Ostdeutschland ist anders. Wir schreiben drüber.

Pankower Regierung verbietet „Bie Dees“

Von 20. Januar 2013 um 11:13 Uhr

Ist Berlin noch Osten? - Ja, und wie.

Es ist zwar schon einige Jahre her, aber "lange" kann man das nun wirklich nicht nennen: Damals, so um die Jahrtausendwende, wurde in Berlin über Leerstand diskutiert. Natürlich auch woanders im Osten und auch ein bisschen im Westen, aber eben - und das erscheint heute unwirklich - in Berlin.

Es gab damals Konzepte über "Zwischennutzungen", das Wort "Kiez" wurde wieder eingeführt, Kultur sollte zum Standortfaktor werden, es gab "Leuchtturmprojekte" und Experten sprachen davon, dass sich die Immobilienbesitzer schon aufgrund der Bevölkerungsentwicklung daran gewöhnen müssten, dass sie mit ihren "Objekten" kleinere Gewinnbrötchen backen. Das alles war damals.

Heute ist eine Wohnungsbesichtigung in Berlin eine Art Klassenfahrt für Erwachsene: Am Ende der Gruppenreise durch diese fernen neuen Räume bleibt die Erinnerung an eine Phantasiewelt, die man selbst Jahre später nie erreichen wird. Ein Jugendtraum.

Wahrscheinlich hat es Berlin ein wenig zu gut gemeint und die Leuchtturm-Strahler zu doll aufgedreht, jedenfalls ist die Stadt wohnungsmäßig ausgebucht. Und so denken einige: Lasst uns alles einfach so wie früher machen, als keiner mehr hier wohnen wollte. Und so hat Berlin jetzt beschlossen: "Neue sind scheiße!" Genauer gesagt hat das das Bezirksamt Pankow (eine Verwaltung, die auch das Gentrifikations-Epi-Zentrum Prenzlauer Berg mitverwaltet) noch schnell zum Jahresabschluss 2012 neue Immobilienregeln zusammengezimmert, die die Mietenhochtreiber fern halten sollen.

Hier ein paar Beispiele der neuen Anti-Immobilienhai-Paragraphen:
1. Einbau eines zweiten Bades – verboten
2. Änderung des Grundrisses der Wohnung – verboten
3. Einbau eines Kamins – verboten
4. Verbesserung der Wärmedämmung – kann das Amt verbieten

Das Ganze trägt die Überschrift: "Prüfkriterien für Anträge in den Erhaltungsgebieten" und soll dazu dienen, dass die Wohnungen in Pankow und Prenzlauer Berg bezahlbar bleiben.

Zusammenfassend könnte man vielleicht auch sagen: Unjewaschen, kleen und kalt is schick! Aber das ist natürlich Blödsinn, weil es nicht stimmt.

Statt Neubauten und Investitionen anzuregen und zu befeuern, verhängt Pankow das "Zweit-Bad-Verbot." Hört sich an wie Osten. Ist es auch.

Ein Viertel kann man nicht mit Absicht ranzig halten, wenn die Leute es so ranzig nicht mehr wollen. Wer irgendwo wohnt, in diesem Fall in Pankow, geht arbeiten, spart, will davon dann in dem einen Jahr Laminat und im nächsten Parkett, zwei Jahre später einen Kamin und nach zehn ein "Bie Dee". Und neue "Bie Dees" soll es in Pankow nicht geben? - Das ist doch ...

Kategorien: Allgemein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Danke für diesen Artikel. Ich muss gestehen, ich musste mir erst die Quelle ansehen, sonst hätte ich Ihnen nicht geglaubt, dass dies tatsächlich die neuen Regeln sein sollen um die Mieten niedrig zu halten. Wirklich lachhaft.
    Statt dass es unter den ganzen teuren Wohnung noch zumindest einige gibt die schön gemacht sind, werden jetzt per Verordnung alle Wohnungen teuer UND hässlich gehalten… Gratulation an die Bürokraten.

    • 20. Januar 2013 um 13:07 Uhr
    • nis
  2. 2.

    so ist es genau richtig, und jeder neubau ist nen yuppie-bau!

    • 20. Januar 2013 um 13:08 Uhr
    • richtig
  3. 3.

    Dass man versucht, gegen Gentrifizierung vorzugehen ist ja durchaus lobenswert. Diese Beschlüsse aber halte ich für unsinnig und kontraproduktiv.

    • 20. Januar 2013 um 13:17 Uhr
    • FloH48
  4. 4.

    Zu Nummer 3 fällt mir nur ein: guter Vorschlag, denn es ist viel wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und nachhaltiger als Hausgemeinschaft zu heizen als als einzelner vorm warmen Kaminfeuer zu sitzen.

    • 20. Januar 2013 um 13:21 Uhr
    • Eva
  5. 5.

    Sie haben einen Punkt vergessen:

    Einbau einer Fussbodenheizung – verboten.

    Ich war bislang immer der Ansicht, dass der Zugriff des Staates – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – an meiner Haus- und/oder Wohnungstür endet.

    Das habe ich auch auf Immobilieneigentum bezogen; sprich: Innen kann ich tun und lassen was ich will, so lange die Statik des Gebäudes nicht berührt ist.

    Deshalb halte ich die Vorgehensweise der Pankower Verwaltung auch für unstatthaft.

    „Pankow“ war zu Ulbrichts Zeiten das Synonym für das DDR-Regime. Daran hat sich inhaltlich wohl nichts verändert.

  6. 6.

    Immobilienhaie sind ja nun gerade nicht „die Leute“, die da wohnen. Im Gegenteil, die kaufen Wohnungen auf, investieren Geld in die Renovierung und verkaufen oder vermieten die Onjekte dann mit Gewinn, also an Leute die reicher sind als die Leute die da vorher wohnten und sich die Renovierung nicht leisten konnten. In diesem Zusammenhang die Renovierung an sich zu regulieren ist in der Tat kurzsichtig und ziemlich blöde.
    Andererseits kann ich schon auch den Frust der Bürger nachvollziehen, die sich mit relativ geringen Einkommen eine postmaterielle Kulturoase schaffen, nur um dann miterleben zu müssen, wie reiche Leistungsträger, denen irgendwie was fehlt im Leben, wie kulturfressende Kapitalzombies in ihre Gegend einfallen („der Bäcker um die Ecke ist echt authentisch, aber ein bisschen sauberer könnte der schon sein. Da geh ich lieber zur Hofpfisterei, der Marke vertraut man wenigstens“), die in Verkaufsprospekten als pulsierendes, hippes Viertel angepriesen wird. Aus der Perspektive ist es auch nachvollziehbar, dass dann versucht wird, materielle Sehnsuchtsgüter wie zweites Bad, Kaminzimmer und Riesenbuzze zu verbieten. Auch wenn das so sicher der falsche Weg ist. Dann lieber doch Autos abfackeln…

    • 20. Januar 2013 um 13:42 Uhr
    • bnt
  7. 7.

    Brüder zur Sonne im Altbau. Die alte DDR – auferstanden aus Ruinen – an der Regelwut wird alles ersticken.

  8. 8.

    und warum wenns um den artikel um berlin geht ist ein bild von dresden zu sehen.

    wird hie rnicht wieder ein stadtteil zur klischeebildung einer ganzen region (osten) genutzt obwohl bereits 5 km weiter andere regeln gelten.
    warum muss immer so pauschlalisiert werden….

    • 20. Januar 2013 um 13:51 Uhr
    • HGAZIS
  9. 9.

    Seltsam, bisher dachte ich, zum Waschen würde doch glatt ein Bad ausreichen. Jetzt lerne ich, dass dies „ranzig“ sei. Dann erfahre ich noch, dass ein jeder Bewohner Pankows arbeitet und spart, um Laminat – Parkett – Kamin – Bidet als Lebenssinnperspektive zu verwirklichen. Soso. Danke für diesen erhellenden Blick in den Kopf des Autoren.Nur, weil man Gentrifizierung fehlerfrei buschstabieren kann, heißt es offensichtlich noch lange nicht, irgendetwas von diesen Prozessen, ihren Ursachen und Konsequenzen sowie der Notwendigkeit von politischer Steuerung verstanden zu haben.

    • 20. Januar 2013 um 13:53 Uhr
    • adormidera
  10. 10.

    Das Viertel ist längst kaputtrenoviert. Die Massnahmen der Behörden hätten viel früher gemacht werden sollen. Hauptsache der Gewinn stimmt und der gammelige Nachbar ist endlich ausgezogen und die Graffitis sind gereinigt. Fast wie daheim in Freiburg..

  11. 11.

    Verbote weiterer ‚Wertverbesserung‘ gibt es seit xx Jahren auch im Westen, so zum Beispiel dürfen an das Haus, in dem ich in Kreuzberg wohne, keine Balkons angebaut werden. Obwohl die Mieter und die Eigentümer sich darüber einig wären und die Mieter den kleinen Finger der linken Hand für ein privates Draussen geben würden. Und? Hat das Wertverbesserungsverbot den obszönen Mietsteigerungen der letzten 10 Jahre für auch noch die letzten, billig und schlecht sanierten Löcher im SO36 irgendwie vorgebeugt? Nö.

    Was den Prenzlauer Berg jetzt noch retten könnte, ist mir unklar – dort wurden seit der Wende 90% der Bewohner ausgetauscht. Die ursprünglichen wurden auch nicht gefragt, ob sie ihr Viertel in nichtgeleckt gut fanden, sondern wichen vor nicht mehr bezahlbaren Mieten nach oft Billigsanierung in andere Viertel aus. Das Bezirksamt Pankow kommt also mindestens für den Prenzlauer Berg ein ganz klein bißchen spät mit dem Wertverbesserungsverbot, wenn es denn überhaupt als wirksame Maßnahme gegen Mietwucher begriffen werden kann.

    Weit klüger wäre die Wiederaufnahme des sozialen Wohnungsbaus in Berlin.

  12. 12.

    wer sich nur ein wenig mit der gesetzeslage betreffs mietererhöhung und mietspiegel auskennt, der weiss, warum man eine klientel, welches luxusaustattungen bevorzugt, nicht in seinem viertel haben möchte. jeder neubewohner der bereit ist, richtig viel geld für miete auszugeben, sorgt letzlich dafür, dass familien, alte und sozialschwache die miete für ihre wohnung auf dauer nicht mehr bezahlten können und in die unattraktiven randbezirke umziehen muss.
    gentrifizierung stoppen! zeit wirds.

    • 20. Januar 2013 um 14:00 Uhr
    • wolle
  13. 13.

    also am ende allem wieder diesen “ schaut- doch- wie´s- in – der- DDR- war“ Hut aufzudrücken ist so unglaublich laaangweilig. Einfallslos und dumm obendrein. Tatsächlich war der Prenzlauer Berg in den 80-ern ein Ort unterschiedlicher Bevölkerungsstrukturen. Da wohnten Familien, Alte, Unangepasste, Künstler, Kleinkriminelle, Asoziale und auch ein bißchen Elite. Das ist alles was man zum Wohlfühlen braucht. Das ist jetzt alles weggedrängt. Du kannst dort oben nicht mal mehr anständig essen gehen. So widerlich gelackt ist es um den Kollwitzplatz. Ich finds gut, dass die Verwaltung versucht Schlimmeres zu verhindern. Die Aberwitzigen Regeln dabei sind eher deutsch, als DDR- Tradition. Aber wie gesagt die Nummer zieht ja immer.

  14. 14.

    Liebe Leute, „Gentrifizierung“ ist ein Prozess sozialer Veränderungen. In einer freien, demokratischen und pluralistischen Gesellschaft kann man sowas nicht mit Gesetzen aufhalten! Das geht nur in einer Diktatur!

    • 20. Januar 2013 um 14:15 Uhr
    • Klaus
  15. 15.

    Normalverdiener haben gerade echt andere Sorgen…..
    Zitat:
    „Ein Viertel kann man nicht mit Absicht ranzig halten, wenn die Leute es so ranzig nicht mehr wollen. Wer irgendwo wohnt, in diesem Fall in Pankow, geht arbeiten, spart, will davon dann in dem einen Jahr Laminat und im nächsten Parkett, zwei Jahre später einen Kamin und nach zehn ein “Bie Dee”“
    Zitatende.
    Sie vergessen, dass die Leute ausgetauscht wurden. Die Neuen wollen es nicht so ranzig. Die alten mit Sicherheit auch nicht, aber denen war es wohl egal.

  16. 16.

    Um in Berlin von Polit-Chaos und Verwaltungsversagen abzulenken, verfällt man gerne in einen hektischen Aktivismus, der meist die Probleme verschlimmert und die Menschen gegeneinander treibt. Von einem Tag zu anderen gibt es erst Leerstand, dann Wohnungsnot, dann wieder einen gigantischen Leerstand, obwohl die Stadt mehr Asylanten aufgenommen hatte, als Grossbritannien und Frankreich zusammen und sämtliche Mafiabanden ihre Unterkünfte gefunden hatten und nun plötzlich wieder Wohnungsnot. Als Bürger fragt man sich, warum Tausende von Häusern abgerissen wurden und warum unsere Unverantwortlichen nichts gegen die Illegalen und Scheinasylanten unternehmen, die preiswerte Wohnungen blockieren und diese sich auch noch vom Steuerzahler finanzieren lassen. Im Übrigen gibt es noch immer einen Leestand nicht nur in Berlin, sondern auch in den angrenzenden Gemeinden.

  17. 17.

    Wie „Klaus“ unster Nummer 14 bereits geschrieben hat: Gentrifizierung ist ein sozialer Prozess, der fast naturgesetzlichen Regeln folgt. Wenn man versucht ihn zu verhindern, erfolgt oft das Gegenteil: Die Gegend verslumt.

    Wenn man verbietet die Wohnungen den aktuellen Erwartungen der Menschen anzupassen, dann ziehen die etwas besser Verdienenden in andere Viertel. Die Mieten sinken, es ziehen Einkommenschwächere nach, der Vermieter verliert den Anreiz und sogar die Möglichkeit das Gebäude entsprechend zu unterhalten und am Ende verfällt es. Auf Dauer geht dadurch mehr Wohnraum verloren als es durch die Gentrifizierung passieren würde.

    Die kurzsichtigen Maßnahmen der Pankower Verwaltung sind ein Schuss in den Ofen.

    • 20. Januar 2013 um 14:54 Uhr
    • Bdaian
  18. 18.

    Mir ist nicht klar, woher man weiß, dass sanierte Wohnungen, welche ohne Bidet, Kamin und Fußbodenheizung auskommen, die Einkommensschwächsten anziehen würde.
    Erstmal ist es doch ein markantes Signal, dass der Bezirk Pankow sich hinstellt und sagt, wir wollen, dass auch Einkommensschwächere in unserem Bezirk eine Heimat finden bzw. diese nicht verlieren. Diese Aussage finde ich für sich genommen wertvoll. Ob die Maßnahmen dafür geeignet sind, kann ich überhaupt nicht beurteilen. Das Wohnuraum aber bezahlbar bleiben sollten, wird wohl kaum einer der Vorkommentatoren ablehnen wollen. Was also ist das Problem. Vorher gab es eine Gesetzeslage, die ungehinderte Wertsteigerungssanierungen zuließen, nun wird die Gesetzeslage an neue Bedingungen angepasst.
    Sicherlich könnte man auch sagen, jeder möchte ein Bidet, Kamin und Fußbodenheizung – aber zu welchem Preis denn liebe Leute? Zu welchem Preis?

  19. 19.

    @junghorst1
    Als Bürger frage ich mich, woher Sie Ihre Unlogik und Ihre Hetze nehmen. ‚Illegale‘ erhalten kein Geld vom Staat. Sondern sie sind in besonderer Weise Mietwucher ausgesetzt, da keine Hausverwaltung einem ‚Illegalen‘ eine Wohnung vermieten würde – das tun nur Mieter/Eigentümer, die sich an der Not aufgrund von ‚Illegalität‘ in Form überteuerter Mieten bereichern.

    Ihnen scheint auch nicht bekannt zu sein, daß Asylbewerber nicht arbeiten dürfen und deswegen auf staatliche Gelder angewiesen sind. ‚Scheinasylanten‘ ist Hetze, ebenso Ihr Irrtum, Berlin hätte mehr Flüchtlinge aufgenommen als Frankreich und GB zusammen. Über Berlin könnten Sie sich nachträglich noch hier http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Aufsaetze/2011/HZ_201102-09.pdf über Flüchtlinge in Europa hier http://www.proasyl.de/de/themen/zahlen-und-fakten/ informieren.

  20. 20.

    Die Leute?
    „Die Leute“ sind aber nicht die gleichen Leute wie die Leute die jetzt da Wohnen. Und die Leute die da Wohnen wollen da wohnen bleiben, werden aber wahrscheinlich (oft) nicht da Wohnen bleiben können wenn Grundrisse geändert werden. Und ach ja. Das ding mit der Demokratie. Die die da jetzt wohnen bestimmen wer die sind die bestimmen wer wie die Grundrisse ändert.

    Dämn, diese verdammt blöde Demokratie, sagt der Autor (ungewollt)! Tja Demokratie ist wenn die Mehrheit bestimmt. Demokratie ist nicht wenn man selbst bestimmt.

    PS: Wenn Sie Wohnraum schaffen (das tut man durch NEUE Häuser, nicht durch neue Grundrisse) dann können Sie dämmen wie ihnen lustig ist und 200 Quadratmeter Bäder bauen.

  21. 21.

    Ja, was denn nun? Ist Gentrifizierung ein sozialer Prozeß, also von Menschen organisiert und gesteuert? Oder ein Naturgesetz, also so etwas wie die Relativitätsheorie? Und wenn das zutrifft, wie lautet dann die mathematische Formel dazu?

    Genau solche Menschen mit intellektuellen Unschärfen machen den Prenzlauer Berg mit sich voll, brauchen dringend Wohnungen mit Parkett sowie Bidet und halten das für ein Naturgesetz.

  22. 22.

    4. Verbesserung der Wärmedämmung – kann das Amt verbieten

    Finde ich gut. Es gibt eine neue Verordnung, nachdem die kosten für Wärmedämmung in sehr kurzer Zeit auf die Miete umgelegt werden kann. Vermieter machen deshalb mal gerne eine Luxuswärmedämmung und entledigen sich damit alter Mieter, welche die zusätzlichen Kosten nicht stemmen können. Wenn das Amt in solchen Situation einen Riegel vorschieben kann, dann finde ich das gut.

    • 20. Januar 2013 um 15:29 Uhr
    • möööpppppppp
  23. 23.

    Jetzt sehe ich plötzlich meine Wohnung (in OST-BY) mit ganz anderen Augen!
    Und bemerke einen unangenehmen ranzigen Geruch.
    Ranzigkeit! Ja, es riecht nicht, es stinkt ranzig! Unerträglich!
    Wie ich das bis heute aushalten konnte ….
    Morgen geht’s los: Einbau eines Damenbades (mit Bie-Deh) und eines Kinder-Besucherbades (ohne Bie-Deh) sowie eines Hunde-Bades!
    Und wenn ich dann in einem Bad Frühstücken muss- egal! Hauptsache dieser ranzige Gestank verschwindet ….

  24. 24.

    München:
    Meine Nachbarin bekam von ihrem Papi die Wohnung unter mir geschenkt.
    73 qm, mit Balkon. Die Räume sind deutlich u. wesentlich schlechter in Schuß, als meine.
    Sie bekam zwei Kinder und ist ausgezogen und hat die Whg. vermietet.:
    Für 1200 €/Monat + NK.

    Ich zahle Mietspiegel-gemäß 700 €+ NK

    Die Vermieter in dieser Stadt haben in den letzten Jahren die Mentalität von Sklavenhaltern entwickelt.
    Ich könnte kotzen, wenn ich an solche Giersäcke denke.!

    • 20. Januar 2013 um 16:06 Uhr
    • oannes
  25. 25.

    hier schreiben ein menge leute, die überhaupt nicht wissen, wovon sie schreiben, weil sie überhaupt gar keine ahnung haben, was hier in berlin abgeht. es betrifft lange nicht mehr nur einkommensschache. in vielen stadtteilen betrifft es längst die breite masse.
    die mieten steigen seit über 15 jahren genau in dem maße, wie es der gesetzgeber erlaubt. an einer mietwohnung muss dafür nebenbei gar nichts gemacht werden. es reicht, wenn in der nachbarschaft regelmäßig luxussanierungen mit den entsprechenden mietenerwartungen durchgeführt werden. denn die erlaubnsis für die mieterhöhungen sind an den mietspiegel gekoppelt. meine nettokaltmiete hat sich auf diese weise seit den letzten 5 jahren bereits um 200 euro erhöht. und sie wird weiter steigen. unaufhaltsam. bis wir sie nicht mehr zahlen können.

    ein umzug innerhalb der s-bahnringes ist beinahe ausgeschlossen. für eine gleichwertige wohnung müsste ich heute bereits sofort mindestens 200-400 euro nettokalt mehr bezahlen.

    • 20. Januar 2013 um 16:12 Uhr
    • wolle
  26. 26.

    @HGAZIS
    Weil das nunmal das Titelbild des Ost-Blogs ist. So wie bspw. der Störungsmelder auch immer das gleiche Titelbild hat.
    Man beachte, das hier ist ein Blog, kein redaktionärer Teil.

    Ansonsten:
    Statt sich über die Regeln zu echauffieren, bitte ich den Autor, eigene Vorschläge für Regeln vorzulegen, wie der Mietenexplosion durch „Übermodernisierung“ begegnet werden kann. Oder anderweitige Konzepte zur Kostendämpfung, sodass Mieten auch für die finanziell weniger gut da stehenden erschwinglich bleiben.

  27. 27.

    Der Kommentar ist ebenso provinziell, wie es das Luxussanierungsverbot ist. Tatsache ist, was derzeit auf dem Beriner Immobilienmarkt abgeht, ist pervers und atemberaubend. Ein Beispiel: Nachbarhaus, Schöneberg. Vor der Sanierung: 5 Euro/qm. Nach der gerade abgeschlossnen Luxussanierung werden in dem Haus Wohnungen für 17 Euro/qm kalt vermietet. Ein paar Straßen weiter: Ein Nachkreigsgebäudeblock wird abgerissen, die Abrissbagger sind noch gar nicht angerückt, da vermeldet der Investor, dass er von dem zu erbauenden Komplex schon 65% verkauft hätte, für 3800-4300 Euro/gm.

    Das mag für Hamburg oder München normal sein, aber in Berlin ist es die Geschwindigkeit, die den Bewohnern Angst macht.

    • 20. Januar 2013 um 16:32 Uhr
    • Tim
  28. 28.

    So einen Unsinn gab es bisher nicht einmal in SPD-dominierten Großstädten im Westen. Das ist DDR-Live und man kann sich langsam fragen, ob dieser Staat nicht gerade eine Wiederauferstehung feiert. Das führt dann auch geradewegs wieder zu Verhältnissen wie weiland in Berlin-(Ost). Ich kann mich noch gut an mein Entsetzen bei einem Besuch dort in den siebigern erinnern, als ich die baufälligen notdürftig abgestützen Balkons der dortigen Wohnhäuser zu Gesicht bekam!

    • 20. Januar 2013 um 16:32 Uhr
    • Benjowi
  29. 29.

    @Adormidera:

    nicht jeder „Prozess“ wird von Menschen „organisiert und gesteuert“ nicht einmal soziale Prozesse. Die Entwicklung von Städten und Stadtteilen ist komplex und kaum steuerbar und oft gehen solche Versuche nach hinten los.

    Und was die Leute als Notwendig erachten ist deren eigene Angelegenheit und nicht des Bauamtes. Früher wohnten in diesen Berliner Wohnungen Großfamilien mit 6, 8 oder 10 Mitgliedern. Ich kenne ein Beispiel, in dem auf 85 qm sogar 14 Personen wohnten, wo heute 2-3 Leute leben. Oder wie früher typisch, das Klo auf der Treppe und die Zinkwanne Sonnabends in der Waschküche. Wäre es Ihnen Recht, dass man Ihnen verordnet, dass Sie nicht mehr als dass benötigen? Woher nehmen Sie sich das Recht zu entscheiden wer Parkett braucht?

    • 20. Januar 2013 um 16:42 Uhr
    • Bdaian
  30. 30.

    Wessen Regeln sind eigentlich für einen Immobilienbesitzer verbindlich…die des Bundes, die eine verbesserte Wärmedämmung verlangen, oder die des Stadtteils, die genau das verbieten ?

  31. 31.

    „nichts gegen die Illegalen und Scheinasylanten unternehmen, die preiswerte Wohnungen blockieren“

    solche hier vielleicht? > http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Freistaat-laesst-Wohncontainer-fuer-Asylbewerber-in-Chemnitz-Ebersdorf-aufstellen-artikel8223073.php

    aber immer schön auf den schwächsten rumtrampeln

    und zum thema dämmung > http://vimeo.com/36234675

    wir werden unsere langgewachsene hausgemeinschaft als lebensraum für uns und unsere kinder (auch nach 6 „veräusserungen“ in den letzten 23 jahren) weiter leben und verteidigen > http://commonman.de/wp/?page_id=755

  32. 32.

    Ach, jetzt sind neuerdings Wohnungen ohne zweites Bad und ohne Fußbodenheizung und ohne Innenkamin „ranzig“?? Wo lebt dieser Autor denn eigentlich????

  33. 33.

    @Bdaian:

    Krieg den Hütten, Paläste für alle!
    Hier geht es nicht darum, ob man Parkett heben darf, oder nicht.
    Es geht um die Raffgier von Menschen, die Wohneigentum vermieten.
    Wohnungen in Ballungsgebieten sind Mangelware. Günstige Wohnugen sowieso.
    Diesen Mißstand nutzen die Vermieter aus.
    Vor kurzem schrieb ein Forist in einem anderen Beitrag: „… wenn ich ein Päärchen nehme, z. B. Facharbeiter und Akademikerin, dann bringen die ca. 4.800 € oder mehr nachhause, Da kann ich dann doch locker 2.200 € nehmen…“

    Wenn ich sowas höre, steigt mein Blutdruck. Es geht nicht mehr darum, was eine Wohnung kosten darf, sondern darum, was abgreifbar ist, relativ losgelöst von Lage und Ausstattung.
    Und je weniger preisgünstigen Wohnraum eine Stadt hat, desto mehr wird abgezockt. Das ist Sklavenhalterei! Ich hoffe, dass diesen asozialen Nimmersatten ihre Gier irgendwann kräftig um die Ohren fliegt!

    • 20. Januar 2013 um 17:09 Uhr
    • oannes
  34. 34.

    @junghorst/dame von welt

    es sind sicher nicht die scheinasylanten die wohnungen blockieren,jedoch gibt es viele menschen die sich billige wohnungen vom steuerzahler finanzieren lassen.

    ABER: die Entwicklung,die wohl mehr zunehmend durch ganz normal zureisende Migranten aus Osteuropa und Südeuropa nach Berlin ziehen lässt ist sehr gut und auch logisch.

    DENN: Dort wo die Menschen erstens hohe Fremdenvorbehalte haben und zweitens zu einem großen teil nicht einen einzigen cent Steuern zahlen,stimmt etwas nicht.
    Neulich gab es im Fernsehen einen bericht über Wohnführerscheine für junge Mieter,die damit ihre Chancen auf eine Wohnung erhöhen wollen.
    Bei dem simulierten Rollenspiel sagte der 19jährige Jugendliche auf die Frage,wie hoch denn die Miete sein solle: 380 Euro.
    Mit anderen Worten—dies ist die Grenze für Hartz4 Empfänger—es sind offenbar tausende junge und alte Menschen auf der Suche,die sich die Wohnungen vom Staat finanzieren lassen möchten.

    Die Frage muss doch andersrum lauten: Wenn ich in Berlin keinen Job habe,wieso will ich dann überhaupt dort wohnen? Und ist es nicht vielleicht eine Bereicherung,wenn anstelle eines anspruchsvollen nörgelnden hiesigen Bewohner ein bescheidener und aus seiner arbeitsunwilligkeit kein Geheimnis machender Angehöriger einer problematischen kleinen Volksgruppe direkt herzieht? ich finde: auf jeden Fall.Dem verdrängten Nörgler wird sein Anspruchsdenken vor Augen geführt.

  35. 35.

    Was ich jetzt grad gar nicht verstehe:
    In einer freien sozialen Marktwirtschaft regelt sich der Preis nach Angebot und Nachfrage. Was soviel bedeutet wie: Eine Sache ist soviel Wert wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen.
    Einem Vermieter vorzuwerfen, er nähme zu viel, passt da also nur begrenzt ins Bild. Es scheint ja Leute zu geben die den geforderten Preis bezahlen (können).

    Zu wenig Wohnung UND unsoziale Einkommen sorgen dafür dass die Einen jeden Preis bezahlen können und die Mehrheit der Anderen nicht.

    Kann sich ein Jemand etwas nicht leisten, dann liegt das nicht in erster Linie am Preis der Sache, sondern daran, dass es von der Sache zu wenig gibt. Warum ist das wohl so?

    Falsche Wohnungsförderungspolitik, falsche Lohnpolitik und unfähige Politiker sorgen dafür, dass wir jetzt in den Ballungsräumen das haben, was wir haben.

    Hier auf dem Land gibts Wohnungen ohne Ende. Zu bezahlbaren Preisen und in schönen Lagen. Warum ziehen die aus der Stadt nicht einfach aufs Land? Was macht die Städte so offenbar attraktiv? Ist es vielleicht der nicht mehr tragbare Energiepreis, der den Transport in die Ballungsgebiete zur Arbeit so teuer machen? Wo bleibt der bezahlbare Elektrowagen? EON verschenkte über die Jahreswende Strom ins Ausland weil ihn hier keiner brauchte. Gleichzeitig gehen die Strompreise bei uns durch die Decke. Die Energiewende ist gut und richtig, doch das Vorhaben wird von unfähigen und in Interessenkonflikten stehenden Politikern gnadenlos versiebt.

    Die Probleme mit der Wohnungsnot sind nicht die Vermiethaie. Die Probleme auf dem Wohnunsmarkt liegen ganz wo anders. Nämlich in einer immer größer auseinander klaffenden sozialen Schere und hirnlosem Aktionismus unfähiger Politiker.

    • 20. Januar 2013 um 17:49 Uhr
    • intergo
  36. 36.

    Wer irgendwo wohnt, in diesem Fall in Pankow, geht arbeiten, spart, will davon dann in dem einen Jahr Laminat und im nächsten Parkett, zwei Jahre später einen Kamin und nach zehn ein “Bie Dee”. Und neue “Bie Dees” soll es in Pankow nicht geben? – Das ist doch …

    Die meisten sind froh, wenn sie überhaupt ihren Lebensstandard halten können. Davon, also alle paar Jahre sich etwas tolles zu leisten, träumen viele.

    • 20. Januar 2013 um 17:51 Uhr
    • Christian Dossmann
  37. 37.

    Die Regelungen der Pankower Bezirksregierung sind natürlich Unsinn und m. E. auch rechtswidrig. Denn es herrscht in Deutschland im Grundsatz Baufreiheit. Der Vorbehalt der Baugenehmigung hat allein zum Zweck, eine Zersiedelung der Landschaft und ein inkonsistentes Stadtbild zu verhindern. Eingriffe in die Innenraumgestaltung sind ein Fehlgriff, der in dem Artikel zu Recht missbilligt wird.

    Selstam finde ich allerdings Kommentare zum Artikel, die sagen, dass es „lobenswert“, gegen die „Gentrifizierung vorzugehen“. Erstens kann bei einem Mietpreisniveau, das nach wie vor weit entfernt von dem anderer deutscher Großstädte (und erst recht von Paris und London) ist, eher die Rede von Normalisierung als von „Gentrifizierung“ sein. Es ziehen zur Zeit Menschen nach Berlin, die offensichtlich einen Arbeitsplatz haben. Das ist gut für jede Stadt und – entgegen einer landläufigen Ansicht – auch nicht per se schlecht für die Kultur.

    Durch die Maßnahmen der Pankower Bezirksregierung wird allein bewirkt, dass die Mittelklasse, d. h. die immer seltener werdende Gattung von Menschen, die nicht reich sind, denen es aber gerade einmal gut geht, dafür leiden (ausnahmsweise geht es nicht nur ums bezahlen) müssen, dass eine Stadt die – eigentlich 1989 erhoffte – Entwicklung falsch eingeschätzt hat.

    Wenn es darum gehen soll, mehr erschwinglichen Wohnraum zu schaffen, dann müsste und könnte dies bei der Genehmigung neuer Projekte durch entsprechende Auflagen bewirkt werden. Ein Verbot von Fußbodenheizungen, „zweiten Badezimmern“ und dergleichen schüren – möglicherweise bewusst – nur einen unsinnigen Neidkomplex.

    Natürlich ist es besorgniserregend, wenn Wohnraum unerschwinglich wird und Mietgesuche irgendwo zwischen einem Schönheitswettbewerb und einer Proskynese enden. So etwas muss verhindert werden.

    Allerdings sind an diesem Phänomen weder die Vermieter schuld, die ihre Wohnungen vernünftig ausstatten, noch die Menschen, die nach Berlin ziehen. Natürlich gibt es viele Faktoren, aber eine verfehlte Stadtplanung wäre ein guter Startpunkt für die Suche.

    • 20. Januar 2013 um 17:51 Uhr
    • Siegfrie Etzkorn
  38. 38.

    @ Bdaian

    Das ist jetzt keineswegs bipolar und übertreiben argumentiert Ihrerseits, oder? Wußte gar nicht, dass Sie die 30 – er Jahre schon vollbewußt erlebt haben. Verstehe ich Sie richtig:
    1. Entweder 14 Personen auf 85 qm oder Parkett + Bidet, dazwischen gibt es keine Möglichkeiten der Gestaltung?
    2. Selbstverständlich ist Stadtentwicklung bzw. Stadteilentwicklung ein komplexes Thema, deshalb gibt es entsprechende Studiengänge, die heißen Stadtentwicklung, manche Inhalte gehören darüber hinaus zur Humangeographie.
    3. Ihre Alternative: wir überlassen alles dem freien Markt? Prima, ich nehme Ihre Argumentatiosnweise mal auf und stelle mir jetzt schon die Ghettos vor. Die einen mit Wachschutz, damit keiner reinkommt (der nicht dorthin gehört). Die anderen mit Wachschutz, damit keiner rausgeht (und Autos anzündet).
    4. Auch FDP – Wähler haben einen Nutzen, wenn in den Städten sozialer Frieden herrscht. Sozialer Frieden entsteht, wenn ein Kiez heterogen (also gemischt) aufgestellt ist und die unterschiedlichen sozialen Gruppen miteinander in Kontakt kommen. Das setzt eine vernünftige Wohnungs- und Mietenpolitik voraus.
    5. Soziale Prozesse werden nicht vom Menschen organisiert und gesteuert? Von wem denn sonst? Vom lieben Gott? Na, denn lehnen wir uns mal zurück, vielleicht kommt der liebe Gott auch mal auf die Idee, den sozialen Wohnungsbau in Berlin wieder einzuführen oder den Mietspiegel angemessen zu regeln. Wahrscheinlich wäre man damit wesentlich besser bedient als mit dem derzeit „regierenden“ schwarzroten Senat.

  39. 39.

    In hamburg gibt es viertel wie ottensen, in denen sehr viele menschen leben möchten. Dort steigen die mieten entsprechend der nachfrage. In anderen stadteilen, problemvierteln wie zb billstedt steigen die mieten nicht. Dort wollen aber viele nicht wohnen, wegen der bevölkerungsstruktur. Wer möchte dort schon seine kinder zur schule gehen lassen. Ich würde gern eine günstige wohnung auf sylt haben. Gibt es aber nicht. Ein skandal ? Politisches versagen ? Wohnrecht für alle auf sylt ?

    • 20. Januar 2013 um 19:43 Uhr
    • ernsthaft
  40. 40.

    Mich würde interessieren, woher die Amtsleiter kommen, denn aus dem Osten sitzt doch wohl kaum einer im Chefsessel. Ich wollte bauen, ich weiß, wovon ich rede.

    • 20. Januar 2013 um 21:08 Uhr
    • Becker
  41. 41.

    @Adormidera:

    Können Sie keine Diskussion führen ohne beleidigende Unterstellungen anzuführen („bipolar und übertrieben“?).

    Wenn mir die 85-Jährige Nachbarin erläutert, dass in ihrer mir bekannten Wohnung einst 14 Personen wohnten, kenne ich den Fall, ohne selbst die Dreissiger erlebt zu haben. Ich kenne aber auch aktuelle Fälle von dichter Belegung von Wohnungen. Der demographische Wandel der dazu führt, dass es viel mehr Haushalte aus einzelnen Personen und kinderlosen Paaren bestehen, wird in dieser Diskussion kaum berücksichtigt.

    1: Zwischen den 14 Personen auf 85 qm und den Parkett+Bidet gibt es selbstverständlich viele Möglichkeiten der Gestaltung, es ist aber keine Aufgabe der Behörden festzulegen, welcher davon den Leuten zugemutet werden kann oder muss.
    Wieso gerade kein zweites Bad und nicht direkt eine Podesttoilette für vier Familien? Dieses würde die Mietpreise noch niedriger halten.
    Ich kann Ihnen übrigens noch mehrere Gebäude in Berlin zeigen, in denen noch dieser Standard vorhanden ist. Dort bekommen Sie Ihren Mietpreis von 3,50 €/qm. Sie müssen sich aber mit einem Eimer in der Küche waschen oder in einer billigen Duschkabine die vermutlich irgendwann hausschwamm produziert. ist das Ihr Wunsch?

    Ich hätte auch nichts gegen eine vernünftige Sozialwohnungspolitik, aber der Versuch, die Mieten zu begrenzen, in den man die Freiheit der Eigentümer eingrenzt ist schlicht bescheuert und geht garantiert nach hinten los. Die Eigentümer solcher Immobilien werden irgendwann die Häuser lieber verfallen lassen, bis sie diese als Ruine erklären und abreissen lassen können. Das ist auch schon in anderen Städten und Ländern passiert.

    • 21. Januar 2013 um 01:23 Uhr
    • Bdaian
  42. 42.

    @ ernsthaft

    Sie haben das Thema nicht durchdrungen, es geht nicht darum das jeder eine Recht bekommt z.b wie sie sagen auf Sylt zu Wohnen, sondern darum, das Menschen das Recht genommen wird, dort zu Wohnen wo sie z.T schon ihr lebenlang wohnen.

  43. 43.

    Da gibts zwei Wege, entweder New York Manhattan oder Pankow, entweder ganz reich und ganz arm, oder ne Art Kiez. Was willste denn?

    • 21. Januar 2013 um 05:55 Uhr
    • Fritz
  44. 44.

    42 fidelio
    Das hab ich schon verstanden fidelio, das sit aber nur die eine seite (die ich in meinem beitrag zugegebenerweise nicht berücksichtigt habe)
    , die andere ist der anspruch in bestimmten vierteln eine preisgünstige wohnung zu bekommen. Das geht nunmal nicht. Daher meine spöttische forderung nach einer preiswerten wohnung auf sylt

    • 21. Januar 2013 um 15:04 Uhr
    • ernsthaft
  45. 45.

    Genau richtig machen die das in Berlin.

    • 21. Januar 2013 um 15:38 Uhr
    • Horst Rettelbusch
  46. 46.

    #9 Daß Sie ein zweites Bad oder eine Fußbodenheizung nicht brauchen sei Ihnen gern überlassen, aber diese ostdeutsche Haltung dies auch allen anderen überzuzwingen… ich weiß nicht, ob ich aus dem schwäbischen Exil heraus lachen oder weinen soll.

  47. 47.

    […] Pankower Regierung verbietet “Bie Dees” […]

  48. 48.

    Mir gerade so ergangen.

    1.5 Jahre nach ner Wohnung gesucht und nun endlich gefunden. Schlimmer als München, denn in Berlin wollen Sie dich richtig nackig machen. Man muss alles vorlegen, auch was aus Datenschutzgründen verboten ist. Denn…man bekommt sonst nicht die Wohnung.

    Warum in eine neue Wohnung? Weil das momentane Haus in dem ich wohne „umgestaltet“ wird. Soll heißen, die Privateigentümer richten Ferienwohnungen ein.
    Das Ergebniss sind Hausbewohner die nen Scheiss auf Ihre Nachbar geben. Parties, Umzüge in der Nacht, dreckige Hausflure und jeden Monat/Woche neue Nachbarn. Nicht einmal Grüßen tun diese neuen Nachbarn, weil…ähm…kein deutsch können. Das sind keine Berliner…das sind explizit Spanier und andere Miteuropäer.

    Die Mieten gehen hoch, weil diese neuen Mieter Unsummen für eine Wohnung bezahlen.

    Mag sein, dass man das in Zeiten von EU und Euro gut finden muss…aber die Lebensqualität nimmt sichtlich ab.

    Tja, soviel zu Berlin ist sexy. Berlin ist scheisse!

    geb. Berliner

    • 21. Januar 2013 um 17:44 Uhr
    • Heinz
  49. 49.

    Wenn man hier die Kommentare liest, kriegt man zum Teil auch wieder das Kotzen.
    Da wird es dann als schlimm oder unethisch dargestellt, wenn man gerne Parkett, ein 2. Bad, Kamin oder eine Nachbarschaft ohne Kleinkriminelle hätte – oder sogar der Vater eine Wohnung schenkt. Welche Perversion!

    Über solche Themen zu diskutieren wird immer anstrengend, wenn es dann flott wieder in eine Neiddiskussion abgleitet (das schreib ich hier übrigens aus meiner Wohnung mit 1 Bad und Teppich ;D)

    Zum Thema: Wohnungsnot bekämpft man nicht indem man das Vermieterdasein unattraktiv macht. Anstatt hochwertige Wohnung unattraktiv (bzw deren Bau unmöglich) zu machen, sollte man soziale Wohnungen fördern (auch oder gerade wenn die dann halt nicht in 1a oder b Lage sind)

    • 21. Januar 2013 um 18:28 Uhr
    • fabian
  50. 50.

    @49 fabian
    Meinetwegen kann jeder Vater seinen Kindern eine Wohnung schenken, das ist mir scheißegal!
    Abstoßend finde ich jedenfalls diese Raffmentalität der meisten Vermieter.
    Jeder der heute eine Besenkammer zu vermieten hat, meint doch, er müsste seinen Porsche damit finanzieren, Diese Preistreiberei ist ekelhaft, asozial und verantwortungslos!

    • 21. Januar 2013 um 21:04 Uhr
    • oannes
  51. 51.

    oannes
    Warum mieten sie keine genossenschaftswohnung. Die sind bestimmt viel billiger.

    • 21. Januar 2013 um 22:41 Uhr
    • ernsthaft
  52. 52.

    Am 30. Januar veranstalten wir im Nachbarbezirk Wedding eine offene Diskussionsveranstaltung zum Thema Stadtplanung. Interessierte sind herzlich eingeladen! Mehr Infos:

    http://www.facebook.com/catchersacademy

    • 21. Januar 2013 um 22:41 Uhr
    • Catchers Academy
  53. 53.

    „Ein Viertel kann man nicht mit Absicht ranzig halten“ – vollkommen korrekt! Landsleute, Schwaben, kommt nicht in den Prenzlauer Berg! Es ist dort grauenvoll und ranzig, überall nur Kriminalität, Rußöfen, Mülleimersammler und die Straßen voller kaputter Trabis! Mein Tipp: geht nach Frankfurt oder München oder ins schöne Karlsruhe.

    • 21. Januar 2013 um 23:51 Uhr
    • fjs
  54. 54.

    @51 ernsthaft
    Es geht dabei doch nicht um mich!
    Ich selbst habe eine Whg. und einen Vermieter, der noch nicht der Raffgier erlegen ist und sich ein bisschen soziales Verantwortungsgefühl bewahrt hat.

    • 22. Januar 2013 um 06:56 Uhr
    • oannes
  55. 55.

    54 oannes
    Schön zu hören das es auch andere vermieter gibt. So bleibt denn der tip für die suchenden es mal bei einer genossenschaft zu versuchen bzw. eine zu gründen.

    • 22. Januar 2013 um 08:59 Uhr
    • ernsthaft
  56. 56.

    Leute, leute, kommt mal wieder runter mit eurer Hetze. Es steht euch jederzeit frei, selbst ein paar Wohnungen zu bauen (oder zu kaufen) und dann zu vermieten, und dann nur 100€ warm für 75qm zu verlangen.
    Dann würdet Ihr vielleicht mal die Kosten sehen, die der Mieter nie direkt zu Gesicht bekommt. Sowie das finanzielle Risiko eines Mietnomaden, der dir rigoros die Wohnung zerstört. 30.000 Euro Sanierungskosten sind da gleich zusammen, nachdem du 5-10 Riesen Anwalts- und Gerichtskosten hingelegt hast um ihn überhaupt rauszubekommen. Und mal Hand aufs Herz: der Prenzlauer Berg hatte schon fast Slum-Status. Wer konnte, suchte sich woanders etwas. Gerne auch mit mehr Luxus wenn möglich und bezahlbar.

    Zudem: Es gibt so viele andere Städte in Deutschland, man muss nicht in Berlin, Hamburg oder München leben. Echt nicht. Naja als Hipster vielleicht schon, aber dann muss man für diesen Luxus eben ein paar Euros hinlegen…

    • 22. Januar 2013 um 16:24 Uhr
    • Joey
  57. 57.

    WAS? Ich find die Maßnamen nun auch nicht weltbewegend aber es is wenigstens was! Nix machen bringt nix.
    Aber die Rückschlüsse von den Maßnamen auf dreckig, hässlich, klein und kalt?!?! HALLOOOO?!?! *scheibenwischergeste*
    Ich kenne jede Menge großartige, warme berliner Wohnungen die diesen Kriterien genügen! Dann bau dir doch dein Fussbodenheizungs-Kamin-Bidee-Loft in Gütersloh! Muss ja nich in Pankow sein.

    Wenn man schon meckert (übrigens originalberliner Sport) dann doch bitte mit konstruktivem Gegenvorschlag! Danke.

    • 23. Januar 2013 um 08:54 Uhr
    • olleIcke
  58. 58.

    Wenn auch manche Entscheidungen des Bezirksamtes wie erwartet hakelig bis kontraproduktiv daherkommen, so enthält der Beschluss dennoch ein paar sehr vernünftige Ideen:

    „Zu § 172 Abs. 4 Satz 1 BauGB:

    b) Nutzungsänderungen von Wohnraum in Gewerbe sind nicht genehmigungsfähig. Die gewerbliche Überlassung von Wohnraum zu Wohnzwecken bis zu einem Zeitraum von 28 Tagen (Ferienwohnungen) stellt eine Nutzungsänderung im Sinne des Erhaltungsrechts dar und ist nicht genehmigungsfähig. Ausnahmen sind dann zulässig, wenn die Wohnräume aufgrund ihrer Lage nur eingeschränkt zum längerfristigen Wohnen geeignet sind, z.B. aufgrund unzumutbarer Lärmeinwirkung, unzureichender Belichtung oder Belüftung.“

    So etwas würde ich mir demnächst mal ausnahmslos für Alle Bezirke wünschen.

    Xberg, Neukölln und Friedrichshain verfügen mitlerweile über ein kaum mehr überschaubares Angebot an „Ferienwohnungen“ – billigst saniert, in jedem Zimmer 2 Schlafcouches, 130 Euro für die Nacht – damit der ambitionierte Easyjet-Raver aus NY, Helsinki oder Tel Aviv mit seinen Freunden in Ruhe 3 Tage Feiermarathon ausnüchtern kann, während für Alle anderen der Wohnraum knapp wird. Das muss echt nicht sein & Ausnüchtern geht dank Couchsurfing auch anders……

    • 23. Januar 2013 um 13:08 Uhr
    • Rainer Werner Bassbinder
  59. 59.

    „…130 Euro für die Nacht – damit der ambitionierte Easyjet-Raver aus NY, Helsinki oder Tel Aviv mit seinen Freunden in Ruhe 3 Tage Feiermarathon ausnüchtern kann, während für Alle anderen der Wohnraum knapp wird.“

    Wirtschaftszweig Partyhauptstadt. Berlin ist ein Tourismusunternehmen.

    • 24. Januar 2013 um 09:17 Uhr
    • Siegfried Wittenburg
  60. 60.

    […] http://www.zeit.de gab es diese Woche auch einen Artikel zur Wohnungssituation am Prenzlauer Berg, viele Sanierungsmaßnahmen sind da nämlich jetzt verboten, da die Mieten nach […]

  61. 61.

    59 wittenburg
    Wenn die bayern und die schwaben mehr überweisen würden bräuchte man den ganzen tourirummel nicht………..

    • 24. Januar 2013 um 17:34 Uhr
    • ernsthaft
  62. 62.

    „Wenn die bayern und die schwaben mehr überweisen würden bräuchte man den ganzen tourirummel nicht…“

    Genau! Sollen sie für ihre Party- und Polittheaterhauptstadt ordentlich ranklotzen. :-)

    • 25. Januar 2013 um 08:56 Uhr
    • Siegfried Wittenburg
  63. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)