Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog

Was wir machen und wer bei uns schreibt

Kontakt zu uns könnt Ihr per Email aufnehmen.

Der ZEIT ONLINE, Intro, Gesicht Zeigen!, die Agentur WE DO starteten 2007 gemeinsam mit den Moderatoren Markus Kavka, Ole Tillmann, Klaas Heufer-Umlauf das Projekt Störungsmelder gegen Rechtsextremismus.

Neben den eigenen negativen Erfahrungen aller Beteiligten, beunruhigt vor allem die Tatsache, dass Rechtsextreme mit wachsendem Erfolg, Jugendliche mit alltäglicher Lebenshilfe ansprechen. Über Hausaufgabenhilfen, durch die Organisation von Jugendreisen und Konzerten nehmen sie an deren Leben teil und prägen ihr Weltbild. Immer mehr Jugendliche sehen im Rechtsextremismus die Lösung für ihre persönlichen Probleme. Erfolgreich sind Neonazis besonders dort, wo Jugendliche kaum oder gar nicht widersprechen. Und genau hier setzt der Störungsmelder an.

Der Störungsmelder ist ein Weblog: Es diskutieren Prominente, Fachleute und Schüler aus betroffenen Regionen über Rechtsextremismus. Wo stören Rechte? Wo sind sie besonders aktiv? Welche Strategien wenden sie an? Warum finden sie Gehör? Und was kann man gegen sie tun? Es geht um den persönlichen Erfahrungsaustausch und auch darum zu zeigen, dass Nazis keine Lösung parat haben.

Seit Sommer 2008 läuft Phase zwei: Störungsmelder auf Tour. Zusammen mit dem Verein Gesicht Zeigen! besuchen die Initiatoren Markus Kavka, Ole Tillmann und Klaas Heufer-Umlauf Schülerinnen und Schüler vor Ort. Im direkten Gespräch mit den Jugendlichen geht es – abseits von Kameras und Medienrummel – um rechtsextreme Probleme des Alltags und Strategien ihm auf dem Bolzplatz, im Klassenzimmer oder auf dem Schulweg aktiv zu begegnen.

Impressum

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Markus Kavka

Ich hätte mir damals ein schnelleres Auto gewünscht. Ein Renault R5, Baujahr 81, mit 35 PS war nicht die richtige Karre, um sich mit den Faschos heiße Verfolgungsjagden durch Schwabach zu liefern. Wir sind da fast jedes Wochenende von Ingolstadt aus hingefahren, weil es dort eine legendäre Gruftie-Disco gab. In die durften die Nazi-Skins nicht rein, deswegen warteten sie davor, bis wir rauskamen. Durch den Hinterausgang gelangte man direkt in die Tiefgarage. Nachdem sich das Rolltor nach der Ausfahrt hinter einem schloss, wurde es spannend. Sie waren nicht jedes Mal da, wenn sie allerdings da waren, hieß es: Vollgas Richtung Autobahn. Sie erwischten uns kein einziges Mal, nur einmal schafften sie es an einer roten Ampel, mit ihren Stahlkappen-Doc-Martens ein paar Beulen ins Auto zu treten.

Da war ich gerade 18 und geriet das erste Mal mit Faschos aneinander. Und weil ich irgendwie immer so aussah, wie es ihnen nicht gefiel, sollte der Ärger auch nie so richtig abreißen. Vor etwa zehn Jahren bekam ich mal Morddrohungen aus der rechten Szene, weil ich “linke Zecke” es gewagt hatte, im Fernsehen ein Fred Perry-Poloshirt zu tragen.

Je mehr sie mich bedrohten, desto stärker reifte der Wunsch, etwas gegen sie zu machen. Weglaufen galt nicht mehr, ich wurde aktiv bei der Antifa und sah spätestens dort, welche Ausmaße die rechte Katastrophe hatte. Wahlerfolge rechter Parteien, “national befreite Zonen”, Übergriffe auf Menschen mit anderer Hautfarbe sowie die Bestrebungen der NPD, die bürgerliche Mitte zu unterwandern, indem zunehmend soziale Themen besetzt werden, sind nur einige von viel zu vielen Gründen, warum aktiv etwas getan werden muss.

Ich will/wir wollen dabei ganz bewusst bei den Jüngeren ansetzen. Mit ihnen reden, bevor es die Rechten tun. Ihnen Respekt entgegen bringen und für sie nachhaltig da sein.

Wäre schön, wenn ihr mit uns seid.

Toralf Staud

Eigentlich bin ich nur Journalist – aber durch die jahrelange Beschäftigung mit dem Thema Rechtsextremismus für die ZEIT doch irgendsowas wie ein “Experte” geworden. Vor zwei Jahren schrieb ich dann ein Buch über die NPD (“Moderne Nazis”) – woraufhin mich die Parteizeitung als “einen der intelligenteren publizistischen Gegnern der nationalen Opposition in Deutschland” würdigte… Nunja, damit kann ich leben.

 

Klaas Heufer-Umlauf

Ich komme aus Oldenburg, dort war für mich mal ein ganzer Stadtteil tabu. Ausländer gibt es dort kaum und Leute mit linken Ansichten bekommen schnell zu spüren, dass sie in der Minderheit sind. Ich wohnte nicht weit von dort. Da ich als weißer Deutscher durchs Hetzraster fiel, begriff ich erst recht spät, welche Weltanschauung einem da unter die Nase gehalten wurde.

Einige Jungs aber, die ich schon aus Grundschultagen kannte, hatten das Pech, dort zu wohnen. Das Pech, auf den Partys der Älteren ihr erstes Bier trinken zu müssen und auf der Suche nach Vorbildern in ihre engeren Umfeld immer wieder auf dieselbe menschenfeindliche Ideologie zu stoßen. Egal, ob einer früher besonders nett, leise, laut, schüchtern oder clever war – man konnte zusehen, wie sie nicht nur älter, sondern auch rechter wurden.

Meine Freunde und Klassenkameraden waren glücklicherweise weit von dieser Szene entfernt. Dementsprechend ungefährdet war ich mit dreizehn, einem Alter, in dem man sich viel Scheiß erzählen lässt. Wäre ich je auf rechte Gedanken gekommen, meine Eltern hätten mir ruhig und plausibel klar gemacht, was ich da von mir gebe.
Bei vielen heute felsenfest überzeugten Rechtsradikalen wäre es vielleicht nicht so weit gekommen, wenn ihnen mal jemand im richtigen Moment, in einem vernünftigen Ton die Meinung gesagt hätte. Da aber nun leider nicht jeder dieses Glück hat, ist dieses Blog für mich umso wichtiger.

Ich habe mittlerweile einige Übergriffe von Rechtsradikalen auf Ausländer miterlebt. Einmal habe ich erlebt, wie 20 Nazis mit leeren Bierkrügen auf einen einzelnen Mann einschlugen. Ich hoffe, dass wir hier rechte Methoden transparenter machen, für einen toleranteren und respektvolleren Umgang zu werben und allen, die sonst niemanden kennen, ein Forum zu sein.

Ole Tillmann

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal Opfer eines Naziüberfalls werden würde. Bis es eben passierte. Als ich im September 2006 in Berlin mit meinem Kumpel Matthias aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung von Skinheads überfallen wurde, dachte ich ungläubig: „Wow, Skinheads. Ich fasse es nicht. Jetzt attackieren die einen schon vor der Haustür. Mitten in Berlin.“ Wir waren schockiert. Und motiviert. Dagegen mussten wir etwas unternehmen.

Für mich war Rechtsradikalismus bis dahin ein weit entferntes und leicht zu ignorierendes Problem der ostdeutschen Provinz, das noch in ein paar Zeitungsartikeln Erwähnung findet, bevor es sich irgendwann von selbst erledigt. Tut es aber leider nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Neonazis organisieren sich immer besser und schleichen sich in manchen Gegenden Deutschlands in die gesellschaftliche Mitte. Sie restaurieren Jugendzentren, organisieren Feriencamps für Jugendliche, säubern Parks und erledigen so manch andere Aufgabe, die der Staat nicht mehr zu bewältigen vermag. Damit finden sie Anerkennung in der Bevölkerung vor Ort. Was soll man auch dagegen sagen, wenn sich jemand sozial engagiert und die Kinder beschäftigt, mitunter erzieht?

Genau hier liegt die Gefahr. Rechte sind nicht mehr zwangsläufig durch ihre Kleidung und ihr Aussehen zu erkennen. Mittlerweile gibt es Handy-Klingeltöne von Nazisongs im Internet, das Logo gibt’s noch gratis obendrauf. Rechts wird unauffällig, Rechts wird Pop. Und bleibt brutal. Es darf niemals cool sein, gegen Ausländer und anders Denkende zu sein. Es darf nicht cool sein, gegen Demokratie zu sein.

Wir alle dürfen nicht einfach nichts tun, und hoffen, dass der braune Spuk bald aufhört.

Wir müssen uns aktiv gegen Rechts abgrenzen, wir müssen im ersten Schritt darüber diskutieren, Informationen austauschen und jede Störung melden!

Benedikt Lux

Benedikt “Bene” Lux (27) ist innenpolitischer Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. Er setzt sich für vielfältige aber immer gewaltfreie Formen ein, Nazis in der Öffentlichkeit zu ächten: Nüchtern beobachten oder über sie lachen, Demonstrieren oder ignorieren; Zivilgesellschaftlich oder staatlich-repressiv. Alle legalen Handlungsformen sind gefragt, um der menschenverachtenden, braunen Ideologie etwas entgegenzusetzen.

Sein politisches Engagement gilt der Öffentlichen Sicherheit, Bürgerrechte und Datenschutz, sowie einer rationalen Drogenpolitik. Er beschäftigt sich außerdem mit vielen Einzelfällen aus den Berliner Gefängnissen.

Als alter Südwestberliner vermisst er das antifaschistische Jugendangebot in Steglitz-Zehlendorf, das Café Chaos, das es zu seiner Jugend noch gab.

Johannes Radke

Ich bin freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus und Jugendkultur. Ich betreue für ZEIT-Online seit Juli 2009 den Störungsmelder. Gemeinsam mit Toralf Staud habe ich das ZEIT-Portal “Netz gegen Nazis” gestartet und an dem “Buch gegen Nazis” mitgeschrieben. Im Sommer 2012 erschien mein Buch “Neue Nazis” im Kiwi-Verlag. Ansonsten schreibe ich für die taz, den Tagesspiegel, Fluter , DIE ZEIT, die Bundeszentrale für politische Bildung und weitere Zeitungen und Magazine. Per Mail erreichen Sie mich unter radke(at)zeit.de

Ario Ebrahimpour Mirzaie

Ario Ebrahimpour Mirzaie, 1985 in Köln geboren, ist Politikwissenschaftler und Journalist. Er lebt seit 2005 in Berlin. Neben seinem Engagement als Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Migration & Flucht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ist er auch als Autor für den Störungsmelder Blog von ZEIT ONLINE tätig. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Kultur, Migration, Integration, Islam, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Ebrahimpour Mirzaie ist unter anderem aktiv im Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“ und organisiert regelmäßig Seminare und Fortbildungen zum Thema Rechtspopulismus im World Wide Web. Nebenher schreibt er für seinen eigenen Blog http://ordnungspolitiker.de

Clara Herrmann

Als Politikerin und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses gehört für mich die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und das Einstehen für die Demokratie ganz nach OBEN auf meine Prioritätenliste. In meiner Fraktion bin ich Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus. Daher ist der Kampf gegen Rechts nichts, was mich nur nach grausamen Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund oder nach Wahlerfolgen rechter Parteien beschäftigt. Es darf keine Räume geben in denen Menschen Angst vor Rechten haben.

Ich arbeite vor allem gegen das Vordringen rechter Ideologien in die Mitte der Gesellschaft. Momentan engagiere ich mich gegen die Verbreitung rechter Mode. Generell arbeite ich eng mit Bürgerinitiativen wie „Mitte gegen Rechts“ und „Initiative gegen Rechts in Friedrichshain“ zusammen und unterstütze engagierten Menschen mit meiner parlamentarischen Arbeit wo ich kann.

Die Politik muss eine Strategie der Repression, Intervention und insbesondere Prävention gegen die Ausbreitung rechtsextremen Gedankengutes verfolgen. Ein erfolgreiches Engagement gegen Rechts hängt aber besonders von einer couragierten Zivilgesellschaft ab.

Pierrot Raschdorff

Aufgewachsen bin ich in Ostfriesland. Eine idyllische Kindheit und Jugend zwischen Kühen und grünen Wiesen. Schon in diesen Jugendjahren kämpften wir im Freundeskreis gegen Rechtsextremismus. Dem Norden bin ich lange treu geblieben. Ich studierte in Hamburg Politikwissenschaft auf Diplom.

Rechtsextremismus und Rassismus sind seit jeher wichtige Themen für mich. Mich stört es, wenn Politiker das Thema bagatellisieren und verharmlosen. Politiker unterschiedlicher Parteien bedienen sich, vor allem in Zeiten des Wahlkampfs, rechter Themen. Sie schüren zum einen, eine allgemeine Fremdenfeindlichkeit und zum anderen schaffen sie ein Fundament für Rechtsextreme die unbehelligt diese Themen nutzen können. Dabei weiß man, dass die Ursachen von Rechtsextremismus in der Mitte der Gesellschaft zu finden sind. Ich bin der Auffassung, dass vor allem Deutschland bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus intensiver und ehrlicher vorgehen muss. Rassismus ist in Deutschland und in vielen anderen Ländern weit verbreitet und dient als Quelle für Rechtsextremismus.

Jan Jetter

Seit vielen Jahren organisiere ich zusammen mit vielen anderen in der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände (AGfJ) in Hamburg regelmäßig Aktionen und Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Unser jährliches Aktionswochenende im November heißt „respekt – gegen alltägliche gleichgültigkeit“.

Es macht mich so oft wütend, dass in einem Land, in dem die Nazis systematisch das jüdische Leben vernichtet, politische Gegner ermordet und vielfältige andere unfassbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben, Nazis erneut auf dem Vormarsch sind. Nahezu ungehindert können sie heute ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten: auf der Straße, im Alltag, bei Rechtsrock-Konzerten, auf den Schulhöfen und leider auch in den Parlamenten. Dass sie ihren drohenden Worten Taten folgen lassen, macht die stetig ansteigende Zahl von gewalttätigen Übergriffen gegen MigrantInnen, Andersdenkende und anders Aussehende deutlich. Es ist mehr als Zeit, diesem Terror und dieser Menschenverachtung auf breiter Ebene etwas entgegenzusetzen.

Um so besser also, dass es jetzt den Störungsmelder gibt!

Hier möchte ich dazu beitragen, Eure Argumente, Aktionen und Diskussionen gegen Rechts zu unterstützen und zu stärken. Damit wir die alten und neuen Nazis Schritt für Schritt wieder zurückdrängen:  „Wann, wenn nicht jetzt?“! (Buchtitel von Primo Levi, jüdischer Überlebender des Holocaust und Autor vieler großartiger Bücher zum Thema Nationalsozialismus)

Boris Fust

In einer westfälischen Kleinstadt bestimmten in den Achtzigern die Billardkugeln das nächtliche Straßenbild. Nachdem ein Rudel Hools die Wohnung des Neonazi-Führers Michael Kühnen gestürmt und ihm auf das Kopfkissen gepinkelt hatte, kehrte allmählich Ruhe ein.

Die rechte Szene wurde älter, manche bekamen Kinder und heirateten. Die Tattoos auf der Unterlippe blieben, aber die Haare wurden länger. Die lokale Naziband musste ihr riesiges Mischpult loswerden, da sich die Erinnerung an die schlimmen Zeiten nicht so gut in der Doppelhaushälfte machte. Man begann, wieder miteinander zu reden.

Das Mischpult steht jetzt in meiner Wohnung und erinnert mich jeden Tag daran, dass Menschen sich ändern können. Aber nur, wenn man Widerstand leistet. Auch ohne auf anderer Leute Kopfkissen zu strullen.

Sophia Oppermann

Sophia Oppermann, geboren in Hessen, studierte Germanistik und Geschichte. Arbeitete jahrelang journalistisch fürs Fernsehen. 2000 Gründungsmitglied von Gesicht Zeigen! e.V – und seitdem dabei! Sie zeigt Gesicht, weil sie – natürlich! – die Welt verbessern will, weil Nazi-Ideologie nicht nur dumm, sondern menschenverachtend und brandgefährlich ist, und weil jeder einzelne gebraucht wird, um gegen Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus zu kämpfen.

Rebecca Weis

Rebecca Weis, geboren im Rheinland, studierte Germanistik und Japanologie in Freiburg und Berlin. Seit Oktober 2000 ist sie bei Gesicht Zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland. “Kein Platz für Nazis – nirgends! Nein zu Dummheit und Rassismus, Ja zu Demokratie und Völkerverständigung. Gesicht Zeigen! auch im Internet! Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Bloggen!

Julia Wilde

Ich bin 21 Jahre alt, komme aus Essen und bin seit 2009 Studentin in den Niederlanden, Maastricht. Dort studiere ich European Studies. Für das Thema Rassismus und Rechtsextremismus interessiere ich mich schon seit geraumer Zeit. Ich habe einen sehr internationalen Freundeskreis und war oft schockiert darüber, wie meine muslimischen Freunde auf offener Straße diskriminiert werden und deutliche Nachteile auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden meine Bachelorarbeit über “The Securitization of Migration and Anti-Muslim Racism” zu schreiben. Eine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema genügt mir jedoch nicht. Deshalb ich möchte aktiv und in kurzen Abständen über Rassismus und Islam-Kritik berichten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich durch meine Beiträge beim Störungsmelder Aufklärung über das Thema leisten kann und mich auf diesem Wege für eine tolerantere und offenere deutsche Gesellschaft engagieren kann.

Andreas Speit

Andreas_SpeitAls Sozialwissenschaftler und Journalist arbeite ich zu dem weiten Thema Rechtsextremismus. Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel sind schon lang nicht mehr der einzige Style. Neu durchdachte Argumentationen gehen in der Szene zwischen NPD und Freien Kameradschaften auch längst mit den altbekannten dumpfen Parolen einher. Die einstige “Altherrenpartei” NPD ist zu “dem” neuen wählbaren Hoffnungsträger geworden. Bei den Freien Kameradschaften geht das Politische ins Private durch Aktionen, Konzerte und Partys seit langem ineinander über. Selbstbewusst suchen sie die Auseinandersetzung, um in der “Mitte der Gesellschaft” ihre menschenverachtenden Ideen verankern zu können. Nicht minder bemüht greifen intellektuelle Rechtsextremisten die stetig steigenden rechten Ressentiments in der “Mitte” auf. Längst Zeit zu widersprechen.

Gegen Rechts ging ich als Schüler schon zusammen mit Freunden auf die Straße, regelmäßig schreibe ich heute in der taz, Freitag, jungle world oder Der Rechte Rand über die rechte Szene. Seit Juni 2005 berichte ich in der taz-nord jede Woche in der Kolumne “der rechte rand” von rechten Esoterikern über “Deutschnationale” bis zu militanten Neonazis. Mehrere Bücher zu der vielfältigen Szene habe ich veröffentlicht. Let’s blog.

Fabian Weißbarth

Fabian WeißbarthDer Autor ist Politikwissenschaftler und arbeitet in einer NGO u.a. zum Thema Antisemitismusbekämpfung, Pluralismus und Demokratieentwicklung. Geboren und aufgewachsen in Berlin Pankow, begleitet Fabian Weßbarth dort auch die Entwicklung der Neonazi-Szene. Den Pankower Moscheebau-Konflikt betrachtete er in einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit.

Claudia Naujoks

Claudia Naujoks arbeitet mit am Projekt www.endstation-rechts.de, das sich der kritischen Information über die Arbeit der NPD in den Landtagen von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen widmet.

 

fb-avatarStefan Christoph

Ich bin Politikwissenschaftler und Journalist aus Regensburg. Aufgewachsen bin ich gar nicht weit weg von hier in einer ostbayerischen Kleinstadt, wo sich Neonazis immer wieder offen zeigten, ebenso wie auch rassistische Denkmuster im Allgemeinen. Während meinem Studium habe ich ein Jahr in Leipzig verbracht, wo Neonazis ganz anders agierten. Dort habe ich aber auch ein breites zivilgesellschaftliches Engagement erlebt. Seit fast einem Jahrzehnt beschäftige ich mich so schon mit der Neonazi-Szene in Ostbayern und mit ultrarechtem Gedankengut. Beim Störungsmelder blogge ich außerdem über Verschwörungstheorien, die oft ultrarechtes Gedankengut transportieren.

 

Marcel Pauly

Ich bin 27 Jahre alt und lebe in Mainz, wo ich Publizistik, Politik und Germanistik studiere. Man könnte meinen, Rechtsextremismus spielt in diesem Landesteil eine untergeordnete Rolle. Aber immer wieder kann man feststellen, dass rechtes Gedankengut sehr viel tiefer in unserer Gesellschaft verankert ist, als viele zugeben würden. Dieses Problem muss man offen ansprechen, um es zu lösen. marcelpauly.de und twitter.com/marcelpauly

Dennis Kazooba

Dennis, 24 Jahre alt, studiert Revolutions- pardon – Politikwissenschaften an der FU in Berlin, der Stadt, in der er als Sohn eines Ugandas und einer Deutschen aufgewachsen ist. Nach 24 Jahren mit einer anderen Hautfarbe in Deutschland, davon 16 außerhalb Kreuzbergs, ist es mittlerweile der schmale Grat zwischen kleinbürgerlicher Spießerei und subtiler Fremdenfeindlichkeit, der ihm Sorge bereitet. Offener Rassimus kommt in den Teilen des Landes, in denen er sich aufhält, eher nicht vor. Und so hat er sein Hauptaugenmerk auf jenes provinzielle Verhalten gelegt, dass zivilisierte Menschen in ihrer Sorge um die Ordnung des Alltags (“nur noch Dreck auf’m Marktplatz”) dazu bringt, widerwärtigste Stereotypen aufzuschnappen und wiederzugeben. Die dabei gemachten Erfahrungen sind zu größten Teilen im Selbstversuch entstanden.

Juliane Bartsch

“Mit Nazis reden? Warum? Haben sie einem etwas zu sagen?” Wiglaf Droste

In meinem direkten Umfeld lebt eine Person, die rechtsextrem denkt. Nach zahlreichen ergebnislosen und frustrierenden Diskussionen weiß ich, daß eines keinen Sinn macht: Zu versuchen, jemanden „umzupolen“, der dem Rechtsextremismus schon voll verfallen ist. Das ist verschwendete Energie.

Ganz anders sieht es bei jungen Menschen aus, die unsicher sind und aus falsch verstandener Solidarität mit oder sogar aus Angst vor Schulfreunden einfach mitmachen, ohne zu reflektieren, was sie eigentlich tun. Bei ihnen kann man viel erreichen und das ist auch genau das, was mich an diesem Blog begeistert und motiviert.

Ich bin in (Ost-)Berlin geboren, wohne immer noch dort und bin seit anderthalb Jahren Mitarbeiterin einer kleinen Plattenfirma. Dort betreue ich Bands, die nach Deutschland kommen und bin Ansprechpartnerin für alle möglichen Pressegeschichten. Neben der Arbeit kommt natürlich der wichtigere Teil: Freunde, Familie, Musik, Festivals, Filme, Bücher… Und (ganz idealistisch) im Rahmen meiner Möglichkeiten einen Teil dazu beizutragen, daß sich etwas bewegt. Da ich in letzter Zeit immer mal wieder unmittelbar mit Nazis konfrontiert war, ist es mir besonders wichtig, daß sich nicht noch mehr junge Leute aus Frust oder Langeweile diesem Wahnsinn verschreiben und daß man über die Bauernfängerei der Rechtsextremen aufklärt.

Maik Baumgärtner

beschäftigt sich in Initiativen und als Journalist mit dem Thema Neonazis. Er sagt: “Über rechtsextremes Gedankengut wird meistens erst berichtet, wenn Opfer zu beklagen sind, das muss sich ändern.”

 

Simon Schneider

Ich ein 18 jähriger Schüler aus Rheinland-Pfalz und informiere über Neonazismus und menschenverachtende Einstellungen. Für das Online-Portal “Mut gegen rechte Gewalt”, das vom Stern und der Amadeu Antonio Stiftung gefördert wird, schreibe ich seit 2012.

Wolfgang Dudda

Ich bin seit dem 13.12.2009 der politische Geschäftsführer der schleswig-holsteinischen Piraten. Mein Landesverband hat mit meiner Wahl bewusst ein Zeichen gesetzt und mir im Akzeptanzwahlverfahren einen Wert von 74% gegeben. Das war der Wert des Landesparteitages. Die Piraten nördlich der Elbe sind also auf klarem Kurs!

Wolfgang Nacken

Ich war lange mit der Evangelischen Jugend verbandelt. Ich finde es wichtig klar zu machen, dass dieser Jugendverband, der aus der Mitte der Gesellschaft kommt, selbstverständlicher Teil einer Bewegung gegen Nazis ist. Das ist einfach eine Sache des guten Stils. Und der Moral.

Eigentlich komme ich aus Oberbayern. Aber halt – bevor sich in euren Köpfen Vorurteile zu Bildern von Bergpanoramen und selbstgefälligen Reaktionären zusammenbrauen… . Groß geworden bin ich nämlich in einem tristen Münchner Vorort, zwischen Industrieanlagen und Autobahnzubringer. Ich wuchs mit den Kindern italienischer, griechischer, jugoslawischer und türkischer Einwanderer auf. In dieser Ortschaft hatten die Rechten eigentlich nie eine Chance, weil eben alle miteinander in den Kindergarten, zur Schule, in die Kneipe oder später in die Ausbildung gingen, ungeachtet der Herkunft ihrer Eltern. Darauf bin ich noch heute stolz.

Mittlerweile lebe ich in Norddeutschland, in einem multikulturellen (in mehrerlei Hinsicht) Stadtviertel. Mein Sohn geht mit den Enkeln türkischer, portugiesischer und polnischer Einwanderer in die Schule. Ich finde es prima – denn derjenige, der hier neu zugewandert ist, bin ich; von den Alteingesessenen werde ich freundlich und interessiert aufgenommen, egal, wie lange sie hier schon wohnen. Und ich hoffe sehr, dass das so bleibt.

Timo Müller

Ich arbeite als freier Journalist und Pressefotograf für verschiedene Medien und bin Autor bei der Antifaschistischen Informations- Dokumentations- und Archivstelle München e.V. (a.i.d.a.). Seit meiner Jugend engagiere ich mich gegen die neonazistische Rechte und recherchiere in dieser. In Bayern, speziell in Franken gibt es eine gut strukturierte, militante, extrem rechte Szene. Bayerische Neonazis verüben seit Jahren Anschläge auf Gewerkschaftsbüros, Autos und Wohnungen von AntifaschistInnen und schrecken  auch vor körperlichen Angriffen nicht zurück. Bei einem dieser Übergriffe konnte ein linker Jugendlicher nur durch eine vierzig- minütige Wiederbelebungsmaßnahme gerettet werden. Ein führender Neonazi hat ihm am mittags in der Nürnberger U-Bahn zusammengeschlagen. Über diese, gesellschaftspolitisch oft unterschätze, rechte Szene Bayerns und Frankens werde ich beim Störungsmelder berichten.

Tim Karlson

Ich bin Journalist aus Bayern und schreibe über rechte Gruppen, Neonazis und Rechtspopulist_innen. Artikel und Bilder von mir sind unter anderem bei a.i.d.a. zu finden.

Arne Zillmer

Ich bin 23 Jahre alt, studiere Politikwissenschaft und bin stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Niedersachsen. „Unpolitisch“ scheint das Lieblingswort meiner Generation zu sein: Kaum jemand hat noch den Mut, sich gegen Neonazis zu engagieren. Rassistische Witze und Vorurteile im Alltag werden von den meisten jungen Menschen genauso ignoriert wie offen agierende Faschos im Bekanntenkreis, in der Schule oder im Stadion. Den Mund kriegen die meisten nicht auf, Zivilcourage gilt als „uncool“. Stattdessen breitet sich völkischer Deutschrock auf den MP3-Playern aus und unverhohlener Nationalismus nistet sich in den Köpfen ein. Die Gleichgültigkeit der Jugendlichen verwundert kaum, schaut man sich die Einstellungen innerhalb der gesamten Gesellschaft an. Rechte Vorurteile durchziehen weite Teile der Bevölkerung und sind oftmals schon vollkommen akzeptiert.
Dagegen möchte ich etwas tun, ich will die Leute wachrütteln und über Neonazis und rechte Umtriebe aufklären. Darum bin ich in dieser Hinsicht schon seit einigen Jahren aktiv, gehe gerne auf Demos, organisiere Veranstaltungen und versuche mich wo es nur geht für eine Gesellschaft ohne Vorurteile und Diskriminierung einzusetzen.

Fabian Biastoch

Ich studiere Politik- und Verwaltungswissenschaften und wohne in Leipzig. Durch meinen Wohnort komme ich leider immer wieder in Kontakt mit Rechtsextremen. Schon lange kämpfe ich gegen dieses unmenschliche Gedankengut. Zuerst in meiner alten Heimat, in der ich auf ein Gymnasium ging, welches den Titel “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” dank unseres Engagements verliehen bekam und nun in Leipzig. All dies sollte öffentlich werden. Ich möchte erreichen, dass alle Menschen von diesen Dingen erfahren und sie reden werden – über Nazis.

Micha Neumann

Ich bin 23 Jahre alt, komme aus einer Stadt im Ruhrgebiet und studiere Soziale Arbeit. Zudem bin ich ehrenamtlich in der politischen Bildungsarbeit mit den Themenschwerpunkten Antisemitimus und extreme Rechte aktiv. Hier im Ruhrgebiet, besonders in Dortmund, sind Neonazis sehr aktiv. Übergriffe und Aufmärsche sind leider keine Seltenheit. Um darüber zu berichten, schreibe ich für den Störungsmelder.

Benjamin Köster

benni_kleinIch bin 24 Jahre alt, lebe in Hannover und habe gerade ein Studium der Politikwissenschaft und Kulturanthropologie in Göttingen begonnen. 2007 bin ich in die SPD eingetreten – um was gegen Nazis zu tun. Mittlerweise bin ich Juso Landesvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand der SPD.
Ich will klar machen, dass es sich bei rechtem, bei menschenfeindlichem, Gedankengut keinesfalls um ein Phänomen ostdeutscher Kleinstädte handelt. Tagtäglich werden Menschen, die sich antifaschistisch organisieren, in ganz Deutschland von Nazis bedroht oder erfahren Gewalt. Vor allem will ich aber auch klar machen, dass dies ein radikaler Auswuchs dessen ist, was seinen Nährboden in einem weit verbreiteten „Alltagsrassismus“ findet. Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung gemacht und in verschiedenen großen Unternehmen gearbeitet – Sprüche wie „Natürlich hat Sarrazin mit den kriminellen Ausländern recht.“ oder „Wie du findest keinen Bolzenschneider? Kennst du keinen Ausländer?“ waren eher die Regel als die Ausnahme. Obgleich Sprüche wie der zweite „lustig“ sein sollen, offenbaren sie ein bestimmtes Weltbild. Über diesen Alltagsrassismus, der jedem in Schule, Uni, Arbeit oder Familie begegnet, den aber auch jeder genau dort bekämpfen kann, möchte ich aufklären.

Martin Pätzold

Martin studiert Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und ist in Berlin-Hohenschönhausen politisch aktiv. Dort ist er seit über drei Jahren Vorsitzender der CDU Hohenschönhausen. Seit März 2009 ist er Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU. Martin Pätzold ist in Moskau geboren und hat da zehn Jahre seiner Kindheit verbracht. Er ist in einer ethnisch durchgemischten Umgebung groß geworden und hat dadurch keine Berührungsängste mit anderen Kulturen. Vernünftige Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sind für ihn die stärksten Waffen um Rechtsextremismus zu bekämpfen.

Johannes Hartl

Foto-StörungsmelderIch bin 19 Jahre alt, lebe in Schwandorf und arbeite als freier Journalist. Noch während meiner Schulzeit habe ich das Webblog „Schwandorf gegen Neonazis“ gegründet, das sich mit der lokalen Neonazi-Szene beschäftigt hat und für seien Arbeit im Dezember 2011 mit dem „Hans-Weber-Preis für Zivilcourage, Toleranz und Demokratie“ ausgezeichnet wurde. Bereits zuvor bin ich freier Mitarbeiter beim lokalen „Schwandorfer Wochenblatt“ geworden, inzwischen schreibe ich als freier Journalist auch für die Tageszeitung „neues deutschland“ sowie die Wochenzeitung „Jungle World“ aus Bayern. Für den „Blick nach rechts“, „Netz gegen Nazis“, „Publikative.org“ und auch den „Störungsmelder“ schreibe ich über Rechtsextremismus in Bayern. Von 2012 bis 2013 habe ich für das Internetportal „Endstation Rechts. Bayern“ zudem den Untersuchungsausschuss „Rechtsterrorismus in Bayern – NSU“ mit Analysen und Kommentaren begleitet. Neben meiner Tätigkeit als Journalist bin ich außerdem als Referent zu den Themen „Rechtsextremismus“ und „NSU-Untersuchungsausschuss in Bayern“ tätig.

David Janzen

Seit über 20 Jahren engagiere mich in antifaschistischen Initiativen. Ich bin u.a. als Jugendbildungsreferent und Lehrbeauftragter an einer Fachhochschule in der politischen Bildungsarbeit gegen Neofaschismus und Rassismus tätig. Außerdem schreibe ich als Fachjournalist z.B. im “Rechten Rand” und halte Vorträge und Seminare zu den aktuellen Erscheinungsformen und Strategien der extremen Rechten. Mein Schwerpunkt ist dabei die regionale rechte Szene in Südostniedersachsen in der Region zwischen Harz und Heide.

Silvio Werner

kommt ursprünglich aus Hoyerswerda. Er erlebte die Präsenz und Aggressivität von Neonazis im öffentlichen Raum täglich mit und hofft, dass seine Heimatstadt ihr schlechtes Images möglichst bald verliert – indem die Probleme endlich ernst genommen werden.

Caro Lobig

imageIch bin freie Journalistin und beende im Sommer meinen Bachelor-Studiengang Online-Journalismus. Ich bin Journalistin geworden, um Dinge zu verändern, gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und Menschen mit meiner Arbeit zu helfen. Mein erster Schritt dorthin war mein Blog „Mit der Lupe“, in dem ich Randthemen genauer oder aus anderen Perspektiven betrachten möchte. So habe ich auch über das Flüchtlingscamp am Brandenburger Tor in Berlin geschrieben. Dadurch entstand meine Idee, eine praktische Bachelor-Arbeit zu machen – über die Perspektive der seit Herbst 2012 in Berlin protestierenden Flüchtlinge. Ab Anfang März werde ich hier multimediale Beiträge über die Flüchtlings-Protestbewegung im „Refugee Camp“ Berlin veröffentlichen.
Nach meinem Studium werde ich weiterhin an sozialen Themen arbeiten, investigativ recherchieren und Geschichten von Menschen erzählen. Gegen Rassismus und Rechtsradikalismus zu kämpfen – und die Menschen darüber aufzuklären, ist meiner Meinung nach eine wichtige Aufgabe, die noch zu wenige Journalisten unterstützen.

Elena Vogt

Als ich Ende der 90er Jahre aus Westfalen an den Harz zog, hörte ich von Angriffen mit Baseballschlägern und Billardkugeln. Ich erlebte, wie rechtsextreme Jugendliche einen Freund überfielen. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte beschäftige ich mich heute als Historikerin und Journalistin mit dem Ersten Weltkrieg und ausländischen Zwangsarbeitern während des “Dritten Reichs”. Für verschiedene Tageszeitungen schreibe ich über die Hintergründe und gesellschaftlichen Auswirkungen von Menschenfeindlichkeit und die hiermit verbundenen Demokratiedefizite in der Zivilgesellschaft. In regelmäßigen Abständen berichte ich aus dem Nord-Osten der Republik.

Lars Marosch

Ich bin Lars, lebe in Rostock, bin Mitte zwanzig und heiße in Wirklichkeit anders. Neben meinem Studium engagiere ich mich politisch und schreibe hin und wieder für die “Jungle World”. Für den Störungsmelder schreibe ich über Neonazis in M-V. Von denen gibt es hier ja schließlich genug.

Roland Sieber

Nachdem ich einige Jahre ehrenamtlich in der Jugendverbandsarbeit aktiv war und mich in der Bildungs- und Bündnisarbeit gegen Rassismus und Nationalismus engagierte, wollte ich mir mehr theoretisches Hintergrundwissen aneignen und studierte an der Akademie der Arbeit. Meine Abschlussarbeit schrieb ich zum Thema „Rechtsorientierte Jugend und Gewerkschaft“. Seit 2009 studiere ich in Hamburg und publiziere mehr hobby- als berufsmäßig zu neuen Entwicklungen innerhalb der politischen Rechten sowie über Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit auch in Grauzonenbereichen und Mischspektren.

soz_mitarbeiterFabian Eberhard

Lebt und arbeitet in Zürich. Der 30-jährige Schweizer Journalist schreibt für diverse Zeitungen, hauptsächlich für die SonntagsZeitung. Er recherchiert seit mehreren Jahren im Neonazi-Milieu und beschäftigt sich intensiv mit den Themen Migration und Rassismus. Daneben ist er als Autor für den Störungsmelder Blog von ZEIT ONLINE tätig. Sein schreiberisches Engagement sieht er auch als Statement gegen Fremdenhass und Diskriminierung. (Twitter: twitter.com/FabianEberhard)

 

Fabian Lichter

Geboren 1987 in Baden-Württemberg , studiert Germanistik und Politikwissenschaften, beschäftigt sich mit dem Thema Rechtsextremismus und schreibt über dessen Entwicklungen und Erscheinungsformen.

Mathias Brodkorb

geboren 1977, Magister der Philosophie und Gräzistik, Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern, www.endstation-rechts.de

 

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