Ein Blog mit Ihren Notizen, Gedichten und Bildern für die gedruckte ZEIT
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Mein Ding

Selbst gemacht

Von 19. November 2013 um 16:00 Uhr

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Im Winter werden die Vitamine ja schon mal knapp. So kam mir – Häkeln ist zufällig mein Hobby – die Idee, meine Freundin und ihre Familie mit ein paar unverderblichen Reserven auszustatten…

Ophelia Posmann, Hamburg

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Das ist mein Ding

Von 22. Mai 2013 um 14:00 Uhr

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In ZEIT Nr. 15/13 zeigten Sie in dieser Rubrik einen Holzschnitt der Leserin Beate Nagel aus dem Allgäu (links). Das Bild zweier lesender Mädchen habe ihre Mutter vor etwa 40 Jahren geschnitzt, so schrieb sie. Ihr Ding ist auch mein Ding! Für den Fotowettbewerb »Jugend 65« in Hamburg habe ich diese Aufnahme lesender Zwillinge gemacht (rechts). Ich gewann damals einen Flug nach Rom und 500 D-Mark Taschengeld. Das Foto wurde auch in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Möglicherweise hat sich die Mutter von Frau Nagel ja davon inspirieren lassen.
Inge-Maria Peters, Hamburg

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Das ist mein Ding

Von 16. April 2013 um 11:00 Uhr

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Schon ich habe in meiner Jugend mit dem Zauberwürfel gespielt. Jetzt hat meine Frau, ebenfalls ein Fan dieses Kniffelspiels, ein Exemplar für unsere Söhne gekauft. Die beiden – vier und sechs Jahre alt – entwickelten allerdings ihre ganz eigene Lösungsmethode …

Peter Klien, Pfaffendorf, Österreich

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Das ist mein Ding

Von 9. April 2013 um 11:00 Uhr

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Meine Mutter schnitzte mir – vor etwa 40 Jahren – dieses Bild. Es hat einen Ehrenplatz in meiner Wohnung. Nun waren heute meine Nachbarskinder zum Frühstück zu Besuch bei mir: David, knapp 8 Jahre, sah sich das Bild an und meinte: »Die eine schaut in ihr Handy, und die andere spielt Nintendo.« Witzig, für mich haben die Mädchen bisher Bücher gelesen.

Beate M.T. Nagel, Oy-Mittelberg, Allgäu

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Das ist mein Ding

Von 28. März 2013 um 11:16 Uhr

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Geschichtsunterricht. Thema: Absolutismus. Ich berichte in Worten und Gesten über die hygienischen Verhältnisse zu dieser Zeit. Die adligen Damen hatten Angst vor Ansteckung, scheuten das Wasser. Beim Kratzen des rückens kippe ich plötzlich mit dem Stuhl nach hinten. Die Schüler sehen nur noch meine Beine in der Luft. Sie prusten vor Lachen, ich auch. Liebevoll helfen sie mir wieder auf die Beine. Bei der Verabschiedung der Klasse ein Jahr später überreicht mir der Klassensprecher einen Pokal mit dem abgebrochenen Stuhlbein. Gern erinnere ich mich an diese nette Hauptschulklasse – und an eine besondere Geschichtsstunde.

Dagma Kuncke, Waldeck, Hessen

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Von 20. März 2013 um 12:00 Uhr

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Von meinem Großvater habe ich dieses Schränkchen geerbt. Er hatte es 1918 aus Trümmern angefertigt, die er nach der Schlacht von Armentières aufgesammelt hatte, und es als Hausapothekenschränkchen sehr in Ehren gehalten. »Armentières« steht auch über dem Kreuz. Aus Neugier habe ich dieses Wort neulich gegoogelt. Ich wusste vorher nichts von dem unsäglichen Leid und der grauenvollen Zerstörung, die die deutsche Armee dort angerichtet hat. Als Mennonit hatte mein Großvater den Dienst mit der Waffe verweigert und war im Train eingesetzt. Er war Glasermeister in Durlach, die Bleiverglasung hat ein Kamerad angefertigt, der Kunstglaser war. Mehr hat der Großvater nie erzählt. Jetzt, nachdem ich eine Vorstellung von Armentières bekommen habe, verstehe ich, dass das Schränkchen mehr ist als eine nette Antiquität. Es hat ihm wohl geholfen, das Grauen zu überwinden.

Elisabeth Kludas, Bochum

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Von 15. März 2013 um 12:00 Uhr

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… eine metallene Zigarrendose, umfunktioniert zum Nadeldöschen. Meine Großtante hat sie im Jahr 1926 von einem ihrer Brüder erhalten und während ihrer Zeit als Kindermädchen in Wien, durch unterschiedlichste politische und persönliche Ereignisse, durch den Krieg und die Vertreibung aus dem Sudetenland nach Berlin und später nach Köln gerettet. Seit ich klein war, enthielt es Nadeln aller Art. Seit dem Tod meiner Großtante 1978 gehört das Döschen mir. Seinen Job als Nadelbewahrer hat es behalten und ist mit mir ins Schwabenland. Es erfüllt mich mit Achtung: 44 Jahre älter als ich, verkratzt und verschrammt und verbeult – aber immer noch leuchtend und glänzend und ganz charmant, wie es mir aus dem Handarbeitskorb entgegenlächelt. Es ist ein freundlich über den Strom der Zeit winkender Bote.

Marianne Meyer, Erlenbach, Baden-Württemberg

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Von 9. März 2013 um 12:00 Uhr

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Seit über 30 Jahren begleitet uns dieses Küchen-Duo, Messer und Wetzstahl. Beide Geräte erhielt meine frisch verheiratete Frau von einer freundlichen Klavierlehrerin, der Nachbarin ihrer Mutter. Das gegensätzliche Paar sollte dem sehr jungen Ehepaar eine Starthilfe in der Küche sein. Ob die lebenserfahrene Nachbarin damals schon viel weiter dachte? Sollte das hilfreiche Duo als Symbol für eine geglückte Partnerschaft gelten? Beim Schreiben dieser Zeilen kam mir dieser Gedanke. Partner, recht unterschiedlich, einer ohne den anderen etwas verloren. Zusammen, sich aneinander reibend, sich schärfend, füreinander bestimmt.

Ernst Göldner, Riedlingen, Baden-Württemberg

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Das ist mein Ding

Von 4. März 2013 um 12:00 Uhr

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Hier sehen Sie unseren Wasserkessel aus alten Zeiten! Er hat die Familie meines Mannes bereits in den fünfziger Jahren zum Camping nach Bibione in Italien begleitet. Seitdem hat er viele Reisen durch Europa unternommen und gehört inzwischen der dritten Generation, die immer noch mit ihm kocht. Dass er vor über dreißig Jahren mal am ufer der Dordogne für den vergessenen Gaskocher auf der Glut des Lagerfeuers an einem frühen Nebelmorgen das Kaffeewasser heiß machte, sieht man ihm nicht an – er hat sich gut gehalten! Heute darf er in unserem neuen Wohnmobil mitfahren – und wir freuen uns jeden Morgen über das anheimelnde Rauschen, wenn gleich das Wasser kocht und bald der Kaffee duftet!

Gabriele und Jörg Büschkin, Lilienthal, Niedersachsen

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Von 16. Februar 2013 um 18:00 Uhr

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Dieser Pfriem erinnert an meine Schneiderlehre vor über 50 Jahren. Ich benutzte ihn damals, um Löcher in Gürtel zu bohren, die dann fein umstochen wurden. Lange hatte ich auf Flohmärkten nach so etwas gesucht. Die Freude war groß, als mir mein Bruder zu einem Geburtstag dieses Prachtstück (Elfenbein, 6,5 Zentimeter lang) zum Geschenk machte. er hatte es bei einem Klavierrestaurator aus einer Klaviertaste arbeiten lassen.

Wer weiß, wer diese Taste schon zum Klingen brachte?

Luci Friese, Hamm

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