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Berliner Polizei bewerten

 

Heute sehr niedlicher Anruf auf meinem Handy.

Juten Tach, spre’ck mit Jochen Reinecke?
Ja, am Apparat.

Warnke, Berliner Polißei, Sie hám vor einijer ßeit den Notruf anjerufen. Is det korrekt?
Ja, das ist richtig.

Wir machen jerade eine Qualitétsübaprüfung und ick wollte frahren ob ick Ihnen ein paar Frahren frahren kannn.
Können Sie gern.

Jut. Denn komm wa ßu die erste Frahre: [liest hörbar ab] Was war der Anlass Ihres Notrufs?
Ich wollte eine defekte Ampelanlage an der Potsdamer Straße melden, an der es bereits einen Unfall gegeben hatte.

Mussten Sie lange warten?
Nein.

Wie beurteielen Sie die Freundlichkéit des diensthabenden Kolléjen. Sehr jut, jut, ßufriedenstellend oder unjenüjend?
Sehr gut.

Wie beurteielen Sie die Kompetenz des diensthabenden Kolléjen. Sehr jut, jut, ßufriedenstellend oder unjenüjend?
Sehr gut.

Wie sind Sie insjesamt mit dem Jespräch ßufrieden….
Also, ich meine, es war ja nur wenige Sekunden…

Ds janz éjal, ick muss hier den Frahrebohren abarbeiten.
Ja, dann war ich wohl sehr zufrieden mit dem Gespräch.

Jut dem Dinge, denn sahr’ck herzlichen Dank und n schönen Sonntag noch.
Wiederhören.

12 Kommentare

  1.   Mario

    Wer den Notruf 110 wählt, muss offenbar damit rechnen, vom polizeilichen Qualitätsmanagement zurückgerufen und nach der Zufriedenheit befragt zu werden: Jochen Reinecke berichtet im Berlin-Journal der ZEIT von einem ‘sehr niedlichen Anruf’ auf seinem Handy.

  2.   Henrik

    Muss man jetzt auch noch wegen Datenschutz-Bedenken überlegen ob man den Notruf wählt? Was kommt denn noch? Verkauft der Berliner Senat vielleicht noch die Rufnummern der Hilfesuchenden an Marketingunternehmen und Callcenter, damit er etwas Geld in die ach so marode Stadtkasse bekommt? Ich glaube es ist mal wieder an der Zeit meine Telefonnummern zu wechseln, und zwar allle…

  3.   Ludwig

    Is ja janz niedlich, aba wozu det Janze?

  4.   Bernie

    Die Qualität der lautschriftlichen Transkription in diesem Artikel bewerte ich mit sehr jut.


  5. ha’ck sehr viele jahre jeübt, det kann’ck âba sahren, sie.

  6.   Morti

    Herrlich finde ich ja, das das am Sonntag war.
    Auf das Gespräch hätte ich keine Bestnoten gegeben. 🙂


  7. […] Auf den zweiten Blick zeigt das aber, dass die Berliner Polizei, bei der das offenbar systematisch betrieben wird, daran interessiert ist, dem in Not geratenen Bürger einen ordentlichen “Service” zu bieten. Und je mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir das. Denn im Grunde ist es bei Polizei (und Feuerwehr und Rettungsdienst) noch viel wichtiger als in der freien Wirtschaft, den Anrufer qualitativ hochwertig zu bedienen. Ein Unternehmen schadet im Zweifel nur sich selbst – aber ein schlecht bearbeiteter Notruf kann deutlich weitreichendere Folgen haben. […]

  8.   Florian Meerwinck

    Also ick finde dit ja irjendwie bizarr. Will sahren, wat issen, wenn De in jrößta Not die Ainsainsnull jeweehlt has, und der Sörvis, ick sahre ma, nich so jut waa, und De defackto nu mal jerade nich mea in die Laahre bis, iebahoopt noch antzuworten, weil inne Inte oda sojar unta die Erde? Denn fällste doch voll durchs Rasta, wa! Nee, nee, Umfrahren und Schtatistiken, ick kann dir sahren.

    (Ich bin erst vor 12 Jahren aus dem Norden zugezogen, mit dem Berlinern ist es noch nicht so weit her, das sei frei und offen zugegeben)

  9.   Florian Meerwinck

    Übrigens geht bei der Zeit (!) die Uhr falsch: Diesen Beitrag habe ich noch am 27.11. um genau 23:37 geposted.

 

Kommentare sind geschlossen.