Es geht auch ohne Fernsehen
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Netzfilm der Woche

Netzfilm der Woche: “Hiccup”

Von 23. November 2014 um 08:36 Uhr
© Pigrat Productions

© Pigrat Productions

Pillen. Elektroschocks. Opium-Pfeifen. Ein Besuch beim Schamanen. Will hat alles versucht. Doch nichts hat geholfen, den Schluckauf loszuwerden, unter dem er seit seiner Kindheit leidet. Inzwischen ist Will um die 30 und hat die Hoffnung auf Heilung aufgegeben. Er verbringt seinen Tag mit einem tristen Bürojob und den Abend im Kino, was aber, wer hätte es gedacht, mit einem Dauerschluckauf nicht wirklich gut ankommt. In dieser scheinbar aussichtslosen Situation hat Will noch eine Alternative – er weiß nur noch nichts davon.

Hiccup von Griffin Devine und Alyssa Radmand ist ein sonderbarer Kurzfilm und nur schwer zu kategorisieren. Er ist teils Comedy, wenn er die kuriosen Szenen aus Wills Leben betrachtet, in die er durch seinen Schluckauf hineingeschlittert ist. Gleichzeitig aber auch Drama, weil er die Zuschauer immer tiefer in die Verzweiflung seines Protagonisten führt. Die Spannung des Films entwickelt sich aus Wills Verwandlung vom klassischen Außenseiter zum psychotischen Misanthrop.

Sechs Tage lang filmte das Team von Hiccup in Los Angeles, das ist viel für einen Kurzfilm. Den Aufwand spürt man: Die Auswahl der Drehorte und des Soundtracks tragen sehr zum Charme des Films bei. Düstere Nachtaufnahmen kontrastieren mit Neonlichtern, surrealen Drogenszenen und einem Elektro-Soundtrack von Moby. Diese Kombination aus Neo-Noir und Arthouse, das wissen wir spätestens seit Drive, passt sehr gut zusammen.

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Netzfilm der Woche: “Dripped”

Von 16. November 2014 um 08:06 Uhr
© Chez Eddy

© Chez Eddy

Manhattan in den fünfziger Jahren. Jack ist ein Kunstliebhaber mit der Ambition, eines Tages selbst berühmt zu werden. Doch Kunst kommt in seinem Fall nicht nur von Können, sondern auch von Klauen. Auf der Suche nach Inspiration greift Jack zu drastischen Mitteln: Er stiehlt die Werke großer Meister und verspeist sie – in der Hoffnung, eins mit ihnen zu werden. Doch was ist, wenn alle Kunst verschwunden ist?

Dripped (2011), der animierte Kurzfilm von Léo Verrier, hat einen beachtlichen Festivallauf hinter sich. Er gewann mehrere Preise und stand 2012 sogar auf der Shortlist für den Oscar.

Sowohl die Geschichte als auch der Titel von Dripped sind eine Hommage an das Leben und Werk des amerikanischen Expressionisten Jackson Pollock. Der suchte zu Beginn seiner Karriere ebenfalls nach Inspiration in den Werken Picassos, Mirós und im Kubismus. Doch erst Mitte der vierziger Jahre perfektionierte er seinen eigenen Stil: Mit der sogenannten Dripping-Technik ließ er Farbe auf die Leinwand auf dem Boden tropfen und stieg mit dieser Form des Action Paintings zu einem der bekanntesten US-Künstler der damaligen Zeit auf – bevor er mit nur 44 Jahren verstarb.

Verrier verarbeitet nicht nur Pollocks Karriere. Sein Film ist eine Ode an Kreativität und Schaffenskraft. Der individuelle Animationsstil, das Retro-Setting und der exzellente Jazz-Soundtrack von Pablo Pico machen Dripped zu einem erfrischend anderen Animationsfilm. Mit zahlreichen Referenzen aus der Kunstgeschichte und surrealen Sequenzen erinnert er daran, dass sich Individualität und Inspiration nicht ausschließen, sondern in den meisten Fällen ergänzen.

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Netzfilm der Woche: “Running the Gammatar”

Von 9. November 2014 um 08:12 Uhr
© Joe Kramer

© Joe Kramer

Stan hat aber auch Pech. Als er gerade mit seiner Freundin June Schluss machen will, taucht der Gammatar auf und legt die Straße in Schutt und Asche. Und erwischt dabei auch noch June, die nun Harvey-Dent-mäßig mit einem halben Gesicht herumläuft. Aber jetzt kann er sie natürlich erst recht nicht verlassen. Oder?

Der Kurzfilm Running the Gammatar von Joe Kramer (der auch Stan spielt) ist eine ziemlich trashige Komödie im besten Indie-Stil: Schnelle Dialoge, knallige Farben und ein paar hippe Indiepop-Songs als Soundtrack. Dann ist da natürlich noch das Monster, eine Mischung aus Godzilla und Jabba the Hutt; feuerspeiend, ziemlich tapsig und bewusst schäbig animiert.

Andererseits ist der Kurzfilm auch eine gelungene Parodie der egozentrischen Mittzwanziger-Großstadt-Generation: Oh, ein Monster läuft durch die Straßen? Lass uns erst mal ein Selfie machen. Die Freundin, die Stan eigentlich loswerden wollte, wird genau in dem Moment wieder interessant, als sie sich einen anderen Typen anlacht. Und selbst als der beste Kumpel im Krankenhaus langsam durch die Verbände blutet, gibt es für Stan nur ein Gesprächsthema: sich selbst. Running the Gammatar ist ebenso eine Geschichte über ein Monster wie über ein monströses Ego, fasst es RJ Evans vom Blog Kuriositas zusammen.

Dass der Film so kurzweilig ist, liegt auch an den kleinen Details, die Kramer eingebaut hat. Wenn etwa der Wetterfrosch im Fernsehen nonchalant erklärt, man solle zur Mittagszeit besser einen Schirm auspacken, da Gammatar zu dieser Zeit pinkele und Stan eine Szene später nasse Flecken auf seinem Anzug hat, muss man einfach schmunzeln. Ebenso über das Ende, das wir nicht verraten möchten. Nur so viel: Auch Monster können auf dem Ego-Trip sein.

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Netzfilm der Woche: “Ebola Ambulance”

Von 2. November 2014 um 08:15 Uhr
Gordon Kamara (© New York Times)

Gordon Kamara (© New York Times)

Gordon Kamara beendet den Anruf und blickt in die Ferne. “Es hört nie auf”, sagt er. Das “es”, von dem er spricht, ist Ebola. Kamara ist Sanitäter in Liberias Hauptstadt Monrovia und ein sogenannter First Responder: Gibt es in der Millionenstadt einen neuen Verdachtsfall, rücken er und ein Dutzend andere Teams aus, um die Erkrankten zu desinfizieren und zu den Sammelstellen zu bringen, wo sie medizinische Hilfe bekommen. Über 4.000 Menschen sind in Liberia seit dem neusten Ebola-Ausbruch offiziell erkrankt, etwa 2.500 starben. Impfungen oder ein Heilmittel gegen das Virus gibt es nicht. Etwa 60 Prozent der Erkrankten überleben nicht. Die Ärzte können nur versuchen, die Leiden der Erkrankten zu lindern, die Bevölkerung aufzuklären und Häuser zu desinfizieren.

Der Videojournalist Ben C. Solomon hat im Auftrag der New York Times den Helfer bei der Arbeit begleitet. Seine Kurzdoku Ebola Ambulance gibt einen bedrückenden Einblick in den Alltag mit der Epidemie. Sie liefert Bilder zu den zahlreichen Geschichten, die uns aus den Krisengebieten erreichen.

Der Großteil Monrovias besteht aus Slums, die Armut ist ein Nährboden für das Virus. Viel zu wenige Helfer kämpfen mit den Behörden, die falsche Prioritäten setzen und mit dem Unmut der Bevölkerung. In einer Szene transportieren Kamara und sein Kollege eine kranke Frau ab, eine Menschentraube schreit die Helfer an. In einer anderen weisen die Ärzte der Sammelstelle Kamara ab, weil sie keine neuen Kranken aufnehmen können. Kamaras Hilflosigkeit entlädt sich erst in Wut, dann in Resignation.

Gordon Kamara weiß, dass er und seine Kollegen nicht jeden retten können. Dennoch begibt er sich jeden Tag aufs Neue in Lebensgefahr. Seine Familie hat er bereits vor Monaten an einen anderen Ort gebracht. Für Kamara ist das Risiko zu hoch, seine Frau und die fünf Kinder möglicherweise anzustecken. Geblieben sind ihm nur die wenigen Fotos seiner Familie, die über seinem Bett hängen.

Es sind Momente wie dieser, in denen Ebola Ambulance die Situation in den betroffenen Gebieten am deutlichsten macht. Die Epidemie fordert nicht nur die Leben der Erkrankten, sie isoliert Ärzte, Helfer, die gesamte Gesellschaft. Und es wird so schnell nicht aufhören. “Ebola wird noch lange hier sein”, sagt Kamara am Ende des Films. Das sehen die meisten Experten ähnlich. Nur ein gemeinsames, internationales Handeln vor Ort kann die Epidemie eindämmen. Aufklärung. Ärzte. Hilfsgüter. Und mehr Helfer wie Gordon Kamara.

Netzfilm der Woche: “Flesh Computer”

Von 26. Oktober 2014 um 08:16 Uhr

flesh computer

Was ist das eigentlich, Bewusstsein? Menschen haben ein Bewusstsein, na klar. Säugetiere vermutlich auch. Aber was ist mit Reptilien, Fischen, Insekten, Einzellern? Und wie misst man Bewusstsein überhaupt? Darüber streiten die Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften seit Jahrhunderten. Auch der australische Philosoph David Chalmers befasst sich mit der Philosophie des Geistes. Seine These: Unterschiedliche Formen des Bewusstseins gehen hinunter bis auf die Ebene von Molekülen.

Die Ideen von Chalmers bilden den losen theoretischen Hintergrund von Ethan Shaftels Kurzfilm Flesh Computer. Aus dem Fernsehen heraus doziert der Philosoph als subtile Off-Stimme, während die Perspektive zwischen mehreren Bewohnern eines Wohnhauses wechselt: von einem Mädchen über zwei gewalttätige junge Männer hin zu einer Fliege an der Wand. Im Mittelpunkt aber steht ein junger Mann und der namensgebende “Fleischcomputer”: ein ebenso mechanisches wie organisches Etwas, das atmet, schnauft – und vor allem ein Bewusstsein zu besitzen scheint.

Natürlich erinnert Flesh Computer sofort an die Filme des kanadischen Regisseurs David Cronenberg. Der zeigte etwa in eXistenZ eine organische Konsole, mit der sich die Spieler in eine virtuelle Welt einklinken konnten. In Videodrome geht es um einen mysteriösen Fernsehsender, der das Leben der Zuschauer beeinflusst. Flesh Computer könnte sich hier nahtlos einreihen. Der Kurzfilm greift gleichermaßen die Angst vor der Computerisierung der Gesellschaft auf als auch die Frage, wie eng das Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine aussehen könnte. Wo hört die Vernetzung auf und wie viel Bewusstsein haben die Computer der Zukunft?

Eine Antwort bleibt Regisseur Shaftel in den knapp zwölf Minuten schuldig. Flesh Computer ist ohnehin keine abgeschlossene Erzählung, sondern eher ein Denkansatz – mit teilweise ziemlich grotesken Bildern. Mit seiner Mischung aus bewusst überdrehten Computeranimationen und mechanischen Effekten, die wiederum an klassische B-Horror- und Splatter-Filme erinnern, bietet Flesh Computer ein etwas anderes Kurzfilm-Erlebnis: Es ist irgendwie abstoßend, aber man möchte auch nicht wegschauen.

(Deutsche Untertitel gibt es per Klick auf CC im Player)

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Netzfilm der Woche: “Yardbird”

Von 19. Oktober 2014 um 08:02 Uhr
Yardbird

© Bridle Path Films

Yardbird ist ein englischer Ausdruck für einen Gefangenen. Im gleichnamigen Kurzfilm scheint er für die junge Ruby zu stehen, die auf einem Schrottplatz außerhalb der Stadt lebt: abgeschieden, etwas verlottert und mit einem raubeinigen Vater. Zunächst denkt man an eine Geschichte über häusliche Gewalt. Doch weit gefehlt: Als sich Ruby in die Stadt schleicht, macht sie die unfreiwillige Bekanntschaft dreier Jugendlicher, die ihr nicht allzu freundlich gesinnt sind. Wieder steht der Gedanke an Gewalt im Raum. Und wieder wird der Zuschauer getäuscht. Denn die sprachlose Ruby hat ein ganz anderes Geheimnis.

Dass Yardbird gleich mehrmals mit den Erwartungen der Zuschauer bricht, ist nur eine der Stärken des Films. Die subtilen Hinweise, mit denen er sich dem inneren Konflikt des Mädchens nähert, sind ebenso bemerkenswert. Nach und nach zeigt sich, dass Ruby nicht in die Welt der australischen Kleinstadt passt. Doch wie jeder gute Kurzfilm hält Yardbird die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Ähnlich bemerkenswert ist die Kinematografie, die mit ihrem Fokus auf die Personen und mit dezenten Spezialeffekten unglaublich viel aus bloß drei Drehorten herausholt. Yardbird ist schließlich auch die Arbeit erfahrener Filmemacher. Der Regisseur Michael Spiccia ist ein bekannter Werbefilmer, der Drehbuchautor Julius Avery gewann mit seinem Kurzfilm Jerrycan bereits einen Preis bei den Filmfestspielen von Cannes.

Auch Yardbird hat seit der Veröffentlichung im Jahr 2012 einen stattlichen Festivallauf hinter sich. Der Film lief unter anderem im Kurzfilm-Programm der großen Festivals von Cannes, der Berlinale und Tribeca, und gewann im vergangenen Jahr den Kinder- und Jugendfilmwettbewerb bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

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Netzfilm der Woche: “Mouse-X”

Von 12. Oktober 2014 um 08:00 Uhr
© Paul Burrow

© Paul Burrow

Ein Mann erwacht in einem Raum. Aus einem alten Plattenspieler ertönt ein nicht weniger altes Lied. Auf dem Schoß des Mannes liegt eine Bibel, in die sonderbare Anweisungen gekritzelt sind. In den Wänden: zwei übergroße Mauselöcher. Als er in eines kriecht, kommt er wieder im selben Raum heraus – scheinbar. Doch dann merken Protagonist und Zuschauer, dass es ein anderer Raum ist, in dem immer wieder der gleiche Prozess abläuft. Es ist eine Endlosschleife, deren einziger Ausweg darin besteht, sich selbst zu überlisten.

Eine der größten Herausforderungen im Kurzfilm Mouse-X sei es gewesen, die “richtige Geografie des Sets hinzubekommen”, sagt der Regisseur und Autor Justin Tagg gegenüber dem Filmmaker Magazine. Wie kann der Film die gleiche Figur im gleichen Raum in unterschiedlichen Positionen zeigen, ohne dass die Zuschauer die Orientierung verlieren? Am Reißbrett plante Tagg für jede Szene minutiös, wie sein Protagonist sich durch die Räume bewegt. Aus verschiedenen Blickwinkeln entstand nach und nach eine Geschichte, die gleichermaßen Kafka und Science-Fiction ist, gleichermaßen bedrückend und spannend.

Für Justin Tagg begann die Arbeit an Mouse-X bereits vor zehn Jahren, als er das erste Mal die Idee für einen Kurzfilm hatte, in dem es um die Auflösung der eigenen Identität ging. Nachdem Tagg mehrere Jahre lang als Dozent gearbeitet hatte, entschloss er sich 2011, wieder aktiv hinter die Kamera zu treten und dem Skript für Mouse-X eine Chance zu geben.

Die Unterstützung für das Projekt fand er unter anderem im Netz: Auf Twitter bat er seine Follower um Feedback, wie die komplexe Erzählung möglicherweise greifbarer werden könnte. Das Budget sollte per Crowdfunding zusammenkommen, wobei Tagg die Sache unterschätzte: “Du musst dein Publikum aufbauen, lange bevor du mit dem Crowdfunding beginnst”, schildert er seinen etwas blauäugigen Versuch, aus dem Nichts eine Kampagne zu starten.

Doch am Ende war sie erfolgreich und mit einigen kleineren Sponsoren kamen rund 5.000 Pfund für die Produktion zusammen. Das ist nicht viel, doch die jahrelange Planung und Liebe zum Detail zahlten sich aus: Der Film sieht nicht nur teurer aus, er hat auch bereits die ersten Interessenten für eine Spielfilm-Adaption angelockt.

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Netzfilm der Woche: “La Carnada”

Von 5. Oktober 2014 um 08:00 Uhr
© Josh Soskin

© Josh Soskin

Durchschnittlich sechseinhalb Meter hoch ist der Zaun, der weite Strecken der Grenze zwischen Mexiko und den USA befestigt. Seine Länge ist beachtlich, sein Nutzen dagegen umstritten. Etwa 5.000 Menschen starben seit dem Jahr 2000 während ihres Versuchs, diese Grenze zu überwinden. Ein paar von ihnen waren Drogenschmuggler aus Mexiko im Dienst der Kartelle, die meisten Migranten, die auf dem Weg durch die Wüste verdursteten oder im Rio Grande ertranken.

Der amerikanische Filmemacher Josh Soskin greift den Drogen- und Grenzkonflikt in seinem Kurzfilm La Carnada auf. Im Mittelpunkt steht der 13-jährige Mexikaner Manny. Als seine große Schwester mit den letzten Ersparnissen der Familie abhaut und seiner Mutter die Medikamente ausgehen, sucht Manny nach Arbeit – und findet sie ausgerechnet bei einem zwielichtigen Freund der Familie. Der schickt Manny auf den Weg: durch ein Loch im Grenzzaun in die USA. Nur eine kleine Bestellung abliefern, sagt er. Einfach verdientes Geld.

La Carnada lohnt aus zweierlei Gründen. Zum einen besticht der per Crowdfunding finanzierte Film durch seine Bilder. Obwohl Soskin und sein Team auf einer gewöhnlichen Spiegelreflexkamera (wer’s genau wissen möchte: eine Canon 5D Mark III) filmten und die Körnigkeit in der Post-Produktion hinzufügten, ist die Qualität beeindruckend. Die Szenen aus Tijuana und der Wüste sowie die schauspielerische Leistung ließen auf ein höheres Budget schließen, als Soskin tatsächlich zur Verfügung hatte.

Zum anderen überzeugt La Carnada erzählerisch. In den zwölf Minuten gelingt es den Machern, sowohl die Geschichte von Manny und seiner offensichtlich zerrütteten Familie zu erzählen, als auch einen spannenden Plot aufzuziehen: Mannys Trip durch die Wüste wird mit jeder Minute beklemmender, sein Schicksal bleibt ungewiss bis zum überraschenden Ende.

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