Ein Blog über Religion und Politik

Was der Terroranschlag gegen israelische Urlauber über Iran, Syrien und Hisbollah sagt

Von 20. Juli 2012 um 13:06 Uhr

Sowohl israelische als auch amerikanische Geheimdienstquellen halten die Hisbollah verantwortlich für den Terroranschlag gegen israelische Urlauber in Burgas.

Und in der Verlängerung bedeutet dies, dass hier "der lange Arm Irans" (Netanjahu) zugeschlagen hat.

Zwar liegen Beweise noch nicht vor, und die Identität des Attentäters scheint noch nicht eindeutig geklärt. Aber die Tatsache, dass das Attentat zum 18. Jahrestag der Attacke auf die Jüdische Gemeinde in Buenos Aires (durch iranische Terroristen) geschah, lenkt die Ermittlungen in Richtung Hisbollah/Teheran.

Es wird vermutet, dass der Anschlag eine Racheaktion für die israelischen Erfolge im Kampf gegen das Atomprogramm des Iran darstellt - und seitens der Hisbollah für die Ermordung des Hisbollah-Kommandeurs Imad Mughniyeh 2008 in Damaskus. Teheran war es lange nicht gelungen, für die gezielte Tötung einer Reihe seiner Nuklearforscher Rache zu nehmen. Der israelische Geheimdienst hatte eine ganze Serie von Anschlägen verhindern können. Nun ist man offenbar auf "weiche Ziele" übergegangen, nachdem es nicht möglich war, Israels Repräsentanten direkt zu treffen.

Hisbollah und Teheran sind durch die Eskalation in Syrien und die soeben in Kraft getretenen Ölsanktionen existenziell gefährdet. Anders ist nicht zu erklären, dass der Hisbollah-Führer Nasrallah am Mittwoch eine außergewöhnlich erhellende Solidaritätsadresse an seinen Paten Assad geschickt hat.

Mit dieser Adresse hat er sich nun aber öffentlich auf Gedeih und Verderb an ein todgeweihtes Regime gekettet. Die Hamas hat sich bereits vor Monaten aus Damaskus abgesetzt und kann in Kairo auf neue Sponsoren rechnen (wenn auch nicht mit der gleichen Radikalität gegen Israel).

Hisbollah aber hat wegen ihrer konfessionellen Ausrichtung keine Alternative zu den Alawiten und Schiiten, die nun im innerislamischen Vormachtkampf vor einer entscheidenden Schwächung stehen.

Nasrallah sagte:

In a televised address on Wednesday night, the Hezbollah leader, Hassan Nasrallah, offered eloquent condolences for the deaths of the three high-ranking Syrian officials killed earlier in the day. “These martyr leaders were comrades in arms in the conflict with the Israeli enemy, and we are confident that the Arab Syrian Army, which overcame the unbearable, will be able to persist and crush the hopes of the enemies,” he said.

He credited Mr. Assad and his government with the victory that Hezbollah claimed against Israel in the 2006 war in Lebanon and with saving Gaza during the 2009 Israeli incursion. “The most valuable weapons we had in our possession were from Syria,” he said. “The missiles we used in the second Lebanon war were made in Syria. And it’s not only in Lebanon but in Gaza as well. Where did these missiles come from? The Saudi regime? The Egyptian regime? These missiles are from Syria.”

It was a stunning testament, said Fawaz A. Gerges, director of the Middle East Center at the London School of Economics. “For Hezbollah, it is a point of no return now,” he said. With the speech, “Hezbollah made it very clear that there is an umbilical cord between the Syrian regime and Hezbollah, and this umbilical cord is existential. They are, as he said, comrades in arms.”

Auch der Iran unterstützt weiter Assad, aber die klügeren Leute im System wissen, dass der Preis dafür ist, dass Teheran seine Glaubwürdigkeit auf  der "arabischen Straße" verliert. Kurzzeitig hatte man in Teheran ja versucht, den Arabischen Frühling als Fortsetzung der iranischen Revolution durch die sunnitischen Brüder zu verkaufen. Vorbei:

“We are supporting some uprisings and ignoring others,” said Mashallah Shamsolvaezin, a Middle East analyst based in Tehran. “Arab people do not believe us anymore. We come across as antagonists, following our political agenda.”

Katar und die Saudis investieren auch deshalb so sehr in die syrische Revolte, weil sie damit auf eine Einhegung des iranischen Einflusses in der arabischen Welt hoffen. Der Libanonkrieg und der Gazakrieg, vom Zaun gebrochen von den Teheraner Proxies Hisbollah und Hamas, schienen damals eine Wende zu markieren: Teheran entschied über Krieg und Frieden im Nahen Osten, nicht mehr die klassischen arabischen Patrone der Palästinenser. Nun scheint das Pendel zurück zu schwingen.

Die Gefahr einer sunnitischen Islamisierung Syriens ist nicht von der Hand zu weisen. Aber zugleich scheint sich anzubahnen, dass Iran in den Augen der Araber diskrediert ist, und zugleich mit Iran und Syrien der gemeinsame terroristische Subunternehmer Hisbollah. Und das ist in all dem Horror von Burgas eine gute Nachricht.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ich bezweifele, dass „der Horror von Burgas eine gute Nachricht“ sein kann. Das Töten von unschuldigen Menschen, egal welche Glaubensgemeinschaft heißt Terror. Und Terror kann nicht eine Nachricht sein.
    Die Analiyse von Hr. Lau, ausser me letzten Satz, scheint korrekt zu sein. Als Ergänzung: die Schiiten/Allawitten scheinen nicht aufzugeben. Das könnte bedeuten, dass nach einem „arabischen Frühling“, werden wir ein „muslimischen Herbst“ erleben, wo die Schiiten und die Sunniten gegenseitig sich umbringen werden. Und die Grossmächte USA/Russland sind die Strippenzieher.

    • 20. Juli 2012 um 13:27 Uhr
    • sanicklaus
  2. 2.

    @ sanicklaus: Terrorismus ist zuallererst eine Form der politischen Kommunikation. Das festzustellen ist keine Relativierung oder Verharmlosung. Natürlich ist die Nachricht, die ich da extrahiere, eben nicht die, die von den Terroristen gesendet werden sollte. So kann es eben mit allen Formen der Kommunikation gehen, dass beim Empfänger anderes ankommt, als der Sender wünscht.

    • 20. Juli 2012 um 13:44 Uhr
    • Jörg Lau
  3. 3.

    Shalom !

    Auch wenn Ha Shatan die Gedanken der Menschenkinder zu Gewalttaten
    aufwiegelt, so höret wie das 6. Gebot lautet :

    ! ! ! DU SOLLST NICHT TÖTEN ! ! !

    Ist das so schwer zu verstehen ?

    Gustav Eggerking

    • 20. Juli 2012 um 13:47 Uhr
    • Gustav Eggerking
  4. 4.

    Endlich wieder ein wichtiges Thema!

    • 20. Juli 2012 um 14:03 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 20. Juli 2012 um 14:13 Uhr
    • MRX
  5. 6.

    @ HJS

    Er hat bei dem Thema halt abgewartet, bis TH sich in den Urlaub verabschiedet.

    • 20. Juli 2012 um 14:16 Uhr
    • MRX
  6. 7.

    Aha – die Terroranschläge sind also Rache für die „Erfolge“ gegen das iranische Atomprogramm. Und was sind die „Erfolge“? Die „gezielte Tötung“ von iranischen Nuklearwissenschaftlern. Zivilisten also. Die werden gezielt getötet, in einem fremden Land, ohne Gerichtsurteil. Und das sind dann keine Terroranschläge? Tut mir leid Herr Lau, aber die Sprache derer Sie sich hier befleißigen finde ich erschütternd.

    • 20. Juli 2012 um 14:46 Uhr
    • Nulty
  7. 8.

    @ Nulty: Wenn Sie sich sprachkritisch betätigen wollen, hier interessantes Material: http://blog.zeit.de/joerglau/2008/07/09/was-ahmadinedschad-wirklich-uber-israel-gesagt-hat_1263

    • 20. Juli 2012 um 15:20 Uhr
    • Jörg Lau
  8. 9.

    Ja, auch der Lau war mal heiß.

    • 20. Juli 2012 um 15:27 Uhr
    • MRX
  9. 10.

    Herr Lau, ich wußte das ein Konter in der Art kommen würde. Ich rede keinem Ahmadinedschad das Wort. Ich bin auch gegen iranische Atombombenprogramme und für das Existenzrecht Israels. Über Bombenattentate auf Urlauber brauchen wir glaube ich nicht diskutieren. Ich glaube nur, dass diese Praxis der „gezielten Tötung“ von (in dem Fall) Wissenschaftlern höchst illegal ist. Für mich ist das Mord. Und ich finde darüber hinaus, dass noch mal ein Unterschied ist, ob man Stellung bezieht für Israel oder ob man dafür auch noch die Propagandasprache von militärischen Hardlinern übernimmt. Und letzteres tun sie hier in meinen Augen.

    • 20. Juli 2012 um 15:34 Uhr
    • Nulty
  10. 11.

    (ich sehe grade mein letzter Beitrag bietet jede Menge Anlass sich orthographiekritisch mit ihm auseinanderzusetzen – peinlich 😉 )

    • 20. Juli 2012 um 15:39 Uhr
    • Nulty
  11. 12.

    @ HJS – Er hat bei dem Thema halt abgewartet, bis TH sich in den Urlaub verabschiedet.
    LOLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL!!!!!!!!!!!!

  12. 13.

    Bulut, Ihren Sch… will hier niemand lesem.

    • 20. Juli 2012 um 16:21 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  13. 14.

    @ Horst

    Wenn Sie den Sexualprotz mimen sind Sie wenigstens unfreiwillig komisch.

    • 20. Juli 2012 um 16:28 Uhr
    • MRX
  14. 16.

    – Ägypten – ‚Surprise-TV‘ –
    In an age of new freedoms in the post-Hosni Mubarak Egypt, niqab-wearing women long oppressed socially and politically are hoping for a new place in society.
    http://213.158.162.45/~egyptian/index.php?action=news&id=26928&title=Egypt%20TV%20channel%20gives%20veiled%20women%20a%20face

  15. 17.

    @ Nulty #10

    So sehr wir das bedauern mögen: Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Weltgeschichte besteht nun mal aus Mord und Totschlag. Sind Sie der Ansicht, daß sich das in Zukunft irgendwie auf andere Art regeln lassen wird?

    • 20. Juli 2012 um 16:32 Uhr
    • Bredow
  16. 18.

    @ Publicola

    Das ist die ägyptische Zivilgesellschaft. Kann man nix machen.

    • 20. Juli 2012 um 16:35 Uhr
    • Bredow
  17. 19.

    ich sehe grade mein letzter Beitrag bietet jede Menge Anlass sich orthographiekritisch mit ihm auseinanderzusetzen – peinlich

    Absolut nicht.Hier gibts nur einen Oberlehrer, und der ist gerade nicht da. Inhaltlich siehts aber anders aus. Ich betrachte den „Krieg im Dunkeln“ als eine legitime Botschaft an den Feind, ein Zeichen der Entschlossenheit. Es kann hinterher keiner behaupten, er hätte mit einem heißen Krieg nicht rechnen können.

    • 20. Juli 2012 um 16:37 Uhr
    • esprit de canaque
  18. 20.

    @ MRX: Mensch, Riexinger, den kannte ich noch nicht.

    • 20. Juli 2012 um 16:53 Uhr
    • Jörg Lau
  19. 21.

    @ Nulty: Ja, natürlich ist das politischer Mord, wenn Sie so wollen. Trockener beschrieben, werden so die Kosten des Nuklearwaffenprogramms erhöht.
    Ich fände es zu begrüßen, wenn es so zu stoppen wäre und ein großer Krieg vermieden werden könnte. Ich sehe die israelische Entschlossenheit als Komplementärstrategie zu der „ausgestreckten Hand“ des Westens und den Sanktionen. Ob’s hilft? Weiß ich nicht.

    • 20. Juli 2012 um 16:58 Uhr
    • Jörg Lau
  20. 22.

    hat diesen schwachsinnigen artikel israel veröffentlicht ? der mossad selbst sind die wahren terroristen. der artikel ist pro israelische propaganda sonst nix .und enspricht nicht der realität!!!!

    • 20. Juli 2012 um 17:21 Uhr
    • jcc
  21. 23.

    Hab ja leider Buluts ersten Kommentar verpasst, Herr Lau gönnt einem auch keine Freude, aber jcc Kommentar ist ein bisschen Entschädigung, steckt ja vermutlich auch Bulut dahinter.

    Die islamische Regierung des Irans hat es nicht leicht diese Tage, das Pokerblatt wird immer schlechter, der Chipvorrat immer kleiner und Ässer haben sie auch keine mehr im Ärmel. Und bei den Sunniten paart sich ihre falsches Spiel auch noch mit Glück aktuell. Sunnitischer Frühlung und so.
    Hinzukommt, dass die Iran, aber auch die Araber, vermutlich kontinuierlich ihrer größten Waffe beraubt werden. Das Öl, bzw der Ölpreis! Speziell die Abhängigkeit der USA wird zurückgehen, dank neuer riesiger Gasvorkommen im eigenen Land. Öl ist zwar nicht komplett ersetzbar, aber man kann recht problemlos vieles auf Gas umstellen. Dank erneuerbarer Energien wird auch Europas Abhängigkeit weiter zurückgehen. Wenn man die Ölwaffe eingesetzt hat, dann ja gegen den Westen. Alles keine guten Entwicklungen, gerade für die islamische Regierung des Iran. Außer der Atombombe haben Sie nicht mehr viel in der Hand.

    Wer ein wenig in den shiitischen Islam, samt iranischer Gesellschaft blicken will, dem sei diese Reportage empfohlen: http://www.youtube.com/watch?v=mo8mNqIiJYg

    • 20. Juli 2012 um 17:57 Uhr
    • Bellfruta87
  22. 24.

    @Bredow
    Nein, ich sehe nichts was mir Anlas geben könnte zu glauben, dass das irgendwann aufhört.

    Und @ Jörg Lau
    Warum schreiben Sie dann „gezielte Tötung“, wenn Sie es selber für „politischen Mord“ halten? So wie es jetzt in dem Artikel steht, könnte man der Vermutung meines Vorredners jcc ja glatt in Teilen zustimmen, eben weil Sie sich der Sprache der Propaganda bedienen.
    Und überhaupt – der aus politischen Motiven ermordete Wissenschaftler als Kostenfaktor im iranischen Atomprogramm – wir sind wirklich das „christliche“ Abendland, nicht wahr?

    • 20. Juli 2012 um 18:00 Uhr
    • Nulty
  23. 26.

    – Tunesien –
    ‚Tunisia Live‘-Team: http://www.tunisia-live.net/wp-content/uploads/2012/07/TL-Team.jpg

  24. 27.

    @ Früchtchen

    „aber jcc Kommentar ist ein bisschen Entschädigung, steckt ja vermutlich auch Bulut dahinter“

    eher die iranische Botschaft.

    • 20. Juli 2012 um 18:19 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  25. 28.

    „Dank erneuerbarer Energien wird auch Europas Abhängigkeit weiter zurückgehen“

    nicht in den nächsten 20 Jahren. Für die Grundlast werden derzeit Atom- und Kohle- durch Öl- und Gaskraftwerke ersetzt.

    • 20. Juli 2012 um 18:21 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  26. 29.

    – Syrien – warum bis zum bitteren Ende gekämpft werden wird:

    … Michael Young, a columnist with Beirut’s Daily Star newspaper … He agreed there was no realistic prospect that President Assad would flee Damascus – pointing out that
    if this were to happen „everything would crumble“.
    Assad’s senior military commanders would also stop him from going: „I don’t think anyone could allow Assad to leave.
    It would be a sign that the end is coming.“

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jul/20/syria-crisis-rebels-seize-borders-live

  27. 30.

    Die Behauptung, der Iran stehe hinter dem Anschlag, ist bisher nichts weiter als das: eine unbewiesenen Behauptung. Dass der israelische Ministerpräsident unmittelbar nach dem Anschlag, von dessen Vorbereitung man nichts mitbekam und von dem man überrascht worden ist, sofort den Verantwortlichen kennen will, macht diese Behauptung nicht gerade glaubwürdiger.

    Der Iran hat im Moment sicher andere Sorgen, als einen israelischen Erstschlag zu provozieren: In Syrien und damit auch im streitet man mit der anderen Lokalen Großmacht Türkei um die Vormachtstellung wobei der eigenen Verbündete Assad immer mehr ins Wanken gerät und im eigenen Land wird es immer schwieriger, das Atomprogramm vorsichtig weiterzuführen, ohne einen Militärschlag der USA oder weiter verschärfte Sanktionen zu riskieren. Bisher hat sich der Iran hier sehr rational verhalten. Die iranische Politik war ganz auf darauf aus, den Fortbestand des eigenen Systems zu sichern, und man hat im Ausland lediglich da, wo schon ein Konflikt im Gang war, versucht, den eigenen Einfluss zu vergrößern, so im Irak.

    Es sieht vielmehr so aus, als wolle die Regierung in Israel sich zumindest die Möglichkeit erhalten, mit einem neuen Kriegsgrund doch noch vor den Wahlen in den USA und während der Regierungszeit von Ahmedinedjad den Iran anzugreifen, oder zumindest die Hizbollah im Libanon oder wieder einmal den verelendeten und wehrlosen Gazastreifen.

    Ich glaube aber nicht, dass ein Schwinden des iranischen Einflusses in der Region an der Haltung der arabischen Nachbarstaaten gegenüber Israel viel ändert. Solange die brutale Unterdrückung der Palästinenser und die aktive Enteignungs- und Vertreibungspolitik und die ethnishen Säuberungen in der Westbank andauerrn oder noch verschärft werden, wird jede demokratisch legitimierte Regierung in einem arabischen Nachbarland Israel feindlich gegenüberstehen, egal ob sunnitisch oder schiitisch. Proisraelisch sind dann höchstens noch Diktatoren wie Mubarak.

    • 20. Juli 2012 um 20:07 Uhr
    • oswaldi
  28. 31.

    vielleicht sollte jetzt die bombe fallen. dann ist winter.

    • 20. Juli 2012 um 20:59 Uhr
    • herr mabuse
  29. 32.

    Bei der ganzen Aufregung um den Iran wird Sie(die süße und überaus niedliche Gasprinzessin) völlig vergessen.
    http://en.for-ua.com/news/2012/07/20/133006.html

    Völlig Zu Recht weist das Gesundheitsministierurum deshalb daraufhin, dass der Behandlung schon viel zu lange dauert und das ungewöhnlich ist.

    • 20. Juli 2012 um 21:37 Uhr
    • Ferengi
  30. 34.

    – Tunesien – in Tunesien ‚hat man‘ durchaus ‚den Schuss gehört‘ –

    Ein wichtiges Treffen fand am Donnerstag, den 19 Juli, statt zwischen
    Beji Caid Essebsi, den Vorsitzenden der Partei „Nidaa Tunes“ (Call for Tunisia Party),
    Ahmed Ibrahim, den Vorsitzenden des „Demokratischen und Sozialen Wegs“ (Al Massar) und
    dem Vorsitzenden des politischen Hohen Komitees der „Republikanischen Partei“, Ahmed Najib Chebbi.

    Dieses erste Treffen zwischen den drei Persönlichkeiten bot ihnen eine Gelegenheit, sich über eine künftige wahrscheinliche Koalition zu verständigen, die die zentristische Front verstärken wird.

    Diese drei Parteien, die zur selben zentristischen demokratischen und sozialen Familie gehören, sind – so Ahmed Najib Chebbi – dabei, eine Allianz zu unterzeichnen, deren Ziel die nächste Wahl ist.
    http://www.espacemanager.com/politique/tunisie-lalliance-des-sociaux-democrates-se-met-en-marche.html

  31. 35.

    @7 Nulty:

    Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wer die Vernichtung eines anderen Staates zum Staatsziel erklaert, kann nicht damit rechnen, dass besagter Staat der Entwicklung einer Waffe tatenlos zusieht, die diese Vernichtung ermöglicht. Ja, der Tod iranischer Nuklearwissenschaftler ist ein Erfolg. Und nein, es handelt sich nicht um Zivilisten!

    Gruß,
    Thorsten Haupts

    • 21. Juli 2012 um 01:05 Uhr
    • ThorHa
  32. 36.

    Ja, Herr Haupts, ich bin nicht Ihrer Meinung, aber das war ja auch gar nicht so sehr mein Punkt. Man kann ja auf dem Standpunkt stehen, dass politischer Mord legitim ist, aber dann soll man ihn auch so nennen. Der Hobel ist ein Hobel, kein Holzstreichler, nicht wahr? Wenn man schon so eine „harte“ „realistische“ Sicht auf die Welt pflegt, wozu dann Euphemismen wie „gezielte Tötung“? Ich persönlich weiß halt nicht was man den skrupellosen Verbrechern, die diesen Bus mit Zivilisten hochgejagt haben, ernsthaft entgegenhalten will, wenn man selber genauso skrupel- und gewissenlos agiert. Aber das ist Ihnen sicher zu gutmenschlich pazifistisch…
    Sei’s drum!
    MfG
    Olaf Mertens

    • 21. Juli 2012 um 02:40 Uhr
    • Nulty
  33. 37.

    @Nulty

    „Ich persönlich weiß halt nicht was man den skrupellosen Verbrechern, die diesen Bus mit Zivilisten hochgejagt haben, ernsthaft entgegenhalten will,“

    Vielleicht, dass in dem einen Fall unbeteiligte Touristen betroffen waren, die nicht mehr verbrochen haben als einen ruhigen Urlaub verbringen zu wollen und in dem anderen Fall Wissenschaftler betroffen sind, die eimem islamistischen Regime die größte Massenvernichtungswaffe in die Hand geben wollen, welche die Menschheit bislang hervorgebracht hat.
    Aber als Gutmensch sieht man solche Unterschiede vermutlich nicht.

    • 21. Juli 2012 um 08:33 Uhr
    • Bellfruta87
  34. 38.

    @ oswaldi

    „Dass der israelische Ministerpräsident unmittelbar nach dem Anschlag, von dessen Vorbereitung man nichts mitbekam und von dem man überrascht worden ist, sofort den Verantwortlichen kennen will, macht diese Behauptung nicht gerade glaubwürdiger.“

    Doch. Der Mossad ist in der Regel bestens informiert.

    „Die iranische Politik war ganz auf darauf aus, den Fortbestand des eigenen Systems zu sichern.“

    Sie sollten sich mal mit den Reden Ahmadinejads befassen, dann würden Sie nicht solchen Unsinn behaupten.

    • 21. Juli 2012 um 08:55 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  35. 39.

    Kasan – Dschadidismus –

    Die Mordanschläge auf hohe islamische Gelehrte in Kasan an der Wolga, der Hauptstadt Tatarstans, machen erschrecken.
    Beide Opfer galten als Vertreter eines traditionellen, gegenüber säkularen Tendenzen sogar offenen Islams, wie er schon seit langem den Muslimen dieser Republik entspricht …

    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war es gerade Kasan, dessen Universität zum Ausgangspunkt für eine kulturelle Erneuerung der Tataren wurde …
    tatarische Gelehrte begannen dort, sich der modernen Zeit und Welt zu öffnen.

    Kasan wurde eins der wichtigsten Zentren des sogenannten Dschadidismus.
    Die religiöse und kulturelle Erneuerungsbewegung, benannt nach „dschadid“, dem arabischen Wort für „neu“, ging von Tataren der Krim und der Wolgaregion aus,
    die sich zuvor mit der russischen Kultur und Literatur vertraut gemacht hatten. …

    Vor allem Gaspirali, der auch als Lehrer wirkte, kann als
    Vorreiter eines erneuerten, doch weltlich ausgerichteten Islams gelten,
    der für die gesamte Bewegung des Dschadidismus kennzeichnend war.

    In seinen zahlreichen Werken in russischer und türkischer Sprache (das Krimtatarische kann von jedem Türken verstanden werden) war er
    für eine Verweltlichung und Modernisierung des Islams,
    für eine Reform der türkischen Sprache und
    für eine Hinwendung der islamischen Welt zur modernen Wissenschaft.

    Wichtigstes publizistisches Organ dafür war die Zeitschrift „Tercüman“ („Der Dolmetscher“), die auch in Kasan eifrig gelesen wurde, ebenso in Moskau, auf der Krim, und im Osmanischen Reich, mit dessen Intellektuellen Gaspirali engen Kontakt hielt.
    Der Krim-Tatar machte kein Hehl daraus, dass die Überwältigung durch die Russen, die er als Patriot beklagte, andererseits geeignet war, den Tataren zu einer zeitgemäßen Bildung zu verhelfen und mit deren Hilfe die eigene Religion und Kultur zu beleben.
    Der Dschadidismus wurde so populär, dass er auch im Osmanischen Reich unter Reformisten auf fruchtbaren Boden fiel …

    In Kasan selbst setzte sich jedoch der moderatere Geist jener tatarischen Gelehrten durch, die an der Universität für den Modernismus und eine Renaissance der tatarischen Sprache und Kultur eintraten und in diesem Sinne forschten.
    In Tatarstan haben Russen und Tataren seit der Wende zusammengelebt …

    Aus: „Die Gelehrten von Kasan – Die Tataren an der Wolga öffneten sich schon früh der Moderne“
    Von Wolfgang Günter Lerch
    FAZ – 21.07.2012

  36. 40.

    Weder die Hisbollah noch Iran haben haben jemals auslaendische Staatsbuerger gezielt getoetet. Ich kann mich an keinen Fall erinnern.
    Nicht fuer jeden Terror und Mord sind die Hisbollah und Iran verantwortlich. Wahrscheinlich will man wieder Iran durch US-Gerichte wieder zu Bezahlungen und Wiedergutmachung verpflichten. Iran hat ja noch genug eingefrorene Guthaben in USA.

    • 21. Juli 2012 um 10:29 Uhr
    • Avicina
  37. 41.

    @ av

    Buenos Aires. Übrigens auch am 18.7.

    • 21. Juli 2012 um 10:33 Uhr
    • MRX
  38. 42.

    @36 Mertens – politischer Mord:
    Auch im deutschen Gesetzbuch erfordert eine Tötung niedere Motive, soll der Täter wegen Mordes verurteilt werden. Politischer Mord beinhaltet bereits eine Wertung. Der Vergleich mit dem Anschlag auf den Touristenbus allerdings ist nicht einmal gute Propaganda. Mir war bisher unbekannt, dass die Touristen aktiv ein Programm vorantrieben, einer Diktatur Massenvernichtungswaffen zu beschaffen.
    Gruß,
    Thorsten Haupts

    • 21. Juli 2012 um 11:13 Uhr
    • ThorHa
  39. 43.

    Herr Sauer,

    Wenn der Mossad von dem Anschlagziel gewusst hat, den Anschlag aber nicht verhinderte, wirft das ein sehr trauriges Bild auf beide Seiten. Viele junge Israelis, Araber und Perser wollen diesen Krieg nicht, aber alte Betonköpfe wollen etwas verteidigen, was es gar nicht mehr gibt.

    • 21. Juli 2012 um 11:44 Uhr
    • Awa
  40. 44.

    Ich behaupte ja nicht, dass der Mossad von dem bestehenden Anschlag gewusst hat, wohl aber, dass er den Täter und dessen Verbindungen kannte.

    Und ich gehe davon aus, dass auch die israelische Regierung keinen Krieg mit Iran will. Sonst hätte sie nicht öffentlich mit Militärschlägen gedroht.

    • 21. Juli 2012 um 11:58 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  41. 45.

    @ Thorsten Haupts und Bellfrutta
    Lassen wir es gut sein, ich schätze wir kommen da nicht zusammen.
    Ich wünsche ein schönes Wochenende allerseits!

    • 21. Juli 2012 um 13:00 Uhr
    • Nulty
  42. 46.

    Wo ist eigentlich mein lieber Lügen-Thommy abgeblieben?
    Ich wollte Ihm nur davon in Kenntnis setzen, dass ich zu keinem Zeitpunkt in Russland war und demzufolge auch nicht beim Bau der Eisenbahnstrecke mitgeholfen habe(bezog sich auf einen älteren Beitrag, nicht in diesem hier).

    • 21. Juli 2012 um 15:41 Uhr
    • Da, Niet, Horosho
  43. 47.

    … und ich war die ganze Zeit – offenbar irrigerweise – der festen Überzeugung, dass Sie daran beteiligt gewesen wärem: http://www.youtube.com/watch?v=KsXAZfO5e6k

  44. 48.

    – Syrien –

    Two Syrian brigadier-generals fled to Turkey overnight, part of a group of about 10 people that included colonels and other military officers, a Turkish official told Reuters on Saturday.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/2/8/48325/World/Region/Two-more-Syrian-generals-flee-to-Turkey,-official-.aspx

  45. 49.

    PS – Syrien –
    In a further sign of rapid regime erosion, four more Syrian army brigadiers were said to have crossed into Turkey, bringing the number of senior military defectors there to around 100.
    Another brigadier, Adelnasser Ferzat, defected to FSA fighters in Aleppo, it was claimed. In a video address in fluent Russian, he urged Moscow to dump Assad and back „freedom“ and the rebels‘ side.

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/jul/21/syrians-flee-fierce-fighting-aleppo

  46. 51.

    20:20 The director of the intelligence forces in Aleppo, Brigadier General Mohammad Mofleh, defected on Saturday and fled to Turkey, Al-Jazeera television reported.

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=253828

    • 21. Juli 2012 um 20:19 Uhr
    • MRX
  47. 52.

    Islam / Verschleierung

    Al-Azhar University has awarded Sheikh Mustafa Mohammad Raashed a doctorate in Shariah and law with honors.
    His thesis discussed the hijab (veil) within Islamic jurisprudence.
    He asserted that
    the hijab “is not an Islamic obligation.“

    In his dissertation, Raashed said that “the interpretation of verses outside their historical context” has led to widespread confusion and misconceptions about the head scarf,
    which he claims “in the Quran is not even mentioned once.”…

    … Al-Azhar asserted its position on the discussion, and
    put an end to the ongoing debate over
    whether wearing the hijab is a tradition or a religious obligation.
    The university unequivocally declared that
    Islam does not impose the hijab as an obligation.

    http://www.al-monitor.com/pulse/culture/2012/07/al-azhar-islam-did-not-impose-th.html

  48. 53.

    @ P

    Passt das nicht eher in den Pimmel-Thread?

    • 22. Juli 2012 um 08:15 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  49. 54.

    @ HJS – „Pimmel-Thread“: … LOLLL !- … stimmt eigentlich – Danke! – werde den Beitrag dort jetzt auch/nochmal posten

  50. 55.
  51. 56.

    „the hijab “is not an Islamic obligation.” … in the Quran is not even mentioned once.“

    Krieg ich jetzt auch ein Doktortitel? Hab ja im anderen Thread in einem Kommentar zum Kopftuch ziemlich genau das gesagt.

    • 22. Juli 2012 um 09:12 Uhr
    • Bellfruta87
  52. 57.

    @ Bellfruta87 – Ich vermute, Sie sind jetzt verdientermaßen aussichtsreicher Kandidat für die nächste Verleihung und Überstülpung des Pastafari-Nudelsieb ehrenhalber.
    http://images05.oe24.at/nudelsieb.jpg/consoleMadonnaNoStretch2/34.086.786

  53. 58.

    OT Zeitonline

    Die islamophielste Zeitung Deutschlands betreibt heute wieder ordentlich Islambeschönigung.
    In dem Artikel von Sead Numanovic http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2012/02/Muslime-Sarajevo wird ein Koranvers mit folgendem Inhalt zitiert:

    „Ich, Gott, habe eine so vielfältige Welt nicht erschaffen, damit die Menschen einander hassen, sondern damit sie die Vielfalt lieben und aus ihr lernen.“

    Obwohl ich glaube ziemlich viel über den Islam und Koran zu wissen, ist mir dieser Vers bislang entgangen. Leider war auch meine Internetrecherche dazu erfolglos. Vielleicht kennt jemand diese Vers und kann mir Sure und Verszahl sagen.
    Ich beführchte, dass es diesen Vers so nicht gibt und dass die Zeit nicht davor zurückschreckt im Sinne der Lobbyarbeit für den Islam neue Verse, die sich nett anhören, zu erfinden.

    • 22. Juli 2012 um 14:41 Uhr
    • Bellfruta87
  54. 59.

    @Bf87
    Das ist wie wohl auch der kürzlich zerpflückte Artikel von M. Lüders wieder ein Beitrag aus dem Heft „Der Islam in Europa“ dessen „Geschichte“ die ZEIT wohl neu zu schreiben gedenkt.

    Alternativ gibt’s viel zu dem Thema zu lesen im Netz, u.a. dieses:
    http://bit.ly/MClRtK

  55. 60.

    @Bf87
    Der FOCUS kann aber mit der ZEITGeschichte mithalten:

    „Ob Dschihad, Märtyrerkult oder Einführung der Scharia: Mit dem frühen Islam haben die Vorstellungen moderner Fundamentalisten oft nur wenig gemein. Ein Großteil ihrer Vorstellungen sind erst in der Neuzeit oder der Gegenwart entstanden – als Reaktion auf die Moderne. Und wenn die Fundamentalisten hoffen, durch Rückkehr zu einer reinen, unveränderlichen Lehre wieder ein islamisches Großreich zu schaffen wie einst unter den Kalifen, beruht auch das auf einem Missverständnis. Bereits in seinen Anfängen befand sich der Islam in ständigem Wandel – die zahlreichen Änderungen und Widersprüche innerhalb des Korans beweisen das. Erst diese Flexibilität sowie seine Toleranz anderen Religionen und Kulturen gegenüber ermöglichten ihm einst seinen Aufstieg und die Blüte in Kunst und Wissenschaft, wie sie aus dem alten Damaskus, Bagdad oder Andalusien überliefert ist….
    http://bit.ly/MTDKxZ

    Ob der den Artikel vor dem Druck nochmal gelesen hat!?
    Die „Widersprüche“ innerhalb des Korans als Qualitätskriterium für seine „Flexibilität“ umzudeuten, das hat doch schon was!

  56. 61.

    “Ich, Gott, habe eine so vielfältige Welt nicht erschaffen, damit die Menschen einander hassen, sondern damit sie die Vielfalt lieben und aus ihr lernen.”

    vermutlich ?:

    Sure 3, 190 ff.
    In der Erschaffung von Himmel und Erde und
    im Aufeinanderfolgen von Tag und Nacht
    liegen Zeichen für diejenigen, die Verstand haben,
    „(Leute) die im Stehen, Sitzen oder Liegen Allahs gedenken und über die Erschaffung von Himmel und Erde nachsinnen (und sagen): „“Herr! Du hast das (alles) nicht umsonst geschaffen. Gepriesen seist du! …

    Sure 30, 22 – Und zu seinen Zeichen gehört
    die Erschaffung von Himmel und Erde und
    die Verschiedenartigkeit eurer Sprachen und Farben.
    Darin liegen Zeichen für die Wissenden.

    http://www.koransuren.de/koran/sure30.html

  57. 62.

    @Publicola

    Weder 3:190 noch 30:22 kommt dem Vers besonders nah.

    Wo sind denn die Moslems wenn man sie braucht. Marin, fse69, HJS, Bulut ihr werdet mir doch bestimmt sagen können in welcher Sure dieser so nett klingende Vers zu finden ist.

    • 22. Juli 2012 um 18:00 Uhr
    • Bellfruta87
  58. 63.

    Mittlerweile hab ich eine Vermutung welcher Vers das sein soll, so abgewandelt hab ich ihn aber noch nicht gesehen. Der Artikelschreiber in Zeitonline hat vermutlich einen eigenen Koran verfasst.

    • 22. Juli 2012 um 18:13 Uhr
    • Bellfruta87
  59. 64.

    @Bf87

    Dieses ZEIT-Geschichtsheft zum „Islam in Europa“ scheint wirklich von besonderer Qualität zu sein!

    Kübra Gümusay, die 22jährige Studentin, die u.a. für „Migazin“ und die „taz“ schreibt, hat dort einen Artikel „Unter dem Walnussbaum“ zum Gedenken ihres Großvaters verfaßt, der wohl ein Kapitel über Atatürk ersetzen soll.
    Heute wurde er bei ZO veröffentlícht.
    Ich bin gespannt, wieviele Abituraufsätze der jungen Dame ZO noch auf der Festplatte hat!
    Vielleicht kommt ja bald dieser verständnisvolle Artikel über Salafisten: „Salafismus als Ausweg“.
    http://bit.ly/MTUdCk

  60. 65.

    @ Malfrutta # 62

    Einmal Moslem, immer Moslem? Dass Sie der Meinung der Islamisten sind, haben Sie ja schon oft dargelegt.

    Nur zur Info: ich bin ex.

    • 22. Juli 2012 um 19:19 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  61. 66.

    Nachtrag:

    Aber wenn man liest, was Leute wie Sie oder die KC-Oma so schreiben, überlegt man, ob man wieder die Seite wechseln soll. Doch dann schreibt ein Eroberer-Sultan Klartext, und man ist doch ganz froh, den Verein hinter sich gelassen zu haben.

    Ich würde mir weniger ideologische Verkrampftheit und mehr Toleranz wünschen, und zwar auf beiden Seiten.

    • 22. Juli 2012 um 19:22 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  62. 67.

    weniger ideologische Verkrampftheit und mehr Toleranz

    – ! ! ! –

  63. 68.

    @ Sauer

    Meinen Respekt für den weisen Entschluss und v.a. das mutige Outing.
    Wenn Sie jetzt noch verstehen würden dass rotzige Bemerkungen gegenüber anderen Foristen kein Argument ersetzen, könnte man Sie fast wieder ernstnehmen.

    • 22. Juli 2012 um 19:39 Uhr
    • Bredow
  64. 69.

    @ MR #5

    Merci!

    • 22. Juli 2012 um 20:00 Uhr
    • Serious Black
  65. 70.

    @HJS

    „weniger ideologische Verkrampftheit und mehr Toleranz“

    Richtig, ich mag nur halt keine Ideologien, die die von Ihnen angesprochenen Seiten schaffen. Ansonsten zurück zu dem Vers:

    „Ich, Gott, habe eine so vielfältige Welt nicht erschaffen, damit die Menschen einander hassen, sondern damit sie die Vielfalt lieben und aus ihr lernen.“

    Ich vermute das soll Ver 13 der Sure 49 sein:

    „O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.“

    Oder hätten Sie eine andere Idee Herr Sauer?

    • 22. Juli 2012 um 20:02 Uhr
    • Bellfruta87
  66. 71.

    Aber Herr Sauer! (O-Ton „Merkel“)

    Das tut mir jetzt auch weh: „die KC-Oma“! :)

    Sagen Sie’s mir einfach, wenn Sie meinetwegen wieder konvertieren wollen!

    • 22. Juli 2012 um 20:55 Uhr
    • MRX
  67. 73.

    Bestattung des chrisltichen syr. Verteidigungsministers in der (mehrheitlich christlichen ?) Stadt Tartus am Mittelmeer:

    http://www.youtube.com/watch?v=YYm6yOzoRow&feature=youtu.be

    • 22. Juli 2012 um 21:32 Uhr
    • MRX
    • 22. Juli 2012 um 23:12 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  68. 75.

    Ups !

    • 22. Juli 2012 um 23:13 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  69. 76.

    @ Brechmittel

    „Oder hätten Sie eine andere Idee Herr Sauer?“

    Was geht mich das an?

    • 23. Juli 2012 um 08:55 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  70. 77.

    OT – Ägypten

    Der neue Präsident begnadigt zum Ramadan 25 Anführer des Islamischen Jihad und der Jama’a al-Islamiya (die u.a. Sadat ermordeten).

    http://www.egyptindependent.com/news/morsy-s-pardon-decree-includes-25-jamaa-al-islamiya-islamic-jihad-leaders

    • 23. Juli 2012 um 09:07 Uhr
    • Serious Black
  71. 78.

    @ SB

    Mal sehen, wie lange das Militär zuschaut.

    • 23. Juli 2012 um 09:13 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 23. Juli 2012 um 10:29 Uhr
    • MRX
  72. 80.

    @HJS

    „Was geht mich das an?“

    Sry, ich dachte sowas wie Hilfsbereitschaft wäre Ihnen ein Begriff. Aber dem ist wohl nicht so.

    • 23. Juli 2012 um 10:30 Uhr
    • Bellfruta87
  73. 81.

    – der brit. Nah-Ost-Blogger BrownMoses kommentiert zu Syrien –

    Clearly Saudi Arabia and Qatar are involved because their primary interest is weakening Iranian power and influence in the region, not out of any concerns about democracy and freedom in Syria.
    I’m sure they’d be happy with anyone taking over in Syria, as long as they are hostile to Iran.

    One concern I have is that with no strong civilian leadership among the various opposition groups we’ll see a situation in post-Assad Syria
    where the various local FSA groups end up running things, and
    there’s a pretty wide range of ideologies among those groups, from more secular groups to Jihadists elements.
    In those areas where two opposing ideologies are close to each other we might even see fighting between those groups to gain control of certain regions.

    There also seems to be a big shift in the Kurdish regions towards opposing Assad,
    there were reports over the weekend that Assad’s forces had abandoned towns to PKK led Kurdish forces,
    rather than letting the FSA capture them,
    so what we might be seeing is
    the start of a new Kurdish uprising against the Syrian government, separate from the FSA,
    which would open a whole new can of worms

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jul/23/syria-damascus-aleppo-battles-live

    • 23. Juli 2012 um 15:23 Uhr
    • MRX
  74. 84.

    „Where are the pyramids?“

  75. 85.

    Ich bin positiv überrascht. Nach den emotionalen Debatten der letzten Wochen hatte man einen solch nüchternen Artikel kaum mehr zu erwarten gewagt. Oder ist Thomas Holm etwa gar nicht im Urlaub, sondern hat im Geheimen einen neuen Job als Ghostwriter für Jörg Lau?

    Aber zugleich scheint sich anzubahnen, dass Iran in den Augen der Araber diskrediert ist

    Hoffen wir, dass mit dem Iran die gesamte Idee eines Gottesstaates diskreditiert ist und nicht bloß die Idee eines schiitischen Gottesstaates.

    • 23. Juli 2012 um 22:05 Uhr
    • Arjen van Zuider
  76. 86.

    @AvZ

    Sie täuschen sich leider. Holm ist im Straflager, und Lau strebt eine Karriere im Religionsministerium an.

    • 23. Juli 2012 um 22:31 Uhr
    • unlimited
  77. 87.

    „im Straflager“ manche Zeitgenossenschaft trägt allerdings Züge eines solchen.

    „hat im Geheimen einen neuen Job als Ghostwriter für Jörg Lau?“

    Und wenn ich mir inhaltlich noch so sehr einen abbrechen würde; vor diesem Stil von weihevoller Bigotterie müßte jeder noch so korrumpierte Wille, das Unsägliche über jeder Kritik erhaben wandeln zu lassen, bereits im Ansatz kapitulieren.

    Man würde – umgekehrt – erschrecken, lange bevor man irgendetwas kapieren könnte – oder noch wahrscheinlicher: ich müßte mich ständig selber löschen.

    “Where are the pyramids?”

    Die sind wieder aufgetaucht, auf den Ausweispapieren von syrischen Terroristen: 0.27

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=kxT1SQ8iYIc&feature=plcp

    Aussagekräftiger und stimmungsvoller ist jedoch dieser Beitrag aus dem Land der verschwindenden Lastwagen:

    Dinsiz Esad Camileri içindeki cemaatle beraber bombalatıyor.

    http://www.youtube.com/watch?v=3_4QRh5dLGs

    Mit einem hier bereits zu Zwecken meiner Vertretung eingestellten Video hat es noch eine weitere pikante Bewandtnis (da hat wahrscheinlich der Antikommunismus blind gemacht, um gleich mal einen linksliberalen Erklärungsansatz auszuprobieren):

    hxxp://www.timesofisrael.com/syrian-rebels-burn-palestinian-flag-thinking-its-iranian/

    Ansonsten rate ich zur freundlichen Beachtung der Lageentwicklung im Irak, sowie zu dieser originellen Selbstempfehlung aus der libanesischen Toleranzbastion in den Landen der Propheten:

    hxxp://www.dailystar.com.lb/Opinion/Commentary/2012/Jul-24/181714-the-lebanese-model-may-work-for-syria.ashx#axzz21UOpf3fD

    Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich erst nach dem Selbstmord der Vernunft.

  78. 88.

    Die wenigen Kommentare in diesem Fred zeigen mal wieder, dass der Massenmord in Syrien dem deutschen Michel am A*** vorbei geht.
    Stattdessen beschäftigt er sich mit Unterleibsproblemen anderer Leute.

    • 24. Juli 2012 um 09:04 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  79. 89.

    @ HJS

    Jein.

    1. Geht es um die Frage, ob jemand einem anderen Unterleibsprobleme zufügen darf.

    2. Anders als im Falle von Syrien liegt dies im Entscheidungsbereich der deutschen Politkasper.

    • 24. Juli 2012 um 09:16 Uhr
    • MRX
  80. 90.

    MJT über Syrien und die Hizb’Allah:

    Hezbollah is the mortal enemy of the Levant’s Sunni Arabs. Syrian activists have been yelling slogans against Iran and burning Hezbollah flags in the streets for a year now. When I spoke to Muslim Brotherhood leaders in Lebanon, I couldn’t quite figure out who they hated more—Israel or Hezbollah.

    […]

    Perhaps the best reason, though, to get rid of Assad while we can is the grim prospect of what will happen if he wins.

    “If the regime survives,” says Tony Badran, a research fellow at the Foundation for Defense of Democracies, “the message in terms of regional power dynamics is stark: Iran and Russia stand by their allies to the end while the US does not. The US will appear to have no understanding of the strategic contest and balance of power, and will be—wittingly or not—shielding its enemies. The fundamental rule of foreign policy is straightforward: you protect and reward your friends, and you punish your enemies.”

    Assad will feel invincible if he wins and that he can act with impunity. He will have plenty of justification. He will have sponsored terrorism throughout the Middle East and gotten away with it. He will have murdered Lebanese citizens and government officials and gotten away with it. He will have killed Iraqi civilians and gotten away with it. He will have killed Israelis and gotten away with it. Most crucial of all, he will have killed Americans and gotten away with it. Whatever feelings of deterrence and restraint he felt when he came to power in 2000 will completely evaporate. If Assad pulls this off, the region will change, and not for the better.

    http://www.worldaffairsjournal.org/article/assad-delenda-est-case-aiding-syria%E2%80%99s-rebels

    • 24. Juli 2012 um 09:47 Uhr
    • Serious Black
  81. 91.

    @ HJS

    Dem dt. Michel inklusive seinen migrantischen Weiterungen.

    Der gezielte Gebrauch der Schlafmütze dürfte bei aller Assimilationsresistenz eine beliebte Ausnahme bilden.

    Wir haben immerhin Ramadan und sind auch schon wieder annähernd bei dreistelligen Opfern täglich im Irak; die Auswirkungen der syrischen Eskalation auf die Türkei sind zunehmend selbsterklärend – oder; man sollte vielleicht doch erwähnen:

    Assad und Barzani haben ausbaldowert, dass ein paar PKK-Kontingente aus dem traditionell bevorzugt bombardierten Kandilgebirge nach Südkurdisten (Nordsyrien) bugsiert wurden, um sich dort – möglicherweise nicht als die Einzigen – am türkischen LKW-Verkehr schadlos halten.

    Die Pistazienversorgung in Deutschland scheint aber davon noch nicht betroffen zu sein.

    PBS läßt sich von Al-Jazeera’s Jane Arraf in Baghdad erklären,
    what the attacks mean for the possible resurgence of al-Qaida.

    http://www.youtube.com/watch?v=vv8JHHTyM9I ab 3.40

    Seit die Amis aus dem Irak weg sind, blicken die dortigen Behörden antiterrormäßig nicht mehr durch und können nur noch sehr breit und flach draufhauen. Weil sie dachten, Al Kaida sei komplett ‚gen Assad gepilgert, fürchten sie nun auf einmal doch wieder deren Rückkehr und machen ihrerseits die Grenze für Flüchtlinge dicht.

    Für alles, was der Islam gerne sein möchte, ist dieser Ramadan das komplette Gegenteil.

  82. 92.

    @ HJS – Die wenigen Kommentare in diesem Fred zeigen mal wieder, dass der Massenmord in Syrien dem deutschen Michel am A*** vorbei geht.

    Der Grund ist eher eine sehr große Verunsicherung und Ratlosigkeit – z.B.
    – man weiß, dass eine Intervention vom UN-Sicherheitsrat veranlasst bzw. genehmigt werden muss;
    – man befürchtet bzw. nimmt an, dass nach einer Intervention die islamistisch-terroristischen Kräfte oder sich bekämpfende Milizen (siehe Afghanistan) erstarken
    – man befürchtet bzw. nimmt an, dass – anders als Libyen – nach einer Intervention mit einem Zerfall des Zentralstaates in Bürgerkriegsparteien und Kleinststaaten erfolgt (siehe z.B. Kurdenproblematik), ähnlich wie oder so wie diese Gefahren in Irak sich manifestierten, gegeben waren (und ja noch immer gegeben sind)

    Das sind vermutlich (die bzw. einige) Gründe, dass sich zum Thema Syrien auf dem JL-Blog i.d.R. eigentlich [Ausnahmen bestätigen diese Regel] nur ein Kommentator (TH) äußert bzw. zu äußern riskiert.

    • 24. Juli 2012 um 11:18 Uhr
    • MRX
  83. 94.

    @ Publicola

    „zu äußern riskiert“ Das haben Sie sehr treffend präzisiert.

    Ich habe am vor einer Woche, 16.Juli gesagt, dass Damaskus eine Falle ist:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-07/syiren-un-erpressung?commentstart=1#cid-2187525

    Ende letzter Woche wurde noch gefragt, ob Assad den Samstag, den 21.7. erleben werde und ich habe daraufhin meine Einschätzung bekräftigt.

    Die Nachrichtenschöpfung unterliegt fatal-primitiven dramaturgischen Übersteigerungsriten, wonach ‚Kämpfe in der Hauptstadt‘ das Ende bedeuten, nachdem zuvor ‚keine Kämpfe in der Hauptstadt‘ bedeutet hatten, dass eigentlich nicht viel los sei.

    Dass sich der syrische Konflikt gerade langsam und gründlich durch die ganze Gesellschaft frisst, um dann mit umso höher lodernden Flammen auf die Region überzugreifen, ist eine vertrackte Besonderheit, die wohl weder an Kriegsakademien noch an Journalistenschulen als eine Konfliktverlaufsmöglichkeit gelehrt wird.

    Statt dessen sollen Kämpfe in der Hauptstadt einfach schon Maos Phase Drei sein …

    Über Ihren Hinweis auf Tatarstan habe ich mich sehr gefreut.

    Wenn all die ‚Magomet Iwanows‘ mit ihren Rotbannerorden-geschmückten Opa-Uniformen von der lautstärkeren Hälfte der halt salafistisch infizierten russländischen Muslimjugend gesagt kriegen, dass sie Ungläubige seien – dann ist es vorbei – mit vielem auf der Landkarte.

    Und alle werden es solange leugnen, bis es nicht mehr aufzuhalten sein wird.

    Ich riskiere es zu sagen, dass man die unumstößlichsten Weisheiten meines Studienfaches komplett wird in die Tonne treten können.

  84. 95.

    @ MRX

    http://www.memritv.org/clip/en/3504.htm ab 4.30 der Krawall

  85. 96.

    @ TH

    Damaskus eine Falle

    Ja und nein. Der Anschlag im Zentrum der Macht hat das Regime getroffen, wenn auch möglicherweise nicht wirklich überrascht.

    Gleichzeitig bot der Anschlag den perfekten Vorwand, um mit voller (noch) konventioneller Härte gegen die Opposition vorzugehen.

    • 24. Juli 2012 um 11:54 Uhr
    • Serious Black
  86. 97.

    Syria fighting edges closer: A mortar shell exploded on the Syrian side of the Israel- Syria border Monday evening.

    The projectile landed within the demilitarized zone’s limits, about 400 meters from the border fence.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4259505,00.html

    • 24. Juli 2012 um 11:57 Uhr
    • Serious Black
  87. 98.

    PS – # 92 – @ HJS – „Die wenigen Kommentare in diesem Fred zeigen mal wieder, dass der Massenmord in Syrien dem deutschen Michel am A*** vorbei geht.“
    Der Grund ist eher eine sehr große Verunsicherung und Ratlosigkeit – z.B.

    … “The United States has a rather checkered history with arming opposition groups — we’re currently fighting one,”
    an administration official said … referring to the arming of Afghan Mujahedeen fighting the Soviet Union in the 1980s.
    “You really have to think hard about the second- or third-order effects of making that decision,” the official said …“there could be a number of extremist elements” in Syria.
    “The agency and others are trying to learn more about them,” the official said.
    “It’s still the case that without actual access to Syria,
    it’s hard to know exactly who they are.”

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/24/228095.html

  88. 99.

    Zum Thema Syrien kann sich eben auch nicht jeder qualifiziert äußern – und wer keine Ahnung hat, der hält wohlweislich die Klappe. Zum Thema Vorhaut/Beschneidung schon, denn 50% der Bevölkerung (und geschätzte 80% der Internetnutzer) haben entweder das eine oder das andere.

    • 24. Juli 2012 um 12:04 Uhr
    • Arjen van Zuider
  89. 100.

    got the 1stpic of the liberated Dîrwana Axay ( دير غصن ), Kurdish flag & independence flag raised! #TwitterKurds #Syria
    https://twitter.com/Avend93/status/226740911445516288/photo/1

    Iyad el-Baghdadi:
    Kurdish activists say that the Kurdish flag is for their identity, and the revolution flag is for their loyalty to #Syria & the revolution.
    twitter.com/iyad_elbaghdadi/status/226820106724970496

    Ein föderales Syrien? „Irgendwann einmal“?

    Flag of Faravahar(!) (Foruhar/Perwer) seen in Amuda, Syria (Rojava/west #Kurdistan) alongside #Kurdish flag – Unconfirmed
    twitter.com/Sarmastian/status/227149939942236160/photo/1

    A Citizen Journalist filming his own death
    Ahmad Hamada, a young Syrian and an iconic Citizen Journalist.
    He devoted himself for his work of video-documenting the brutal and barbaric crackdown of Assad’s militias on the city of Homs.
    This promotional video contains clips that show a mere side of his work.

    youtube.com/watch?v=GyuDV1YOExA

    • 24. Juli 2012 um 12:13 Uhr
    • MM
  90. 101.

    @ SB

    „Ja und nein.“

    Ich habe mich natürlich auch gefragt, ob es nicht vielleicht doch – wirklich überraschend – zu einer Überrumpelung des Regimes kommen könnte.

    Aber negativ; weil: Die Reserven des Regimes sind ungewöhnlich hart und tief.

    Ein paar Millionen Menschen können nicht einfach, wie in Libyen, oder auch im Irak, sagen: Wir wurden gezwungen, wir haben das nicht überblickt, etc. Oder besser gesagt: Ein paar Millionen Menschen bekämen dies von ca. drei bis viermal sovielen Millionen Menschen einfach nicht abgekauft; und das wissen die Minderheiten-Millionen.

    Diese Konstellation ist ein in ihrer Bedeutung kaum bis garnicht durchblickter Zusammenhang. Statt dessen immer wieder das Gerede:

    Nein es ist nicht sectarian … auf gar keinen Fall …

    Am erbittentsten verbitten sich die Assadleute, davon zu SPRECHEN, dass das Regime schwach (geworden) sei. Nicht ganz unrecht haben sie da.

    http://www.joshualandis.com/blog/?p=15475

    der doch nicht in den Urlaub gefahren ist, hat eine Ethnokarte und Argumente angeführt, warum es keine Lösung, ohne die „Bewegung“ von Millionen Menschen durch die Landschaft geben könne, was ich für bitter-plausibel halte.

    „den perfekten Vorwand, um mit voller (noch) konventioneller Härte gegen die Opposition vorzugehen“

    Enthemmung heißt die Ressource, bzw. heißt der Flaschenhals, durch den die Militärressourcen müssen. Erdogans Botschaft an Assad: „Kein Hama“ zu wiederholen, hat das Regime als Hausaufgabe dahingehend verinnerlicht, die Bedingungen für: ich sage: „Viele Hamas'“ sorgsam heranreifen zu lassen:

    Mit PKK vor der türkischen Haustür; „Selbstmordanschlägen“, vielerlei Al Kaida-Allerlei, Chemiewaffen in Rebellenhand, deren Gebrauch diese dem Regime unterschieben würden. Die haben ihre Verschwörungslektionen gelernt.

    @ Publicola

    „Der Grund ist eher eine sehr große Verunsicherung und Ratlosigkeit “

    Alles richtig, was Sie sagen; nur muss man fragen: die Aussicht auf eine kommende Katastrophe hatte in den letzten Jahren keineswegs eine dämpfende Wirkung auf die Kommentierfreude gehabt (Irak – dumme Amis).

    Diese Aussicht wirkt jetzt so depressiv, weil dem Westen die Sache – anders als beim Irak – kaum mehr noch scheinplausibel anzulasten ist.

    Mitgefühl ohne Selbsthassbedienung ist eine publizistische Nullnummer.

    Mit der Bitte um In-Stein-Meißelung dieses Satzes als Zeichen an der Wand für den Zustand des Westens.

  91. 102.

    @ AVZ – Zum Thema Syrien kann sich eben auch nicht jeder qualifiziert äußern – und wer keine Ahnung hat, der hält wohlweislich die Klappe.
    Zum Thema Vorhaut/Beschneidung schon, denn 50% der Bevölkerung (und geschätzte 80% der Internetnutzer) haben entweder das eine oder das andere.

    – herrlich …. LOLLL ! ! ! –

  92. 103.

    @ MRX

    „2. Anders als im Falle von Syrien liegt dies im Entscheidungsbereich der deutschen Politkasper.“

    Die einzige ‚Entscheidung‘, die die dt. Politkasper diesbezüglich treffen und auch durchsetzen können, ist die Legalisierung.
    Bei den derzeitigen Kostellationen kann sich also die ganze Diskussion sparen.

    • 24. Juli 2012 um 12:29 Uhr
    • Bredow
  93. 104.

    man

    • 24. Juli 2012 um 12:30 Uhr
    • Bredow
  94. 105.

    Konstellationen

    • 24. Juli 2012 um 12:31 Uhr
    • Bredow
  95. 106.

    @ MM

    „Ein föderales Syrien? “Irgendwann einmal”?“

    Föderalismus = Balkanisierung

    Aus dem neuen Wörterbuch: Deutsch – BRICS-Sprech

  96. 107.

    @ Th Holm

    Warum „depressiv“ ?
    Man hat halt dazugelernt. Das lässt auf weiteren Erkenntnisgewinn in punkto kulturelles Miteinander hoffen. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

    • 24. Juli 2012 um 12:35 Uhr
    • Bredow
  97. 108.

    @ AvZ

    wer keine Ahnung hat, der hält wohlweislich die Klappe.

    meinen Sie, dass Horst aus Einsicht sein „Die Judn, die Judn“ unterlässt.

    • 24. Juli 2012 um 12:39 Uhr
    • MRX
  98. 109.

    @ Bredow

    „Warum “depressiv” ?
    … dazugelernt. … Erkenntnisgewinn … der erste Schritt zur Besserung.“

    Ich war in den letzten Tagen ca. fünfmal arabisch-pakistanisch-persisch essen und in Internet-Cafes zum kurz mal ‚reinschauen, etc.

    Der Trend geht zum in-fight: ‚Damascus is a Red Line !‘

    @ MRX

    Horst ist auf dem ‚Ass Collector‘ – Trip von

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rocco_Siffredi

    das kann vielleicht sogar vom Antisemitismus eine zeitlang ablenken.

  99. 110.

    @ TH

    Danke für den Artikel von Landis.

    Es läuft mir eiskalt den Rücken runter, wenn ich bedenke, daß ethnische Säuberungen den unblutigsten Ausgang des Bürgerkriegs darstellen könnten.

    • 24. Juli 2012 um 12:48 Uhr
    • Serious Black
  100. 111.

    @88 – HJS – „Die wenigen Kommentare in diesem Fred zeigen mal wieder, dass der Massenmord in Syrien dem deutschen Michel am A*** vorbei geht.“

    Stimmt. Und? Wenn Menschen in anderer Herren Länder gemeinsam beschliessen, sich gegenseitig mehr oder weniger kunstvoll abzuschlachten. UND ich dagegen wenig Sinnvolles unternehmen kann. Dann ist Gleichgültigkeit das einzige, was vor Depressionen schützt. Umso mehr, je unerkennbarer im Konfliktverlauf die Grenzen zwischen „gut“ und „böse“ werden – wie immer in einem asysmmetrischen Konflikt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 12:49 Uhr
    • ThorHa
  101. 112.

    @ TH

    Obwohl er nur in heterosexuellen Pornos auftritt, hat er auch eine nicht geringe schwule Fan-Gemeinde.

    Verstehe.

    • 24. Juli 2012 um 12:51 Uhr
    • MRX
  102. 113.

    @ SB

    „ethnische Säuberungen den unblutigsten Ausgang des Bürgerkriegs darstellen könnten“

    Tabu, Tabu …

    Dieser Punkt trifft auch genau den Kern der Differenz im westlich-moralischem Politikverständnis zu demselben im – Rest de Welt.

    Mit Ausnahme des Dalai Lamas vielleicht – oder zumindest bei dessen
    Auftritten vor pensionierten Oberstudienrätinnen in Wiesbaden, etc.

    Mit dem (hier: exemplarisch) türkischen Geschichtsverständnis gibt es meist nur einen Zusammenstoss bei der Armenierfrage; aber nehmen Sie mal:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Exchange_of_populations_between_Greece_and_Turkey

    „leaders of both Greece and Turkey, as well as some circles in the international community, saw the resulting ethnic homogenization of their respective states as positive and stabilizing since it helped strengthen the nation-state natures of these two states.“

    Die Levantiner-Bosse kennen ihre Papenheimer.

    Den Artikel gibt es natürlich nicht auf deutsch.

    Das Regime verbreitet Siegesmeldungen und tiumphal aufgemacht Leichenfotos:

    „Inflicting heavy losses among terrorists …“

    http://www.sana.sy/eng/337/2012/07/24/432903.htm

    Und prompt verbreiten die Hoffnungsgeblendeten ein schwüles Brießchen.

    hxxp://www.zeit.de/politik/ausland/2012-07/syrien-uebergang-nationalrat/komplettansicht

    So schummelt man sich tapfer über die Runden.

    @ MRX

    „eine nicht geringe schwule Fan-Gemeinde.“

    Die anale Schnittmenge quasi.

  103. 114.

    Überblick über die Ramadan „Sunni offensive against shiites“ im Irak.

    http://www.youtube.com/watch?v=FsM0VdeY70U&feature=plcp

    @ Academia

    „The Politics of Sectarian – Insecurity: Alawite ‘Asabiyya and the
    Rise and Decline of the Asad Dynasty of Syria …

    thesis submitted to the University of Otago in fulfilment of the requirements of the degree of Doctor of Philosophy in Politics
    University of Otago* 2012″

    *“Die University of Otago (Māori: Te Whare Wānanga o Otāgo) ist die älteste Universität Neuseelands und befindet sich in Dunedin, der Hauptstadt der Region Otago. Ihr Wahlspruch: „sapere aude“ ziert das Wappen und Symbol der Universität.“

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/University_of_Otago

    371 Seiten brutto; netto nur 358. Zusammenfassung hat bis heute abend Zeit …

    Bitte mit kurzgefasster und allgemeinverständlicher Begründung, warum Verwechselungsgefahr mit Aleviten ausgeschlossen ist und Auswirkungen auf die Türkei reine Panikmache sind. Im voraus vielen Dank.

    In freudschaflicher Verbundenheit und dringender Sorge,

    Ihr Zentralausschuß für Beruhigungspillendosierung beim Bundesverband der Liberal-pazifistischen Edelfedern.

    hxxp://otago.ourarchive.ac.nz/bitstream/handle/10523/2232/GoldsmithLeonT2012PhD.pdf

  104. 115.

    Für schmerzliche Wahrheitsprobleme hat man mainstream-muslimischerseits durchaus Verbindungen zu Ungläubigen, die in Repressions- und Tyranneifragen als so einigermassen passabel beleumundet gelten können.

    Gott sei Dank gibt es in der betreffenden Generation nicht nur solche zynischen Frustbolzen, wie Peter Scholl-Latour, so eine Art katholischen Nestor-Mega-Horst, der seine Grandseigneur-haft frömmelnde antiwestliche Bigotterie auch durch gelegentliche Aufreiß-Zoten aufzuschrillen versteht.

    http://islam.de/20735

    „Neudeck: … Wut und Angst … Die Angst hindert sie immer noch, offen zu sprechen, weil sie immer noch denken, dass das System ihres Landes auch über die Grenze hinaus gilt. Es ist bekannt geworden, dass Assad eben auch in die Türkei einige seiner Geheimdienstleute – er hat ja eine Armee von 250.000 Geheimdienstleuten -, es sollen auch einige eingeschleust sein in die Türkei. … Aber die Wut ist unglaublich groß … die Wut auf die Unterstützer von Assad, die Wut auf Russland, China, Iran.“

    Diese Wut hat ein Recht auf westliche Solidarität.

    Wenn sie danach ein paar arabische Talibanemirate, phönizische und kurdische Volksrepubliken und Spielcasinoenklaven mit Dauerkleinkriegstreß in alle Richtungen und häßlichen Scharia-Hinrichtungen aufziehen – dann ist das halt deren Sache.

    Die Leute einfach verrecken zu lassen, weil sie sich halt vermutlich nicht ordentlich selbst werden regieren können, ist auch keine so ganz Backlash-freie Option.

    Muslime sterben zu lassen, weil sich ihre Befreitheit von einem Tyrannen allzu häßlich für ein westliches Religionsidylle-Bild ausnehmen könnte, ist ein Gipfelpunkt von Dekadenz, alles in einem Bestreben: ‚bloss nicht den Feinden des Islam‘ zuarbeiten zu wollen.

    Hauptsache das Vorzeichen vom Salafismus bleibt umgekehrt normativ –
    und wird um Himmels Willen nicht autoritativ im sunnitischen Islam.

    Wie sollten wir dann auch jemals einen integrativen Wohlfühl-Religionsunterricht hinkriegen, bei dem auch wirklich kein Schüler befürchten muss, der Staat mißtraue dem Glauben in seiner Familie ?

    Ob Islam irgend etwas anderes, als die eine oder andere Gangster-Asabiyya sein kann, das wird in Damaskus und von Damaskus aus ab jetzt bis zu einem historisch-vorläufigen lehramtlichen Endergebnis in Riyadh und/oder Teheran ausgekegelt.

  105. 116.

    Unwillkürlich fragt man sich: Können die das Ticket zahlen?

    15:27 Greece was preparing to close its embassy in Damascus, the Foreign Ministry said Tuesday, after last week warning about the deteriorating security situation there.

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=253828#ixzz21XvR6tn2

    • 24. Juli 2012 um 15:36 Uhr
    • MRX
  106. 117.

    @ MRX

    „Können die das Ticket zahlen?“

    Bis zum 6.August fliegt Aeroflot noch kommerziell; danach müßten sich Evakuierungsplätze in Militärmaschinen finden lassen, wo man vielleicht auf ‚verarmter Patriot und Internationalist‘ machen kann.

    Jihad-Dementi-twitter von Ramzan Kadyrow persönlich:

    „the leader of Russia’s Chechen republic in his Twitter micro-blog denied … that Chechens were fighting in Syria. …
    video had a comment saying that among the volunteers who were fighting against Bashar Assad were people from … and Chechnya. … under the flag of al-Qaeda. Later the Saudi newspaper al-Sharq referring to the sources in Jordan’s special services reported that the total number of al-Qaeda insurgents who were fighting on the side of the Syrian opposition was not less than 6,000.“

    http://english.ruvr.ru/2012_07_24/No-Chechens-among-soldier-of-fortunes-in-Syria/

    Entweder die Saudis führen das an – oder sie sind als nächste ‚dran.

    Und über den nahen Kaukasus – da kurvt so mancher Jihadistenbus.

    Vielleicht wird das alles deutlicher, wenn ich zur Gedichtsform greife.

  107. 118.

    – Syrien – Gefängnisunruhen in Aleppo –

    … a man claiming to be a prisoner in Aleppo who witnessed the mutiny. He said that up 20 people were killed and that the rebel Free Syrian Army responded to the prisoner’s call for help.
    „People from inside the prison contacted members of the [rebel] Free Syrian Army to try and get some help. The FSA fighters responded to the phone call and surrounded the prison. The FSA fought with the army around the prison and called the general of the prison warning him to stop [the violence …
    The prisoners feel that there is hope and that the FSA will free us.“

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jul/24/syria-crisis-aleppo-clashes-live

  108. 119.

    – Sandmonkey: soziologisch-politische Prognose-Analyse der Morsi-Wahl –

    … The Elite dynamics in Egypt has very little to do in terms of personal achievement or fame …, but more to do with how connected you are with the people in power and the families to which they belong,
    which are some thirty-odd families that have intermingled and inter-married for the past one hundred years.
    Those families have survived with their status intact a revolution and three presidencies, but they have always suspected that this new revolution might be what finally kicks them in.
    The moment Shafiq lost, their last vestige of hope to maintain their status was lost as well … But … What’s so different this time?

    … when a new Elite comes into Power through a revolution,
    the old Elite have one of three options:
    1) leave the Country,
    2) intermarry with the new Elite and assimilate them, or
    3) stay in the country, bid your time with the risk of withering out.

    … on the onset of the 1952 revolution, when the Army Officers became the new Elite. Some fled the country, some sat on the sidelines in bitterness awaiting a comeback that came for some and not for others, while others went ahead and intermarried with them to keep their social status, and assimilated them into their existing social dynamics and thus survived till this day.

    Unfortunately for them, that last option won’t exactly work this time, due to the very special nature of the Muslim Brotherhood and how their social circle operates.
    Unlike the army officers, the MB have two things:
    1) Money and
    2) An already semi-closed existing social structure (with its own culture, schools, social values, dress-code, mannerisms, even wedding style),
    where the leading families are all intermarried.

    For example, our new President’s daughter is married to the son of Ahmed Fahmy, the speaker of the Shura Council,
    who in turn is related by Marriage to Saad El-Katatny, the speaker of the People’s Assembly,
    who in turn is related by Marriage to Khairat El-Shater, the MB’s de-facto leader,
    who is also related by marriage to a number of very powerful figures inside the Brotherhood Supreme Council.

    This semi-tribal structure, which exists all over the MB’s inner social classes, signifies two things:
    1) We have a rising and complete new Aristocracy in town,
    2) Our checks and balances system will not be carried on in public, but rather over familial dinner-table discussions …:
    The revolution that sought to remove Mubarak for desiring to keep power within his family through only his son, has handed over power over the country to a budding aristocracy …

    Hence the level of panic that has pervaded through the old Elite families, and why so many of them are considering leaving the country. They don’t fear that this country will turn islamist, but rather that in the new social order, they don’t have a place anymore. Very few of them would be able to marry into this new elite, and even fewer would want to given the huge chasm in their social values, which unlike the last revolution has little to do with social class and more to do with piety and priorities, which are vastly different than their own … the implications of this new social order are far more reaching than that and it will also affect the revolutionaries.

    Take art and culture for example: … The Muslim Brotherhood may have many virtues, but being fans of cultural diversity was never really one of them … as opposed to the old Elite, who may have had many short-comings and negatives, but they were very proud and supportive of the Egyptian arts and culture scene …

    … many of the old elite, whether pro or anti the revolution … realise and intend to capitalize on the one major difference that differentiates this revolution from the one before.
    Power could be seized through democratic process and
    so they intend to stay and continue to fight this fight.
    There are still new parliamentary elections coming by year’s end, and
    thus a chance for survival, co-existence and offering competing visions over the course this country can take.

    Unlike the past year and a half, one should expect a surge of many of the old elite joining existing or new political parties as members, financiers or even political candidates,
    because they finally realise
    that relying on decades-old connections will no longer cut it, and
    that the only way for them to survive is through participation in the political process …

    http://www.sandmonkey.org/2012/07/18/the-new-elite/

  109. 120.

    @ Publicola
    Auf Memri.tv gibt’s derzeit Mitschnitte einer ägyptischen ‚Verstehen-Sie-Spaß‘-Serie und der Spaß besteht darin die Ausraster zu belachen, die regelmäßig angesagt sind wenn ägyptischen TV-Studiogästen die fingierte Mitteilung gemacht wird, sie befänden sich gerade in einem israelischen TV-Studio.
    Am schlimmsten ist die Einigkeit, die herrscht, nachdem die Verarsche zum Schluss aufgeklärt worden ist und sich alle in geradezu faschistischer Einigkeit in den Armen liegen. Noch mal Glück gehabt, was haben wir gelacht.
    Das ist der Sumpf auf dem die Demokratie entstehen soll.

    • 24. Juli 2012 um 17:05 Uhr
    • Bredow
  110. 121.

    Hier längst verlinkt.

    • 24. Juli 2012 um 17:24 Uhr
    • MRX
  111. 122.

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9423574/Syria-war-planes-bomb-Aleppo.html

    „Syria: ‚war planes bomb Aleppo‘

    Fighter jets have reportedly launched bomb attacks on Syria’s second city of Aleppo, which, if confirmed, would be the first time Assad forces had used war planes against citizens.“

    reportedly – ist noch nicht anderweitig bestätigt

  112. 123.

    @ Bredow – die Ausraster … , … wenn ägyptischen TV-Studiogästen die fingierte Mitteilung gemacht wird, sie befänden sich gerade in einem israelischen TV-Studio.

    – Danke für den Hinweis – die Clips hatte ich bereits , da schon des Öfteren hier gepostet, wahrgenommen (sprich: angeschaut – erschreckend).
    Die langdauernde Gehirnwäsche war, ist und wird in der Tat noch ein nicht geringes Problem darstellen.

    [Unsere eigene Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsgeschichte beweist jedoch:
    Nichts ist letztlich unmöglich.]

    Die Wirkung dieser Gehirnwäsche lässt sich z.B. in ähnlicher Weise aus dem kürzlich publizierten autobiographischen Bericht des aus dem Irak in die USA geflohenen und dort inzwischen eingebürgerten TIME-Journalisten Marwan Sadiq herauslesen:

    … On April 4, 2004, with the help of my colleagues at TIME, I left Iraq for Jordan then Egypt.
    After several interrogations by Jordanian and Egyptian intelligence, I was finally allowed to fly to the U.S.,
    a country I had only seen in Rambo and Terminator movies,
    a nation of bloodthirsty creatures who ran cities,
    where getting drunk and having sex with random people was the norm.

    Just kidding.
    I knew how to differentiate the propaganda fed to us by Saddam Hussein and reality — for the most part.

    But there were still a lot of things that were new and strange and a little scary to me.

    For example, I’d never met a Jewish person in my life.
    My entire life had been designed to worship a god named Saddam Hussein who famously hated Israel …
    What do I do if I were introduced to such people?
    Should I shake hands?
    But with help from friends and mentors
    who didn’t mind my naive and primitive questions,
    the process of my evolution started.

    In fact, many people who offered me support and guidance at the beginning of this amazing experience were Jewish.
    At first, I didn’t know whether to trust them.
    I thought:
    “What do these people want from me?
    Why are they helping me?
    Do they want me to turn against my own kind?
    What should I do?”

    As the days and weeks went by, however,
    I started to understand
    what makes this country a great one.
    Its people look at you as a fellow human being,
    regardless of skin color, beliefs, religion and sexual orientation.
    It is as if there was a filter that kept out anything that would prejudice their judgment of you.

    Of course, there were instances when I felt I was judged because I wasn’t white.
    But they were rare,
    and I knew
    that it was the American way
    to stand up for myself …

    http://world.time.com/2012/07/06/the-making-of-an-american-an-iraqis-journey-to-citizenship/#disqus_thread

    • 24. Juli 2012 um 17:51 Uhr
    • Publicola
    • 24. Juli 2012 um 18:00 Uhr
    • Publicola
  113. 127.

    Völlig O.T.:
    Die Löschaktion von ZEIT-Redakteuren wird inzwischen zum Schreien komisch. Meine gehen immer öfter mit dem Vermerk „Bitte bleiben Sie sachlich“ dahin – das Totschlageargument derjenigen, denen die Richtung eines Kommentars nicht passt. Keine Beleidigung, keine Verunglimpfung, lediglich eine selbst nach ZEITmasstäben leichte Polemik. Zuletzt verschwunden – ein zustimmender Kommentar zum Recht der Amerikaner aufs Waffentragen. Ich warf den Deutschen grenzenloses Staatsvertrauen trotz historisch gegenteiliger Evidenz vor. Und weiss noch nicht einmal, was an dem Fakt „grenzenloses Staatsvertrauen“ unsachlich sein soll :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 18:12 Uhr
    • ThorHa
  114. 128.

    Vorwurf des grenzenloses Staatsvertrauens

    Anstiftung zum Neoliberalismus. Ganz schweres Delikt. In Verbindung mit Verständnis für Waffenbesitz wäre eigentlich die Höchststrafe fällig gewesen: <i<Bitte unterlassen sie gewaltverherrlichende Äußerungen

    • 24. Juli 2012 um 18:24 Uhr
    • unlimited
  115. 129.

    Endlich!!!
    Mein lieber Lügen-Thommy ist wieder da.

    Sie waren ja außer Rand und Band als ich ein Video verlinkt habe, dass die IDF zeigt.
    Ihre Antwort war ja wieder aggresiv, bzw. gereizt. Sie erwähnten dabei ja die Eisenbahnstrecke in Russland/Sibirien.

    Wie bereits erwähnt bin ich nie dort gewesen, aber ich habe eine andere Frage an sie.

    Auch bei Kommentaren von anderen reagieren Sie immer ziemlich gereitzt?
    Warum eigentlich?
    Ich persönlich finde die Kommentierung hier ziemlich witzig und wenn man sich nicht aufregt, läuft das Leben gleich viel besser, nur mal so als Tip.

    • 24. Juli 2012 um 18:35 Uhr
    • Da, Niet, Horosho
  116. 130.

    @ TH

    Damaskus eine Falle

    Ja und nein. Der Anschlag im Zentrum der Macht hat das Regime getroffen, wenn auch möglicherweise nicht wirklich überrascht.

    @ SB

    Ich denke, dass dieser Anschlag das Regime wahrscheinlich schon überrascht hat. Der Attentäter soll wohl ein Leibwächter gewesen sein.

    Gleichzeitig bot der Anschlag den perfekten Vorwand, um mit voller (noch) konventioneller Härte gegen die Opposition vorzugehen.

    Naja, durch die militärischen Offensivaktionen wollte es Stärke demonstrieren, und eben keine Schockstarre.

    Eine beträchtliche konventionelle Härte war schon vor dem Anschlag gegeben. Die Frage ist, ob es sich der Junior leisten kann, genauso umfangreich vorzugehen wie der Senior früher in Hama.

    Will sagen: Wenn Bashar Assad eine Stadt buchstäblich einebnen ließe, dann würde das für ihn das Risiko einer Intervention von außen erhöhen.

    Die Herrschaft des syrischen Baath-Regimes ist schon in einem beträchtlichen Maße erodiert, und sie wird noch weiter erodieren. Wenn sich das Regime „hält“, dann insofern, als es vielleicht(!) zu einer Art Patt kommt.

    Oppositionelle Kräfte kontrollieren einen Großteil des syrischen Territoriums, während es das Regime schafft, seine Hochburgen zu halten.

    Das könnte dann sehr lange dauern.

    Aber das Ausmaß der Herrschaft des Regimes ist in den letzten Monaten langsam aber stetig immer ein bisschen weiter gebröckelt.

    Ein Gebiet hier und ein Gebiet da wurde nicht mehr (richtig) kontrolliert, immer wieder hat der eine oder andere das sinkende Schiff verlassen, und wenn Panzer völlig ausgebrannt sind, dann lässt das mit einiger Wahrscheinlichkeit auf panzerbrechende Waffen in den Händen von oppositionellen Kämpfern schließen.

    • 24. Juli 2012 um 19:14 Uhr
    • N. Neumann
  117. 131.

    – Syrien:’some thoughts‘ –

    … No one should think bringing down the Assad regime, which enjoys full Russian and Iranian support, would be an easy task.

    In the past, human tragedies like this were settled with international interference and only after drawn-out debates in the lobbies of the United Nations and other peacekeeping organizations.
    It took no less than two years for NATO to interfere in Bosnia and unseat Slobodan Milosevic. …

    The Syrian issue is complicated, however, as it is part of a geo-political dispute between major world powers. ….

    The truth is all acts of the Assad regime in the past were criminal.
    There are no conspirators in the Syrian revolution,
    but some countries that want to assist the revolutionaries may have their own interests.

    The revolutionaries need to take the help they are offered — no matter how little it may be and speed up the end of the regime. Meanwhile, the role of the international community is to protect the integrity of the Syrian territories and the unity of its forces.
    http://english.alarabiya.net/views/2012/07/24/228037.html

    • 24. Juli 2012 um 19:28 Uhr
    • Publicola
  118. 132.

    @130 Neumann – „und wenn Panzer völlig ausgebrannt sind, dann lässt das mit einiger Wahrscheinlichkeit auf panzerbrechende Waffen“

    Nö. Wenn´s relativ alte russische sind und in einer Ortschaft ausbrannten, war´s ein Molotow-Cocktail. Panzer sind in Ortschaften auch heute noch fahrende Särge. Weil man von allen Seiten auf kurze Entfernung risikoarm an sie herankommt.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 19:40 Uhr
    • ThorHa
  119. 133.

    @ NN

    „Eine beträchtliche konventionelle Härte war schon vor dem Anschlag gegeben.“

    Zersplittert, auf Initiative der Gegenseite, nach örtlichen Bedingungen, die schwer zentral zu kontrollieren sind.

    „Wenn Bashar Assad eine Stadt buchstäblich einebnen ließe“

    Das braucht er dann nicht, wenn die Kinderlein im Toyota zu ihm kommen.

    Es sei denn, es kommen so viele, dass es leider nicht anders geht. Aber dann sind diejenigen Schuld, die gekommen sind. Sie hatten zwar nur leichte Waffen, aber immerhin Waffen.

    Es gibt dieses ‚Damaskus is a Red Line'; wem anzulasten ist, bzw. sein wird, dass Damaskus, oder auch die Altstadt von Aleppo kaputt geht, der hat die relativ schlechteren Karten.

    „Die Herrschaft des syrischen Baath-Regimes ist schon in einem beträchtlichen Maße erodiert“

    Die können bei jedem Begräbnis ‚reinschiessen, oder Bomben ‚reinschmuggeln, die dann noch so aussehen, wie interner Zwist.

    Es gibt keine ‚befreiten Gebiete‘. An den Grenzen erobern sie hier und da einen Kontrollpunkt zurück, nachdem das Nachbarland ausgiebig Gelegenheit bekam, sich zu beklagen, über PKK, Al Kaida, Gangster, etc.

    „Oppositionelle Kräfte kontrollieren einen Großteil des syrischen Territoriums“

    Sie sind dort so lange unbehelligt, wie das Regime es für vertretbar erachtet.

    „während es das Regime schafft, seine Hochburgen zu halten.“

    Halten ist gerade nicht genug; zu Schlachtfeldern machen, im Sinne eines ‚Enten auf dem Teich schiessen‘ (Trotzki vor Kronstadt) das ist der Trick.

    „immer ein bisschen weiter gebröckelt“

    Das ist kein Bröckeln; die spielen Mao Phase Drei von oben und die anderen spielen Phase Drei mit – weil es halt angeboten wird – und vergessen Phase Zwei dabei; die auch schwieriger wäre.

    „immer wieder hat der eine oder andere das sinkende Schiff verlassen,“

    Auch, aber es wurden auch U-Boote entsandt und Leute von Bord gekippt.

    DAS ist gerade das Unübersichtliche.

    „panzerbrechende Waffen in den Händen von oppositionellen Kämpfern“

    Einige; die Frage ist: wieviele ? Alles, was die Opposition hat, kann sie nur ungeschützt heranführen. Moderne Panzerabwehrlenkraketen sind in konventionellen Streitkräften ihrerseits auf einigermassen gepanzerten Fahrzeugen montiert, bzw. werden mit solchen Fahrzeugen herangeführt.

    Man darf sich durch eine ‚Fallschirmjäger-‚ oder ‚Volkssturmromantik‘, wo die Kämpfer alles auf der Schulter, oder im Pick-up haben, nicht täuschen lassen. Das sind alles Zielscheiben für die Hubschrauber.

    Man hangelt sich höher:

    „Government forces launched what correspondents described as a co-ordinated attack on the Tariq al-Bab area of eastern Aleppo late on Tuesday afternoon, first with a 10-minute barrage of 30 shells and then with bombing runs from fixed-wing jets.“

    hxxtp://www.bbc.co.uk/news/world-18973719

    Bomben auf Aleppo, aber nicht als Pauschalbestrafung, sondern erst nach ein paar Tagen Jihadistenkarneval.

    Ganz neu:

    „The BBC’s Ian Pannell has travelled to the outskirts of Syria’s second city of Aleppo with „hundreds, maybe a thousand“ rebels, as the battle for control of the city intensifies.

    He said that the rebels „feel that they have the initiative, but the truth is they are overwhelmed“.

    http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-18964018

    Assad setzt auf eine Art ‚Volkszorn‘ gegen Aufständische, ‚die nicht gewinnen können‘ den Nachbarn auf die Nerven gehen und die dabei das geliebte Land kaputt machen.

    Ansonsten rumort es in Putins Unterbauch:

    „At least 42 people including 12 soldiers and 30 rebels have been killed in fighting in the remote Tajik region of Gorno-Badakhshan, state television has reported.“

    Von da aus haben sie mal die Nordallianz gesponsort, jetzt haben sie dort Jihadisten auf dem Hals.

    hxxp://www.bbc.co.uk/news/world-asia-18965366

  120. 134.

    @133 Thomas Holm:
    Als Historiker sind Sie wahrscheinlich gut, als Miltärtheoretiker oder Experten für asymmetrische Kriegführung würde ich denn – mit Verlaub – doch jemanden anderen heranziehen. Sie schätzen unter anderem das Kräfteverhältnis völlig falsch ein, weil Sie Kraft mit dem Besitz moderner gepanzerter oder fliegender Waffen gleichsetzen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 20:39 Uhr
    • ThorHa
  121. 135.

    @130 Neumann – “und wenn Panzer völlig ausgebrannt sind, dann lässt das mit einiger Wahrscheinlichkeit auf panzerbrechende Waffen”

    Nö. Wenn´s relativ alte russische sind und in einer Ortschaft ausbrannten, war´s ein Molotow-Cocktail.

    @ ThorHa

    Ja, das ist wohl richtig.

    Die ausgebrannten (oder auch intakten) russischen Panzer, die ich in Aufnahmen aus Syrien sah, waren bzw. sind relativ zu den russischen Panzern in Libyen verhältnismäßig sehr neuer Bauart.

    Und es kann als wahrscheinlich gelten, dass Qatar und/oder die Saudis mehr als Mollis an syrische Regimegegner liefern können.

    Oder reichen für einen upgegradeten T-72 auch ein paar Mollies?

    http://en.wikipedia.org/wiki/Equipment_of_the_Syrian_Army#Armored_fighting_vehicles

    • 24. Juli 2012 um 21:08 Uhr
    • N. Neumann
  122. 136.

    @135 Neumann:

    Für einen echten T72 brauchts dann schon eine Panzerfaust :-). Kein Witz, die Viecher sind im Haeuserkampf extrem panzerfaustempfindlich (Schwachstelle Turmdecke).
    Egal, in Ortschaften sind moderne, raketenbasierte ATs häufig nutzlos (Raketen brauchen Anlaufstrecke) und Waffen wie Panzerhaftminen etc. extrem effektiv. Weshalb ausgebrannte Panzer in ortschaften als regelfall zu betrachten sind, der keinen Rückschluss auf die Waffentechnik des Gegners zulässt. Kein vernünftig ausgebildeter Kommandeur mit Selbstachtung lässt Panzer in Ortschaften, es sei denn als Feuerunterstützung (!) für vorrückende Infanterie.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 21:32 Uhr
    • ThorHa
  123. 137.

    @ ThorHa

    Wir dürften nicht zusammen in den Krieg ziehen, das gäbe zuviele Diskussionen.

    @ NN

    Bei den ausgebrannten Panzern sind auch aufgegebene dabei, wo die Besatzung stiften gegangen ist, etc. Man müßte Hunderte von Videos detailliert auswerten, um ein brauchbares Bild zu bekommen.

    „Qatar und/oder die Saudis mehr als Mollis an syrische Regimegegner liefern können.“

    Die Frage ist, was und wieviel bei welchen Rebellen ankommt und wie der Einsatz koordiniert* wird. Wenn sich eine Einheit draußen gerade irgendwo gespalten hat, dann kommt es schon mal zu Abschußerfolgen, auch mit Minen, etc. aufgrund der Kenntnis der Umfeldbedingungen.

    *Es sind auch viele Traditionsschmuggler und Berufsverbrecher dabei; leichte Sachen machen die schmutzig (Dirlewanger) aber für schwierige Sachen ist das nicht so ideal. A propos: Der Warschauer Aufstand ist wahrscheinlich auch nicht so schlecht als Analogie; und auf sich gestellt, hatte der militärisch halt auch keine Chance.

    Wenn so ein Toyota getroffen wird, dann sieht das hinterher so aus:

    http://www.youtube.com/watch?v=wXjqUw6S5L0&feature=plcp

    Dann können die hernach nur noch Kabel und Blutgefäße auseinanderdröseln, weil auf die Begräbnisse ja noch ein gewisser Wert gelegt wird.

    Gepanzert, oder offen in der Landschaft, das macht einen gewissen Unterschied; auf dem Weg in die Städte, sowie auf Plätzen, Paradealleen und Anlagen. Sowjetische Architektur ist Panzer- und Schußfeldarchitektur; und nicht nur Paradearchitektur.

    Den Unterschied wird uns Putin auch noch zeigen.

    Das genaue Verhältnis von solcher Architektur, zu anderweitigen arabisch-tyrannischen Gestaltungseinfällen kenne ich natürlich auch gerade nicht komplett auswendig.

    Nicht überall ist Gassengewirr. Da wo die Touri-Kneipen sind, da mag gleichwohl etwas Raum sein für Panzerbüchsenromantik.

    Wegen der Verluste in dieser genialen Pick-up Offensive dürfte zudem auch niemand in London anrufen, um die Zahlen durchgeben, weil das zu peinlich ist; hohe Verluste in selbst gewählter Schlacht.

    Zu einem Aufwuchs an Panzer- und Hubschrauberabwehrmitteln wird es im Laufe der Monate kommen; aber diese ‚Phase Drei‘ Operation ist zu früh.

    Assad setzt darauf, dass den Aufständischen die Puste ausgeht, immer wieder neue Männer auf Nimmerwiedersehen nach vorne zu schicken. Was er damit erreicht, ist jedenfalls eine ‚Entsäkularisierung‘ des Aufstandes. So wie Assad den Konflikt führt, kann nur er ihn gewinnen, oder Salafisten. Wenn denen nicht die Puste ausgeht, dann müssen sie nur noch etwas schneller rekrutiert werden, als sie ‚draufgehen; wenn sie das aber schaffen, dann haben sie den Nimbus des Sieges.

    Übrigens nicht ganz zuunrecht; ohne Fanatiker geht schnell nichts mehr gegen solche Tyrannen. Auch so eine Asymmetrie, für die es noch kein Feldhandbuch gibt; bzw. bei Assad vielleicht schon.

  124. 138.

    @137 Thomas Holm – „Übrigens nicht ganz zuunrecht; ohne Fanatiker geht schnell nichts mehr gegen solche Tyrannen.“

    Mann, Herr Holm, ich empfehle Ihnen wirklich dringend die Lektüre von Creveld et al. Selbstverständlich geht es, bei allmählicher Gewöhnung der Bevölkerung an den Krieg wie in Syrien, viel besser ohne Fanatiker. Die sterben viel zu schnell, um effektive Kämpfer zu werden – und Helden finden sich auch in der nichtfanatischen Normalbevölkerung, weil der Krieg das erfordert. Dazu meist weit bessere Kommandeure.
    Der Vergleich mit Warschau hinkt nicht einmal mehr, der fährt Rollstuhl. Und egal, wie viele Pickups die Assad-Streitkräfte noch in die Luft jagen, sie werden früher oder später ihre fähigen Befehlshaber verlieren, sofern die nach einer Desertion eine Überlebenschance sehen. Wäre ich militärischer Oberbefehlshaber Assdas, wäre meine Nachricht an ihn, dass er den Krieg schon verloren hat, egal, wieviele Schlachten er noch gewinnt.
    Möglicherweise setzt Assad es dran, Hitlers rühmlichem Vorbild zu folgen und sein Volk in den Untergang mizunehmen. Das kann er so grade noch schaffen. Militärisch allerdings ist der Krieg bereits verloren. Bei einer Bevölkerungsbasis von 1:4 (Christen bei Assad mitgerechnet) und unlimitiertem Nachschub für den Gegner ist das Ergebnis nur eine Frage der Zeit. Der Zeitpunkt für shock and awe, seinem Vater folgend, ist bereits abgelaufen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 24. Juli 2012 um 22:39 Uhr
    • ThorHa
  125. 139.

    Syrien – Bewaffnung der Rebellenkräfte –

    Über Art der Bewaffnung der syrischen Rebellenkräfte informiert – wie meinerseits bereits schon einmal hingewiesen – der britische Nahost-Blogger BrownMoses (, der auch sehr oft informierte Leserkommentare zu diesen polit-militärischen Fragen im Guardian-Online postet,) auf seiner Website unter z.B.:
    WEDNESDAY, 18 JULY 2012 Another Video Selection Of The Free Syrian Army’s Weapons And Equipment
    http://brown-moses.blogspot.de/

  126. 140.

    @ ThorHa

    Denken Sie an 1991, Irak; aus Kuwait herausgeworfen, Schiiten und Kurden im Aufstand, Flugverbot, eine internationale Koalition, der ganze Westen (außer D. und J.) und alle Araber an der Grenze.

    Und trotzdem hat sich Saddam nach verlorenem Kuwaitkrieg und nach ca. 10 jährigem Irankrieg gegen eine auch ca. 4:1 Mehrheit noch mal durchgesetzt, gegen die Schiiten, die eigentlichen Opferkriegerexperten an ihrer sakralsten Weihe-Sterbestätte.

    Es ist dann halt ein Inferno.

    The Iraqi Revolution of 1991, Karbala min 1,10-3.40

    http://www.youtube.com/watch?v=V8M0JedczXA

    Das muss man sowieso gesehen haben, um die Gegend zu verstehen.

    In Syrien wird es soweit nicht kommen, weil die Saudis das vor ihrer Haustür nicht zulassen können.

    ab 3.50 eine Übersicht über die Chemiewaffendislozierung.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=fvq2-jtLGeA

    „unlimitiertem Nachschub “

    Ja, aber dünn fließend und manchmal etwas schadhaft.

  127. 141.

    @ Publicola

    Sehr gute und auch kritische Quelle:

    „As I’ve previously discussed in my earlier post on the handling of UXO* in Syria there’s been a worrying trend of activists filming the poor handling of a wide variety of UXO, from the small mortar shells to the largest bombs. Here’s two more examples of extremely inadvisable UXO handling.“

    *unexploded ordonance; nichtdetonierte Kampfmittel.

  128. 142.

    @ TH – „kritische Quelle“: ich erinnere mich,

    – dass (damals während des Libyen-Aufstandes) BrownMoses zwar deutlich Sympathie hegte für die Kämpfe der Rebellen in Libyen und deren internationale Unterstützung und seine unglaublich akribische Recherche-Arbeit in laufenden Leserkommentaren im Guardian-Online präsentierte
    [danach erst hat er meines Wissens seine website aufgebaut],

    – dass es ihm aber sehr wichtig war, auch – und zwar nachhaltig – über die von dieser Seite begangenen Kriegsverbrechen ernsthaft und ebenfalls akribisch zu recherchieren und zu berichten

  129. 143.

    Syrien
    The head of the Syrian embassy in Cyprus, Lamia al-Hariri, has defected to Qatar, Al-Arabiya TV reported on Tuesday. …
    Hariri’s defection is thereby the second of its kind following that of Nawaf Fares, who left for Qatar this month after publicly renouncing his post as ambassador in Iraq and joining the rebellion.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/24/228179.html

  130. 144.

    @Publicola

    Brisant auch dies:

    „Manaf Tlass And His French Far Right, Voltaire Network“

    http://brown-moses.blogspot.de/2012/07/manaf-tlass-and-his-french-far-right.html

    Ausgerechnet „Voltaire Network“ heißt der französisch-europäische Ableger dieser paleokonservativen Verschwörungsheimer, bei der sich die ganze SPON, ZON et al. pro Assad-Fronde ihre „Infos“ abholt.

    Die Verbindung der Familie Tlas zu Thierry Meyssan („Voltaire“) scheint ungefähr der Verbindung von Jörg Haider mit Saif al Islam Gaddafi zu entsprechen.

    SO sieht im übrigen die Verbindung von ‚Islamophobie‘ (so real islamophobisch ist man dann aber auch wieder nicht) und Antisemitismus aus.

    Und das gehört zu den Dingen, die für Herrn Lau nachhaltig unverständlich sind.

    Sollen sie es bleiben.

  131. 145.

    Syrien
    on Tuesday, a Russian naval flotilla of warships destined for the Syrian port of Tartus has entered the Mediterranean, Russia’s defense ministry said Tuesday.
    “The Russian ships today passed the Strait of Gibraltar and entered the Mediterranean at 1200 GMT,” said a defense ministry spokesman, quoted by Itar-Tass agency.
    Led by the Admiral Chabanenko anti-submarine destroyer, the three landing craft left their home port of Severomorsk in the Arctic Circle earlier this month. They are due to be joined in the Mediterranean by the Russian patrol ship Yaroslav Mudry as well as an assistance vessel.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/07/24/228184.html

  132. 146.

    @ Publicola # 123

    Wenn eine ‚Gehirnwäsche‘ als Ursache ausfindig gemacht wird, dann müßte als erstes mal untersucht werden wer diese betreibt. Mubarak kommt schon mal nicht in Frage weil der über 30 Jahre probiert hat den Ägyptern das Kriege-gegen-Israel-anzetteln auszureden.
    Vielleicht können wir uns darauf einigen daß es die ‚Zivilgesellscht‘ selbst ist, die diese sogenannte Gehirnwäsche betreibt. Die nächste Frage wäre: Auf welcher ideologischen Grundlage?

    • 25. Juli 2012 um 07:11 Uhr
    • Bredow
  133. 147.

    @ Bredow – ‚Zivilgesellschaft‘ –

    Die Bedeutung(breite) lässt sich mit wikipedia (en) wie folgt formulieren
    Civil society is the arena outside of the family, the state, and the market where people associate to advance common interests.

    It is sometimes considered to include the family and the private sphere and then referred to as the „third sector“ of society, distinct from government and business…

    1) the aggregate of non-governmental organizations and institutions that manifest interests and will of citizens or

    2) individuals and organizations in a society which are independent of the government.

    Sometimes the term is used in the more general sense of
    „the elements such as freedom of speech, an independent judiciary, etc, that make up a democratic society“ (Collins English Dictionary). …

    Die so verstandene Zivilgesellschaft – von Farid ZAKARIA in seinem bekannten Essay ‚The Rise of Illiberal Democracy‘ bezeichnet als ‚constitutional liberalism‘ – entwickelte sich im westlichen Europa und in den USA in den vergangenen Jahrhunderten mit den Zielen der Verteidigung der Rechte des Individuum auf Leben, Eigentum, Meinungs- und Rede-freiheit, Religionsfreiheit. Zum Schutze des Individuums betonte diese Strömung die (gegenseitige) Kontrolle der staatlichen Gewalten, die Gleichheit vor dem Recht/Gesetz, unabhängige Gerichte/Justiz, die Trennung von Kirche und Staat.

    Die letzten Wahlergebnisse in Tunesien und Ägypten haben gezeigt, dass derzeitig eine religiös-fundierte, also nicht(!)zivilgesellschaftliche Strömung, mindestens bei 40% (Tunesien) bis zu 50% (Ägypten) anzunehmen ist,
    keinesfalls schwächer, eher stärker!

    Der Orient-Experte Wolfgang Günter Lerch von der FAZ fasst den derzeitigen Stand und die Dynamik meines Erachtens brilliant sinngemäß wie folgt zusammen:

    Schon vor dem Ausbruch der Arabellion war vermutet worden, die Muslimbrüder in Ägypten würden wenigstens die Hälfte der Stimmen bei freien Wahlen erhalten. Diese Einschätzung war realistisch. Sie bestätigte sich auch in Tunesien.

    Zu betonen ist, wie sehr der Islam eben nicht nur Religion ist, sondern auch Lebensordnung und Kultur.

    Die weltlichen demokratischen Kräfte werden gegenwärtig in den Hintergrund gedrängt.

    Dies freilich muss nicht so bleiben.

    Sollten die in Ägypten und Tunesien gewählten, nun als moderater zu bezeichnenden (islamistischen) Politiker keine Erfolge haben, werden sie Einbrüche bei den Wahlen erleben wie anderswo auch.

    Dafür werden jene sorgen, die wirkliche Demokratie wollten und wollen,
    deren Bestrebungen freilich auch darunter leiden,
    dass die islamische Kultur bis heute
    kaum geistesgeschichtliche Grundlagen
    für die Entstehung einer pluralistischen Zivilgesellschaft
    zur Verfügung stellt.

    Insofern werden die Auseinandersetzungen zwischen Säkularisten und deren Gegnern fortdauern, ja, in gewisser Weise sogar stärker werden.

    Nur – gegen den Islam wird einstweilen nichts zu bewirken sein.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/islamische-welt-die-wende-11829648.html

  134. 148.

    Führt die Spur zur Hizb’Allah über Schweden?

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/judy-bachrach/hezbollahs-swedish-roots

    • 25. Juli 2012 um 10:40 Uhr
    • Serious Black
  135. 149.

    @ SB

    Diese ultrabekiffte Hippie-Haartracht von dem Typ ist Nordpakistanische Jihadistenmode (zuvor natürlich irgendein Folkloremerkmal, bevor sie ca. 400 Maliks dort umgelegt hatten).

    http://www.welt.de/img/dc5-images/crop101174273/9180713145-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/Baitullah-Mehsud-DW-Politik-London.jpg

    Wie sich die Hisbollah an so einen dreimal recycleten Al Kaida-Altkader herangebaggert hat, wird ja wohl herauskommen und könnte eine Rolle auch dafür mit-spielen, wie die Schwarzen Peter am Ende genau an den Gestaden des Öl- und Gasgolfes verteilt werden.

  136. 150.

    @ N. Neumann u. Thomas Holm

    -falls es Ihnen vielleicht/möglicherweise entgangen sein sollte-
    heute ist ein FAZ-Artikel zum Thema
    ‚Die Syrien-Frage etc. aus Sicht geopolitischer Wertungen‘
    erschienen:

    „Und ihr denkt, es geht um einen Diktator – Die Reaktionen auf den Syrien-Konflikt offenbaren die geopolitische Ahnungslosigkeit mancher deutscher Kommentatoren: Zehn Minuten Nachhilfe aus gegebenem Anlass können nicht schaden.
    Von Hans-Christof Kraus
    FAZ – 25.07.2012

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/syrien-und-ihr-denkt-es-geht-um-einen-diktator-11830492.html

  137. 151.

    Syrien

    Syria’s envoy to the United Arab Emirates, Abdel Latif Al Dabbagh, has defected after his wife Lamia al-Hariri, who is Syria’s the envoy to Cyprus, announced she was leaving Nicosia. …

    Brigadier-General Manaf Tlass, the most senior defector so far, has made a video statement offering to lead a transition government in Syria. …

    … Could this be why Manaf Tlass was out of the limelight for a while? There are claims that he was on umrah (the lesser pilgrimage) in Mecca, purging his sins … As Hassan Hassan notes on Twitter, this would be a smart PR move if the story is true….

    The BBC in Aleppo and ITN in the Damascus suburb of Douma have both broadcast footage of Assad’s forces bombing opposition strongholds with fighter jets. Both reporters described the sight and sound of jets as „unmistakable“….

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jul/25/syria-assad-strikes-back-aleppo-live

  138. 152.

    PS – Blogger Brown Moses has been studying videos of the fixed-wing aircraft seen circling over Aleppo yesterday – and he doubts that the warplanes were Russian-made MiGs.
    The images are not very clear but he suggests that the shape more closely resembles the Czech-designed Aero L-39 Albatros, which is a jet trainer aircraft.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/jul/25/syria-assad-strikes-back-aleppo-live

  139. 153.

    @ P

    Da meit einer er hätte tatsächlich was Neues entdeckt…

    Ist doch ein alter Hut. Aber man kann nicht behaupten, dass Bammy die Strategie besonders aggressiv verfolgt hat, oder?

    • 25. Juli 2012 um 16:21 Uhr
    • MRX
  140. 154.

    @ MRX – „alter Hut“ – schon klar, aber die tägliche Zeitungslektüre hat vermutlich den Autor Kraus dazu (berechtigterweise?) veranlasst, von einem Nichtwissen zum Thema ‚Geopolitik‘ auszugehen

    • 25. Juli 2012 um 16:30 Uhr
    • Publicola
  141. 155.

    @ Publicola, MRX

    FAZ-Nachhilfe …

    hatte ich kurz vorher auch entdeckt, ich glaube von der Landis-Clique, da gibt es einen ‚Juergen‘, der manchmal recht interessante Sachen verlinkt; habe ich mir zurückgelegt, den Riemen; das ist, wie MRX sagt, zwar nicht nachrichtenmäßig neu, wird aber in den obwaltenden Umständen immer wieder neu aufgekocht.

    Syrien-Flieger …

    Kann gut sein, weil viele der sunnitischen Piloten verschwunden sind und sehr rasch neue angeschult werden müssen, deswegen (auch) das Interesse für die russischen Trainer-Flieger; außerdem flexibel in Bestückungsfragen.

    Familie Tlas könnte vielleicht als immer noch gut genug Altregime-vernetztes Haus mit Rußland- und Rechtsradikalismusverbindungen (was will man mehr ? Gas-Gerd, gemäßigter Islam, alle kämen auf ihre Kosten) als Militärputschalternative von Moskau (? mit Frankreich ?) aufgebaut werden; hinreichend russ. Marines werden ja herangeschippert, um eine ‚Putschregierung‘ dann gegen Extremisten zu verteidigen …

    Vielleicht gibt es am Ende einen gaaanz großen breiten superökumenischen Gottesdienst mit Imam Idriz und Kardinal Lefebvre, den Pius-Brüdern und lauter lustig kreiselnden Sufi-Orden-Mystikern.

    Sie verstehen doch, was ich meine, oder ?

    oberdramatisch das ganze.

  142. 156.

    Vielleicht gibt es am Ende einen gaaanz großen breiten superökumenischen Gottesdienst mit Imam Idriz und Kardinal Lefebvre, den Pius-Brüdern und lauter lustig kreiselnden Sufi-Orden-Mystikern
    – LOLLL!!! –

    • 25. Juli 2012 um 19:02 Uhr
    • Publicola
  143. Kommentar zum Thema

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