Das Musik-Blog zwischen Disko und Diskurs

Kaltblaue Echos der Popgeschichte

Von 25. Januar 2013 um 10:04 Uhr

In den Achtzigern sang sie bei der Avantgarde-Popband Propaganda. Jetzt kehrt Claudia Brücken mit Coverversionen von David Bowie, den Pet Shop Boys oder den Bee Gees zurück.

© Andrew Catlin

© Andrew Catlin

Eins muss man Claudia Brücken lassen: Sie weiß, wie man einen Zombie-Auftritt hinlegt. Auf dem Coverfoto von The Lost Are Found scheint sie gerade von Charon über den Styx geschippert zu werden, und tatsächlich, mit diesem neuen Album nimmt sie den Weg aus der Unterwelt zurück unter die Lebenden.

Claudia Brücken – Kings Cross (Ausschnitt)

Die 1963 geborene Brücken wuchs in der rheinischen Punk-Szene auf, bevor sie mit 19 Jahren Frontfrau der Avantgarde-Synthie-Popband Propaganda wurde und kurzzeitig ein internationaler Popstar.

Nach einem Vierteljahrhundert mit eher sporadischen musikalischen Äußerungen singt sie nun mit kaltblauer Stimme unbekanntere Songs von David Bowie, den Bee Gees, den Pet Shop Boys oder Stina Nordenstam.

Claudia Brücken – Everyone Says “Hi”(Ausschnitt)

Die 1963 geborene Brücken wuchs in der rheinischen Punk-Szene auf, bevor sie mit 19 Jahren Frontfrau der Avantgarde-Synthie-Popband Propaganda wurde und kurzzeitig ein internationaler Popstar.

Modern wirkt das vor allem, weil die aktuelle Popästhetik vom Klangbild der achtziger Jahre bestimmt wird, das Claudia Brücken nahezu unversehrt aus dem Hades mit hochgebracht hat.

“The Lost Are Found” von Claudia Brücken ist erschienen bei There(there)/Al!ive.

Aus der ZEIT Nr.3/2013

Kategorien: Pop
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Soundcloud-Dinger (und die dazugehörigen Verlinkungen) funktionieren (bei mir zumindest) nicht.

  2. 2.

    “oder den Bee Gees”?

    Muss es nicht “und den Bee Gees” heißen?

    • 25. Januar 2013 um 11:10 Uhr
    • Jope
  3. 3.

    Die Coverversionen sind wahrlich nur ein Abklatsch der Originale. Zumindest diese beiden Ausschnitte. Claudia Brücken fehlt Stimmumfang, es klingt gequält bemüht und die Aussprache des Englischen klingt gewollt und nicht natürlich. Insbesondere »Everyone Says “Hi”« – es liegen Welten zwischen Brücken und Bowie. Ich bleibe da lieber beim Original.

  4. 4.

    “Modern wirkt das vor allem, weil die aktuelle Popästhetik vom Klangbild der achtziger Jahre bestimmt wird”

    Is ja aufregend.

  5. 5.

    David Bowie hat ja auch keine Stimme mehr…..

  6. 6.

    Ist das jetzt der ganze Artikel?

  7. 7.

    Wieder einmal interessante Musik, leider gibt es nur Ausschnitte! Wieso? Hat da die Künstlerin was dagegen? Etwa die Plattenfirma? Über die Hintergründe würde ich mich freuen!

    • 25. Januar 2013 um 18:42 Uhr
    • pekka
  8. 8.

    Ich hoffe inständig, dass diese unkorrigierten, vier Sätze langen Texte nicht das neue Konzept des “Tonträgers” sind. Redundanz macht eine Information nicht wichtiger. Und irgendwie liest es sich mit dem Gefühl in die Klickfalle gegangen zu sein weniger entspannt.

    • 28. Januar 2013 um 08:39 Uhr
    • Weltschmerz
  9. Kommentar zum Thema

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