhaut gezüchtete Graft-Präparat ist in der EU noch nicht verfügbar und muss aus den USA eingeführt werden, erklärte Prof. Lobmann.
    Sein Team arbeitet derzeit als Partner des Fraunhofer-Instituts an
    einem 3D-Modell von Haut für Transplantate, die vor allem auch in
    der Behandlung von Verbrennungsopfern eingesetzt werden sollen.“

    Quelle: Medical Tribune vom Februar des Jahres. http://bit.ly/M0xZAM

    Weiterer Fund:
    „Diese neue Behandlung gegen Falten und Narben zeichnet sich auf dem Horizont des Schönheitssektors ab. Es ist ein Produkt mit dem Namen „Vavelta“, das aus mikroskopischen Zellen der Vorhaut kultiviert wird. Es wird – genauer gesagt – aus Vorhäuten von Babypenissen gewonnen, die beschnitten werden.

    Das Medikament wurde von der britischen Firma Intercytex entwickelt. Es wird im gleichen Atemzug mit Botox genannt. Seine Wirkung soll genauso effektiv sein. Das „Basis-Material“ zur Herstellung wurde übrigens von Müttern „gespendet“, die ihre Säuglinge in einer US-Klinik beschneiden ließen.“
    Quelle: „Short News“; „Neues Produkt gegen Falten wird aus der Vorhaut von Babypenissen hergestellt“.

    Das heißt: Vorhäute können und werden – in welchem Umfang auch immer – in der Medizinprodukte wie der Kosmetikindustrie verwendet.
    Ob immer mit Wissen und Zustimmung der Eltern ist eine andere Frage.

  705. 735.

    @ Bellfrutta

    „Die Nationalhymne mitzusingen ist dafür ein Indiz“

    Ist Ihnen aufgefallen, dass gestern kein einziger Spanier die Hymne mitgesungen hat?

    • 2. Juli 2012 um 12:02 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  706. 736.

    @ 708 – english.alarabiya.net/articles/2012/07/01/223879.html

    They have also threatened to destroy the city’s three ancient mosques, one of which* dates back to 1327.

    * en.wikipedia.org/wiki/Djinguereber_Mosque

    Ohne Worte.

    Wollte gestern schon schreiben, dass die bestimmt auch nicht vor der Großen Moschee von Djenné „zurückschrecken“ würden:

    World: The Great Mosque of Djenné – nytimes.com/video

    http://www.youtube.com/watch?v=aghKLgfPQcs

    Re-Mudding (wie im Bild zum al-Arabiya-Artikel zu sehen):

    youtube.com/watch?v=01cOh0yFRXY

    Freaks, die Moscheen, also „ihre“ Gotteshäuser zerstören wollen… Das sind natürlich ganz hervorragende Muslime…

    • 2. Juli 2012 um 12:08 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  707. 737.

    Und damit noch nicht genug:
    Interessant sind hier zwei Kommentare, einer von einem Arzt für Sexualmedizin und Männerheilkunde aus dem Jahr 2001.
    Das Thema erscheint als zweites der Seite.
    http://bit.ly/M0ANh7

    Ein Zitat aus einem weiteren Kommentar, der dort diskutiert wird:
    „Die Beschneidung ist mittlerweile überhaupt kein Problem. Manche Kollegen machen diese sogar ambulant, wenn eine optimale Nachsorge gesichert ist. Insbesondere muss dafür gesorgt werden, dass post-operativ bei der Wundheilungn die Erektionen, wenn nötig auch mit Medikamenten, unterdrückt werden. Sonst kann es Einrissen der Naht kommen, die das Operationsergebnis deutlich beeinträchtigen.“

    Na, ist das nicht prickelnd: das Leben beginnt zwangsweise mit lähmenden Medikamenten und „unterdrückten Erektionen“!

  708. 738.

    Und hiermit verspreche ich denn, das Thema „durch“ zu haben:

    http://bit.ly/M0C4VE

  709. 739.

    @Sauer

    Ist Ihnen aufgefallen, dass gestern kein einziger Spanier die Hymne mitgesungen hat?

    Natürlich nicht. Die spanische Hymne hat ja keinen Text.

    • 2. Juli 2012 um 12:26 Uhr
    • esprit de canaque
  710. 740.

    @ kc

    Sie Ihre gegen “Bildungspersonal”

    Sicher nicht.

    ich meine gegen was weiß ich auch nicht so genau?

    Oha, das wissen Sie ganz genau.

    Also bitte: mit einem Vertreter welcher Profession habe ich es bitte zu tun?

    Student. M.A.

    by the way: Ich dachte, Sie finden den Blick auf die männliche (Nicht-)Vorhaut nicht gar so spannend?

    • 2. Juli 2012 um 12:27 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  711. 741.

    @ edc 739

    „Boah ey“, nun bin ich beeindruckt: von Ihnen kann man ja noch was lernen.

    Oder sind Sie einfach nur ein Ironielegastheniker?

    • 2. Juli 2012 um 12:30 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  712. 742.

    @ Kanakengeist

    Na und? Die besonders inbrünstig (und falsch) gesungen habenden Italiener haben trotzdem eine Klatsche kassiert.

    • 2. Juli 2012 um 12:34 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  713. 743.

    @ Serious:

    Die Waffen der PA stammen aus amerikanischen Beständen, die Polizei wird von den USA ausgebildet und Abbas ist sowieso eine Marionette des Westens.

    Dumm nur, dass dem tatsächlich so ist.

    • 2. Juli 2012 um 12:39 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  714. 744.

    @ MM

    Nur der letzte Punkt stimmt nicht.
    Ich würde die PLO eher als klassischen Schutzgelderpresser sehen.

    Das Geld und die Waffen sind der Preis, einen Coup der Hamas in der Westbank und die nächste Intifada zu verhindern.

    • 2. Juli 2012 um 13:15 Uhr
    • Serious Black
  715. 745.

    @Karolachristiane

    Interessante Erkenntnisse die Sie da noch zum Vorhautthema gefunden haben. Macht die Postition gegen Beschneidung nur noch stärker, vorallem wenns um wehrlose Kleinkinder geht.

    @HJS

    Es geht um die Kleinigkeiten, um die letzten Prozentpunte bei Einsatzbereitschaft und Willen und die können bei etwa gleich starken Teams dann eben den Ausschlag geben. Nur weil die Spanier keinen Text haben den sie mitsingen können, ist das nicht Mitsingen ungeeignet um als Indiz für fehlenden Patriotismus und Stolz für sein Land spielen zu dürfen zu gelten.
    Während es bei Mannschaften deren Nationalhymne einen Text hat, sehr wohl als Indiz zu werten ist. Der Gesichtsausdruck kann auch Bände sprechen und Özil zB. schaut beim Abspielen der deutschen Nationalhymne irgendwie nicht so als ob ihm das irgendwas bedeuten würde. Man hat er das Gefühl als wäre das für ihn immer ein wenig eine unangenehme Situation. Das ist zumindest mein Eindruck.
    Achso, ich glaube übrigens das auch ein kleiner Motivations- und Leistungsschub durch Stolz für sein Vaterland spielen zu dürfen bei der deutschen Mannschaft nicht dazu geführt hätte das wir Spanien hätten schlagen können. Die sind immer noch eine Klasse für sich, aber gegen die Italiener hätte es vielleicht einen Unterschied gemacht.

    @ParallelkoMMentar

    „Freaks, die Moscheen, also “ihre” Gotteshäuser zerstören wollen… Das sind natürlich ganz hervorragende Muslime…“

    Ich bin erstaunt, dass du über diesen Fakt erstaunt bist. Im Mutterland des Islams passiert das ständig. Und Millionen Moslems die jedes Jahr nach Mekka und Medina pilgern stören sich daran nicht besonders. Du musst noch viel lernen junger Padawan! :) Hier dieses Phoenixreportage könnte helfen.
    http://www.youtube.com/watch?v=UUVcNhoHRMM Teil 1
    hxxp://www.youtube.com/watch?v=9fb2-IsMMDI Teil 2

    • 2. Juli 2012 um 13:26 Uhr
    • Bellfruta87
  716. 746.

    MB-Boss Essam el-Erian outet Wael Ghonim als ehemaliges Mitglied der Bruderschaft:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=goPRs3-n-O4

    http://pjmedia.com/barryrubin/2012/07/02/who-rules-egypt-its-still-an-open-question-but-probably-not-for-long/

    • 2. Juli 2012 um 13:29 Uhr
    • Serious Black
  717. 747.

    OT – Ein Anfall eines irren:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mehr-sozialstaat-und-weniger-nationalstaat-hilft-gegen-die-euro-krise-a-842044.html

    Meistererkenner des „extremistischen Pragmatismus“, der erkannt hat, dass „eine ausreichend große Zahl von Menschen in Europa will sich nicht dem neoliberalen Wirtschaftsdiktat beugen“ ,weis aber auch nicht woher das geld dafür kommen soll….

    • 2. Juli 2012 um 13:44 Uhr
    • Zagreus
  718. 748.

    @ ThorHa

    Bedaure, ich wette nicht.

    Wenn Ihnen aber mal was auffällt zu konstuktiven Entwicklungen in der Levante und Mesopotamien; dem Kaukasus, Südrussland, Zentralasien und Pakistan, lassen Sie es mich hier gerne wissen. Ich benenne ja nur Schlußfolgerungen, die ich für plausibel halte aus Beobachtungen, die ich transparent zu machen suche. Wenn new evidence ‚reinkommt, will ich das gern verarbeiten – ich bin da ganz im undogmatischen Dawkings-Modus.

    @ SB

    „Proteste niedergeknüppelt.“ völlig embryonale Frühphase; womöglich haben sie auch noch richtiges Tränengas eingesetzt – das Parfüm der Demokratie – und nicht so ein Zeug wie im Jemen und Bahrain.

    „Fatah und die PLO wären ohne amerikanische und israelische Unterstützung längst Geschichte.“

    Mal gucken, ob sie sich einheitlich auf eine Seite in Syrien werfen, oder ob es sie dabei zerreißt. Wenn sie Assad unterstützen, dann wäre natürlich ‚erwiesen‘ dass dieser eine ‚us-raelische‘ Marionette ist.

    Was Putin dem Abbas wohl gesagt hat ? Diesesmal vielleicht nicht so viel von antizionistischen Verpflichtungen; Putin erst bei Liberman und dann bei Abbas; da wäre man doch gerne Fliege an der Wand gewesen.

    @ FS

    „Der Mensch kann nun mal besser kausal denken als statistisch.“

    monokausal am besten noch .. wo der Nutzen mit der Absicht in eins fällt … cui bono und ratz-fatz

    Beim SPIEGEL war früher jedes dritte Wort „wähnen“, das war auch ein kritisches Signal in diesem Sinne. „assume agency rather than …“ Wahrscheinlichkeit, Begleitumstände, etc. ist aber auch schön gesagt von Father Richard.

    @ BF87

    „kein islamophielerers und Islam unkiritrischeres Blatt“

    Bei der Onlinepostern steht die Assad-Fronde wie ‚ne Eins; da fällt den Sunniten der antiwestliche Einschlag dieser speziellen ‚Islamophilie‘ übelst auf die Füsse. Dass die syrischen Sunniten auf einmal den Hauptpreis für den populären Selbsthass des Westens bezahlen müssen, ist echt eine teuflische Wendung.

    @ kc

    brrr, schauder … hier ein innerjüdisches Abrechnen mit dem unsterblichen:

    ‚Christopher Hitchens: Circumcision – He destroys Rabbi Harold Kushner‘

    http://www.youtube.com/watch?v=KZTS6iVpSPI

    @ HJS, BF87, edc

    unvertonte Spanierhymne … ich hatte gerade Spanierkontakt; es spielt auch immer noch eine Rolle, dass es wohl nicht so einfach wäre, sich zum Vertonen auf eine Sprache zu einigen.

    Nach zwei vergeigten Weltkriegen ist man wenigstens lokal- herkunftsethnisch hinreichend eingedampft, sodass man Sprachprobleme nicht mehr hat.

    „Die besonders inbrünstig (und falsch) gesungen habenden Italiener haben trotzdem eine Klatsche kassiert.“

    Aber sie sind diesmal nicht opernsingend in britische Kriegsgefangenschaft gegangen.

    @ MM

    „Freaks, die Moscheen, also “ihre” Gotteshäuser zerstören wollen… Das sind natürlich ganz hervorragende Muslime…“

    Was kann Ihnen zum Trost gereichen ?

    Vielleicht eine Portion säkular-atheistischen Katzenjammers über areligiöse Bilderstürmerei ?

    Truth Behind Cultural Revolution ab 0.50-2.00; 2.30-3.00

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=6FkeCi7c0qY

    Ein türkischer Cineast bietet eine Sowjetische Dokumentation über die krassesten Ausschreitungen bei den Chinesen zu download an. Entsetztes Unverständnis und krasse Verzweiflung; sehr untypisch für sowjetische Propaganda. Wenn Sie einen zeitgeschichtlich interessierten Russisch- Specher kennen, kann ich Ihnen empfehlen, sich das mal ‚runterzuladen und anzugucken; dieser Maoismus hatte auch beklemmend ‚salafistische‘ Züge und die Sowjets kommen direkt ein wenig türkisch-depressiv ‚rüber; so mit: Wir haben es doch so gut gemeint mit Euch; und Ihr baut so einen Mist …

    hxxp://sovietmovies.blogspot.de/2010/09/aleksandr-medvedkin-noch-nad-kitaem-aka.html gespr.’notsch‘ = ‚Nacht über China‘

    Den Hinweis von BF87 mit Saudi-Arabien finde ich übrigens richtig; spätestens bei der Hajj konnte doch jede/r mitkriegen, was läuft.

    „Abbas ist sowieso eine Marionette des Westens“

    Schauen Sie, was ich zu FS gesagt habe; er kann seinen Handlungsspielraum soweit eingeengt (bekommen) haben, dass er eine Zeit lang den Israelis kaum einen Wunsch abschlagen konnte (und vielleicht immer noch nicht kann); aber das hat sich doch niemand so ausgesucht, sondern ist Folge einer von allen fortgesetzten ‚arabisch‘ (-revolutionären) Toleranzkultur, die Machtveränderungen bevorzugt ‚total‘ und blutig vollzieht.

    • 2. Juli 2012 um 13:50 Uhr
    • Thomas Holm
  719. 749.

    @ MM, arab-speaker

    Jetzt mal abgesehen von Mausoleen und vor- und frühislamischen Schriften: Wenn ich es richtig verstehe, beweinen hier Saudische (oder Kuwaitische ?) Muslime die Ausschreitungen diverser Iran-verbundener Übeltäter, was kulturell so wohl auch nicht alle Tage vorkommt.

    Außerdem soll doch sowieso das Leben eines Muslims wertvoller sein, als sämtliche Sakralbauten – habe ich mal gehört …

    ab 6.20 geht es wohl direkt um die Brüder in Syrien. (ikhwan/suriyye)
    Dass bei ‚ya malik‘ 6.50 die Stimme wegkippt, passt überhaupt nicht zu dem gewohnten ‚inshallah shaheed‘ von Jihadisten; was ist da los ?

    (vorher ist noch mal der Anschlag auf das Begräbnis, hatte ich schon mal separat gepostet)

    http://www.youtube.com/watch?v=QfXrhomNOdY

    Wie sehen Sie dass; wenn die so fertig mit den Nerven sind; was folgt dann an Handlungsbereitschaft ?

    • 2. Juli 2012 um 14:16 Uhr
    • Thomas Holm
  720. 750.

    @ Bellfruta87

    Ressentiment-Alarm !

    Türkische Schwulenboutique (oder ich fress ‚nen Besen) mit 8.000 $ Anzügen in Irakisch-Kurdistan ?!?! 0.25-0.45

    http://www.youtube.com/watch?v=GntlkHfU77U&feature=plcp

    Was machen die, wenn ihnen die Kurdische Hisbollah (gibt’s !) Maliki, die Iranischen Revolutionsgarden, oder alle zusammen auf die Pelle rücken ? Vom verachteten Bergvolk zum mondänen Bohème-outlet im Schlepptau von Gerorge W. Bush; das kann ja wohl nicht wahr sein ?

    • 2. Juli 2012 um 14:30 Uhr
    • Thomas Holm
  721. 751.

    @ TH

    das Parfüm der Demokratie

    LOL – Den muß ich mir merken!

    • 2. Juli 2012 um 15:32 Uhr
    • Serious Black
  722. 752.

    @Thomas Holm:

    es spielt auch immer noch eine Rolle, dass es wohl nicht so einfach wäre, sich zum Vertonen auf eine Sprache zu einigen.

    Es gibt auch Staaten mit offiziellen Texten in mehreren Sprachen. Dann singen eben die einen den kastilischen Text und die anderen den katalanischen, während die Musik eingespielt wird.

    @Salafisten-Bilderstürmer:

    Ich bin da zwiegespalten. Einerseits gefällt mir die salafistische Vision einer sittenstrengen Gesellschaft nicht wirklich, andererseits kann ich dem Akt des Bilderstürmens durchaus etwas abgewinnen. Die materiellen Zeugen der Vergangenheit können schwer auf dem Gemüt einer Nation lasten; wer andauernd unter Beobachtung der Ahnen steht, kann nie seinen eigenen Weg gehen. Indirekt könnten die Salafisten durch die Zerstörung der sichtbaren Zeichen der (sufistisch-)islamischen Vergangenheit (und der unsichtbaren Verpflichtung, die diese den Timbuktolanern der Gegenwart auferlegen, diese Vergangenheit durch eine islamische Zukunft zu ehren) den Weg in eine postislamische Zukunft ebnen.

    • 2. Juli 2012 um 15:38 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 2. Juli 2012 um 15:49 Uhr
    • Serious Black
  723. 754.

    Ägypten – Monitoring – 8 Themen –

    1 – Syrien –
    … Egypt did not have a firm or decisive stance on the slaughters the ex-ally of the Egyptian Muslim Brothers, Bashar Assad, is committing against his people in Syria …

    2 – Palästina / Israel –
    What would he do if Israel attacked Hamas in Gaza? …
    What side would he support in the continued differences over who will represent the Palestinian people …?
    We will closely watch to see if Mursi will receive the Israeli ambassador in Cairo or refuse to do so …
    Mursi had said he would honor his country’s agreements with the world. Does this mean he will continue to maintain ties with Israel?
    … will the Egyptian presidency stop the mediations Cairo used to make between the Palestinians and the Israelis?

    3 – Sudan –
    What is his stand regarding the current events in Sudan, especially that President Omar Bashir, who is very much hated by his own people, had expressed happiness over the Muslim Brothers coming to power in Egypt?

    4 – Iran –
    … Iran was a strong ally of the Muslim Brothers in Egypt. Will Mursi decide to resume relations with Tehran on the pretext that Iran has embassies and envoys in the Gulf countries? Or will he abstain from doing this so as not to give a misleading message to his Arab neighbors in the Gulf and to the West?
    Will Mursi keep silent over Iran’s ideological and religious activities in Egypt, which increased by several folds since the downfall of Mubarak? …

    5 – islamistischer Terrorismus auf nationaler und internationaler Ebene –
    What is the attitude of the new Egyptian president vis-à-vis terrorism?
    Would he be ready to give orders tomorrow to pursue and crush Al-Qaeda elements if the terrorist organization decided to target the tourist areas in Egypt?
    What will be the fate of the country’s security cooperation with the world, which was an important pillar in Mubarak’s anti-terror policies?
    What would he do if the U.S. or Saudi Arabia asked him to turn over some wanted al-Qaeda members who entered Egypt? …

    6 – MBs und interne religiös-politische Konflikte in anderen arabischen Staaten –
    What would he do if confrontations broke out between a country’s government and the Muslim Brothers in that country, such as Jordan? …

    7 – Menschenrechtsorganisationen und Menschenrechte –
    How will he deal with the human rights organizations and foreign ministries in the West
    when they criticize his government
    if it encroaches on freedom in the name of religion,
    allow courts to pursue artists,
    confiscate books and publications or
    close down satellite TV channels? …

    8 – Freiheiten und innerer staatlich-religiöser Friede –
    The religious beliefs of the Muslim Brotherhood are objectionable to a large number of Egyptian intellectuals.
    Is Mursi capable of respecting the cultural freedoms that existed during Mubarak’s reign?
    Such issues may probably agitate the fanatic wing within the Muslim Brotherhood and the Salafi groups. What will Mursi do in this case? Will he send the police to arrest his brothers in the party or leave all sides to express their attitudes in the methods most suitable to them? …

    From: „What will Mursi do?“
    By Abdul Rahman al-Rashed (General Manager of Al Arabiya)
    Al Arabiya – Monday, 02 July 2012
    http://english.alarabiya.net/views/2012/07/02/223925.html

  724. 755.

    @ SB – # 746 – Quellenkritik – Wael Ghonim: „MB-Boss Essam el-Erian outet Wael Ghonim als ehemaliges Mitglied der Bruderschaft“ … – meine Überprüfungs-Recherchen ergeben zur Zeit, dass – soweit ich überblicken kann – Barry Rubin /P(a)j(amas) Media bislang die einzige Quelle für dieses Statement ist.

    Auffindbar waren Informationen wie z.B.:
    Google executive Wael Ghonim, who emerged as a leading voice in Egypt’s uprising, was barred from the stage in Tahrir Square on Friday by security guards, an AFP photographer said.
    Ghonim tried to take the stage in Tahrir, the epicenter of anti-regime protests that toppled President Hosni Mubarak, but men who appeared to be guarding influential Muslim cleric Yusuf al-Qaradawi barred him from doing so.
    Ghonim, who was angered by the episode, then left the square with his face hidden by an Egyptian flag.

    http://www.egyptindependent.com/news/egypt-protest-hero-wael-ghonim-barred-stage

  725. 756.

    @ Sauer # 742
    “ Na und?“
    Nichts weiter. Du hast nur mal wieder den Ball ins eigene Tor gedroschen.
    Laß Dich auswechseln. :)

    • 2. Juli 2012 um 17:19 Uhr
    • Bredow
  726. 757.

    @ Bredow

    Zitat Reinhard Mey:

    Mit großer Freude sägen
    Die Einen an meinem Ast
    Die Andern sind noch am überlegen
    Was ihnen an mir nicht passt
    Doch was immer ich auch tun würde
    Ihre Gunst hätt‘ ich längst verpatzt
    Also tu‘ ich, was ein Baum tun würde
    Wenn ein Schwein sich an ihm kratzt
    Also tu‘ ich, was ein Baum tun würde
    Wenn ein Schwein sich an ihm kratzt

    • 2. Juli 2012 um 17:23 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  727. 758.

    @ Publicola

    „Is Mursi capable of respecting the cultural freedoms that existed during Mubarak’s reign?“

    Allein die Befürchtung daß unter Mursi das bißchen an kultureller ,und ich füge hinzu gesellschaftlicher, Freiheit eingeebnet werden könnte, das unter Mubarak möglich war, zeigt, daß es einen Schritt vor und zwei zurück gegeben hat, also insgesamt eher ein weiterer Verlust an Freiheit. Jedenfalls für die, die auch zuvor schon über nicht viel an Freiheit verfügen konnten.
    Bevor es keine Indizien für eine gegenteilige Entwicklung gibt, sollte man aufhören die dort aufgeführte Operetten-Demokratie als Demokratie zu bezeichnen.

    • 2. Juli 2012 um 17:28 Uhr
    • Bredow
  728. 759.

    @ AVZ

    „Die materiellen Zeugen der Vergangenheit können schwer auf dem Gemüt einer Nation lasten; wer andauernd unter Beobachtung der Ahnen steht, kann nie seinen eigenen Weg gehen.“

    Die Salafis sagen natürlich, dass die Leute Vorstellungen von Schutzheiligen mit ihren in Stein gehauenen Altvorderen verbinden und reklamieren ihrerseits Abergläubigkeitsalarm.

    Immerhin hatten ja Abraham und Mohammed unstrittig damit gestartet, erstmal tabula raza zu machen und alles altgläubig Manifeste zu zerdeppern. Nun ja, dann wäre an der Zeitperspektive von ‚7.000 Jahren‘ vielleicht nicht nur der ‚pharaonische Aspekt‘ virulent.

    Während Juden und CHristen in ihren Zivilgesellschaften ein einigermassen beruhigte Verhältnis zu ihrem Nippes hingekriegs haben, wäre bei den Muslimen, und zwar hier innerhalb der Sunniten die Büchse der Pandora auf einmal wieder als ‚offen‘ deklariert.

    Man muss vielleicht aufpassen, was man da als Westler unter dem Begriff ‚Kulturerbe‘ so alles hineinprojeziert; wenn ein solcher Begriff islamisch garnicht so verankert ist, dann hätten die Sunniten damit vielleicht wirklich eine Kernfrage offenstehen mit einer Reichweite von Jahrhunderten; und eben nicht nur eine durchgeknallte saudisch verblendete Jugendblase am Hals – was schlimm genug ist.

    „Indirekt … diese Vergangenheit durch eine islamische Zukunft zu ehren) den Weg in eine postislamische Zukunft ebnen.“

    Aber extrem indirekt …

    Ich sehe da nur immer größere Dimensionen von Unheil; wenn nicht nur der ‚westliche Einfluss‘ von übel sein soll, sondern alle möglichen ‚mittelalterlich‘ gewachsenen und liebewordenen Traditionen als Aberration dastehen, dann stehen sie auch spirituell vor dem Abgrund.

    @ Bellafruta87

    Gucken Sie mal, wie die ‚Islamophilie‘ DER ZEIT weitergeht:

    „Es ist nicht überraschend, aber zum Verzweifeln. …

    Daher ist es aus Sicht der Opposition die einzig mögliche Schlussfolgerung, den bewaffneten Kampf fortzusetzen. …

    Wir werden dem Gemetzel in Syrien weiter zuschauen …

    wir sollten jedes Mal lautstark die russische Regierung mitverantwortlich machen, nicht nur das Assad-Regime. Hilfe für Flüchtende, logistische Unterstützung, aber keine Waffen an die Rebellen: Die massive und ungeordnete Aufrüstung des Landes wäre eine zu schwere Hypothek für kommende Generationen.“

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-07/syrien-konferenz-opposition-russland

    Ich staune über diese Nüchternheit und bin gleichzeitig erschrocken, obwohl es ja streckenweise meine eigenen Gedanken sind.

    Das mit der Verzweiflung ist der richtige Einstieg; und das wird dann auch wahr gemacht: kämpft mal schön, wir gucken zu, schimpfen auf die richtigen und drücken aber nicht auf die Tube. Mein lieber Scholli.

    Also: das soll so weiter gehen – ausgerechnet nachdem die Opferzahl steil nach oben angezogen hat: 4.000 Tote im Juni mit open end.

    Wenn die Aufständischen dann irgendwann gewonnen haben werden, dann ist halt deren tabula raza: keine Repräsentation der ‚nicht Aufstandsbeteiligten in Sicht‘ als Konsequenz der Zurückweisung, des Plans, dass man sich mit dem Regime auch schon an einen Tisch setzen möge, während es noch am Drücker ist.

    Derweil spielt al Kaida den Weihnachtsmann …

    Syria: Al Qaeda distribute blankets in rebel held area

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=UBlGkirEQ7M

    … und kriegt dabei acu nicht etwa Dronen ‚reingehauen, wie im Jemen und Pakistan, weil ja noch Assad da ist.

    Von den Iranern wird jetzt eine ordentliche Vernichtungsdrohung auf englisch nachgeliefert; das Geeiere um die Übersetzung ist damit offiziell beendet.

    hxxp://www.kuna.net.kw/ArticleDetails.aspx?id=2250416&language=en

    Laut debka gilt die Vernichtungsdrohung auch türkischen Stützpunkten, wenn von denen Angriffe auf Syrien ausgingen.

    Assad läßt seine regulären Truppenkommandeure gegen Shabiha-Gangster auswechseln und vergröbert die Kaliber.

    hxxp://debka.com/article/22151/Assad-to-Kremlin-I-can-finish-the-revolt-in-two-months-replaces-army-chiefs

    • 2. Juli 2012 um 17:35 Uhr
    • Thomas Holm
  729. 760.

    Wobei mir natürlich klar ist, daß Sie diese Bezeichnung für die derzeitige Regierungsform Ägypten’s nicht oder noch nicht in Anspruch nehmen. Viele andere tun es jedoch bereits.

    • 2. Juli 2012 um 17:40 Uhr
    • Bredow
  730. 761.

    @ Bredow

    Was ist bitte die „derzeitige Regierungsform Ägyptens“?

    IMHO eine vom Militär gelenkte Demokratur. In welche Richtung die sich entwickeln wird, ist völlig offen.

    • 2. Juli 2012 um 17:47 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  731. 762.

    @ HJS u. Bredow:

    1 – sollte man aufhören die dort aufgeführte Operetten-Demokratie als Demokratie zu bezeichnen … Wobei mir … klar ist, daß Sie diese Bezeichnung für die derzeitige Regierungsform Ägypten’s … noch nicht in Anspruch nehmen …
    Danke für die qualifizierende Einschränkung. In der Tat beobachte ich das Ringen der Demokraten Ägyptens darum, dass in Ägypten eine begonnene Demokratisierung ‚in statu nascendi‘ (diverse freie Wahlen) zu vorherrschenden Tendenz einer ‚Demokratisierung‘ wird, im Verlaufe oder besser an deren Ende dann eine Demokratie im Sinne des Wortes mit einigermaßen stabilen Institutionen und einer einigermaßen stabilen Zivilgesellschaft stehen könnte und sollte.
    Drum auch zuweilen Überlegungen meinerseits, wie denn zweckmäßiger- und effizienter-weise die ägyptischen Demokraten seitens der Entstehungsregionen der Demokratie (Westeuropa, USA) zu unterstützen seien.
    Schließlich liegt eine demokratische Entwicklung in den Staaten der Arabellion im Interesse der Demokratien.

    2 – Was ist bitte die “derzeitige Regierungsform Ägyptens”?
    IMHO eine vom Militär gelenkte Demokratur. In welche Richtung die sich entwickeln wird, ist völlig offen.

    plausible, akzeptable polit(olog)ische Definition des derzeitigen Zustandes Ägyptens.

  732. 763.

    PS – # 762 – hinsichtlich einer (wissenschaftlich) exakteren Definition der derzeitigen, sich in einem fluiden Zustand befindlichen, ägyptischen Staatsform wird vermutlich der ‚in rebus sociologicis‘ kompetente N. Neumann sinnvollerweise zu befragen sein

  733. 764.

    Ägypten – Islamisten-Fatwa gegen die Gleichberechtigung (ethnisch, religiös, gender) – man darf gespannt sein:

    A senior Salafi preacher has issued a religious decree that says women and Copts are prohibited from occupying the post of vice president.
    Sheikh Yasser al-Borhamy, the deputy leader of the Salafi Dawah, made the decree in response to a visitor to his website who asked the sheikh about his opinion on an announcement made by Ahmed Deif, an adviser to President Mohamed Morsy who said the president was considering appointing two deputies — a woman and a Copt.

    http://www.egyptindependent.com/news/salafi-preacher-women-copts-prohibited-vice-presidency

  734. 765.

    Ägypten – Monitoring (durch die Presse) –

    How does he intend to run the country?
    What is his relationship with
    the military and
    the Muslim Brotherhood? …
    Removed from rhetoric, Morsi has much to prove in the coming 100 days.
    His supporters, opponents and those in the middle
    are watching very carefully
    how the man is going to approach a heavy legacy of
    chaos, economic turmoil and haphazard performances
    in all sectors.

    http://213.158.162.45/~egyptian/index.php?action=news&id=26564&title=The%20nation%20is%20watching

  735. 766.

    Kommunikation von Volk und Bürokratie in Ägypten; Beispiel Landminen:

    „Bürokrat: The weight of the mines makes them appealing for some Arabs (!!!). They think that they can turn them into scrap metal. Altbedounie (?): Many people try to open the mine to sell it as scrap matal but it explodes. Jungbedouine: These mines are our livelihood.“

    http://www.youtube.com/watch?v=pTKKTRUXF5o&feature=plcp 29.30-29.45

    Keine Ahnung von wann die Interviews sind. Aber dass ein militärisch grundiertes autoritäres System es über 70 Jahre nicht geschafft hat, mit der Bevölkerung sinnentnehmewirksam über Landminen zu kommunizieren (der König zuvor dann ja wohl auch nicht) offenbart ein irgendwie noch größeres Problem, als dasjenige, dass Geld nicht ankommt, etc.

    33.37: Beschwerderede eines Versehrten vor der Bürokratie geht dann weiter hier: 35.30-36.10

    dazwischen: 35.00-35.20 Vater von dem versehten Mädchen sagt: wenn du was meldest bei der Behörde knasten sie die erstmal ein…

    Irgendwas stimmt da ganz fundamental nicht; hier würden wir es „Rassismus“ nennen; der Bürokrat, der aussieht wie eine gut gepflegte SCAF-Mumie nennt die Menschen, von denen er sagt, dass sie die Minen als Schrott verkaufen wollen: Araber !

    Sehr traurig, das ganze; von den kriegführenden Mächten sprechen die älteren Leute übrigens mit einigem Respekt; Logistik hat geklappt und so; nur ein italienischer Veteran beklagt, dass alles Mist war, schlecht organisiert und ausgerüstet …

    Wer noch keine Vorurteile hat, der kriegt sie durch diese Wirklichkeit.

    Irgendwas müssen sie beim Pyramidenbauen noch richtig gemacht haben !

    • 2. Juli 2012 um 19:13 Uhr
    • Thomas Holm
  736. 767.

    @Publicola

    Ich bin mal von Ihrem Link von 18.51 folgend ein wenig rumgewandert.
    http://bit.ly/LL9Ik2
    „Not Arabic Spring, But An Islamic Awakening“ auf einer finnischen (No-go?)-Seite.
    MRC TV kannte ich bisher auch nicht.

    Von Belang?

  737. 768.

    ‘in rebus sociologicis’: Politologie erfindet Gefangenendilemma neu:

    Kristin Bakke – When the Enemy of My Enemy Is Not My Friend

    http://www.youtube.com/watch?v=nxFaS80fQWI

    Murx‘ Deinen Knastbruder schon vor dem Ausbruch ab, dann wirst Du sicherer draußen der Boß

    civilians have as much to fear the organizations that represent them as they do the state that they are fighting … 8.30

    Ökonomie gibt’s ja auch noch:

    hxxp://english.ahram.org.eg/NewsContent/3/12/46649/Business/Economy/Egypt-trade-deficit-surges–pct-in-March-Official-.aspx

    • 2. Juli 2012 um 19:28 Uhr
    • Thomas Holm
  738. 769.

    @ kc

    Das sind die ‚Wahren Finnen‘ so eine Art Leningrad Cowboys als Bürger-punk

    http://de.wikipedia.org/wiki/Perussuomalaiset

    Hier: wieder Klopperei im Türkischen Parlament:

    hxxp://www.todayszaman.com/news-285233-.html

    Keine Chance zur Kulturellen Intervention; UNESO konsequent pädagogisch

    Al Jazeera speaks to UNESCO about Timbuktu shrine destruction

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=TdnjW2xMh8k&feature=plcp

    • 2. Juli 2012 um 19:40 Uhr
    • Thomas Holm
  739. 770.

    Danke, Thomas Holm.
    Und was ist mit diesem begabten Rhetoriker hier: Iyad El-Baghdadi?
    War er schon „hier“?
    Auszüge aus einem Text vom 29.Mai, „Ten Lessons from Egyt’s Elections“.

    „In all cases we must be mature enough to realize that there will always be people who put security ahead of liberty, and people who have an illiberal vision for the future. The fight against authoritarianism is far from over; but we have to acknowledge that it exists before having any hope of defeating it. Our enemy isn’t a group of people, but a set of ideas….

    Democracy is the worst form of government, except for all the other options
    As a libertarian, I can badmouth democracy for hours. And as an Arab Spring ideologue, I truly believe that humanity will outgrow democracy towards an even better ideology and form of government. But until then, let’s be pragmatic. Democracy is our best option – even if we want to cynically call it the best among several bad options.

    The MB & the ex-regime’s candidates had large, multi-layered organizations behind them, ones built on obedience and vertical control. They also had money – and enough of it to influence results, be it through thinly veiled vote buying, or through so-called “social programmes” that engender gratitude and loyalty among the poor, and translate into votes when the time comes.

    These are serious problems, yes, but you don’t learn swimming by sitting on the shore and reading books about it. Our people won’t learn democracy except by practicing democracy. Once in a while, they’ll fall flat on their faces and elect the wrong candidate, but they’ll learn, get up again, and do better the next time around.

    This is true always, but is especially so when our societies are taking their first clumsy steps out of an Age of Tyranny. We have to allow time for the ideas of that age to be shed, and for new ideas for an Age of Liberty to form and settle. And until then, perhaps it’s better for us to be fervent rebels than clumsy administrators. Perhaps we need more time to prepare, rather than be thrust unprepared onto the world stage….
    We have no party and no front
    “We” here means the youths of the revolution. We have no organization, or party, or coalition, or umbrella. We can hardly call ourselves a movement (in a formal sense) either. Famous activists have formed large followings, but no vision, programme, or even hints at an ideology. Our leaderless revolution is still leaderless. No wonder we had to “borrow” candidates from another generation for the presidential election.

    To move forward we need to (at least) forge a unified vision. Eventually, though, we’ll have to fill the gaping hole in our political thought that was, for many generations, filled by one tyrant or another. Unseating the tyrant is the easy part – providing a post-tyranny, Arab Spring solution is the true challenge for our generation. And it’s no task that can be completed in a few months. This is going to take a decade.

    But let’s look at the bright side. Yes, we are divided. Yes, we are inexperienced. Yes, our path is long, rough, unpaved, uphill, and laced with mines. But – we are the future. We’re still dizzy from the crazy rush of 2011, but we need to move from vertigo to vision. We have to get our act together and find our voice. The Arab Spring needs an Arab Spring manifesto.“
    http://bit.ly/LLgGFt

  740. 771.

    Demokratie ist aus europäischer Sicht untrennbar mit gewissen Grundwerten verbunden. Als rote Linie zieht sich ein Grundsatz durch das Rechtswesen, der besagt daß dem Individuum alle Handlungs- und Meinungsäußerungsvarianten offen stehen, die die Rechte anderer nicht verletzen und/oder (wie vl gerade im Fall Ägypten erwähnt sein sollte)
    beschneiden.
    Dieser Grundsatz ist der ägyptischen Gesellschaft so wesensfremd wie nur irgend etwas und solange sich daran nichts ändert hat jede wie auch immer zu bezeichnende Regierungsform Ägyptens mit dem Demokratieverständnis europäischer Prägung nicht zu tun.

    • 2. Juli 2012 um 20:56 Uhr
    • Bredow
  741. 772.

    @ kc

    „Und was ist mit diesem begabten Rhetoriker hier: Iyad El-Baghdadi?“

    Hab‘ ich nur ganz entfernt auf dem Schirm; aber gleich das hier gefunden, woran man den Stimmungsunterschied nach 15 Monaten gut sehen kann. Libyen war punkig im Vergleich zu jetzt; solche Witze macht heute keinmer mehr, nur so ein Systematiker bleibt seinem Fach treu:

    hxxp://www.sandraoffthestrip.com/2011/03/23/dictatorship-for-dummies-arab-tyrants-manual-by-iyad-el-baghdadi/

    Blame it on “foreign agendas.”

    Make a teary, emotional display about how much you love your country and how you spent your life serving it.

    When things get bad, shut down mobile networks & social media. When they get really bad, shut down the internet.

    Claim ignorance. “I didn’t know that there were these problems, and I will punish those responsible for it!”

    Say that you are planning to peaceful relinquish power at the next election, scheduled 12 years later.

    Get yourself a shameless liar and make him Minister of Information & head of state TV.

    Complain on behalf of “average citizens” that normal life is being held up due to the protests.

    Say that you ruled the country out of love and service and you have no desire for power and have no money.

    Have a military parade. Say it’s for the nation. It’s actually to show them what’ll come at them if they revolt.

    Order the interior minister to kill them all. Then sack him for his heavy-handedness.

    Say that the kids were pure of heart, but were tricked by “foreign agendas”.

    Say that the kids were tricked into protesting through X (KFC, Nescafe, drugs, sex, etc.)

    Kill a thousand. And then say that you have no idea how they died because you haven’t used force “yet”.

    Say your country doesn’t need a revolution coz it already had one. Cite the year you came to power.

    Use religion. Call your state mufti and promise him a pay raise for the proper fatwa.

    Das hier wäre was für den Tahihr-Platz: So fing alles an, Ihr Pharaonen-Opfer

    Zanga Zanga Song by Muammar Gaddafi; da kann der Morsi lange üben ..

    http://www.youtube.com/watch?v=MrMKl8J0bTA&feature=fvwrel

    • 2. Juli 2012 um 21:09 Uhr
    • Thomas Holm
  742. 773.

    …nichts zu tun…

    und ich möchte hinzufügen ‚leider‘

    • 2. Juli 2012 um 21:12 Uhr
    • Bredow
  743. 774.

    Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer über Religionsfreiheit im islamischen Kulturkreis – I –

    1 – allgemeine Lage der Christen in muslimischen Ländern –
    … Ich kritisiere … nicht den Islam an sich, sondern eine sehr dominante Ausprägung dieser Religion, die zu Lasten der Christen geht. Das hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch entwickelt … Alle mehrheitlich muslimischen Länder sind unter den Top Fifty der Staaten, die Christen verfolgen. Je intensiver die religiöse Ausprägung eines islamischen Staatswesens ist, desto schlechter ist die Lage der Christen. Und um das zu rechtfertigen, bezieht man sich auf die Quellen des Islams.

    2 – desinteressierte Öffentlichkeit –
    Vor einigen Jahren war es noch sehr schwierig, die Öffentlichkeit überhaupt für dieses Thema zu interessieren … Aber wenn es Tote gibt, schreckt der ein oder andere auf und sagt: Das kann man nicht mehr leugnen …
    Die Vertreter der christlichen Minderheiten in der muslimischen Welt scheuen sich jedenfalls teilweise, die Dinge offen beim Namen zu nennen, weil sie eben noch stärkere Repressionen befürchten. Sie haben Angst, weil sie von der Mehrheit abhängig sind. Und weil sie wissen, dass sie sich auf die internationale Solidarität, sei es von Christen oder den westlichen Staaten, kaum verlassen können. Jedenfalls bis in die jüngste Vergangenheit …
    Es ist auch nicht so, dass jeder Muslim Christen diskriminiert. Oder jeder Christ in der muslimischen Welt diskriminiert wäre. Das ist ja nicht der Fall. Ich habe auch nichts gegen den Islam an sich und schon gar nichts gegen die Muslime.
    Aber es geht darum, es nicht länger zu leugnen, dass Christen in der muslimischen Welt zunehmend Opfer von Diskriminierungen werden, von Beleidigungen, Benachteiligungen, Verfolgung bis hin zur Tötung.

    3 – Haltung der beiden großen Kirchen –
    … die Grundtendenz bei den beiden großen Kirchen ist, nach wie vor zu unterstellen, der Islam habe dieselben Werte und Grundideen wie das Christentum. Das ist gut gemeint, aber nimmt den Islam nicht ernst … das ist eine Form von Blauäugigkeit, aber auch von Selbstverliebtheit – zu glauben, dass jeder Mensch die Werte teilt, auf denen das Christentum fußt. Und nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass andere eigenständige Religionsgemeinschaften manches anders sehen als wir.
    Christliche Hilfsangebote – Gesundheitsdienste, Schulen, Hilfe für Bedürftige – richten sich immer an die ganze Bevölkerung und nicht explizit an Christen. Das ist umgekehrt nicht der Fall. Unter Muslimen ist klar, dass man zuerst mit den eigenen Glaubensbrüdern und -schwestern solidarisch ist.
    … Mich haben schon vor zwanzig Jahren Christen in der muslimischen Welt fassungslos gefragt, wie es denn sein könne, dass die Kirchen sich sehr für die Rechte von Muslimen in Deutschland einsetzen, was ja auch nicht falsch ist, aber gleichzeitig keinen Sinn dafür haben, was mit den Christen in muslimischen Ländern geschieht … Vielleicht auch, weil in Europa Religion nicht mehr in dem Maße Teil der Identität ist wie anderswo.
    … Dass man sich hierzulande lieber mit der Frage beschäftigt, ob das Kopftuchverbot für Lehrerinnen islamfeindlich ist, als sich zu überlegen, wie man den bedrängten Christen in der muslimischen Welt zu Hilfe eilen kann …

    [Frage: Was wünschen Sie sich also von den Kirchen?]
    Ein ganz klares und selbstbewusstes Bekenntnis zur eigenen Religion und Wertigkeit. Dazu gehört auch, dass man die Probleme, die sich im Dialog mit den Muslimen ergeben, nicht verniedlicht …

    aus: „Die Repressionen werden perfider und brutaler“ – Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer über Christenverfolgung im Islam und die Blauäugigkeit der Kirchen
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung – 01.07.2012
    [Buch: Rita Breuer. Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam. Herder, 12,99 Euro]

  744. 775.

    Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer über Religionsfreiheit im islamischen Kulturkreis – II –

    4 – Forderung an die Politik –
    [Frage: Und was (wünschen Sie sich) von der Politik?]
    Dass sie keine Gelegenheit auslässt, bei internationalen Kontakten dieses Thema immer und immer wieder anzusprechen, auf Zusagen zu bestehen und darauf, dass sie eingehalten werden. Das reicht von der Freiheit des Kirchenbaus bis zur Religionsausübung der christlichen Gastarbeiter in Saudi-Arabien. Dass sie die muslimischen Verbände bei uns auf die Unteilbarkeit des Rechts auf Religionsfreiheit verpflichtet.

    5 – Etikettierung der Christen als Weltverschwörer der Islamfeinde –
    … die Christen in der islamischen Welt … werden für alles belangt, was der Westen macht. Im Irak, in Afghanistan oder sei es für Amerikas israelfreundliche Politik. Da wird dann polemisiert, es gebe eine Weltverschwörung der Feinde des Islams. Dazu zählen der Westen, der Staat Israel und die Christen … Auch in den Moscheen wird oft in diese Richtung gepredigt. Es wird antiwestliche Stimmung gemacht und manchmal direkt die Verbindung zu den Christen in dem Land als möglichen Agenten des Westens hergestellt.
    Besonders schlimm ist es auf der Arabischen Halbinsel, in Saudi-Arabien, aber auch in Pakistan, Afghanistan, Nigeria, in Sudan und im vermeintlichen Urlaubsparadies Malediven. Auch in Ägypten gibt es immer mehr Fälle von massiven Übergriffen gegen die Christen.

    6 – perfide Repressionen im islamischen Kulturbereich versus ungeteilt-freie Religionsausübung ‚im Westen‘ –
    [Frage: Sind die Repressionen perfider geworden?]
    Ja, aber gleichzeitig auch offener und brutaler. Perfider und geradezu absurd, indem man beispielsweise schon das Tragen von christlichen Symbolen zum Anlass nimmt, jemanden zu schikanieren und zu verhaften. In Saudi-Arabien ist es beispielsweise verboten, ein kleines Kreuz um den Hals zu tragen, ein Gebetbuch bei sich zu haben. Die Angst vor christlicher Symbolik reicht dort bis zum roten Kreuz auf dem Erste-Hilfe-Koffer. In allen nahöstlichen Ländern werden Christen allein wegen ihres Namens benachteiligt, bei der Wohnungssuche, bei Universitätsprüfungen, am Arbeitsplatz …
    Muslime haben hier das ungeteilte Recht auf freie Religionsausübung. Dafür werde ich mich immer einsetzen … Hier können Salafisten den Koran verteilen, in Iran ist allein der Besitz einer persischsprachigen Bibel verboten, werden immer wieder Bibeln zu Hunderten vernichtet. Das ist eine unerträgliche Schieflage.

    7 – ein aufgeklärt-moderner Islam wäre möglich (, wenn … …) –
    [Frage: … Die Verfolgung geschieht oft im Namen Allahs, aber ist sie in seinem Sinne?]
    Das kann ich nicht beantworten, aber das hoffe ich nicht.
    Schließlich gibt es auch viele moderne Muslime,
    die ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander suchen.
    Und das auch aus dem Islam heraus begründen.

    aus: „Die Repressionen werden perfider und brutaler“ – Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer über Christenverfolgung im Islam und die Blauäugigkeit der Kirchen
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung – 01.07.2012
    [Buch: Rita Breuer. Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam. Herder, 12,99 Euro]

  745. 776.

    @Publicola

    Ziemlich rechtspolpulistisch, wenn nicht gar PI

    • 2. Juli 2012 um 21:45 Uhr
    • FreeSpeech
  746. 777.

    @ Bredow

    Demokratie FOLGT aus der Freiheit (Freiheit zu handeln, also nicht behindert zu werden, also negative Freiheit). Demokratie als Mherheit ist keine Demokratie, weil sie die Freiheit nicht berücksichtigt.

    • 2. Juli 2012 um 21:50 Uhr
    • FreeSpeech
  747. 778.

    „Das ist gut gemeint, aber nimmt den Islam nicht ernst … das ist eine Form von Blauäugigkeit, aber auch von Selbstverliebtheit – zu glauben, dass jeder Mensch die Werte teilt …“

    Hervorragende Kritik der Ideologie des Gutmenschentums !

    Es ist gerade eine narzistische Übergriffigkeit, sich den Anderen nicht anders, als sich selbst* vorstellen zu können. Wir tolerieren Die, weil wir wissen, Du bist wie wir …

    *als man sich selbst wähnt, natürlich …

    Hochmütig, eitel, ignorant; – todsündhaft – für sowas wurde man früher verbrannt beim Christentum und jetzt machen das viele zu ihrer ach so mildherzigen Leitkultur.

    http://www.youtube.com/watch?v=CdEGJb5W5ks 2.25-3.00

    • 2. Juli 2012 um 21:52 Uhr
    • Thomas Holm
  748. 779.

    @ Free Speech

    Exakt das war der Kern meines Beitrages. Anders herum kann man bestenfalls eine Diktatur der Mehrheit zustande bekommen.

    • 2. Juli 2012 um 22:01 Uhr
    • Bredow
  749. 780.

    Thomas Holm

    Iyad el-Baghdadi

    Der ist auf vielen Seiten unterwegs, u.a. bei youtube, und mischt wohl seine beruflichen und politischen Ambitionen, habe ich den Eindruck.

    Ich hatte zuerst das hier gefunden, als ich nach dem Ämterverbot für Frauen und Kopten suchte:

    „I’m giving a workshop on negotiation tomorrow in Dubai. Final call if anyone wants to attend.
    Back when I was young, I remember coming home to my mom from Friday prayers after hearing truly misogynistic sermons, blood boiling.
    There was this particular Imam who just had to take a jab at women at every Friday sermon.
    I would watch the faces of men for reaction.
    How would I see the men reacting to his female-bashing sermon? Smirking or laughing. I was horrified. I was maybe 15 or 16 back then.
    Imagine coming back from this very misogynistic sermon to my wonderful, loving, deeply religious mom.
    I would come back home and, both mentally and emotionally, reaffirm my love for my mom and my disdain for that so called „sheikh“.

    When my first company crashed back in 2004, it was three women in my life: my mom, my sister, and my future wife, who held my hand.
    At a time when I was broken, they reminded me of who I am. I still remember them saying that if everyone turns against me, they’re with me.
    My women aren’t weak. They’re not helpless. They are doing the best with what they were given. I go to them for strength and wisdom.
    Looking back at that misogynistic sheikh & the sea of beards in the mosque, do you know what I see? I see children. Yes, children.
    I see 50- and 60- year old emotional children with beards and turbans wearing flowing robes.
    They try to infantilise women but only betray their own emotional and intellectual immaturity.
    And we’re supposed to go to them for wisdom & guidance? No thanks, I was raised by a woman far more wise than you. I’ll go to my women.“
    http://bit.ly/LLnCT5

    Witzigerweise wirkt er dann selbst ein wenig kindlich, oder?

  750. 781.

    @ FS – Ziemlich rechtspopulistisch – LOL

  751. 782.

    Ägypten – 7-Punkte-Medienkritik: der „Journalismus“ von Al Jazeera Arabic –

    1 – Al Jazeera Arabic propagiert ‚around the clock‘ prinzipiell die Moslem Bruderschaft:
    Al Jazeera Arabic… Since the Muslim Brotherhood decided to run a candidate, the channel has spared no effort in promoting the candidate through its various channels. Al Jazeera’s management … launched Al Jazeera Mubasher Misr, a channel dedicated to Egypt 24/7 that … has been dedicating its coverage in favor of the Muslim Brotherhood around the clock …

    2 – Al Jazeera Arabic’s Apotheose [Vergöttlichung] eines islamistischen Präsidenten:
    Why is this romance dangerous? President Morsi has touched many through his requests not to have his photos hang in government institutions and that funds for newspaper advertisements congratulating him be given to charities instead.
    Al Jazeera is compromising the opportunity that Arabs may have today to finally witness a human president instead of the infallible deities that dot the Arab world … Mamdouh Ismail, a Salafist member of the dissolved parliament, has called on Egyptians not to “overly praise the president-elect and transform him into a Pharaoh” … he would do well to direct the same request to Al Jazeera Arabic.

    3 – Al Jazeera Arabic ist Ausdruck, Bestandteil und Instrument der islamistischen Interessen Qatars:
    The alliance between Qatar, the host and backer of Al Jazeera, with Egypt’s Muslim Brotherhood is no secret. The Gulf state hosted Khairet El Shater in March for several days, and the Emir was among the first Arab leaders to congratulate Morsi by telephone. Qatar has also promised $10 billion worth of investments in Egypt, a significant amount that certainly will keep it in the favor of the ever shifting Muslim Brotherhood for the foreseeable future. Additionally, last year, Al Jazeera network appointed a ruling family member to take over from its resigned Muslim Brotherhood ex-boss Wadah Khafar as the channel’s new head, which increased speculation that the channel’s coverage will continue to be in line with the state’s pro-Islamist agenda.

    4 – Al Jazeera Arabic’s antiprofessioneller Parteinahme-Journalismus:
    Al Jazeera Arabic’s pro-Brotherhood methodology is two-pronged.
    First, it predominantly hosts guests that it can be fairly certain would be gentle in their criticism of the Muslim Brotherhood, and
    second, its anchors refrain from asking Muslim Brotherhood members and spokesmen embarrassing questions … this is not the duty of what is supposed to be a neutral news channel …

    5 – Al Jazeera Arabic‘s Mitverantwortung für das Problem Syrien:
    … In Syria, Al Jazeera Arabic’s championing of the Muslim Brotherhood-dominated and highly ineffective opposition Syrian National Council has cost the channel much credibility.
    Al Jazeera Arabic refrains from criticising the group or highlighting its repeated failures.
    It also instructs its reporters to follow a certain narrative, prompting numerous resignations.
    Simultaneously, the channel continues to host clownish supporters of the brutal Al Assad regime in order to give its viewers a certain impression. The Lebanese newspaper Al Akhbar uncovered that the channel’s bias toward the SNC is due to it having assigned the “Syrian desk” to Ahmad al-Abda, who goes by the name Ahmed Ibrahim in order to hide his link to his brother Anas Al Abda, a Muslim Brotherhood member of the SNC …

    6 – Al Jazeera Arabic‘s verantwortungslose Parteinahme für Hamas gegen die PLO:
    … in Palestine, Al Jazeera Arabic scores major coups in uncovering the rampant corruption of the Palestinian Authority but neglects to mention democratic setbacks in the Hamas Muslim Brotherhood-controlled Gaza strip …

    7 – Al Jazeera Arabic’s MB-Journalismus propagiert das geschichtlich überholte politische Diktator-Führer-Bild eines islamistischen Pharao-Gottes:
    What Al Jazeera Arabic viewers end up with is nothing less than blatant propaganda for the Muslim Brotherhood … Al Jazeera Arabic’s bias toward the Muslim Brotherhood is now largely institutionalised, having survived more than one boss.
    It is important to note here that the same narrative does not plague Al Jazeera’s English-language version of the station.
    Al Jazeera Arabic today is actively taking part in reconstructing the image of the Arab “dictator leader” that Arabs have gotten used to since the 1950s, where the media is instructed not to criticise the president or monarch …

    from: „Morsi’s Win is Al Jazeera’s Loss“
    by: Sultan Sooud Al Qassemi
    Al-Monitor – Sunday, Jul 1, 2012
    Sultan Sooud Al Qassemi is a UAE based political commentator. He tweets as @SultanAlQassemi
    http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2012/al-monitor/morsys-win-is-al-jazeeras-loss.html

  752. 783.

    „Marc Steyn on Multiculturalism“ – das gefällt mir!
    Man kann das nur noch so deftig versuchen rüberzubringen, glaube ich.

    „The purpose of your culture is to celebrate multiculture!“ (ca. 8.00)

    Das und vieles anderes beschreibt die ZO-Threads als ob er sie untersucht hätte. Dieses Gebaren war ein Grund, warum ich da lange pausiert habe.
    Geschätzte 90 Prozent der Blogger haben keine Ahnung vom Islam z. B. – außer, daß es „DEN Islam ja nicht gibt“, zeigen aber keinerlei Neigung ihren Horizont auch nur um 1 Grad zu erweitern.
    Ein Standardvorwurf: man gehöre wohl zur „derIslamistunserUnglück“-Fraktion.

    Steyn spricht vom Einfluß der Schulen: ich fürchte, das trifft auch auf Deutschland zu. Ging mir bei diesen Blogerfahrungen häufig durch den Kopf, daß ich da selbst letztlich wohl auch mit „dran gedreht“ habe.
    Überspitzt gesagt, stand der „Kulturrelativismus“ ab den frühen 70er Jahren in den zu der Zeit neu geschriebenen Lehrplänen (jedenfalls in NW und vielen anderen Bundesländern – Bayern ud BW wahrscheinlich weniger) und kam mit vielen jungen Lehrern nicht nur der „neuen“ Fächer wie Sozialkunde und Politik in die Klassenräume marschiert
    Ich will damit nicht in das inzwischen ja recht beliebte 68er-bashing einstimmen, aber heute sehe ich halt manches auch anders.

    PS Die Performance der jungen Dame ist wirklich beeindruckend! :)

  753. 784.

    @ Publicola, FS

    „rechtspopulistisch – LOL“

    So einfach ist das nicht.

    Rechtspopulistisch ist es zu sagen: Die Musels sind doof, sieht man doch …

    Rita Breuer sagt, dass töricht ist, wer sich den Islam nicht anders vorzustellen (ver)mag, als (z.B.) das Christentum. Das ist gerade nicht populistisch, sondern kritisch.

    Differenzen können erheblich sein und meist sind sie das ‚jenseits von gut und böse‘ und wer darauf aufmerksam macht, der sitzt erstmal zwischen allen Stühlen und hat kaum was zu lachen. Der Link unten auch an Sie.

    @ kc

    „ein wenig kindlich..“

    Etwas jungenhaft vielleicht; vielleicht war er ja Hahn im Korb im Dreimädelhaus, aber das sehe ich als keine ernsthafte Schädigung bei ihm an. Ein bischen ‚vorwitzig‘ halt.

    Seine Beobachtung von:

    „50- and 60- year old emotional children with beards and turbans wearing flowing robes (trying) to infantilise women but only betray their own emotional and intellectual immaturity.“

    finde ich recht gelungen.

    Ihren Propheten lassen die Muslime ja auch erst als Junggatten einer verwitweten, älteren Karawanenkauffrau starten, die ihn ermutigt, seinen Anwandlungen nachzuspüren und lassen ihn dann zu einem warlordmäßig tötenden und Don Juan-artig ‚erobernden‘, sowie heuchlerischen Witwentröster mutieren.

    Eine Alte-Knacker-Phantasie mit tückisch harmlosem Start, aber als arabisches Sakralmärchen eben mehr ein Knaller, als z.B. das Nibelungenlied.

    Hier das ganze Drama historisch-kritisch:

    http://www.scribd.com/doc/95295028/Did-Muhammad-Exist-an-Inquiry-Into-Islam-s-Obscure-Origins-Spencer-Robert

    • 2. Juli 2012 um 22:56 Uhr
    • Thomas Holm
  754. 785.

    @ kc

    “DEN Islam ja nicht gibt” gemeint ist ja: irgendeine Variante davon:
    wird schon zu uns passen; DARUM soll es gehen – aber nicht so offen.

    Denn: ‚DEN Islam‘ gibt es tatsächlich nicht so einfach; sonst würden die Muslime sich nicht so beherzt gegenseitig umbringen.

    Die muslimisch bittere Wahrheit ist:

    Der Islam passt nicht zum Islam – und zu einer freien Gesellschaft nur dann eventuell ein wenig, wenn sich die Muslime ganz frisch in einem verschärften Zustand eines nachaltigen Katzenjammers an sich selbst befinden.

    Und hierzu besorgen sie sich gerade dermaßen Anlaß, dass Ihnen gestern schon davon schlecht wurde. Wir sind beim Ersten Prozent, von dem, was da nicht mehr aufzuhalten ist.

    Mark Steyn mit der provokanten Frage:

    What If the West Turned Muslim?

    wobei es hier NUR um den Nihilismus des Multikulturalismus geht
    und noch nicht um Fragen von Trinkwasser und Müllabfuhr !

    Genial, das Beispiel mit New Orleans, finde ich.

    http://www.youtube.com/watch?v=FcpZ467RDVw

    • 2. Juli 2012 um 23:18 Uhr
    • Thomas Holm
  755. 786.

    Ägypten – Der Fuchs von Tahrir erzählt oder die andere Geschichte vom Wahlausgang –

    There is a fox in Tahrir Square … And this is what he says:
    • that 50.7 per cent of Egyptian voters cast their ballot for Mubarak’s former Prime Minister, Ahmed Shafiq, in last month’s elections;
    • that only 49.3 per cent voted for Mohamed Morsi of the Muslim Brotherhood’s Freedom and Justice party;
    • but that the military were so fearful of the hundreds of thousands of Brotherhood supporters who would gather in Tahrir Square they gave the victory to Morsi.

    Now foxes can be deceitful. But this is a well-connected fox and he claims
    • that Morsi actually met four leading members of the Supreme Council of the Armed Forces (Scaf) in Egypt four days before the election results were proclaimed and
    • that he agreed to accept his presidency before the constitutional court rather than the newly dissolved parliament – which is exactly what he did on Saturday.
    • He says there will be another election in a year’s time, although I have my doubts.

    Now behind this piece of Reynard-gossip is a further piece of information … that the Egyptian army’s intelligence service
    • is outraged by the behaviour of some members of the Scaf (in particular, the four who supposedly met Morsi) and
    • wants a mini-revolution to get rid of officers whom it believes to be corrupt.
    • These young soldiers call themselves the New Liberal Officers …
    • Many of the present young intelligence officers were very sympathetic to the Egyptian revolution last year – and
    • several of them were shot dead by government snipers long after Mubarak’s departure during a Tahrir Square demonstration.
    • They admire the current head of military intelligence, soon to retire …
    • the fox … says, for example, that the military intelligence services – like some of the Scaf officers – want a thorough clean out of generals …

    One man who was not present at the Morsi-Scaf meeting, says the fox, is Mohamed el-Baradei, but he may well be asked to be Morsi’s Prime Minister … Baradei’s appointment would help Morsi keep the streets calm and allow Egypt to come up with an economic plan to persuade the International Monetary Fund to loan the country the money it needs to survive.

    There is also talk of great tensions between the military intelligence and the staff of the interior ministry, some of whom are fearful that another mini-revolution will have them in court for committing crimes against Egyptian civilians during the anti-Mubarak revolution.

    There are persistent rumours that the plain-clothes „baltagi“ thugs who were used to beat protesters last year were employed to prevent Christians voting in some Egyptian villages. Interestingly, when Sultan Faruq ran through election irregularities before announcing the presidential winner eight days ago, he said he didn’t know who prevented the village voters getting to the polling station.

    … Egypt is not a country which lends itself to hard facts … But one fact cannot be denied.
    When he wanted to show that he was a revolutionary animal,
    the fox held out his back paw.
    And there was a very severe year-old bullet wound in it.

    The Independent – Monday, 2 July 2012
    http://www.independent.co.uk/news/world/africa/robert-fisk-president-morsi-a-rigged-ballot-and-a-foxs-tale-that-has-all-of-cairo-abuzz-7902952.html

  756. 787.

    Thomas Holm

    Ja, schönes Beispiel.
    Absence makes the heart grow fonder – o.s.ä.

    Mir geht mein Verhältnis zu Fremdheit und Vertrautheit mit meinen „Mitbewohnern“ häufig durch den Kopf, seitdem mir die schnellen und deutlichen Veränderungen bewußt geworden sind.

    Nicht heute, aber dazu will ich noch einmal ausführlicher schreiben.

    Ich bin aufgewachsen als eine (von vielen), die im Ausland ungern mitteilten, daß sie deutsch sind, wenn das nicht offensichtlich oder nicht erforderlich war und mit dem Deutschsein fremdelten – um dann heute festzustellen, daß ich nach einem langen Annäherungsprozeß ans Deutschsein mich nur noch negativ definieren kann: als NICHT-Migrantin, als Deutsche OHNE ausländische Wurzeln (der irische Ur-Ur-Großvater zählt ncht mehr).
    Welche Aussage hat die Bezeichnung „deutsch“, wenn ich mir z.B. die Einbürgerungsszene im Kreuzberger Rathaus in Erinnerung rufe?

    Good night!

  757. 788.

    @ kc

    ‘Islam passt nicht zum Islam’ damit ein grosses Wort nicht undokumentiert im Raume steht:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/1987_Mecca_incident

    “Mecca on 31 July 1987. the death toll from the incident was 402 people: 275 Iranian pilgrims, 85 Saudi police, and 42 pilgrims from other nationalities … In the same year, King Khalid of Saudi Arabia wrote a letter to Saddam Hussein saying “crush these stupid Iranians” as Saddam pushed on with the invasion of Iranian territory”

    1,5 Millionen Tote Muslime damals; danach: Irak pleite, kassiert Kuwait, etc. Ist aber alles der Westen ‘dran schuld und keiner fand das islamophob. Movie anbei.

    http://www.youtube.com/watch?v=R_RQ8iMWVaI&feature=related

    10-13.00 die Iranischen Mullah berennen den Sakralbezirk;
    38.45 Iranische Revolutionsgarden werden genannt

    Die Sprache ist Urdu; ‘Pakistanisch’ d.h. weitgehend die Sprache der Saudischen absoluten Notfall-Security

    Zuvor:

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Besetzung_der_Großen_Moschee_1979 Movie:

    Ka’aba under siege – 1 (1979 Grand Mosque Seizure)

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=R9_vZ1S-TwA

    Nach diesem Schock: Extremistenentsorgung nach Afghanistan …

    Heute gibt es kene Dritte Adresse mehr der man die Extremisten auf den Hals schicken könnte, oder an der sich sich reiben könnten; heute prallen sie direkt aufeinander.

    • 3. Juli 2012 um 00:05 Uhr
    • Thomas Holm
  758. 789.

    Ägypten – Parteienlandschaft – die säkular-liberalen Demokraten beratschlagen über die nun einzuschlagende Politiken –

    … The Free Egyptians Party, one of the largest liberal groups, plans to hold a series of “national reconciliation” discussions with political, cultural and economic figures in order to overcome the rivalries hatched during the election season …

    Members of the Free Egyptians, Democratic Front and Tagammu parties, as well as representatives from the Kefaya political movement,
    held a joint press conference on the eve of the announcement of the presidential election result.

    The conference was held just one day after President-elect Mohamed Morsy, who resigned from the Brotherhood after being elected president, pledged to work with all political groups if he was to become president …

    Free Egyptians Party leader Ahmed Saeed criticized groups that “attack [the Supreme Council of the Armed Forces] one day and make alliances with it the next, when they need it,” clearly referring to the Brotherhood …
    … Bassel Adel, a member of the Free Egyptians Party … “We’re fighting both religious and military fascism — we’re stuck between the lion’s jaws,” Adel said.
    Adel added that the SCAF has a duty to protect the secular nature of the state … as a body charged with administering the country’s affairs …
    He said the Brotherhood represented a threat to civil liberties, could drag the country into a religious war, and posed a risk to economic and civil rights …

    … for Mohamed Naeem, a columnist and a member of the Social Democratic Party’s political bureau, there is no difference between religious and military fascism …
    He said that if the liberals’ excuse for seeking recourse to the military council is minority freedoms, they should look to the Maspero events and “see what happened when a minority tried to express its freedom, and the army crushed them with tanks.” … He added that liberals will only be able to compete if they have a strong social message.
    “They won’t achieve anything if they carry on with this fear of the Brotherhood,” he said.

    http://www.egyptindependent.com/news/brotherhood-dominant-liberals-look-scaf-support-0

  759. 790.

    Ägypten – Parteienlandschaft –
    Former presidential candidate Abdel-Moneim Abul-Fotouh plans to launch a new political party called the ‚Strong Egypt Party,‘ to be announced in the next few days, Abul-Fotouh campaign spokesman Doaa Fattouh told Ahram Online.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContentP/1/46761/Egypt/Expresidency-contender-AbulFotouh-to-launch-Strong.aspx

  760. 791.

    Mittelstandsgewalt statt staatliches Gewaltmonopol; in dem regulativ teilweise wirtschaftsliberalen Utopia Pakistan wollen Bürokraten jetzt auf einmal gegensteuern; gegen Zustände, die sich zu Bedingungen der Möglichkeit zur Auflösung „ihres“ (sic !!) Landes ausgewachsen haben.

    Wohl aus gutem Grund, aber zu spät.

    The dying art of Pakistan’s gun makers*

    *Es handelt sich natürlich um Angehörige der in Pakistan und Afghanistan gleichermassen vertretenen Taliban-Stammpersonalethnie der Paschtunen

    http://www.youtube.com/watch?v=3oKL4GOau5Y&feature=plcp

    @ MM

    sowas, wie in Timbuktu aufzuziehen, hat sich Al Kaida bei denen nie getraut; statt dessen Überkreuzverheiratung, Gastfreundschaft, Heldenvolkschmeichelei, etc. ohne Ende; Schirk, Schrein, bida hin, oder her. Die Kunst besteht in SELEKTIV wohlplacierter Ambiguitätstoleranz; vulgo: teilgemeinde-effektiver Heuchelei.

    Bestens gepflegte Voraussetzungen dafür, Millionen darin enden zu lassen, um nichts weiter, als ihr Leben zu morden. Wer ist wohl dafür verantwortlich*, dass die Welt dazu kein angemesseneres Programm als Hilflosigkeit kennt ?

    *Weder sind es „der Islam“; noch der internationale Waffenhandel …

    Es ist alles noch viel schlimmer; Sie verstehen, was ich meine ?!

    • 3. Juli 2012 um 08:39 Uhr
    • Thomas Holm
  761. 792.

    Another one bites the dust!

    Kürzlich ging’s in der Print-ZEIT und bei ZO mal wieder um’s Kopftuch: „Rabea sucht einen Job“.
    „Rabea“ wurde nach Ansicht der Autorin diskriminiert, weil sie nach Babypause und Konvertierung zur Religion ihres algerischen (?) Mannes das Kopftuch auch in Ausübung ihrer Tätigkeit als Physiotherapeutin tragen wollte und von ihrem vorherigen Arbeitgeber nicht erneut eingestellt wurde.
    Dis Diskussion endet nach 936 Kommentaren, als die Redaktion nach „umfangreicher Tätigkeit“ den Strang schloß.

    Ich las dort und in ein paar anderen Diskussionen mit großem Interesse einige Kommentare eines „@wers glaubt“, weil er zum einen tatsächlich sehr viel über „den Islam“ wußte und sich zum anderen angsichts der ihm begegnenden Unwissenheit im Kombipack mit festgezurrten Überzeugungen überaus geduldig nachhakte.

    Vielleicht ist ihm dann doch mal der Geduldfaden gerissen?
    Jedenfalls schrieb mir eine der im o.gen. Strang ebenso beteiligten Bloggerinnen, daß „@wers glaubt“ gesperrt wurde.
    Schade!

    Ein kleines Beispiel:
    http://bit.ly/LUEMj4

  762. 793.

    Im Westen steht sogar das Geschlecht zu freien Auswahl (eleggibiti):

    Jedenfalls bei der:

    SyrenADelPride ( Napoli Pride Interviews – Sabato, 30 Giugno 2012 )

    http://www.youtube.com/watch?v=y9tVG8ZI7PI 1.45-2.10

    Bei traditionsromantisch verbliebenen Lebenswesein ist dagegen alles insane, unsave und non-consensual:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=xJ2Kp-xT9aI 46.15-47.10

    Schuld seien hier die Briten, wohingegen im blossen Aufkommen an Homosexualität der Unterschied zwischen ‚verschwult‘ und ‚unverschwult‘ nicht zu liegen scheint.

    • 3. Juli 2012 um 09:56 Uhr
    • Thomas Holm
  763. 794.

    @ kc #770

    Danke für den Text von el-Baghdadi.

    Sein twitter-account:
    https://twitter.com/#!/iyad_elbaghdadi

    • 3. Juli 2012 um 09:56 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  764. 795.

    @ FS #777

    Demokratie als Mherheit ist keine Demokratie, weil sie die Freiheit nicht berücksichtigt.

    Das klang im Zusammenhang mit dem Minarett-Verbot bei Ihnen noch ganz anders. Wie schnell sich die Zeiten (und Meinungen) ändern können, nicht wahr?

    @ all: Kann wohl erst wieder heute abend hier rein schauen.

    • 3. Juli 2012 um 10:04 Uhr
    • ParallelkoMMentar
  765. 796.

    Tunesien – Parteienlandschaft – Partei des Béji Caïed Essebsi: ‚Nida Tounès‘ (‚L’Appel de la Tunisie‘, ‚Call for Tunisia‘)

    20-60 Kader und Aktivsten der Partei ‚Al Massar‘ (demokratischer und sozialer Weg), ihrerseits ein zu Beginn diesen Jahres entstandener Zusammenschluss der Parteien ‚Ettajdid‘ (demokratisch-sozialistische Partei, aus der KP Tunesiens entstanden), der ‚Partei der tunesischen Arbeit‘ (PTT, ‚Parti du Travail Tunisien‘) und einiger Unabhängiger aus der früheren Partei ‚demokratischer modernistischer Pol‘ (ex-PDM, ex-‚Pôle démocratique moderniste‘) haben sich der Partei des Béji Caïed Essebsi ‚Nida Tounès‘ (‚L’Appel de la Tunisie‘, ‚Call for Tunisia‘): «Seul Nida Tounès peut faire contrepoids à Ennahdha» (Nur Nida Tounès kann ein Gegengewicht gegen Ennahdha bilden).
    http://www.lapresse.tn/03072012/52152/seul-nida-tounes-peut-faire-contrepoids-a-ennahdha.html

  766. 797.

    … haben sich der Partei des Béji Caïed Essebsi ‘Nida Tounès’ (‘L’Appel de la Tunisie’, ‘Call for Tunisia’) angeschlossen

  767. 798.

    Kann wohl erst wieder heute abend hier rein schauen.

    Wir werden es überleben.

    • 3. Juli 2012 um 10:08 Uhr
    • vader abraham
  768. 799.

    Ägypten – Kritik an MB, Monitoring – „against violence toward women“ –

    Human rights organizations, political parties and public figures on Sunday called on President Mohamed Morsy to take urgent measures against violence toward women, calling on him to safeguard their dignity and the security of the society as a whole …

    The statement said that during demonstrations last Thursday members of the Muslim Brotherhood assaulted activist Samira Ibrahim and pushed her out of Tahrir Square.
    The statement also referred to Islamic preacher Safwat Hegazy’s attack on two female photographers near the stage that was erected for President Mohamed Morsy during last Friday’s demonstration …

    The statement was signed by a number of NGOs, including
    • the Egyptian Feminist Union,
    • the Hisham Mubarak Law Center,
    • the Egyptian Association for Community Participation Enhancement, and
    • the Egyptian Women’s Union.
    Signatories from political parties included
    • the Egyptian Social Democratic Party and
    • the Socialist Popular Alliance Party,
    as well as public figures including
    • law professor Hossam Eissa,
    • political science professor and former MP Amr Hamzawy,
    • actress Basma and
    • actor Khaled al-Sawy.

    http://www.egyptindependent.com/news/morsy-must-act-against-violence-toward-women-say-rights-groups

  769. 800.

    @PK
    Danke ebenso.:)

  770. 801.

    Assad: I wish downed Turkish jet had been Israeli

    Ist DAS nicht symtomatisch für die magisch-geistigen Zustände in der Levante ?

    Alda, wenn Dein Manitu Dir einen ‚reinwürgt, dann musst Du das respektieren; das ist Deine Religion, eyh.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=276106

    Wenn Israel erst so reich wie Saudi-Arabien ist und halb so groß wie die Türkei (wegen der ganzen Araber-Opfer, die sich ihm um Schutzes Willen werden anschließen wollen) dann kann er sich ja seinen Wunsch noch mal überlegen, aber dann wird es wohl kein Syrien mehr geben.

    • 3. Juli 2012 um 10:34 Uhr
    • Thomas Holm
  771. 802.

    Ägypten – Parteienlandschaft – ElBaradei: Constitution Party (Verfassungspartei) –

    Constitution Party founder Mohamed ElBaradei … The newly formed Constitution Party said … that it has received 80,000 signatures for the party, while it only needs 5,000 to be legally recognized.
    … the signatures that it will submit to the Court of Cassation’s Party Affairs Committee will be chosen according to who submitted his or her signature first,
    while also ensuring that all governorates are represented on the signature list according to their relative size and population, as stipulated by the political parties law.
    The Constitution Party said it has delegates in 15 countries and added that Egyptians abroad will play a key role in the party.

    http://www.egyptindependent.com/news/elbaradei-denies-saying-he-wouldn-t-accept-ministry-post

  772. 803.

    Ägypten – [zur polit(olog)ischen, soziologischen, historischen] Einordnung der derzeitigen (fluiden) Staatsform –

    Obwohl Ägypten den ersten zivilen Präsidenten seit der Unabhängigkeit gewählt hat, bleibt dies ein bittersüßer Sieg;
    – zum einen, weil ein öffentliches Misstrauen gegenüber der Muslimbruderschaft vorherrscht,
    – zum anderen und noch wichtiger, weil Morsy’s Präsidentschaft charakteristisch ist für eine neue Generation von Militärputschen.

    SCAF feiert die freien Wahlen,
    – um den Zugriff auf die Macht wieder zu restabilisieren und zu straffen und
    – um gleichzeitig die unversichtbare Finanzierung durch die USA abzusichern.

    Quelle/Grundlage: Studie „Coups and Democracy“, 2012
    http://www.nikolaymarinov.com/wp-content/files/GoemansMarinovCoup.pdf

  773. 804.

    @MM

    „im Zusammenhang mit dem Minarett-Verbot bei Ihnen noch ganz anders. Wie schnell sich die Zeiten (und Meinungen) ändern können, nicht wahr?“

    Die leidige Toleranzfrage, was habe ich mich damit abgequält, aber ich glaube jetzt habe ich die Lösung (für mich, was schwer genug ist):

    Mit DEN Muslimen kann man gut zusammenleben die wissen,
    dass sie EINANDER zur größten Bedrohung werden können !

    Von daher: Minarett; kein Problem, wenn dazu die Replika einer Saudischen Hinrichtungsstätte errichtet würde; meinetwegen als Märtyrergedenkstätte für jeweils einen der zahllosen Abu Ibn Nichtsokrass al-Andalusi – als naturalistisches Wachsfigurenensemble ausgelegt.

    Dass in den Ursprungsgegenden alles in Klump gehauen und geschossen wird, während in Europa frisch und munter neu gebaut wird, könnte den Eindruck einer unauthentischen Schieflage suggerieren; Herrn Dabagh ist zuzustimmen in der Ermahnung, dass selbst Jesus kein Deutscher war.

    Neben öffentlichen Weihnachtskrippen würden sich auch Hexen- und Häretikergedenkstätten gut machen; neben einem Marxdenkmal ein GULag-Mahnstein etc.

    Mit etwas Bereitschaft zur Demut könnten wir alle enorm weiterkommen.

    • 3. Juli 2012 um 11:29 Uhr
    • Thomas Holm
  774. 805.

    Ziemliche Panik bei Manitus Reputationswächtern:

    „Physicists say they have all but proven that the „God particle“ exists.“

    http://www.todayszaman.com/news-285354-us-physicists-say-evidence-of-god-particle-found.html

    • 3. Juli 2012 um 11:42 Uhr
    • Thomas Holm
  775. 806.

    Das wird @Belfrutta87 freuen! :)
    So kann Integration gelingen!

    „Die am 07.04.2003 geborene Antragsstellerin ist muslimischen Glaubens. Sie besucht im laufenden Schuljahr 2011/2012 die 3. Klasse der Grundschule R.
    Mit Schreiben vom 10.10.2011 beantragten die Eltern der Antragstellerin die Befreiung ihrer Tochter vom koedukativen Schwimmunterricht. Nach den Geboten des Islams erreichten Mädchen spätestens mit 9 Mondjahren, was 8,5 Sonnenjahren entspreche, die religiöse Reife. Von diesem Zeitpunkt an seien sie verpflichtet, ihren Körper (bis auf Gesicht und Hände) vor fremden Männern und Jugendlichen zu verhüllen. Ihre Tochter werde zwar weiterhin, allerdings mit einer islamisch geeigneten Kleidung, am Sportunterricht teilnehmen, nicht aber am Schwimmunterricht. …

    Das Grundgesetz – Art. 4 Abs. 1 und 2 sowie Art. 6 Abs. 2 Satz 1 – verleihe ihr einen Befreiungsanspruch.
    (Man beachte die ausdrückliche Wertschätzung des Grundgsetzes seitens der 9mondigen Antragstell