Nazirap zur besten Sendezeit

Neonazi Julian Fritsch tritt seit Jahren bei rechtsextremen Konzerten auf
Neonazi Julian Fritsch tritt seit Jahren bei rechtsextremen Konzerten auf

Darf man mit einem überzeugten Neonazi zu einer locker geführten Gesprächsrunde ins Radio einladen? Noch dazu, wenn das Moderatoren-Team offensichtlich so gut wie kein Hintergrundwissen zu Rechtsextremismus allgemein und speziell zum Interviewpartner hat? Wenn es nach den Hörern des Berliner Senders KISS FM geht, lautet die Antwort „Nein“. Seit die Radiostation vor wenigen Tagen ein 30-minütiges Interview mit Nazirapper Julian Fritsch, der unter dem Pseudonym Makss Damage auftritt, ausstrahlte, hagelt es wütende Tweets, Facebookpostings und Mails. Entlarvend war das Gespräch allenfalls für die Moderatoren, die Fritsch unter anderem fragten, ob er denn ein Neonazi sei und ob er auch mal einen Döner essen würde. Der Sender fühlt sich zu unrecht kritisiert. Immerhin habe man doch in derselben Sendung auch mit einem Juden und einem Imam über das Thema „Deutschland – dein Land?“ gesprochen, so die Argumentation. Die Neonazi-Szene feiert derweil den gelungenen PR-Coup. Weiter„Nazirap zur besten Sendezeit“

 

Welle rassistischer Gewalt in Thüringen

Welle rassistischer Gewalt in Thüringen
Neonazi Patrick Schröder bei einem Rechtsrock Openair 2013 in Kahla © Felix M. Steiner

Am Montagabend fand in Neustadt an der Orla in Thüringen eine Solidaritätsdemonstration für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt statt. Unter dem Motto „Den rassistischen Normalzustand brechen“ zogen 70 Menschen durch die thüringische Kleinstadt.
Grundlage der Demonstration waren zwei Angriffe auf Geflüchtete. Eine Woche zuvor, am 13.09., sind zwei Geflüchtete aus Tschetschenien und Somalia vor einem Supermarkt von mehreren Neonazis rassistisch beleidigt und kurz darauf angegriffen worden. Politiker und Opferberatungsstellen kritisieren jetzt das Verhalten der Polizei. Weiter„Welle rassistischer Gewalt in Thüringen“

 

Gewaltausbruch bei AfD-Wahlparty in München

Schläge, Tritte und Bedrohungen. Am Rande der AfD-Wahlparty am Sonntag in München, kam es zu Angriffen auf Gegendemonstranten und Fotografen. Auch bekannte Neonazis sollen sich unter den Angreifern befunden haben. Weiter„Gewaltausbruch bei AfD-Wahlparty in München“

 

Ein Tag „National befreite Zone“

Konzertbesucher mit "Hakenkreuz"-T-Shirt © Sven Peter
Konzertbesucher mit „Hakenkreuz“-T-Shirt © Sven Peter

900 Anwohner, 450 feiernde Neonazis. Die Bürger im Thüringischen Kirchheim mussten am vergangenen Wochenende mit ansehen, wie hunderte Rechtsextreme aus ganz Deutschland ihren Ort für einen Tag zur „National befreiten Zone“ machten. Zu einem Rechtsrockkonzert reisten Neonazis aus ganz Deutschland an. Zivilgesellschaft und Politik kritisieren jetzt Polizei und Verwaltung, die das Openair bis zuletzt geheim hielten. Weiter„Ein Tag „National befreite Zone““

 

Rechtsextremes Zeltlager in Schweden aufgeflogen

sturmvogel_schweden

Sie tragen Uniformen, organisieren Zeltlager und Sonnenwendfeiern. Schon mehrfach haben wir über die rechtsextreme Gruppe „Sturmvogel“ berichtet. Während die Neonazi-Jugendgruppe Wikingjugend und die Heimattreue Deutsche Jugend verboten wurden, blieb diese Gruppierung bislang nahezu unbemerkt. Jetzt flog ein Sturmvogel-Zeltlager in Schweden auf. Weiter„Rechtsextremes Zeltlager in Schweden aufgeflogen“

 

USA: Neonazi erschießt drei Menschen

USA: Neonazi erschießt drei Menschen
Der Neonazi war bereits wegen Gewalttaten vorbestraft © Clark County Sheriff

Drei Tote, eine Schwerverletzte: das ist die Bilanz eines Amoklaufs eines Rechtsextremisten in Woodland, Bundesstaat Washington. Am Freitag wurde der Neonazi Brent L. von einer Spezialeinheit auf einer Landstraße festgenommen. In seinem Haus waren zuvor drei Leichen entdeckt worden. Eine schwer verletzte Frau, der ins Gesicht geschossen worden war, hatte an einem Supermarkt mehrere Kilometer vom Haus entfernt gehalten und um Hilfe gebeten. Da sie wegen ihrer Verletzungen nicht sprechen konnte, hatte sie den Namen des Angreifers auf einen Zettel geschrieben. Weiter„USA: Neonazi erschießt drei Menschen“

 

Gefährliches Spiel – deutsche Neonazis bei der EM

Gefährliches Spiel: Neonazis bei der EM
Erst das Gruppenfoto, dann die Gewalt. Rechtsextreme Hooligans aus Dresden und Chemnitz in Lille

Reichskriegsfahne, Hitlergruß und rassistische Parolen. Nach den Angriffen deutscher Hooligans auf ukrainische Fans in Lille stellt sich die Frage, wie stark organisierte Neonazis an den Attacken beteiligt waren. Hinweise darauf gibt es einige. Weiter„Gefährliches Spiel – deutsche Neonazis bei der EM“