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Israelisch-Russisches Crossover

 

Oh, war das lecker. Mannmannmann war das lecker. Wir waren letzte Woche im Restaurant „Kadima“, einen Steinsprung bzw. Katzenwurf von der Synagoge in der Oranienburger Straße entfernt. Das Kadima ist ein jüdisch-russisches Restaurant, was unglaublich professionell geführt wird. Man hat hier keinerlei Kosten gescheut und die Räumlichkeiten des zuletzt etwas glücklosen Restaurants „Oren“ einer liebevollen und sorgfältigen Renovierung unterzogen. Man muss es gleich sagen: die Speisen sind nicht kosher. Aber sie sind verdammt gut.

Wir testeten vergangenen Samstag Mittag, setzten uns in den lauschigen Innenhof und bestellten zunächst einen israelischen Vorspeisenteller, der trotz Außentemperaturen von 33°C von einer unglaublichen Frische war. Er enthielt eine Blätterteigrolle mit Lammhack, feinstes Falafel, einen israelischen Salat mit Kraut und Käsestückchen, marokkanischen Karottensalat mit aparter Vinaigrette, israelische Salzgurken mit saurer Joghurtsauce, Auberginenpüree und sehr gutes Hummus mit Sesampaste. Alles war von überragender Qualität. Die Gattin spies sodann die Kadima-Salatvariationen, reichhaltiger, gut geputzter Salat mit einem ausgewogenen Honig-Senf-Dressing. Ich gab mir ein Schaschlik von der Maishähnchenbrust, zwei Spieße mit gut portioniertem, marinierten Hühnerfleisch und ganzen Knoblauchzehen, au point gegrillt mit einem pikanten Couscous.

Der Service ist sehr freundlich, das Restaurant innen wie außen eine Augenweide. Wir werden hier noch oft hingehen und uns quer durch die Speisekarte fräsen. Toll!

KADIMA
Oranienburger Str. 28
10117 Berlin
030 27594251
http://www.kadima-restaurant.com/
tgl. 12-24 Uhr

5 Kommentare

  1.   Bedenbecker

    Na, da habe ich das glatte Gegenteil erlebt: Große Essenportionen die übertünchen sollen, wie uninspiriert hier gewürzt wird.


  2. Hm. Nun stehts eins zu eins. Weitere Wortmeldungen? Der Herr da hinten mit der karierten Brille?

  3.   Fritze Bolle

    Was mir bei der Restaurantkritik fehlt sind die Preise…..

    Was kostet z.B. der Vorspeisenteller?

  4.   Juebe

    Jüdische Kultur über`s Essen einem nicht-jüdischen Publikum nahebringen, das war das erklärte Ziel des Restaurants Kadima bei der Eröffnung.

    Nun kann jeder in einer freien Marktwirtschaft machen was er will. Und man kann das Essen im Kadima mögen oder nicht. Mit jüdischer Küche hat das Ganze nicht mehr viel zu tun – außer dem Namen nach. So eine Art Jewish Disneyland auf kulinarisch.

    Unabhängig davon, ob es einem um’s jüdisch essen geht, ich fand es auch nicht so besonders toll.

    Wie peinlich das Ganze von der Konzeption her ist, kann man hier nachlesen:
    http://juedisches-berlin.myblog.de/juedisches-berlin/art/3190027


  5. Ich muss gestehen, dass mir die Konzeption wurst ist, wenn das Essen von einer derartig überzeugenden Qualität ist.

 

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