Ein Blog über Religion und Politik

Syriens Endspiel hat begonnen

Von 13. Dezember 2012 um 15:35 Uhr

In Syrien nähert sich das Regime dem Ende, wie jetzt auch die russischen Freunde zugeben. Ein informierter deutscher Kenner der Lage brachte es kürzlich auf die Fußballmetapher "80. Minute, mit möglicher Verlängerung". In weiten Teilen des Landes kontrolliert der bewaffnete Widerstand mit seinen ca. 60.000 Kämpfern den Boden. Das Regime hat durch die Luftwaffe und Artilleriewaffen (die dem Widerstand fehlen) immer noch die Möglichkeit, großen Schaden anzurichten. Die Widerstandskräfte führen dagegen einen Abnutzungskrieg mit Kleinwaffen, die vor allem aus der Türkei, aber auch über die irakische und jordanische und libanesische Grenze ins Land gebracht werden. Die Motivation und Leidensfähigkeit der Widerstandskämpfer sind hoch einzuschätzen, sie haben hohe Verluste erlitten glauben, das Ende des Regimes mit Händen greifen zu können. Umgekehrt motiviert das auch das Regime: Assad ist nun der "Bewahrer der Alawiten", und es gibt immer noch keine nennenswerten Brüche im inneren Kreis. Die regierenden Alawiten, aber auch die für das Regime kämpfenden Sunniten, haben keine Alternative und werden bis zum Ende kämpfen.

Die wirtschaftliche Lage ist prekär. Assad lässt Geld drucken. Diesel wird knapp, die letzte Ernte war nicht gut, nötige Importe zehren an den Reserven. Iran hält noch zu Assad, aber zunehmend verzweifelt. Man "hätte es selber besser gemacht", so die Analyse in Teheran über Assads ungeschickt-brutalen Umgang mit dem Widerstand. Iran droht durch den Verlust Syriens der Zugang zum Mittelmeer, die schiitische Achse Teheran-Damaskus-Beirut steht vor dem Aus. Über den Abgang der Hamas aus Damaskus ins sunnitisch-muslimbrüderliche Lager (Katar, Ägypten) ist man in Teheran verbittert. Was, wenn man nun auch noch Hisbollah über Assads Untergang verliert? Eine schlimme Schwächung des so wichtigen Störpotenzials: Hatte doch Teheran zuletzt, über Hisbollah und Hamas, über Krieg und Frieden in Nahost (mit)entschieden.

Innerhalb oder neben dem vielgestaltigen Widerstand gibt die Jabhat al Nusra besonders Anlass zur Sorge. Sie wird als syrische Al-Kaida-Filiale bezeichnet, aber das ist nicht korrekt. Es handelt sich um eine eigenständige, sehr effektive Terrororganisation, die der Kaida ideologisch verwandt ist und auch Wurzeln bei der Kaida im Irak hat. Ihr Unterstützernetzwerk reich tief in die Türkei, was es für reisende Dschihadistenkader leicht macht, dazu zu stoßen.  Sie verfolgt aber Ziele in Syrien und zielt auf ein groß-syrisches Emirat (das dann auch das "befreite Israel" beinhalten würde). Weite Teile des Widerstands sehen das Problem, das mit der JaN nach dem Fall Assads erwächst: Wird diese sich dann gegen die Versuche wenden, einen neuen syrischen Nationalstaat zu errichten, weil der ja ihren Emiratsplänen entgegensteht? Derzeit aber wird sehr wohl bei Anschlägen kooperiert. Mit ihren auf bis zu 1.000 geschätzten Kämpfern hat die JaN bereits über 500 Anschläge verübt, und dies seit der Gründung vor eineinhalb Jahren. Die Gefahr, dass diese Dschihadisten die Chemiewaffen Assads nutzen könnten, ist dennoch gering, weil das Knowhow zum Einsatz nahezu vollständig in den Kreisen der alawitschen Militärelite bewahrt wird. Wegen der Todfeindschaft der Dschihadisten gegen die Alawiten ist ein Wissenstransfer auszuschließen.

Während das Ende näher rückt, stellt sich die Frage, was dann kommt? Es gibt keine "große Idee" des Widerstands, auch keine charismatische Figur, die die über 200 Gruppen vereinen könnte. Die wesentlichen Akteure der Opposition haben viele Jahre im Exil verbracht und sind kaum im Lande bekannt. Immerhin gibt es seit jüngstem ein militärisches Oberkommando des Widerstands aus Soldaten, die im Land gekämpft haben. Klar ist, dass in Syrien die Muslimbrüder eine wesentliche Rolle spielen - und spielen werden. Möglich, dass sie auch hier, wie in Tunesien und Ägypten, nach dem Ende am meisten Konzentration und Disziplin aufbringen, um das Machtvakuum zu füllen. Sie werden sich dann einer hochaggressiven, überaus erfolgreichen dschihadistischen Truppe gegenübersehen, die keine syrische Republik will, in der Alawiten, Sunniten, Christen und Kurden friedlich miteinander leben.

Dann wird sich die Frage stellen, ob das besondere syrische Selbstbild einer arabischen Republik über den Wechsel halten kann - einer Republik, die es geschafft hat, die verschiedenen Ethnien und Religionen friedlich miteinander oder wenigstens nebeneinander leben zu lassen. Oder ob danach die Zeit der Rache kommt und das Chaos regiert, das für alle Minderheiten unerträglich wird.

Kategorien: Syrien
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Dann wird sich die Frage stellen, ob das besondere syrische Selbstbild einer arabischen Republik über den Wechsel halten kann – einer Republik, die es geschafft hat, die verschiedenen Ethnien und Religionen friedlich miteinander oder wenigstens nebeneinander leben zu lassen.

    ***hüstel***

    Wie war das nochmal mit Hama?

    • 13. Dezember 2012 um 17:06 Uhr
    • MRX
  2. 2.

    @ Jörg Lau

    „Assad ist nun der “Bewahrer der Aleviten”“

    Da ich vermute, dass Sie doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Alawiten meinen, lege ich nahe zu korrigieren.

  3. 3.

    „das besondere syrische Selbstbild einer arabischen Republik … die es geschafft hat, die verschiedenen Ethnien und Religionen friedlich miteinander oder wenigstens nebeneinander leben zu lassen.“

    Ein ‚habe‘ statt eines ‚hat‘ hätte die Sache besser getroffen, da es ja gerade um das Selbstbild gehen soll. Das Selbstbild betreffend wäre allerdings die Einschränkung: „oder wenigstens nebeneinander leben zu lassen“ nicht nur nicht erforderlich, sondern gleichsam herabwürdigend, da man es ja durchaus fertig bringt miteinander zu beten.

    Gerade in einem blog über Religion und Politik sollte man diesen bemerkenswerten Umstand – von dem man halten mag, was man will – gleichwohl nicht klein reden.

    Man hatte eine nationale Regime-Religiösität geschaffen, die sich zu einer Hintanstellung der Real-Differenzen der (großen proselytierenden) lokalen Monotheismen empor geschwungen hatte.

    Etwas, was auch theologischer Sicht übrigens gelegentlich mit dem kritischen Begriff der ‚Religionsvermischung‘ belegt wird. Hier Festzustellen, dass man sich möglicherweise – sozusagen gemeinsam – in die Hölle beteten könnte, ist keineswegs eine atheistische Boshaftigkeit, sondern eine theologische Position.

    Soviel religiöse Alphabetisiertheit sollte noch sein (dürfen).

    Für jeden, der die Dimension von Dem ermessen möchte, was da am Abgrund steht, ist das keineswegs eine Haarspalterei.

  4. 4.

    Libanon:

    Wie lange soll das noch gehen? Bab al-Tabbaneh gegen Jebel Mohsen, Sunniten gegen Alawiten?

    »Bis Assad gestürzt ist«, sagt der Scheich, »und der Iran in die Knie gezwungen ist.«

    http://www.zeit.de/2012/47/Libanon-Fussball-Theo-Buecker/seite-3

    • 13. Dezember 2012 um 17:43 Uhr
    • Serious Black
  5. 5.

    @ Jörg Lau

    Seien Sie doch der Erste, der die Äußerungen Bogdanovs komplett zur Kenntnis nimmt:

    „Mr. Bogdanov offered a dark view of how the conflict would unfold from this point, saying that it took two years for the rebels to control 60 percent of Syria’s territory, and they will control it all in a year and a half.

    “If up until now 40,000 people have died, then from this point forward it will be crueler, and you will lose dozens or many hundreds of thousands of people,” he said. “If you accept this price to topple the president, what can we do? We of course consider this totally unacceptable.”

    Bogdanov sagt NICHT, dass sich das Regime halt dem Ende nähere; sondern er sagt – muss man das übersetzen ? – dass das Regime nicht fallen wird, bevor nicht über die NÄCHSTEN 18 Monate drei bis X mal soviel Menschen umgekommen sein werden.

    Und dass: Irgendjemandem dies egal sei, stellt er in den Raum – und dass Russland da leider auch nichts mehr machen könne, wo das jemandem egal sei.

    Aus der Ecke des Regime-stützenden Russland ist diese Äußerung eine flagrante Erpressung. Man ist im Westen inzwischen so weit, eine Erpressung nicht mehr verstehen zu können. Immerhin verhindert das, dass man sich den Hinweis als ‚Warnung‘ schönredet.

    @ SB

    Danke für das – telling – Fundstück aus dem Fußball.

  6. 6.

    Die Gefahr, dass diese Dschihadisten die Chemiewaffen Assads nutzen könnten, ist dennoch gering, weil das Knowhow zum Einsatz nahezu vollständig in den Kreisen der alawitschen Militärelite bewahrt wird.

    Was heißt das genau?

    • 13. Dezember 2012 um 18:48 Uhr
    • Regenbogen68
  7. 7.

    6 regenbogen
    Das soll wohl heißen, das die alawitische militärelite nach einem eventuellen erfolg der dschihadisten, auch unter zu erwartender folter, ihr knohow nicht preigeben wird.
    Es muß sich also niemand sorgen machen.

    • 13. Dezember 2012 um 20:05 Uhr
    • ernsthaft
  8. 8.

    @ Jörg Lau

    Was kann man Positives sagen ?

    Immerhin: der Artikel trägt nicht die Überschrift: Assads Endspiel hat begonnen.

    Fußballanalogie:

    „Ein informierter deutscher Kenner der Lage brachte es kürzlich auf die Fußballmetapher “80. Minute, mit möglicher Verlängerung”.“

    Machen Sie Ihren Gewährsmann auf die ganze Bogdanov-Aussage aufmerksam.

    Noch mal 18 Monate bedeutet: Halbzeit hat angebrochen.

    Ihre Variante: Noch zehn Minuten; plus 30 Minuten Verlängerung = 40 Min. – Wenn wir 80 Minuten schon haben; dann also 50 % = Neun Monate.

    Bogdanov wird es besser wissen, als Ihr Gewährsmann, vermute ich mal.

    Wichtiger aber ist, dass in der kommenden Spielphase erst richtig aufgedreht werden soll: Hunderttausende von Toten …

    mit Verlaub, aber das habe ich hier vor gut einem Jahr gesagt und das galt als „manisch“, etc. Jetzt sagt es der Mann, der das Zielwasser kennt, was da eingeschenkt wird.

    Sie schreiben von 60.000 Leichtbewaffneten.

    Dagegen steht immer noch eine Armee mit erheblichen personellen Reserven aus der Tiefe von nicht zu Unrecht sich existenziell bedroht fühlenden Ethnien, Konfessionen und Parteigänger-Gruppierungen. Assad verheizt wehrpflichtige Sunniten und Kurden; das macht dann Überläufer; wobei die Kurden woanders hin überlaufen, als die Araber.

    Aber ca. fünf Millionen Menschen sind qua Herkunft und unveränderlichen Merkmalen (inkl. Religion gerechnet) kompromittiert.

    Oder sollte der Westen im Rahmen seiner humanitären Bemühungen vielleicht Beschneidungsbesteck zu den Christen senden ?

    (Das war jetzt ein Schnellschuss, vielleicht sind die syrischen Christen ja sowieso, oder halt vorsichtshalber beschnitten; wäre aber mal eine interessante Frage).

    Die Rebellen zerfallen in schlecht bis gar nicht koordinierte Gruppierungen; AJE berichtete von einer pro-salafistischen Jugendrevolte in Aleppo gegen die FSA-Gangarten.

    Umgekehrt gibt es Stimmen bei der FSA, sich der Extremisten zu entledigen; und wenn es ganz Bellfruta87-mäßig wird, dann schießen sich die Extremisten sogar untereinander darum, welcher Suren-Fall nun eingetreten ist, oder doch noch nicht.

    Der Suren-Fall mit der menschlichen Beute z.B. – da gibt es durchaus auch Extremisten, die meinen es sei noch nicht so weit, und dann schießen sie sich untereinander.

    Lange Rede, kurzer Sinn: es steht gar nicht gut um den Aufstand.

    Syrien ist als Staat aus der Nationalliga heraus gefallen – bis auf weiteres ins Bodenlose – und befindet sich dabei an der Schwelle einer zweiten Halbzeit, in der es erst richtig zur Sache gehen soll.

    Dass man Bogdanovs Erpressungs-Dialektik so gar nicht versteht, das ist schon ein böses Trauerspiel. Ich habe Ihre Kollegen mit den drei ZON-Artikeln darauf aufmerksam gemacht.

    Schreiben Sie den ersten Artikel, der der Sache gerecht wird.

  9. 9.

    @ TH #5

    Gern geschehen.

    #8

    Wie zersplittert die syrische Opposition ist, beobachtet MJT gerade in Marrakesch:

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/michael-j-totten/notes-syrian-revolution-marrakech

    • 13. Dezember 2012 um 21:02 Uhr
    • Serious Black
  10. 10.

    @ernsthaft 7:

    Es heißt vor allem mal, dass die Rebellen nicht damit rechnen können, dass jemand, der weiß, wie man diese Waffen bedient, freiwillig zu ihnen überläuft. Inwiefern unter Folter erpresste Informationen (falls die erwähnte Militärelite nicht sowieso rechtzeitig ins Ausland flieht) den Einsatz dieser Waffen erlauben, ist eine andere Frage; ich weiß nicht, wie komplex die Hürden zur Anwendung sind und jemanden durch Folter dazu zu bringen, einen Chemiewaffen-Ausbildungskurs zu leiten, ist nochmal was anderes, als ihn dazu zu bringen, in Passwort zu verraten.

    • 13. Dezember 2012 um 21:36 Uhr
    • Arjen van Zuider
  11. 11.

    10 AVZ
    Es könnte aber auch sein, das man auf einen entsprechenden ausbildungskurs verzichten kann. Zb dann, wenn teile der alawitischen elite ein angebot erhalten, das man nicht ablehenen kann. Dann suchen halt die dschihadisten die ziele aus. Was käme denn da wohl so in frage ?
    Offensichtlich ist h.lau ja der meinung, das die verfügungsgewalt über diese waffen bei assads leuten besser aufgehoben ist als bei den vom westen unterstützten kräften. Das stimmt mich alles sehr zuversichtlich.(einen kleine ironie)

    • 13. Dezember 2012 um 21:53 Uhr
    • ernsthaft
  12. 12.

    ihr anti-amerikanischen Volldeppen kotzt mich dermassen an,ich kann das gar nicht in Worte fassen. und dann auch noch pro-russisch! Ihr seid deutsche Volksverräter,Gesindel und Abschaum! Das ihr Diktatorenfreunde überhaupt hier schreiben könnt und frei leben könnt,habt ihr ausschliesslich dem Endsieg der USA im Kalten Krieg gegen die UDSSR zu verdanken,aber zu so viel Denken reicht es bei eurem kleinen hirn nicht! LANG LEBE AMERIKA!!!!!!!!!!!!!!

  13. 13.

    Ist bekannt wie stark iran, irak und hisbollah das assad regime mit freiwilliger manpower unterstützen ?
    Oder erwartet man das die dortigen schiietischen milizen bis zum schluß stillhalten ? Und in libanon und irak warten bis sie dran sind ? Kann es sich die politisch/religiöse führung des iran erlauben dem verlust der verbündeten/glaubensbrüder zuzusehen ?

    • 13. Dezember 2012 um 22:13 Uhr
    • ernsthaft
  14. 14.

    10 sascha xxl
    Eine ausgezeichnete analyse der lage in syrien. glückwunsch und viel erfolg auch über den endsiech hinauuus .

    • 13. Dezember 2012 um 22:19 Uhr
    • ernsthaft
  15. 15.

    Lange Rede, kurzer Sinn: es steht gar nicht gut um den Aufstand.

    @ TH

    Das kommt darauf an, welche Erfolgsmaßstäbe man an den Aufstand anlegt, also Assads Sturz bzw. das Ende der Herrschaft der Baath-Partei oder ein halbwegs funktionierendes Staatswesen danach, an das Jörg Lau nicht richtig zu glauben scheint.

    Syrien ist als Staat aus der Nationalliga heraus gefallen – bis auf weiteres ins Bodenlose – und befindet sich dabei an der Schwelle einer zweiten Halbzeit, in der es erst richtig zur Sache gehen soll.

    Nobody knows.

    Es könnte auch zu einer Hängepartie bzw. einem Patt mit einer festen Arrondierung kommen. D.h. Assad und Co. ziehen sich in einem taktischen Rückzug nach dem Motto „Besser wenig als gar nichts“ in ihre alawitische Hochburg zurück. Und die bewaffneten oppositionellen Kräfte wiederum verspüren nicht durchgehend den Drang, unter schweren Verlusten das Rückzugsgebiet zu stürmen.

    Die zweite Halbzeit könnte, unabhängig davon, wie blutig sie noch wird oder nicht, auch schneller vorbei sein als erwartet. Z.B. dann, wenn der alawitische Teamchef und seine Führungsspieler in Erwartung einer gründlichen Niederlage plötzlich das Stadion verlassen, um direkt bei ihren russischen oder iranischen Freunden Schutz zu suchen.

    Dass man Bogdanovs Erpressungs-Dialektik so gar nicht versteht, das ist schon ein böses Trauerspiel. Ich habe Ihre Kollegen mit den drei ZON-Artikeln darauf aufmerksam gemacht.

    Schreiben Sie den ersten Artikel, der der Sache gerecht wird.

    Was an den Äußerungen Bogdanovs Erpressung bzw. Erpressungs-Dialektik sein soll, verstehe ich nicht. Die Entscheidung darüber, welche westlichen Staaten welche syrischen Oppositionsgruppen wann in welcher Weise tatkräftiger unterstützen oder nicht, wird gewiss nicht von den Rechenkünsten des stellvertretenden russischen Außenministers in Sachen Opfer-Projektion im syrischen Bürgerkrieg abhängen.

    Die hohe Moral und wohlfeile Schuldzuweisungen mögen unter bestimmten politischen Umständen ein gewisses Erpressungspotenzial haben, russische Offizielle zählen jedoch so ziemlich zu den Letzten, in deren Hand dieses Mittel als effektiv gelten kann.

    • 13. Dezember 2012 um 23:29 Uhr
    • N. Neumann
  16. 16.

    @ernsthaft 7:

    Es heißt vor allem mal, dass die Rebellen nicht damit rechnen können, dass jemand, der weiß, wie man diese Waffen bedient, freiwillig zu ihnen überläuft. Inwiefern unter Folter erpresste Informationen (falls die erwähnte Militärelite nicht sowieso rechtzeitig ins Ausland flieht) den Einsatz dieser Waffen erlauben, ist eine andere Frage; ich weiß nicht, wie komplex die Hürden zur Anwendung sind und jemanden durch Folter dazu zu bringen, einen Chemiewaffen-Ausbildungskurs zu leiten, ist nochmal was anderes, als ihn dazu zu bringen, in Passwort zu verraten.

    @ AvZ

    Völlig richtig. Besonders irren Islamisten ist zwar so ziemlich alles zuzutrauen, aber der Besitz von Chemiewaffen garantiert zumal unter der Bedingung von leidlich professioneller Ausbringung nicht den gewünschten Erfolg. Zumindest dann nicht, wenn sie nicht in fester selbstmörderischer Absicht ausgebracht werden.

    Und schon allein das Üben von Chemiewaffen-Verschuss gestaltet sich schwierig.

    • 13. Dezember 2012 um 23:38 Uhr
    • N. Neumann
  17. 17.

    Dagegen steht immer noch eine Armee mit erheblichen personellen Reserven aus der Tiefe von nicht zu Unrecht sich existenziell bedroht fühlenden Ethnien, Konfessionen und Parteigänger-Gruppierungen. Assad verheizt wehrpflichtige Sunniten und Kurden; das macht dann Überläufer; wobei die Kurden woanders hin überlaufen, als die Araber.

    @ TH

    Die Frage ist, ob Assad überhaupt noch eine nennenswerte Anzahl von Sunniten und Kurden(!) zum Verheizen hat. Ich weiß es nicht, schätze aber eher nein.

    Falls es darüber genauere Angaben geben sollte, würde ich den russischen darunter am wenigsten vertrauen.

    Auch stellt sich die Frage, wieso eine Armee, die noch über „erhebliche personelle Reserven aus der Tiefe“ verfügen soll, zunehmend weniger Territorium kontrolliert.

    • 13. Dezember 2012 um 23:49 Uhr
    • N. Neumann
  18. 18.

    @ NN

    „welche Erfolgsmaßstäbe man an den Aufstand anlegt“

    Rein verlaufsmäßig: Eigene Gebiete, die man versorgen und schützen kann, Nachschub ohne explodierende Munition vom korrupten Feind, keine Infights, halbwegs politische Ordnung in den eigenen Gebieten, möglichst keine politischen Spaltpilze als Sturmtruppe … etwas Bengasi halt auch; so als positiven Vorboten.

    “ taktischen Rückzug … in ihre alawitische Hochburg“

    Für beide Seiten ist die Küste mit den Hafenstädten unverzichtbar.

    „One sign that Mr Assad was putting this “Plan B” into operation would be a campaign to expel Sunnis from Latakia, where they comprise about 60 per cent of the town’s population.“

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9742034/Syria-Russia-finally-admits-that-Assads-time-is-nearly-up.html

    Evakuierung von Sunniten aus Latakia – soweit sind wir dann doch noch nicht. Bilder wie der Exodus der Kosovaren – bevor die NATO kam – würden das werden.

    Ohne äußere Hilfe mit Luftwaffe und Bereitstellung schwerer Waffen schaffen es die Rebellen nicht, die Regimetruppen in die Enge zu treiben.

    „wieso eine Armee, die noch über “erhebliche personelle Reserven aus der Tiefe” verfügen soll, zunehmend weniger Territorium kontrolliert“

    Benzin ist ein Engpass, deswegen düsen sie nicht mehr überall dorthin, wo etwas los ist.

    Ein Abgang von Assad inkl. Führungszirkel würde nichts ändern an der Notwendigkeit, den Aufstand zu bekämpfen: für „die Alawitischen Warlords“; so nennen die Gurus inzwischen seine Generäle. Von der Hisbollah ganz zu schweigen.

    Eine geschlagene und flüchtige Führungsclique bräuchte sich nach meinem Eindruck im Iran nicht blicken zu lassen; das ist nicht so ein Idi-Amin und Ben-Ali-Müllhaufen, wie Saudi Arabien. Der Iran hat einen zwar schrägen, aber doch Ruf zu verlieren.

    „nennenswerte Anzahl von Sunniten und Kurden(!) zum Verheizen“

    Aussagen von Überläufern (Kurden) und dass er Wehrpflichtige einsetzt, wird nach wie vor in Reportagen berichtet.

    „Was an den Äußerungen Bogdanovs Erpressung bzw. Erpressungs-Dialektik sein soll, verstehe ich nicht.“

    Extra für Sie übersetzt; sinngemäß: ‚Wenn es Euch Hunderttausende Tote wert ist, Al Kaida in der Levante an die Macht zu bringen, dann fällt Russland dazu auch nichts mehr ein.‘

    Damit die Hunderttausende auch wirklich sterben, ist freilich Russland bereit, das Erforderliche mitzutun, sonst bräuchte Bogdanov da nicht von zu reden. Oder zweiter Versuch:

    ‚Keine Feuerversicherung abzuschließen, kostet Sie den Hof, sagte der Versicherungsvertreter mit dem Flammenwerfer zu dem Bauern‘.

  19. 19.

    Wenn die Amerikaner den Chinesen im Vietnamkrieg gesagt hätten: ‚Wenn für niemanden vier Millionen Tote ein Problem sind, dann werden wohl die Nordvietnamesen gewinnen‘ – das hätte man möglicherweise doch etwas kontrovers diskutiert.

    Lag aber vielleicht auch nur an der Zeit damals (no pun intended).

  20. 20.

    @ernsthaft:

    Dann suchen halt die dschihadisten die ziele aus.

    Sie würden vielleicht Ihrem Erzfeind eine geladene Waffe in die Hand drücken mit der Anweisung, wo er damit hinschießen soll. Die Dschihadisten halte ich für marginal intelligenter.

    Offensichtlich ist h.lau ja der meinung, das die verfügungsgewalt über diese waffen bei assads leuten besser aufgehoben ist als bei den vom westen unterstützten kräften.

    Bei den unappetitlichen, aber unvermeidbaren Verbündeten der vom Westen unterstützten Kräfte, um genau zu sein. Und ja, Waffen mit Massenvernichtungspotenzial sind in den Händen einer disziplinierten Armeeführung weniger gefährlich als in den Händen einer chaotischen Rebellentruppe, egal, wen man jetzt sympathischer findet.

    • 14. Dezember 2012 um 02:20 Uhr
    • Arjen van Zuider
  21. 21.

    Der hier sieht das so wie ich:

    „The Russian statement today sounds more like a threat than an assessment, directed at the new coalition and their backers for how bad the situation could get. The timing of it seems coordinated with the US and Ibrahimi, following the US recent announcement to basically disarm the FSA of its most valuable assets, Jabhit al Nusra, while giving the new coalition a modest recognition. Why else would the Russian make such a statement now at time when so many political activities are taken place; and when the oppositions haven’t gained any new territories in a long time. In fact they were dealt a major blow in Damascus recently; and the situation in the rest of Syria, particularly Aleppo, is unchanged?!?

    Those who are counting on a quick end to this mess are delusional.“

    basically disarm the FSA of its most valuable assets, Jabhit al Nusra

    ist militärisch wohl zutreffend.

    Landis, 16981/123

  22. 22.

    OT-2,600-year-old city, how it stretches for 100 acres, encompassing artifacts, monasteries and more than 200 statues

    Die BRICS-Globalisierung braucht keinen Nippes – und die Taliban haben auch keine Einwände, die Götzenbilder unterzupflügen.

    Mes Aynak, as it happens, sits on a rich copper mine worth more than $100 billion. In 2007, a 30-year lease was granted to China Metallurgical Group Corporation (MCC) for $3 billion, the largest foreign investment made in the country, according to the Afghan Ministry of Mines. MCC has given archaeologists until the end of December to excavate the site, but according to lead archaeologist Philippe Marquis, a proper excavation of the entire site would take 30 years.

    hxxp://www.pbs.org/newshour/art/blog/2012/12/the-last-days-of-mes-aynak.html

  23. 23.

    „While western media is replete with reports about preparations for a “final push” to topple the Assad government, there is a counterview that the Russians are also quietly supplying the Syrian forces with advanced weaponry. Mashregh, the Iranian Revolutionary Guard media outlet, reported that Russia has delivered to Syria, the first consignment of the powerful Iskander missiles, which are hard to destroy in mid-air because of their high supersonic speeds.“

    http://www.thehindu.com/news/international/us-recognition-of-syrian-rebels-draws-protests/article4192641.ece

  24. 24.

    “Burning the Husayniyya of the Shia Shabbiha by the heroes of the Free Syrian Army. In the video can be seen how a battalion who identifies itself by the name [of the Companion] `Amr bin Ma`ad al-Zubaydi is burning and destroying the mosque.”

    http://freehalab.wordpress.com/2012/12/14/extremist-battalion-burns-down-shia-mosque-in-idlib/

  25. 25.

    „Even if it takes 50 years the Alawites are going to have to kiss the hand and the butt and shine the shoes and clean the toilet of the Sunnis for decades to have an even small chance of survival in Syria! Too much has happened for the Alawites to escape this round! Alawites will only have control over if whether to use chemical weapons and if that happens, are bets are off and their complete annihilation will be certain! Syria is not going to have militias because Syria is 75% Sunni Arab and they have a common goal!“

    complete annihilation – da ist doch mal ein Wort; sogar mit Ansage.

    Landis 16981; einen seiner Korrespondenten zitierend

  26. 26.

    „l’inscription de Jabhat al-Nusra sur la liste des organisations terroristes est perçue comme une ultime trahison par une grande partie des Syriens. Il faut bien comprendre que ces derniers ne perçoivent pas le groupe jihadiste du point de vue de la guerre américaine contre le terrorisme, dont ils n’ont que faire dans les circonstances actuelles, mais plutôt sur la base de leurs réalités quotidiennes. Dans cette perspective, Jabhat al-Nusra est perçue comme un groupe défendant la population contre les forces d’Assad et cela en raison de son efficacité redoutable sur le plan militaire.“

    http://blogs.mediapart.fr/blog/thomas-pierret/121212/syrie-jabhat-al-nusra-lerreur-americaine

    Protzige Großmoscheen bauen und aber einen Aufstand elend verrecken lassen; … wie ungedient kann man sein, um nicht zu kapieren, dass das nicht gut gehen kann ?

  27. 27.

    Verständnisfrage: welche 60% von Syrien kontrollieren die Rebellen?

    Und wo verlaufen inzwischen eigentlich die Konfliktlinien?
    Wenn ich im Fernsehen zur besten Sendezeit Berichte sehe in denen ein Bauer sein Land gegen die Armee verteidigt, dann Frage ich mich welche Kategorisierung da herrscht.
    Jede Armee die einen politischen Aufstand unterdrücken will wäre doch froh über jeden der sich raushalten will.
    Das heißt entweder der Fernsehbericht war falsch (z. B. schlecht übersetzt) oder die Armee kategorisiert nicht nach politischen, sondern nach anderen (unveränderlichen) Merkmalen.

    • 14. Dezember 2012 um 08:15 Uhr
    • Mates
  28. 28.

    – Ägypten –

    Twenty thousand expatriates voted on Wednesday on the first day of polling in Egypt’s constitutional referendum. There are 587,000 expatriates eligible to vote in the ballot. Voting is expected to continue until Saturday.
    Polling took place at 128 embassies and 11 consulates across the world, the foreign ministry has said. The ministry said 20,000 people had cast their votes. The biggest turnout was as follows:
    – Kuwait 5,832 voters;
    – Saudi Arabia, Riyadh 2881; Saudi Arabia, Jeddah 3335;
    – Qatar 2500;
    – Dubai 1390….

    There are … widespread divisions within the judiciary tasked with overseeing the voting process. Egypt’s Judges Club on Wednesday announced it would not oversee the ballot.

    Voting inside Egypt will begin on Saturday in half the country, with the second half voting a week later on 22 December.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60399/Egypt/Politics-/,-Egyptian-expatriates-vote-on-first-day-of-refere.aspx

  29. 29.

    Neumann
    Mag sein, das ich als laie die komplexität des umganges mit den raketen/chemiewaffen unterschätze.
    AVZ
    Ich bin mir ziemlich sicher das sie mit der waffe genau , sehr genau, dahin schießen würden wohin ihr todfeind es möchte. Mit ein wenig phantasie (haben sie familie ?) läßt sich das schon einrichten, dauert wahrscheinlich auch garnicht lange .

    • 14. Dezember 2012 um 09:16 Uhr
    • ernsthaft
  30. 30.

    Ente

    Die russischen Freunde geben gar nichts zu, im Gegenteil.

    Russisches Außenministerium (heute):

    “We note that Mikhail Bogdanov not made any statements or given any interviews over the past few days”

    Und

    “Bogdanov has confirmed Russia’s view that a political settlement based on the Action Group for Syria’s final communiqué is the only option”

    Sana dementiert Berichte über angeblichen Einsatz von Langstrecken Scud-Raketen gegen die Terroristen

    “Foreign and Expatriates Ministry Completely Denies Rumors about Syrian Arab Army Using Scud Missiles against Armed Terrorist Groups”

    MfG WH

    • 14. Dezember 2012 um 09:54 Uhr
    • WiHi
  31. 31.

    Bogdanov ist überhaupt der Enten-, Dementi- und Versuchsballon-Minister, der vor ein paar Monaten auch behauptet haben soll, Assad trage sich mit Rücktrittsneigungen.

    Frontverlaufskarte bei:

    ****://w*w*w.jos*hua*lan*dis.com/blog/?p=16981

    alle Sterne ‚rausnehmen, Seite anzuzeigen wir hier blockiert

  32. 32.

    @ernsthaft:

    Eine Drohung wirkt nur, wenn ich glaubhaft machen kann, sie unter den gewünschten Umständen eben nicht umzusetzen. Könnten alawitische Offiziere davon ausgehen, dass die Dschihadisten sie und ihre Familien am Leben lassen würden, wenn sie nur brav kooperieren, dann würden sie eventuell auch freiwillig zu den Rebellen überlaufen. Ich denke aber, jene, die es nicht rechtzeitig schaffen zu fliehen, werden eher die Kinder vergiften und sich selbst erschießen als sich gefangennehmen zu lassen. Man könnte Assad ja eine DVD von „Der Untergang“ schenken – mit dem Protagonisten dürfte er sich allein schon aufgrund der Bartfrisur gut identifizieren können.

    • 14. Dezember 2012 um 12:14 Uhr
    • Arjen van Zuider
    • 14. Dezember 2012 um 12:31 Uhr
    • MRX
  33. 34.

    32 avz
    Ich glaube sie übersehen, das die alawitischen eliten noch hoffnung haben. Im moment wird niemand sine kinder vergiften solange er noch eine chance auf den sieg sieht. Später hat er noch etwas was die dschihadisten gern nutzen würden, sein knowhow, das ist ein trumpf den zb. fam goebbels nicht hatte. So schnell vergiftet man sich und seine familie nicht, sofern man sie überhaupt greifbar hat.Es ging mir in meinem beitrag eigentlich nur darum, das man sich meiner meinung nach eben nicht sicher sein kann das dschihadisten oder andere idioten tatsächlich über einen einsatz dieser waffen, zb auch gegen israel, entscheiden können.
    Es könnte durchaus sein, das israel in einigen monaten von totalem chaos umgeben ist. Gaza, sinai, westbank, jordanien, syrien und libanon überall brodelt es. Nicht nur ein abnutzungskrieg gegen assad ist möglich, ständige attacken von irregulären kämpfern von allen seiten ohne chance diese angreifer wirklich zu besiegen könnten die lage gründlich verändern.

    • 14. Dezember 2012 um 12:42 Uhr
    • ernsthaft
  34. 35.

    Versuchsballon kontrolliert zum platzen gebracht; war aber für Moskau sicher interessant, was alles vom Westen so ‚rüber kam. Ein relativ billiges Stimmungs-Screening; sowas – von westlichen Meinungsforschern gemacht: – hätte ein Vermögen gekostet.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/dec/14/syria-conflict-russia-denies-ditching-assad-live

  35. 36.

    „Warlordisierung

    … ist längst eingetreten und könnte sich weiter fortsetzen – unabhängig davon, ob Assad noch frei und am Leben ist oder nicht. Demnach würde es keiner Miliz gelingen, das ganze Land zu kontrollieren. Die Macht wäre verteilt auf verschiedene Gruppen je nach Region und Ortschaft. Die Milizen würden sich wohl entlang von konfessionellen und ethnischen Linien orientieren – zum Beispiel dschihadistische Gruppen, moderat islamistische, verschiedene kurdische, christliche, drusische, alawitische und schiitische.

    Einer dieser Verbände könnte auch weiterhin Assad mit seinen Anhängern sein. Zwischen diesen Organisationen käme es immer wieder zu Konflikten – es ist wohl das wahrscheinlichste Szenario. …

    Das Regime hat schon manches überlebt, was anderen Diktatoren das Genick gebrochen hätte – die Flucht von über drei Dutzend Generälen oder den Tod fast der gesamten Riege der führenden Sicherheitsberater im Juli 2012. Es kann noch immer auf wichtige Unterstützer in der Region zählen – allen voran Iran, die libanesische Hisbollah und Russland. Dass es jedoch jemals wieder ganz Syrien beherrschen könnte, gilt als ausgeschlossen.

    Aktuell ist das wahrscheinlichste Szenario ein jahrelanger Bürgerkrieg mit oder ohne Assad.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-vier-szenarien-fuer-die-zukunft-a-872919.html

  36. 37.

    Opposition vor Ort im Jihadistenfiber:

    „Haven’t seen a single protest today that _didn’t_ celebrate Jabhat al-Nusrah. Six months ago we were debating if this group was even real.“

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/dec/14/syria-conflict-russia-denies-ditching-assad-live

    Wo der Westen als Held zehnmal freiwillig abgedankt hat, um sich zur Buße für die Weltgeschichte abzumelden, da wird halt jemand anderes zum Helden. Die Stelle bleibt nicht unbesetzt.

    Interessant, dass es dann auf einmal auf Erfolg gar nicht so ankommt.

    Für Abdankung des Westens war dagegen allein auschlaggebend, das er nicht perfekt sei.

  37. 38.

    http://www.theaustralian.com.au/news/world/jihadists-becoming-stars-of-the-uprising/story-fnb64oi6-1226537163669

    Interessantes, auch operatives Resultat: Bogdanovs Versuchsballon; Obamas Ausgrenzung von Al Nusra; und am Ende sind die, die keiner haben will, die Helden in den Visionen der Kämpfer für eine Zeit nach Assad.

    BTW: Wie verhalten sich eigentlich die im Artikel erwähnten groß-syrischen Emirat-Ambitionen der Al Nusra Helden der syrisch-arabischen Straße zu Abbas, Hamas, MB und der Frage, wen der Westen alles anerkennen soll ?

  38. 39.

    zon
    Rußland steckt in einem syrien dilemma.
    Den syrern und dem westen gehts gut ?
    Der westen könnte mit dem groß syrischen emirats anspruch mehr probleme bekommen als rußland mit seinem flottenstützpunkt.

    • 14. Dezember 2012 um 16:47 Uhr
    • ernsthaft
  39. 40.

    @ernsthaft: „Der Westen“ will sicher kein großsyrisches Emirat. Der Westen wollte einfach einige Diktatoren (Assad, Gadhaffi etc) weghaben, die für ihn eine moralische Hypothek darstellen, aber immer mehr ihre eigenen Spielchen gespielt und damit ihren Nutzen verspielt haben. Dahinter kann man jetzt auch nicht mehr zurück. Dass durch den Sturz der Diktatoren irgendwelche größenwahnsinnigen Islamisten an die Macht kommen, ist ein häßlicher Nebeneffekt, aber ich denke, man macht es sich zu einfach, wenn man glaubt, der Westen hätte für Friede, Freude und koscheren Eierkuchen sorgen können, indem er die Diktatoren einfach noch ein wenig länger gestützt hätte.

    • 14. Dezember 2012 um 17:10 Uhr
    • Arjen van Zuider
  40. 41.

    40 avz
    Das der westen assad gestützt hat kann man wohl nicht behaupten.
    Sollte assad wirklich stürzen und es sich so entwickeln, wie ich es unter 34 beschrieben habe, hat israel und damit der westen ein riesiges problem. Jordanien und die fatah werden ebenfalls betroffen sein, in dem zu erwartenden chaos ist vieles möglich aber nicht viel positives.

    • 14. Dezember 2012 um 17:21 Uhr
    • ernsthaft
  41. 42.

    @ AvZ, ernsthaft

    „man macht es sich zu einfach, wenn man glaubt, der Westen hätte für Friede, Freude und koscheren Eierkuchen sorgen können, indem er die Diktatoren einfach noch ein wenig länger gestützt hätte“

    Das ist einerseits zutreffend, andererseits drängt sich diese realistische Sicht weit weniger auf, als eine simple Frage, die von den ganzen Zerfalls-und Horrorbildern unvermeidlich suggeriert wird :

    ‚Wer hat dieses ganze Chaos überhaupt angefangen ?‘.

    Meinungsbildungstechnisch ist Russlands Position insofern keineswegs unkomfortabel.

    größenwahnsinnigen Islamisten mit großsyrisches Emirat-Phantasien …

    darf man nicht die Ehre tun, sie mit leninistischen Putschisten, oder pakistanisch Militär-geheimdienstlich angeleiteten Schülerscharen zu verwechseln.

    Das jihadistische Element bildet in dem ganzen Durcheinander nur ein heilloses Ferment von garantiert noch mehr und erweitertem Durcheinander.

    Eine sunnitische Emiratsphantasie vom Irak bis „Großsyrien“ mit Verbindungen in die Türkei – das torpediert einfach alles, mit dem sie in Berührung kommt:

    Die Palästinenser, den Libanon, die Restidee von einem Syrischen Staat, den generellen Ordnungsanspruch der Muslimbruderschaft, ja die Fähigkeit, überhaupt „Staat machen“ zu können; einfach alles. Heillose Fundamentalanarchos, die nicht nur jedem in die Suppe spucken, sondern jeden Suppentopf umhauen.

    Sie sind das Ferment der Fortsetzung des bewaffneten Kampfes und zugleich das Vehikel seiner terroristischen und sektiererischen Verderbnis; vollkommen heillos, dass so etwas Jugend-populär geworden ist.

    Gegen diese Kräfte zu sein, ist für jeden nicht davon Infizierten ein Leichtes; und von ihnen infiziert zu sein, ist der Garant dafür, dass der Aufstand nicht zusammenbricht. Die perfekte nihilistische Konstellation.

    Populär, destruktiv, unbeugsam – Nibelungen auf Crack im Orient.

    Gegen dieses Gebräu wird man endlos „Nordallianz“ spielen können.

  42. 43.

    OT Deutschland

    „Nach dem Bombenfund am Bonner Hauptbahnhof ermittelt jetzt die Bundesanwaltschaft! Am Freitag teilte die Karlsruher Behörde mit: „Es liegen nunmehr zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich bei dem Geschehen um einen versuchten Sprengstoffanschlag einer terroristischen Vereinigung radikal-islamistischer Prägung handelt. Die Bombe vom Bonner Hauptbahnhof wurde nach BILD-Informationen tatsächlich gezündet! Nur ein Konstruktionsfehler verhinderte eine folgenschwere Detonation.“
    http://www.bild.de/news/inland/news-inland/bombe-am-hauptbahnhof-bonn-wurde-gezuendet-27665004.bild.html

    Na Herr Lau, werden Sie in einem Blogeintrag dazu Stellung nehmen? Ich vermute nicht, Sie sind vermutlich immer noch viel zu sehr damit beschäftigt weiße Bestien zu jagen, die es wagen eine Ideologie zu kritsieren, die Attentäter wie die in Bonn hervorbringt. Islamappeasment kann tötlich sein, nicht nur im Hinblick auf islamischen Terror.

    • 14. Dezember 2012 um 19:38 Uhr
    • Bellfruta87
  43. 44.

    Die Geschichte um dieses misslungene Bombenattentat ist echt der wahnsinn. Auf der einen Seite ist es ein Alptraum für Gutis und Multikultifreunde. Denn wie es bislang aussieht, ist der schwarze Mann ein Taschendieb, der einem Moslem mit Bombe die Tasche bei Mc Donalds klaut. lol Aber vermutlich hat der schwarze Mann die Explosion verhindert, denn der hat wohl beim durchsuchen seiner erbeuteten Tasche nix gefunden und dabei den Zündmenchanismus kaputt gemacht… unglaublich…

    • 14. Dezember 2012 um 20:09 Uhr
    • Bellfruta87
  44. 45.

    Habe mich von den Ungeheuerlichkeiten der Putin/Assad-Fronde hinreißen lassen, etwas von der prekären Seite des scheinbar natürlichen chinesisch-russischen Einvernehmens anzudeuten; könnte wegen Gewagtheit gefährdet sein; daher Verewigung hier, wo es sachlich auch einigermaßen passt:

    „Russland und China; China ist nicht so anti-saudisch festgelegt
    wie Russland das aus verschiedenen, auch innenpolitischen Gründen ist. China wurde durch den Sturz befreundeter Machthaber (Libyen) und den Zerfall von Ländern, in denen befreundete Regimes herrschen (Sudan) sicherlich verärgert und verunsichert und ins russische „Stabilitätslager“ katapultiert.

    Aber es gibt auch einen wichtigen Unterschied: China benötigt Rohstoffe – Russland verdient mit deren Verknappung. Chinas Beziehungen zur Weltwirtschaft sind beitragender Natur; Russlands Beziehungen dorthin dagegen: abschöpfender Natur.

    China kann und will Märkte mit Konsumgütern überschütten und ist daher im Zweifel eher an Nachfrage interessiert, als an Tyrannei als Staatsform. China kann nicht nur Waffen liefern, sondern auch durch seine Bauwirtschaft von Wiederaufbau unter stabilen Verhältnissen profitieren.

    Russland dagegen profitiert nur von Unterdrückung, Verknappung, Spannung und Instabilität. Deswegen setzt Russland auf den Iran, während China nichts gegen Saudi-Arabien hat. Ein ausgreifender Iran, der auch auf Saudi Arabien abzielt, wäre mithin für China, das auch Pakistan für einen Verbündeten hält, nicht sehr hilfreich.

    Bei Syrien zieht man noch an einem Strang; in Mittelasien dürfte das schon schwieriger werden. Mittelfristig kollidieren russische und chinesische Interessen eher; was man erneut nicht zögern wird, dem Westen anzulasten.“

    So richtig spannend wird das Endspiel der Chinesisch-Russischen Freundschaft einmal werden, was vielleicht sogar bereits im ersten Akt der Großen Selbstversenkung des Orients angerührt werden könnte. Vielleicht aber auch noch nicht im ersten Akt sondern erst in einem späteren; Zentralasiatischeren.

    Bei fortgeschrittenem Lebensalter ist unbedingt gesunde Lebensführung zu empfehlen, denn das sollte man nicht verpassen, wenn man die Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt hat.

  45. 46.

    45 holm
    Gerade wegen mittelasien müßten china und rußland doch ein hohes maß an interesseidentität haben. Beide wollen keine ausbreitung des islamismus, zb unter den uiguren in sinkiang.

  46. 47.

    @ ernsthaft

    „Gerade wegen mittelasien müßten china und rußland doch ein hohes maß an interesseidentität haben.“

    Beide interessieren sie sich für Rohstoffe, China um sie günstig zum Eigenverbrauch zu beschaffen und Russland, um sie teuer zu verkaufen; z.B. auch an China.

    „Beide wollen keine ausbreitung des islamismus, zb unter den uiguren in sinkiang.“

    Im Prinzip ja*, aber wegen der rivalisierenden Zugriffsinteressen auf die Ressourcen könnten beide auch versucht sein, ihren Muslimen schlimme Dinge über den anderen zu erzählen. In post-Holocaustzeiten hetzt man unliebsame Minderheiten lieber beim Rivalen auf, als sie einfach gemeinsam umzubringen. Das passiert dann höchstens als Panne mal, wenn jemandem die Hutschnur platzt.

    *Militärübungen und Tam-tam machen sie auch viel gemeinsam

    Russland hat das größere Muslimproblem und ist krasser kompromittiert.

    China hat dick Rohstoffe in Afghanistan aufgekauft; das wird spannend.

    Insgesamt ist vieles offen; die Chinesen haben ein repressives Übergewicht und können diskret Tausende verschwinden lassen; Russland dagegen müsste Hunderttausende töten, wenn es richtig kracht.

    Die Perser haben den Türken ein paar Partys spendiert und dann mit Fotos erpresst; russisches Methode, gar nicht Khomeini-like, oder ?

    „Iranian spy gang blackmailed Turkish bureaucrats using sex-tapes“

    http://todayszaman.com/newsDetail_getNewsById.action?newsId=301166

  47. 48.

    – Ägypten: –

    Nagib Alam ist Professor für Fremdsprachen an einer Kairoer Universität. Sein Name ist ein Pseudonym. Zunächst hatte der Intellektuelle das Interview unter seinem Namen gegeben.
    Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse in Ägypten möchte er anonym bleiben: Zurzeit sei völlig unberechenbar, wie die Machthaber auf Kritik an ihnen reagieren würden.

    Interview: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Eine-zweite-Welle-der-Revolution-steht-bevor/story/30055637

  48. 49.

    @ Bf

    „Auf der einen Seite ist es ein Alptraum für Gutis und Multikultifreunde“

    Die klammheimliche Freude darüber ist Ihnen deutlich anzumerken.

    • 15. Dezember 2012 um 08:47 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  49. 50.

    @ Publicola

    Bauernkriege – erinnern Sie sich ?

    „Die meisten Leute haben kein Ziel mehr. Wenn man sie fragt, was sie eigentlich wollen, schreien sie nur. Sie geraten ausser sich. Sie sind wie explodierende Bomben. …. Darum wird die Revolution weitergehen.“

    Die Frage ist auch, wer und mit welcher Begründung den schmutzigen Job erledigt.

  50. 51.

    @Sauer

    Die klammheimliche Freude darüber ist Ihnen deutlich anzumerken.

    contradictio in aiecto

    • 15. Dezember 2012 um 09:44 Uhr
    • Mamas Liebling
  51. 52.

    adiecto

    • 15. Dezember 2012 um 09:44 Uhr
    • Mamas Liebling
  52. 53.

    @ ML

    „contradictio in adiecto“

    Hypothese für eine logische Auflösung: Herr Sauer ist eine Koryphäe auf dem Gebiet, klammheimliche Freude nicht auffliegen zu lassen und gibt z.B. Poker-face Seminare.

    Aber Spaß beiseite; das ‚Neue Deutschland‘ (hüstel, krächtz, keuch, sächsel) berichtet von einer erschreckenden Polizeiaktion in Berlin, die jungen Menschen wichtige Erfahrungen vorenthalten und der Öffentlichkeit wesentlich Aufschlüsse versagt hat:

    „stünde nicht eine Hundertschaft der Berliner Bereitschaftspolizei zwischen ihnen … beide Gruppen würden dafür wohl zumindest aufeinander einprügeln. …

    »Pros« tauschten die syrische Flagge gegen Bilder vom Präsidenten Assad. Bei den »Antis« wehte plötzlich die unter Islamisten beliebte schwarze Flagge mit dem islamischen Glaubensbekenntnis. …

    Jugendliche, die sich nach Familienmitgliedern des Assad-Clans nennen, posten Videos von toten Rebellen: »Salafisten-Missgeburten« schreibt einer darunter. Wenige Klicks entfernt Videos, auf denen Rebellen gefangene Soldaten exekutieren. »Entmilitarisierung jetzt!« kommentiert jemand mit Grinse-Smiley. …

    »Das Volk will den Sturz Al-Assads«, skandieren sie. »Das Volk will Bashar Al-Assad« hallt es zurück.“

    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/exil3.html

  53. 54.

    @ publicola (OT)

    In Ägypten wachse vor allem unter den Armen in den Slums die Verzweiflung, sagt ein besorgter Universitätsprofessor in Kairo.

    Im Nachbarstrang hat MRX eine hervorragende Reportage der DW-Eng. verlinkt:
    http://tweets.martinkramer.org/tweets/-129061149999111

    • 15. Dezember 2012 um 11:34 Uhr
    • MM
  54. 55.

    @ ML # 51

    Sie werden es nicht wissen, aber der Begriff „klammheimliche Freude“ stammt aus der RAF-Zeit, als ein anonymer Flugblattschreiber klammheimliche Freude über die Ermordung Schleyers äußerte.

    • 15. Dezember 2012 um 11:40 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  55. 56.

    53
    Thomas Holm

    „»Das Volk will den Sturz Al-Assads«, skandieren sie. »Das Volk will Bashar Al-Assad« hallt es zurück.”“

    Da lassen sich in der Zukunft noch viele Demonstrationskonstellationen denken – man muß nur genügend Flüchtlinge und Migranten ins Land bitten.
    Wobei ich bei den noch kommenden Flüchtlingen aus Syrien auch nicht wüßte, wer da – Thomas Holm vielleicht ausgenommen :) – zwischen „berechtigten“ und „weniger berechtigten“ Asylbewerbern unterscheiden sollte. Also installiert man überall ein paar kleine Syriens.

  56. 57.

    @HJS

    Es erstaunt nicht, dass so ein RAF-Typ nicht richtig denken kann. Man wird sonst ja nicht zum RAF-Typen. Der Begriff ist allerdings sicher älter.

    • 15. Dezember 2012 um 12:13 Uhr
    • Mamas Liebling
  57. 58.

    @ ML

    Ich konstatiere: nichts verstanden. Wundert einen auch nicht bei einem Typen, der zu Hause nur 2 Bücher hatte…

    • 15. Dezember 2012 um 12:15 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  58. 59.

    @ KC

    Im „Spiegel“ stand neulich die Story von einem Deutschen, der wegen der vielen Ausländer (insbes. Türken) mit seiner asiatischen Frau vor 10 Jahren nach Norwegen auswanderte, kaum ein Wort Norwegisch lernte und nun wegen seiner typisch deutschen Sturheit selbst als unerwünschter Ausländer gemobbt wird.

    • 15. Dezember 2012 um 12:17 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  59. 60.

    Meine Sprachlust hat mich noch suchen gemacht:

    http://pregonero.de/?p=361

    • 15. Dezember 2012 um 12:18 Uhr
    • Mamas Liebling
  60. 61.

    @ MM @MRX – Danke für den Link zu einem informativen phantastischen Dokumentarfilm über das Ägypten des Hier und Jetzt!

    DW-Eng.: http://tweets.martinkramer.org/tweets/-129061149999111

  61. 62.

    „Deutschen, der wegen der vielen Ausländer (insbes. Türken) mit seiner asiatischen Frau vor 10 Jahren nach Norwegen auswanderte,“

    Die Norweger werden gedacht haben, das ist doch der Hausmeister, der aus der deutschen Botschaft mit der japanischen Köchin abgehauen ist, und die wissen noch nicht, dass der Krieg zu Ende ist …

  62. 63.

    @HJS

    Es ist weniger ein Gefühl der Freude, als vielmehr ein Gefühl der Bestätigung. Und ein Gefühl der Bestätigung macht natürlich nicht unbedingt unglücklich, vorallen dann nicht, wenn keine Opfer zu beklagen sind.

    • 15. Dezember 2012 um 12:31 Uhr
    • Bellfruta87
  63. 64.

    @HJS

    Die contradictio in adiecto bestand in Ihrem Post darin, dass klammheimliche Freude deutlich anzumerken war. Entweder ists heimlich, oder man siehts. (Ok, es ist natürlich anders, wenn man Gedanken lesen kann.)

    Dass Sie jetzt als argumentum ad personam aufbringen, dass ich mausarm nur mit 2 Büchern im Haus aufgewachsen bin, habe ich das im Zusammenhang damit geschrieben, dass so getan wird, als ob man mit wenig Büchern im Haus automatisch bildungsfern sei. Und das trifft eben nicht zu, denn es gibt in unseren Gefilden leicht zugängliche Bibliotheken, wie Sie dort ebenfalls lesen konnten, sofern Ihre Aufmerksamkeitsspanne dazu reichte.

    • 15. Dezember 2012 um 12:41 Uhr
    • Mamas Liebling
  64. 65.

    aufgewachsen bin – das habe ich

    • 15. Dezember 2012 um 12:42 Uhr
    • Mamas Liebling
  65. 66.

    @TH

    Die Norweger werden gedacht haben

    :-)

    • 15. Dezember 2012 um 13:07 Uhr
    • Mamas Liebling
  66. 67.

    Man muss sich als Deutscher schon anstrengen, um im betreffenden Zeitraum kein Norwegisch zu lernen.

    • 15. Dezember 2012 um 13:43 Uhr
    • MRX
  67. 68.

    „“Dann wird sich die Frage stellen, ob das besondere syrische Selbstbild einer arabischen Republik über den Wechsel halten kann – einer Republik, die es geschafft hat, die verschiedenen Ethnien und Religionen friedlich miteinander oder wenigstens nebeneinander leben zu lassen.““

    Weder Baschār noch Hafiz al-Assad haben die verschiedenen Ethnien und Religionsgruppen „friedlich miteiander leben lassen“ – diese Beschreibung gibt unter Umständen Wunschträume des Autors wieder – mit syrischer Geschichte oder syrischer politischer Realität hat das wenig zu tun.

    Wenn es denn so gewesen wäre – warum ist es dann zum Aufstand gegen den Assadclan gekommen — der bislang 40.000 Menschen das Leben gekostet hat?

    • 15. Dezember 2012 um 14:17 Uhr
    • dough and dynamite
  68. 69.

    Massen-Pro-Al Kaida-Demos in Rebellengebiet:

    Damit werden die Alawitischen Eliten wohl vorläufig ihre Kinder nicht zu vergiften haben; vielmehr dürfte der Stab gebrochen sein über diese hier: min. 0.25

    http://www.youtube.com/watch?v=PBmGFqj3xBw

    „Thousands of Syrians took to the streets, criticising Washington for blacklisting a rebel group and saying that it was President Bashar al-Assad who was a „terrorist“.

    The protesters on Friday demonstrated under the slogan: „There is no terrorism in Syria except that of Assad.“

    The US was hoping to marginalise Jubhat al-Nusra when it labelled it a terrorist organisation.

    Instead, the group has gained popularity, especially in the villages and towns of Syria.

    Al Jazeera’s Zeina Khodr reports from Idlib province in northern the country.“

    Und zwar dieses mal züchtig verhüllt.

  69. 70.

    Landis enthüllt in Hauspostille der Frühling-allergischen Emirate:

    Westen stehe auf der Bremse des Siegeszuges.

    http://gulfnews.com/in-focus/syria/as-rebels-close-in-al-assad-has-cards-to-play-1.1119028

    “The west, for all its rhetorical bombast, has restricted the flow of important weapons,” said University of Oklahoma professor Joshua Landis, who runs an influential blog called Syria Comment. “They have not brought down this regime because they are frightened of the alternative.”

    Zum Thema Exil:

    „Some observers believe the die-hard loyalists around Al Assad — a man who has vowed to live and die in Syria, despite the uprising — may not allow him to abandon ship, even if he wanted to.“

    @ NN

    Luftangriffe (ohne Vergeltungswaffen) bewirken:

    „The airstrikes, which often kill civilians, have in some cases turned residents off the rebellion by making them angry that insurgent fighters are effectively bringing the fight to their doorsteps.“

    Zur Bedeutung der westlichen Roten Linie:

    „That stance may have the unintended consequence of giving Al Assad broad leeway to continue cracking down in other ways, short of a chemical attack, without any fear of retribution. …

    Many rebel fighters are bitter that the US and others have not intervened to stop Al Assad’s air force as they did in Libya against Gaddafi. The fractious nature of the opposition and the increasing power of Islamic extremists among the rebel fighters have been a boon for the regime as well. …

    The president of the new opposition coalition, Muath Al Khatib, has disagreed publicly with the US decision to blacklist Jabhat Al Nusra, an Al Qaida-linked force that has proved to be one of the most successful fighting groups in the war against Al Assad.
    Support for Al Nusra appears to be gaining traction among those who support the rebellion — no doubt alienating many Syrians who hope for a secular future.“

    Kann irgendetwas schiefer laufen als dieses Prophetenland-Drama?

  70. 71.

    Ich hatte mich schon gefragt, wann Jordanien wegen der Gaspipeline meckert. Jetzt ist Abdullah wohl die Geduld ausgegangen:

    http://pjmedia.com/spengler/2012/12/13/jordans-king-abdullah-threatens-to-shut-down-egypts-economy/

    • 15. Dezember 2012 um 15:06 Uhr
    • Serious Black
  71. 72.

    Kleiner Nachtrag mit Russland-Analogie (von mir):

    “The opposition is not a government,” Landis said. “They do not offer social security or retirement payments or a pension. There are millions of Syrians who depend on that government… Can this new coalition that America just recognised step in and take their place?”

    Beim Abknabbern von pro-russischen Ethno-Eckchen aus z.B. Georgien spielt immer auch eine Rolle, dass Russland Sowjet-Pensionen an die pro-russische Sezessionisten auszahlt – und an Verräter natürlich nicht.

    „Still, Landis said, Syrians will likely abandon the regime in increasing numbers — but “with a fearful heart”.
    “They’ve got nobody to look after them,” he said. “There are 23 million Syrians who are going to be out of luck, out of food and out of money.”“

    Die Getreuen dürfen auch nicht zu viele sein, schließlich muss man sie bezahlen; die Nicht-Getreuen können ruhig recht zahlreich sein, die kann dann der Westen bezahlen (nachdem sie gründlich ausgeraubt und von Entführungen ausgepresst sind, etc.).

    Gerade so richtigen Verbrechern bietet diese Weltordnung durchaus eine Überlebensperspektive.

    Als anti-extremistisch – anti-imperialistische Robin-Hoods, Friedenshelden, etc.

  72. 73.

    „FSA-Kommandeur Riad al-Asaad lobte die Truppe, in deren Reihen inzwischen zahllose Kämpfer aus dem Ausland aktiv sind als „mutigstes und bestes Bataillon“ im Widerstand gegen das Regime.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/in-syrien-starten-regierungstruppen-einen-angriff-auf-daraja-a-873130.html

    Vor einem Jahr hatte ich geschrieben: Die Sterbe-Spassten werden sich an die Spitze drängen, oder so ähnlich. War wohl etwas zu kryptisch, um das Weltgewissen wach zurütteln.

    „Der Hauptstadt-Vorort Daraja hat sich seit dem Massaker im August zu einer Hochburg der islamistischen Nusra-Front entwickelt.“

    Wenn Assad z.B. dieses nunmehrige Jihadisten-Daraja unter Gas setzen würde, wäre dass dann für NATO und Obama die ‚Rote Linie‘ ?

  73. 74.

    Dialektisches von kleinen König:

    „the king said that the regime of President Bashar al-Assad „can hold for two years at the military level, but not more than four months at the economic level.“
    King Abdullah II revealed that Jordan „will host Israeli-Palestinian meetings in February to support the peace process,” pointing out that these meetings will take place „based on an understanding with the Europeans and the US.““

    http://www.al-monitor.com/pulse/politics/2012/12/jordan-king-abdullah-extremists.html

  74. 75.

    – Ägypten –
    High Commission rejects request by Egypt’s justice minister to extend voting one more day
    (auf dem vorübergehend sichtbaren breaking news-Band bei Al Arabiya)

  75. 76.

    – Ägypten –
    Verlauf des Volksabstimmungsverfahrens – Live Updates bei Al-Ahram:
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60519/Egypt/Politics-/Live-Updates-Egypt-votes-in-disputed-constitution-.aspx

  76. 77.

    PS- The opposition has become a reality that’s now embedded itself in Egyptian life,
    at a time when the Brotherhood claim
    they were the sole organized group with 80 years’ experience.
    But, they have been taken by surprise …

    http://english.alarabiya.net/views/2012/12/15/255287.html

  77. 78.

    @ HJS, FSML

    Genauer: Er sagte, wortwörtlich noch widersprüchlicher, dass er seine klammheimliche Freude nicht verhehlen könne.

    • 15. Dezember 2012 um 17:47 Uhr
    • N. Neumann
  78. 79.

    PS – observers monitoring the referendum have said that the absence of judges and attempts to influence voters and prevent Christians from voting are among the most dangerous electoral irregularities that have taken place on Saturday.
    http://www.egyptindependent.com/news/absent-judges-attempts-direct-voters-among-reported-irregularities

  79. 80.

    Wenn Assad z.B. dieses nunmehrige Jihadisten-Daraja unter Gas setzen würde, wäre dass dann für NATO und Obama die ‘Rote Linie’ ?

    @ TH

    Zumal bei der Verwendung von Gas wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit von nicht unerheblichen Kollateralschäden auszugehen. Da würde es wohl keine Rolle spielen, wenn auch Personen zu Schaden kämen, um die es nicht schade wäre.

    • 15. Dezember 2012 um 17:56 Uhr
    • N. Neumann
  80. 81.

    #73

    Al Nusra, denen nachgesagt wird aus dem Irak zu stammen, sind Jihadisten, die sich auch zu Bombenanschlägen in der Hauptstadt etc. bekannt haben. Bekannt ist die Gruppe allerdings durch ihren Kampf gegen Assad in Aleppo geworden.

    Ansonsten – Al Nusra ist nur eine von vielen Gruppen, die gegen Assad kämpfen. Aufgrund der kursierenden Videos von Tausenden pro Al Nusra Demonstranten zu sprechen ist übertrieben.

    Als die Al Nursa Jihadisten ckeckpoints in der Nähe Aleppos errichteten wurden Sie von kurdischen Kämpfern zurückgedrängt – um zu verhindern, das Assad Truppen dies zum Anlass nehmen würden, in der Nähe liegende kurdisch bewohnte Siedlungen zu bombardieren.

    Diese Vorfälle in Ifrin, Ras el Ain und Aleppo zeigen, das Jihadisten zwar versuchen, vom Rückzug der Assadtruppen zu profitieren und versuchen das entstehende Vacuum zu besetzen – aber gegenwärtig nicht besonders erfolgreich.

    • 15. Dezember 2012 um 17:59 Uhr
    • dough and dynamite
  81. 82.

    @HJS

    Es erstaunt nicht, dass so ein RAF-Typ nicht richtig denken kann. Man wird sonst ja nicht zum RAF-Typen. Der Begriff ist allerdings sicher älter.

    @ FSML

    Das Adjektiv bestimmt. Die volle Redewendung bzw. deren Abwandlungen hingegen nicht.

    • 15. Dezember 2012 um 18:00 Uhr
    • N. Neumann
  82. 83.

    @ NN

    „nicht unerheblichen Kollateralschäden auszugehen. Da würde es wohl keine Rolle spielen, wenn auch Personen zu Schaden kämen, um die es nicht schade wäre.“

    Ein böses Spiel. Ganz zu Beginn war Assad aus der Türkei signalisiert worden, dass man kein neues ‚Hama‘ mit fünfstelliger Opferzahl auf einen Schlag dulden werde. Man könnte es so sehen, dass sich Assad und seine Warlords an die Bedingungen eines ‚Momentes von Hama‘ heranarbeiten.

    Der Aufwuchs eines sichtbaren jihadistischen Elementes hat seine Zeit benötigt; verläuft jetzt aber recht spektakulär. Wenn selbst die FSA-Führung ein gutes Wort für die Kameraden mit den kosmischen Kampfzielen einlegt, dann dürfte das schon bedenklich-bezeichnend sein.

    Eine ‚säkulare‘ oder auch nur ‚gemäßigt islamisch-politische‘ Stimme, die sich um Distanz zu den Jihadisten bemüht, ist aus dem Getümmel kaum vernehmlich; es gab vor ein paar Wochen bei yallasouriya mal Bekundungen von Unmut, aber das war auch wohl alles.

    Jetzt hört man Entwarnungen, die wenig überzeugend klingen …

    „T_Aldiery
    Orient TV: “Jabhat_Al_Nusra has no political ambitions in a future #Syria.” This is from yesterday’s protests“

    … neben Würdigungen von deren Kampfwert:

    „#Syria #Damascus mostly well trained fighters from islamitic Al Nusra-Front defend southern suburb #Daraya against invading #Assad-forces“.

    Hier ein brandneuer zentristischer Ansatz:

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/2/8/60560/World/Region/Syria-dissident-group-set-up-to-protect-state-inst.aspx

    „should the regime of President Bashar al-Assad fall.
    Chief among the gathering’s constituents was defected prime minister Riad Hijab, who fled to Jordan with his family in August.

    „We have set up this gathering in order to protect 1.5 million people employed in Syrian state institutions,“ said former deputy oil minister Abdo Hussamedin, who defecting to Jordan in March.“

    Nun ja, der Westen will keine Ent-Baathifizierung und die Stunde Null soll nicht ohne Ordnung sein; aber ob das jetzt noch eine Chance hat ?

  83. 84.

    Die volle Redewendung bzw. deren Abwandlungen hingegen nicht.

    Ei der Daus, dass keiner keiner früher auf die Idee gekommen ist, klammheimliche Freude als klammheimliche Freude zu bezeichnen.

    • 15. Dezember 2012 um 18:46 Uhr
    • Mamas Liebling
  84. 85.

    @NN

    Er sagte, wortwörtlich noch widersprüchlicher, dass er seine klammheimliche Freude nicht verhehlen könne.

    Danke. Darüber amüsiere auch ich mich insgeheim, aber sagen Sie es niemandem weiter 😉

    • 15. Dezember 2012 um 18:48 Uhr
    • Mamas Liebling
  85. 86.

    @TH

    “Jabhat_Al_Nusra has no political ambitions in a future #Syria.”

    Die Muslimbrüder werden keinen Präsidentenkandidaten aufstellen, die Muslimbrüder werden …

    (Merke: von Taqiya zu reden ist politisch inkorrekt)

    • 15. Dezember 2012 um 18:52 Uhr
    • Mamas Liebling
  86. 87.

    @ dough and dynamite

    „Al Nusra ist nur eine von vielen Gruppen, die gegen Assad kämpfen“

    Sicher, nur ist deren Hintergrund aus dem Irak zu stammen, bzw. dortige Erfahrung mitzubringen, ein unschlagbares Plus auf dem Schlachtfeld; Assad ist der ideologische Wunschgegner der Jihadisten; und diese können mit Leuten aufwarten, die Gefechte mit den US-Marines überlebt haben.

    Das ist schon eine brisante Mischung; außerdem machen sie wohl gute PR. Es waren ja die Berichte über sie, die so gut eingeschlagen haben.

    Für die Kurden, die auf Eigeninteressen bedacht sind wiederum ideal, dass sie nicht mit Syrisch-Arabischen Aufständischen an und für sich zusammenstoßen, sondern gleich mit Jihadisten; bei denen nicht mitzumachen, bzw. diese nicht in eigene Gebiete hineinzulassen, lässt sich wesentlich gefälliger an, als bloß als allgemein undurchsichtige Araber-spektische Frühlingsmuffel mit womöglich Altregime-connections dazustehen.

  87. 88.

    zon und spaß
    Da gibts einen thread(?) über unseren innenminister und den bombenfund in bonn. Die foristen ergehen sich in tollsten spekulationen. Nach dem ein ernsthafter versuch meinerseits an der zensur gescheitert war hab ich es auf die lustige versucht. Ich habe in drei beiträgen bilderberger, freimaurer und cia/lionsclub ins spiel gebracht. Kam nach kurzem zögern nicht so gut. Man hat mich aus dem kreis der schreib berächtigten gestrichen. Mir machts trotzdem spaß, vielleicht melde ich mich gelegentlich nochmal an.

  88. 89.

    @ ML

    „no political ambitions “

    Das Selbstverständnis dieser Leute ist m.E. auch – so komisch es sich anhört: a-politisch, bzw. Politik-fern.

    Sie wollen einfach nur dabei sein und kräftig mitmachen, wenn die Massen einen ‚ethischen Rappel‘ kriegen und irgendeine Konfliktsituation so aussieht, als könne man jetzt unmittelbar das Rechte gebieten und allem nicht-haramen direkt den Garaus machen.

    Für dieses magisch-spontaneistisch-situationistische Moment werden sie vom islamistischen Mainstream auch gelegentlich attackiert als:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Charidschiten

    Der springende Punkt ist wohl, dass dieser ganze Islamismus auf der einen Seite notwendig Charidschitische Anwandlungen hervorbringt, während man auf der anderen Seite islamistischerseits genau weiß, wohin das führt und dass das nicht geht …

    zumindest, wenn man keine Pakistanische Pensionistenbehörde im Hindergrund hat, die den ganze Laden diskret eine Zeit lang zwischen die krassesten Klippen hindurch bugsiert.

  89. 90.

    OT Türkei

    Erdogans Islamisierungsbemühungen nehmen Fahrt auf.

    Erst häufen sich in letzter Zeit Anklagen und Strafen wegen islam-, bzw allahkritischen Aussagen, zb. von Künstlern oder TV-Serien (Simpsons usw.) und nun hat Erdogan beschlossen, dass die Türkei nicht mehr an dem Kuffarwettbewerb des Eurovision Song Contest teilnehmen soll. Tja, selbstbewusste unverhüllte Frauen, Musik, schwule Männer, westliche Kultur usw. sind halt haram. Aber besonders traurig bin ich nicht, war doch die Türkei auch unter der seit 2009 eingeführte 50/50 Punkteregel immer noch ein bevorteiltes Land, durch die große türkische Diaspora in Westeuropa und deren einseitigem Abstimmungsverhalten. http://www.esctoday.com/40037/turkey-will-not-be-in-malmo/

    • 15. Dezember 2012 um 19:14 Uhr
    • Bellfruta87
  90. 91.

    @TH

    Wenn diese Mondsüchtigen nicht gefährlich wären, waren sie amüsant.

    • 15. Dezember 2012 um 20:28 Uhr
    • Mamas Liebling
  91. 92.

    Ein Rundumschlag könnte deswegen löschgefährdet sein, weil die Veranlassung gerade gelöscht wurde …

    Es geht wieder darum, ob nicht alles Verschwörung ist.

    119. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Es sind die regionalen
    Konfliktparteien, welche eine Angewohnheit zur Schau stellen, einen regionalen, bzw. ethnisch-konfessionellen Widersacher als Handlanger eines äußeren Feindes zu zeichnen.

    So wird etwa sowohl die Schiitische Konfession als auch die Saudisch-Wahabitische Spielart des Sunnitischen Islam von radikalen Parteigängern der jeweils anderen Seite gern: als ein Intrigenwerk von (hier: Jemenitischen) Juden, bzw. Englischen Agenten:

    http://en.wikipedia.org/w

    porträtiert.

    Eine Selbst-Infantilisierung, mit der man Kontroversen und Rivalitäten vorherrschend als Resultate von Intrigen und Verschwörungen deutet, hat zwar den Vorteil, sich bis zum Jüngsten Tage als hart geprüftes Wesen fühlen zu können; ein solches selbst-entmündigendes Eigenbild ist jedoch auch zugleich die beste Garantie für die schlechtesten Bedingungen von Lösbarkeit der realen Konflikte.

    Der von Ihnen skizzierte Zusammenprall von Schiiten gegen Sunniten, Turbulenzen mit und rund um die Türkei; Kurden, Jordanien, Saudi-Arabien versus Iran, Irak, Syrien, Libanon wird sich am wenigsten dann aufhalten lassen, wenn alle fest der Überzeugung huldigen, der Westen, die NATO, etc. steckten hinter diesen Konflikten.

    Nehmen Sie nach Pakistan, Indien und China mit hinzu; die letzten beiden brauchen die Rohstoffe am dringendsten; um deren Angebots-Monopolisierung es auch ein wenig geht.

    Die Nachfrager werden das Nachsehen haben bei den Anbieter-Konflikten.

  92. 93.

    @ ML

    „Wenn diese Mondsüchtigen nicht gefährlich wären, waren sie amüsant.“

    Diese latente Doppelnatur geht auf das Dilemma des Utopischen zurück.

    Einerseits weis man, wie alles Paletti wird.

    Andererseits: was tun, wenn es doch nicht paletti ist ?

    Lenin, der ja nun zu Erlangung und Behauptung der Macht um keinen Mordbefehl verlegen war, wurde einmal gefragt, was man denn machen sollte bei einem – praktisch ja unmotivierten – Fehlverhalten im künftigen Schlaraffenland, wo man dann ja auch schon keinen Staat mehr habe, weil eben alles schon Paletti sei.

    Und da plädierte er für eine Art Lynchjustiz, die wiederum den berüchtigten Brachial-Körperstrafen im Kontext der Scharia sehr nahe kommen. Das Gemeinsame: man geht davon aus, dass es Tugend-hafterweise zu nichts bösem mehr kommen könte; wenn aber doch: dann fallen alle (uns bekannten) Hemmungen.

    • 15. Dezember 2012 um 21:08 Uhr
    • Bellfruta87
  93. 95.

    http://www.yalibnan.com/2012/12/15/iran-warned-turkey-against-deploying-patriot-missiles/

    „calling it a plot to create a “world war. …

    Ahmed Jibril, veteran leader of a Damascus-based Palestinian faction that backs Assad, has left the Yarmouk district of the capital after 12 days of clashes, Syrian rebels and Palestinian sources announced.”

    Und zwar nach Tartus.

    „Iranian president Mahmoud Ahmadinejad will hold talks with Turkish Premier Tayyip Erdogan Monday on Syria on which their governments are deeply divided as well as Ankara’s decision to cut oil purchases from Iran in line with international sanctions. They will meet at a ceremony in Konya marking the 739th anniversary of the death of the Sufi mystic Rumi.“

    hxxp://debka.com/newsupdatepopup/3191/

    Jetzt hilft wohl auch nur noch mystische Weisheit.

  94. 96.

    Friedrich mahnt bürger zur wachsamkeit.

    Es ist wirklich „erstaunlich“ was hier in der zeit an meinungen und verschwörungstheorien über verstrickungen deutscher behörden und an unterstellungen verbreitet wird, während einfache hinweise, das es ja evtl doch islamisten gewesen seien könnten zensiert werden. Ich bin sehr beeindruckt von dem tiefen einblick der hier wiedereinmal in die politische grundhaltung von zeitredakteuren gewährt wird. Da muß man sich nocheinmal bei herrn lau für seine toleranz bedanken. Danke.

  95. 97.

    @ ernsthaft

    Trösten Sie sich bezüglich der verschwörungstheoretischen Hartnäckigkeit der verbliebenen Salafisten-Versteher. Früher haben die gerne auf False Flags des Usbekischen Geheimdienstes spekuliert; doch die Usbeks gehören zum Putin/Assad-Lager und verstehen überhaupt keinen Spaß.

    „This included the case of Karimov’s security forces executing prisoners Muzafar Avazov and Khuzniddin Alimov by boiling them alive in 2002″

    http://en.wikipedia.org/wiki/Islam_Karimov#Human_rights_and_press_freedom

    Für jeden dusseligen ZON-Kommentar zerbrotschelt man in Samarkand einen extra.

  96. 98.

    @ernsthaft

    Wenn ich das richtig sehe, dann wurde nicht nur ihr Kommentar zensiert, sondern auch ihr Account wurde gebannt.

    • 15. Dezember 2012 um 23:14 Uhr
    • Bellfruta87
  97. 99.

    Kategorie: Seltsamer Titel

    http://www.welt.de/politik/ausland/article112042161/Adam-L-mordete-ohne-ein-einziges-Wort.html

    Ein zwei Worte gebietet nun wirklich zumindest die Höflichkeit!

    • 16. Dezember 2012 um 00:17 Uhr
    • Spirit of Canakkale
    • 16. Dezember 2012 um 00:20 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  98. 101.

    Mit diesem Asperger-Syndrom töten die Leute nicht nur total kommunikationsfrei, sondern sogar auch noch ohne jeden Bezug auf ihren allbarmherzigen Schöpfer. Sehr bedenklich – für die Seelen.

    Völlig anders und mit Blick auf religiöse Alphabetisierung doch wohl eher richtungweisend hier:

    FSA Terrorists Make Child Behead Unarmed Prisoner (Warning_ Graphic

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=5SOo6VlG-xE

  99. 102.

    Alles klar Holum, ich gebe Ihnen Recht! Die Araber oder Moslems (wie es halt passt) sind die schlimmeren Mörder. Gehen Sie beruhigt schlafen.

    • 16. Dezember 2012 um 01:02 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  100. 103.

    Montag besucht Ahmadinejad die Türkei:

    „The Iranian president, coming to Turkey upon Erdoğan’s invitation, is expected to arrive directly in Konya on the occasion of Şeb-i Arus (Night of Reunion) on Monday, according to information from Iranian diplomatic sources.“

    Vielleicht fällt er ja auch da die Treppe runter und bricht sich die Knochen, so wie Lavrov; natürlich nur, weil das Licht des Mahdi in geblendet hat, oder so.

    http://todayszaman.com/newsDetail_getNewsById.action?newsId=301141

  101. 104.

    Weiter unverdrossen auf der Suche nach Null-Problemo-Nachbarn:

    Turkey to help secure Af-Pak border

    Der obligatorische Mord im Vorfeld ging dieses mal schief; sicher ein göttliches Zeichen:

    “ there was an attempt on the life of Afghan spy chief Asadullah Khalid last Thursday. Thankfully, he survived the assassination attempt and is now recovering from the injuries he sustained.

    Unfortunately, we saw the same deadly game played out last year before the sixth edition of the trilateral summit, held in November 2011. A well-respected figure in Afghan society, Burhanuddin Rabbani, the chairman of the High Peace Council of Afghanistan, was assassinated.“

    Der gute alte Rabbani; den hatte Erdogan damals beim Gulbuddin, glaube ich kennengelernt, als auch Erbakan und Demirel auch noch aktiv waren.

    http://todayszaman.com/columnistDetail_getNewsById.action?newsId=301156&columnistId=105

    2011 hatte Allah wohl gefürchtet, die wollen durch die Hintertür die Dreifaltigkeit einführen, aber das ist jetzt wohl geklärt.

    „Şahin explained that Turkey may help both Afghanistan and Pakistan provide security and surveillance along the long common border between the two countries that is the main crossing point for illicit and terrorist groups operating on both sides.“

    Klar, Türkei ist Experte für Völker ohne Land; sowas interessiert in Pakistan …

  102. 105.

    Naja Holum, Pakistan könnte sich ja möglicherweise Know-How für den Umgang mit landlosen Völkern bei den Deutschen einholen? Die Deutschen sind dort ja eh beliebt, Mercedes und so.

    • 16. Dezember 2012 um 01:38 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  103. 106.

    So geht Kommunikation !

    Syria Cities Hit with Iranian Missiles with Koran Verses* on them 12 12 12 Maarat Al Numan

    *und mit Atom-Symbol, für die nicht mehr so Gottes-fürchtigen

    http://www.youtube.com/watch?v=IQWw8Ubj0pM

  104. 107.

    Die Pakistaner machen für Mercedes sogar in Britannien Reklame; und das will schon was heißen. Kennen Sie den ?

    Citizen Khan – Episode 6 – Part 1

    Schauspieler, der den Fiesepeter spielt, ist ein ganz junger Kerl, der vorher Migrantenradio für Schwarzköpfe und gegen die anderen gemacht hat und dann aber einen totalen Hass auf die eigene Mischpoke gekriegt haben muss, dass er sie jetzt so durch den Kakao zieht.

    http://www.youtube.com/watch?v=qYGyKLZfcEE

    Mercedes – 0.30; 4.52-5.15 asig auf Behindertparkplatz ist auch ganz gut; danach kommt so eine britische Pierre-Vogel-Type im vorterroristischen Stadium

  105. 108.

    Citizen Khan integriert sich und meets sexy Barmaid

    http://www.youtube.com/watch?v=_91pGiLXT2g

  106. 109.

    Bierernste Diskussion, ob man lachen darf, bzw. dann in die Hölle kommt, aber mit guter Vorstellung des Hauptprotagonisten Adil Ray 1-30-3.20

    http://www.youtube.com/watch?v=Dz9EFzcP4Lc

  107. 110.

    Ich weiß zwar nicht wofür dieses Symbol steht (sieht mir wie eine Rakete in einem Kries aus), aber das allgemein bekannte Nuklear-Symbol ist es nicht. Möglicherweise besteht ohne diese Markierung bei den Iranen die Gefahr einer Verwechslung mit einem Dildo. Nunja, die Iraner sind halt arisch.

    • 16. Dezember 2012 um 02:00 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  108. 111.

    bei 0.40 ist das hier unterlegt unter die Rakete

    http://us.123rf.com/400wm/400/400/tombaky/tombaky0902/tombaky090200345/4407175-atomic-symbol-vector.jpg

    „Rakete in einem Kries“ – der Kreis ist halb Zahnrad halb Farsi-Schrift; das Zahnrad so ähnlich, wie bei der Angola-Fahne; so Dritte Welt proletarisch.

    hxxp://us.123rf.com/400wm/400/400/kgtoh/kgtoh0904/kgtoh090400893/4648331-flag-of-angola–national-country-symbol-illustration-glossy-button-icon.jpg

    Einen krassen Arier-Rappel haben die Inder; Bollywood hat den kompletten Untergang nachgedreht.

    Gandhi Wrote Hitler in an Attempt to Stop the Second World War

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=IcSWzUr4fjk

    Trailer; gibts auch in voller Länge:

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=EVf98tcsFME

    mit Warnhinweis, dass man nicht so viel rauchen soll, wie die Nazis bei 00.00.06 total korrekt; in den letzten 10 Minuten dann die ganzen Selbstmorde und Witwenverbrennungen.

  109. 112.

    – Ägypten –

    The vote tally in the ten governorates so far after votes were counted in 6274 out of 6376 polling stations, according to Ikhwanweb:
    „Yes“: 4,558,953 (56.5 per cent)
    „No“: 3,508,751 (43.5 per cent)

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60576/Egypt/Politics-/Live-Updates-Initial-results-for-Egypts-constituti.aspx

  110. 113.

    PS – … what is historic about this referendum …
    The real historic event is that Egyptians are voting in a referendum
    over a constitution that spells out
    political theft,
    majority domination and
    lack of equal representation.

    This referendum is nothing but
    a state-sponsored celebration
    of the Muslim Brotherhood’s vision for Egypt.

    The constitution
    written by the Brotherhood, the Salafists and other Islamists
    is in fact
    a political and economic agenda
    rather than a representative constitution.

    The referendum is
    not only historic
    because it was written by one faction of society,

    it is historic
    because the same people who wrote the draft
    are the same people lobbying for a “Yes” vote,
    who also happen to be the same people
    responsible for monitoring and administering the referendum.

    In other words, the constitution and its referendum come
    from the Brotherhood,
    for the Brotherhood and
    through the Brotherhood.

    Ladies and Gentlemen, we are definitely watching history.

    http://dailynewsegypt.com/2012/12/15/the-referendum-of-shame/

  111. 114.

    PPS – Interview mit Hamdin Sabbahi (Opposition NSF, National Salvation Front, Linksnasserist, Ex-Präsidentschaftskandidat*):

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/aegyptens-oppositionsfuehrer-sabbahi-der-geist-der-revolution-wird-mit-fuessen-getreten-11993687.html
    _______________________________________

    *Hamdin Sabbahi erreichte in der ersten 2012-Präsidentschafts-Wahlrunde beachtliche 21% neben Mursi mit 25%, Fotouh mit 18%, Shafik mit 24% und Moussa mit 11%.

  112. 115.

    – Ägypten –
    die wichtigsten vorläufigen Ergebnisse der gestrigen Verfassungsentwurf-Teil-Volksabstimmung:

    1 – Total:
    „Yes“: 4,595,311 (56.50 per cent)
    „No“: 3,536,838 (43.50 per cent)
    Turnout (Beiteiligung) in Egypt’s referendum 1st round could exceed 50 per cent

    2 – mehrheitlich Nein gegen den Verfassungsentwurf

    Final count in Cairo according to FJP:
    „Yes“: 950,532 (43.1 per cent)
    „No“: 1,256,248 (56.9 per cent)

    The Nile Delta governorate of Gharbiya, home to the industrial hub of Mahalla Al-Kubra, votes against the draft constitution.
    Al-Hayat television’s final count in Gharbiya:
    „No“: 509,972 (52.13 per cent)
    „Yes“: 468,243 (49.87 per cent)

    In Mansoura, the largest city in the Nile Delta governorate of Daqahliya, 5000 people (34.71 per cent) voted „yes“ while 9505 (65.29 per cent) voted „no,“ after votes were counted in nine polling stations, according to Al-Ahram’s Arabic news site.

    3 – (geringfügig) mehrheitlich ja für den Verfassungsentwurf

    Final count in Daqahliya:
    „Yes“: 647,489 (55.1 per cent)
    „No“: 525,713 (44.9 per cent)

    Ikhwanweb’s final count in Alexandria:
    „Yes“: 665,985 (55.6 per cent)
    „No“: 531,221 (44.4 per cent)

    Al-Hayat television’s final count in South Sinai:
    „Yes“: 8818 (57.72 per cent)
    „No“: 6458 (42.48 per cent)

    4 – überwältigend mehrheitlich ja für den Verfassungsentwurf

    Final count in Assiut:
    „Yes“: 449,431 (76.08 per cent)
    „No“: 141,244 (23.92 per cent)

    Final count in Sharqiya:
    „Yes“: 736,929 (65.94 per cent)
    „No“: 380,520 (34.16 per cent)

    Final count in Aswan:
    „Yes“: 149,020 (76.65 per cent)
    „No“: 45,396 (23.35 per cent)

    Final count in North Sinai:
    „Yes“: 50,726 (78.06 per cent)
    „No“: 14,256 (21.94 per cent)

    Final count in Sohag:
    „Yes“: 468,138 (79 per cent)
    „No“: 125,810 (21 per cent)

    In President Mohamed Morsi’s hometown in the Sharqiya Governorate,
    only 156 people voted „no“
    while an overwhelming 3271 voted „yes“,
    according to Al-Ahram’s Arabic news website.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60576/Egypt/Politics-/Live-Updates-Initial-results-for-Egypts-constituti.aspx

  113. 117.

    PPS – Ägypten – Governorate –
    http://en.wikipedia.org/wiki/Governorates_of_Egypt

  114. 118.

    # 61 –@ MM @MRX – Danke für den Link zu einem informativen phantastischen Dokumentarfilm über das Ägypten des Hier und Jetzt!
    DW-Eng.: http://tweets.martinkramer.org/tweets/-129061149999111

    Beeindruckend dort insbesondere die Gewerkschaftlerin in Mahalla (Textilindustrie) (rotes (!) Kopftuch), eine beeindruckende Persönlichkeit mit klarer Ansage gegenüber der MB-Regierung und den MB-Parteiaktivisten (4:15 – 4:33).

  115. 119.

    PS – “Mahalla … a Brotherhood-free zone“

    … The “Independent Republic of Greater Mahalla” was declared by thousands of angry locals on 7 December, following bloody clashes in the city’s center on 27 November between supporters and opponents of President Mohamed Morsy … a gesture expressing opposition to Morsy’s regime and the Brotherhood …

    Angry chants shook the square, with protesters shouting slogans such as “Down with the rule of the supreme guide,” referring to the Brotherhood’s leader, and “Raise your head high, you are a Mahallan!” …

    veteran opposition organizer George Ishaq, described Mahalla as “a citadel of freedom” and added that he would be honored to be a citizen of this independent entity.

    “[The Brothers] are leading us toward a fascist state,” he said. “We cannot and will not accept fascism.”

    Yet another guest speaker, Kamal Abbas, chief of the Egyptian Democratic Labor Congress, shouted, “They want us to be slaves, not free men and women. Their draft constitution seeks to impose child labor and forced labor, and also seeks to outlaw independent trade unions.

    “Mahalla is now leading the Egyptian revolution,” he concluded. “Mahalla has been liberated.” …

    http://www.egyptindependent.com/news/opposition-morsy-mahalla-declares-autonomy

  116. 120.

    – Ägypten –
    vorläufig bekannte Ergebnisse der Volksabstimmung (1. Runde):
    http://www.egyptindependent.com/news/referendum-constitution-draft-some-indicators

  117. 121.

    – Ägypten – die 1. Runde der Verfassungsentwurf-Volksabstimmung aus Sicht der Opposition –

    66% cent of Egyptians voted ‚No‘ in the first phase of the country’s constitutional referendum,
    the opposition National Salvation Front has claimed

    This conflicts with a source from the Freedom and Justice Party (FJP) who told Reuters
    that Egyptians had voted ‚Yes‘ by a small margin.
    After 99 per cent of the votes had been counted, 56.5 per cent were ‚Yes‘ votes, he said.

    The front said it had detected “unprecedented rigging,”
    including 750 violations across all ten governorates participating in the first phase of the poll.

    According to the front,
    Cairo had the most violations with 374,
    followed by Alexandria with 105,
    El-Sharqiya 75,
    Gharbiya 67,
    Daqahliya 55,
    Assiut 23,
    Sohag 19,
    Aswan 17,
    North Sinai 11,
    and South Sinai 3.

    Violations included
    unstamped voting papers,
    the names of deceased persons on voting lists,
    the absence of observers at polling stations,
    and delays in opening polling stations.

    The front also claimed they had detected
    at least 120 ‚fake‘ judges supervising the poll.

    The Morsi regime was surprised by the opposition turnout, the front added. “The voter turnout no doubt exceeded their expectations,” the front said. “They thought we would boycott but our participation has scared them.”

    The front also accused the regime
    of depriving the Egyptian people
    of a referendum properly supervised by judges
    because it went ahead with the poll
    even though many judges had refused to participate.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60612/Egypt/Politics-/Egypt-opposition-claims-victory-in-constitution-po.aspx

  118. 122.

    Holm/bellfruta
    Tja mein account ist futsch. Ich leide da nicht drunter, ich finds eher lustig. Meine erste verschwörungstheorie mit den bilderbergern wurde akzeptiert.
    Meine zweite verschwörungs theorie mit vom cia unterwanderten freimaurern, gekrönt von der frage ob unser innenminister freimaurer ist ebenfalls.
    Dann war ich wohl etwas zu ungeduldig. Hätte noch die kommentare der foristen abwarten sollen.
    Ließ mich dann „leider“ zu einer dritten theorie hinreißen, hinter der bonner bombe stecken bnd/lionsclub.
    Da hats dann auch der zensor gemerkt und da ich scheinbar gut getroffen habe hat er gleich meinen account gesperrt.
    Armer kerl oder wars ne dame ?
    Na egal, ich hatte meinen spaß und bedarf, trotzdem danke, keines trostes.

  119. 123.

    „Die syrische Luftwaffe hat bei einem Angriff auf das palästinensische Flüchtlingscamp Yarmouk im Süden von Damaskus Dutzende Menschen getötet. Wie Aktivisten berichteten, feuerten Kampfflugzeuge mindestens zwei Raketen auf das Camp und trafen dabei eine Moschee, in der Flüchtlinge aus den umliegenden Gebieten Schutz gesucht hatten.“

    http://orf.at/stories/2156704/

    Wird breit berichtet, wohl keine Eintagsfliege. Mit dem Weggang von Jibril sind wohl nur noch ‚Verräter‘ übrig geblieben.

  120. 124.

    Ich weiß zwar nicht wofür dieses Symbol steht (sieht mir wie eine Rakete in einem Kries aus), aber das allgemein bekannte Nuklear-Symbol ist es nicht. Möglicherweise besteht ohne diese Markierung bei den Iranen die Gefahr einer Verwechslung mit einem Dildo. Nunja, die Iraner sind halt arisch.

    @ SoC

    Auch deshalb sind einige Nazis ihnen gegenüber aufgeschlossen, zumal dem Präsidenten:

    xxx.artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/abt-volksaufklarung-dr-mahmud-ahmadinedschad-ein-portrait-03-09-10_51529.html

    • 16. Dezember 2012 um 14:24 Uhr
    • N. Neumann
  121. 125.

    Die Geschichte um dieses misslungene Bombenattentat ist echt der wahnsinn. Auf der einen Seite ist es ein Alptraum für Gutis und Multikultifreunde. Denn wie es bislang aussieht, ist der schwarze Mann ein Taschendieb, der einem Moslem mit Bombe die Tasche bei Mc Donalds klaut. lol Aber vermutlich hat der schwarze Mann die Explosion verhindert, denn der hat wohl beim durchsuchen seiner erbeuteten Tasche nix gefunden und dabei den Zündmenchanismus kaputt gemacht… unglaublich

    @ Konfitüre

    Haben Sie sich die Geschichte selber ausgedacht oder von Pipi?

    • 16. Dezember 2012 um 14:58 Uhr
    • N. Neumann
  122. 126.

    @Neumann

    „Auch deshalb sind einige Nazis ihnen gegenüber aufgeschlossen, zumal dem Präsidenten“

    Wieeee? Wegen ‚nem Dildo? Wahrlich, ein Instrument zur Förderung der interdisziplinären Kommunikation.

    • 16. Dezember 2012 um 15:01 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  123. 127.

    @HJS

    Es ist weniger ein Gefühl der Freude, als vielmehr ein Gefühl der Bestätigung. Und ein Gefühl der Bestätigung macht natürlich nicht unbedingt unglücklich,

    Aber herumnölen, wenn man Ihnen inversen Salafismus attestiert.

    • 16. Dezember 2012 um 15:05 Uhr
    • N. Neumann
  124. 128.

    – Ägypten – die 1. Runde der Verfassungsentwurf-Volksabstimmung aus Sicht der Opposition – II –

    Abstimmungsbeteiligung ?

    Differenzen
    bzgl.
    – Cairo (8,762,000 Einw.)
    – Gharbiya (4,439,000 E.)
    – Alexandria (4,509,000 E.)
    – Daqahlia (5,559,000 E.)

    … Meanwhile, the Popular Current, founded by former presidential candidate Hamdeen Sabbahi,
    reported different results, saying that
    the constitution draft was
    – rejected in four governorates and
    – approved in six.

    The movement had joined other opposition forces in campaigning against the constitution,
    asserting that it was not representative of Egyptian society
    after the writing process was dominated by Islamists.

    Both parties agreed that
    the constitution was rejected in Cairo and Gharbiya,
    although the FJP said
    – 56.9 percent voted „no“ in Cairo and
    – 52.1 percent voted „no“ in Gharbiya,
    while the Popular Current reported
    – a „no“ vote of 68 percent in Cairo and
    – 56 percent in Gharbiya.

    The Popular Current also claimed
    – a landslide „no“ vote of 72 percent in Alexandria,
    where the FJP said
    – the constitution had been approved with a 55.5 percent „yes“ vote,
    – with only 44.4 percent of people saying „no.“

    The opposition party reported that
    – the draft was rejected by 53 percent in Daqahlia,
    – while the FJP numbers showed 55.1 percent voting „yes“ in that governorate …

    http://www.egyptindependent.com/news/fjp-opposition-announce-conflicting-results-referendum

    • 16. Dezember 2012 um 15:07 Uhr
    • Publicola
  125. 129.

    @Neumann

    “Auch deshalb sind einige Nazis ihnen gegenüber aufgeschlossen, zumal dem Präsidenten”

    Wieeee? Wegen ‘nem Dildo? Wahrlich, ein Instrument zur Förderung der interdisziplinären Kommunikation.

    @ SoC

    Eher wegen des Arischseins und bescheidener Lebensführung. So schreibt ein Reichsverweser über Dr. Ahmadineschad:

    Sehr gut, der Mann. Er hat Prinzipien und liebt die Wahrheit, was ihn von den westlichen Demokratten unterscheidet. Er verdient unsere volle Unterstützung.

    Es gab übrigens noch einen Staatsführer, der auf seine Gehalt verzichtete: Adolf Hitler.
    Der Führer bestritt alle persönlichen Ausgaben aus den Tantiemen von “Mein Kampf”.

    In westlichen Demokratien ist ein solches selbstloses Verhalten gänzlich unbekannt.

    • 16. Dezember 2012 um 15:10 Uhr
    • N. Neumann
  126. 130.

    Manch andere Kommentatoren sind hingegen mehr auf NSU-Linie:

    Scheiß islamische Propaganda, habt ihr jetzt den Verstand verloren? Klar, mir ist der Typ auch sympathisch, aber wenn er sagt, dass er nur ein Diener Gottes ist, und in der Schrift seiner Religion steht, dass er alle anderen Menschen unterwerfen oder töten soll, kann er langfristig nur ein Feind des Deutschen Volkes sein.

    Kein Fuß breit dem Islam!

    • 16. Dezember 2012 um 15:13 Uhr
    • N. Neumann
  127. 131.

    „Ebenfalls strikt geheim gehalten wurde bis 1945, dass Hitler für sein eigenes Konterfei auf deutschen Briefmarken Zahlungen der Reichspost bezog – für die Nutzung seiner Persönlichkeitsrechte. Über die Jahre hinweg kamen hier mindestens hohe zweistellige, möglicherweise sogar dreistellige Millionenbeträge zusammen. Goebbels notierte mit gewissem Neid in sein Tagebuch, dass diese Regelung Hitler „viel Geld“ einbringen würde.“

    http://www.welt.de/kultur/history/article13703272/Hitler-zahlte-keine-Steuern-und-war-Multimillionaer.html

  128. 132.

    @Neumann

    „Kein Fuß breit dem Islam!“

    Tja, da müssen sie aber schon eine ganze Ecke mehr an Türken umbringen. Aber bitte nicht, ohne dabei ein paar Worte zu verlieren. Soviel Höflichkeit muss sein.

    • 16. Dezember 2012 um 15:37 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  129. 133.

    NSU

    Es war klar, dass der Fall nicht zu 100% aufgeklärt wird.

    Leider haben die Links-Liberalen und Gutmenschen wiedermal ihr wahres Gesicht gezeigt.

    Imagepflege Deutschlands hat vorrang vor dem Skandal, darauf hat man sich schon hinter verschlossenen Türen geeinigt

    Auch die Aufklärung des islamistischen Anschlags ist bewundernstwert, hat nur ein paar Tage gedauert und ohne Fehler. Deshalb hat auch nie ein Anschlag geklappt.

    Aber bei den Türken-Kurden Morden gab es hunderte Fehler, Pannen usw.

    Aber was solls, die Deutschen sind die besten Menschen mit den höchsten Moralvorstellungen und Vorbild für Putin, China und CO

    Ich bin erstaunt, wie wohl man sich an der Scheinheiligkeit und Bigotterie fühlt.

    Kein Wunder, dass 70% der Bevölkerung, den König(Sarrazin) der Bigotterie huldigten

    • 16. Dezember 2012 um 15:41 Uhr
    • cem.guelay
  130. 134.

    in der

    • 16. Dezember 2012 um 15:44 Uhr
    • cem.guelay
  131. 135.

    @Gülay

    Seien Sie mal nicht so streng mit den Deutschen. Speedy Schäuble konnte sich nunmal nicht vorstellen, dass Rechte morden. Wer soll denn da bitte auf solch abstruse Ideen kommen?!

    • 16. Dezember 2012 um 15:48 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  132. 136.

    Ammar Waqqaf – a member of the Syrian Social Club sagt:

    erst 30% des syrischen Militärs seien engagiert und man sehe einem regionalen Konflikt entgegen, der jeden Augenblick losbrechen könne.

    Inside Syria – Planning for the Syrian endgame

    http://www.youtube.com/watch?v=d1QxjVPdGp4 min. 14.00

    Pavel Felgenhauer über Moskaus Motive:

    Jahrzehntelange Geheimdienstverbindungen min 19.00

    lohnt sich dieses mal ganz zu gucken.

  133. 137.

    @ p.

    die Gewerkschaftlerin in Mahalla(..), eine beeindruckende Persönlichkeit mit klarer Ansage

    Ja; und es dürften nicht wenige „vom gleichen Schlag“ sein im Land.

    ab 6.30 meint sie:

    they (MB) try to split the Workers Movement. They want to destroy the Workers Movement that we’ve been building up since 2006. But they won’t, because the people here want no more than to lead a good life, within a law, and as faithful muslims

    Irgendwas muss die Frau an ihrer Religion falsch verstanden haben.

    • 16. Dezember 2012 um 15:56 Uhr
    • MM
  134. 138.

    SOC

    „Seien Sie nicht so streng“

    Es geht nicht um strenge, sondern Werte, die international seien müssen unabhängig vom ethnischen Hintergrund.

    Als Mensch muss man sich doch an Werte festhalten können. Es kann doch nicht sein, dass die Verhaftung der Pussy Riots, bei den Deutschen Links-Liberalen Eliten mehr Entrüstung hervor brachten, als die NSU Morde.

    Das finde ich nur noch traurig.

    • 16. Dezember 2012 um 15:56 Uhr
    • cem.guelay
  135. 139.

    @ MM

    The Bangladeshi war of independence in 1971 left an estimated three million people dead and displaced many more.

    At the height of the conflict, rape was commonly used as a weapon of violence.

    Now, 42 years later, some of the victims are trying to seek justice. But they face an uphill battle.

    Drei Millionen Tote nach vierzig Jahren vor Gericht und Zeugen verschwinden, Regierung mischt sich ein das ganze Programm.

    Angeklagt ist fast die ganze Oppositionsführung der Jamaat e Islami; da passte es der Regierung wohl gerade.

    http://www.youtube.com/watch?v=kt-8fM_Hg5s

  136. 140.

    So ungefähr hatte ich mir das mit der Hydra vorgestellt:
    http://s7.directupload.net/file/d/3106/b4ovz3ph_jpg.htm

    • 16. Dezember 2012 um 16:10 Uhr
    • Bellfruta87
  137. 141.

    @Gülay

    „Es kann doch nicht sein, dass die Verhaftung der Pussy Riots, bei den Deutschen Links-Liberalen Eliten mehr Entrüstung hervor brachten, als die NSU Morde.“

    Seien Sie mal nicht so subjektiv. Die Reaktionen waren angemessen.

    • 16. Dezember 2012 um 16:14 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  138. 142.

    “Kein Fuß breit dem Islam!”

    Lizenzen zum korrekt Muslim-sein wird man in drei Jahren in Damaskus beantragen können und wer durchfällt, wird von Gas-Gerd zur Prüfung der näheren Umstände an Putin überstellt.

    Natürlich nur, wenn die Extremisten nicht gewinnen.

  139. 143.

    @Neumann

    „Der erste Gesuchte ist ein dunkelhäutiger Mann, dessen Foto die Polizei zur Fahndung herausgegeben hat. Er soll die Tasche auf dem Gleis eins zwei wartenden Jugendlichen regelrecht vor die Füße geworfen haben. Allerdings könnte es sich bei dem Mann auch nur um einen Zeugen handeln, der die Tasche nach wertvollem Inhalt durchsuchen wollte. „Der Dunkelhäutige hat vermutlich die Tasche stehlen wollen und die Bombe entdeckt“, zitierte die Bild-Zeitung einen Ermittler.“
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-12/bonn-tasche-bombe-ermittlungen/seite-2

    • 16. Dezember 2012 um 16:20 Uhr
    • Bellfruta87
  140. 144.

    Staatsbesuch in der Türkei abgeblasen wegen Weltkriegsdrohungen:

    „Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, who was scheduled to visit Turkey on the invitation of Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan on Monday, has canceled his visit at a time when Iran’s top military commander has warned Turkey that the deployment of Patriot anti-missile batteries along Turkey’s border with Syria will set the stage for world war.“

    http://todayszaman.com/newsDetail_getNewsById.action?newsId=301312

    Oder ist Rumi etwa wichtiger, als der Dritte Weltkrieg ?

  141. 145.

    and as faithful muslims

    @ MM – eine religiöse Haltung, vielleicht besser: Färbung, scheint gesellschaftlich (derzeitig in Ägypten) inhärent zu sein.

    Eine geselllschaftliche politische Kraft, sprich: Partei, die frontal gegen Religion als solche auftritt, wird es folglich schwer haben, größerer Wähler-/Miglieder-quantitäten an sich zu binden.
    Allein taktisch-strategisches Gespür wird also ein Auftreten von Politikern als Anti- bzw. Nicht-Religiöse bzw. das Auftreten einer auf Erfolg setzenden Partei als Anti-Religions-Partei vermeiden.

    Beachtenswert ist dabei insbesondere, dass die Ägypter sich durchaus das Recht herausnehmen und darauf bestehen, gegen die als ‚defensor fidei‘, als Hüter und Verteidiger des Glaubens, gegen die als Inkarnation der Religion posierenden MBs politisch vorzugehen und sie als das zu sehen, was sie auf dem politischen Felde sind:
    eine (an politischer Macht und an Machterhalt extrem) interessierte Partei, die Religion und religiöse Fragen und Konflikte als Haupt-Vehikel und Haupt-Schmiermittel ihrer Parteimaschine und Parteiarbeit benutzt.

    Ob Menschen wie diese Gewerkschafterin allerdings wirklich und im Wortsinne religiös ‚glauben‘ bzw. religiös ‚gläubige‘ Menschen sind, ist m.E. eine andere Frage, die von PEW etc. mit geeigneten Fragen (leicht) zu untersuchen wäre. Ich persönlich glaube eher nicht. Religiöse Rituale als Gemeinsamkeit erhaltende Gewohnheit.

    Die bis in die 60er Jahre hinein im Vergleich zur CDU/CSU auffallend niedrigeren Bundestagswahlergebnisse der SPD im Nachkriegsdeutschland sind m.E. auch (und vielleicht sogar insbesondere) erklärbar durch Ihre Markierung als Partei der Anti- und Nicht-Religiösen. Erst als man dieses Charakteristikum seitens der Partei relativierte, wurde die SPD auch durchgehend wählbar für die Durchschnittswähler, die sich als Christen verstanden.

  142. 146.

    – Ägypten – Referendum –

    … A small majority of 56.5 percent voted for the draft charter, which was put to half of Egypt’s 51 million voters on Saturday, according to the Freedom and Justice Party … the political branch of President Mohamed Mursi’s Muslim Brotherhood.

    Egyptian media reported roughly the same figure,
    which fell short of the landslide victory
    the Brotherhood had been hoping for.

    But the opposition National Salvation Front coalition said in a statement
    that it “will not recognize any unofficial result.”

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/12/16/255440.html

  143. 147.

    @ Publicola

    Angeregt durch ihre engagierten Ägypten-Beiträge habe ich mich zu einer differenzierten Betrachtung muslimischer Umgangstraditionen auch mit sakral als legitim ausgewiesenen Machtstrukturen hinreißen lassen.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/kairo-sayyida-zeinab-referendum?commentstart=1#cid-2488958

    Allerdings nur, um wieder an der riskanten Klippe konfessionell hadernder Aufladungen der Problematik anzulangen.

    Von Kerbala stand schließlich nichts im Koran.

  144. 148.

    – Ägypten – Referendum und prognostischer Blick auf die kommenden Wahlen –

    …. Stimmten an diesem Wochenende die Bewohner der Großstädte wie Kairo und Alexandria … über das neue Grundgesetz ab,
    so kommt nächste Woche vor allem die traditionell konservativ geprägte Landbevölkerung in den Genuss der fünften freien Abstimmung seit dem Sturz Husni Mubaraks im Februar 2011.

    Die Unregelmäßigkeiten, die Wahlbeobachter am Wochenende meldeten, hielten sich in Grenzen …

    … Die Unversöhnlichkeit, mit der die von Friedensnobelpreisträger Mohamed El Baradei, dem früheren ägyptischen Außenminister Amr Musa und dem Sozialisten Hamdin Sabbahi geführte Opposition auf Mursis Machterweiterung Ende November reagierte, ist Pragmatismus gewichen …

    … die Wahlbeteiligung lag demnach bei 32 Prozent …

    Die Abstimmung über die von Menschenrechtsorganisationen kritisierte Verfassung gilt so auch als erster Stimmungstest für das linke und liberale Lager,
    das seinen seit der Revolution 2011 geschwundenen Einfluss zurück gewinnen will.

    Mursis selbstherrlicher Regierungsstil hat viele Menschen verärgert, die ihm noch im Sommer ihre Stimme gaben.
    Um in der Stichwahl Mubaraks letzten Ministerpräsidenten Ahmed Schafik als neuen Staatschef zu verhindern, entschieden sie sich für den in der Muslimbruderschaft großgewordenen Politiker.
    Der war jedoch bislang fast ausschließlich um seine Machtsicherung bemüht.

    Für die wahrscheinliche Durchsetzung der neuen Verfassung zahlte Mursi ebenfalls einen hohen Preis.
    Richterschaft, Medienschaffende, Linke sowie Liberale begehrten in den vergangenen Wochen erfolglos auf gegen den in einer nur neun Stunden währenden Abschlusssitzung verabschiedeten Entwurf – nicht einmal fünf Minuten pro Artikel blieben so Zeit zur Diskussion.

    Die vielen Nein-Stimmen waren deshalb auch ein Votum gegen den Islamisten, der noch im Sommer angekündigt hatte, ein Präsident aller Ägypter sein zu wollen.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/verfassungsreferendum-in-aegypten-sehr-viele-gegenstimmen-11995761.html

  145. 149.

    SOC

    „Die Reaktionen waren angemessen.“

    ,-)

    • 16. Dezember 2012 um 17:44 Uhr
    • cem.guelay
  146. 150.

    @ Publicola
    Vielen Dank für Ihre durchgängige Ägypten-Berichterstattung!

    • 16. Dezember 2012 um 17:45 Uhr
    • Marit
  147. 151.

    A small majority of 56.5 percent voted for the draft charter

    Das ist nicht „small“

    • 16. Dezember 2012 um 17:59 Uhr
    • Mamas Liebling
  148. 152.

    Was meint man eigentlich bei den Saudis?

    „If the entire region were to be divided between two guides, one in Cairo and one in Qom, this would simply mean the abolition of the concept of the state. … Then the region would enter into unprecedentedly complex religious and political conflicts, and this would also have an impact upon Muslims in Europe and Asia. …

    In the Arab world, the political forces once deceived by the Brotherhood have realized that Egypt is following in the footsteps of Iran. In the West, some institutions have begun to sense the danger of the Brotherhood’s intellectual dominance over the region, because they, i.e. those in the West, understand that the Middle East is just around the corner from being divided between two guides, one in Cairo and one in Qom.“

    http://www.asharq-e.com/news.asp?section=2&id=32191

    Lesenswert; der Westen und die arab. Liberalen sollen davor erschrecken, dass die MB sich genauso für den Golf interessieren könnte, wie Teheran. Dann gäbe es überall nur noch Islamismus, so, so.

  149. 153.

    @ Marit – Danke!!

    Der Grund für die ‚Berichterstattung‘ meinerseits ist vermutlich,
    dass man [d.h.: ich] wenigstens in Ansätzen ein Minimum dessen verstehen will, was in Ägypten (oder Tunesien) vor sich geht,
    die sich doch bislang als ossifizierte, ja petrifizierte Gesellschaften mit Ideologien vorwiegen mittelalterlicher/medievaler Provenienz darstellten.

    Ägypten und Tunesien, d.h.die agil-intelligenten jungen Leute dort,
    könnten
    – selbst bei relativ langsamen und zunächst erst geringen Erfolgen ihrer Demokratiesierungsbestrebungen –
    indirekt in positiver Weise spürbar
    den islamisch geprägten Kulturkreis und
    somit den zuweilen sich verheerend auswirkenden religiös-fanatisierten ‚clash of civilizations‘ positiv beeinflussen,
    den wir ja aufgrund von Globalisierung und Migrationen auch hier in Europa spüren,
    an dem wir ja aufgrund von Globalisierung und Migrationen auch hier in Europa letztlich leiden.

  150. 154.

    „Möglich, dass sie auch hier, wie in Tunesien und Ägypten, nach dem Ende am meisten Konzentration und Disziplin aufbringen, um das Machtvakuum zu füllen. Sie werden sich dann einer hochaggressiven, überaus erfolgreichen dschihadistischen Truppe gegenübersehen, die keine syrische Republik will, in der Alawiten, Sunniten, Christen und Kurden friedlich miteinander leben.“

    Als ob die Muslimbrüder auf ein friedliches Miteinander mit Christen und Alawiten wert legten. Das Programm der Muslimbrüder ist die Schariah. Die Schariah sieht eine Apartheidtsstaat vor, in der die Muslime die Übermenschen sind und die Ungläubigen erniedrigte Sklaven oder Dhimmis. Das ist die einzige Form von „friedlichem Miteinander“, die zugelassen ist.

    Mit dem Sieg der Opposition in Syrien wird der Exodus der Christen aus Syrien eingeleitet. Die Alawiten werden wahrscheinlich aus Rachegelüsten augehängt.

    • 16. Dezember 2012 um 19:36 Uhr
    • Gantum
  151. 155.

    PS – Ägypten – Press conference by rights groups against violations that took place during the constitution referendum –

    A number of prominent human rights groups have called for a re-run of the first phase of Egypt’s constitutional referendum due to numerous violations reported during polling on Saturday.

    „Despite the revolution, we had a referendum like those held during the Mubarak era,“
    Cairo Institute for Human Rights Studies (CIHRS) leader Bahi El-Din Hassan said at a press conference on Sunday…
    … For example, there were cases of ‚fake‘ judges overseeing the voting at polling stations.

    He also accused several judges of closing polling stations early despite an order by the Supreme Electoral Commission (SEC) to extend voting until 11pm.

    Human rights lawyer Negad El-Borai added that
    members of civil society organisations were banned from entering polling stations.
    However, members the Freedom and Justice Party were given permits to enter polling stations and
    sometimes used that access to encourage people to vote ‚Yes‘.

    „… there has been no response from the SEC,“ added El-Borai, who questioned how the SEC could release statements denying violations had occurred without investigating them …

    Furthermore, El-Borai accused El-Gheriany, who also heads the National Council for Human Rights, of
    giving more than 20,000 election-monitoring permits to members of the Freedom and Justice Party.

    „It is for the commission’s own good … to properly organise the referendum and to call for a re-run,“ he said.
    El-Borai asserted that no matter what the result was, the referendum should be void.

    Human rights lawyer and Shayfenkom (We are watching you) member Ragia Omran said …
    „More than 3,000 reports of violations were filed by citizens, not from monitors,“ …
    …added that many police reports were filed
    to complain about the lack of judges inside polling stations….

    … Appropriate Communication Techniques for Development (ACT) director Azza Kamel said
    her group had received around 4,000 reports of violations, including 1,400 official reports about „huge violations.“

    Kamel also complained of „deliberate delays“ at women’s voting stations, especially in Cairo and Alexandria,
    aimed at hindering voters….

    … Those present said complaints would be sent to the prosecutor-general and demanded the justice minister form a delegation of judges to investigate reports of violations as soon as possible…
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60659/Egypt/Politics-/Citing-violations,-Egyptian-rights-groups-demand-n.aspx

  152. 156.

    Verständnis und Mitgefühl aus Bagdad vom zuständigen Außenamt-Kurden:

    „“the military settlement between the regime and the opposition is not easy and will take time.“ He also said: „We had an experience with the Baath Party and it took a time that lasted for years, and whatever support the opposition gets, it will not be similar to what the regime is having. … a war of attrition between the two sides and an exhaustion of regional forces that work in proxy in Syria.““

    Übersetzt: Die Lösung wird militärisch, das kann noch dauern, aber klar ist: das Regime gewinnt. Und die regionalen Kräfte nutzen sich dabei halt ab.

    Araber hauen sich gegenseitig in die Pfanne; Türken und Iraner giften sich an, so dass ein Krieg zu einer reinen Temperamentsfrage wird …

    Aber genau betrachtet: alles kein (Irakisch-)Kurdisches Problem. Cool.

    http://www.asharq-e.com/news.asp?section=1&id=32189

  153. 157.

    @ Gantum

    Ich habe Ihren ZON-Beitrag gelesen und der klingt ja so ein bisschen so ähnlich, die die Stimme aus Bagdad #156 (wobei ich die Stimme als eine Kurdische verstehen kann). Einfach die Verantwortung rück-delegieren an jene, die sich vor Ort gegenseitig umbringen, bzw. das aus der Region befeuern. Keiner ist gut alle, ein etwas meschugge.

    Im Prinzip sehe ich das ja ähnlich, nur glaube ich nicht daran, dass sich das ganze auf Syrien eingrenzen lassen lässt. Ein eskalierendes blutiges Patt in Syrien ist für beide Projekte: das Sauditum und den Iran eine gefährliche, de-legitimierende Sache.

    Dass man als Politkurde im fortgeschrittenen Alter sich zurücklehnen kann und mit ansehen kann, wie alle konfessionellen und und perso-arabischen Politbestrebungen sich gegenseitig zerfoltern – kann ich verstehen. Sogar kann man der Türkei kaum etwas besseres anraten.

    Aber bei den Hintermächten wird man doch eine gefährliche Delegitimation fürchten müssen, der eben Ein jeder wird versuchen müssen, zuvor zu kommen; oder ?

  154. 158.

    A small majority of 56.5 percent voted for the draft charter

    Das ist nicht “small”

    @ FSML

    Für eine Verfassung unter demokratischen bzw. demokratisch sein sollenden Bedingungen bislang schon. Hier wurde nicht über irgendein Infrastrukturprojekt oder Parlamentssitze abgestimmt.

    • 16. Dezember 2012 um 20:13 Uhr
    • N. Neumann
  155. 159.

    Über Verfassungen abzustimmen, ist sowieso so eine Sache.

    Am besten man hat eine Krise, die so tief ist, dass alle total froh sind, wenn überhaupt jemand eine Verfassung aus dem Hut zaubert. So stelle ich mir das mit dem Grundgesetz vor; jedes Wort kann dann klingen, wie Weihnachten und Führers Geburtstag* an einem Tag und man kriegt so ein Gefühl: ‚Bloß nicht dran ‚rumkritteln‘.

    *die Davongekommenen von Tri-zonesien

    Formeln wie: Schaden abwenden, Nutzen mehren und Gerechtigkeit gegen Jedermann walten lassen; sowie dass beim Thema Verantwortung Gott neben den Menschen (bzw. umgekehrt) auftauchen darf – das sind für mich Signale, dass die Leute genau wissen, wo sie auf keinen Fall mit Haarspaltereien oder Heilsverkündigungen weiter gehen sollten.

    Bei diesem Hick-hack um die Scharia wird m.E. deutlich, dass sich die Leute kein bisschen vertrauen. Die einen denken, ohne Scharia kriegen sie ihre Oma verhökert und die anderen denken, mit Scharia säbeln sie Dir Gott weiß was ab, wenn Du was sagst. Für beide Befürchtungen gibt es auch im umgekehrten Fall: schlechte Gründe halt.

    Die Leute wissen, dass sie am Arsch sind, aber sie sind dazu verdonnert, so zu tun als hätten sie die beste aller Moralkodices zu verwalten. Das macht einfach Stress.

  156. 160.

    @ Publicola 153
    Ja, die Gründe habe ich schon verstanden, es sind auch meine eigenen.

    • 16. Dezember 2012 um 22:53 Uhr
    • Marit
  157. 161.

    – Ägypten: „democracy – the culture of dialogue, of peaceful and respectful arguing“

    New York Times columnist Thomas Friedman argues that democracy would be considered “failed” in Egypt if in a decade’s time we do not see the post-revolutionary country surfacing with liberal feats, such as the “empowering of minorities.” …
    … in India … last month the prime minister appointed Syed Asif Ibrahim as the new director of India’s Intelligence Bureau – the main point being that Ibrahim is a Muslim, who assumed a top position in a predominantly Hindu country.

    “It would be like Egypt appointing a Coptic Christian to be its army chief of staff,” writes Friedman, to which he expects the reader to brand the idea “preposterous.” “Well, yes, that’s true today. But if it is still true in a decade or two, then we’ll know that democracy in Egypt failed,” he added.

    He says that whatever happens in Egypt,
    whether it turns out more like Pakistan or India
    will actually have an impact
    on the future of democracy in the whole Arab world …

    Friedman stressed that … “…democracy is so much more than just winning an election. It is nurturing
    a culture of inclusion, and
    of peaceful dialogue,
    where respect for leaders is earned
    by surprising opponents with compromises rather than dictates.”

    He argued that fact that Egypt now needs to develop
    the culture of dialogue, of peaceful and respectful arguing …

    … elections without that culture are like computers without software. “It just doesn’t work.”

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/12/17/255485.html

  158. 162.

    PS – Ägypten – Thomas Friedman’s Postulate – zumindest die folgenden 4 Punkte des „Dekalog der Demokratie“ (S. Neumann) müssen beachtet werden –

    1 – Die Demokratie beruht auf garantierter Rechtsordnung gegenüber dem dekretierten Maßnahmenstaat des diktatoriellen Systems …

    2 – Staatsgestaltung und Gesellschaftswandel in täglichen Einklang zu bringen, obliegt im besonderen dem fünften Element des demokratischen Dekalogs, der politischen Partei …
    Politisch werden die Parteien nicht nur durch ihre Organisation, Programmatik und ihr bewusstes „Streben nach Machtanteil“ …, sondern noch mehr durch die Erfüllung ihrer wesentlich politischen Funktion, die Integrierung ihrer Anhänger in das Staatsganze.
    Gewiss ist es die Aufgabe der Parteien …, die unendlichen Variationen der Entscheidungsmöglichkeiten auf wenige Hauptnenner und damit politisch wirksame Alternativen zu reduzieren.
    Jedoch … haben die Parteien die vielleicht noch wichtigere Aufgabe, diese speziellen Belange durch ihre balancierende Einbettung in die staatliche Gesamtordnung einzubauen.
    Diese Transformierung des isolierten Wählers in ein ‚zoon politikon‘ oder (in moderner Terminologie) seine Integration in den Staat, die ihn erst zum bewussten Staatsbürger macht, bleibt eine Grundverpflichtung jeder echten Partei …
    … wo es [dies] ihnen [den Parteien] nicht gelingt, läuft der Staat die Gefahr eines Zerfalls in einen Neo-Feudalismus mächtiger Interessentengruppen …

    3 – … [Es] sollte ein sechstes Merkmal der modernen Volksregierung angeführt werden: der Pluralismus des demokratischen Alltags. Eine demokratische Gesellschaft ist weit mehr als eine politische Ordnung, in der das Volk von Zeit zu Zeit zur Wahl aufgerufen wird. … Was das demokratische Klima einer Gesellschaft bestimmt, ist vielmehr, dass solche aktive Beteiligung in den vielfältigsten Gruppen ausgeübt und auf die persönlichen Gemeinschaften ausgedehnt wird, wo sie in der Tat in der Lokalgemeinde, Kirche, Nachbarschaft, Schule und unzähligen Vereinen viel bedeutsamer und wirksamer wird.
    Vor allem ist durch diese freie Entfaltung und selbst Spannung vielfältiger Aktivitäten statt diktatorieller Gleichschaltung jedem die Freiheit der Teilnahme und Differenzierung garantiert.
    Diese Tatsache gibt dem demokratischen Staatsbürger das Gefühl der Zugehörigkeit, vitaler Anteilnahme und gleichzeitiger Unabhängigkeit …

    4 – Und damit berühren wir das wahrscheinlich kritischste Element der soziologischen Anforderung an die moderne Demokratie …, dass … vor allem keine wesentliche Sozialgruppe von der Machtbeteiligung ausgeschlossen sein darf.
    Und diese Gefahren sind besonders bedrohlich, wenn eine Gesellschaft im radikalen Umbruch begriffen ist.
    Wenn man einen einzelnen Faktor für die Krise der modernen Demokratie anführen sollte, so müsste man ihn wahrscheinlich in der Entwicklung von wesentlichen Gruppen suchen, die nicht in die Sozialordnung eingebettet werden können …

    Sigmund Neumann. Der demokratische Dekalog.1963*)
    http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1963_1.pdf
    ___________________________

    *) Auf Basis der Erfahrung mit den Totalitarismen Europas in den 30er, 40er und 50er Jahren sowie mit der nach 1945 erfolgenden Umwandlung des Nazi-Imperium in nationalstaatliche Demokratien und mit den anschließenden Bestrebungen zu übernationalen Assoziationen
    entwickelte der (wegen seiner jüdischen Herkunft zur Emigration 1933 gezwungene) deutsch-amerikanische Politologe Sigmund Neumann seinen Essay »Der demokratische Dekalog«.

  159. 163.

    @ernsthaft:

    Das der westen assad gestützt hat kann man wohl nicht behaupten.

    Nun ja, besonders viel Enthusiasmus, das schon damals offen diktatorische Assad-Regime von Vater und Sohn mit sanftem Druck oder mit Gewalt aus seiner Machtposition zu entfernen, kann man dem Westen für die Zeit zwischen 1990 und 2010 jedenfalls nicht nachsagen. Dasselbe für das Verhältnis des Westens zu Gadhafi: Ganz Europa hat sich über diesen verläßlichen Partner in der Energie- und Asylpolitik gefreut. Nur die Briten haben hin und wieder die gute Stimmung gestört und wegen einer alten Kamelle mit einem dämlichen Flugzeug rumgenölt.

    • 17. Dezember 2012 um 04:06 Uhr
    • Arjen van Zuider
  160. 164.

    – Syrien – The chief of the Syrian intelligence’s public relations division Alaaddin al-Sabbagh has defected
    in an online video on Sunday, calling on Syrian ambassadors, government ministers and security officials to do the same.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/12/16/255481.html

  161. 166.

    163 avz
    Was verstehen sie denn unter assad stützen ?
    Assad mit sanftem druck ..? wie geht das denn ?
    Assad mit gewalt…Einfach mal eben so ?

  162. 167.

    Schauen Sie sich mal an, wie der Westen Nordkorea oder Iran seit Jahrzehnten behandelt. Man hätte gegenüber Assad oder Gadhafi wesentlich unfreundlicher sein können – aber man war zufrieden mit ihrer stabilen Herrschaft und hat Geschäfte mit ihnen gemacht (die natürlich mithelfen, das Regime an der Macht zu halten). Es gibt einige Staaten auf dieser Welt, die von sich behaupten können, dass ihre Regierung entgegen des erklärten Willens des Westens an der Macht ist – Nordkorea, Iran, Kuba; aber Syrien und Libyen gehörten in den letzten 10 Jahren nicht dazu.

    • 17. Dezember 2012 um 12:04 Uhr
    • Arjen van Zuider
  163. 168.

    167 avz
    Was war denn an assad so besonders ? Wollen sie zb. alle staaten zwischen minsk und pjöngjang wie nordkorea oder iran behandeln ?
    In den meisten dürfte es nicht viel besser aussehen als in syrien vor dem bürgerkrieg. Im übrigen hatte mich lediglich ihre formulierung der westen hätte assad gestützt etwas irritiert.

  164. 169.

    Was war denn an assad so besonders ?

    Assad hielt sich m.E.(verlässlich) an die Vereinbarungen gegenüber Israel

    • 17. Dezember 2012 um 14:43 Uhr
    • Publicola
  165. 170.

    @ P

    Syrien hat bis heute keinen Friedensvertrag mit Israel geschlossen.

    Das Thema ‚Verläßlichkeit‘ bezieht sich somit nur auf direkte Kriegshandlungen.

    Finanzielle und logistische Unterstützung nahezu aller antiwestlichen, antisemitischen Terrorgruppen steht jedoch ebenso auf Assads Liste, wie die Eliminierung unliebsamer (libanesischer) Politiker und der Errichtung einer der repressivsten Diktaturen weltweit.

    • 17. Dezember 2012 um 14:58 Uhr
    • Serious Black
  166. 171.

    @ MM

    Material zum zweifeln, zusammengestellt aus dem blog, der am meisten pro-Assad von Herzen kommt:

    http://urs1798.wordpress.com/2012/12/16/was-war-los-im-yarmouk-camp-damaskus-syrien/

    Aus der Ecke auch: eine Stunde Anklagematerial über den intenationalen Salafismus in Syrien als westlich Machenschaft.

    hxxp://www.youtube.com/watch?v=k9XnwfwRhgc&feature=youtube_gdata_player

    Material zum verzweifeln, Vorstellung von:

    „Defected Colonel Yusuf al-Jader, better known as Abu Furat al-Jarablusi, the Commander of the Tawhid Brigade in Aleppo and then the city’s Chief of Staff, was martyred this Saturday during the battle for the Infantry School in Aleppo“

    der mit für die Opposition bemerkenswerten Syrisch-patriotischen Vorstellungen einen noch bemerkenswerteren Anklang fand und ohne den die Welt eine bestimmt noch schlechtere ist.

    hxxp://freehalab.wordpress.com/2012/12/17/martyred-col-abu-furat-the-son-of-syria/

    Material zum verzweifeln II; 90 Minuten westlicher (MB-)Blick am wesentlichen vorbei; das Wesentliche: Bürgerkomitees suchen, die Aufständischen aus ihren Kerngebieten hinauszukomplimentieren und wenden sich zwecks Lösung von Polizeiaufgaben an alte Assad-Leute; sogar der Vatan-Korrespondent äußert Unverständnis und Bedauern über die Ausgrenzung von Al Nusra. Meine Schlussfolgerung: die Front wird immer jihadistischer; das Hinterland immer Aufstands-skeptischer.

    hxxp://newamerica.net/events/2012/inside_syria

    Dem entsprechend kann das Regime verlauten lassen, dass ‚niemand gewinnen könne‘, wohinter natürlich die Logik verborgen ist, dass der Aufstand verloren hat, wenn er nicht gewinnt. Nicht so das Regime.

    Dialektik ist halt asymmetrisch.

    Die russisch-regimesyrische Schwächeleioffensive schlägt natürlich voll ein in der Türkei, wo sogleich bekundet wird, das ganze gehe auf einen genialen türkischen Geheimplan zurück, den man den Russen suggeriert habe.

    „Lavrov sent a letter to Ankara following the proposal, stressing the fact that Deputy Foreign Minister Mikhail Bogdanov’s “opposition might win” remarks came after Bogdanov’s meeting with Turkish Foreign Ministry Undersecretary Feridun Sinirlioğlu.“

    hxxp://todayszaman.com/newsDetail_getNewsById.action?newsId=301361

    Sofern man den Eindruck hat, dass das Gespann MB/AKP die Amis verarscht, muss man hierzu jedoch wissen, dass überlagernd Putin die Türkei und den Rest der Welt verarscht.

    Im Ringen mit Assad um die Gunst der Arabischen Strasse verkünden die Jihadisten, sie seien eigentlich auf dem Weg nach Tel Aviv, Obama pfeift (daraufhin ?) seinen Flottenaufmarsch von der Syrischen Küste zurück, die Russen entladen ihren Krempel und die Türkei ist mit dem Iran allein zuhaus.

    Was fehlt ? Ach ja, unsere Patriots …

  167. 172.

    @ ernsthaft, AzV

    „Wollen sie zb. alle staaten zwischen minsk und pjöngjang wie nordkorea oder iran behandeln ?“

    Sehr berechtigte Frage. Eine Achse des Bösen darf auch wieder nicht zu zahlreich bestückt sein; wenn sich die halbe BRICS-Welt darauf wiederfindet, dann sähe das so aus, wie ein Racheanschlag des frustrierten Weißen Mannes; so Rumsfeld-mäßig.

    Womit man nicht klar kommt, das waren und sind die Spolierstrategien von Damaskus bis Islamabad; Teheran hat demgegenüber vergleichsweise das Visier offen.

    Diese Spoilerstrategien sind aus Russischer Warte Revanche-Strategien, während sie aus chinesischer Warte eher asozial sind. Es kommt noch so weit dass die Welt ihren letzten Hoffnungsanker in einem russisch-chinesischen Zusammenstoß finden wird.

    @ SB,Publicola

    Aus Assads Mischung aus bombastischer Rhetorik, Terrorismus, aber Ruhe an der Grenze, buddeln sich die Jihadisten instinktsicher die Grube, zu versichern, dass sie aber nach Tele Aviv marschieren wollten (wohl auch um dem Verdacht zu entgehen, sie seien Agenten einer Katarischen Verschwörung zur Mäßigung).

    Damit schaufeln sie natürlich dem Aufstand das Grab und der Rest der Welt wird in eine Haltung bugsiert, dass man diesen Aufstand wohl leider abschreiben könne. Das man seine Gegner abschreiben müsse; das ist überhaupt das zentrale psychologische Kriegsziel des russisch konterrevolutionär hervorragend beratenen Assad-Regimes.

    hxxp://www.zeit.de/news/2012-12/16/syrien-abbas-fordert-stopp-der-angriffe-auf-palaestinenser-in-syrien-16194215

    Dafür werden sie aber wohl sehr artig sein müssen.

    @ karolachistiane

    Bon-mot-Nachtrag:

    Heute hungert Ägypten – und morgen die ganze Frühlingswelt!

    • 17. Dezember 2012 um 15:27 Uhr
    • Arjen van Zuider
  168. 174.

    Das ist doch was für den Störungsmelder: Diskriminierung zahlt sich nicht aus, oder so …

    „Nach dem tragischen Tod eines 21-jährigen Mannes in der Nacht zum gestrigen Sonntag im Jugendzentrum in Schotten … Obduktionsergebnis ergab, dass der junge Mann mit einem Messerstich ins Herz getötet wurde. Die Staatsanwaltschaft in Gießen spricht von einem „isolierten Herzstich“. Ein 17-jähriger Asylbewerber steht unter Tatverdacht und wird am heutigen Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt. Er soll offenbar ein langes Küchenmesser für die Tat genutzt haben. Drei weitere Gäste – im Alter zwischen 17 und 19 Jahren – wurden schwer verletzt, jedoch nicht lebensbedrohlich,…

    Offenbar war der 17-jährige Mann „ungeladen“ zu der Geburtstagsfeier einer 15-jährigen Jugendlicher dazu gestoßen.“

    http://osthessen-news.de/A/1224396/schotten-nach-herzstich-mit-kuechenmesser–asylbewerber-(17)-unter-tatverdacht.html

  169. 175.

    Man kann so etwas natürlich auch korrekt berichten:

    „Bei einem Streit im Jugendzentrum von Schotten im Vogelsberg ist in der Nacht zum Sonntag ein 21 Jahre alter Mann erstochen worden. Drei weitere junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren wurden verletzt, wie die Staatsanwaltschaft in Gießen mitteilte. Die Polizei nahm nach Hinweisen von Zeugen einen tatverdächtigen Jugendlichen fest. Details will die Staatsanwaltschaft heute bekanntgeben.

    Der Einundzwanzigjährige war kurz nach seinem Transport in eine Klinik gestorben. Die Schottener Bürgermeisterin Susanne Schaab (SPD) zeigte sich bestürzt von der Tat. „Eine ganz normale Gruppe von Jugendlichen aus der Stadt“ habe den Raum gemietet, um einen Geburtstag zu feiern. Offenbar seien Besucher gekommen, die nicht eingeladen waren.“

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/schotten-toter-und-verletzte-nach-streit-in-jugendzentrum-11996230.html

  170. 176.

    Schauen Sie sich mal an, wie der Westen Nordkorea oder Iran seit Jahrzehnten behandelt. Man hätte gegenüber Assad oder Gadhafi wesentlich unfreundlicher sein können – aber man war zufrieden mit ihrer stabilen Herrschaft und hat Geschäfte mit ihnen gemacht (die natürlich mithelfen, das Regime an der Macht zu halten).

    @ AvZ

    Da solltest du schon etwas kasuistischer in die Sache ran gehen. Mit Blick auf Gaddafi spielte der Faktor Stabilität keine Rolle, Libyen hatte und hat nicht die geostrategische Bedeutung von Syrien oder Ägypten. Geschäfte haben einige gerne mit ihm gemacht, aber erst nachdem Libyen sein Atomprogramm offen gelegt und beendet hatte (wahrscheinlich auf maßgebliches Betreiben von Saif). Das war ein wechselseitiges Geben und Nehmen. Es funktionierte eine Weile, bis Gaddafi wieder zunehmend unberechenbar wurde, noch vor dem Aufstand.

    Dann kann man nicht per se sagen, dass Handelsbeziehungen zwischen westlichen Staaten und Diktaturen stabilisierend auf Diktaturen wirken (genauso wenig wie Sanktionen bzw. Nicht-Handel per se destabilisierend wirken). Libyen gelangte durch ein Ende der harten Sanktionen zu neuem Reichtum und die Bevölkerung rebellierte trotzdem auf breiter Front. Dabei hat es wahrscheinlich eine Rolle gespielt, dass vom Reichtum fast ausschließlich Günstlinge des Regimes profitiert haben.

    • 17. Dezember 2012 um 15:36 Uhr
    • N. Neumann
  171. 177.

    „Handelsbeziehungen zwischen westlichen Staaten und Diktaturen stabilisierend auf Diktaturen“

    Wandel durch Annäherung !

    „vom Reichtum fast ausschließlich Günstlinge des Regimes profitiert haben.“

    Legendär: Gaddafi lässt von Bettlern erklären, wie seine Leute das Land bestehlen. Anstelle des Aufstandes hätte er auch seinen halben Apparat aufhängen können.

    http://www.youtube.com/watch?v=2hgPyK6s3Bs

    „no treatment there, my son I swear.“ (zu Gaddafi über geklaute Medizin, min 3.08)

  172. 178.

    „Was war denn an assad so besonders ?“

    Assad hielt sich m.E.(verlässlich) an die Vereinbarungen gegenüber Israel

    @ Publicola

    Hä? Die einzige „Verinbarung“, die es gab, war der Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel seit 1973. Diese Grenze war ruhig. Das war ein Stück Stabilität und Berechenbarkeit.

    Das sollte man aber zusätzlich deshalb nicht zu hoch hängen, weil Assad ein enger Bündnispartner des Iran, der Hisbollah und der Hamas war – und teilweise Sponsor. Es gab westliche Angebote, ihn aus diesem Bündnis zu lösen (engere Wirtschaftsbeziehungen gegen Kooperation). Darauf ist Assad nicht eingegangen. Und Syrien hat nach dem amerikanischen Einmarsch im Irak Dschihad-Touristen freundlich über die Grenze gelassen.

    • 17. Dezember 2012 um 15:47 Uhr
    • N. Neumann
  173. 179.

    „Es gab westliche Angebote, ihn aus diesem Bündnis zu lösen“

    Laut empörten ZON-Kommentatoren von Erdogan überbracht ein Angebot zu einer Pipeline von Katar über Syrien nach Haifa und in die Türkei; und als Assad das abgelehnt habe (russischer Tipp) habe Erdogan im Auftrag der NATO versichert: Dann manchen wir Dein Land kaputt …

    „Bürgermeisterin: Sehr junger Täter war nicht eingeladen …

    Nach Angaben der Bürgermeisterin hatte „eine ganz normale Gruppe von Jugendlichen aus der Stadt“ den Raum gemietet, um den Geburtstag eines Mädchens zu feiern. Die Gastgeberin sei 15 Jahre alt, sagte Schaab dem lokalen „Kreis-Anzeiger“ (Montag). Der sehr junge Täter habe nach ihren Informationen nicht zu den eingeladenen Gästen gehört und müsse aus bisher unbekannten Gründen völlig ausgerastet sein.“

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36094&key=standard_document_46991955

    Fallanalytik gehört jetzt auch schon zu den Aufgaben von BürgermeisterInnen, die Arbeit in der Verwaltung wird immer anspruchsvoller.

    Besonders, wenn der Hessische Rundfunk nachfragt.

  174. 180.

    „Syrien hat nach dem amerikanischen Einmarsch im Irak Dschihad-Touristen freundlich über die Grenze gelassen.“

    Und wenn sich eine Terrorist aber schon in Syrien daneben benommen hat, dann hat ihn die Bundesrepublik von dort aus dem Knast geholt; unvergessen:

    Sicherheit…ein geteiltes Schicksal – von Al Hafidh Abu Talha der Deutsche 1/3 min 1.00-1.08

    http://www.youtube.com/watch?v=cxYn3odJe8U

  175. 181.

    ZON am Puls der Zeit – gerade auch wenn er aussetzt:

    „Elena kommt gut an bei den Jungs, sie will Spaß, vor allem wenn sie Stress mit ihren Eltern hat. Ihre Freundin sagt: „Irgendwann kamen sie dann, ‚was trinken, alles klar‘, und wir haben uns einladen lassen. Hinterher musste man halt sehen, wie man wieder wegkommt.“ Elena hat, als sie mit Cem zusammen war, nicht darauf geachtet, rechtzeitig wieder wegzukommen.

    Cem hat große Brüder, die was hermachen mit krummen Geschäften und dicken Autos. … er bringt sie zum Lachen. Manchmal er auch gar nicht lustig. Zum Beispiel wenn er sagt, welche Mädchen man ehren müsse – und welche einfach Schlampen seien. Solche wie Elena nämlich. Die liegt am Ende mit 30 Messerstichen im Bauch tot auf einem Parkplatz.“

    Hoffnungsanker:

    „Schabana Nawabi im Vordergrund in der Rolle der Elena …Die Eltern der 21-jährigen Schabana stammen aus Afghanistan, sind aber schon lange in Deutschland. Schabana sagt: „Sie hätten schon gern gesehen, wenn ich gläubiger wäre. Aber sie akzeptieren, dass ich nicht bete.““

    Und drei Kreuze macht der Atheist.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2012-12/steilshoop-theater-gewalt/komplettansicht

  176. 182.

    Sharaa, a Sunni Muslim, told a Lebanese newspaper that the Assad regime “cannot achieve change” through military force and that neither the government nor the rebels can “decide the battle militarily.”

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/12/17/syrian-vp-we-are-all-losing-this-war/

    • 17. Dezember 2012 um 16:23 Uhr
    • Serious Black
  177. 183.

    @NN:
    Es funktionierte eine Weile, bis Gaddafi wieder zunehmend unberechenbar wurde, noch vor dem Aufstand.

    Ich hatte aber damals nicht den Eindruck, dass das zB Berlusconi groß gestört hätte. Oder – a propos den diesbezüglich nicht weit vom Stamm gefallenen Apfel namens Saif al-Arab – die Münchner Polizei und Staatsanwaltschaft. Und als die Schweiz sich mit einem anderen Gadhafi-Sohn angelegt hat, erfuhr sie auch nicht gerade viel internationale Unterstützung.

    Libyen gelangte durch ein Ende der harten Sanktionen zu neuem Reichtum und die Bevölkerung rebellierte trotzdem auf breiter Front. Dabei hat es wahrscheinlich eine Rolle gespielt, dass vom Reichtum fast ausschließlich Günstlinge des Regimes profitiert haben.

    Oh, ich meinte eine viel direktere Art der Stabilisierung: Das Regime kann sich mit den Einnahmen aus dem Außenhandel die Mittel beschaffen, um eventuelle Aufstände blutig zu unterdrücken. Auch wenn in der Weltgeschichte schon viele Diktatoren dabei versagt haben.

    Und Syrien hat nach dem amerikanischen Einmarsch im Irak Dschihad-Touristen freundlich über die Grenze gelassen.

    Es wurde schon aus geringerem Anlass Krieg geführt.

    • 17. Dezember 2012 um 16:23 Uhr
    • Arjen van Zuider
  178. 184.

    @ AvZ

    „Dschihad-Touristen freundlich über die Grenze gelassen.

    Es wurde schon aus geringerem Anlass Krieg geführt.“

    In der syrischen Angelegenheit bevorzugten alle Seiten Diskretion, z.B. auch bei der Zerstörung der Atomanlage, was ja nur ‚rauskam, weil die Israelis einen Ersatzkanister über der Türkei haben fallen lassen, der dann auch peinlicher weise von einem Hirten gefunden wurde.

    @ SB

    „neither the government nor the rebels can “decide the battle militarily.”“

    Aber aufhören müssen die Rebellen, denn dann ist Frieden, würde das Regime aufhören, wäre Chaos. Soviel Hinterkopfwissen gehört natürlich zu aller friedliebenden Weisheit.

  179. 185.

    war der Waffenstillstand zwischen Syrien und Israel seit 1973. Diese Grenze war ruhig. Das war ein Stück Stabilität und Berechenbarkeit.

    @ N. Neumann

    Das (eben) war auch meinerseits gemeint.

    Die Frage, auf die meine Entgegnung – Begriff „Verlässlichkeit“ – reagierte, bezog sich ja fokussierend darauf,
    warum Syrien, anders als Nord-Korea oder Kuba, nicht einem Ächtungsgebot oder quasi Kontaktverbot unterlag.

    Meine Entgegnung hatte nicht keinesfalls Anspruch, den Nahostkonflikt und die damit verbundenen Problemkomplexe genau abzuschildern.

    Ebenfalls war meine Entgegnung keinesfalls als eine Apología des Regime-Chefs Assad oder seines Regime gedacht. Der Fokus lag halt in begrenzter Weise nur auf den im zweiten Satz dieses Beitrages genannten Aspekt.

    Hätte eine in einem einzigen Satz (ohne Hypotaxe) formulierte Kurz(!)-Entgegnung auf die von dem Foristen ‚ernsthaft‘ gestellte Frage überhaupt anders formuliert werden können?
    Ich habe da meine Zweifel.

  180. 186.

    … Meine Entgegnung hatte keinesfalls den Anspruch …

  181. 187.

    Vielleicht hätte man die Araber vor sich selbst warnen müssen …

    „Death for a Facebook post?

    He posted on his Facebook page an analysis of the Quran and the Sunna, and his colleagues immediately reported him to the prosecutor’s office. …

    “Saiidi’s colleagues came up with this scheme because they wanted him gone to take his job,” Hajar claims. … Unfortunately, our judiciary is corrupt. …

    His post, titled “Uncertainty between [the power of] reasoning and inherited [beliefs]” criticizes beliefs that have no foundations in the Quran and emphasizes the importance of using one’s reasoning to keep one’s behavior under check as a gateway to finding the truth in matters of religion.”

    https://now.mmedia.me/lb/en/reportsfeatures/death_for_a_facebook_post

  182. 188.

    «Außerdem können wir nicht akzeptieren, dass Leute, die das syrische Volk töten, an der Macht bleiben»,

    Damit steht die Opposition gegen die Amerikanische Erkenntnis, dass Ent-Baathifizierung keine gute Idee sei. Die Trümpfe sind bei Assad.

    Und manche westliche Erkenntnisse gehören durchaus dazu.

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article112062905/Friedensangebot-von-Syriens-Vizepraesident-Opposition-misstrauisch.html

  183. 189.

    Mit Größenwahn zielsicher in Putins Falle:

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/12/464640/deadline-fuer-bashar-al-assad-tuerkei-sieht-seinen-fall-bis-maerz-2013/

    “ Jüngst unterbreitete Ankara Moskau einen neuen Vorschlag, wie ein friedlicher Übergang im benachbarten Krisengebiet nach dem Rückzug des derzeitgen Regimes gestaltet werden könnte. Dass dieses sich noch lange halte, glaubt man in der Türkei übrigens nicht. …

    Putin, dessen Land nach wie vor felsenfest zu Syrien steht, habe den Vorschlag damals als „kreative Formel“ bezeichnet.“

    Hauptsache:

    hxxp://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/12/464437/russland-will-mit-tuerkischer-familienpolitik-gleichziehen-putin-wiederholt-erdogans-forderung-nach-3-kindern/

  184. 190.

    Thomas Holm
    Schotten

    Im Polizeibericht heißt das dann so:
    http://www.meinhessen.de/nachrichten.php?artikel_id=512109
    Es gibt einen „tatverdächtigen Jugendlichen“ – sonst nichts.

    Die genauen Angaben machen die von Ihnen oben verlinkten „Osthessen-News“, „Ein Projekt von unabhängigen Journalisten in Fulda“.

    Nur gut, daß die Kanzlerin „mich“ in Ihrer letzten Videobotschaft ermahnt hat:
    „Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit all das sind Dinge, für die wir wirklich auch sagen müssen, dass wir uns dafür schämen, dass es das in unserem Land noch gibt. Und hier haben wir alle miteinander noch sehr viel Arbeit.“

    Ich fürchte, das ist soviel Arbeit, daß für ähnlich eindrückliche Worte an den Zustrom von ca. 50 000 Menschen nach Deutschland allein in diesem Jahr keine Zeit verbleibt.

  185. 191.

    @TH:

    Aber aufhören müssen die Rebellen, denn dann ist Frieden, würde das Regime aufhören, wäre Chaos. Soviel Hinterkopfwissen gehört natürlich zu aller friedliebenden Weisheit.

    Andere alte Weisheit: Zum Frieden wie auch zum Krieg gehören immer zwei.

    • 17. Dezember 2012 um 17:52 Uhr
    • Arjen van Zuider
  186. 192.

    @Publicola 162
    Der „Demokratische Dekalog“ ist es wert, auch aus dem Blickwinkel unserer heutigen Demokratie gelesen zu werden.Obschon „betagt“ , doch immer noch, vielleicht schon wieder, sehr zur Standortbestimmung für die eigene demokratische Gesinnung, wie auch zu deren „Nachjustierung“ wunderbar geeignet.Die ägyptische Gesellschaft, mit ihrem Ringen um eine ihnen gemäße neue staatliche Ordnung, ist aber wohl derzeit mit weitaus bescheideneren Grundlagen befasst.

    • 17. Dezember 2012 um 17:53 Uhr
    • Marit
  187. 193.

    @ karolachristiane

    Mit ordentlich anerkanntem Terror lebt es sich insgesamt wahrscheinlich etwas weniger unsicher; müsste man mal seriös durchrechnen.

    Israel Shopping

    https://www.youtube.com/watch?v=DHAaZJ6WJbY

    Sicherheitshalber hier zu parken:

    48. Abschreckung und Vorbeugung … geben die Alternativen zu sehr
    verkürzt wieder. Ein Amokläufer kann natürlich nicht abgeschreckt werden; allerdings könnte er früher gestoppt werden; was dann allerdings mit der landläufigen Vorstellung von Nächstenliebe wohl nicht mehr konform geht.

    Angesichts der religiösen Motiviertheit dieses Ideals erlaube ich mir die Frage, ob ein nach zwei Opfern tödlich gestoppter Amokläufer nicht vor seinem Schöpfer eine weniger unvorteilhafte Figur machen könnte, als einer, der nach 27 Opfern die letzte Kugel sich selbst gibt.

    Die Position, dass der Mensch zum bösen fähig sei, wird einmal pathetisch verworfen und einmal benutzt, um abschließend Bejahung darin zu finden, dass eine solide Wehrhaftigkeit jedenfalls das menschliche böse nur mehren – potenzieren gar – könne.

    Das Menschenbild eines solchen Gesinnungskitsches gibt den Menschen unendlich frei als Opfer eines gesellschaftlichen Mangels an Nächstenliebe, für den sich Anhaltspunkte sicher stets finden lassen; und seien es erschossene Einbrecher.

    Der Mensch als makelloses Freiwild; ein Ideal jedenfalls jenseits von Cowboys und Rambos.

    Um nicht allzu machtlos zu wirken: gegenüber der Bösartigkeit, Unbeherrschtheit, oder Krankheit von Menschen sollen wir uns diesen Phänomenen möglichst wehrlos aussetzen, was das gute Gewissen schont und offensichtlich geeignet ist, sich gegenüber den USA innerlich zu erheben, was ein Pluspunkt ist, für jede moralische Bemühung hierzulande.

    Wehrlos erschossen ist man jedenfalls nicht mitschuld am Elend des Täters.

  188. 194.

    #190

    Natürlich haben die Kommentatoren schon längst die Herkunft des mutmaßlichen Messerstechers herausgefunden.
    Die Anwendung des Pressekodex sollte wirklich einmal überdacht werden – dieses verklemmte Verschweigen ist eher geeignet Emotionen zu schüren.

    • 17. Dezember 2012 um 17:56 Uhr
    • Leon;
  189. 195.

    @ AvZ

    „Andere alte Weisheit: Zum Frieden wie auch zum Krieg gehören immer zwei.“

    Halte ich eher für neueren Datums; bekifft in Poona den Hinduismus falsch verstanden, oder so. Klassisch dagegen:

    „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ – Friedrich Schiller, Wilhelm Tell

    http://de.wikiquote.org/wiki/Nachbar

  190. 196.

    – Ägypten –

    The Supreme Electoral Commission (SEC) announced Monday it will start investigating electoral violations registered during the first stage of the constitutional referendum which took place across ten governorates on Saturday.

    Judge Mohamed El-Tamboli, a member of SEC, told Al-Ahram Arabic news website that the commission’s hotline had received several complaints in addition to written ones submitted by various rights groups. „The complaints vary from the lack of judges in some polling stations, the directing of voters to vote in a particular way and delays in some stations,“ added El-Tamboli.

    El-Tamboli asserted that the commission will take an extensive look into the reports and will announce the findings by the time the results of the referendum are revealed.

    On Sunday, rights groups held a press conference at the Cairo Institute for Human Rights Studies to announce the violations that occurred during the voting process. They urged Egypt’s justice minister to form a delegation of judges to investigate the filed reports. The press conference highlighted similar breaches of electoral law noted by the SEC.

    They also complained
    that civil society workers were banned from entering polling stations and
    that members of the Muslim Brotherhood’s Freedom and Justice Party were given permits
    to monitor the elections and direct citizens to vote „yes“.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60708/Egypt/Politics-/SEC-investigates-violations-in-Egypts-constitution.aspx

  191. 197.

    @NN:
    „Es funktionierte eine Weile, bis Gaddafi wieder zunehmend unberechenbar wurde, noch vor dem Aufstand.“

    Ich hatte aber damals nicht den Eindruck, dass das zB Berlusconi groß gestört hätte.

    @ AvZ

    Ich weiß nicht, ob und wenn ja, wie sich Berlusconi oder andere italienische Regierungsoffizielle in der Spätphase der europäisch-libyschen Handelskooperation geäußert haben, halte es aber für sehr wahrscheinlich, dass sie über die (Nach)Forderungen in vielfacher Milliardenhöhe, die Gaddafi an die Europäer für das libysche Grenzregime gegen allzu viele Flüchtlinge am Mittelmeer gestellt hat, erfreut waren. Dieser Erpressungsversuch, beginnend noch vor dem Aufstand, war mehr als die üblichen Labereien und Schrullen von Gaddafi, über die die neuen Handelspartner getrost hinwegsehen konnten.

    Oder – a propos den diesbezüglich nicht weit vom Stamm gefallenen Apfel namens Saif al-Arab – die Münchner Polizei und Staatsanwaltschaft.

    Diese, wenn auch unangenehme, kleine Episode hat außenpolitisch nicht groß gestört.

    Und als die Schweiz sich mit einem anderen Gadhafi-Sohn angelegt hat, erfuhr sie auch nicht gerade viel internationale Unterstützung.

    Eher hat sich der andere Gaddafi-Sohn mit der Schweiz angelegt als umgekehrt. Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt, man dachte, dass man das mit Freundlichkeit (um nicht zu sagen: mit einem Kotau) schon selber regeln könne.

    Die Geiselnahme der schweizer Geschäftsleute hat die führenden EU-Staaten nun nicht direkt betroffen, aber dieses Verhalten wird hier nicht den Eindruck befördert haben, dass man es mit einem berechenbaren Regime zu tun hat.

    All dies wird zusammengenommen die Entscheidung, der libyschen Opposition militärisch zur Hilfe zu kommen nicht schwerer gemacht haben.

    „Libyen gelangte durch ein Ende der harten Sanktionen zu neuem Reichtum und die Bevölkerung rebellierte trotzdem auf breiter Front. Dabei hat es wahrscheinlich eine Rolle gespielt, dass vom Reichtum fast ausschließlich Günstlinge des Regimes profitiert haben.“

    Oh, ich meinte eine viel direktere Art der Stabilisierung: Das Regime kann sich mit den Einnahmen aus dem Außenhandel die Mittel beschaffen, um eventuelle Aufstände blutig zu unterdrücken. Auch wenn in der Weltgeschichte schon viele Diktatoren dabei versagt haben.

    OK, durch Handel können sich Regime natürlich auch noch mehr Waffen zur Unterdrückung von Aufständen kaufen. Aber, du sagst es ja auch selber, es kommt (trotzdem) immer darauf an, ob sie dabei erfolgreich sind.

    „Und Syrien hat nach dem amerikanischen Einmarsch im Irak Dschihad-Touristen freundlich über die Grenze gelassen.“

    Es wurde schon aus geringerem Anlass Krieg geführt.

    Die Bemerkung verstehe ich jetzt nicht ganz. Aber seis drum: Auch der bezeichnete Umstand besagt, dass man die Berechenbarkeit des Assad-Regimes nicht zu hoch hängen sollte. Was in diesem Punkt berechenbar war, war eben, dass nämlich zu erwarten war, dass das Regime sein Scherflein zur blutigen Nase der USA im Irak beiträgt.

    Insofern ergibt sich die Berechenbarkeit des Assad-Regimes, die im außenpolitischen Journalismus zuweilen ins Feld geführt und nicht immer weiter erläutert wird, maßgeblich aus der banalen Tatsache, dass man das heutige Syrien und das zukünftige Syrien schwerer schwerer berechnen kann als ein starres und wenig kooperatives Regime.

    Es könnte so sein, dass Syrien in ein, zwei Jahren aus westlicher Sicht ein noch unangenehmeres Land sein wird als es in der Vergangenheit der Fall war. Aber das Verhalten des syrischen Baath-Regimes war aus dieser Perspektive nun alles andere als kooperativ.

    • 17. Dezember 2012 um 18:11 Uhr
    • N. Neumann
  192. 198.

    Eine derbe Provokation, aber das muss mal sein:

    57. Menschen in dem Bewusstsein zu wiegen, sie könnten mit
    einem Messer jederzeit ein Gemetzel anrichten – z.B. auch als ungebetener Gast einer Geburtstagsfeier – halte ich auch noch nicht für der Weisheit letzten Schluss zum Thema Nächstenliebe.

    Machen wir es manchen Tätern vielleicht nicht zu einfach, sich zu versündigen ? Oder kommt es dabei in all der lauwarmen spät-christlichen Moral nun wirklich überhaupt nicht mehr an ? Erst vor ein paar Stunden:

    „der junge Mann mit einem Messerstich ins Herz getötet wurde. … Ein 17-jähriger Asylbewerber steht unter Tatverdacht und wird am heutigen Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt. Er soll offenbar ein langes Küchenmesser für die Tat genutzt haben. Drei weitere Gäste – im Alter zwischen 17 und 19 Jahren – wurden schwer verletzt, … Offenbar war der 17-jährige Mann „ungeladen“ zu der Geburtstagsfeier einer 15-jährigen Jugendlicher dazu gestoßen.“

    http://osthessen-news.de/A/1224396/schotten-nach-herzstich-mit-kuechenmesser–asylbewerber-(17)-unter-tatverdacht.html

    Ist das unsere Botschaft an die junge Generation und den Rest der Welt: Stress – kein Problem; Küchenmesser genügt ?

    Führen wir da mit unserer moralisch tief gegründeten Schutzlosigkeit nicht auch in Versuchung – womöglich zwischen zwei Stoßgebeten, uns aber nicht in Versuchung zu führen ?

    Ist das nicht alles nicht nur Hochmut – dekadenter Hochmut, was da übrig geblieben ist ?

    Wenn wir schon an Täter denken, warum dann nicht auch den Gelegenheiten, auf die sie vertrauen konnten ?

  193. 199.

    @NN:

    Diese, wenn auch unangenehme, kleine Episode hat außenpolitisch nicht groß gestört.

    Eben das meinte ich ja: Der Westen hat Gadhafi bis zum Aufstand „gestützt“. Nicht so direkt wie Mubarak mit Militärhilfe, aber zumindest durch das Ignorieren gewisser Auffälligkeiten. Dasselbe mit Assad.

    All dies wird zusammengenommen die Entscheidung, der libyschen Opposition militärisch zur Hilfe zu kommen nicht schwerer gemacht haben.

    Das sicher nicht. Aber der Westen ist eben erst auf den fahrenden Zug aufgesprungen.

    Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt

    Bei einem Konflikt zwischen einer Demokratie und einer Diktatur sollte eine Demokratie eigentlich auch ohne konkrete Nachfrage wissen, auf welcher Seite sie zu stehen hat. Wobei man natürlich argumentieren kann, dass die Schweiz sich diese Suppe auch selber eingebrockt hat; mit einem EU- und/oder NATO-Staat hätte sich Gadhafi vielleicht keine solchen Späße erlaubt.

    Die Bemerkung verstehe ich jetzt nicht ganz.

    Der Disput entspann sich darum, dass ernsthaft die islamistisch-imperialistischen Anwandlungen von Teilen der syrischen Aufständischen „dem Westen“ zur Last gelegt und das Loblied auf Assad gesungen hat. Darauf habe ich geantwortet, dass die Region nicht zwingend friedlicher wäre und der Westen nicht zwingend „sauberer“ dastehen würde, wenn er Assad weiter unterstützt hätte. Worauf ernsthaft bezweifelte, dass der Westen Assad jemals „unterstützt“ hätte. Die Nichtausweitung des Irakkriegs auf Syrien trotz eindeutig unkooperativen Verhaltens ist zB ein Aspekt dieser Unterstützung.

    • 17. Dezember 2012 um 18:25 Uhr
    • Arjen van Zuider
  194. 200.

    @ NN

    „Es könnte so sein, dass Syrien in ein, zwei Jahren aus westlicher Sicht ein noch unangenehmeres Land sein wird als es in der Vergangenheit der Fall war.“

    Am Willen dazu fehlt es nicht; allein jihadistischer und Ethno-Chaotismus stehen zwischen Wunsch und Wirklichkeit – und natürlich noch das Regime, das sich über einen Mangel an Enthemmungsgründen nicht zu beklagen hat. Ein so ein Protestfreitag stand sogar ausdrücklich auch unter dem Motto des Protestes gegen den Westen.

    „Angry crowds in rebel-held areas of northern Syria on Friday chanted “we are all al-Nusra” as they demonstrated against the US decision.“

    http://www.counterpunch.org/2012/12/17/descent-into-holy-war/

  195. 201.

    Über Verfassungen abzustimmen, ist sowieso so eine Sache.

    Am besten man hat eine Krise, die so tief ist, dass alle total froh sind, wenn überhaupt jemand eine Verfassung aus dem Hut zaubert. So stelle ich mir das mit dem Grundgesetz vor; jedes Wort kann dann klingen, wie Weihnachten und Führers Geburtstag* an einem Tag und man kriegt so ein Gefühl: ‘Bloß nicht dran ‘rumkritteln’.

    @ TH

    Vereinfacht gesagt: Verfassungen sollten so beschaffen sein, dass man sowieso nicht groß daran herumkritteln kann, weil sie lediglich einen politischen Rahmen vorgeben bzw. vorgeben sollten, mit dem sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung (soweit sie sich mit der Verfassung beschäftigt) und die überwiegende Mehrheit der politischen Kräfte gut leben kann*. Mit Blick auf den ägyptischen Verfassungsentwurf sind da aus verschiedenen Gründen Zweifel angebracht.

    * In Bezug auf das GG sei hier beispielhaft auf Staatsrechtsdebatten aus den späten 50ern und frühen 60ern erinnert. Etwa die zwischen dem orthodoxen Marxisten Wolfgang Abendroth und dem strammen Konservativen Ernst Forsthoff. Ersterer fand das GG gut, weil er über das Sozialstaatsgebot zum Sozialismus aufbrechen wollte, letzterer fand das GG gut, weil es nicht sozialistisch ist und Ordnung garantiert.

    • 17. Dezember 2012 um 18:29 Uhr
    • N. Neumann
  196. 202.

    @TH 198:

    Meinen Sie, die mediale Berichterstattung über eine Tat inklusive der juristischen Tatfolgen (zumindest in Form der Festnahme; über Urteil und Strafe wird aufgrund des zeitlichen Abstands wohl nicht mehr berichtet werden, siehe auch meinen letzten Beitrag im Palästina-Thread) würde auf verführbare Jugendliche eine Vorbildwirkung ausüben? Was wäre denn die Alternative? Völlige Nachrichtensperre über Straftaten? Das wäre doch noch aussichtsloser als eine Nachrichtensperre über bestimmte persönliche Attribute von Opfer, Täter und Zeugen.

    • 17. Dezember 2012 um 18:31 Uhr
    • Arjen van Zuider
  197. 203.

    @ AvZ

    „das Ignorieren gewisser Auffälligkeiten.“

    Das ist der springende Punkt; stets motiviert durch eine aber unausgesprochene Furcht, vor wesentlicher krasserer Unbill – im Falle der Befreiung dieser irgendwie doch undurchsichtigen Völker.

    „der Westen ist eben erst auf den fahrenden Zug aufgesprungen.“

    Ebenttt ‚drum. Und das kriegen die Leute schon mit; Libyen war die Ausnahme – ‚wegen Öl‘ – und die Syrer ‚werden jetzt zu Terroristen gestempelt‘ – obwohl sie doch nur ‚nach ihrer Religion leben wollen‘.

    Tenor in Tausend Interviews. “ stehen für meine Lesart der Perzeption der Real-Arabischen Strasse im den unterschiedlichen Frühlingsphasen.

  198. 204.

    @NN:

    Diese, wenn auch unangenehme, kleine Episode hat außenpolitisch nicht groß gestört.

    Eben das meinte ich ja: Der Westen hat Gadhafi bis zum Aufstand “gestützt”. Nicht so direkt wie Mubarak mit Militärhilfe, aber zumindest durch das Ignorieren gewisser Auffälligkeiten. Dasselbe mit Assad.

    @ AvZ

    Der Westen hat Gaddafi mehr „gestützt“ als Assad. Das Gaddafi-Regime hat sein Atomprogramm offen gelegt und eingemottet, das war die conditio sine qua non für die wechselseitig lukrativen Handelsbeziehungen. Assad jr., der außenpolitisch größtenteils andere Hebel hatte als Gaddafi, hat auf französische, deutsche und amerikanische Angebote im Endeffekt nicht reagiert.

    • 17. Dezember 2012 um 18:46 Uhr
    • N. Neumann
  199. 205.

    @ AvZ

    Bei ZON geht es um die Bewaffnungsfrage. Dass es bei Nicht-Schickeria-Parties keine Security gibt und dass man mit dem Messer überhaupt der King ist; um diese Medienbotschaft und deren Real-Hintergrund ging es mir.

    Und das ein 17-Jähriger Asylbewerber überhaupt auf die Idee kommen kann, dass er mit dem Messer halt dabei ist auf der Party, das ist so abgründig, dass ich mich schon zu einer binnentheologischen Betrachtung über Versuchungsfragen und Täterseelenheil habe hinreißen lassen.

    Sie können vielleicht ein wenig ermessen, was das für mich bedeutet.

    @ NN

    Sehr interessante Hinweise auf die Verfassungsdebatten.

    „das GG gut, weil er über das Sozialstaatsgebot zum Sozialismus aufbrechen wollte, letzterer fand das GG gut, weil es nicht sozialistisch ist und Ordnung garantiert.“

    So eine Verfassung muss wohl irgendwie gewährleisten, dass jede historisch verankerte Polittradition sich in Richtung ihres geliebten Pläsierchens abstrampeln kann, bzw. dass man auch argumentieren kann, dass sie einem die heftigste Unbill erspare.

    Für die Kontrahenten muss der Verzicht auf Bürgerkrieg plausibel sein.

    Eine Verfassung muss in die Richtungen der kulturell-gesellschaftlichen relevanten Anwandlungen offen sein; und dafür kann sie aber nicht in alle Richtungen offen sein.

    Dagegen wird manchmal so getan, als sei sie auch für Kannibalismus* offen; und wenn es dann heißt: Nein, das ist eine seelische Fehlhaltung**, dann kommt der Heucheleivorwurf.

    *soll allgemein für das unausgesprochen nicht-offen stehende stehen.

    **aufgeschnappt allerdings aus dem Kannibalenprozess, wo tatsächlich versucht wurde mit Einvernehmlichkeit zu argumentieren.

  200. 206.

    Nasrallah zur Lage in Syrien:

    “I warn al-Qaida: The Americans and the European countries and Arab and Islamic countries have set a trap for you in Syria, and opened for you a battlefield so you come from across the world… to be killed and to kill each other,” he said.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=296167

    • 17. Dezember 2012 um 18:53 Uhr
    • Serious Black
  201. 207.

    @ NN

    Das Gaddafi-Regime hat sein Atomprogramm offen gelegt und eingemottet

    Auch die nichtkonventionellen Waffen waren eingemottet.

    Zur Öffnung Libyens dürfte auch der Sturz Saddams durch die USA beigetragen haben. Gaddafi dachte bestimmt, er stünde als Nächster auf der Abschuss-Liste.

    • 17. Dezember 2012 um 18:58 Uhr
    • Serious Black
  202. 208.

    Sarko zwischen Katar-Boss und Batta* sitzend. 1.12

    (d.h. es das war kein westl. Alleingang)

    Visite de Bachar El Assad à Paris – Juli 2008

    Volkes Stimme aber gesund-skeptisch. ab 1.30

    Cat-and-mouse between Syrian President Bashar al-Assad and Israeli Prime …

    Lohnt sich genau hinzugucken, wer ihn stehen lässt und wer nicht.

    hxxps://www.youtube.com/watch?v=tY5Z4OKq28o

    *wohl Oppositionellen-Slang für Assad

  203. 209.

    „All dies wird zusammengenommen die Entscheidung, der libyschen Opposition militärisch zur Hilfe zu kommen nicht schwerer gemacht haben.“

    Das sicher nicht. Aber der Westen ist eben erst auf den fahrenden Zug aufgesprungen.

    @ AvZ

    Richtig, aber ohne den Westen (Westerwelle ausgenommen) wäre der Zug wahrscheinlich nicht angekommen.

    „Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt“

    Bei einem Konflikt zwischen einer Demokratie und einer Diktatur sollte eine Demokratie eigentlich auch ohne konkrete Nachfrage wissen, auf welcher Seite sie zu stehen hat.

    Du unterschätzt ein bisschen die Selbstüberschätzung der schweizer Diplomatie und das Autonomie-Gebot der der Schweizer Außenpolitik.

    Wobei man natürlich argumentieren kann, dass die Schweiz sich diese Suppe auch selber eingebrockt hat; mit einem EU- und/oder NATO-Staat hätte sich Gadhafi vielleicht keine solchen Späße erlaubt.

    Das ist in gewisser Weise völlig richtig, aber die Schweiz ist in ihrem Sosein weder auf die Mitgliedschaft in der EU, noch in auf die in der NATO angewiesen. Ihr wäre jedoch sicher kein Zacken aus der Neutralitätskrone gebrochen, wenn sie sich in dieser Angelegenheit an führende EU- und NATO-Staaten gewendet hätte.

    Bulgarien wird die Krankenschwestern ganz sicher nicht ohne die Hilfe anderer Staaten freibekommen haben. (Noch so eine Angelegenheit, die die Entscheidung, den Zug ankommen zu lassen, nicht erschwert haben wird.)

    „Die Bemerkung verstehe ich jetzt nicht ganz.“

    Der Disput entspann sich darum, dass ernsthaft die islamistisch-imperialistischen Anwandlungen von Teilen der syrischen Aufständischen “dem Westen” zur Last gelegt und das Loblied auf Assad gesungen hat.

    Achso, hatte ich nicht mitbekommen. Befürchtungen hinsichtlich der Zukunft Syriens sollten nicht zu dem Absurdum westlicher Assad-Nostalgie führen.

    Darauf habe ich geantwortet, dass die Region nicht zwingend friedlicher wäre und der Westen nicht zwingend “sauberer” dastehen würde, wenn er Assad weiter unterstützt hätte.

    Richtig. Wobei der Westen, anders als die Türkei, Assad nicht unterstützt, sondern nur „unterstützt“ hat. Diplomatische Beziehungen und ein bisschen Handel kann man nur schwer Unterstützung nennen.

    Worauf ernsthaft bezweifelte, dass der Westen Assad jemals “unterstützt” hätte. Die Nichtausweitung des Irakkriegs auf Syrien trotz eindeutig unkooperativen Verhaltens ist zB ein Aspekt dieser Unterstützung.

    Ich würde diesen Punkt schon anders formulieren als mit Unterstützung oder „Unterstützung“.

    • 17. Dezember 2012 um 19:06 Uhr
    • N. Neumann
  204. 210.

    199 avz
    werter arjen, ich will ja nicht kleinlich seien, habe auch keine lust meine beiträge auf mißverständliche formulierungen zu überprüfen, muß hier aber mal deutlich machen, daß ich mich in ihrer schilderung des diskussionsablaufs nicht richtig wiedergegeben fühle.
    Ich habe den aufstand dem westen zur last gelegt ?
    Ich habe ein loblied auf assad gesungen ?
    Ich habe bezweifelt das der westen jemals unterstützt hat ?
    Ich bin erstaunt.
    Wenn ich mich recht erinnere habe ich mich an diesem disput nur am rande beteiligt, bin aber zb. über ihre formulierung gestolpert der westen hätte assad gestützt. Ich habe daher nachgefragt was sie unter „stützen “ verstehen und da haben wir offensichtlich ein anderes verständnis.

  205. 211.

    @ NN

    Sehr interessante Hinweise auf die Verfassungsdebatten.

    “das GG gut, weil er über das Sozialstaatsgebot zum Sozialismus aufbrechen wollte, letzterer fand das GG gut, weil es nicht sozialistisch ist und Ordnung garantiert.”

    So eine Verfassung muss wohl irgendwie gewährleisten, dass jede historisch verankerte Polittradition sich in Richtung ihres geliebten Pläsierchens abstrampeln kann, bzw. dass man auch argumentieren kann, dass sie einem die heftigste Unbill erspare.

    Für die Kontrahenten muss der Verzicht auf Bürgerkrieg plausibel sein.

    Eine Verfassung muss in die Richtungen der kulturell-gesellschaftlichen relevanten Anwandlungen offen sein; und dafür kann sie aber nicht in alle Richtungen offen sein.

    @ TH

    Richtig. Sie wären wahrscheinlich auch selber zu einem ähnlichen Schluss gekommen, wenn Sie einfach mal kurz bei Wiki Verfassung gegoogelt hätten.

    Insofern hätte sich auch der Grund für meinen Widerspruch an die Adresse von FSML erschlossen, der meinte, 55% (oder so) für den ägyptischen Verfassungsentwurf seien keine knappe Mehrheit.

    • 17. Dezember 2012 um 19:16 Uhr
    • N. Neumann
  206. 212.

    @ SB

    Sensationell, finde ich; Nasrallah offenbart sich damit ja als Mit-Vollstrecker einer satanischen Falle; ein Teufel lockt den anderen in die Falle und er, quasi die Strafe Gottes, knallt sie alle mit ab.

    Sowas meinte Marx wohl, als er sagte, man solle den Verhältnissen ihre eigene Melodie vorspielen, um sie zum Tanzen zu bringen.

    Das sind die Wahrheitsmomente, auf die zu warten ich hier antrat.

    @ Boothby

    Popcorn !

    „Gaddafi dachte bestimmt, er stünde als Nächster auf der Abschuss-Liste.“

    Klar, aber er konnte auch glaubhaft machen, dass Al Kaida ihm an den Arsch wolle und für Leute, die das so offen zugaben, hatte man ein offenes Ohr. Assad hat ja immer so eine Haltung vor sich hergetragen, dass in Syrien Glück und Zufriedenheit herrschten, mit keiner Gefahr für Frühling, oder Terror.

    Gaddafi war eigentlich ein Traumpartner; echte Terrorprobleme, unverhohlen zugegeben, gibt zu, dass seine Chemie etwas undurchsichtig ist, bisschen verspleent vom Kalte-Kriegs-Maoismus übrig geblieben, aber eigentlich doch wohl eher säkular, trinkt einen mit, hat Öl …

    Assad dagegen einfach selbstgefällig-totalitär; eine Art Araber-Putin.

  207. 213.

    @ NN

    „Das Gaddafi-Regime hat sein Atomprogramm offen gelegt und eingemottet“

    Auch die nichtkonventionellen Waffen waren eingemottet.

    Zur Öffnung Libyens dürfte auch der Sturz Saddams durch die USA beigetragen haben. Gaddafi dachte bestimmt, er stünde als Nächster auf der Abschuss-Liste.

    @ SB

    Sagen wir es mal: Der Sturz Saddams hat möglichen Fisimatenten des Gaddafi-Regimes in der Endphase der Verhandlungen zumindest vorgebeugt. Der Großteil der Verhandlungen ging jedoch in deiner Zeit über die Bühne, als vom letzten Irak-Krieg noch keine Rede war, auch wenn der eine oder andere Verfechter dieses Kriegs noch heute wohlfeil darüber hinwegsieht.

    • 17. Dezember 2012 um 19:24 Uhr
    • N. Neumann
  208. 214.

    so

    • 17. Dezember 2012 um 19:25 Uhr
    • N. Neumann
  209. 215.

    @TH

    @ Boothby

    Popcorn !

    Um Gottes Willen, ich wollte keine Tradition begründen mit dem Popcornding.

    Zumal ich nicht annehme, das G. wegen S. den retreat gemacht hat, das ist mehr so ein feuchter Traum von Leuten, die GKII noch irgend etwas nützliches abgewinnen wollen, der Rest der Region scheint den overstretch als solchen ziemlich sicher eingeschätzt zu haben. Für so originell, das völlig anders zu sehen, habe ich G. kaum gehalten, auch wenn eine gewisse Exotik nicht zu leugnen war. Er hatte ja auch kein Iran.

    @NN

    Sehe ich das richtig, das deiner Einschätzung nach G.’s Gebaren in Sachen afrikanische Flüchtlingswelle die Europäer über Gebühr strapaziert hat?

    • 17. Dezember 2012 um 20:54 Uhr
    • Boothby
  210. 216.

    – Ägypten – Referendum der Auslandsägyptern (Ex-Pats) –

    A diplomatic source told the state-run MENA news source that 215,878 expatriates voted in the referendum.

    Ambassador to Pakistan Saeed Hendam said
    63 percent of expats there voted for the draft, and
    37 percent against it.

    In Yemen, Ambassador Ashraf Aql said
    74 percent voted for the draft and
    26 percent against it.

    In Lebanon
    65 percent of voters are reported to have voted against the constitution, and
    35 percent for it, Ambassador Ashraf Hamdy told ONA News.

    http://www.egyptindependent.com/news/expat-vote-count-begins

  211. 217.

    – Ägypten –

    Local rights groups may appeal to the international community
    to apply pressure on the Morsy administration
    to repeat the first round of voting in the constitutional referendum,
    said Hafez Abu Seada on Monday.
    Abu Seada, who is the head of the Egyptian Organization for Human Rights and the general coordinator of the Egyptian Alliance to Monitor the Referendum, added that observers from the alliance noted thousands of violations during the first voting round across 10 governorates.

    http://www.egyptindependent.com/news/rights-group-if-complaints-not-addressed-referendum-voting-should-be-repeated

  212. 218.

    Assad bombt die Pallies auf Linie:

    „The UN says its extremely worried for the safety of 500 thousand Palestinian refugees living there. But the government continues to defend its actions.“

    UNO und EU Fuzzis sind am ‚rummachen, um Gnade für ihre Schützlinge zu erflehen; normalen Syrern müssen da schon mit C-Waffen bedroht werden. Es geschieht wirklich ständig etwas neue, damit auch garantiert jeder jeden hasst.

    Die PFLP-GC liefert sich Gefechte mit der FSA; mit diesen Alt-Terroristen wird sich wohl Abbas säkularer-weise verbrüdern müssen, wenn sein Flehen, etwas bringen will. Auf seiten der Neu-Terroristen ist ja schon die Hamas.

    Die Anti-Impis fressen ihre Kinder.

    http://www.youtube.com/watch?v=0AIcwl3H_xs

    Das ist Kommunikation: Massakrieren, und dabei Warnungen aussprechen:

    hxxp://www.nytimes.com/2012/12/18/world/middleeast/syria-warns-palestinians-not-to-aid-rebels-as-camp-residents-flee.html?_r=0

    „In neighboring Lebanon, the minister of social affairs, Wael Abu Faour, said on Monday that at least 22 busloads of people had entered the country from Syria in the last day, and a “majority were Palestinians fleeing Yarmouk.”“

  213. 219.

    Die ägyptische Verfassung, undemokratisch durchgedrückt und aus Sicht der Menschenrechte auf dem Niveau von Deutschland (Stichwort: Beschneidung) wird also angenommen.

    Schöne Aussichten.

    • 17. Dezember 2012 um 21:47 Uhr
    • Mamas Liebling
  214. 220.

    “Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt”

    Quatsch. Die Schweiz hat die Visumsregeln europaweit anwenden lassen (da gibt’s eine Abmachung), um Lybien unter Druck zu setzen. Und was ist geschehen? Europa unter der Führung des Vierten Reichs hat sehr schnell Druck auf die Schweiz gemacht, bitteschön das Problem selber zu lösen.

    • 17. Dezember 2012 um 21:53 Uhr
    • Mamas Liebling
  215. 221.

    – Ägypten – voter turnout – Vergleich der bisherigen nationalen Wahl-/Abstimmungsbeteiligungen –

    1 – 41% – Egyptian constitutional referendum, 2011

    2 – 54% – Egyptian parliamentary election, 2011–2012

    3 – 10% (ca.) – Shura Council (upper house) elections (January 29, 2012;February 22, 2012)

    4 – 46% – presidential elections 2012, first round

    5 – 51% – presidential elections 2012, run-off [Stichwahl]

    6 – 33% – Egyptian constitutional referendum, 2012, first round

    [compiled from sundry respectable sources]

  216. 222.

    – Ägypten – EU-Parlament: 01.12.2012 –

    Der Präsident des EU-Parlaments Schulz drohte dem ägyptischen Präsidenten mit einem Ende der Kooperation.
    „Die Europäische Union muss unmissverständlich klarmachen,
    dass es ohne plurale Demokratie in Ägypten
    weder wirtschaftliche noch politische Zusammenarbeit geben kann.
    Der Staatsstreich ist nicht das, was wir gutheißen können“,
    sagte Schulz der F.A.S. Er fügte hinzu:
    „Das einzige, was solch ein Regime versteht, ist ökonomischer Druck.“

    Der EU-Parlamentspräsident nannte die Entwicklung sehr besorgniserregend. Er fuhr fort:
    „Europa ist gut beraten, den Machtwillen dieses Mannes ernst zu nehmen.“
    Bei der Muslim-Bruderschaft, der Mursi angehört,
    handele es sich um eine „radikalpolitische Bewegung“ und
    nicht um eine primär religiöse.
    „Die Muslim-Brüder instrumentalisieren religiöse Gefühle zu politischen Zwecken“, sagte Schulz.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/europa-warnt-mursi-einen-staatsstreich-koennen-wir-nicht-gutheissen-11978657.html

  217. 224.

    P:
    Bei der Muslim-Bruderschaft, der Mursi angehört,
    handele es sich um eine „radikalpolitische Bewegung“ und
    nicht um eine primär religiöse.

    Dass eines Tages ein Sozialist diesen Satz in abwertender Absicht sagt, hätte vor 100 Jahren auch keiner geglaubt. O tempora, o mores.

    • 17. Dezember 2012 um 22:30 Uhr
    • Arjen van Zuider
  218. 225.

    Nun die Sozen glauben ja auch alles mögliche.

    • 17. Dezember 2012 um 22:38 Uhr
    • MRX
  219. 226.

    @ AVZ – jahrelange Schläge mit dem Vorschlag-Hammer fördern das Denkvermögen unabhängig von Parteienzugehörigkeit.

  220. 227.

    @MRX:

    Marx hat seinen Glauben an das Proletariat aber noch nicht so ausgelegt, dass er den Christen und Juden (und Muslimen) dann halt der Fairness halber auch ihren Glauben an ihren jeweiligen Gott lassen müsse. Das ist eindeutig eine Erscheinung des post-68er-Sozialismus.

    • 17. Dezember 2012 um 23:02 Uhr
    • Arjen van Zuider
  221. 228.

    @ AvZ

    Glauben lassen müssen …

    Vor der eheren Macht der Aufhebung gibt es keine Toleranz:

    „Die starrste Form des Gegensatzes zwischen dem Juden und dem Christen ist der religiöse Gegensatz. Wie löst man einen Gegensatz? Dadurch, daß man ihn unmöglich macht. Wie macht man einen religiösen Gegensatz unmöglich? Dadurch, daß man die Religion aufhebt. Sobald Jude und Christ ihre gegenseitigen Religionen nur mehr als verschiedene Entwicklungsstufen des menschlichen Geistes, als verschiedene von der Geschichte abgelegte Schlangenhäute und den Menschen als die Schlange erkennen, die sich in ihnen gehäutet, stehn sie nicht mehr in einem religiösen, sondern nur noch in einem kritischen, wissenschaftlichen, in einem menschlichen Verhältnisse. Die Wissenschaft ist dann ihre Einheit. Gegensätze in der Wissenschaft lösen sich aber durch die Wissenschaft selbst.“

    hxxp://www.mlwerke.de/me/me01/me01_347.htm

    Klingt immer noch zu schön, um inhuman zu sein.

    Hierzu passen noch mal Nasrallahs Drohung an die Geschwister mit der anderen Feldpostnummer aus autoritativer Quelle

    http://tehrantimes.com/middle-east/104129-west-has-lured-al-qaeda-into-syria-to-be-killed-nasrallah

    „The West and some allied Arab countries have lured al-Qaeda-affiliated militants into Syria to be killed, he added.“

    DIE wollen Euch töten, was man daran sieht, dass wir es tun; Hallelujah !

  222. 229.

    Zumal ich nicht annehme, das G. wegen S. den retreat gemacht hat, das ist mehr so ein feuchter Traum von Leuten, die GKII noch irgend etwas nützliches abgewinnen wollen, der Rest der Region scheint den overstretch als solchen ziemlich sicher eingeschätzt zu haben. Für so originell, das völlig anders zu sehen, habe ich G. kaum gehalten, auch wenn eine gewisse Exotik nicht zu leugnen war. Er hatte ja auch kein Iran.

    @ Boothby

    Der Abschluss der Verhandlungen mit Gaddafi fällt in die für die USA noch vergleichsweise unproblematische Phase des Kriegs gegen Saddam, irgendwann 2003/2004.

    Sehe ich das richtig, das deiner Einschätzung nach G.’s Gebaren in Sachen afrikanische Flüchtlingswelle die Europäer über Gebühr strapaziert hat?

    Ich würde diesen Punkt, einzeln betrachtet, nicht zu hoch hängen, aber er gehört in eine Reihe Begebenheiten, die mit Recht darauf schließen ließen, dass der durch harte Sanktionen mittelfristig gezähmte Gaddafi gegenüber seinen neuen westlichen Handelspartnern auch der Alte geblieben ist. Verlässliche Unzuverlässigkeit und Eskapaden, mit denen man nicht nach dem Motto „Lass ihn salbadern“ verfahren konnte, beförderten keine Kalküle à la Westerwelle.

    Das heißt auch: Für den Fall einer Nicht-Intervention in Libyen wurde ein noch ungemütlicheres Verhältnis zu Gaddafi erwartet. Bei neuen Sanktionen hätte er sich umso mehr Scheiß ausgedacht.

    • 17. Dezember 2012 um 23:52 Uhr
    • N. Neumann
  223. 230.

    Als hätte sich das alles der Teufel ausgedacht:

    hxxp://www.dailystar.com.lb/News/Middle-East/2012/Dec-18/198910-terror-listing-fuels-anti-us-sentiment-in-syria.ashx#axzz2FLwqX38q

    Hier ein Akribiker, der die ganzen Schlachtfeldmeldungen alle paar Tage anhand von Karten diskutiert; interessanter Kanal, er will Assad beraten, wie er die Armee umstrukturieren solle, etc.

    WWIII Syria Aleppo Detail Map FSA Attacks Advance on Chemical Weapons at Depot Al-Shafira

    http://www.youtube.com/watch?v=YN2_a-vpNBM

    Könnte sein, dass sie mit ihren ganzen Rückzügen Platz machen wollen für größere Einsätze von Chmiekampfstoffen

    Die Golan UN-Truppe kriegt jedenfalls Schutzausstattung

    UN Golan peacekeepers get anti-chemical arms protection kits

    hxxp://www.debka.com/newsupdatepopup/3209/

  224. 231.

    “Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt”

    Quatsch. Die Schweiz hat die Visumsregeln europaweit anwenden lassen (da gibt’s eine Abmachung), um Lybien unter Druck zu setzen.

    @ FSML

    Ich denke, Sie bringen da zumindest ein bisschen etwas durcheinander.

    Zuerst hat Gaddafi die Vergabe von Visa an Personen aus dem Schengen-Raum ausgesetzt, mit Ausnahme für Briten. Daraufhin belegte die Schweiz 188 Libyer mit einem Einreiseverbot für die Schweiz, das gleichzeitig automatisch für den Schengen-Raum galt bzw. gelten konnte.

    All das geschah jedoch erst Anfang 2010. Vorangegangen war im August 2009 der Appeasement-Besuch des Bundespräsidenten Merz. Und das deutet sehr darauf hin, dass die Schweizer Regierung lange glaubte, dass sie die Angelegenheit uni- bzw. bilateral lösen könne.

    Und was ist geschehen? Europa unter der Führung des Vierten Reichs hat sehr schnell Druck auf die Schweiz gemacht, bitteschön das Problem selber zu lösen.

    Die EU-Außenminister berieten Ende Februar 2010 über die Angelegenheit. (Paralell dazu ging es in Libyen schon richtig los.)

    Und ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass vorher die EU und/oder einzelne führende EU-Staaten oder aber auch die USA der schweizer Regierung bedeutet hätten, dass sie bitte ganz allein mit dem Irren klar kommen solle.

    Siehe vor allem Fußnoten 42, 43, 44.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Libyen-Aff%C3%A4re_(Schweiz)

    • 18. Dezember 2012 um 00:38 Uhr
    • N. Neumann
  225. 232.

    @ FSML

    Zitat aus #197

    AvZ: Und als die Schweiz sich mit einem anderen Gadhafi-Sohn angelegt hat, erfuhr sie auch nicht gerade viel internationale Unterstützung.

    NN: Eher hat sich der andere Gaddafi-Sohn mit der Schweiz angelegt als umgekehrt. Die schweizer Regierung wiederum hat in völliger Überschätzung des Potenzials ihrer freundlichen Diplomatie bei keinem westlichen Staat um Unterstützung nachgefragt, man dachte, dass man das mit Freundlichkeit (um nicht zu sagen: mit einem Kotau) schon selber regeln könne.

    Die Geiselnahme der schweizer Geschäftsleute hat die führenden EU-Staaten nun nicht direkt betroffen, aber dieses Verhalten wird hier nicht den Eindruck befördert haben, dass man es mit einem berechenbaren Regime zu tun hat.

    Ich korrigiere mich insofern, als die Aussetzung der Visa aus dem Schengen-Raum (ohne GB) durch Libyen im Februar 2010 die führenden EU-Staaten schon direkt betroffen hat.

    Diese Maßnahme Libyens könnte aber auch entgegen der offiziellen Angaben damit zusammen gehangen haben, dass das Regime zu Beginn der Unruhen unliebsame europäische Besucher vermeiden wollte.

    • 18. Dezember 2012 um 00:48 Uhr
    • N. Neumann
  226. 233.

    Jibrils Leute haben Yarmouk geräumt und sich den Regierungstruppen angeschlossen; so könnten sie auch Platz machen für einen Gaseinsatz

    „Many PFLP-GC fighters defected to the rebel side and their leader Ahmed Jibril left the camp two days ago, rebel sources said.

    „All of the camp is under the control of the (rebel) Free Syrian Army,“ said a Palestinian activist in Yarmouk. He said clashes had stopped and the remaining PFLP fighters retreated to join Assad’s forces massed on the northern edge of the camp.“

    http://thestar.com.my/news/story.asp?file=/2012/12/18/worldupdates/2012-12-17T231348Z_28_BRE8BC0GQ_RTROPTT_0_UK-SYRIA-CRISIS&sec=Worldupdates

    PFLP-GC Kreativterror immer via Libanon !

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Night_of_the_Gliders
    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Kiryat_Shmona_massacre

  227. 234.

    600 Pallie-Tote bei infights – FSA hat Kontrolle übernommen zusammen mit:

    Parmi eux une faction palestinienne opposée à Assad, la Brigade Liwa al-Asifah, qui prend donc le contrôle du camp où vivent des milliers de Palestiniens.

    http://www.crif.org/tribune/plus-de-six-cents-palestiniens-tu%C3%A9s-%C3%A0-ce-jour-en-syrie/33998

    Liwa al-Asifah wird auch als eine PA-Brigade beschrieben, also dass Abbas sie am Bein hat, dann muss er sich aber ranhalten

  228. 235.

    Stimmungsbild vom Bagdader Bombenentschärfungsdienst; paar Dutzend Tote pro Tag; schließlich ist dort der politische Islam schon ein paar Jährchen früher zu sich gekommen.

    „Er hat bei den Bombenentschärfern angefangen zu trinken, und er prahlt mit dem, was er verträgt. Zwei Flaschen Arrak. Und dann mit 150 Stundenkilometern nach Hause. Er treibe es aber nicht mehr so wild. Er gehe auch nicht mehr so oft in Bordelle. … fünf Meter hinter ihm eine dritte explodierte. … Die Metallsplitter zerfetzten seinen Unterleib, verbrannten den Darm, brachen die Hüfte. Dschassim lag sieben Monate mit Schläuchen im Bauch auf der Intensivstation.

    Es vergeht immer noch kein Tag ohne Schmerzen. Im Gewebe der Blasenwand wandern vier Schrapnelle. Die Ärzte in Bagdad wagen es nicht, sie zu entfernen. Das könnten nur Spezialisten im Ausland, aber die Regierung zahle ihm die Behandlung nicht.“

    http://www.zeit.de/2012/51/Bagdad-Sprengfallen-Bombenentschaerfung/komplettansicht

    Jetzt … nicht etwa, dass die langsam aufhören würden, im Gegenteil, jetzt greift erst alles richtig zusammen – mit der Syrischen Krise.

    Utopieschicksal von Religion und Überdruck von Jugendblase greifen ineinander – und nix mit Armut, die Gegend ist steinreich …

  229. 236.

    – Ägypten – Abstimmung der Ex-Pats, einige Ergebnisse –

    70.88 % of Egyptians in Washington DC say no to constitution draft
    68.70 % of Egyptians in the UK say no to constitution draft

    64.30 % of Egyptians in Bahrain say yes to constitution draft

    http://english.ahram.org.eg/

  230. 237.

    @ NN (+By)

    Chronologie hilft gegen ideologie.

    • 18. Dezember 2012 um 08:11 Uhr
    • MRX
  231. 238.

    – Ägypten – Referendum –

    1 – Referendum, Überwachung durch Richter –
    On the legal front, the State Council Judges Club, whose members took part in overseeing the first round as required by law, said it would boycott next Saturday’s vote because the authorities had failed to live up to their promises.
    The association has demanded that a “siege” of the Supreme Constitutional Court by Brotherhood supporters be lifted. But the action has continued without any intervention by the authorities, it said.

    2 – Referendum, Reaktion Deutschlands –
    In Germany, a spokesman for the overseas development ministry said a plan to forgive up to 240 million euros ($316 million) of Cairo’s debt had been delayed indefinitely.
    Germany’s Development Minister Dirk Niebel said earlier he had serious reservations.
    “There is the danger that the dictatorial system of ousted president (Hosni) Mubarak is returning,” he told the daily Berliner Zeitung.
    Niebel said Berlin had cancelled talks on development aid scheduled for mid-December and that future assistance was dependent on Egypt’s progress toward democracy and the rule of law.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/12/18/255736.html

    • 18. Dezember 2012 um 08:26 Uhr
    • MRX
  232. 240.

    Und das deutet sehr darauf hin, dass die Schweizer Regierung lange glaubte, dass sie die Angelegenheit uni- bzw. bilateral lösen könne.

    Mit Sicherheit. Merz ist der lieber Kerl par Excellence, und Bern ist ein Dorf ohne Bezug zur Wirklichkeit. (Das ist keine Ironie)

    Und ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass vorher die EU und/oder einzelne führende EU-Staaten oder aber auch die USA der schweizer Regierung bedeutet hätten, dass sie bitte ganz allein mit dem Irren klar kommen solle.

    Dass Sie kaum Schweizer Medien lesen, ist Ihnen nicht zu verargen.

    • 18. Dezember 2012 um 10:15 Uhr
    • Mamas Liebling
  233. 241.

    @MRX

    Lambasting the separation of legislature, executive, and judiciary powers

    Jetzt hat er nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm das nützt. Auch frage ich mich, ob das eine Flucht nach vorn ist.

    • 18. Dezember 2012 um 10:18 Uhr
    • Mamas Liebling
  234. 242.

    @MRX

    Several factors probably contributed to Libya’s decision to renounce its nuclear program. First, 30 years of economic sanctions significantly limited oil exports and hurt the Libyan economy. Second, Libya’s nuclear program progressed fairly slowly and at a great cost to the country, both economically and politically. [53] Third, the elimination of WMD was a prerequisite to normalizing relations with the West, and ending Libya’s pariah status reportedly had become particularly important to Qadhafi. Fourth, according to some U.S. officials, Libya wanted to avoid Iraq’s fate. [54] Finally, the October 2003 seizure of the ship with centrifuge-related cargo and ensuing investigations may have persuaded Libya that it would have difficulty with future WMD procurement efforts.[55]

    http://www.nti.org/country-profiles/libya/nuclear/

    Ich antworte selbstredend nicht für NN: Krumme Dinger liefen noch nach Abschluss der Irakmission, und Drohpotenzial gab es nicht nur wegen Irak (9/11 wird als Motiv ebenso genannt). Insofern scheint das Programm als klassisches Verhandlungspfund gedient zu haben, und insofern hätte es seinen Zweck auch erfüllt. Motive werden zumindest naheliegendere genannt, und wenn GKII nun den Riesenunterschied gemacht hätte, stellt sich die Frage, wieso das allen anderen egal zu sein schien. War ja nicht so, das alle voll beeindruckt waren.

    Was den Ideologievorwurf angeht: Ich bin in der Tat noch nicht convinced, das die Welt nach GKII nu plötzlich sicherer gewesen wäre.

    • 18. Dezember 2012 um 10:21 Uhr
    • Boothby
  235. 243.

    @P

    Aus Ihrem Link:

    Adding to the complications for Mursi, the prosecutor general named by the president as he temporarily assumed sweeping powers last month handed in his resignation, a judicial source told AFP.

    “The prosecutor general has submitted his resignation under pressure from protesters,” said the source, referring to magistrates who have been clamouring for his immediate departure.

    Der urpatorisch eingesetzte Prosecutor General geht, die Richter überwachen die Volksabstimmung nicht mehr (und die wird damit im Prinzip legal undurchführbar)

    Wird Mursi fallen gelassen? Greift das Militär ein?

    • 18. Dezember 2012 um 10:29 Uhr
    • Mamas Liebling
  236. 244.

    @ MRX – Danke für Verlinkung:
    http://www.hurriyetdailynews.com/separation-of-powers-an-obstacle-says-erdogan.aspx?pageID=238&nID=37052&NewsCatID=338

    – Leichter (?) Anflug von Größenwahn? –

    • 18. Dezember 2012 um 10:31 Uhr
    • Publicola
  237. 245.

    @ B

    Die enorme Empörung über das Hariri-Attentat und die amerikanische Drohkulisse bewegte Bashar al-Assad möglicherweise zum Abzug der syrischen Armee aus dem Libanon.

    • 18. Dezember 2012 um 10:32 Uhr
    • Serious Black
  238. 246.

    Wird Mursi fallen gelassen? Greift das Militär ein?
    Soweit auf Basis der letzten 12 Monate (und mehr) beurteilbar, ist Ägypten ein Land, das einen Prognostiker i.d.R. relativ schlecht aussehen lässt.

    • 18. Dezember 2012 um 10:33 Uhr
    • Publicola
  239. 247.

    @ P

    Mit nem leichten Anfall von Größenwahn gibts vielleicht weniger öffentlichen Widerspruch, als beispielsweise bei Mursi.

    • 18. Dezember 2012 um 10:35 Uhr
    • Serious Black
  240. 248.

    Größenwahn und Entnervung; Erdogan redet sich damit auch die letzten Trümmer von EU-Perspektive kaputt und quatscht sich in die Nähe von Putins …

    http://en.wikipedia.org/wiki/Eurasian_Union

    … in der man seine Kumpels totkocht, wenn sie zu sehr ‚rumzicken.

  241. 249.

    Verhaltene Annäherung von Syrien-Guru Joshua Landis an T. Holms Horror-These von regionaler Konfliktausweitung – sinnvollerweise vorgetragen im russischen Krawall- und Verschwörungs-TV ab 18.45; ab 22.30 über das Scheitern der nicht-jüdischen Nationalstaaten in der Levante, welches:

    als eine sunni-grievance konzeptionell von Al Kaida vertreten werde.

    CrossTalk on Sunni-Shia Conflict*: House Divided

    http://www.youtube.com/watch?v=M-1rmgFMLgA

    sunni-boost in Libanon und Irak aus Syrien – Arabs fight; Kurds win

    *1. gibt’s nich‘ 2.macht der Westen

  242. 250.

    @P

    Soweit auf Basis der letzten 12 Monate (und mehr) beurteilbar, ist Ägypten ein Land, das einen Prognostiker i.d.R. relativ schlecht aussehen lässt.

    Abgesehen davon, dass wir ja gar nicht wissen, ob nach dem Weltuntergang noch gewählt werden kann.

    • 18. Dezember 2012 um 11:21 Uhr
    • Mamas Liebling
  243. 251.

    239

    Was ist schlimmer für mich: daß ich das Wort „lambast/e“ noch nie zuvor gesehen habe oder die Rede Erdogans?
    Ich fürchte letzteres.

    „rich bind“ kommentiert:
    „Sure, who needs separation of powers,– it just gets in the way of a dictatorship. Looks like Turkey will use Egypt as a role model , not the other way around. Good opportunity for the Turkish version of the Muslim Brotherhood to finish what it started, make Turkey an Islamic State!“

    Wie kommt so etwas bei der „türkischen community“ in Deutschland an:
    „Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan has described the separation of powers as the government’s main obstacle, saying it was preventing them from introducing “further services.”

    Wird da beim nächsten Kölner Auftritt in der Sporthalle noch lauter gejubelt? Geht noch einer hin?
    Oder bleibt Erdogan als unerwünschter Ausländer vor den Grenzen?

    Dazu müßten hiesige Türken und türkische Migranten erst einmal Kenntnis von dieser Rede bekommen!
    Bei „migazin“ sehe ich noch nichts, bei „turkish press“ wird in einer kurzen Meldung nur über den wirtschaftlichen Anlaß des Besuchs berichtet und gestern erfolgte diese Meldung hier:

    „Iranian President cancels visit to Konya

    Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, who was scheduled to visit Turkey on the invitation of Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan on Monday, has canceled his visit to central Anatolian province Konya at a time when Iran’s top military commander has warned Turkey that the deployment of Patriot anti-missile batteries along Turkey’s border with Syria will set the stage for a world war.
    Prime Minister Recep Tayyip Erdogan had invited the Iranian president to Konya for a ceremony marking the 739th anniversary of the passing of the great Sufi mystic Rumi.
    Diplomatic sources said that Ahmadinejad would not be able to attend the ceremonies due to another schedule.“
    http://www.turkishpress.com/news.asp?id=382941#.UNBEU-S8Yxo

  244. 252.

    @ FSML – Bevor alles zu spät ist – hier ein Hinweis auf eine Rettungsmöglichkeit (in den Niederlanden):
    http://www.spiegel.de/panorama/vorbild-bibel-niederlaender-baut-gigantische-arche-a-779864.html

    • 18. Dezember 2012 um 11:38 Uhr
    • Publicola
  245. 253.

    @ karolachristiane

    Man muss den Erdogan auch etwas verstehen.

    Die Amis erklären seine syrischen Kumpel zu Terroristen und ziehen die Achte Trägerkampfgruppe und den Amphibischen Landungsverband um die USS Iwo Jima von der syrischen Küste ab.

    Damit ist Erdogan allein zuhaus mit dem Iran, der PKK und den Jihadisten.

    Da hat er schon einiges an Gewaltenzersplitterung.

    Dass er da nicht gut von Gewaltenteilung reden mag, kann ich ihm gar nicht mal verdenken.

  246. 254.

    Fälschung, Verschwörung, oder False Flag – eigentlich ist es wurscht.

    Weil: auf jeder Seite gibt es genug Hochmotivierte, die minimum auch wirklich so krass sind, wie es der Gegenseite angelegen sein mag, sie zu (über-)zeichnen.

    Dieses Bild stammt von einem echten Vorgang. (Daher: Geschmackswarnung)

    http://twitter.com/zaidbenjamin/status/280183174867333120/photo/1

    Kick Nr. 1 ist:

    es könnte aber auch gefälscht sein. So krass will uns das Assad Regime die Islamisten – auch mit gelegentlichen Fälschungen zeichnen – warum? Weil der Westen das nämlich nicht wahr haben will.

    Kick Nr. 2 ist: dass es genug Islamisten gibt, die aber auch den Allerhöchsten (no pun intended) Wert darauf legen, sich durch genau diese Krassheit nachhaltig zu empfehlen.

    Der westliche Wille zur Ignoranz verschafft den aller-krassesten Konflikt-Akteuren unter den Muslimen* den Spielraum, so krasse zu sein, wie das fromme Herz es begehrt – UND es zugleich: gar nicht unbedingt gewesen zu sein, weil ja: ach so viel auch wirklich noch hinzugefälscht wird – OBWOHL dies ja gar nicht erforderlich wäre.

    *deren pan-arabischer Verarscher mit eingeschlossen

    Der Westen ist schuldig der Beihilfe zu einer blutigen Selbstverarschung der Muslime – im Zeichen einer pflichtschuldigen Verwahrung gegen Islamophobie.

    Irgendwie ist das schon auch ein Kampf von Kulturen.

    Bei Breivik hatte ich nicht nur erst angenommen, dass es ein Muslim war; ich hatte mich danach auch noch gewundert, dass es keiner gewesen ist – keiner mit verbliebener Rest-Normalität, angelangt bei erschrockenem Durchblick auf die westlichen Bedingungen der Möglichkeit solchen Elends bei den Muslimen.

  247. 255.

    @ TH

    Irgendwie ist das schon auch ein Kampf von Kulturen.

    Weil die westlichen Journalisten nicht verstehen wie die nahöstliche Ehre-/Schamkultur (und das resultierende ‚blame game‘) funktioniert?

    • 18. Dezember 2012 um 12:24 Uhr
    • Serious Black
  248. 256.

    @P

    Bevor alles zu spät ist

    Meet you at the gate. If all else fails, at the Gates.

    • 18. Dezember 2012 um 12:26 Uhr
    • Mamas Liebling
  249. 257.

    @TH

    das resultierende ‘blame game’

    Wenn eine Kultur den Trick gelernt hat, wie sie immer verlieren wird, dann diese.

    • 18. Dezember 2012 um 12:28 Uhr
    • Mamas Liebling
  250. 258.

    @ SB

    „Weil die westlichen Journalisten nicht verstehen wie die nahöstliche Ehre-/Schamkultur (und das resultierende ‘blame game’) funktioniert?“

    Sehr guter Punkt. Wie kommen einschlägige Krass-Fälle denn z.B. bei

    @ Jörg Lau

    ‚rüber ? Als übersteigerte, fehlgeleitete Konzepte von Männlichkeit z.B.

    Das ist zwar nicht ganz falsch, aber eben doch zu kurz gegriffen.

    Letzten Endes haben wir es mit einer Kultur von Responsabilitäts-Phobie, bzw. es geht ja auf deutsch: Verantwortungsscheu zu tun, von der alles ideologische, incl. der Islam*, nur ein Symptom ist. Im genannten Fall sicherlich Eines, das wie die Faust aufs Auge passt, aber gleichwohl nicht das eigentliche Programm darstellt, sondern nur ein kosmisch-utopischer Oszillationspunkt** ist, um den der ganze konkrete Irrsinn rasend kreist – und seit neuestem kollidiert, kollabiert.

    *für einige Spirituelle auch zum Troste, über das Elend, das die anderen anrichten,

    Und für diese – zur Hochkultur der Lüge – Behinderten bringt’s keiner besser als Kalle auf den Punkt:

    „Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“

    http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm

    **meine BF87-Differenz

  251. 259.

    @SB #245

    Ein wie ich finde guter Artikel vom Herzinger von 2006, der nahelegt, das die Syrer durchaus Grund für ihr Selbstbewußtsein haben bzw. hatten.

    https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/article/11641/print

    Ich würde nicht die Zedernrevolution mit der US-Drohkulisse gleichsetzen. Wohl wahr, das die USA-Präsenz Demokratiebestrebungen befördert, aber es ist wohl auch naheliegend, das die Proteste auch ohne die USA stattgefunden hätten. Und das die Folgen der ZR sich dem US-Aktionsradius weitgehend entziehen können, wäre nun kein verwegenes Kalkül der Strategen vor Ort.

    • 18. Dezember 2012 um 12:45 Uhr
    • Boothby
  252. 260.

    @ ML

    „Wenn eine Kultur den Trick gelernt hat, wie sie immer verlieren wird, dann diese.“

    Und zwar in der modernen Zeit. Als ein Dschinghis Khan-, oder Alexander der Große-update hat das ganze ja eine Zeit des Funktionierens gehabt.

    Den Wilden verklickern, dass sie die Größten seien (anstatt sie plump zu knechten, oder griechisch-kulturell erheben zu wollen) ihnen erzählen, dass ihr Lagerfeuer-sing-sang von Gott sei und ihnen den Dienst zu tun, das alles mal schön (!) aufzuschreiben.

    Die Wilden vorschicken, um Ostrom und Persien auf Kreuz zu legen …

    … so lange bis die nächsten Wilden kommen und im Zeichen eines Anit-Diskriminierungsansatzes (Abbasidische Revolution) die Afghanen den ganzen Laden über den Haufen werfen, etc.

    Für die Araber im engeren Sinne war es das dann schon gewesen.

    An dem Punkt sind sie heute in Syrien wieder angelangt.

    In der Moderne nur am ab-losen (verlieren) zerhauen sie sich jetzt die Köppe über die Lügen-Trümmer der jüngeren Zeit: Pan-Arabismus, Hisbollah, ‚Islam und Demokratie geht doch zusammen‘ (die beklagenswerte Frühlingsfraktion im engeren Sinne) MB-Fundamentalisten, Krass-Jihadisten, etc.

    Brisant finde ich die Bemerkung von Landis, dass Al Kaida zum Ferment eines levantinisch-sunnitischen Empfindens geworden ist, verarscht worden zu sein.

    Jede intellektuelle Redlichkeit in der geistigen Auseinandersetzung (auch für Christen, möchte ich hinzufügen …) verlangt zuvorderst, zu bejahen, dass die Sunniten verarscht worden sind.

    Und dann ihre Erwartungen und ihre ökonomischen Zustände kritisch zu diskutieren.

  253. 261.

    @ B

    Der Einfluß Amerikas im Nahen Osten wird oft über-, als auch unterschätzt.

    Nach dem Tyrannensturz im Irak waren die Amis das ‚Starke Pferd‘.

    • 18. Dezember 2012 um 13:09 Uhr
    • Serious Black
  254. 262.

    @TH

    Ich habe ein paar Jährchen gebraucht bis ich begriff, dass die manische Abwehr von Ergebnissen, die nicht passen, auch eine kulturelle Angelegenheit ist. Wir haben dieses Verhalten auch bei EB u. ä. feststellen können.

    Es gibt das Verhalten auch bei hiesigen Autochthonen, und darum habe ich wohl so lange gehabt, bis mir das Muster klar wurde. Auch haben die hiesigen Autochthonen zwischendurch mal einen Moment der Klarheit, was bei den kulturell Marinierten nicht festzustellen ist.
    Den Unterschied mache ich daran fest, was in der Kultur als Norm gilt: W) Ergebnisoffenes Denken oder O) Bestätigen des vorgegebenen Ergebnisses.
    Was als Norm gilt spürt man und daran orientiert man sich, ob bewusst oder unbewusst. Wer im ergebnisoffenen Umfeld gross geworden ist, kann nur mit schlechtem Gewissen anders denken. Da haben auch wir eine Schamkultur, aber eine produktive.

    • 18. Dezember 2012 um 13:12 Uhr
    • Mamas Liebling
  255. 263.

    das ‘Starke Pferd’ ist einerseits pleite und hat andererseits aber auch wirklich keinen Bock mehr, Karren aus dem Dreck zu ziehen, an denen alle örtlichen Esel und Kamele in andere Richtungen ruckeln und dabei das Pferd beschimpfen.

    Außerdem: was immer unterschätzt wird, ist die Regenerationskraft der USA.

  256. 264.

    Die Pallis als verwundbare Stelle – Siegfrieds Lindenblatt gleichsam – in Assads pan-arabisch-multikulturellem Bevölkerungs-Gürtel rund um sein Machtzentrum:

    „Das Lager Yarmuk gehört zu einem Gürtel von Vororten, die sich vom Osten bis zum Südwesten der Hauptstadt erstrecken. Von dort versuchen die Rebellen immer wieder ins Zentrum der Metropole vorzudringen“

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/palaestinenserlager-eingekesselt-1.17897620

    Elender und schmachvoller geht es wohl kaum: die Opfer (FSA) des Großen Gönners (Assad) setzen auf die Solidarität der Begünstigten (Pallis) im Zeichen von Islam und/oder Demokratie, what have you …

  257. 265.

    @ ML # 257

    Die Franzosen haben das mittlerweile auch gut drauf.

    • 18. Dezember 2012 um 13:46 Uhr
    • MRX
  258. 266.

    „Und das deutet sehr darauf hin, dass die Schweizer Regierung lange glaubte, dass sie die Angelegenheit uni- bzw. bilateral lösen könne.“

    Mit Sicherheit. Merz ist der lieber Kerl par Excellence, und Bern ist ein Dorf ohne Bezug zur Wirklichkeit. (Das ist keine Ironie)

    „Und ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass vorher die EU und/oder einzelne führende EU-Staaten oder aber auch die USA der schweizer Regierung bedeutet hätten, dass sie bitte ganz allein mit dem Irren klar kommen solle.“

    Dass Sie kaum Schweizer Medien lesen, ist Ihnen nicht zu verargen.

    @ FSML

    Ich hatte die Angelegenheit seinerzeit auch über schweizer Medien verfolgt. Daneben lese ich den Auslandsteil der FAZ, das ist der ausführlichste in den überregionalen deutschen Tageszeitungen.

    Anlässlich unserer Diskussion habe ich die Fußnoten im Wiki-Artikel nachgelesen und gegoogelt.

    Haben Sie einen Beleg für ihre letzte Aussage?

    • 18. Dezember 2012 um 13:54 Uhr
    • N. Neumann
  259. 267.

    @NN

    Haben Sie einen Beleg für ihre letzte Aussage?

    Nein. Ich bin mir sicher, aber der Aufwand zu suchen ist mir zu gross. Kein Problem, dass Sie anderer Meinung sind.

    • 18. Dezember 2012 um 13:58 Uhr
    • Mamas Liebling
  260. 268.

    @MRX

    Die Franzosen haben das mittlerweile auch gut drauf.

    Traurig, aber wahr. Immerhin gibt’s dort noch Gegenkraft:

    http://www.lepoint.fr/images/couv/lepoint2100-ces-verites-interdites1.jpg

    • 18. Dezember 2012 um 14:01 Uhr
    • Mamas Liebling
  261. 269.

    @ NN (+By)

    Chronologie hilft gegen ideologie.

    @ MR

    Soll der Wiki-Artikel zur Sache meinen Ausführungen dazu widersprechen?

    Unabhängig davon kann man hinzufügen, dass der Anreiz für das libysche Regime, sich besser zu verhalten und damit die Sanktionen aus der Welt zu schaffen, hoch war. So hatte Gaddafi, anders als Assad in Form des Iran oder daneben auch Russlands, nirgends einen Sponsor in nennenswerter Größe, dessen Vorhandensein (vertiefte) Handelsbeziehungen mit der westlichen Welt als verzichtbar hätte erscheinen lassen können.

    • 18. Dezember 2012 um 14:08 Uhr
    • N. Neumann
  262. 270.

    NATO hat nicht genug Präzisionsmunition* für Syrien auf Lager.

    http://www.defensenews.com/article/20121217/DEFREG01/312170002/NATO-Allies-Might-Unprepared-Syria?odyssey=tab

    Na, ja macht nichts; vor einem halben Jahr wurde zur Finanzierung eines Eingreifens noch – mangels Ölreichtums – von den Protestierenden die Verpfändung ihrer Häuschen angeboten; jetzt ist alles im Banne von Jihadismus gefangen – und unter dem Druck von Assad und Nasrallah in einem Wettlauf befindlich darum, wer in Wirklichkeit am meisten anti-westlich eingestellt ist.

    Die propagandistischen Bedingungen für einen Gas-Einsatz verdichten sich begünstigend.

    *die Franzosen hatten noch Befreiung auch mit breiten Flächenbombardements akzeptiert; aber der moderne Freiheitsverbraucher ist halt anspruchsvoller geworden

  263. 271.

    @ TH #264

    Die Leiterin der humanitären Operationen der Uno in Syrien, Valerie Amos, hat die syrische Regierung am Dienstag dazu aufgerufen, die Einfuhr von Treibstoff zu erlauben. Auch soll zehn weiteren Hilfsorganisationen Zugang zum Land gewährt werden.

    Da verwechselt jemand Assad mit Bibi.

    • 18. Dezember 2012 um 14:28 Uhr
    • Serious Black
  264. 272.

    @ML:

    Den Unterschied mache ich daran fest, was in der Kultur als Norm gilt: W) Ergebnisoffenes Denken oder O) Bestätigen des vorgegebenen Ergebnisses.

    Die Islamisierung bzw Veröstlichung des Westens reicht allerdings schon bis in den Vatikan zum deutschen Papst:

    http://hpd.de/node/14638

    Und dass der ein schlechtes Gewissen dabei hat, wage ich zu bezweifeln.

    • 18. Dezember 2012 um 14:32 Uhr
    • Arjen van Zuider
  265. 273.

    Ratze nur noch am ‚rumspinnen … der olle Wojtila hätte die blutigen Zwist-Verhängnisse der Feinde Israels bestimmt als gerechte Göttliche Strafe ausgelegt und den ganze Russen-Christen in Nahost gesagt, dass sie gefälligst sein Trikot anziehen sollen, oder zum Teufel gehen sollen, oder so änhnlich.

  266. 274.

    @ SB

    „verwechselt jemand Assad mit Bibi“

    Wenn es den Pallis jetzt so richtig an den Kragen geht – mit Spaltung in Syrien, Libanon, als nächstes: Jordanien …

    dann müsste die UNO doch eigentlich auch in die Schwulität, pardon, Bedrängnis geraten, dass ihre ganze pro-Nichtintegrationspolitik die Pallis schutzlos und ohnmächtig gegenüber den innenpolitischen Zerwürfnissen der ‚Aufnahmeländer‘ mit-gemacht und mit-gehalten hat.

    Auch eine verdammt hohe Schamschwelle; bzw. Dramen-technisch: Fallhöhe.

  267. 275.

    @ FSML

    Und Dépardieu macht die französische Astrid Lindgren.

    @ NN

    Jo insofern sich Libyen erst seit 2003 über WMD verhandelte. Aber du wolltest mir ja auch erklären die Mehheit der seutschen Ökonomen sei für den Euro gewesen und Boothby glaubt ohnehin an Klima.

    • 18. Dezember 2012 um 14:56 Uhr
    • MRX
  268. 276.

    @ TH

    Wojtyła

    Ich dachte Sie seien Slawist.

    • 18. Dezember 2012 um 14:58 Uhr
    • MRX
  269. 277.

    Richard Engel Free ! NBC reporter Talks about his Kidnapping in Syria

    Engel und Team sollten gegen gefangene Iranische Agenten und Amal-Leute ausgetauscht werden; wurden aus Rebellengebiet entführt und kamen nach Feuergefecht zwischen ihren Shabiha-Entführern an FSA-Sperre wieder frei.

    http://www.youtube.com/watch?v=MaUYFFDDtyE

    @ NN

    Soviel auch zu dem Thema, wer welche Gebiete ‚kontrolliert‘ – man schweift von vielen Seiten: nach Beute. Kennzeichnend: Scharmützel, marodieren, Übergriffe und Massaker – so kämpft halt diese Kultur.

  270. 278.

    @ MRX

    „Ich dachte Sie seien Slawist.“

    Osteuropa-Zeitgeschichtler mit Muttersprachenhybrid aus Wasserpolnisch und Westfälisch-platt. Allerdings Leistungskurs Russisch und geringen Hemmungen gegenüber orthographischen und grammatikalischen Fragen bei Vokabularübertragungen innerhalb der Sprachfamilie der sog. Slawinen.

    Das Jonglieren mit einem Kernvokabular funktioniert für die Konversation mit Migranten auch einigermaßen; so mit azadi, awami und askari in allen möglichen Sprachen zwischen Kurdisten und Bangla Desch.

    Ich bin da so eine Art Esperanto-Generator für liguistische Großräume.

    Lech Wałęsa nicht mit Valencia, oder Valensina zu verwechseln, kriege ich dabei so gerade hin.

    Januar 1989; Augstein hält gegen Mittelstands-feindliche US-Ausfälle:

    „Eine Unverschämtheit wird erst daraus, wenn William Safire in der „New York Times“ einem seiner Artikel die Überschrift gibt: „Germany Can’t Ignore Auschwitz-in-the-Sand“, was wohl sagen soll: Deutschland darf vor diesem „Auschwitz im Wüstensand“ nicht die Augen verschließen.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13493944.html

  271. 279.

    @ TH

    Auch eine verdammt hohe Schamschwelle; bzw. Dramen-technisch: Fallhöhe.

    Nur wenn man glaubt, die UN sei unparteiisch und integer.

    • 18. Dezember 2012 um 15:36 Uhr
    • Serious Black
  272. 280.

    Putin schickt schon mal vorsorglich die Marine los, um seine Landsleute evakuieren zu können:

    http://blogs.aljazeera.com/topic/syria/reports-say-russia-has-sent-warships-mediterranean-sea-near-syria

    • 18. Dezember 2012 um 15:44 Uhr
    • Serious Black
  273. 281.

    – Ägypten – Ex-Pats –

    The final tallies are out on Egyptian expat voting in the UK over the constitution referendum.

    Of the 3010 voters,
    2067 (about 68.7 per cent) voted ‚No,‘ rejecting the draft constitution,
    while 943 voters (about 31.3 per cent), voted ‚Yes.‘

    Only 45 per cent of the 6225 eligible registered voters in the UK went out to the polls.

    The total number of Egyptian expatriates in the UK is estimated at 250,000.
    They are second largest Egyptian community on Europe after Italy.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContentP/1/60756/Egypt/Vast-majority-of-UK-Egyptian-expats-reject-draft-c.aspx

  274. 282.

    PS – Ex-Pats –

    62.10 pct of Egyptians in Paris say ‚No‘ to constitution draft
    70.88 pct of Egyptians in Washington DC say ‚no‘ to constitution draft

    81.55 pct of Egyptians in Jeddah say ‚yes‘ to constitution draft
    64.30 pct of Egyptians in Bahrain say ‚yes‘ to constitution draft

    http://english.ahram.org.eg/

  275. 283.

    – Ägypten –

    The minister of justice has appointed judges to investigate all reported violations during the first round of the referendum on the constitution. The assistant justice minister and head of the ministry’s referendum monitoring operation room, Hesham Raouf, said in a Tuesday press conference that Minister Ahmed Mekki had delegated several judges to investigate referendum violations. “This is the first time in the history of elections and referenda that the minister of justice has delegated judges to investigate violations related to criminal offences,” said Raouf.
    http://dailynewsegypt.com/2012/12/18/judiciary-to-investigate-referendum-violations/

  276. 284.

    „Gut, da gibt es einen libyschen Diktator, dem man Irrationales zutraut; den Beweis ist er bislang schuldig geblieben. … Ein Mr. Kohl wird gefragt, ob er es für gesetzlich und für moralisch halte, daß seine Landsleute mit ihren notorisch guten Beziehungen dazu beitrügen, die Welt zu terrorisieren. Hat Kohl, hat Genscher das verdient? …

    Die Hysterie der Reagan-Leute gegenüber Libyen war immer schwer verständlich. Safire, der plötzlich auf Bonns „well-connected nationals“ schimpft – wer hat sie gedüngt? -, geht so weit, dem Maniak Gaddafi Pläne für „his own Final Solution“ zu unterstellen. Ob die „guten“ Deutschen davon schon wieder nichts wissen wollten? Mensch, William, du hast sie wohl nicht mehr alle. …

    Libyens Revolutionsführer bei aller Unberechenbarkeit so verrückt doch nicht sein kann, den Untergang nicht nur seines Regimes, sondern seines ganzen Landes zu riskieren.“

    DER SPIEGEL 2/1989

    @ SB

    „Nur wenn man glaubt, die UN sei unparteiisch und integer.“

    Mal sehen, ob es eine Schmerzgrenze angesichts der Eskalation dieser Farce gibt; etwas Komödie spielen ja viele, am albernsten die, die die Tragödie abschaffen wollen, aber irgendwann muss es doch auch mal zu krass werden.

    Russenschiffe – werden routinemäßig ausgetauscht, entladen natürlich auch das eine oder andere; Evakuierung – könnte sein, wenn das Gas kommt, wird man nicht dabei gewesen sein wollen.

  277. 285.

    http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/dec/18/syria-conflict-kidnappings-yarmouk-camp-damascus-live

    lohnt sich: Iran dementiert Schwächeln von Assad

    Jihadisten machen gut-Wind:

    Ahrar al-Sham, the jihadi group reported to have freed the NBC after a shootout, has video of the crew in good spirits after their release.

  278. 286.

    – Ägypten – Ex-Pats –

    According to statistics compiled by Egypt Independent, 64,773 expatriate Egyptians have voted in the referendum, of whom 45,355, or 70 percent, voted in favor of the constitution and 18,923, or 30 percent, voted against it.

    Jeddah contributed the largest share of “yes” votes, with 36,203, or 81.55 percent, voting in favor of the constitution and 8,192, or 18.45, voting against it.
    Egyptians voting in Jeddah outnumber the total of expatriate votes in Western countries whose results have been announced.

    In non-Gulf Arab countries, the pattern has been for Egyptians to reject the constitution. In Algeria, Ezz Eddin Fahmy, the Egyptian ambassador, said that out of a total of 305 valid votes, 193 voters, or 63 percent, rejected the constitution. However, in Libya, 168 people said yes to the constitution while 168 said no.

    So far, Italy is the only Western country where the majority of expats have voted in favor of the constitution. In Italy, 36 percent of eligible voters participated in the referendum, with 1,165 voting in favor of the constitution and 1,039 rejecting it.

    In France, 1,366 Egyptians rejected the new constitution, while 834 approved the constitution.

    Of 1,981 eligible voters in The Netherlands, 951 participated in the referendum. Khaled al-Abyad, Egyptian consul in The Netherlands, said 526 people, or 67 percent of voters, rejected the constitution, while 216, or 33 percent, voted in favor of it. All votes were correct.

    In Belgium, of a total of 638 eligible voters, 281 people cast their votes in the referendum. Of that total, 177, or 68 percent, rejected the constitution and 104, or 42 percent, endorsed it. Only three votes were invalid.

    In Switzerland, 454 people rejected the constitution and 129 voted in favor of it.

    Of a total of 3,113 eligible voters in Germany, only 17.42 voters participated. Seven hundred voters, or 77.66 percent, rejected the constitution, and 533, or 23.43 percent of voters said yes.

    Out of a total of 1,510 eligible voters in Austria, 598 went to the referendum. And of those, 256 voted in favor of the constitution while 314 voted against it.
    http://www.egyptindependent.com/news/egyptian-expats-north-africa-western-countries-reject-constitution

  279. 287.

    @Arjen van Zuider

    Die Kirche habe ich der Einfachheit halber weggelassen. Scholastik war anfangs ja genau das: Das vordefinierte Ergebnis herzuleiten: Gott gibt’s. Irgendwann ist der Prozess aus dem Ruder gelaufen, weil man am Anfang die Logik einführte, und vielleicht auch, weil die Bevölkerung in Europa trotz Löchern bei der Schriftlichkeit eben wohl eine Tradition hatte, Dingen auf den Grund zu gehen.
    Ich pflege zu behaupten, dass sich die Kirche mit Trivium, römischem Recht, Scholastik und Universität selber die argumentative Basis entzogen hat.

    • 18. Dezember 2012 um 16:21 Uhr
    • Mamas Liebling
  280. 288.

    PS – In Greece, 551 people, or 73.4 percent, voted against the constitution, and 189, slightly more than a quarter of the valid votes, voted in favor of it. Ten votes were invalid, and 750 Egyptians voted out of a total of 2,790 registered voters.

    Out of a total of 162 registered voters in Tunisia, 82 went to the referendum. Sixty-six voters, or 81 percent, said no to the constitution and 16, or 19 percent, said yes. All votes were correct.
    http://www.egyptindependent.com/news/egyptian-expats-north-africa-western-countries-reject-constitution

  281. 289.

    @272 A.v.Z.
    „Die Islamisierung bzw. die Veröstlichung des Westens reicht allerdings schon in den Vatikan zum Deutschen Papst.“

    Ja, wenn der „Humanistische Pressedienst“ das verbreiten lässt, muss es wohl stimmen.

    • 18. Dezember 2012 um 16:26 Uhr
    • Marit
  282. 290.

    Dawkins on religion – Extra: ‚Heaven and hell‘ – bei AJE

    Iran-Lobbyist Mehdi Hasan will Dawkins‘ Katholizismus-Kritik als zu krass vorführen (Iran halt, würde ein Sunnit eher nicht machen) und Dawkins kontert.

    Ja das ist grausam; aber so verrät man die Gläubigen wenigstens nicht als Menschen.

    http://www.youtube.com/watch?v=7eiHbXYS9nI

  283. 291.

    Frauen, die sich nicht einfach unterordnen wollen? Na sowas.

    http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Mit-Facebook-gegen-das-Patriarchat/story/30212938

    • 18. Dezember 2012 um 16:39 Uhr
    • Mamas Liebling
  284. 292.

    Dawkins on religion – Extra: ‚They are desperate to go to a martyr’s heaven‘

    Iran-Lobbyist Mehdi Hasan will Dawkins damit an den Karren fahren, dass Jihadisten doch auch Realwelt-Motive hätten – dabei hat Hasans Kurienkardinal Nasrallah gerade bekannt gegeben, wie mit diesen zu verfahren sei.

    Diese Islamischen Intellektuellen bringen es tatsächlich fertig, einem die ganze Veranstaltung noch einen Zacken krasser abstoßend zu machen.

    Dieses mal gönnt sich der Schpakko das letzte Wort.

    http://www.youtube.com/watch?v=rhc8aVDS_14

  285. 293.

    Nicht nur Kinder aus analphabetischen Migrantenfamilien haben eine schwere Kindheit vor sich:

    „Schröder* sagte, gerade Grimms Märchen etwa seien „oft sexistisch“. „Da gibt es selten eine positive Frauenfigur.“ Sie wolle deshalb neben Grimms Märchen auch andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen, so die Ministerin. Auch der bestimmte Artikel in „der liebe Gott“ habe aus ihrer Sicht nichts zu bedeuten, so Schröder. „Man könnte auch sagen: Das liebe Gott.“

    Märchenbücher werden inzwischen entweder gegendert, von strengen Muslimen in GB aus Kindergärten verbannt, bei der EU demnächst auf Rassismus abgeklopft und umgeschrieben – am besten gleich geschreddert!

    * Hier fiel kürzlich der Begriff „dumme Nuss“. Hier würde er mal passen.

  286. 295.

    @ KC

    Märchenbücher

    Vertreter der Political Correctness könnten doch mal zur Abwechslung Kultursensibilität bei den eigenen Wurzeln walten lassen.

    • 18. Dezember 2012 um 17:32 Uhr
    • Serious Black
  287. 296.

    – Ägypten –
    The High Authority of the Constituent Assembly has invited National Salvation Front leaders for a meeting to discuss their objections to the draft constitution and how to reach a national consensus.

    The authority has invited Mohamed ElBaradei, founder of the Constitution Party; Sayed El-Badawi, head of the Wafd Party; Hamdeen Sabahi, leading member of the Egyptian Popular Current, and Amr Moussa, head of the Egyptian Conference Party.

    The meeting will take place on Friday, one day before the second phase of voting in the constitutional referendum.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60804/Egypt/Politics-/Constituent-Assembly-asks-for-meeting-with-opposit.aspx

  288. 297.

    @ karolachristiane

    Der Flenner (12.00-12.15) ist wieder unterwegs; dieses mal für die Kumpels in Syrien; als echter Nostalgiker betrauert er die reinen Zeiten als die Brüder sich aus Großzügigkeit die Mädel überließen. 14.20-14.40; Man hat polygam gebunkert für bedürftige Brüder …

    Syrien Benefizveranstaltung am 16.12.2012

    Ich lern‘ bei sowas immer noch was dazu.

    http://www.youtube.com/watch?v=ArZ4z7EqX5Y

  289. 298.

    Abu Abdullah Als die Muslime weinten

    Wer sein Weibsvolk nicht eingewickelt kriegt, der wird zu einer Kugel des Feindes … damit wäre sicher eine Menge erklärt. min. 28.50-29.20

    Mit dieser Sorte Freiheit – können wir zeitlich doch wohl nur begrenzt unterwegs sein, oder ?

    http://www.youtube.com/watch?v=w5Q20EueDbA

  290. 299.

    USA waren in Marrakesch bei Ächtung von Terroristen gegenüber Syrischer Opposition und Europäern isoliert:

    „The Syrian National Council, too, co-operated both financially and militarily with al-Nusra, as did the leaders of various armed groups in northern Syria. Despite all the promises made to the US delegation in Tunisia to break with them, co-ordination continued on the ground.

    This is why the US deputy secretary of state found himself isolated in Marrakech when he classified al-Nusra as a terrorist organisation. The British and French remained silent, as did the EU, this year’s Nobel peace prize winner. This was met with horror by many Syrians, the vast majority of whom reject al-Nusra.“

    hxxp://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/dec/18/after-assad-falls-what-then

    Abu Dujana – Syrien Benefizveranstaltung am 16.12.2012

    Einpeitscher Abu Dujana setzt auf sexualisierte Gräuel-Propaganda*; quasi ein Horst mit umgekehrten normativen Vorzeichen; die Sistas aus Syrien würden um Empfängnisverhütungspillen ansuchen, damit sie keine Bälger von den Teufelsanbetern austragen müssten. Min 2.50-3.30

    *Propaganda kann auch stimmen …

    http://www.youtube.com/watch?v=pgP_G_KchJE

  291. 300.

    Richard Engel Free ! NBC reporter Talks about his Kidnapping in Syria

    Engel und Team sollten gegen gefangene Iranische Agenten und Amal-Leute ausgetauscht werden; wurden aus Rebellengebiet entführt und kamen nach Feuergefecht zwischen ihren Shabiha-Entführern an FSA-Sperre wieder frei.

    http://www.youtube.com/watch?v=MaUYFFDDtyE

    @ NN

    Soviel auch zu dem Thema, wer welche Gebiete ‘kontrolliert’ – man schweift von vielen Seiten: nach Beute. Kennzeichnend: Scharmützel, marodieren, Übergriffe und Massaker – so kämpft halt diese Kultur.

    @ TH

    Also, ich bin ja nicht so politisch korrekt oder wenn man so will: unorientalistisch, dass ich die Kategorie Kultur, sofern es nicht um Wein, Weib & Gesang usw. geht, von Betrachtungen über die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ausgeschlossen sehen möchte. Scharmützel, marodieren, Übergriffe und Massaker oder zerfranste bzw. unklare Frontverläufe sowie Kidnapping von Nicht-Kombattanten sind, bis sich die Nebel allmählich gelichtet haben, jedoch in Kriegen, zumal Bürgerkriegen, eher die Regel als die Ausnahme und eine kulturell amorphe Angelegenheit.

    Als in der modernen Geschichte bewanderter Beobachter, der ein wenig Ahnung vom Kriege hat, sollte Ihnen schon bewusst sein, dass die geordnete Feldschlacht zwischen großen, geschlossenen Kampfverbänden ohne anschließendes Chaos nicht unbedingt der Normalfall ist.

    In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die ebenso kulturalistische wie vorgeblich tiefschürfende Bemerkung eines Kommilitonen, der in Anbetracht von konkret-krassem Chaos, Wirren und Fiesheiten im amerikanischen Bürgerkrieg in a nutshell die amerikanische Kultur (an sich) zu erkennen glaubte. Da Huntington damals weder in noch out war, fragte ich ihn, ob an ihm ein alter preußischer Feldherr verloren gegangen sei. Seiner Reaktion nach zu schließen, hat er diese Frage nicht ganz verstanden.

    • 18. Dezember 2012 um 19:17 Uhr
    • N. Neumann
  292. 301.

    @148 publicola

    herzlichen dank auch meinerseits für die sehr ausführliche berichterstattung über die abstimmung in ägypten und ebenso nochmals vielen dank für die karten (da muss ich wohl noch besser googlen lernen).

    „… die Wahlbeteiligung lag demnach bei 32 Prozent … “ nicht gerade viel für eine abstimmung über eine verfassung (gibt’s in der eigentlich einen artikel darüber, mit welcher art von mehrheit diese geändert werden kann?)

    „…. Stimmten an diesem Wochenende die Bewohner der Großstädte wie Kairo und Alexandria … über das neue Grundgesetz ab,
    so kommt nächste Woche vor allem die traditionell konservativ geprägte Landbevölkerung in den Genuss der fünften freien Abstimmung seit dem Sturz Husni Mubaraks im Februar 2011.“ sieht insgesamt nach erfolg der mb aus.

    das war’s dann wohl, für’s erste.

  293. 302.

    @ NN

    „geordnete Feldschlacht zwischen großen, geschlossenen Kampfverbänden ohne anschließendes Chaos nicht unbedingt der Normalfall ist.“

    Ich habe es insgesamt nicht durchgezählt.

    Der Sechs-Tage-Krieg und der Yom Kippur Krieg aber waren – trotz Beteiligung von Arabern und Muslimen – doch recht ordentlich in ihrem Verlauf.

    Man darf wohl nicht: Sie allein lassen, oder allzu gute Absichten hegen (Irak)

    „Scharmützel, marodieren, Übergriffe und Massaker … eher die Regel als die Ausnahme und eine kulturell amorphe Angelegenheit.“

    Sind meiner Kenntnis nach zum 30-jähigen Krieg als Tiefpunkt-Phänomene registriert worden, was wohl mit: die Fürsten dazu nötigte, sich zu einer Ordnung von 1648 zu verstehen.

    Der US-Bürgerkrieg war natürlich in etwa auch so eine Katastrophe, wie der russische. Wenn es um die Seele geht, … das ist dann wohl immer ziemlich übel.

    So sieht man das im gemäßigt anti-imperialistischen Friedenslager
    übrigens inzwischen:

    „Der Traum eines jeden normalen Arabers ist es, auf einem Stuhl sitzen und ein wenig Handel zu treiben. Ein bisschen Krieg führen ist auch in Ordnung, dabei ist aber die für einen Araber in dieser Leidenschaft normale Form des Kriegs der Überfall. Mit furchterregendem Gebrüll und rollenden Augen. Ein langanhaltender und schleppender Krieg jedoch ist dem Araber ein Gräuel. Kriege im Nahen Osten sind deswegen Sache von Profis, und deshalb kommen die arabischen Monarchien langsam in Schwierigkeiten: das Menschenmaterial ist zwar noch nicht erschöpft, aber es gelingt nicht mehr, die Zahl der Rebellenbanden merklich zu vergrößern. Die “syrische Schaukel” schwingt weiter, aber bis zu einem Sieg – egal welcher Seite – ist es noch ein langer Weg.“

    http://www.neopresse.com/politik/naherosten/schachbrett-nahost-aktivierung-der-palastinenser/

    In fünf Jahren haben die weder einen Vom Winde verweht Roman noch einen Tam-tam-Totalitarismus, der ihnen die Opfer verklärt; dafür aber ein paar Grimmelshausen-Chronisten.

    Ich frage mich, ob man bis zu den Hunderttausenden von Toten bei den Bogdanovschen Liebesgrüßen aus Moskau gar nicht mehr hingehört hat, oder ob es einen unausgesprochenen Konsens gibt, dass die eh alle nicht mehr zu retten sind.

    Die Antiimpis setzen auf abmurxen, bis sie alle weg sind:

    „Die syrische Armee “verarbeitet” zwar unter großen Schwierigkeiten, aber doch erfolgreich die Horden der einfallenden Söldner, so dass es bei den Aggressoren mit einer Perspektive eher nebulös aussieht. Es bedarf weiterer Portionen Kanonenfutter, und so wie es aussieht gehen die bisherigen Vorräte langsam zur Neige.“

  294. 303.

    sieht insgesamt nach erfolg der mb aus – das hängt von der vorherigen Erwartungsamplitude ab – auf dem Thread „Warum Deutschland für Palästinas …“ was es notwendig, anzumerken:

    # 1411 Hier sei das weitsichtige Gespür von N. Neumann nochmals anerkennend erwähnt,
    der den jetzt eingetretenen Zustand und eine der plausiblen vermutlichen Möglichkeiten des weiteren Verlaufs imaginierend avisierte:

    # 764 – „Auch ein knapper Sieg Mursis bei der Abstimmung über die Verfassung wäre wohl kein richtiger Erfolg für ihn.
    Ein mit knapper Mehrheit gewählter Präsident ist das eine, eine mit knapper Mehrheit angenommene Verfassung das andere.

    Für riskanter halte ich das Vorhaben von Teilen der Opposition, nicht an der Abstimmung teilzunehmen.
    Eine relativ geringere Wahlbeteiligung
    mit einem vergleichsweise höheren Sieg
    ließe sich im Sinne der Muslimbrüder
    einfacher zu einem Erfolg umdeuten.“

    Dieser Neumann-Hypothese hinsichtlich einer der Möglichkeiten des zu erwartenden weiteren Verlaufs konnte man nur mit voller Zustimmung begegnen
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/11/28/warum-deutschland-fur-palastinas-anerkennung-stimmen-sollte-aber-es-naturlich-nicht-tun-wird_5816/comment-page-177#comments

  295. 304.

    … war es notwendig…

  296. 305.

    PS – zuvor auf demselben Thread sah ich mich veranlasst, eine Zeit bevor Mursi schließlich auf seine selbstverordnete Immunisierung gegenüber der 3. Gewalt, der Justiz, verzichtete, unter #1287 zu schreiben:

    Die MB/Mursi muss Kompromisse machen bzw. (zumindest teilweise) zurückrudern, weil die MB/Mursi
    – trotz intensiver Selbsttäuschung
    (hier kommt einerseits die Unerfahrenheit und andererseits die religion-basierte Begrenztheit des Denkens zum Tragen) –
    sich trotz allem schließlich der Erkenntnis nicht entziehen können,

    a – dass sie konfrontiert sind mit einem veritablen, breiten und hochaktiven Massenaufstand
    (Liberale, Säkulare, Ancien Regime, Arbeiter, Oberschicht) gemäßigte Islamisten, Presse, Medien)
    gegen ihre Maßnahmen und Entscheidungen,
    der dabei ist sich umzuwandeln bzw. sich bereits transformiert hat in
    einen Massenaufstand gegen die MBs und gegen den Islamismus;

    b – dass sie feststellen müsssen, dass Justiz, Administrativ-Apparat (siehe z.B. angekündigter Referendum-Boykott der Auslands-Diplomaten) und Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) relativ unabhängig von den MBs/von Mursi handeln

    c – der Grund für a) und b) ist, dass die MB/Mursi es nicht verstanden haben, dass der Präsident zumindest in einem begrenztem Maße nicht mehr reiner Vertreter seiner eigenen Partei sein kann und darf, sondern zumindest in begrenztem Maße die anderen gesellschaftlichen und politischen Kräfte zu berücksichtigen und mit ins Boot zu nehmen hat.

    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/11/28/warum-deutschland-fur-palastinas-anerkennung-stimmen-sollte-aber-es-naturlich-nicht-tun-wird_5816/comment-page-161#comments

  297. 306.

    297/8
    Thomas Holm
    „Der Flenner ist wieder unterwegs;“
    Curses.
    Meine, meine ich: what did I do to deserve this?`In my country. In my language.
    Das sind garantiert die falschen Fragen.

    Antworten gibt er hier: der Atemlose mit dem Schlagobers-Akzenthäubchen auf all den anderen Akzenten seiner Biografie, der den Islam in Deutschland neu erfinden will oder soll: Mouhanad Khorchide.
    http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/18.12.2012-10.05/b/was-lernt-ein-islamlehrer.html

  298. 307.

    – Ägypten – Ex-Pats –

    Final count in (Riyadh), Saudi Arabia
    „Yes“: 55,702 (82.46 per cent)
    „No“: 11,846 (17.54 per cent)
    Total registered voters: 159,222 – Turnout: 42.6 per cent

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60832/Egypt/Politics-/-of-Egyptians-in-Riyadh-say-Yes-to-the-constitutio.aspx

  299. 308.

    @P

    Ich habe mich gefragt – nachdem am Freitag der Kopf des Verfassungsrates mit der Opposition reden will – ob vielleicht die Militärs neue Bedingungen stellte, nachdem die USA & Co Bedingungen an Kredite stellte, ob da vielleicht den MB aufgegangen ist, dass das Geld ausgeht.

    • 18. Dezember 2012 um 21:36 Uhr
    • Mamas Liebling
  300. 309.

    „Mouhanad Khorchide ist Soziologe, Islamwissenschaftler und Religionspädagoge“

    Dreimal nichts bleibt nichts.

    • 18. Dezember 2012 um 21:38 Uhr
    • Mamas Liebling
  301. 310.

    @ MLFS – die ägyptische Sphinx – halte die von Ihnen überlegte Begründung für eine von divesen korrekt vermuteten Motive – wie auch immer: jedenfalls müssen von an einem baldigen allzudeutlichen Niedergang der MBs interessierte Sympathisanten und Mitgliedern der MBs nach außen sichtbare und referenzierbare Signale einer Gesprächs- und Kompromissbereitschaft gegeben werden, ob ernst gemeint oder nicht – der später dann mögliche Hinweis-Rückbezug auf diese Signale und Angebote wird im künftigen politischen Tageskampf für mögliche Gewinnbemühungen oder für Verlustvermeidungen relevant sein: es kommt ja in Zukunft darauf an, an wem wofür der ‚Schwarze Peter‘ klebenbleibt.

  302. 311.

    .. von an einem baldigen allzudeutlichen Niedergang der MBs nicht interessierten Sympathisanten und Mitgliedern der MBs …

  303. 312.

    Dann eben Polio:

    hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-fuenf-impfhelfer-von-anti-polio-kampagne-erschossen-a-873568.html

    Gunmen in Pakistan have killed six women who were working on a campaign to vaccinate children against polio. Five of the women were killed in the country’s largest city, Karachi. Islamabad is in the middle of a three-day vaccination drive targeting high risk areas of the country as part of an effort to immunise millions of children under the age of five.

    http://www.youtube.com/watch?v=1y37J_3xJ-I

  304. 314.

    – Ägypten –

    Families of some of the demonstrators killed during recent clashes at Cairo’s presidential palace, which broke out over the opposition of presidential political decisions, are pursuing lawsuits against the president, according to some relatives of those killed.
    According to the relatives of those killed, President Mohamed Morsi is to be accused of having incited the killing of the demonstrators by failing to provide the legally due security for peaceful protesters and calling upon „armed supporters to attack the peaceful demonstrations.“ The families of the deceased are planning to make a collective announcement on the matter soon.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60826/Egypt/Politics-/Beyond-Egypts-referendum-Morsis-quarrels.aspx

  305. 315.

    @karola

    Schaun’se ma!

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article112098115/Schroeder-zensiert-beim-Lesen-den-Negerkoenig.html

    Den Neger haben nun wirklich wir verbrochen, muehehe.

    C A F F E E,
    trink nicht soo vihiel Kahafee.
    Nicht für Kinder ist der Tühürkehentrank,
    schwächt die Nerven, macht dich blahass uhund krank.
    Sei doch kein Muselmann,
    der ihn nicht lassen kann.

    • 18. Dezember 2012 um 23:00 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  306. 316.

    @SoC
    Schaun’se ma bei 293!

    Neger, Muselmann – das sind Begriffe aus einer anderen Zeit, keine „Verbrechen“.

    PS Und nennen Sie mich nicht „Weiße“! :)

  307. 317.

    oops,

    erwischt. Ändern heißt dann wohl aktualisieren? Wat zicken Sie dann hier rum?!

    • 18. Dezember 2012 um 23:27 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  308. 318.

    317
    @SoC
    „Wat zicken Sie dann hier rum?!“

    Um Ihnen jetzt eine gute Nacht zu wünschen! :)

  309. 319.

    einige Tipps für Familienministerin Schröder, auf dass diese Welt endlich eine bessere werde

    @ SoC

    … ‚Weihnachtsfrau’*), ‚Mother Christmas’*), ‚Kaiserin Augusta‘, ‚Quirinia‘, ‚Marius und Josepha‘, ‚Jesa Christa‘, ‚die Hirtinnen‘, ‚Öchsin und Eselin‘, ‚die böse Königin Heroda‘, ‚die böse Wölfin‘, ‚der böse Hexer‘, ‚die gestiefelte Katze‘, ‚Herr Holler‘ etc. …

    _________________________

    *) http://image.shutterstock.com/display_pic_with_logo/757447/757447,1323806308,3/stock-photo-woman-in-christmas-mrs-santa-claus-costume-90736315.jpg

    • 18. Dezember 2012 um 23:38 Uhr
    • Publicola
  310. 320.

    @MRX

    Jo insofern sich Libyen erst seit 2003 über WMD verhandelte.

    Libyen war schon vorher bereit zu verhandeln, aber USA/UK nicht, sie vertüddeln das.

    „Der Fall Libyen ist von den Anhängern der Bush-Administration in Anspruch ge-nommen worden, um die Richtigkeit ihrer Counterproliferationspolitik zu bestätigen: Militärischer Druck, das abschreckende Beispiel des Irak-Krieges und die Gefangennahme Saddam Husseins sowie die Beschlagnahme eines Frachtschiffes mit Komponenten des Kernwaffenprogramms im Oktober 2003 seien ausschlaggebend für die libysche Entschei-dung gewesen. All diese Scheinerklärungen stoßen sich an der Zeitabfolge: Schon früh – 1992 – waren die Waffenprogramme von Libyen erstmals zur Disposition gestellt worden, die Verhandlungen begannen kurz vor dem Irak-Krieg und waren abgeschlossen, bevor das Schiff beschlagnahmt und Saddam Hussein verhaftet wurde.
    Ausschlaggebend für den libyschen Politikwechsel war der Wunsch nach Regimeerhalt. Der verlangte nach einem Ende der Sanktionen und nach wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen, nachdem Reformversuche fehlgeschlagen waren. Die aggressive und offensi-ve Außenpolitik war bereits in der Region gescheitert und schon in den neunziger Jahren deutlich korrigiert worden. Der entscheidende Schritt, das libysche Zögern zu überwin-den, gelang gerade durch die Abweichung von der Standard-Counterproliferationspolitik Bushs, deren Kern der Regimewechsel in dem inkriminierten „Schurkenstaat” war. Erst als sich Gaddafi sicher war, dass es Washington gerade nicht um einen Regimewechsel ging, war er zur Aufgabe seiner Waffenprogramme bereit.“

    Aber du wolltest mir ja auch erklären die Mehheit der seutschen Ökonomen sei für den Euro gewesen und Boothby glaubt ohnehin an Klima.

    Mal ab davon, das sich die Mehrheit der deutschen Populisten ihrer Zustimmung nur so lange sicher sein wird, wie es davon ausgehen kann, das der Eurokollaps oder freeway-Gerichtshöfe von den Erwachsenen nicht wirklich in Erwägung gezogen werden, bleiben mir beim Klima auch noch Alternativen zu Mörner oder anderen Eso-Pfosten. Wie praktisch.

    Wählnse PDV, ham se beides im Kombipack. Das bischen 9/11-Schwurbel ist bei ihrer Toleranzschwelle völlig akzeptabel.

    • 19. Dezember 2012 um 00:12 Uhr
    • Boothby
  311. 321.

    @MRX, Nachtrag Link

    http://www.hsfk.de/downloads/report0606.pdf

    Jetzt entlarven sie den Müller schnell als ollen Antiamerikaninski, mit herben Linksdrall oder so.

    • 19. Dezember 2012 um 00:15 Uhr
    • Boothby
  312. 322.

    Araber völlig durcheinander:

    Israeli Channel 2 reporter Etay Engel was welcomed into Idlib, in the north of Syria, by armed groups opposed to the Syrian government.

    The reporter was given tours around the armed groups‘ bases in the area, aswell as interviews with various members, including a commander who wished former Israeli Prime Minister Ariel Sharon was fighting alongside them against the Arab Syrian Army. ab min. 2.10

    http://www.youtube.com/watch?v=RXkDVVStQ4c

  313. 323.

    – Ägypten – ein Kommentar in Al-Arabiya zum Referendum –

    … Although election officials extended the voting time by four hours, voter turnout was so low (31 percent), far lower than the presidential or parliamentary elections following the fall of Hosni Mubarak’s regime in February 2011.
    This suggests that more than two thirds across half of Egypt have boycotted the referendum.
    In fact, most of the boycotters announce their rejection of the new constitution because it doesn’t enjoy a national consensus.
    According to Wael Ghonim, an icon of the 2011 revolution,
    “Out of every 100 Egyptians,
    69 did not take place in the referendum,
    18 said ‘yes’ and
    13 said ‘no.’”
    This highlights the legitimacy problem
    Egypt is experiencing right now …

    It is beyond doubt that the controversial constitutional referendum has split Egypt into two rival and confilictual camps;
    Islamists who view the draft constitution as a gradual step toward Sharia, or Islamic law, and
    secularists who fear that the document endangers liberties and rights for many segments of society.
    Polarization will only deepen after the votes on the constitution.
    This polarization and standoffs between rival camps in Egypt symbolize the failure of President Mohammed Mursi’s government to unify Egypt after almost two years of Mubarak’s fall …

    According to state-owned newspaper al-Ahram, „regardless of the outcome of the current constitutional poll, the coming period in Egypt would be ridden by political conflict and strife.“
    There will be no stability in any case.
    President Mursi and his government will also face difficult decisions in coming month on a slew of economic issues that could force them to take unpopular steps, provoking further instability.

    Most important, Egypt is moving toward a religious state under President Mursi’s Muslim Brotherhood and their ultraconservative Salafi allies.
    The draft constitution would empower Islamists to carry out the most widespread and strictest implementation of Sharia that modern Egypt has seen.
    Opposition parties fear that Egypt might be transferred into an Iran-like state.

    http://english.alarabiya.net/views/2012/12/19/255901.html

    Autor: Ayman el-Dessouki is an Assistant Professor of Political Science at Cairo University, Egypt.

  314. 324.

    @ TH

    Lobeshymnen auf Arik Sharon? Verkehrte Welt.

    • 19. Dezember 2012 um 09:50 Uhr
    • Serious Black
  315. 325.

    @ SB

    „Lobeshymnen auf Arik Sharon? Verkehrte Welt.“

    Starkes Pferd* trumpft immer – nichts anderes soll uns nur die ganze Zeit ver-unlernt werden.

    *Mit Augenmaß

  316. 326.

    Depression in der Landis-Gemeinde, unter Leuten, die seit 8-10 Jahren eher über historischen Heldentümer und 5-Sterne-Hotels räsoniert haben:

    „Sunni against Shia is the easy way to control the Moslem world and many Moslems are falling into this trapp like headless tuna fish.Who cares about Hussien,Ali,Aisha,Omar or any other historical Islamic dead dudes,but for Moslems no way Jose it is very crucial: if you believe in Hussien I will kill you
    And if you believe in Ali I will get 72 virgins for free if I let my son cut your neck and if you don’t respect zienab or Aisha then shame and death on you!!!
    Moslems from all over the earth as far as china and Sweden are coming to Syria
    To kill Moslems or pseudo Moslems ….what an easy trapp for Moslem Tuna jihadists.“

    Landis, Sure 17052, Ayat 112

    ####://w#ww.jo#shu#ala#ndis.com/blog/?p=17052&cp=all#comments

    alle # natürlich raus; url wird irgendwie geblockt hier.

  317. 327.

    – Ägypten –

    Ahmed El-Borai, secretary of the National Salvation Front (NSF), an umbrella organisation of opposition groups, has rejected the Constituent Assembly’s invitation for dialogue on the constitution.
    … El-Borai questioned the authority of the assembly to call for the meeting
    because it was „dissolved the moment the constitution draft was finalised.“ …
    „If the assembly was aware of our objections from the beginning why did it delay the invitation until the referendum was already being held?“ asked El-Borai.
    He also questioned what the outcome of the dialogue would be when the referendum is already underway.

    The NSF has urged the president
    to postpone the referendum for two weeks,
    El-Borai added, asserting that
    the front would not agree to anything except a new draft constitution written by a more representative assembly.

    „The steps taken by the president to overrule judicial independence and make his decisions immune from challenge only make matters harder,“ said El-Borai, stressing that
    the front is hoping the president will reconsider his decisions and end the current state of division.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60840/Egypt/Politics-/Egypt-opposition-rejects-talks-on-constitution-wit.aspx

    • 19. Dezember 2012 um 13:12 Uhr
    • Publicola
  318. 328.

    @ TH

    Lobeshymnen auf Arik Sharon? Verkehrte Welt.

    @ SB

    Ähnliche Äußerungen auf arabischer Seite sind aber so neu nicht. Ariel Scharon war für viele Araber der verhassteste israelische Politiker, wurde aber auf eigentümliche Weise von arabischen Kämpfern als Kämpfer mitunter respektiert.

    • 19. Dezember 2012 um 13:16 Uhr
    • N. Neumann
  319. 329.

    @ NN

    „auf eigentümliche Weise von arabischen Kämpfern als Kämpfer mitunter respektiert.“

    Ein wahres Wort. Dass Die Juden auch einen Rommel, pardon – Chalid ibn al-Walid haben, und dabei auch noch so nebenbei den ganzen Kommunikations-Hokus-Pokus erfunden haben, mit dem sich Turnschuh- und Facebook-Rebellen ebenso dem Rest der Welt empfehlen können, wie man damit die Verbrechen der Schlangenbeschwörer und Teufelsanbeter der schlummernden Ummah bekannt machen kann; das zusammengenommen sollte eigentlich eine Veranlassung zum Nachdenken bilden.

    Der Dalai Lama soll – abseits aller billigen Klischee-Themen – schon über wesentlich geringere Abweichungen der Weltenläufe von den dortigen Prophezeiungs-Überlieferungen: ins Grübeln gekommen sein.

    Der Islamische Patient hat eine kriegerische Schwäche, was als mehrfach-pun hier so expliziert werden soll, dass er die erfolgreiche Führung von Gefechten durchaus geneigt ist, als einen akzeptablen Ausweis von Anstand und Legitimität anzuerkennen.

    Eine bemerkenswerte Kulturschranke für ein Respektgebiet, welches kurzzeitig durchaus als Antisemitismus-freie Zone aufscheinen mag.

    Sogar im Israelischen Fernsehen, was dann sogleich kritisch-beherzt von Al Manar aufgegriffen wird … um die in ihrer Assad-Not Juden-tümelnden sunnitischen Geschwister der allerschwersten Irre-Leitung anzuprangern.

    Und immer wieder die Frage: Kann man krasser noch gefickt sein ?

    Dumm ist dabei speziell auch, dass das Schlachtfeld als Weltbühnenecke von Lehrstücken nicht gerade in zitierfähigem Rufe steht. Hieran ist allerdings – der Westen in seiner augenblicklichen Verfassung schuld.

    Das muss auch mal gesagt werden, namentlich auch von mir.

  320. 330.

    Dumm ist dabei speziell auch, dass das Schlachtfeld als Weltbühnenecke von Lehrstücken nicht gerade in zitierfähigem Rufe steht. Hieran ist allerdings – der Westen in seiner augenblicklichen Verfassung schuld.

    Das muss auch mal gesagt werden, namentlich auch von mir.

    ???

    • 19. Dezember 2012 um 14:14 Uhr
    • N. Neumann
  321. 331.

    @ NN

    ???

    Weil ich doch immer so pro-westlich bin.

  322. 332.

    @ TH

    Das weiß ich, ich verstehe Ihre Bemerkung aber trotzdem (noch?) nicht.

    • 19. Dezember 2012 um 15:04 Uhr
    • N. Neumann
  323. 333.

    @ NN

    „ich verstehe Ihre Bemerkung aber trotzdem (noch?) nicht.“

    Wo ein flagrantes Versagen auf einem nicht auch nicht ganz unbedeutenden Felde des Fortschritts: so eklatant einen lautstark zu Empfehlung und Vergewisserung verkündeten Selbstbild widerläuft …

    … dort wächst Stoff zur Reflexion heran. Im Prinzip. Der eine geißelt die Meereswogen und der andere denkt über Strategie und Ausrüstung nach: was Gesellschaft-kritisch, Ordnungs-erneuernd, Staats-reformatorisch gar ausgehen kann.

    Fortdauerndes Unvermögen könnte mithin als ein Symptom für eine Scheu vor den letzten drei Punkten gedeutet werden.

    Sich angesichts fortdauernder Debakel gleichwohl kaum zu vorwärts weisenden Überlegungen verstehen zu mögen, erscheint dann jedenfalls in einem etwas weniger skandalöserem Licht, wenn aus der westlichen Kultur heraus versichert wird, dass das Militärische sowieso von Übel sei und Kümmernisse auf diesem Gebiet schlechterdings nicht, bzw. keineswegs als Symptome für einen Reformbedarf gedeutet werden sollten.

    So nach dem Motto: Sparta war eh ein Irrweg, vergeigen ist kein Problem.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Victor_Davis_Hanson#Carnage_and_Culture

    „he argued that the military dominance of Western Civilization, beginning with the ancient Greeks, is the result of certain fundamental aspects of Western culture, such as consensual government and individualism. Hanson rejects racial explanations for this military preeminence“

    Stellen Sie sich den Kollegen Hanson doch mal bei einer OSI-, oder BBC-Veranstaltung über diversity, respect and peace vor. Auch in den USA ficht er ja auch bedrängter Ecke heraus, aber am OSI könnte ihn wohl selbst ein beherzt vorgetragener Entsatz*-Vorstoß aus dem OEI nicht mehr retten.

    *Heraus-hau

  324. 334.

    – Ägypten –

    Judge Zaghloul El-Balshi, secretary-general of the Supreme Electoral Commission (SEC), on Wednesday announced he would be unable to supervise the second round of Egypt’s constitutional referendum after undergoing eye surgery.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/60868/Egypt/Politics-/Egypts-referendum-monitor-will-not-work-during-nd-.aspx

  325. 335.

    – Ägypten – aus religionsideologischer Sicht –

    The demonstrations, violent incidents, resignations, accusations and more that are sweeping Egypt are symptoms of a much greater development. What is developing in Egypt is the ideological battle of the decade …

    The Muslim Brotherhood and its supporters within the Salafis want to turn Egypt into a place that is far closer to its ideas of what are right and wrong. …
    On the other sides are the intellectuals and he so-called “secular groups”, which are often populated by pious Muslims and Copts who are far from secular.

    However, the Salafis and some of the stricter members of the Muslim Brotherhood do not consider the Muslims who are part of these groups as even full Muslims. The Muslim Brotherhood and the Salafis have their own tests and ideas of what is a true Muslims …

    … During a late night conversation with some clearly conservative Muslims one of them stated that the “Muslim Brotherhood is a foreign element in Egypt”. Another person said that the Brotherhood is “zay Shia”, “like the Shiite”. That person was referring to the vertically hierarchal nature of Shi’ism, with its mullahs and ayatollahs. This differs greatly from the more horizontal and egalitarian version of Sunni Islam that has been the norm for Egypt …

    Most Egyptians see themselves as pious Muslims, but are far from fanatical and extremist.
    They are serious in the following of the rules of Islam as they understand them.
    They resent anyone trying to impose their ideological approaches upon them.

    The more liberal Egyptians,
    the more free-wheeling intellectuals and
    the internationalist Egyptians
    often resent such outside interference in their ideas more than the average Egyptians.

    In many ways what we may be seeing in Egypt is a clash of interpretations of Islam, or even a clash of civilizations within Egypt. How this works itself out could affect similar debates and clashes in many places throughout the Muslim world …
    The world is watching. The Muslim world is watching. The results will be vital for so many issues within the Muslim world, but also with regard to its relations with the non-Muslim world, that this underlying conflict and debate needs to be watched closely and considered carefully …

    (Dr. Paul Sullivan is Professor of Economics at National Defense University and adjunct professor of Security Studies and Science, Technology and International Affairs at Georgetown University. Article from Global Experts, a project of the United Nations Alliance of Civilization.)

    From: »Egypt: the ideological battle of the decade«
    by Paul Sullivan
    Al Arabiya – Wednesday, 19 December 2012
    http://english.alarabiya.net/views/2012/12/19/255900.html

  326. 336.

    „a clash of civilizations within Egypt.“

    zwischen Muslimen mit Furcht vor der eigenen Courage (‚Säkulare‘) und Muslimen ohne eine solche Furcht (‚Islamisten‘)

    „How this works itself out could affect similar debates and clashes in many places throughout the Muslim world …“

    Allerdings; mit einem bevorzugten Interesse bei den Golfarabern, die dem Westen ja schon verklickern, dass ein ‚zweiter Iran‘ den Anfang vom Ende der stabil-gemäßigten Monarchien dortselbst bedeuten würde.

    „The world is watching.“

    Das sollte sie auch weiter tun.

    „The Muslim world is watching.“

    Der Spruch: ‚Zieht Euch mal warm an‘ passt vielleicht nicht so ganz; irgendwas mit Sturm müsste man sagen; sowas kennen die ja.

  327. 337.

    @Holm

    … dort wächst Stoff zur Reflexion heran. Im Prinzip. Der eine geißelt die Meereswogen und der andere denkt über Strategie und Ausrüstung nach: was Gesellschaft-kritisch, Ordnungs-erneuernd, Staats-reformatorisch gar ausgehen kann.

    Fortdauerndes Unvermögen könnte mithin als ein Symptom für eine Scheu vor den letzten drei Punkten gedeutet werden.

    Sie waren schon mal expliziter, aber ist das ihre Dichotomie: Hier die veränderungsunwilligen Meereswogenbeklatscher, die in selbstverleugnender Maniriertheit sich ihrer Scheu ergeben, dort die Checklist-bewehrten Militaria-Pragmatiker, die, wenn die Pazifistentruppe es nicht vermasselt hätte, die Sache etwa ab Sparta hingebogen hätte, zur höheren Ehre Gottes oder der offenen Gesellschaft oder so?

    Was auch immer, ich wiederhole es gern: Ich habe mich schon richtig an ihre Versschmiederei gewöhnt, und tät es auch vermissen. Zu ihrer Beruhigung möchte ich ihnen versichern: In diesem Milieu hier ist das Beklagen des unverständigen Weicheiertums gar nicht mehr nötig.

    Meine persönliche Vermutung, auf der eher generellen politischen Verfasstheitsebene, wäre, das Meinungsbilder wie das ihrige (wenn auch meist weniger eloquent-delirierend dargebracht) viel verbreiteter sind, als sie denken (und insofern womöglich den Demokratieferne-Vorwurf substanziieren).

    Andererseits spricht aus ihren Zeilen so eine gewisse verzweifelte Quengeligkeit. Ich frage mich, wie so wehrunfähiges Gesocks die shaker’maker so aus der Bahn werfen können.

    • 19. Dezember 2012 um 16:29 Uhr
    • Boothby
  328. 338.

    @ NN

    “ich verstehe Ihre Bemerkung aber trotzdem (noch?) nicht.”

    Wo ein flagrantes Versagen auf einem nicht auch nicht ganz unbedeutenden Felde des Fortschritts: so eklatant einen lautstark zu Empfehlung und Vergewisserung verkündeten Selbstbild widerläuft …

    … dort wächst Stoff zur Reflexion heran. Im Prinzip. Der eine geißelt die Meereswogen und der andere denkt über Strategie und Ausrüstung nach: was Gesellschaft-kritisch, Ordnungs-erneuernd, Staats-reformatorisch gar ausgehen kann.

    @ TH

    Ich verstehe Sie immer noch nicht ganz. Worauf spielen Sie konkret an? Auf den Mangel an westlichem Interventionismus in Syrien?

    “a clash of civilizations within Egypt.”

    zwischen Muslimen mit Furcht vor der eigenen Courage (‘Säkulare’) und Muslimen ohne eine solche Furcht (‘Islamisten’)

    Wat?! Säkulare in Ägypten, keine Courage? Wer hat denn Mubarak gestürzt? Und wer wehrt sich gegen einen Durchmarsch der Muslimbrüder und Salafisten?

    • 19. Dezember 2012 um 16:36 Uhr
    • N. Neumann
  329. 339.

    Boothby @ Holm: Sie waren schon mal expliziter

    Aber hallo.

    • 19. Dezember 2012 um 16:38 Uhr
    • N. Neumann
  330. 340.

    @ Boothby

    „Meinungsbilder wie das ihrige (…) viel verbreiteter sind,“

    Denke ich manchmal durchaus; sie sind nur weniger gut artikulationsfähig im vorhandenen Wort-Wert-Baukasten, weil …

    „(und insofern womöglich den Demokratieferne-Vorwurf substanziieren).“

    … tückisch Verdachts-Reflexe bedienend.

    Ihr „insofern“ ist gut; wenn noch ein paar mehr Leute so denken, dann könne es ja nur von Übel sein.

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Shaker_Maker ?? Disney-Figuren ?

    „so aus der Bahn“ fliegen die anderen; der Westen kapiert es nur falsch.

    Ist aber alles nur ein Nebengeplänkel, meinerseits zumindest; bei ZONs-BHL-Artikel, da geht es richtig tragisch zur Sache.

    http://www.zeit.de/2012/51/Syrien-Intervention?commentstart=9#cid-2495884

  331. 341.

    Der Islamische Patient hat eine kriegerische Schwäche, was als mehrfach-pun hier so expliziert werden soll, dass er die erfolgreiche Führung von Gefechten durchaus geneigt ist, als einen akzeptablen Ausweis von Anstand und Legitimität anzuerkennen.

    @ TH

    Man kann Ariel Scharon aus traditionell-arabischer Sicht natürlich schlicht als, wenn auch feindliches, starkes Pferd betiteln. Der Mythos Scharon verdankt sich aber wohl auch unter feindlichen Waffenträgern dem selben Umstand wie auf der israelischen Seite: Der Mann hockte, als er noch bei guter Gesundheit war, nicht nur in seinem Büro, sondern pflegte engeren Kontakt zur Truppe. So ähnlich hat es anerkennend jedenfalls mal ein palästinensischer Intifada-Veteran formuliert.

    Und auch insgesamt sollten Sie die Arabellion eine deutliche Spur weniger aus der Perspektive arabischer Traditionalismen, den islamistischen mit eingeschlossen, deuten. Z.B. als Rebellion gegen einen doch sehr manifesten Modernisierungsstau, die auch ihre Helden (Plural!) hat, aber als Zielvorstellung eher nicht das erneute Beherrschtwerden durch starke Pferde.

    Sie sollten sich nach Möglichkeit vielleicht einmal mit ein paar Arabern unterhalten und sich nicht nur Clips von arabischstämmigen Gangsta-Rappern und salafistischen Vögeln reinziehen.

    • 19. Dezember 2012 um 17:00 Uhr
    • N. Neumann
  332. 342.

    @ NN

    „Sie waren schon mal expliziter

    Aber hallo.“

    Neumann, Sie bieten gelegentlich ein derartig dicht verwachsenes Defizit-Gestrüpp dar, dass ich mich nur mit den allergrößten Schwierigkeiten thematisch diszipliniert eingegrenzt bekomme, auf jeweils nur eines, oder darauf, auf die Dinger nacheinander einzugehen.

    „Wat?! Säkulare in Ägypten, keine Courage? “

    Keinen Mut zur Courage Politik nach Koran zu machen, und auch kaum einen, offen zu sagen, dass die ganze Idee schon Humbug ist.

    „Furcht vor der eigenen Courage“ hatte ich gesagt, nicht „keine Courage“

    ‚Angst vor der eigenen Courage‘ ist die Formel, die ich modifiziert habe.

    “ Wer hat denn Mubarak gestürzt?“

    Viele von denen, denen es jetzt vielleicht sogar noch etwas mehr graut.

    „Und wer wehrt sich gegen einen Durchmarsch der Muslimbrüder und Salafisten?“

    Viele Muslime bestimmt, die in ihrer Frömmigkeit eine schaudernde* Verehrung für das Los der Zeinab reserviert haben.

    *wo die Ehrfurcht in Erschütterung übergegangen ist

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/kairo-sayyida-zeinab-referendum?commentstart=1#cid-2488958

    „Skeptiker von Befestigungen politischer Macht – auch wenn diese im Zeichen des Islam betrieben werden – haben in der Namensgeberin dieses Stadtteils jedenfalls eine legitimierende Referenzfigur.“ Kommentar Nr. 3

    Herr Gehlen wirkte mit dem Artikel so etwas verlaufen in Kairo, deswegen habe ich etwas ausgeholt.

    Ich deute vieles aus der Mystischen Richtung als ein Symptom von Erfahrungen, die mit Machthabern gemacht wurden, denen es an Mut zur krassen Courage die Gesellschaft nach den erstbesten Suren zuzurichten, eben nicht gefehlt hat.

    Wer aber zögert, vor der Courage, es drauflos-Koranisch ‚drauf an kommen zu lassen – der richtet wiederum kaum etwas aus. Das ist das Dilemma. Und die Chance des Iran bei den Sunniten; einfach die Macht- skeptisch veranlagte, bzw. gewordene Fraktion zu kidnappen.

    Dann sagen sie: Wir machen nicht takfir auf Euch; und das klingt doch fair, oder nicht ?

  333. 343.

    Grimms Märchen

    Eine aktuelles Märchen

    Sarrazins Deutschland schafft sich ab

    Und mein absoluter Favorit

    NSU-Pannen Serie alla Innenminister Friedrichs

    • 19. Dezember 2012 um 17:27 Uhr
    • cem gülay
  334. 344.

    @Holm

    “Meinungsbilder wie das ihrige (…) viel verbreiteter sind,”

    Denke ich manchmal durchaus; sie sind nur weniger gut artikulationsfähig im vorhandenen Wort-Wert-Baukasten, weil …

    An Artikulationsfähigkeit mangelt es ihnen sicher nicht.

    “(und insofern womöglich den Demokratieferne-Vorwurf substanziieren).”

    … tückisch Verdachts-Reflexe bedienend.

    Ihr “insofern” ist gut; wenn noch ein paar mehr Leute so denken, dann könne es ja nur von Übel sein.

    Wie gesagt: Womöglich denken schon ein paar mehr Leute so, da sind wir allet jute Demokraten.

    Der Punkt ist eher: Bringen sie mal einen Entscheiungsträger dazu, derartige Infantilitäten zur Basis der eigenen Entscheiungsgrundlage zu machen. Was, wenn es auf mehr ankommt als einfach nur die Dicke der eigenen Klöten?

    Will sagen: Es liegt vielleicht nicht daran, das zuwenig Leute so denken, sondern daran, dass das Leben kein Douglas Adams-Roman ist.

    @NN

    Sie sollten sich nach Möglichkeit vielleicht einmal mit ein paar Arabern unterhalten und sich nicht nur Clips von arabischstämmigen Gangsta-Rappern und salafistischen Vögeln reinziehen.

    Um Gottes Willen: Die Dattel legt den größten Wert darauf, das die im RL die Klischees alle bestätigen, er hat eigens Testfragen ausgeheckt.

    • 19. Dezember 2012 um 17:33 Uhr
    • Boothby
  335. 345.

    “Wat?! Säkulare in Ägypten, keine Courage? ”
    Keinen Mut zur Courage Politik nach Koran zu machen, und auch kaum einen, offen zu sagen, dass die ganze Idee schon Humbug ist.

    Politik und Politiker haben die wahrhaft merkwürdige Eigenschaft, erfolgreich (d.h. von erwähnungswürdig-bemerkenswerten Otto-Normalverbraucher-Sympathisanten- , sprich: Wähler- quantitäten getragen) sein zu wollen und zu müssen.

    Analysten, Nachdenker, Theoretiker, Wissenschaftler können auf einen derartigen Zuspruch seitens einer Ott-Normalverbraucher-Wählerschaft eines Landes völlig verzichten.

    So könnte z.B. ein Mensch formulieren, „dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss,
    dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist,
    um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern,
    die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.“

    1 – Als Politiker wäre er mit dieser Darstellung nach nur wenigen Tagen völlig ‚weg vom Fenster‘.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ueberraschung-in-berlin-bundespraesident-koehler-tritt-zurueck-a-697781.html

    2 – Als Analyst, Nachdenker, Theoretiker und Wissenschaftler wäre er mit dieser Darstellung erhöhter, kontroverser, aber umso breiterer und gesteigert wertschätzender Aufmerksamkeit seitens eines nationalen und internationalen Analysten-, Nachdenker-, Theoretiker- und Wissenschaftler-Publikums sicher.

  336. 346.

    PS – der gute Clausewitz durfte als ‚Kommiss-Kopp‘ (Militär) natürlich theoretisieren: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ und
    er wird darob in allen Militärakademien als einer von wenigen Säulenheiligen geehrt.

    Als Politiker beispielsweise in einem traditionellen EU-Staat, der sich so zu einem akuten nationalen oder EU-Problem äußert(e), würde er mit dieser Aussage im 21. Jahrhundert ‚den Köhler machen‘ müssen.

  337. 347.

    Korrektur … Analyst, Nachdenker, Vordenker, Querdenker, Theoretiker und Wissenschaftler …

  338. 349.

    Palestinian refugees leaving Syria for Lebanon

    aber nur mit Genehmigung der syrischen Behörden min. 2.26

    das wichtigste in dem ganzen Elend mal wieder nur im Nebensatz. Mit den von der FSA aus Yarmouk Vertriebenen baut sich Assad eine Salafo-phobe Reserve im Libanon auf. Schätzung der Auslandsflüchtlinge für 1. JH 2013 wurde soeben auf 1 Mio. angehoben.

    http://www.youtube.com/watch?v=qWycsNz5eSM

    12 Batterien hxxp://en.wikipedia.org/wiki/9K720_Iskander

    wurden in Syrien angelandet, nachdem sich Obamas Flotte heimwärts verdrückt hatte (oder nur auf Distanz dampfte, das ist wohl noch offen) und die guten Stücke sind ohne Abwehrmöglichkeit auf westliche Ziele in der Türkei und Jordanien gerichtet.

    Das Assad Fan-Camp ist außer sich vor Jubel.

    @ NN

    „eine deutliche Spur weniger aus der Perspektive arabischer Traditionalismen, … Rebellion gegen einen doch sehr manifesten Modernisierungsstau, “

    Putin gibt seiner Trumpf-Rakete einen regional respektvollen Ehrennamen und wir sollen die Leute auf den Pfaden unserer Theorien zur strategischen Überwindung von Modernisierungsstaus wähnen.

    Die betreffenden Ausplatzungen verlaufen dagegen eher nach historischen* Vorprägungen – meint der Historiker.

    *darunter nicht ausschließlich islamische; das regionale Misstrauen gegen jüdische Hintergründe persischer Rankünen z.B. ist klar älter.

    „Zielvorstellung eher nicht das erneute Beherrschtwerden durch starke Pferde.“

    Ganz romantische Vorstellungen sollen ja dahin gehen, starke Pferde dann auch reiten zu können.

    @ Publicola

    Ich finde, man kann die Demokratie durchaus damit entschuldigen, dafür dass man halt analytisch nicht so ganz auf der Höhe ist, weil man sich auf dem Weg zu eiskalt-elitären Höhen jenseits aller Kuschel-Konsens-Wärme – sich womöglich auch noch untereinander gekloppt hätte – und das hatten wir in Europa ja auch schon genug.

    Jetzt sind mal die anderen dran.

    Zusammenhang mit video hier; im einzelnen weitgehend bestätigt.

    hxxp://debka.com/article/22625/Assad%E2%80%99s-deadly-agenda-First-chemicals-next-Iskander-9K720

  339. 350.

    „A clothes shop owner in his 40s reportedly shot dead his Russian-born wife – apparently because she supported President Bashar al-Assad.

    The alleged killer, identified in reports only as Mohammed, a merchant in the embattled city of Aleppo, used a pistol to shoot his wife, his cousin Ahmed told an AFP reporter.

    „The argument broke out when he criticised Assad, while she defended him,“ said Ahmed. „The fight escalated and he shot her.“

    Mohammed then went outside and told onlookers that his wife of four years, whom he met during a Russian business trip, „would not stop her provocation by expressing support for Bashar, and that he could not take her attitude any longer“.

    With no police presence in the area, anti-Assad rebels did not arrest the man.“

    Aber so ganz un-russisch war das nun auch nicht wieder.

    http://blogs.aljazeera.com/liveblog/topic/syria-153

  340. 351.

    @ NN

    “eine deutliche Spur weniger aus der Perspektive arabischer Traditionalismen, … Rebellion gegen einen doch sehr manifesten Modernisierungsstau, ”

    Putin gibt seiner Trumpf-Rakete einen regional respektvollen Ehrennamen und wir sollen die Leute auf den Pfaden unserer Theorien zur strategischen Überwindung von Modernisierungsstaus wähnen.

    @ TH

    Warum haben sie denn, gerade die jüngeren darunter, denn so zahlreich aufgemuckt?

    Die betreffenden Ausplatzungen verlaufen dagegen eher nach historischen* Vorprägungen – meint der Historiker.

    *darunter nicht ausschließlich islamische; das regionale Misstrauen gegen jüdische Hintergründe persischer Rankünen z.B. ist klar älter.

    Meine Fresse, ich sage doch nicht, dass historische Vorprägungen in der ganzen Angelegenheit keine Rolle spielten (oder kulturelle Unterschiede zwischen Orient und Okzident vor der Aufhebung stünden). Wenn man aber Ihren Rhabarber liest, könnte man meinen, dass der Araber als solcher einfach mal nur das Zugpferd wechseln wollte und es daneben nur noch darum darum ginge, ob die Islamisten ihren irdischen Ponyhof bekommen oder nicht.

    “Zielvorstellung eher nicht das erneute Beherrschtwerden durch starke Pferde.”

    Ganz romantische Vorstellungen sollen ja dahin gehen, starke Pferde dann auch reiten zu können.

    Das ist nicht romantisch, sondern modern. Romantisch ist die Vorstellung, sowohl von Teilnehmern der Demokratieversuche als auch von ganz unterschiedlichen westlichen Beobachtern, dass binnen kürzerer Zeit alles gut wird. Da sitzen Sie auf Ihre Weise mit im Boot, wenn Sie das als Erfolgsmaßstab anlegen und westlichen Demokratisierungseuphorikern etwa angesichts marodierender Islamisten Naivität vorwerfen.

    Der Historiker lässt pro Tag nicht drei Prognosen vom Stapel und kramt eine ein paar Monate alte hervor, um sich deren Eintreffen mehr schlecht als recht zurechtzubiegen.

    Man bekommt den Eindruck, dass Sie sich einen mehrteiligen Schlachtenfilm mit dem Titel Arabellion reinziehen und völlig bekloppt darüber werden, dass der letzte Teil noch lange nicht abgedreht ist und Sie vorspulen können.

    Noch was für den Historiker: Gucken Sie sich mal den ehemaligen Ostblock an, denn Sie ja ein wenig kennen. Die Demokratiesierungs-Ergebnisse und die ökonomische Performance in den betreffenden Staaten könnten qualitativ unterschiedlicher kaum sein.

    Auch das ist – grosso modo – ein mögliches Ergebnis der Arabellion nach zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren der Transition.

    Bitte verzeihen Sie mir, dass ich in solchen unerhörten Zeitspannen denke und erst dann wirklich einen Strich drunter ziehe.

    • 19. Dezember 2012 um 19:59 Uhr
    • N. Neumann
  341. 352.

    Sie NICHT vorspulen können.

    • 19. Dezember 2012 um 20:01 Uhr
    • N. Neumann
  342. 353.

    Tunesien – Die Kinder Hannibals

    Nicht alle Araber fahren den Arabischen Frühling mit Vollgas an die Wand:

    http://www.city-journal.org/2012/22_4_tunisia.html

    • 19. Dezember 2012 um 20:05 Uhr
    • Serious Black
  343. 354.

    Das kann man vorspulen:

    „The new Syrian rebel chief … Salim Idris – speaking in fluent German – studied in Germany – said in an interview that he is trying to turn local militias into a united force of some 120,000 men for a final push against President Bashar Assad. …

    Idris is facing resistance from some local commanders, … the field commanders chose a 260-member military council, which picked a 30-member leadership. The smaller group then chose Idris, who had spent 35 years in the Syrian military.

    Observers said more than half the new leadership is believed to be Islamist, though Idris is not. …

    Idris said he is frustrated at times with the chaos among the rebels, …

    Idris was trying to walk a middle line, neither embracing nor rejecting al-Nusra. He said the group chose not to be part of the unified rebel command, but that „they are not terrorists.“

    He estimated that about one-fifth of al-Nusra’s fighters are foreigners, but said he believes they will leave Syria once the regime has been toppled. The Syrians in the group, which is believed to number several hundred fighters, could be lured back to mainstream Islam after the war, he said. …

    Idris said Assad „can and will“ use chemical weapons unless the international community forces him to leave.

    „We know exactly where they are and we are watching everything,“ Idris said. „But we don’t have the capability to put them under our control.“

    http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5h7uQ4KEie0yKGvp7t2yZrLJu0STA?docId=dbc0a302d5f7411f8f41f198bb9335a3

  344. 355.

    Es gibt – (kulturell-)historisch bedingt – in den diversen arabischen Staaten unterschiedliche politische, gesellschaftliche und religiöse Ausdrucksmöglichkeiten;

    wie es diese übrigens auch hier im ‚Westen‘ und – nicht zuletzt – in Europa gibt.

    Kann man in UK oder Frankreich als großartiger National(ist)-Patriot oder Befürworter eines militärischen Einsatzes auftreten, so ist sowohl das eine als auch das andere in Deutschland eher tabuisiert und nicht möglich – (kulturell-)historisch bedingt.

    Kann man in der Schweiz nahezu einen jeden Bürger mit einem Schießgewehr ausstatten, ohne dass es zu massakerähnlichen Ausschreitungen komm(en könn)t(e), so ist der ‚status rerum‘ in den USA ein ganz anderer – (kulturell-)historisch bedingt.

    Wird im UK das Bestreben, einen Personalausweis als obligates ‚Vademecum‘ einzuführen, vermutlich als Orwellsches Dunkelmännertum angesehen, kann man sich in Deutschland ein Leben ohne ein solches Begleit-Dokument nicht vorstellen – (k-)h. b.

    Wird in den USA von einem Politiker (Präsidenten) anlässlich seines Amtsantritts eine ciceronianisch-ausgefeilte Rede erwartet – mit inhaltlichen und lexikalisch-syntaktischen Bezügen auf die Nation, auf Gott, auf die Bibel, auf vergangene große Politiker, auf vergangene innenpolitische und außenpolitische militärische (!) Massaker und Kämpfe und deren damaliger polit-rhetorischer Verarbeitung -,
    so würde man hier in unseren deutschen Gefilden jeden Politiker überdeutlich von einem derartigen Vorhaben abraten – (k-)h.b.

    Vergleichsweise verhält es sich auch mit Tunesien und Ägypten.
    In Tunesien wird man vermutlich teilweise unverschlüsselt und zuweilen recht deutlich als (Mensch und insbesondere als) Politiker sich gegen den Islam, gegen die Sharia, für den Genuss von Alkoholika, für außer/vorehelichen Umgang mit Angehörigen des anderen Geschlehcts etc. ‚cum granu salis‘ aussprechen können, ohne wählergunstmäßig umgehend in einer abyssalen Total-Versenkung verschwinden zu müssen.
    Ein Berater eines Politikers in Ägypten würde – einen funktionierenden Verstand und ein Minimum an Polit-Instinkt vorausgesetzt – bei den genannten Phänomenen vorläufig die Verbalisierungsgrenzen enger sehen und seinen zu betreuenden Mandanten entsprechend beraten – (k.-)h.b.

  345. 356.

    @ NN

    Der syrische Schlachtenfilm hat schon dazu geführt, dass selbst ein Idris sich von den Jihadisten nicht loseisen kann.

    120.000 Piepel will er zusammen bekommen, die reichen aber nicht.

    Kommunikation, Logistik und Ausrichtung sind genauso, wie ich sie mir vorstelle. Der letzte Assad-Spion im Rebellengebiet kann besser koordiniert werden, als der Aufstand von dem Boss.

    Obama will keine Ent-Baathifizierung, nicht den Staatsapparat zerschlagen – no way das mit den Rebellen einzuhalten.

    Wenn Idris schon bei der Nusra-Ausgrenzung nicht mitzieht, dann aber: no way für den alten Apparat, verschont zu werden. Die vor Ort wissen das alle.

    Das mit dem Gas … ich wüsste nicht, warum Assad das nicht machen sollte.

    Die haben auch Brast und die Tischtücher ‚Islam‘ und ‚Syrien‘ sind zerrissen.

    Osteuropa wird dominiert von der Frage, wie man seinen Arsch vor den Russen rettet und bei NATO und EU unterkriecht – damit kaum Parallele an Demokratisierungsbedingungen mit Arabien.

    Bei dem Pferd handelt es sich übrigens um ein Schlachtross.

    Den Osteuropäern wurden 45 Jahre geklaut, davor war jeder gefühlt der Größte. Bei den Muslimen im Orient geht es darum, wer die letzten ca. 1350 Jahren versaubeutelt hat.

  346. 357.

    Kann man in der Schweiz nahezu einen jeden Bürger mit einem Schießgewehr ausstatten, ohne dass es zu massakerähnlichen Ausschreitungen komm(en könn)t(e), so ist der ‘status rerum’ in den USA ein ganz anderer – (kulturell-)historisch bedingt.

    @ Publicola

    Nicht nahezu jeder Dienstpflichtige oder dienstpflichtig gewesene Schweizer hat eine SIG 550 oder ein älteres Gewehr im (eigenen) Schrank. Und soweit ich weiß, darf seit einigen Jahren auch keine Munition mehr mit nach hause genommen werden. Amokläufer müss(t)en insofern die technische Hürde überwinden, sich ausreichend Munition zu besorgen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Armee#Schusswaffe

    • 19. Dezember 2012 um 21:15 Uhr
    • N. Neumann
  347. 358.

    Auf die Bevölkerung umgerechnet hinken die Amerikaner den Schweizern seit dem Massaker im Kantonsparlament von Zug hinterher.

    • 19. Dezember 2012 um 21:20 Uhr
    • MRX
  348. 359.

    http://www.thessalonikisymposium.org/pdf/Ansary_Destiny_Disrupted.pdf

    1350 Jahre Tyrannei, Heuchelei, alles mögliche Falsch-Anbetung und von all der Blüte und Beute kaum was gehabt – DAS ist heute die gefühlte grievance der levantinischen Sunniten und nicht, dass die Kreuzritter mal da waren, George Bush so gemein war, oder dass Kolumbus und Kopernikus keine Muslime waren.

    Eine prima Modernisierungstheorie wirkt da ungefähr so originell,
    wie ein paar Schmink-Tipps für ein Kellerkind nach 20 Jahren.

    Wenn die Leute von Würde reden, dann meinen sie … auch was wichtiges.

  349. 360.

    Auch das noch:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/iraks-kranker-praesident-soll-in-deutschland-behandelt-werden-a-873946.html

    Mit der Spitzenämter-Lösung für die Kurden hatte Maliki die Kurden bespasst, ohne ihnen zuviel zu geben; Vorteil: sah weniger nach schiitischem Durchmarsch aus. Doch die alte Basis für eine Balance mit den Kurden ist jetzt dahin.

    „Der zweite Vize, Tarik al-Haschemi, war vor einem Jahr in die Türkei geflohen und im September wegen der Anstiftung zweier Morde in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden.“

  350. 361.

    @ N. Neumann, @ MRX – Danke für die Korrekturen!

  351. 363.

    @ NN

    Der syrische Schlachtenfilm hat schon dazu geführt, dass selbst ein Idris sich von den Jihadisten nicht loseisen kann.

    @ TH

    Dasselbe hätten Sie wahrscheinlich auch über „Vedad“ im Bosnienkrieg gesagt. Übrig geblieben sind ein paar saudisch finanzierte Moscheen und ein paar Wahhabiten.

    Kann gut sein, dass Idris zu optimistisch ist, aber viele externe Jihadisten dauerhaft in Syrien bleiben werden und wie viele syrische Jihadisten dauerhaft Jihadisten bleiben werden, weiß kein Mensch genau.

    120.000 Piepel will er zusammen bekommen, die reichen aber nicht.

    Kommunikation, Logistik und Ausrichtung sind genauso, wie ich sie mir vorstelle. Der letzte Assad-Spion im Rebellengebiet kann besser koordiniert werden, als der Aufstand von dem Boss.

    Also das alte Mantra: Assad bleibt im Sattel.

    Das kann ich nicht wirklich erkennen, aber wir werden sehen.

    Oder setzen Sie mittlerweile immerhin auf so etwas wie ein dauerhaftes Patt?

    Das mit dem Gas … ich wüsste nicht, warum Assad das nicht machen sollte.

    Weil er damit Gefahr laufen würde, dass ihm ein oder mehrere NATO-Staaten oder vielleicht doch Mursi-Ägypten ein paar Bomben aufs Dach werfen und/oder selbst der abgeschmackte Russe es sich mit seiner Unterstützung noch einmal überlegen würde.

    Und sofern Erdogan ggf. die treibende Kraft sein sollte, könnten Sie wieder einen vom starken Pferd erzählen.

    Obama will keine Ent-Baathifizierung, nicht den Staatsapparat zerschlagen – no way das mit den Rebellen einzuhalten.

    Was Obama in Syrien konkret will oder nicht, ist momentan ziemlich belanglos. Und für ihn ist es kein Drama.

    • 19. Dezember 2012 um 21:41 Uhr
    • N. Neumann
  352. 364.

    UNICEF: Polio activities suspended

    … weil das Abknallen weiter geht. Mithin eine Super-Gelegenheit, für gemäßigte Muslime, zu einem Nicht-Rufschädigenden Martyrium. Und ? Pustekuchen, macht natürlich kaum einer; woran man sehen kann, dass gerade der ganze Stress-Humbug nur geglaubt wird, WENN ES DENN PASST.

    Das sollte man bei respektieren, auch mit respektieren.

    http://www.youtube.com/watch?v=djs2YGu8jnU

  353. 365.

    @ 303 publicola

    sorry ob der späten antwort.

    ich verbessere mich: erst mal ist das ein erfolg für die mb, auch wenn die verfassung nur mit ca 55% von ca 32% wahlberechtigten angenommen wird.

    dann steht die verfassung erst mal.

    und wenn ich die entsprechenden artikel in der verfassung richtig interpretiere, dürfte es dann auch nicht mehr so einfach sein, da was dran zu ändern; denn für die annahme eines änderungsvorschlags wird 2/3 mehrheit in jedem der beiden häuser gefordert; dann kann über den vorschlag in einem referendum abgestimmt werden, wobei wohl wiederum einfache mehrheit ausreichend ist.

    siehe artikel 217 und 218
    http://www.egyptindependent.com/news/egypt-s-draft-constitution-translated

    aber vielleicht habe ich das auch nicht richtig verstanden.

  354. 366.

    @ NN

    Die bosnischen Jihadisten haben keine theologisch und machtpolitisch konkurrierenden Teufelsanbeter zu Nachbarn, sondern die EU, wo es sich auch schön predigen lässt. Gerade für die Wahabi-Strategen ist das viel interessanter, als sonstigen Stress dort fortzusetzen. Tun natürlich einige trotzdem etwas.

    In Syrien dagegen: hat es sich vergleichsweise aus-gepredigt.

    „Also das alte Mantra: Assad bleibt im Sattel.“

    Der größte Warlord-player; vielleicht benennen die sich in ‚Front‘ um, aber dafür, dass Sie es bereits für ein Mantra halten, was ich scheibe, ist ihre Sinn-Entnahme ziemlich durch den Wind, bzw. auf Durchzug gestellt.

    „Oder setzen Sie mittlerweile immerhin auf so etwas wie ein dauerhaftes Patt?“

    Auf ein dynamisches, asymmetrisch tendierendes, sich aber stets neu ausbalancierendes Patt – und das mit Verlaub: seit 18 Monaten.

    „Was Obama in Syrien konkret will oder nicht, ist momentan ziemlich belanglos“

    und insofern wird Obama da auch bei einem Gas-Durcheinander nichts machen; Obamas Position ist kraftlos; dadurch wird sie dann am Ende auch belanglos.

    „Und für ihn ist es kein Drama.“

    Geeenau.

  355. 367.

    Auf ein dynamisches, asymmetrisch tendierendes, sich aber stets neu ausbalancierendes Patt – und das mit Verlaub: seit 18 Monaten.

    @ TH

    Eine kühne Prognose. Damit ist die Weltmeinung widerlegt, die besagte, dass Assad ruckzuck den Abgang macht.

    • 19. Dezember 2012 um 22:01 Uhr
    • N. Neumann
  356. 368.

    @305 publicola

    dank ihrer zitation ich erinnere mich nun an ihren kommentar.
    da war ich auch noch hoffnungsfroh.
    mittlerweile bin ich das nicht mehr, siehe mein k365.

    vielleicht deutet k21 von fse69 unter

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/kairo-sayyida-zeinab-referendum?commentstart=17#cid-2489334

    eher die die richtung, wie in ägypten gedacht wird: trennung von staat und religion wird nicht in frage gestellt.

  357. 369.

    @ NN

    „Damit ist die Weltmeinung widerlegt, die besagte, dass Assad ruckzuck den Abgang macht.“

    Das gleiche kann Herr Landis von sich sagen und tut er auch.

    Ob er allerdings im Juni auch gefragt wurde, ob am Samstag Schluss sein werde, weiß ich nicht.

    Und Herr Bogdanov – der große Defätismus- und Friedensredner – gab ihm noch weitere 18 Monate für die Bewerkstelligung von Hunderttausenden von Toten WONACH dann ein irgendwie post-Assadsche Chaos ausbrechen werde; aber nur wenn der Westen das auch WIRKLICH so will. So richtig schön zum: Ja-bitte-sagen formuliert.

    Assad, bzw. sein Apparat: wird ein Faktor bleiben, und zwar derjenige, der im Verein mit der Hisbollah und einigen anderen genauso wenig wegzudrängen sein wird, wie die Jihadisten abzukühlen* sein werden.

    *Saudi-Slang: leicht zu erhitzen, schwer abzukühlen

    „Latakia will become Focus of Alawi-Sunni Contest; Scorched Earth“

    Landis-Überschrift

  358. 370.

    „Dass alle in diesem Ägypten miteinander auskommen müssen, fällt keinem ein. ..

    Die Herrschenden haben die Beherrschten stets belogen, betrogen und verladen. Um von eigenen Fehlern abzulenken, hat schon das Mubarak-Regime gern auf unsichtbare, sinistre »Hände des Auslands« gezeigt. Mursi war sich nicht zu schade, das als Ausrede zu benutzen. Doch auch die Opposition wirft den Muslimbrüdern vor, eine unägyptische, internationalistische Veranstaltung zu sein.

    Das Misstrauen steckt ohnehin tief in der Gesellschaft. Ägypten ist das Land der kleinen alltäglichen Unaufrichtigkeit. Wenn einer sich verspätet, ruft er an und sagt, er sei schon um die Ecke, obwohl er noch am anderen Ende von Kairo ist. Doch warten tut nur der Unerfahrene. Andere kommen selbst zu spät, weil sie die kleine Alltagslüge kennen. … Niemand traut niemandem.“

    http://www.zeit.de/2012/51/Kairo-Misstrauen-Diktatur

  359. 371.

    Es hat sich aus-ge- Neocon-t, aber gründlich.

    „Lieber Diktatoren als gewählte Islamisten“

    http://de.danielpipes.org/12305/diktatoren-gewaehlte-islamisten

    Gegenüber Ayaan Hirsi Ali hat er mal – vor dem Frühling – die ausgesprochen undankbare Rolle eingenommen, dass alles auch wieder nicht sooo schlimm sei, wie manche sagten. Aber jetzt hat er nur noch tierischen brast auf alle.

  360. 372.

    Großer Aufmacher bei Hürriyet:

    http://www.hurriyetdailynews.com/syrian-man-shoots-dead-russian-pro-assad-wife-.aspx?pageID=238&nID=37254&NewsCatID=352

    Sich einer russischen Dame entledigt zu haben, gehört nun wirklich nicht zu den traditionell berichtenswerten Ereignissen für gestandene türkische Säkularisten.

    Aber ein pro-Assad-wife im säkularen Nachbarland zu meucheln; was der kleine Gernegroß-Sultan mit seinen dubiosen afghanischen Connetions überschwemmt, ist schon ein Vorschlaghammer*.

    *Anspielung auf Codebezeichnung für vorgeworfene Putschpläne

  361. 373.

    @ aj – dann steht die verfassung erst mal. und wenn ich die entsprechenden artikel in der verfassung richtig interpretiere, dürfte es dann auch nicht mehr so einfach sein, da was dran zu ändern; denn für die annahme eines änderungsvorschlags wird 2/3 mehrheit in jedem der beiden häuser gefordert; dann kann über den vorschlag in einem referendum abgestimmt werden, wobei wohl wiederum einfache mehrheit ausreichend ist.

    zunächst ganz sicherlich: Zustimmung

    erst mal ist das ein erfolg für die mb, auch wenn die verfassung nur mit ca 55% von ca 32% wahlberechtigten angenommen wird.

    @ aj – ein Erfolg für die MBs:

    a – nach unseren an eine Verfassung anzulegenden Maßstäben: so oder so ganz sicherlich.
    Es ist daher auch völlig korrekt und notwendig, dass die Opposition mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Verfassungsentwurf und Referendum vorgeht:
    schließlich gibt es ja Vergleichsmaßstäbe mit jetzt vollentwickelten Demokratien.

    b – nach Maßstäben des derzeitig in Ägypten Erwartbaren: nicht so sicherlich!
    – Zum einen existiert die von Ihnen zitierte (allerdings hohe Hürde der) Möglichkeit von Amendments.
    – Weiterhin endet nahezu jeder Artikel in dem Verfassungsentwurf mit den Worten „as regulated by law“ – hier kommt es also auf die konkreten Durchführungsgesetze an, die in zukünftigen Parlamenten noch zu diskutieren und zu beschließen sind.

    Zu bedenken ist bei einer Gesamtbetrachtung realistischerweise auch der historische Werdegang von Verfassungen im ‚Westen':
    – Verfassungen sind zum Zeitpunkt der Verschriftlichung Momentaufnahmen des jeweiligen derzeitigen Standes der Vergangenheit eines Landes/Staates:
    so dauerte es ca. 100 Jahre, bis in den USA die Sklaverei abgeschafft wurde oder Frauen das Stimmrecht erhielten;
    2 Jahre nach Annahme der amerikan. Verfassung wurden mit der ‚Bill of Rights‘, d.h. den ersten zehn Zusatzartikeln zur Verfassung der Vereinigten Staaten, bestimmte unveräußerliche, einklagbare Individual-Grundrechte eingeräumt;
    – die französischen Frauen erhielten 1944, 1946 dann die Belgierinnen und die Italienerinnen volles Wahlrecht
    – in Großbritannien existiert keine schriftliche Verfassung;

    Insgesamt scheint das Hin un Her um die Verfassung und um das Referendum
    zum einen den Vereinigungsdruck auf die Opposition sowie deren Selbstbewusstsein enorm gestärkt zu haben;
    weiterhin haben sich Teile der Bevölkerung ein realistisches Bild von den MBs und deren Konsenspolitik-Kompetenzen im Interesse des Wohlergehens des Landes machen können;
    weiterhin findet eine Anti-MB-Aufstandbewegung statt oder hat stattgefunden, und das
    im Herz- und Heimatland der MBs,
    im historischen und faktischen Hauptquartier der Muslimbruderschaft,
    im historischen und faktischen Machtzentrum also
    sowohl der bekannten Vergangenheit
    als auch einer momentan ja ebenfalls bekannten, als leuchtend bislang darstellbaren und dargestellten Ideal-Zukunft (des Jetzts),
    die ja doch der ureigentliche Entstehungszweck der Muslimbrüder war.

    Der von der (gefühlten) überwiegenden Mehrheit der Kommentatoren hier und von der Mehrheit der Medien prognostizierte Absolute-Mehrheits-Durchmarsch der MBs
    hat schon nicht bei der Präsidentschaftswahl
    – wie (oft mit Koranzitaten gewürzt) fälschlicherweise prognostiziert –
    geklappt;
    meines Erachtens hat sich die Situation der MBs (Akzeptanz beim Wähler der in Bälde stattfindenden Parlamentswahlen) inzwischen demgegenüber weiter verschlechtert.

    Erfreulich und wichtig wäre allerdings, dass die Allianz-Opposition (National Salvation Front) auch in Zukunft nicht schwerwiegende politische Fehler begeht.

  362. 374.

    @370 th

    „Wenn einer sich verspätet, ruft er an und sagt, er sei schon um die Ecke, obwohl er noch am anderen Ende von Kairo ist. Doch warten tut nur der Unerfahrene. Andere kommen selbst zu spät, weil sie die kleine Alltagslüge kennen. … Niemand traut niemandem“

    ägyptenspezifisch?

    meine hypothese: überall da, wo die technik es möglich macht.
    also auch in D. beliebigkeit ist angesagt: ‚ach, du hast sicher nix dagegen, wenn ich „ein wenig“ später komme. falls doch, wie wär’s mit morgen, ist ja auch noch ein tag.‘

  363. 375.

    Wer hätte das gedacht: das „Hamburger Abendblatt“ informiert die Leserschaft zu “ Hochburgen des Islamismus: Terror für den Gottesstaat
    Das Abendblatt erklärt in einer zehnteiligen Serie die gefährlichsten Krisenherde der Welt. Heute: Die Hochburgen des Islamismus
    Von Thomas Frankenfeld
    „http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article112008754/Hochburgen-des-Islamismus-Terror-fuer-den-Gottesstaat.html

  364. 377.

    @373
    ich kann ihre – ausführliche – argumentation durchaus nachvollziehen.
    meine frage im hinblick auf
    „Es ist daher auch völlig korrekt und notwendig, dass die Opposition mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Verfassungsentwurf und Referendum vorgeht:
    schließlich gibt es ja Vergleichsmaßstäbe mit jetzt vollentwickelten Demokratien.“
    und
    „Erfreulich und wichtig wäre allerdings, dass die Allianz-Opposition (National Salvation Front) auch in Zukunft nicht schwerwiegende politische Fehler begeht.“
    ist, inwieweit es sich dabei tatsächlich um eine einheitliche opposition handelt.
    spezifisch: inwieweit ein gemeinsames bindeglied dieser opposition tatsächlich die idee der trennung von staat und religion ist.
    und ist das dann auch die trennungslinie in der bevölkerung?

  365. 378.

    spezifisch: inwieweit ein gemeinsames bindeglied dieser opposition tatsächlich die idee der trennung von staat und religion ist.
    und ist das dann auch die trennungslinie in der bevölkerung?

    Das alles ist nicht eindeutig prognostizierbar, weil derzeitig durch Meinungsumfragen nicht untersucht bzw. belegbar und bleibt daher abzuwarten.

    zukunftweisend-erkenntnisleitende Rückfrage:
    Hat oder hätte irgendjemand vor einem Jahr oder vor einem halben Jahr einen Aufstand gegen die MBs oder eine MB-Regierung als auch nur entfernte Möglichkeit anzunehmen oder gar zu prognostizieren gewagt?

  366. 379.

    Türkisches Oppositionsblat hält Erdogan für Terroristen-tolerant und sie benötigend:

    „Whereas the U.S. perceives the al-Nusra Front to be a greater threat than al-Assad by adding it to its list of terrorist organizations, Turkey does not hide the fact that it thinks differently on the matter. … Turkey does not consider these groups to be jihadist terrorists and assigns an important role to them in the war along the border.“

    http://www.hurriyetdailynews.com/the-meaning-of-terrorist-for-the-us-and-turkey.aspx?pageID=238&nID=37237&NewsCatID=419

    Meinte hier nicht gerade eben noch jemand, die könnten nach Assads Abgang dann was anderes machen, so wie in Bosnien ?

    „wie viele syrische Jihadisten dauerhaft Jihadisten bleiben werden, weiß kein Mensch genau.“

    Natürlich nicht – aber die türk. Opposition weiß, das Erdogan sie wird benutzen wollen. Das ist mehrfach krasser als der Balkan.

    Es ist manchmal einfach nicht zu fassen.

    @ arizonajunior

    Erdogan soll das aber nicht meinen, was Neumann einfach mal so nicht ausschließen möchte.

    Das ist das Misstrauen und dass kommt von einer Tradition von selbstverständlichem flagranten Lügen, wo der Gutgläubige, der komplett bescheuerte ist und das ist etwas völlig anderes als einfach dreist nach Permissivität anzufragen.

    wallahi ich bin so gut wie da – ist etwas anderes als: es macht Dir doch nichts aus, wenn ich ..

    Das habituelle Lügen (welches festzustellen hier einmal im Jahr als Rassismus verhandelt wird; jetzt aber gerade mal wohl nicht, weil das Herrn Thumann kompromittieren würde) kommt davon her, dass man nicht davon lassen mag, sich übertriebene Erwartungen zu bestätigen.

  367. 380.

    @ Publicola

    Der Ägyptische radikal liberal-säkulare Aufstand in Aktion:

    „Al-Aswani: Man muss erst mal verstehen, dass die Muslimbruderschaft nach ägyptischem Recht eine illegale und kriminelle Vereinigung ist. Sie hat keine ordentliche Rechtsform und wird hauptsächlich vom Ausland finanziert. …

    ZEIT: Wer oder was könnte die Muslimbrüder aufhalten?

    Al-Aswani: Nur das Militär könnte die Bruderschaft stoppen. “

    http://www.zeit.de/2012/51/Al-Aswani-Interview/komplettansicht

  368. 381.

    Ein Aufstands-Putsch gegen Petro-Milliarden $ finanzierte Ammenmärchen und gegen üble Tricks, die bisher nur Bellfruts87 mit berüchtigten Koran-Einwürzungen enthüllte, was natürlich niemand ernst nahm:

    „ZEIT: Die Gegenseite ist immerhin demokratisch gewählt.

    Al-Aswani: Da ist viel Manipulation im Spiel. Sie kaufen die Armen mit Milliarden von Petrodollar vom Persischen Golf. Sie gehen mit Essenspaketen in die Slums und erzählen den armen Analphabeten, dass sie entweder für die Muslimbrüder und mit Ja beim Verfassungsreferendum stimmen sollen oder in die Hölle fahren werden. Stellen Sie sich vor, Sie sind arm, können nicht lesen, Sie sind fromm und glauben an Gott, und dann kommt jemand und erzählt Ihnen etwas von Himmel oder Hölle!“

    Demnächst auch im Religionsunterricht in NRW und BRD; dürfen wir dann auch einen Aufstand veranstalten ?

  369. 382.

    @379 th
    dachte nicht, dass ich auf einen so flapsigen kommentar eine solch sophisticated (sorry, aber da fällt mir jetzt keine gute deutsche übersetzung ein) antwort erhalten würde

    „wallahi ich bin so gut wie da – ist etwas anderes als: es macht Dir doch nichts aus, wenn ich ..“

    ich bin immer wieder froh, von ihnen lernen zu können, und das meine ich jetzt ernsthaft.

    ich prognostiziere, dass da vermutlich noch zu meinen lebzeiten in d die beiden aussagen zu „eh, was soll’s“ verschmelzen werden.

  370. 383.

    Da ist viel Manipulation im Spiel. Sie kaufen die Armen mit Milliarden von Petrodollar vom Persischen Golf. Sie gehen mit Essenspaketen in die Slums und erzählen den armen Analphabeten, dass sie entweder für die Muslimbrüder und mit Ja beim Verfassungsreferendum stimmen sollen oder in die Hölle fahren werden. Stellen Sie sich vor, Sie sind arm, können nicht lesen, Sie sind fromm und glauben an Gott, und dann kommt jemand und erzählt Ihnen etwas von Himmel oder Hölle!

    Ist es Bildungsdünkel, wenn ich finde, dass man Analphabeten schlicht das aktive wie passive Wahlrecht entziehen sollte? Der politische Diskurs findet heute großteils schriftlich statt und wer nicht lesen kann, der kann auch nicht daran teilnehmen. Das schützt natürlich nicht vor ideologischem Extremismus, aber zumindest zu einem gewissen Grad vor manipulierbaren Massen.

    • 20. Dezember 2012 um 00:17 Uhr
    • Arjen van Zuider
  371. 384.

    @ TH – Danke für Hinweis auf und Verlinkung – Interview mit Al-Aswani!

    Folgende weitere Aussagen sind hinsichtlich der Entschlossenheit Oppositioneller bzw. oppositioneller Kräfte m.E. bedeutungsvoll:

    … Nun präsentiert er einen Verfassungsentwurf, der nicht für das ägyptische Volk, sondern für die Bruderschaft geschrieben ist.
    Da machen wir kategorisch nicht mit,
    mehr habe ich diesem Pharao nicht mitzuteilen …

    Militär und Muslimbruderschaft sind jetzt Geschäftspartner.
    Die Revolution wird aber nicht zulassen,
    dass unser Land schon wieder aufgeteilt wird …

    Die Demokratisierung kann nicht über Nacht geschehen,
    schon gar nicht in einer sechsmonatigen Präsidentschaft,
    mit einer faschistischen Verfassung als Ergebnis.
    Wir brauchen mehr Zeit,
    um alle Menschen in Ägypten mitnehmen zu können,
    um unsere Positionen und Bedenken zu erklären …

    http://www.zeit.de/2012/51/Al-Aswani-Interview/komplettansicht

  372. 386.

    @ AvZ

    Ich stehe da auf der Kippe, wegen Indien …

    Andererseits: Religiös grundierte Gräuel-Propaganda funktioniert auch noch in zumindest frühen Alphabetisierungsphasen, wohl wenn sie noch nicht hinreichend auf die Frauenerwerbstätigkeit durchgeschlagen hat und Jugendüberhang zu Gefahr und Tat drängt …

  373. 387.

    @378 publicola

    trotz „störfeuer“ von th 😉

    antwort auf ihre frage: m.e. definitiv nicht.

    ich muss jetzt – leider – für heute schluss machen und wünsche deshalb allen eine angenehme nacht.

  374. 388.

    Ist es Bildungsdünkel, wenn ich finde, dass man Analphabeten schlicht das aktive wie passive Wahlrecht entziehen sollte?

    Den Schwarzen Amerikaner bzw. Afro-Amerikaner hat man bis in die 60er Jahre das Wahlrecht genommen mittels anlässlich der Wahlen jeweils abzulegenden ‚literacy tests‘ – erst der Bürgerrechtsbewegung in den USA gelang es, diese Maßnahme zu Fall zu bringen.

    Hinsichtlich des Analphabetismus in Ägypten sagt die CIA-Statistik:

    Egypt
    definition: age 10 and over can read and write
    total population: 72%
    male: 80.3%
    female: 63.5% (2010 est.)

    https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2103.html

  375. 389.

    ….Amerikanern

  376. 390.

    @aj:

    ich prognostiziere, dass da vermutlich noch zu meinen lebzeiten in d die beiden aussagen zu “eh, was soll’s” verschmelzen werden.

    Ich denke nicht, weil die beiden Aussagen eben völlig unterschiedliche Funktionen haben. Einmal wird dem Gegenüber die eigene Verspätung verschwiegen und die Erwartung geweckt, man würde gleich da sein*, das andere mal wird das Gegenüber knallhart und oft ohne jede Entschuldigung mit der eigenen Verspätung oder gar einer spontanen Absage konfrontiert. Klar, der Effekt, dass man nicht zum vereinbarten Zeitpunkt da ist, ist derselbe. Aber der kommunikative Akt ist doch ziemlich entgegengesetzt.

    *wobei man aber auch in Betracht ziehen muss, dass „ich komme 5 Minuten später“ auch schlicht ein kultureller Code für „es wird mindestens eine halbe Stunde“ sein kann. Wenn beide wissen, was gemeint ist, werden auch keine falschen Erwartungen geweckt. Nicht alle Kulturen nehmen sich so exakt beim Wort wie die Deutschen; da gibt es schon zu westlichen Kulturen wie Briten und Amerikanern einige Unterschiede; zu orientalischen Kulturen dann wohl erst recht.

    • 20. Dezember 2012 um 00:33 Uhr
    • Arjen van Zuider
  377. 391.

    PS – ansonsten bleibt es (eine Grundforderung jeder Demokratie:) den (MB-)oppositionellen Kräften nicht erspart
    – durch keine Macht der Welt! -,
    sich soweit anzustrengen und soweit Fähigkeiten zu entwickeln, dass sie als koalitions-mehrheitsfähig sind bzw. werden. Der erste Durchgang der Präsidentschaftswahl ergab eine – wenn auch nur geringe, so doch überraschende – Mehrheit der nicht-islamistischen Kandidaten. Allerdings hatten die nicht-islamistischen Kräfte die Illusion, sie könnten durch Aufstellen von etlichen Kandidaten etwas bewirken.

    In dieser Beziehung und gegen Persönlichkeits- und Parteien-Eitelkeiten oder -Begehrlichkeiten mag vielleicht inzwischen (hoffentlich) ein Lernprozess – mit dem Ergebnis einer Parteien-Allianz ‚National Salvation Front‘ – erfolgt sein.

    Aber für die Sphinx Ägypten gilt natürlich auch weiterhin:
    Nichts genaues weiß man nicht!

  378. 392.

    @ Publicola

    Interview mit Al-Aswani! was hat er anderes in der Hand, als den Hinweis, dass es mit der Armee noch nicht aller Tage Abend sei ?

    „Nur das Militär könnte die Bruderschaft stoppen.“

    Das wäre jetzt aber weder neu noch demokratisch-revolutionär.

    „Aber die Generäle suchen den Schulterschluss mit ihnen, weil sie fest daran glauben, dass ihre Privilegien mit den Islamisten eher Bestand haben werden.“

    Verdammte Verräter ! (Die Armee, nicht die MB)

    „Militär und Muslimbruderschaft sind jetzt Geschäftspartner.“

    Treulose Tomaten ! (Die Militärs, nicht die MB)

    „Die Revolution wird aber nicht zulassen, dass unser Land schon wieder aufgeteilt wird.“

    Was heißt das anderes, als dass er überlegt, was und wie man dem Militär mehr bieten kann ?

    „mehr habe ich diesem Pharao nicht mitzuteilen“ polter …

    „mit einer faschistischen Verfassung“ rumpel, Tätärätä

    Phrasen. Ohne Mehrheiten bleibt ihnen nur ein Putsch.

    TROTZ eigener Mehrheiten links-putschen zu müssen, das wäre schön: Portugal 1974 – Revolutions-romantisch.

    Schade, dass nichts zu Syrien gefragt wurde; was hätte er da wohl gesagt ?

    Dass die Islamo-Faschisten da auch auf dem Vormarsch sind, oder glauben Sie dass er auch anstandsweise noch das Assad-Regime ein bisschen angeprangert hätte ?

  379. 393.

    Publicola:

    Den Schwarzen Amerikaner bzw. Afro-Amerikaner hat man bis in die 60er Jahre das Wahlrecht genommen mittels anlässlich der Wahlen jeweils abzulegenden ‘literacy tests’ – erst der Bürgerrechtsbewegung in den USA gelang es, diese Maßnahme zu Fall zu bringen.

    Ich sehe das Problem hierbei weniger in den „literacy tests“, sondern in der extrem willkürlichen Anwendung derselben, zT mit expliziten Ausnahmeregelungen, die die Absicht, Weiße von den Tests auszunehmen, nur dünn verschleierten, weil die Dixiekraten die weißen Analphabeten natürlich weiterhin als Stimmvieh nutzen können wollten.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Disfranchisement_after_Reconstruction_era#Educational_and_character_requirements

    • 20. Dezember 2012 um 01:00 Uhr
    • Arjen van Zuider
  380. 394.

    „Aber für die Sphinx Ägypten gilt natürlich auch weiterhin:
    Nichts genaues weiß man nicht!“

    Das Militär fürchtet zwei Dinge:

    IWF-Einschnitte (bye, bye Sohnemann Gamal) –

    und so eine Art Erdogansche Talibanisiserung

    Und damit sind sie in der Pakistanischen Konstellation, welche vonseiten des Militärs nach der Alt-Türkischen schielt: vielleicht ein kastrierter Erdogan als Vorbild für Mursis Rollenprofilentwicklung.

    Ein Erdogan, der sich in Syrien mit lauter Afghanen und Terroristen im Schlepptau total blamiert hätte, von Obama hängen gelassen wurde … der aber; geschwächt im Amt bleiben darf, wegen des dummen Volkes und der Scheiß-Demokratie halt (aus Sicht der Militärs).

    Als Militärstratege würde ich auf zivile Islamisten-Bosse als Witzfiguren setzen. Blamieren lassen, aber nicht wegkippen lassen.

    Wie man das finanziert, ist damit aber noch nicht klar.

    Das würde bedeuten: Spoiler-Politik gegen Islamistische Regierungen mit der Botschaft an den Westen: Ihr wolltet die, also bezahlt sie auch und wundert Euch nicht, dass die nur Mist machen, haben wir Euch gleich gesagt.

  381. 395.

    Israels Syrien- und Irandoktrin:

    „“The process of Syria’s disintegration is a known fact. … on the day after (Syrian President Bashar Assad’s regime falls). … We need to prepare a response, in which the air force plays a key role.“ …

    Eshel said that in the event of another conflict with the Lebanese terror group, „rockets will fall in (central Israel) as well. We will try to achieve a swift victory.“

    As for the Iranian nuclear threat, Eshel said the air force was preparing so that „all options will really be on the table.““

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4322292,00.html

    Sobald Assad die Kontrolle über das Zeug (oder seine Führungsfähigkeit von Damaskus aus) verliert wird Israel die Syrischen C-Waffen angreifen und die Hisbollah gleich mit und zwar massiv.

    Wirkt dann in dem allgemeinen Chaos der Iran auch noch hinreichend asozial, dann wird auch der Iran angegriffen; woran sich Obama dann wohl beteiligen* müsste, damit die Iranische Reaktionsfähigkeit am Golf nieder gehalten werden kann. Soweit verstehe ich diese Israelische Einlassung als Doktrin.

    *sowie die Golfaraber wären auch herzlich eingeladen

    Assad und Hisbollah wären damit noch nicht weg vom Fenster, sondern nur als Faktoren mit Potential gegenüber Israel neutralisiert. Die HB hätte dann womöglich noch einen Aufstand im Libanon auf dem Hals, wenn sie von der Israelischen Luftwaffe angeschlagen wäre und könnte ihr Heil in der Bildung von Verbänden und Räumen mit pro-Iranischen Milizen (Assad-Reste) in Syrien suchen.

    Israel wäre sie los; die Sunniten der Levante hätten sie dagegen vielleicht umso krasser auf dem Hals.

  382. 396.

    Wenn in einer solchen Situation Assads Warlords auf die Idee kommen sollten, mit der PKK größer gegen die Türkei zu retaliieren, dann könnte die Türkei im Norden Syriens einmarschieren. Die Türkischen Militärs würden dann schon wert darauf legen, dass nicht nur die Kurden, sondern auch Erdogans Jihadisten (also jeder dritte bis vierte arabische Sunnit) als völlig asozial dastehen würden.

    Sie würden es so hinstellen, als hätte Erdogan ohne Not ein Nachbarland destabilisiert, so dass da jetzt an jeder Ecke ein anti-kemalistischer Terrorist lauert. Dafür würden sie ihn dann etwas zu degradieren such.

  383. 397.

    “Aber die Generäle suchen den Schulterschluss mit ihnen, weil sie fest daran glauben, dass ihre Privilegien mit den Islamisten eher Bestand haben werden.”

    Verdammte Verräter ! (Die Armee, nicht die MB)

    “Militär und Muslimbruderschaft sind jetzt Geschäftspartner.”

    Treulose Tomaten ! (Die Militärs, nicht die MB)

    “Die Revolution wird aber nicht zulassen, dass unser Land schon wieder aufgeteilt wird.”

    Was heißt das anderes, als dass er überlegt, was und wie man dem Militär mehr bieten kann ?…

    Phrasen. Ohne Mehrheiten bleibt ihnen nur ein Putsch.

    @ TH – Nein

    1 – Al-Aswani ist für seine Anti-Mubarak- bzw. Anti-Militär-Haltung bekannt-berüchtigt:

    a- Following Mubarak’s resignation, Alaa Al-Aswany confronted the Mubarak-appointed Prime Minister Ahmed Shafik on an Egyptian channel. Shafik lost his temper under persistent grilling by the novelist and it was the first time for Egyptians to witness a ruler dressed down so severely by a civilian in public. Consequently, it is said that Shafik was fired by the SCAF.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Alaa_Al_Aswany

    b – Sowie aus dem Al-Aswani-Interview mit der ZEIT: Entscheidend erschien mir damals, dass Ahmed Schafik, der Mann des alten Regimes, nicht an die Macht kommt.

    2 -Al-Aswany betont in dem ZEIT-Interview, dass der Demokratisierungsprozess ein langsamger und langer sein wird
    Die Demokratisierung kann nicht über Nacht geschehen,
    schon gar nicht in einer sechsmonatigen Präsidentschaft,
    mit einer faschistischen Verfassung als Ergebnis.
    Wir brauchen mehr Zeit,
    um alle Menschen in Ägypten mitnehmen zu können,
    um unsere Positionen und Bedenken zu erklären …

    3 – Die Veränderung der Zustimmungs- und potentiellen Wählerbasis der MBs und Mursis lässt sich im Sinne einer Wählerwanderung weg von den MBs und Mursis nachweisen, und/denn Al-Aswany ist nicht das einzige diesbezüglich zitierbare Beispiel:

    DIE ZEIT:
    Herr al-Aswani, nach der Präsidentschaftswahl im Frühjahr haben Sie alle liberalen Kräfte aufgerufen, eine revolutionäre Koalition um Mohammed Mursi zu bilden.

    Alaa al-Aswani:
    Ich wollte ihm eine Chance geben. Mir ist dabei ganz wichtig zu sagen, dass ich ihn nicht bei seiner Wahlkampagne unterstützt habe. Ich habe Mursi erst nach der Schließung der Wahllokale zum ersten Mal getroffen. Entscheidend erschien mir damals, dass Ahmed Schafik, der Mann des alten Regimes, nicht an die Macht kommt. Nun haben wir einen Mubarak mit Bart bekommen. Auch nicht besser.

    [[Es macht m.E. nicht den größten Sinn, wenn man Menschen (in Ägypten), die z.T. ihr Leben für die Demokratisierung eingesetzt haben und einsetzen, aus einer Perspektive der Verachtung betrachtet, möglicherweise weil sie halt Araber oder Muslims sind.
    Ich denke, diese Menschen verdienen für ihren demokratie-orientierten Mut höchsten Respekt.]]

  384. 398.

    Link zum Al-Aswani-Interview mit der ZEIT:
    http://www.zeit.de/2012/51/Al-Aswani-Interview/komplettansicht

  385. 399.

    PS – zu Punkt 3: Wählerwanderung weg von MBs und Mursi – bekanntlich ergab das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahlen der 2. Runde (Stichwahl) eine knappe Mehrheit für Mursi gegenüber Shafik (Militär):
    ca. 52% für den islamistischen Kandidaten Mursi,
    ca. 48% für den nicht-islamistischen Kandidaten Shafik

  386. 400.

    @MRXAuf die Bevölkerung umgerechnet hinken die Amerikaner den Schweizern seit dem Massaker im Kantonsparlament von Zug hinterher.

    Bitter, aber nun mal der Fall.

    Man kann daraus auch ableiten, dass eine Gesellschaft nicht alles verhindern kann. In Zug war der Spinner bekannt als einer, der mit den Behörden Krach hatte, und dass er ein Waffennarr war.

    Das hat keiner zusammengezählt, und damit ist auch schon gesagt, dass Hinschauen die beste Prävention ergibt.
    Das trifft auch auf den jüngsten Fall in den USA zu

    • 20. Dezember 2012 um 10:13 Uhr
    • Mamas Liebling
  387. 401.

    @ Publicola

    „Al-Aswani: Nur das Militär könnte die Bruderschaft stoppen.“

    Ich zitiere das nicht als Vorwurf an Al-Aswani, sondern um zu zeigen, dass auch seine Richtung sich außerstande sieht, auf das Militär als Instrument der insgesamten Machtpolitik zu verzichten. Etwa auf eine:

    „Wählerwanderung weg von MBs und Mursi“

    mag er jedenfalls nicht vertrauen.

  388. 402.

    UNO fällt vom rechten Glauben ab und „warnt vor Krieg der Konfessionen in Syrien …

    entwickelt sich immer mehr zum Konflikt der islamischen Glaubensrichtungen. Zu diesem Schluss kommt ein Uno-Bericht. Alawiten kämpfen in der Armee, Sunniten auf Seiten der Rebellen. …

    „Syrien begann das Jahr in einem Konflikt und beendet es im Krieg“, sagte Ban. „Tag für Tag steigt die Zahl der Toten. Monat für Monat wird die Region mehr in den Konflikt hineingezogen.““

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-uno-warnt-vor-eskalation-der-gewalt-a-874006.html

  389. 403.

    Man kann daraus auch ableiten, dass eine Gesellschaft nicht alles verhindern kann. In Zug war der Spinner bekannt als einer, der mit den Behörden Krach hatte, und dass er ein Waffennarr war.

    Das hat keiner zusammengezählt, und damit ist auch schon gesagt, dass Hinschauen die beste Prävention ergibt.
    Das trifft auch auf den jüngsten Fall in den USA zu

    @ FSML, MR, all

    Jain.

    Es war zwar bekannt, dass der Schütze ein gravierenderes Problem hat, bislang ist jedoch nichts darüber bekannt, dass er sich zuvor aggressiv verhalten hat. Und selber hat er, zumindest offiziell, keine Waffen geführt. Was man im gegebenen Fall jetzt im Nachhinein zusammenzählt, erscheint mir aus einer hypothetischen Gefahrenanalyse im Vorfeld nicht ganz so einfach bzw. weniger „zählbar“ als der Fall in Zug.

    Was man in Bezug auf die USA, ohne das grundsätzliche Recht auf Waffenbesitz abzuschaffen, fordern kann, ist, dass Jugendliche, zumal solche mit psychischen Problemen, auch in elterlicher Begleitung nichts auf Schießständen zu suchen haben sollten. Wohlgemerkt ist die später erschossene Mutter mit ihrem Problem-Child mehrfach auf den Schießstand gegangen.

    Wenn selbst in elterlicher Begleitung in Lokalen unter 21 Jahren kein Alkohol getrunken werden darf, sollte unter 21 nicht nur keine Schusswaffe geführt werden dürfen, sondern auch nicht in elterlicher Begleitung geschossen werden dürfen. Bei der Army hätten sie ihn wahrscheinlich nicht genommen. (Da liegt wahrscheinlich das Gegenargument von Waffenlobbyisten: Wenn man mit 18 zur Army darf, soll man mit 18 auch zivil ballern dürfen.)

    Was in den USA jedenfalls als unrealistisch durchzusetzen gelten kann und auch sonst als schwer praktikabel, ist der Punkt, dass Eltern eines Jugendlichen, der ein gravierenderes Problem hat, keine Schusswaffen mehr führen dürfen. Da könnte zukünftig eher noch verhindert werden, dass solche und normale Jugendliche mit einer Waffe, zumal mit einem besonders leistungsfähigen Sturmgewehr wie der Bushmaster ACR, auch noch gut umgehen können.

    Und damit sind wir bei der Waffe. Es ist jenseits eines Kriegsgebiets für Privatleute, die sich für den Notfall unter zivilisierten Bedingungen mit einer Schusswaffe verteidigen können wollen, ziemlich unnötig, dies mit einem Hochleistungsturmgewehr wie der Bushmaster ACR tun zu können. Diese nicht ganz zufällig für den Amoklauf verwendete Waffe (die in den USA übrigens nicht das erste Mal für einen Amoklauf verwendet wurde) kann mehrere Schüsse in der Sekunde abgeben und ist mit sehr großen Magazinen verfügbar. Zudem verwendete der Amokschütze eine besonders potente Munition.

    Das heißt übrigens auch: Das für diesen Amoklauf verwendete Gerät war zusammen genommen nochmal einen Zacken schärfer als das Sturmgewehr der Schweizer Armee (Sig 550 und erst recht ältere Modelle), zumindest in dem Trimm, in dem es in privaten Schränken steht. wenn der Wiki-Artikel nicht trügt, dann haben viele Schweizer zwar ihr Armee-Gewehr im Schrank, aber keine Munition. Möglicherweise wurde diese kleine zivile/technische Hürde nach dem Amoklauf in Zug eingeführt.

    Einem amerikanischen Waffenlobbyisten ist zum Punkt „State-of-the-art“- Sturmgewehre im Rahmen einer Diskussion auf CNN sinngemäß nichts anderes eingefallen, als dass diese Waffen eben auch privat vorhanden sind und ja, wie man gesehen hätte, auch die bad guys solche Waffen hätten und es daher unverantwortlich wäre, sie für vernünftige Privatleute zu verbieten.

    Das würde in der Konsequenz bedeuten, dass Schulangestellte für die Abwehr von Amokschützen nicht nur eine Kurzwaffe im Halfter, sondern auch ein Sturmgewehr im Schulschrank haben sollten / haben dürfen sollten.

    • 20. Dezember 2012 um 13:00 Uhr
    • N. Neumann
  390. 404.

    403
    „Es war zwar bekannt, dass der Schütze ein gravierenderes Problem hat,“
    Ja, in erster Linie seine Mutter!!

    Zu der Art der Waffe irgendwo gelesen: angeblich zum großen Teil aus deutscher Lieferung. Unüberprüft.

  391. 405.

    Nachtrag: Dass nach medizinischen Maßstäben psychisch gestörte Menschen im Allgemeinen mit einer vergleichsweise höheren Wahrscheinlichkeit dazu tendieren, zu Amokschützen zu mutieren, kann als gesichert gelten.

    Der Amokschütze im gegebenen Fall soll jedoch Asperger gehabt haben. Unter Sozialverhalten heißt es im entsprechenden Wiki-Artikel u.a.:

    Obwohl gegenwärtig noch nicht genügend epidemiologische Studien vorliegen, vermuten die meisten Autoren, dass autistische Menschen eine niedrigere Kriminalrate hätten als nicht autistische Menschen. Sie wären eher Opfer als Täter. Zudem würden sie dazu neigen, Gesetze rigide anzuwenden, und hätten Probleme mit Gesetzesüberschreitungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Asperger-Syndrom#Sozialverhalten

    • 20. Dezember 2012 um 13:19 Uhr
    • N. Neumann
  392. 406.

    Es geht nicht um anhaltende Feuergefechte, sondern um einen erweiterten Begriff von Erste-Hilfe-Kompetenz:

    Undercover police shot and kills hostage taker in Canton, China

    http://www.youtube.com/watch?v=WIlT5y6baps min. 0.53

    BRICS rulez – sometimes smarter.

  393. 407.

    Für den durchschnittlichen Pädagogen könnte solch sportliche Anforderung allerdings zu einer gewissen Hürde für die berufliche Eignung werden; erneut aus der BRICS-Welt:

    Police Shoot Hostage Taker in Colombia 0.20

    http://www.youtube.com/watch?v=q0YyN1Ht0ls

    Manchmal machen sie das sogar, wenn Handgranaten im Spiel sind; in Deutschland wäre dann die Polizei damit beschäftigt, erstmal die ganze Stadt zu räumen.

    Wo das gute Gewissen als höchstes aller Vitalinstinkte gilt, da bleiben die Opfer unversündigt am Elend der Täter und können mithin besonders rein vor ihren Schöpfer treten. Erstaunlich, dass man sich zu solch zivilreligiösen Verirrungen gerade in katholischen Ländern kaum verstehen mag.

    Irgendwie kann man auch Säkularismus falsch verstehen.

  394. 408.

    Drittes Staatsexamen; Prüfungsfach: Konzentration und robustes Gewissens

    MissBattleBorn Hostage Taker Shooting Course at Sovereign Arms

    http://www.youtube.com/watch?v=4KiYVrxYMeY ab 2.00 diesmal nur Übung ..

  395. 409.

    Zu der Art der Waffe irgendwo gelesen: angeblich zum großen Teil aus deutscher Lieferung. Unüberprüft.

    @ KC

    Soweit ich weiß, hatte der Schütze neben der amerikanischen Bushmaster, mit der er wohl alle seine Opfer ermordet hat, noch zwei Kurzwaffen dabei. Eine davon war eine Glock, ein österreichisches Fabrikat. Die andere eine SIG Sauer, ein schweizerisches-deutsches Fabrikat und die Kurzwaffe der deutschen Polizei.

    Wobei es ziemlich unerheblich ist, von wem oder wo Schusswaffen in den USA hergestellt werden. Wichtig und machbar erscheint mir, dass wenigstens Hochleistungs-Sturmgewehre für den privaten Gebrauch verboten werden (und vorhandene nach Möglichkeit eingezogen) sowie Personen unter 21 von Schießständen verbannt werden.

    Mit einer SIG Sauer können Amokläufer auch in kurzer Zeit mehrere Menschen ermorden. Der Schütze hatte allerdings einen guten technischen Beweggrund, für sein Werk eine Bushmaster ACR mit großem Magazin und Spezialmunition zu verwenden.

    Daneben ist es natürlich wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass es psychisch auffällige Menschen, legal Waffen zu erwerben. Hier dürfte sich eine Regelung jedoch rechtlich und praktisch vergleichsweise komplizierter gestalten.

    Auf den jetzigen Fall hätte sie wohl keine Anwendung gefunden, weil der Schütze, wie gesagt bzw. soweit bekannt offiziell keine Schusswaffen geführt und/oder gekauft hat.

    Waffennarretei kann man privat für eine psychische Störung halten; zumal dann, wenn man einen nahen Angehörigen mit einem medizinisch anerkannten psychischen Defizit im Haus hat und mit ihm auf den Schießstand geht.

    Aber auch Psychologen oder Psychiater aus jenen Teilen der zivilisierten Welt, in denen der private Besitz und Gebrauch von Schusswaffen seltener ist als in den USA, würden wohl kaum darüber übereinkommen, dass Waffennarren als solche einen Defekt nach medizinischen Maßstäben haben.

    • 20. Dezember 2012 um 13:52 Uhr
    • N. Neumann
  396. 410.

    Daneben ist es natürlich wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass es psychisch auffälligen Menschen, schwerer gemacht wird, legal Waffen zu erwerben.

    • 20. Dezember 2012 um 13:54 Uhr
    • N. Neumann
  397. 411.

    OT

    „Hinschauen“ mal anders:

    „Did we just kill a kid?“ he asked the man sitting next to him.

    „Yeah, I guess that was a kid,“ the pilot replied.

    „Was that a kid?“ they wrote into a chat window on the monitor.

    Then, someone they didn’t know answered, someone sitting in a military command center somewhere in the world who had observed their attack. „No. That was a dog,“ the person wrote.

    They reviewed the scene on video. A dog on two legs?

    spiegel.de/international/world/pain-continues-after-war-for-american-drone-pilot-a-872726.html

    Das ist doch wahrlich humanistisch, nicht wahr?

    Ich stieß auf den Spiegel-Artikel hierüber:

    http://www.youtube.com/watch?v=WlLqm3eDYMg&

    Drone Strikes: Where Are Obama’s Tears For Those Child Victims?

    ab ca. 7.12

    „recently, they reclassified every military-aged male, and by the way they’re now including children in that too, (..) as young as 8 years old, (..) by definition, they are now ALL considered militants. If we kill them, you have to proof that they were innocent, otherwise, we assume they were militants“

    8.03:

    Glenn Greenwald* made a good point about this: it ist part of the dehumanizing of Muslims across the world. (..)

    8.23

    They’re not kids, they’re militants. And if it looks on camera like you’re a kid, we gonna call him a dog.

    If those kids don’t also affect you, I think you have to question yourself, man.

    en.wikipedia.org/wiki/Glenn_Greenwald

    Die amerikanischen Medien berichten nicht vom „Fall Bryant“. Und man kann nur stolz sein: WIR sind die Verteidiger von Menschenrechten, von Meinungs- und Pressefreiheit (muss ja auch mal gesagt werden, man könnte es sonst fast vergessen).

    • 20. Dezember 2012 um 14:04 Uhr
    • MM
  398. 412.

    Tunisian Ex Jihadist Tells Tunisian TV Why he Stopped Fighting Alongside the FSA in Syria
    http://www.youtube.com/watch?v=O7GHrJdZY3I

    • 20. Dezember 2012 um 14:14 Uhr
    • MM
  399. 413.

    @ NN

    „Hochleistungsturmgewehr wie der Bushmaster ACR“

    Meterlanges Gerät; wegen solcher, auf engem Raum nur behindernden Oschis, haben die Syrer 1967 im Grabenkampf gegen die deutlich kürzeren Uzis ihre Golan-Stellungen an die Israelis verloren.

    Der eigentlich Alptraum ist die Klasse der Verwandten mit der:

    hxxp://www.israeli-weapons.com/weapons/small_arms/uzi/Uzi-Micro.html

    „Diese nicht ganz zufällig für den Amoklauf verwendete Waffe (die in den USA übrigens nicht das erste Mal für einen Amoklauf verwendet wurde)“

    Effektiv bei Verschanzung an festen Punkten, kommt auch vor ist aber dann eher eine killing-spree; jedenfalls nicht mehr ein (Amok)-LAUF.

    „kann mehrere Schüsse in der Sekunde abgeben“

    World Record 12 Shots In Under 3 Seconds –

    mit einem wuchtig-kultigen Elefanten-Töter-Revolver von Smith & Wesson …

    http://www.youtube.com/watch?v=lLk1v5bSFPw

    „Waffennarretei kann man privat für eine psychische Störung halten“

    Am besten beim Speerwerfen anfangen; Hammerwerfen ist wegen der Nähe zum Steineschleudern dagegen als eine anti-imperialistische Sportart einzustufen.

  400. 414.

    409
    Nachdem, was ich bisher zu dem Fall gelesen habe, entwickelt sich vor meinem „küchenpsychologischen Auge“ das Bild einer Familie, deren Zusammenleben durch einen autistischen Sohn (einer von zwei Söhnen)erheblich belastet ist. Von daher auch nicht wirklich überraschend, daß die Ehe scheitert, die Mutter mit dem kranken Jungen zurückbleibt und der Vater lieber sehr viel Geld zahlt, um nicht mehr mit der gesamten Familie zusammenleben zu müssen.
    Ich stelle mir eine krankhaft symbiotische Beziehung zwischen Mutter und Sohn vor, die – falls es keine konstante medizinische Begleitung gab – vermutlich auf irgendeine Art vor die Wand fahren nmußte.
    Warum es dann nicht bei der Tötung der Mutter blieb?
    Küchenpsychologie.

  401. 415.

    @ NN

    “Hochleistungsturmgewehr wie der Bushmaster ACR”

    Meterlanges Gerät; wegen solcher, auf engem Raum nur behindernden Oschis, haben die Syrer 1967 im Grabenkampf gegen die deutlich kürzeren Uzis ihre Golan-Stellungen an die Israelis verloren.

    @ TH

    Naja.

    Die Syrer werden AK 47 gehabt haben.

    Und die deutlich jüngere Bushmaster erfreut sich auch unter wirklich erfahrenen Praktikern großer Beliebtheit:

    The ACR also has the option of allowing the carbine’s operator to change barrels and calibers in about two minutes. While it is unlikely that a soldier will be changing barrel lengths from mission to mission, it is very likely that they will change barrel lengths from deployment to deployment. The rifle I carried in Afghanistan had a 141/2-inch barrel; the rifle I carried in Iraq had a 101/2-inch barrel. The longer barrel worked well in the open spaces of Afghanistan where I wanted all the velocity I could get but would have been a liability in the close confines of the urban environment I faced in downtown Baghdad and other cities in Iraq.

    The caliber change capability of the ACR is also a huge advantage that is being overlooked by our military. The Special Operations crowd recognizes this and has mandated that the next sniper rifle have a multiple caliber capability because no one caliber is ideally suited for every mission, nor is any one caliber always readily available. Somehow the Army has managed to forget that this same concept is just as valid for the regular rifleman.

    Having a rifle capable of shooting the 5.56mm cartridge is a good idea because 5.56mm ammo is everywhere, but being able to shoot 6.8 Remington SPC or 6.5 Grendel ammo out of the same rifle is brilliant. Having the option to shoot 7.62×39 also seems like a good idea because it’s even more ubiquitous than 5.56. Why not at least leave the option of shooting a caliber that generates a lot more energy and/or has a vastly superior ballistic coefficient? One day we might decide that the 5.56 really isn’t an ideal combat cartridge and want to go with something a little bit bigger. Should that day arrive, we’ll need to replace every rifle we have all over again if we stick with the M4.

    The list of advantages that the ACR and other carbines like it have over our issued M4 goes on and on. The side-folding buttstock that makes a much more compact package for all those times we’re getting in and out of vehicles and helicopters, the upper receiver with replaceable wear pads that make it possible to bring any carbine back to factory specification—meaning no rifle will ever wear out. Then there are the truly ambidextrous controls that can accommodate both right- and left-handed shooters. The list goes on and on and, sadly, no one is listening.

    http://www.gunsandammo.com/2012/11/26/the-bushmaster-acr-hail-and-farewell/

    • 20. Dezember 2012 um 14:35 Uhr
    • N. Neumann
  402. 416.

    @ MM

    „Das ist doch wahrlich humanistisch, nicht wahr?“

    Vierbeiner schießen keinen schul-enthusiastischen Schülerinnen in den Kopf.

    „If those kids don’t also affect you, I think you have to question yourself, man.“

    Dabei setzen die pakistanischen Taliban extra auch Kinder zum Köppe absäbeln ein; haben die Dronenkrieger-Psychos wohl noch nicht spitz gekriegt.

    Wohl einmal die Woche hat Obama so eine Liste mit Namen zum Ausstreichen vor sich, technisch meinetwegen entfernt so ähnlich wie Stalin (der aber täglich).

    Wer lässt auch unverhetzte Kinder mit den Säure- Giftgas*- und Sprengstoffkriegern durcheinander laufen ?

    *bevorzugte Anschlagsart gegen Mädchenschulen im „Bundeswehrgebiet“

    Boys Brainwashed To Kill – Waging Jihad The Taliban Way

    Losgeeiste verhinderte Kinder-Attentäter

    http://www.youtube.com/watch?v=Q8cxHgSz2fI

    Es hat Sie wieder voll erwischt … was meinen Sie, wie viele von den Dronenkrieg-Verurteilern aus der Region, sich darum drängen, ihre verkrachten Rivalen auf die Liste zu kriegen; das sind alles Gauner, die seit Jahrzehnten „über Bande spielen“.

    Meinen Sie den, oder die:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Bryant

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Sarah_Bryant_(British_Army_soldier)

    .. und glauben Sie dass Verschweigen in den USA funktioniert ?

    „Tunisian Ex Jihadist“

    Es gibt Aussteiger; der Kanal bürgt zwar nicht unbedingt für Fälschungssicherheit und die tunesische Innenpolitik auch nicht, aber es gibt welche.

    Nur will sich selbst die FSA, und laut Hürriyet auch die Türkei nicht von al Nusra distanzieren. Und hierzu eine Enthüllung von mir:

    Das ist kein Islamismus-Effekt; sondern ein Schlachtfeldeffekt, also ein zweiter Aspekt, von dem der Westen – in diesem Fall – keine Ahnung MEHR hat. Und das hat auch seinen Preis; mal abwarten, wie das in Syrien so läuft … mir war vor 18 Monaten klar, wie das läuft; so rein Schlachtfeld-technisch, dass es die Jihadisten schon verstehen werden, sich ihren Sporen zu verdienen (so nennt man das, und das funktioniert, auch obwohl es nicht im Koran steht; warum eigentlich nicht; soll doch perfekt sein ?)

    Sie haben es wirklich nicht leicht mit sich.

  403. 417.

    @ NN

    „Die Syrer werden AK 47* gehabt haben.“

    Und zwar wegen des viril ansprechenden Magazin-Designs.

    *Sie wissen, dass das eine deutsche Erfindung war, nicht dass das mal ein Neonazi in einer Debatte behauptet und dass Sie ausgerechnet daran dann völkische Hybris festmachen wollen

    „Bushmaster … unter wirklich erfahrenen Praktikern großer Beliebtheit“

    Eine wehmütige Eloge von zu kurz gekommenen.

    Natürlich ist das Ding … was wollen Sie hören … egal, ein geiles Gerät, aber unterhalb der durchschnittlichen Kontakt*-Entfernungen im Irak und Afghanistan tendenziell ein wenig überzüchtet. Daher auch zum Jacke- und Handy- behalten keineswegs die Erste Wahl.

    Aber die US-pro-Waffenrechts-Verfechter wollen ja auch noch darüber hinaus im Zweifelsfall überlegen Bürgerkriegs-fähig sein. Das ist natürlich ein bisschen: paleo-romantisch vom gesellschaftlich-technischen Standpunkt her, aber vom freiheitlichen Bürgersinn her, ist es die allerschlechteste Tradition nicht.

    Wenn ich die NRA beraten würde, würde ich auch auf Syrien verweisen …

    Die Amis haben da auch deswegen eine Krise, weil ihnen Jugendgangs aus taffen Bandenkampfgebieten auch nach dreimaliger Ausweisung immer wieder neu – und halt immer qualifizierter – wieder reinkommen, so dass die Nostalgiker der

    http://en.wikipedia.org/wiki/Minutemen

    da eh kaum noch hinterherkommen. Für den Großkomplex, den die Amis da zu fixen haben, von Psycho- Kriminalitäts- Kriegswaffen- und sonstiger Politik will ich gar nicht die silver bullet haben. Was nur auffällt, sind die anti-freiheitlichen Ressentiments, die sich hierzulande der Debatte sofort bemächtigen.

    Bei den Weihnachtsgeschenken aus China fragt kaum einer nach den tödlichen Arbeitsunfällen pro 1000 $ Geschenke-Export. Der edle Wille zur Abschaffung der Tragödie – ist stets und mit starrem Blick auf die Freiheit und alles, was Bedingung ihrer Möglichkeit ist und war (!) gerichtet.

    Einiges davon mag eben auch der Vergangenheit angehören, aber gegen die geht es bei der Gelegenheit ja auch gleich gerne.

    Und das ist schon etwas anstößig; gerade aus einem Land heraus, was die Freiheit ja nun nicht gerade erfunden hat.

    *so heißt das;

  404. 418.

    Alles eine question of numbers:

    Nearly a thousand people, including members of a banned Christian group, have been arrested in China for allegedly spreading end of the world rumours, a state-owned newspaper is reporting.

    More than 400 members of the „Almighty God,“ were detained in the northwest province of Qinghai, the China Daily said on Thursday. Another 350 people were also arrested in the southwestern province of Guizhou.“

    Käme der gleiche Impuls aus einer Qualitätsreligion*, dann wären wohl durch den allfälligen staatlichen Umgang damit die Menschenrechte schwer gefährdet.

    *Käßmann-Slang

    http://www.youtube.com/watch?v=cZv3E0fMKN0

  405. 419.

    @NN:

    Der Amokschütze im gegebenen Fall soll jedoch Asperger gehabt haben. Unter Sozialverhalten heißt es im entsprechenden Wiki-Artikel u.a.:

    Obwohl gegenwärtig noch nicht genügend epidemiologische Studien vorliegen, vermuten die meisten Autoren, dass autistische Menschen eine niedrigere Kriminalrate hätten als nicht autistische Menschen. Sie wären eher Opfer als Täter. Zudem würden sie dazu neigen, Gesetze rigide anzuwenden, und hätten Probleme mit Gesetzesüberschreitungen.

    Das sagt ja noch nichts über die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufs aus. Es ist gut möglich, dass Asperger-Autisten zwar eine höhere Rate an Amokläufen haben, diese aber in der Kriminalstatistik durch die geringere Rate an „klassischer“ Kriminalität (vom Ladendiebstahl bis zum Auftragsmord) mehr als kompensiert wird.

    Auch sonst sind Amokläufe insofern eher untypisch, dass sie die einzige Form von Gewalt sind, die tatsächlich ein Argument für strengere Waffengesetze darstellen kann. Gerade in den USA schätze ich aber, dass jedes Jahr mehr Menschen bei bewaffneten Raubüberfällen oder Bandenkriegen durch Waffengewalt sterben als bei Amokläufen. Und diese Leute lassen sich von strengeren Waffengesetzen nicht wirklich aufhalten – sehr wohl aber von der Ungewissheit, ob ihr potenzielles Opfer nicht eine Waffe zur Selbstverteidigung mit sich führt, was mit strengeren Waffengesetzen natürlich immer unwahrscheinlicher wird.

    Dazu kommt meines Wissens für viele Amerikaner aber auch noch das Argument, dass Waffen nicht nur dazu dienen sollen, sich gegen seine kriminellen Mitmenschen zu verteidigen, sondern auch gegen den Staat, der schließlich jederzeit zur Diktatur entarten kann. Das Ungleichgewicht zwischen den Regierungstruppen mit Helikoptern, Panzern und Maschinengewehren und den potenziellen Rebellen mit halbautomatischen Sturmgewehren ist jetzt schon groß genug – nimmt man der Bevölkerung jetzt auch noch die Sturmgewehre weg, wäre eine Diktatur gar nicht mehr aufzuhalten. Das mag man für paranoid halten – aber wenn man bedenkt, wieviel Blut die durchschnittliche Diktatur vergießt, dann sind ein paar Dutzend Amoklauf-Opfer im Jahr ein geringer Preis zur Verhinderung einer Diktatur.

    • 20. Dezember 2012 um 15:41 Uhr
    • Arjen van Zuider
  406. 420.

    @ TH

    Dabei setzen die pakistanischen Taliban extra auch Kinder zum Köppe absäbeln ein

    Das macht „al-Majala“ nicht besser und nicht schlechter.

    (Schauen Sie sich das liveleak-video an; tolle Bilder: liveleak.com/view?i=e1a_1334352177; Sie können nicht den „syrischen Kinderkanal“ promoten und das demgegenüber einfach Beiseite wischen.)

    Meinen Sie den, oder die:

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Bryant

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Sarah_Bryant_(British_Army_soldier)

    Weder noch.

    Der Spiegel-Art.
    spiegel.de/international/world/pain-continues-after-war-for-american-drone-pilot-a-872726.html
    schreibt von „Brandon Bryant“. Habe ihn mal gegoogelt:

    Viel findet man nicht, u.a.:
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2249252/Brandon-Bryant-Drone-operator-followed-orders-shoot-child–decided-quit.html

    .. und glauben Sie dass Verschweigen in den USA funktioniert ?

    Mir fällt jedenfalls auf, dass keiner der Artikel, die sich Brandon Bryant, dem „Drone-Operator“ (und nicht dem Tänzer von SUTYCD) widmen, älter als 5 Tage ist (und das ist der Spiegel-Artikel).

    Sie haben es wirklich nicht leicht mit sich.

    Sagen wir mal so: Ich versuche jedenfalls, es mir nicht gerade leicht zu machen. Noch nicht.

    • 20. Dezember 2012 um 15:47 Uhr
    • MM
  407. 421.

    Wenn ich die NRA beraten würde, würde ich auch auf Syrien verweisen …

    @ TH

    Ich vermute, dass es manche Mitglieder der NRA ohnehin schon für ein hohes Gut halten, im Zweifelsfall militärisch gut ausgerüstet gegen die Regierung kämpfen zu können.

    Allerdings würde ich davon abraten, diesen Hinweis offensiv in die Debatte einzuspeisen. Dergestalt individualistisch gesinnt ist die überwiegende Mehrheit der Amerikaner dann doch nicht.

    (Betrachten Sie diese Bemerkung daher als nichtig, sofern Sie Ihre hypothetische Beratung willentlich vergiften wollten.)

    • 20. Dezember 2012 um 15:58 Uhr
    • N. Neumann
  408. 422.

    Das ist kein Islamismus-Effekt; sondern ein Schlachtfeldeffekt, also ein zweiter Aspekt, von dem der Westen – in diesem Fall – keine Ahnung MEHR hat.

    @TH

    Reinald Grebe:
    „Ich stand in diesem Wellnesshotel
    und ich hatte das Gefühl
    60 Jahre Frieden sind zuviel“

    http://www.youtube.com/watch?v=F6yz607zgEg

    • 20. Dezember 2012 um 16:17 Uhr
    • Boothby
  409. 423.

    […] Dieses August-Wochenende strapaziösen Scheinkampfes, an dessen Ende einige der Männer ausgestreckt und blutig-bestiefelt lagen, war die Klimax eines ein Jahr langen Trainingsablaufs der „Ohio Defense Force“, einer privaten Miliz, die laut eigenen Angaben national über 300 aktive Mitglieder verfügt. Die Kämpfer verschossen Übungsmunition, um besser zu trainieren, in Gruppen zu manövrieren, aber sie kaufen Echtmunition in großen Mengen. Ihr Training – kein Spiel, betonen sie – verbraucht Tausende von Munitionsladungen pro Jahr aus dem Privat-Waffen Arsenal von Rotwildjagdgewehren, Angriffswaffen und, wenn der Inhaber auftaucht, Maschinengewehre Typ M-60. Die Miliz trainiert Hinterhalt, Scharfschützenkommandos, Nahkampf und und andere Infanteriegrundlagen.

    Was Gruppen wie diese von einer Schießsportklub – oder einer Gesellschaft historischer Inszenierungen unterscheidet, ist die Aussicht auf tatsächliches Blutvergießen, die viele Mitglieder der “ Ohio Defense Force “ als real sehen. Das Siegel ihrer Einheit bildet einen Mann mit einer Muskete und einem Dreispitz-Hut über dem Motto „Die Freiwilligen des Unabhängigkeitskampfes von Heute“ ab. Das Symbol fordert auf zur Frage: Wer sind die heutigen britischen Kolonialtruppen (‚redcoats‘)? Zu diesem Punkt äußert sich die Gruppe nicht offiziell, aber viele von denen, die während des kürzlichen zweitägigen Training in und um das verlassenen Roseville Staats-Gefängnis nahe Zanesville interviewt wurden, äußerten ihr grimmiges Misstrauen über Präsidenten Obama und die Bundesregierung im allgemeinen.
    […]
    Eine kleine aber wachsende Anzahl von diesen Extremistengruppen, entsprechend den Ermittlungsbeamten von FBI, ATF und des Staates, stehen im Focus aktiver Kriminaluntersuchungen. Diese umfassen Milizen und andere Förderer der bewaffneten Konfrontation mit der Regierung, unter ihnen „Zivilrechtgeschworene“, die versuchen, ihre eigenen Verhaftungen vorzunehmen und ihre eigenen Gerichtsverfahren einberufen, und „souveräne Bürger, die mit tödlichen Gewaltmaßnahmen auf Routinebegegnungen mit dem Gesetz reagieren. Im April z.B. stürmte der Marineveteran Walter Fitzpatrick namens einer Gruppe ‚American Grand Jury‘ in ein Gerichtsgebäude in Tennessee und versuchte, den Vorsitzenden der Geschworenen festzunehmen, mit der Begründung das er abgelehnt habe, Obama wegen Verrats angeklagt zu haben.
    […]
    Obamas führende Position brachte die radikale Recht völlig aus der Fassung, da er ein vereinheitlichtes Ziel für die konkurrierenden Lager rassischer, xenophober und religiöser Feindseligkeit. Sogar Patrioten, die nichts mit der Ideologie weißer Vorherrschaft zu tun hatten, fanden, dass sie ihre regierungsfeindliche Botschaft verstärken könnten, indem sie „Obama als einen Ausländer, nicht diesem Lande zugehörig, in nicht ausreichendem Maße amerikanisch“ konstruierten…. Typische Eigenheiten der extrem-rechten Hysterietradition – einschließlich hypothetischer Situationen der Erklärung des Kriegsrechts, der Abschaffung des Privatbesitzes von Waffen sowie der Einweisung von Dissidenten in Konzentrationslager des Katastrophenschutzes – wurden mit Obama als Oberbefehlshaber stärker.

    Drohungen gegen das Leben Obamas führten zu Schutzmaßnahmen durch den Secret Service im Mai 2007, bei weitem die amtlich bekannten frühestmöglichen Schutzmaßnahmen für einen Präsidentenanwärter. Mindestens vier angebliche behaupteten Ermordungsverschörungen zwischen Juni und Dezember – seitens Milizgruppenmitglieder in Pennsylvania, seitens weißer „Supremacists“ [Ideologie der Überlegenheit der Weißen] in Denver, seitens Skinheads in Tennessee und seitens eines aktiven Marineobergefreiten im Camp Lejeunge in Nord-Carolina – führten zu Verhaftungen und Strafanzeigen, bevor Obama überhaupt in sein Amt eingeschworen wurde.

    „Wir nennen es in gewisser Weise einen vollkommenen Sturm,“ sagt ein hochrangiger FBI Beamte, der es ablehnte, sich wegen der politischen Sensibilität des Themas offiziell zu äußern. Mit einer Wirtschaft im freien Fall und steigendem Zorn über illegale Immigration, wurde Obama „ein Focus“ für nicht-aktive Extremisten nach der Wahl 2008, die „bislang nicht bereit waren, zu handeln, jetzt aber empfänglich für die Werbung von Aktiven und für die Radikalisierung sind.“

    … In der Welt der bewaffneten Extremisten ist Krieg nicht immer eine Metapher. Einige von ihnen sprechen mit Verachtung über Sprücheklopfer, die „sich treffen, ein Restaurant gemeinsam besuchen und sich dann wieder zurückziehen.“ Die geschichtliche Erfahrung legt nahe, dass auch die Wildesten im großen und ganzen nie darum herumkommen, [dann irgendwann] diesen Weg [auch] tatsächlich zu gehen. Mark Potok vom ‚Southern Poverty Law Center‘ merkt an, dass „es sehr großen Zahlen von Leuten gibt, die sagen, ‚wir werden in den Krieg gehen müssen, um die Verfassung oder die weiße Rasse zu verteidigen,‘ “ aber “ ‚das wird erst in der nächsten Woche sein, Leute‘.“
    […]
    Ein solcher Mann war James Von Brunn. Am 10. Juni 2009 hielt er seinen Wagen an vor dem US Holocaust Memorial Museum in Washington, legte ein .22 Kalibergewehr an und schoss dem Sicherheitsbeamten Stephen Tyrone Johns in die Brust. Ein Teil der Geschichte Von Brunns ist inzwischen gut bekannt, aber Polizei, FBI und Secret Service-Ermittler hielten ein erschreckendes Nachwort zurück.
    […]
    Was die Behörden nicht freigaben, war, wie nah das Land an einem seismischen politischen Ereignis war. Von Brunn, sagen maßgebliche Quellen, hatte ein anderes Ziel: den hochrangigen Berater des Weißen Hauses David Axelrod, einen Mann im Zentrum des Kreises um Obama. Der Präsident war aus Von Brunns Sicht zu schwierig zu erreichen, aber das war ohne Konsequenz. „Obama wurde von den Juden krë-iert,“ schrieb er. „Obama tut, worum ihn seine jüdischen Besitzer bitten.“

    Diese Episode ging wie Ruck durch das FBI und das Heimatschutzministerium. Von Brunn hatte Motiv, Mittel und Absicht demonstriert, einen der nächsten Berater des Präsidenten zu töten. Der Secret Service wies Axelrod eine Schutzeinheit zu und ergriff weitere stillschweigende Maßnahmen, um den Schutz zu erweitern. Das Heimatschutzministerium gab Bulletins an staatliche und lokale Gesetzesvollzugsorgane/Polizeibehörden heraus mit Hinweisen auf Taktiken, Warnzeichen und anderen Schlussfolgerungen, die aus diesem Fall resultierten. „FBI Vertreter müssen verstehen“, sagt ein höherer Aufsichtsbeamter, dass „es sich nicht nur um die Drohung seitens islamischer Extremisten, sondern auch seitens eigener inländischer Terroristen“ mit regierungsfeindlicher Agenda „handelt“ …[…]

    Artikel „The Secret World of Extreme Militias“
    By Barton Gellman
    TIME magazine – 30.09.2010

    Artikel „The Secret World of Extreme Militias“
    By Barton Gellman
    TIME magazine – 30.09.2010
    http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,2022636,00.html

  410. 424.

    @ MM

    „As the countdown reached seven seconds, there was no sign of anyone on the ground. Bryant could still have diverted the missile at that point. But when it was down to three seconds, a child suddenly walked around the corner.“

    Und mit drei Sekunden Vorlauf hätte er das Ding auch noch abwenden können !? Journalismus von der besten Art.

    „The next thing he saw was a flash on the screen – the explosion. The building collapsed, and the child disappeared.“

    Hat er es verpennt, hatte er etwa Befehl, nicht umzulenken, oder konnte er nicht mehr umlenken ?

    Egal, es bleibt unklar, auf was dieser Satz abgestellt ist:

    „after following orders to shoot and kill a child in Afghanistan“

    Beim Befehle ausführen hat er ein Kind getötet, so versiert wie den Befehl ausgeführt hat – aber behauptet wird, er hätte Befehle gehabt, ein Kind zu töten.

    a) ist Ihnen der Unterschied klar ?

    b) steht sonst noch irgendwo, dass es die Befehlslage nicht zugelassen habe, in den letzten drei Sekunden das Geschoss abzulenken ?

    Bei den Israelis sind sie, man könnte meinen, mehr am Geschosse ablenken, als am weiter draufhalten und man sieht, was sie davon haben.

    Der Byrant hat doch die Krise, weil er es in den drei Sekunden nicht gebacken gekriegt hat, oder nicht ? Dann hätte er nämlich zu wenig an Ballerspielen geübt – und das geht im SPIEGEL (pun intended) schon mal gar nicht.

    Der “syrische Kinderkanal” wurde leider von youtube dicht gemacht.

    Die Sammlung war wirklich sehr liebevoll, keine dröhnenden und protzenden Erwachsenen dazwischen.

    Irgendwie ist es eine üble Befallenheit der Wahrnehmung, wenn man die Bilder von durch Fernwaffenwirkung entgliederten Körpern mit denen von aus nächster Nähe tot-gefolterten verschwimmen kriegt.

    Und dann bei den Fernwaffen: indiscriminate – oder eben collateral, oder: zivile Schutzschilde, was der Standard bei den allermeisten lokalen Konfliktparteien auf dem Wege Gottes (incl. al Lat) ist.

    Bzw. zivile Ziele sind sogar die bevorzugten Ziele, um Gemeinde-Obere auf die eigene Seite zu bomben; und das nennt die Seite der Opfer dann
    indiscriminate, obwohl es ja gar nicht unterschiedslos ist.

    Mit gegnerischem (Para-)Militär liefert man sich dagegen nur Scharmützel und nicht Schlachten, weil man auf der Suche nach Massaker-chancen ist. Das Massaker ist die dortselbst effektivste Form der Konfliktführung und deswegen die gesuchteste.

    Der Westen kapiert das alles überhaupt schon vom Ansatz her nicht.

    ‚Zivilisten verteidigen‘ hieß deswegen z.B. Krieg bis zum Schluss gegen Gaddafi, weil dessen Leute halt bevorzugt sich den Stammesführern durch ihre Befähigung zum Massaker zu empfehlen suchten. Deswegen bleibt die Feindschaft zwischen all den unterschiedlich aufgestellten Käffern in Libyen auch so unversöhnlich und korrespondiert sogar nicht immer mit Stammeszugehörigkeiten.

    Angesichts all diesen Nicht-Durchblicks lässt sich der Westen dann locker von Russland zurechtweisen, dass sowas wie Libyen aber nicht noch mal laufe.

    Es ist zum Mäuse melken.

    „Ich versuche jedenfalls, es mir nicht gerade leicht zu machen.“

    Aber machen Sie es auch nicht gerade den größten Arschlöchern allzu einfach, Sie zu veräppeln; Sie müssten das alles doch im Prinzip durchschauen können.

    @ Boothby

    „60 Jahre Frieden sind zuviel”

    Das eigentliche Problem an diesen ganzen Computerkriegspielen ist, dass man nichts wirkliches über den Krieg lernt; sich das aber allseits mächtig einbildet, kritisch, wie apologetisch – nur halt allesamt unkritisch.

  411. 425.

    @NN:

    „Der Amokschütze im gegebenen Fall soll jedoch Asperger gehabt haben. Unter Sozialverhalten heißt es im entsprechenden Wiki-Artikel u.a.:

    Obwohl gegenwärtig noch nicht genügend epidemiologische Studien vorliegen, vermuten die meisten Autoren, dass autistische Menschen eine niedrigere Kriminalrate hätten als nicht autistische Menschen. Sie wären eher Opfer als Täter. Zudem würden sie dazu neigen, Gesetze rigide anzuwenden, und hätten Probleme mit Gesetzesüberschreitungen.“

    Das sagt ja noch nichts über die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufs aus.

    Über die Wahrscheinlichkeit schon. Aber wenn etwas als vergleichsweise / relativ unwahrscheinlich gelten kann, folgt daraus eben nicht, dass es nicht eintreten kann. Ein Pferd hat ja gerade vor der Apotheke gekotzt.

    Es ist gut möglich, dass Asperger-Autisten zwar eine höhere Rate an Amokläufen haben, diese aber in der Kriminalstatistik durch die geringere Rate an “klassischer” Kriminalität (vom Ladendiebstahl bis zum Auftragsmord) mehr als kompensiert wird.

    Möglich.

    Gleichwohl halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass z.B. Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung statistisch häufiger zu Amokläufen tendieren als solche mit Asperger.

    Auch sonst sind Amokläufe insofern eher untypisch, dass sie die einzige Form von Gewalt sind, die tatsächlich ein Argument für strengere Waffengesetze darstellen kann. Gerade in den USA schätze ich aber, dass jedes Jahr mehr Menschen bei bewaffneten Raubüberfällen oder Bandenkriegen durch Waffengewalt sterben als bei Amokläufen.

    Amokläufe sind in meinen Augen nicht das einzige Argument für strengere Waffengesetze in den USA. So kann man, ohne das Grundrecht auf das private Führen einer Waffe abzuschaffen (ich hänge nicht der Illusion an, dass das machbar wäre), etwa darauf verweisen, dass Personen mit medizinisch definierbaren psychischen Defiziten, auch dazu tendieren, mit der Schusswaffe reine Beziehungstaten zu begehen.

    Und diese Leute lassen sich von strengeren Waffengesetzen nicht wirklich aufhalten – sehr wohl aber von der Ungewissheit, ob ihr potenzielles Opfer nicht eine Waffe zur Selbstverteidigung mit sich führt, was mit strengeren Waffengesetzen natürlich immer unwahrscheinlicher wird.

    Ich möchte dieses Argument gar nicht völlig wegwischen. Man kann auch als jemand, der deutlich strengere Waffengesetze und eine vergleichsweise geringere Waffenbesitzquote (egal ob legal oder illegal) wie beispielsweise in Deutschland schätzt, auch ganz pragmatisch sagen, dass in den USA so viele private Waffen im Umlauf sind, dass das bad-guys-good-guys-Argument eine gewisse Berechtigung hat.

    Und zumal geht es davon abgesehen nicht allein um ein historisch tief verwurzeltes Recht oder aussagekräftige Statistiken, sondern auch um das subjektive Sicherheitsgefühl. Wenn ich ein vernünftiger Mensch bin und etwa in meiner Wohnumgebung gehäuft unvernünftige Typen mit Knarren herumlaufen, werde ich alles andere als zwingend dadurch auch unvernünftig, wenn ich mir deshalb eine Kurzwaffe anschaffe und deshalb etwas ruhiger schlafen kann.

    Allerdings leuchtet es mir 1. absolut nicht ein, warum es eine Bushmaster ACR sein soll bzw. sein sollen darf, und nicht nur eine SIG Sauer.

    Auch halte ich es 2. für möglich, dass man es psychisch gestörten Menschen wenigstens schwerer macht, legal Waffen zu erwerben.

    Daneben sehe ich 3. das Recht auf das private Führen einer Waffe in USA nicht dadurch angetastet, wenn der nicht-gewerbliche Privat-von-Privat-Handel mit Waffen, der wohl weit über 30% des Gesamthandelsvolumen mit Waffen ausmacht, stark beschnitten würde. Ich denke, ich muss nicht weiter ausführen, warum das als vernünftig gelten kann.

    Ich gehe nicht davon aus, dass die Implementierung der drei genannten Regulierungen den unsachgemäßen Schusswaffengebrauch in den USA deutlich senken würde. Aber wenn dadurch wenigstens verhindert werden kann, dass die Killquote des einen oder anderen Amokschützen in der Zukunft wenigstens halbiert werden kann, weil er nicht so einfach ein Bushmaster-Sturmgewehr, sondern lediglich eine Glock-Pistole in Finger bekommen konnte, halte ich sie für geboten.

    Allein die Art der Munition kann darüber entscheiden ob jemand von einer Schussverletzung stirbt oder verletzt überlebt. Wer als Opfer Glück im Unglück hat, kann einen Amoklauf deshalb überlegen, weil er „nur“ von einer Glock irgendwo in den Oberkörper getroffen wurde, und nicht von einer Bushmaster mit spezieller Munition.

    • 20. Dezember 2012 um 16:59 Uhr
    • N. Neumann
  412. 426.

    @ AvZ

    • 20. Dezember 2012 um 16:59 Uhr
    • N. Neumann
  413. 427.

    Dazu kommt meines Wissens für viele Amerikaner aber auch noch das Argument, dass Waffen nicht nur dazu dienen sollen, sich gegen seine kriminellen Mitmenschen zu verteidigen, sondern auch gegen den Staat, der schließlich jederzeit zur Diktatur entarten kann. Das Ungleichgewicht zwischen den Regierungstruppen mit Helikoptern, Panzern und Maschinengewehren und den potenziellen Rebellen mit halbautomatischen Sturmgewehren ist jetzt schon groß genug – nimmt man der Bevölkerung jetzt auch noch die Sturmgewehre weg, wäre eine Diktatur gar nicht mehr aufzuhalten. Das mag man für paranoid halten – aber wenn man bedenkt, wieviel Blut die durchschnittliche Diktatur vergießt, dann sind ein paar Dutzend Amoklauf-Opfer im Jahr ein geringer Preis zur Verhinderung einer Diktatur.

    @ AvZ

    Ich denke nicht, dass, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, viele Amerikaner diese Argumentation teilen würden. So ticken nur bestimmte weiße oder aber daneben auch schwarze Minderheiten.

    Den vielen Befürwortern des Besitzes privater Schusswaffen geht es vor allem darum, dass sie sich im Notfall auch mit der Waffe verteidigen können, wenn der Staat bzw. die Polizei nicht da ist.

    • 20. Dezember 2012 um 17:08 Uhr
    • N. Neumann
  414. 428.

    @ TH

    und man sieht, was sie davon haben.

    Einen unendlichen Krieg (von gelegentlichen Waffenpausen unterbrochen) und ein reineres Gewissen als die Gegenseite.

    • 20. Dezember 2012 um 17:36 Uhr
    • Serious Black
  415. 429.

    @ SB

    Die anderen kriegen jetzt aber auch sehr ernste Probleme:

    „Press TV: Now we have reports of this Turkish official that 10 thousand Taliban militants are being trained in Turkey in Hatay province to carry out attacks against government forces inside Syria.“

    Muss hoch hergehen in der türkischen Innenpolitik.

    http://presstv.com/detail/2012/12/20/279166/us-imperialism-aims-to-destroy-syria/

  416. 430.

    Dass es solche Leute gibt, hatte ich irgendwie geahnt …

    „Wir folgen den Ausbildungsmethoden der britischen SAS Spezialeinheit.“ Der 52-Jährige scheint zu wissen, wovon er spricht. Er diente fünf Jahre bei der französischen Fremdenlegion und arbeitete als Ausbilder für Sicherheitsfirmen. „Im Alter von 18 macht man so seine Dummheiten“, erwidert Scheich Elsour, angesprochen auf seine Zeit in der französischen Elitetruppe.

    Für die Rekruten beginnt der Tag mit dem Morgengebet und einem acht Kilometer langen Lauf durch die Berge. Nach dem Frühstück folgt Militärtraining: Waffenkunde, Selbstverteidigung, Angriffsformationen und Taktikkunde. Am Spätnachmittag gibt es zwei Stunden Islamunterricht.

    3000 Euro kostet das Ausbildungslager monatlich. „Man muss die jungen Männer nicht nur verpflegen, sondern ihnen auch Kleidung, Zigaretten und Kredit für ihre Handys bezahlen“, erklärt Scheich Elsour. „Ganz zu schweigen von der Ausrüstung, die normale AK-47, aber auch Scharfschützengewehre oder Nachtsichtgeräte umfasst.

    „Für mich ein Stück Lebensglück“

    Der ehemalige Fremdenlegionär bezahlt das angeblich aus eigener Tasche. Leisten sollte es sich der 52-Jährige können. Er lebte fast drei Jahrzehnte in den USA und ist dort Besitzer eines Unternehmens, das Bulldozer verkauft. Im US-Bundesstaat Georgia baute er sich ein Haus für 700.000 Euro.“

    Sind eben nicht alles nur Schwätzer, obskure Hinterzimmerprediger, etc.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article112053464/Reise-in-das-geheime-Trainingscamp-der-Rebellen.html

  417. 431.

    Bahrain und Kuwait rasseln mit Teheran aneinander:

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?ID=296781&R=R1

    • 20. Dezember 2012 um 18:09 Uhr
    • Serious Black
  418. 432.

    “ this Turkish official that 10 thousand Taliban militants are being trained in Turkey in Hatay province to carry out attacks against government forces inside Syria.” Er hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nam%C4%B1k_Kemal_Zeybek

    bei min 3.30 im PressTV Bericht; Schöner Anti-Impi:

    „Zeybek hält die Türkische Sprache für die älteste Sprache der Welt. Laut seinem Buch „Ülkü Yolu“ sind der Islam und die Legitimität der türkischen Nationalgeschichte die Quellen des „Idealismus“ (tr: Ülkü). Politik dürfe die Religion nicht instrumentalisieren, die Politik müsse der Religion dienen. Der „Idealismus“ sei keine reformistische Bewegung. Sie sei fundamentalistisch. Der „Idealist“ sei ein Kader, der Blut für die gute Sache vergieße. Der größte Feind des Idealismus sei der Kommunismus.“

  419. 433.

    430
    Thomas Holm
    Da gab’s schon was in der WELT vor einer Woche:

    „Ein Foto aus Syrien. Es zeigt einen kräftigen Mann in schwarzer Kampfmontur. Um den Kopf gewickelt ein schwarzes Tuch, am Arm eine Binde, darauf das islamische Glaubensbekenntnis. In den Händen hält er ein Sturmgewehr. Der Text neben dem Bild verrät, dass der Mann kein Syrer ist: „Der Gotteskrieger Abu Ahmad al-Almani aus Deutschland“. Zu finden ist die Aufnahme bei Facebook. Dort gibt der Mann an, im Libanon geboren zu sein. Zuletzt lebte er in Deutschland. Dann wanderte er aus, um gegen den syrischen Diktator Baschar al-Assad zu kämpfen. Jetzt ist „Abu Ahmad“ ein Krieger Allahs. Und er ruft seine deutschen Glaubensbrüder auf, ihm nachzufolgen….
    Was westliche Sicherheitsdienste besonders beunruhigt, ist die Absicht Sawahiris, in Ägypten und Syrien Extremisten mit europäischem Pass auszubilden, um dann in Europa Terrorzellen aufzubauen. Besonders in Syrien herrscht inzwischen in Teilen des Landes ein Machtvakuum, in das die Dschihadisten hineinstoßen. Wenn es nach al-Qaida geht, dann soll Syrien ein neues „Waziristan“ werden, der Landstrich in Pakistan, in dem sie sich weitgehend unbehelligt bewegen können.

    Für zukünftige Anschläge in Europa sind Extremisten mit europäischem Pass besonders wertvoll. Wie der Spanier Rachid Wahbi aus Sauta, der in Syrien im Juni 2012 umkam und über Istanbul und die Türkei eingereist war. Er soll auf dem Weg in ein Trainingscamp für europäische Kämpfer gewesen sein. Ein weiteres Beispiel ist Mehdi al-Harati, ein Libyer mit irischem Pass. Er war einer der Gründer der Tripoli-Brigade, der ersten Aufständischen-Einheit in Libyen. Inzwischen führt er die Rebellen im Norden Syriens an. Etwa 100 Kämpfer oder kampfbereite Radikale mit europäischem Pass sollen bisher nach Syrien gekommen sein. Nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste soll Al-Nusra-Kommandeur Abu Mohammad al-Dschulani schon jetzt planen, seine Operationsbasis von Syrien über die Türkei nach Europa auszudehnen. Er bereitet sich auf den Tag nach dem Sturz Assads vor, um Syrien zu einem Zentrum für dschihadistische Aktivität auch in anderen Ländern zu machen.
    Einige von al-Dschulanis Al-Qaida-Zellen operieren schon in anderen Ländern der Region, und er ist nach Erkenntnissen westlicher Sicherheitskreise dabei, weitere Zellen in Europa aufzubauen. Auffällig ist, dass al-Nusra europäische Kämpfer bisher nicht für Selbstmordattentate in Syrien einsetzt. Offenbar sollen sie nicht „verheizt“ werden, weil ihre europäischen Pässe in Zukunft noch sehr wichtig für al-Qaida werden. Dann, wenn der Kampf in Syrien vorbei ist und sich das Terrornetzwerk stärker nach Europa hin orientieren will.“
    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article111982318/Al-Qaida-will-Syrien-als-Basis-gegen-Europa.html

    Und wenn die Jungs – nicht nur zu ihrem eigenen Bedauern – nicht in die ewigen Jungfrauengründe eingehen?
    When the boys „come home“?
    Melden die sich dann als erstes beim Jobcenter und bewerben sich auf die vielen offenen Stellen für „Fachkräfte“?

  420. 434.

    Hörtipp

    Sendung vom 20.12.2012, 20:05 bis 21:00 Uhr

    Flüchtlinge in Deutschland
    Wohin mit den Flüchtlingen?
    Stadtteile im Ausnahmezustand, hilflose Politiker
    Täglich kommen derzeit bis zu 350 Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen und bitten um Asyl. Die meisten sind Sinti und Roma aus Serbien und Mazedonien. Die Aufnahmeeinrichtungen sind hoffnungslos überfüllt. In den Vorgärten der Nachbarn stranden rund um die Uhr Flüchtlingsfamilien, denen Schlepper das Blaue vom Himmel versprochen haben. Die Entscheidung über berechtigte Asylgründe dauert Monate, und darauf hoffen Armutsflüchtlinge: Selbst wenn sie wieder abgeschoben werden, haben sie für einige Monate im Warmen gelebt.

    Die Landesregierung hat im Herbst eine ganze Reihe von Städten zu neuen Übergangsheimen verpflichtet. Der Unmut der Anwohner nimmt zu. Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, von den Asylsuchenden belagert und fürchten um ihre Sicherheit.

    Darüber diskutieren beim WDR-Stadtgespräch Matthias Bongard und Falk Mrazek u.a. mit:
    Mit Wolfgang Bosbach (CDU), Vorsitzender Bundestagsinnenausschuss
    Birgit Naujoks, Flüchtlingsrat NRW
    Wilhelm Steitz, Ordnungsdezernent Stadt Dortmund
    Markus Pfefferkuch, Bürgerinitiative Dortmund-Hacheney

    Moderation: Matthias Bongard und Falk Mrazek
    Redaktion: Maria Sand-Kubow
    http://www.wdr5.de/sendungen/wdr-5-stadtgespraech/s/d/20.12.2012-20.05.html

  421. 435.

    NN:
    So kann man, ohne das Grundrecht auf das private Führen einer Waffe abzuschaffen (ich hänge nicht der Illusion an, dass das machbar wäre), etwa darauf verweisen, dass Personen mit medizinisch definierbaren psychischen Defiziten, auch dazu tendieren, mit der Schusswaffe reine Beziehungstaten zu begehen.

    Allerdings bedeutet das eben auch, dass der Staat die Möglichkeit hätte, mittels eines gefälschten psychiatrischen Gutachtens jeder beliebigen Person das Grundrecht auf Waffenbesitz zu entziehen. Und ich denke, dass die amerikanische Mentalität eben schon sehr stark dahin geht, dem Staat solche Missbrauchsmöglichkeiten gar nicht erst in die Hand zu geben – auch unter jenen Amerikanern, die die Diktatur nicht gleich um die Ecke sehen.

    • 20. Dezember 2012 um 18:39 Uhr
    • Arjen van Zuider
  422. 436.

    @SB:

    ein reineres Gewissen als die Gegenseite.

    Sieht das die Gegenseite auch so?

    • 20. Dezember 2012 um 18:42 Uhr
    • Arjen van Zuider
  423. 437.

    @ karolachristiane, SB

    „Und wenn die Jungs – nicht nur zu ihrem eigenen Bedauern – nicht in die ewigen Jungfrauengründe eingehen? When the boys “come home”?“

    Warriors‘ home is where next the bullets fly … Z.B. in

    „Bahrain und Kuwait rasseln mit Teheran aneinander“

    Die Machtfrage ist in der ganzen Region aufgeworfen; jetzt wo Chaos bei den Sunniten ist, kann der Iran unmöglich sagen: ‚Och, eigentlich wissen wir auch nicht so recht was wir überhaupt wollen …‘

    Es ist ein:

    ‚jetzt oder nie‘ für das Politprojekt Iran und ein
    ‚jetzt* oder nie mehr**‘ – für die Saudis

    *nicht verlieren; **existieren

    etwas Asymmetrie; in Syrien ist der Iran ‚Verteidiger'; am Golf ‚Herausforderer‘.

    „Melden die sich dann als erstes beim Jobcenter und bewerben sich auf die vielen offenen Stellen für “Fachkräfte”?“

    Jihad-Jobcenter; aber bei denen da, wo jetzt die Musik spielt, obwohl das nicht ganz koscher ist (mit de Musik).

    Wie man das mit Osteuropa vergleichen kann und für Fälle von Modernisierungsstau und Demokratietransformation halten kann –

    das ist so abgründig fundamental unverständig, dass man darüber ganze einschlägige Ent-Bildungs- und Verlernungsfakultäten in die Tonne treten müsste.

  424. 438.

    @ Publicola

    Syrer-Alarm in Ägyptens Pyramidenstube !

    „Allein 200.000 halten sich nach Schätzungen mittlerweile in Kairo auf, drei Viertel von ihnen Frauen und Kinder. Ganze Stadtteile am Rande der Mega-Metropole sind von Syrern bewohnt, die meisten stranden hier mit einem Koffer und ein paar Habseligkeiten “ Insgesamt:

    „Mehr als eine Million Menschen haben in den Nachbarländern Libanon, Türkei, Irak und Jordanien Zuflucht gesucht, täglich kommen 3.000 bis 5.000 neue hinzu.“

    Eine Mio. wurde gestern noch für die Erste JH 2013 geschätzt; hat wohl schon angefangen.

    hxxp://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/Syrien-Fluechtlingsdrama-Kinder/komplettansicht

    Politisch sicherlich nicht eben ein Ferment von Ent-Polarisierung, so wird man schon sagen können, ohne den Menschen zu nahe zu treten.

    AJE-Nachrichten: Putin versichert unverbrüchliche Treue zu Syrien, UNO ist besorgt wegen Terrorismus und Zeina Khodr sagt, dass man den Syrern mit Putins-Deal-Ideen nicht mehr zu kommen braucht. Womit man den Syrern aber da nicht zu kommen braucht, ist etwas, worin Putin mit Obama übereinstimmt: Keine Ent-Baathifizierung. – min 1.12

    WENN die Amis mal was gelernt haben wollen, dann wird es kurzeitig noch mal extra gefährlich …

    http://www.youtube.com/watch?v=JsYcq-HaGXg

    Danach das Geschleime von Hollande in Algier; anstatt die zu fragen, auf welcher Tour die denn eigentlich einer syrischen Konstellation entgehen wollen.

  425. 439.

    @NN

    erscheint mir aus einer hypothetischen Gefahrenanalyse im Vorfeld nicht ganz so einfach bzw. weniger “zählbar” als der Fall in Zug.

    Völlig einig.

    Weiter ist es so, dass jede Sicherheitsvorkehrung auch Freiheit reduziert. In einer Vollkasko-Gesellschaft ist das leider schwer zu vermitteln.

    • 20. Dezember 2012 um 19:50 Uhr
    • Mamas Liebling
  426. 441.

    http://www.welt.de/vermischtes/article112151802/Muslime-sollen-nicht-Frohe-Weihnachten-wuenschen.html

    Hat nichts mit Islam zu tun und Indonesien ist positives Beispiel für einen moderaten Islam!

    • 20. Dezember 2012 um 21:09 Uhr
    • Bellfruta87
  427. 442.

    Eine kleine Betrachtung über die Kollision von Antirassismus mit Antiimperialismus, vielleicht etwas gewagt für den Störungsmelder.

    Der in antirassistischen Kreisen ja nicht ganz unreputierte iranische Sender Press TV berichtet von folgendem Ungemach:

    „Now we have reports of this Turkish official that 10 thousand Taliban militants are being trained in Turkey in Hatay province to carry out attacks against government forces inside Syria.“

    http://presstv.com/detail/2012/12/20/279166/us-imperialism-aims-to-destroy-syria/

    Taliban ist – obzwar nur ‚Schüler‘ bedeutend, nicht als Bewegung von Tugend und Erbauung gemeint, sondern als Terroristen (des Westens auch noch!)

    ZON zitiert die UNO mit der Aussage: „Ganze Religionsgemeinschaften laufen Gefahr, aus dem Land gedrängt oder innerhalb des Landes getötet zu werden“ wie das ? Nun, indem: „immer mehr religiöse und ethnische Gruppen in die Kämpfe mit hineingezogen werden.“

    hxxp://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/syrien-konflikt-gruppierungen-kaempfe/komplettansicht

    Zwei Dinge passieren gerade: Ein Konflikt entpuppt sich als etwas, was der Möglichkeit nach im antirassistischen Sinne: absurd ist; ganze Gruppen werden in einen mörderischen Konflikt hineingezogen und drohen sich wechselseitig auszulöschen, oder zu vertreiben; d.h.

    alle werden damit auf einmal zu rassistischen Tätern.

    Die Kämpfe würden dann auch noch immer gefährlicher (als wenn Kampf nicht eh gefährlich wäre) aber Komparativ deswegen, weil sich das ganze natürlich regional ausweitet und auch im einzelnen immer brutaler wird.

    Was tun ? Einer spricht bei PressTV eine Lösung aus, die viele sowieso im Hinterkopf haben: Eine Diktatur, die durchsetzt, dass sich gefälligst alle respektieren. Eine solche Diktatur muss nicht schön sein, aber: die Alternative sieht man ja.

    Der Anfang einer solchen Diktatur: ist die politische Korrektheit; und deren Ende ist: Ströme vom Blut – übrigens von recht religiösen Menschen.

    Der progressiven Friedens-Linken mutiert unter der Hand der Islam zu einer westlich voran getriebenen Machenschaft zur Zerstörung von lieb gewordenen Positionen (Anti-Zionismus z.B.) und deren Regimes von Damaskus über Teheran, bis …. you name it; Nordkorea und alles, was dazwischen ist ?

    Ein aus antirassistischer Perspektive sicherlich faszinierend zu beobachtendes Schauspiel.

  428. 443.

    Frohe Weihnachten … wenn diesen ganzen Glaubensfuzzis nur einen Funken Ehre im Leib hätten, dann würden sie sich alle eine angenehme Höllenfahrt wünschen.

    Mal gucken, vielleicht stimmt ja jemand mit MiHiGru zu wg. Ehre un so.

  429. 444.

    In der aktuellen ZEIT steht ein zweiseitiger Artikel von Jörg Lau:
    „Die letzten Jünger – Gläubige werden verfolgt, Kirchen zerstört: Ist im Nahen Osten nach den arabischen Revolutionen noch Platz für die christliche Minderheit? Eine Reise zu den Gläubigen in Ägypten, der Türkei und Palästina.“

  430. 445.

    Ich suchte eigentlich was anderes, aber das ist auch nicht schlecht, wenn auch wirklich nicht auf der Höhe der Zeit:
    http://www.youtube.com/watch?v=XFGrQMD6Uqc

  431. 446.

    zwar schon etwas älter, aber falls noch nicht gepostet

    http://thelede.blogs.nytimes.com/2012/12/14/filmmakers-urge-egyptians-to-reject-constitution/#more-196140

    gefunden aufgrund eines kommentars (k47) von tigerlillie zum interview mit Alaa al-Aswani auf zo

  432. 447.

    „ein zweiseitiger Artikel von Jörg Lau“

    kein einseitiger mehr ? ok, ein billiger Scherz.

    „Eine Reise zu den Gläubigen in …“

    ‚den Gläubigen‘, wo doch sicher lediglich die Christen gemeint sind; ober will er alle bereist haben, um das Los der Christen zu erkunden ?

    vielleicht: alle mal bereisen, um das Los der Christen nicht so einseitig zu erkunden ..

    ‚Den letzten Gläubigen‘ – das wäre punkig gewesen, sowas machen die ZEIT aber nicht.

    „Die letzten Jünger“ irgendwas stimmt da nicht, ist Herrn Lau das Sahaba-Salbader zu Kopfe gestiegen ?

    • 20. Dezember 2012 um 21:31 Uhr
    • Mamas Liebling
  433. 449.

    Ich empfehle die Lektüre des neuen Economist. Da wir die Hölle ausgiebig diskutiert, mit schönem englischem Humor.

    http://www.economist.com/printedition/2012-12-22

    • 20. Dezember 2012 um 21:33 Uhr
    • Mamas Liebling
  434. 450.

    Doch doch,

    ich habe zu Weihnachten tatsächlich einen Wunsch.

    Ich wünsche miese Weihnachten, muehehehe.

    • 20. Dezember 2012 um 21:59 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  435. 451.

    Von Hatay bis Qamishlo schon angekommen

  436. 452.

    450 soccer
    Seien sie doch nicht so negativ. Sie glauben wohl wen sie vor sich haben. Lesen mal ne schöne weihnachtgeschichte, zb. von gernhardt.

  437. 453.

    @ernsthaft

    Also, an den Holum mit seinem überragenden Mitteilungsbedürfnis habe ich mich irgendwie gewöhnt, aber fangen Sie jetzt auch noch an, mir nachzustellen?

    • 20. Dezember 2012 um 22:14 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  438. 455.

    Ich sprach

    Ich sprach nachts: Es werde Licht!
    Aber heller wurd‘ es nicht.
    Ich sprach: Wasser werde Wein!
    Doch das Wasser ließ das sein.
    Ich sprach: Lahmer, Du kannst gehen!
    Doch er blieb auf Krücken stehen.
    Da ward auch dem Dümmsten klar,
    daß ich nicht der Heiland war.

    Robert Gernhardt

    • 20. Dezember 2012 um 22:26 Uhr
    • N. Neumann
  439. 456.

    Die Perser haben einen Obertürkentum-politiker gefunden, der ihnen verklickert, dass 10.000 Taliban (echte) in Hatay rumturnen und von dort aus Syrien terrorisieren. Ist das nicht geil ?

  440. 457.

    Die Geburt

    Als aber in der finstren Nacht
    die junge Frau das Kind zur Welt gebracht,
    da haben das nur zwei Tiere gesehn,
    die taten grad um die Krippen stehn.

    Es waren ein Ochs und ein Eselein,
    die dauerte das Kindlein so klein,
    das da lag ganz ohne Schutz und Haar
    zwischen dem frierenden Elternpaar.

    Da sprach der Ochs: „Ich geb dir mein Horn.
    So bist du wenigstens sicher vorn.“
    Da sprach der Esel: „Nimm meinen Schwanz,
    auf dass du dich hinten wehren kannst.“

    Da dankte die junge Frau, und das Kind
    empfing Hörner vorn und ein Schwänzchen hint.
    Und ein Hund hat es in den Schlaf gebellt.
    So kam der Teufel auf die Welt.

    Robert Gernhardt

    • 20. Dezember 2012 um 22:29 Uhr
    • N. Neumann
  441. 458.

    455 nn
    Sehr schönes gedicht, ich habe heute schon über ddie weihnachtliche geschichte „die falle“ geschmunzelt.

    soccer
    Entgegenkommen ja, nachstellen nein.

  442. 459.

    So, der Neumann hat mich jetzt ganz wuschig gemacht. Ich ziehe mir jetzt Disney’s eine Weihnachtsgeschichte rein.

    • 20. Dezember 2012 um 22:40 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  443. 460.

    ..und bevor der (Un)Geist der Vorweihnacht entfleucht – hier noch Broders Kommentar zur Märchentante Frau Schröder:
    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article112114240/Frau-Gott-laesst-sich-nicht-alles-gefallen.html

  444. 461.

    @ ernsthaft

    genial ! man muss auf sein Glück zugehen …

    Den UNO-Katastrophenbericht

    hxxp://www.zeit.de/politik/ausland/2012-12/syrien-konflikt-gruppierungen-kaempfe/komplettansicht

    gibt’s jetzt auch als Katastrophen-clip, präsentiert von einer immer Kassandra-hafteren Zeina Khodr in Original-Hausbesetzer Lederjacke mit einem voll-tragischen ‚ey, Leute – die Bewegung is kaputt‘ Blick.

    Fighters arriving in Syria from abroad

    http://www.youtube.com/watch?v=7QcPQYDtMSM

    Disney-Sokke, nehmen die keine Almancis, oder warum sind Sie nicht schon längst da unten am mit-murxen ?

  445. 462.

    ..und langsam wird’s Zeit für Weihnachtswunschzettel:
    http://www.youtube.com/watch?v=3sgpSDTuLys
    Praktisch: Paßt für Kleinkinder wie Senioren.

  446. 463.

    Passt für lebhafte Kleinkinder und rüstige Senioren:

    http://www.youtube.com/watch?v=pAaEnEntYII

    • 20. Dezember 2012 um 23:19 Uhr
    • N. Neumann
  447. 465.

    Erst wollte ich Jingle-bells auf arabisch rauskramen, aber das ist vielleicht ein bisschen zu traurig, nach dem Artikel von Jörg Lau.

    Statt dessen ein Blick darauf, wie sich auch unsere alten Verbündeten, die Japaner, an Weihnachten heiter-dekadent delektieren:

    Japanese Christmas Song 2011 mit Grüßen nach Deutschland bei min 0.47

    (aber nur eine Sekunde lang, genau gucken)

    http://www.youtube.com/watch?v=QHs-GMJoID0

    Hauptsache die Chinesen produzieren weiter diesen ganzen Krempel.

  448. 466.

    @ Publicola 464.

    Danke.

    Woher hat Wischmeyer überhaupt dat Siegerländer R? Da kommt der doch ganich wech. Oder wird doch noch anderswo im westfälischen Dialektkontinuum das r so speziell, tendenziell amerikanisch gerollt?

    • 20. Dezember 2012 um 23:56 Uhr
    • N. Neumann
    • 21. Dezember 2012 um 00:00 Uhr
    • N. Neumann
    • 21. Dezember 2012 um 00:07 Uhr
    • N. Neumann
  449. 469.

    Ex-my-Ex sang beim Braten der Weihnachtsgans immer hingebungsvoll
    „I’m dreaming of a white mistress“.
    Gibt’s aber nicht bei youtube. :)

  450. 470.

    @ N. Neumann – Auf dem WDR/NDR gab es in den 60ern im Rahmen des damals üblichen „Schulfunk“ (14.30h ca.) eine Sendereihe „Der Tierfreund erzählt“, wo ein Wilhelm Behn (?) in behaglich-geheimnisvoll-vertraut-tierfreund-vertraulichem, münsterländisch-oldenburgischen Ton (mit dem typischen rollenden R) die Schuljugend über die diversen Tierchen und diesbezüglichen Pläsierchen aufklärte. Eigentlich sehr schöne Sendungen – aus meiner Erinnerung heraus.
    Wischmeyer hat offenbar diese Sendungen auch in seiner Jugend gehört und ahmt Ton, Atmosphäre, Sprachduktus und Dialektales einigermaßen korrekt, allerdings ins Groteske verdreht, nach, übertreibt es allerdings ein wenig mit seinem ‚R‘.

    An der Wildfütterung/Der Iltis
    Aus dem Leben der Bienen
    Aus dem Leben der Schlangen – Die Kreuzotter / Die Ringelnatter
    Aus dem Zoologischen Garten – Der Elefant / Das Panzernashorn
    Aus dem Zoologischen Garten 1 – Das Wildpferd / Der Tiger
    Aus Feld und Flur – Der Feldhase / Der Fuchs
    Geschichten aus der Kinderstube der Voegel 1 – Die kleinen Wachtelkinder / Die Waldschnepfe
    Geschichten von Aquarienfischen 1 – Der dreistachlige Stichling / Der Schlammbeißer
    Geschichten von unseren Haustieren – Das Pferd / Das Huhn
    Geschichten von unseren Haustieren 1 – Der Hund/Die Katze
    Greifvögel der Nacht – Die Schleiereule / Der Steinkauz
    Heimische Greifvögel auf Jagd – Der Habicht / Der Sperber
    Tiere im ewigen Eis – Der Eisbär/Der Kaiserpinguin
    Tiere im ewigen Eis 1 – Der Eisfuchs / Der See-Elefant
    Tiere im Hochgebirge 1 – Der Steinadler / Die Gemse
    Tiere in unserem Park – Das Eichhörnchen / Der Kuckuck
    Wohin die Sörche ziehen-Die nordischen Wildgänse
    Zimmerleute des Waldes – Der Schwarzspecht / Der große Buntspecht

    http://www.clh-board.net/index.php?page=Thread&threadID=14278

  451. 471.

    [[PS – @ N.N. – falls Interesse vorhanden: hatte übrigens unter #454 die Weihnachtsbaum-Destruktiv-Stummfilmgroteske „Big Business“ mit Laurel und Hardy (Dauer: 18 min.) verlinkt:
    http://www.youtube.com/watch?v=DvcHEilaai0

  452. 472.

    @SoC

    „Doch doch,

    ich habe zu Weihnachten tatsächlich einen Wunsch.

    Ich wünsche miese Weihnachten, muehehehe.2

    Dass Sie neidisch sind, wissen wir ja, aber dass Sie es noch so offen zeigen, verblüfft schon.

    • 21. Dezember 2012 um 08:57 Uhr
    • Mamas Liebling
  453. 473.

    @ NN #466

    Oder wird doch noch anderswo im westfälischen Dialektkontinuum das r so speziell, tendenziell amerikanisch gerollt?

    In Hessen gibts ein ähnliches Phänomen rund um:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dillenburg

    • 21. Dezember 2012 um 09:28 Uhr
    • Serious Black
    • 21. Dezember 2012 um 09:56 Uhr
    • Serious Black
  454. 475.

    @ SB

    Nu ja, Dillenburg grenzt ja direkt ans das Siegerland.

    • 21. Dezember 2012 um 10:27 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  455. 476.

    Zwischen Kairo und Amman krachts:

    Jordanien bekommt kein Gas, weil Jihadisten dauernd die Pipeline nach Israel und Jordanien sprengen.

    Abdullah hat Druck von der Straße, weil die Strompreise steigen und gibt Mursi zu verstehen, daß ein paar hunderttausend ägyptische Expats, die Kairo massig Devisen bringen, auch ausweisen könnte.

    Mursi ist in der Zwickmühle, denn an der Heimatfront gibts nich genug Gas, also müßte Ägypten Gas teuer importieren, um es Jordanien billig zu verkaufen. Ein ökonomisches Desaster:

    http://www.egyptindependent.com/news/egypt-officially-becomes-gas-importing-country-meet-demand

    bissel Background:

    hxxp://www.egyptindependent.com/news/pm-egypt-and-jordan-are-brotherly-countries

    hxxp://www.egyptindependent.com/news/govt-working-jordan-halt-deportation-illegal-egyptian-workers

    • 21. Dezember 2012 um 11:12 Uhr
    • Serious Black
  456. 477.

    @ SB

    „document-says-iran-orders-assassination-of-bahrains-king“

    Eine archaisch-romantische Marginalie im weiteren Kontext eines konzeptionellen Ringens um Strategien zur Überwindung von Modernisierungsstaus und noch etwas anderem, was

    @ NN

    total wichtig fand, aber auf was ich gerade nicht komme.*

    Das Gaspreis-Gewürge erschließt sich dagegen wieder uns allen vereint.

    *Ich glaube, es handelte sich um entwicklungstheoretisch sensibilisierte Lancierungsstrategien für Formen von Repräsentation unter Bedingungen von prekärem Irgendwas, oder so.

  457. 478.

    Wischmeyer hat offenbar diese Sendungen auch in seiner Jugend gehört und ahmt Ton, Atmosphäre, Sprachduktus und Dialektales einigermaßen korrekt, allerdings ins Groteske verdreht, nach, übertreibt es allerdings ein wenig mit seinem ‘R’.

    @ Publicola

    Jenes ‚R‘, welches Wischmeyer als Tierfreund spricht, klingt wie ein klassisches Siegerländer-R. Mir wäre völlig neu, wenn es in abgeschwächter Form auch im Münsterland vorkam / vorkommt, da mir eine im Münsterland aufgewachsene Freundin vor Jahren, als ich da ‚R‘ noch nicht zuordnen konnte, nicht sagen konnte, wo es herkommt. Insofern vermute ich, dass die abgeschwächte Form eher oldenburgisch (genauer: südoldenbuger Platt) als münsterländisch ist.

    Möglicherweise kommt das reale Vorbild von Wischmeyers Tierfreund ursprünglich aus dem Siegerland. Das Siegerländer Platt wird auf Dialektkarten zwar als Unterart des Moselfränkischen geführt, klingt realiter aber mehr nach einem Westfälisch mit quasi-rheinischen Zwischentönen + charakteristisches ‚R‘. Sofern es also einen Siegerländer nach Westfalen gezogen hat, wäre eine teilweise sprachliche Assimilation normal.

    • 21. Dezember 2012 um 12:55 Uhr
    • N. Neumann
  458. 479.

    @ SB

    Nu ja, Dillenburg grenzt ja direkt ans das Siegerland.

    @ SB, HJS

    Das Wäller Platt hat Ähnlichkeiten mit dem nördlich angrenzenden Sejerlänner Platt und den sich östlich anschließenden hessischen Dialekten in der Dillenburger Gegend.

    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4ller_Platt

    • 21. Dezember 2012 um 13:02 Uhr
    • N. Neumann
  459. 480.

    Das hervorstechende Merkmal des Siegerländer Platts ist das mit zurückgebogener Zungenspitze gesprochene „R“ (Stimmhafter retroflexer Approximant), ähnlich der Aussprache des Englischen in Nordamerika. Dieses sprachliche Phänomen ist jedoch nicht auf das Siegerländische beschränkt sondern erstreckt sich weit in den mittelhessischen Sprachraum hinein bis zum Taunus und die Wetterau.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Siegerl%C3%A4nder_Platt

    • 21. Dezember 2012 um 13:07 Uhr
    • N. Neumann
  460. 481.

    @ N. Neumann – da muss ich nun allerdings passen – zwischen den rollenden ‚Rs‘ aus den diversen norddeutschen ländlichen Regionen, also dem Münsterland, Siegerland, Emsland beispielsweise, vermag ich nicht zu differenzieren

    [ – da fehlt mir offensichtlich das Fein-Gehör für – ]

    – vielen Dank jedenfalls für den Hinweis auf diese bislang von mir nicht geahnten Differenzen!

  461. 482.

    @ SB

    “document-says-iran-orders-assassination-of-bahrains-king”

    Eine archaisch-romantische Marginalie im weiteren Kontext eines konzeptionellen Ringens um Strategien zur Überwindung von Modernisierungsstaus und noch etwas anderem, was

    @ NN

    total wichtig fand, aber auf was ich gerade nicht komme.

    @ TH

    Wollen Sie jetzt von mir eine Art Dementi, das besagt, dass das iranische Regime einer größtenteils modernitäts-aversen Ideologie verhaftet ist?

    • 21. Dezember 2012 um 13:28 Uhr
    • N. Neumann
  462. 483.

    @ NN, SB, HJS

    Diese Form des ‚R‘ gibt es m.W. in einigen Regionen Thüringens, ich meine denen mit Fränkischem oder oberhessischem Dialekteinfluss. Ich hörte das immer, wenn ein Skisprungtrainer, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, interviewt wurde. Was mitteldeutsche Dialekte angeht bin ich allerdings nicht bewandert.

    • 21. Dezember 2012 um 13:32 Uhr
    • MRX
  463. 484.

    @ Publicola

    Dieses Beispiel klingt eher nach Westfälisch mit ein paar quasi-rheinischen Zwischentönen, das ‚R‘ ist hier allerdings relativ schwach ausgeprägt:

    http://www.youtube.com/watch?v=ngDk3OMgAyQ

    • 21. Dezember 2012 um 13:39 Uhr
    • N. Neumann
  464. 485.

    Schwächer ausgeprägter Dialekt, dafür aber stärkeres ‚R':

    http://www.youtube.com/watch?v=Nyb22LVS9Us

    • 21. Dezember 2012 um 13:39 Uhr
    • N. Neumann
  465. 486.

    @ NN, SB, HJS

    Diese Form des ‘R’ gibt es m.W. in einigen Regionen Thüringens, ich meine denen mit Fränkischem oder oberhessischem Dialekteinfluss.

    @ MR

    Ein amerikanisches ‚R‘ wie in 485.? Sicher? Das fränkische ‚R‘ ist jedenfalls was völlig Anderes.

    • 21. Dezember 2012 um 13:43 Uhr
    • N. Neumann
  466. 487.

    PS – das Wischmeyer-‚R‘ –

    “ … des Siegerländer Platts ist das mit zurückgebogener Zungenspitze gesprochene „R“ (Stimmhafter retroflexer Approximant), ähnlich der Aussprache des Englischen in Nordamerika …“

    das scheint ja der Fall bei Wischmeyer zu sein – sein ‚Vorbild‘ aus dem Schul-Rundfunk der 60er Jahre (‚Der Tierfreund erzählt‘) pflegte meiner Erinnerung nach allerdings nicht diese ausgeprägte nordamerika-affine ‚R‘-Aussprache, sondern bediente sich einer eher platt-münsterländisch-gemäßigten Artikulation
    (etwa Richtung ‚Theater-R‘, d.h. Theater-Schauspieler-Aussprache der 30er bis 60er Jahre)

  467. 488.

    @ N.N. – klingt eher nach Westfälisch – richtig, das ist die mir hier regional vertraute Akzentprägung der ‚R‘-Aussprache, eine Akzentprägung, die übrigens i.d.R. auch eine – so zumindest sagen Nicht-Münsterländer – münsterlandtypische ‚L‘- und ‚CH‘-Variante mitbeinhaltet, die ich allerdings nicht kommentieren oder erkennen kann, vermutlich weil diese Aussprachevarianten von mir inhärent-unbewusst benutzt werden.

  468. 489.

    @ NN

    „Dementi, das besagt, dass das iranische Regime einer größtenteils modernitäts-aversen Ideologie verhaftet ist?“

    Damit wäre es nicht getan. Es geht nicht nur darum, dass die lokalen Regimes von leutselig-skurill bis Größen-wahnsinnig aggressiv gepolt sind.

    Es geht darum, dass unter einem fatalen Mix aus Problemdruck und Konzeptionsnot die verbleibenden Behelfe darin bestehen, ethno-konfessionelle Frontlinien wiederzubeleben, fast egal in welcher selbstgefällig altbackenen, oder aufgeregt endzeitlich-utopischen Form sie bisher geronnen sein mögen.

    Es geht um die Chancen der Massen auf Frieden, Freiheit und Brot und um die steht es in jeder Reihenfolge miserabel.

    Wie sehr und wie früh man in Syrien bereits mit jeder Art von konventionellem Latein am Ende war, bezeugt ausgerechnet und dann auch noch:

    Anja Zorob: Sozialismus in Syrien existierte höchstens innerhalb des Assad

    http://www.youtube.com/watch?v=Rwz_Dv-GZmo

    und sie argumentiert u.a. mit einem außerordentlichen Jugendüberhang zu Syrien, (min 7.30) dessen peak noch bevorstehe, während Tunesien und Marokko ihn längst hinter sich gelassen hätten.

    Wissen Sie noch, Jugendblase war einer Ihrer ersten auf-den-Zahn-fühl-Ideen, bevor Sie mich als Sandalenfilm-Cineasten geoutet haben.

    Derweil tröstet sich die Berichterstattung von einer Putin-Finte bis zur nächsten.

  469. 490.

    – Ägypten –

    Clashes erupted shortly after several thousand demonstrators gathered at Alexandria’s Qaed Ibrahim Mosque Friday to „defend [Islamic] scholars and mosques,“ and to call for Sharia (Islamic law). The rally, which was initially peaceful after Friday noon prayers, turned violent when clashes broke out between Islamist demonstrators and rival opposition group.

    According to media reports, clashes seem to have been kicked off after opposition protesters picked a fight with one of the Islamist demonstrators.

    Central Security Forces, who were heavily deployed early Friday near the rallying point as a pre-emptive measure against possible violence, worked to restore order and keep both camps away from each other.
    Rounds of teargas were fired into the crowds, forcing people onto the Corniche near the mosque …

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61002/Egypt/Politics-/UPDATE–Islamist-rally-turns-violent-outside-Alexa.aspx

  470. 491.

    – Ägypten – Internet –

    Internet users in Egypt reached approximately 22 million, a 30 per cent increase from last year’s rate with an Internet penetration rate (percentage of the total population using the Internet) of 27 per cent, according to recent Information and Communications Technology (ICT) report.

    Egypt leads the Middle East and North Africa (MENA) region in terms of sheer number of Facebook users, with almost 12 million subscribed users of which mostly are youth.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/3/12/60982/Business/Economy/Egypts-Internet-users-increase-by–pct,-Facebook-u.aspx

  471. 492.

    …. andere seriöse Statistiken sagen aus, dass Ägypten eine ‚Internet-Penetration-Rate‘ von 35,6% aufweist und damit 17,8% aller Internetuser Afrikas versammelt.
    http://www.internetworldstats.com/stats1.htm

    • 21. Dezember 2012 um 14:18 Uhr
    • Publicola
  472. 493.

    PS – Zum Vergleich einige Internet-Penetration-Rates in Europa:

    34,1% – Ukraine
    44,1% – Rumänien
    45,7% – Türkei
    47,7% – Russland

  473. 494.

    492
    @P.
    „‘Internet-Penetration-Rate’“ halte ich für keinen besonders gelungenen Begriff!
    Sind Sie sicher, daß das „seriöse Statistiken“ sind?
    :)

  474. 495.

    @ NN

    Ja, ein /ɹ/ . Mit dem (möglichen) fränkischen Einfluss meinte ich die Tendnenz zur staken Artikulation von R-Lauten an sich.

    • 21. Dezember 2012 um 14:42 Uhr
    • MRX
  475. 496.

    @ KC

    Das ist wirklich Horst-Niveau. Penetration wird halt im englischen umfassender gebraucht.

    • 21. Dezember 2012 um 14:44 Uhr
    • MRX
  476. 497.

    496 MRX
    Das ist jetzt aber eindeutig zweideutig, wie isses denn im französischen ?

  477. 498.

    MRX
    Wahrscheinlich liegts ihnen auf der zunge ? aber sie kommen nicht drauf ? Fragen wir erol, der weiß sowas.

    • 21. Dezember 2012 um 14:50 Uhr
    • MRX
  478. 500.

    MRX
    Sind sie ernsthaft ?

  479. 501.

    Es geht noch wilder:

    The siege of Constantinople lasted fifty-four days, the city being all but impregnable.

  480. 502.

    Internet-Verbreitung: (Fach-)Terminologie

    As Internet access is in increasing demand, many pubs, bars and cafes have terminals, so the distinction between the Internet cafe and normal café is eroded. In some, particularly European countries, the number of pure Internet cafés is decreasing since more and more normal cafés offer the same services.

    However, there are European countries where the total number of publicly accessible terminals is also decreasing.
    An example of such a country is Germany. The cause of this development is a combination of complicated regulation, relatively high Internet penetration rates, the widespread use of notebooks and PDAs and the relatively high number of WLAN hotspots. Many pubs, bars and cafés in Germany offer WLAN, but no terminals since the Internet café regulations do not apply if no terminal is offered.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Internet_caf%C3%A9

  481. 504.

    @Free to be an idiot

    @SoC

    “Doch doch,

    ich habe zu Weihnachten tatsächlich einen Wunsch.

    Ich wünsche miese Weihnachten, muehehehe.2

    Dass Sie neidisch sind, wissen wir ja, aber dass Sie es noch so offen zeigen, verblüfft schon.

    Tut mir leid Jung, aber für sowas Langweiliges mache ich nicht die Kiste auf.

    • 21. Dezember 2012 um 15:24 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  482. 505.

    shit

    • 21. Dezember 2012 um 15:24 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  483. 506.

    @ e # 500

    Hier eher selten.

    • 21. Dezember 2012 um 15:24 Uhr
    • MRX
  484. 507.

    Eindeutig zweideutig ist die Formulierung „Wowereit nippt am zweiten Latte des Tages“ in NNs Link für mich.

    • 21. Dezember 2012 um 15:28 Uhr
    • MRX
  485. 508.

    Meine Güte!
    Ich beliebte zu scherzen! (494)
    Wenn ich den Begriff „internet penetration“ nicht zu verstehen und einzuordnen wüßte, müßte ich wohl zumindest das 1. Staatsexamen nochmal wiederholen.

    Lieber MRX, manchen schätzen halt nur die selbstgemachten Scherze! :)

    Thomas Holm, „impregnable“ nehme ich jetzt mal besser nicht mit weiteren prägnanten Äußerungen auf, die hier ein weiteres Link-Gewitter auslösen könnten!
    (In den 60ern hörte man von englischen Jugendlichen gelegentlich: „She’s preggers!“)

  486. 509.

    496
    „Penetration wird halt im englischen umfassender gebraucht.“
    Das Wort hat halt mehrere Bedeutungen angesammelt:

    Definition of penetration
    noun
    [mass noun]
    1 the action or process of penetrating something:
    the zip has a Velcro-secured flap to minimize rain penetration
    the insertion by a man of his penis into the vagina or anus of a sexual partner.
    2 the selling of a company’s products in a particular market or area:
    they had failed to make any penetration into new energy markets
    the extent to which a product is recognized and bought by customers in a particular market:
    the software has attained a high degree of market penetration
    3 the perceptive understanding of complex matters:
    the survey shows subtlety and penetration

    ——
    Definition of penetrate
    verb
    [with object]
    1 go into or through (something), especially with force or effort:
    the shrapnel had penetrated his head
    [no object]:
    tunnels that penetrate deep into the earth’s core
    (of a man) insert the penis into the vagina or anus of (a sexual partner).
    2 gain access to (an organization, place, or system), especially when this is difficult to do:
    M15 had been penetrated by Russian intelligence
    (of a company) begin to sell its products in (a particular market or area):
    the company has succeeded in penetrating Western motorcycle markets
    3 succeed in understanding or gaining insight into (something complex or mysterious):
    I could never penetrate his thoughts
    [no object] be fully understood or realized by someone:
    as his words penetrated, she saw a mental picture of him with Dawn
    Origin:

    mid 16th century: from Latin penetrat- ‚placed or gone into‘, from the verb penetrare; related to penitus ‚inner‘

    ——

    Und nicht zu verwechseln mit internet penetration – „interpenetrate“:
    verb
    mix or merge together:
    [no object]:
    the two concepts interpenetrate in interesting ways
    [with object]:
    fibres of meaning interpenetrate every strand of sound
    http://oxforddictionaries.com/definition/english/interpenetrate

  487. 510.

    @ NN

    Wobei /ɹ/ in den meisten Varianten des Englischen verwendet wird (meines Wissens kennt nur das Schottische das Zungen /r/). Spezifisch Amerikanisch ist die stärkere Artikulation und der sog. Rhotazismus, d.h. die Aussprache des R nach Vokalen. In dieser Hinsicht ist das Amerikanische Englich konservativer, da in den meinsten Varianten (nicht urbanes Neuengland, Südstaaten, Afroamerikaner) diese ursprünglichere Gewohnheit beibehalten wurde.

    • 21. Dezember 2012 um 15:40 Uhr
    • MRX
  488. 511.

    @ KC

    Jetzt wird’s wirklich penetrant!

    • 21. Dezember 2012 um 15:41 Uhr
    • MRX
  489. 512.

    511
    Ich kann noch mehr „Erol“!
    Der in seinem Namen – oder auch nicht Namen – die beiden Liquide vereint, mit deren akustischer Unterscheidung wie Aussprache Asiaten so ihre Mühe haben sollen – was im Ansatz stimmt und was dann zu so etwas führt:

    „When do you have your elections?“ fragt der US-Besucher den chinesischen Reiseführer.
    „Usually in the morning!“ antwortet dieser errötend.

    Aber den kannten Sie sicher schon.

  490. 513.

    Ich kannte ihn in der besseren Form:

    „Evely molning befole the bleakfast“

    • 21. Dezember 2012 um 16:00 Uhr
    • MRX
  491. 514.

    @ NN

    Mäßig untergaltsam aber sprachlich treffend:

    http://www.youtube.com/watch?v=0diiDVYj9j0

    • 21. Dezember 2012 um 16:01 Uhr
    • MRX
  492. 515.

    513
    Stimmt.

    • 21. Dezember 2012 um 16:17 Uhr
    • MRX
  493. 517.

    test

  494. 518.

    komme mit Inhalt nicht durch; dies

    pol*ish.r*u*vr.ru/2012_12_21/Amerykanie-moga-zastosowac-w-Syrii-bron-chemiczna

    bestätigt Krawallquelle, ansonsten Guardian-live.

  495. 519.

    @SoC

    Tut mir leid Jung, aber für sowas Langweiliges mache ich nicht die Kiste auf.

    Tja. Wissen Sie im nächsten Jahr werden ein paar Leute mehr darauf achten, sich diejenigen, die einem das Fest der Liebe vergällen wollen, oder das wollen könnten, auf Distanz zu halten.

    Und die Kolats, Mazyeks und Adlaten werden sich über etwas mehr Diskriminierung beklagen.

    • 21. Dezember 2012 um 16:36 Uhr
    • Mamas Liebling
  496. 520.

    @ N.N. – klingt eher nach Westfälisch – richtig, das ist die mir hier regional vertraute Akzentprägung der ‘R’-Aussprache, eine Akzentprägung, die übrigens i.d.R. auch eine – so zumindest sagen Nicht-Münsterländer – münsterlandtypische ‘L’- und ‘CH’-Variante mitbeinhaltet, die ich allerdings nicht kommentieren oder erkennen kann, vermutlich weil diese Aussprachevarianten von mir inhärent-unbewusst benutzt werden.

    @ Publicola

    Das münsterlandtypische ‚L‘, das auch in Teilen des Ruhrgebiets gesprochen wird, fällt mir aufgrund des Kontrasts zum ausgeprägten rheinischen ‚L‘-Rollen immer sehr deutlich auf. Normalerweise bekomme ich einen Mischsound aus Westfalen und Ruhrgebiet („Hömma, gehsse getz Waihnachten in Münsta inne Kiache?“) ganz gut hin, bei diesem leicht und kurz angerollten ‚L‘ muss ich jedoch passen.

    • 21. Dezember 2012 um 16:50 Uhr
    • N. Neumann
  497. 521.

    @ NN

    Mäßig untergaltsam aber sprachlich treffend:

    http://www.youtube.com/watch?v=0diiDVYj9j0

    @ MR

    Man hört mitunter die Nähe zur schweizer Grenze.

    • 21. Dezember 2012 um 16:52 Uhr
    • N. Neumann
  498. 522.

    Kiache – gut! – Problem des Münsterländers: der Regionaleinwohner (z.B. meine Wenigkeit) möchte jetzt die Aussprache des ‚r‘ durch das phonetisch-akustische [a] vermeiden, das ‚r‘ also auch phonetisch-akustisch darstellen, landet dann aber bei der Aussprache des ‚r‘ beim leicht rollenden Münsterland-‚R‘ und hat sich damit herkunftsmäßig jedem Hobby-Sherlock-Holmes auf Anhieb und ohne weitere Nachfrage enttarnt.
    – Ein Fall für Logopäden.

  499. 523.

    @ MR

    Der hat mehr Spaß an der Arbeit und plant Fernreisen, ist also nur sprachlich völlig unschwäbisch:

    http://www.youtube.com/watch?v=TBwtTOV5Z1s

    • 21. Dezember 2012 um 17:08 Uhr
    • N. Neumann
  500. 524.

    Kiache – gut! – Problem des Münsterländers: der Regionaleinwohner (z.B. meine Wenigkeit) möchte jetzt die Aussprache des ‘r’ durch das phonetisch-akustische [a] vermeiden, das ‘r’ also auch phonetisch-akustisch darstellen, landet dann aber bei der Aussprache des ‘r’ beim leicht rollenden Münsterland-’R’ und hat sich damit herkunftsmäßig jedem Hobby-Sherlock-Holmes auf Anhieb und ohne weitere Nachfrage enttarnt. – Ein Fall für Logopäden.

    @ Publicola

    Der Münsterländer kann sich immerhin noch etwas darauf einbilden, dass im Ruhrgebiet das ‚r‘ nach Vokalen häufiger komplett entfällt.

    Manche Rheinländer wiederum klingen Logopädie bedürftig, wenn sie das breite rheinische ‚sch‘ vermeiden. Sie landen dann etwa bei ‚sich‘ bei einem sehr merkwürdig-spitzen ‚ch‘-Zischlaut.

    Sehr ausgeprägt Adenauer:

    http://www.youtube.com/watch?v=TV7weYGV6W8

    Aber teilweise bis heute hörbar, z.B. beim größtenteils klares Hochdeutsch sprechenden Jupp Heynckes.

    • 21. Dezember 2012 um 17:24 Uhr
    • N. Neumann
  501. 525.

    @ Publicola

    Eine Bekannte meines alten Freundes Dirk sagte einmal auf dessen Geburtstagsfeier unfreiwillig-drollig zu mir: „Du weißt doch nur, dass ich aus Münster komme, weil der Diak dir das gesagt hat!“

    • 21. Dezember 2012 um 17:31 Uhr
    • N. Neumann
  502. 526.

    @ NN

    Kann gerade noch keine Dialektklips gucken, höre:

    http://www.youtube.com/watch?v=zHVSWRgCVrs

    • 21. Dezember 2012 um 17:34 Uhr
    • MRX
  503. 527.

    @ MRX # 510

    Im irischen Englisch ist die generelle Ausspache des r ebenfalls verbreitet.

    • 21. Dezember 2012 um 17:34 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  504. 528.

    Diak – gut! :)

  505. 529.

    @ NN # 524

    Ich kann mich an eine französische Gastlehrerin an unserer Schule erinnern, die schon länger in Deutschland tätig war. Auf die Frage, wo sie vorher gewesen sei, antwortete sie: „in Padaboan“, und dachte, das sei korrektes Hochdeutsch.

    Mir fällt dazu Lena Meyer-Landrut ein, die als Deutsche breites Dialekt-Englisch singt, das sie so anscheinend von einem Englischlehrer lernte.

    • 21. Dezember 2012 um 17:40 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  506. 530.

    @ HJS

    Auf den Karten im Wikipedia-Artikel sehen Sie, dass um 1950 fast überall außer in London und Mittelengland ‚rhotisch‘ gesprochen wurde. Seitdem ist das Gebiet aber stark geschrumpft.

    Aber die Iren sprechen kein /r/ (‚Zungenspitzen R‘) falls sie das meinen.

    • 21. Dezember 2012 um 17:43 Uhr
    • MRX
  507. 531.

    @ NN

    Kann gerade noch keine Dialektklips gucken, höre:

    http://www.youtube.com/watch?v=zHVSWRgCVrs

    @ MR

    Die Harmonia Artificiosa ist mein Lieblings-Werk von Biber. Ich habe jetzt (noch) nicht nachgeguckt, welche Aufnahme du verlinkt hast. Reinhard Göbel / Musica Antiqua sind es jedenfalls nicht. Ist das die Aufnahme vom Rare Fruits Council?

    • 21. Dezember 2012 um 17:45 Uhr
    • N. Neumann
  508. 532.

    Aber letztlich ist das alles harmlos:

    [sœːɐn ˈkʰiɐ̯ɡ̊əˌɡ̊ɒːˀ]

    • 21. Dezember 2012 um 17:45 Uhr
    • MRX
  509. 533.

    Diak – gut!“

    @ Publicola

    Auf Rheinisch dagegen: Dichk oder Dir(e)k mit deutlichem ‚r‘ und angedeutetem ‚e‘ dahinter.

    • 21. Dezember 2012 um 17:49 Uhr
    • N. Neumann
  510. 534.

    Oder aber auch janz hacht: Düchk.

    • 21. Dezember 2012 um 17:50 Uhr
    • N. Neumann
  511. 535.

    Aber letztlich ist das alles harmlos:

    [sœːɐn ˈkʰiɐ̯ɡ̊əˌɡ̊ɒːˀ]

    @ MR

    Waddes dattan? Isch kann ki Lotschröv mi.

    • 21. Dezember 2012 um 17:52 Uhr
    • N. Neumann
  512. 536.

    @ NN

    Name eines bekannten Philosophen in dessen Muttersprache.

    • 21. Dezember 2012 um 17:56 Uhr
    • MRX
  513. 537.

    Bulut heißt auf Schwäbisch Horscht.

    • 21. Dezember 2012 um 17:57 Uhr
    • MRX
  514. 538.

    @ NN # 524

    Ich kann mich an eine französische Gastlehrerin an unserer Schule erinnern, die schon länger in Deutschland tätig war. Auf die Frage, wo sie vorher gewesen sei, antwortete sie: “in Padaboan”, und dachte, das sei korrektes Hochdeutsch.

    Mir fällt dazu Lena Meyer-Landrut ein, die als Deutsche breites Dialekt-Englisch singt, das sie so anscheinend von einem Englischlehrer lernte.

    @ HJS

    Dazu fällt mir eine alte Metal-Nummer aus Hannover mit dem Titel „Try Harder“ ein:

    http://www.youtube.com/watch?v=EpYa8fQTDOg

    (In mehrerlei Hinsicht adäquater als die Scorpions.)

    • 21. Dezember 2012 um 17:57 Uhr
    • N. Neumann
  515. 539.

    So.

    Ich muss jetzt erstmal noch ein Buch abholen.

    • 21. Dezember 2012 um 18:02 Uhr
    • N. Neumann
  516. 540.

    @ HJS

    Viele ältere Franzosen haben beim Deutschsprechen neben ihrem ‚eigenen‘ auch einen leichten elsässischen Akzent, den sie von elsässischen Deutschlehrern übernommen haben.

    • 21. Dezember 2012 um 18:06 Uhr
    • MRX
  517. 541.

    Herrlich, eure Dialekt-Diskussion :-)

    • 21. Dezember 2012 um 18:08 Uhr
    • Mamas Liebling
  518. 542.

    @ MRX

    Wobei (Ober-)Elsässisch für mich wie Alemannisch mit französischem Akzent klingt.

    • 21. Dezember 2012 um 18:09 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  519. 543.

    #524 (NN)

    Das Götz-Zitat wirkt im Ruhrgebietsdialekt (ohne „R“) seltsam kraftlos…

    • 21. Dezember 2012 um 18:14 Uhr
    • Leon;
  520. 544.

    @Free irgendwas

    Holum
    „Frohe Weihnachten … wenn diesen ganzen Glaubensfuzzis nur einen Funken Ehre im Leib hätten, dann würden sie sich alle eine angenehme Höllenfahrt wünschen.

    Mal gucken, vielleicht stimmt ja jemand mit MiHiGru zu wg. Ehre un so.“

    SoC
    „Doch doch,

    ich habe zu Weihnachten tatsächlich einen Wunsch.

    Ich wünsche miese Weihnachten, muehehehe.“

    Sparen Sie sich Ihr dämliches Geschwätz. Sie, der angeblich an „nichts“ glaubt, wollen Sie mir hier jetzt was vom Fest der Liebe und Besinnlihckeit erzählen? Sparen Sie sich das Märchen auf für die kleinen Honkeytonks, die Sie auf die Welt setzen. Ihr Weihnachten interessiert mich nicht die Bohne. Feiern Sie es, es hält Sie niemand auf, Sie Schwachkopf.

    • 21. Dezember 2012 um 18:17 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  521. 545.

    @ Leon

    Im Bayerischen (auch ohne R) dagegen nicht: Oasch.

    • 21. Dezember 2012 um 18:21 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  522. 546.

    Es geht aber auf Bayerisch auch mit gerolltem R: Orrsch

    • 21. Dezember 2012 um 18:22 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  523. 547.

    @ SoC

    Passen zum Thema: Boah eh!

    • 21. Dezember 2012 um 18:22 Uhr
    • MRX
  524. 548.

    Oasch ist eher Wienerisch. Natürlich auch ein bayrischer Dialekt.

    Am kchantigschten kchäm desnatierluich aus Südtirol, wo das ganze noch durch ‚leckchen‘ unterstrichen wird

    • 21. Dezember 2012 um 18:25 Uhr
    • MRX
    • 21. Dezember 2012 um 18:27 Uhr
    • MRX
  525. 550.

    @HJS

    Der schnell gespochene A… gibt aber Gelegenheit zu weiteren Beleidigungen – da müssen sich andere Dialekte noch mit dem „R“ mühen… 😉

    • 21. Dezember 2012 um 18:33 Uhr
    • Leon;
  526. 551.

    Sören Kierkegaard

  527. 552.

    529
    „eine französische Gastlehrerin an unserer Schule“

    Herr Sauer, waren Sie da Schüler oder etwa …
    Das würde ja dann manches erklären. :)

  528. 553.

    551 Publicola
    Der hat doch dem horscht den titel für seine geplanten erinnerungen weggeschnappt.

  529. 554.

    – Ägypten – »Adeste, fideles, laeti triumphantes, You better watch out: Santa Claus is coming to town« –

    … In Ismailia, clashes broke out in the Sheikh Zayed Mosque when Sheikh Mohamed Farouq attacked opponents of the draft constitution in his sermon, suggesting that they were liars.

    Members of the congregation began chanting slogans against Farouq, and some of them attempted to attack the preacher. When other worshippers stopped them, fights broke out among the congregation …

    Earlier on Friday, dozens of protesters against President Mohamed Morsy rallied outside the Al-Hamd Mosque, located in an affluent suburb just outside of Cairo, after Friday prayers. Rival protesters in support of Morsy also gathered there, chanting slogans for the president.
    The mosque’s imam, Sheikh Abdel Rahma Yaqoub, said that assigning the president titles like “Highness and Excellency” does not contradict Islam. The Prophet Mohamed said people should be addressed according to their favored titles, and international organizations approve such titles, he added.
    In a previous sermon, some worshippers had objected to referring to Morsy as “his Excellency,” saying it was not religious.
    Praying for the president is a desirable and mandatory action, Yaqoub added …

    The incident recalls a similar one that occured on 30 November, when the congregation of the Hassan al-Sharbatly Mosque in New Cairo protested against Morsy as he attended prayers there. When the imam of the mosque attempted to defend Morsy’s actions, the congregation interrupted him, protesting against his comparison of the president to the Prophet, and chanted “Down with the rule of the supreme guide.”
    http://www.egyptindependent.com/news/update-fighting-breaks-out-ismailia-mosque-friday-sermons-attack-opposition

  530. 555.

    Stasera vedrai qualcosa accadrà,
    qualcosa di magico succederà.
    Babbo Natale è qua,
    Babbo Natale è là!
    Il Natale arriva in città!!!

    http://www.youtube.com/watch?v=OW9vobzBiAw

  531. 556.

    541
    @ML
    „Herrlich, eure Dialekt-Diskussion :)

    Ich find’s auch sehr unterhaltsam: mit meinen prägenden biografischen Stationen Köln, Duisburg und westliches Westfalen und dem privaten wie beruflichem Interesse an allen möglichen „r“-Varianten sowie dem schon zuvor erwähnten Ex, den ich kennenlernte, als er eine Dissertation über 3 Konsonanten anfertigte, fühle ich mich fast wie zu Hause. :)

    Zu „zwei Bücher“ wollte ich Ihnen noch etwas schreiben:
    Ich hatte das Glück, daß meine Eltern mit Büchern aufgewachsen waren, von denen einige den Krieg und die Ortsveränderungen überdauerten – neue kamen in den 50er Jahren i. W. über den Bertelsmann Lesering per Post auf’s Dorf.
    Ich habe mir da meinen Lesestoff ohne elterliche „Beratung“ vom Zufall und Aussehen der Bücher geleitet ausgewählt. Sehr „prägnant“ in Erinnerung geblieben sind mir zwei der Bücher aus dem alten Bestand, die ich im Alter von 8 oder 9 Jahren gelesen habe: „Anne Bäbi Jowäger“ und „Uli der Knecht“ (beide irgendwie grün und relativ dick).
    Ich hab‘ die Dialoge dann nach vielen Seiten irgendwann auch verstanden.
    „Richtig“ verstanden hab‘ ich das sicher nicht alles – aber gute Bücher versteht man ja ohnehin auch nach dem Lesen immer mal noch ein Stückchen mehr.
    Mit der „Schwarzen Spinne“, die zu meiner Schullektüre gehörte, war das Kapitel Jeremias Gotthelf aber dann abgeschlossen.

  532. 557.

    @ MR

    Betrifft: Harmonia Artificiosa

    Falls du es noch nicht registriert haben solltest: ich scheine voll daneben gelegen zu haben. Über den Youtube-Link landet man bei Amazon auf der Aufnahme von Goebel / Musica Antiqua.

    Wahrscheinlich glättet mein neuerer Laptop etwas den Klang, Goebel geht gerne vergleichsweise fetzig zur Sache.

    • 21. Dezember 2012 um 19:32 Uhr
    • N. Neumann
  533. 558.

    P.S.: So ab 12:40 kommt eine Passage, die dem suboptimalen Abhörgerät zum Trotz entsprechend charakteristisch daherkommt; Liebhaber von Schönklang würden hier von „Gesäge“ sprechen.

    • 21. Dezember 2012 um 19:36 Uhr
    • N. Neumann
  534. 559.

    „Ägyptische Bloggerin al-Mahdi (Mitte) und Femen-Aktivistinnen in Stockholm: Protest gegen Verfassungsentwurf …

    Die frommen Islamisten haben jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt. Die Menschen fangen an, sie zu hassen“, sagt Saadawi. Das sei gut so. Sie ist überzeugt: „Es wird eine zweite Revolution geben. …

    forderten Vertreter aus dem Umfeld der Salafisten und Muslimbrüder bereits wieder die Legalisierung der weiblichen Beschneidung.

    Verschiedene Medien und der nationale Frauenrat berichten von mehreren Fällen, in denen die medizinischen Karawanen der Bruderschaft, die mit Bussen in ländliche Regionen fahren, weibliche Beschneidungen zum Preis von je bis zu 30 ägyptischen Pfund als „Gesundheitsdienst“ angeboten hätten.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-frauenbewegung-geraet-durch-macht-der-islamisten-in-defensive-a-874145.html

  535. 560.

    Da werden sich die Schußwaffenproduzenten aber freuen:
    die National Rifle Association setzt sich dafür ein, jede Schule mit einem bewaffneten Polizisten auszustatten:
    „The only one who can stop a bad guy with a gun is a good guy with a gun.“ (ungefähr so)
    http://www.tagesschau.de/ausland/obama-waffengesetz102.html

  536. 561.

    Einiger Andrang dafür – auch in einem post-Assad-Syrien* – Teherans Geschäfte dort zu besorgen

    *falscher Ausdruck, aber einige brauchen das so, wegen der Geländeverschiebungen

    „“Jaysh al Shaabi was created and continues to be funded and maintained with support from Iran and Hezbollah, and it is modeled after the Iranian Basij militia, which has proven so deadly and effective at using violence and intimidation to suppress political dissent in Iraq,” the official said. …

    resurgence in Iraq of a particularly sophisticated militia that was part of the so-called “special groups,” the catchall term U.S. forces used for the Iranian-backed militias that fought them and participated in attacks on Sunnis during Iraq’s sectarian war.

    The report’s author, research analyst Sam Wyer, found that this militia, Asaib Ahl al Haq, whose name means “League of the Righteous,” had been quietly transforming itself into a Hezbollah-style group, with not only a militia but also political and charitable offices throughout Iraq and the region.“

    http://www.mcclatchydc.com/2012/12/20/178065/caught-between-al-qaida-and-iran.html

  537. 562.

    dem Vernehmen nach kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei den unterschiedlichen Bewerbern bei „Teheran sucht den Superstar für die Zeit nach* Assad“ um getarnte Vertreter verschiedener relevanter Strömungen in der akademischen Diskussion über Transformation und Entwicklung handelt.

    *als Projektbezeichnung heftig umstritten

  538. 563.

    „Israel’s intelligence community believes that Hezbollah possesses upwards of 50,000 rockets of varying types and ranges hidden in villages, farms and other sites throughout areas adjoining Lebanon’s southern border, said the Law Enforcement Examiner’s Israeli source.“

    Dort lagern sie aber gefährlich:

    „While Hezbollah claims Israel is behind the explosion which echoed across the border“

    Sodass sie vielleicht sicherer und dringlicher in Syrien zum Schuss können könnten, beim großen Wettbewerb: „Teheran sucht den Superstar“ in der Disziplin ‚Hau weg, die Salatkisten‘.

    http://www.themoralliberal.com/2012/12/21/hezbollah-ready-for-battle-warns-israeli-air-force-chief/

    Das hängen die Israelis natürlich nicht an die große Glocke; würd‘ ich auch nicht.

  539. 565.

    @aj
    Ich hoffe, es ist kein Düsseldorfer in der Nähe – und auch die Kölner dürften unruhig werden.
    Ich glaube, „kölscher“ geht’s kaum.
    :)

  540. 566.

    ossi-wessi weihnachtsstreitgespräch

    http://www.youtube.com/watch?v=hxpXkmG5Zjw

  541. 567.

    @565 kc

    verwirend das alles

    http://www.youtube.com/watch?v=COvBHv0LfoA

  542. 568.

    … verwirrend …

  543. 569.

    http://german.ruvr.ru/2012_12_21/USA-konnen-in-Syrien-C-Waffen-einsetzen/

    „IS: Halten Sie wirklich eine Wiederholung trauriger Ereignisse des iranisch-irakischen Krieges im syrischen bewaffneten Konflikt unter Einsatz von chemischen und bakteriellen Waffen?

    MS: Wie ich weiter in meinem Blog schrieb, schrecken die USA vor nichts zurück, um ihre hämischen Zeile zu erreichen, vor nichts zurück; für sie gibt es weder Gesetze, noch Prinzipien menschliche Werte.“

    Kein Herz sollte eine Mördergrube sein.

  544. 570.

    wie wär’s denn damit?

    http://www.youtube.com/watch?v=IAtIY4D1JzQ

    ob’s da aktuelle noch freie plätze hat?

  545. 571.

    570
    Ich las kürzlich, daß Studiosus seine Ägypten-Fahrten wohl bald ganz streichen kann.

  546. 572.

    Noch ein Name, in dem die beiden Liquide rollen – besonders, wenn Tommy Engel ihn spricht: Ralph!
    http://www.youtube.com/watch?v=SDF6GOUlG-4

  547. 573.

    572
    Korrektur: Rallef!

  548. 574.

    da sehen aber die prognosen (zugegeben, von 10/2011) ganz anders aus

    http://www.derwesten.de/reise/aegypten-will-zahl-der-urlauber-bis-2020-verdoppeln-id5128460.html

  549. 575.

    Der Polizeichef von Aleppo ist übergelaufen; das besorgte Bürgertum komplementiert die FSA möglichst von sich weg an die Front* und vergibt nicht ungerne Vertrauensjobs an ehemalige Assadleute, derweil die Dorfjugend gerade nach Besuch der Stadt religionspolizeilich ambitioniert ist, was als Wunsch jedoch eher außerhalb der Städte wahr wird.

    *Analogie: an die Ostfront wegloben, die Übereifrigen

    Mit weiteren Raumgreifen ‚überdehnt‘ sich der Aufstand politisch.

    Die Regimeseite kontrahiert sich dagegen zu mehr Kohäsion.

    Todgeweihte sind die besten Freunde; Gewinnern dagegen kann Zank drohen.

    Und der Westen wundert sich, warum dem Assad nicht seine Schäfchen alle davon spritzen. Wegen der Schlachtbank halt nicht.

  550. 576.

    @ arizonajunior

    Ägyptenurlaub: Jetzt mit Gruppenbild am Kreuz statt tyrannischem Sphynx-Panorama

  551. 577.

    gibt’s hier eigentlich

    http://www.youtube.com/watch?v=uRzhd3eUyO8

    militante tierschützer?

  552. 578.

    @ th
    wenn die sphynx mal nicht mehr steht …

    http://www.youtube.com/watch?v=vBJE6wUm-cA

  553. 579.

    577
    Molly hat mitgesungen.

    578
    Ich bin zunehmend dankbar dafür, daß ich das Glück hatte, unter halbwegs normalen Menschen in halbwegs geordneten Verhältnissen von famliären bis hin zu den staatlichen viele Jahre vebringen zu können.
    Es erscheint mir immer weniger selbstverständlich.

  554. 580.

    Mit weiteren Raumgreifen ‘überdehnt’ sich der Aufstand politisch:

    Mainstream-Aufständische beklagen bei y-s:

    Nusra Front’s shabiha have arrested many protesters who chanted against them in #Aleppo today & threat of killing them next time. #Syria

    Jabhat al-Nusra revealing themselves to be the true heirs in spirit of Assad.

    Die kriegen einen Bürgerkrieg im Hinterland, wenn sie es nicht schaffen, die Radikalinskis als an die Front zu expedieren – und das geht halt wohl nicht ganz.

  555. 581.

    @ arizonajunior

    Die berühmte Götzenbild-Kontroverse: Später haben die Gemäßigten von der Regierung in Tunesien angerufen und darauf aufmerksam gemacht, dass die Taliban die Statuen von Bamyan erst dann zerstört hätten, nachdem deren Anbeter alle vertilgt waren.

    „Kafiristan (‚Land der Ungläubigen‘) ist die alte Bezeichnung für die Gegend um Nuristan, eine Provinz im Nordosten Afghanistans.“

    hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Kafiristan

    Ursprünglicher Umfang des Unglaubens war mal:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechisch-Baktrisches_Königreich

  556. 582.

    @ th

    noch ist hoffnung

    http://www.youtube.com/watch?v=YZKTzG16zX4

  557. 583.

    @ karolachristiane, ML

    Falls Sie Hörfunkfan sein sollten (wg wdr5 Schwerpunkt) hier das ultimative back to the future programm:

    http://german.ruvr.ru/radio_broadcast/4006363/98836219.html

    Original Radio-Moskau Feeling; Akzent aus allertiefster Seele

    Die bringen anscheinend einige richtig kriminelle Sachen wirklich exklusiv:

    Putin bietet Auslandsbanken Ausplauder-Prämien über russische Kunden an min 3.45-4.00

    @ ML

    Das ist nicht normal, oder ?

  558. 584.

    @th

    btw:

    https://www.youtube.com/watch?v=y5UwULGWLJw

    wie haben sie das nur aufgetrieben?
    das hängt mir seit tagen im kopf und ist nahe dran, mir eine posttraumatische belastungsstörung zu verschaffen.

  559. 585.

    Saudi Authority Destroying Musical Instruments – Muslims Enjoining The Goo..

    http://www.youtube.com/watch?v=aYDNf8L1BX4

    Die Kinder kriegen wohl Kohle (einen Scheck ?) dafür, dass sie die Klamotten zum zerdeppern angeschleppt haben. Min 2.00

    Das finden natürlich nicht wirklich alle lustig und das bietet statt dessen einen sehr populären Ansatzpunkt für tiefschürfende Grundsatzstreite, wenn es da mal losgeht, bzw. hinein getragen wird.

  560. 586.

    – Ägypten –
    The Muslim Brotherhood Youth have called on President Mohamed Morsy to clarify the reasons behind his recent actions. The people need clarification on the president’s decision-making process and what happens within state institutions, including the appointment and dismissal of officials, said Mohamed Haddad, a Brotherhood Youth member in the Delta city of Mahalla.
    “We need, like other people, a clear understanding of each decision taken by the Cabinet and presidency,” Haddad said, adding that he wondered why the president didn’t provide more details regarding the conspiracy he claimed was afoot to overthrow him and the revolution.

    http://www.egyptindependent.com/news/brotherhood-youth-demand-more-transparent-governance

  561. 587.

    @ arizonajunior

    so ein Titel ist verdächtig; FSA UND shabiha zusammen im Titel; über 20 Minuten lang, das kann dann nur eine Kompilation vom krassesten sein;

    wenn man nach FSA fail sucht, dann kriegt man Pleiten, Pech und Pannen, die die Jihadisten aufgenommen haben – und dann Kopfschuss – und von den anderen abgenommen bekommen haben.

    Deren Verluste müssen ungeheuerlich sein, aber sie machen sich beliebt damit, dass es ihnen scheißegal ist; bei ihren Bewunderern und bei den Leuten, die sie loswerden wollen gleichermaßen – verstehen Sie, wie genial das ist ?

    Absolute Zahlen geben sie natürlich nicht bekannt; aber sie verlieren Frontkommandeure am laufenden Meter, nehmen mehr Gebiet ein und im Hinterland braut sich das Grauen gegen sie zusammen; wirklich, ist das nicht genial ?

    Und die Assad-Leute und die Hisbollah empfehlen sich offen als Salafistenvertilger; Hauptsache keiner wird islamophob dabei, dann würde ide gute Laune vergehen.

  562. 588.

    he wondered why the president didn’t provide more details regarding the conspiracy he claimed was afoot to overthrow him and the revolution.

    Der Komsomol konnte auch nie genug kriegen an Enthüllungen über Kosmopolitische Komplotte, etc. Die haben so ‚rumgenervt, dass sie schon recht früh eine eigene Zeitung bekommen haben, die es natürlich heute noch gibt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Komsomolskaja_Prawda#Heute

  563. 589.

    583
    Danke, Thomas Holm! :)

    Der Akzent aus rrrussische Säälä erinnerte mich an den dezenten meiner gelegentlich hilfreichen Swetlana, die wiederum wie die schweizerische Michelle Hunziker klingt – die Sie nicht kennen müssen – , die noch eine besondere „r“-Variante zur hiesigen Sammlung beisteuert, besonders, wenn sie den Namen ihrer Tochter – Aurora – ausspricht.
    http://www.youtube.com/watch?v=SEfAGRG-JtY

  564. 590.

    So macht man das wohl:

    „Demnach liess man die vertriebenen Terroristas mit Absicht in die Vororte entkommen, wo sie sich mit anderen Gruppen vereinigten.
    Darauf wurden Gerüchte in Umlauf gebracht über den Zerfall der syrischen Armee und vom Fall wichtiger Basen und Zentren in Damaskus.

    Das habe die Rebellen zu einem verfrühten Angriff verleitet im Zuge dessen auch vorgesehen war den Flughafen zu besetzen um mit Hubschraubern in Damaskus einzufallen.

    Bei Angriff-beginn wurde das INet gekappt und die Zufahrten in die Vororte gesperrt.
    So wurden grosse Rebellenverbände eingekesselt und konnten massivst bekämpft werden, da die Bevölkerung schon zuvor nach Damaskus geflohen ist.
    „Die ausgerüsteten Gruppen haben in der Falle gesessen, veranstaltet von den syrischen Militärs, die die umfangreiche Vorbereitung in Russland und Iran das gegangen sind, wie die Gegenoffensiven gegen die Banden durchzuführen. Es ist nötig zu bemerken, dass Russland und Iran Abkommen mit Syrien über die strategische Zusammenarbeit und den Austausch vom technischen Wissen und Wissen der Sicherheitsdienste hat. “
    z.Z. soll der Ring der eingekesselten noch 500m betragen, aber der Brandherd hätte sich ins Palilager verlagert. (ist an anderer Stelle zu lesen)

    Die Meldung erscheint insofern plausibel, da die letzte Zeit in Damaskus der Bombenterror und der Mörserbeschuss zurück gegangen ist.“

    http://einarschlereth.blogspot.de/2012/12/syrien-terroristen-auf-der-flucht-update.html

  565. 591.

    @ 581 th

    leider hab ich heute keinen von der maya-sippe mehr an’s telefon bekommen, die für heute das ende der welt vorhergesagt haben 😉

  566. 592.

    @587 th

    ihre argumentation ist für mich nachvollziehbar

    https://www.youtube.com/watch?v=illF1vt5g1Q

    so ist das nun mal, wenn man auf die höllischen qualen verzichten will, von beginn an.

  567. 595.

    zu 593
    Ahma Obama!
    Wie soll der da einen Fuß in die Tür bekommen?

    594
    So hatte ich das auch schon gelesen – und daher meine küchenpsychologische Einschätzung: „krankhaft symbiotische Beziehung“.
    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/12/13/syriens-endspiel-hat-begonnen_5819/comment-page-52#comments

  568. 596.

    # 595 – @ KC – kein Widerspruch!

  569. 597.

    Zum Thema: „Bewaffnung der Lehrer – jetzt!“

    1 – Abgesehen davon, dass Lehrer immer wieder spannungserzeugender starker, ja stärkster öffentlicher Kritik ausgesetzt sind,

    so ist darüberhinaus weiterhin davon auszugehehn,
    dass es
    – wie vermutlich in jedem Betrieb und jeder Firma bzw. in der Mehrheit von Betrieben und Firmen
    [Ausnahmen bestätigen die Regel] –
    meines Wissens [gegebenenfalls] auch in einem Lehrerkollegium
    erhebliche dienstlich-berufliche und persönliche Spannungen gibt
    (sowohl untereinander und/oder gegenüber Schulleitung und/oder gegenüber Eltern/Schülern und/oder gegenüber Bezirksregierung/Schulministerium),

    die bei der einen oder anderen weniger nervenstarken Lehrkraft mit Hilfe des ‚Schießprügels‘
    nun sich [blutig] Bahn brechen und
    ihre konkrete folgenreiche [blutige] Darstellung finden dürften.

    2a – Miss Pennywinkle can’t store her gun in the top drawer of her desk. She’d either have to keep it in a locked drawer, with the key hidden, or hide it behind a ceiling panel or something.
    So picture the gunman coming down the hallway, shots ringing out. Miss Pennywinkle has just two choices: She can spend the next 15 seconds herding the children into the restroom, blockading the door and telling them to be quiet. Or she can ignore the kids, stand on a chair to retrieve the gun hidden in the ceiling panels (or alternatively, fetching the hidden key to unlock the drawer.) Then she has to get the ammo – stored separately for safety’s sake – load the gun and be ready to execute the gunman with a clean shot to the head.
    Because remember, he’s wearing a bulletproof vest – now the standard uniform for public shooters.

    2b – Meanwhile, there is another big problem with this fantasy: It ignores all the Matthews in the older grades. Miss Pennywinkle takes her first-graders to recess, and the fifth grade’s. Matthew, on his way back from delivering a note to the office, detours into her empty classroom and locates the gun he’s always heard about.
    So now you have a disobedient fifth-grader with a gun. Feel any safer?

    Quelle zu 2a und 2b:
    „Why it’s stupid to arm teachers: Opinion“
    by: Kathleen O’Brien/The Star-Ledger
    on: December 18, 2012
    in: NJ.com*)

    http://blog.nj.com/njv_kathleen_obrien/2012/12/why_its_stupid_to_arm_teachers.html
    _______________________________

    *) NJ.com is New Jersey’s largest website for local news, sports, entertainment, jobs, autos, real estate and information, powered by 12 New Jersey newspapers and the NJ.com staff.

  570. 598.

    PS – Guns For Teachers Legislation On The Rise In States – The Huffington Post – By John Celock – 12/18/2012
    http://www.huffingtonpost.com/2012/12/18/guns-for-teachers_n_2324095.html

  571. 599.

    Die Pistole für Lehrer gibt ganz neue Lernmotivationen.
    „Ruhe!“ schreit der Lehrer und schiesst dem Joe einen Scheitel.

    • 22. Dezember 2012 um 07:27 Uhr
    • Mamas Liebling
  572. 600.

    @ KC

    „Ich las kürzlich, daß Studiosus seine Ägypten-Fahrten wohl bald ganz streichen kann.“

    Nur, wenn in Ägypten ein offener Bürgerkrieg ausbricht. Studiosus fährt schließlich auch nach Iran.

    http://www.studiosus.com/Studiosus/Reiseangebote/Reisefinder/(searchmode)/quicksearch/(zid)/z4044

    • 22. Dezember 2012 um 08:36 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
    • 22. Dezember 2012 um 08:38 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  573. 603.

    In den wdr5-Nachrichen höre ich von einem erneuten (vermutlich bezogen auf das gescheiterte) Salafisten-Aussteigerprogramm, deren Zahl sich in kürzester Zeit auf 1000 verdoppelt haben soll.
    Den Bericht in der WELT finde ich nicht, dafür diese interessante Zusammenstellung aus der Salafisten-„Hochburg“ NRW.
    http://www.fiat-iustitia-blog.blogspot.de/2012/10/die-top-10-nordrhein-westfalischer.html

  574. 604.

    In der Zeit der Jahresrückblicke vielleicht ein Blick in die Kristallkugel (gestützt durch die wertvollen Informationen der unermüdlichen Kommentatoren)- Syrien 2013:

    1. Assad wird sich bis zum Frühjahr (April) in Damaskus halten können.

    2. Das Land wird endgültig zum Warlord-Territorium (eine Mischung aus Libanon Mitte der 80er und Irak 2006, ohne Amis) und

    3. Trainingscamp für Dschihadisten (Afghanistan der Levante, also vor der Haustür der EU)

    Schöne Aussichten…

    • 22. Dezember 2012 um 10:28 Uhr
    • Leon;
  575. 606.

    zu 603
    Jetzt gibt’s Genaueres im Netz:
    das Aussteigerprogramm wie die Zahlenangabe 1000 sind auf NRW bezogen.
    http://www.derwesten.de/politik/nrw-plant-aussteiger-und-praeventionsprogramm-fuer-salafisten-id7418777.html

  576. 607.

    Ergänzung zu 606
    „Wie das Blatt (WaS, kch.)weiter berichtet, will der Verfassungsschutz bei dem Projekt eng mit den muslimischen Verbänden und Vereinen zusammenarbeiten. Damit signalisiere man den Muslimen, dass es bei dem Aussteiger-Programm nicht um den Ausstieg aus dem Islam gehe.
    http://www.dradio.de/nachrichten/201212220900/1

    Wie genau ist dieses Signal zu verstehen und wem gilt es jetzt genau?
    Und hat man sich beim Verfassungsschutz auch mal mit dem Thema „Apostasie“ befaßt?

  577. 608.

    604
    @Leon
    Man könnte die Aussichten noch ein wenig verbessern durch Visumfreiheit für die Türkei und für Russland.

    Dann könnte Thomas Holm endlich etwas ortsnäher berichten.

  578. 609.

    KC, auch wenn es bald Weihnachten ist: Sie sind die blödeste Gans, die mir bisher im www untergekommen ist.

    • 22. Dezember 2012 um 12:13 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  579. 612.

    @P

    Endlich wissen wir, warum Opa Sauer immer so schlecht drauf ist. Danke.

    • 22. Dezember 2012 um 15:59 Uhr
    • unlimited
  580. 613.

    – Ägypten –

    1 – A statement released by the National Salvation Front members in the governorate of Ismailia on the Suez Canal announced their delegates who were monitoring the constitution referendum in the afternoon withdrew to object to what they described as „massive violations.“ According to the statement violations included
    the postponement of the opening of some polling stations,
    directing voters by members of both the Muslim Brotherhood and Salafists,
    non-cooperation of judges with monitors, and
    refusal by judges to receive official complaints.

    The statement further accused Judge Mohamed El-Gizawi, the head of station 10 in Al-Safa preparatory school, of
    assaulting Mai Shama who was monitoring on behalf of a rights group.

    2 – Freedom and Justice Party (FJP) executive board member Mohamed Gamal Heshmat … on his party’s website … complained that rights groups and monitors are “falsely” creating problems in an attempt to taint the image of the refrendum.
    Heshmat demanded that the National Council for Human Rights (NCHR) puts an end to such actions
    by banning rights groups from monitoring.
    He further demanded the NCHR bans the work and presence of all such groups in Egypt completely.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContentP/1/61054/Egypt/Live-Updates-Millions-to-vote-in-final-phase-of-Eg.aspx

  581. 614.

    PS – National Council for Human Rights (NCHR) –

    The deputy head of the National Council for Human Rights Abdel Ghaffar Shokr and board member Mohamed Zaraa submitted their resignations Wednesday as five other members threatened to withdraw in protest of the Muslim Brotherhood’s dominance over the organization…

    They cited the “shifting role of the council from monitoring human rights to serving as a political council that works according to the vision of the members of the Brotherhood’s Freedom and Justice Party.”

    http://www.egyptindependent.com/news/human-rights-council-members-resign-over-brotherhood-influence

  582. 615.

    Nur zur Pflege meiner Prognostiker-Reputation, dass erst noch ein Flieger herunterkommen werde, bevor nach den SCUDs zum gas aufgedreht wird, dieser Hinweis:

    „On 21 December rebels claimed that to have shot at the tires of a Syrian Airways flight leaving Aleppo international airport. The rebels claimed that it was a warning that they would make Aleppo airport unsafe as they have done with the Damascus international airport previously.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Aleppo_(2012)#Rebel_capture_of_bases_and_fighting_in_West

    Lavrovs Verkündigung, seine Syrer hätten jetzt die C-Waffen unter sichere Verwahrung gebracht, soll zum Hintergrund haben, dass die Russen mit boots on the ground zugange sind und für das Zeug die Verantwortung übernommen haben.

    Elegante Sache, dann kann Obama mit seiner Roten Linie wieder besser schlafen.

  583. 616.

    – Ägypten – Referendum –

    Electrical power was cut off from 20 villages in the central Delta Menoufiya Governorate during voting hours,
    according to Ahram Online reporter Ekram Ibrahim.
    Power has been completely cut off since 5:30pm in the villages of Shama village and Shohada district, and Shebin El-Kom experienced intermittent stoppages in the early hours of the evening.

    According to Ibrahim, who reported from the governorate throughout the day, some people are afraid that the Muslim Brotherhood will use this opportunity to rig the votes.
    April 6 member Mohamed Basala alleges that vote rigging in favor of a ‚Yes‘ has taken place under these conditions in El-Ezba El-Gharbeia district at the Arafa school polling station.“

    http://english.ahram.org.eg/NewsContentP/1/61054/Egypt/Live-Updates-Millions-to-vote-in-final-phase-of-Eg.aspx

  584. 618.

    Mit Auszügen:

    „Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hat in ihrer Ausgabe kurz vor dem Weihnachtsfest auf die Situation von Christen im Nahen Osten hingewiesen. In einem Artikel gleich auf den Seiten 2 und 3 schreibt der Autor Jörg Lau über „Die letzten Jünger“.“

    http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6117

  585. 619.

    @Thomas Holm

    Es ändert sich was. Auch das linke Blatt Tages-Anzeiger bringt so einen Artikel.

    • 22. Dezember 2012 um 21:13 Uhr
    • Mamas Liebling
  586. 620.

    Syrien im Bürgerkrieg
    Externe Akteure und Interessen als Treiber des Konflikts
    Muriel Asseburg / Heiko Wimmen

    Regime und Aufständische sehen sich in einem Überlebenskampf, der keine Kompromisslösung erlaubt. Externe Unterstützer beider Seiten betrachten den Konflikt als Nullsummenspiel mit weitreichenden, teils existentiellen Konsequenzen für ihre eigene strategische Position. Daher sind sie entschlossen, einen aus ihrer jeweiligen Sicht nachteiligen Ausgang des Bürgerkriegs zu verhindern. Durch ihre diplomatische, finanzielle und teils auch militärische Unterstützung fachen sie die Auseinandersetzung weiter an und stärken die Hardliner auf beiden Seiten. Es spricht viel dafür, dass der Konflikt auf absehbare Zeit weder politisch geregelt noch militärisch entschieden werden kann. …

    Mit Ausnahme der Hauptstadt versucht das Regime nicht länger, »befreite« Stadtteile zurückzuerobern. Stattdessen richtet es dort durch Flächenbombardements mit Artillerie, Raketen und Kampfjets großflächige Verwüstungen an …

    Mehr und mehr verfestigt sich die Wahrnehmung eines sunnitischen Aufstands (unterstützt von den sunnitischen Golfmonarchien und der Türkei) gegen ein alawitisches Regime und seine schiitischen Bündnispartner (Iran, Hisbollah, die schiitisch dominierte irakische Regierung). …

    Signifikante militärische Erfolge der einen Kriegspartei dürften fast automatisch zu intensiverer Unterstützung für die andere Seite führen.

    http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2012A68_ass_wmm.pdf

    @ ML

    „Durch eine exklusive Aufnahme von Christen würden Europa und Deutschland der arabischen Welt signalisieren, dass sie die Christen nicht als originären Bestandteil ihrer Gesellschaften begreifen. Dadurch könnten diese in eine prekäre Lage gebracht werden, anstatt dass ihnen geholfen wird. Dies ist zumindest die Furcht syrischer Christen, die man ernst nehmen sollte. Zudem würde der Westen dann selbst den Konfessionalismus praktizieren, den man in Syrien kritisiert.“

    hxxp://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/kurz-gesagt-religion-darf-kein-kriterium-bei-der-aufnahme-syrischer-fluechtlinge-sein.html

  587. 621.

    @Thomas Holm

    Konfessionalismus, soso. Und wenn man im WWII Juden aufnahm, dann war das auch Konfessionismus? Hat also Amerika dem Vorwurf des Konfessionalismus vobeugenwollen, als es in der Konferenz in Evian 1938 beschloss, keine Juden aufzunehmen (wie auch GB)?

    Konfessionalismus tönt für mich wieder mal nach einem Konzept, das sich die Linken von den Mazyeks, Albogas und anderen schmierigen Typen aufschwatzen liessen.

    Meine Antwort: Na, dann nehmen wir halt die Christen auf. Alle. Sollen die Alidöner sehen, wie sie ohne die Christen auskommen.

    • 22. Dezember 2012 um 21:32 Uhr
    • Mamas Liebling
  588. 622.

    @ ML

    Eine unglaublich fatale Programmierung ins Unglück.

    Man ist lauwarm in der Frage des Vertrauens; und das ist wohl so etwas wie eine archaische Todsünde auch in unserer Zeit.

    Inländisch appeased man den MB/AKP-Mainstream-Islam;
    in Syrien überlässt man den Aufstand der Achse Moskau/Teheran/Damaskus:

    Und hier die Anerkennungs-Quittung von Lavrov:

    The West ‘prays’ Russia and China will continue blocking Syria action

    Ist das nicht obergeil ?

    http://rt.com/news/syria-intervention-chemical-lavrov-651/

    Das kriegen die Sunniten natürlich auch mit, dass sie verschaukelt werden.

    Man hätte entweder:

    Dem Politischen Islam offen das Misstrauen aussprechen sollen:

    „Sorry, Jungs übt mal erstmal noch 50 Menschenrechte, dann machen wir mal Große Staatsprüfung – so lange bleibt Ihr halt mit den Gaddafis, Mubaraks und Assads allein zu haus.“

    ODER:

    Die Sache in Syrien von Anfang an angepackt; das Regime zusammengebombt gegen freien Abzug auf ein paar griechische Inseln, für alle die lieber ‚raus.

    So, wie es jetzt läuft, geht es maximal schief.

    Hinter dem westlichen Bammel wähnt natürlich die gebeutelte Arabische Straße den großen satanischen Plan – und Lavrov bestätigt das genüsslich.

    Und die Islamisten schöpfen den geleugneten, aber berücksichtigten Erwartungsrahmen natürlich voll aus …

    hxxp://www.welt.de/politik/ausland/article112201614/Islamisten-bedrohen-Christen-in-Syrien-per-Video.html

    … “ drohte zwei christlichen Ortschaften in der Unruheprovinz Hama. In dem Video sind sieben bewaffnete Männer zu sehen, die schwarze Stirnbänder mit dem islamischen Glaubensbekenntnis tragen. Aus deren Mitte verliest ein bärtiger Mann eine Warnung an die Christen. Sollten sie Assad-Kämpfer nicht ausliefern, würden sie angegriffen.“

  589. 623.

    Muriel Asseburg

    *ächz*

    • 22. Dezember 2012 um 22:06 Uhr
    • N. Neumann
  590. 624.

    Scharia ist no contitution!
    http://vimeo.com/56018598#

    • 22. Dezember 2012 um 22:20 Uhr
    • Bellfruta87
  591. 625.

    @ FSML

    Ihr spontaner Großmut in Ehren, aber Syriens Christen sind (anders als die irakischen Christen) keine kleine Minderheit, deren Status und Wehrhaftigkeit allgemein gegen null tendiert. Schätzungsweise 15% der Syrer gehören einer christlichen Kirche an. Syrien hat gut 20 Millionen Einwohner.

    • 22. Dezember 2012 um 22:22 Uhr
    • N. Neumann
  592. 626.

    Der weiter oben bereits von TH verlinkte Text von Petra Becker ist lesenswerter und informativer als die schwafeligen Allgemeinplätze der Asseburg:

    http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/kurz-gesagt-religion-darf-kein-kriterium-bei-der-aufnahme-syrischer-fluechtlinge-sein.html

    • 22. Dezember 2012 um 22:30 Uhr
    • N. Neumann
  593. 627.

    Syrische Christen

    Den Artikel hatte ich vor ein paar Wochen schon mal verlinkt:
    http://www.zeit.de/2012/43/Syrien-Christen-Michal-Shammas

  594. 628.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article112200302/Mudschaheddin-gewaehren-Deutschem-Video-Hilferuf.html

    Wäre ohne diese Gewährung wohl nicht bekannt geworden.

    „Darin bittet der Deutsche darum, sein Leben und das eines gemeinsam mit ihm entführten italienischen Kollegen zu retten. „Bitte akzeptieren Sie die Forderungen der Mudschaheddin“, sagt der Entwicklungshelfer auf Englisch. „Sie können uns jederzeit töten.“

    Die Deutsche Welthungerhilfe in Bonn, für die der Entführte in Pakistan tätig war, erklärte lediglich: „Wir kennen das Video.“ Ähnliche Zurückhaltung in Berlin: „Dem Auswärtigen Amt ist der Fall bekannt“, sagte eine AA-Sprecherin, ohne näher darauf einzugehen. …

    Der Deutsche und der Italiener waren am 19. Januar gemeinsam mit einem italienischen Kollegen aus ihrem Haus in der ostpakistanischen Stadt Multan in der Provinz Punjab verschleppt worden. …

    Nach pakistanischen Angaben hatten die beiden Europäer sich um Opfer der Jahrhundertflut aus dem Sommer 2010 gekümmert. Der Deutsche nennt in dem Video seinen Namen. Weiter sagt er: „Ich bin 59 Jahre alt. Ich bin deutscher Staatsbürger. Ich habe als Projektverwalter für die Deutsche Welthungerhilfe in Multan, Pakistan, gearbeitet. Ich wurde von Mudschaheddin wegen der schlechten Politik der Bundesregierung gefangen genommen.““

    Das sollte wohl nicht so breit bekannt werden.

    in Auslandspresse mit Namen

    hxxp://www.huffingtonpost.com/huff-wires/20121222/pakistan-german-hostage/?utm_hp_ref=homepage&ir=homepage

  595. 629.

    @ Bellfruta87

    Aliaa Elmahdy & Femen protesting against Egyptian constitution by Mursi

    Aliaa hat die pussy-riots direkt übersprungen und ist gleich bei Femen gelandet. Das ist schon ein unkonventioneller Eskalationssprung in jeder Hinsicht.

    Pakistan auch ansonsten am Abgrund:

    „PESHAWAR: Regarded a symbol of “anti-Taliban resistance”, Senior Khyber Pakhtunkhwa (KP) Minister Bashir Ahmad Bilour succumbed to wounds minutes after a suicide bomber blew himself up leaving nine dead and 18 injured.“

    http://www.dailytimes.com.pk/default.asp?page=2012%5C12%5C23%5Cstory_23-12-2012_pg1_1

    Sieht danach aus, als würde die Spaltung bei den Paschtunen beginnen, dann hätten evtl. die Punjabischen Oligarchen und die Elite noch mal eine Gnadenfrist.

  596. 632.

    630/31
    Sie tragen nicht zufällig einen Ohrclip, @Publicola? :)

  597. 633.

    „Erdoğan says Iranian general’s remarks on Patriots nonsense …

    He said Assad had brought Syria to the brink of an overt sectarian war.

    Erdoğan said Western support to the opposition fells short of expectations. …

    Erdoğan also reiterated his concerns over the fragile political situation in Iraq, where sectarian strife is rife, warning that the country could easily turn into another Syria.

    He said the central government in Baghdad is a minority government.

    As for the scenarios over the territorial integrity of Iraq, which recently become the scene of an armed standoff between troops loyal to the central government in Baghdad and Kurdish forces in the northern region, Erdoğan said: „The division of Iraq is being talked about, but I am of the opinion that this should not happen.““

    http://todayszaman.com/news-301886-.html

    Zu Syrien sagt er genau, was die türkische Öffentlichkeit gerne hören will, nämlich dass sein 0-Probleme Verreise-Kumpel schuld sei und dass das mangelnde Engagement des Westens ihn enttäusche; genau in die Lavrov-Falle getapert*; die Iraner redeten Blödsinn, aber der Irak könne auch durchaus den Bach runter gehen, zumal er von einer Minderheitsregierung beherrscht werde.

    *er, der wilde Islamist, der dem Westen die Levante zum Terrornest macht

  598. 634.

    Sie tragen nicht zufällig einen Ohrclip, @Publicola?

    Nein – habe mir statt dessen den Weihnachtsmann mit Rentier, Ochs, Esel und Osterhasen in Großtätowierung auf mein Holzbein (-altes Kriegsleiden: Erinnerung an die Kartoffeschlacht von Leipzig-) einarbeiten lassen

  599. 635.

    Kartoffelschlacht

  600. 637.

    Türkei will Deutsche Schule in Istanbul und noch was verticken wegen irgendeiner einseitigen komischen Rechtsauffassung.

    „which will recoup Germany’s debt through the sale of the German High School in İstanbul and the sale of a forested plot of plot also in İstanbul.“

    http://www.todayszaman.com/news-301866-.html

  601. 638.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/12/464821/einreise-fuer-tuerkische-geschaeftsleute-verweigert-deutschland-zu-712-850-euro-schadensersatz-verurteilt/

    „Unter den Pfändungsgütern befinde sich nach Angaben der Zeitung das Deutsche Gymnasium in Istanbul und ein 170 Hektar historisches Waldstück. Wenn Deutschland bis zum Ende der Zahlungsfrist das Geld nicht an MAK-IN überweise, werde der Schaden durch die Einnahmen vom Verkauf des Gymnasiums und des Waldstückes gedeckt.“

  602. 639.

    625 neumann
    Ich fürchte bei einer niederlage assads tendiert status und wehrhaftigkeit der syrischen christen gegen null, insbesondere, da sie wohl kein geschlossenes siedlungsgebiet haben. Im näheren umfeld, fällt mir nur der libanon als aufnahmeland ein, muslimische verlierer hätten in der region andere aufnahmemöglichkeiten. Insofern sollte die eu schon über eine aufnahme, speziell von christen nachdenken.

  603. 640.

    637/8
    Thomas Holm

    Ehe die Türkei Visafreiheit bekommt, sollen sie sich meinetwegen das „Deutsche Gymnasium“ unter den Nagel reißen.

  604. 641.

    In „zettelsraum“ findet sich ein interessanter beitrag zum thema newtown massaker. Lesenswert.

  605. 643.

    @ ernsthaft

    Das Problem wäre nicht, drei Millionen vergleichsweise gut ausgebildete Leute, von denen wohl viele französisch können, aufzunehmen; das Problem wäre, zu erklären wieso man ganz plötzlich Hals über Kopf Christen aus einem:

    @ NN

    bitte ergänzen, als politologischer Laie bin ich manchmal etwas oberflächlich:

    säkularen, hoch urbanisierten, immer schon multikulturellen, etwas über-gründlich vielleicht, aber eigentlich nicht wirklich schlecht verwalteten, etc. Land aufnehmen muss, um sie zu retten.

    Leute aus Familien mit kaufmännischer Tradition, etc.

    Weil sich die Mehrheit da gerade befreien will; ähäm, räusper …

    … naiv nachfrag: Und wo ist das Problem ? Tja, ähm, also …

    verstehen Sie ?

  606. 644.

    @ karolachristiane

    „DER Film zum Buch“

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_films_about_Muhammad

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad,_Messenger_of_God

    Die müssen das als Serie aufziehen, wohl um heikle Fragen hintanstellen zu können; Stutenbeissereien zwischen Kindfrau und Tochter, behaupteten und geleugneten Zank zwischen Kumpels und Sippschaft etc.

    Am Ende ist ja quasi Pontius Pilatus Papst geworden, da muss es für die Vorgeschichte einiges heikles in der Darstellung geben.

    Mekka und Medina könnte man als Dallas und Denver aufziehen; lief ja auch auf Öl hinaus.

    Ernsthaft: Wenn Katar mit solchen Einfluss-Projekten durchkommen will, dann müssen die jetzigen Machtzentren aber mächtig Federn lassen.

  607. 645.

    @ernsthaft:

    Wenn Europa Aufnahmebereitschaft für die syrischen Christen signalisiert, könnte das allerdings von den syrischen Muslimen erst recht als Rechtfertigung dafür genommen werden, die Christen zu vertreiben, die ja in dem Fall ganz offensichtlich eine fünfte Kolonne Europas darstellen.

    Zudem bezweifle ich, dass syrische Christen wirklich soviel kompatibler zur modernen westlichen Mentalität wären als türkische oder arabische Muslime. Im Gegensatz zu PI bin ich nämlich der Meinung, dass die Probleme mit Einwanderern aus dem Gebiet des ehemaligen oströmischen Reiches (Balkan, Vorderasien, Nordafrika; auch Sizilien, wenn man mal an die Mafia denkt) mehr auf der dortigen Kultur als auf den Religionen der jeweiligen Einwanderer beruhen.

    • 23. Dezember 2012 um 00:58 Uhr
    • Arjen van Zuider
  608. 646.

    Landis lässt alle politkorrekten Rücksichten fallen:

    All minorities lived* in the mountains Alawites, Druse, Maronites for their safety they didn’t get allong with the sunnis … min 2.00

    *vor den Assad-Zeiten – ganz gute Einführung noch mal.

    Dass man das jetzt auf einmal so sagt, krass …

    http://bloggingheads.tv/videos/13845?in=00:00&out=38:55

  609. 647.

    @ AvZ

    Stimmt natürlich, das wären dann so eine Art Serben – ohne Welt-Gemeinde, aber mit viel Brast auf die betreffende Welt-Gemeinde lauter temperamentvolle Brigitte Gabriels, die gut abschimpfen können.

    Da hat man wohl Angst vor Mord und Totschlag und einem offiziellen Ende der Integration.

    http://www.youtube.com/watch?v=T6sYvMsCCrQ

  610. 648.

    Brigitte Gabriel – quasi ein redendes Maschinengewehr; Wilders, PI etc. sind da absolut nichts gegen, so wie die einen Brast haben.

    Sie wird von FOX-News interviewt und man denkt, die seien schon hardcore, aber der Interviewerin fällt wirklich beinah der Unterkiefer runter bei den Antworten. min 3.50 !

    Syrian Chemical Weapons Threat in Middle East?

    http://www.youtube.com/watch?v=48LKr-_A8Dw

  611. 649.

    @AvZ und ThH

    Angesichts der späten/frühen Stunde kann ich da jetzt leider nicht mehr einsteigen: das Thema beschäftigt mich seit längerem, ob das nach WWII entstandene Asylrecht, der Umgang mit Flüchtlingen und der gesamte Komplex der Migration aus anderen Gründen nicht ganz neu gedacht werden müßte, eher dieser babylonische Feldversuch fortgesetzt wird.

  612. 650.

    @ karolachristiane

    Vieles wird in den nächsten Monaten und Jahren auf den Kopf gestellt werden.

    Übrigens Babylon wäre nicht das Problem; da waren die Hängenden Gärten und aller Religion Anfang soll dort aus der Verehrung der Sinnlichkeit, bestanden haben; Ratze wies man darauf hin, hat das aber nicht vertieft.

    Die website von Brigitte Gabriel – durchgängig im They must be stopped !! modus.

    http://www.actforamerica.org/

  613. 651.

    TH:
    Ich verstehe den Vergleich mit den Serben nicht ganz. Im Gegensatz zu den arabischen Christen haben die ja einen eigenen Staat.

    Da hat man wohl Angst vor Mord und Totschlag und einem offiziellen Ende der Integration.

    Ich beziehe diese Angst allerdings weniger auf religiös-gruppenpolitische Aspekte, sondern vielmehr auf privat-familiäre: Wieviele syrisch-christliche Väter würden sich über die gute Integrationsleistung ihrer Tochter freuen, wenn diese einen deutschen Freund nach Hause bringt?

    • 23. Dezember 2012 um 01:39 Uhr
    • Arjen van Zuider
  614. 652.

    @ AvZ

    Als in der SU Gorbi hipp wurde haben die serbischen Kommunisten (!) eine Art Stürzenberger Denkschrift ausbaldowert*:

    *der Sache nach natürlich auch nicht vollkommen falsch …

    „Neben der „wirtschaftlichen Diskriminierung Serbiens“,… sprach sogar von „Völkermord an den Serben im Kosovo“. Der Begriff Genozid* bzw. Völkermord wurde damit als Kampfbegriff in die innerjugoslawischen Auseinandersetzungen eingeführt.“

    *abmessern und mehr Kinder haben

    http://de.wikipedia.org/wiki/SANU-Memorandum

    Man geht so Putin-auf-Crack-mäßig davon aus, dass die Westmächte die Muslime darauf angesetzt hätten, Jugoslawien und Russland zu zerstören.

    (wonach es in Zukunft auch aussehen wird)

    9/11 wäre dann so ein göttliches Zeichen, dass der dekadente Westen, immer auf das falsche Pferd setzt bzw. auf einem Krokodil reite.

    „privat-familiäre: Wieviele syrisch-christliche Väter würden sich über die gute Integrationsleistung ihrer Tochter freuen, wenn diese einen deutschen Freund nach Hause bringt?“

    Bei einem großen Exodus würden die versuchen, sich konservativ einzuheiraten und quasi zu einem zweiten Exil-Armeniertum zu werden.

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Armenians_in_France ca. 500.000 in F.

    Gefühlte Dichte an chançoniers; ca 150 %.

  615. 653.

    @kc:

    Dass das Asylrecht neu gedacht werden muss, denke ich ebenfalls – und zwar eben nicht nur aus einer kulturbewahrenden und kostenabwehrenden Perspektive, sondern auch aus einer humanitären. Zur Zeit werden Flüchtlinge nämlich meines Erachtens nicht danach unterschieden, ob sie im humanitären und charakterlichen Sinne aufnahmewürdig sind, sondern bloß danach, ob sie im bürokratischen Sinne abschiebefähig sind. Anders gesagt: Es gibt viel zuviele bürokratische Hindernisse, Menschen, die es verdient hätten, abzuschieben – und andererseits werden Menschen, die es nicht verdient hätten, abgeschoben, einfach „weil wir es können“ (bzw, um zu verhindern, dass sich am Ende herausstellt, dass sie eben doch nicht aufnahmewürdig sind und man sie dann aus irgendeinem Grunde nicht mehr abschieben kann).

    Ein wirklich humanitäres Asylrecht würde IMO daraus bestehen, alle Flüchtlinge, die halbwegs plausible Fluchtgründe nachweisen können, zunächst einmal unbürokratisch aufzunehmen (anstatt sie im Mittelmeer ersaufen zu lassen) und ihnen auch die Integration in den Arbeitsmarkt anzubieten (anstatt sie ins Sozialsystem geradezu hineinzudrängen) – sie aber im Fall asozialen Verhaltens (Kriminalität oder fortgesetzter Arbeitsunwille) genauso unbürokratisch wieder abzuschieben. Egal, wie es in ihren Herkunftsländern aussieht. Will ihr Herkunftsland sie nicht wieder aufnehmen – nicht unser Problem. Sitzen sie halt dort am Flughafen im Transitbereich fest.

    • 23. Dezember 2012 um 02:04 Uhr
    • Arjen van Zuider
  616. 654.

    @TH:

    Und was genau hat das jetzt mit den syrischen Christen zu tun? Glauben die ernsthaft, dass der Islam ein Komplott Roms ist, das zu vollenden, was die Päpste des Hochmittelalters nicht geschafft haben, nämlich das orientalische Christentum auszurotten?

    • 23. Dezember 2012 um 02:16 Uhr
    • Arjen van Zuider
  617. 655.

    Die Forderung der NRA nach Bewaffnung der Lehrkräfte ist plausibel

    – und zwar ausschließlich für Menschen,
    die sich weder einen realen (stressigen) Betrieb
    noch eine reale Schule mit realen Schülern und realen Lehrern
    vorstellen können.

    Es ergeben sich realiter m.E. drei Grund-Szenarien:

    1 – “Bewaffnung der Lehrer – jetzt!” – Szenario I –

    Lehrer sind bekanntlicherweise immer wieder spannungserzeugender starker, ja stärkster öffentlicher Kritik ausgesetzt.
    Darüberhinaus ist weiterhin davon auszugehehn,
    dass es – wie in manchem oder jedem Betrieb üblich –
    auch in einem Lehrerkollegium erhebliche dienstlich-berufliche und persönliche Spannungen gibt
    (sowohl untereinander und/oder gegenüber Schulleitung und/oder gegenüber Eltern/Schülern und/oder gegenüber Bezirksregierung/Schulministerium).
    Die skizzierten Spannungen dürften sich bei der einen oder anderen weniger nervenstarken Lehrkraft mit Hilfe des ‚Schießprügels‘ nun [blutig] Bahn brechen und ihre konkrete folgenreiche [blutige] Darstellung finden.

    2 – “Bewaffnung der Lehrer – jetzt!” – Szenario II –

    Die Lehrerin Frau Pfennigwinkel kann ja ihre Schusswaffe nicht offen zugänglich in der obersten Schublade des Lehrerschreibtisches in der Klasse lagern. Sie muss diese Waffe entweder in einer verschlossenen Schublade aufbewahren, die erst mit einem versteckten Schubladenschlüssel geöffnet werden kann, oder sie verbirgt die Waffe hinter beispielsweise einer Deckenpaneele des Klassenzimmer.
    Man stelle sich nun den Amokläufer vor, wie er das Pädagogische Zentrum oder die Schulkorridore entlangläuft und um sich schießt. Frau Pfennigwinkel hat nun zwei Optionen:
    Entweder sie verbringt die nächsten 15 Sekunden damit, die Kinder in ein Klassenzimmer zu drängen, die Tür zu blockieren und den Kindern aufzutragen, dort ruhig und leise zu sein.
    Oder sie kann die Kinder ignorieren, einen Stuhl besteigen, um die hinter der Deckenpaneele verborgenen Schusswaffe hervorzuholen (oder – alternativ – den versteckten Schlüssel hervorkramen, um die Lehrerschreibtischschublade zu öffnen).
    Dann muss sie noch die Munition herbeiholen, die aus Sicherheitsgründen getrennt lagert, und damit die Schusswaffe laden,
    um dann endlich bereit zu sein, den Amokläufer mit einem sauberen Kopfschuss zu exekutieren.
    Denn der Amokläufer, daran sei hier erinnert, trägt ja eine kugelsichere Weste – inzwischen die Standard-Uniform für öffentliche Todesschützen.

    3 – “Bewaffnung der Lehrer – jetzt!” – Szenario III –

    Inzwischen tritt ein weiteres mit dieser Fiktion verbundenes größeres Problem auf: diese Fiktion ignoriert alle Kevins der höheren Klassenjahrgänge. Frau Pfennigwinkel begleitet ihre Erstklässler in die Pause und Kevin aus der 4. Klasse nimmt bei seinem Rückweg vom Sekretariat, wo er eine Mitteilung abzugeben hatte, einen Umweg zum leeren Klassenzimmer des ersten Jahrgangs und macht dieSchusswaffe ausfindig, von der er schon immer gehört hat.
    Nun haben Sie einen ungehorsamen Viertklässler mit einer Schusswaffe. – Fühlen Sie sich sicherer?

    Quelle zu 2 u. 3:
    http://blog.nj.com/njv_kathleen_obrien/2012/12/why_its_stupid_to_arm_teachers.html

  618. 656.

    @Publicola:

    Denn der Amokläufer, daran sei hier erinnert, trägt ja eine kugelsichere Weste – inzwischen die Standard-Uniform für öffentliche Todesschützen.

    Hegen einen Schuss aus einem (Sturm-)Gewehr – insbesondere aus kurzer Distanz – hilft eine kugelsichere Weste aber auch nur bedingt. Konsequenz: Die Lehrer müssen mit Sturmgewehren ausgerüstet werden. Natürlich immer griffbereit; also nicht in einer Schublade im Lehrerpult, sondern umgehängt. Sollte man sich doch bloß für Pistolen entscheiden, sind diese während des Unterrichts natürlich im Halfter zu tragen.

    IMO wäre aber vor allem eine größere Gelassenheit angebracht. Verkehrsunfälle töten um ein vielfaches mehr Menschen (auch „unschuldige“ Kinder) als Amokläufe und werden gleichwohl als persönliches Schicksal und unabwendbares Restrisiko hingenommen, ohne politischen Aktionismus auszulösen. Falls man über bessere soziale Kontrolle, psychologische Betreuung und polizeiliche Interventionsmöglichkeiten Amokläufer von ihrer Tat abhalten kann, ist das natürlich zu begrüßen – aber wenn einer sich einmal zum Amoklauf entschlossen hat, dann helfen Waffenverbote oder bewaffnete Sicherheitsleute genauso wenig wie wenn der betrunkene Fahrer bei Tempo 160 auf der Landstraße Kurs auf den entgegenkommenden Schulbus nimmt.

    • 23. Dezember 2012 um 03:30 Uhr
    • Arjen van Zuider
  619. 657.

    These:
    „… aber wenn einer sich einmal zum Amoklauf entschlossen hat, dann helfen Waffenverbote … wenig …“

    Gegenthese:
    Waffenbegeisterung der Mutter und Waffenzugangsmöglichkeiten
    des 20-jährigen Massenmörders Adam Lanza:

    Nancy Lanza loved guns, and often took her sons to one of the shooting ranges here in the suburbs northeast of New York City, where there is an active community of gun enthusiasts, her friends said. At a local bar, she sometimes talked about her gun collection …

    Ms. Lanza’s fascination with guns became an important focus of attention on Saturday as investigators tried to determine what caused Mr. Lanza to carry out one of the worst massacres in the nation’s history.

    Investigators have linked Ms. Lanza to five weapons:
    two powerful handguns,
    two traditional hunting rifles and
    a semiautomatic rifle that is similar to weapons used by troops in Afghanistan.

    Her son took the two handguns and the semiautomatic rifle to the school.

    Law enforcement officials said they believed the guns were acquired legally and were registered. …

    http://www.nytimes.com/2012/12/16/nyregion/friends-of-gunmans-mother-his-first-victim-recall-her-as-generous.html?_r=0

  620. 658.

    – Ägypten – Referendum zum Verfassungsentwurf –

    insgesamt:
    64% Ja-Stimmen (10,5 Mio)
    36% Nein-Stimmen (5,9 Mio)
    Beteiligung ca. 32%
    (Gesamtzahl Stimmen: 16,4 Mio)

    1. Runde:
    57% Ja (4,6 Mio)
    43% Nein (3,5 Mio)
    Beteiligung 31,5%
    (Gesamtzahl Stimmen: 8,1 Mio)

    2. Runde:
    71% Ja (5,8 Mio)
    29% Nein (2,3 Mio)
    Beteiligung 32,0%
    (Gesamtzahl Stimmen: 8,1 Mio)

    Ex-Pats
    67,5% Ja (162 Tsd)
    32,5% Nein (78 Tsd)
    Beteiligung 41%
    (Gesamtzahl Stimmen: 240 Tsd)

    Vergleich zur Präsidentschaftswahl (Stichwahl; 2. Runde):
    Mursi 52%
    Shafiq 48%
    Beteiligung 49%

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61119/Egypt/Politics-/The-full-unofficial-results-of-Egypts-Constitution.aspx

  621. 659.

    Das sind die nüchternen und ernüchternden Zahlen.Danke, das war´s dann erst einmal mit dem vagen Traum einer neuen demokratischen Ordnung für Ägypten.
    Schöne Feiertage!

    • 23. Dezember 2012 um 09:49 Uhr
    • Marit
  622. 660.

    643 holm
    Ich habe nicht an eine plötzliche evakuierung der syrischen christen gedacht. Sollten aber die rebellen obsiegen, sollte man überlegen, wie man den christen, zb. im falle von verfolgungen (ist natürlich , hüstel, unwahrscheinlich, ahäm) in europa helfen kann. Die angehörigen der mehrheitsreligion verdienen insofern unseren respekt, daß wir davon, respektvoll, ausgehen, das sie selbst zurechtkommen bzw von aufnahmemöglichkeiten umgeben sind, die für ihre gastfreundschaft berühmt sind.

  623. 661.

    PS – Ägypten – Referendum

    Indeed, that’s nothing to write home about – „damit lockt man keinen Hund hinterm Ofen hervor“, „damit ist kein Staat zu machen“, lautet laut dict.cc die Übersetzung.

    Einige Anmerkungen allgemein sowie zu den Governoraten, die mehrheitlich gegen den Verfassungsentwurf stimmten von Al-Ahram:

    After two tiresome election phases, Egypt’s beleaguered draft constitution passed with a 64 per cent approval rate.

    Around 10.5 million Egyptians endorsed the bill,
    a number that is ironically lower than the 13.2 million
    that voted President Mohamed Morsi into office
    to serve for a four year term last summer.

    Only three out of twenty seven governorates resulted in a majority of ‚No‘ vote.

    Upper Egypt governorates witnessed the highest approval rates, with ‚yes‘ winning by comfortable margins across the board.

    The toughest challenge to the new constitution was in the capital city, the largest in Egypt, rejecting the constitution with 57 per cent.
    The vote in the Mediterranean city of Alexandria came as a surprise to many with ‚yes‘ winning by 55.6 per cent.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61119/Egypt/Politics-/The-full-unofficial-results-of-Egypts-Constitution.aspx

    The Nile Delta Menoufiya Governorate,
    which gave former presidential candidate Ahmed Shafiq a large nod of approval during June elections,
    marginally opposed the constitution in the second phase of the referendum,
    joining Cairo and Gharbiya, who voted the document down in last week’s first phase.

  624. 663.

    645/653 AVZ
    Sie plädieren dafür alle flüchtlinge die irgendwie nach europa kommen aufzunehmen ?
    Glauben sie das diese menschen sich besser in europäische gesellschaften integrieren würden als syrische christen ?
    Wieviel werden kommen wenn sie merken, das die tür auf ist ?
    Wieviel arbeitslose gibt es in der eu ?
    Wovon sollen die zuwanderer leben ? (gilt natürlich auch für syrische christen.)
    Glauben sie das die muslime respekt vor europäern haben, die ihre glaubensgenossen hängen lassen ?

  625. 664.

    650
    Thomas Holm
    Zu Semiramis hatte ich ja kürzlich noch einmal gelesen – aber ich dachte eher (649) an die „Babylonische Sprachverwirrung“, die im übertragenen Sinne eine kulturell-geistige Verwirrung ist, wenn man Religion allein als eine Manifestation des menschlichen Geistes ansieht.

  626. 665.

    „Al Jazeera’s Rawya Rageh … said that the low turnout figures, however, were of concern to both camps.“

    http://www.aljazeera.com/news/middleeast/2012/12/20121222235450446212.html

    wohl wahr, ca 32% beteiligung an der abstimmung über eine verfassung ist nicht gerade viel.

    ca 49% waren es bei der präsidentschaftswahl.

    werden die ägypter wahlmüde?
    ist die wahl des mannes an der spitze wichtiger als die abstimmung über die grundlegenden spielregeln?

  627. 666.

    oder trifft das für viele zu?

    „At another polling station, some voters said they were more interested in ending Egypt’s long period of political instability than in the Islamist aspects of the charter.

    „We have to extend our hands to Mursi to help fix the country,“ said Hisham Kamal, an accountant.“

    http://www.newsdaily.com/stories/bre8bl03x-us-egypt-politics/

  628. 667.

    some voters said they were more interested in ending Egypt’s long period of political instability

    @ aj – das scheint mir (pressebeobachtender Ägypten-Nicht-Experte) aus dilettantenpsychologischer Sicht
    eine wichtige Erklärung von weiteren diversen plausiblen Gründen zu sein,
    wobei m.E. der Verfassungsentwurt eher zukünftige Kontroversen und Instabilitäten fördern wird
    [man darf gespannt sein auf die kommenden Wahlergebnisse]

  629. 668.

    newtown massaker
    Nimmt die zahl der mit feuerwaffen ausgeübten tötungsdelikte in usa zu ? Nein, laut zettel niedrigster stand seit 1960.
    In der schweitz, in schweden und in finnland sind ebenfalls sehr viele feuerwaffen in privathand. (lt. zettel unter den ersten 10 weltweit) Sind diese länder bekannt für eine hohe mordrate ?
    Scheint nicht ganz so einfach zu sein wie es in unseren medien dargestellt wird.

  630. 669.

    Verfassungsentwurf

  631. 670.

    Kurzer Einwurf zum Thema „Flüchtlinge“

    Die Option „klein, aber mein – klein, aber fein“ hat Europa nach Jahrzehnten der legalen unkontrollierbaren Zuwanderung (F, GB z.B.) und der mal stärkeren, mal schwächeren Flüchtlingsströme, die sich dann in anerkannte und geduldete Asylanten teilen, nicht mehr.
    Ich glaube, es sind allein um die 50 Millionen Muslime, die heute in Europa leben – Tendenz steigend.

    Auch ohne weitere Zuwanderung von außen ist die weitere Entwicklung Europas absehbar schwierig – und mit weiterer Zuwanderung ebenso.

    Vorallem aber ist dieses Europa als Gesellschaft verschuldeter und ärmer als es das in den Hochzeiten der Zuwanderung war, aber die Vorstellungen und Erwartungen der Zuwanderer sind unverändert hoch.
    Und Arbeitsplätze für alle, die ein finanziell selbständiges Leben ermöglichen könnten, sind eine Illusion.

    Wenn man die lokale Ebene betrachtet, d.h. für mich NRW, dann wird die Überforderung der Bevölkerung wie der öffentlichen Kassen an vielen Beispielen deutlich.
    Bezogen auf die Verhältnisse des Landes, in dem sie seit Generationen ansässig sind, sind viele Bewohner genauso arm wie diejenigen, die zur Zeit ins Land strömen, es in ihren Ursprungsländern sind.

    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-soest-lippstadt-moehnesee-und-ruethen/neue-asyleinrichtung-500-fluechtlinge-sollen-nach-wimbern-id7226363.html

  632. 672.

    668
    @ernsthaft

    Ich weiß leider nicht mehr wo ich in dem Zusammenhang vor kurzem las, daß die US Kriminalstatistiken unzuverlässig seien.

  633. 673.

    firearm homicide rate per 100.000 pop. – e.g.

    Costa Rica 3.38
    Barbado 3.00
    USA 2.97
    Switzerland 0.56
    Canada 0.54
    Germany 0.47
    Australia 0.31

    http://en.wikipedia.org/wiki/Gun_violence

  634. 674.

    666
    @aj
    „At another polling station, some voters said they were more interested in ending Egypt’s long period of political instability than in the Islamist aspects of the charter.“

    Wieviel politisches Selbstbewußtsein, wieviel Vertrauen in die eigenen Kräfte haben die „einfachen Menschen“, in deren Wahrnehmung sich ein Pharao an den anderen reiht, unter denen es ihnen mal besser, mal schlechter geht.
    Kismet!
    Und die vielen (jungen) Demonstranten – auf was an Strukturen können sie zurückgreifen, um etwas über den Tag hinaus zu bewirken?
    Und wieviele von ihnen sind dazu in der Lage?

  635. 675.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Gun_politics_in_the_United_States
    dort insbesondere der Abschnitt
    ‚Gun culture (Origins, Popular culture)‘

  636. 676.

    Fröhliches Bloggen allerseits!
    Ich hoffe, die Bahnhöfe sind gut überwacht! :)

  637. 677.

    http://www.huffingtonpost.com/2012/12/17/sandy-hook-shooting-gun-sales_n_2317522.html

    wieviele von den – nach einem solchen massaker – verkauften waffen werden dann möglicherweise für das nächste massaker genutzt?

  638. 678.

    – Ägypten – blogger Maikel Nabil Sanad –

    Egyptian activist Maikel Nabil Sanad, who spent 10 months in military jails following Egypt’s January Revolution, is in a controversial visit to Israel and Ramallah this weekend to call for peace. Sanad is scheduled to speak at The Hebrew University in Jerusalem, The World Union of Jewish Students and Tel Aviv University. He also plans to visit Ramallah in the West Bank.

    “After years of calling for peace, I decided that practicing peace is more important than talking about it. My visit is a message from the peaceful society of Egypt. We went through enough of violence and clashes and this situation has to end,” Sanad wrote in a statement on his blog …
    “We want to both live like human beings without violence, racism or walls,” he added …

    Sanad’s trip to Israel and Palestine was organized by Geneva-based advocacy group U.N. Watch.

    http://english.alarabiya.net/articles/2012/12/23/256665.html

  639. 679.

    … Sanad wrote in a statement
    on his blog http://www.maikelnabil.com. …

  640. 680.

    @NN

    Meine Meinung zur Aufnahme der syrischen Christen hat nichts mit Grosszügigkeit zu tun, mehr mit Achselzucken: Wenn schon Einwanderer, dann solche ohne Hassideologie, angestachelt durch Petrodollars. Auch dürfte die Teilung in eine nichtislamische Welt und eine islamische Welt aktuell gar nicht so eine schlechte Massnahme sein.
    Aber meine Meinung wird eh Theorie bleiben. Am Ende kommen vor allem die mit der Hassideologie.

    • 23. Dezember 2012 um 14:10 Uhr
    • Mamas Liebling
  641. 681.

    @667 publicola

    “ … wobei m.E. der Verfassungsentwurt eher zukünftige Kontroversen und Instabilitäten fördern wird
    [man darf gespannt sein auf die kommenden Wahlergebnisse]“

    ebenso gespannt bin ich auf die kommende aktuelle tagespolitik.

  642. 682.

    15% von 20 Mio ergibt also 3 Mio. Das ist verteilt auf Europa ein Klacks.
    Wie gesagt, Theorie.

    • 23. Dezember 2012 um 14:14 Uhr
    • Mamas Liebling
  643. 683.

    Umständehalber muss ich eine Sendepause wegen akuter Besinnlichkeits-Hektik verkünden.

    Um die Geschicke der Syrischen Christen wird aktuell heftig gerungen:

    hxxp://www.dailystar.com.lb/News/Middle-East/2012/Dec-23/199669-muslim-group-slams-rebel-threats-against-syria-christians.ashx#axzz2FtIC6HE2

    Die Palast-Saudis mahnen zu Bedachtsamheit, wohl weil sie um ihr Los, bzw. ihre Leos. etc. fürchten.

    Ansonsten empfehle ich zur Vermeidung von Langeweile:

    Special Programme – Dawkins on religion bei AJE.

    An interview with renowned atheist Richard Dawkins on whether religion is a force for good or evil.

    http://www.youtube.com/watch?v=U0Xn60Zw03A

  644. 684.

    Ägypten – Human Rights Watch (HRW): Kritik am Verfassungsentwurf –

    … Human Rights Watch has reviewed Chapter II of the final draft, entitled Rights and Freedoms…

    Protection of Rights
    Article 81 states that no law may limit the essence of the rights and freedoms set out in the constitution, but goes on to say that, “These rights and freedoms shall be exercised insofar as they do not contradict the principles set out in the Chapter on State and Society in this constitution.”
    The provisions in that chapter include
    article 10, which states that,
    “The state and society shall commit to preserving the true nature of the Egyptian family,” and
    article 11, which states that,
    “The state shall protect ethics and morals and public order.”
    The language in both these provisions … It appears to place the “true nature of the family” and morals and public orders above fundamental rights.

    Freedom of Expression
    Article 45 protects freedom of expression without stating what legitimate limitations are permissible and how to balance this right against article 31, which states that, “The individual person may not be insulted,” and article 44 prohibiting “the insulting of prophets.” … Criminal prosecutions on charges of “insulting the president” or “insulting the judiciary” have increased since Morsy took office.

    Freedom of Religion
    Article 43 on freedom of religion limits the right to practice religion and to establish places of worship to Muslims, Christians, and Jews … Under former President Hosni Mubarak, security forces would frequently arrest religious minorities including Shia, Ahmadis, Bahais, and Quranists because of their beliefs.

    Military Trials of Civilians
    The final draft fails to limit military trials of civilians …Article 198 of the final draft now provides that, “Civilians may not be tried before the military justice system except for crimes that harm the armed forces, and this shall be defined by law.” This leaves intact the military’s discretion to try civilians under the Code of Military Justice.

    Women’s Rights
    … the draft no longer lists “sex” as one of the grounds for prohibiting discrimination, as no grounds are named. Article 30 now states that, “Citizens are equal before the law and equal in rights and obligations without discrimination,” without specifying whom this provision covers. Read together with article 10, the failure to specify discrimination on the grounds of gender becomes problematic, Human Rights Watch said. Article 10 says:
    „The state shall provide free motherhood and childhood services and shall balance between a woman’s obligations toward the family and public work. The state shall provide for special care and protection for single mothers, divorced women and widows.“
    The state’s role should be confined to ensuring equality and non-discrimination, without interfering with a woman’s choices about her life, family, and profession or to justify discrimination on that basis, Human Rights Watch said. In addition, language prohibiting trafficking of women in a previous draft has been excluded from the final draft.

    Status of International Obligations
    … Human Rights Watch had urged members of the Assembly to include a provision directly incorporating human rights as defined by international treaties ratified by Egypt into Egyptian law to strengthen the basis for amending many domestic laws that restrict rights …

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61150/Egypt/Politics-/Egypt-new-constitution-mixed-on-support-of-rights-.aspx

  645. 686.

    – Ägypten – deutsche Presse: Kommentar zum Referendum –

    … Der Stellvertreter Mursis, Mahmud Mekki, trat am Samstag noch vor Schließung der Wahllokale zurück … teilte er … mit, dass die politische Arbeit nicht zu seiner Ausbildung als Richter passe.
    Noch Anfang Dezember hatte er in der Krise um den autoritären Führungsstil Mursis eine Verschiebung des von der Opposition kritisierten Verfassungsreferendums in Aussicht gestellt. Dazu kam es jedoch nicht,
    was zu weiteren Protesten führte.
    In der neuen Verfassung ist der Posten eines Vizepräsidenten nicht vorgesehen ist.

    Auch der Direktor der ägyptischen Zentralbank, Faruk al Okdah reichte am Samstag seinen Rücktritt ein.

    Aus Protest gegen dessen Führungsstil sind seit Beginn der Staatskrise in Ägypten im November mehrere Berater Mursis zurückgetreten.
    Vizepräsident Mekki hatte das seinerzeit nach Medienberichten auch vor, verschob diesen Schritt jedoch wegen der Krise bis zum Ende des Referendums.
    Über die umstrittene Aufhebung der Gewaltenteilung durch Mursi im November war er nach eigener Aussage nicht informiert.

    … Abermals stieß der Ablauf der Volksabstimmung auf Kritik. Viele Wähler seien wieder von Islamisten beeinflusst oder eingeschüchtert worden, berichteten Beobachter und ägyptische Medien am Samstag. Zudem sollen Liberale, Linke und Christen in manchen Gebieten an der Stimmabgabe gehindert worden sein.

    Sozialistenchef Hamdin Sabahi, der gemeinsam mit Friedensnobelpreisträger Mohamed El Baradei und dem früheren Außenminister Amr Musa die oppositionelle Nationale Rettungsfront anführt, kündigte an, weiter gegen die Verfassung zu protestieren.

    … zeigen die Ergebnisse, dass Mursi an Zustimmung verloren hat.
    Hatten ihm im zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl im Juni noch 13,2 Millionen Ägypter ihre Stimme gegeben,
    so votierten für den von Mursi vorgelegten Verfassungsentwurf nur 10,5 Millionen Wähler – von knapp 52 Millionen Wahlberechtigten. Nur 16,5 Millionen nahmen überhaupt an dem Referendum teil…

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/aegypten-mursi-verliert-an-zustimmung-12004721.html

  646. 687.

    – Ägypten – Kritik am Verfassungsentwurf – II –

    … Die Politologin Elham Manea* …
    In Artikel 33 wird zwar die «Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz ohne jede Diskriminierung» festgeschrieben, doch wird die Gleichheit der Geschlechter nicht explizit erwähnt. «Die Frauen werden als Schwestern der Männer bezeichnet und nicht explizit als Frau», sagt Manea …

    Weiter definiert Artikel 229 die Prinzipien der Scharia als «die allgemeinen Grundlagen, Regeln und Auslegungen sowie alle Quellen, die von der Lehre des sunnitischen Islams und der allgemeinen Mehrheit akzeptiert sind». Das beinhaltet auch die buchstabengetreue Auslegung der Salafisten.

    Artikel 4 gewährt darüber hinaus den Islamgelehrten des Al-Azhar-Instituts in allen Scharia-Fragen das letzte Wort und damit ein zentrales Mitspracherecht bei künftigen Gesetzen. «Solche Artikel könnten Kinderheiraten oder die Legalisierung der Klitorisbeschneidung zur Folge haben», sagt Manea …

    … die Stärkung des Militärs. Artikel 195 besagt, dass der Verteidigungsminister aus der Armee gewählt wird und ein von Offizieren dominiertes Gremium über das Militärbudget entscheidet.
    Nach Ansicht der Kritiker gibt es damit praktisch keine zivile Aufsicht über die Streitkräfte, zudem werde ihre privilegierte Stellung unter Mubarak nicht angetastet.

    Artikel 43 schreibt die Glaubensfreiheit vor, wobei der Islam die Staatsreligion bleibt. In dem Text werden nur explizit der Islam, das Christentum und das Judentum erwähnt.

    Die Meinungsfreiheit wird ebenfalls garantiert, doch ist die Beleidigung von Menschen und der Propheten (Artikel 31 u. 44) verboten.
    Kritiker sehen darin einen möglichen Vorwand für eine Zensur der Presse.

    Ebenfalls kritisch sehen Bürgerrechtsaktivisten die vage Bestimmung, wonach der Staat und die Gesellschaft «die Moral und die öffentliche Ordnung sowie den Bezug zu den Werten von Religion und Bildung» schützen (Artikel 11)….

    Laut Artikel 232 dürfen zudem die führenden Mitglieder von Mubaraks aufgelöster Nationaldemokratischer Partei (NDP) während der kommenden zehn Jahre nicht mehr zu Wahlen antreten.
    … diese Änderung, die mehrheitlich positiv angenommen wird, kann verschieden ausgelegt werden.
    So sind einige der Ägypter der Meinung,
    dass die Islamisten dieses Verbot erlassen wollen,
    um die Zahl ihrer Konkurrenten bei den kommenden Wahlen zu reduzieren.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Angst-vor-Artikel-33/story/30162463
    ______________________________

    * Elham Manea: Die Politologin, Jahrgang 1966, wurde in Ägypten als Tochter eines jemenitischen Diplomaten geboren. Die schweizerisch-jemenitische Doppelbürgerin arbeitet als Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich.

  647. 688.

    @ AvZ #653

    Zur Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt ist anzumerken, dass das Arbeitsverbot für Flüchtlinge nach einer Vereinbarung auf EU-Ebene künftig nur für 9 Monate gelten soll.

    Die prekäre Situation von Asylbewerbern/Flüchtlingen dürfte sich dadurch jedoch nicht wesentlich ändern – der Anteil der von Hartz IV/Sozialhilfe Abängigen der verschiedenen Gruppen liegt nach fünfjährigem Aufenthalt zwischen 30 und 70 %.
    Um diesen Anteil zu verringern, wäre neben einer beruflichen und sprachlichen Qualifizierung eine intensive sozialpsychologische Betreuung notwendig, da die psychische Konstitution zur regelmäßigen Arbeitsaufnahme nicht ausreicht.

    • 23. Dezember 2012 um 19:01 Uhr
    • Leon;
  648. 689.

    @ publicola

    herzlichen dank für die informationen über kritische anmerkungen zur ägyptischen verfassung in 684 und 687.

  649. 690.

    Ammar Cheikh Omar, der syrische Deserteur mit Deutschland-Hintergrund, gehörte mit dem Team von Richard Engel zu der Gruppe, die entführt wurde und nach Feuergefecht frei kam:

    „the German man was Ammar Cheikh Omar, who was raised in Germany to Syrian parents. In February, my colleague Dan Bilefsky wrote a profile of Mr. Omar, who said that he had moved to Syria in 2004 and had been conscripted into the Syrian military just before the uprising began. According to Mr. Omar’s account, he took part in the initial bloody crackdown on dissent before defecting in July of last year and making a video denouncing the Assad government.

    The brief video clip of the men after their release, apparently uploaded to YouTube on Tuesday by the jihadist group that freed them, shows them laughing with obvious relief as they share a meal.“

    hxxp://thelede.blogs.nytimes.com/2012/12/18/nbc-reporter-describes-captivity-in-syria/

    Video während der Entführung:

    2012-12-13 Richard Engel and crew held captive by pro-Assad militia in Ma’arrat Misrin, Syria – erster Sprecher

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=C0WEvPb47eA

  650. 691.

    688 leon
    Und natürlich benötigt man entsprechende arbeitsplätze. Künftige generationen von beitragszahlern müssen nicht nur für die renten der älteren sondern auch für alle anderen die alimentiert werden müssen aufkommen. In einer globalisierten welt könnte die steigende abgabenlast zu ausweichbewegungen, besonders der weltweit gefragten hochqualifizierten führen. Auch das ein mögliches ende eines zu sozialen europa so wie wir es kennen.

  651. 692.

    @ ernsthaft

    Ich sag’s mal mit Müntefering: (Ausgeprägter) Sozialstaat und Einwanderungsland ist Mist, das passt nicht zusammen.

    Ein funktionierender Sozialstaat ist nur möglich in einem relativ geschlossenen System (wie es bis in die 80er der Fall war); er ist nur in der Lage die eigenen Bedürftigen zu versorgen.

    Wird eine Politik der offenen Grenzen betrieben, wird der Sozialstaat praktisch ausgelagert, es kommt zu einer globalen Partizipation – und das kann nicht lange gut gehen.

    • 23. Dezember 2012 um 20:17 Uhr
    • Leon;
  652. 693.

    692 leon
    So isses.

  653. 694.

    673
    @Publicola

    Der Zuglektüre verdanke ich Hinweise zur Kriminalität in El Salvador: üblich sind dort 14 Mordfälle pro Tag, im November waren es nur noch sechs am Tag.
    Hintergrund: für 90 % der Morde sind die „Mara“ – nicht zu verwechseln mit den in Deutschland agierenden „Miri“ – verantwortlich und auf die hat – bisjetzt mit Erfolg – die katholische Kirche Einfluß genommen.
    http://www.welt.de/print/wams/politik/article112202065/Das-Wunder-von-El-Salvador.html
    „Das Wunder von El Salvador

    Das kleine Land war bislang eine der mörderischsten Gegenden der Welt, beherrscht von den berüchtigten und furchterregend tätowierten Mara-Kämpfern. Aber dann hat die katholische Kirche den Gangs ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnten Von Tobias Käufer in San Salvador …“

  654. 695.

    Und irgendwo las ich heute – man glaubt es kaum – , daß schon einmal ein Weihnachtsmann ermordet wurde:
    http://gebetskreis.wordpress.com/2012/01/04/tadschikistan-djed-maros-der-russische-weihnachtsmann-ermordet/

  655. 696.

    Und das hier sollte eigentlich das schon von Adenauer geforderte „Positive“ in der Berichtersttatung sein: ein Artikel in der WaS mit dem schönen Titel „Liebe kennt keine Religion“. Aber so richtig zum Aufatmen ist das leider auch nicht.

    „“Ich arbeite seit Jahren mit muslimisch geprägten Jugendlichen“, sagt Ahmad Mansour. „Ich habe sehr genaue Eindrücke in die Familien und die Peergroups der Milieus. In diesen Milieus ist auch ein tief verankerter Antisemitismus am Werk, der etwa durch per Satellit empfangene arabische Hetzsender noch massiv verstärkt wird.“ Die Sender von den Extremistenorganisationen Hamas und Hisbollah, in deren Propaganda der Jude zu einem „schmutzigen Tier“ wird, sind auch in deutschen Wohnzimmern zu empfangen.

    Mansour studierte Psychologie, Soziologie und Philosophie in Tel Aviv und an der Humboldt-Universität in Berlin. Er kritisiert die „kontroll-orientierten Erziehungsmethoden, die auf Kollektivität und Respekt vor Autorität abzielen“. Diese Methoden seien zentrale Bestandteile einer durchschnittlichen muslimischen Familie….“

    „Jugendliche, die 15, 16, 17 Jahre mit bestimmten Einstellungen aufwachsen, krempelt man nicht in ein paar Stunden um, dessen ist sich Mansour bewusst. Ziel ist es vielmehr, einmal die Perspektive zu wechseln und zu zeigen, dass man nicht automatisch so denken muss wie seine Eltern. „Auf einmal sind die Jugendlichen mitten in einer Diskussion über die Jungfräulichkeit der Schwester – das ist schon die halbe Miete“, sagt Mansour. „So kann man das Bewusstsein schaffen: Ich will archaische Vorstellungen nicht an meine Kinder weitergeben, Und eine Frau muss nicht unbedingt mit 18 heiraten.““

    http://www.welt.de/print/wams/politik/article112202069/Liebe-kennt-keine-Religion.html

  656. 697.

    Nachtrag zu 695

    „Viele Experten warnen heutzutage vor der Gefahr einer schleichenden „Talibanisierung“ Tadschikistans. Sie führen in diesem Zusammenhang an, dass die tadschikische Bevölkerung islamisch orientierten Gruppen mittlerweile Sympathie entgegenbringt, weil diese „nach ihrem Befinden nicht korrumpiert seien wie die heutigen staatlich Bediensteten“. Am 30. Dezember 2011 meldete sich der Leiter der „Ulema“ des Islamischen Rates der Republik Tadschikistan, Herr Saidmukaram Abdukodirsoda, in den Massenmedien mit der Aussage zu Wort, dass das Feiern des Neuen Jahres gegen die Vorschriften des Korans verstoße und auch im Widerspruch zu den nationalen Traditionen der Tadschiken stehe. In der Silvesternacht wurde dann in Duschanbe ein 24jähriger Mann, der als Weihnachtsmann verkleidet war, ermordet. Hinter der Tat wird eine radikal islamische Gruppe vermutet. Die Täter konnten noch nicht gefasst werden.“
    http://www.hss.de/fileadmin/media/downloads/QB/Zentralasien_QB_2011_IV.pdf

    Auf der selben Seite der Hans Seidel Stiftung findet sich das hier:
    „1.3 Kasachstan
    In den vergangenen Monaten haben Extremisten in Kasachstan vermehrt Anschläge verübt. Begonnen hatte die Anschlagsserie im Mai 2011: Zwei Explosionen in Aktobe und in Astana hatten damals Todesopfer und Verletzte verursacht. Es folgten die Bombenanschläge vom 31. Oktober 2011 in Atyrau. Zuletzt waren dann am 12. November 2011 bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in Taraz sieben Menschen getötet worden, darunter fünf Polizisten. Am 3. Dezember 2011 wurde im Laufe einer speziellen Operation in der Region Almaty eine terroristische Gruppe eliminiert. Zwei Soldaten der eingesetzten Sondereinheit kamen dabei ums Leben. Die Verantwortung für die Anschläge hat bisher nur eine islamistische Gruppierung mit dem Namen „Die Soldaten des Kalifats“ übernommen. Sie droht Kasachstan mit weiteren Gewalttaten, falls das neue „Gesetz über Religion“, in dem das Praktizieren des moslemischen Gebets in öffentlichen Einrichtungen verboten wird, nicht abgeschafft wird. Nach Angaben der kasachischen Generalstaatsanwaltschaft wurde diese Organisation im Jahre 2011 gegründet und ihr Ziel ist es, auf dem Territorium Kasachstans „einen heiligen Krieg (Dschihad) vom Zaune zu brechen“.“

    Und „ausgerechnet jetzt“ muß sich Thomas Holm mit Weihnachten beschäftigen! :)

  657. 698.

    – Frohe Weihnachten –
    http://www.youtube.com/watch?v=NSiGcGgOtZw

  658. 699.

    Frohe Weihnachten auch für Sie, @Publicola – mit ein wenig „Katzenjammer“:
    http://www.youtube.com/watch?v=Kz1gj5iGVNU

  659. 700.

    Man sollte sich viel öfter ganz in Ruhe und entspannt unterhalten:
    http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=OFvQIxEVKog&feature=fvwp

  660. 701.

    This video shows medics in a besieged area in Homs city trying to help a person struggling to breath. They say he inhaled poisonous gas sprayed by regime forces in the rebel-held al-Bayada neighbourhood.

    Al Jazeera cannot independently verify the accounts given by him.

    http://blogs.aljazeera.com/topic/syria/poisonous-gas-sprayed-rebel-held-neighbourhood-homs-medics-there-say

  661. 702.

    Und ich bin mal gespannt, ob diese Gruppe uns im kommenden Jahr beschäftigen wird.
    „Wir sind die Vorboten einer neuen Zeit! Wir sind das Morgen, die Jugend, die Wahrheit, das Recht und die Freiheit. Mit uns steht und fällt, mit uns lebt und siegt Europa! Wir sind die Guten!“
    http://identitaere-bewegung.de/
    Déjà vu?

  662. 703.

    „In der aktuellen Ausgabe der ZEIT (Nr. 52, herausgegeben am 19. Dezember 2012) befindet sich ein höchst lesenswerter Artikel über die Situation von Christen in islamischen Ländern seit den arabischen Revolutionen mit dem Titel „Die letzten Jünger“. Auffallend kritisch werden dabei Fallbeispiele in Ägypten, der Türkei und den Palästinensischen Autonomiegebieten behandelt.“

    Tja, Herr Lau, man kann sich nicht aussuchen, von wem man gelobt wird! :)

    Auch Ihnen ein frohes Weihnachtsfest!

  663. 704.

    702 karola
    Die identitären wurden im störungsmelder schon von den nazis übernommen. Ich finde zumindest das thema interessant.
    Was für eine zielsetzung hat eigentlich der störungsmelder ?
    Einige beiträge haben schon fast was verzweifeltes, man findet wohl nichts zündendes.

  664. 705.

    @NN

    Meine Meinung zur Aufnahme der syrischen Christen hat nichts mit Grosszügigkeit zu tun, mehr mit Achselzucken: Wenn schon Einwanderer, dann solche ohne Hassideologie, angestachelt durch Petrodollars.

    @ FSML

    Syrer mit einer Hassideologie dürften überwiegend geneigt sein, in Syrien zu bleiben und sie dort auszuleben. Die Zeiten, in denen syrische Islamisten, wenn sie die roten Linien des Regimes überschreiten, entweder außer Landes flüchten oder im Kerker landen, sind ganz offensichtlich vorbei.

    Mal abgesehen davon, dass nicht jeder, auch nicht jeder Sunnit, der in Syrien gegen das Regime ist oder aktiv kämpft, dies unter den normativen Vorzeichen einer Hassideologie tut.

    Auch dürfte die Teilung in eine nichtislamische Welt und eine islamische Welt aktuell gar nicht so eine schlechte Massnahme sein.
    Aber meine Meinung wird eh Theorie bleiben. Am Ende kommen vor allem die mit der Hassideologie.

    Warum sollten vor allem Leute mit Hassideologie kommen (wollen), wenn begründete Hoffnung auf erfolgreiche Aktivität im Heimatland besteht?

    Auch dürfte die Teilung in eine nichtislamische Welt und eine islamische Welt aktuell gar nicht so eine schlechte Massnahme sein.

    • 24. Dezember 2012 um 00:09 Uhr
    • N. Neumann
  665. 706.

    @NN

    Geld und Sicherheit.

    • 24. Dezember 2012 um 03:47 Uhr
    • Mamas Liebling
  666. 707.

    „Vor uns liegen Unmengen von Aufgaben. Um das zerstörte soziale Gefüge wiederaufzubauen, muss die neu entstehende Zivilgesellschaft unterstützt werden. Die über Jahrzehnte kontrollierte und korruptionsgeplagte Wirtschaft gilt es von Grund auf neu zu strukturieren. Dazu bedarf es nicht nur einer funktionierenden Übergangsjustiz, sondern Reformen in den unterschiedlichsten Bereichen.

    Und: Bei diesem Prozess sind vor allem die wohlhabenden Länder gefragt. Der Wiederaufbau des verwüsteten Syriens wäre wohl ihre Chance, Wiedergutmachung zu leisten für die Gleichgültigkeit, die sie angesichts des Blutvergießens in Syrien an den Tag gelegt haben.“

    http://de.qantara.de/China-der-Westen-und-die-Russen-tragen-Mitschuld-am-Elend/20381c22304i1p496/index.html

    Da haben wir aber noch mal Glück gehabt, dass wir doch noch eine Chance abbekommen haben, so zum Weihnachtsfest – aber gerade mal noch !

    Ohne eine Überwindung des Gutmenschentums in jeder Hinsicht wird der Westen von der Systematik solch Atem-verschlagender Unverschämtheiten ruiniert und verschlungen werden.

    @ NN

    „Warum sollten vor allem Leute mit Hassideologie kommen (wollen), wenn begründete Hoffnung auf erfolgreiche Aktivität im Heimatland* besteht?

    Auch dürfte die Teilung in eine nichtislamische Welt und eine islamische Welt aktuell gar nicht** so eine schlechte Massnahme sein.“

    *und ostwärts !

    **genau, jedem Pläsierchen sein Habitat

    @ ML

    „Geld und Sicherheit.“

    Aber das Herz der Eier kann nach Osten verwiesen werden.

    Und (mit) den Chinesen müssen wir klar machen, wie weit das gehen soll (kann).

  667. 708.

    http://www.nrc.nl/nieuws/2012/12/24/zeven-doden-na-aanval-syrische-regering-met-zenuwgas/

    Eine sanfte, einfühlsame, niedrig-schwellige und sensible Hinüberführung des Westen über seine ‚Rote Linie‘. Die harten Sachen sind nichts für den Anfang. Es muss nicht immer sofort Sarin sein. Killing softly with smooth starters …

    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/3-Quinuclidinyl_benzilate
    hxxp://en.wikipedia.org/wiki/Agent_15

  668. 709.

    „Israelische Einheiten längst in Syrien
    Fallschirmjäger der französischen Fremdenlegion seien in den vergangenen Monaten mehrmals in Spähtrupps von Jordanien aus nach Syrien eingesickert. … Die Legion mit Soldaten aus 135 Nationen könne eine ganze Kompanie mit Arabern in den verdeckten Einsatz schicken. „Unsere Jungs würden nirgendwo auffallen“, sagte der Offizier. …

    Aus Militärkreisen in Jerusalem erfuhr FOCUS, dass Israels Sondereinheit Sayeret Matkal offenbar längst nach Syrien eingesickert ist.“

    http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/furcht-vor-assads-chemiewaffen-westliche-elitetrupps-stehen-an-syriens-grenze-bereit_aid_887364.html

    Debka dagegen sagt, dass sich die Russen das Zeug unter den Nagel gerissen hätten und Bibi dmit zufrieden sei:

    hxxp://debka.com/article/22629/Israel-backs-Russia%E2%80%99s-avowal-that-Syrian-chemical-arms-are-secure-%E2%80%9Cfor-now%E2%80%9D

  669. 710.

    Bei taz online ist ein interessantes interview mit einem syrisch/katholischen patriarchen zu finden. Sehr aufschlußreich.

  670. 711.

    @ ernsthaft

    Er sagt: Demokratie geht nicht mit Gewalt, Demokratie geht nicht in Syrien und Demokratie ist eh verlogen die „sogenannten Demokratien der westlichen Welt“.

    Verwirrt bis zum letzten Opferlamm.

    Kommentar von mir dortselbst wartet auf Freischaltung.

    • 24. Dezember 2012 um 21:36 Uhr
    • Mamas Liebling
  671. 713.

    @NN

    Geld und Sicherheit.

    @ FSML

    Sie vermuten, viele syrische Islamisten würden vom sehr entbehrungsreichen, wenig ertragreichen und hoch riskanten Geschäft des Dschihad bald die Schnauze gestrichen voll haben und daher nach Europa flüchten?

    Falls ja, muss ich Ihnen sagen, dass es sich hierbei doch um ein ziemlich gutmenschig-naives Theorem handelt, das besagt, dass selbst aktivistische Anhänger von leidlich materialistischen Ideologien doch eigentlich nur Wohlstand und Sicherheit wollen.

    • 25. Dezember 2012 um 13:50 Uhr
    • N. Neumann
  672. 714.

    @ NN

    “Warum sollten vor allem Leute mit Hassideologie kommen (wollen), wenn begründete Hoffnung auf erfolgreiche Aktivität im Heimatland* besteht?

    Auch dürfte die Teilung in eine nichtislamische Welt und eine islamische Welt aktuell gar nicht** so eine schlechte Massnahme sein.”

    *und ostwärts !

    **genau, jedem Pläsierchen sein Habitat

    @ TH

    Der zweite von Ihnen zitierte Satz ist nicht von mir, sondern von FSML. Ich hatte ihn zuvor aus vorweihnachtlicher Nachlässigkeit nicht als Fremdzitat kenntlich gemacht.

    Weiter ostwärts = Maliki den Garaus machen? Oder meinten Sie vielleicht doch eher weiter südwestwärts = Sich tatkräftig mit Israel anlegen?

    Letzteres dürfte die Opferbereitschaft der Al-Nusra-Front dann doch arg strapazieren.

    • 25. Dezember 2012 um 14:03 Uhr
    • N. Neumann
  673. 715.

    So nahm der westliche Materialismus zu Weihnachten seinen Anfang:

    Die Germanen, sagt man, schmückten zur Wintersonnenwende ihre Häuser mit Immergrün als Ausdruck der Hoffnung auf den nächsten Frühling. Obwohl als „unflätiger und unchristlicher“ Aberglauben verpönt, wurde die Sitte doch irgendwann so beliebt, dass bald ganze Tannenbäume kopfüber von der Zimmerdecke hingen und schließlich Gesetze erlassen wurden, dass jedermann nur noch Anspruch auf einen Baum habe.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-12/weihnachten-konsum-deutschland

    • 25. Dezember 2012 um 14:10 Uhr
    • N. Neumann
  674. 716.

    @NN

    Sie vermuten, viele syrische Islamisten würden vom sehr entbehrungsreichen, wenig ertragreichen und hoch riskanten Geschäft des Dschihad bald die Schnauze gestrichen voll haben und daher nach Europa flüchten?

    Nein.

    • 25. Dezember 2012 um 15:08 Uhr
    • Mamas Liebling
  675. 717.

    NN /05

    Eben, dass ist der Plan.

    Noch weiter gedacht, am besten gibt es einen Shiitisch Sunnitischen „Weltkrieg“

    Beide Seiten massakrieren sich aufs Blut und ruinieren auch noch den Rest ihrer kümmerlichen Wirtschaften.

    Und die dämmlichen Moslems werden ihnen auch noch den Gefallen tun, siehe bsp. Fatah/Hamas Krieg.

    • 25. Dezember 2012 um 17:57 Uhr
    • Cem Gülay
    • 25. Dezember 2012 um 19:30 Uhr
    • Mamas Liebling
    • 25. Dezember 2012 um 19:33 Uhr
    • Mamas Liebling
  676. 720.

    In nigeria gabs lt. zon auch wieder tote bei einem überfall auf christen und „unser“(?) bundespräsident spricht in seiner weihnachtsansprache über opfer an bus und bahnhöfen, aber natürlich nicht über alle.

  677. 721.

    ML

    Nigeria

    Das die Afrikaner(trotz Obama) leider Spaß haben vom gegeseitigen abschlachten, ist nicht erst durch die radiaklen Muslime dort, way of life.

    Würden sich die Weiber im Westen keine Diamanten am Körper hängen, dann würden sicher einige Millionen mehr Afrikaner leben.

    • 25. Dezember 2012 um 19:40 Uhr
    • Cem Gülay
  678. 722.

    Korrektur

    Obama killt setzt die Tradition fort.
    Er benutzt nur keine Macheten, sondern Drohnen

    • 25. Dezember 2012 um 19:42 Uhr
    • Cem Gülay
  679. 723.

    So was Blödes!
    Ich wollte hier 2 Artikel zu einem Thema verlinken, aber der aus der „Süddeutschen“ ist nicht aufzufinden – oder „das Blöde“ bin ich.

    Also:
    Am 23.12. veröffentlichte die „WaS“ auf Seite 5 einen gut halbseitigen Artikel von Alan Posener mit dem Titel
    „Josef – der neue Mann“
    und am 24./25./26. 12 veröffentlichte die „Süddeutsche“ auf Seite 2 einen ebenso gut halbseitiugen Artikel vom Mathhias Dobrinski mit dem Titel
    „Josef, der vergessene Mann – Zwischen Macho und Softie“.

    Und da ja Weihnachten ist, geht es wirklich um DEN Josef – nicht um den Ratzinger, der sich wohl aktuell ebenso mit seinem Namensgeber beschäftigte -, der die Braut trotz einer Schwangerschaft ungewissen Ursprungs nicht sitzen ließ oder einem bösen Schicksal auslieferte, der das Kuckuckskind mit aufzog und dem bei ein paar Gegenstimmen maximal eine „Josefsehe“ zugestanden wird.

    Nicht Maria – über Frauen wird ohnehin dauernd geredet -, nicht das liebe Jesulein oder gar „das“ liebe Gott hat man sich zum medialen Feiertagsthema auserkoren – nein: diesmal soll es der so lange ignorierte Josef sein, auf den der mediale Weihnachtsglanz fällt.

    Der Artikel von Posener ist in unterschiedlichen Versionen im Netz zu finden. Eine davon diese:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article112198460/Josef-der-merkwuerdig-moderne-neue-Mann.html
    Der Artikel endet wie der in der „WaS“:

    „In mittelalterlichen Darstellungen der Geburt Jesu sitzt Josef oft abseits, fast unbeteiligt. Es gibt nur wenige Bilder, die ihn mit dem Kind zeigen, das ihn Vater nannte. Mit dieser Vernachlässigung wird einem Mann Unrecht getan, der unsere Vorstellung davon, was ein guter Vater sein sollte, mehr geprägt hat als sonst irgendjemand in der Geschichte.

    Und der nach wie vor als Gegenbild zu jenen selbstgerechten Moralaposteln und Finsterlingen taugt, die leider in Kirche und Moschee – und auch anderswo – immer noch viel zu häufig den Ton angeben. Diesen neuen Mann gilt es, Weihnachten wiederzuentdecken.“

    Also: neue – alte – Männer braucht das Land!

    Die „Süddeutsche“ meint, es sei „höchste Zeit für die Ehrenrettung des Mannes mit der Laterne“ und nach einem Blick auf die verschiedenen Quellen schreibt Dobrinski
    „So viel läßt sich sagen: Josef war ein Mann, der seinenh Träumen trauet. Er hat sich – gegen die Männerwelt, die den Samen heiligte-, entschieden, bei Maria zu bleiben, das Wagnis der Patchworkfamilien einzugehen, die Migratations- und Asylgeschichte eingeschlossen.“

    Patchwork – Migration – Asyl – alles in einer vorbildlichen Biografie vereint – das scheint wohl 2012 medial nicht zu toppen!

    Bei Ratzinger, so meint der Autor, bleibe Josef eher blaß: „Keiner, den die Männer auf ihrer Suche nach ihrer neuen Rolle sich zum Vorbild nehmen könnten.
    Oder doch? Einer, der in einer potenzfixierten Zeit akzeptiert, dass das Kind da nicht von ihm ist? Der seiner Verlobten keinen Vorwurf macht, sondern mit ihr in ungehörigen Zuständen lebt, weil er ein weites Herz hat? Vielleicht gar, weil er diese Frau mit ihrer eigentümlichen Geschichte liebt, und das Kind so, wie es da auf die Welt gekommen ist? Das wäre alles ganz schön mutig, ohne dass Josef viel darüber reden müsste. Un darin ist der Verlobte der Maria den Männern heute gar nicht fern, in ihren ungeklärten Rollen zwischen Macho und Softie. Ihm fehlen die Worte. Aber er läßt sich auf sein Leben ein und handelt, macht dieses eigentümliche zusammengeflickte Vater-Sohn-Projekt. Er hat Träume, aber er verdrängt sie nicht, er hört auf sie und tut das Unerhörte. Er traut ihnen. Sie sind real.“

    ???

  680. 724.

    Dieser Satz aus der Weihnachtsansprache des Pastors und Bundespräsidenten Gauck darf auch hier nicht fehlen:

    “Sorge bereitet uns auch die Gewalt in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.”

    Da haben der Bundespräsident und ich in den letzten Monaten wohl sehr unterschiedliche Informationen bekommen: „schwarze Haare“ hatten vielleicht ein paar der an öffentlichen Plätzen zu Schaden Gekommenen, „dunkle Haut“ wohl seltener.

    Aber wer sagt schon gerne:
    „Es erfüllt mich mit Sorge, daß immer mehr meiner Landsleute sich an öffentlichen Plätzen nicht mehr sicher fühlen, weil sie befürchten, Opfer von Raubüberfällen und brutaler Gewalt von Zuwanderern mit „südeuropäischem Aussehen“ zu werden.“
    Sowas ruiniert die ganze Festtagsstimmung!

  681. 725.

    Der Satz von Gauck mit den dunklen Haaren und den Bahnhöfen war echt ein Brüller. Ist der noch nie aus Rostock rausgekommen, oder was?!

    • 26. Dezember 2012 um 01:13 Uhr
    • Bredow
  682. 726.

    Da heult der rechte Mob. Weiter so, Herr Gauck!

    • 26. Dezember 2012 um 09:10 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  683. 727.

    725 bredow
    Der kennt die deutsche wirklichkeit nicht. Deshalb ist er Sauer.

  684. 728.

    @Bredow

    Das Gauck kennt den öffentlichen Raum eben nur vom Hörensagen.

    • 26. Dezember 2012 um 10:29 Uhr
    • unlimited
  685. 729.

    Voll abgehoben. Schon im Trabbi ließ er sich kreuz und quer durch die Gegend chauffieren, um sich dabei hundsgemeine Formulierungen auszudenken, die geerdete Menschen mit street credibility mächtig ärgern.

    • 26. Dezember 2012 um 13:28 Uhr
    • N. Neumann
  686. 730.

    @NN

    :-)

    • 26. Dezember 2012 um 14:00 Uhr
    • Mamas Liebling
  687. 731.

    729 neumann
    Nicht ärgern, ärgern macht Sauer, wär schade.

  688. 732.

    Ich krig das nicht auf die Reihe: Jetzt haben die Muslimbrüder ihre Verfassung, und da wirft der Kommunikationsminister das Handtuch. Wieso verlässt der die Siegertruppe? Geht da was im Hintergrund?

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Kommunikationsminister-kehrt-Mursi-den-Ruecken/story/21238014

    • 26. Dezember 2012 um 14:40 Uhr
    • Mamas Liebling
  689. 733.

    @ JL

    Danke für den Artikel, der sich der Christenverfolgung in Nahost widmet.

    Schade, daß so wenige unabhängige Stimmen gehört werden:

    Hier äußert sich Pastor Steven Khoury (kein PA-Angestellter) zum ‚Krieg gegen Jesus':

    War Against Jesus is Happening in Bethlehem

    Bethlehem- Pressure from the local community is forcing the hands of the Bethlehem municipality to take down a large Christmas billboard sign that has Jesus on it. “In the birthplace of Christianity, we have seen over the years that the Christmas holiday has been reduced to snowmen and bells,” said Pastor Steven Khoury of Holy Land Missions; the ministry behind putting the 1200 square foot sign up. He added, “The essential message of the holiday season has been taken away for fear of what the dominant factors in Bethlehem would say.”

    Vandals had cut the electric cable surrounding the sign to ensure that it would not be lit up during the night. Barraged with phone calls from the local community, the municipality informed Pastor Khoury that many are campaigning asking us to take down the sign. “Jesus and his message been lost in the city that God chose for him to come into this world,” Khoury remarked. The billboard sign located at Manger Square with the slogan “Jesus born to die and rose again. Invite him into your heart so you might live – Merry Christmas” has caused some people to come out of their cars and take pictures. Since out of fear of repercussions, no one is willing to sell electricity access to the billboard. So Pastor Khoury has been going out with a portable generator and several high beam spotlights and lighting the sign up himself. Anticipating that the sign might be coming down any time, Khoury quickly did one last film next to the billboard sign. You can watch it at t he link below:

    http://www.holylandmissions.org/dada/mail.cgi/archive/Baptist2/20121221032534/

    • 26. Dezember 2012 um 15:22 Uhr
    • Serious Black
  690. 734.

    Ich krig das nicht auf die Reihe: Jetzt haben die Muslimbrüder ihre Verfassung, und da wirft der Kommunikationsminister das Handtuch. Wieso verlässt der die Siegertruppe? Geht da was im Hintergrund?

    @ FSML

    Da von sich aus zurückgetretene Politiker vergleichsweise häufig zu transparenter Kommunikation neigen, sollten Sie in Betracht ziehen, dass er damit

    „Er stimme mit der Kultur der Regierungsarbeit nicht überein, besonders in der gegenwärtigen Lage, schrieb der Kommunikationsminister“

    wirklich zum Ausdruck bringen will, dass er sich an der zunehmend autokratischen und wenig Kompromiss suchenden Regierungsarbeit stört.

    • 26. Dezember 2012 um 15:23 Uhr
    • N. Neumann
  691. 735.

    Frohe Weihnachten an alle (Stamm-)Leser des JL-Blogs!

    • 26. Dezember 2012 um 15:23 Uhr
    • Serious Black
  692. 736.

    @ SB

    Danke.

    • 26. Dezember 2012 um 15:32 Uhr
    • N. Neumann
  693. 737.

    @ SB, NN, et al.

    Auch von mir!

    • 26. Dezember 2012 um 15:44 Uhr
    • MM
  694. 738.

    OT (und zunächst einmal ganz wertfrei gemeint)

    Neukölln ist dann halt doch nicht überall.

    http://www.zeit.de/2012/52/Maria-Josef-Neukoelln

    • 26. Dezember 2012 um 16:04 Uhr
    • MM
  695. 739.

    Auch von meiner Seite frohe Weihnachten an alle und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    • 26. Dezember 2012 um 18:00 Uhr
    • Zagreus
  696. 740.

    @ MM

    Ich kenne den ersten Teil dieser sozial-experimentellen Weihnachtsgeschichte nicht. Aber ich denke, die Auswertung durch die teilnehmenden Beobachter ist doch unzureichend.

    1. Es scheint überhaupt nicht reflektiert zu werden, dass die Frage von völlig fremden Personen, ob sie in jemandes privaten Räumlichkeiten Unterkunft finden könnten, eine Verletzung der Privatsphäre darstellt. Auch völlig unabhängig vom sozialen Status und/oder der weltanschaulichen Einstellung desjenigen oder derjenigen, der danach fragt / die danach fragen und desjenigen oder derjenigen, der gefragt wird / die gefragt werden.

    Man kann natürlich nach unterschiedlichen Graden von Hilfsbereitschaft forschen; dabei jedoch im Endeffekt mehr oder weniger allgemeingültige soziale Konventionen für Nähe und Distanz / Bekanntheit und Unbekanntheit auszublenden und alles unter der Rubrik Hilfsbereitschaft / Nicht-Hilfsbereitschaft oder Warmherzigkeit / Kaltherzigkeit einzuordnen, kann als etwas arg verkürzt gelten.

    Selbst dann, wenn sich persönlich fremde Personen eine soziale Gemeinsamkeit haben, also z.B. Studenten sind, würde die unmittelbare Frage nach einer „Notübernachtung“ doch weit überwiegend auf Befremden und im Ergebnis auf Ablehnung stoßen. Wenn dich jemand mit dickem Rucksack, der dem Habitus nach auch Student ist, während deiner Studienzeit auf der Straße / an deiner WG-Tür / in der Kneipe direkt gefragt hätte, ob er bei dir übernachten kann, weil er aus Buxtehude käme und irgendwas mit dem Zimmer im Studentenwohnheim schwer verpeilt hätte, wärst du darüber sehr befremdet gewesen.

    Unterkunft hättest du so einem Fall nur dann gewährt, wenn du dich vorher den halben Abend mit ihm unterhalten hättest. Wer in einem völlig privaten Rahmen völlig unvermittelt fragt und beinahe buchstäblich mit der Tür ins Haus fällt, erscheint auch dann als suspekt, wenn der seine Notlage plausibel begründet.

    2. Das Verweisen von Obdachlosen an karitative Einrichtungen muss nicht notwendigerweise nur etwas mit mangelnder Hilfsbereitschaft und/oder Bequemlichkeit zu tun haben. Der deutsche Sozialstaat bietet jedem Anspruchsberechtigten die Möglichkeit, eine eigene Bleibe und finanzielle Mittel für das Allernötigste zu bekommen. Der Gedanke, dass jemandem im Endeffekt nicht wirklich geholfen wird, wenn man ihm privat und im Umgang mit seinen Problemen ungeschult, beim Durchhangeln hilft, ist weder abwegig, noch an die eigene materielle Ausstattung gebunden.

    Zudem ist Obdachlosigkeit meistens auch die Folge einer Suchterkrankung und/oder von anderen psychischen Erkrankung. Insofern kann das Ablehnen eines spontanen Hilfegesuchs, das über eine Geldspende hinaus geht, auch Produkt einer nicht-materiellen Überforderung sein.

    3. Besonders Berlin ist eine Stadt, die voll von ganz unterschiedlichen Hilfesuchenden ist. Vom echt armen Obdachlosen mit Alkoholproblem, über den elaborierten Profischnorrer oder platten Aggro-Bettler, bis hin zu unzähligen Verkäufern von Obdachlosenzeitungen (die nicht alle obdachlos sind, aber wg. Gegenleistung geduldet werden) oder Schock-Bettlern aus Osteuropa. Das nervt latent auch sehr gutherzige Menschen.

    Nicht jeder, der auf der Straße, im Café oder im Restaurant etwas will, ist dabei freundlich oder ist so fertig und in Not, wie er tut. Und nicht jeder Stadtbewohner, der das mitbekommt, kann direkt erkennen, ob die beiden getarnten Zeit-Redakteure im Verhältnis wirklich so unproblematisch sind, wie sie erscheinen. Auch das sollte in die Erklärung der abwehrenden Reaktionen in Neukölln mit einfließen.

    4. Als Bewohner der sehr wohlhabenden Gegend im Taunus würde ich wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb eine abwehrende Haltung einnehmen, weil ich wahrscheinlich vermuten würde, dass zwei Obdachlose deshalb bei mir an der Tür klingeln, weil sie davon ausgehen, dass bei mir am meisten zu holen ist.

    Auch relativ unabhängig vom Gedanken an gezahlte Steuern oder die hierzulande ausgeprägte Steuerprogression kann die Erwartung, dass, wer viel hat, automatisch viel geben soll, auf Missmut stoßen. Hinter dieser Erwartung steckt häufig die eher unrealistische Annahme, dass die Begüterten ein in allen Belangen bequemes Leben hätten und/oder gar nicht zu rechnen bräuchten.

    • 26. Dezember 2012 um 18:04 Uhr
    • N. Neumann
    • 26. Dezember 2012 um 19:35 Uhr
    • MM
  697. 742.

    @MM

    Den Unterschied zwischen Mensch und Lehre macht der Mensch.

    • 26. Dezember 2012 um 20:07 Uhr
    • Mamas Liebling
  698. 743.

    Ach Gottchen, was wären wir hier bloß ohne unsere alpinen Weisheiten.

    • 26. Dezember 2012 um 21:11 Uhr
    • Spirit of Canakkale
  699. 744.

    740
    @NN
    Ich stimme Ihnen in allem zu, was Sie zu dem vorjährigen „Experiment“ des ZEIT-Redakteurs und der ihn begleitenden Schauspielerin schreiben.
    Als ich das im vergangenen Jahr las, kamen mir ähnliche Gedanken.

    Mir war sehr nachvollziehbar, daß man nicht völlig Fremde aufgrund einer Notlagengeschichte, die man glauben kann oder nicht, nicht in sein Haus einläßt. Dafür sind zum einen eigene oder medial vermittelte Erfahrungen mit Kriminalität zu präsent und zum anderen weiß jeder, daß es kurzfristige Anlaufstellen in jeder Stadt gibt, H4 und andere Hilfen ohnehin.
    Jeder Polizist würde einen fragen, wie man so unglaublich leichtsinnig sein könnte, wenn man zu Schaden käme, weil man das fremde Pärchen in sein Haus ließ.
    Und vielleicht merkten die Angesprochenen auch unterschwellig, daß mit den beiden Pseudo-Obdachlosen was nicht stimmt, ohne sagen zu können was: wer wirklich schnelle Hilfe suchte, wäre da vermutlich nicht rumgelaufen.

    Bei diesem und dem 2012er Bericht aus Neukölln wird aufgrund der umfangreichen Darstellung im Dossier der ZEIT der Eindruck vermittelt, als handele es sich hier um mehr als subjektive Eindrücke zufälliger Ereignisse an willkürlich gewählten Orten, denen wahrscheinlich auch bereits eine subjektive Hypothese zugrundelag – so kann man aufgrund der Hauptthemen von H. Susebach zumindest vermuten.
    Da wird an den Erfahrungen an beiden Orten sicher ein wenig „dran“ sein, aber die „Dossiers“ stehen m.E. sehr in der Gefahr – das zeigen auch die Kommentare -, daß daraus die simplen Botschaften „reiche Leute – böse Leute“, „arme Leute – gute Leute“ abgleitet werden, obwohl allein schon aufgrund der Siedlungsstruktur und der Menge der Bewohner die beiden Orte nicht vergleichbar sind, bzw. die unterschiedlichen Reaktionen vorhersehbar sind.

  700. 745.

    Auch die Sprache wird bunter, sagt die „Süddeutsche“:

    23.12.2012 – 18:30 Uhr

    Neue Farben in der Sprache

    Text: stefan-zehentmeier

    Das Web, HipHop und die Straße: Mit diesen Einflüssen verändert sich der Jugendslang heute schnell, radikal und vor allem ziemlich europäisch
    Unlängst hat der Langenscheidt-Verlag das Jugendwort des Jahres gekürt: „YOLO“, ein Akronym für „You Only Live Once“, machte das Rennen unter den insgesamt 40 000 Einsendungen. Neben diesem Anglizismus findet sich auch ein arabisches Wort in der Top Ten des Langenscheidt-Verlags: „Yalla“ (in etwa: beeile dich) steht in der Liste nur stellvertretend für die Flut an arabischen, aber auch serbischen, kroatischen oder türkischen Wörtern, die momentan ihren Weg in den täglichen Sprachgebrauch deutscher Jugendlicher finden….

    Kleine Vokabelliste (Wortherkunft soweit bekannt):

    Chaya: Mädchen, Frau
    Para: Geld (türkisch)
    Ticara: handeln, auch: dealen (türkisch)
    Habibi: Schatz, Freund, Liebling (Kosename, arabisch)
    Brate: Bruder, freundschaftliche Ansprache (serbokroatisch)
    Kahba: Hure (arabisch/kurdisch)
    Yarak: das männliche Geschlechtsteil (türkisch)
    Kurac: das männliche Geschlechtsteil (serbokroatisch)
    Chabo/Chab: Junge (zigeunersprachlich/Rotwelsch)
    Babo/ Baba: Vater, auch: Boss, Anführer (türkisch)
    tamam: ok (türkisch)
    aynen: ebenfalls, ebenso, bestätigender Ausspruch (türkisch)
    Ot: Cannabis (türkisch)
    Amjas: Onkels, bedeutet: Polizei (türkisch)
    Cho: Bruder (arabisch)
    Arkadash: Freund (türkisch)
    Jibbit: Joint
    Kafa: Kopf (türkisch)
    Abi: Bruder, Ansprache zu jedem älteren Bekannten (türkisch)
    Eova: Ok, Aha
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/562990

    Ob das schon in die Deutschkurse des Goethe-Instituts einfließt?
    Von 2010 auf 2011 stieg die Zahl der Deutsckursteilnehmer in Spanien um 37, in Portugal um 22 Prozent – insbesondere fachsprachliche Kurse für Krankenpfleger, Ärzte, Juristen und Ingenieure waren gefragt.

  701. 746.

    Dafür mach‘ ich doch nochmal den Deckel auf:
    in den Nachrichten von wdr5 wurde jetzt zweimal berichtet, daß am 24.12. zwei Islamisten einen indischen Studenten in Bonn unter Androhung, ihm ansonsten die Zunge herauszuschneiden, zwingen wollten, zum Islam zu konvertieren. Der junge Mann weigerte sich und wurde daraufhin an der Zunge verletzt, heißt es.

    Daß das in Bonn geschah, verwundert den Leser wie die beobachtenden Organe wohl wenig: die „rheinische Radikalislamistenszene“ fühlt sich in der ehemaligen Provinzhauptstadt des Landes offenbar sehr zu Hause.
    http://www.welt.de/print/wams/nrw/article112202252/Islamisten-Salafisten-Terroristen-alle-gleich.html

  702. 747.

    Heilig Abend in Bonn:

    „…Laut Bericht war das aus Indien stammende Opfer gegen 22.10 Uhr auf der Sebastianstraße von den beiden Männer angesprochen und aufgefordert worden, zum Islam zu konvertieren.

    Als die zur Sebastianstraße beorderte Besatzung eines Streifenwagens am Tatort eintraf, versorgte bereits ein Notarzt den am Kopf und aus dem Mund blutenden Student aus Indien. Der junge Mann gab gegenüber den Polizeibeamten an, dass er zu Fuß auf dem Weg zu einem Lokal in Poppelsdorf gewesen sei, als er auf Höhe Sebastianstraße 119 von zwei Männern, die er nicht kannte, angesprochen worden sei. Sie hätten ihn aufgefordert, zum Islam zu konvertieren.

    Er habe weitergehen wollen, die beiden Männer hätten ihn jedoch eingeholt und von hinten niedergeschlagen. Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung gelang es einem der Täter, dem jungen Mann, der durch die Schläge benommen war, einen Schnitt an der Zunge beizubringen. …“
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/endenich/Jungen-Inder-in-die-Zunge-geschnitten-article934563.html

  703. 748.

    Klarer Fall von Übertreibung in der Barmherzigkeit aus Sorge um das Seelenheil eines mutmaßlichen Feueranbeters und Schlangenbeschwörers.

    Da es stets in erster Linie auf die Absicht ankommt (vorliegend natürlich „gut“) ein mithin vorbildlicher Fall von antirassistischer Solidarität mitten im kapitalistisch-heidnischen Weihnachts-Konsumterror.

    Meine schönstes Fundstück für einen besinnlichen Weihnachtsgruß von:

    http://freeminds.blogsport.eu/2012/12/25/sms-agypter-geben-sich-islamisch-gepragte-verfassung/comment-page-1/#comment-934

    „Fickt euch alle, wer immer sich gerade am Erbe der Aufklärung vergeht. Ihr Schweine. Um es mal in einer deutlichen Sprache auszudrücken, für die ihr ja immer ein besonderes Verständnis und Erklärungsmodell habt.“

    von Ayse, 18, aus Münster !

    • 27. Dezember 2012 um 00:42 Uhr
    • Thomas Holm
  704. 749.

    @karolachristiane

    Hat nichts mit dem Islam zu tun.

    • 27. Dezember 2012 um 03:46 Uhr
    • Mamas Liebling
  705. 750.

    Es darf gelacht wereden:

    In seiner ersten Rede nach dem umstrittenen Referendum hat Ägyptens Präsident Mohammed Mursi angekündigt, die Wirtschaft ankurbeln zu wollen – auch mithilfe ausländischer Investoren.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Mursi-will-gegen-Wirtschaftskrise-kaempfen/story/18003547

    • 27. Dezember 2012 um 09:22 Uhr
    • Mamas Liebling
  706. 751.

    Syrische Rebellen haben RT-Journalistin festgesetzt:

    http://www.worldaffairsjournal.org/blog/kristin-deasy/dark-side-syrias-rebels

    • 27. Dezember 2012 um 18:07 Uhr
    • Serious Black
  707. 752.

    zu 724
    Gaucks Weihnachtsrede

    Bei den Lesern der FAZ ist sie nicht so gut angekommen. Ich suche mal ein paar Kommenbtare heraus, von neu nach alt geordnet:

    “ Mike Wagner (mwffm) – 27.12.2012 17:01 Uhr

    Wir können Sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen…

    Wenn Sie das hier lesen Herr Gauck dann freg ich Sie:

    Warum mußte meine Tochter einen „aus nichtigem Grund“ von einer Meute von türkisch-arabischen Jugendlichen abgestochenen Freund mit 17 Jahren zu Grabe tragen? Weil er autochthoner Deutscher war hat er Pech gehabt? Falsche Zeit am falschen Ort? Falsch geguckt? Wo waren Sie Herr Gauck? Haben Sie derweil beim Arbeitsessen den passenden Rotwein reklamiert? Haben Sie das Hirschfilet genossen während eine Freundin meiner Tochter keinen Monat nach der oben erwähnten Beerdigung von einem jugendlichen Tunesier fast zu Tode geprügelt und getreten worden ist? Das letzte Jahr hat sich die multikulturelle Lebenswirklichkeit ganz real meines Familienlebens bemächtigt und derweil reden Sie Stuß und lügen dreist mit schönen Worten.

    Hat Sie die Empathie für Ihr eigentliches Volk verlassen? Ihre Landsleute leiden, Herr Gauck und täglich werden es mehr, die verblutend und verkrüppelt auf den Straßen liegen. Warum haben SIE uns auch verlassen? “
    34 Empf.

    “ Siegfried Koch (Obacht2012) – 27.12.2012 10:14 Uhr

    So jetzt wäre es konzequent,

    dass nach dieser riesigen Beteiligung und Zustimmung zu den Lesermeinungen, die FAZ dieses Meinungsbild veröffentlicht am besten auf Papier und /oder es unserer Regierungselite zukommen läßt! Denn sonst gab es einen Sturm im Wasserglas und dann war danach wieder nichts!
    Wäre das möglich, liebe FAZ Verantwortlichen?“
    94 Empf.

    “ hansi baumert (Habaum) – 27.12.2012 07:53 Uhr

    Aber klar, eines Tages werden auch sämtliche Polizeimeldungen unter fadenscheinigen

    Begründungen unter Verschluss bleiben. Denn was nicht sein darf, dass nicht sein kann…nach all den bisherigen Vorgängen in der Politik ist das für mich der logische Schritt, nebst Internet-Zensur! “
    95 Empf.

    “ Matthias Tremmel (tchonk) – 27.12.2012 01:20 Uhr

    Parallelwelt

    Ich konnte das mit der U-Bahn erst gar nicht glauben. Als er damit anfing, dachte ich mir „wichtiges Thema“ und „endlich kommt mal etwas von höchster Stelle dazu“. Als er dann fertig war, fiel mir nur noch die Kinnlade runter. Kann es denn sein, dass die Politiker in einem anderen Land wohnen und wir das nur noch nicht gemerkt haben? Für jemanden, der „Freiheit“ predigt, hätte ich wirklich etwas anderes erwartet. Mit dieser Weihnachtsrede arbeitet er gerade gegen die Freiheit unserer Gesellschaft.
    Ich bin von Gauck mehr als nur enttäuscht. Da habe ich mir zuviel (obwohl es nur das Selbstverständliche war) versprochen. “
    106 Empf.

    “ Peter Pehlke (Valluga) – 26.12.2012 21:06 Uhr

    Wir wollen ein solidarisches Land

    Herzlichen Dank allen Mitforisten, die an dieser Stelle ihre Meinungen zu der „unsäglichen Rede“ unseres BP kundgetan haben. Es sind eben nicht, wie vereinzelt dargestellt, Menschen mit „rechtem Gedankengut“ oder der „MOP“ die sich hier geäußert haben. Vielleicht sind es „Wutbürger“ der anderen Art, die bislang noch nicht an Demonstrationen mit „Lichterketten etc.“ teilgenommen haben, die aber gleichwohl nicht mehr bereit sind, die „unerträglichen Bevormundungen“ unserer „Politischen Elite“ hinzunehmen. Es sind Menschen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrung sich selbst ein Bild von den „Lebensumständen und Fehlentwicklungen“ in diesem Land machen können. Dazu bedarf es nicht den „Belehrungen“ eines ehemaligen DDR-Bürgers. Besonders „verwerflich“ fand ich die Äußerungen zu den „nach Meinung von Herrn G.“ beklagenswerten Zuständen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie lange wollen wir -„die Mittelschicht der deutschen Bevölkerung-“ uns das noch gefallen laqssen??? “
    91 Empf.

  708. 753.

    “ Bernd Eberlein (Nonoppo…) – 26.12.2012 19:33 Uhr

    Herr Gauck, ich folge Ihrem Aufruf. Jetzt sind Sie dran !

    Wir haben drei grosse Probleme in Deutschland, durch die die Mehrheitsbevoelkerung ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen ist:
    1. Eine totale Zerrissenheit, zunehmende Verzweiflung und Frustration der Gesellschaft, verursacht durch den qualitativen Niedergang in der
    politischen Kaste.
    2. Der “Prozess des Verkauftwerdens” durch die politische Kaste an ein europaeisches Polit- und Finanzmonster, ueber den Kopf der Mehrheitsbevoelkerung hinweg.
    3. Bestimmte Kraefte jener polit. Kaste foerdern direkt/indirekt die Ausbreitung einer islamischen Parallelgesellschaft und ignorieren dabei den Willen der deutschen Mehrheitsbevoelkerung.

    Die deutsche Politkerkaste hat sich als unfaehig erwiesen, die Probleme auch nur annaehernd im Sinne der Mehrheitsbevoelkerung zu loesen.
    Zu den drei GROSSEN PROBLEMEN muessen deshalb klare Fragen formuliert und vom Souveraen, den deutschen Waehlern, selbst und direkt beantwortet werden.
    Es gibt nur einen Weg : V O L K S A B S T I M M U N G !

    ——-
    Die ersten Kommentare:

    “ Elisabeth Dreier (EDreier) – 24.12.2012 09:58 Uhr

    Abschaffen diesen Job. Für solch ein Geplapper und als Sprachrohr der Regierung…

    wird das Amt des Bundespräsidenten nicht gebraucht.

    Afghanistan endet 2014. Mir macht weder der Klimawandel, noch der die Angriffe auf Bahnhöfen, sondern meine Zukunft als Arbeitnehmer Sorgen. Große Unternehmen in Deutschland werden geschädigt, EON o. RWE durch die Energiewende; Rheinmetall, ThyssenKrupp durch angestrebte Verbote bei Rüstungsgeschäften,….
    Meine Rente und meine Anlagen werden gerade verzockt, das macht mir Angst und ich zahle mich dumm und dämlich für diese „angebliche“ Versicherung oder für die Steuern, die zu einem Viertel in Altersbezüge fließt, die Straßen vergammeln. Dabei sichert sie nur den derzeitigen Rentnern das Einkommen, meine Rente wohl kaum mehr.

    Und in was soll ich ansparen? Riesterrente ist totaler Unsinn. Aktien sind selbst mir mit Erfahrung von Jahrzehnten in Aktien und Optionshandel derzeit riskant, aber was bleibt dann? Anleihen mit negativem Realzins? Meine Faust ballt sich ab solcher Dinge. Und der Bundespräsident faselt von solchen Problemen. “
    542 Empf.

    “ Helene Schmidt (scampolo) – 24.12.2012 09:42 Uhr

    schöne Bescherung!

    „Auch die Gewalt in U-Bahnhöfen oder auf Straßen spricht er an – und Übergriffe gegen Menschen, nur „weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben“.
    wer Sachverhalte derart auf den Kopf stellt, wie Gauck es in seiner Rede macht, ist nicht mein Präsident! Denn richtig ist: vom zugewanderten Islamo-Mob werden vor allem Deutsche Menschen zusammengeschlagen – mal wegen einer Zigarette, mal wegen eines schiefen Blicks, aber immer aus nichtigem Grund!
    Der Migrantenterror stellt alles dagewesene in den Schatten – aber es wird konsequent totgeschwiegen und dadurch die vielen deuschen Opfer verhöhnt und ein weiteres mal gedemütigt.

    Politiker wie Gauck und Co brauchen wir nicht mehr. Sie sind allesamt ein Teil unseres gesellschaftlichen Problems! “
    1150 Empf.

    Christian Meyleran (Christi…) – 24.12.2012 09:18 Uhr

    Oh je!

    Da scheint mir nichts außer weiterer Propaganda im Sinne der Blockparteien dabei zu sein. Den lieben Herrn Gauck hielt ich für von Anfang für einen eitlen und beeinflussbaren Gockel. In der Zwischenzeit hat er sich dem Politpopanz völlig verkauft.
    Deutlich widersprechen will ich ausdrücklich seinen Aussagen zur Immigration. Wenn Gauck Realitätssinn hätte, dann würde er erkennen, das Deutschland eben nicht zwischen Einwanderern unterscheidet, die man braucht und die man nicht braucht. Weiter ist die gängige Asyl- und Duldungspraxis ganz sicher nicht im Interesse der Mehrheitsgesellschaft und bietet viel zu viele Anreize zur Armutsmigration. Mit etwas Weitblick würde Gauck erkennen, wie diese Dinge zu einer Zersetzung unserer Gesellschaft führen. Die aufgehende Scheere zwischen Arm und Reich, von der Gauck spricht, hat ihre Hauptursache nämlich genau hier. “
    644 Empf.

    “ Gerhard Katz (spital8…) – 24.12.2012 08:59 Uhr

    Die FAZ hat einen wesentlichen Absatz der Rede „vergessen“:

    “Sorge bereitet uns auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.”

    Und der Herr Bundespräsident hat diese Gewalt vergessen: Überall, wo Menschen auch deshalb erstochen. erschlagen und zusammengetreten werden, weil sie helle Haare und eine weisse Haut haben… “
    1046 Empf.

    “ Christian Fromm (Affenzu…) – 24.12.2012 10:22 Uhr

    Gauck in die U-Bahn

    Ich habe den Eindruck unser Präsident, der offensichtlich nicht das Wohl des deutschen Vokes im Sinn hat, sich über „seine“ Bürger lustig macht.
    Wer in Frankfurt gewohnt hat, vielleicht können das auch ander Mitbürger in anderen Städten bestätigen, der weiß was abgeht in der U-Bahn wo regelmäßig deutsche „Schweinefresser“ von schwarzhaarigen, dunkelhäutigen (Ich beziehe mich auf Zitat Gauck) krankenhausreif geprügelt werden. Ein Bekannter hat so sein rechtes Auge verloren. Ich selbst bin von 4 solcher Menschen in einem Stadtbus verprügelt worden.
    Und jetzt muss man sich noch von Herrn Gauck an Weihnachten verhöhnen lassen?
    Die Ansprache müsste für unser Land, das von nicht vom Volke legitimierten EU-Gouverneuren regiert wird, lauten:
    Wir brauchen direkte Demokratie und weniger Einmischung von Außen. Solidarität nur denen die es verdienen. “
    1012 Empf.

    “ Horst Rachinger (waehler…) – 24.12.2012 11:34 Uhr

    Eine gute Rede zur Unterstützung des rechten Spektrums!

    Ich war ein Befürworter Ihrer Wahl, ich schäme mich jetzt dafür! Ihre „Rede“ ist eine unglaubliche Leugnung von Fakten, eine Beschönigung politischen Versagens in unserem Lande und ein Verrat an den legitimen Interessen der Bürger. Ich schließe jetzt, um nicht noch deutlicher werden zu müssen. “
    729 EWmpf.

    “ Jan Oberrad (Greifenau) – 25.12.2012 03:12 Uhr

    Wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen, wir können sie zwingen immer dreister zu lügen.

    „Sorge bereitet den Deutschen auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.“

    Alter Schwede, DAS ist eine ganz neue Stufe der Realitätsverweigerung. Das deutsche und generell weiße Menschen Opfer 3. Klasse sind ist ja schon nichts neues mehr, das aber die Faktenlage ins völlige Gegenteil verkehrt wird um nochmal genüsslich nachzutreten ist einfach abartig.

    Sorge bereitet den Deutschen auch die Gewalt: in U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie helle Haare und eine helle Haut haben, oder weil sie dem moslemischen Herrenmenschen keine Zigarette oder 20 Cent gegeben haben, oder weil sie „falsch“ geguckt haben oder einfach nur weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren.“

    DAS, und nichts anderes, ist Stand der Dinge in Deutsch-Bananistan 2012.“
    603 Empf.

  709. 754.

    Und noch ein paar Kommentare:

    “ Torsten Gingemeyer (T.Ginge…) – 26.12.2012 10:46 Uhr

    Diese Rede ist ein Schande

    Gauck verdreht in seiner Rede die Realität im Lande völlig.Es stimmt schlicht nicht das in Deutschland häufig ausländisch aussehende Menschen ob ihres Aussehens in U-Bahnen gejagt werden.In Deutschland werden europäisch bzw. deutsch aussehende Menschen zumeist Opfer der Gewalt durch junge männlich muslimische Migranten.Ich lasse mir nicht von einem Bundespräsidenten erzählen meine erlebte Realität sei reine Fantasie.Wie abgehoben muss man sein einen derartigen groben Unfug in einer Weihnachtsansprache verlauten zu lassen.Diese Rede ist Beleidigung der Bevölkerung und ihres Verstandes.Ich würde mir gerne auch mal einen Bundespräsidenten wünschen der eine „Demokratisierung der Einwanderungspolitik anmahnt. Warum kein echten Debatten (mit richtiger Opposition) oder gar eine Volksabstmmunig z.B. über das Asylrecht u. andere Fragen.Herr Gauck sie sind erster Diener des Volkes und nicht Herr des Volkes.Sie haben keinen Erziehungsauftrag.Sie sollen das Volk repräsentiren.Tun Sie das wirklich? “
    Empf. 428

    “ joachim burkart (fazburri) – 26.12.2012 11:03 Uhr

    Haben Opfer immer nur schwarze Haare?

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
    zu Ihrer Rede drei Bemerkungen:

    1.Könnte es sein, dass Sie sich in der Haarfarbe von Angreifern zu sehr politisch korrekt festgelegt haben? Nach den polizeilichen Statistiken handelt es sich bei Attacken in S-Bahnen usw. leider meistens um Herren mit schwarzen Haaren.
    2. Ich bin sehr enttäuscht, wie schnell Sie in Ihren Beiträgen auf das Niveau unserer politischen Klasse gesunken sind. Deren ideologisch determinierte, den Bürger und die geistige Freiheit entmündigende Politik (sowohl in Sachen Sicherheit als auch in Sachen Europa) lädt nicht zur Zivilcourage ein, sondern fördert Resignation, Politikerverachtung und Politikflucht.
    Vielleicht hätten Sie dazu, in diesem Zusammenhang auch zu der wachsenden Wahlverweigerung der Bevölkerung etwas sagen müssen? Das hätte vom Bundespräsidenten aber Zivilcourage gefordert….
    3.Wo ist ihre Liebe zur Freiheit geblieben? Ich hörte nur Phrasen eines erfolgreich Angepassten.“
    Empf. 317

    Und abscließend noch einen Kommentar, wie man ihn sich z:b. bei ZEITOnline wünscht, wo man die meisten anderen vermutlich getilgt hätte:

    “ Wolfgang Hock (hockart…) – 26.12.2012 13:37 Uhr

    Solidarität nur denen, die es verdienen !

    Wenn hier Kommentare über 500, ja bis zu 1000 Zustimmungen erhalten, die eindeutig und krass rassistsisches Gedankengut verbreiten wollen und sich damit bewusst in Oppoition zu unserem Bundespräsodeten stellen, dann kann ich nur sagen: Das ist nicht mein deutsches Volk, das ist der deutsche Mob, der hier frei seine Machenschaften treibt.
    Nur weil Herr Gauck zu Toleranz gegenüber Minderheiten aufruft – was meineserachtens dringend nötig ist, wie man hier sehen kann – wird ihm unterstellt, das „deutsche Volk“ zu verhöhnen ??? Dieser deutsche Mob verdient keine Solidarität ! “
    25 Empf.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/weihnachtsansprache-gauck-fordert-engagierte-buerger-12005360.html

  710. 755.

    – Ägypten –

    Egypt’s Minister of Communications and Information Technology Hani Mahmoud has confirmed his resignation from the ministerial post on Tuesday evening through his Twitter account, saying that he was not able to adapt to the culture of the government.

    Mahmoud, chosen as a minister last August in Egypt’s new cabinet headed by Prime Minister Hisham Qandil, added that he presented his resignation form last month. He will remain in the position until the appointment of a new minister.
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61388/Egypt/Politics-/Egypts-parliamentary-affairs-minister-resigns-from.aspx

    • 27. Dezember 2012 um 20:38 Uhr
    • Publicola
  711. 756.

    – Ägypten –

    Mohamed Mahsoub, Egypt’s Minister of Legal and Parliamentary Affairs, submitted his resignation to President Mohamed Morsi on Thursday … [Mahsoub is a leading member of the moderate Islamist Wasat Party] …

    Mahsoub explained in his resignation letter he realised that many of the policies adopted by the government “contradict” his personal beliefs and “do not reflect the aspirations of the people after the revolution or the sacrifices they made for it to succeed.”
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61388/Egypt/Politics-/Egypts-parliamentary-affairs-minister-resigns-from.aspx

    • 27. Dezember 2012 um 20:40 Uhr
    • Publicola
  712. 757.

    Das hier fand ja in Österreich statt – bei uns gibt’s sowas bestimmt nicht:
    http://www.krone.at/Oesterreich/Vergewaltiger_sucht_Opfer_in_Wiener_U6_Drei_Faelle_bekannt-Suche_nach_Taeter-Story-345659

  713. 758.

    Und so sieht bei dawa-news der Einstieg in die Resozialisierung aus, d.h.- die Reislamisierung:
    http://dawa-news.net/2012/12/27/in-der-justizvollzugsanstalt-zum-islam-gefunden-alhamdulillah/

  714. 759.

    Karola
    Danke für die faz zitate zur rede „unseres“ präsidenten. Ich frage mich ob unsere politische klasse noch mitbekommt was in unserem land los ist und was die menschen fühlen, denken und wollen.

  715. 760.

    Für den Fall der Fälle verschanzt sich die etablierte Politik hinter Alibi-Veranstaltungen.
    So steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2008 bundesweit kontinuierlich, mehr als 130 000 waren es im letzten Jahr, in NRW wird erneut mit einem Zuwachs von 10 % gerechnet, in Münster sogar mit einer Verdoppelung in diesem Jahr.

    Man weiß auch, dass 75 % der Fälle nichtdeutschen Tätern zuzurechnen sind, insbesondere „südosteuropäischen“ Banden.
    Der jagende NRW-Innenminister verweist auf das Programm „Riegel vor vor – 110 rufen.“
    Ein reines Broschürenprogramm also, personelle Ressourcen werden für andere Zielsetzungen verbraucht.

    Die unangenehmen Begleiterscheinungen der EU-Osterweiterung anzusprechen, ist natürlich nicht angesagt.

    • 28. Dezember 2012 um 08:08 Uhr
    • Leon;
  716. 762.

    – Ägypten –

    Momentaufnahme der tiefen wirtschaftlichen und politischen Spaltungslinien innerhalb der ägyptischen Gesellschaft (anhand einer Reihe von Kurz-Reportagen):

    http://www.sandmonkey.org/2012/12/24/the-powers-that-be/

    • 28. Dezember 2012 um 12:45 Uhr
    • Publicola
  717. 763.

    Blaue narzisse
    Interessanter bericht über eine islam diskussion mit stürzenberger.
    Dazu gibt es zahlreiche kommentare.

  718. 764.

    – Bundespräsident Gauck: Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ (31. Mai 2012) –

    … Den Satz Ihres Vorgängers, „Der Islam gehört zu Deutschland“, haben Sie bislang nicht übernommen.

    Nein, aber seine Intention nehme ich an. Die Absicht war die, zu sagen: Leute, bitte einmal tief durchatmen und sich der Wirklichkeit öffnen.
    Und die Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben.

    Wie hätten Sie den Satz formuliert, haben Sie sich das gefragt?

    Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland. Ich habe in meiner Antrittsrede von der Gemeinsamkeit der Verschiedenen gesprochen.
    Dahinter steckt eine Vorstellung von Beheimatung nicht durch Geburt, sondern der Bejahung des Ortes und der Normen, die an diesem Ort gelten.
    Jeder, der hierhergekommen ist und nicht nur Steuern bezahlt,
    sondern auch hier gerne ist, auch weil er hier Rechte und Freiheiten hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat,
    der gehört zu uns,
    solange er diese Grundlagen nicht negiert.

    Deshalb sind Ein-Satz-Formulierungen über Zugehörigkeit immer problematisch,
    erst recht, wenn es um so heikle Dinge geht wie Religion.

    Da kann ich diejenigen eben auch verstehen, die fragen:

    Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt,
    hat er die Aufklärung erlebt, gar eine Reformation?

    Dafür habe ich Verständnis,
    solange das keinen rassistischen Unterton hat.

    Ich bin hoch gespannt auf den theologischen Diskurs innerhalb eines europäischen Islam.

    Ich begrüße, dass in diesem Lande Lehrstühle für Islamwissenschaften geschaffen wurden und wir schon bald hier ausgebildete islamische Religionslehrer haben werden.
    So etwas kann einen Diskurs auf Augenhöhe nur befördern.

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Interviews/2012/05/120531-Zeit-Interview.html

    • 28. Dezember 2012 um 12:54 Uhr
    • Publicola
  719. 765.

    @ ernsthaft

    Stürzenberger ist ein Vollidiot und die „Identitären“ sind ewiggestrige Neorassisten, die Sie gestrost gedanklich in die Tonne kloppen können.

    • 28. Dezember 2012 um 12:57 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  720. 766.

    – Ägypten – Anmerkungen zur wirtschaftlichen Situation –

    … Im Dezember, traditionell eigentlich der Beginn der Hochsaison, traf die [Tourismus-]Branche ein neuer Schlag. …
    Um 40 Prozent seien die Ankünfte im Vergleich zum November eingebrochen, heisst es von den ägyptischen Flughafenbehörden.

    2011 war die Zahl der Touristen auf 9,8 Millionen eingebrochen, nach 14,7 Millionen im Vorjahr.

    Der Umsatz schrumpfte um 30 Prozent auf umgerechnet 6,7 Milliarden Euro.
    Der Fremdenverkehr ist einer wichtigsten wirtschaftlichen Stützpfeiler des Landes am Nil,
    das auch sonst unter einer schweren Konjunktur- und Strukturkrise ächzt.

    So ist die Zahl der Menschen, die mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen müssen, laut Regierungsangaben
    2011 auf 25 Prozent geklettert,
    von knapp 22 Prozent zwei Jahre zuvor.

    Über die vergangenen beiden Jahre haben sich die Devisenreserven mangels Urlauber und ausländischer Direktinvestitionen mehr als halbiert, auf rund 15 Milliarden Dollar.

    Die Regierung von Präsident Mohammed Mursi legte auf dem Höhepunkt der jüngsten Proteste Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds über einen Kredit in Höhe von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro auf Eis.

    Nun häuften sich Berichte, die Ägypter fingen an, Dollars zu horten – aus Angst, die Landeswährung Pfund könnte wegen der Krise einen Schwächeanfall erleiden.
    Am Montag hatte Mursi ein Dekret erlassen, nach dem Ägypter nicht mehr als 10’000 Dollar oder entsprechende Summen in anderen Währungen ausser Landes bringen dürfen. …

    Es klang entsprechend kaum vertrauenerweckend,
    als Präsident Mursi am Mittwoch im Fernsehen erklärte:

    «Ich werde mein bestes tun, die Wirtschaft in Schwung zu bringen, die mit grossen Herausforderungen zu kämpfen hat.»
    Er werde «die notwendigen Änderungen einführen und Entscheidungen treffen,
    damit Ägypten triumphiert und die allgemeine Entwicklung vorankommt», …

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Aegypter-befuerchten-Kollaps-ihrer-Waehrung/story/24393144

    • 28. Dezember 2012 um 13:04 Uhr
    • Publicola
  721. 767.

    765 sauer
    Das stürzenberger ein vollidiot ist kann man so sehen.
    Das die identitären ewiggestrige neorassisten sind kann ich noch nicht beurteilen.
    Das die von karola aus der faz wiedergegebenen kommentare der gauck rede das geheul des rechten mobs ist, ist ihre beurteilung 726.(?)

  722. 768.

    #765

    Die marktschreierischen Auftritte von Stürzenberger sind gelinde gesagt grenzwertig; an seinem Versuch, gegen eine Phalanx aus Politik und Medien in München einen Bürgerentscheid durchzusetzen und damit dem Wähler Gelegenheit zur demokratischen Willensbildung zu geben, kann ich ich jedoch grundsätzlich nichts Verwerfliches sehen.

    • 28. Dezember 2012 um 13:36 Uhr
    • Leon;
  723. 769.

    #767

    Was aus dieser identitären Bewegung wird und wie sie politisch genau einzuordnen ist, sollte einmal abgewartet werden – immerhin gibt es sie hierzulande erst seit einigen Wochen.

    Der „Störungsmelder“ und „FR-Online“ wissen aber schon genau Bescheid:rechtsextremistisch und rassistisch.
    Alles was nicht irgendwie links ist, hat bekanntlich so zu sein.

    Deutliche Unterschiede kann man aus dieser Perspektive dann auch nicht mehr erkennen, wie der in der „Blauen Narzisse“ beschriebene Konflikt zwischen Stürzenberger (den ich für einen überdrehten Ex-CSU’ler mit einer monothematischen Fixierung auf den Islam halte) und einem bestimmten Teil der (alten) Neuen Rechten.

    • 28. Dezember 2012 um 14:19 Uhr
    • Leon;
  724. 770.

    leon765 sauer/767
    Zahlreiche gruppierungen vertreten weltweit die interessen von identitäten. Türken (zb der verein v. h.kolat,spd), kurden etc haben eine vielzahl von organisationen mit dem ziel ihre identität zu wahren, andere organisationen kümmern sich zb um bedrohte völker in aller welt, damit diese menschen nicht ihre identität verlieren. Ist das alles böse rechts und rassistisch ? Was ist an den identitären rassistisch ? Herr sauer weiß es ?

  725. 771.

    Der ägyptische Schriftsteller und Zahnarzt Alaa al-Aswany glaubt, dass sich die Stimmung in seinem Land gegen die Islamisten dreht.

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Muslimbrueder-sind-von-gestern-die-Zukunft-gehoert-der-Revolution/story/30490761

    • 28. Dezember 2012 um 15:15 Uhr
    • Mamas Liebling
  726. 772.

    Die Neue Sachlichkeit:

    .. ist ein Vollidiot .. sind ewiggestrige Neorassisten .. gestrost gedanklich in die Tonne kloppen

    • 28. Dezember 2012 um 15:17 Uhr
    • Mamas Liebling
  727. 773.

    Der Deutsche hat seine Identität bekanntlich seit dem ..ähem.. Führer verwirkt.

    • 28. Dezember 2012 um 15:18 Uhr
    • unlimited
  728. 774.

    Lehrstühle für Islamwissenschaften

    Der BP meint da wohl: für Islamische Theologie. Die IW ist etwas älter, was abermals für die „Orientalstik“ (Gründung der ersten orientalistischen Seminare m.W. um 1900) und abermals z.B. für die „orientalische Philologie“ (Beginn des 19. Jh.) gilt. Wer sich für diese Fachgeschichte interessiert: Sabine Mangold: Eine weltbürgerliche Wissenschaft – Die deutsche Orientalistik im 19. Jahrhundert. Franz Steiner Verlag, 2004.

    Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt

    Ob man das unter „Islam“ laufen lassen will oder nicht, ist im Endeffekt wurscht (setze sonst: Orient des MA, arabisch/islamische Welt oder whatever): aber vll. will der Joachim ja mal hier hineinschauen (als Einstieg ganz gut):
    http://www.amazon.de/Von-Algebra-bis-Zucker-Arabische/dp/3150106095

    • 28. Dezember 2012 um 15:18 Uhr
    • MM
  729. 775.

    Identitäre Bewegung

    rechtsextremistisch und rassistisch

    Vll. nicht zwangsläufig; aber in jedem Fall ein Stück weit idiotisch – oder was soll mir ne so eine Aktion denn bitte vermitteln?

    https://www.youtube.com/watch?v=T4Zz077xxdA

    btw wurde vom frz. Vorläufer m.W. der Slogan „Weder Kippa noch Palituch“ übernommen.

    Die marktschreierischen Auftritte von Stürzenberger sind gelinde gesagt grenzwertig

    Gelinde gesagt; wahrlich. 😉

    • 28. Dezember 2012 um 15:25 Uhr
    • MM
  730. 776.

    PS:

    “Weder Kippa noch Palituch”

    Da kommt PI dann aber ganz schön in die Bredouille.

    • 28. Dezember 2012 um 15:28 Uhr
    • MM
  731. 777.

    @ ML

    Die Neue Sachlichkeit

    Man wird ja wohl noch sagen dürfen…

    • 28. Dezember 2012 um 15:29 Uhr
    • MM
  732. 778.

    @ ML(FS)

    Danke für das hervorragende Interview mit Alaa al-Aswany:

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Muslimbrueder-sind-von-gestern-die-Zukunft-gehoert-der-Revolution/story/30490761

    Besser als das, welches er kürzlich der ZEIT gegeben hat.

    • 28. Dezember 2012 um 15:51 Uhr
    • MM
  733. 779.

    Was die Wirtschaftspolitik angeht, haben die Muslimbrüder die gleichen rechtsgerichteten Ansichten wie das Mubarak-Regime.

    al-Aswany.

    In diesem Zusammenhang lohnt sich zu lesen:
    http://blogs.lse.ac.uk/africaatlse/2012/04/02/neoliberal-egypt-the-hijacked-revolution/

    Als Mursi kürzlich nach China reiste, begleiteten ihn mehrere Geschäftsleute. Seltsamerweise wurden die Namen nicht öffentlich gemacht. Es waren dieselben wie unter Mubarak.

    Kein Kommentar.

    An der Spitze stehen vier, fünf Leute

    Wie war das kürzlich irgendwo: „Schon wird gemunkelt, die entscheidenden Männer im Hintergrund seien Leute wie Khairat el-Shater (siehe obigen link) oder Hassan Malek. Und Mursi halt sowas wie die Marionette.“

    (..) die Revolution verkörpert die Zukunft, während die Muslimbrüder und das alte Regime zur Vergangenheit gehören. Die Zukunft kann niemand aufhalten.

    Amen.

    • 28. Dezember 2012 um 16:05 Uhr
    • MM
  734. 780.

    740
    @NN
    Ich stimme Ihnen in allem zu, was Sie zu dem vorjährigen “Experiment” des ZEIT-Redakteurs und der ihn begleitenden Schauspielerin schreiben.
    Als ich das im vergangenen Jahr las, kamen mir ähnliche Gedanken.

    Mir war sehr nachvollziehbar, daß man nicht völlig Fremde aufgrund einer Notlagengeschichte, die man glauben kann oder nicht, nicht in sein Haus einläßt. Dafür sind zum einen eigene oder medial vermittelte Erfahrungen mit Kriminalität zu präsent und zum anderen weiß jeder, daß es kurzfristige Anlaufstellen in jeder Stadt gibt, H4 und andere Hilfen ohnehin.

    @ KC

    Auch wenn Sie sehr viel dafür tun, damit Ihnen medial vermittelte Erfahrungen mit Kriminalität zu präsent sind: Aufgrund von bestimmten Arten der Hilfeleistung oder der Großzügigkeit kann man sich soziale Komplikationen einhandeln, die weit unterhalb der Kriminalitätschwelle liegen und für die „Spender“ einfach nur unangenehm und nervig sind. Dergleichen kommt sehr wahrscheinlich häufiger vor als Opfer krimineller Akte zu werden.

    Da fällt mir z.B. eine Begebenheit in einer WG eines Studenten auf Exkursion ein, der während seiner mehrwöchigen Abwesenheit sein Zimmer „für ein paar Tage“ einem alten Bekannten aus der Heimat vom Stamme Nimm übertragen hat (kein Zwischenmieter, den man sich vorher anguckt). Der Betreffende war kein unfreundlicher oder berechnender Zeitgenosse. Er blieb jedoch wie selbstverständlich deutlich länger, pflegte im Stehen zu pinkeln, ließ gebrauchte Taschentücher herumliegen und dachte von sich aus nicht daran, dass WG-Bewohner auch Pflichten haben.

    Die anwesenden WG-Mitglieder hatten nun, dumm gelaufen, eine Art Empfehlung durch ein abwesendes Mitglied, das sie gut kannten. Auch ist man in diesem sozialen Nahbereich weniger dazu geneigt, jemanden freundlich zurechtzuweisen, wenn man davon ausgeht, dass er in Kürze wieder weg ist.

    Schon ganz allein auf diesem oder einem ähnlichen Hintergrund man kann sagen, dass es völlig normal ist, in Übernachtungsfragen ohne unmittelbare oder mittelbare Bekanntheit direkt reserviert zu sein.

    Oder sagen wir es drastischer: Wenn mitunter sogar Verwandte oder Freunde als Gäste anstrengen können, spricht wenig dafür, dass es selbst bei harmlosen Obdachlosen anders ist.

    Daneben gibt es noch eine weit verbreitete soziale Konvention, die den Verfassern der Zeit-Weihnachtsgeschichte nicht so richtig bekannt zu sein scheint: Wenn, wem auch immer, private Gastfreundschaft gewährt wird, sehen sich viele Menschen auch dazu verpflichtet, sich um den Gast / die Gäste zu kümmern. Was mitunter so weit geht, dass der Gast / die Gäste weniger erwarten als ihnen geboten wird. Wie viele private Gastgeber sagen denn: „Da kannst du pennen, dort ist das Klo und jetzt lass mich in Ruhe“?

    Das sagt man so oder so ähnlich in manchen Studi-WGs oder in noch stärker agrarisch geprägten Gesellschaften und/oder Gegenden, deren Bewohner über eine Scheune mit daneben liegendem Donnerbalken verfügen. Die Konvention, dass Gastfreundschaft / ein Obdach geben nicht mit darüber hinaus gehenden Verpflichtungen des Gastgebers / desjenigen, der ein Obdach gibt, verbunden ist, ist im zeitgenössischen Deutschland selten geworden.

    • 28. Dezember 2012 um 16:06 Uhr
    • N. Neumann
  735. 781.

    #767

    Was aus dieser identitären Bewegung wird und wie sie politisch genau einzuordnen ist, sollte einmal abgewartet werden

    @ Leon

    Da mache ich ausnahmsweise mal den methodischen Holm und prognostiziere: Aus den paar Männeken wird nix.

    • 28. Dezember 2012 um 16:14 Uhr
    • N. Neumann
  736. 782.

    #778

    Die Vorstellungen von al-Aswany sind zwar recht sympathisch, aber eben auch (fast hoffnungslos) romantisch, er verwechselt Stimmungslagen mit politischen Tatsachen.
    Und die sind eindeutig: Die Muslimbrüder und ihre Verbündeten haben ihre Verfassung durchgesetzt, stellen die Regierung und den Präsidenten, besitzen die Mehrheit im Oberhaus und werden voraussichtlich (wenn auch diesmal nicht so deutlich) die Mehrheit im Unterhaus stellen.

    Sie besitzen dann genügend Zeit, alle staatlichen Institutionen mit ihren Parteigängern zu besetzen.
    Dann wird sich erweisen, wem die Zukunft gehört – auch wenn, vor allem bewirkt durch ökonomische Probleme, die Akzeptanz von MB & Co. schwinden sollte.

    • 28. Dezember 2012 um 16:28 Uhr
    • Leon;
  737. 783.

    @ publicola, ML, et al, „Egypt economy“

    The Economic Vision of Egypt’s Muslim Brotherhood Millionaires

    http://www.businessweek.com/articles/2012-04-19/the-economic-vision-of-egypts-muslim-brotherhood-millionaires#p1

    • 28. Dezember 2012 um 16:31 Uhr
    • MM
  738. 784.

    leon765 sauer/767
    Zahlreiche gruppierungen vertreten weltweit die interessen von identitäten. Türken (zb der verein v. h.kolat,spd), kurden etc haben eine vielzahl von organisationen mit dem ziel ihre identität zu wahren

    @ ernsthaft

    Wenn sich manche Nachbarn im Tümpel ihrer kollektiven Identität suhlen, spricht wenig dafür, aus den eigenen kollektiven Identitäts-Anteilen auf ähnliche Weise einen Fetisch zu machen.

    Zumal wirkt dergleichen (Pop-)Nationalismus bei Türken und Kurden, die ihr Türkentum oder ihren kurdischen Nationalismus nicht vor sich hertragen, sicher nicht integrationsförderlicher als Multikulti-Ideologie.

    • 28. Dezember 2012 um 16:32 Uhr
    • N. Neumann
  739. 785.

    @ Leon

    Danke für den Kommentar.

    auch wenn, vor allem bewirkt durch ökonomische Probleme, die Akzeptanz von MB & Co. schwinden sollte.

    The months and years ahead will determine whether the Brotherhood’s agenda creates broad-based, sustainable growth or merely benefits the 1 Percent to which men like Malek belong. The Islamists know they have to deliver. “If, one day, you see that we have become like the former regime,” Malek says, “then, please, don’t support us.”

    http://www.businessweek.com/articles/2012-04-19/the-economic-vision-of-egypts-muslim-brotherhood-millionaires#p5

    „Schöne Worte“ von Hassan Malek; wer’s glaubt, wird selig?

    • 28. Dezember 2012 um 16:39 Uhr
    • MM
  740. 786.

    #787 (NN)

    Das würde ich auch so tippen, zumal ihre Protestformen ziemlich einfallslos von autonomen Anarchos abgekupfert sind.

    Allerdings – das hat jetzt mit diesen Identitären nichts zu tun – scheint es, wohl auch als Reaktion auf die Globalisierung, eine Hinwendung zu regionalen und lokalen Identitäten zu geben.
    Das wird schon seit Jahren in den politischen Parteien (mir ist das aus der SPD bekannt) diskutiert.

    • 28. Dezember 2012 um 16:41 Uhr
    • Leon;
  741. 787.

    @ MM

    Sachma, wieso verlinkst du hier die Zeit-Weihnachtsgeschichte und verlierst dann kein Wort mehr darüber?

    • 28. Dezember 2012 um 16:44 Uhr
    • N. Neumann
  742. 788.

    Wenn man dem „Spiegel“ glauben darf, muss Mursi regelmäßig bei den Führern der Muslimbruderschaft zum Rapport antanzen. Der Mann ist eine Null und das ist gut so.

    • 28. Dezember 2012 um 16:56 Uhr
    • Hans Joachim Sauer
  743. 789.

    leon/neumann
    die identitären.
    Mich störte am säuerlichen kommentar die zuordnung“ neorassistisch“ oder so ähnlich. Ich habe mich mit der truppe und der blauen narzisse nicht intensiv beschäftigt, aber gleich rassisten schreien ? Daher auch mein vergleich mit anderen organisationen und der frage wo der unterschied ist. Sonst müßte/könnte man auch kolats truppe als rassisten bezeichnen, Oder ? Über das auftreten kann man streiten, wie tritt denn die antifa auf wenn ihr veranstaltungen nicht gefallen? Auch gewaltfrei ? Sind faschisten nicht eher die gewalttätigen ?
    Den beitrag in der „blauen narzisse“ über die islam diskussion empfand ich nicht als rassistisch.

  744. 790.

    @ NN

    Sorry, du hast ja schon Einiges dazu gesagt, dem auch nicht wirklich zu widersprechen war. Verlinkte – extra für dich gewissermaßen – noch das Experiment im Taunus, da du meintest, dies nicht zu kennen.

    Ansonsten fehlte mir schlichtweg die Zeit, eine „anständige“ Antwort zu formulieren. Ich komme über die Feiertage immer in „Sozialstress“.

    Eine kleine Anmerkung noch: Ich las die Maria-Josef-Geschichten einzig als eine Art „Erfahrungsbericht“, dem nicht daran gelegen ist, objektive „Wahrheiten“, Fakten zu vermitteln oder eine Analyse abzugeben. Und erst Recht war mir nicht daran gelegen, damit irgendwelche platten Formeln wie „reiche Leute – böse Leute”, “arme Leute – gute Leute“ zu suggerieren.

    Wer die Weihnachtsgeschichten aufmerksam las, kann/konnte m.E. auch gar einen solchen Schluss ziehen. Auch im Taunus wurde schließlich geholfen – aber eben eher (oder ausschließelich) von „Bediensteten“.

    Ein entscheidender Satz aus dem Neukölln-Art. war m.E.:


    Uns helfen vor allem jene, die »parterre geblieben« sind, wie die Berliner sagen, auch charakterlich nicht abgehoben. Kompliziert wird es, wie der Soziologe Vogel meinte, bei denen, die zum Stadtteil-Establishment gehören wie der Imam. Oder die sich als Establishment empfinden, ob ökonomisch wie der Trödler oder moralisch wie die Punks.

    • 28. Dezember 2012 um 17:13 Uhr
    • MM
  745. 791.

    gar nicht

    • 28. Dezember 2012 um 17:15 Uhr
    • MM
  746. 792.

    Allerdings – das hat jetzt mit diesen Identitären nichts zu tun – scheint es, wohl auch als Reaktion auf die Globalisierung, eine Hinwendung zu regionalen und lokalen Identitäten zu geben.
    Das wird schon seit Jahren in den politischen Parteien (mir ist das aus der SPD bekannt) diskutiert.

    @ Leon

    Regionale und lokale Identitäten bzw. Identitäts-Anteile spielen auch im zeitgenössischen Identitäts-Haushalt eine Rolle. Ich kann allerdings kaum erkennen, dass es hier eine Hinwendung gibt, die teilweise eine Reaktion auf die Globalisierung ist.

    Beispielsweise war und ist Bayern immer Bayern oder Kölle immer Kölle, und man kann entscheiden, ob und wenn ja, inwieweit einem das als Alteingesessener oder Zugezogener wichtig ist oder nicht. Einige regionale oder lokale Eigenheiten und Gebräuche sind eben nicht durch sozio-ökonomischen Strukturwandel, Binnen-Migration und erst recht nicht durch Migration verschwunden, die beim einen oder der anderen für beinahe alles herhalten muss, was nicht mehr so wie früher ist, wo noch alles gut war.

    Als ob z.B. Kreuzberg ohne Türken noch ein Bezirk wäre, der hauptsächlich von alteingesessenen Berliner Arbeiterfamilien mit 2,3 Kindern im Schnitt bewohnt werden würde, die Schultheiss trinken, Opel fahren und alle SPD wählen.

    • 28. Dezember 2012 um 17:22 Uhr
    • N. Neumann
  747. 793.

    globalisierung/identität
    Die globalisierung eröffnet dem kapital und den „starken“, also gutausgebildeten, gefragten menschen eine vielzahl von möglichkeiten. In frankreich zeigt sich gerade wie sich menschen mit hohem einkommen den steuerforderungen entziehen. Natürlich kann man sich auch als deutscher fragen warum man nicht die vorteile der globalisierung nutzen soll. Nachdem man jahrzentelang erklärt hat das es deutsch eigentlich garnicht gibt, auch keine leitkultur, und das ganze thema sowieso irgendwie reaktionär und rechts ist entdeckt die spd jetzt den begriff „steuerpatriotismus“.
    Warum wohl ? Weil in zukunft die abgabenlast für die leistungsträger wachsen wird ? Weil immer weniger leistungsträger den sozialstaat finanzieren müssen ? Weil die leistungsträger auch anders können ? Auswandern zb. ? Was kann man dagegen tun ? Die zeit der mauern ist vorbei. Appellieren ? Woran ? An soziale verantwortung ? Welche ? Für rentner und h4 in deutschland ? Warum nicht für die hungernden in afrika ? Ich bin denn mal weg.
    Was bleibt also ? zb apell an patriotismus, heimat und identität.

  748. 794.

    Ein entscheidender Satz aus dem Neukölln-Art. war m.E.:

    „Uns helfen vor allem jene, die »parterre geblieben« sind, wie die Berliner sagen, auch charakterlich nicht abgehoben. Kompliziert wird es, wie der Soziologe Vogel meinte, bei denen, die zum Stadtteil-Establishment gehören wie der Imam. Oder die sich als Establishment empfinden, ob ökonomisch wie der Trödler oder moralisch wie die Punks.“

    @ MM

    Das ist es ja, die Autoren messen anscheinend alles am Charakter und der Maßgabe von „Etablierten und Außenseitern“ (die gleichnamige Studie von Norbert Elias wird irgendwo sogar namentlich erwähnt). Diese Maßstäbe müssen nicht rundheraus falsch sein. Zumal gibt es auch in Berlin unter einigen Linken eine relativ stark ausgeprägte Vorstellung von Etablierten-(Vor)Rechten, die öffentlich unter mit dem Siegel der Sozialkritik verbrämt werden.

    Aber auf die sozialpsychologische Banalität, dass Menschen ganz allgemein dann eher dazu geneigt sind, andere Menschen auf eine sehr private und unmittelbare Weise zu unterstützen, wenn sie – Stichwort: Similaritätsattraktion – Ähnlichkeiten/Gemeinsamkeiten mit ihnen haben und sie daher auch besser einschätzen können, kommen die Autoren offenbar nicht.

    Mit so etwas wie Entsolidarisierung der Gesellschaft, genauer: der Bevölkerung (war sie früher wirklich solidarischer?) hat das ganz sicher nichts zu tun. Man sollte dabei mal im Hinterkopf behalten, wer in Deutschland alles ohne schlechtes Gewissen für welche guten Zwecke Geld spendet. Darunter befinden sich ganz gewiss auch Leute, die die Frage eines an der Tür klingelnden Obdachlosen-Pärchens, ob es bei ihnen übernachten könnte, mit nein beantworten.

    • 28. Dezember 2012 um 18:02 Uhr
    • N. Neumann
  749. 795.

    # 772 – @ FSML – Danke für Hinweis und Verlinkung ! – Der ägyptische Schriftsteller und Zahnarzt Alaa al-Aswany glaubt, dass sich die Stimmung in seinem Land gegen die Islamisten dreht.
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Muslimbrueder-sind-von-gestern-die-Zukunft-gehoert-der-Revolution/story/30490761

    Aufschlussreich scheinen mir insbesondere Sätze wie:

    … Dostojewski war überzeugt,
    dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Religion hat,
    das sich schwer unterdrücken lässt.
    Menschen, die dieses Bedürfnis ausleben, hören auf zu denken.
    Das macht sich die Muslimbruderschaft zunutze und erklärt auch ihre sehr hierarchische Organisation.
    An der Spitze stehen vier, fünf Leute, die für alle anderen entscheiden.
    Jeder schwört auf den Koran, gehorsam zu sein.
    Das bedeutet bei den Muslimbrüdern
    nicht nur, Befehle auszuführen,
    sondern an ihre Richtigkeit zu glauben…

    Die Muslimbrüder wollen keine Revolution,
    keine Veränderung der Gesellschaftsstrukturen. …
    In den Predigten ihrer Scheiche kommt der Begriff «soziale Gerechtigkeit» nicht vor,
    sie reden lieber von Almosen und Wohltätigkeit….

    Ich habe früher sechs Jahre lang als Zahnarzt in einer Zementfabrik im Süden Kairos gearbeitet. Ich verdiente nichts. Trotzdem verbrachte ich zwei, drei Tage in der Woche bei den Arbeitern. … Ich lernte ein völlig anderes Ägypten kennen.
    Diese Leute sind kaum gebildet, aber schlau. …

    Es sind diese anderen Leute,
    die Demokratie und Freiheit brauchen,
    damit auch sie die Chance auf ein ordentliches Leben haben…

    … die Revolution verkörpert die Zukunft,
    während die Muslimbrüder und das alte Regime zur Vergangenheit gehören.
    Die Zukunft kann niemand aufhalten.

    Und was wird nächstes Jahr wirklich passieren?

    Das kann niemand wissen.
    In der ägyptischen Gesellschaft ist alles im Fluss.
    Nicht einmal Experten wagen eine Prognose.
    Aber ich bin optimistisch.
    Ich war schon immer zuversichtlich …

    Letztes Jahr, kurz nach dem Sturz von Mubarak,
    wurde eine Todesliste des alten Regimes bekannt.
    Sie wurde in den Zeitungen veröffentlicht.
    Mein Name stand an zweiter Stelle. Ich fühlte mich geehrt.

    Welcher Name stand zuoberst?

    Mohammed al-Baradei, der frühere Chef der Internationalen Atomenergiebehörde….

    • 28. Dezember 2012 um 18:12 Uhr
    • Publicola
  750. 796.

    globalisierung
    Neu auf zon „die reichen chinesen verlassen das land“

  751. 797.

    – Ägypten – Vorbereitung der kommenden Parlamentswahlen durch die Oppositionsbewegung National Salvation Front –

    … the group submitted the draft law almost a week ago … after turning down outgoing Vice President Mahmoud Mekkiy’s invitation to a national dialogue.

    Freedom and Justice Party member and former Shura Council majority leader Ali Fath al-Bab took part in drafting the law four years ago …
    The committee that drafted the law included experts … activists and representatives of civil society organizations.

    … the High Elections Commission would have powers to guarantee international standards of integrity for elections.
    Nine judges would serve on the commission for three years and would not be able to take any other posts during their term.
    The commission would also divide electoral districts according to population, and would review the distribution periodically.

    … governmental authorities would not be allowed to supervise elections.
    Employees would receive special training in running elections, and
    representatives from different political parties and civil society organizations would be trained in elections monitoring.

    The interior minister would also be tasked with delegating the required number of police officers to secure polling stations, working under the supervision of the commission.
    The officers would be given orders by the commission head or deputies.

    Elections should employee the party list system …
    At least one woman should be included among the first four candidates listed per party, and
    a minimum of two women must be included in the first eight candidates listed.

    [Article 231 of the recently adopted Constitution mandates that in the upcoming parliamentary elections, two thirds of all seats will be voted in via the list-based system, and
    one third via the individual candidate system.
    Parties and independents are both allowed to run in elections.]

    The draft law also stipulates a minimum age of
    21 years to run for municipal councils,
    25 years for the House of Representatives and
    35 years for the Shura Council.
    All candidates would also be required to meet defined educational requirements.

    The draft law bans use of religious slogans during electoral campaigns.
    It also bans offering aid to build, restore or expand places of worship and social centers.
    If this rule is violated, two thirds of the electoral commission would be required to agree to drop the candidate from the ballot. …

    http://www.egyptindependent.com/news/national-salvation-front-submits-draft-law-morsy

    • 28. Dezember 2012 um 19:08 Uhr
    • Publicola
  752. 798.

    @NN

    Sehr richtig. Wer beim Helfen Neid erweckt und das weiss, der lässt es bleiben. Auch wissen die Bessergestellten u.U. besser, dass es genügend Anlaufstellen gibt, denn sie zahlen dafür ja auch tüchtig Steuern.

    • 28. Dezember 2012 um 19:39 Uhr
    • Mamas Liebling
  753. 799.

    @MM. Publicola

    Ich hoffe nur, dass der Schriftsteller die Situation richtiger einschätzt als ich (nahe dran heisst nicht immer, dass man es richtiger einschätzt, leider).
    Ich bin pessimistisch, weil Leute mit dem Willen zur Macht sehr zynisch sein können.

    • 28. Dezember 2012 um 19:41 Uhr
    • Mamas Liebling
  754. 800.

    # 784 – # MM – Danke für den Link zum Artikel „The Economic Vision of Egypt’s Muslim Brotherhood Millionaires“
    in: BloombergBusinessweek – 19. April 2012
    http://www.businessweek.com/printer/articles/20938-the-economic-vision-of-egypts-muslim-brotherhood-millionaires

    Einige Annahmen, Behauptungen und Vermutungen, die im Verlauf des Artikels geäußert werden, lassen sich ja nun, 8 Monate später, teilweise real(istisch) beurteilen:

    … Regardless of the election wranglings, men like el-Shater and Malek, both millionaires, are likely to form the leadership core of the Muslim Brotherhood—acting … as the organization’s “neoliberal face.”
    These Brothers of the 1 Percent believe they can empower a new class of businessmen—those Egyptians who didn’t have clout during the Mubarak era—while also improving the lives of poor Egyptians and attracting investment from abroad…

    The FJP [MB-Party] … plans to address poverty, unemployment, and Egypt’s weak infrastructure through major (likely private) development projects in tourism, agriculture, and technology…

    Foreign investment may not come if Egypt remains unstable….

    the IMF loan will likely be accepted…

    Elbarqy says. “One of the big problems with the Muslim Brotherhood now
    — they have it in common with Mubarak’s old political party —
    is the marriage of power and capital.” …

    The Muslim Brotherhood has hardly been an example of transparency in the past.

    But Malek says it is determined to restore public faith in Egypt’s leaders.
    “Anything that has any degree of lack of transparency
    causes doubts
    regardless of whether it is beneficial or not,” Malek says.

    “How do you want us to impose something on our people without them knowing what it is?”

    Of the role that foreign governments, businesses, and investors will play in Egypt’s future, he says: “We are willing to turn the page completely, even with America, but under one condition: that they too change the way they deal with our country and our people.”

    The months and years ahead will determine whether the Brotherhood’s agenda creates broad-based, sustainable growth or merely benefits the 1 Percent to which men like Malek belong. The Islamists know they have to deliver.

    “If, one day, you see that we have become like the former regime,” Malek says,
    “then, please, don’t support us.”

    • 28. Dezember 2012 um 19:45 Uhr
    • Publicola
  755. 801.

    # 800 – Ich hoffe nur, dass der Schriftsteller die Situation richtiger einschätzt als ich (nahe dran heisst nicht immer, dass man es richtiger einschätzt, leider).
    Ich bin pessimistisch, weil Leute mit dem Willen zur Macht sehr zynisch sein können.

    @ FSML – Ausdrücklich Dank für Ihre Kommentare und Beurteilungen
    zum Thema ‚Arabellion‘,
    die unbedingt ernst zu nehmen sind (und waren)!

    • 28. Dezember 2012 um 19:51 Uhr
    • Publicola
  756. 802.

    – Ägypten -Glaubwürdigkeit u. Verlässlichkeit in der Politik-

    … his [Mursi’s] official website claims that he worked for NASA – in an attempt to inflate his scientific expertise –
    but one discovers that he was never at NASA …

    The same biography also claims he has published several researches in world science journals in his field, but after wasting valuable hours of my time investigating Morsi’s scientific yield,
    I found nothing of the kind …

    … Morsi sends a letter to Israel’s President Shimon Peres thanking him for an earlier letter Peres had sent congratulating him on his ascension to power and
    Morsi denies sending such a communiqué –
    but then Israeli newspapers publish the letter,
    forcing the Egyptian embassy in Tel Aviv to explain
    it is a protocol response …

    … Morsi appoints dozens of people as paid and unpaid – money here is irrelevant – advisers, and then time and time again it is discovered that
    these appointees had no role in shaping the president’s decisions …
    The president did not even bother to inform his advisers about his new decisions to save them the embarrassment of finding out about them through the media like everyone else …

    http://english.ahram.org.eg/NewsContentP/4/59631/Opinion/What-does-it-take-to-impeach-a-president.aspx

    • 28. Dezember 2012 um 20:52 Uhr
    • Publicola
  757. 803.

    760
    @Leon
    Ich hab eben mal ins Presseportal der Polizei Duisburg reingeschaut, um zu sehen wie das „Familiendrama“ aus deren Sicht beschrieben wird – und natürlich auch um @NNs Anerkennung meiner Sammlung „medial vermittelter Erfahrungen mit Kriminalität“ zu rechtfertigen. 😉
    Wobei die erste Phase des Erstaunens, wie leicht und wie viel man mit ein wenig Googelei durch die Polizeiportale der Republik ans Licht fördern kann, inzwischen dem Erschrecken über die Anzahl der Fundstücke und der beschriebenen Taten gewichen ist.
    Also:
    27.12.2012 | 15:48 Uhr
    POL-DU: Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Duisburg und Polizei:

    „Duisburg (ots) – Familiendrama mit einem Toten in Rumeln-Kaldenhausen
    Durch einen Messerstich kam gestern (26.12.) gegen 15:20 Uhr auf der Stettiner Straße ein 39-jähriger Mann aus Neuwied zu Tode. Sein 30 Jahre alter Schwager hatte ihm in die Brust gestochen und dabei das Herz verletzt. Bei der heutigen Obduktion zeigte sich diese Verletzung todesursächlich. Einen weiteren Stich hatte das Opfer im Rücken abbekommen. Dabei kam es zu einer Lungenperforation. Der Neuwieder war mit seiner Frau und weiteren Verwandten nach Duisburg gekommen, um der 26-jährigen Ehefrau des Messerstechers und den vier Kindern beim Auszug aus der Duisburger Wohnung zu helfen. Zuvor war der getrennt von seiner Frau lebende 30-Jährige mit seinen Schwestern in der Wohnung erschienen. Es entwickelte sich ein lautstarker Streit der sich anschließend auf die Straße verlagerte. Hier war inzwischen die Familie der Frau eingetroffen und es kam zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf die Stiche mit einem Einhandmesser erfolgten, dass der Mann seit längerer Zeit immer in der Tasche hatte. Die kurz darauf eintreffenden Polizisten konnten den Familienvater widerstandslos festnehmen und das Messer sicherstellen. Der zuständige Richter erließ heute Haftbefehl wegen Totschlages.“
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/50510/2389317/pol-du-gemeinsame-presseerklaerung-von-staatsanwaltschaft-duisburg-und-polizei

    Das entspricht der etwas detaillierteren Meldung in der „Rhein-Zeitung“, in der, anders als in der polizeilichen Meldung, der Hintergrund von Opfer und Täter indirekt mitgeteilt wird:

    „Wer sich in der Szene auskennt, weiß, dass türkische Ehemänner ungehalten reagieren können, wenn die Frau ausziehen will“, zitiert die Rheinische Post Duisburgs Polizeisprecher Ramon van der Maart zu den möglichen Hintergründen.“

  758. 804.

    Und dann aus derselben Quelle noch ein paar Eindrücke zu „Weihnachten in Duisburg“:

    25.12.2012 | 07:00 Uhr
    POL-DU: Raub in Duisburg-Homberg

    „Duisburg (ots) – Gegen 05.45 Uhr befuhr eine 73-jährige Frau mit ihrem Fahrrad die Kirchstraße / Friedhofsallee in Duisburg-Homberg. Von einem bislang unbekannten Mann wurde sie gestoßen, so dass das Opfer vom Fahrrad stürzte und sich eine leichte Kopfverletzung zuzog. Im weiteren Verlauf entriss ihr der Täter die Handtasche und flüchtete. Er kann wie folgt beschrieben werden:
    – männlich
    – ca. 170 cm
    – 25 bis 28 Jahre alt
    – schlank
    – dunkle Bekleidung
    – dunkle Kapuze oder Strickmütze

    26.12.2012 | 06:15 Uhr
    POL-DU: Raub

    „Duisburg (ots) – Am Dienstag, den 25.12.2012, gegen 23.15 Uhr, wurden 2 16-jährige Jugendliche in Duisburg-Meiderich auf der Straße am Bahnhof von drei ebenfalls jugendlichen Tätern angesprochen und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe ihrer mitgeführten Wertsachen gezwungen. Im Anschluss an die Tathandlung flüchteten die Täter mit ihrer Beute unerkannt. Die Täter können wie folgt beschrieben werden:
    1. Person:
    männlich, ca 17 – 19 Jahre alt, 180 cm bis 190 cm groß, schlank, schwarze kurze Haare, südländischer Typ, bekleidet mit einem grauen Kapuzenshirt
    2. Person:
    männlich, ca 17 bis 19 Jahre alt, ca 180 cm bis 190 cm groß, kräftige bis dicke Statur, bekleidet mit einem roten Kapuzenshirt
    3. Person:
    männlich, ca 180 cm bis 190 cm groß, komplett schwarz bekleidet“

    26.12.2012 | 06:16 Uhr
    POL-DU: Raub

    „Duisburg (ots) – Am Dienstag, den 25.12.2012, gegen 22.40 Uhr, wurde in Duisburg Walsum im Bereich der Römerstr./Lehnackerstr. ein 17-jähriger Jugendlicher von drei weiteren Jugendlichen unter Vorhalt eines Messers zur Herausgabe der von ihm mitgeführten Wertsachen gezwungen. Im Anschluss an die Tathandlung flüchteten die Täter mit ihrer Beute in einem PKW. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten alle drei Täter ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern derzeit noch an.“

    26.12.2012 | 11:46 Uhr
    POL-DU: Schüsse auf Teestube

    „Duisburg (ots) – Gemeinsame Presserklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Duisburg:
    Am 1. Weihnachtstag schoss ein türkischer Rentner in einer Teestube auf der Molbergstraße in Wanheim-Angerhausen zweimal auf einen vierzigjährigen Landsmann – verfehlte diesen aber knapp. Anschließend flüchtete der Mann zu Fuß, konnte am Abend jedoch in der Wohnung eines Nachbarn durch die Polizei festgenommen werden. Auch die mutmaßliche Tatwaffe konnte dort aufgefunden und sichergestellt werden.
    Während der Tatverdächtige zu den Vorwürfen schweigt, dürften die Hintergründe nach den Ermittlungen der Duisburger Mordkommission in einem vier Jahre zurückliegenden Tötungsdelikt in der Türkei zu suchen sein.
    Demnach hat ein Bruder des jetzt geschädigten Mannes damals zwei Neffen des Schützen getötet, aus dessen Familie seither angeblich immer wieder mal Rachegedanken geäußert worden sein sollen.
    Das Amtsgericht Duisburg hat auf Antrag der StA Duisburg Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.“

    POL-DU: Altstadt: Räuber in Tatortnähe gefasst

    „Duisburg (ots) – Gegen 04:20 in der Nacht zum Donnerstag (27.12.) nahmen Polizeibeamte zwei Männer fest, die im Verdacht stehen, einen Raubüberfall begangen zu haben. Sie hatten zuvor auf der Steinschen Gasse, Höhe Kuhstraße zwei Frauen überfallen. Einer der beiden 18-Jährigen griff die 32-Jährige mit Schlägen und Tritten an, brachte sie zu Boden und entriss ihr die Handtasche sowie das Handy. Anschließend flüchtete er mit seinem Begleiter zu Fuß in Richtung Königsgalerie. Die 35-jährige Begleiterin des Opfers blieb unversehrt und verständigte die Polizei. Im Rahmen der sofortigen Fahndung gelang die Festnahme der Männer. Die Polizei prüft, ob sie auch für einen weiteren Raub als Täter in Frage kommen, der sich bereits gegen 01:00 Uhr auf der Königstraße ereignete. Hier erlitt eine 30-jährige Frau schwere Gesichtsverletzungen. Zeugen der Überfälle können sich unter der Telefonnummer 2800 an das KK 13 wenden.“

    Und da die Männer gefaßt wurden, gibt’s keine Personenbeschreibung.

    27.12.2012 | 12:54 Uhr
    POL-DU: Rheinhausen: Mindestens 16 Pkw aufgebrochen

    „Duisburg (ots) – Zwischen dem 21. und 24.12. brachen Unbekannte in Rheinhausen mindesten 16 Pkw auf. In allen Fällen waren die rechten Seitenscheiben eingeschlagen und die Fahrzeuginnenräume durchsucht worden. Große Beute machten die Unbekannten nicht, es fehlten nur Kleinigkeiten. Hinweise auf den oder die Täter nimmt das KK 15 unter der Telefonnummer 0203/2800 entgegen.“

    27.12.2012 | 13:34 Uhr
    POL-DU: Fahrn: Überfall auf 17-Jährigen, drei Tatverdächtige festgenommen

    „Duisburg (ots) – Am 25.12., gegen 22:40 Uhr, überfielen drei junge Männer einen 17-Jährigen. Sie drohten, ihn mit einem Messer zu verletzen und forderten die Herausgabe von Wertsachen. Das Opfer gab ihnen eine Spielekonsole und die drei flüchteten in Richtung Lerschstraße. Die alarmierten Polizisten stellten die drei 17 und 18-jährigen Duisburger im Bereich Römerstraße/Frankenstraße. Ein Messer und die Spielekonsole hatten sie dabei.“

    28.12.2012 | 11:30 Uhr
    POL-DU: Mehrere Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet

    „Duisburg (ots) – Fenster und Wohnungstüren hebelten Einbrecher von gestern (27.12.) bis heute (28.12.) früh quer durch die Stadt auf. Auf der Düsseldorfer Landstraße kamen sie durch die Wohnungstür und entwendeten Bargeld und ein Sparbuch. Am Mismahlshof und an der Feldstraße boten Schlaf- bzw. Badezimmerfenster keinen großen Widerstand. Auch hier entwendeten die Unbekannten Bargeld sowie Laptop und Fernseher. Wohnungen auf der Gablenzstraße und der Westenderstraße erhielten ebenfalls unerwünschten Besuch. Auf der Spichernstraße schlugen die Einbrecher eine Scheibe ein, Am Neumarkt und Am Lindemannshof blieb es beim Versuch. Hier gelangten die Täter nicht in die Wohnungen. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle berät alle Bürgerinnen und Bürger über den Einbau technischer Sicherungen damit sie den Einbrechern einen „Riegel vor“ schieben können.““

    28.12.2012 | 11:31 Uhr
    POL-DU: Reizgas gegen Messer, Räuber in die Flucht geschlagen

    „Duisburg (ots) – Unter Vorhalt eines Messers forderte gestern (27.12.), gegen 20:30 Uhr, in Hochfeld ein Maskierter von einem Trinkhallenangestellten die Herausgabe von Bargeld. Der 67-Jährige reagierte jedoch anders als von dem Räuber erwartet und griff zum Reizgassprühgerät. Mit Tränen in den Augen flüchtete der etwa 20 Jahre alte, ca.190 cm große Mann in Richtung Heerstraße. Er trug eine graue Jacke und war mit einer Pudelmütze mit Sehschlitzen maskiert. Hinweise auf den Mann nimmt das KK 13 unter 2800 entgegen.“

  759. 805.

    Das war keine vollständige Auflistung aus Duisburg – und auch das ist nur eine Meldung von vielen aus Frankfurt, wo es, den Meldungen nach zu urteilen, aber ruhiger zuging als in Duisburg.

    „26.12.2012 | 13:41 Uhr
    POL-F: 121226 – 1516 Frankfurt-Ostend: Durch Messerstiche schwer verletzt

    Frankfurt (ots) – Am Dienstag, den 25. Dezember 2012, gegen 04.40 Uhr, befanden sich zwei junge Männer, 24 Jahre alt aus Neu-Isenburg und 25 Jahre alt aus Darmstadt, in einer Diskothek im Ostend. Dort gerieten sie zunächst in eine verbale, dann in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit drei oder vier anderen Personen. Durch die Sicherheitsmitarbeiter wurden die Streitenden dann aus den Räumlichkeiten verwiesen. Offensichtlich wurden die Auseinandersetzungen dann an der Ecke Lindleystraße/ Schwedlerstraße fortgesetzt. Im Rahmen dieser Streitereien wurden die beiden vorgenannten jungen Männer dann durch Messerstiche verletzt. Der 24-Jährige musste sich nach Einlieferung ins Krankenhaus sofort einer Notoperation unterziehen. Zum Hintergrund der Auseinandersetzung liegen hier noch keine Informationen vor.
    Bei dem Messerstecher soll es sich um einen Südländer im Alter von etwa 28 Jahren gehandelt haben. Er ist etwa 165 cm groß, hat eine Glatze und trug ein kurzärmliges Poloshirt und Blue Jeans. Er soll sich in Begleitung von mindestens zwei weiteren Personen befunden haben.
    Die Ermittlungen in der Sache dauern an.“
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4970/polizeipraesidium-frankfurt-am-main

  760. 806.

    – Ägypten – Abstimmung zumm Verfassungsentwurf, Realzahlen –

    20,5% Ja.s versus 11,5% Nein.s der Stimmberechtigten:

    Laut Al-Ahram lagen die Ja-Stimmen bei 64% und die Nein-Stimmen bei 36%. Die Beteiligung belief sich auf 32%.

    Laut Al-Ahram lag die Abstimmungsbeteiligung bei 32% bzw. 16.472.241 Abstimmenden.
    Das heißt die Zahl der Abstimmenden wäre bei 100% also mit 51.475.753 Stimmberechtigten zu beziffern.

    Mit Ja stimmten 10.543.893 ab, das sind 20,5% der Gesamtzahl der Stimmberechtigten.

    Mit Nein stimmten 5.928.348 ab, das sind 11,5% der Gesamtzahl der Stimmberechtigten.

    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/61119/Egypt/Politics-/Full-unofficial-results-of-Egypts-constitution-ref.aspx

    • 29. Dezember 2012 um 03:40 Uhr
    • Publicola
  761. 808.

    Da hat wohl jemand nicht verstanden, daß in der Weihnachtszeit in Deutschland eigentlich nur Kerzen angezündet werden:

    „BOCHUM Bei einer Versammlung anlässlich des Todes einer südländischen Frau kam es am Freitagmorgen zu einem dramatischen Vorfall vor dem Rathaus: Ein 55-jähriger Mann reagierte über und drohte einer Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, sie mit Benzin zu übergießen und anzuzünden….“
    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Dramatischer-Vorfall-vor-dem-Rathaus-endet-glimpflich;art932,1865036

    Wahrscheinlich hat sich der Mann im Hinblick auf die Beerdigungsvorschriften des Islam „voll normal“ verhalten, um üble Folgen im Jenseits für die Verstorbene zu verhindern.

  762. 809.

    PS
    Der Mann war Alevite – und offenbar wirklich völlig durchgedreht: außer der Politesse wollte er wohl sich selbst gleich mit verbrennen.
    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/trauernder-mann-drohte-politesse-in-bochum-anzuzuenden-id7429729.html

  763. 810.

    @NN

    Sehr richtig. Wer beim Helfen Neid erweckt und das weiss, der lässt es bleiben.

    @ ML

    Es geht gar nicht mal so sehr um Neid im engeren Sinne, sondern um die (wie auch immer) zum Ausdruck gebrachte Haltung, „Du hast mehr, dann gib mal!“, die auch Nicht-Reiche betreffen kann.

    Daneben geht es um die Befürchtung, dass, wenn man den kleinen Finger gibt, die ganze Hand genommen wird. Das kann z.B. auch bei den Neuköllner (Autonomen-)Punks eine Rolle gespielt haben. Diese zeigten einerseits, da liegen die Autoren richtig, ein Etablierten-Verhalten. Andererseits sind diese People tatsächlich oder vermeintlich jenseits bürgerlicher Konventionen so drauf, dass sie geladenen Gästen (also vor allem Personen, die so oder so ähnlich drauf sind wie sie*) was von ihrem Bier oder was zu kiffen abgeben. Und viele Obdachlose mögen auch Bier. Es kann demnach als wahrscheinlich gelten, dass auch die Befürchtung, dass es nicht bei der Frage nach einem Übernachtungsplatz bleibt, wenn dem Anliegen der Obdachlosen entsprochen worden wäre. (Abgesehen davon leben autonome Punks nicht immer oder nur eingeschränkt vom Sozialamt. Für soziale Almosen ist der verhasste Staat zwar häufig gut genug, aber einige schlagen sich irgendwie als kleine Selbstständige, Gelegenheitsjobber und Gras-Ticker durch, da sie meistens eine Aversion gegen jede Form der Arbeitgeberschaft haben.)

    Insofern sind auch Autonomen-Punks bürgerlich: 1. Gäste sollten geladen sein. 2. Wenn es denn Gäste gibt, dann bekommen sie auch etwas geboten (auch wenn die gastgeberische Fürsorglichkeit etwas anders ausfällt als in bürgerlichen Haushalten).

    Auch wissen die Bessergestellten u.U. besser, dass es genügend Anlaufstellen gibt, denn sie zahlen dafür ja auch tüchtig Steuern.

    Jain, in Bezug auf die Anlaufstellen ganz konkret wohl eher weniger oder seltener. Absolut Bessergestellte denken bei dem Pärchen wohl so oder so ähnlich: „Ihr seit zu zweit, anspruchsberechtigt und wirkt nun nicht so dermaßen fertig, als dass ihr es nicht auf die Reihe bekommen könntet, euch mithilfe der Treberhilfe (oder einer ähnlichen Einrichtung) und/oder des Sozialamts ein eigenes Dach über dem Kopf zu besorgen.“

    Ein gegenüber den Zeit-Obdachlosen relativ Bessergestellter aus Neukölln hat dagegen wohl konkrete Angaben gemacht, wie man sich beim Sozialamt, wo er sich auskennt, Hilfe holt. Und hier kommt wieder der von mir weiter oben erwähnte Aspekt der Gemeinsamkeit/Ähnlichkeit ins Spiel. Dieser wenig betuchte Mensch ist nicht allein deshalb solidarisch, weil auch er kaum etwas hat und nicht zum Stadtteil-Establishment gehört, sondern, wenn man so will, auch technisch bedingt: Er kennt sich konkret aus.

    Dass ich z.B. weiß, wo in meinem Berliner Bezirk die Treberhilfe liegt, ist mehr ein Zufall, weil sie sich nicht weit von meiner alten Wohnung befindet. Wenn ich heute noch in dieser Ecke bin (die nicht finster ist), werde ich häufig von einem jüngeren Mann angeschnorrt. Da ich weiß, dass er vorzugsweise in einem Umkreis von 500 Metern um diese Anlaufstelle herum schnorrt und dabei stets darum bemüht ist, fertiger zu wirken als er ist, bekommt er nichts. Darüber hinaus funktioniert seine Bettelei einzig und allein nach dem Prinzip Spam: Er schnorrt mit traniger Miene 99 Leute um die S-Bahnhaltestelle herum an und bekommt dann vom Hundertsten was.

    Manche Verkäufer von Obdachlosen-Zeitungen hingegen bekommen von mir (und auch von anderen) was. Obwohl die Zeitungen selbst von Linkspartei-Wählern wohl kaum gelesen werden und häufig nur gespendet wird, bieten sie etwas an. Entsprechend ist ihre Erwerbsstrategie weniger aggressiv, dann sind sie meistens freundlich. Und die drei Verkäufer in meiner Einkaufsgegend schauspielern nicht. Der eine ist körperlich und geistig leicht behindert, der andere hat sämtliche Finger einer Hand verloren und die Frau, die gelegentlich durch die Cafés und Restaurants zieht, sieht echt krank aus. Zusätzlich machen sich manche nützlich, indem sie z.B. Türen von Einkaufspassagen aufhalten oder auf Einkaufstüten von „Stammkunden“ aufpassen. Hier gibt es also mitunter ein gewisses Geben und Nehmen.

    Überflüssig zu erwähnen, dass auch die mehr oder weniger gut situierten „Stammkunden“ dem Zeit-Pärchen auf Nachfrage auf der Straße oder an der Wohnungstür, genauso wie unbekannten Nicht-Obdachlosen, wohl kaum einen Schlafplatz zur Verfügung gestellt hätten.

    * So sind viele autonome Punks anderen gegenüber ja ganz und gar nicht tolerant.

    • 29. Dezember 2012 um 15:40 Uhr
    • N. Neumann
  764. 811.

    PS # 808 – Indien: Land der Spiritualität –

    Many saffron-robed swamis—those, in western parlance, who have taken holy orders—were benevolent enough to try to enlighten The Economist.

    None had a moment’s hesitation in accepting the proposition that “spirituality”, broadly defined, is an essential part of what it means to be Indian, and that India is a uniquely spiritual place.

    Many foreigners agree.
    Generations of westerners have travelled to India in the hope that some of its spirituality will rub off, and thus help them get closer to enlightenment than they would if they just stayed at home.

    http://www.economist.com/node/2281664

  765. 812.

    @ kc #803

    Wirklich enervierend sind die zahlreichen Fälle von Straßenraub.
    Wobei es fast immer ein identisches Schema von Tätern und Opfern gibt.
    Oder, wie es ein älterer Polizeibeamter ausdrückte:“Ich habe noch nie erlebt, dass eine ältere Frau mit Kopftuch ausgeraubt wurde.“

    • 29. Dezember 2012 um 16:51 Uhr
    • Leon;
  766. 813.

    812
    @Leon
    So gesehen wäre ja eine Burka das optimale Kleidungsstück: schützt Täter wie Opfer! :)

    Bundespräsident Gauck hat übrigens den NSU-Ausschuß des Bundestages für den 29.Januar zu einem Gespräch zu sich geladen.
    Soll dessen Bericht dann auch in den Prozeß gegen B. Zschäpe einfließen – oder wieso zieht sich der Beginn des Prozesses so hinaus?

  767. 814.

    Ägypten ist pleite, und sogar die Muslimbrüder haben das gemerkt:

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4325729,00.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

    • 29. Dezember 2012 um 18:35 Uhr
    • Mamas Liebling
  768. 815.

    Das alte Thema „Deutsch-Pflicht auf dem Pausenhof“:

    „Dürfen Zuwandererkinder auf Schulhöfen Türkisch sprechen? Darüber ist im nordrhein-westfälischen Ahlen jüngst ein heftiger Streit entbrannt. Nachdem sich deutsche Kinder gemobbt gefühlt hatten, weil in den Pausen über sie in fremder Sprache gelästert wurde, hatte die Schulleitung eines Gymnasiums laut lokalen Medienberichten ein Deutsch-Gebot erlassen und Strafen bei Verstößen angedroht. Nach Protesten türkischer Eltern schaltete sich die zuständige Bezirksregierung ein. Demnach sei ‚ein generelles Verbot, in der Muttersprache zu kommunizieren, gesetzlich unzulässig‘ und ‚pädagogisch nicht sinnvoll‘. Vielmehr sei es Aufgabe der Schule, Mehrsprachigkeit zu fördern, etwa mit Türkisch als Fach. Unterrichtssprache sei allerdings Deutsch, es müsse gerade in Konfliktsituationen zwingend gesprochen werden. Nach Meldungen über Diskriminierung von deutschen Kindern an Schulen mit vielen Migranten wird bundesweit regelmäßig über eine Deutschpflicht auf Schulhöfen debattiert. Laut Kultusministerkonferenz sind aber nur freiwillige Vereinbarungen an einzelnen Schulen denkbar.“ ojo
    SZ vom 24.12.2012

    „Lern‘ doch Türkisch!“ heißt da die Devise für die Schüler und Schülerinnen, die wissen wollen, was da (über sie) gesprochen wird, was auch nicht so ganz die Motivationsausgangslage zum Erlernen einer Fremdsprache ist, die man sich als Pädagoge wünscht.

    Und wenn dann tatsächlich mal jemand Türkisch lernen möchte, kann’s so aussehen:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/deutsche-schuelerin-darf-an-duisburger-schule-kein-tuerkisch-lernen-id7084263.html

    Wobei sich tatsächlich die Frage stellt, bis in die wievielte Generation hinein ein Anspruch von Migranten auf muttersprachlichen Ergänzungsunterricht bestehen sollte – oder ob nicht die Herkunftssprachen für hier geborene Kinder in das Sprachangebot der Sekundarstufe I und II integriert werden sollten.

  769. 816.

    Mursi warf politischen Gegnern vor, sie redeten einen Bankrott des Landes herbei.

    http://www.nzz.ch/aktuell/international/praesident-mursi-verspricht-wirtschaftsaufschwung-in-aegypten-1.17914040

    Tja. Glaube macht selig.

    • 29. Dezember 2012 um 18:59 Uhr
    • Mamas Liebling
  770. 817.

    In 2012 haben angeblich 230 von 300 000 Abiturienten in Deutschland eine Abiturprüfung im Fach Türkisch abgelegt, wobei es sich wohl auschließlich um solche mit türkischen Wurzeln oder Türken handelt.
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/abitur-in-tuerkisch-schule-in-hamburg-will-integration-foerdern-a-862004.html
    Deutschsprachige Schüler können mit „Müttersprachlern“ nicht mithalten und haben schon allein deswegen auch kein Interesse an den Kursen.

  771. 818.

    @karolachristiane

    Es gibt eine Anstandsregel: Spreche die Sprache, die deine Umgebung versteht. Auf dem Schulhof also erst Türkisch bei 100% Türken mit Türkischkenntnissen.

    Die Bezirksregierung hat wohl den Verstand verloren.

    • 29. Dezember 2012 um 19:04 Uhr
    • Mamas Liebling
  772. 819.

    … oder Geld genommen.

    • 29. Dezember 2012 um 19:04 Uhr
    • Mamas Liebling
  773. 820.

    @ML
    818
    „Anstand“: wo haben Sie denn dieses Fremdwort gefunden? :)

    Ich will nicht ausschließen, daß Bezirksregierungen gelegentlich den Verstand verlieren, wenn ich mich zurückerinnere – aber ich fürchte, in dem Fall sind sie einfach realistisch: man kann das nicht unterbinden, man kann in der Tat nur appellieren und versuchen, friedlich-freundliche Verhältnisse herzustellen.
    In meiner Schulzeit gab’s auch gelegentlich „Geheimsprachen“ oder heimlich zugesteckte Zettelchen mit Botschaften, die nur Wenige erreichen sollten.
    Und jetzt hat es eine Gruppe, die gerne unter sich bleibt, noch etwas leichter sich zu separieren, wenn sie es möchte.

  774. 821.

    @karolachristiane

    Welche Sprache auf dem Schulhof gesprochen wird, bestimmt die Schule.

    • 29. Dezember 2012 um 20:14 Uhr
    • Mamas Liebling
  775. 822.

    821
    Kann die Schule – aber sie kann’s nicht wirklich implementieren oder kontrollieren.
    Stellen Sie sich mal vor ein „türkisches“ Grüppchen und sagen denen
    „Man spricht Deutsch!“
    Vielleicht sollten die „Lateiner“ und die „Franzosen“ ja dann auch „ihre“ Sprachen als Geheimsprachen verwenden! :)

  776. 823.

    Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer vom 24.01.2006 zur Diskussion um die Deutschpflicht an einer Berliner Schule:

    Spracherwerb findet nicht allein im Unterricht statt.

    Der Beschluss von Berliner Schulen, Deutsch auf dem gesamten Schulgelände vorzuschreiben, ist daher eine begrüßenswerte Maßnahme, die meine Unterstützung findet.

    Gerade an Schulen mit einem hohen Anteil von Migrantenkindern ist diese Selbstverpflichtung angemessen, um das sprachliche Lernumfeld zu erweitern und Deutsch im Alltag der Schülerinnen und Schüler stärker zu verankern.

    Ja zu Deutsch im gesamten schulischen Leben heißt auch Ja zur Integration.

    Gute Deutschkenntnisse sind nicht nur eine Grundvoraussetzung für die Verständigung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlicher Familiensprache untereinander;
    sie stellen auch eine bessere Bildung sicher.

    Dass hier ein richtiger Weg beschritten wird,
    zeigt die Akzeptanz dieser Regelung
    bei den Schülerinnen und Schülern wie bei den Eltern.

    Es würde mich freuen, wenn dieses Bespiel Schule macht.

    http://archiv.bundesregierung.de/Content/DE/Archiv16/Pressemitteilungen/BPA/2006/01/2006-01-24-ib-deutschpflicht.html

  777. 824.

    Wenn Gauck nicht mehr zu bieten hat als seine absurde Weihnachtsansprache, dann hätten wir auch Wulffs Geseier weiterhin ertragen und eine Menge Geld sparen können.

    • 29. Dezember 2012 um 21:52 Uhr
    • Bredow
  778. 825.

    Niemand integriert sich in eine Kultur die er verachtet.

    • 29. Dezember 2012 um 21:58 Uhr
    • Bredow
  779. 826.

    in der hamburger morgenpost gabs am 28/ eine schlagzeile „neonazis
    schlagen wieder zu“ Im text konnte man dann lesen das es in hh im jahr 2012 33 gewalttaten von rechts und 106 gewalttaten von links gegeben hat. Merkt die bevölkerung soetwas ? Demnächst demonstrieren dann wieder parteien, gewerkschaften, kirchen und antifa gemeinsam. Gegen gewalt ? Nein gegen rechte gewalt.

  780. 827.

    824/825 bredow
    So isses.

  781. 828.

    825 könnte auch von den identitären stammen. Sauers neorassisten.

  782. 829.

    – Kriminalstatistik für 2011 –

    … Deutlich mehr als die Hälfte der politisch motivierten Gewalttaten waren demnach dem linksextremen Bereich zuzuordnen. Hier wurden im vergangenen Jahr 1809 Fälle registriert.

    Auf den rechtsextremen Bereich entfielen 828 Fälle,

    auf die „Ausländerkriminalität“ 256. …

    Die Gewalttaten aus dem linken Spektrum und im Bereich der „Ausländerkriminalität“ seien vor allem im Zusammenhang mit Demonstrationen verübt worden … Nach Angaben des Ministeriums spielte hier auch eine Rolle, dass es im Jahr 2011 vergleichsweise viele Demonstrationen gab.

    Für den rechtsextremen Bereich hob Friedrich zwei Phänomene hervor:
    Den „erschreckenden“ Anstieg der fremdenfeindlichen Gewalttaten um 22,7 Prozent
    sowie die besondere Brutalität der Täter.
    Diese zeige sich auch „an der deutlich höheren Quote an Verletzten“, so der CSU-Politiker.

    In der Langzeitbetrachtung seien in keinem Bereich so viele Todesopfer zu beklagen, wie im rechtsextremen.

    Seit 1990 gab es nach Angaben des Innenministers 60 Todesopfer durch rechte Gewalt.
    Aktionsbündnisse gegen Rechts wie die Amadeu Antonio Stiftung gehen von 182 Toten aus.
    Hierzu zählen auch die zehn Opfer der NSU-Morde zwischen 2000 und 2007.
    Der Hintergrund dieser Taten wurde zwar erst im vergangenen Jahr aufgedeckt,
    sie werden in der Statistik allerdings den Jahren zugeordnet, in denen sie begangen wurden.

    tagesschau.de – 11.05.2012
    http://www.tagesschau.de/inland/kriminalstatistik130.html

  783. 830.

    Identitäre

    @ernsthaft, ich hab‘ mir den Artikel und den Thread zu denen im Störungsmelder bei ZO angesehen, nachdem ich deren Seite hier schon mal angesehen und verlinkt hatte, nachdem einige Wochen zuvor @Bf das Video der Franzosen eingestellt hatte.

    Überwiegend scheint man bei den Lesern nicht bereit, sich das Hinschauen und das Denken vom Autor abnehmen zu lassen und die Bewegung gleich als eine von Neonazis und Rassisten abzustempeln.

    Dieses Bestreben des linken Spektrums, die Mitte zu annullieren und alles, was nicht links ist, dem rechten Spektrum zuzuordnen, zeigte sich auch bei dem vor ein paar Wochen hier zerpflückten Studie der Friedrich Ebert Stiftung: ich las ein Interview von einem der Autoren, in dem das sehr deutlich wurde. (Ich sollte mal meine Links sammeln!)

  784. 831.

    829
    @Publicola, und wie und wo werden die Opfer von „Ausländer- und Migrantengewalt“ gezählt?

    Ich will mich dem hier Gesagten nicht anschließen, vielleicht finden Sie ja konkrete Zahlen.
    http://www.youtube.com/watch?v=OZpmZA3vkSw&context=C3930d24ADOEgsToPDskJV1sEi4UQjvlZJMSdrqShf

  785. 832.

    So was gibt’s auch noch:
    http://www.deutscheopfer.de/

  786. 833.

    Gewalt
    Um nicht mißverstanden zu werden : Es geht mir nicht um eine wilde aufrechnerei. Ich möchte nur das über die fakten fair berichtet wird und gleiches gleich behandelt wird. Der störungsmelder zb versucht durch einseitige stimmungsmache, man schaue sich nur die aktuellen beiträge an, einfluß zu nehmen, das ist der zeit unwürdig.

  787. 834.

    @ernsthaft
    Ist man 10 Jahre später weiter in Hamburg?
    http://www.welt.de/print-welt/article377428/Auslaenderkriminalitaet-und-die-Statistik.html

  788. 835.

    834 karola
    Jain, in hh regieren rechte sozialdemokraten. König olaf hat aus dem wahldesaster der spd gelernt, als das thema innere sicherheit schill und ole an die macht gebracht hat. Da hat sich dann schon einiges geändert, die offene drogenzene zb ist weg. Ole hat dann allein hh eine moderne/liberale grossstadt cdu beschert, hat nicht wirklich funktioniert. In der abschiebungspolitik scheint mir die spd rigider, trifft aber oft die falschen. Ein problem ist weiterhin die lasche justitz, da grummelt es auch schon in der presse. Ein übles beispiel ist hier der 20cent mord gewesen. Ist auch im netz.

  789. 836.

    Danke, @ernsthaft!

    Ich möchte noch von zwei eindrucksvollen türkischen Frauen berichten, über die ich dieser Tage gelesen habe.
    Die eine ist Asli Erdogan, Schriftstellerein und ehemalige Cern-Physikerin, die ihre türkische Heimat genauso liebt wie sie sie flieht und fliehen muß.
    http://www.faz.net/newsletter/literatur/autoren/autorin-asli-erdogan-eine-tuerkische-winterreise-12007276.html

    Die andere ist Ayten Arslan, Überlebende des Brandanschlags von Neonazis vor 20 Jahren in Mölln, die dem STERN in No. 47 ein eindrucksvolles Interview gegeben hat. Man kann der Frau nur Respekt und Bewunderung zollen, für die Art und Weise wie sie mit einem schweren Schicksal umgeht.
    Leider finde ich es nicht im Netz.

  790. 837.

    29.12.2012 | 22:43 Uhr
    POL-F: 121229 – 1529 Innenstadt: Messerstecherei in Hotel

    Frankfurt (ots) – Gegen 19.30 Uhr ereignete sich in einem Hotel in der Straße Allerheiligentor eine Messerstecherei zwischen mehreren Personen.
    Vermutlich drei Männer flüchteten daraufhin aus dem Hotel. Ein Mann ging mit schwersten Stichverletzungen von dem Zimmer im 4. OG durch das Treppenhaus in das Erdgeschoss, wo er zusammenbrach.
    Im Zimmer selbst befand sich ein weiterer Mann mit mehreren Stichverletzungen. Die Reanimationsversuche waren erfolglos. Er starb noch im Zimmer.
    Der Schwerverletzte im Erdgeschoss wurde in ein Krankenhaus gebracht.
    Zu den Hintergründen der Tat können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
    Mordkommission und Spurensicherung sind vor Ort.
    Nähere Informationen zur Tat werden erst im Laufe des Sonntagvormittags vorliegen.

    Laut einem Nachtrag der Polizei ist der Schwerverletzte inzwischen ebenso tot.

  791. 838.

    @ ernsthaft 826

    Gegen gewalt ? Nein gegen rechte gewalt.

    Was es bräuchte, wäre wohl tatsächlich eine ‚gesamtgesellschaftliche Bewegung‘ gegen Gewalt an sich (und zwar „egal“ welcher Form und aus welcher Ecke). Eine klare Positionierung, wobei Gewalttaten grundsätzlich deutlich wahrnehmbar verurteilt würden, ohne Unterschiede zu machen. Das gestaltet sich in mehrerlei Hinsicht halt etwas schwieriger, da zum Einen nicht jeder Vorfall die gleiche mediale Aufmerksamkeit erfährt, nicht jeder die Lust und Zeit sich wegen dies oder jenem auf die Straße zu bewegen und zum Anderen gibt’s dann halt ganz schön viel zu tun. Zu Ihrer Kritik am Protest gegen „rechte Gewalt“: Bei den PRO-Nasen isses im Endeffekt nicht anders; da wird halt gegen „Migranten-“ oder „Ausländergewalt“ demonstriert (während der Rest egal ist bzw. – ich wage zu sagen – rechte Gewalt eher begrüßt wird).

    Keine Aufrechnerei; Gleiches gleich behandeln: hehre Ziele.

    Bleibt zu sagen, dass – auch wenn es gelänge, ein derartiges „Bündnis“ zu organisieren, das dann gewissermaßen immer ‚zur Stelle wäre‘ und auch gehört würde; der Kriminalität an sich könnte das nichts anhaben; aber es fiele eben jene Angriffsfläche weg, dieser Partei oder jener Organisation vorwerfen zu können, hinsichtlich rechter, linker (etc.) Gewalt Scheuklappen zu tragen. Man müsste das Ganze wenn man so will ‚auf eine neue Ebene heben‘.

    • 30. Dezember 2012 um 12:08 Uhr
    • MM
  792. 839.

    Und dann gibt’s halt auch einfach zu viele Idioten (man beachte die Gender-Unsensibilität) auf der Welt:

    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112304783/New-Yorkerin-stoesst-Inder-vor-einfahrende-U-Bahn.html

    • 30. Dezember 2012 um 12:18 Uhr
    • MM
  793. 840.

    OT – „Apostasie“ – Mal wieder ne Petition

    avaaz.org/en/petition/Free_the_blogger_from_Yemen

    zum Hintergrund: http://www.rnw.nl/english/node/869098

    auch hier: yementimes.com/en/1631/report/1701/Family-of-Yemeni-blogger-prosecuted-for-apostasy-calls-accusations-%27unacceptable%27.htm

    • 30. Dezember 2012 um 12:36 Uhr
    • MM
  794. 841.

    Was es bräuchte,
    wäre wohl tatsächlich
    eine ‘gesamtgesellschaftliche Bewegung’
    gegen Gewalt an sich
    (und zwar “egal” welcher Form und aus welcher Ecke).

    @ MM

    Exakt!

  795. 842.

    Auch wenn im Essay von Cora Stephan sehr nachdrücklich eher „der Kälte“ das Wort geredet wird, sei er wärmstens empfohlen!
    http://cora-stephan.blogspot.de/
    Der Artikel wurde (wohl gestern) in der NZZ veröffentlicht.
    Ich hoffe, das heißt nicht, daß eine kluge Autorin einen solchen Essay nur außerhalb deutscher Grenzen in einer nennenswerten Publikation veröffentlichen kann!

  796. 844.

    @ kc

    Danke!

    http://www.nzz.ch/meinung/debatte/was-war-das-noch-mal–der-liberalismus-1.17913066

    (Haben Sie auch den Kommentar vom Nutzer „Thomas Läubli“ gelesen und was würden Sie ihm antworten?)

    In der Zeit gab es kürzlich auch einen kurzen Kommentar, der mir beim Lesen des Abschnitts zum „betreuenden Staat“ in den Kopf kam. „Diktatur der Fürsorge – Jeder hat auch die Freiheit, sich selbst zu schaden“.
    https://premium.zeit.de/itunes/feed
    (sonst noch nicht gefunden)

    @ publicola

    Na, dann fangen wir mal an. :)

    • 30. Dezember 2012 um 13:39 Uhr
    • MM
  797. 845.

    @ kc

    Danke!

    http://www.nzz.ch/meinung/debatte/was-war-das-noch-mal–der-liberalismus-1.17913066

    (Haben Sie auch den Kommentar vom Nutzer „Thomas Läubli“ gelesen und was würden Sie ihm antworten?)

    In der Zeit gab es kürzlich auch einen kurzen Kommentar, der mir beim Lesen des Abschnitts zum „betreuenden Staat“ in den Kopf kam. „Diktatur der Fürsorge – Jeder hat auch die Freiheit, sich selbst zu schaden“.
    premium.zeit.de/itunes/feed
    (sonst noch nicht gefunden)

    @ publicola

    Na, dann fangen wir mal an. :)

    • 30. Dezember 2012 um 13:40 Uhr
    • MM
  798. 846.

    @ publicola
    Na, dann fangen wir mal an. :)

    @ MM – Korrekt!
    Wer, wenn nicht wir beide, sollte sich da angesprochen fühlen,
    sind Sie und ich ja allgemein und in der Öffentlichkeit
    für unseren verhängnisvollen Hang zu Gewaltätigkeiten jeglicher Art bekannt.

  799. 847.

    @MM
    Für „Moral“, die der Herr Läubli zu Beginn und abschließend herausstellt, bin ich sehr zu haben!
    Ansonsten denke ich, hat Herr Läubli in seinem Kommentar, der als einziger der derzeit 8 in eine andere Richtung weist, einige Punkte kurz angeschnitten, die man etwas ausführlicher darstellen müßte.
    Darum würde ich ihn vermutlich bitten.

    Als Libertaire, um noch einen Schritt weiterzugehen, wäre ich als „gelernte Beamtin“ vermutlich völlig ungeeignet. Auch ein Staat, der wie die USA in ihrer Entwicklung sich auf die Freigebigkeit der reichen Hände verlassen muß, wäre nicht meine Vorstellung. Den Sozialstaat in Bausch und Bogen beenden wollen, würde ich ebenso nicht. Mein Ideal wäre vermutlich das Maßvolle und Ausgleichende ohne Übertreibungen.
    Für den jetzigen Zustand gilt m.E.:
    „You can have too much of a good thing!“

    Nicht das Wichtigste, aber das Tüpfelchen auf dem „i“ waren für mich die Rauchverbote der jetzigen NRW-Regierung bis in den letzten Winkel – auch wenn ich Nichtraucherin bin.

  800. 848.

    @MM

    „Was es bräuchte,
    wäre wohl tatsächlich
    eine ‘gesamtgesellschaftliche Bewegung’
    gegen Gewalt an sich
    (und zwar “egal” welcher Form und aus welcher Ecke).“

    Und damit sind wir wieder bei der kürzlichen Diskussion um die Rentnerinnen gelandet, die man als Ausübende von freitäglichen Sparkassenüberfällen identifizieren müßte, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen! :)

    Ich hoffe immer noch, daß man für eine solche selbstverständliche Aussage wie „Ich bin gegen Gewalt!“ nicht extra auf die Straße gehen muß, sondern daß der Staat und seine Organe einer ihrer wichtigsten Aufgaben nachkommen, die letztlich einen Staat überhaupt nötig machen: den friedlichen Bürger vor Gewalt zu schützen!
    Und dafür braucht es ausreichend viele und einsatzfähige Polizisten, einen ausreichend bestückten Justizapparat und klare, wegweisende Urteile.

  801. 849.

    …. um zu verhindern, daß auch in Deutschland in den ersten Städten sich die Zustände verstärken und verstetigen, die in einer der „Europäischen Kulturhauptstädte“ des kommenden Jahres so präsent sind, daß Kulturreisende sich besser in eine schußsichere Weste kleiden sollten: in Marseille.
    Dazu ein detaillierter Bericht in dem verlinkten „Echo der Welt“ Podcast auf wdr5 vom heutigen Tag:
    http://www.wdr5.de/nachhoeren/echo-der-welt.html

  802. 850.

    Ich wollte Ihnen beiden forenbekannten Gewalttätern, @MM und @Publicola, eine jahreszeitlich angemessene Straftat zuordnen und suchte sowas wie „The Great Christmas Tree Robbery“ – es gibt tatsächlich ein Musical mit dem Titel, wie ich nun weiß – und fand dabei das hier: etwas, das man noch nicht einmal mit der Bloggerzange anfassen möchte.
    Unfaßbar!
    http://irateirishman.com/blog/?p=17034

  803. 851.

    @MM, kc

    Den Läubli fand ich eher verwirrt.

    (zB die Rettung der Grossbanken, die er kritisiert, zeigt auf, wie schwurblig er denkt: Erstens hat der Staat genau eine Bank gerettet, und dann noch so: die Rettung hat den Staat keinen Franken gekostet, sie hat vielmehr dem Staat ca 4 Milliarden eingespielt.)

    • 30. Dezember 2012 um 15:54 Uhr
    • Mamas Liebling
  804. 852.

    @MM
    Für “Moral”, die der Herr Läubli zu Beginn und abschließend herausstellt, bin ich sehr zu haben!

    @ KC

    Die rigide Umverteilungs-Moral, der Herr Läubli das Wort redet und Cora Stephans klassischer Liberalismus sind nicht unter einen Hut zu bringen.

    • 30. Dezember 2012 um 16:21 Uhr
    • N. Neumann
  805. 853.

    @MM, kc

    Den Läubli fand ich eher verwirrt.

    (zB die Rettung der Grossbanken, die er kritisiert, zeigt auf, wie schwurblig er denkt: Erstens hat der Staat genau eine Bank gerettet, und dann noch so: die Rettung hat den Staat keinen Franken gekostet, sie hat vielmehr dem Staat ca 4 Milliarden eingespielt.)

    @ FSML

    Dann scheint er noch so wirr zu sein, dass er glaubt, Banken seien um ihrer selbst willen gerettet worden. Moral kann den Menschen auch ziemlich verblöden.

    • 30. Dezember 2012 um 16:27 Uhr
    • N. Neumann
  806. 854.

    Nicht das Wichtigste, aber das Tüpfelchen auf dem “i” waren für mich die Rauchverbote der jetzigen NRW-Regierung bis in den letzten Winkel – auch wenn ich Nichtraucherin bin.

    Da haben Sie ausnahmsweise völlig recht. Das ist linksliberaler Paternalismus at its worst. Ich sitze als Raucher auch nicht gerne in verqualmten Räumen und habe Verständnis für rauchfreie Restaurants. Das Verbot von Raucherzonen und kleinen Rauchernkneipen unter dem Deckmantel des Nichtraucherschutzes ist allerdings Ausfluss einer stinkenden Moral.

    • 30. Dezember 2012 um 16:36 Uhr
    • N. Neumann
  807. 855.

    Dann wird auf EU-Ebene ernsthaft darüber nachgedacht, Zigaretten-Packungen mit Schock-Bildern zu versehen. Konsequenterweise müssten auch die Flaschen von alkoholischen Getränken mit Bildern von zirrhotischen Lebern oder süße und/oder fette Lebensmittel mit solchen von verstopften Arterien versehen werden.

    Um volkswirtschaftliche Belange geht es hier näher besehen nicht. Raucher sterben durchschnittlich früher und belasten damit das Budget von Krankenkassen unterm Strich weniger. Vielmehr geht es darum, den Menschen möglichst zu seinem Gesundheits-Glück zu zwingen.

    • 30. Dezember 2012 um 16:47 Uhr
    • N. Neumann
  808. 856.

    @NN

    „Die rigide Umverteilungs-Moral, der Herr Läubli das Wort redet und Cora Stephans klassischer Liberalismus sind nicht unter einen Hut zu bringen.“

    Das hatte ich wohl bemerkt, weswegen ich schrieb, daß er als einziger von 8 – ansonsten zustimmenden – Kommentatoren – „in eine andere Richtung weist“.
    Unter dem Eingangssatz: Wir haben tatsächlich zu wenig Moral in der Wirtschaft.“ kann ich mir aber insofern etwas vorstellen, als ich Lohndumping und „hire and fire“ auch „unmoralisch“ finde, wenn es nicht um das Überleben einer Firma sondern um Gewinnmaximierung um jeden Preis geht.

    @ML
    Und ich fürchtete, daß ich die „Verwirrte“ sei, denn wirklich nachvollziehen konnte ich seine Gedankengänge nicht. :)

  809. 857.

    @NN
    Das Verbot der Raucherkneipen kann man schon fast bösartig und lieblos nennen. Diese Eckkneipen, die jetzt dicht machen können, gehör(t)en zum Leben vieler Menschen, die jetzt stattdessen rauchend und frierend auf der Straße stehen oder vor der Glotze sitzen, was auch nicht besonders gesund ist.
    Das letzte, was ich von der NRW-Gesundheitsministerin hörte, war der Bericht über eine ausgiebige Landtagsdebatte darüber, ob Homosexuelle und Bisexuelle entgegen bisher geübter bundesweiter Praxis Blut spenden können sollen, weil das Verbot eine Diskriminierung bedeute.
    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD16-1627.pdf

  810. 858.

    Es gelang dem Ministerium aber noch nicht einmal, das „Nichtraucherschutzgesetz“ stolperfrei abzufassen:

    „Beim neuen nordrhein-westfälischen Nichtraucherschutzgesetz wird, wie im Bundesnichtraucherschutzgesetz, nicht zwischen verschiedenen Produktgruppen wie zum Beispiel Zigaretten, Zigarren, Kräuterzigaretten oder elektrischen Zigaretten wird unterschieden. Die Nutzung dieser Produkte ist in Bereichen, in denen der gesetzliche Nichtraucherschutz besteht, nicht zulässig.“
    http://www.mgepa.nrw.de/gesundheit/praevention/nichtraucherschutz/index.php

    Witzig, daß dieses Ministerium auch den Begriff „Emanzipation“ im Schilde führt.

  811. 859.

    Ergänzend zu 843
    „Die Opfer sind serbische Staatsangehörige ohne Wohnsitz in Deutschland.“
    http://www.bild.de/news/inland/messer/2-tote-bei-messerstecherei-in-frankfurt-27902998.bild.html

  812. 860.

    @MM

    Das mit dem Blogger in Jemen hat nichts mit dem Islam zu tun. Einfach damit das klar ist.

    • 30. Dezember 2012 um 18:12 Uhr
    • Mamas Liebling
  813. 861.

    @NN

    dass er glaubt, Banken seien um ihrer selbst willen gerettet worden

    :-) Kennen Sie den edlen Ritter Sigurd? (Google führt zu Wiki und zu Bildern)

    • 30. Dezember 2012 um 18:18 Uhr
    • Mamas Liebling
  814. 862.

    Habe eben die Anabasis von Xenophon gelesen. Nachdem sich das Heer bis ans Schwarze Meer gerettet hat und eine Brandspur hinterliess (irgendwie musstn sie sich ja verpflegen) entwickelt es sich allmählich zur schlichten Marodeur-Bande, wie man heute sagen würde – und wie es Xenophon überhaupt nicht sieht.

    Ich sehe da viele Parallelen zur Ideologie, die hier beschäftigt. Und unter diesem Aspekt lässt sich sogar die moderne Völkerwanderung in Richtung der Fleischtöpfe betrachten.

    Allerdings haben die meisten aktiven Vertreter dieser Ideologie noch nicht gemerkt, dass das Jahr 400 v.Chr. schon vorbei ist.

    • 30. Dezember 2012 um 18:24 Uhr
    • Mamas Liebling
  815. 863.

    @ML
    Da hatte ich doch beinahe „Xenophob“ gelesen! :)

    Ich bin nachhaltig beeindruckt: lesen Sie das etwa auch noch im Original?

    Da geht doch noch mehr:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/30/religionskrieg-massen-exekution-in-pakistan/

    Ich las gerade den Satz eines nigerianischen Pastors:
    „Ich glaube, am Ende wird der Islam den Islam zerstören.“
    Vielleicht klappt’s ja.

  816. 864.

    838 mm
    Ich kritisiere nicht „protest gegen rechte gewalt“ sondern protest nur gegen rechte gewalt. Siehe zb. gaucks weihnachtsrede,

  817. 865.

    843
    Zum Säureattentat:
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/43777/2390431/pol-me-schwere-koerperverletzung-durch-saeureanschlag-lagefortschreibung-kreis-mettmann-hilden

    Auftraggeber war der deutsch-türkische Freund, Ausführender dessen syrischer Freund.
    DIE WELT spricht von einem „Langenfelder“ und verlinkt den Polizeibericht, wo von einem „Langenfelder mit türkischen Wurzeln“ die Rede ist. Der Hinweis auf den „syrischen Freund“ stammt von einem Polizeisprecher aus den wdr-TV-Nachrichten.

    Sind diese Hinweise wichtig?
    Ich denke, ja.
    Denn wenn „meine Sorte“ auch langsam regelmäßig durchdrehen, wüßte ich das gerne.
    Und wie gehen friedliche gläubige Muslime mit solchen Nachrichten um?
    Ich wüßte es gerne.

  818. 866.

    862 ml
    Um auch die andere seite etwas besser zu verstehen folgt auf die anbasis im original das buch der könige. Selbstverständlich auch im original. War das alt/neupersisch oder pahlevi ?

  819. 867.

    Zum thema journalismus, stimmungsmache gibts einen beitrag in zettelsraum.

  820. 868.

    – Anabasis: der Zug der ‚Zehntausend‘ –

    # 863 Nachdem sich das Heer bis ans Schwarze Meer gerettet hat … entwickelt es sich allmählich zur schlichten Marodeur-Bande …– … wie es Xenophon überhaupt nicht sieht.
    Ich sehe da viele Parallelen zur Ideologie, die hier beschäftigt.

    @ FSML

    1 – Danke für die Erinnerung an den Zug der ‚Zehntausend’!

    2 – Jein bzw. Nein – darf ich ergänzen bzw. ausnahmsweise korrigieren?
    Der von Xenophon geschilderte ‚Zug der Zehntausend‘ (griechischen Schwerbewaffneten, der Hopliten, deren Kampfmethode die Phalanx war) ist der Versuch einer angeworbenen großen Söldnerarmee, aus den Irrungen und Wirrungen achämenidischer Thronstreitigkeiten zurück nach Griechenland bzw. zurück in ihre griechischen ‚Poleis‘ zurückzufinden.
    Sie waren angeworben, angeheuert und besoldet worden von dem Verwalter der Region Kleinasien, Kyros, dem Bruder des Achäemeniden-Chef und Achämeniden-Regenten Artaxerxes II.

    Kyros wollte mit seinem persischen Heer und der sehr erfolgreichen griechischen Söldnerarmee seinen Bruder Artaxerxes II., der nach dem Tode ihres Vaters Dareios II. die Thronfolge angetreten hatte, diesen Bruder und Herrscher stürzen.

    Der Rückzug der ‚Zehntausend‘ aus dem achämenidischen Kleinasien war geboten, als nach zahlreichen siegreichen Kämpfen im Zuge der von ihnen wiederum wie üblich gewonnenen siegreichen Schlacht von Kunaxa sich herausstellte, das ihr Chef und Arbeitgeber Kyros gefallen war.
    Ein Ersatz-Prätendent, der hätte in seine Fußstapfen treten und den bis dahin siegreichen Kampf hätte weiterführen können, fand sich trotz aller und allseitiger Bemühungen nicht.

    Nachdem durch Vertragsbruch bzw. Verrat das gesamte Oberkommando der griechsichen Söldnerarmee der ‚Zehntausend‘ hingerichtet worden war, sahen sich die griechischen Soldaten veranlasst oder – besser – gezwungen, umgehend trotz aller vorheriger Siege den Rückzug in ihre Heimat-Stadtstaaten anzutreten.

    Auch dieser Rückzug verlief ebenfalls keineswegs ohne Komplikationen und Verluste, da auch hier vertragliche Abmachungen mit der achämenidischen Gegenseite nicht eingehalten wurden.

    Trotz aller enormen Widrigkeiten erreichten sie schließlich dann doch – unter den erlösend-begeisternden Rufen Θάλαττα, θάλαττα (Thálatta! Thálatta! – „das Meer, das Meer!“) – die Küste des Schwarzen Meeres und konnten dann von dort in ihre jeweiligen Heimat-Stadtstaaten zurückgelangen.

    und eine Brandspur hinterliess (irgendwie mussten sie sich ja verpflegen) entwickelt es sich allmählich zur schlichten Marodeur-Bande

    3 – Ja – darf ich bestätigen?
    Eine große Armee, die ohne jegliches Abkommen bzw. unter Bruch jeglichen Abkommens durch eine – folglich – feindliche Region zu marschieren hatte, hätte (unter Bedingungen einer einigermaßen ‚gerechtverteilt‘-angemessenen Belastung der Bevölkerung der Region Kleinasiens) wie überhaupt verproviantiert werden können?

    4 – Conclusio – darf ich schlussfolgern?
    Die Alternative wäre die Bereitschaft der griechischen Söldnerarmee der ‚Zehntausend‘ gewesen, sich von den Satrapen des Artaxerxes II. totalvernichten zu lassen.

    Abschließend nochmals allerherzlichsten Dank für den wertvollen Hinweis auf die Anabasis des Xenophon!

  821. 870.

    Wer hätte das gedacht? Der angeblich so tolerante Wolfgang Thierse hat etwas gegen „sudländische“ Zuwanderer:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolfgang-thierse-wettert-gegen-schwaben-in-berlin-a-875182.html

    • 30. Dezember 2012 um 20:50 Uhr
    • NKB
  822. 871.

    838 mm
    Ich kritisiere nicht “protest gegen rechte gewalt” sondern protest nur gegen rechte gewalt. Siehe zb. gaucks weihnachtsrede,

    @ ernsthaft

    Wenn Sie es schon mit der Zeichensetzung und der Groß- und Kleinschreibung nicht so genau nehmen, sollten Sie wenigstens den betreffenden Satz von Gauck, über den sich hier manche empört haben, genauer lesen.

    • 30. Dezember 2012 um 21:08 Uhr
    • N. Neumann
  823. 872.

    Wer hätte das gedacht? Der angeblich so tolerante Wolfgang Thierse hat etwas gegen “sudländische” Zuwanderer:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolfgang-thierse-wettert-gegen-schwaben-in-berlin-a-875182.html

    @ NKB

    Na und? Wenn es Berlins internationaler Flair gebietet, über niemanden zu meckern, der aus dem Ausland zugezogen ist (vom Ami über den Russen bis hin zum Türken), dann wird man sich wohl doch noch diejenigen Deutschen rauspicken dürfen, die sich hier durchschnittlich am wenigsten anpassen.

    Außerdem pflegt der aus Baden-Württemberg migrierte Neu-Berliner im Prenzlberg sowieso die Grünen zu wählen, insofern macht sich Ossi-Bär nicht selber Wähler abspenstig.

    Auch begrenzt er, zumindest implizit, die Anzahl derjenigen Berliner, die berechtigterweise über andere Gruppen meckern dürfen: Dafür muss man vor 1990 in Berlin ansässig gewesen sein.

    Ich muss also noch ein paar Jahre warten, bis ich richtig loslegen darf und mir mal eine ganze Gruppe vorknöpfe.

    • 30. Dezember 2012 um 21:28 Uhr
    • N. Neumann
  824. 873.

    @ ernsthaft

    Ich kritisiere nicht “protest gegen rechte gewalt” sondern protest nur gegen rechte gewalt. Siehe zb. gaucks weihnachtsrede,

    Ja das hatte ich auch so verstanden.

    • 30. Dezember 2012 um 21:56 Uhr
    • MM
  825. 874.

    @ NN

    Na und? Wenn es Berlins internationaler Flair gebietet, über niemanden zu meckern, der aus dem Ausland zugezogen ist (vom Ami über den Russen bis hin zum Türken), dann wird man sich wohl doch noch diejenigen Deutschen rauspicken dürfen, die sich hier durchschnittlich am wenigsten anpassen.

    Herr Thierse (dem ich so wenig wie den meisten anderern Berlinern mit nicht baden-württembergischen Migrationshintergrund zutraue, zwischen einem Schwaben und einem Badener auch nur ansatzweise zuverlässig unterscheiden zu können) könnte sich ja dafür einsetzen, dass BW endlich zur Schweiz kommt. Die SVP (!!!) hat ja vor ein paar Jahren mal Interesse bekundet. Dann könnte man vielleicht eine umgekehrte Ventilkausel einführen.

    • 30. Dezember 2012 um 21:58 Uhr
    • NKB
  826. 875.

    Im Übrigen finde ich, dass Herr Thierse es bei seiner Schelte, mag sie nun im Einzelnen berechtigt sein oder nicht, nicht hätte belassen sollen. Warum gibt es in Berlin z.B. keine Schwaben-Räte oder einen Schwaben-Beauftragten? Warum werden seitens der Stadt nicht mehr Dolmetscher für die Schwaben zur Verfügung gestellt (wo man doch um ihre Kommunikationsprobleme weiß)? Warum wird der Schulunterricht nicht eigens für Schwaben-Kinder, die ohnehin regelmäßig – nicht nur bei der Sprachentwicklung – ihrer Eltern wegen benachteiligt sind, angepasst? Wieso gibt es keine Schrippen-Förderklassen?

    So kann man natürlich keine „Integration“ erwarten.

    • 30. Dezember 2012 um 22:13 Uhr
    • NKB
  827. 876.

    871 neumann
    Sie meinen weil er, sicher wohlüberlegt, das wörtchen „auch“ benutzt hat, wurde keine opfergruppe besonders hervorgehoben ?
    Es war doch „auch“ ? Er hätte auch einfach von angst und gewalt im öffentlichen raum sprechen können. Hat er aber nicht. Oder erinnere ich mich da falsch ?

  828. 877.

    Aber zumindest an impertinenten Vereinen mangelt es nicht:

    http://www.com-tools.de/bw-berlin/verein.htm

    • 30. Dezember 2012 um 23:07 Uhr
    • NKB
  829. 878.

    @ ernsthaft, @ N. N.

    Aus welchem kühlen Grunde soll der Bundespräsident eigentlich den penetranten Langweiler abgeben und zweimal im Jahr dasselbe sagen?
    Schließlich hatte sich Gauck in dem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit” bereits schon einmal am 31. Mai 2012 thematisch eindeutig geäußert:
    ______________________

    „… Den Satz Ihres Vorgängers, „Der Islam gehört zu Deutschland“, haben Sie bislang nicht übernommen.“

    Nein, aber seine Intention nehme ich an. Die Absicht war die, zu sagen: Leute, bitte einmal tief durchatmen und sich der Wirklichkeit öffnen.
    Und die Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben.

    „Wie hätten Sie den Satz formuliert, haben Sie sich das gefragt?“

    Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland. Ich habe in meiner Antrittsrede von der Gemeinsamkeit der Verschiedenen gesprochen.
    Dahinter steckt eine Vorstellung von Beheimatung nicht durch Geburt, sondern der Bejahung des Ortes und der Normen, die an diesem Ort gelten.
    Jeder, der hierhergekommen ist und nicht nur Steuern bezahlt,
    sondern auch hier gerne ist, auch weil er hier Rechte und Freiheiten hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat,
    der gehört zu uns,
    solange er diese Grundlagen nicht negiert.

    Deshalb sind Ein-Satz-Formulierungen über Zugehörigkeit immer problematisch,
    erst recht, wenn es um so heikle Dinge geht wie Religion.

    Da kann ich diejenigen eben auch verstehen, die fragen:

    Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt,
    hat er die Aufklärung erlebt, gar eine Reformation?

    Dafür habe ich Verständnis,
    solange das keinen rassistischen Unterton hat.

    Ich bin hoch gespannt auf den theologischen Diskurs innerhalb eines europäischen Islam.

    Ich begrüße, dass in diesem Lande Lehrstühle für Islamwissenschaften geschaffen wurden und wir schon bald hier ausgebildete islamische Religionslehrer haben werden.
    So etwas kann einen Diskurs auf Augenhöhe nur befördern. …

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Interviews/2012/05/120531-Zeit-Interview.html

  830. 879.

    Ich fass‘ es nicht!
    Erst jetzt wird mir deutlich, welche Integrationsaufgaben Berlin und die Berliner tatsächlich zu leisten haben!

    Und dann noch dieses: Westwind!
    http://www.westwind-ev.de/ueber_uns/index_html

    Und das ist vermutlich noch nicht alles.

    Ich darf aber doch davon ausgehen, daß die Kriminalitätsrate von zugewanderten aus BaWü und NRW gesondert ermittelt wird!

    PS Wenn meine Großmutter das Wort „Schrippe“ aussprach, drehte sich mir regelmäßig der Magen um. Das heißt „Brötchen“!

  831. 880.

    @Publicola

    „Aus welchem kühlen Grunde soll der Bundespräsident eigentlich den penetranten Langweiler abgeben und zweimal im Jahr dasselbe sagen?
    Schließlich hatte sich Gauck in dem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit” bereits schon einmal am 31. Mai 2012 thematisch eindeutig geäußert:“

    1. weil nicht jeder Bundesbürger DIE ZEIT liest oder Ihre zweimalige Verlinkung des Textes oder meine kurz nach Erscheinen gelesen hat.

    2. weil er wie Lehrer dafür bezahlt wird, nicht nur zweimal sondern mehrfach im Jahr dasselbe zu sagen.

    3. weil eine TV-Weihnachtsansprache einen höheren Stellenwert und eine wohl nicht ganz zu Unrecht vermutete größere Reichweite hat als ein ZEIT-Interview zu Beginn seiner Amtszeit.

    4. weil man vermuten darf, daß – wie beim Koran – die zuletzt geäußerten Worte einen höheren Stellenwert als frühere haben.

    Hab‘ ich was vergessen?

  832. 881.

    @ernsthaft,
    in dem berühmt-berüchtigten Blog hat jemand sich ausführlich zum HHer Staatsvertrag mit den muslimischen Verbänden geäußert.
    Und wenn dessen Überlegungen nur ansatzweise zutreffen, wird mir noch unwohler bei dem Unterfangen.

  833. 883.

    @ NKB

    Ich weiß jetzt nicht, inwieweit Sie in den letzten Wochen mitgelesen haben, daher wiederhole ich mich teilweise. Die Schwaben und Badener (die von den meisten Bewohner Berlins sprachlich nicht voneinander unterscheiden können) mögen unter den deutschen Binnen-Migranten in Berlin im Vergleich mit Zugezogenen aus anderen Bundesländern etwas überproportional vertreten sein. Das von Thierse geäußerte Ressentiment fußt realiter jedoch mehr in dem Umstand, dass Schwaben und Badenern – – durchschnittlich wohlgemerkt – am deutlichsten und vergleichsweise häufigsten die alte Heimat angehört wird. Dies hat wiederum wenig mit einem schwäbischen oder badischen Sprachklang an sich zu tun.

    Vielmehr handelt es sich bei Schwaben in Berlin für manche Leute um eine personifizierte negative Chiffre für aus anderen Bundesländern zugezogene Deutsche und den damit verbundenen sozioökonomischen Strukturwandel der Stadt, der ihnen nicht behagt. Einige der Alteingesessenen, und das sind nicht sämtlich Ur-Berliner, lästern über die Zugezogenen, einige der Etablierten bzw. einige derjenigen, die sich als solche empfinden, ziehen über die Außenseiter her bzw. diejenigen, die sie als solche sehen. Und die Absurdität von Thierses Ressentiment wird zusätzlich noch dadurch befördert, dass sich unter den Alteingesessenen, zumal in Kreuzberg und unter Einwohnern, die sich selbst als leidlich bürgerliche Zeitgenossen begreifen, auch Ex-Schwaben und Ex-Badener befinden, denen man auch nach langen Jahren noch die alte Heimat anhört und es nicht als spießig empfinden, wenn sie in Kreuzberg oder irgendwo sonst in Berlin Maultaschen essen.

    Die Steigerung der negativen Chiffre sind natürlich die Schwaben, die Immobilien kaufen, da nach zehn Jahren Mietermarkt sowie vergleichsweise preiswertem Wohnen in Berlin ab 2008 und zunehmend nochmal in den letzten beiden Jahren die Mieten angezogen sind. Dem mehr oder weniger politisch links orientierte Ressentiment-Bürger ist zwar bewusst, dass Privatpersonen und Investoren aus aller Herren Länder und Bundesländer auf dem Berliner Immobilienmarkt (auf dem es tatsächlich, bedingt durch die Größe der Stadt und entsprechend des lokalen Marktes vergleichsweise viele schwarze Schafe gibt) tätig geworden sind. Das ist ihm aber zuweilen etwas zu abstrakt, schließlich sieht und hört man es kaum einem dieser Kapitalisten an, ob sie auch als Teilnehmer des Immobilienmarkts die Stadt bevölkern oder nicht. Insofern erzeugt es in manchem ein wohliges Missfallen, wenn er konkrete Schwaben (und Badener) für steigende Mieten in Haftung nehmen kann.

    Neben den steigenden Mieten hat sich noch zusätzlich der Tourismus in Berlin zwischen 2002 und 2012 verdoppelt. Tourismus ist zwar unter ökonomischen Gesichtspunkten stark zu begrüßen, kann aber auch hie und da etwas nerven. Wer als Berliner also nicht direkt vom Tourismus partizipiert und sich auch an anderen Erscheinungen des sozioökonomischen Strukturwandels in Berlin auf grundsätzlichere Art stört, der wettert auch gerne mal gegen Touristen. Vor allem, wenn er Kreuzberger ist, also in einem Bezirk lebt, um den viele ganz normale Touristen vor Jahren noch einen Bogen gemacht haben. Touristenbusse, die durch Kreuzberg fahren, können von ihm so gerade noch mit metropoleskem Gleichmut toleriert werden; solche, die jedoch die Frechheit besitzen, nicht weit von seinem Kiez halt zu machen, gehen für ihn gar nicht. Die sollen mal schon alle irgendwo in der Nähe des Brandenburger Tors halten.

    So mussten die Kreuzberger Grünen vor einiger Zeit ein Bürger-Hearing zur Regulierung des Tourismus in eine größere Räumlichkeit verlegen. Dort durfte dann auch ein zauseliger Jemand mit leichtem Badener Sound sagen: „Berliner sind unfreundlich, das müssen wir den Touristen kommunizieren.“

    Hier verhält es sich so ähnlich wie mit den autonomen Punks und den Zeit-Obdachlosen (siehe meine Bemerkungen weiter oben). Motto: „Gäste ja, aber nur wenn wir sie auch persönlich eingeladen haben. Es ist schließlich unser Dorf.“

    Last but not least kommt hinzu, dass viele miesepetrige Berliner, obwohl sie miesepetrig sind, im Alltag bei weitem nicht die ganze Zeit über das meckern können, wodurch sie ihren Kiez oder Stadtteil bedroht sehen; zumindest agieren die meisten darunter eher selten konfrontativ.* Das Leben in einer Metropole erfordert auch Gleichmut in der Öffentlichkeit, man kann die anderen ja nicht so maßregeln wie in einem Dorf. Insofern verhält sich Wolfgang Thierse nicht untypisch. Sehr wahrscheinlich wird er kaum jemandem gesagt haben, dass Brötchen in Berlin Schrippen heißen, deshalb nutzte er seinen privilegierten Zugang zur Medienöffentlichkeit, um seinem angestauten Unmut mal Luft zu machen. Und das auch noch trickreich: Der Schwabe passt sich ja laut Thierse nicht nur nicht an, er versucht, so Thierse sinngemäß, auch noch mitten im Prenzlberg eine spießige Ordnung aufzubauen, die nichts mit Berlin zu tun hat. Auf das niemand auf den Gedanken kommt, dass Thierse auf seine Art spießig ist.

    Ein guter Arbeitskollege eines Freundes, seines Zeichens ursprünglich Schwabe, ist unlängst vom Prenzlberg nach Schöneberg gezogen. Ihn nervten u.a. Leute, bei denen alles irgendwie öko sein muss. Überflüssig zu erwähnen, dass dies keine spezifisch schwäbische Eigenheit ist.

    * „Touristen fisten!“ etwa an einer Häuserwand irgendwo in Kreuzberg 36 ist zwar eine deutliche Ansage aus der extrem-linken Szene, aber das Anpöbeln oder Verprügeln von sichtbar ortsfremden Personen hält sich bisweilen in Grenzen.

    • 30. Dezember 2012 um 23:58 Uhr
    • N. Neumann
  834. 884.

    wird er kaum jemandem persönlich gesagt haben

    • 31. Dezember 2012 um 00:01 Uhr
    • N. Neumann
  835. 885.

    … und mit diesem Satz hat Thierse wohl zur Freude Vieler das Zitat des Tages geliefert:

    „Sie kommen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig ist, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollen sie es wieder so haben wie zu Hause – das passt nicht zusammen.“

  836. 886.

    Aber KC, den Thierse-Satz können Sie doch nur schwer auf Türken/Muslime ummünzen, die sind meistens doch aus anderen Beweggründen nach Deutschland gezogen.

    Oder sind sie vielleicht deshalb so von diesem Satz angetan?

    • 31. Dezember 2012 um 00:11 Uhr
    • N. Neumann
  837. 887.

    Hab’ ich was vergessen?

    @ KC

    Ja, aber ganz sicher doch.

    Wer als ein hoher Repräsentant einer Nation den Anspruch hat (haben sollte), ernstgenommen zu werden, tut gut daran,
    sich zu einem gesellschaftlich relevanten Thema inhaltlich oder/und gestisch in merklich begrenzter Häufigkeit, sinnvollerweise: einmal, deutlich und klar zu äußern.

    Ein Repräsentant, der in dieser Weise eine abstumpfende Inflation themenidentitärer Äußerungen und damit eine relevanzvermindernde Verwässerung seiner Aussagen vermeidet,
    darf darum auch berechtigterweise damit rechnen,
    sich für eine gewisse Zeitlang weit über seine Amtsinhaberschaft hinaus ins öffentliche Gedächtnis der nationalen Erinnerungskultur eingeprägt zu haben.

    Zur Illustration nur einige wenige Beispiele:
    erinnert sein diesem Zusammenhang
    an den Warschau-Kniefall Brandts,
    an die ‚Ruckrede‘ von Roman Herzog,
    an die Aussage Weizsäckers über die Befreiung vom Nationalsozialismus.

  838. 888.

    … erinnert sei in diesem Zusammenhang ….

  839. 889.

    886
    @NN, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, ich bin hier zum Teil auch als Berichterstatterin dessen unterwegs, was nicht oder nicht nur meinen eigenen Interessen entgegenkommt.

    Wenn ich nun interpretieren soll, warum viele, die offenkundig bei diesem Satz an südeuropäische Zuwanderung denken, ihn trotz der von Ihnen genannten Unstimmigkeit goutieren, dann liegt das möglicherweise genau an dieser – und es bleibt jedem überlassen, den „unpassenden“ Einstieg nach gusto zu verändern. Da ist dann vieles denkbar -angefangen von der Flucht aus Lebensgefahr und vor Verfolgung bis hin zu den Segnungen eines Sozialstaats.

    Ich könnte mich solchen Überlegungen aber möglicherweise durchaus anschließen, wenn ich den Schwerpunkt auf „wieder haben wie zu Hause“ lege. :)

    Ich glaube, für viele ist der Satz deswegen so markant, weil sie wissen, daß es Thierse nicht im Traum einfiele, vergleichbare Kritik an den südeuropäischen Zuwanderern zu üben, deren Festhalten an heimatlichen Gewohnheiten aller Art auch nicht eben integrationsbefördernd sind.

    Gute Nacht!

  840. 890.

    …. integrationsbefördernd ist.

  841. 891.

    … weil sie wissen, daß es Thierse nicht im Traum einfiele, vergleichbare Kritik an den südeuropäischen Zuwanderern zu üben, deren Festhalten an heimatlichen Gewohnheiten aller Art auch nicht eben integrationsbefördernd sind.

    @ KC

    Nein.

    Bundestags-Vizepräsident Thierse hat in der Debatte um Schulgewalt die mangelnde Integration in Deutschland als «soziale Zeitbombe» bezeichnet. Die Neuköllner-Rütli-Hauptschule sei kein Einzelfall … Die Politiker sollten nicht länger «illusionären Idyllen anhängen», warnte er.

    … Neben dem gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Beruf
    müsse es ebenso selbstverständlich sein,
    dass Recht und Gesetz für alle gälten.
    «Das Grundgesetz ist verpflichtende Grundlage des Zusammenlebens.»
    Ebenso verpflichtend sei die Beherrschung der deutschen Sprache.

    http://www.netzeitung.de/deutschland/390150.html

  842. 892.

    @Publicola – und alles, was Sie schreiben, ändert nichts daran, daß dieser Satz aus Gaucks Weihnachtsansprache Menschen landauf landab in schon erstaunlicher Einhelligkeit empört hat, weil er nicht ihrer Wahrnehmung und ihren Erfahrungen entspricht.

    Und damit auch Ihnen eine gute Nacht!
    http://www.youtube.com/watch?v=8v626CMvM5Q

  843. 893.

    891
    … dann nehme ich gähnend – nur aus Müdigkeit- alles gegenteilgen Aussagen mit dem Ausdruck des Bedauerns eilends zurück! :)

    http://www.youtube.com/watch?v=ROODVx2Mx4c

    • 31. Dezember 2012 um 0