Ein Blog über Religion und Politik

„Der Nationalstaat hat sich ad absurdum geführt“

Von 26. Oktober 2012 um 15:09 Uhr

Für die aktuelle Ausgabe der ZEIT habe ich mit dem Kollegen Mark Schieritz den Finanzminister Wolfgang Schäuble interviewt. Hier ein Ausschnitt, der Rest in der Tote-Bäume-Version der ZEIT an einem Kiosk Ihres Vertrauens:

DIE ZEIT: »Der europäische Einigungsprozess ist an einen kritischen Punkt seiner Entwicklung gelangt. Wenn es nicht gelingt, eine Lösung zu finden, dann wären die existenziellen Probleme der europäischen Gesellschaften nicht zu bewältigen« – kommt Ihnen dieses Zitat bekannt vor, Herr Minister?

Wolfgang Schäuble: Es passt auf viele Situationen in der Geschichte der EU und beschreibt auch die gegenwärtige Lage gut.

ZEIT: Es entstammt dem Papier zur Zukunft Europas, das Sie im Jahr 1994 zusammen mit Karl Lamers verfasst haben.

Schäuble: Sehen Sie!

ZEIT: Muss es nicht zu denken geben, dass Europa nun schon seit 18 Jahren über dieselben Probleme redet und sie offenbar nicht gelöst bekommt?

Schäuble: Das ist doch etwas verkürzt. Anders als heute ging es in den neunziger Jahren vor allem um die Frage, ob die Europäische -Union erweitert oder vertieft werden soll. Wir haben gesagt, man muss beides machen. Heute haben wir es mit anderen Herausforderungen zu tun. Aber richtig ist immer: Europa entwickelt sich Schritt für Schritt und normalerweise ohne den Big Bang, denn die Menschen sind nur schrittweise dazu bereit, bestimmte Zuständigkeiten auf die europäische Ebene zu übertragen. Das ist ein mühsamer Prozess, der uns aber schon weit getragen hat.

ZEIT: Warum ist er so mühsam?

Schäuble: Es hat etwas damit zu tun, dass demokratische Wohlstandsgesellschaften das Wort »Veränderung« nicht sehr schätzen. Es gibt halt Besitzstände, und die werden verteidigt. Niemand will den Flughafen in seiner Nähe haben, aber alle wollen fliegen. Europa ist ein andauerndes Veränderungsprojekt.

ZEIT: Vielleicht ist die Zurückhaltung ja auch Ausdruck einer gesunden Skepsis gegenüber politischen Experimenten.

Schäuble: Das glaube ich nicht. Es ist doch so, dass die Zustimmung zu Europa eher zu-genommen hat.

ZEIT: Wirklich? In Griechenland und Spanien gibt es Proteste gegen die Sparauflagen aus Brüssel, in Deutschland gegen den Rettungsschirm ESM.

Schäuble: Proteste gehören zu einer Demokratie, und viele der jetzt beschlossenen Maßnahmen sind in der Tat für den Einzelnen hart und dementsprechend oft auch unpopulär. Entscheidend ist aber doch der Wille der Mehrheit. Und immer wenn die Mehrheit erkennt, was auf dem Spiel steht, ist sie bereit, etwas zu tun. Nehmen Sie die Wahlen in den Niederlanden, bei denen die Euro-Skeptiker abgestraft wurden. Auch die zweiten Wahlen in Griechenland oder gerade jetzt die spanischen Regionalwahlen haben bewiesen: Je konkreter die Gefahr, desto größer die Reformbereitschaft.

ZEIT: Trifft das auch für Deutschland zu? Die Freien Wähler wollen mit einem euroskeptischen Programm in den Bundestag einziehen.

Schäuble: Und sie werden scheitern. Genau wie Hans-Olaf Henkel oder wer auch immer. In Deutschland konnte bislang keine Partei mit einem Anti-Euro-Kurs bei Wahlen punkten. Als versucht wurde, dies zum Thema bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus zu machen, haben sich die Wähler abgewandt. Europa kommt immer in Krisen wirklich voran, das war schon immer so.

ZEIT: Das wäre dann ein Europa, das die Finanzmärkte erzwingen. Wäre es nicht ein besserer Ausgangspunkt für das friedliche Zusammenleben der Völker, wenn eine derart gravierende Entscheidung in freier Übereinkunft getroffen würde?

Schäuble: Es ist doch klar und zwingend, dass ohne die Zustimmung der Völker und der Parlamente überhaupt nichts in Europa passiert. Aber manchmal braucht es eben einen Anstoß, einen Anlass, um etwas weiterzuentwickeln. Sonst säßen wir wohl immer noch in der Steinzeit, denn so kalt waren die Höhlen ja vielleicht auch nicht. Nach meinem Verständnis von demokratischer Politik kann man einen großen Plan nur mit Beteiligung der Bevölkerung umsetzen und muss ihre Bedenken und Sorgen berücksichtigen.

ZEIT: Trotzdem bauen Sie an einem europäischen Superstaat. Wie passt das zu einem konservativ-skeptischen Menschenbild?

Schäuble: Es geht gerade nicht um einen Superstaat, sondern um die Fortentwicklung der Idee des Nationalstaats. Diese sehr europäische Idee hatte sich schon mit dem Morden des Ersten Weltkriegs ad absurdum geführt, daher ja auch die ersten paneuropäischen Bewegungen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es bedurfte aber eines weiteren großen Kriegs, bevor die Idee in die Praxis umgesetzt wurde. Was wir in Europa im Bereich der effizienten Zuordnung von Souveränität zwischen Kommunen, Regionen, Staaten und der europäischen Ebene machen, ist hoch-innovativ – und unter den Bedingungen der Globalisierung wichtiger denn je.

ZEIT: Die Kriegserzählung verliert für Jüngere an Überzeugungskraft. Wie kann man heute Europa begründen?

Schäuble: Ich vermute mal, dass dies eine rhetorische Frage ist. Klima, Rohstoffe, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Terror und Ähnliches mehr fallen einem schnell als Antwort ein. Aber auch bei der Finanzmarktregulierung können Sie allein wenig ausrichten. Ich war gerade in Asien, dort beobachtet man sehr genau, was wir in Europa machen.

ZEIT: Ist es dann nicht riskant, Europa durch hochtrabende Integrationspläne zu gefährden?

Schäuble: Der Euro hat noch keinen umfassend adäquaten institutionellen Rahmen. Das holen wir jetzt nach. Damit gefährden wir Europa nicht, sondern stärken es.

ZEIT: Sie haben vergangene Woche vorgeschlagen, einem Brüsseler Superkommissar für Währung ein Vetorecht über nationale Staatshaushalte einzuräumen. Ist es demokratisch, das Budgetrecht des Parlaments auszuhöhlen?

Schäuble: Da wird nichts ausgehöhlt. Die Idee ist weder neu noch revolutionär. Der Kommissar kann keine beliebigen Entscheidungen treffen. Er soll dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden, denen die Mitgliedsstaaten und zumeist auch ihre Parlamente bereits verbindlich zugestimmt haben. Nicht mehr und nicht weniger.

ZEIT: Wie lange werden die nationalen Parlamente noch die Haushalte festlegen?

Schäuble: Irgendwann wird das Europäische Parlament das Budgetrecht wahrnehmen. Dazu müssen aber noch viele Voraussetzungen erfüllt sein – vor allem müssen es die Menschen als ihre Vertretung annehmen. Wir könnten jedoch schon viel früher mit der Stärkung der Demokratie in Europa beginnen und den Präsidenten der Kom-mission direkt vom Volk wählen lassen.

ZEIT: Sie glauben, dass sich die Deutschen für den Kommissionspräsidenten interessieren?

Schäuble: Wenn es einen Wahlkampf gibt, schon. Das wäre eine Urerfahrung, die bleibt. Sie könnte bei der Herausbildung einer europäischen Öffentlichkeit helfen. Schauen Sie doch, mit welchem Interesse die Menschen eine Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart verfolgen!

ZEIT: Je mehr Kompetenzen Sie aus der Hand geben, desto größer die Gefahr, dass nicht im deutschen Interesse entschieden wird. Viele Berliner Positionen sind in Europa nicht mehrheitsfähig.

Schäuble: Daran arbeiten wir. Die Garantie allerdings, dass sich immer die deutsche Po-si-tion durchsetzt, kann niemand geben. Demokratie bedeutet, darauf zu vertrauen, dass die Mehrheit schon das Richtige tut. Das ist das Risiko der Freiheit. Und als es hieß, dass am deutschen Wesen die Welt genesen solle, war es sicherlich nicht zu unserem Besten.

ZEIT: Im Fall der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dieses Vertrauen sehr strapaziert. Für die meisten Bundesbürger ist die Politik der Notenbank ein Bruch mit deutschen Stabilitätsidealen.

Schäuble: Der EZB zu unterstellen, sie sei nicht stabilitätsbewusst, hieße, die Realität zu ignorieren. Sie agiert innerhalb ihres Mandats.

ZEIT: Sie sagen, dass die Krise Europa zusammenführt. Entzweit sie nicht den Kontinent? Vor allem Deutschland und Frankreich finden nicht zusammen.

Schäuble: Im Moment sind wir mit der Situation konfrontiert, dass es bei uns wirtschaftlich – noch – sehr gut läuft, während andere – noch – Probleme haben. Aber nur Frankreich und Deutschland gemeinsam können verhindern, dass in Europa der Norden und der Süden auseinanderdriften.

ZEIT: Ist Frankreich Süden oder Norden?

Schäuble: Auch für die französische Gesellschaft gilt, dass sie noch nicht sehr offen für Veränderungen ist. Nicolas Sarkozy hat im Wahlkampf einen radikalen Bruch versprochen, ist aber sehr schnell eingefangen worden. François Hollande hat einen anderen Wahlkampf geführt, vergleichbar mit dem von Gerhard Schröder im Jahr 1998. Schröder hat damals eine Menge Dinge getan, von denen er wusste, dass sie falsch sind. Das musste er dann später korrigieren. Auch Hollande hat eine Menge Erwartungen geweckt. Die kann er jetzt nicht einfach enttäuschen, er muss sein Lager zusammenhalten. Sie können jedoch davon ausgehen, dass wir Europa gemeinsam voranbringen werden.

ZEIT: Aber welches Europa? Sie wollen neue Regeln durchsetzen, Frankreich will mehr Geld.

Schäuble: Die Franzosen wissen, dass die Währungs-union nur richtig funktionieren kann, wenn Zuständigkeiten an Brüssel abgegeben werden – auch wenn sie aus historischen Gründen etwas zurückhaltender sind als die Deutschen. Nicolas Sarkozy hatte das verstanden, und ich glaube, François Hollande hat es auch verstanden.

(...)

ZEIT: Sie schlagen sich jetzt seit fast drei -Jahren mit dieser Krise herum. Das haben Sie auch Helmut Kohl zu verdanken, der eine gemeinsame Währung einführte, ohne die politischen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Schäuble: Für eine politische -Union gab es damals keine Mehrheit. Deutschland und die anderen europäischen Staaten standen vor der Wahl, jetzt mit der gemeinsamen Währung anzufangen oder überhaupt nicht anzufangen. Kohl hat angefangen, und das war richtig. Wir hätten sonst heute den Euro nicht.

ZEIT: Darüber wären in Deutschland viele wahrscheinlich ganz froh.

Schäuble: Ich nicht, weil ich glaube, dass Europa und gerade auch Deutschland sehr von der Wäh-rungs-union profitieren.

ZEIT: Helmut Kohl hat sich kürzlich darüber beklagt, dass den heutigen Regierenden die Größe fehle.

Schäuble: Er ist nicht der einzige Helmut, der das so sieht. Die Älteren machen sich immer Sorgen, dass die Nachfolger nicht so groß sind wie sie selber. Das war in der Geschichte oft so und ist noch öfter widerlegt worden.

 

 

Kategorien: Außenpolitik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ja, der europäische Nationalstaat hat sich überlebt. Rational betrachtet. Die Frage ist, ob man davon eine Mehrheit der europäischen Völker überzeugen kann. Und das muss man. Als reines Elitenprojekt ist Europa zum Schitern verurteilt, das zeigt die Eurokrise in schonungsloser Deutlichkeit. Ein weiterer Vertiefungsschritt, ohne die Völker mitzunehmen, ist dann der letzte vor der Implosion.

    Und die Skepsis aller europäischen Völker ist mehr als berechtigt. Von Reisefreiheit abgesehen wo genau ist noch mal der Vorteil eines geeinten Europas für den vielbeschworenen kleinen Mann? Bisher haben von Europa – ausschliesslich – die 20% Beweglichsten, Intelligentesten, Bestausgebildeten profitiert. Die Jörg Laus und Schäubles, die Joffres und Ackermanns. Haben die ein Wort für die Metzger, Verkäufer, Buchhalter, Handwerker, Köche? Wissen sie wenigstens noch annähernd, was und wie diese Menschen denken?
    So, wie die Vereinigungsdebatte zur Zeit läuft, sind drei Feststellungen tatsachen:
    – Die Vertiefungsdebatte ist eine fast rein innerdeutsche
    – Europas Eliten glauben, sie könnten, ja müssten, Europa inzwischen sogar gegen ihre Völker machen, die Medien unterstützen diesen Glauben
    – Europamurks ist einer der wichtigsten Gründe für das Aufkommen rechtspopulistischer Parteien

    So wird das nicht funktionieren, aber um das zu realisieren muss es wohl auch in Deutschland erst ein Front National mit 20% im Bundestag geben. Bis dahin werden wir fröhlich weiter irreale Interviews wie das veröffentlichte lesen.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 26. Oktober 2012 um 16:22 Uhr
    • ThorHa
  2. 2.

    @Haupts

    Wissen sie wenigstens noch annähernd, was und wie diese Menschen denken?

    Nanu? So ein rechtspopulistisches Argument kümmert sie doch sonst auch nicht.

    • 26. Oktober 2012 um 17:08 Uhr
    • unlimited
  3. 3.

    Da muß ich Ihnen mal zustimmen, Herr Haupts.

    Es ist schon bemerkenswert, mit welch „dickem Fell“ Schäuble jede skeptische oder kritische Frage – sei sie nun die Meinung der Fragenden oder die vermuteten Fragen einer größeren Öffentlichkeit – an sich abperlen läßt!

    Für mich ist das forcierte Europa-Programm der deutschen Politiker, insbesondere derjenigen in Regierungsverantwortung eine Flucht nach vorne. Sie haben die Hosen so voll, daß Ihnen einmal erkennbar das ein oder andere Fiasko angelastet werden könnte – da verdünnt man den eigenen Anteil an Verantwortung lieber zu einer geringen Dosis in einem mühsam zusammengeklammerten Europa!

    Ich bin sicher, daß es auch ohne den Euro gegangen wäre! Ab dem intensiveren Einsetzen der euopäischen Reisetätigkeit in den 60er Jahren, mit den vielen Städtepartnerschaften und Austauschprogrammen waren sich die Europäer bis vor wenigen Jahren untereinander freundlicher gesonnen als sie es heute sind.

    Wäre die Debatte um die Angleichung sozialer Standards, den Verwaltungen und aller Institutionen der Einführung des Euro vorausgegangen, dann hätte es ihn nie gegeben: es wird nie sozialverträglich sein, daß verschiedene soziale Standards in den unterschiedlichen Partnerländern vom Zentrum aus durch die unterschiedlichen Einnahmen von allen finanziert werden. Die Vorstellungen wie die wirtschaftlichen Möglichkeiten sind – wenigstens noch – unterschiedlich und es wird nicht friedlich gelingen, das alles zu ignorieren oder aufzuheben, es sei denn die Masse der Bevölkerung fällt in stupide Resignation, was auch nicht auszuschließen ist.

    Ich bin mit ziemlich viel Distanz zu dem Patriotismus der anderen Europäer aufgewachsen, aber im Lauf der Zeit haben ich „mein“ Land, das ich heute mit einer ganz anders zusammengesetzten Bevölkerung teile als vor ca. 20 bis 30 Jahren, soweit schätzen gelernt, daß ich ihm ein paar Tränen hinterherweinen werde, wenn es sich so langsam in einem Europa auflöst, das dann möglicherweise unterm Strich sogar schwächer und „angreifbarer“ ist als die vielen kleinen flexibleren Einzelstaaten. Aber seit die politische Elite – neben ihrem „Flucht-nach-vorne“-Impuls – von den Untergangsbefürchtungen Europas wie z.B. auch denen von Helmut Schmidt in dieser Zeitung so beeindruckt ist, wird es schwer sein, den Zug aufzuhalten.

    PS Die gestrige ZEIT-Ausgabe liegt neben mir – und ich hoffe, daß der Leitartikel Ihrer Frau, Herr Lau, den ich heute schon verlinkte, ebenso bald bei ZO erscheint. Er ist so wie ich Ihre Frau bei gelegentlichen TV-Auftritten empfinde: überaus vernünftig!

  4. 4.

    DER Verwaltungen

  5. 5.

    Dieses Gedicht, as man auf viele Situationen beziehen kann, drückt mein Gefühl für dieses Land in der jetzigen Zeit ganz gut aus:

    The Moment

    The moment when, after many years
    of hard work and a long voyage
    you stand in the centre of your room,
    house, half-acre, square mile, island, country,
    knowing at last how you got there,
    and say, I own this,

    is the same moment when the trees unloose
    their soft arms from around you,
    the birds take back their language,
    the cliffs fissure and collapse,
    the air moves back from you like a wave
    and you can’t breathe.

    No, they whisper. You own nothing.
    You were a visitor, time after time
    climbing the hill, planting the flag, proclaiming.
    We never belonged to you.
    You never found us.
    It was always the other way round.

    Margaret Atwood

  6. 6.

    @ KC

    “ “mein” Land, das ich heute mit einer ganz anders zusammengesetzten Bevölkerung teile als vor ca. 20 bis 30 Jahren…“

    Stimmt. Ossis gab es vor 25 Jahren nur als Rentner. Und polnische Altenpflegerinnen traf man auch kaum an. Aber sonst???

    • 26. Oktober 2012 um 18:01 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  7. 7.

    @KC

    „Die gestrige ZEIT-Ausgabe liegt neben mir – und ich hoffe, daß der Leitartikel Ihrer Frau, Herr Lau, den ich heute schon verlinkte, ebenso bald bei ZO erscheint. Er ist so wie ich Ihre Frau bei gelegentlichen TV-Auftritten empfinde: überaus vernünftig!“

    Ich hab auch eher positive Assoziationen wenn ich an Miriam Lau denke, war auch überrascht als ich irgendwann mal feststellte, dass er ihr Mann ist. Karola könnten Sie den Leitartikel von ihr noch mal verlinken? Danke

    • 26. Oktober 2012 um 18:06 Uhr
    • Bellfruta87
  8. 8.

    Für eine politische -Union gab es damals keine Mehrheit. Deutschland und die anderen europäischen Staaten standen vor der Wahl, jetzt mit der gemeinsamen Währung anzufangen oder überhaupt nicht anzufangen. Kohl hat angefangen, und das war richtig. Wir hätten sonst heute den Euro nicht.

    Das wär aber schade…

    • 26. Oktober 2012 um 18:20 Uhr
    • MRX
  9. 9.

    Die Gattin wird auch bald der ZEIT-Geist einholen. LEsen Sie mal was JL vor fünf, sechs Jahren geschrieben hat.

    • 26. Oktober 2012 um 18:21 Uhr
    • MRX
  10. 10.

    Gerne, @BF – da isser:
    http://bit.ly/TJIOZ4

  11. 11.

    Wenn sich ein deutscher Politiker etwas überlegt hat und zu eine Schluss gekommen ist, dann ist das absolut richtig so. Und jeder, der anderer Meinung ist, irrt sich, liegt falsch. Das hat mit wesen und genesen zu tun. Auch wenn der Rest der Welt gar nicht daran genesen will.

    Daran krankt auch Schäuble.

    • 26. Oktober 2012 um 19:20 Uhr
    • Mamas Liebling
  12. 12.

    „6.
    @ KC

    ” “mein” Land, das ich heute mit einer ganz anders zusammengesetzten Bevölkerung teile als vor ca. 20 bis 30 Jahren…”

    Stimmt. Ossis gab es vor 25 Jahren nur als Rentner. Und polnische Altenpflegerinnen traf man auch kaum an. Aber sonst???“

    Was für ‚ne blöde Bemerkung, Herr Sauer!
    In der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts hat Deutschland um die 5 Millionen Spätaussiedler aufgenommen, hat sich die Zahl der türkischen Migranten, bzw. der hier Lebenden mit türkischen Wurzeln von wenigen Tausend auf heute ca. 2,5 Millionen erhöht und unter’m Strich sind von 80 Millionen Menschen knapp 10% Ausländer – insgesamt gibt’s wohl um die 15 Millionen mit Wurzeln außerhalb von Deutschland.
    http://bit.ly/TeCBDS
    Aber schön, daß Sie eine polnische Altenpflegerin haben!

  13. 13.

    Hat sich die Idee des Nationalstaats wirklich ad absurdum geführt?
    1914 – das war das Zeitalter des Imperialismus und übersteigerten Nationalgefühls.
    Der Zündfunke für den 1.WK Wurde allerdings in einem Vielvölkerstaat gesetzt.

    Der NAtionalstaat war in Europa nach 1945 ein Erfolgsmodell.
    Vievölkerstaaten wie Jugoslawien oder die Sowjetunion scheiterten

    2012 hat man es mit gereiften, verantwortungsvollen (noch) Nationalstaaten zu tun, die nun wirklich kein Interesse mehr haben, kriegerisch übereinander her zu fallen.

    Nee, Hr. Schäuble, nicht die Nationalstaaten haben sich ad absurdum geführt, sondern eine EU-Poltik, die ihre Bevölkerung nicht mitnehmen will.

    • 26. Oktober 2012 um 19:29 Uhr
    • Leon;
  14. 14.

    Super – Lau, Schieritz und Schäuble spielen zusammen Ping-Pong.

    • 26. Oktober 2012 um 19:58 Uhr
    • Freeway
  15. 15.

    >Bisher haben von Europa – ausschliesslich – die 20% Beweglichsten, Intelligentesten, Bestausgebildeten profitiert

    …und die Politiker

    • 26. Oktober 2012 um 20:00 Uhr
    • Freeway
  16. 16.

    15
    Haben die anderen 80% nachteile gehabt ?
    Haben diese 80% europaweit die gleichen interessen ?

    • 26. Oktober 2012 um 20:07 Uhr
    • ernsthaft
  17. 17.

    >Haben diese 80% europaweit die gleichen interessen ?

    Die EU-Wahnsinnigen können sich jedenfalls bald nirgends in Europa mehr frei bewegen ohne auf die Fresse zu bekommen (auf die ein oder andere Art)

    Jeder mag andere Gründe haben aber für jeden normalen europäischen Bürger sind die EU Polit-Bonzen Besatzer, Feinde die man weghaben will.

    • 26. Oktober 2012 um 20:32 Uhr
    • Freeway
  18. 18.

    Ich denke wir werden neue konfliktlinien bekommen (verteilungskämpfe) zwischen den wohlhabenden regionen die möglichst wenig abgeben wollen und den armen regionen (benachteiligt) die transferzahlungen möchten.
    Vergleichbar zb. der situation in belgien und italien-

    • 26. Oktober 2012 um 20:53 Uhr
    • ernsthaft
  19. 19.

    „The European Council has committed itself to establish by 2012 a Common European Asylum System based on further harmonisation of national asylum systems and higher levels of protection.“

    Da muß sich Frau Lau eigentlich nicht mehr viel Gedanken um die ein oder andere nationale Änderung des Asylrechts machen – wird alles von Europa aus diktiert.Man darf nur freiwillig noch was drauflegen.

    Oh Dänemark, Irland, UK – wieso habt Ihr es besser?

    Seöbst bei hervorragenden Kenntnissen der englischen Sprache kann ich jetzt nicht wirklich behaupten, daß ich detailliert verstünde, was da steht – was aber vielleicht auch nicht unbedingt beabsichtigt ist.

  20. 21.

    wenn ich sowas lese frage ich mich ernsthaft ob Schäuble nicht doch von Wein auf Whisky umgestiegen ist.

    P.S:
    Die armen Bäume. Dafür haben sie jetzt ihr Leben lassen müssen….

    • 26. Oktober 2012 um 22:26 Uhr
    • Bravoleser
  21. 22.

    Devot, devot…

    • 26. Oktober 2012 um 22:59 Uhr
    • MRX
  22. 23.

    @ lau

    „Es geht gerade nicht um einen Superstaat, sondern um die Fortentwicklung der Idee des Nationalstaats. Diese sehr europäische Idee hatte sich schon mit dem Morden des Ersten Weltkriegs ad absurdum geführt, daher ja auch die ersten paneuropäischen Bewegungen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es bedurfte aber eines weiteren großen Kriegs, bevor die Idee in die Praxis umgesetzt wurde.“

    Nur so am rande als kleine historischer Hinweis – der zweite wurde explizit auch im gedanken an diese nette idee in angriff genommen und ausgeführt.
    Und die Idee des nationalstaates ist nicht ad absurdum geführt, wenn onkel schäuble meint wiredermal weltweisheiten über die mesnchheit ergiesen zu müssen – sondern dann, wenn in die mehrheit der europäischen völker sich vom gedanken an den (jeweiligen) nationalstaat verabschiedet haben – ich ich bin früh darüber, dass sie das noch nciht haben und hoffe darauf, dass europa scheitern wird, denn wenn es nicht scheitert istdas, was dann kommt udn für das schäuble taufpate steht eine diktatur. Denn jetzt bereits hat die sogenannte eu ein eklatantes demokratiedefizit – und dies wird schritt für schritt verschärft (siehe z. b. die einführung des ESM).

    Schäuble ist vor allem gut darin sich alles zurücktzulügen.

    • 26. Oktober 2012 um 23:02 Uhr
    • Zagreus
  23. 24.

    @ernsthaft

    Den Südländern geht jetzt langsam auf, es geht am Ende nicht nur um Geld, wenn sie zugucken müssen, wie ein Industriebetrieb nach dem anderen bei ihnen zumacht.

    Sollte der Masterplan der EU-Zentralplaner scheitern, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie schnell und nachhaltig zu schwächen, dann könnte der EURO wesentlich schneller vor dem aus stehen als viele annehmen.

    • 26. Oktober 2012 um 23:09 Uhr
    • Freeway
  24. 25.

    Wenn die Energiewende so umgesetzt wird, wie es wirre Öko-Strategen beabsichtigen, braucht es für die De-Inindustrialisierung Deutschlands noch nicht einmal die EU.

    • 26. Oktober 2012 um 23:31 Uhr
    • Leon;
  25. 26.

    23
    @Zagreus
    Bin bei yt über ein BB-Video gestolpert:
    „Die Weltregierung wird, wenn sie erfolgreich ist, all das tun, wovon Hitler geträumt hat und was ihm mißlungen ist.“
    Daniel Estulin
    …. und mit Europa könnte man ja schon einmal beginnen.

  26. 27.

    @ karolachristiane

    Daniel Estulin … mega-schüttel

    „In December 2007, Estulin appeared on the Alex Jones Show, and claimed that he had „received information from sources inside the U.S. intelligence community which suggests that people from the highest levels of the U.S. government are considering an assassination attempt against Congressman Ron Paul because they are threatened by his burgeoning popularity. …

    On August 19, 2010, the Cuban state news agency Prensa Latina published the full text of a „reflection“ by former President Fidel Castro which was devoted to quoting Estulin from Los secretos del club Bilderberg, on the topic of „The World Government.“ The selected quotes from Estulin’s book focused on material credited to Lyndon LaRouche and members of his movement“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Estulin

  27. 28.

    @ KC # 12

    Die Zahl der Türkischstämmigen hat in den letzten 25 Jahren nur wenig zugenommen.

    • 27. Oktober 2012 um 08:38 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  28. 29.

    Ihr Europhobiker tut mir leid. Arme Schweine…

    • 27. Oktober 2012 um 08:42 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  29. 30.

    @ Sauer

    „Ihr Europhobiker tut mir leid. Arme Schweine…“

    Jo, wer nicht das strahlende, glückliche Paradies namens EU am horizont aufblicken sieht, sondern der überzeugung ist, dass das so nichts werden kann – siehe demokratie (-defizite) und ökonomie (EZB und Inflation) – ist selbstverständlich ein „armes schwein“…

    • 27. Oktober 2012 um 09:10 Uhr
    • Zagreus
  30. 31.

    @ HJS (28.)

    Wenn die Zunahme um mehr als 50% von 1,78 Mio. (1989) auf 2,9 Mio. (2011) als geringfügig gilt, stimmts.

    • 27. Oktober 2012 um 09:14 Uhr
    • Leon;
  31. 32.

    @Sauer

    Wer was gespart hat, muß sich Sorgen machen. Sie haben offenkundig nix gespart.

    • 27. Oktober 2012 um 09:16 Uhr
    • unlimited
  32. 33.

    31 leon
    Die zunahme der anzahl der türkischstämmigen scheint doch seit jahren gestoppt zu sein . Da sollten wir doch wohl realistisch bleiben und keine panik machen.

    • 27. Oktober 2012 um 10:32 Uhr
    • ernsthaft
  33. 34.

    @HJS

    Ihr Europhobiker tut mir leid. Arme Schweine…

    Sie haben aber eine Tendenz zum Rudelverhalten. Bin gespannt, ob sie die Kiste wirklich vor die Wand kriegen.

    • 27. Oktober 2012 um 11:24 Uhr
    • Boothby
  34. 35.

    33
    Was heißt jetzt „türkischstämmig“?
    @ernsthaft, der oder die eine Einwandernde aus der Türkei kommt innerhalb weniger Jahre hier an wie z.B. die Lehrerin aus der letzten AW-Sendung, und andere bleiben unter sich und häufig dann auch bei ihrer Staasangehörigkeit. Die vielen „Importbräute“ sind nicht nur, aber zu einem Großteil ein weiteres Zeichen dieses Nichtangekommenseins und schieben den Integrationsprozess von einer Generation in die nächste.
    Eigentlich sollte in der 3., spätestens der 4.Generation die „Stämmigkeit“ keiner Erwähnung mehr wert sein, was aus vielen Gründen meist aber nicht der Fall ist.
    Der Zuzug aus der Türkei ist wohl inzwischen geringer als die Zahl der in die Türkei Rückkehrenden. Aber auch wenn es der Gott-sei-bei-uns gesagt hat, die Geburtenrate bei Türkischstämmigen ist höher als bei den „Bios“ und in sofern sind wir dann vielleicht doch nicht so sehr in der „postmigrantischen“ Phase wie Herr Lau in seinem Vortrag meinte.

  35. 36.

    @JLau

    Wir könnten jedoch schon viel früher mit der Stärkung der Demokratie in Europa beginnen und den Präsidenten der Kom-mission direkt vom Volk wählen lassen.

    Wobei mich wundert, das in der Diskussion die Stärkung des EU-Parlamentes eigentlich kein großes Thema ist, eher so für den very long run (wie auch hier im Interview). Ein demokratiestärkendes Werkzeug liegt ja vor, aber die nationalen Parlamente scheinen sich davor zu fürchten. Insgesamt bekommt man den Eindruck, da wird das Restepersonal verklappt.

    Ansonsten: Wenn der Schieritz mit dabei war, wäre die Debatte im Herdentrieb vllt. zivilisierter?

    • 27. Oktober 2012 um 11:35 Uhr
    • Boothby
  36. 37.

    @ ul

    Ich habe in Unbewegliches investiert.

    • 27. Oktober 2012 um 12:16 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  37. 38.

    @HJS #37

    Ihre Einstellung?

  38. 39.

    Nur um das klarzustellen: Als Preussenbewunderer bin ich kein Anhänger des Nationalstaates und selbstverständlich überzeugter Europäer.
    Nur geht eine weite europäische Vertiefung oder Erweiterung nicht mehr, wie in der Vergangenheit, über die Köpfe der Völker hinweg, sondern nur mit ihnen. Die heutige Europamüdigkeit ist eine direkte Folge der Versuche von Europafreunden, ein reines Elitenprojekt voranzutreiben, ohne Rücksicht auf die Staatsvölker. Versucht man das weiter, wird die Quittung auch den schon erreichten Projektfortschritt gefährden. Das ist, was die Laus dieses Landes nicht verstehen wollen.

    Gruß,
    Thorsten Haupts

    • 27. Oktober 2012 um 13:13 Uhr
    • ThorHa
  39. 40.

    Europa als wird als demokratischer (Super)Staat aus einem ganz einfachen Grund nicht funktionieren: es gibt keine europäische Sprache!
    Ein Politiker kann ganz einfach deshalb keinen europäischen Wahlkampf führen weil er nicht verstanden wird.

  40. 41.

    27
    Thomas Holm – nicht „mega-gerührt“? :)
    Nein – ich hab‘ nicht weiter zum Stichwort „Bilderberg“ geclickt – auch wenn sie in jeder längeren Debatte irgendwann auftauchen. Die Welt ist schon kompliziert genug.

  41. 42.

    35 karola
    Es ging um das anwachsen des türkischstämmigen bevölkerungsanteils. Soweit mir bekannt gibt es keinen zuwachs mehr durch zuwanderung. Die geburtenrate wird(hat?)sich der unseren anpassen. Wenn wir die schleusen für muslimische einwanderer aufmachen sieht die sache natürlich anders aus.

    • 27. Oktober 2012 um 14:15 Uhr
    • ernsthaft
  42. 43.

    Europa als wird als demokratischer (Super)Staat aus einem ganz einfachen Grund nicht funktionieren: es gibt keine europäische Sprache!
    Ein Politiker kann ganz einfach deshalb keinen europäischen Wahlkampf führen weil er nicht verstanden wird.

    Was kann die EU dafür, wenn Sie kaum Englisch können?

    • 27. Oktober 2012 um 14:16 Uhr
    • N. Neumann
  43. 44.

    In einem demokratischen europa Wird ggf. auch demokratisch darüber abgestimmt wer wieviel zahlt. Dann haben wir verhältnisse wie zb. in belgien oder italien. Eher linke parteien in den armen (das heißt dann auch sozialbenachteiligt) regionen und bei uns und den anderen geber regionen abwandelungen von csu bis legia nord.
    Ob es dann noch zuwanderung von außerhalb europas gibt ?

    • 27. Oktober 2012 um 14:21 Uhr
    • ernsthaft
  44. 45.

    43 neumann
    Er könnte sozialbenachteiligt sein. Etwas mehr rücksicht bitte.

    • 27. Oktober 2012 um 14:23 Uhr
    • ernsthaft
  45. 46.

    @ neumann

    „Was kann die EU dafür, wenn Sie kaum Englisch können?“

    Mal von deinem kalauern abgesehen, hat der einwand durchaus substanz.

    • 27. Oktober 2012 um 14:27 Uhr
    • Zagreus
  46. 47.

    43
    „Was kann die EU dafür, wenn Sie kaum Englisch können?“

    Welch dumme und herablassende Bemerkung!
    Was glauben Sie denn, bei wieviel Prozent der europäischen Bevölkerung man es erreichen kann, daß sie sich in Englisch ausdrücken und verstehen können!? Ich meine nicht „radebrechen“!

  47. 48.

    46
    @Zagreus

    Meinen Sie, das war Ironie?

  48. 49.

    47 karola
    Man muß es ja nicht selber können. Eine gute sekretärin reicht.

    • 27. Oktober 2012 um 14:40 Uhr
    • ernsthaft
  49. 50.

    kc

    kam zumindest bei mir nicht so an 😀

    • 27. Oktober 2012 um 14:44 Uhr
    • Zagreus
  50. 51.

    @ Y (40.)

    Ein Politiker kann vor allem deshalb keinen europäischen Wahlkampf führen, weil die Abgeordneten des Europaparlaments nicht gesamteuropäisch ermittelt werden, sondern in den jeweiligen Nationalstaaten.
    Daran wird sich auch nichts ändern, denn sonst bestünde die Gefahr, dass kleine Länder wie Malta oder Luxemburg gar nicht parlamentarisch vertreten sein könnten.

    • 27. Oktober 2012 um 15:18 Uhr
    • Leon;
  51. 52.

    Nebenbei, es ist eine Schwäche des deutschen Wahlsystems, dass es eine reine Listenwahl ist.
    Es gibt keine Wahlkreise bei der Europawahl und somit für ein bestimmtes Gebiet direkt gewählte Abgeordnete. Sie werden lediglich bestimmten Regionen zugeordnet(wenn möglich), sind aber de facto niemandem verantwortlich. Nur ihrer Partei, denn die bestimmt ja über den Listenplatz.

    • 27. Oktober 2012 um 15:25 Uhr
    • Leon;
  52. 53.

    @N. Neumann

    Could you please give me a hint as to where I created the impression that I am not capable of expressing myself in English.

    For the sake of context: I am working in an environment where English is a fundamental requirement, but I am frequently confronted with people of education above your esteemed level, who have difficulties with that fact, you arrogant bastard.

  53. 54.

    53
    … and apart from that participation in the political process is the right of every individual in a given democracy and should not depend on a person’s command of a second language – be it English or French, the other official EC-language.

    With roughly 10 percent illiteracy in Germany, for example, it is hard to imagine a European nation of biliguals in the near future – if ever!
    Unless … the EC has started a programme to reduce national
    first languages to second-language-status – while funding language protection programmes in some remote corners of the world.

  54. 55.

    53
    You become your go stop over meadows.

    • 28. Oktober 2012 um 10:53 Uhr
    • ernsthaft
  55. 56.

    @55

    Your seem to rely a great deal on your assistant indeed.

  56. 57.

    Vielmehr als die Sprache ist die Neigung des Menschen zur Seggregation ein KO-Kriterium für die EU. Die europäische Idee wider der menschlichen Natur, eher entstanden aus äußeren Umständen wird in naher Zukunft zusammenbrechen, ein kurzes Intermezzo in historischen Dimensionen.

    • 28. Oktober 2012 um 13:57 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  57. 58.

    Eng zusammenhängend mit den Sprachbarrieren ist auch ein weiteres Problem der EU als wirtschaftliches Projekt: Die mangelnde Arbeitsmobilität. In den USA gibt es nie ein derartiges Auseinanderklaffen der Arbeitslosenraten zwischen den einzelnen Bundesstaaten wie derzeit zwischen Deutschland und Spanien. Das liegt nicht an einer zentralisierten Wirtschaftspolitik, sondern daran, dass die Arbeitslosen aus Kalifornien ohne Weiteres nach Texas auswandern können. Die EU hat zwar viele administrative Hürden für eine analoge Arbeitsmigration von Spanien nach Deutschland geschleift, aber die Sprachbarriere verhindert weiterhin Ausgleichsbewegungen im notwendigen Ausmaß und wirkt als protektionistische Schranke, die die Bemühungen der EU um einen vereinheitlichten Arbeitsmarkt unterläuft.

    • 28. Oktober 2012 um 16:43 Uhr
    • Arjen van Zuider
  58. 59.

    @57

    Die fehlende gemeinsame Sprache ist kein prinzipielles „KO Kriterium“ für die EU, sondern nur für bestimmte Formen der Ausgestaltung.

    Würde man die EU als Elitenprojekt verstehen, wäre die Sprachbarriere kein grundsätzliches Hindernis mehr.

    Hindernisse für die in #58 korrekterweise genannte Mobilität der „Nichteliten“ müsste auf administrativem Weg so weit wie möglich beseitigt werden.

    Die Frage ist nur ob so ein Gebilde wünschenswert ist und wie lange es überleben würde wenn eine Situation eintritt in der es auf die Loyalität oder Solidarität seiner Bürger angewiesen wäre.

    • 29. Oktober 2012 um 08:49 Uhr
    • MRX
  59. 61.

    @yucciller:

    Hindernisse für die in #58 korrekterweise genannte Mobilität der “Nichteliten” müsste auf administrativem Weg so weit wie möglich beseitigt werden.

    Wobei die administrativen Hürden für hochqualifizierte Elitenberufe eigentlich schon heute höher sind. Wer in Spanien Gemüse pflückt, der kann das ohne weitere Qualifikation auch in Deutschland; ein spanischer Anwalt dagegen bräuchte mehrere Jahre, bis er in Deutschland als Rechtsanwalt praktizieren dürfte. Eine europaweite Standardisierung der juristischen Staatsexamen/Anwaltsprüfungen dürfte wenn überhaupt, dann allenfalls in ferner Zukunft stattfinden.

    • 29. Oktober 2012 um 10:12 Uhr
    • Arjen van Zuider
  60. 62.

    „ein kurzes Intermezzo in historischen Dimensionen.“

    während das hier für die unsterbliche Weisheit des Orients steht:

    http://www.youtube.com/watch?v=M_0cb1V1Yew&feature=plcp

    „Todos presos foram executados depois.“

    Ein Teil der Mitwirkenden war schon wenig später nicht mehr am Leben.

    Respekt für Aberglaube und Toleranz für Tyrannei zu sich selbst gekommen.

  61. 63.

    Eine europaweite Standardisierung der juristischen Staatsexamen/Anwaltsprüfungen dürfte wenn überhaupt, dann allenfalls in ferner Zukunft stattfinden.

    Würde v.a. eine Vereinheitlichung des Rechtssystems voraussetzen.

    • 29. Oktober 2012 um 10:45 Uhr
    • MRX
  62. 64.

    Ebendrum: Wenn überhaupt, dann erst in ferner Zukunft. Die Justiz scheint mir einer der traditionalistischsten Bereiche der Gesellschaft zu sein.

    • 29. Oktober 2012 um 11:00 Uhr
    • Arjen van Zuider
  63. 65.

    Durchblickalarm ! Der Große Preis geht an Martin Staudinger von ‚profil‘.

    „Vom Westen unbemerkt, führt die muslimische Welt einen brutalen Kampf – gegen sich selbst: Gewalttätige Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten haben in den vergangenen Jahren Zehntausende Menschenleben gefordert. Jetzt droht, ausgehend von Syrien, eine weitere Eskalation.

    … die Hisbollah … kidnappte stattdessen 20 Syrer und zwei Türken. … „Wir bekamen Drohungen von sunnitischen Extremisten im Libanon, Irak und in Syrien“, klagte al-Dadikhli kürzlich in einem Interview. Wenn er die Schiiten nicht töte, sei er selbst ein toter Mann.

    … Der Kampf der beiden verfeindeten islamischen Glaubensrichtungen hat im Nahen Osten, auf der Arabischen Halbinsel, in Zentralasien und sogar im pazifischen Raum in den vergangenen Jahren bis zu 30.000 Todesopfer gefordert – und relativiert damit die Vorstellung, die muslimische Welt sei hauptsächlich damit beschäftigt, einen Feldzug gegen den Westen zu führen. …

    Das lässt befürchten, dass die Auseinandersetzung auf benachbarte Länder wie den Libanon und den Irak übergreift, die beide eine ähnliche Vorgeschichte religiös motivierter Gewalt haben – wenn nicht sogar darüber hinaus.“

    http://www.profil.at/articles/1243/560/345162/syrien-syrien-der-krieg

  64. 66.

    Durchblickalarm II

    „Khomeini, wandte sich zudem gegen das sunnitische Saudi-Arabien, dessen Königshaus er als „korrupte Diktatur“ geißelte. Damit war der Grundstein für eine Staatsfeindschaft gelegt, in deren Bann die Region bis heute steht – und die auch im Syrien-Konflikt eine wichtige Rolle spielt. Die gegenseitige Abneigung beruht aber auch darauf, dass die offizielle Islam-Interpretation des saudischen Königreichs auf den Gelehrten Muhammad ibn Abd al-Wahhab zurückgeht, der im 18. Jahrhundert postulierte, die Schiiten seien gar keine Muslime, sondern übelste Häretiker. …

    Es sind Meldungen, die in der westlichen Welt kaum wahrgenommen werden.

    5. Oktober, Pakistan: Zwei Teenager sterben in der Stadt Quetta auf offener Straße durch Schüsse, weil sie irrtümlich für Schiiten gehalten werden.

    27. September, Saudi-Arabien: Polizisten erschießen bei einer Razzia zwei Schiiten, die unter Verdacht stehen, Anschläge gegen Sicherheitskräfte zu organisieren.

    23. September, Jemen: Schiitische Rebellen beschießen im Norden des Landes eine Moschee mit Granaten. Bei den darauf folgenden Kämpfen mit Sunniten kommen zwölf Menschen ums Leben.

    10. September, Pakistan: Zwölf Schiiten sterben bei der Explosion einer Autobombe auf einem Markt in Parachinar in der Region Khurram nahe der afghanischen Grenze. In derselben Stadt hat im Februar bereits ein Selbstmordattentäter 23 Schiiten getötet.

    9. September, Irak: Eine Bombenserie fordert mehr als 100 Menschenleben. Die Anschläge sind eine Reaktion auf das Todesurteil gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Tarek al-Hashemi. Der Sunnit ist schuldig gesprochen worden, antischiitische Todesschwadronen kommandiert zu haben.

    29. August, Bahrain: Bei Demonstrationen Tausender Schiiten gegen ihre Diskriminierung durch das sunnitische Königshaus feuert die Polizei in die Menge und tötet einen 17-Jährigen.

    26. August, Indonesien: Bei einem Angriff auf 280 Schiiten werden zwei Menschen mit Macheten getötet und 48 Häuser, 33 Moscheen sowie 28 Kuhställe niedergebrannt. …

    Die Flüchtlingswelle führt auch dazu, dass sich die Gegensätze zwischen den Muslimen in der Diaspora verschärfen. …

    „In London gibt es noch sunnitische Moscheen, in denen auch Schiiten willkommen sind“, erzählt Usama Hasan, ein ehemaliger Islamist … „Doch im Prinzip hat jede Strömung ihre eigenen Gebetshäuser. In den meisten islamischen Ländern ist es noch extremer als hier.“

    Laut einer Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts PEW betrachten mehr als die Hälfte der Muslime in Ägypten und Marokko Schiiten als Ungläubige. In Jordanien, Tunesien und den Palästinensergebieten vertreten über 40 Prozent der Bevölkerung diese Meinung.

    Und in Indonesien propagierte Religionsminister Suryadharma Ali kürzlich ein ganz einfaches Mittel gegen religiöse Übergriffe, nämlich „die Bekehrung von Schiiten zum sunnitischen Islam, dem die meisten Indonesier folgen“. …

    Es geht um die Vorherrschaft in der Region. Bevor das Assad-Regime ins Wanken geriet, sah sich der Iran unmittelbar vor der Erfüllung eines lang gehegten Traums: einer geschlossenen Einflusssphäre, die vom Libanon mit seiner schiitischen Hisbollah über Syrien und den ebenfalls schiitisch regierten Irak bis an die Grenzen zu Afghanistan reicht. …

    James Jeffrey, ehemaliger US-Botschafter im Irak, sieht in einem Beitrag für die „Washington Post“ die Gefahr, dass es „Syrien, dann den Irak und schließlich die ganze Region entlang konfessioneller Linien auseinanderreißt“ und ein grenzübergreifender Religionskrieg ausbricht, gegen den weder diplomatische noch militärische Mittel der internationalen Gemeinschaft helfen. …

    Inzwischen beschleicht auch Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, als Emir von Katar verantwortlich für umfangreiche Hilfslieferungen an die syrischen Aufständischen, ein ungutes Gefühl: „Einen sunnitisch-schiitischen Krieg kann niemand gewinnen. Das Feuer wird überall brennen. Und das sollten wir um jeden Preis verhindern.“

    Konnte man hier im Prinzip alles schon vor 18 Monaten lesen.

  65. 67.

    @ TH

    die Schiiten seien gar keine Muslime, sondern übelste Häretiker. …

    Anderfalls müßten sich Wahhabiten Islamophobie vorhalten lassen.

    • 29. Oktober 2012 um 12:16 Uhr
    • Serious Black
  66. 68.

    @ SB

    Nach dem Artikel von Stefan Buchen vom 3. Juli 2012:

    „Schiitisch-sunnitischer Konflikt – Öl ins Feuer

    Prediger wie der sunnitische Rechtsgelehrte Yussuf al-Qaradawi oder der schiitische Ayatollah Ahmad Dschannati stehen für sektiererischen Hass und drücken dem Islam von heute den Stempel der Geistlosigkeit auf.“

    http://de.qantara.de/Oel-ins-Feuer/19411c20583i0p8/index.html

    mit ganzen zwei Kommentaren, die alles in Abrede stellen, nun ein zweiter deutschsprachiger Artikel, der das Offensichtliche ausspricht.

    Was würden Sie sagen:

    Ist diese von mir als simpel gefühlte Wirklichkeit für die meisten (Journalisten, Fachleute, etc.) zu schwer zu kapieren (Lau über Holm: ‚man versteht nichts‘ …) oder ist das einfach alles zu sehr nicht ins Bild passend (Lau über Holm II: ‚und wenn man versteht, erschrickt man‘)

    Oder wissen eigentlich alle genau, was läuft und lachen sich eins ins Fäustchen ?

  67. 69.

    68holm
    Ich fürchte keiner (natürlich außer Scholl latour und H.Schmidt)
    weiß was überhaupt irgendwo genau abläuft. Die einen reagieren mit lachen(auch ins fäustchen) die anderen mit weinen.

    • 29. Oktober 2012 um 12:54 Uhr
    • ernsthaft
  68. 70.

    66
    Thomas Holm
    „Die Flüchtlingswelle führt auch dazu, dass sich die Gegensätze zwischen den Muslimen in der Diaspora verschärfen.“

    Das war auch mein Gedanke – ohne wie Sie das Gesamtbild zu haben: wer kommt da zur Zeit aus Syrien,Irak und Iran in den Lagern und Notunterkünften an? Freunde oder Feinde?

  69. 71.

    @ karolachristiane

    “Die Flüchtlingswelle führt auch dazu, dass sich die Gegensätze zwischen den Muslimen in der Diaspora verschärfen.”

    Und wir schleimen hier auf pop-islamische Großmoschee-Protzidentität herum.

    „wer kommt da zur Zeit aus Syrien,Irak und Iran in den Lagern und Notunterkünften an? Freunde oder Feinde?“

    Habe noch keinen Einblick in Details, aber man wird wohl so lange alles tapfer abstreiten, bis sich das ganze in Gewalttaten untereinander hierzulande entlädt.

    Die im unbequemen Assad-Lager gelandeten Anti-Wahabiten legen Wert auf die Feststellung, dass sie Konstantinopel erobert hätten und nicht die Sandspasten aus der Wüste:

    „Muslime erhebt eure Stimmen gegen die verlogenen Wahhabiten Sekte!!!“

    http://www.youtube.com/watch?v=Two7SVXIiyI

  70. 72.

    # 53 und # 54
    yucciller
    karolachristiane

    Ich wäre ihnen beiden sehr verbunden, wenn Sie die Beiträge ins Deutsche übersetzten.
    Dieses ist doch ein deutschsprachiges Forum.

    Von „Elite“ oder intellektuellem Anspruch hat sich diese Plattform schon lange verabschiedet.

    Bakwahn

    • 29. Oktober 2012 um 17:55 Uhr
    • Bakwahn
  71. 73.

    Dieses ist doch ein deutschsprachiges Forum.

    Jawoll!

    • 29. Oktober 2012 um 18:05 Uhr
    • MRX
  72. 74.

    72
    Guido ?

    • 29. Oktober 2012 um 18:48 Uhr
    • ernsthaft
  73. 75.

    72
    Aber gerne doch, @bakwahn!

    @yuciller schrieb an @N.Neumann:
    53
    Könnten Sie mir bitte einen Hinweis geben, wo ich hier den den Eindruck erweckte, ich sei nicht in der Lage, mich auf Englisch auszudrücken!?

    Der Klarheit halber: ich arbeite in einer Umgebung, wo Englisch eine Grundvoraussetzung ist, aber häufig begegnen mir Leute mit einem Bildungsniveau, das deutlich über dem Ihren liegen dürfte, die damit ihre Schwierigkeiten haben, Sie arroganter Bastard*!

    * Ich würde eher zu „Sie arroganter Idiot“, möglicherweise „arrogantes Arschloch“ neigen, dazu müßte sich dann aber besser der eher seltene Gast @yuciller äußern.

    54
    Ich schrieb:

    … davon abgesehen ist die Partizipation am politischen Prozess das Recht eines jedes Einzelnen in einer Demokratie und sollte nicht davon abhängen, ob jemand eine Fremdsprache beherrscht – sei es Englisch oder Französisch, die andere offizielle EU-Verkehrssprache.

    Angesichts von ungefähr 10% Analphabeten in Deutschland, zum Beispiel, fällt es schwer, sich in naher Zukunft – wenn überhaupt je – eine europäische Nation von Zweisprachlern vorzustellen!
    Es sei denn … die EU hätte ein Programm aufgelegt, die nationalen Sprachen auf den Status von Zweitsprachen zurückzudrängen – während sie gleichzeitig in irgendwelchen entlegenen Winkeln dieser Welt Schutzprogramme für bedrohte Sprachen unterstützt.

    Falls noch Fragen bestehen ….

  74. 76.

    Dieses ist doch ein deutschsprachiges Forum.

    Als Trost sei erwähnt:
    Deutsch und Englisch gehören zusmamen mit Jiddisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Pennsylvania Dutch, Niederländisch, Afrikaans und Friesisch
    zu derselben Sprachfamilie
    der (west)germanischen Sprachen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Sprachen

    • 30. Oktober 2012 um 09:24 Uhr
    • Publicola
  75. 77.

    zusammen

    • 30. Oktober 2012 um 09:24 Uhr
    • Publicola
  76. 78.

    yuciller

    „Keine gemeinsame Sprache“

    Gutes Argument

    • 30. Oktober 2012 um 09:30 Uhr
    • cem.gülay
  77. 79.

    En dit is ‚n goeie ding.

    • 30. Oktober 2012 um 09:30 Uhr
    • MRX
  78. 80.

    Ein weiterer Trost, diesmal als Sprachreform-Forderung:

    Man sollte die Niederländer und die anderen westgermanischen Sprachvarianten dazu auffordern, endlich die hochdeutsche Lautverschiebung nachzuholen – mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass diese Sprachen z.T. fast identisch mit dem Hochdeutschen wären.

    • 30. Oktober 2012 um 09:35 Uhr
    • Publicola
  79. 81.

    Kauder hat doch die Marschrichtung angegeben. Germanisch eben

    • 30. Oktober 2012 um 09:49 Uhr
    • cem.gülay
  80. 82.

    Die CDU steht bei Umfragen bei 39%, also hat sie alles richtig gemacht.

    Was auch immer es sein soll?

    Alle Probleme wurden immer mit Geld gelöst oder werden weiter mit Geld gelöst.

    So verhält es sich auch mit der Energie-Wende.

    Die CSU die immer sagte, sie werde niemals ein weiteres Hilfspaket zustimmen, na ja

    • 30. Oktober 2012 um 10:00 Uhr
    • cem.gülay
  81. 83.

    Die Piraten waren die Hoffnung.

    Dann kamen deren Führungspersonen in die Öffentlichkeit, vor allem der Stinke-Fuss Sandalen-Träger und ich dachte ich spinne.

    Was für ein Haufen Nerds die mal Machos sein wollten

    • 30. Oktober 2012 um 10:06 Uhr
    • cem.gülay
  82. 84.

    Wow – in der dritten oder gar vierten generation und dann kommt sowas bei einer umfrage heraus:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article110382987/Tuerken-schicken-eine-Milliarde-Euro-nach-Hause.html

    Nett (in mehrfacher hinsicht) ist ja dieser satz – neben dem ‚Gemeinden‘ ist die Formulierung durchaus ein schmunzler wert:

    „Info begründete dies damit, dass die Bindung an die Heimat für viele Menschen mit türkischem Migrationshintergrund sehr groß sei.“

    • 30. Oktober 2012 um 10:11 Uhr
    • Zagreus
  83. 85.

    @ marriex

    thx für das nette yt-video mit der netten ‚wonderful-world‘- Variante 😀

    • 30. Oktober 2012 um 10:14 Uhr
    • Zagreus
  84. 86.

    In Amerika entscheidet das Jungvolk unter 30 die Wahl.

    In Deutschland die Rentner. Das hat nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.

    Von der Leyen will die Aufstocker-Rente

    Auch die SPD will die Renter bevorzugen.

    Energie-Wende wollen auch mehrheitlich die Alten

    Fragen sie einen Studenten mit wenig Kohle was er will

    • 30. Oktober 2012 um 10:15 Uhr
    • cem.gülay
  85. 87.

    Zaggy

    Bindung zur Heimat

    Nein, in der Türkei gibt es mehr Zinsen und weniger Steuern

    • 30. Oktober 2012 um 10:18 Uhr
    • cem.gülay
  86. 88.

    @ cem

    las das mit dem ‚Zaggy‘ – diese verballhornung möchte ich nicht.

    • 30. Oktober 2012 um 10:20 Uhr
    • Zagreus
  87. 89.

    zagreus

    Sorry, bekam nicht mit, dass Du es ablehnst

    • 30. Oktober 2012 um 10:22 Uhr
    • cem.gülay
  88. 90.

    @ cem

    „Energie-Wende wollen auch mehrheitlich die Alten

    Fragen sie einen Studenten mit wenig Kohle was er will“

    Die meisten studenten haben in diesem bereich nicht wenig Kohle (weil oft krankenkassenbeiträge und mieten inc. nebenkosten von den eltern getragen werden – ud die meisten eltern von studenten kommen aus dem bürgertum und sind selbst akademiker [und haben entsprechende berufe mit entsprechender bezahlung]). Wenn studenten wenig Kohle haben liegt es meist daran, dass sie wenig bargeld zur verfügung haben, mit dem sie essen etc… einkaufen müssen.

    • 30. Oktober 2012 um 10:24 Uhr
    • Zagreus
  89. 91.

    @ cem

    „Sorry, bekam nicht mit, dass Du es ablehnst“

    passt schon.

    • 30. Oktober 2012 um 10:24 Uhr
    • Zagreus
  90. 92.

    Zagreus

    Fakt ist,dass die Alten die Kohle der jungen Menschen verpulvert haben.

    Einheit, Banken-Krise, Euro-Krise und Energie-Wende

    • 30. Oktober 2012 um 10:50 Uhr
    • cem.gülay
  91. 93.

    @ cem

    die alten- teilweise, sagen wir mal mehr so die ältere mittelschicht

    • 30. Oktober 2012 um 11:11 Uhr
    • Zagreus
  92. 94.

    @Z.

    passt schon.

    Ich fand den anderen mit Z. eigentlich schon cool.

    http://www.youtube.com/watch?v=zxKu7ggU3HU

    @Cem

    Darf du sagen? Du hast eine Tendenz, alles mit allem zusammenzupacken.

    Vllt. ham die Alten ja auch das eine oder andere Ding dafür in die Landschaft gestellt, die uns heuer gut aussehen lassen. Es war möglicherweise auf gar nicht so doof, eine VWL zu haben, die sich nicht am iPhone-Absatz indizieren lässt.

    • 30. Oktober 2012 um 11:20 Uhr
    • Boothby
  93. 95.

    @Cem

    Die Piraten waren die Hoffnung.

    Echt jetzt? Ich fand die von Anfang an bescheuert.

    • 30. Oktober 2012 um 11:25 Uhr
    • Boothby
  94. 96.

    Boothby

    „Ich,Tendenz alles zusammenzupacken“

    Ja, ist eben eine intellektuelle Herausforderung und spart Zeit

    • 30. Oktober 2012 um 11:36 Uhr
    • cem.gülay
  95. 97.

    @83 Cem – „Die Piraten waren die Hoffnung.“

    Peuuuust. Für die sich für intelligent haltenden Schwarmintelligenten vielleicht. Also für die echt Verblödeten.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 30. Oktober 2012 um 11:38 Uhr
    • ThorHa
  96. 98.

    Piraten

    Sie waren irgendwie schon eine Hoffnung, vor allem um die alten Bonzen Parteien aufzuschrecken. Ihre Umfrage Werte bestätigten es auch eine Weile, bis wir ihr Führungspersonal kennen lernen mussten, um dann zu kotzen

    • 30. Oktober 2012 um 11:44 Uhr
    • cem.gülay
  97. 99.

    @ By

    Sie Alten vielleicht, nicht die Altachtundsechziger.

    • 30. Oktober 2012 um 11:44 Uhr
    • MRX
  98. 100.

    Die Alten

    • 30. Oktober 2012 um 11:45 Uhr
    • MRX
  99. 101.

    @cem.gülay

    >Alle Probleme wurden immer mit Geld gelöst oder werden weiter mit Geld gelöst.

    Das haben sie sehr gut analysiert.

    Das Schöne dabei, sobald die Kohle weg ist sind auch die ganzen Arschgesichter in Politik und Medien Geschichte.

    • 30. Oktober 2012 um 11:48 Uhr
    • Freeway
  100. 102.

    @MRX

    Sie Alten vielleicht, nicht die Altachtundsechziger.

    Ist mir zu kategorisch. Es war nicht alles so blöd, wie es ein Dutschke-Vid aussehen lässt. Und vorher auch nicht alles so doll.

    Wobei, wo sie es gerade erwähnen: Heuer scheint es für mich eine Art von Wiedergänger der 68’er zu geben, nur halt mit neuem Label.

    • 30. Oktober 2012 um 11:59 Uhr
    • Boothby
  101. 103.

    @freeway

    Das Schöne dabei, sobald die Kohle weg ist sind auch die ganzen Arschgesichter in Politik und Medien Geschichte.

    Nicht Geschichte. Sie werden in der kollektiven Erinnerung Ozeane der Zeit durchsegeln: Wegen der Prozesse, die ihnen dann gemacht werden, wenn ihr übles Treiben von der entschwuchtelten Gesellschaft endlich hinreichend gewürdigt wird.

    • 30. Oktober 2012 um 12:01 Uhr
    • Boothby
  102. 104.

    @ B #103

    Amen

    Ein bissel mehr Pathos und man könnte es für ein neues Evangelium halten. 😉

    • 30. Oktober 2012 um 12:07 Uhr
    • Serious Black
  103. 105.

    @SB

    Ein bissel mehr Pathos und man könnte es für ein neues Evangelium halten.

    Noch mehr?

    • 30. Oktober 2012 um 12:21 Uhr
    • Boothby
  104. 106.

    @101 FW – Arschgesichter:

    Alles Nazis ausser Papi? Kleinkind …

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • 30. Oktober 2012 um 12:49 Uhr
    • ThorHa
  105. 107.

    98 cems piraten
    Ich finde die pressemitteilungen und besonders die kommentare
    dazu haben teilweise einen erheblichen unterhaltungswert. Comedy.

    • 30. Oktober 2012 um 17:25 Uhr
    • ernsthaft
    • 30. Oktober 2012 um 17:37 Uhr
    • MRX
  106. 109.

    @ThorHa

    Warum fühlen sie sich bei „Arschgesicht“ angesprochen ?

    Es ist übrigens genau umgekehrt, ich bin ihnen in Analyse und Lösungsansatz einfach nur eine Ebene voraus.

    • 31. Oktober 2012 um 00:53 Uhr
    • Freeway
  107. 110.

    @MRX

    Warten sie bis die spanische Bankenbome explodiert, Leute die sich auskennen meinen den Grund zu kennen warum Spanien nicht unter den „Rettungsschirm“ schlüpfen kann/darf…

    „Several years ago Spain, along with the rest of the European Union, adopted the International Financial Reporting Standards but the adoption did not mean implementation. The EU from 2000 to today has allowed Spain to utilize their own accounting rules“

    • 31. Oktober 2012 um 01:12 Uhr
    • Freeway
  108. 111.

    @cem.gülay

    Sie sind offensichtlich genau so schizophren wie der Rest der deutschen Öffentlichkeit.
    Einerseits motzen Sie gegen die gutgeölte Politmaschinerie der „Bonzenparteien“ und ihre austauschbaren Fassadengesichter hinter denen in langen Jahren auf geistigen Gleichschritt trainierte Gehirne stecken.

    Andrerseits beschweren Sie sich wenn eine neue Partei nicht sofort den gleichen Kommunikationsgeschwuchtelperfektionsgrad hat.

    Was dabei keiner zur Kenntnis nehmen will ist das man die klassische Politmaschine nicht auf ehrlich trimmen kann, weil Klüngelei die Währung ist mit der die Funktionäre für die Gleichschaltung entschädigt werden.

    Sehen Sie sich die Grünen an! Das war mal eine Protestpartei. Heute verdient ein durchschnittlicher Grünenwähler 200€ mehr als ein durchschnittlicher FDP-Wähler und die teilweise unsäglichen politischen Perspektiven und skurrilen Ideen sind Geschichte. Sehen Sie sich die alten Fernsehberichte an. Damals haben die auf dem Parteitag selbst gemachten Ziegenkäse ausgepackt und im Plenum Kinder gestillt. Heute sind die nur noch durch die Krawattenfarbe vom Rest zu unterscheiden. In ganz progressiven Einzelfällen vielleicht noch durch das Fehlen der Krawatte.

  109. 112.

    Yucciler

    „Genauso Shizophren“

    Na ja, vielleicht kann man es mir nur schwer recht machen.

    Natürlich haben Sie recht, aber, ich sehe erst einmal Personen und die die ich gesehen habe, empfand ich als nicht so charismatisch.

    Vielleicht haben die Piraten gute Leute, aber was nützen sie, wenn sie hinter der Medien-Fassade hocken.

    Das Medien-Politische Establishment hat die Piraten ausgetrickst, indem sie immer wieder diesen jämmerlichen, hässlichen, dämlichen, arbeitslosen Sandalen träger eingeladen haben. Seit der in den Talk-Shows rum hüpft, sind die Umfrage Werte gefallen.

    Auch gibt es bei den keine Migranten im Vorstand, eine reine Bio-Partei ist unmodern

    • 31. Oktober 2012 um 10:10 Uhr
    • cem.gülay
  110. 113.

    „Ich unterschreibe alles, was Wolfgang Schäuble gesagt hat“

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-10/berggruen-konferenz-europa-berlin-fischer

    • 31. Oktober 2012 um 13:10 Uhr
    • Freeway
  111. 114.

    @ Neumann,

    falls u mitliest, ich hätte eine Frage an den Fachmann in Dir: Gibt es sowas wie eine postmoderne Soziologie (social theory)? Und wenn ja, worin würde die sich unterscheiden von einer modernen oder gar klassischen Soziologie?

    • 31. Oktober 2012 um 18:36 Uhr
    • Saki
  112. 115.

    @ FW

    @ MRX

    Warten sie bis die spanische Bankenbome explodiert

    Meinen Sie, ich halte mich nicht auf dem Laufenden?

    • 31. Oktober 2012 um 18:45 Uhr
    • MRX
  113. 116.

    @ Neumann,

    falls u mitliest, ich hätte eine Frage an den Fachmann in Dir: Gibt es sowas wie eine postmoderne Soziologie (social theory)?

    @ Saki

    Als feststehenden Begriff: Nein. Als gelegentliche Zuschreibung: Jain. Als Selbstbeschreibung derjenigen, denen dieses Prädikat teilweise zugeschrieben wird: Meines Wissens nach selten. Hinzu kommt, dass der Begriff Postmoderne sehr mehrdeutig ist.

    Teile des französischen Poststrukturalismus werden teilweise als postmoderne Soziologie oder so ähnlich beschrieben. Michel Foucualt, der mehr oder weniger dem Poststrukturalismus zugerechnet wird, hat das Prädikat Postmodernist jedoch zurückgewiesen.

    Und wenn ja, worin würde die sich unterscheiden von einer modernen oder gar klassischen Soziologie?

    Die beiden wesentlichen Postmodernisten in einem stark erweiterten sozialtheoretischen Kontext sind bzw. waren der vergleichsweise seriöse Philosoph Jean-Francois Lyotard und der Philosoph und Soziologie Jean Baudrilliard, ein linker Spinner. Die beiden kann und will ich hier nicht referieren.

    • 31. Oktober 2012 um 19:29 Uhr
    • N. Neumann
    • 31. Oktober 2012 um 19:30 Uhr
    • N. Neumann
    • 31. Oktober 2012 um 19:30 Uhr
    • N. Neumann
    • 31. Oktober 2012 um 19:31 Uhr
    • N. Neumann
    • 31. Oktober 2012 um 19:32 Uhr
    • N. Neumann
    • 31. Oktober 2012 um 19:32 Uhr
    • N. Neumann
  114. 122.

    @ Saki

    Nachtrag:

    Dieser Aufsatz ist aus dem Jahr 1990, immerhin spiegelt sich darin die Vielschichtigkeit, um nicht zu sagen das Wirrwarr um die Paarung Soziologie und Postmoderne.

    http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/viewFile/2711/2248

    Wenn ich mich nicht völlig irre, ist die Debatte, so es wirklich eine echte gab, „Postmoderne vs. Moderne“ schon länger ziemlich out. Im Studium ist sie mir nur ganz am Rande begegnet.

    • 31. Oktober 2012 um 20:08 Uhr
    • N. Neumann
  115. 123.

    Neumann,

    vielen Dank. Zum Hintergrund: Ein Freund, der Archeologie in Leicester studiert, soll was über Postmoderne schreiben und zwar in der social theory, die in der theoretischen Archeologie wichtig sein soll. Eigenartig.

    • 1. November 2012 um 00:30 Uhr
    • Saki
  116. 124.

    Daher weht der Wind:

    Aber weil dieses Werk nicht von heute auf morgen zu verwirklichen sein wird, wünscht sich Joschka Fischer, „dass diese Krise noch nicht so schnell zu Ende geht“. Denn sie übe einen ungeheuren Veränderungsdruck aus. Dies sei eine „Politisierungsphase“, rief Fischer emphatisch aus. „Ich bedaure nur, dass wir nicht eine mutigere politische Führung haben.“

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-10/berggruen-konferenz-europa-berlin-fischer

    • 1. November 2012 um 08:53 Uhr
    • MRX
  117. 125.

    @ S

    Ein Freund, der Archeologie in Leicester studiert, soll was über Postmoderne schreiben und zwar in der social theory, die in der theoretischen Archeologie wichtig sein soll. Eigenartig.

    ich hatte auch eine bekannte, die einen fernstudiengang in Archäologie dort belegte. Die machen das so, ist deren „Alleinstellungsmerkmal“.

    Davon abgesehen und mit Bezug auf NN # 122: Das mag für die Sozialwissenschaften selbst in D gelten, praktisch ist postmodernes Geschwafel das, was viele Geisteswissenschaftler für Soziologie halten.

    • 1. November 2012 um 08:59 Uhr
    • MRX
  118. 126.

    Neumann,

    vielen Dank. Zum Hintergrund: Ein Freund, der Archeologie in Leicester studiert, soll was über Postmoderne schreiben und zwar in der social theory, die in der theoretischen Archeologie wichtig sein soll. Eigenartig.

    Wtf?!

    Eine Begründung dafür wäre interessant (egal ob noch halbwegs plausibel oder kompletter Stuss).

    • 1. November 2012 um 13:45 Uhr
    • N. Neumann
  119. 127.

    Davon abgesehen und mit Bezug auf NN # 122: Das mag für die Sozialwissenschaften selbst in D gelten, praktisch ist postmodernes Geschwafel das, was viele Geisteswissenschaftler für Soziologie halten.

    @ MR

    Da mag was dran sein, aber auch die Selbstbeschreibung von soziologischen Schriftstellern als postmodern ist schon länger ziemlich aus der Mode.

    • 1. November 2012 um 13:52 Uhr
    • N. Neumann
  120. 128.

    @ NN

    Aber die Durchsickerzeit in andere Fächer beträgt erfahrungsgemäß ein bis zwei Dekaden.
    Zur Archäologie: Im Prinzip ist Kenntnis von Sozialtheorie für Archäologen sicher kein Fehler, da die Funde ja auch in einem sozialen Kontext entstanden sind. Die Frage stllt sich aber, ob man da nicht sinnvollerweise sozialanthropologische Ansätze wählen könnte, die auf der Beobachtung von prämodernen, ja prähochkulturellen Gesellschaften beruhen.

    • 1. November 2012 um 14:02 Uhr
    • MRX
  121. 129.

    … Fundstücke …

    • 1. November 2012 um 14:02 Uhr
    • MRX
  122. 130.

    @ marriex

    „Zur Archäologie: Im Prinzip ist Kenntnis von Sozialtheorie für Archäologen sicher kein Fehler, da die Funde ja auch in einem sozialen Kontext entstanden sind. Die Frage stllt sich aber, ob man da nicht sinnvollerweise sozialanthropologische Ansätze wählen könnte, die auf der Beobachtung von prämodernen, ja prähochkulturellen Gesellschaften beruhen.“

    Sicherich dad^^.

    Zuerst einmal ich habe bis auf das, was man halt so als historiker mitbekommt, herzlich wenig ahnung von archäologie als ein wissenschaftliches fach.
    Trotzdem möcte ich etwas zu zu deiner aussage einwenden – einfach weil ich das bei einem anderen fach, der philosophie, in prinzipiell ähnlicher Hinscht miterlebt habe.

    Davon ausgehend, dass primäre Aufgabe von Universitäten es ist kein Fachpersonal, sondern wissenschaftler, sprich: forscher, auszubilden, kann man ja die soziologie als hilfswissenschaft für die archäologie ja nehmen (aus den von dir genannten Grunde zum Beispiel).
    Setzen wir weiter, dass die Sozialanthopologie als soziologischer Hintergrund für Archäologen idR. sinnvoller sei.
    Nun, da kann man doch zuerst einmal davon ausgehen, dass die meisten Unis, vor allem die großen und renomierten bei ihrem Studienangebot für die Archäologie vor allem Sozialanthropologie lehren werden.
    Und nun kann man sich des weiteren fragen als kleine , relativ unbedeutende Universität, was man selbst tun soll – soll man gegen die großen Universitäten ‚anstinken‘, indem man das, was diese primär lehren, ebenfalls anbietet, nur halt auf einen idR. schlechteren niveau 8einfach eil man weniger geld und personal zur verfügung hat), oder setzt man auf etwas weniger gut geeignetes wie die Soziologie als Hilfswissenschaft für die Archäologie, weil man da wenigstens, wenn auch das fach etwas schlchter von haus aus geeignet ist, ein alleinstellungsmerkmal hat – und man so einige Archäologen ‚heranlehrt‘, die für wenige, spezifische probleme und Fragestellungen – nämlich den direkt soziologischen – wiederum besser ausgebildet sind als die Abgänger von den großen Unis?

    • 1. November 2012 um 14:27 Uhr
    • Zagreus
  123. 131.

    Zur Archäologie: Im Prinzip ist Kenntnis von Sozialtheorie für Archäologen sicher kein Fehler, da die Funde ja auch in einem sozialen Kontext entstanden sind. Die Frage stllt sich aber, ob man da nicht sinnvollerweise sozialanthropologische Ansätze wählen könnte, die auf der Beobachtung von prämodernen, ja prähochkulturellen Gesellschaften beruhen.

    @ MR, Saki

    Richtig. Mein Befremden bezog sich ja auf postmoderne Sozialtheorie.

    Möglicherweise geht das Ganze auch auf eine begriffliche Unschärfe / Schludrigkeit des Dozenten zurück, der mit postmoderner Sozialtheorie so etwas wie postklassische Sozialtheorie bzw. Sozialanthropologie (Cultural Anthropology) meint. Also sagen wir mal: Der Sozialanthropologie nach Gehlen oder Malinowski.

    Zudem könnte der eher wenig feststehende Begriff postmodern indirekt auch auf die soziale Konstruktion von Geschlechterrollen hindeuten, die nicht notwendigerweise feministisch-schwurbelig abgehandelt werden muss.

    Last but not least könnte sich hinter postmoderner Sozialtheorie ein Hinweis auf Levi-Strauss und/oder Personen in seinem theoretischen Fahrwasser verbergen, da, wie gesagt, der französische (Post)Strukturalismus, zuweilen mit Postmoderne gleichgesetzt wird.

    • 1. November 2012 um 17:17 Uhr
    • N. Neumann
  124. 132.

    @ NN, S, Z

    Wahrscheinlich verhält es sich aber schlich und einfach so, dass die Archäologen ein Modul von den Soziologen (oder in UK wahrscheinlich heute „Gender and Identit(ies)“) importieren.

    • 1. November 2012 um 17:35 Uhr
    • MRX
    • 1. November 2012 um 20:39 Uhr
    • MRX
  125. 134.

    Erinnert sich noch jemand an „The Japs are coming!“?

    http://www.foreignaffairs.com/articles/138219/ruchir-sharma/broken-brics?page=show

    • 2. November 2012 um 08:35 Uhr
    • MRX
  126. 135.

    Das in diesem Zusammenhang gern vorgebrachte Argument, die Spitzenpositionen der Europäischen Union würden ja regelmäßig auch nach anderen nichtfachlichen Kriterien wie etwa nationaler Herkunft vergeben, ist ein ganz besonders sinnwidriges. Denn um zu meinen, ein unbrauchbares Auswahlkriterium (Herkunft) begründe die Notwendigkeit eines zweiten unbrauchbaren Kriteriums (Geschlecht), muss man entweder intelligenzmäßig herausgefordert oder Europaparlamentarier sein.

    http://www.ortneronline.at/?p=19558#more-19558

    • 2. November 2012 um 08:56 Uhr
    • MRX
    • 2. November 2012 um 21:35 Uhr
    • Freeway
  127. 137.

    Peer muß ein hochkonzentrierter redner sein.
    Sonst hätte er wohl gemerkt, daß er auf einer charity veranstaltung ißt (ist).

    • 3. November 2012 um 13:18 Uhr
    • ernsthaft
  128. 138.

    Nicht, daß ich meine Pause schon beenden könnte – aber zumindest kurz unterbrechen, um auf zwei weitere „Europa-Artikel“ der ZEIT hinzuweisen.

    Zunächst aber der Hinweis, daß dieses Schäuble-Interview nun seit gestern auch bei ZO freigegeben ist, aktuell mit 78 Kommentaren versehen.
    http://bit.ly/Qf6Ujg

  129. 139.

    In der ZEIT vom 18. ktober erschien in der ZEIT „Der große Sprung nach vorn“ von Bernd Ulrich:
    „Europhoriker wie Daniel Cohn-Bendit, Robert Menasse oder Ulrich Beck machen aus Europa eine Ideologie. Das hat der Kontinent nicht verdient.“
    http://bit.ly/Qf7cq9
    Der Artikel dümpelt seit dem 26.10. am Rande der ZO-Aufmerksamkeit dahin.

  130. 140.

    Sehr deutlich wahrgenommen wurde Ulrichs Artikel allerdings von 2 der Kritisierten: Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit, die eine Woche später am 25.10. – unter dem hier abgedruckten Schäuble-Interview – „wortgewaltig“ zurückschlugen:
    „Merkiavelli“ – „Europa-Architekten und Nationalstaatsorthodoxe“ – „Lebenslüge der Euro-Skeptiker und Anti-Europäer“.
    (@Leon, hier bahnt sich die nächste Diskreditierung der Begriffe an, bzw. setzt sich fort.)

    Auch dieser Artikel mit dem sich anbietenden Titel „Der große Sprung zurück“ ist bei ZO inzwischen freigeschaltet.
    http://bit.ly/Qf7D3Y

    Offenbar im Hochgefühl der gerade verliehenen Friedensnobelspreiswürde (von der kein Schwein mehr spricht) zeigen die beiden Vorzeigeeuropäer dem kleinen Berliner Bernd, was unerschrockenes politisches Denken ist.

    „Sie, lieber Bernd Ulrich, sind erschrocken über den revolutionären Tonfall – das ist verständlich. Aber die Ereignisse haben diesen Tonfall. Es gibt Zeiten der kleinen, regelausführenden Politik, und es gibt eine Zeit für eine große, regelverändernde Politik.“

    Hätte sich DCB wohl auch nicht räumen lassen, daß seine Blütenträume noch einmal auf so unvorhergesehene Weise Früchte tragen.
    Ich auch nicht.

    „Dort, wo man es bislang am wenigsten vermutet hatte, in der Europäischen Zentralbank, hat sich ihr Präsident Mario Draghi in eine Art Teilzeitrevolutionär verwandelt, indem er, der keinen demokratischen Legitimationszwängen ausgesetzt ist, in die Wege leitet, was die Regierenden ihren Parlamenten nicht zumuten wollen.“

    • 5. November 2012 um 10:43 Uhr
    • MRX
  131. 142.

    Die Europäische Zentralbank hat Spaniens Banken 16,6 Milliarden Euro geliehen. Doch die Sicherheiten dafür entsprechen nicht einmal den eigenen Vorschriften der Notenbank

    http://www.welt.de/wirtschaft/article110593910/Leiht-EZB-Spaniens-Banken-mehr-Geld-als-erlaubt.html

    • 5. November 2012 um 12:14 Uhr
    • Freeway
    • 5. November 2012 um 18:59 Uhr
    • MRX
    • 6. November 2012 um 17:08 Uhr
    • MRX
    • 8. November 2012 um 13:21 Uhr
    • MRX
  132. 146.

    „Der Euro ischd eine Erfolgsgeschichte“

    Glaubt er selbst nicht:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/schaeuble-frankreich

    • 9. November 2012 um 18:32 Uhr
    • MRX
    • 12. November 2012 um 11:01 Uhr
    • MRX
    • 13. November 2012 um 17:01 Uhr
    • MRX
    • 16. November 2012 um 14:42 Uhr
    • MRX
    • 20. November 2012 um 11:58 Uhr
    • MRX
  133. 151.

    Der Nationalstaat hat sich nicht überlebt. Er ist allefalls in den Hintergrund gerückt, weil „unsere“(?) Politiker mehr die Interessen der anderen Nationen und der Banken vertreten haben als die des eigenen Volkes.
    Genau das muß sich ändern!

  134. 152.

    dien dan Oto zace

    “Der Nationalstaat hat sich ad absurdum geführt” « Jörg Lau

  135. 153.

    xe ford escape so san

    “Der Nationalstaat hat sich ad absurdum geführt” « Jörg Lau

  136. 154.

    kominy

    “Der Nationalstaat hat sich ad absurdum geführt” « Jörg Lau

    • 29. Oktober 2014 um 23:39 Uhr
    • kominy
  137. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)