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Wer fährt Elektrofahrräder?

 

Jahrelang wurden E-Radfahrer belächelt. Pedalieren mit Motorunterstützung galt als unsportlich, an den Velos haftete ein Reha- und Rentnerimage.

In den vergangenen vier Jahren hat sich das Bild jedoch sehr gewandelt. Die Hersteller haben junge Fahrer als Zielgruppe entdeckt. Mountainbikes mit Motorunterstützung hat mittlerweile fast jeder namhafte Markenhersteller im Programm. Auch kleine Edelbike-Schmieden statten ihre Renner mit Elektroantrieb aus. Sie verstecken extrem kleine Motoren in der Hinterradnabe und die Akkus in vermeintlichen Accessoires.

Gekauft werden die Räder – aber wie und wo werden sie gefahren? Verlassen sich Mountainbiker doch lieber auf die eigene Muskelkraft, wenn ihnen in den Bergen mal der Strom ausgegangen ist? Das möchte der Verkehrsclub Deutschland herausfinden und hat dazu eine Umfrage gestartet. Sie richtet sich an alle Elektroradfahrer und ist hier zu finden.

10 Kommentare


  1. Wieso will der -Verkehrsclub- wissen was Abseits des Verkehrs stattfindet ?

    Naja,……

    Es gibt in Deutschland seit etlichen Jahren (Jahrzehnten) 4 größere Mountainbike-Zeitschriften und in Österreich zumindest eine, die auch international erhältlich ist. Als Sportart ist Mountainbike seit 1996 olympisch, wobei das nur auf eine Disziplin bezogen ist. Die UCI hat offiziell mehrere Disziplinen wobei der Marathon tatsächlich auf das sportliche Betreiben von Millionen Mountainbikern hin als Disziplin eingeführt wurde. Sozusagen gegen den Widerstand von vielen ofiziell unter der UCI aggierenden Radsportverbänden.

    Motorradfahren ist aber irgendwie doch was anderes, auch wenn es ein Elektromotor ist.

    Ich habe aber ehrlich gesagt ganz ander Sorgen, den ich bastle mir gerade einen Downhill tauglichen Anhänger. Nicht wirklich mit der Absicht, aber könnte durchaus dafür taugen. Die Deichsel soll gegenüber dem Anhänger mit Dämpfer ausgestattet sein (vulgo; gefedert), was praktisch mit dem ersten Gelenk an der Konstruktion verbunden ist. Außerdem soll sich der Anhänger gegenüber dem Rad um 2 weitere Achsen drehen können, die um 90° zueinander versetzt sind, weil so Torsionskräfte eliminiert werden die der Anhänger beim seitlichen kippen und starker Schräglage auf das Fahrrad und den Fahrer ausübt. Was also insgesamt 3 solchermaßen zueinander versetzter Achsen bedeutet. Jetzt kommt das Problem: Ein Anhänger ist zweispurig !

    Das macht eine drehbare Achse in Fahrtrichtung, und dabei sozusagen horizontal zum Anhänger, etwas sehr anfällig für ungleiche Untergründe unter dessen Rädern. Da braucht’s noch eine Achse parallel dazu. Aber unter unter oder über der Höhe der Achse der Räder des Anhängers ?

    Dabei hilft mir selbst im Verkehr kein Akku weiter. Das muß ich ausprobieren.

    Das bedeutet,

  2.   VCD Besser E-Radkaufen

    Die Umfrage richtet sich ja an alle E-Rad Fahrenden – nicht nur Mountain-Biker…
    Das E-Rad ist zum Glück zunehmend Teil des Verkehrs. Von daher ist das Thema sehr wichtig für einen Umweltverband, der sich für mehr Lebensqualität in Städten und für umweltschonende und sozial gerechte Mobilität einsetzt.


  3. ..sozial gerechte Mobilität..

    Hmmhmm…..

    Also mein innerstädtischen Radwege führen die letzten Jahre vermehrt an Gebrauchtwagenhändlern vorbei, die hier praktisch angesiedelt wurden.
    Da hört man alle Sprachen ferner Länder. Bei den Leuten, die sich meist in Gruppen für Autos interessieren, für die wäre eine richtige Übersetzung für „Radweg“ überfällig.
    Vor 10 Jahren waren es die Inlineskater, die schon mal „scheiß Radfahrer“ auf dem Radweg skatend, los werden mußten. Andere Zeiten, andere Beschimpfungen.
    Wie heißt beispielsweise „super E-Bike“ auf Albanisch, Rumänisch oder Bulgarisch ? Nur wegen der Vorfreude.

    Nein, war Spaß, ich bin Radfahrer und lese deshalb den Blog. Habe den Link auch nicht angklickt. Und, ich finde schon das der Text da etwas suggeriert, von wegen „..Die Hersteller haben junge Fahrer als Zielgruppe entdeckt. Mountainbikes mit Motorunterstützung hat mittlerweile fast jeder namhafte Markenhersteller im Programm…

    Da steht nicht: „Fast alle namhaften Mountainbike-Hersteller haben E-Bikes….“
    Was auch gar nicht stimmen würde. Dafür wird hier auf Zeit-Online nicht im ersten Artikel eine seltsam verquere Verquickung von Mountainbike und E-Bike konstruiert.
    Das es sowas gibt bestreite ich ja keineswegs. Das „Agilität“ und „Handling“ über 20 Jahre, ganz zentraler Bestandteil beim Thema Mountainbike sind, daß das bei dem Werben um’s E-Bike, neben der anderen grundlegenden Sache „Motor“ offensichtlich für manche ausblendbar ist, bestreite ich auch nicht. Aber Radwege sind für viel gleich überhaupt nicht vorhanden, obwohl sie da sind.


  4. Elektromofas sind eine völlige Fehlentwicklung. Ältere oder schlappe Radfahrer können damit in Geschwindigkeitsbereichen Unheil anrichten, die sie aus eigener Kraft nie erreicht hätten. Die Anderen werden der Mühe enthoben, sich wenigstens etwas an zu strengen. Dass der durch die zunehmende Elektrifizierung des Alltages unterstützte Bewegungsmangel die Hauptursache für die grassierende Fettleibigkeit ist, sollte allgemein bekannt sein. Es wird auch keine Umsteiger aus dem Auto geben, deren Hauptgrund ist nämlich der Wetterschutz des Blechdaches.


  5. Sie werden immer noch belächelt und, ja, unsportlich sind sie auch immer noch.

  6.   porph

    Re: #4 Fehlentwicklung

    “ Ältere oder schlappe Radfahrer können damit in Geschwindigkeitsbereichen Unheil anrichten, die sie aus eigener Kraft nie erreicht hätten.“

    Sie meinen 25 km/h? Ich zittere vor Angst. :-) Wie sie damit Unheil anrichten sollen, ist mir schleierhaft. Jeder Mensch der nicht Pudding als Beine hat erreicht auf einem normalen Rad >25 km/h, wenn schon nicht dauerhaft, dann zumindest lange genug um „Unheil anzustiften“…

    Nein, was viel gefährlicher ist, ist genau das Gegenteil: Langsamkeit. Genau, wirklich gefährlich sind nämlich all die Zeitgenossen (auch viele alte Menschen, aber nicht nur…) die mit nahezu Schrittgeschwindigkeit eiernd einen ganzen Radweg blockieren und ein Überholen unmöglich machen.

    Wer 25 km/h fährt, KANN physikalisch gar nicht eiern und stellt daher ein geringeres Sicherheitsrisiko für Mitradler dar.

  7.   e-Rad Hafen

    @#4: Nummer #6 sagt es ja schon:
    Aber reden Sie doch auch mal von dem „Unheil“, dass ein Mensch im Auto anrichten kann – 1000 Kilo bei 60km/h in der Stadt als faktische Normalgeschwindigkeit. Da bleibt die Verhältnismäßigkeit auf der Strecke… nebenbei: Die Verlagerung vom Auto aufs E-Rad findet sehr wohl statt.
    Und zu
    „Die Anderen werden der Mühe enthoben, sich wenigstens etwas an zu strengen.“
    – mir ist dieser Ethos a la „im Schweiße Deines Antlitzes sollst du…“ unverständlich. Warum darf nicht jede_r fahren, wie es ihm oder ihr beliebt? Insbesondere wenn es dabei noch ziemlich gut für die anderen und die Umwelt ist (Kein Lärm, wenige Energieverbrauch, kein Abgase beim Fahren usw.)
    Technische Entwicklung passiert halt, zum Glück – oder nutzen die Vertreter_innen dieser Thesen auch keine Waschmaschinen, Fahrstühle, Küchengeräte, Autos…?

  8.   borntorun

    Netter Versuch , von wegen Elektromofas.
    Ohne Treten geht bei e-bike nichts.
    Bin mit dem e-bike seit ca. fünf Monbaten unterwegs, bis zu fünf mal die Woche zur Arbeit (> 26 km für einen Weg), brauche einfach 50 +/- 3 Minuten, damit jeweils ca. 20 min. länger als mit Verbrennungsmotor, bin schlanker und fitter geworden, habe meine Ökobilanz verbessert (Lichtblickstrom).
    Ohne elektrische Unterstützung wäre der Weg zur Arbeit mit Rad für mich (>110 kg KG , Raucher) aus Gründen der mangelnden Fitness und der Fahrdauer(nur mit Muskelkraft ca. 1h15min für eine Strecke) keine Option, betrachte es auch als Sportprogramm (Wegezeit E-bike minus Wegezeit Verbrennungsmotor = 100 min tgl. Sport in „nur“ 40 Minuten ).
    Daß die Puristen unter uns maulen, was solls, e-Biken stellt aus meiner Sicht ein ernstzunehmendes alternativers Mobilitätskonzept dar,
    wie beschrieben für mich sowieso, aber ,wie ich feststellen kann auch zunehmend für Andere, denen das Stehen im Stau auf die Nerven geht, die sich im Alltag zügig fortbewegen wollen ohne gleich nassgeschwitzt zu sein.
    Deshalb freue ich mich über jeden Fragebogen zum e-biken, gibt er mir doch die Gelegenheit für (m)ein alternatives Mobilitätskonzept zu
    werben und mögliche Verbesserungen der Infrastruktur oder der Technik zu kommunizieren.

  9.   Pendler

    Sorry, ich bin vom Auto aufs Elektrofahrrad umgestigen und fahre damit etwa 2000 km pro Jahr zur Arbeit.

  10.   Dollarslider

    Wo darf ein E-Mountainbike überhaupt betrieben werden?
    Sicherlich nicht im öffentlichen Straßenverkehr!

 

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