Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog

Autoren Archiv von Johannes Radke

Berliner Politiker fordern Veröffentlichung von Nazi-Aufmarschrouten

Von 24. April 2014 um 13:59 Uhr
Bereits Anfang des Monats sah sich den NPD bei einer Kundgebungstour mit zahlreichen Gegendemonstranten konfrontiert © Theo Schneider

In Berlin stößt die NPD auch außerhalb Kreuzbergs regelmäßig auf wenig Zustimmung © Theo Schneider

Am Dienstag hat der Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele (Grüne) zusammen mit Halina Wawzyniak (MdB, Die Linke), Clara Herrmann (MdA) und Benedikt Lux (MdA) einen offenen Brief  an den Berliner Innensenator Frank Henkel geschickt. Die Politiker fordern in dem Schreiben eine frühzeitige Veröffentlichung der Routen der angekündigten Nazi-Aufmärsche am 26. April (Kreuzberg) und 01. Mai (Neukölln). Weiter…

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Rechte Gewaltdrohungen vor Naziaufmarsch in Kreuzberg

Von 23. April 2014 um 15:33 Uhr
Naziaufmarsch in Kreuzberg

Im Netz drohen Neonazis mit Angriffen auf Linke und Migranten, wie schon 2011 bei einem Aufmarsch in Kreuzberg.

Wenige Tage vor dem geplanten NPD-Aufmarsch am Samstag in Berlin-Kreuzberg breitet die rechtsextreme Szene im Netz ihre Gewaltfantasien aus. Die Flüchtlingsproteste am Oranienplatz stehen im Mittelpunkt der Drohgebärden. “2000 Mann + Flammenwerfer würden die Ordnung schnell wiederherstellen, indem sie den ganzen Müll verbrennen”, schreibt ein Neonazi auf einer Szene-Plattform. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Mehrere tausend Gegendemonstranten werden erwartet. Weiter…

Kategorien: Berlin

Wir suchen Verstärkung

Von 9. April 2014 um 15:59 Uhr

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Du hast einen Blog, drehst Filme oder schreibst für eine Schülerzeitung?
Du kennst dich mit der rechtsextremen Szene in deiner Stadt aus und möchtest dein Wissen teilen?
Du engagierst dich in deiner Schule, deiner Stadt oder deinem Jugendzentrum gegen Neonazis und Rassismus?

Dann schreib doch bei uns über deine Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse mit Rechtsextremismus. Auf unserem Blog kannst du mit deinem Text auf einen Schlag mehrere Tausend Menschen pro Tag erreichen. Unser Ziel ist es, dass junge Menschen aus ganz Deutschland zu Wort kommen und über ihre Erfahrung mit beziehungsweise ihr Engagement berichten können.

Interesse? Dann schick einfach eine Mail an radke@zeit.de und bewirb dich als Autor/in. Wir freuen uns auf dich.

 

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Nazirap vor Flüchtlingsunterkunft

Von 24. Januar 2014 um 16:12 Uhr

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Seit Monaten werden die Flüchtlinge in ihrer Unterkunft in Berlin-Hellersdorf von Neonazis beschimpft und bedroht. Die NPD führte mehrere Kundgebungen durch, rassistische Anwohner gründeten eine “Bürgerinitiative”. Jetzt nutzte ein Nazi-Rapper das Gebäude als Kulisse für einen Videodreh. “Hier ziehen treue deutsche die Waffen” und “Wahrheit macht frei” skandieren in dem Clip fahnenschwenkende Neonazis vor der Eingangstür. Weiter…

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Bloß kein Mitleid für die NSU-Opfer

Von 7. Januar 2014 um 14:09 Uhr
Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa

Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa

Die Neonazi-Szene beobachtet das seit sieben Monaten laufende NSU-Verfahren in München aufmerksam. Sie formuliert weder Mitleid noch Mitgefühl für die Opfer, verleumdet die Ermordeten als “kriminelle Ausländer” oder verhöhnt sie gar als “Döner-Brater”. Die Frage, was vom NSU und seinen Taten zu halten sei, spaltet jedoch die deutschen Rechtsextremisten. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen. Weiter…

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Warschau: Neonazis attackieren linkes Zentrum

Von 12. November 2013 um 15:33 Uhr

Beängstigende Bilder aus Warschau. Hunderte Neonazis haben am Rande der Kundgebungen zum polnischen Unabhängigkeitstag am Montag die Polizei und ein alternatives Zentrum angegriffen. Mit Molotov-Cocktails und Seenotrettungsfackeln, versuchten die Angreifer das Haus in Brand zu setzen. Autos im Hof wurden ebenfalls angezündet. Mindestens vier Polizisten wurden verletzt, als die Demonstranten mit Steinen warfen und Feuerwerkskörper zündeten. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden nur 30 Gewalttäter festgenommen. Im Laufe des Abends wurden auch mehrere Fahrzeuge von Fernsehteams abgebrannt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Randalierer vor. In den vergangenen Jahren war es am Unabhängigkeitstag wiederholt zu Ausschreitungen bei Aufmärschen nationalistischer und rechtsextremer Gruppen gekommen. Mehr als zehntausend Menschen nahmen an dem Marsch Teil.

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We say hello with skateboarding

Von 24. September 2013 um 09:31 Uhr

Sehr schöne Aktion, um die Flüchtlinge in Berlin-Hellersdorf zu begrüßen.

“Due to the protests against the refugee camp in Hellersdorf a friend decided spontaneously to do something different to welcome them. He wanted to meet them directly and try to show them that there are a lot of people in Berlin welcoming refugees. Many people donated skateboards and clothes for this sunday. Now they can have their own skate sessions in their backyard and we say again: Refugees welcome!”

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Journalisten im Visier des Verfassungsschutzes

Von 19. September 2013 um 12:41 Uhr
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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius © Budler

Der Verfassungsschutz steht offenbar erneut vor einem handfesten Skandal. Wie jetzt bekannt wurde, hat das niedersächsische Landesamt für Verfassungsschutz jahrelang die renommierte Journalistin Andrea Röpke ausspioniert, die auch regelmäßig für ZEIT ONLINE schreibt. Besonders brisant: Noch im April 2012 versicherte das Amt Röpke auf explizite Nachfrage schriftlich, dass über sie “in der Niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde (…) weder eine Akte geführt wird noch Angaben in Dateien gespeichert sind”. Jetzt ist klar, dass es sich bei dem Schreiben offensichtlich um eine gezielte Falschinformation handelte. Die SPD-Fraktion spricht von einem “skandalösen Angriff auf die Pressefreiheit”. Weiter…

Brisantes Video dokumentiert NPD-Übergriff auf dem Greifswalder Markt

Von 2. September 2013 um 11:01 Uhr

Sommer 2013: Auf ihrer „Asyltour“ hält die NPD in Greifswald. Nachdem aus den Reihen einer spontanen Gegendemo vereinzelt Lebensmittel geworfen werden, stürmen die um den Marktplatz verteilten Neonazis auf die Protestierenden zu und werden gewalttätig. Ein nun aufgetauchtes Video dokumentiert den Tumult und nährt Zweifel an den Darstellungen des Neonazis Marcus G. Weiter…

Neonazis prügeln 34-Jährigen auf Volksfest zu Tode

Von 20. Juli 2013 um 07:14 Uhr
Mit Gewalt gegen Migranten - eindeutige Botschaft auf dem T-Shirt eines Neonazis

Mit Gewalt gegen Migranten – eindeutige Botschaft auf dem T-Shirt eines Neonazis bei einem Aufmarsch 2004

Erst riefen sie rassistische Parolen, dann schlugen sie zu. Im Bayerischen Kaufbeuren griffen in der Nacht zu Donnerstag fünf Thüringer Neonazis auf einem Stadtfest mehrere Migranten an. Ein 34-jährige Spätaussiedler aus Kasachstan wurde durch die Schläge tödlich verletzt und starb am darauf folgenden Tag im Krankenhaus. Dass die Polizei in ihrer ersten Pressemitteilung den rassistischen Hintergrund des Angriffs verschwiegen hat, wird von Initiativen gegen rechts scharf kritisiert. Weiter…

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