Ein Blog über Religion und Politik

Das Versagen der amerikanischen Außenpolitik (im Präsidentschaftswahlkampf)

Von 24. Oktober 2012 um 14:20 Uhr

Zweiter Eindruck der dritten und letzten Präsidentschaftsdebatte, nachdem ich eine Nacht drüber schlafen konnte: Wow, was für eine Enttäuschung. Gut, Obama "hat gewonnen", wie es fast überall heißt. Freut mich, ich möchte ihn noch für eine weitere Amtszeit am Ruder sehen. (Hat er denn wirklich gewonnen? Romney wusste doch, er kann hier nicht "gewinnen", wg. Commander in Chief, OBL tot, Weltläufigkeit etc. Er musste nur zeigen, dass er kein Volltrottel ist und kein Wiedergänger von Bush Junior in seiner ersten Amtszeit: dass er keinen Krieg vom Zaun brechen wird. Und das ist ihm gelungen. Hat er damit nicht vielleicht gewonnen, was zu gewinnen war?)

Mit einem gewissen Abstand bleibt ein schales Gefühl. Das war also die große Debatte über amerikanische Außenpolitik? Obama sagt, ich habe Amerika in Sicherheit geführt: Irakkrieg abgewickelt (hatte Bush schon begonnen), Afghanistankrieg dito. Osama tot. Ich habe Iransanktionen ermöglicht, die endlich wirken. Ich bin Israels bester Freund, auch wenn das Gegenteil behauptet wird (guter Punkt: anders als Romney habe ich keine Fundraiser in Israel gemacht, sondern bin nach Yad Vashem und Sderot gegangen). Und das war es dann auch schon so in etwa.

Romney konterte mit dem Vorwurf, Obama sei auf eine "Entschuldigungstour" gegangen und habe dabei allerlei problematische Länder aufgesucht (Europa, Ägypten), während er Israel vermieden habe. Er habe auf die iranische Grüne Bewegung zu spät und nicht deutlich genug reagiert (stimmt!), er lasse Entschlossenheit gegenüber dem iranischen Atomprogramm vermissen (Quatsch), während er, Romney, Ahmadinedschad wegen "Völkermord" zur Rechenschaft ziehen werde (???). Was Ägypten und Syrien, Libyen, Tunesien und Jemen angeht, hatte Romney wenig mehr zu bieten als ein warnendes "Oioioi, da sind Islamisten auf dem Vormarsch". Zwischen Al-Kaida und Morsis Muslimbrüdern schien er nicht viel Unterschiede zu sehen. Mit China werde er, Romney ordentlich Schlitten fahren, wegen der "Währungsmanipulation" und des Stehlens von amerikanischen Arbeitsplätzen und Patenten.

Diese Karte zeigt die Welt, wie sie in der Debatte erscheint. Gefunden bei Matt Yglesias.

Zunächst einmal fällt an dieser Auseinandersetzung eine Provinzialität auf, die für die letzte globale Supermacht ein wenig absurd ist. Israel, Iran, Islamismus, fast alles kreiste um die drei I's. Neben dem Nahen Osten wurde nur China erwähnt, als einziges ostasiatisches Land. Und wenn, dann nur als frecher Emporkömmling, den man durch genügend hartes Auftreten wieder in die zweite Reihe zurückschimpfen muss.

Das ist lachhaft. Spricht man so über seinen Banker? Über die größte aufstrebende Industrienation? Die all die schönen Gadgets herstellt, die unseren "westlichen" Lebensstil ausmachen.

Indien - die weltgrößte Demokratie, das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit, ein trotz Schwierigkeiten erfolgreicher multikultureller Staat, eine aufstrebende Wirtschaftsmacht - wurde mit keinem Wort erwähnt, obwohl es auch mit einem I anfängt.

Europa kam nur vor in Form des Vorwurfs Romneys an Obama, Amerika bewege sich "in Richtung Griechenland". Auch das ist lächerlich und unwürdig. Europa ist der wichtigste Wirtschaftspartner und trotz seiner momentanen Schwierigkeiten der größte Wirtschaftsraum der Welt. Was sich in Europa abspielt zwischen Zerfallsgefahr und neuer Stabilitätskultur wäre wohl ein, zwei Sätze wert gewesen.

Lateinamerika: Kein Thema. Reiseerlaubnisse auf Kuba: Fehlanzeige. Brasiliens Aufstieg: nie gehört.

Myanmars erstaunlicher Weg aus der Diktatur: Nope.

Russland: Putin nix gut (Romney), sonst ebenfalls kein Thema.

Afrika unterhalb des Magreb und jenseits von Islamismus (Mali wurde erwähnt, weil sich dort Al-Kaida festzusetzen droht): Nö.

Beide Kandidaten sind fixiert in der sträflich beschränkten post 9/11-Weltsicht. Sie sind insofern beide Epigonen von George W. Bush, nur mit unterschiedlichen Konsequenzen. Beide haben den Tunnelblick auf die drei I's, der 90 Prozent des Weltgeschehens ausblendet.

Die Präsidentschaftswahlen der USA sind ein globales politisches Schauspiel, das weltweit verfolgt wird. Darum war dieser Montagabend ein Schlag ins Kontor. Die Welt hat eine Lektion darüber erhalten, dass die Führungsmacht des Westens nicht versteht, dass nichts mehr so ist wie es einmal war.

 

 

Kategorien: Außenpolitik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Jörg Lau

    Super Analyse(ehrlich)

    • 24. Oktober 2012 um 14:31 Uhr
    • cem.gülay
  2. 2.

    Ich habe Iransanktionen ermöglicht, die endlich wirken.

    ***kicher***

    Ich bin Israels bester Freund, auch wenn das Gegenteil behauptet wird (guter Punkt: anders als Romney habe ich keine Fundraiser in Israel gemacht, sondern bin nach Yad Vashem und Sderot gegangen).

    http://www.foxnews.com/opinion/2012/10/23/obama-real-record-on-israel/

    Europa kam nur vor in Form des Vorwurfs Romneys an Obama, Amerika bewege sich “in Richtung Griechenland”. Auch das ist lächerlich und unwürdig.

    Nö, richtig.

    Indien – […] eine aufstrebende Wirtschaftsmacht

    Nicht mehr wirklich.

    • 24. Oktober 2012 um 14:42 Uhr
    • MRX
  3. 3.

    Hier gehts um wahlkampf, wähler herr lau. Es ist nicht wichtig was wir hören wollen, die herren wollen gewählt werden.

    • 24. Oktober 2012 um 15:25 Uhr
    • ernsthaft
  4. 4.

    Ob der Lau weiß, dass Präsidentschaftsdebatten als Entscheidungshilfe für amerikansiche Wähler gemacht sind, und nicht um Journalisten von anti-amerikansichen Blättern wie der Zeit zu gefallen? Hab echt mal in den letzten Wochen drauf geachtet, wenn die Zeit mal was über die USA bringt, dann faktisch immer in einem problematisierenden Kontext. Der Leser soll offensichtlich zu dem Schluß kommen USA = alles schlecht! Und dieser Blogeintrag reiht sich ein in diese Tradition. Einzige Ausnahme ist der Ami Eric T. Hansen und seine Kommentare. Ansonsten scheint amerikanophober Amerikahass (!) Einstellungskriterium bei der Zeit zu sein.

    • 24. Oktober 2012 um 15:41 Uhr
    • Bellfruta87
  5. 5.

    @ lau

    ernsthaft hatda recht – das war eine wahlkampfveranstaltung, in dem beide sich dem amerikanischen wählerpublikum vorstellten und versuchten, möglichst gut für die dazustehen, keine auf faktenanalyse beruhende diskussionsrunde.
    Esging nicht darum sein außenpolitisches Wissen oder wichtige themen und zusammenhänge aufzuzeigen, sondern sich bzl. eines ganz bestimmten themas, das mittlerweilen bestandteil des amerikanischen mythos (9/11) ist – islamismus – sich als vertreter amerikanischer Interessen (aus der wahrnehmung der jeweiligen wählerschaft !) in szene zu setzen.
    All ihre Punkte sind richtig – nur: inwieweit interessenieren sie Otto-normal-ami in seienr eigenschaft als wähler wirklich? Denken sie nur einmal an J. kerry, der vielen amis anscheinend zu intellektuell war (das wurde als begründung genannt, warum er gegen Bush junion verloren habe 2004).

    • 24. Oktober 2012 um 15:46 Uhr
    • Zagreus
  6. 6.

    @ Bf

    Ansonsten scheint amerikanophober Amerikahass (!) Einstellungskriterium bei der Zeit zu sein.

    Oder Feier des „Selbsthass“ (Obamismus).

    • 24. Oktober 2012 um 15:53 Uhr
    • MRX
    • 24. Oktober 2012 um 16:01 Uhr
    • MRX
  7. 8.

    @ Lau

    „Europa kam nur vor in Form des Vorwurfs Romneys an Obama, Amerika bewege sich “in Richtung Griechenland”. Auch das ist lächerlich und unwürdig“

    Lächerlich ist das angesichts der (unter Obama stark gestiegenen) Staatsverschuldung der USA keineswegs.

    • 24. Oktober 2012 um 18:05 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  8. 9.

    @ Bellfrutta

    „…und nicht um Journalisten von anti-amerikansichen Blättern wie der Zeit zu gefallen?“

    Haben Sie eigentlich die „Zeit“-Kolumnen von Eric T. Hansen gelesen? Dann würden Sie nicht zu einem so dämlichen Urteil kommen.

    Beispiel: http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-10/usa-demokraten-republikaner-wahlkampf

    • 24. Oktober 2012 um 18:08 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  9. 10.

    Ich wusste wirklich nicht, dass Wahlkampfdebatten etwas über tatsächliche politische Haltungen aussagen.Aber man lernt ja nie aus.

    • 24. Oktober 2012 um 18:10 Uhr
    • Marit
  10. 11.

    @ Z

    „Denken sie nur einmal an J. kerry, der vielen amis anscheinend zu intellektuell war“

    Meinem amerikanischen Schwieger-Cousin zufolge wurde Kerry nicht gewählt, weil es sich zu keinem relevanten Punkt festlegen wollte.

    • 24. Oktober 2012 um 18:10 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  11. 12.

    Die Wahlkämpfer haben das gesagt, von dem sie annehmen, dass sie bei den Wählern punkten. Und wenn Politik betrieben werden soll, müssen sich alle Präsidenten auf ihre Spezialisten verlassen. Sie haben nur die Möglichkeit konservativen oder liberalen Spezialisten und Außenpolitikern ihr Vertrauen zu schenken.

    • 24. Oktober 2012 um 18:25 Uhr
    • pinetop
  12. 13.

    @ HJS

    Kürzlich auf einer Tea Party gewesen.

    • 24. Oktober 2012 um 19:29 Uhr
    • MRX
  13. 14.

    Zunächst einmal fällt an dieser Auseinandersetzung eine Provinzialität auf, die für die letzte globale Supermacht ein wenig absurd ist.

    Allerdings war das noch nie anders.

    • 24. Oktober 2012 um 19:29 Uhr
    • Mamas Liebling
  14. 15.

    ?

    • 24. Oktober 2012 um 19:30 Uhr
    • MRX
  15. 16.

    @HJS

    „Lächerlich ist das angesichts der (unter Obama stark gestiegenen) Staatsverschuldung der USA keineswegs.“

    Ich fühle mich unwohl Lau zu verteidigen, aber hier geht es ihm nicht um den Griechenlandvergleich und dessen Sinnhaftigkeit im Angesicht der US-Verschuldung, sondern Lau bemägelt das Europa praktisch nicht vorkam in dieser Debatte, außer halt durch diesen Griechenlandvergleich, und das ist findet er unwürdig und lächerlich.

    „Haben Sie eigentlich die “Zeit”-Kolumnen von Eric T. Hansen gelesen? Dann würden Sie nicht zu einem so dämlichen Urteil kommen.“

    Haben Sie eigentlich meinen Kommentar gelesen? Dann würden Sie nicht zu einem so dämlichen Urteil kommen. Aber ich zitiere gerne aus meinem Kommentar:

    „Und dieser Blogeintrag reiht sich ein in diese Tradition. Einzige Ausnahme ist der Ami Eric T. Hansen und seine Kommentare.“

    • 24. Oktober 2012 um 20:59 Uhr
    • Bellfruta87
  16. 17.

    Meine Spende hätte alles verändern können! :)

    „Karola —

    I don’t want to lose this election.

    Not because of what losing would mean for me — Michelle
    and I will be fine no matter what happens.

    But because of what it would mean for our country and
    middle-class families.

    This race is very close.

    I’m not willing to watch the progress you and I worked so
    hard to achieve be undone.

    Time is running out to make an impact — please don’t wait any longer.
    Donate $5 or more today:

    https://donate.barackobama.com/Two-Weeks

    I believe in you. If you stick with me, and if we fight harder
    than ever for the next two weeks, I truly believe we can’t
    lose.

    Thank you,

    Barack

    P.S. — I don’t know what Election Night will hold, but I’d like you
    to be a part of the event here in Chicago. Any donation you
    make today automatically enters you for a chance to meet me —
    airfare and hotel for you and a guest are covered:“

    Diese und ca. 500 weitere Mails verdanke ich einem Freund, der mich mal auf die mailing-list setzte.

  17. 18.

    […] Das Versagen der amerikanischen Außenpolitik (im Präsidentschaftswahlkampf)ZEIT ONLINE (Blog)Das war also die große Debatte über amerikanische Außenpolitik? Obama sagt, ich habe Amerika in Sicherheit geführt: Irakkrieg abgewickelt (hatte Bush schon begonnen), Afghanistankrieg dito. Osama tot. Ich habe Iransanktionen ermöglicht, die endlich … […]

  18. 19.

    >Indien – die weltgrößte Demokratie, das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit

    Wie (fast) immer bei Lau, Belanglosigkeit vermixt mit faktische Fehlern.

    • 24. Oktober 2012 um 23:43 Uhr
    • Freeway
  19. 20.

    >anders als Romney habe ich keine Fundraiser in Israel gemacht, sondern bin nach Yad Vashem und Sderot gegangen

    Naja, wer keine Freunde in Israel hat „muss“ sowas machen, kennen wir von unserer Politfraktion.

    Logisch auch, Fundraising hätte hier auch gar keinen Sinn gemacht bzw. kein Geld gebracht.

    • 24. Oktober 2012 um 23:50 Uhr
    • Freeway
  20. 23.

    @ JL – Danke für den nachdenkenswerten (aufschlussreichen) Kommentar-Artikel zur Wahlkampfdebatte Obama-Romney!

  21. 24.

    Auf der Karte sieht man vorallem, dass Syrien Irans Verbindung zum großen Wasser sei 😉

    • 25. Oktober 2012 um 00:23 Uhr
    • docaffi
  22. 25.

    Hier sieht man sehr schön was die Amis vom **** Europa halten:

    Der texanische Generalstaatsanwalt Greg Abbott hat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gedroht, dass sich ihre Wahlbeobachter strafbar machen könnten, wenn sie sich bei der anstehenden US-Präsidentschaftswahl den Wahllokalen nähern.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-texas-droht-osze-wahlkampfbeobachtern-a-863264.html

    • 25. Oktober 2012 um 00:30 Uhr
    • Freeway
  23. 26.

    Ich finde es seltsam das jemand der gerne mal Hinweise darauf einstreut das er sich in den Hinterzimmern bewegt in denen die wirklichen Fragen besprochen werden, dem Leser die Wichtigkeit dieser Muppetshow so ans Herz legt.

    Joe Sixpack muss regiert werden, genau wie Markus Mustermann und genau wie Markus Mustermann nicht mit der Nase darauf gestoßen wird das er gerade für „die neue Stabilitätskultur“ in Europa mit der Entwertung seiner kapitalgedeckten Altersvorsorge bezahlt (die eine Regierung eingeführt hat der nur allzu bewußt war das es in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Geldentwertungen gegeben hat), genau so wenig wird Joe Sixpack darauf hingewiesen das es ausser Terroristen noch weitere Probleme geben könnte. Es könnte Ihm vielleicht nicht gefallen das inzwischen China schneller Züge, Europa größere Flugzeuge und ein paar Golfaraber höhere Wolkenkratzer bauen, weil das Geld für die Infrastruktur in den Taschen der steuererleichterten oberen Zehntausend verschwindet.

    • 25. Oktober 2012 um 07:19 Uhr
    • Mates
  24. 27.

    Wenn es stimmt, könnte es Obama die Wiederwahl kosten:

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/two-hours

    • 25. Oktober 2012 um 09:41 Uhr
    • Serious Black
  25. 28.

    @ FW

    Wie (fast) immer bei Lau, Belanglosigkeit vermixt mit faktische Fehlern.

    Stimmen müssen ja nicht die Fakten, sondern die Gesinnung.

    • 25. Oktober 2012 um 09:45 Uhr
    • MRX
  26. 29.

    http://debka.com/article/22469/The-bombed-Sudanese-factory-produced-Iranian-Shehab-missiles

    „was intended to serve as Tehran’s strategic reserve stock in case Iran’s ballistic arsenal was hit by Israeli bombers …a distance longer than the 1,600 kilometers to … Fordo. This operation may have been intended to show Tehran that distance presents no obstacles to an Israeli strike on its nuclear program.
    2. The IAF has an efficient in-flight refueling capability.
    3. The raid would have degraded Iran’s ability to retaliate for a potential Israel or US attack.“

    Sudan fängt schließlich nicht mit ‚I‘ an.

    Neben Friedensgedichten für Baschar können wir jetzt vielleicht auch bald schon mit Gedichten für Baschir rechnen.

  27. 30.

    @ TH

    Nach dem vereitelten Terroranschlag in Jordanien (Benghazi-Style) befürchtet Adam Garfinkle eine beängstigende Proliferation terroristischen Know-Hows.

    http://blogs.the-american-interest.com/garfinkle/2012/10/24/what-they-should-have-debated/

    Nebenbei:

    We made what amounts to a deal with him[Gaddafi, SB] in return for this gesture: Don’t do these bad things with WMD, don’t support terrorists, and we will basically leave you alone, at least for now. Given how full our hands were at the time, this struck me as a very realistic way to handle Libya: back-burner it.

    The Obama Administration thought otherwise. And now we have a country that cannot police its own territory or even its own capital. Neither we nor NATO bothered to think through the “after the fall” scenario, in much the same way that the Bush Administration failed to think through Iraq after regime collapse..

    • 25. Oktober 2012 um 10:38 Uhr
    • Serious Black
  28. 31.

    Die iDrohne Politik!

    • 25. Oktober 2012 um 10:45 Uhr
    • palistine66
  29. 32.

    Pakistan

    One contained a photo of a pig, an animal considered by Muslims to be dirty, and is accompanied by an insult to Sunnis. Another alleges the Prophet Mohammad’s wife committed adultery – all proof, he says, that Shi’ites are blasphemous, and deserve punishment.

    „Whoever insults the companions of the Holy Prophet should be given a death sentence,“ Ishaq declares.

    Ishaq and other hardline Sunnis believe that Iran is trying to foment revolution in Pakistan to turn it into a Shi’ite state, though no evidence for that is offered. […]

    Sunnis and Shi’ites, who had lived in harmony for decades, now cope with sectarian no-go zones.

    „Sunnis can’t go to some areas and Shi’ites can’t go to others,“ lamented Gilgit shopkeeper Muneer Hussain Shah, a Shi’ite whose brother was killed in a grenade attack.

    When violence erupts, text messages circulate rallying one sect or the other. Shops and schools close. Authorities have banned motorcycles to stop drive-by shootings.

    http://www.reuters.com/article/2012/10/24/us-pakistan-militants-idUSBRE89N00W20121024

    • 25. Oktober 2012 um 10:50 Uhr
    • Serious Black
    • 25. Oktober 2012 um 10:50 Uhr
    • MRX
  30. 34.

    @ SB, MRX

    Al Kaida wieder da, Terrorismus jetzt mit Gaddafi Know-how …

    Alles richtig; und gegen wen geht es (ganz überwiegend) ?

    Gegen Alidische Häretkier und eigene Nippeskult-Nostalgiker.

    Alles dreht sich nach innen zum Shoot-out zwischen den Freunden der Kumpels und den Verehrern des Haushaltes von Mo.

    @ +MM

    Hier ganz gute Einblicke in die Hintergrundstory; schnell ‚runterladen, ist vllt. nur zeitweilig verfügbar:

    http://www.thessalonikisymposium.org/pdf/Ansary_Destiny_Disrupted.pdf

  31. 35.

    Man sollte nicht vergessen, Romney war Gouverneur von Massachussets.

    Kennedy-Land, wenn ich mich nicht irre. Das man ihn am Anfang von deutsch-medialer Seite verteufelte ist mir bis heute ein Rätsel.

    Wenn gebildete Demokraten ihn in Massachussets gewählt haben, wie konnte das Linke Mainstream des ignorieren und ihn als zweiten Bush sehen.

    Ich will nicht respektiert werden weil ich schwarz bin, sondern weil ich Leistung zeige. Das hat Obama eben nicht getan. Nicht nur seine Schuld.

    Die Sozialisten müssen auch mal begreifen, ohne den gemäßigten Kapitalismus, können sie alleine nicht existieren. Die Geschichte beweist es, und Schröder, Clement und Co hatten es verstanden.

    • 25. Oktober 2012 um 11:40 Uhr
    • cem.gülay
  32. 36.

    Joschka Fischer nicht zu vergessen

    • 25. Oktober 2012 um 11:41 Uhr
    • cem.gülay
    • 25. Oktober 2012 um 13:05 Uhr
    • MRX
  33. 38.

    Meine Güte, was für ein Unsinn. Über die Probleme der USA zu reden, als immer noch stärkste Wirtschaftsmacht, ist durchaus legitim, schließlich betrifft das den ganzen Planeten. Aber Amerikahass wird bei der Zeit ganz und gar nicht gefördert im Gegenteil. Hauptsache motzen.

    • 25. Oktober 2012 um 14:54 Uhr
    • oskar72
  34. 39.

    In the meantime, it is more than troubling that President Obama seems so unwilling to reflect on the rich experience of liberal failure in his home state. A term or two as governor of Illinois, wrestling with the consequences of liberal decadence for the constituencies he cares most about, might have prepared him for a genuinely historic role. As it is, he is running for re-election as the torchbearer-in-chief of an ideology that has long passed its prime.

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/10/25/news-from-obamas-home-state/

    • 25. Oktober 2012 um 15:01 Uhr
    • Serious Black
  35. 40.

    bezog sich auf den 4. kommentar

    • 25. Oktober 2012 um 15:03 Uhr
    • oskar72
  36. 41.

    Politiker in den USA sollten die richtige Religion haben. Im Süden Baptisten oder Katholiken in den Neu-England-Staaten. Wer das höchste Amt anstrebt, sollte einer Konfession angehören, die über das ganze Land verbreitet ist. Es wäre schon erstaunlich, wenn ein Mormone Präsident werden könnte. Auskunft über die regionale Verbreitung der Religionsgemeinschaften gibt:
    http://www.valpo.edu/geomet/geo/courses/geo200/religion.html

    • 25. Oktober 2012 um 17:09 Uhr
    • pinetop
  37. 42.

    @ pinetop

    Religion nimmt auch in den USA an Bedeutung ab. Als Kennedy erster katholischer (und irischstämmiger) Präsident wurde, kam das einer Sensation gleich. Obama wurde als erster Schwarzer Präsident. Die Tabus sind gebrochen. Die Mormonen gelten zwar vielen Amerikanern als verdächtig, aber dass Romney Präsident wird, ist alles andere als unwahrscheinlich.

    • 25. Oktober 2012 um 21:00 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  38. 43.

    […] man feststellen, dass der Horizont der US-Politik in Bezug auf den Rest der Welt kleiner …Das Versagen der amerikanischen Außenpolitik (im Präsidentschaftswahlkampf)ZEIT ONLINE (Blog)US-Wahlkampf : Egal ob Obama oder Romney, Europa hat ausgedientTagesspiegelHalbe […]

    • 27. Oktober 2012 um 15:02 Uhr
    • MRX
    • 27. Oktober 2012 um 17:27 Uhr
    • MRX
  39. 46.

    zu einer interessanten Fragestellung.

    Ist es wirklich wichtig, ob der neue Präsident nun Romney oder Obama heißt?
    Antwort: Nöööööööööö.

    Tatsache ist, dass es in Deutschland keinen Unterschied macht, wer in den Präsident ist.

    Genaugenommen ist die Relevanz genauso hoch, wie z.B. eine Berichterstatung über eine Präsidentenwahl in Argentinen(die 2015 wieder statt findet).

    Über die wirklich schöne Cristina Fernández wird eher selten berichtet. Ausführliche Berichte gab es nur um den Streit mit GB im Bezug auf die Falklandinseln.

    • 28. Oktober 2012 um 00:02 Uhr
    • Meine Herren, wir kommen nun
  40. 47.

    Französischer Bericht über die rechtzeitig im Wahlkampf fertig gewordene Doku zur Liquidierung bin Ladens; ab min 28 schweben die Hubschrauber ein:

    Une heure sur terre – Les dernières heures de Ben Laden

    Documentaire où nous suivons heure par heure, minute par minute le cours des événements tels que vus par le président Obama sur les dernières heures d’Oussama ben Laden. Comment les agents de la CIA ont trouvé la résidence du chef d’Al-Qaïda et comment ils l’ont espionné pendant des semaines afin d’essayer de confirmer sa présence. Dans ce film, le président des États-Unis raconte comment il a pris la décision d’attaquer, de nuit, sans prévenir les autorités pakistanaises.

    http://www.youtube.com/watch?v=u5mb2zCGrL0

    • 29. Oktober 2012 um 12:25 Uhr
    • MRX
    • 29. Oktober 2012 um 15:30 Uhr
    • MRX
  41. 50.

    „he don’t know much about who’s his friend;
    but he knows who not to offend … “

    (EnglischlehrerInnen bitte mal weghören)

    latma*tv ist genial; bürgerlich-reaktionär – und mit Augenmaß …

    von prophetischer Gabe war das legendäre: „The Three Terrors“ von Juni 2010

    http://www.youtube.com/watch?v=VmffgIqlAYA&feature=plcp

    Man kommt sich vor, wie auf Klassenfahrt.

    • 30. Oktober 2012 um 09:29 Uhr
    • MRX
  42. 52.

    Once upon a time a candidate for the Democratic presidential nomination warned that if Obama were elected president he would not be reliable in a crisis when answering a 3 a.m. phone call requiring instant response. That claim, of course, came from Hillary Clinton. Benghazi was that phone call.

    http://pjmedia.com/barryrubin/2012/10/29/a-short-guide-to-the-benghazi-issue-what-is-it-really-all-about/?singlepage=true

    • 30. Oktober 2012 um 09:59 Uhr
    • MRX
  43. 53.

    Machtkampf um Gaza?

    The protesters in Bureij show no sympathy for radical groups like Tawhid and Jihad; if anything they want a more liberal government. But as elsewhere, an enemy’s enemy can often become a friend. In neighboring Sinai, which has strong linguistic and cultural, as well as economic, affinities with Gaza, jihadi militants have proved adept at harnessing the grievances young Bedouin harbor against the Egyptian authorities. And in Gaza, itself, for all the dividends the government has reaped from the construction boom, the ranks of those left out offer fertile ground for recruits. Once an elite Palestinian militia, Islamic Jihad has acquired a substantial grassroots following, but has so far stopped short of rallying malcontents to openly challenge Hamas. While currently nursing their losses, smaller groups like al-Maqdisi’s, however, might feel less constrained.

    http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2012/oct/26/gaza-isolation-way-out/

    • 30. Oktober 2012 um 11:59 Uhr
    • Serious Black
  44. 54.

    test

  45. 55.

    @ MRX

    zehnter Versuch, diesen Kommentar durchzubringen:

    Landis weist endlich auch und zurecht darauf hin, dass Syranon natürlich nur Peanuts ist gegenüber der Involvierung des Irak.

    „Prime Minister Maliki is busy building a Shiite dictatorship and pushing out the remaining centers of Sunni power left behind by the Americans in their doomed attempt to promote power-sharing.

    Al-Qaida is rebuilding in Iraq to contest Shiite power. …

    The Sunni-led attempt to depose Assad’s regime is sure to give a big boost to Al-Qaida in Iraq as arms and men flow across the border and find a refuge in Syria. Saudi, Turkish and Qatari support for Syria’s Sunnis is also likely to turbo-charge passions in Iraq, as Sunnis feel empowered to push back against Iranian influence and the Shiite hold on power.“

    @ MRX

    Aus dem Interview mit Jabbour Douaihy:

    „Aber dort, wo starke tribale Strukturen herrschen, ist die Gruppe in einem Kollektivverhalten gefangen. Alle sitzen in einem Boot … Nicht nur der Libanon, sondern der gesamte Nahe Osten krankt daran. Man streitet sich um Dinge, um die es sich nicht lohnt zu streiten. Um Probleme mit einem anderen Familienclan zum Beispiel. Das sind meiner Meinung nach falsche Probleme, dennoch werden ihretwegen Kriege geführt. Denn bei Auseinandersetzungen mit jemandem aus einem anderen Familienclan kann man den Feind nicht so einfach aus dem Weg räumen, da jeder Clan sehr viele Mitglieder hat. Also begnügt man sich damit, sich gegenseitig auf die Rübe zu hauen. Das geht eine Weile so, irgendwann setzt man sich an den Verhandlungstisch und redet, doch weil sich der andere auch so nicht beseitigen lässt, bricht man die Verhandlung ab. Alles geht von vorne los. Wieder haut man sich gegenseitig auf die Rübe, wieder wird verhandelt. Es findet kein Ende. Voilà.“

    Etwas anders sieht es nur aus, wenn ein Saddam, oder Assad seine Tyrannei über den Laden gestülpt hat. Wackelt die, oder ist die weg, dann fallen Fraktionen ko(s)misch verhetzter Jugend und bewaffnete Sachwalter regionaler Abrechnungsprojekte übereinander her.

    Landis weist endlich auch und zurecht darauf hin, dass Syranon natürlich nur Peanuts ist gegenüber der Involvierung des Irak.

    „Prime Minister Maliki is busy building a Shiite dictatorship and pushing out the remaining centers of Sunni power left behind by the Americans in their doomed attempt to promote power-sharing.

    Al-Qaida is rebuilding in Iraq to contest Shiite power. …

    The Sunni-led attempt to depose Assad’s regime is sure to give a big boost to Al-Qaida in Iraq as arms and men flow across the border and find a refuge in Syria. Saudi, Turkish and Qatari support for Syria’s Sunnis is also likely to turbo-charge passions in Iraq, as Sunnis feel empowered to push back against Iranian influence and the Shiite hold on power.“

    h##p://www.#jo#s#hualandis.com/bl#og/?p=16577&cp=all#comments

  46. 56.

    Die Adresse von Landis scheint blockiert zu werden; nach x-Versuchen stabile Hypotehese; Doppelungen im Text zuvor aufgrund von genervten Absatzumbauten wegen ‚schon mal gesendet‘.

  47. 57.

    Thomas Holm,
    falls Sie’s nicht gesehen haben und falls Sie’s interessiert:
    http://bit.ly/V3UThJ
    K. 350

    Und vielleicht auch das heutige Interview mit Jochen Hellbeck, „Stalingrad – die andere Seite“, das man auf wdr5 nachhören kann. (Ich hab’s noch nicht mal „vor“gehört.)

  48. 58.

    „Stalingrad“
    http://bit.ly/SZBPws

  49. 59.

    In der Zwischenzeit stellt die Türkei ihre Uhren nach Islamic Mean Time(GMT +3) und entfernt sich somit eine Stunde von Europa:

    We hear that the ministry is determined to use the 40th meridian. This will mean we will have to set our time according to IMT — that is, the Islamic time — from now on. Remember when the idea was first floated, and how international traders and financial concerns in this country had risen against it on grounds it would negatively affect Turkey’s foreign trade?

    http://www.al-monitor.com/pulse/culture/2012/10/turkey-islamic-mean-time.html?utm_source=&utm_medium=email&utm_campaign=4972#ixzz2AiCKGaUm

    • 30. Oktober 2012 um 12:51 Uhr
    • Serious Black
  50. 60.

    SB

    „Insider“

    Die Mekka Bahn Pläne stehen auch schon bereit. Nur Assad muss noch weggeräumt werden.

    Los geht es in Istanbul

    • 30. Oktober 2012 um 13:07 Uhr
    • cem.gülay
  51. 61.

    „anger is increasing among anti-regime elements within Syria over the failure of the West to provide armed assistance. … The palpable rise in anger toward major Western powers for withholding arms could alone render more Syrians toward anti-Western Islamist appeals.

    This, in a nutshell, is the US and Western dilemma.“

    http://www.lobelog.com/natos-arms-to-syria-conundrum/

    Eine Chance vermasselt, oder hat es sie nie gegeben ?

    „Had arms been supplied to Syrian rebels considerably sooner, the number of Syrians embittered over the lack of tangible support from the outside, the vast extent of destruction wrought mainly by the regime’s aircraft and heavy weapons, and the number of militants arriving from neighboring countries might have been more limited before the fall of the Assad regime.“

    „Nur Assad muss noch weggeräumt werden.“

    Und Maliki; und die Kurden; und die Jihadisten …

    Nix mit Durchmarsch; völlige Pleite.

    Und das alles „nur“, weil man zurecht zögern muss, ein Abschlacht-Regime wegzuputzen, weil es danach noch schlimmer kommen könnte.

  52. 62.

    „Iraqi Sects Join Battle in Syria on Both Sides“

    Das kommt dabei heraus, wenn man einer orientalischen Gesellschaft eine Chance zu repräsentativer Regierungsführung schenkt. Vielleicht war es das wert, dass man das mal sieht; aber sehen muss man es dann auch schon; sonst wäre wirklich alles umsonst gewesen.

    http://www.nytimes.com/2012/10/28/world/middleeast/influx-of-iraqi-shiites-to-syria-widens-wars-scope.html?pagewanted=all#h

    „Some Iraqi Shiites are traveling to Tehran first, where the Iranian government, Syria’s chief regional ally, is flying them to Damascus, Syria’s capital. …

    The Iraqi Shiites are joining forces with Shiite fighters from Lebanon and Iran, driving Syria ever closer to becoming a regional sectarian battlefield. …

    the Iraqi volunteers are receiving weapons and supplies from the Syrian and Iranian governments, …

    Iran has also pressed the Iraqis to organize committees to recruit young fighters. …

    Many Iraqi Shiites increasingly see the Syrian war … as a battle for the future of Shiite faith. This sectarian cast has been heightened by the influx of Sunni extremists aligned with Al Qaeda,…

    One young Iraqi … said he saw the call to fight for Mr. Assad as part of a “divine duty.” …

    A senior Sadrist official … said that convoys of buses from Najaf, ostensibly for pilgrims, were carrying weapons and fighters to Damascus….

    “I can tell that things are going to be crazy in Syria,” he said. “It’s a sectarian war, and it’s even worse than the one we had here, which was between the militias and the political parties. In Syria, all of the people are involved.“

    Repräsentative Regierungsführung als ultimative Chance zu einer ungezügelten wechselseitigen konfessionellen Selbstabschlachtung in zwingend pflichtgemäßer Erfüllung göttlichen Gebots.

    Die Religion hat zu sich selbst gefunden.

  53. 63.

    China entwickelt ein strategisches Eigeninteresse an einem stabilen Zusammenhalt des Teheraner Machtbogens; es scheint dahin zu gehen, dass China dazu tendiert, den Raum eine Zeit lang gemeinsam mit Putin an die Kandarre zu nehmen.

    „The Chinese government said on Monday that the links established between Xinjiang-based outfits and international terror groups “seriously undermines China’s national security”. … Chinese officials say the ETIM has established camps in Pakistan. Earlier this year, the Ministry of Public Security released a list of six wanted ETIM members, some of whom were based in Pakistan.“

    http://www.thehindu.com/news/international/xinjiang-militant-groups-active-in-syria-says-china/article4044274.ece

    Soll die westliche Außenpolitik sich dagegen stellen und sagen: ‚Jetzt werden die armen Muslime aber noch viel heftiger unterdrückt, als von uns !'; oder sollte sie lieber „viel Glück damit, Genossen !“ rufen ?

    Pakistan wird darüber zerrissen werden; und die Türkei sitzt voll zwischen den Messern. Von westlicher Außenpolitik mehr zu erwarten, als niemanden daran zu hindern, sich in sein Unglück zu stürzen, würde ich für unvertretbar gefährlich halten.

  54. 64.

    Erdogan wollte den Amis vormachen, dass die Türkei bei den Arabern solche Wunder bewirken kann, wie Obama sich das vorstellt; DAFÜR gab es wohl Unterstützung für ihn …

    „Two months ago, political and media quarters in Turkey seemed optimistic about a possible change in Washington’s position on the Syrian crisis after the United States presidential election. …“

    … in der Erwartung, dass die Amis dann die Kastanien aus dem Feuer holen:

    „They expected that Washington would start working on settling the issue …

    The image that all Turkish quarters had envisioned was that if a greater amount of Syrian opponents joined the Syrian National Council (SNC), which was supposed to overhaul its structure to attract more members, and if the opposition’s armed military on the ground were unified, then the stage would be set for the post-US elections period, which would witness a crucial move on the part of Washington.

    However, the Turkish efforts in this regard were a complete fiasco.

    Petraeus met with a number of Free Syrian Army (FSA) leaders and militant groups on the ground, …

    For a while, it seemed that the main opposition parties responded to the Turkish move to unite their ranks in front of the American observer, but it was not long before this picture faded away, …“

    http://www.al-monitor.com/pulse/politics/2012/10/turkey-reasseses-its-friendship-with-syrias-opposition.html?utm_source=&utm_medium=email&utm_campaign=4956#ixzz2AQ7Z48sv

    Assad hat alle gelinkt; ein völliges Fiasko.

  55. 65.

    Thomas Holm

    Was ist los? Führst Du schon wieder Selbstgespräche. Tabletten nicht eingenommen?

    • 30. Oktober 2012 um 14:01 Uhr
    • cem.gülay
  56. 66.

    Nø, ich les dat alles.

    • 30. Oktober 2012 um 14:15 Uhr
    • MRX
  57. 67.

    @ CG – träumen Sie weiter von der Mekka-Bahn

    Assad hat alle gelinkt; ein völliges Fiasko – wie das gelaufen ist:

    „due to the Aleppo bombings, whose responsibility was claimed by al-Qaeda and which came as a fatal response to Turkey’s efforts to unify the military command of the opposition. …

    there were official US and international statements that formally voiced their concern over the activity of „extremist“ groups that are operating on the ground without allowing anyone to have any influence on their decisions or objectives.

    It seemed that criticizing the performance of the opposition’s armed militias was tantamount, even if indirectly, to criticizing Ankara. …

    Thus, Ankara faced difficulties in achieving its goal of directly overthrowing the Syrian regime militarily, and it seemed that its choice has cornered it and put it at the mercy of the actions of the Syrian political and armed opposition.

    Meanwhile, it seemed like Damascus had more options to respond to this Turkish rationale. Consequently, it endeavored to drag Turkey into its war, and conveyed a message to its northern neighbor that it was making a mistake by thinking that the military option on the ground would be limited to within Syria’s borders. …

    Turkey was shocked by the Syrian political opposition, which it had previously embraced, when the Syrian National Movement revealed documents that were reportedly leaked from the Syrian intelligence. According to these documents, Syrian President Bashar al-Assad ordered the killing of two Turkish pilots after their reconnaissance aircraft was targeted near the Syrian coast and crashed into international waters. The pilots survived the incident.

    Ankara believed that the disclosure of these documents was an attempt by the Syrian opposition to draw the Turkish army into a war against Syria or to embarrass the Turkish Justice and Development Party (AKP) government in public. This irritated the Turkish government and pushed it to adopt a sarcastic position toward these documents and to question their authenticity. …

    They also say that Turkey has begun to accept middle solutions that allow a transitional government to emerge that include representatives of the regime as well as Chinese and Iranian interests, which would be similar to the “blocking third” government in Lebanon. …“

    Und damit zieht sich die Türkei die Todfeindschaft nicht nur von Jihadisten zu, sondern auch vonseiten eines levantinisch-sunnitischen Mainstreams, der jetzt mit einer Libanon-Option als Politikziel abgespeist werden soll.

  58. 68.

    MRX

    Nö, ich lese das alles

    Ich auch

    • 30. Oktober 2012 um 14:16 Uhr
    • cem.gülay
  59. 69.

    Sehn Se.

    • 30. Oktober 2012 um 14:23 Uhr
    • MRX
    • 30. Oktober 2012 um 14:41 Uhr
    • MRX
  60. 71.

    @ Leser

    Erdogan vereint für eine kurze Frist die Türkei mit dem Versprechen, dass auf ihn (auf die Türkei) die „die Araber“ (Sunniten, Syrer) hören würden.

    Also Offensiven in Damaskus und Aleppo.

    Für Assad aber ist es ein Leichtes, seine syrischen Sunniten als völlig unberechenbare, chaotische und extremistische Kantonisten vorzuführen.

    Wieviel davon Vorführung war und wieviel „authentischer Jihadismus“ gewesen ist, ist dabei letztlich egal; die Vorführung ist voll gelungen.

    Für den tyrannischen Direktor des Irrenhauses lieferten die Irren jedenfalls eine überzeugende Vorstellung.

    Dann legt Assad noch eins drauf, provoziert an der Grenze und lässt ‚rüberwachsen, dass er die Piloten hat abmurksen lassen (ein Sachverhalt, von dem Erdogan nach dem Abschuss ausdrücklich gesagt hatte, so etwas würde alles ändern; während der gemeinsamen „Suche“ nach den Piloten !).

    Die Botschaft dabei an die Türkei: ‚Mit dem Erdogan bekommt Ihr eine Beleidigung nach der anderen, ohne dass Ihr was dagegen machen könnt.

    Und kein Schwein hilft Euch, weil alle Angst vor den Jihadisten haben. Euer ganzer AKP-Ami-Frühling; dass sind alles zionistisch-osmanisch gekaufte Afghanen‘.

    Jetzt hat die Türkei einen Jihadismus-durchseuchten Aufstand am Bein, der mit einer auf Generationen unversöhnbaren Brutalität zusammengebombt wird; eine „jetzt oder nie“ – Stimmung bei den Kurden und eine „Wer sind wir eigentlich ?“ – Zerrüttung in der eigenen Öffentlichkeit.

    Verkracht mit den Nachbarn – bleibt nur, nach Gross-Turkvölkisch Zentralasien zu schielen, wo ein Super-Assad der Türsteher ist:

    Fünf Buchstaben, fängt mit „P“ an.

    Die Moral von der Geschicht':

    Wenn Assad stürzt, zerreist es die Türkei*; also stürzt er nicht.

    *und manches andere

    Wenn Assad lebt, dann kann auch Putin – gut – leben; und nur und insofern Putin – gut – lebt: darf die Türkei atmen.

    Der Westen hat ein paar Fehler definiert, die der Iran nicht machen darf.

    Die Sorge um den Machterhalt bis Beirut, gebietet es bereits von selbst für Teheran, solche Fehler eher zu vermeiden. De facto hat Teheran freie Hand, in Irak und Syranon durchzugreifen – mit russischer Hilfe und chinesischem Wohlwollen.

    Und die Türkei ist dazu verurteilt, das mit anzusehen und sie mag versuchen, das den Syrern als Fortschritt (Libanesisches Modell) zu verkaufen.

    Aber das geht – innersunnitisch nach hinten los – diese letzte zahlenmäßig große und wahabitisch durchseuchte Generation: wird dagegen anrennen. Und an deren Fanatismus (oder Unwillen, sich demütigen* zu lassen) hängt das Schicksal der Saudis, die sich ansonsten vom Westen verraten fühlen.

    *ist halt subjektiv … Frömmigkeit verdünnt wohl das Fell …

    Wenn die Levante brennt, bleiben die Saudis im Sattel; wenn Friedhofsruhe einkehrt: DANN wäre sie dran.

    Also wird die Levante erstmal eine Zeit lang so richtig brennen.

    Eben damit es nicht umgehend bei den Saudis losgeht, muss es aber auch an immer mehr (sunnitischen) Orten losgehen – gegen die Orthodoxe Friedhofsruhe.

    @ MRX

    Sansal …

    “ Islamism is a fascism, totalitarian, bellicose, sectarian, exactly as was Nazism. If there is a difference, it is in the means. Nazism had under its control the formidable industry and military of Germany, while Islamism is for the moment at an artisanal stage.”

    Und da Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist, werden sich viele im Westen damit abfinden, dass Freiheit nichts für Sunniten ist. (Was ja auch viele sunnitische Mütter ganz von sich aus zu ihren Töchtern sagen …)

    Für Intellektuelle dabei wichtig:

    Die Arbeit* – machen die anderen.

    *schmutzige Arbeit !

    @ CG

    „Tabletten nicht eingenommen?“

    Wir haben heute einen (legalen !!) Brain-Speed-Markt, bei dem Derjenige im Vorteil ist, dessen Störung die Verabreichung des krassesten Stoffes rechtfertigt.

    Und da bin ich voll auf der Seite der Nutznießer, hab‘ ich kein Problem mit.

  61. 72.

    @ TH

    Und die Türkei ist dazu verurteilt, das mit anzusehen und sie mag versuchen, das den Syrern als Fortschritt (Libanesisches Modell) zu verkaufen.

    Dieses arabisch/muslimische Ehre/Scham-Gedöns ist in allen denkbaren Eskalationsstufen und -richtungen ne böse Falle für alle in Frage kommenden Partizipanten/Opfer.

    Wenn es blöd läuft, kann keiner mehr nen Rückzieher machen. Assad beherrscht das Spiel besser als Erdogan.

    • 30. Oktober 2012 um 16:18 Uhr
    • Serious Black
  62. 73.

    Thomas Holm

    Syrien/ Erdogan

    Wäre es nach Obama und der EU gegangen, auch Westerwelle, dann wäre ein neuer islamistischer Fanatiker Staat in Syrien Programm geworden

    Erdogan tat nur das, was die Mehrheit der UN wollte, nämlich die Jihadisten zu unterstützen, um die Christen und Alawiten auszurotten oder zu vertreiben.

    Auch Sie schimpften im selbiges Horn und verteufelten China und Russland die Millionen von Menschen gerettet haben.

    Peinlich für die westlichen Intelligenzia so dermaßen schief zu liegen im Glauben am arabischen Frühling.

    Die Islamisten haben schon überall die Macht oder sind dabei sie zu festigen. Einige machen noch auf moderat, weil man an das Geld der Kuffar will. Liberale Muslime sind leider nicht in der Lage, dieser Gewalt und dem Fanatismus was entgegen zu setzen.

    Oder, konnten sich die ca 50% der Deutschen damals gegen Hitler erwähren

    • 30. Oktober 2012 um 16:45 Uhr
    • cem.gülay
  63. 74.

    Ein schönes Beispiel für die völlige Verkennung der von mir skizzierten Situation in Nahost und speziell der Türkei liefert die Diskussion bei:

    http://www.taz.de/Streit-der-Woche/Kommentare/!c104114/

    Ob der gemeine Christen-Club Europa seine Abweisung der Türkei schon bald bereuen werde – oder ob Europa gut daran tat, sich dem drängenden Werben einer Islamisierungs-versessenen AKP-Türkei zu verweigern …

    das ist die Kontroverse.

    Kein Wort über Syrien, der Iran kommt nur insoweit vor, als betont wird, dass die Türkei anders sei.

    Wenn Syrien Thema ist, dann kommt Erdogan als NATO-Knecht vor und
    wenn die Türkei Thema ist, dann kommt Syrien mit keinem Wort vor.

    So denkt man sich die Welt fein sauber auseinander.

    Am Ende bleibt folgende Alternative zur Bewertung übrig:

    Entweder:

    Ist Europa rassistisch, weil es sich hat von den Griechen, pp. mit deren Ökonomie-Daten betrügen lassen und von der Türkei mit ihren geschönten Grün-Geld-Bilanzen aber nicht. Oder:

    Südlich, östlich und südöstlich von Wien sind sowieso alle nur Betrüger, unter denen man allerdings schweren Herzens eine Auswahl treffen muss, was man aber natürlich nicht so offen sagen kann …

    Und da sollen dann aber die Amis mal eine begeisterungsfähige Außenpolitik entwickeln.

    Irgendwo doch wohl nicht ganz koscher, eine solche Erwartung, oder ?

    Aufgeklärt-reaktionär* Politik zu machen – das scheint die Quadratur des Kreises zu sein.

    *wo alles nach Ablösung Drängende, BRICS-rulez, etc. nur verlogener Unrat ist

    @ SB

    „Assad beherrscht das Spiel besser als Erdogan.“

    Und gerade das Spiel mit Ehre und Schande. Die Russen beherrschen das auch; die haben zu Sowjetzeit zugelassen, dass ein paar zigtausend Syrer Sowjetbürgerinnen geheiratet haben – während umgekehrt natürlich kaum was lief, logo.

    Jetzt haben sie ein paar Zigtausend Nataschas, die ihre Mustafas an deren Ehrenpflichten für die russisch-arabische Freundschaft erinnern.

    „Ehre/Scham-Gedöns … ne böse Falle“

    Politik scheint unter diesen Voraussetzungen großteils darin zu bestehen, den anderen in diese Falle zu manövrieren und dann darauf herumzutrampeln.

  64. 75.

    @ TH

    paar zigtausend Syrer Sowjetbürgerinnen geheiratet haben

    Belech?

    • 30. Oktober 2012 um 16:51 Uhr
    • MRX
  65. 76.

    Thomas Holm
    Mali

    Die mehrheitlich geistig zurück gebliebenen deutschen Politiker wollen nach Mali, warum nicht, war doch Afghanistan ein riesen Erfolg der westlichen Demokratien. Nachdem man 2014 abgezogen ist, wird die Demokratie dort blühen. Nix mehr mit Terrorismus dort, warum auch, hat man doch Tausende Taliban und deren Familien gekillt. Wieso Rache?!

    Karsai wird dann für sich und seine Familie Asyl in der Schweiz fordern, wo er schon ca, ne Milliarde gebunkert hat.

    • 30. Oktober 2012 um 16:55 Uhr
    • cem.gülay
  66. 77.

    Thomas Holm

    Nebenbei, dass sagte ein Al Qaida ähnlich im deutschen Fernsehn nachdem Bushkoswsky Talk auf 3 Sat. „Deutschland in Gefahr“ oder so hieß die Sendung.

    Er lachte sich tot und dankte Obama und den Westen, dass man ihre Kriege geführt hat und die Despoten entsorgt ´hatte

    • 30. Oktober 2012 um 17:16 Uhr
    • cem.gülay
  67. 78.

    @ CG

    Wenn es so ist, dass:

    „Wäre es nach Obama und der EU gegangen, auch Westerwelle, dann wäre ein neuer islamistischer Fanatiker Staat in Syrien Programm geworden“

    dann folgt daraus; und dann sollte man das auch so sagen:

    dass man Gesellschaften mit Sunnitischen Mehrheiten keine Möglichkeit zur Selbstregierung überlassen darf.

    Aber dann könnte man gleich sagen: Der Rassismus der Nazis war schon nicht ganz falsch, nur mit den Adressen sind sie etwas durcheinander gewesen. Sie können locker sagen, dass nur Mord und Totschlag folgen kann, wo sunnitische Mehrheiten wählen; der Westen kann das nicht sagen.

    Denn sobald er das sagen würde: wäre er nicht mehr der Westen.

    Mit Ihrem unbefangenen Kenntnisstand braucht man sich nur noch zu überlegen, mit welcher Variante von Nicht-Demokratie man sunnitische Mehrheiten am besten verarscht und unterdrückt.

    „Erdogan tat nur das, was die Mehrheit der UN wollte, nämlich die Jihadisten zu unterstützen, um die Christen und Alawiten auszurotten oder zu vertreiben.“

    Sie meinen, dass die Mehrheit der UNO das wollte – nicht etwa: leichtfertig in kauf nahm, naiv war, oder so, sondern das wollte ?

    Erdogan bildet sich ein: wenn er was sagt (mit der Stimme der mächtigen Türkei natürlich) dann werden alle vernünftig, maßvoll, etc.

    Das ist natürlich: – etwas zu hoch gegriffen; aber eine reale Einbildung, der Menschen erliegen können.

    Zu sagen: ‚Die wollen eh‘ nur alle anderen abschlachten‘ hat weitreichende logische Konsequenzen; noch die geringste davon wäre, sich dort hinzubegeben, um das entweder zu verhindern, oder dabei den Heldentod zu sterben.

    Ich sage:

    Wegen der durch Selbst-Verrückt-Machung bedingten Tatenlosigkeit des Westens werden die Sunniten in der Levante in immer größerer Zahl unter das jihadistische Banner gezogen, unter dem sie dann auf sich und die Golfaraber angewiesen sind.

    Mali – ja da hofft man, oder gibt vor zu hoffen, eine anti-wahabitisch gestimmte Gesellschaft zu haben, die einer Hilfeleistung zugänglich wäre.

    Die Frage ist, ob man jemandem eine Chance schuldet, von dem man bezweifelt, ob er sie nutzen will, bzw. kann. Belastet wird das Überlegen, wenn die Zweifel unter Rassismus-Verdacht stehen, was einem hindert, sie zu äußern nicht aber daran hindern kann, sie zu haben.

    „hat man doch Tausende Taliban und deren Familien gekillt. Wieso Rache?!“

    Die Taliban wissen genau, was für einen Unterschied es macht, von Westlern gefangen gesetzt zu werden, oder einer Tadschiken-Miliz in die Hände zu geraten …

    „dankte Obama und den Westen, dass man ihre Kriege geführt hat und die Despoten entsorgt ´hatte“

    Das ist genau die Chance, die die betreffenden Gesellschaften vermasseln.

    Eine westliche Demokratie kann nicht anders, als solche Chancen zu gewähren. Nach einem richtig gründlichen Vermasseln wird sich dann wohl auch der Westen ändern (müssen).

    Ob Ihnen das dann besser gefallen wird …

    @ MRX

    “ 20,000 to 30,000 ethnic Russians live in Syria. Most of them are Russian women married to Syrian men, and their children.“

    http://www.russiadefence.com/russia-not-to-evacuate-20000-of-its-citizens-from-syria-185/

  68. 79.

    @ TH

    Verlässliche Quelle, oder ähnlich wie die Rede von den Tausenden Israelis, die nach Berlin ausgewandert sein sollen.

    • 30. Oktober 2012 um 17:32 Uhr
    • MRX
  69. 80.

    Thomas Holm

    Naivität oder Gutmenschlichkeit ist keine Entschuldigung für gar nichts, vor allem, wenn man von anderen gewarnt wird.

    Peter Scholl Latour schüttelt auch nur noch den Kopf, wenn er zu den politischen Entscheidungen des westens gefragt wird.

    „Selbstbestimmung der Sunniten“

    Stellt niemand in Frage, wenn gewährleistet ist, das Minderheiten und liberale Muslime, ein würdevollen Lebensraum bekommen.

    • 30. Oktober 2012 um 17:46 Uhr
    • cem.gülay
  70. 81.

    @ MRX

    In der Zahl dürfte auch einiges an 007-Personal untergebracht sein, aber die ganze Darstellung passt für mich recht plausibel ins Bild.

    Es wird jedenfalls mit einer eingegangenen Selbstbindung argumentiert.

    „As the conflict in Syria continues to defy a diplomatic solution, there are an estimated 30,000 Russian citizens living there , most women and children, Russian government officials estimate….

    Soviet women had their own reasons to pursue Syrians — nondrinkers who, thanks to the Baath Party’s ties to the Communists, traveled freely in and out of the Soviet Union. A new wave of marriages followed the Soviet collapse, as young women sought a way out of economic chaos.“

    Auf der Folgeseite:

    „A Russian consular official, who spoke on the condition of anonymity, said about 9,000 Russians have officially registered with the embassy, though upward of 30,000 citizens are believed to be in Syria. He said there are currently no plans for evacuation, but said that if the need arose, buses would be sent to cities to transport Russian citizens to safety.“

    http://www.nytimes.com/2012/07/02/world/middleeast/for-russia-syrian-ties-complicated-by-marriage.html?ref=baathparty&_r=0

  71. 82.

    Thomas Holm

    Ich habe der AKP nicht vertraut. Mete versuchte mich zu beschwichtigen, alles im Lot.

    Niente. Nach dem Sivas Urteil der Verjährung in der Türkei, haben wir deren Gesinnung verstanden.

    Dagegen werden wieder tausende Aleviten in Deutschland beim Erdogan Besuch demonstrieren.

    Ich habe nach dem Urteil mit der Türkei abgeschlossen. Ich bin kein Türke mehr. Und wenn mich moderate Türken beschwichtigen, dann ignoriere ich es

    Sollen die Neo-Osmanen die Türkei doch islamisieren, dann wird das Land eh zerfallen und kein Atatürk wird mehr zu Stelle sein

    • 30. Oktober 2012 um 17:54 Uhr
    • cem.gülay
  72. 83.

    MRX

    Russische Frauen sind nach Öl und Gas einer der größten Exportschlager.

    Oft als „Zweit-Frauen“ gehalten

    • 30. Oktober 2012 um 17:59 Uhr
    • cem.gülay
  73. 84.

    @ TH

    The goal was to forge a global, pro-Soviet intellectual elite; the immediate result was weddings. Young women emigrated as the wives of doctors, professors and officials; “the Soviet side said farewell to them and essentially gave them up for lost,” said Natalya Krylova, a historian who has published widely on Russian populations in Africa.

    Syrian-Russian unions were especially common — and not just for geopolitical reasons, husbands and wives said in interviews. Many Syrian men felt genuinely transformed by their time in Russia; they also sought to avoid paying a bride-price as is customary in the Middle East. Mahmoud al-Hamza, who met his wife, Nadezhda, in a Moscow park in 1971, said that in order to marry a Syrian, “you need an apartment, you need to pay money, you need to buy gold, and for a Russian woman you just need a wedding ring.”

    Soviet women had their own reasons to pursue Syrians — nondrinkers who, thanks to the Baath Party’s ties to the Communists, traveled freely in and out of the Soviet Union. A new wave of marriages followed the Soviet collapse, as young women sought a way out of economic chaos.

    • 30. Oktober 2012 um 18:17 Uhr
    • Serious Black
  74. 85.

    Das ist der interkulturell interessante Teil.

    • 30. Oktober 2012 um 18:19 Uhr
    • Serious Black
  75. 86.

    Amman – Assad pokert hoch:

    Then there is the issue of Syria. Jordanian Information Minister Samih Maayatah announced that the suspects had entered Jordan from neighboring Syria. And as a Jordanian security source told Reuters, „Their plans included getting explosives and mortars from Syria.“

    http://schanzer.pundicity.com/12482/why-failed-terror-attack-in-jordan-matters-to-us

    • 30. Oktober 2012 um 18:25 Uhr
    • Serious Black
  76. 87.

    @ CG

    „“Selbstbestimmung der Sunniten”

    Stellt niemand in Frage, wenn gewährleistet ist, das Minderheiten und liberale Muslime, ein würdevollen Lebensraum bekommen.“

    Und wer an die Versprechungen, dass das schon klappen wird, glaubt: der handelt aus „Naivität oder Gutmenschlichkeit“ was ja als Entschuldigung nicht gelten soll, und wer als westlicher Politiker nicht daran glauben mag, der ist islamophober Rassist, Muslimhasser, wie Geert Wilders, etc.

    Und bei einem russisch-türkischen Befreiungskrieg gegen einen solchen neuen Faschismus in Europa, dann wären aber alle sofort wieder dabei – zumindest im populären Roman ‚Metal storm‘ …

    Sprachphilosophisch ist der Westen gefickt; materiell aber der Orient.

    „dann wird das Land eh zerfallen und kein Atatürk wird mehr zu Stelle sein“

    So fängt es an:

    „„Tayyip Assad Erdoğan!“ So nennt ihn nun der Vorsitzende der größten Oppositionspartei CHP, Kemal Kılıçdaroğlu – mit Anspielung auf den syrischen Diktator Assad.“

    hxxp://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/10/462620/kritik-eskaliert-tuerkische-opposition-nennt-erdogan-assad/

    „Oft als “Zweit-Frauen” gehalten“

    Inzwischen; zu Sowjetzeiten mag es auch Verbindungen im ‚internationalistisch-kamaradschaftlichen Geist‘ gegeben haben.

    Und dieser Geist wusste auch stets um die besondere Berufung des Russentums.

    @ SB

    „Many Syrian men felt genuinely transformed by their time in Russia“

    Lang, lang ist’s her, hat’s aber gegeben; sogar Sowjet-begeisterte Afghanen hat es gegeben.

    Afghan Communist song

    min. 1.00 Landvermessung für Bodenaufteilung;
    die Sowjetafghanen ab 1.30 machen sogar einen besseren Eindruck, als die Früchte der westlichen Ausbildnerbemühungen

    die sowjetische mit-Menschenmassen-Überrenn-Taktik 1.40 hat den Afghanen wohl näher gestanden, als das ganze westliche Zeug …

    aber: voll perdu das ganze

    Wenn ich mich recht erinnere, hat die sowjetische Orientalistik den Mo. als großen Klassenkämpfer hingestellt; und erst beim Mongolo-Tatarischen Joch in Russland selbst wurde es für die Historiker dann wieder schwierig …

    http://www.youtube.com/watch?v=oSOcOKS-3ko

    • 31. Oktober 2012 um 09:44 Uhr
    • MRX
  77. 89.

    Bibi auf Road-show-tour zur Vermarktung eines Israelischen Militärschlags an die Araber:

    http://www.hurriyetdailynews.com/netanyahu-says-strike-on-iran-would-be-good-for-arabs.aspx?pageID=238&nID=33631&NewsCatID=352

    Diese: quasi Eröffnung von Preisverhandlungen, ist der Hintergrund dafür, dass die Sache „als ein Selbstläufer“ (Israels oder des Westens, den es halt für lau* gibt) erstmal auf Eis gelegt wurde:

    *no pun intended

    hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/israelischer-minister-barak-iran-legt-atomwaffen-programm-auf-eis-a-864388.html

    Bibi scheint den Zeitpunkt für gekommen zu halten, wo die Araber einsehen könnten, dass ihre Probleme mit dem Iran größer sind, als die Probleme, die Israel mit dem Iran hat. Und das ist der richtige Zeitpunkt, um über Konditionen und Einzelheiten das Gespräch zu suchen.

    Bibi als Vertriebsbeauftragter:

    „“Five minutes after, contrary to what the sceptics say, I think a feeling of relief would spread across the region,“ he said.

    „Iran is not popular in the Arab world, far from it, and some governments in the region, as well as their citizens, have understood that a nuclear armed Iran would be dangerous for them, not just for Israel,“ he said.“

    Hatte ich vor ca. einem Jahr schon geschrieben, dass es darauf hinaus laufen wird.

  78. 90.

    Zum Verhältnis Türkei – Irak – Iran:

    „Erdoğan … felt personally insulted when Maliki ordered his troops to surround Hashemi’s residence in the Green Zone on Dec. 15 with heavy-armored carriers and tanks accompanying government forces.

    He felt betrayed by Maliki, … More important, Erdoğan felt cheated by Iran, Maliki’s main backer, in maneuvering politics in Iraq at the expense of Turkish interests despite promises made by Iranian leadership behind closed doors.

    Then the infamous phone call came on Jan. 10 during which Erdogan and Maliki … yelling on both sides. Erdoğan … had to slam the phone down on Maliki, whom he accused of being Yazid, a reference to Yazid I, the Umayyad caliph responsible for killing supporters and relatives of Prophet Muhammad’s grandson Husain ibn Ali in a battle that took place in what is now Iraq in the year 680.

    Erdoğan was convinced that Maliki’s discriminative policies would lead to further bloodshed among Muslim brothers in Iraq. …

    the Turkish prime minister … urged Maliki to reconcile with his Sunni coalition partners, and to stop prosecuting and persecuting Hashemi and other Sunni politicians. Otherwise, he warned that Iraq might plunge into sectarian civil war in what he described as an “irreversible chaotic path.” He signaled that he knew outside meddling, an implicit reference to Iran, was the key factor in Maliki’s moving against Sunni leaders.

    When Maliki leaked the contents of the phone conversation to the Iranians, … Parliament Speaker Ali Larijani was hastily sent to Ankara …

    The level of talks between Erdoğan and Maliki, brokered by Larijani in that meeting, was even worse than the one held two days earlier.

    Frustrated, Larijani … “I’m Shiite and Erdoğan is Sunni. We are very close friends. Our problem is not the Sunni-Shiite divide,” he remarked …

    The day after Larijani’s departure, Erdoğan talked to US President Barack Obama over the phone and complained about Maliki’s sectarian policies, warning that the country may be headed towards civil war. …

    “Turkey is playing a role that might bring disaster and civil war to the region, and Turkey itself will suffer because it has different sects and ethnicities,” the Shiite prime minister warned.

    It is a shame that Maliki … does not mind serving his country on a silver platter to Persians“

    http://todayszaman.com/columnist-296516-phone-call-that-disrupted-turkeys-ties-with-iraq.html

    Die Seifenoper ist gut dokumentiert; alle wissen bescheid – nur kapieren tut es im Westen kaum einer; bzw. wer es kapiert, der erschrickt – und merkt, dass da nichts mehr zu retten ist.

    Maliki als Yazid, Erdogan als Assad; das kann alles nur noch bunter werden.

  79. 91.

    Syria: What Lies Ahead

    Eine Stunde Vortrag, eine Stunde Diskussion.

    „Joshua Landis is Associate Professor of Middle East Studies and Director of the Center for Middle East Studies at the University of Oklahoma, and author of „Syria Comment,“ a daily newsletter on Syrian politics. Landis is one of the foremost authorities in the US on Syria and is a frequent analyst on TV and radio.

    This lecture is part of our lecture series „The Islamic Middle East and Its Religious Minorities.“ This lecture is cosponsored by the Duke Department of Religion and the Duke-UNC Consortium of Middle East Studies.“

    Das Ende allen Lateins; Hoffnungslosigkeit auf höchstem Niveau.

    http://www.youtube.com/watch?v=g1NgB6GZV8k&feature=plcp

    Auch sehr schöne Fundamental-Einführung in die Problematik der konfessionellen Minderheiten und der Demokratie in der Levante; auch unter Berücksichtigung der Situation der Türkei.

  80. 92.

    Ein Video ist aufgetaucht, das einen gefangenen Hazara-Angehörigen, der aufseiten der Regimetruppen von den Aufständischen gefangen genommen wurde, zeigen soll:

    „Hazara -Terrorist kidnaped by FSA in Syria !“

    http://www.youtube.com/watch?v=bTy1-TpEp2A

    Wenn dass stimmt, dass der Iran Angehörige der aus Afghanistan flüchtenden schiitischen Minderheit der Hazara nach Syrien schleppt, um dort für Assad zu kämpfen, dann wäre der Nexus zwischen der Levante und entlegeneren Teilen der Muslimischen Welt noch dichter, als von mir bisher angenommen.

    Aus dem Jemen sind auch schon Kombattanten auf beiden Seiten aufgetaucht.

    Passend dazu die Iranische Meldung:

    hxxp://english.irib.ir/radioislam/analysis/commentaries/item/84283-hazara-shiite-muslims-in-pakistan-flee-taliban-terror

  81. 93.

    Saudi Wahhabien gibt indirekt zu: Islam ist nicht die Lösung!

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/#post-42204

    • 31. Oktober 2012 um 18:32 Uhr
    • Serious Black
  82. 94.

    @ SB

    „At a time when people all over the Middle East are rallying to the cry that “Islam is the solution” to whatever complicated political or economic problems their countries face, the Saudis seem to be saying that “England is the solution,” …

    Islamism is an appealing ideology to many people, but it is no more able to solve the region’s problems than secular Arab nationalism or socialism—the last two ideological fads that swept the Arab world. …

    The failure of Islamism, if indeed the new ideological wave proves as unsatisfactory as its predecessors, will lead to a much deeper civilizational crisis in the region — though at first the failure may drive countries toward more radical Islamist ideas.“

    Und radikaler heißt hierbei immer auch: konfessionell gegeneinander.

    Jeder der großen Akteure radikalisiert sich nämlich anders-islamisch.

    „But when those have been tried and failed,“ …

    namentlich dabei, über die Nachbarkonfession eine Hegemonie zu errichten …

    we can hope that the pragmatic accommodation to reality that has led the Saudis to accept English common law will inspire the Arab world to look at some of the other ideas that have worked for the Anglo-Americans as well.“

    … wird man für den Trümmerhaufen vielleicht gar nicht mehr so etwas kompliziertes, wie English common law benötigen; da mag dann so eine Art Somalia-Scharia vielleicht schon hinlangen.

  83. 95.

    Malala-Bashing ist im kommen; pro-westliche Finsterlinge hätten
    den Anschlag verübt, um Pakistan in einen Konflikt mit seinen patriotisch ja benötigten Islamisten zu treiben.

    Dueling Malala Narratives on Pakistani Social Media ab min 0.50

    http://www.youtube.com/watch?v=6HW17-N_RWY&feature=plcp

    Ob da jemand postmodernistische Anschauungen darüber, das eh alles nur konstruiert sei, in den falschen Hals bekommen hat ?

  84. 96.

    Wo so ein Terroranschlag mal gar nicht ins Konzept passt, kann auch eine arabische Zivilgesellschaft richtig rührend-kreativ werden.

    “Iraqi artists display mural condemning ‘terror attack’ on French consulate – Al-Iraqiya TV, Iraq”

    Die Anführungsstriche bei ‘terror attack’ sind von den anti-westlichen links-3.Welt-Radikalen Politwixern, die diese Beiträge redigieren …

    http://www.youtube.com/watch?v=2D_YrP2U0dk ab 22.50

    Das hier ist ja eine total krasse Seite; da war Backzwang ja nichts dagegen …

    hxxp://www.youtube.com/user/HarunYahyaEnglish/videos?view=0

  85. 97.

    @ TH #94

    Jeder der großen Akteure radikalisiert sich nämlich anders-islamisch.

    Genau, hier die nächste Front:

    To top it off, black Africans dissatisfied with Arab dominance of AQIM have recently started their own al-Qaeda franchise: the Movement for Jihad and Oneness in West Africa (MOJWA). Throw into the mix hundreds of thousand of displaced refugees and a severe food crisis, and you have ideal prospects for the continuing rise of radical Islam across the Sahel and West Africa, making Obama’s declaration that al-Qaeda is “on the path to defeat” seem Cheneyesque in its optimism.

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/10/31/rise-of-radical-islam-in-west-africa/

    • 1. November 2012 um 09:36 Uhr
    • Serious Black
  86. 98.

    Noch eine Front?

    A senior leader of the Palestinian Liberation Organization expressed support for a new proposal for Jordan’s annexation of the West Bank, in an interview with the London-based Al-Quds Al-Arabi.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=289930

    • 1. November 2012 um 09:51 Uhr
    • Serious Black
    • 1. November 2012 um 09:55 Uhr
    • Serious Black
  87. 100.

    @ SB

    „the continuing rise of radical Islam “

    rising’n canibalising – würde ich noch ergänzen.

    Spektakuläre Hisbollah-Doku von journeymans:

    Hezbollah’s Theme Park – Lebanon

    http://www.youtube.com/watch?v=UfL2NtowafE&feature=plcp

    Das Verschwörungslager meldet einen strategischen Etappensieg der Vereinten Eurasisch-Drittweltlichen Friedensfront gegen die Illuminaten-Piraten der Anglo-Protestanten:

    „in Ankara, Admiral James Winnfeld, Vice-Chairman of the U.S. Joint Chiefs of Staff, … He made it plainly understood to his Turkish counterparts that a peace plan had already been negotiated with Moscow, that Bashar al-Assad would remain in power“

    Da könnte sogar was dran sein; Hillary hat sich vielleicht ein paar alte: ‚Ich war doch mal genervt von Pakistan‘-Videos angeguckt und mit Syrien verglichen …

    txxp://www.vol#tairenet.org/article176399.html

    Praktischerweise werden auch gerade die Heiligtümer angegriffen, die ausdrücklich als Rote Linien markiert worden sind …

    hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlag-auf-sainab-moschee-in-damaskus-fordert-mehrere-tote-a-864544.html

    Wirklich dringend zu empfehlen, die zwei Stunden Landis in Duke Univ.

    Kann man sich beim bügeln, oder in der Badewanne reinziehen, aber das bringt’s wirklich.

  88. 101.

    @Serious Black

    Saudi Wahhabien gibt indirekt zu: Islam ist nicht die Lösung!

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/#post-42204


    Interessanter Link.

    1. Ohne Vertrauen kein Geschäft (sag ich seit Jahren)
    2. Saudi Arabien hat ein langfristiges Geldproblem (ist mir neu)

    Insgesamt heisst das, dass der islamische Spuk in 10 Jahren vorbei sein könnte.

    • 1. November 2012 um 10:24 Uhr
    • Mamas Liebling
  89. 102.

    @ SB

    „Obama goes to the polls leaving disappointment in a region swept by the Arab Spring. …

    he has not honored his pledges, such as settling the Palestinian-Israeli conflict, or improving relations with Muslim countries.

    A survey in June by the US-based Pew Research Center reported Obama’s popularity had fallen in five Muslim countries, including Egypt, where he was down by 13 points in a year. …

    Totalitarian Arab Gulf states, also with US backing, repress human rights.“

    Gebt die Saudis und die Israelis zum Abschuss frei; dann sind wir beste Freunde, sagt die ‚Arabische Straße‘ jenseits von Facebook und Turnschuh – in der vertraulichen Umfrage kann dann der Mubarak-Nostalgiker mit dem Polit-Islamisten endlich ins gleich Horn grummeln.

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=452750

    Umso gewichtiger die arabische Dissidentenstimme aus Israel, die Sie im Nachbarfred anführen.

    „the problem is not Israel, it’s the Arabs.”

    hxxp://www.timesofisrael.com/a-would-be-new-leader-of-israels-arabs-urges-full-integration-with-israel/

  90. 103.

    @ FS

    Nö, Ägypten eifert ja dem großen Vorbild nach:

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/11/01/247065.html

    • 1. November 2012 um 18:29 Uhr
    • Serious Black
    • 1. November 2012 um 18:52 Uhr
    • MM
  91. 105.

    als journalist sollten sie argumentation und wortwahl besser überprüfen, herr lau: indien hat nicht die „größte muslimische bevölkerung weltweit“, sondern bestenfalls die größte muslimische minderheit in seinem staatswesen beheimatet. im übrigen ist der politische und ökonomische gewalt- und kriegsfaktor in indien eine verlustreiche größe – auch wenn von den jährlich vielen tausend toten durch politische gewaltakte die deutsche presse nichts zu berichten weiß. indien wird im übrigen keine weltmacht werden; das sind die patschuligeschwängerten träume einer journaillenintelligenzia, die sich auf dem wohlstandssofa unter einem bild des ehrwürdigen mahatma die welt und den menschen schönschreibt. der hatte übrigens keine illusionen, sondern politischen verstand. battle on.

    • 1. November 2012 um 20:21 Uhr
    • maciste
  92. 106.

    Erinnert sich noch jemand an “The Japs are coming!”?

    http://www.foreignaffairs.com/articles/138219/ruchir-sharma/broken-brics?page=show

    • 2. November 2012 um 08:43 Uhr
    • MRX
  93. 107.

    In some ways, the rising Kurdish wave resembles the somewhat more advanced Tuareg wave in North Africa and the western Sahel. The Tuareg rising has already destroyed the territorial integrity and political order of one state, Mali, and threatens others. The Kurdish rising may very well do the same.

    http://the-american-interest.com/article.cfm?piece=1323

    • 2. November 2012 um 10:25 Uhr
    • Serious Black
  94. 108.

    @ SB

    Kurden, Berber/Tuareg … und der Dritte im Bunde des Dreigestirns der Schlechtweg-Gekommenen Orientalisch/Islamischer Pracht und Größe in allen Varianten: Die Paschtunen in Afghanistan und Pakistan.

    Jeweils so 20 bis 35 Mio. Leute mit durchweg ausnahmehaft anhaltend (!) hoher Geburtenrate und verteilt auf mehrere Staaten*; alle steuern sie auf einen „Jetzt oder nie !“ Moment zu.

    *Staaten, die niemand zum Nachbarn haben möchte; diese geniale Formel
    der PKK-Propaganda trifft auch auf die beiden anderen zu.

    Aktuelle Einzelheiten zu Kurdens bei:

    The impending Syrian-Kurdish conflict

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=453196

    In diesem Zusammenhang ist es natürlich ober-prekär, dass auf der Berliner Oppositionsdemo gegen Erdogan auch das Banner des Syrischen Staates geschwungen wurde, was – zumindest für die Gegenseite – eine klare Parteiname für das Assadregime markiert.

  95. 109.

    @ TH

    In diesem Zusammenhang ist es natürlich ober-prekär, dass auf der Berliner Oppositionsdemo gegen Erdogan auch das Banner des Syrischen Staates geschwungen wurde, was – zumindest für die Gegenseite – eine klare Parteiname für das Assadregime markiert.

    Frage ist: Wen juckt das?

    • 2. November 2012 um 13:03 Uhr
    • MRX
  96. 110.

    @ MRX

    „Parteiname für das Assadregime markiert.

    Frage ist: Wen juckt das?“

    Diejenigen AKP-Anhänger, denen noch nicht alles egal ist* –
    in der Türkei und im Rest der Welt.

    *keine Ahnung allerdings, wie viele das sind …

    Die arabischen Sunniten des MB-Spektrums, wenn sie merken, dass unter dem Druck einer solchen (!) Allianz die Türkei den Aufstand verhungern lässt und damit dem Assad-Regime eine Chance zu einer Zenga-zenga-Phase der Rache gibt.

    Dem Mainstream der Arabischen Erneuerungserwartungen wird es nicht verborgen bleiben, dass sie es mit einer wesentlich unangenehmeren Allianz zu tun haben, als derjenigen von George W. Bush und seinen „Willigen“.

  97. 111.

    @ TH

    Ich meinte damit, dass dies in Ballin geschieht.

    • 2. November 2012 um 13:34 Uhr
    • MRX
  98. 112.

    @ MRX

    In Berlin …

    Keine Ahnung, wie viel da noch wer was merkt.

    Plakat von der Demo bei 1.54:

    „Erdogan steht für Krieg, Antidemokratie und Polemik;
    Erdogan ist Schuld an Parallelgesellschaften in Deutschland“

    „Protest Erdogan Berlin 31.10.2012 turkish Turkey Syria Germany“

    http://www.youtube.com/watch?v=Vk8WY_Ia5Yw&feature=plcp

    Da möchte man hinterrufen: ‚Wo bleibt der alter Ergogan, der mit dem Gaddafi-Preis für Menschenrechte und den Urlauben mit den Assads ?‘

    Das man nach „Chile und Argentinien“ bei den nächsten 30.000 ++ Toten auf der anderen Seite steht und einen „Schmutzigen Krieg“ zur Sache der Linken erklärt, fällt vielleicht in Berlin selbst am wenigsten auf.

    Am besten kombiniert bringen mit Meldungen, dass Frankreich Schuld an Algerieren bekennt.

    Interessant, dass sich dieses doch erstaunlich breite Bündnis auch noch auf Englisch einer internationalen Öffentlichkeit zu empfehlen sucht.

    Zum Gespür für moralische Skandale in der im weitesten Sinne westlichen Linken hier ein Zwischenstand:

    „American “leftists” whitewash Nasrallahas …

    as a secularist who actually lives in Lebanon, I’ve long wearied of reading hagiographies of the “Party of God” from pseudo-dissidents and laptop-Leninists 7,000 miles away.“

    hxxp://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=452233

  99. 113.

    pseudo-dissidents and laptop-Leninists 7,000 miles away.”

    LOL!

    • 2. November 2012 um 18:08 Uhr
    • Serious Black
  100. 114.

    Ich hatte eine Artikeltrilogie als Leserartikel abgeschickt, aber:

    „vielen Dank für Ihren Leserartikel. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir ihn nicht auf ZEIT ONLINE veröffentlichen werden. Die Zusammenhänge, denen Sie sich widmen, bedürfen einer deutlich ausführlicheren Erörterung, für die ein Leserartikel nicht das geeignete Format darstellt.“

    An der falschen Pforte

    Seitdem der Arabische Frühling an den Toren von Damaskus angelangt ist, wird sichtbar, um welchen Machtkampf es im Nahen Osten eigentlich geht.

    An Teherans vorgeschobene Machtpositionen entlang der Achse Bagdad, Damaskus, Beirut lautet die Auskunft: die Revolution war schon hier; und Ihr da mit Turnschuhen und Facebook, Ihr seid leider die Konterrevolution.

    Was im Konflikt mit Gaddafi,der sich als Sachwalter von allerlei ‚Befreiungs-Projekten‘ zu empfehlen suchte, bereits ein wenig anklang, erschallt nun aus Damaskus und einem von der Hisbollah dominierten Beirut mit aller Macht.

    Und mit einiger Hintermacht: auch aus Teheran und Moskau ist zu hören, dass die Facebook-Protagonisten nur Marionetten seien von alten Propaganda-Bekannten – allerdings in neuem Mix: von Zionisten und Saudischen Wahabiten – die ihrerseits Handlanger des Westens seien; oder auch diesen heimlich beherrschen würden.

    Der Umgang der an Teheran angelehnten Achse von ‚Widerstand und Würde‘ mit dem Arabischen Aufbegehren in Syrien folgt einer sowjetischen Gangart der Fünfziger Jahre; Bilder aus Budapest von 1956 werden bei den Beobachtern wachgerufen, die sie kennen.

    Das der Libanon eine hochverdichtete Abbildung der Syrischen Verhältnisse ist, war bekannt. Aber dass auch der Irak – spätestens nach Abzug der Amerikaner – Partei ergreift für Assad – und gleichzeitig von einer Wiederbelebung seiner eigenen ethnisch-konfessionellen Verfeindungen befallen wird, galt wohl für die meisten Beobachter nicht als absehbar.

    Nach fast zehn Jahren ‚Krieg gegen den Terror‘ ist der Westen auf einmal mit einer Konstellation konfrontiert, die er zu antizipieren sich versagen musste. Weil er der Westen ist.

    Dass alle Chancen aus Tyrannensturz und Kampf um Befreiung unter den Rädern einer Saudisch-Iranischen Rivalität enden würden: das wäre eine Unterstellung von allzu flagrant politischer Unzulässigkeit gewesen.

    Jetzt haben wir genau diese Konstellation und kaum jemand in der Region kann sich dieser Sogkraft entziehen: Von der Hamas über die Libanesischen Minderheiten bis zur Türkischen Säkular-Opposition; alle müssen sich entscheiden: Für oder gegen: einen Sturz von Assad.

    Und nicht etwa für, oder gegen Demokratie, Reformen, Menschenrechte, etc.

    Gedeckt von Russland und China konnte Assad wertvolle Zeit gewinnen, in der sich das Gesicht des Syrischen Aufbegehren erwartungsgemäß – und für das Regime wunschgerecht – ins hässliche verkehrte.

    Ohne westliche Intervention war ein zur Gegenwehr übergegangenes Aufbegehren in Syrien angewiesen auf eine Unterstützung vom Arabischen Golf, die eine Schlagseite von abschreckendem Anblick in den Kampf brachte: die Salafisten sind da !

    Die Frage, ob sie auch bei frühzeitiger und wirksamer westlicher Hilfe gegen Assad gekommen wären, wird eine akademische bleiben.

    Jetzt sind sie angekommen in Syrien, sie sammeln die Landjugend und verschrecken das städtische Bürgertum und sorgen so mit für die Vertiefung und Verstetigung des Blutvergießens.

  101. 115.

    Trilogie II:

    Im falschen Film

    Betrachtet man die ökonomischen und sozialen Abgründe, vor denen die meisten Angehörigen der Facebook-Generation des Arabischen Frühlings stehen, dann stößt man irgendwann auf die Frage: was ist eigentlich dort los, wo das Geld ist – und mithin Spielraum wäre; für soziale Umbauten und Erneuerungen jedweder Art.

    Der Blick mag dann auf den Golf der fossilen Reichtümer fallen, der die Arabische Halbinsel vom Iran trennt. Dort findet man auch durchaus beanstandungsfähige Verhältnisse vor: schroffe Ungleichheiten in Zugang zu Chancen und Teilhabe; Tyrannei, Korruption, Bevormundung, Verfolgung …

    Doch zu allen Gemeinsamkeiten mit den Ländern, in denen eine Regierung gestürzt wurde, tritt eine Besonderheit hervor:

    Wo das Geld ist, da ist nicht die Regierung ‚haram‘ – sondern deren Umsturz.

    Im Iran, weil dort schon eine: sogar ‚Islamische‘ Revolution bereits 1979 stattgefunden hat.

    Und im Irak, weil dort nach endlosen Kämpfen um Gerechtigkeit diese schließlich auch gesiegt hat. Die einen sagen: durch den Abzug der Amerikaner, die anderen sagen: durch deren Eingreifen.

    Nun ja; die mit schiitischer Mehrheit gewählte Regierung wird jedenfalls auch durch das Blut von Märtyrern legitimiert, die gegen Tyrannen (darunter auch Saddam) und natürlich für Gerechtigkeit gekämpft haben.

    Seit dem Abzug der Amerikaner, bzw. seit der Kaltstellung des Sunnitischen Flügels der Bagdader Regierung wird das so gesehen und verkündet.

    Wie ist es nun bei den reichen arabisch-sunnitischen Monarchien am Golf ?

    Dort scheint es um eine Legitimationsbasis dünn bestellt zu sein. Es waren immerhin deren Anachronismen, die von den Antiterror-Strategen seit 9/11 als Brutstätte von Extremismus und Terrorismus ausgemacht worden sind.

    Die tonangebenden Saudis wüssten daraufhin jedoch gleichwohl mit einer durchaus überraschenden Auskunft aufzuwarten: Nicht ein Umsturz von jüngerem Datum, sondern eine Machtergreifung aus den Zwanziger Jahren soll die Legitimität der dort herrschenden Verhältnisse begründen.

    Gemeint ist die Eroberung des Landes durch das Haus Saud mit dem Segen jener asketisch – puritanischen sunnitischen Sekte, die als ‚Salafisten‘ (fremd)bezeichnet wird. Da diese mit der Machteroberung des Hauses Saud zu einer sunnitischen Staatskirche avancierte Sekte letztlich aber auch nur mit Wasser kocht, hat man sich darauf geeinigt: dem Königshaus so manch‘ fragwürdige Ausschweifung nachzusehen, solange es bereit ist, über die Sittenstrenge des Volkes zu wachen.

    Das mag wie ein schlechter Witz klingen; aber vielleicht auch nur für Zeitgenossen von verkümmerter religiöser Empfindungsfähigkeit. Denn wo die Christen um Verschonung vor der Versuchung beten müssen, da haben die Muslime in Saudi-Arabien eine Religionspolizei auf der Seite ihres Willens zur Tugend im streng-sunnitischen Sinne.

    Gegenüber einem jugendlichen Revolutionär mag eine solche Selbstempfehlung befremdlich anmuten – aber gegenüber den neuen islamischen politischen Mehrheiten auch ?

    Trilogie III:

    Drehbuch am Scheideweg

    Ausgerechnet an den Heiligen Stätten und in den Zentren von Macht und Reichtum sowohl bei den Schiiten, als auch bei den Sunniten herrschen: sakral sanktionierte Verhältnisse.

    Solches war bei den Herren Ben Ali, Mubarak und Gaddafi nicht der Fall.

    Soweit ein sunnitischer Protagonist des Arabischen Frühlings diesen als nächstes in Richtung Saudi-Arabien forttragen möchte; etwa via Amman, Bahrain, dem Jemen, Kuwait … hätte er sofort einen begeisterten Verbündeten: den Iran.

    Der Iran kann auch auf bereits mehr oder weniger im Kampf befindliche, bzw. jedenfalls unterdrückte und namentlich: schiitische Geschwister in Bahrain, dem Jemen und Saudi-Arabien verweisen . Eine ideale Konstellation eigentlich, um endlich eine Revolution dort machen zu können, wo märchenhafter Reichtum sich mit unsäglichem Anachronismus verschlungen hat. Zudem noch: die Verbandelung der Golf-Araber mit westlichen Interessen, ständige Anhaltspunkte für pro-Israelische Machenschaften; alles in allem: ein ideales Ziel auch für die traditionelle ‚Arabische Straße‘.

    Allein der blutige Albtraum in Syrien, das obszön-provozierende Foltern und Schlachten des Assad-Regimes; eine gesicherte Aussicht auf bisher ungekannte Schrecken von Rache im Falle einer Niederlage – halten das Moment des Arabischen Frühlings in der Levante gefangen.

    Ein Gottesgeschenk dagegen für die Saudis und ihren Anhang der kleineren Golfmonarchien. Ihr Zuspruch und ihr Geld werden auf einmal dringend gebraucht: von Leuten, die ihnen sonst womöglich als nächstes ans Leder gehen würden.

    Mangels durchgreifender westlicher Hilfe sind die Aufständischen in Syrien auf Hilfe von Golf angewiesen; diese transformiert ihnen zwar unter der Hand den ganzen Charakter ihres Unterfangens in Richtung eben jenes keineswegs ‚beliebten‘ radikalen Salafismus; aber unter Bomben und Panzerketten ist man gegenüber Hilfeleistungen halt nicht wählerisch.

    Für die Saudis könnte der Arabische Frühling doch noch zu einer Gefahr werden: und zwar in Gestalt von in Syrien geschlagenen Aufständischen.

    Denn traditioneller weise wendet man sich in der Region von einem unbezwingbaren Gegner ab und sucht sich einen eher bezwingbaren. So sind alle möglichen Umwege auf dem Weg nach Jerusalem entstanden; über Amman, über Beirut, etc.

    Theoretisch dürfen aus Saudischer Sicht die Aufständischen auch nicht allzu triumphal in Syrien siegen, weil sie dann ebenfalls in Richtung der Arabischen Halbinsel weiterziehen könnten; aber davon sind die Verhältnisse weit entfernt.

    Das vertrackte an der syrischen Konstellation ist, dass niemand verlieren darf. Die Aufständischen dürfen nicht verlieren, weil deren Niederlage die Saudis als unbrauchbare Scharlatane brandmarken würde.

    Das Assad-Regime darf nicht gestürzt werden, weil durch den Ausfall der Verbindung zur Hisbollah das Lebenswerk einer in die Jahre gekommenen Iranisch-Schiitischen Revolutionsgeneration zerstört wäre.

    Für Saudis wie Iraner – steht alles auf dem Spiel.

  102. 116.

    Wenn die Palästinenser schon Probleme mit der Außenpolitik haben, was will man da von den USA erwarten ?

    „Palestinian newborns named after Hezbollah …

    My wife wanted to call the baby Nasrallah, but I wanted Hezbollah — to commemorate the entire resistance,” he said smiling.

    “My friends said with this name he won’t be able to work, or travel abroad. I have business in Israel as well — but you know, there is a nationalist spirit in me,” he said.
    Ghurani said he also tried to change his 6-year-old son’s name from Islam to Nasrallah, but “couldn’t find the right papers.”
    “The next son — we’ll call him Ahmadinejad,” Ghurani said, in honor of Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, who has called for the complete annihilation of Israel. …

    “Just like when women named their children Saddam when he promised to destroy Israel,” she explained,“

    Wenn es irgendwo auf der Welt Leute gibt, die ihr Unglück verdient haben, dann …

    http://www.msnbc.msn.com/id/14363135/#.UJRGMW_Qe3w

    Dagegen:

    „“The majority of Palestinians in Lebanon and Syria are supportive of democracy”—another way of saying they are opposed to the regime of President Bashar al-Assad.“

    hxxp://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=453273

  103. 117.

    Wohl über 100.000 Tote …

    „a European diplomat in Istanbul who closely monitors the war and humanitarian aid efforts estimates the actual death toll at more than 100,000, a number with which reputable Syrian opposition figures agree. U.S. officials say they wouldn’t be surprised if the numbers are higher than 30,000.

    The 100,000 figure is based on an estimate of the number of people who have been forcibly “disappeared” and on the existence of what the European diplomat said were believed to be mass graves.

    Reputable opposition groups say the Syrian government has arrested 92,000 people on political charges.

    http://www.mcclatchydc.com/2012/11/01/173336/syrian-opposition-group-tells.html#storylink=cpy

  104. 118.

    # 105 – „indien wird im übrigen keine weltmacht werden; das sind die patschuligeschwängerten träume einer journaillenintelligenzia, die sich auf dem wohlstandssofa unter einem bild des ehrwürdigen mahatma die welt und den menschen schönschreibt.“

    No other major economy might be poised for faster growth over the next several decades.
    Unlike China’s, rapidly aging because of its one-child policy,
    India’s population is young and growing, giving it a demographic edge.
    In a 2011 report, Citigroup economists forecast that India, not China, will be the largest economy in the world by 2050.
    Indians could also become the planet’s most important consumers, and thus a key driver of global growth.

    http://www.time.com/time/subscriber/printout/0,8816,2127096,00.html

  105. 119.

    PS – Although home to a Hindu majority,
    India has a Muslim population of some 150 million,
    making it the state with the second-largest Muslim population in the world after Indonesia.

    http://www.cfr.org/india/indias-muslim-population/p13659

  106. 120.

    Der mit 10 Mio. $ Belohnung gesuchte Hauptverdächtige der Überfälle von Mumbai lebt unbehelligt, steinreich und hochverehrt mitten in der ehemaligen Sikh-Metropole Lahore, Pakistan.

    Gerade für die indischen Muslime hat sich Pakistan zu einem bösen Witz, einer blutigen Clownerie entwickelt, was allerdings intern auch kontrovers diskutiert wird.

    Mumbai attack suspect wants to help U.S.

    http://www.youtube.com/watch?v=5rn_vsvQdmc&feature=plcp

  107. 121.

    Glückwunsch: Erdogan hat festgestellt, daß seine Null-Problemo-Außenpolitik gescheitert ist.

    Angie soll nun für ihn bei Russland und China die Kohlen aus dem Feuer holen.
    Präventiv schickt er sein Njet bezüglich syrisch-kurdischer Autonomie voraus.

    Nebenbei will er noch zu seinem Kumpel Ismail Haniyeh nach Gaza fahren.
    Vielleicht nimmt er ja seinen anderen BFF mit, vorausgesetzt er wird wiedergewählt.

    http://todayszaman.com/news-296847-turkey-will-not-tolerate-autonomous-kurdish-region-in-syria-says-pm.html

    • 3. November 2012 um 20:57 Uhr
    • Serious Black
  108. 122.

    http://debka.com/article/22497/Iran-suspends-uranium-enrichment-Gesture-to-boost-Obama%E2%80%99s-reelection

    Tel Aviver Ultras mahnen: Israel nicht automatisch gegen den Iran gepolt.

    Die können Richelieu; das wird teuer für die Saudis.

  109. 123.

    Stratfor’s CEO George Friedman discusses Russia’s moves to take advantage of Europe’s disarray.

    Friedman meint, dass Russland sich wieder ein Imperium von sub-performanten Satelliten zusammenzimmert – von Minsk bis Kasachstan – sozusagen. Und; dass bei fortschreitender europäischer Desintegration: Deutschland in dessen Gravitationsfeld geraten werde.

    Gauner – aber mit Rohstoffen wenigstens; so eine Art bessere Araber.

    Interessant, wie Friedman die Russische Imperialgeschichte deutet:
    nicht von ihrem Scheitern her, sondern: There was an Empire for a reason.

    Dasselbe sagt er sogar von der Sowjetunion.

    Das sehen aber die doppelt verarschten Russen; einmal von der durch Zarentricks perpetuierten Mongolischen Herrschaftsform und das zweite Mal durch ein gründliches Missverständnis der marxistischen Religion –
    möglicherweise ein wenig anders. Und die Chinesen auch: anders.

    http://www.youtube.com/watch?v=i4fVkA9vB7k&feature=plcp

  110. 124.

    Friedman bringt seine Betrachtung über Russland als traditionelle Führungsmacht eines Imperiums von leicht-Behinderten zurecht in der Nähe eines Beitrags über:

    History of the North Caucasus‘ Instability – Stratfor Eurasia Analyst Eugene Chausovsky discusses the importance, geography and history of the North Caucasus, which has been a continual security challenge for Russia.

    Bei allem romantischen Traditions-Zank von Russen und Kaukasiern:

    die islamistisch-wahabitische anti-tyrannische Aufstands-Grundierung und inner-Muslimische Jugendrevolte passt vorne und hinten nicht zu den Traditionen der Russländischen Muslime.

    Sie passt auch nicht zur Syrischen Gesellschaft; nur ist sie dort das Ferment der Perpetuierung eines Aufstands, der bei Strafe einer ‚asiatischen Rache‘ vonseiten des Regimes auch nicht aufhören darf.

    Das Salafistsiche Element ist der Garant einer blutig-gründlichen Niederlage und Knechtung der Sunniten unter Putin und all‘ seinen Statthaltern – eben indem es an einer Militanz unter utopisch-anti-traditionellen Vorzeichen festhält und diese bis zum letzten zu befeuern weis.

    Ein internationaler Lemminge-Kreuzzug; aus Sicht der einschlägigen Propaganda übrigens einer von: ‚Kanaken* gegen Kaukasier**‘

    *Araber in der Sicht von Putins muslimischen Statthaltern
    **immerhin die Phantasiebezeichnung des antirassistisch-multikulturellen Amerikas für die Europa-stämmigen Einwanderer.

    Die Kaukasier sind anders-‚machistisch‘ als die Golfaraber; meinetwegen kann man den ganze Konflikt auch als einen zwischen unterschiedlichen ‚Machismen‘ betrachten; mithin auch als unversöhnlich.

    Cute Circassian Girl Dance With Swords

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=_YePMjC6qu4&feature=related

    Das Türkentum dabei mittendrin – zwischen allen Zelten und Palästen.

    Wo die Kurden stehen (werden) erscheint dagegen schon etwas klarer.

  111. 125.

    Auch contre coer müssen die, die noch im Aufstand sind, Hilfe von ungeliebter Seite annehmen.

    SyriaSaturday – Syria News, Explained on 3 Nov 2012 with Lara Setrakian

    http://www.youtube.com/watch?v=ERtSSWhdDuk&feature=plcp 28.00-29.00

    So wird der Aufstand von denen, die befreit werden sollen, isoliert; einfach Mao andersrum gelesen. Den Aufständischen hätten sich in Aleppo und Damaskus Zigtausende anschließen können – wenn sie es denn gewollt hätten.

  112. 126.

    http://todayszaman.com/news-297146-pm-touts-capital-punishment-rejecting-ocalan-house-arrest.html

    „Akın Özçer, a former diplomat and a columnist for the Taraf daily, described Erdoğan’s words as an “unfortunate comment” indicating a reversal in Turkey’s EU efforts.“

    Erdogan scheint es für nötig zu befinden, nicht nur seine Türkei-gläubigen Gesprächspartner in Europa zu brüskieren, sondern auch einen ausgesprochen verhängnisvollen Akzent für die Zukunft der Region zu setzen.

  113. 127.

    „After a decade-long ban on celebrating Eid al-Ghadeer, this year Yemenis marked the Eid publicly for the first time.

    Eid al-Ghadeer is a festive day observed by Shia Muslims on the 18th of Dhu al-Hijjah in the Islamic calendar to commemorate the appointment of Ali ibn Abi Talib by the prophet Muhammad as his immediate successor.“

    http://www.youtube.com/watch?v=Op7KwsxBH1Q&feature=plcp

    PressTV feiert die erstmalige Abhaltung des Schiitischen Feiertages …

    „Sunni Muslims do not celebrate this day as they feel that only Eid ul-Adha and Eid-ul-Fitr are established celebratory days. While being fully aware of the incident, they deny the Shia belief that Ali was appointed successor by Prophet Muhammad“

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Eid_al-Ghadeer

    … und verbucht damit einen speziellen Schiitischen Frühlingsgewinn.

    Da entwerf‘ mal jemand eine passende Außenpolitik zu.

  114. 128.

    Reenactment der umstrittenen Ali-Designation zur Nachfolge des Mo. in Ghom …

    „Muslim world celebrates Eid al-Ghadeer

    The festive day of Eid al-Ghadeer has rolled in with spectacular programs and thrill in Iran, amid delightful celebrations across the Muslim world. It’s a day in which the Holy Prophet of Islam, by divine command in his last sermon, designated Imam Ali, the first Shia Imam, as his immediate successor.

    Muslim scholars and religious leaders refer to Eid al-Ghadeer as the greatest celebration of all religions. They say the result of the mission of all the messengers of God became accomplished on this special day in history, because it’s a day in which Islam was completed and perfected.“

    … und wer die Botschaft nicht glaubt, der ist “ in fact denying Islam“ min. 1.30

    Welcome to the club.

    http://www.youtube.com/watch?v=6KyY_hkCgiU&feature=plcp

    Wegen einer Zankfrage ob, ‚christlich übersetzt': Jesus nun einen konkreten Nachfolger designiert hat, oder nicht, und wenn ja, dann mit welchen exakten Vollmachten …

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Nachfolge_Jesu

    … lassen die Polit-Häuptlinge der Muslime ihre Gemeinden in den Ersten Weltkrieg der Dritten Welt rasseln.

  115. 129.

    Mali – Das nächste Afghanistan?

    We might get lucky and have just a small proxy war, with moderate Tuaregs doing most of the fighting against Ansar al-Dine. But no one can say for sure where this thing is heading. All we know now is that it’s almost certainly the next war the U.S. will be involved in.

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/get-ready-next-war

    • 5. November 2012 um 14:01 Uhr
    • Serious Black
  116. 130.

    There is one person and one only who is responsible for that state of affairs. Hint: it isn’t the Secretary of State, the Secretary of Defense or the Director of the CIA.

    Ambassador Stevens didn’t die because the White House had a bad night. He died because the White House has bungled North Africa.

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/11/05/why-the-ambassador-died/

    • 5. November 2012 um 16:56 Uhr
    • Serious Black
  117. 131.

    @ SB, TH – OT – Syrien

    Kafranbel – Hochburg des gewaltfreien (und kreativen) Widerstands – brennt.

    Ich sag mal: Vorsicht, disturbing!
    http://www.youtube.com/watch?v=G-do4UrRcuM
    youtube.com/watch?v=99Ks06ebHF0

    Horror in Kafranbel. Many sources report that a bomb, dropped by an Assad jet fighter, hit a crowded market in the a town that has sometimes been considered the heart of the peaceful opposition movement, and an area that is close to the battlefront.
    enduringamerica.com/home/2012/11/5/syria-and-beyond-live-coverage-talks-and-declarations-as-234.html#1515

    telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9656225/Syria-bombing-dramatic-aftermath-of-blast-in-Kafranbel-Idlib.html

    en.wikipedia.org/wiki/Kafr_Nabl

    So’n bisschen kann man den Glauben an die Menscheit da schon verlieren…

    • 5. November 2012 um 18:34 Uhr
    • MM
  118. 132.

    Wer bekommt den nächsten Song?
    http://bit.ly/TuTwnP

  119. 133.

    dien dan xe oto matiz

    Das Versagen der amerikanischen Außenpolitik (im Präsidentschaftswahlkampf) « Jörg Lau

  120. 134.

    xe toyota sai gon

    Das Versagen der amerikanischen Außenpolitik (im Präsidentschaftswahlkampf) « Jörg Lau

  121. Kommentar zum Thema

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