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Was geht uns das Kosovo an?

 

Drücken wir es ein wenig dramatisch aus: Heute, am 10. Dezember, erklären die Großmächte USA, EU und Russland offiziell ihr Scheitern bei dem Versuch, sich über die Zukunft einer winzigen Provinz im Südosten Europas zu einigen.

So jedenfalls wird sich der Abschlussbericht der „Troika“ über das Kosovo lesen, der heute in New York dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vorgelegt wird. Serben und Kosovo-Albaner konnten sich unter der „Troika“-Führung auf keines der diskutierten Modelle einer Autonomie oder eines, wie es hieß, kontrollierten Unabhängigkeitsprozesses einigen. Nun dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich die Regierung in Pristina unkontrolliert vom serbischen Mutterstaat lossagt. Schon wird ein Berater des serbischen Ministerpräsidenten mit den Worten zitiert, „Krieg“ sei „ein rechtmäßiges Mittel“, um eine Separation zu verhindern.

Was heißt das nun weltpolitisch? Dreierlei.

Erstens: Amerika wird in den nächsten Wochen weiter sanften Druck auf die EU und die Nato ausüben, um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Provinz politisch und militärisch abzufedern. Durch, zum einen, eine rasche Anerkennung des neuen Staates, und, zum anderen, durch ein entschlossenes Auftreten der gut 16 000 Nato-Soldaten, die im Konfliktfall Unruhen vermeiden helfen sollen. „Wir müssen jetzt den nächsten Schritt tun“, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice während eines Nato-Treffens am Freitag in Brüssel. „Es wird uns nicht helfen, Entscheidungen aufzuschieben, die getroffen werden müssen.“
Für Washington, kurz gesagt, ist die Kosovo-Frage vor allem eine Frage des Selbstbestimmungsrechts der Völker.

Zweitens: Russlands Präsident Wladimir Putin wird eine Loslösung des Kosovo und eine Anerkennung desselben durch die EU-Staaten als einen weiteren dreisten Angriff auf die Einflußsphäre des Moskauer Ex-Imperiums betrachten. Jedenfalls dürfte den „nächsten Schritt“ (Rice) innenpolitisch als eine solche Attacke verkaufen. Russland sieht sich schließlich historisch als Protektor Serbiens – und diesem Staat wird nun ein Teil seines Territoriums durch Sezession abgeknapst. Einen solchen Vorgang hat es in der jüngeren Geschichte Europas noch nicht gegeben. Putin würde einer Eigenständigkeit des Kosovo im UN-Sicherheitsrat niemals seinen Segen geben.
Für Moskau, kurz gesagt, ist die Kosovo-Frage also vor allem eine Frage verletzten politischen Stolzes.

Drittens: Europa hat gegenüber dem Balkan wenig Sinn für leidenschaftliche Gefühle á la Washington oder Moskau. Vielmehr ist die EU aufgrund ihrer geografischen Nähe als diplomatischer Praktiker gefragt. Niemand in Deutschland, Frankreich, Italien oder Griechenland kann ein Interesse daran haben, dass es zu einem neuen Konflikt im ehemaligen Jugoslawien kommt. Vielmehr schwebt dem Brüsseler Diplomatencorps langfristig vor, aus den Zankhähnen am Mittelmeer anständige europäische Marktteilnehmer zu machen. Deshalb bemühen sie sich derzeit nach Kräften, unter den 27 EU-Mitgliedländern eine einheitliche Position zum Kosovo zu finden. Heute treffen sich die Außenminister in Brüssel, um, wie man erwarten darf, diejenigen Länder zu massieren, die noch Skrupel haben, das Kosovo anzuerkennen. Vor allem Zypern, ist zu hören, gilt als unsicherer Kantonist. Die Insel fürchtet eine Präzedenzwirkung für ihren eigenen ungelösten Separatismuskonflikt (der türkische Teil der Insel ist international nicht anerkannt). Wie aus dem EU-Apparat zu hören ist, zeigen sich die Zyprioten bislang hart: „Das Argument, Europa müsse Einigkeit beweisen, interessiert die überhaupt nicht“, heißt es.
Für die EU, kurz gesagt, ist die Kosovo-Frage vor allem eine Frage politischer Einigkeit, Glaubwürdigkeit und Gestaltungsmacht.

Aber es ist für Europa auch eine Chance. Die nämlich, eine europäische Angelegenheit entschlossen als europäische Angelegenheit zu behandeln. Die Zeit von Moskauer-Washingtoner-Stellvertreterkonflikten in Osteuropa sollte schließlich ein für allemal vorbei sein. Das Kosovo ist, ob es uns gefällt oder nicht, de facto unser Protektorat.
Der britische Außenminister David Miliband hat es am Wochenende in der Herald Tribune auf den Punkt gebracht: „Es geht um Europas Hinterhof, also müssen Europas Nationen jetzt echte Führungsstärke beweisen. Wir wissen aus der Erfahrung der 90er Jahre, wohin es führen kann, wenn Europa die Hände in den Schoß legt.“

Für die Europäische Union ist die Kosovofrage damit eine enorme politische und praktische Bewährungsprobe. Zum einen muss Europa eine neuerliche Destabilisierung des Balkans verhindern – und beschleunigt gerade deswegen den Beitrittsprozess für Serbien und Bosnien. Zum anderen wird die Geschlossenheit der EU auf die Probe gestellt. Ursprünglich sollte das Kosovo nach dem Plan des Vermittlers Martti Ahtisaari durch eine neue UN-Resolution in eine »überwachte Unabhängigkeit« entlassen werden – und zwar unter Aufsicht einer EU-Mission und von Nato-Truppen. Dieser Fahrplan ist seit der russischen Blockade im UN-Sicherheitsrat hinfällig. Damit hängt der Erfolg der kosovarischen Unabhängigkeit entscheidend davon ab, ob und wie schnell die einzelnen EU-Mitgliedsländer den neuen Staat anerkennen. Prompt sind Risse in der EU aufgetaucht.

Spanien, Rumänien, Griechenland und vor allem Zypern, die selbst mit Minderheitenkonflikten oder Spaltungen zu kämpfen haben, fürchten einen »Nachahmereffekt« im eigenen Land. Zwar sieht es derzeit so aus, dass Russlands Strategie, die EU in der Kosovofrage zu spalten, nicht aufgeht. Aber in dem entscheidenden völkerrechtlichen Moment nach einer Unabhängigkeitserklärung des Kosovos wird es viel diplomatische Energie kosten, die EU als geschlossenen Akteur erscheinen zu lassen. Diese Einheit ist auch Voraussetzung für die EU-Mission, die nun ohne Segen des UN-Sicherheitsrats ins Kosovo einrücken soll, um dort den Staatsaufbau fortzusetzen.Schon seit einem Jahr bereitet der Europäische Rat eine zivile Mission vor, um im Kosovo den Aufbau von Polizei und Justiz voranzutreiben. Diese Mission ist nach Auskunft von EU-Diplomaten mittlerweile einsatzbereit. Etwa 1800 zivile Beamte, zum großen Teil Polizisten, aber auch Richter, Staatsanwälte und Zöllner sollen das Land von der derzeitigen Übergangsverwaltung durch die UN hin zu einem eigenständig funktionierenden Staat begleiten. Es ist die bislang größte Auslandsmission der EU. Deutschland wird sich dem Vernehmen nach mit etwa 200 Beamten beteiligen. EU-Helfer, heißt es in Brüssel, könnten sich »sehr schnell« auf den Weg machen, falls das Kosovo überraschend die Unabhängigkeit ausruft. Innerhalb von 120 Tagen könne die gesamte Mission im Kosovo die Arbeit aufnehmen.

Dient diese Geburtshilfe dazu, aus dem Kosovo eines Tages ein Mitglied der EU zu machen?

Zweierlei scheint Brüssel undenkbar: ein solches Sorgenkind vor der Haustür der Europäischen Union sich selbst zu überlassen. Und, noch wichtiger, es langfristig nicht ins Haus Europa zu lassen. Die EU gebe dem Kosovo aus Eigeninteresse Hilfe zur Selbsthilfe, betonen die Architekten der EU-Mission, allein schon, um Kriminalität und Flüchtlingsströme einzudämmen. Zum ersten Mal wird damit sichtbar eine Grundphilosophie der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) ins Werk gesetzt, nämlich Konfliktverhütung an den Rändern der Gemeinschaft zu betreiben.

Europa übernimmt von der UN ein Protektorat. Wie lange es dauern mag, aus ihm ein Mitglied des europäischen Clubs zu machen – darauf will in Brüssel keiner Wetten abschließen. Wohl aber, glauben EU-Diplomaten, sei das Balkanproblem nur zu lösen, wenn alle Länder des ehemaligen Jugoslawiens unter einen neuen Schirm gebracht würden – eben den der europäischen Integration. Schon heute gelten Albanien, Makedonien und Kroatien als Kandidaten sowohl für eine Mitgliedschaft in der EU wie auch der Nato.

Derlei Ambitionen sind nicht nur ein gewaltiger Kraftakt für eine ohnehin erweiterungsmüde Union. Sie sind auch eine Provokation für den verstimmten Nachbarn Russland. Aus Moskaus Sicht ist das Engagement der EU auf dem Balkan ein nassforsches Vordringen in traditionell russische Einflusszonen. Gut möglich also, dass sich im Kosovo auch ein frozen conflict zwischen Europa und Russland kristallisiert.

33 Kommentare

  1.   blumex

    mich würde der genau verlauf des zerfalls von yugoslawien nach dem tod von tito interessieren; gerade auch die rolle deutschlands. lange, lange geschichte, die sicherlich russland im blick behält und deswegen einer unabhängigkeit des kosovo nicht zustimmen wird, was auch gut so ist. irgendwelche argumente russlands sind bisher in keinen der deutschen medien verbreitet worden (nennt sich das selbstzensur?)

    gerade die geschichte und rolle des gerade gewählten herren, der so ungeschickt unsicher dreist nach unabhängigkeit verlangt, muss angeschaut werden. wurde er nicht erst noch vor kurzem mit internationalem haftbefehl gesucht? wer hat ihn trainiert und bewaffnet (CIA?)? ebenso kaum worte hiervon in den deutschen medien. die hintergründe des kosovokrieges sind verschwiegen.

    was meint eigentlich der in die opposition gedrängte philosoph zu der ganzen geschichte?

    der ganze artikel spiegelt die schlechte informationspolitik der deutschen medien zu diesem thema wieder. das betrifft auch die zeit, herr lorenzo. auch sie haben den völkerrechtswidrigen (weil nicht von der UN abgesegnet (russland)) kosovokrieg nicht verhindert. es steht nicht zur debatte schröder oder fischer dafür anzuklagen. und auch sie berichten nicht über die auswirkungen von nuklearmantelgeschossen (von uns verwendet) weder in Serbien, im Kosovo oder im Irak. Zu diesem Thema gab es ein Gerichtsurteil in England (Entschädigung eines verstrahlten Soldats mit Folgeschäden) sowie eine wundervolle Dokumentation gesendet auf PHÖNIX irgendwann 2004.

    ich hoffe, dass sich dies ändern wird.

    erwarten kann ich nicht viel, ob der mangelhaften Selbstkritikfähigkeit der deutschen Politik; ein wenig Vertrauen in ihre Zeitung habe ich; wenn es auch nicht mehr viel ist.

  2.   Grieche

    Die drohende Sezession des Kosovo von Serbien ist die logische Folge des Nato-Krieges gegen Jugoslavien im Jahre 1999 und die anschliesende Vertreibung von ca.200000 Serben und andere Nicht-Albaner!
    Die Republik Zypern hat vollkommen Recht wenn sie einen Präzedenzfall befürchtet und sich gegen die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien stellt!!!
    In einer bürgerlich-demokratischen Republik die verschiedene Nationalitäten beheimatet, ist es unabdingbare Voraussetzung allen Bürgern die gleichen Rechte zu gewähren!
    Ist die albanische Seite dazu bereit ?
    Können die vertriebenen serbischen Bürger in das Kosovo zurückkehren ohne Gefahr für Leib und Leben ?
    Im Gegenteil!
    Hier wird im Nachhinein der völkisch-nationalistische Krieg der Albaner gegen die,im Kosovo, serbische Minderheit, sanktioniert!
    Welch Ansporn für die Separatisten aller Herren Länder!
    Haben sich die Strategen in Washington und Berlin überlegt welche Folgewirkung ein solcher Schritt für den Balkan haben kann?
    Oder ist es vielleicht gewollt?
    Wer sollte die Serben in Bosnien oder die Albaner in Fyrom davon abhalten ihrerseits Lostrennungsbestrebungen an den Tag zu legen ?
    Es soll sogar ein paar albanische Spinner geben,die von einem Großalbanien , einschließlich Teile Nordgriechenlands , erträumen!
    Darüber kann jeder Grieche (noch) nur müde lächeln, aber wenn man gewisse Großmächte auf seiner Seite hat ?!
    Oder schützt die Mitgliedschaft in EU und NATO die Griechen vor solchen Ansinnen ?
    Hier gute Separatisten weil gegen „böse“ Serben, da schlechte weil gegen „Verbündete“ ?
    Nimmt man das Geld aus Drogen-, Waffen- und Frauenhandel in die offizielle Handelsstatistik des Kosovo auf, sieht es mit einer EU-Mitgliedschaft gar nicht mal so schlecht aus 😉 die ja dann der übernächste schritt sein wird!
    Der Euro ist ja schon offizielles Zahlungsmittel im Kosovo!
    (…)

  3.   Adriano Kujacic

    Es ist einfach ungeheuerlich, dass sich die EU in innenpolitische Probleme Serbiens einmischt.Genau so war es auch beim Zerfall Jugoslawiens, denn wer hat denn die Unabhängigkeit Kroatiens akzeptiert??? Serbien war immer für ein Jugoslawien, aber seit dem Zusamenschluss Deutschlands wird Serbien immer mehr Teritiorium genommen.
    Der Kosovo dient einzig als Nato Staat! Schon 1389 gaben Serben ihr Leben für den Kosovo und wenn es nötig ist wird es auch dieses Mal wieder so sein. Was aber auch sehr interessant ist, ist dass wenn es zu einer Unabhänigkeit des Kosovo kommt , diese erst nach den serbischen Presisentschaftswahlen nächstes Jahr ausgerufen wird, nur um den radikalen Parteien in Serbien nicht zum Wahlsieg zu verhelfen. Dies dient nur dazu, damit die EU und die USA weiterhin serbische Politiker als Marionetten benutzen können.Also meiner Meinung nach gehört der Kosovo ganz klar zu Serbien, denn dies Berut auf der Resolution 1244, der von der UN geschaffen wurde!

  4.   A.R.

    Das Kosovo ist weltweit anerkanntermaßen bis zum heutigen Tag ein fester Bestandteil des Staates Serbien!
    De facto ist Kosovo zwar seit mehr als 8 Jahren ein Protektorat der westlichen Wertegemeinschaft, de jure aber eben immer noch ein Teil Serbiens!
    Wer einen eigenen unabhängigen Staat gründen möchte, benötigt hierzu den Segen der Vereinten Nationen! Wer somit einen unabhängigen Kosovo an der UN vorbei anerkennt, handelt völkerrechtswidrig und illegal! Denn die Gesetzte, Richtlinien und Resolutionen der Vereinten Nationen sind bindend für alle Länder dieser Erde. Auch für die USA. Auch für die EU! Eigentlich!
    Dass Länder innerhalb der EU, wie z. Bsp. Spanien, Slowakei, Zypern, Rumänien, Ungarn usw. einer Unabhängigkeit des Kosovos sehr skeptisch gegenüber stehen liegt auf der Hand. Alle diese Länder haben innerhalb ihrer Grenzen starke Minderheiten, und es wird zu Recht befürchtet, dass diese sich dann auf den Kosovo berufen werden!
    Eins ist doch auch klar: Hätte Deutschland eine nur annähernd ähnliche Problematik wie die Serben mit ihrer südlichen Provinz Kosovo, würde kein führender deutscher Politiker einem unabhängigen Kosovo zustimmen!
    Die Gespräche zwischen Albanern und Serben an sich waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt!
    Denn den Albanern wurde schon Monate vorher ihr Unabhängigkeit seitens der USA versprochen, also warum sollten die Albaner sich dann auf irgendeinen Kompromiß mit den Serben einigen, wenn sie nach dem 10. Dezember ohnehin ihre Maximalforderung erfüllt bekommen!?

    Offensichtlich scheint ein unabhängiger Kosovo der EU, der USA sowieso, besser ins politische Konzept passen, als ein weitgehender autonomer Kosovo innerhalb der Grenzen Serbiens!
    Anscheinend sogar so sehr, dass auch ein Bruch geltender Gesetzte der Vereinten Nationen in Kauf genommen wird!

  5.   Alex Köppel

    Ist ja wieder Lustig, wenn man sich diese Kommentare anhört…….wirklich sehr amüsant. Der Euro ist ja auch Zahlungsmittel in Montenegro oder :o)
    Seit Tito geht es bergab mit Jugoslawien oder das was sie gern sein wollten Grossslawien, leider ist durch Milosevic alles schlechter geworde für euch Serben und das gegenteil ist der Fall ihr wurdet immer kleiner un kleiner. Das Fazit > Ihr habt euch nur selber mit eurer Arroganz geschadet.
    Ich bin mir jedenfalls sicher das Kosovo demnächst unabhängig sein wird und das mit Zypern ist nur wieder ein gequatsche……..dort wird genau gar nix passieren.

    Schönen Abend wünsch Ich euch noch

  6.   Ilir

    Wie um gottes Willen, stellt ihr euch vor, soll die Zukunft aussehen, fals es NICHT zu der Unabhängigkeit kommt?
    Denkt ihr die Albaner wollen wieder wie 1999 abgeschlachtet und verfolgt werden?

  7.   Kosova

    Wie nun überall zu lesen ist, will sich das Kosovo von Serbien loslösen. Klar ist das es Serbien nicht gefällt. Auch Russland unterstützt Serbien bei ihrer Haltung.

    Welche Gründe gibt es denn für eine Unabhängigkeit?

    Sehr viele und werde mal einige schildern:

    1. Im vorherigen Leserbrief stand „Serbien war immer für ein Jugoslawien…“. Wirklich? Krieg gegen Slowenien 1991, Krieg gegen Kroatien 1992, Krieg gegen Bosnien 1995 und Krieg gegen Kosovo 1999. So gesehen ist es eine stolze Leistung – 4 Krieg in weniger als 10 Jahren. Fraglich ist nur, ob dies nicht der Auslöser für den Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens gewesen ist.

    2. Kommen wir zum Krieg im Kosovo. 11.000 Tote, mehr als 1.000.000 Vertriebene und etwa ein Drittel aller Wohnnäuser wurden verbrannt. Immernoch werden Massengräber entdeckt, aber es wird keiner zur Verantwortung gezogen. Wie sollen sich da noch die Albaner in Serbien wohl fühlen? Den Serben im Kosovo geht es allerdings sehr gut. Sie werden von der UN-Verwaltung bevorzugt, beziehen Gehälter aus Serbien und aus Kosovo. Aber sie machen sich auch selbst das Leben zur Hölle indem sie nicht die Instutionen des Kosovo anerkennen. Sie hören immer noch auf die Meinung aus Belgrad.

    3. Jeder vernüftige Menschenverstand sieht das Kosovo als unabhängig. Im Kosovo gibt es den Euro und in Serbien nicht, das Kosovo hat eigene Reisedokumente, das Kosovo hat eigene Kfz-Kennzeichen, das Kosovo hat eigene Regierung und es hat auch eine eigene Flaage. So gesehen ist das Kosovo schon lange unabhängig es fehlt nur noch die internationale Bestätigung.

    4. Kommen wir nochmal auf Serbien zu. Warum hat Serbien Kosovo endgültig verloren? Im Herbst 1989 wurde zum 600-jährigen Jubiläum dem Kosovo der autonomie Status genommen. Slobodan Milosevic kündigt ein Großserbien an. Dieses sollte das damalige Jugoslawien sein. Was ist aber nun aus dem Großserbien geworden – ein Miniserbien. Nach Montenegro wird nun auch Kosovo unabhängig und es fehlt nur noch das sich die nördliche Provinz Vojdina für unabhängig erklärt.

    Ich hoffe, dass das Kosovo bald unabhängig wird und das Leiden der Bervölkerung im Kosovo ein Ende hat.

  8.   Halili

    Das Kosova wird Unabhängig und das ist auch gut so,oder wie stell ihr euch das vor, die albaner als einziges Volk des ehemaligen Yugoslawien das nicht slawische Herkunft hat, soll für die anderen Völker die Hand ins Feuer halten.
    Das ganze Yugoslowien war ein artificiales gebilde.
    Die Slowenen, Croaten, Mazedonier und der rest der Sitte haben es den Kosovaren zu verdanken, das sie heute eigenständige Staaten sind.
    Warum fragen sie sich noch, weil die Kosovaren für die eigenen Rechte und derer der anderen auf die Straßen für mehr Demokratie gingen und dabei ihr eigenes leben aufs spiel setzten.Ich verlange von den serben das sie langsam aus dem traum aufstehen und sich nicht weiter mit dem Kosova belügen, es war und wird nie serbisch sein, auch die Schlacht von 1389 war und ist eine Inzenierung, eine unmoralische Propaganda die der serbischen Bevölkerung nur dienen sollte um sie gegen die albaner zu hetzen. Solange wie serben nicht loslassen können wird sich serbien selbst ins schon verletzte Fuss schießen, aber diesmal sind die Verbündeten nicht mehr in der stückzahl vertreten.
    Es tut mir wirklich leid, dass serbien nie wieder die Grenzen zu Albanien kotrollieren wird und wissen sie warum, vor nicht allzu langer Zeit bin ich mit meinen heute verstorbenen Onkel an der grenze zu albanien spazieren gegangen und ich hierbei auf der anderen seite der grenze albanisch sprechende Menschen gehört habe,ich hierbei meinen Onkel fragte, ob es nicht möglich ist diese Menschen zu besuchen, er nahm mich in die arme und sagte zu mir, das da drüben sind unsere Brüder doch das Regim in dem wir leben lässt nicht zu das wir sie besuchen dürfen, es dauerte auch nicht lange dann tropften auch schon die ersten tränen und aus meinem so starken Onkel wurde ein ganz weicher Bube.
    Den kosovaren war es nicht gestattet Albanien zu besuchen, viele albaner wurden bei der Überschreitung der Grenze regelrecht nieder gemezelt. Es gibt so viel zu schreiben, ich könnte noch Wochenlang schreiben

  9.   Enver Hoxha

    Seit 95 Jahren belügen sich selbst die Serben das Kosov@ ist der „Geburtsort unserer Zivilisation“ obwohl die Serben erst seit dem 7 Jhd. auf den Balkan sind.
    In der Londoner Konferenz 1912 wurde das ethnische Albanien in 5 Teilen zerschlagen natürlich unter einen großen russischer Druck der ständig auf die Europäer ausgeübt wurde. Trotz dieser Aufteilung haben sich die Albaner nie über diese Ungerrechtigkeit beschwert. Die Wahrheit wird früher oder später immer ans Licht kommen!! Die Schäden durch den Kosovokrieg (1990-1999 ) nämlich:
    -1000000 vertriebene Albaner
    -100000 vollkommen zerstörte Häuser
    -30000 vergewaltigte albanische Frauen
    -20000 getötete Albaner
    sprechen eine deutliche Sprache des serbischen Nationalismus am Ende des 20 Jhd. !!!! Die Serben haben sich NIE dafür bei den Albanern entschuldigt ganz im Gegenteil. Kostunica und die serbische Propaganda macht dort weiter wo sein Vorgänger (Milosevic) aufgehört hat. Wohl bekommts!!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawienkrieg

  10.   balkanxxl

    1…,,Ich hoffe, dass das Kosovo bald unabhängig wird und das Leiden der Bervölkerung im Kosovo ein Ende hat.“

    @Kosova

    Du hoffst Kosovo i Metohija wird unabhängig, wäre ich ein Albaner würd ich das gleiche sagen. Aber warum wird das Leiden eine ende haben? Wie wird sich“das Leiden“ verändern falls Kosovo unabhängig sein würde? Serbien kontrolliert euch ja nicht mehr seit Jahren, da müsst ihr selbst an euch arbeiten, es wird sich nichts ändern.

    2…,,Jeder vernüftige Menschenverstand sieht das Kosovo als unabhängig“

    Hm ich hab das noch nirgends gesehen das Kosovo unabhängig ist, es ist eine südserbische Provinz 😉

    Ihr könnt Kosovo niemals als Albanischen Staat betrachten, weil das Kosovo zu stark mit der serbischen Kultur verbunden ist sowie auch mit der albanischen (Illyria). Ich akzeptiere das albanische Volk wie jedes andere, aber solange Kosovo Teil Serbiens ist, ist es nicht unabhängig.

    Warum sollte sich die nördliche Provinz Vojvodina von Serbien ablösen? Sagst du das aus Hass oder hast du einen anderen Grund dafür Herr Kosova?

 

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