
Diese Kritzelei ist an der Uni entstanden. Ich studiere Architektur. In meinem letzten Seminar wurden Referate gehalten, und gleich mehrere Gruppen referierten über dasselbe Thema: Raucherpolitik in weltweit operierenden Firmen. Alle überzogen maßlos. Vor lauter Langeweile fing ich zunächst an, den Block mit Linien zu bemalen. Von Zeit zu Zeit kamen Motive hinzu, und ich stellte meiner Tischreihe flüsternd Rätsel – wie etwa »Wo hat jemand Heimweh?« (Das Marsmännchen) »Was wird gestohlen?« (Der Apfel) »Wer hat keine Probleme zu atmen?« (Das Weltraumschaf, das über einen Versorgungsschlauch mit seiner Heimatwolke verbunden ist). Nachdem meine Gruppe präsentiert hatte, entwickelte sich die Zeichnung immer weiter …
Imke Zugermeier, Berlin

Diese Kritzelei ist an der Uni entstanden. Ich studiere Architektur. In meinem letzten Seminar wurden Referate gehalten, und gleich mehrere Gruppen referierten über dasselbe Thema: Raucherpolitik in weltweit operierenden Firmen. Alle überzogen maßlos. Vor lauter Langeweile fing ich zunächst an, den Block mit Linien zu bemalen. Von Zeit zu Zeit kamen Motive hinzu, und ich stellte meiner Tischreihe flüsternd Rätsel – wie etwa »Wo hat jemand Heimweh?« (Das Marsmännchen) »Was wird gestohlen?« (Der Apfel) »Wer hat keine Probleme zu atmen?« (Das Weltraumschaf, das über einen Versorgungsschlauch mit seiner Heimatwolke verbunden ist). Nachdem meine Gruppe präsentiert hatte, entwickelte sich die Zeichnung immer weiter …
Imke Zugermeier, Berlin

Diese Kritzelei ist während meiner vielen Telefonate entstanden, die ich für ein Marktforschungsinstitut geführt habe. Bei jedem Telefonat kam ein neues Ornament hinzu, und nach ein paar Stunden war das Blatt dann voll. Ich kann beim Telefonieren die Hand einfach nicht vom Stift lassen und deswegen auch nicht aufhören zu kritzeln.
Cora Gebel, Mainz

Diese Zeichnung ist während meiner Famulatur am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München entstanden, genauer gesagt: während eines eher langatmigen Vortrages im Rahmen der Münchner EEG-Tage.
Carolin Jacob, Jena

Zeitweise brauche ich eine kreative Pause von meiner wissenschaftlichen Arbeit als Doktorand der Biologie. Dann missbrauche ich meinen Bürotisch gern als Leinwand. Die Zeichnung widerspiegelt eine gewisse Sehnsucht, bald vom Bürosessel loszukommen und sich wieder in die belebte Welt da draußen zu begeben.
Oliver Selz, Luzern, Schweiz

Entstanden ist diese Kritzelei bei einem internationalen Workshop in Berlin zum Thema EU-Recht, -Wirtschaft und -Politikwissenschaften. Nicht dass ich mich gelangweilt hätte, aber diese Themen sind so gradlinig, dass ich Angst hatte, meine Gehirnzellen würden sich in parallelen Reihen anordnen. Und um dies zu vermeiden, habe ich dann kreuz und quer gekritzelt, allerlei kleine Bildchen und Symbole, die mir eingefallen sind. Während einer Pause hat eine Mitstudentin aus dem Kosovo – ich selbst bin ein luxemburgischer Däne – das Blatt geklaut und einige ihrer eigenen Kritzeleien zugefügt. Deshalb sind einige Details am Rande des Werks viel künstlerischer als der Rest.
Bjørn Clasen, Rollengergronn, Luxemburg

Diese Kritzelei entstand Anfang Januar während einer Schulung mit dem klangvollen Titel »Beschwerdemanagement«. Ich konnte mich nicht besonders gut konzentrieren, weil ich an meine Omi denken musste, die nach gut 89 Jahren ohne jedes Wehwehchen nun schon seit Wochen wegen eines Arm- und eines Beinbruchs im Krankenhaus lag. An diesem Tag war ihr 90. Geburtstag. Die Familienfeier war bereits abgesagt. Trotzdem besuchten wir sie mit Blümchen und Kuchen an ihrem Krankenbett. Neben der Freude über ihre Sprüche für alle Kinder, Enkel und Urenkel fürchteten wir schon damals, dass sie es vielleicht nicht mehr nach Hause schafft. Als sie jetzt, zweieinhalb Monate später, friedlich einschlief, klangen ihre liebevollen Ermahnungen immer noch nach.
Julie Sengelhoff, Kaarst

Einen 80. Geburtstag am Niederrhein gefeiert, zuvor die Anreise aus Berlin. Es war ein wunderbarer Abend. Nun sind die Gäste dabei, sich zu verabschieden. Unser Gastgeber braucht lange – mit jedem werden noch ein paar Worte gewechselt. Gelegentlich mündet das in ein weiteres Gespräch. Ich habe allen schon guten Weg und gute Nacht gewünscht und warte nun, dass wir ins Bett können, denn morgen geht es schon wieder nach Hause. Ich bin sooo müde. Kritzelnd versuche ich, immer schön locker zu bleiben.
Sabine von Bargen, Berlin

Ich saß (als Prüferin) in der Aufnahmekommission für Lehramtsstudenten der Musik. Diese jungen Menschen müssen eine sehr anspruchsvolle praktische Prüfung über sich ergehen lassen. Sie singen und spielen Klavier sowie ein anderes Instrument. Dazu werden sie noch in Gehörbildung und musikalischer und sonstiger Allgemeinbildung getestet. Das Ganze dauert etwa 45 Minuten. Da ich nur für den Gesang zuständig war, blieb mir also jede Menge zeit, die Kandidaten kritzelnderweise auf der Rückseite des Programmzettels zu verewigen.
Iris Braig, Karlsruhe

Vor etwa einem halben Jahr sollten wir uns für den Kunstunterricht ein Skizzenbuch kaufen und ein Deckblatt dafür malen. Während ich noch dabei war, mir etwas Passendes auszudenken, fing ich einfach an zu kritzeln. Und aus einem Männchen wurde ein Monatsprojekt. Mittlerweile bin ich aber fertig.
Johanna Teepe, Wuppertal