Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog

Autoren Archiv von Johannes Radke

Brandanschlag auf Nazi-Gegner in Jamel

Von 13. August 2015 um 11:39 Uhr
Brandanschlag auf Nazi-Gegner in Jamel

Erst Drohungen, dann ein Brandanschlag – die Scheune der Lohmeyers in Jamel © dpa

Mehrfach wurde die Familie Lohmeyer für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Im Dorf Jamel (Mecklenburg-Vorpommern) sind sie die letzten Anwohner, die sich der Neonazi-Szene entgegenstellen. Jetzt zündeten Unbekannte ihre Scheune an. Vermutlich ein Racheakt von Rechtsextremen. Weiter…

Polizisten unterliefen Strafanzeige gegen Neonazis – Staatsanwaltschaft ermittelt

Von 12. August 2015 um 21:09 Uhr
Polizei umringt Kundgebungsteilnehmer zur Personalienfeststellung

Die Polizei soll eigentlich auf die Nazis aufpassen, schlecht wenn Beamte selbst rechtsextrem sind.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen zwei Polizisten aus Schwedt, weil sie eine Strafanzeige gegen junge Neonazis unterlaufen haben sollen. Einer der beiden Polizisten ist einschlägig vorbelastet. Weiter…

Kategorien: Allgemein

Neonazis bedrohen jüdische Sportfestspiele in Berlin

Von 27. Juli 2015 um 13:43 Uhr

logo

80 Jahre nachdem alle jüdischen Sportler von den Olympischen Spielen in Berlin ausgeschlossen wurden, findet seit heute mit den European Maccabi Games die größte jüdische Sportveranstaltung der europäischen Nachkriegsgeschichte im Berliner Olympiapark statt. Mehr als 2.300 Athleten aus 35 Ländern sind dazu angereist. Sorge bereiten den Veranstaltern jetzt zahlreiche Drohungen aus der rechtsextremen Szene. Weiter…

Kategorien: Berlin

„Lächerliche Vereinigung“ – Shirt-Händler wehrt sich gegen Pegida

Von 12. Juli 2015 um 14:08 Uhr

Spreadshirt wehrt sich gegen Pegida

"Wir haben uns aus ethischen Gründen darum entschieden, den Namen dieser lächerlichen Vereinigung nicht zu drucken." Mit diesen Worten verweigerte die Onlinedruckerei Spreadshirt einer Pegida-Anhängerin den T-Shirtdruck. Die beschwert sich in einer öffentlichen Gruppe auf Facebook und schimpft über die Firma. Doch anstatt des erhofften Shitstorms bedanken sich jetzt Pegida-Gegner im Netz per E-Mail, Twitter und Facebookposts zu Hunderten bei der Druckerei für ihr klares Statement. Weiter…

Kategorien: bundesweit

Landser-Sänger wegen Elektroschocker festgenommen

Von 9. Juli 2015 um 12:34 Uhr
Landser-Sänger wegen Elektroschocker festgenommen

Lunikoff beim "Rock für Deutschland" in Gera 2009. Foto: Infothek Dessau

Weil er einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker mit sich führte, wurde der frühere Sänger der verbotenen Naziband "Landser" am Montag in Bayern festgenommen. Wie Merkur.de berichtet, war Michael Regener (Spitzname "Lunikoff") für eine NPD-Veranstaltung aus Berlin nach Murnau gereist. Auch sein 38-jähriger Beifahrer wurde vorläufig festgenommen. Beide erwartet jetzt ein Verfahren wegen Waffenbesitzes nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz. Weiter…

Kategorien: Bayern, Berlin

NPD-Aufmarsch nach Naziangriff auf alternatives Musikfestival

Von 12. Juni 2015 um 10:12 Uhr

11427203_701571679988259_3508628537616833825_nDer Berliner Stadtteil Buch gilt als neue Hochburg der lokalen Neonaziszene. Immer wieder kommt es zu Bedrohungen, Schmierereien und gezielten Angriffen auf Engagierte. Mit einem bunten Musikfestival wollen jetzt Jugendliche an diesem Wochenende ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Buch setzen. Doch bereits beim Aufbau am Donnerstag wurden die Helfer von Neonazis mit Flaschen und Pfefferspray attackiert. Für Freitagabend hat die NPD jetzt auch noch einen Aufmarsch ganz in der Nähe angemeldet. Weiter…

Kategorien: Berlin

Spendenaktion nach Brandanschlag auf alternatives Kulturzentrum

Von 5. Juni 2015 um 10:16 Uhr

Nach einem erfolgreichen und einem misslungenen Brandanschlag von Neonazis, steht das Alternative Kulturwerk Bitterfeld vor dem Aus. Jetzt rufen Künstler, Politiker und Initiativen gegen rechts zu einer Spendenaktion auf. Wir dokumentieren den Aufruf: Weiter…

Kategorien: Sachsen-Anhalt

NPD bezieht Bundestagsbüro in Berlin

Von 24. September 2014 um 10:13 Uhr
Residiert jetzt in Kreuzberg - der frühere NPD-Chef Udo Voigt © Getty

Residiert jetzt im Regierungsviertel  – der frühere NPD-Chef Udo Voigt © Getty

Nach den Wahlpleiten in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, versucht die NPD, die Parteimitglieder zumindest mit einer kleinen Erfolgsmeldung aufzuheitern. Auf seiner Facebook-Seite berichtet der frühere Parteichef und frisch gewählter Europaabgeordneter, Udo Voigt, dass er "einen Schlüssel zum Reichstag" bekommen hätte. Stolz posiert er auf Fotos mit seinem Abgeordnetenausweis vor dem Bundestagsbürogebäude in der Luisenstraße. "Die Argumente der einzigen nationalen Oppositionspartei", würden jetzt auch "vom Bundestag aus an die Öffentlichkeit" getragen, schreibt die NPD aufgeregt in einer Pressemitteilung.

Tatsächlich handelt es sich lediglich um Schlüssel zu sechs Büros des Bundestags im ehemaligen Kaiserlichen Patentamt im Regierungsviertel. Dort sind die deutschen Europaabgeordneten untergebracht. Hintergrund ist ein Beschluss des Ältestenrates, wonach auch Kleinstparteien aus dem EU-Parlament Bundestagsbüros erhalten. Die Büroräume muss sich Voigt jedoch mit 16 Abgeordneten der anderen Splitterparteien teilen. Einen festen Büroplatz gibt es nicht. Die Abgeordneten müssen immer den Tisch nehmen, der gerade frei ist. "Hier sind dem Datenklau und anderen technischen Manipulationen Tür und Tor geöffnet", fürchtet die NPD und will sich jetzt beim Bundestag beschweren.

Als EU-Parlamentarier steht Voigt zudem ein Ausweis zu, mit dem er sich im gesamten Bundestag frei bewegen kann. "Mitgliedern des Europäischen Parlaments wird auf deren Antrag gemäß der Hausordnung des Deutschen Bundestages ein Hausausweis ausgestellt, der ihnen Zutritt zu allen Liegenschaften des Bundestages ermöglicht", heißt es von der Pressestelle des Bundestages.

Kategorien: Berlin

Konspiratives Nazi-Konzert in Berlin geplant

Von 18. September 2014 um 10:09 Uhr
Mit einem Großaufgebot verhinderte die Polizei das Konzert © Mika Zellmann

Die Polizei verhidnerte bereits 2009 ein Berlin-Konzert der Gruppe © Mikael Zellmann

Mehrfach hat die Polizei in der Haupstadt schon Konzerte der Rechtsrocker von "Kategorie C" verhindert. Diesen Samstag will die Bremer Band es erneut versuchen. Der Ort wird bis zuletzt geheim gehalten. "Ab 16 Uhr ist ein Infotelefon geschaltet, wo ihr alle Informationen zum Ort der Veranstaltung erfahrt", heißt es in dem Einladungsschreiben, das in internen Nazi-Foren kursiert. Die Berliner Polizei bestätigte ZEIT ONLINE, dass die Veranstaltung bekannt sei. Der Staatsschutz werde die Entwicklung aufmerksam beobachten. Als Anlass für das Konzert wird das 5-Jährige Bestehen der "Legion Germania" genannt. Ein Zusammenschluss rechtsextremer Hooligans von LOK Leipzig und BFC Dynamo Berlin. Am selben Tag spielt der BFC gegen den SV Babelsberg 03, der für sein Engagement gegen Rechtsextremismus als Feindbild vieler Hooligans gilt. Weiter…

Kategorien: Berlin

Reichsbürger will Bürgermeister werden

Von 28. August 2014 um 11:32 Uhr

"Reichsbürger"-Aufkleber an einem Autokennzeichen

Früher kandidierte er für die NPD, jetzt stellte er sich für die Bürgermeisterwahl als "Oberreichsanwalt" vor. Mit seiner Kandidatur sorgt der Rechtsextremist Steffen Peter für Aufregung in dem kleinen Ort Uetersen (Schleswig-Holstein). Nach Informationen des Hamburger Abendblattes sah sich der Wahlausschuss gezwungen die Berufsbezeichnung des 50-Jährigen in "Stahl- und Walzwerker" zu ändern, da "Oberreichsanwalt" nicht zulässig ist. Weiter…

Kategorien: Schleswig-Holstein