Ihre Notizen, Gedichte und Bilder für die gedruckte ZEIT
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Kritzelei der Woche

Es handelt sich um eine Kritzelei meiner damals achtjährigen Tochter Henrieke, die bei ihrem Großvater in der Küche saß und auf Notizzetteln anfing, ihren Lieblingseisbecher zu zeichnen. Da diese Zettel nur für kurz gefasste Gedanken Platz haben, nicht jedoch für große Eisportionen, klebte sie einen nach dem anderen dazu. Am Ende war »Henriekes-Allesschmecker-Eisbecher« kreiert. Hiermit eröffnen wir die Eissaison!
Simone Paust, Münster

Bei meiner Kritzelei handelt es sich um eine Telefonnotiz vom 24. April. Es sind die Daten der neugeborenen Zwillinge Erik Gabriel und Marie Elisa, der Kinder meines Neffen. Beide Babys sind gesund auf die Welt gekommen, und die ganze Verwandtschaft freut sich mit den jungen Eltern!
Gisela Eschment, Hermannsburg, Niedersachsen
Bei einer Gesamtlehrerkonferenz an einem wunderschönen, sonnigen Freitagnachmittag entstand diese »Kritzelei« – 80 Kolleginnen und Kollegen passten leider nicht in den Luftballon! Aber da wir sehr effektiv arbeiteten, konnten wir dann doch noch den Rest des Nachmittags genießen und uns auf das Wochenende freuen …
Iris Rilling-Schanze, Hechingen, Baden-Württemberg

Diese Zeichnung entstand auf der BAT, der Bezirksaussprachetagung der Gymnasien in Unterfranken. Ich bin fünfzehn Jahre alt und nahm daran als Schülersprecherin meiner Schule teil. Ich musste während des Gesprächs mit dem Ministerialbeauftragten einfach den Frust darüber loswerden, dass er so viele Vorschläge kategorisch ablehnte.
Vera Schuck, Mainaschaff

Dieses Blatt ist kürzlich bei einem methodisch-didaktischen Fortbildungslehrgang entstanden, und ich kann mich allen Künstlern nur anschließen, die in der ZEIT das Kritzeln im Unterricht mit dem Hinweis auf bessere Lernfähigkeit rechtfertigen. Außerdem hindert das Zeichnen die Teilnehmer einer Veranstaltung schlichtweg auch am Einschlafen. Deshalb ist meinen Schülern fortan das Zeichnen im Unterricht gestattet. Es lebe die Alltagskunst!
Astrid Nöfer, Neunkirchen am Brand, Oberfranken

In einer Phase starker psychischer Anspannung beschäftigen mich immer wieder beängstigende Gedankenspiralen. Um mich abzulenken, kritzelte ich drauflos. Diese Zeichnung entstand in einem Zeitraum von mehreren Tagen, spiralförmig von innen nach außen. Währenddessen ging es mir stetig besser.
Sandra Gilles, Aachen

In der Mathestunde haben wir angefangen, auf ein Blatt zu kritzeln, weil uns so langweilig war. Als unsere Lehrerin bemerkte, dass wir nicht aufgepasst haben, hat sie meine Freundin rausgeworfen. In Physik haben wir dann später weitergemalt und zuletzt im Garten unserer Freundin.
Mareike Walther, Karlsruhe

Doodle heißt so eine Kritzelei auf Englisch. Und auch ich habe ein ganzes Sammelsurium von doodles. Hier eines, das während eines Seminars unserer Arbeitsgruppe im Department of Chemistry an der hiesigen Universität entstand, als ich zwei der Vorträge mehr oder weniger konzentriert verfolgte.
Dagmar Urgast, Aberdeen, Schottland

Während einer Doppelstunde Sozialkunde in der Krankenpflegeschule entstand dieses Werk. Einige meiner Mitschüler hielten »pro forma« noch ein paar Referate, um es der Lehrerin zu erleichtern, ihnen voll des guten Willens noch eine halbwegs gute Note zu geben. Und ich (30) habe entspannt zugehört und mich nebenbei künstlerisch betätigt.
Christine Anthes, Ipsheim, Mittelfranken

Bei allen Besprechungen, die länger als dreißig Minuten dauern, fange ich irgendwann an, meinen Kalender vollzukritzeln. Nur so gelingt es mir, auch bei eher ermüdenden Diskussionen hinlänglich aufmerksam zu bleiben.
Christine Oehlschläger, Lambsheim