Ein Blog über Religion und Politik

Wie Nasser einmal einen Witz über die Muslimbrüder machte

Von 5. November 2012 um 18:25 Uhr

Dieses Video ist sehr erhellend über den Wandel in Ägypten. Gamal Abdul Nasser erzählt hier, dass er mit den Muslimbrüdern einmal habe zusammenarbeiten wollen, "um sie auf den rechten Weg zu bringen". Die erste Forderung des Führers sei gewesen, das Kopftuch zwingend einzuführen. Daraufhin lacht SPONTAN das Publikum. Kann man sich etwas Absurderes vorstellen! Die Frauen unters Kopftuch zwingen! Einer ruft gar: Soll er es doch selber tragen!
Dann kommt Nassers trockene Pointe: Er habe dem Führer der MB geantwortet: Haben Sie nicht eine Tochter, die Medizin studiert? Die trägt aber nicht Kopftuch! (Gelächter, abermals) Und wenn es nicht möglich ist, eine Frau unters Kopftuch zu zwingen, wie soll ich dann 10 Millionen Ägypterinnen dazu zwingen? (Gelächter).
Gut gegeben. Aber gewonnen hat die MB. Heute gibt es in Ägypten so gut wie keine Frau mehr ohne Kopftuch. Es sei denn, sie ist eine sehr mutige Christin, oder sehr privilegierte Frau, die sich zu schützen weiß und die Straße meidet. Und alles selbstverständlich völlig freiwillig.
Wer sich trauen würde, in Ägypten öffentlich über die MB in dieser Weise zu scherzen wie es Nasser tut, müsste hingegen mit einem Blasphemieprozess rechnen.

Kategorien: Ägypten
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Faschisten sind selten humorvoll und können über Witze lachen, egal ob sie nun einer säkularen oder religösen Ideologie folgen. Ich denke die besonders korantreuen Moslems im Führungszirkel der Moslembrüder haben mittlerweile ähnliche Reden gehalten wie diese hier: http://www.youtube.com/watch?v=_ooPYulJtN0 Auch wenn ihre Macht noch nicht so absolut ist.

    • 5. November 2012 um 21:24 Uhr
    • Bellfruta87
  2. 2.

    @ JL – Großartig – magnifique – Merci!

  3. 3.

    Und Sie, Herr Lau, haben trotzdem noch nicht begriffen, wie die Islamisierung läuft. Traurig.

    • 5. November 2012 um 21:39 Uhr
    • Mamas Liebling
  4. 4.

    3 ML
    Ich weiß nicht was herr lau begriffen hat, finde es aber toll, daß er soetwas veröffentlicht. Danke.

    • 5. November 2012 um 22:02 Uhr
    • ernsthaft
  5. 5.

    PS – @ JL – es ist bedauerlich, wie weit Ägypten sich von hoffnungsvollen Anfängen einer, wenn auch begrenzten, religiösen Neutralität und staatsbürgerlichen Rationalität in der Moderne*) hin auf den Abweg zum Obskurantismus sektiererisch-spalterischer Repressionstendenzen der Gegenwart heute begeben hat.

    _____________________________

    *) Die Revolution 1919 prägte den Slogan „religion for God, the country for all“. Damals ließen die Ägypter ihre religiösen Differenzen hinter sich und verbündeten sich gegen die britische Herrschaft. Die Flagge der Revolutionäre zeigte einen Halbmond und ein Kreuz auf grünem Hintergrund.
    Das Kreuz wurde unter der darauffolgenden Monarchie dann allerdings durch drei Sterne ersetzt,
    während der Halbmond – ein altes Symbol der Osmanen und des Islams – blieb.

  6. 6.

    1953 … ein paar Jahre später – und lange vor dem Kopftuchboom – zog FGM wieder ein in Ägypten.

    Alle paar Monate halte ich es für vertretbar, FGM zu erwähnen.

    Unter Nasser gab es sogar mal ein Gebilde namens

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Arabische_Staaten

    mit Syrien und dem Nordjemen.

    Ist in der christlich-muslimischen Gemengelage Ägyptens: ‚Syrien‘ ein Thema – oder eher das Ende der Freundschaft ?

  7. 7.

    PS – insbesondere über die ungewöhnlich freiheitliche, liberale und kreative Epoche Ägyptens in den Jahren vor der Revolution (coup d’etat) 1952 sowie die Unterdrückung demokratisch-parlamentarischer Impulse und Initiativen einige Zeit nach der Revolution (coup d’etat) von 1952 informiert ‚en detail‘ Sandmonkey in seinem Essay „January vs. July“ vom 28.08.2012

  8. 8.

    der Essay “January vs. July” von Sandmonkey (28.08.2012):
    http://www.sandmonkey.org/2012/08/28/january-vs-july/

  9. 9.

    Ach und Lau, Sie sollten sich an Nasser ein Beispiel nehmen, denn heute gehören Sie zu einer Klicke von Leuten, die lachen und witzeln wenn es um die Gefahren und Konsequenzen geht, welche ein sich ausbreitender Islam in Europa in Zukunft mit sich bringt. Und so wie Nasser einer Fehleinschätzung unterlag, so unterliegen Leute wie Sie heute einer Fehleinschätzung.
    Moslembrüder, Salafisten und andere besonders korantreue Moslems, sind im Grunde eine reformatorische Bewegung, welche gegen die falsche islamsisch Lehre und gegen unislamisches Verhalten und Praktiken vorgeht. Bei der christlichen Reformation war Ablasshandel, Käuflichkeit von Kirchenämtern etc. unchristliches Verhalten und dagegen ging man vor. Bei der islamsichen Reformation sind es westliche Kultureinflüsse und Freiheiten die als unislamisch betrachtet und bekämpft werden. Reformation ist back to the roots, und da kommt bei einer Ideologie wie dem Islam eben nichts gutes bei raus.
    Die Kernaussagen einer Ideologie, erst recht einer religösen Ideologie, lassen sich nunmal nicht verändern, und daher wird es dauerhaft niemals einen friedlichen, integrativen, demokratischen und auf menschenrechten beruhenden Islam geben, denn all diese Dinge haben nichts mit dem Inhalt von Koran und Sunna zu tun. Durchsetzen und prägend werden daher immer korantreue Moslembewegungen sein, ob sie sich nun Wahabiten, Moslembrüder oder Mili Görüs nennen.

    Erinnert sei in diesem Zusammenhang nochmal an die sehr passende und sehenswerte norwegische Reportage über Moslembrüder, Islam und Europa. Eine Reportage über die Lau vermutlich immer noch lacht und witzelt und die er als abwegiges Werk von „Islamhassern“ abtut. Darin wird am Ende übrigens ein führender Moslembruder mit den Worten zitiert: „Du bist naiv, ich will nicht Ägyptens Führer werden, aber wenn jede Frau Kopftuch trägt und jeder Mann Bart, dann werden sie mich bitten sie zu führen.“ http://www.youtube.com/watch?v=zPu6-iZQgaI

    • 5. November 2012 um 22:50 Uhr
    • Bellfruta87
  10. 10.

    Als hier noch alles leer war, habe ich mir das Video zunächst einmal mit freudigem Interesse angesehen und mich vage an Wochenschauen in den 60er Jahren erinnert, in denen dieser eindrucksvolle Mann gelegentlich auftauchte.
    Dann habe ich mir den Wikipedia-Eintrag zu Nasser angesehen und von einer „Laudatio“ Abstand genommen, da Nasser wie die meisten bei allen Verdiensten ja auch dem ein oder anderen Irrtum unterlag.
    Aber ein interessantes Dokument ist das allemal.

  11. 11.

    Ich möchte aber darauf hinweisen, dass nur die Muslime in den muslimischen Ländern die Frauen unters Kopftuch zwischen, deren Genitalien verstümmeln und überhaupt zu Menschen zweiter Klasse machen.
    Sobald die hier angekommen, werden die schlagartig freiheitlich-demokratische Fachkräfte, jeder mit mindestens einem Doktortitel in der Tasche und allesamt fleißig dabei unsere Rechtsordnung zu verteidigen.

    Auch die Rechte der muslimischen Frauen werden hier gerade von den Muslimen durchgesetzt. Hier haben sie endlich Wahlfreiheit. Entweder den von der Familie auserwählten Bräutigam heiraten – oder von den Brüdern ermordet werden.

    ~

    Nebenbei, gibt´s Neuigkeiten vom NSU-Fake?

    • 5. November 2012 um 23:12 Uhr
    • Frank
  12. 12.

    „Kann man sich etwas Absurderes vorstellen! Die Frauen unters Kopftuch zwingen!

    Nasser(s) … habe dem Führer der MB geantwortet: Haben Sie nicht eine Tochter, die Medizin studiert? Die trägt aber nicht Kopftuch! (Gelächter, abermals) Und wenn es nicht möglich ist, eine Frau unters Kopftuch zu zwingen, wie soll ich dann 10 Millionen Ägypterinnen dazu zwingen? (Gelächter).“

    Ohne FGM zuvor – kein Siegeszug des Kopftuchs.

    Teuflisch raffiniert von denen, die sich das für Ägypten wohl so ausgedacht* haben.

    *Das einschlägige Schrifttum auf diesbezügliche Hinweise durchzuscreenen, könnte ein sinnvolles Dissertationsunterfangen sein.

    FGM klingt ja eigentlich eher so wie Somalia, oder Pharao, aber für das Kopftuch hat FGM in Ägypten wohl einen pragmatisch-restaurativen Sinn gemacht.

  13. 13.

    OT (auch wenn nasser erwähnung findet) – aber umbedingt lesen! – Gerae auch sie lau!

    http://www.welt.de/politik/ausland/article110661887/Wenn-der-Hass-groesser-als-die-Angst-vor-Vergeltung-ist.html

    • 5. November 2012 um 23:48 Uhr
    • Zagreus
  14. 14.

    Ali Muhammad Nagib

    Am 23. Juli 1952 stürzte er durch einen Militärputsch mit Gamal Abdel Nasser und den Freien Offizieren König Faruq.
    Nagib wurde Oberbefehlshaber der Streitkräfte Ägyptens und am 9. September 1952 Ministerpräsident.

    Er leitete in Ägypten eine Bodenreform und ein Verbot der Parteien (vor allem der Wafd-Partei, als Repräsentantin der bisherigen Führungsschicht) ein.

    Am 18. Juni 1953 proklamierte Nagib die Republik Ägypten und wurde zum ersten Präsidenten Ägyptens ernannt.
    Nasser wurde Oberbefehlshaber der Streitkräfte und stellvertretender Ministerpräsident.

    Am 24. Februar 1954 wurde Nagib von Nasser zum Rücktritt gezwungen,
    als er gegen dessen Willen zu einem parlamentarischen Regierungssystem zurückkehren wollte.

    Nach einem Volksaufbegehren kehrte Ali Muhammad Nagib bereits am 8. März 1954 ins Amt des Staatspräsidenten zurück,
    konnte jedoch keine Machtbefugnisse mehr auf sich vereinen.

    Wenig später nahm Nasser ein auf ihn verübtes Attentat islamistischer Terroristen zum Anlass,
    Nagib der Mitwisserschaft zu bezichtigen und ihn abzusetzen.
    Nagib musste am 14. November 1954 endgültig seinen Rücktritt erklären und wurde wegen angeblicher Mitwisserschaft an dem Attentat von Nasser unter Hausarrest gestellt.

    Erst 1971, nach dem Tode Nassers, wurde der Hausarrest durch Staatspräsident Anwar as-Sadat aufgehoben und Nagib vollständig rehabilitiert.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ali_Muhammad_Nagib

  15. 15.

    Nasser bekämpfte die Muslimbrüder.(Applaus).
    Ulbricht bekämpfte den Klassenfeind.(Applaus).
    Die Sowjets bekämpften den Kapitalismus.(Applaus).
    Die Presse immer vorneweg.
    (Applaus organisieren und Blümchen streuen).

    ..unsere bunte Republik bekämpft den Rechtspopulismus…
    ich applaudiere nicht sondern bin nur noch genervt von der totalen Realitätsverweigerung.

    • 6. November 2012 um 01:26 Uhr
    • Bravoleser
  16. 16.

    Es könnte ja auch sein, dass Herr Lau damit ausdrücken möchte, – seht her, die Frauen tragen freiwillig das Kopftuch, da man keine 10 Millionen Frauen unter das Kopftuch zwingen kann.

    • 6. November 2012 um 02:23 Uhr
    • wissling
  17. 18.

    So langsam wird es lustig.

    Erdogan: nach „alt-Lau’scher Diktion“ ein mutiger Einführer der Demokratie, heutzutage ein „Islamisierer“. (Womöglich muss Lau demnächst sogar schreiben das Erdogan den Islam falsch verstanden hat).

    Arabischer Frühling: nach Lau damals eine Aufstand zu Toleranz und Freiheit und Aufklärung. Heute erwähnt er schon mal das eine Frau in Ägypten ohne Kpftuch nur auf die Straße kann wenn Sie „extrem mutig“ ist.

    Salafisten…

    Parallelgesellschaft…

    Was wohl passiert wenn Obama keine zweite Amtszeit kriegt?

    • 6. November 2012 um 08:59 Uhr
    • Mates
    • 6. November 2012 um 09:06 Uhr
    • Serious Black
  18. 20.

    @ Mates: Was Sie nicht verstehen ist, dass ich schon lange sage, Demokratisierung wird in dieser Region zwangsläufig als Islamisierung vonstatten gehen. Und dass ich das als extrem ambivalenten Prozess mit offenem Ausgang ansehe, mithin auch: mit der Möglichkeit von Verschlechterung und Chaos. Minderheiten sind die Indikatoren dafür, wohin die Reise geht.

    • 6. November 2012 um 09:26 Uhr
    • Jörg Lau
  19. 21.

    Once upon a time, Arab nationalism ruled the Middle East. We are now in the era of Sunni Arab identity and especially of Sunni Arab Islamism.

    http://www.jpost.com/Opinion/Columnists/Article.aspx?id=290481

    • 6. November 2012 um 09:32 Uhr
    • Serious Black
    • 6. November 2012 um 09:38 Uhr
    • MRX
  20. 23.

    @SB

    Jo, PI hat darüber auch vor kurzem berichtet. Moslems töten andere Menschen wenn ein Video mit ein paar historischen Fakten über Mohammed veröffentlicht wird. Aber wenn die Saudis Mohammeds frühe Wirkungstätten inklusive Moscheen planieren und darauf ein Gigantismus entsteht, der Albert Speer neidisch machen würde, dann herrscht Stille unter Moslems und in der gutmenschlichen Presse auch.

    • 6. November 2012 um 11:38 Uhr
    • Bellfruta87
  21. 24.

    @ BF87

    Wieder ein Beleg dafür, daß der ‚Zorn der arabischen Straße‘ gelenkt ist.

    • 6. November 2012 um 11:49 Uhr
    • Serious Black
  22. 25.

    @SB

    Gelenkt durchaus, und zwar durch die Ideologie Islam, welche leicht lenk- und kontrollierbare Anhänger in Scharen produziert.

    @Lau

    Sie als Kämpfer für die Zwangsbeschneidung wehrloser Kinder werden sich sicher über diesen Professor freuen:

    „Er stellt auch einen klaren Zusammenhang zur Knabenbeschneidung her und kritisiert einen Sexismus, der zwar die Beschneidung der Mädchen kriminalisiere, gleichzeitig aber bei Knaben den Eingriff aus religiösen Gründen erlaube. So schlussfolgert er, müsse auch jegliches Verbot bei Mädchenbeschneidung aufgegeben werden. Zumindest was die “sanfte” Formen der Beschneidung anginge (Typ I: teilweise oder vollständige Entfernung des äußerlich sichtbaren Teils der Klitoris). Diese sind in manchen islamischen Strömungen durchaus erlaubt und somit auch religiös begründbar. Seine Argumente ähneln stark jenen der Befürworter der Knabenbeschneidung.“
    http://www.humanist-news.com/professor-fordert-legalisierung-von-genitalverstummelung-fur-madchen/

    Wer die Zwangsbeschneidung von Jungen unterstützt wie Sie Herr Lau, der muss auch die Zwangsbeschneidung von Mädchen unterstützen, sonst macht er sich lächerlich.

    • 6. November 2012 um 12:16 Uhr
    • Bellfruta87
  23. 26.

    @ BF 87

    leicht lenk- und kontrollierbare Anhänger in Scharen produziert

    Das dachten Assad, Ben-Ali, Saleh, Mubarak und Gaddafi auch mal.

    • 6. November 2012 um 12:40 Uhr
    • Serious Black
  24. 27.

    @SB

    „Das dachten Assad, Ben-Ali, Saleh, Mubarak und Gaddafi auch mal.“

    Das waren alles eher säkulare Diktatoren und keine Moscheeimame oder andere islamische Geistliche, die ja die Brutstätte der Lenk- und Kontrollierbarkeit sind, von der ich sprach. Von daher ist dieser Hinweis eher weniger geeignet.

    • 6. November 2012 um 13:33 Uhr
    • Bellfruta87
  25. 28.

    Mamas Liebling (#3) schreibt: Und Sie, Herr Lau, haben trotzdem noch nicht begriffen, wie die Islamisierung läuft. Traurig.
    ernsthaft (#4) antwortet: Ich weiß nicht was herr lau begriffen hat, finde es aber toll, daß er soetwas veröffentlicht. Danke.

    Mamas Liebling spielt womöglich darauf an, dass Jörg Lau in seinem Vortrag beim Berliner Integrationsforum sich gegen Kopftuchverbote in Deutschland ausgesprochen hat. Für Herrn Lau ist das islamische Kopftuch lediglich „Kopfschmuck“ und kein Mittel der Islamisierung; Kopftuchverbote sind ihm zufolge „Angstregelungen aus der Übergangszeit“, die es abzuräumen gilt. Wenn es also nach Herrn Lau geht, werden Lehrerinnen, Erzieherinnen und konsequenterweise auch Richterinnen sich in der aufgeklärten Zukunft islamisch korrekt (kopf)schmücken dürfen.

    Und ich prophezeie, dass aus diesem Grund auch in absehbarer Zeit die Kopftuchverbote in Deutschland fallen werden. Man wird das abräumen wie so viele andere Angstregelungen aus der Übergangszeit, wie etwa auch das Verbot der Doppelstaatsbürgerschaft. Man wird einsehen, dass Loyalität zu unserer Gesellschaft und den Werten sich weder am Kopfschmuck noch an der Zahl der Pässe festmachen lässt.
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/10/22/die-vergiftung-der-deutschen-integrationsdebatte_5756

  26. 29.

    28 Miriam g.
    Das ist mir schon klar und gerade deshalb finde ich toll, daß er soetwas veröffentlicht. Er könnte auch weglassen was ihm nicht paßt. Das gefällt mi an h.lau auch wenn seine meinung mich manchmal nervt weil ich sie als ziemlich 68er naiv empfinde.

    • 6. November 2012 um 13:59 Uhr
    • ernsthaft
  27. 30.

    @ BF87

    Radikaler Islamismus produziert über kurz oder lang postislamische Gesellschaften. Siehe Iran.

    In der Zwischenzeit wird der Islam als Vehikel persischer und arabischer Hegemonialbestrebungen benutzt (Syrien, Libanon, Irak).

    • 6. November 2012 um 14:07 Uhr
    • Serious Black
  28. 31.

    als Vehikel persischer und arabischer Hegemonialbestrebungen benutzt

    … die sich natürlich zueinander blutig-konkurrierend verhalten.

    Lavrov verbreitet in Amman, die Aufständischen in Syrien hätten 50 Stingers und würden es auch auf Zivilflugzeuge absehen. Das als nächstes ein Zivilflieger dran sein müsste: auf dem Weg zum …. Giftgas ? …. hatte ich, glaube ich vor ca. einem Monat vermutet.

    „“There is confirmed information that on Syrian territory there are over 50 Stingers,“ he said, as later quoted by Russia’s Interfax news agency.

    „You know perfectly well what Stingers are intended for, all the more so that the leaders of the (rebel) Syrian Free Army have repeatedly said that civilian planes will be a legitimate target.““

    Wenn der böse Erdogan Russenflieger inspiziert, dann werden wohl die bösen Rebellen bald einen Zivilflieger vom Himmel holen. Quittungen für westliche Torheiten gibt’s immer gerne auch mit Stempel aus Moskau.

    http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=454228

  29. 32.

    Ein tolles Zeitdokument! Danke, Hr. Lau, dass Sie diesem hier nochmal prominenten Platz einräumen.

    Habe – so viel Narzissmus erlaube ich mir mal – bereits hier (1. Nov.) in Kommentar #104 das Video als „Appendix“ zu einem entsprechenden Artikel gepostet:

    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/10/24/das-versagen-der-amerikanischen-ausenpolitik-im-prasidentschaftswahlkampf_5763/comment-page-13#comments

    Ebenfalls „gefeatured“ wird das Video in einem aktuellen Artikel im TheNational: „The Death of Arab Secularism“.

    • 6. November 2012 um 14:20 Uhr
    • MM
  30. 33.

    @Bellfruta #25
    Wer die Zwangsbeschneidung von Jungen unterstützt wie Sie Herr Lau, der muss auch die Zwangsbeschneidung von Mädchen unterstützen, sonst macht er sich lächerlich.

    Hier zeichnet sich auch ein juristisches Dilemma ab. Nach der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes wird man kaum die islamkonforme „milde Sunna“ (Entfernung der Klitorisvorhaut, eines zur Penisvorhaut homologen Organs) verbieten können, solange sie „nach den Regeln der ärztlichen Kunst“ (im großzügigen Sinne des geplanten Gesetzes ) durchgeführt wird. Und man wird erst recht nicht die sog. „Sunna light“ verbieten können, bei der kein Gewebe entfernt, sondern lediglich einen Einstich in die Klitorisvorhaut vorgenommen wird.

    Hier ein Link zum Kapitel über den Vergleich zwischen weiblicher Beschneidung (weiblicher Genitalverstümmlung) und männlicher Beschneidung (Zirkumzision) aus der gemeinsamen Standpunkterklärung zur nicht-therapeutischen Beschneidung minderjähriger Jungen der Königlich Niederländischen Ärztevereinigung, der Niederländischen Gesellschaft für Kinderheilkunde, der Niederländischen Gesellschaft für Urologie, und der Niederländischen Gesellschaft für Kinderchirurgie:

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-und-weibliche-beschneidung/die-koeniglich-niederlaendische-aerztevereiningung-ueber-den-vergleich-der-weiblichen-und-der-maennlichen-beschneidung.html

    Vorhaut oder Klitorisvorhaut der Frau ist ein zur männlichen Vorhaut homologes Organ (welches deshalb auch Vorhaut genannt wird). Folglich ist die Entfernung der Vorhaut- der Penis- oder der Klitorisvorhaut, biologisch vergleichbar. FGM Typ II, III und IV sind nicht medizinisch mit der Beschneidung beim Mann vergleichbar, da sie größeren Schaden verursachen und die Entfernung nicht-homologer Organe mit sich bringen….

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-und-weibliche-beschneidung/sind-maennliche-und-weibliche-beschneidung-vergleichbar.html

  31. 34.

    @Bellfruta #25
    Wer die Zwangsbeschneidung von Jungen unterstützt wie Sie Herr Lau, der muss auch die Zwangsbeschneidung von Mädchen unterstützen, sonst macht er sich lächerlich.

    Hier zeichnet sich auch ein juristisches Dilemma ab. Nach der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes wird man kaum die islamkonforme “milde Sunna” (Entfernung der Klitorisvorhaut, eines zur Penisvorhaut homologen Organs) verbieten können, solange sie “nach den Regeln der ärztlichen Kunst” (im großzügigen Sinne des geplanten Gesetzes ) durchgeführt wird. Und man wird erst recht nicht die sog. “Sunna light” verbieten können, bei der kein Gewebe entfernt, sondern lediglich einen Einstich in die Klitorisvorhaut vorgenommen wird.

    Hier ein Link zum Kapitel über den Vergleich zwischen weiblicher Beschneidung (weiblicher Genitalverstümmlung) und männlicher Beschneidung (Zirkumzision) aus der gemeinsamen Standpunkterklärung zur nicht-therapeutischen Beschneidung minderjähriger Jungen der Königlich Niederländischen Ärztevereinigung, der Niederländischen Gesellschaft für Kinderheilkunde, der Niederländischen Gesellschaft für Urologie, und der Niederländischen Gesellschaft für Kinderchirurgie:

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-und-weibliche-beschneidung/die-koeniglich-niederlaendische-aerztevereiningung-ueber-den-vergleich-der-weiblichen-und-der-maennlichen-beschneidung.html

  32. 35.

    @ TH

    Nach dem politischen Bankrott der PA (Palästinenser kämpfen in Syrien auf beiden Seiten, Erdogan fährt zu seinem Kumpel Ismail Haniyeh nach Gaza), wird sich Abdullah schon mal auf den nächsten Palästinenseraufstand vorbereiten können.

    • 6. November 2012 um 14:31 Uhr
    • Serious Black
  33. 36.

    @ BF

    Moslems töten andere Menschen wenn ein Video mit ein paar historischen Fakten über Mohammed veröffentlicht wird.

    Das glaubt man halt, wenn man den einschlägigen Glauben schenkt, dass die Anschläge wirklich „in response to the film“ stattfanden; oder anders gesagt sonst nicht stattgefunden hätten; der Film mithin notwendig „Ursache“ war. Das ist Schwachsinn m.E.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Reactions_to_Innocence_of_Muslims#Related_attacks

    Ansonsten dürfte selbst Ihnen auffallen, dass es die Toten überwiegend in den Reihen der Hornochsen gab, die (gewalttätig) gegen den Film demonstrierten.

    Aber wenn die Saudis Mohammeds frühe Wirkungstätten inklusive Moscheen planieren (..) dann herrscht Stille unter Moslems

    Stille. Das wissen Sie nun woher?

    und in der Presse auch

    Tja, denken Sie da mal drüber nach.

    @ SB, TH (in case you missed it): Habe noch einen „Kafranbel-Beitrag“ im amerik. Außenpolitik-Strang an Sie adressiert.

    • 6. November 2012 um 14:34 Uhr
    • MM
  34. 37.

    Wenn die Russen zu Assad einerseits sagen: ‚Alda, Du übertreibst aber auch manchmal etwas'; und andererseits: ‚Jetzt ist aber auch mal Zeit, es richtig krachen zu lassen‘. …

    … dann ist das geniale aufseiten der Araber dabei, dass auch für die letzte asoziale Intrige sich jemand findet, der so rational-unkontrolliert wie nur denkbar, das ganze dann zur gerechten Strafe Allahs und mithin das Werk von einschlägig korrekt auf dem Weg befindlichen Geschwistern erklärt.

    Und damit die asoziale Spoiler-Intrige als sakral-legitim beglaubigt.

    Diese selbstzerstörerische nach-innen-Wendung ist atemberaubend.

    „Radikaler Islamismus produziert über kurz oder lang postislamische Gesellschaften.“

    So wie der Kommunismus Kapitalistische Gesellschaften produziert – allerdings über einen leicht trümmerhaufenhaften Umweg von ein paar Jahrzehnten; und dann sogar: einen Ultra-Kapitalismus.

    JL: „Demokratisierung wird in dieser Region zwangsläufig als Islamisierung vonstatten gehen. Und dass ich das als extrem ambivalenten Prozess mit offenem Ausgang ansehe, mithin auch: mit der Möglichkeit von Verschlechterung und Chaos.“

    Null Anzeichen gibt es dafür, dass es nicht garantiert auf Verschlechterung und Chaos hinausläuft. Das könnte man den Leuten auch mal sagen.

    @ MM

    Kafranbel sagt: ‚Let us die, but don’t lie !‘ Drittes Bild von oben:

    https://www.adoptrevolution.org/kafranbel/

    Das sind die wahren Erben von Friedrich Nietzsche.

  35. 38.

    @ MM

    Stille. Das wissen Sie nun woher?

    Wahhabiten sind schon länger für ihre ‚Toleranz‘ bekannt:

    Wahhabi-Saudi wrecking and pillaging of Muslim cultural treasures was first noticed at the end of the 18th century after they erupted from central Arabia into Iraq. They sacked and looted the tomb of Imam Husayn, the grandson of Muhammad, in the Shia Muslim holy city of Karbala, and besieged Najaf, the location of the shrine of Imam Ali, the cousin and son-in-law of Muhammad, and progenitor of Shi’ism. But they failed to conquer Najaf.

    They then headed south and west to the Hejaz district of Arabia, which includes Mecca and Medina. There, in the early 19th century, they killed and destroyed every person and thing of which they disapproved. They robbed their way across the landscape, seizing the rich treasures presented for centuries to the mausoleum of Prophet Muhammad at the Prophet’s Shrine in Medina.

    For a time, they were driven out of Mecca and Medina by the Ottomans, but after the House of Saud and the Wahhabi sect retook the Islamic holy cities in 1924-25, they again set about, with considerable determination, eliminating the most honored graveyards, houses, and mosques associated with Muhammad.

    The Wahhabis turned the building in Mecca where Muhammad was born into a cattle market, then a library. The grave of Muhammad’s mother, Amina Bint Wahb, was bulldozed, soaked with gasoline and repeatedly set afire. The home of Khadija, the first wife of Muhammad, in which five of his children were born, was covered with sand and later by public toilets – a grotesque act intended to discourage Muslims from praying there, as Islam does not permit worship (of Allah alone – not Muhammad, his wives, or his offspring) in a place where the odors of human waste are present.

    Wahhabi wrecking crews have also torn down historic mosques in Medina, and Wahhabi terrorist acolytes have bombed Sufi and Shia structures in Iraq and South Asia. The Wahhabi fanatics even tried to destroy the Ka’bah, the cubical building inside the Grand Mosque at Mecca; and they still threaten to remove the green dome from the Prophet’s Shrine in Medina.

    http://www.gatestoneinstitute.org/3435/wahhabis-morocco-tunisia

    • 6. November 2012 um 14:53 Uhr
    • Serious Black
  36. 39.

    „Aber wenn die Saudis Mohammeds frühe Wirkungstätten inklusive Moscheen planieren (..) dann herrscht Stille unter Moslems

    Stille. Das wissen Sie nun woher?“

    In Zeitlupentempo wird das aufgekocht und geht langsam aber sicher ein: in die innermuslimische Skandalisierung der Saudis.

    @ SB

    Ihr Artikel: „by Irfan Al-Alawi“

    http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?61890-What-do-the-Ba-Alawis-think-of-Irfan-Al-Alawi/ letzter Eitrag:

    „Note: I think every single person writing on this thread will agree this Irfan al-Alawi must not be taken seriously. … May Allah replace our bad thoughts about other Muslims with good thoughts. Ameen“

    Zwei Jahre alter frommer Wunsch; wurde nicht erhört.

  37. 40.

    „Syrian small-arms fire from 1 kilometer over the Golan border hit the jeep of the Golani Brigade’s Patrol Battalion commander on a routine border patrol. There were no injuries. The jeep was badly damaged.“

    Zufällig mal den Jeep vom Kommandeur des Patroillen-Battalions der Golani Brigade zerdeppert. Allah weiß auch wohl noch nicht so recht, was er nun eigentlich will.

    „5,000 Lebanese Shiite Hizballah fighters who have poured into Syria from their Beqaa Valley stronghold of al-Harmel to fight Bashar Assad’s war. Our sources reveal that these Lebanese fighters have now advanced 50-60 kilometers deep into southwestern Syria, up to the outskirts of the embattled town of Homs. …

    Hizballah is now openly flaunting the presence of its regular troops in Syria. They are armed with heavy artillery and Chinese WS-1 multiple-launch rocket systems made in Iran. These “Katyushas,” shoot 302mm rockets at targets up to 100 kilometers …

    Coordination is tight: Hizballah forces on the ground get in touch with Iranian command headquarters in Beirut and Damascus to call up Syrian helicopters for air cover.
    The Hizballah commander in Syria is Ibrahim Aqil, a veteran of the Hizballah militia and one of the most trusted by Hassan Nasrallah and Tehran.
    Aqil took part in the 1983 assault on US Marines Beirut headquarters“

    http://debka.com/article/22499/Israeli-forces-on-high-alert-after-Syrian-gunfire-hit-Israeli-military-jeep-on-Golan-

  38. 41.

    Postscriptum
    The Luxor Misdemeanor Court on Tuesday sentenced a teacher to six months in prison, suspended for three years, for cutting the hair of two unveiled students.

    The National Council for Childhood and Motherhood filed a complaint with the public prosecutor accusing the teacher of using violence against pupils in violation of the Child’s Law.

    In October, Eman Abu Bakr Ahmed, a teacher at Al-Haddadeen School in Luxor, ordered two female sixth graders to cover their heads and warned them that she would cut their hair if they did not. The following day, Ahmed brought a pair of scissors and cut the girls’ hair….
    http://www.egyptindependent.com/news/teacher-who-cut-students-hair-sentenced-six-months

  39. 42.

    @mamasliebling: möglicherweise werde ich meine Frage bereuen..aber: Wie meinen Sie dies??

    • 10. November 2012 um 19:58 Uhr
    • Petra Tunek
  40. 43.

    Passt zum Thema, Ich hoffe, dass die Lufthansa dies auf ihren Flügen nicht zulässt.

    EgyptAir stewardesses begin wearing hijab
    November 11, 2012

    EgyptAir stewardesses who campaigned to wear the Muslim headscarf have begun donning the hijab for the first time since the national carrier was founded in 1932, a company official said on Sunday.

    The first flight attendants dressed in the hijab, which mainstream clerics say is mandatory, worked on flights to Jeddah in Saudi Arabia on Saturday.

    Under president Hosni Mubarak, who was toppled in an uprising in early 2011, the hijab was taboo for women in some state institutions such as state television and the national carrier.

    But after the election of the Islamist President Mohamed Morsi in June, women in television and EgyptAir campaigned for permission to wear the hijab, like most Muslim women in Egypt.

    The company had agreed to allow the stewardesses to wear the hijab after a strike by cabin crews in September that also demanded better pay.

    An EgyptAir official said a foreign company has been contracted to design a cap and headscarf for the estimated 250 stewardesses who want to wear the hijab, out of 900 women working for EgyptAir.

    In September, an anchorwoman was the first woman to appear on state television wearing the scarf, which traditionally covers the hair and neck. Some more liberal women wear the hijab to cover only their hair.

    -AFP

    Quelle: http://www.nowlebanon.com/NewsArticleDetails.aspx?ID=455543#ixzz2BvhHRDJ5

    • 11. November 2012 um 16:51 Uhr
    • Pawlow
  41. 44.

    Und Sie, haben Sie es denn begriffen? Wie läuft denn die Islamisierung ab? Ist sie, (egal, ob Islamisierung, Christianisierung oder Judäsisierung) nicht immer völlig oberflächlich?
    Nasser wird verschrien und kristisiert. Klar, war er ein Diktator. Doch waren das andere, frühere Zeiten – das sollte man bedenken! Dafür, dass er ein monarchisches, feudalistisches Land übernommen hatte, hat er schon eine Menge getan, denke ich. Allerdings ist es schwierig für mich zu beurteilen, da das vor meiner Zeit war. Dennoch denke ich, wird er zu Unrecht fertig gemacht. Viel schlimmer als ihn fand ich Sadat. Und dem haben wir die islamistischen Gruppen zu verdanken! Und den Hass auf alles Linke, Säkulare!!

    • 22. November 2012 um 09:43 Uhr
    • Kristina Bergmann
  42. 45.

    […] oder Französisch etwas eingerostet bzw. überhaupt erst nie zu Metall geworden ist, findet sich bei ihm auch eine deutsche […]

  43. 46.

    xe khach mercedes

    Wie Nasser einmal einen Witz über die Muslimbrüder machte « Jörg Lau

  44. 47.

    ban xe fiat gia 150

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  45. 48.

    xe toyota doi 90

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  46. 49.

    sieu xe

    Wie Nasser einmal einen Witz über die Muslimbrüder machte « Jörg Lau

    • 3. November 2014 um 03:42 Uhr
    • sieu xe
  47. Kommentar zum Thema

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