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Tokio in 150 Gigapixeln

 
Ausschnitt aus einem zoombaren Panoramabild von Tokio, das der Fotograf Jeffrey Martin aus 8.000 Einzelfotos zusammengebaut hat.
Ausschnitt aus einem zoombaren Panoramabild von Tokio, das der Fotograf Jeffrey Martin aus 8.000 Einzelfotos zusammengebaut hat

8.000 Fotos in zwei Tagen und vier Monate Arbeit am Computer hat der Fotograf Jeffrey Martin in ein einziges Bild gesteckt. Das Ergebnis ist ein wunderschönes und atemberaubendes Panorama von Tokio. Es bietet einen Rundumblick vom Tokio-Tower auf die Stadt, vor allem aber ist es zoombar. Wer will, kann mit einer Drehung des Mausrades an jeden Punkt des Bildes fliegen und Details in erstaunlicher Auflösung darin entdecken.

Das Bild zeigt mehr, als der menschliche Betrachter tatsächlich sehen könnte, stünde er auf dem Tokio-Tower. So zahlreich sind die Eindrücke und Blickwinkel, dass man sich problemlos in dem Bild verlieren kann.

Hier ist der Link zum Panorama.

Ausschnitt aus dem Tokio-Panorama von Jeffrey Martin
Ausschnitt aus dem Tokio-Panorama von Jeffrey Martin

Martin hat die 8.000 Einzelfotos im September 2012 mit einer Canon 7D, einer digitalen Spiegelreflexkamera, aufgenommen. Die stand auf einem speziellen, programmierbaren Stativ namens Clauss Rodeon (hier in Arbeit zu sehen). Das drehte die Kamera und machte dabei mehr als ein Bild pro Sekunde. Als Linse verwendete Martin ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 400 Millimetern.

Anschließend wurden die Bilder am Computer montiert. Martin schreibt in seinem Blog dazu, dass Photoshop maximal Bilder mit einer Breite von 300.000 Pixeln bearbeiten könne. Das Tokiobild aber sei 600.000 Pixel breit. Weswegen es auch gar nicht als eine Datei existiere. Er habe es in zwei Einzeldateien bearbeitet, jede davon 100 Gigabyte groß. Der Computer, den er dazu verwendete, hatte 192 Gigabyte RAM, trotzdem sei die Bearbeitung nicht wirklich reibungslos gelaufen.

Orchidee in einem der Fenster des weißen Hochhauses
Orchidee in einem der Fenster des weißen Hochhauses

Das Panorama, das im Netz zu sehen ist, besteht aus mehr als einer Million Bildkacheln, die nachgeladen werden, wenn der Nutzer darauf zoomt. Würde man das Bild in normaler Fotoqualität drucken, wäre es 50 Meter hoch und 100 Meter breit.

Martin hat verschiedene solcher Panoramen gemacht, unter anderem von London. Er nennt sein Projekt 360Cities, jeder kann dort seine Panoramabilder hochladen.

(via Gedankenstiele)

8 Kommentare

  1.   VanNover

    Tolle Sache,
    schade aber, dass bei aller Detailverliebtheit die Autos auf der größten sichtbaren Kreuzung total zerschnitten sind oder doppelt hintereinander sitzen.

    Mit ein paar kleinen kosmetischen Eingriffen hätte man hier eine große Anzahl leicht zu entdeckender und störender Bildfehler verhindern können.
    (auch gibt es eine schwarze Diagonale parallel zu der Straße)

    Aber als Zoom-in und Zoom-out könnte man sich Stunden mit dem Bild beschäftigen und fasziniert nach kleinen Details suchen.


  2. Toll, aber … – neu? Nöö.


  3. Ich sehe was, was du nicht siehst.
    Grandiose Arbeit.

  4.   Bowie

    Das mit den Autos auf der Kreuzung ist ein Fehler in der Matrix.


  5. […] Aus 8.000 Einzelbildern hat ein Fotograf ein riesiges Panorama von Tokio errechnet. Wer will, kann hineinzoomen und unzählige Details des Lebens in der Stadt entdecken. ZEIT ONLINE: Alles digital […]

  6.   chris76

    wirklich sehr geil gemacht. mir wird nur recht schnell schlecht dabei ; )

    @ 1 / VanNover
    ich lach mich schlapp….da erstellt jemand ein bild mit einer größe von 50 mal 100 metern und sie nennen 2 clippingfehler.
    gratulation, sie sind ein deutscher! ; )

  7.   Georg

    Das Bild ist natürlich schon genial. Genial riesig und eine super Qualität. Dafür sind halt die Fehler umso enttäuschender. Bspw. der rechts des Sportplatzes, da kann etwas überhaupt nicht stimmen. Und das ist leider nicht die einzige Stelle.


  8. Weshalb erstaunt es mich nicht, dass die hälfte der Kommentare sich damit befassen Fehler aufzudecken anstatt das Geniale des Werkes zu kommentieren. Welcome to Germany…