Wir müssen reden. Über Nazis.

Autoren Archiv von Johannes Radke

Protest gegen Nicht-Anerkennung von Todesopfern rechter Gewalt

Von 23. Mai 2012 um 12:52 Uhr

Freunde trauern um Rick Langenstein, der 2008 von einem Neonazi in Magdeburg erschlagen wurde © Getty

Rechtsextremer Mord oder nicht? Der Opferfonds Cura protestiert gegen die Entscheidung des Innenministeriums zwei Todesopfer rechter Gewalt aus dem Jahr 2011 nicht offiziell anzuerkennen. [weiter...]

Lesetipp: Angekommen in Sachsen-Anhalt

Von 22. Mai 2012 um 12:20 Uhr

Ein Plakat aus dem Jahr 2007, das für einen nationalen Integrationsplan für Migranten warb © Johannes Eisele/dpa

Sie kamen aus Mali, Dagestan, Sierra Leone und dem Jemen – und landeten in der ostdeutschen Provinz. Für unsere Themenwoche “Leben mit Rassismus”  hat Parvin Sadigh aufgeschrieben, wie vier Migranten in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben. Hier geht es zum Text.

Kategorien: Sachsen-Anhalt

Naziangriff auf Jugendzentrum in Wunstorf

Von 21. Mai 2012 um 11:20 Uhr

Rund 20 Neonazi haben am Wochenende das Jugendzentrum “Wohnwelt” in Wunstorf (bei Hannover) angegriffen. Es gabe mehr als 10 Verletzte. Der Jugendtreff steht schon länger im Fokus der gewaltbereiten Neonazisszene. Schon mehrfach gab es Angriffe auf Gäste der Wohnwelt. [weiter...]

Kategorien: Niedersachsen

Hamburg rüstet sich gegen bundesweiten Naziaufmarsch

Von 18. Mai 2012 um 11:58 Uhr

Bis zu 1000 Neonazis wollen am 2. Juni in Hamburg aufmarschieren. Rund 200 Gruppen, Künstler und Einzelpersonen haben in einem gemeinsamen Aufruf angekündigt den Aufmarsch zu blockieren. Sie rechnen mit mehr als 20.000 Gegendemonstranten. Am Samstag findet von 10.00 – 18.00 Uhr das erste Blockadetraining im Gewerkschaftshaus im Besenbinderhof 60 statt. Bei einem Mobilisierungskonzert gegen das Nazitreffen sind am 5. Mai bereits Deichkind und viele weitere Künstler aufgetreten. [weiter...]

Kategorien: Hamburg

Spendenaufruf nach Naziangriff auf Jugendzentrum

Von 3. Mai 2012 um 08:48 Uhr

Steinewerfende Neonazis vor dem Jugendzentrum - die Polizei war trotz rechtzeitigem Notruf nicht zum Schutz des Gebäudes erschienen

Das Jugendzentrum MittenDrin in Neuruppin unterstützte am 1.Mai 2012 die Proteste gegen einen Aufmarsch von etwa 170 Neonazis in Wittstock. Da der Aufmarsch vollständig verhindert werden konnte, war der Tag ein voller Erfolg für die Gegendemonstranten. Leider kam es im Anschluss zu einem Angriff von Neonazis auf das alternative Jugendzentrum mit erheblichem Sachschaden. Jetzt ruft der Verein zur Unterstützung der Betroffenen auf: [weiter...]

Kategorien: Brandenburg

Nazi-Angriff nach BVB-Spiel in Dortmund

Von 24. April 2012 um 12:27 Uhr

Am vergangenen Wochenende kam es vor der Kneipe „Hirsch-Q“ in der Dortmunder Innenstadt erneut zu einem Übergriff mehrerer Neonazis und rechter Fußballfans auf Kneipengäste. Es gab drei Verletzte. [weiter...]

Kategorien: Nordrhein-Westfalen

Der Extreme unter den Rechtsextremen

Von 18. April 2012 um 18:28 Uhr

Schimpft gerne mal über diese "Judenrepublik" - Udo Pastörs (NPD) © Marcus Brandt/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Neonazis auf dem Weg in die Normalität weit gekommen. Im Landtag kämpft NPD-Fraktionschef Pastörs gegen die Verweichlichung der Partei. Wie das abläuft, erklärt unser Autor Michael Schlieben im aktuellen Text unserer Serie Neue Deutsche Nazis.

Kategorien: bundesweit

Neonazis zieht es nach Berlin-Neukölln

Von 10. April 2012 um 08:35 Uhr

2010 protestierten hunderte Neuköllner gegen eine NPD-Veranstaltung © Matthias Zickrow

Die Neonazi-Szene will am Freitagabend ausgerechnet im multikulturellen Bezirk Berlin-Neukölln unter dem Motto “Zeit zu handeln – kriminelle Ausländer raus” aufmarschieren. Im Internet und auf Plakaten mobilisieren die Rechtsextremisten für 18 Uhr zum U-Bahnhof Blaschkoallee in Britz. Nach Angaben der Polizei ist der Aufmarsch jedoch noch nicht offiziell angemeldet. Die NPD, die auf den Plakaten als Veranstalter auftaucht, war am Dienstag telefonisch nicht erreichbar. [weiter...]

Kategorien: Berlin

Was tun bei Bedrohung von rechts?

Von 30. März 2012 um 12:47 Uhr

Sie Fotografieren, drohen und schlagen – mit verschiedensten Mitteln versucht die Neonaziszene all jene einzuschüchtern, die sich gegen die rechtsextreme Ideologie einsetzen. Jetzt hat das Beratungsnetzwerk Lobbi e.V. eine Broschüre herausgebracht, wie man als Betroffener mit den Drohungen umgehen kann und wo man Hilfe bekommt. [weiter...]

Kategorien: bundesweit

Lesetipp: Neonazis feierten die NSU-Terroristen schon 2002 in einem Szenemagazin

Von 28. März 2012 um 13:43 Uhr

Spurensuche am Haus der Rechtsterroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa

„Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen. Der Kampf geht weiter…“. Dieser Satz steht – fett und deutlich hervorgehoben – mitten im Vorwort der Ausgabe 1/2002 (Nr. 18) des neonazistischen Fanzines „Der Weisse Wolf“. Ein Gruß der damals nicht auffiel – aber heute Fragen aufwirft. Ein Gruß wie hunderte andere an die „Kameraden“ und Freunde, die in den einfach gestalteten Magazinen der Szene abgedruckt werden. Durch einen Hinweis stieß das apabiz in einem neonazistischen Fanzine auf den bemerkenswerten Gruß „an den NSU“. Der kurze Satz erschien bereits in der ersten Jahreshälfte 2002, als die Öffentlichkeit noch nichts von der Terrorzelle des „Nationalsozialistischen Untergrund“ ahnte, diese aber bereits mitten in ihrer Serie von Terror und Morden steckte. Die Buchstaben „NSU“ sind jedenfalls kein bekanntes Kürzel in der Szene, der Hinweis im „Weissen Wolf“ ist die erste bekannte Verwendung in Veröffentlichungen der Neonazi-Szene oder in derem Kontext. Hier geht es zum kompletten Artikel im NSU-Watchblog des apabiz. Unterdessen wurde bekannt, dass es offenbar weitere NSU-Helfer in Rostock geben muss. Dort wurde am 6. November 2011 mindestens eines der Bekennerschreiben in einen Briefkasten geworfen.

Kategorien: bundesweit