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Twitter-Monitor

 

Bei Twitter und anderen sozialen Plattformen machen zwar sehr viele Nutzer mit, aber keiner hat den Überblick darüber, was sie in ihrer Gesamtheit sagen. Wir haben für den Zeitraum vor der Wahl ein Tool entwickelt, das die Twitter-Aktivität zu politischen Themen darstellt. In einer Kooperation mit dem Forschungsprojekt tab4 am Zentrum für digitale Kulturen der Universität Lüneburg und dem Berliner Unternehmen tame wollen wir mit dem TwitterMonitor der Öffentlichkeit den Blick auf sich selbst zurückgeben.

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Von der knappen Million deutscher Nutzer äußern sich ungefähr ein Zehntel regelmäßig zu Politik. Der TwitterMonitor beobachtet davon die wichtigsten. Die Rangliste der top Zehntausend berücksichtigt neben der Anzahl der Follower wie oft ein Nutzer erwähnt wird und wie viel sie oder er tweetet. Welche Themen als politisch relevant gelten, ergibt sich aufgrund der Themen-Nachbarschaft zu vorgegebenen Stichworten. Das dynamische Berechnungsverfahren sorgt dafür, dass Hashtags wie #NSA oder #veggieday automatisch aufgegriffen werden. In zwei Ansichten zeigt der Monitor eine kurz- und eine langfristige Auswahl von Themen, die wichtigsten die letzten 48 Stunden und die wichtigsten seit Anfang August. Zu jedem Thema werden die Tweets dargestellt, die am häufigsten weitergeleitet wurden. Im Detail schlüsseln die Ansichten auf, welche Nutzergruppen sich an der Diskussion am aktivsten beteiligt haben – Journalisten, Interessenverbände, Nutzer oder Politiker, letztere auch nach Parteizugehörigkeit geordnet. So lässt sich rekonstruieren, wo Debatten ihren Ursprung nehmen, wen welche Themen am meisten beschäftigen und wie sie von einer Nutzergruppe eingebracht und von anderen aufgenommen werden.

An der Entwicklung des twitterMonitor sind Leonard Novy (Institut für Medien- und Kommunikationspolitik / CDC Universität Lüneburg), Stefan Heidenreich (CDC Universität Lüneburg) sowie Arno Dirlam und Frederik Fischer (beide tame) und der Designer Mark Wirblich beteiligt.
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