Ein Blog über Religion und Politik

Politischer Islam an der Macht – was nun?

Von 15. November 2012 um 16:43 Uhr

Letzte Woche habe ich eine Debatte bei Außenpolitischen Jahrestagung der Böll-Stiftung in Berlin moderiert. Teilnehmer waren Binnaz Toprak, Istanbul (CHP), Radwan Masmoudi (CSID, Washington/Tunis), Adul Mawgoud Dardery (MP FJP, Cairo/Luxor):

Kategorien: Außenpolitik
Leser-Kommentare
  1. 9.

    @ AVZ

    “War der Grund für die israelische Offensive nicht eben gerade, dass die Hamas in verschiedene Gruppen zerfällt, die sich nicht einig sind, was sie wollen?”

    Widerspricht sich nicht. Die Hamas hat die Kontrolle über die: Libyen- und Iran-bedingt eingeschleppten Potentiale verloren, oder betreibt ein doppeltes Spiel, wahrscheinlich Mischung von beidem; MB-Borderline halt; Pakistanisierung bei Arabern.

    Diese Potentiale werden jetzt zerdeppert, bzw. Not-verschossen, was in der Wirkung dieses mal wohl eher überwiegend zulasten der Hamas-Zustände im Gaza-Streifen als Skandal ‘rüberkommt.

    Darum geht es jedenfalls bei dem Medienkrieg.

    Die Amis verordnen den Kindern der Mitarbeiter ihrer Tel Aviver Botschaft schulfrei wegen Raketenanfluges.

    Auf so etwas kommt es an, in unseren modernen Zeiten.

    Irgendjemand wird in Gaza jetzt ‘den Noske’ machen müssen; für Musharaffs soll kein Spielraum mehr bleiben.

    Ob mit, oder ohne Bodenoffensive ist wohl nur eine technische Frage.

    Ich habe Bedenken gegen eine Optik, dass man Fallschirmjäger und die Giviati-Brigade losschicken muss, um in so einem besseren Neukölln aufzuräumen; da sieht irgendwie nach einem ‘zuviel der Ehre’ aus.

  2. 10.

    “Ein abscheulich verantwortungsloser, nihilistisch-selbstgefälliger Showlauf von anti-westlichen, orientalischen* Eitelkeiten mit nichtssagenden mal selbstbeweihräucherischen, mal wehleidigen Kitsch-Anekdoten, billigen Gemeinplätzen und hohlen Phrasen.”

    Kann mich Holms Urteil nur anschließen. Der Ägyptische Islamist von den Moslembrüdern bot ein typisches Beispiel für das wachsweiche, nichtssagende Taqiyyagelaber was man von diesem Typus Islamist kennt. Ein Highlight für mich war als er bekundete wie gut er es fand das Ägypten jetzt endgültig, nach Mubaraks Sturz, von europäischem Kolonialismus befreit ist, was ja der wahre Grund allen Übels ist. Er aber gleichzeitig die islamische Besatzung und Kolonisation Spaniens positiv hervorhob. Und er gar nicht verstehen konnte warum die spanischen Reconquistadore nicht gut auf die islamischen Besatzer zu sprechen waren.

    Der tunesische Typ fiel mir vorallem durch eines auf. Demokratie scheint für ihn vorallem ein religöses Projekt zu sein. Und das kann natürlich nur gutgehen, vorallem wenn die Religion der Islam ist.

    Die Dame aus der Türkei war ein Lichtblick, auch wenn es teilweise recht anstrengend war ihr zu folgen.

    • 16. November 2012 um 10:55 Uhr
    • Bellfruta87
  3. 11.

    @ Bellfruta87

    “Die Dame aus der Türkei war ein Lichtblick, “…

    Die Anschwärzung der AKP wurde gleich als Distanzierungsgrund von der Idee, dass die Türkei ein Modell für die Araber verkörpern könne, aufgegriffen. min. 20.50; nachdem Herr Lau zuvor neckisch mit der Sottise provoziert hatte, dass man Erdogan in Kairo kaum von Atatürk hätte unterscheiden können.

    Erdogan hat in Kairo versucht, den Vorurteilen von Obama entgegen zukommen; das ist natürlich voll nach hinten losgegangen. Es auf so einer Veranstaltung nochmal noch hinten losgehen zu lassen, das ist schon ein veritabler Impuls-Moderations-Kairos (No pun intended).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kairos

    Mr. Bean wollte nur einen Vorschlag machen … und hinterher war alles verkrachter als vorher.

    In 50 Jahren wird die Veranstaltung als dadaistische Kabarett Anerkennung finden.

  4. 12.

    >seit 48

    Wie man sieht hat sich der Antisemitismus den Gegebenheiten angepaßt. Hieß es vormals noch ‘Juden nach Palästina’, heißt es heute ‘Juden’ raus aus Palästina!’

    • 16. November 2012 um 12:32 Uhr
    • Serious Black
  5. 13.

    Die Rolle Ägyptens ist eine genauso heuchlerische. Aktiv sind sie zwar nicht

    Nee, man kann auch passiv Tunnel und Grenzübergänge sperren.

    War unklug 16 ägyptische Grenzer beim Fastenbrechen abzumurksen.

    • 16. November 2012 um 12:39 Uhr
    • Serious Black
  6. 14.

    @ Porno-Hotte

    Nicht, dass den Palästinensern das gleiche Schicksal droht, aber die von Ihnen verlinkte Propaganda ist in ihrer Natur absolut identisch.

    Ich dachte, Sie hätten beruflich mit Logik zu tun.

    • 16. November 2012 um 12:44 Uhr
    • MRX
  7. 15.

    >Ein abscheulich verantwortungsloser, nihilistisch-selbstgefälliger Showlauf von anti-westlichen, orientalischen* Eitelkeiten mit nichtssagenden mal selbstbeweihräucherischen, mal wehleidigen Kitsch-Anekdoten, billigen Gemeinplätzen und hohlen Phrasen.

    …hehe

    Ich komme übrigens zu dem gleichen Schluss, allerdings ohne mir überhaupt das Video angesehen zu haben.

    Ich warte ;-) auf den nächsten nichtsausagenden Artikel von Herrn Lau zum Krieg in Israel.

    • 16. November 2012 um 12:53 Uhr
    • Freeway
  8. 16.

    “Staatspräsident Abdullah Gül sagte, dass sie die Anschläge von Israel im Gaza-Streifen mit großer Sorge verfolgen. „Offen gesagt, ich verurteile die Anschläge aufs schärfste“,”

    hxxp://www.migazin.de/2012/11/16/16-11-2012-gul-gaza-turkei-israel-altay-erdogan-mursi-syrien/

    Leute, die so ein deutsch verbrechen, rennen danach in die nächste Talkshow und beklagen sich über herablassende Bekundungen wie: “Sie sprechen aber gut deutsch”, wofür ihnen brandend applaudiert wird.

    Israel sollte einfach mal eine Woche lang in den Assad-Modus umschalten.

    “IDF ‏@IDFSpokesperson
    We recommend that no Hamas operatives, whether low level or senior leaders, show their faces above ground in the days ahead”

    Völlig falsche Botschaft; die auffordern, sich zum Kampf zu stellen, wenn sie Eier haben …

    https://twitter.com/idfspokesperson

  9. Kommentar zum Thema

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