Wir müssen reden. Über Nazis. Ein Blog

Autoren Archiv von Johannes Radke

Protestcamp gegen Nazi-Festival in Gera

Von 11. Juni 2014 um 16:00 Uhr
Spontan besetzten dutzende Nazigegner am Donnerstag den Veranstaltungsort

Schon 2013 besetzten dutzende Nazigegner spontan den Veranstaltungsort der Nazis

2003 gab es erstmals und von der Öffentlichkeit kaum beachtet ein Rechtsrockfestival in Gera. Damals noch unter dem Motto „Rock gegen Krieg“. Nur wenige Hundert Besucher kamen zu dem Konzert. Zehn Jahre später ist die in „Rock für Deutschland“ unbenannte Veranstaltung zu einem der größten Rechtsrock-Events Deutschlands geworden. Organisiert wird das Szeneereignis von NPD und der militanten Neonazi-Szene. Angemeldet als politische Kundgebung, sind die Möglichkeiten eines Verbotes gering. Wie schon in den vergangenen Jahren, wollen zivilgesellschaftliche Gruppen das Nazi-Festival blockieren. Sie planen erneut ein Protestcamp direkt auf der Wiese vor dem Hauptbahnhof. Weiter…

Kategorien: Thüringen

Großrazzia gegen Neonazi-Szene

Von 4. Juni 2014 um 13:47 Uhr

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Die Polizei hat am Morgen in einer groß angelegten Aktion gegen die organisierte Neonazi-Szene zahlreiche Häuser und Wohnungen in zwölf Bundesländern durchsucht. Gegen 35 Beschuldigte wird wegen des Verdachtes der Bildung und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Sie sollen das 2012 abgeschaltete rechtsextreme Szene-Forum Thiazi mit Geldspenden unterstützt und verbotene Bilder hochgeladen haben. Insgesamt durchsuchten die Behörden bundesweit 38 Wohnungen und Geschäfte. Weiter…

Kategorien: bundesweit

Ärger um Wandbild zu NSU-Bombenanschlag

Von 3. Juni 2014 um 15:45 Uhr

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Unter Polizeischutz entfernte die Feuerwehr am Dienstagmorgen in Berlin-Kreuzberg Teile eine Wandbildes zum NSU-Bombenanschlag 2004 in Köln. Das Plakat erinnert an den Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße am 09.06.2004. Die Rechtsterroristen des NSU zündeten damals eine mit Nägeln und Schrauben gefüllte Bombe in der vor allem von Migranten bewohnten Straße. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Das mehrere Meter hohe Bild an der Brandmauer eines Ex-besetzten Hauses in der Manteuffelstraße war erst am Morgen vom Bündnis gegen Rassismus angebracht worden. Polizeibeamte beobachteten die Aktion und stellten wegen des Satzes “NSU: Staat & Nazis Hand in Hand” Anzeige wegen “Verunglimpfung des Staates”, wie ein Sprecher ZEIT ONLINE bestätigte. Da die Verantwortlichen sich weigerten den Satz selbst zu entfernen, wurde die Feuerwehr um Amtshilfe gebeten.

Kategorien: Berlin

Video dokumentiert Nazi-Angriff in Dortmund

Von 27. Mai 2014 um 15:33 Uhr

Das Video zeigt den Angriff von Neonazis am Sonntag auf die Europa-Wahlparty im Dortmunder Rathaus.

Kategorien: Nordrhein-Westfalen

Neonazis überfallen Wahlparty im Dortmunder Rathaus

Von 26. Mai 2014 um 12:53 Uhr
Wahlabend 25.05.2014 - Neonazi-Ausschreitungen_3293

Neonazi Timo Ewers aus Bochum-Langendreer sprüht Pfefferspray auf die Politiker vor dem Rathauseingang.

“Deutschland den Deutschen – Ausländer raus”, mit dieser Parolen stürmten am Sonntagabend rund 20 Neonazis die Wahlparty der demokratischen Parteien im Dortmunder Rathaus. Mit Pfefferspray und Glasflaschen attackierten die Rechtsextremisten demokratische Politiker, die sich ihnen in den Weg stellten. Zehn Menschen wurden verletzt. Weiter…

Kategorien: Nordrhein-Westfalen

Rechte Gewaltdrohungen vor Naziaufmarsch in Kreuzberg

Von 25. April 2014 um 10:33 Uhr
Naziaufmarsch in Kreuzberg

Im Netz drohen Neonazis mit Angriffen auf Linke und Migranten, wie schon 2011 bei einem Aufmarsch in Kreuzberg.

Kurz vor dem geplanten NPD-Aufmarsch am Samstag in Berlin-Kreuzberg breitet die rechtsextreme Szene im Netz ihre Gewaltfantasien aus. Die Flüchtlingsproteste am Oranienplatz stehen im Mittelpunkt der Drohgebärden. “2000 Mann + Flammenwerfer würden die Ordnung schnell wiederherstellen, indem sie den ganzen Müll verbrennen”, schreibt ein Neonazi auf einer Szene-Plattform. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Mehrere Tausend Gegendemonstranten werden erwartet. Weiter…

Kategorien: Berlin

Berliner Politiker fordern Veröffentlichung von Nazi-Aufmarschrouten

Von 24. April 2014 um 13:59 Uhr
Bereits Anfang des Monats sah sich den NPD bei einer Kundgebungstour mit zahlreichen Gegendemonstranten konfrontiert © Theo Schneider

In Berlin stößt die NPD auch außerhalb Kreuzbergs regelmäßig auf wenig Zustimmung © Theo Schneider

Am Dienstag hat der Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele (Grüne) zusammen mit Halina Wawzyniak (MdB, Die Linke), Clara Herrmann (MdA) und Benedikt Lux (MdA) einen offenen Brief  an den Berliner Innensenator Frank Henkel geschickt. Die Politiker fordern in dem Schreiben eine frühzeitige Veröffentlichung der Routen der angekündigten Nazi-Aufmärsche am 26. April (Kreuzberg) und 01. Mai (Neukölln). Weiter…

Kategorien: Berlin

Wir suchen Verstärkung

Von 9. April 2014 um 15:59 Uhr

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Du hast einen Blog, drehst Filme oder schreibst für eine Schülerzeitung?
Du kennst dich mit der rechtsextremen Szene in deiner Stadt aus und möchtest dein Wissen teilen?
Du engagierst dich in deiner Schule, deiner Stadt oder deinem Jugendzentrum gegen Neonazis und Rassismus?

Dann schreib doch bei uns über deine Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse mit Rechtsextremismus. Auf unserem Blog kannst du mit deinem Text auf einen Schlag mehrere Tausend Menschen pro Tag erreichen. Unser Ziel ist es, dass junge Menschen aus ganz Deutschland zu Wort kommen und über ihre Erfahrung mit beziehungsweise ihr Engagement berichten können.

Interesse? Dann schick einfach eine Mail an radke@zeit.de und bewirb dich als Autor/in. Wir freuen uns auf dich.

 

Kategorien: bundesweit

Nazirap vor Flüchtlingsunterkunft

Von 24. Januar 2014 um 16:12 Uhr

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Seit Monaten werden die Flüchtlinge in ihrer Unterkunft in Berlin-Hellersdorf von Neonazis beschimpft und bedroht. Die NPD führte mehrere Kundgebungen durch, rassistische Anwohner gründeten eine “Bürgerinitiative”. Jetzt nutzte ein Nazi-Rapper das Gebäude als Kulisse für einen Videodreh. “Hier ziehen treue deutsche die Waffen” und “Wahrheit macht frei” skandieren in dem Clip fahnenschwenkende Neonazis vor der Eingangstür. Weiter…

Kategorien: Berlin

Bloß kein Mitleid für die NSU-Opfer

Von 7. Januar 2014 um 14:09 Uhr
Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa

Die ausgebrannte Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau © Jan Woitas/dpa

Die Neonazi-Szene beobachtet das seit sieben Monaten laufende NSU-Verfahren in München aufmerksam. Sie formuliert weder Mitleid noch Mitgefühl für die Opfer, verleumdet die Ermordeten als “kriminelle Ausländer” oder verhöhnt sie gar als “Döner-Brater”. Die Frage, was vom NSU und seinen Taten zu halten sei, spaltet jedoch die deutschen Rechtsextremisten. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen. Weiter…

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