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Ushahidi: wissen, was wo in Japan passiert

 

Stündlich, minütlich ändert sich in Japan jetzt die Lage. Für die Betroffenen sind Nachrichten über das Atomkraftwerk Fukushima-1 wichtig, noch wichtiger sind jedoch Informationen darüber, wo sie in ihrer Umgebung am schnellsten Hilfe finden. Wo gibt es Unterkunft, wo gibt es etwas zu essen?

In Japan wurde nun die Ushahidi-Plattform aufgesetzt, um den Katastrophenopfern zu helfen. Ushahidi wurde 2008 in Kenia entwickelt, um die Unruhen nach den Wahlen zu dokumentieren. Das Wort bedeutet „Zeuge“ und die Plattform hat es sich zur Aufgabe gemacht, lokale Entwicklungen zu dokumentieren. Jeder Bürger kann mit seinem Handy Informationen beitragen.

Die Daten werden im Crowdsourcing-Verfahren von vielen Freiwilligen erhoben und in verschiedene Kategorien wie etwa „Vertrauenswürdige Berichte“, „Zustand der Infrastruktur“, „Versorgung“, „Gefahrenzone“ oder „Andere Sprachen“ eingeordnet. Aber auch Daten des Wetterdienstes zu den neuesten Erdbeben werden automatisiert eingelesen. Das ist wichtig, da es nahezu ununterbrochen zu mehr oder weniger schweren Nachbeben kommt. So kann Hilfe geleistet – aber auch ein minutiöser Überblick über die Entwicklung behalten werden:

Die Ushahidi-Daten können wiederum über offene Schnittstellen in andere Dienste importiert werden, zum Beispiel in diese Krisenkarte des Geodatenunternehmens Esri, die die Daten in einem Mashup zusammen mit RSS-Nachrichtentickern, Erdbebendaten, Twitter- und Youtubeinformationen anzeigt. Die Youtube-Einträge sind allerdings in vielen Fällen nicht treffend lokalisiert, auch die Nachrichtenmeldungen passen noch nicht ganz. Dafür dass die Karte aber erst vor wenigen Tagen eingerichtet wurde, bietet sie eine gute Orientierung.

Ein Klick auf den Link, der in die oben ausgewählten Ushahidi-Meldung eingefügt wurde, führt beispielsweise weiter zu einem Mobildienst, der über die Einbindung von GoogleMaps anzeigt, an welchen Orten es Verpflegung und Unterkunft gibt:

14 Kommentare

  1.   Christian Willmes

    Der Autor vewechselt das Framework (= Ushahidi), mit der Anwendung (sinsai.info ?) die aus Zusammenspiel von Framework und Daten(aufbereitung) entsteht. Aber nichts desto trotz ist Ushahidi ein sehr gutes Projekt, aber halt nur ein Software Framework das ohne Daten wenig hilft…


  2. Die Autorin hatte gehofft, dass sie dies mit dem Begriff „Plattform“ eigentlich signalisiert hätte.

  3.   Christian Willmes

    Oh ja soryy DIE Autorin.. und der Blog ist ja jetzt auch nicht Falsch. Aber das ist irgendwie vergleichbar als würde man z.B. ContenManagementSystem XY auf dem ZeitOnline basiert für die Inhalte und den Nutzen von ZeitOnline loben.
    Also etwa „auf CMS XY ist ein ganz toller Artikel über ABC erschienen“ würde man doch nicht sagen oder? Klar, das ContentManagement System ist ist wichtig ohne dies läuft die Anwendung nicht, aber dadurch wird der Content (und dessen Zusammenstellung), der den eigentlichen Wert ausmacht unterrepräsentiert. Was ich sagen will, die leute die das Ushahidi auf sinsai.info installiert haben und die Instanz redaktionell betreuen und technisch am laufen halten sind hier die wahren Helden. 🙂


  4. Ja klar, auf jeden Fall! Aber Ushahidi als Konzept an sich ist ja nicht so bekannt – mir ging es auch darum zu erzählen, was man heute machen kann, um etwas Orientierung in die Massen von Datenströmen zu bringen, um Menschen zu helfen. Ich glaube übrigens, dass Ushahidi Sinsai noch nicht bekannt genug ist – die Anzahl der Nachrichten ist einigermaßen überschaubar.


  5. Zeit läuft glaubich auf dem open source cms Drupal.

  6.   Nachrichtenredaktion

    mitchiru: Wir verwenden u.a. Zope (CMS), Drupal (Community-Funktionen) und WordPress (Blogs).


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